[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstützen von mindestens zwei Strahlheizrohren
in einem Ofenraum eines Industrieofens, wobei jedes Strahlheizrohr an einem Ende an
einen Brenner angeschlossen und an einer ersten Ofenwand des Ofenraumes gehalten wird
und wobei das freie geschlossene Ende der Strahlheizrohre in den Ofenraum ragt. Ferner
betrifft die Erfindung einen Industrieofen.
[0002] Strahlheizrohre auch Strahlrohre oder Strahlungsheizrohre genannt, dienen zur indirekten
Beheizung von Ofenräumen und werden mit Brennern erhitzt, die mit einem flüssigen
oder gasförmigen Brennstoff betrieben werden. Ein Gut, welches im Ofenraum des Industrieofens,
insbesondere im Rahmen eines Wärmebehandlungsprozesses erwärmt werden soll, wird folglich
mittels Wärmestrahlung erhitzt und kommt nicht mit den Brennerabgasen in Kontakt.
Es werden in der Regel mehrere Strahlheizrohre zur Beheizung des Ofenraums verwendet.
Strahlheizrohre für industrielle Zwecke werden beispielsweise zum Glühen von Bauteilen
aus Metall, beispielsweise Blechen oder Rohren, eingesetzt. In Anlagen zur Wärmebehandlung
von Stahlteilen werden Guttemperaturen um ca. 1.000°C benötigt. Folglich sind die
Strahlheizrohre hohen thermischen Belastungen ausgesetzt.
[0003] Die Strahlheizrohre können I-förmig, P-förmig, Doppel-P-förmig, U-förmig oder W-förmig
sein. I-förmige Strahlheizrohre, auch Mantelstrahlrohre genannt, weisen in der Regel
ein Mantelrohr aus Stahl auf, welches konzentrisch ein Flammrohr aus einem metallischen
oder keramischen Material umgibt.
[0004] Jedes Strahlheizrohr ist an einem Ende an einen Brenner angeschlossen, in der Regel
angeflanscht. Die Strahlheizrohre werden an dem brennerseitigen Ende an einer ersten
Ofenwand gehalten, die innenseitig zum Ofenraum hin, mit einer Feuerfestisolierung
versehen ist. Strahlheizrohre in I-Form, auch Mantelstrahlheizrohre genannt, erstrecken
sich in der Regel durch eine Ofenwand in den Ofenraum und werden in axialer Richtung
unbeweglich in der Ofenwand befestigt. Das andere freie Ende der Strahlheizrohre ist
gegenüber der Atmosphäre im Ofenraum gasdicht geschlossen. Die Verbrennungsabgase
des Brenners strömen in Richtung des freien Endes, wo sie umgelenkt und rückgeführt
werden, um aus dem Strahlheizrohr geleitet zu werden. Die Strahlheizrohre können für
den senkrechten oder den im Wesentlichen waagerechten Betrieb eingerichtet sein. Unter
einem waagerechten Betrieb werden auch Betriebsweisen verstanden, bei denen das Strahlheizrohr
unter einer beliebigen Schräglage betrieben wird. Strahlheizrohre zum waagerechten
Betrieb in einen Ofenraum weisen ein beträchtliches Gewicht auf, welches am freien
Ende abgefangen bzw. abgestützt werden muss, um ein Verbiegen, insbesondere von metallischen
Strahlheizrohren zu vermeiden.
[0005] Die Strahlheizrohre können an dem freien Ende stirnseitig außen einen Zapfen aufweisen,
der in einer Halterung im Ofenraum eingreift.
[0006] Aus der
EP 2 754 958 A1 ist bekannt, zum Abstützen und Abfangen des in den Ofenraum ragenden freien Endes
eines Strahlheizrohres stirnseitig außen an einem Heizrohrkörper des Strahlheizrohres
einen angeschweißten Ansatz aus Stahlrohr vorzusehen, der in eine Halterung in der
Ofenwand schiebbar ist oder an dem eine Halterung zur Abstützung oder Aufhängung des
freien Endes des Strahlheizrohres angreift, um das Gewicht des Strahlungsheizrohres
abzufangen. Das freie Ende von Strahlheizrohren kann aber auch ohne einen Zapfen ausgebildet
sein und direkt mittels einer Halterung abgestützt werden. Bei der verschiebbaren
Abstützung des freien Endes des Strahlheizrohres oder dessen Ansatzes kann es zu Verklemmungen
kommen.
[0007] Bei der Umrüstung, Modernisierung oder Ertüchtigung bestehender Anlagen muss häufig
mindestens ein vorhandenes Strahlheizrohr, beispielsweise ein W-förmiges Strahlheizrohr
durch zwei neue Strahlheizrohre, beispielsweise zwei I-förmige Strahlheizrohre ersetzt
werden, insbesondere um höhere Temperaturen im Ofenraum zu erreichen. Das freie Ende
der beiden neuen Strahlheizrohre muss im Ofenraum abgestützt werden. Die vorhandene
Halterung für das alte Strahlheizrohr kann zum Abstützen des freien Endes eines der
beiden neuen Strahlheizrohre benutzt werden. Für das zweite neue Strahlheizrohr muss
eine zusätzliche Halterung im Ofenraum vorgesehen werden. Dies ist konstruktiv aufwändig,
insbesondere wenn die Halterung in der Feuerfestisolierung einer der Ofenwände ausgebildet
ist und somit ein Eingriff in die vorhandene Feuerfestisolierung erforderlich ist.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht demgemäß darin, eine Möglichkeit anzugeben, die
Abstützung von mindestens zwei Strahlheizrohren im Ofenraum eines Industrieofens auf
konstruktiv einfache Weise zu ermöglichen. Ein Aspekt der Aufgabe ist, den Austausch
von einem Strahlheizrohr durch zwei neue Strahlheizrohre zu ermöglichen, ohne eine
weitere Halterung in der Feuerfestisolierung vorzusehen.
[0009] Diese Aufgabe wird von einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art erfindungsgemäß
durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung ein Verbindungselement auf, mit dem mindestens
zwei Strahlrohre quer zur Achsrichtung verbindbar sind. Das Verbindungselement weist
einen Ansatz auf, der sich in Achsrichtung der Strahlrohre erstreckt und der dazu
ausgebildet ist, in einer Halterung im Ofenraum in Achsrichtung aufzuliegen.
[0011] Zwei oder mehr Strahlheizrohre, insbesondere I-förmige Strahlheizrohre, können an
ihren freien Enden auf konstruktiv einfache Art und Weise abgestützt werden, wobei
nur eine einzige Halterung im Ofenraum benötigt wird. Für den häufigen Fall, dass
die Halterung in der Feuerfestisolierung ausgebildet ist, ist es bei Um- oder Nachrüstungen,
beispielsweise bei Ersatz eines Strahlheizrohres durch zwei oder mehrere Strahlheizrohre
nicht erforderlich, in die Feuerfestisolierung einzugreifen, was den Aufwand bei Um-
oder Nachrüstungen beträchtlich verringert. Eine einzige vorhandene Halterung im Ofenraum
kann nach Um- oder Nachrüstungen für die Abstützung von mehreren einzelnen Strahlheizrohren
genutzt werden.
[0012] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den von Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen.
[0013] Eine bevorzugte Ausführungsform, wobei jedes Strahlheizrohr an dem freien Ende außen
stirnseitig einen Zapfen aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement
derart ausgebildet ist, dass die Stahlheizrohre mittels der Zapfen verbindbar sind.
Anders ausgedrückt, greift das Verbindungselement an den stirnseitigen Zapfen der
Strahlheizrohre an. Folglich erfolgt die Verbindung der Strahlheizrohre mittels des
Verbindungselements über die Zapfen.
[0014] Vorzugsweise ist das Verbindungselement stangenförmig ausgebildet. Das Verbindungselement
ist vorteilhafterweise hitzebeständig und besteht vorzugsweise aus Metall. Der Querschnitt
des Verbindungselements kann beliebig ausgebildet sein, beispielsweise als U-Profil.
Das Verbindungselement kann beispielsweise auch aus einem rechteckigen Profil, insbesondere
einem Hohlprofil bestehen.
[0015] Bei einer vorzugsweisen Ausgestaltung ist das Verbindungselement derart ausgebildet,
dass jedes Strahlheizrohr relativ zu dem Verbindungselement drehbar ist, was die Haltbarkeit
der Strahlheizrohre erhöht. Diese Ausgestaltung ist insbesondere für I-förmige Strahlheizrohre
bzw. Mantelstrahlheizrohre vorteilhaft.
[0016] Vorzugsweise ist das Verbindungselement derart ausgebildet, dass jedes Strahlheizrohr
relativ zu dem Verbindungselement in Achsrichtung der Strahlheizrohre verschiebbar
ist und dass der Ansatz in der Halterung aufliegt und/oder mit der Halterung fest
verbindbar bzw. fest verbunden ist. Damit können thermisch bedingte Längenänderungen
der Strahlheizrohre sowie auch mögliche thermisch bedingte Veränderungen der ersten
nicht dargestellten Ofenwand und der zweiten Ofenwand gegeneinander ausgeglichen werden.
Weil die Bewegung der Strahlheizrohre in Achsrichtung gewährleistet ist, kann der
Ansatz auf konstruktiv einfache Art und Weise mit der Halterung oder mit Bestandteilen
der Halterung verbunden werden. Der Ansatz kann insbesondere mit der Halterung verschweißt
werden.
[0017] Alternativ kann das Verbindungselement derart ausgebildet werden, dass ein Strahlheizrohr
gegenüber dem Verbindungselement in Achsrichtung der Strahlheizrohre fixierbar ist,
dass jedes weitere Strahlheizrohr gegenüber dem Verbindungselement ich Achsrichtung
der Strahlheizrohre verschiebbar ist und dass das Verbindungselement mittels des Ansatzes
in der Halterung in Achsrichtung der Strahlheizrohre verschiebbar aufliegt. Bei dieser
Variante ist die erfindungsgemäße Vorrichtung im Ofenraum in Bezug auf die erste und
zweite Ofenwand in Achsrichtung der Strahlheizrohre beweglich bzw. verschiebbar, um
hitzebedingte Veränderungen auszugleichen.
[0018] Das Verbindungselement könnte rohrförmige Aufnahmeelemente aufweisen, die zur Aufnahme
der freien Enden der Strahlheizrohre oder deren stirnseitigen Zapfen dienen.
[0019] Eine besonders vorteilhafte konstruktiv einfache Weiterbildung der Erfindung besteht
darin, dass das Verbindungselement für jedes Strahlheizrohr eine Ausnehmung zur Aufnahme
des freien Endes des Strahlheizrohres oder dessen stirnseitigen Zapfen aufweist.
[0020] Vorzugsweise weist die Ausnehmung eine halbschalenförmige Auflagefläche auf. Vorteilhafterweise
ist die Ausnehmung als Langloch ausgebildet.
[0021] Nach der Erfindung weist der Ansatz einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
auf und ist vorzugsweise an dem Verbindungselement angeschweißt und zwar im Betriebszustand
betrachtet, seitlich in Richtung der zweiten Ofenwand.
[0022] Die Erfindung deckt auch eine Beheizungsanlage für einen Industrieofen mit mindestens
zwei Strahlheizrohren ab, wobei jedes Strahlheizrohr an einem Ende an einen Brenner
angeschlossen ist und an einer ersten Ofenwand des Ofenraumes (2) gehalten wird und
wobei das freie geschlossene Ende der Strahlheizrohre in den Ofenraum ragt, dadurch
gekennzeichnet, dass die Beheizungsanlage eine Vorrichtung beinhaltet, die ein Verbindungselement
aufweist, mit dem die Strahlrohre quer zur Achsrichtung (A) verbindbar sind und dass
das Verbindungselement einen Ansatz aufweist, der sich in Achsrichtung (A) der Strahlrohre
erstreckt und der dazu ausgebildet ist, in einer Halterung im Ofenraum in Achsrichtung
aufzuliegen.
[0023] Das stangenförmige Verbindungselement ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass jedes
Strahlheizrohr relativ zu dem Verbindungselement drehbar ist. Vorzugsweise ist das
Verbindungselement derart ausgebildet, dass jedes Strahlheizrohr relativ zu dem Verbindungselement
in Achsrichtung (A) der Strahlheizrohre verschiebbar ist und dass der Ansatz derart
ausgebildet ist, dass dieser in Achsrichtung (A) der Strahlheizrohre mit der Halterung
fest verbunden ist.
[0024] Die Erfindung schafft ferner einen Industrieofen mit einem von Ofenwänden gebildeten
Ofenraum, wobei die Ofenwände innenseitig eine Feuerfestisolierung aufweisen, wobei
in dem Ofenraum mindestens zwei Strahlheizrohre angeordnet sind, wobei jedes Strahlheizrohr
an einem Ende an einen Brenner angeschlossen ist und an einer ersten Ofenwand gehalten
wird, wobei das freie geschlossene Ende der Strahlheizrohre in den Ofenraum ragt,
gekennzeichnet durch eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 sowie eine
Halterung, die ausgebildet ist, die Vorrichtung im Ofenraum abzustützen.
[0025] Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung ein Verbindungselement auf, mit dem die Strahlrohre
quer zur Achsrichtung (A) miteinander verbunden sind, wobei das Verbindungselement
einen Ansatz aufweist, der sich in Achsrichtung (A) der Strahlrohre erstreckt und
der dazu ausgebildet ist, in der Halterung im Ofenraum in Achsrichtung der Strahlrohre
aufzuliegen.
[0026] Vorzugsweise ist die Halterung in der Feuerfestisolierung einer zweiten Ofenwand,
die der ersten Ofenwand gegenüberliegt, ausgebildet und weist eine Konsole, vorzugsweise
aus Metall, in einem Hohlraum auf. Alternativ kann die Halterung als im Ofenraum hängendes
Lager ausgebildet sein.
[0027] Vorzugsweise stützt sich das Verbindungselement mit dem Ansatz auf der Konsole in
der Feuerfestisolierung ab. Falls die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass diese in
Achsrichtung der Strahlheizrohre unbeweglich ist, könnte der Ansatz des Verbindungselementes
mit der Konsole fest verbunden werden. Wenn die Konsole aus Metall besteht, kann der
Ansatz auf die Konsole geschweißt werden.
[0028] Im Rahmen der Erfindung sind die vorstehend erläuterten Merkmale auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile
des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung im
Zusammenhang mit der Zeichnung, in der eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
dargestellt ist.
[0029] In der Zeichnung zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Schnittes der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einem Ofenraums eines Industrieofens mit zwei I-förmigen Strahlheizrohren;
Figur 2 eine schematische Darstellung einer Ansicht der Vorrichtung nach Figur 1 in
Richtung Achse der Strahlheizrohre.
[0030] Figur 1 zeigt in einer schematischen Darstellung eine erfindungsgemäße Vorrichtung
1 in einem Ofenraum 2 eines nicht näher dargestellten Industrieofens. Der Ofenraum
2 ist ein von Ofenwänden umschlossener Raum, in dem ein nicht dargestelltes Gut aus
Stahl im Rahmen eines Wärmebehandlungsprozesses erhitzt werden soll.
[0031] In dem Ofenraum 2 befinden sich zwei I-förmige Strahlheizrohre 3, 3', von denen jeweils
nur das freie Ende dargestellt ist, welches in den Ofenraum 2 ragt. Die Strahlheizrohre
3, 3' dienen zur indirekten Beheizung des Gutes auf hohe Temperaturen mittels Wärmestrahlung.
[0032] Die Strahlheizrohre 3,3' sind für den waagerechten bzw. horizontalen Betrieb in dem
Ofenraum 2 vorgesehen. Die beiden Strahlheizrohre 3, 3' sind an dem einen Ende in
einer nicht dargestellten ersten Ofenwand auf an sich bekannte Weise gehalten und
sind jeweils an nicht dargestellte Brenner angeschlossen, die sich außerhalb des Ofenraums
2 befinden. Die Strahlheizrohre 3, 3' weisen ein beträchtliches Gewicht auf, so dass
ihre in den Ofenraum 2 ragenden Enden abgestützt werden müssen. Mit zunehmenden Temperaturen
nehmen die mechanischen Festigkeitswerte der Strahlheizrohre ab. Die Strahlheizrohre
dehnen sich aus. In Figur 1 ist ein Teil einer zweiten Ofenwand 4 dargestellt, die
der ersten Ofenwand gegenüber angeordnet ist. Die zweite Ofenwand 4 ist innenseitig
zum Ofenraum 2 hin mit einer Feuerfestisolierung 5 versehen. Die beiden Strahlheizrohre
3, 3' sind in einer Ebene in dem Ofenraum 2 in etwa senkrecht zu der nicht dargestellten
ersten Ofenwand und zweiten Ofenwand 4 ausgerichtet.
[0033] Die Strahlheizrohre 3, 3' weisen stirnseitig einen Zapfen 6 bzw. 6' auf. Die Zapfen
6, 6' können als Zylinder aus Stahl ausgebildet sein. Im Inneren der Zapfen 6, 6'
kann sich eine thermische Isolierung befinden.
[0034] Die Vorrichtung 1 weist ein Verbindungselement 7 auf, welches als hitzebeständiges
stangenförmiges im Querschnitt rechteckiges Profil ausgebildet ist. Das Verbindungselement
7 weist für das Strahlheizrohr 3 eine Ausnehmung 8 und für das Strahlheizrohr 3' eine
Ausnehmung 8' in Form eines Langloches auf. Dies ist Figur 2 zu entnehmen, welche
eine schematische Darstellung einer Ansicht der Vorrichtung nach Figur 1 in Richtung
Achse der Strahlheizrohre zeigt. In den Ausnehmungen 8, 8' sind die Zapfen 6, 6 drehbar
gelagert. Die Drehbarkeit dient zur Erhöhung der Haltbarkeit der Strahlheizrohre.
Mittels des Verbindungselements 9 sind die beiden Strahlrohre 3, 4 quer zur Achsrichtung
9 miteinander verbunden. Alle Strahlheizrohre sind relativ zu dem Verbindungselement
7 in Achsrichtung verschiebbar. Die Zapfen 6, 6' können sich bei einer Längenänderung
der Strahlheizrohre 3, 3' infolge von Temperaturwechseln gleitend in dem Verbindungselement
bewegen. Damit können thermisch bedingte Längenänderung der Strahlheizrohre 3, 3'
sowie auch mögliche thermisch bedingte Veränderungen der ersten nicht dargestellten
Ofenwand und der zweiten Ofenwand 4 gegeneinander ausgeglichen werden.
[0035] Das Verbindungselement 7 weist einen Ansatz 9 auf, der sich in Achsrichtung der Strahlrohre
3, 3' erstreckt und der dazu ausgebildet ist, in einer Halterung 10, die sich in der
Feuerfestisolierung 5 der zweiten Ofenwand 4 befindet, aufzuliegen.
[0036] Der Ansatz 9 befindet sich in der Nähe der Ausnehmung 8. Der Ansatz 9 weist einen
im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf und ist vorzugsweise an dem Verbindungselement
7 seitlich angeschweißt.
[0037] In der Feuerfestisolierung 5 der zweiten Ofenwand 4 ist eine Halterung 10 zur Aufnahme
des Ansatzes 9 ausgebildet. Die Halterung 10 weist in einem Hohlraum 11 in der Feuerfestisolierung
5 eine Konsole 12 aus Metall auf, auf der sich der Ansatz 9 abstützt. Der Absatz 9
wird fest mit der Konsole 12 verbunden. Vorzugsweise wird der Ansatz 9 auf die Konsole
12 geschweißt. Weil die Bewegung der Strahlheizrohre 3, 3' in Achsrichtung gewährleistet
ist, kann der Ansatz 9 auf konstruktiv einfache Art und Weise fest mit der Konsole
12 fest verbunden werden.
[0038] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es, zwei oder mehr Strahlheizrohre zu
verbinden und an ihrem freien Ende mittels einer einzigen Halterung bzw. eines einzigen
Auflagepunktes im Ofenraum abzustützen.
[0039] Im Rahmen der Erfindung können die freien Enden von mehreren Strahlheizrohren mittels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung miteinander verbunden und auf einfache Art und Weise
an einer einzigen Halterung in der Feuerfestisolierung einer Ofenwand abgestützt werden.
[0040] Im Rahmen der Erfindung sind weitere Abwandlungen möglich. So können die Strahlheizrohre
an ihren freien Enden zapfenfrei ausgebildet sein und direkt von den Ausnehmungen
des Verbindungselements umfasst werden. Das Verbindungselement kann eine beliebige
Form haben, beispielsweise U-förmig oder als Hohlprofil ausgebildet sein. Als Alternative
zu den Ausnehmungen in dem Verbindungselement kann dieses mit rohrförmigen Aufnahmeelementen
für das Ende der Strahlheizrohre oder deren Zapfen versehen werden.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Ofenraum
- 3, 3'
- Strahlheizrohr
- 4
- Ofenwand
- 5
- Feuerfestisolierung
- 6, 6'
- Zapfen
- 7
- Verbindungselement
- 8, 8'
- Ausnehmung
- 9
- Ansatz
- 10
- Halterung
- 11
- Hohlraum in Feuerfestisolierung
- 12
- Konsole
- A
- Achsrichtung Strahlheizrohr
1. Vorrichtung zum Abstützen von mindestens zwei Strahlheizrohren (3, 3') in einem Ofenraum
(2) eines Industrieofens, wobei jedes Strahlheizrohr (3, 3') an einem Ende an einen
Brenner angeschlossen und an einer ersten Ofenwand des Ofenraumes (2) gehalten wird
und wobei das freie geschlossene Ende der Strahlheizrohre (3, 3') in den Ofenraum
(2) ragt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Verbindungselement (7) aufweist, mit dem mindestens zwei Strahlrohre
(3, 3') quer zur Achsrichtung (A) verbindbar sind und dass das Verbindungselement
(7) einen Ansatz (9) aufweist, der sich in Achsrichtung (A) der Strahlrohre (3, 3')
erstreckt und der dazu ausgebildet ist, in einer Halterung (10) im Ofenraum (2) in
Achsrichtung aufzuliegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei jedes Strahlheizrohr (3, 3') an dem freien Ende außen stirnseitig einen Zapfen
(6, 6') aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) derart ausgebildet ist, dass die Stahlheizrohre (3, 3')
mittels der Zapfen (6, 6') verbindbar sind.
3. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) stangenförmig und/oder hitzebeständig ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) derart ausgebildet ist, dass jedes Strahlheizrohr (3,
3') relativ zu dem Verbindungselement (7) drehbar ist.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) derart ausgebildet ist, dass jedes Strahlheizrohr (3,
3') relativ zu dem Verbindungselement (7) in Achsrichtung (A) der Strahlheizrohre
(3, 3') verschiebbar ist und dass der Ansatz (9) derart ausgebildet ist, dass dieser
in Achsrichtung (A) der Strahlheizrohre (3, 3') unbeweglich in der Halterung (10)
aufliegt und/oder mit der Halterung (10) fest verbindbar ist.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement derart ausgebildet ist, dass ein Strahlheizrohr (3) in Achsrichtung
(A) fixierbar ist, dass jedes weitere Strahlheizrohr (3') gegenüber dem Verbindungselement
(7) in Achsrichtung (A) verschiebbar ist und dass der Ansatz (9) in der Halterung
(10) in Achsrichtung (A) der Strahlheizrohre (3, 3') verschiebbar aufliegt.
7. Vorrichtung nach wenigstens nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) für jedes Strahlheizrohr (3, 3') eine Ausnehmung (8, 8')
zur Aufnahme des freien Endes des Strahlheizrohres (3, 3') oder dessen stirnseitigen
Zapfen (6, 6') aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (8, 8') eine halbschalenförmige Auflagefläche aufweist, vorzugsweise
dass die Ausnehmung (8, 8') als Langloch ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (9) einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweist und vorzugsweise
an dem Verbindungselement (7) angeschweißt ist.
10. Industrieofen mit einem von Ofenwänden gebildeten Ofenraum (2), wobei die Ofenwände
(4) innenseitig eine Feuerfestisolierung (5) aufweisen, wobei in dem Ofenraum (2)
mindestens zwei Strahlheizrohre (3, 3') angeordnet sind, wobei jedes Strahlheizrohr
(3, 3') an einem Ende an einen Brenner angeschlossen ist und an einer ersten Ofenwand
gehalten wird, wobei das freie geschlossene Ende der Strahlheizrohre (3, 3') in den
Ofenraum (2) ragt, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 sowie eine Halterung (10), die
ausgebildet ist, die Vorrichtung im Ofenraum (2) abzustützen.
11. Industrieofen nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (10) in der Feuerfestisolierung (5) der zweiten Ofenwand (2), die der
ersten Ofenwand gegenüberliegt, ausgebildet ist, dass die Halterung (10) in einem
Hohlraum (11) eine Konsole (12) aufweist, die vorzugsweise aus Metall besteht, auf
der sich der Ansatz (9) des Verbindungselements (7) abstützt.