[0001] Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1
und ein Zielfernrohr mit einer solchen nach Anspruch 15.
[0002] Derartige Stellvorrichtungen finden bevorzugt Anwendung bei feinmechanischen Geräten
wie optischen Instrumenten, Zielfernrohren und dergleichen. Beispielsweise ist in
DE 297 207 37 U1 ein Zielfernrohr mit einem rohrförmigen Gehäusetubus beschrieben, das Tubusfassungen
für ein Okular- und ein Objektiv(-system) aufweist. Dabei sind in einem Mittelrohr
ein optisches Umkehrsystem und ein diesem zugeordnetes Absehen vorhanden, das an einem
Doppelrohr in einer Fassung fest montiert ist. Ergänzend können auch weitere Linsen
zur Korrektur verschiedener Bildfehler im Zielfernrohr angeordnet sein, so zum Beispiel
Achromaten zur Farbfehlerbehebung.
[0003] Ein von dem Objektiv in einer objektivseitigen ersten Bildebene entworfenes Zwischenbild
wird in einer okularseitigen zweiten Bildebene vergrößert abgebildet. Große Vergrößerungen
erlauben nur eingeschränkte Sehfelder, welche insbesondere auf kurzen Distanzen keinen
Überblick über einen größeren Bildausschnitt erlauben. Um auch diese Objekte effektiv
ins Visier nehmen zu können, sieht der Stand der Technik eine variable Vergrößerung,
den sogenannten Zoom, vor. Zudem wird das anvisierte Objekt in der objektivseitigen
ersten Bildebene seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend abgebildet und muss deshalb
aufgerichtet werden. Zur Aufrichtung des Bildes kommt deshalb ein Umkehrsystem innerhalb
des Zielfernrohres zum Einsatz.
[0004] Außen sind in Umfangsabständen von 90 Grad wenigstens zwei Verstelltürme (Stellvorrichtungen)
befestigt, die einen Rastring oder eine Stellkappe aufweisen, um das Absehen entsprechend
der Zielentfernung und Wind einzustellen.
[0005] Herkömmlich hat ein derartiger, um insgesamt etwa 350° drehbarer Rastring eine feine
Rastung solcher Aufteilung, dass er beim Drehen (Klickverstellen) jeweils einen Schritt
weiterrückt, was die Treffpunktlage auf 100 m z.B. um 10 mm verändert. Auf dem Außenumfang
des Verstellturms ist eine Skala aufgebracht, an der man die vorgenommene Korrektur
ablesen kann. Je nach Teilung ist z.B. jeder zweite Klick mit einer weißen Linie markiert,
während jeder zehnte Klick durch eine Zahl angegeben wird.
[0006] Zusätzlich ist ein Einstellring vorgesehen, durch dessen Zentrum der optische Pfad
verläuft, und der relativ zum Gehäusetubus drehbar gelagert ist. Mit diesem Einstellring
lassen sich die Positionen von zwei Linsenelementen des Umkehrsystems entlang des
optischen Pfades einstellen, wodurch eine Vergrößerung des Zielfernrohrs erfolgt.
[0007] Damit weist das Zielfernrohr Stellvorrichtungen in Form der zwei Verstelltürme für
die Absehenjustage und auch in Form eines Einstellrings für die Vergrößerungseinstellung
auf. Die Einstellungen erfolgen alle unabhängig basierend auf Berechnungen, Tabellen
und Erfahrungswerten des Schützen, die auch von der eingesetzten Waffe und Munition
abhängen. Hierbei kann es schnell zu Fehlern kommen. Außerdem sind präzise und schnelle
Einstellungswechsel erschwert.
[0008] Ziel der Erfindung ist es deshalb, eine Stellvorrichtung sowie ein Zielfernrohr hiermit
bereitzustellen, die die Einstellung des Zielfernrohrs durch den Bediener unterstützen
und/oder die Bedienung vereinfachen, wobei die Lösung eine geringe mechanische Komplexität
und geringe Kosten verursachen soll. Außerdem soll die Lösung einfach und komfortabel
handhabbar bleiben und eine hohe Lebensdauer aufweisen.
[0009] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 sowie in
Anspruch 15 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 14 sowie
der Beschreibung.
[0010] Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung zum Einstellen von an die Stellvorrichtung
koppelbaren Bauteilen, insbesondere zum Verstellen einer Abseheneinrichtung eines
Zielfernrohrs, mit einer Stellkappeneinrichtung mit einer Stellkappe, die zur mechanischen
Betätigung der Stellvorrichtung durch eine Drehbewegung um eine Rotationsachse drehbar
an einem Basisteil gelagert ist. Ein Koppelteil ist dazu ausgebildet, eine Stellgröße,
die aus der Bewegung der Stellkappe resultiert, an ein mit dem Koppelteil verbindbares
Bauteil zwecks dessen Einstellung zu übertragen. Die Stellkappe weist an einem Umfang
um die Rotationsachse eine Mantelfläche auf, auf der eine Skala aufgebracht ist, die
mit einer Positionsmarke auf Seiten des Basisteils zusammenwirkt, dies insbesondere,
um die Stellung der Stellkappe relativ zum Basisteil ablesen zu können. Erfindungsgemäß
ist vorgesehen, dass die Stellkappeneinrichtung in der Mantelfläche der Stellkappe
eine entlang des Umfangs ausgebildete Befestigungsnut aufweist, in der wenigstens
ein verstellbares Indikatorelement festgelegt ist, das sich mit der Stellkappe relativ
zum Basisteil dreht und einen definierten Skalenwert der Skala markiert.
[0011] Vorteilhaft hieran ist, dass hiermit eine Stellvorrichtung geschaffen ist, mit der
eine schnelle, sichere und leicht reproduzierbare Einstellung gewährleistet ist. So
ist es möglich, dass das eine Indikatorelement oder auch mehrere der Indikatorelemente
einzeln festlegbar sind, um eine individuelle ballistische Kurve, vorgegeben durch
den Nutzer, bedienen zu können. Dabei bleibt die Stellvorrichtung kompakt. Nach Möglichkeit
sollten die Indikatorelemente auch bei Dunkelheit für den Benutzer deutlich spürbar
sein und so Fehleinstellungen im Dunkeln vermeidet. Indem diese neue Funktionalität
vollständig in der Stellvorrichtung realisiert ist, lässt sich diese als Standardbaugruppe
bei einer Vielzahl unterschiedlicher Zielfernrohre einsetzen, insbesondere auch als
Ersatz oder Austauschbauteil für andere Stellvorrichtungen.
[0012] Gemäß einer näheren Ausgestaltung der Stellvorrichtung ist vorgesehen, dass wenigstens
ein weiteres Indikatorelement in der Befestigungsnut festgelegt ist, das sich mit
der Stellkappe relativ zum Basisteil dreht und einen definierten Skalenwert der Skala
markiert. Damit kann schnell zwischen zwei oder mehr gekennzeichneten Stellungen der
Stellvorrichtung gewechselt werden, beispielsweise, wenn unterschiedliche Munition
oder ein optionaler Schalldämpfer verwendet wird oder zwischen unterschiedlichen Schussdistanzen
oder Umweltparametern hin- und hergewechselt werden soll.
[0013] Vorzugsweise ist jedes der Indikatorelemente durch Verschieben entlang dem gesamten
Umfang der Befestigungsnut anordenbar. Damit wird eine maximale Flexibilität bei der
Festlegung der definierten Skalenwerte ermöglicht.
[0014] In einer spezielle Ausführungsform ist jedes der Indikatorelemente zerstörungsfrei
aus der Befestigungsnut entnehmbar ausgestaltet. Damit kann die Anzahl der Indikatorelemente
frei vom Nutzer gewählt werden, insbesondere durch Hinzufügen oder Entfernen.
[0015] Besonders günstig ist es, wenn die Befestigungsnut und jedes der Indikatorelemente
in einer Indikatorebene (also insbesondere einer gemeinsamen Ebene) angeordnet sind,
zu der die Rotationsachse senkrecht ausgerichtet ist. Vorteilhaft daran ist nämlich,
dass mehrere Indikatorelemente in einer einzigen Ebene angeordnet werden können und
die Stellvorrichtung kompakt ist. Insbesondere kann die Stellvorrichtung flach ausgebildet
sein.
[0016] Für eine präzise Festlegung der definierten Skalenwerte bietet sich ein optionales
Design an, gemäß dem jedes der Indikatorelemente eine Indikatorspitze aufweist. Hierbei
ist zu bevorzugen, dass die Indikatorspitzen in Richtung des Basisteils weisen, dies
insbesondere parallel zur Rotationsachse.
[0017] Des Weiteren kann das Design der Indikatorelemente zeigerartig sein. Hierdurch sind
die Indikatorelemente schlank, was den Einsatz zahlreicher Indikatorelemente oder
auch eng benachbarte Anordnungen von zwei oder mehr Indikatorelementen ermöglicht.
[0018] Gemäß einer speziellen Konstruktion ist die Befestigungsnut entweder negativ schwalbenschwanzförmig
ausgebildet und jedes der Indikatorelemente weist einen korrespondierenden, positiv
schwalbenschwanzförmigen Indikatorfuß auf, oder aber die Befestigungsnut ist negativ
T-förmig ausgebildet und jedes der Indikatorelemente weist einen korrespondierenden,
positiv T-förmigen Indikatorfuß auf. Durch diese Geometrien kann eine präzise Führung
bereitgestellt werden und die Indikatorelemente sind gegen Verlust gesichert. Die
Indikatorspitze ist vorzugsweise parallel zur Ausrichtung des Indikatorfußes ausgerichtet.
Es bietet sich eine Ausgestaltung an, gemäß der die Indikatorspitze an einem Schenkel
ausgebildet ist, der am freien Ende des aus der Befestigungsnut ragenden Indikatorfußes
angeordnet ist.
[0019] Weiterhin ist eine Ausgestaltung zu bevorzugen, gemäß der die Befestigungsnut auf
der der Positionsmarke abgewendeten Seite der Skala angeordnet ist. Hier können die
Indikatorelemente nämlich nicht die Sicht auf die Positionsmarke und den hier gegenüberstehenden
Bereich der Skala verdecken.
[0020] Eine hohe Einsatzflexibilität und hoher Bedienkomfort werden bei einer Ausführungsform
erreicht, nach der jedes der Indikatorelemente kraftschlüssig in der Befestigungsnut
festklemmbar ist.
[0021] Die gleichen Vorteile ergeben sich, wenn jedes der Indikatorelemente ein Spannmittel
aufweist, mit dem das jeweilige Indikatorelement zum Verschieben in der Befestigungsnut
lösbar und zum Festlegen in der Befestigungsnut festspannbar ist.
[0022] Dabei kann das Spannmittel eine Schraube sein, die in das jeweilige Indikatorelement
eingeschraubt ist. Hierdurch ist die Konstruktion denkbar einfach. Optional ist die
Schraube eine Madenschraube. Eine solche ist im eingebauten Zustand nahezu verdeckt
angeordnet und stört nicht die Ablesung der Skala oder behindert auf sonstige Weise
den Bedienkomfort. Bevorzugt ist die Schraube senkrecht zur Befestigungsnut ausgerichtet.
Hierdurch kann sie bequem von außerhalb der Befestigungsnut betätigt werden und das
Indikatorelement tendiert nicht zu einem Verrutschen beim Festschrauben. Dabei ist
aus gleichen Gründen zu bevorzugen, dass die Schraube senkrecht zur Rotationsachse
ausgerichtet ist. In einer speziellen Konstruktion ist die Schraube zum Festlegen
des jeweiligen Indikatorelements durch dieses Indikatorelement soweit hindurchschraubbar,
dass es mit einem Nutboden der Befestigungsnut in Kontakt tritt. Damit kann die Schraube
und damit das Indikatorelement gegen die Befestigungsnut verspannt werden. Im Speziellen
kann die Schraube durch ein Loch geschraubt sein, das sich vom aus der Befestigungsnut
ragenden Endes des Indikatorfußes durch diesen hindurch erstreckt.
[0023] In einer optionalen Ausführungsform ist bei gelöstem Spannmittel eine Spielpassung
mit Formschluss zwischen der Befestigungsnut und dem jeweiligen Indikatorelement ausgebildet.
Der Formschluss verhindert ein Abfallen des Indikatorelementes und die Spielpassung
ermöglicht das Verschieben des Indikatorelementes entlang der Befestigungsnut.
[0024] Umgekehrt ist eine Auslegung zu bevorzugen, gemäß der bei festgespanntem Spannmittel
eine formschlüssige Presspassung zwischen der Befestigungsnut und dem jeweiligen Indikatorelement
ausgebildet ist. Damit ist eine stabile Festlegung erzielt.
[0025] Optional ist es möglich, dass das Indikatorelement im festgespannten Zustand innerhalb
der Befestigungsnut elastisch verformt ist. Hierdurch kann eine stabile Verspannung
erzielt werden.
[0026] Bei einer Weiterbildung der Stellvorrichtung ist vorgesehen, dass jedes der Indikatorelemente
eine visuelle Kennung aufweist, vorzugsweise einen individuellen Buchstaben oder eine
individuelle Ziffer. Es ist beispielsweise aber auch eine individuelle Farbe möglich.
Hierdurch kann der Nutzer die Unterschiedlichen definierten Skalenwerte besser zuordnen.
[0027] Gemäß einer optionalen Ausgestaltung weist die Stellkappe ein Trägerelement und eine
Kappe auf, wobei die Kappe lösbar auf dem Trägerelement festgelegt ist und die Befestigungsnut
zwischen dem Trägerelement und der Kappe ausgebildet ist. Hierdurch lassen sich die
Indikatorelemente nach einem Lösen der Kappe in die Nut einsetzen oder hieraus entnehmen.
[0028] Bevorzugt weist die Kappe eine Griffstruktur auf, insbesondere an ihrem Umfang. Außerdem
kann vorgesehen sein, dass das Trägerelement und die Kappe jeweils einen Abschnitt
der Mantelfläche ausbilden, wobei diese Abschnitte vorzugsweise ringförmig ausgebildet
sind. Optional ist die Kappe lösbar auf dem Trägerelement festgeschraubt. Damit kann
der Nutzer die Kappe wiederholt und reproduzierbar abnehmen und wieder festlegen.
Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn die Kappe bei festgespanntem Spannmittel
durch das jeweilige Indikatorelement am Trägerelement kraftschlüssig gehalten ist.
Hierdurch wird die Kappe nämlich gesichert, entweder zusätzlich oder exklusiv.
[0029] In einer näheren Ausgestaltung ist das Koppelteil dazu ausgebildet, die Bewegung
der Stellkappeneinrichtung elektronisch und/oder mechanisch auf mit dem Koppelteil
verbindbare Bauteile zwecks deren Einstellung zu übertragen.
[0030] Im Speziellen kann das Koppelteil ein derart mit der Stellkappeneinrichtung gekoppelter
Stellbolzen sein, dass eine Drehung der Stellkappe um die Rotationsachse relativ zum
Basisteil eine Längsverschiebung des Stellbolzens entlang der Rotationsachse bewirkt.
Hierdurch kann man beispielsweise ein angrenzendes Stellglied zur Betätigung drücken
oder ziehen.
[0031] Außerdem betrifft die Erfindung ein Zielfernrohr mit einem Rohrgehäuse, durch das
ein optischer Pfad verläuft, entlang dem ein Okularsystem, ein Absehen und ein Objektivsystem
angeordnet sind, und mit einer Stellvorrichtung wie sie vor- und nachstehend beschrieben
ist, wobei das Koppelteil derart mit dem Absehen gekoppelt ist, dass die Bewegung
der Stellkappe zwecks der Einstellung des Absehens mit diesem gekoppelt ist. Mithin
lässt sich das Absehen entsprechend der Indikatorelemente präzise und schnell im optischen
Pfad positionieren. Vorzugsweise ist die gesamte Stellvorrichtung austauschbar ausgebildet.
Dadurch kann schnell zwischen verschiedenen Munitionen oder Schalldämpfern gewechselt
werden. Die Vorteile des Zielfernohrs entsprechen außerdem den jeweiligen optionalen
Ausgestaltungen der Stellvorrichtung.
[0032] Optional weist das Zielfernrohr ein Umkehrsystem auf, das entlang dem optischen Pfad
zwischen dem Okularsystem und dem Objektivsystem angeordnet ist, wobei der optische
Pfad eine erste Bildebene zwischen dem Objektivsystem und dem Umkehrsystem und eine
zweite Bildebene zwischen dem Okularsystem und dem Umkehrsystem aufweist. Hierdurch
wird ein aufgerichtetes Bild für den Nutzer bereitgestellt. Dies insbesondere, indem
das Umkehrsystem ein auf dem Kopf stehendes Bild in der ersten Bildebene aufgerichtet
in der zweiten Bildebene darstellt.
[0033] Das Absehen sollte in einer aus der ersten und zweiten Bildebene angeordnet sein.
Hierdurch ist es scharf erkennbar.
[0034] Weiterhin ist es zu bevorzugen, dass das Zielfernohr eine variable Vergrößerung aufweist.
Hierdurch lassen sich Ziele in unterschiedlichen Distanzen anvisieren. Die variable
Vergrößerung kann mittels wenigstens einer entlang dem optischen Pfad einstellbaren
Linse bewirkt sein. Vorzugsweise ist die variable Vergrößerung mittels wenigstens
zwei entlang dem optischen Pfad einstellbaren Linsen bewirkt, wobei zwischen der Bewegung
der ersten und zweiten einstellbaren Linse eine Korrelation besteht, vorzugsweise
eine mechanische Korrelation.
[0035] Unter den Systemen, also dem Okularsystem, Objektivsystem und Umkehrsystem, sind
Linsenanordnungen zu verstehen, insbesondere mit konvexen Linsen, konkaven Linsen,
streuenden Linsen, bündelnden Linsen, Achromaten und/oder ähnlichem.
[0036] Die Erfindung betrifft außerdem eine Schusswaffe mit einem solchen Zielfernrohr.
Die Vorteile der Schusswaffe entsprechen den jeweiligen optionalen Ausgestaltungen
der Stellvorrichtung und des Zielfernrohrs.
[0037] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung einer Stellvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Vergrößerungsansicht eines Indikatorelementes der Explosionsdarstellung nach
Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Stellvorrichtung nach Fig. 1 im Zusammenbau mit Teilschnitt;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Zielfernrohrs mit der Stellvorrichtung nach der
Fig. 1; und
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch das Zielfernrohr nach Fig. 4.
[0038] In
Fig. 1 erkennt man in einer Explosionsdarstellung eine Stellvorrichtung 1. Von dieser Stellvorrichtung
ist in
Fig. 2 ein Indikatorelement 24 vergrößert gezeigt. Schließlich ist die Stellvorrichtung
nach
Fig. 1 nochmals zusammengebaut in einer Seitenansicht mit einem Teilschnitt in der
Fig. 3 dargestellt. Die
Fig. 1, 2 und 3 werden daher gemeinsam beschrieben, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Bauteile
betreffen. Die Stellvorrichtung 1 ist insbesondere zum Einstellen von an die Stellvorrichtung
1 koppelbaren Bauteilen, insbesondere zum Verstellen einer Abseheneinrichtung (kurz
Absehen) eines Zielfernrohrs 50 (siehe Fig. 4) vorgesehen.
[0039] Wie man insbesondere in den Fig. 1 und 3 erkennt, verfügt die Stellkappeneinrichtung
10 über eine Stellkappe 11, die zur mechanischen Betätigung der Stellvorrichtung 1
durch eine Drehbewegung um eine Rotationsachse A drehbar an einem Basisteil 40 gelagert
ist, dies zumindest mittelbar. Ein Koppelteil 42, das insbesondere gemäß Fig. 3 als
Stellbolzen 43 ausgebildet ist, ist dazu vorgesehen, eine Stellgröße, die aus der
Drehbewegung der Stellkappe 11 resultiert, an ein mit dem Koppelteil 42 verbindbares
Bauteil zwecks dessen Einstellung zu übertragen. Das Koppelteil 42 ist im Besonderen
ein derart mit der Stellkappeneinrichtung 10 gekoppelter Stellbolzen 43, dass eine
Drehung der Stellkappe 11 um die Rotationsachse A relativ zum Basisteil 40 eine Längsverschiebung
des Stellbolzens 43 entlang der Rotationsachse A bewirkt.
[0040] Die Stellkappe 11 weist an einem Umfang um die Rotationsachse A eine Mantelfläche
12 auf, insbesondere um die Stellkappe 11 hier zu greifen und zu drehen. Auf der Mantelfläche
12 ist eine Skala 13 aufgebracht, die mit einer Positionsmarke 41 auf Seiten des Basisteils
40 zusammenwirkt. Der Nutzer kann den eingestellten Wert also anhand des Skalenwertes
ermitteln, auf den die Positionsmarke 41 zeigt.
[0041] Weiterhin weist die Stellkappeneinrichtung 10 in der Mantelfläche 12 der Stellkappe
11 eine entlang des Umfangs ausgebildete Befestigungsnut 20 auf, die auf der der Positionsmarke
41 abgewendeten Seite der Skala 13 angeordnet ist. In dieser Befestigungsnut 20 ist
wenigstens ein verstellbares Indikatorelement 21, hier insbesondere vier Indikatorelemente
21, 22, 23, 24 festgelegt, die sich mit der Stellkappe 11 relativ zum Basisteil 40
drehen und jeweils einen definierten Skalenwert P1, P2, P3, P4 der Skala 13 markieren.
Die Befestigungsnut 20 und jedes der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 sind in einer
Indikatorebene E angeordnet, zu der die Rotationsachse A senkrecht ausgerichtet ist.
[0042] Jedes der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 ist durch Verschieben entlang dem gesamten
Umfang der Befestigungsnut 20 anordenbar und jeweils einzeln und individuell festlegbar,
beispielsweise um eine individuelle ballistische Kurve, vorgegeben durch den Nutzer,
bedienen zu können. Jedes der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 kann außerdem zerstörungsfrei
aus der Befestigungsnut 20 entnommen werden, sodass die Anzahl der Indikatorelemente
21, 22, 23, 24 frei vom Nutzer gewählt werden kann, insbesondere durch Hinzufügen
oder Entfernen. Hierzu ist die Befestigungsnut 20 negativ T-förmig ausgebildet und
jedes der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 verfügt über einen korrespondierenden,
positiv T-förmigen Indikatorfuß 26, der in der Befestigungsnut 20 aufgenommen ist.
Statt eines Formschlusses durch eine T-Form käme auch ein Formschluss durch eine Schwalbenschwanzform
in Betracht. Jedes der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 ist kraftschlüssig in der
Befestigungsnut 20 festklemmbar.
[0043] Wie man in der Vergrößerungsansicht der Fig. 2 erkennen kann, weist das dort gezeigte
Indikatorelement 24 eine Indikatorspitze 25 auf. Die Indikatorspitze 22 ist parallel
zur Ausrichtung des Indikatorfußes 26 ausgerichtet. Hierzu ist die Indikatorspitze
25 an einem Schenkel 32 ausgebildet, der am freien Ende des aus der Befestigungsnut
20 (vgl. Fig. 3) ragenden Indikatorfußes 26 angeordnet ist. Die Indikatorspitzen 25
der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 weisen jeweils in Richtung des Basisteils 40,
dies insbesondere parallel zur Rotationsachse A (vgl. Fig. 1 und 3). Außerdem verfügt
das Indikatorelement 24 nach Fig. 2 über eine visuelle Kennung 30, die vorliegend
eine individuelle Ziffer, nämlich die Ziffer "4" ist. Mit Ausnahme der individuellen
Kennung 30 ist das gezeigte Indikatorelement 24 baugleich zu den weiteren Indikatorelementen
21, 22, 23 der Fig. 1 und 3.
[0044] Jedes der Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 weist ein Spannmittel 27 auf, mit dem
das jeweilige Indikatorelement 21, 22, 23, 24 zum Verschieben in der Befestigungsnut
20 lösbar und zum Festlegen in der Befestigungsnut 20 festspannbar ist. Bei dem Spannmittel
27 handelt es sich um eine Schraube 28, insbesondere eine Madenschraube, die in das
jeweilige Indikatorelement 21, 22, 23, 24 eingeschraubt ist. Diese Schrauben 28 sind
jeweils senkrecht zur Befestigungsnut 20 und zur Rotationsachse A ausgerichtet. Zum
Festlegen des jeweiligen Indikatorelements 21, 22, 23, 24 lassen sich die Schrauben
28 durch das jeweilige Indikatorelement 21, 22, 23, 24 soweit hindurchschrauben, dass
sie mit einem Nutboden 29 der Befestigungsnut 20 in Kontakt treten. Hierzu weist das
jeweilige Indikatorelement 21, 22, 23, 24 ein Loch 31 auf, das sich vom aus der Befestigungsnut
20 ragenden Endes des Indikatorfußes 26 durch diesen hindurch erstreckt. Der Nutboden
29 ist zylindrisch und eben.
[0045] Bei gelöstem Spannmittel 27 liegt eine Spielpassung mit Formschluss zwischen der
Befestigungsnut 20 und dem jeweiligen Indikatorelement 21, 22, 23, 24 vor. Bei festgespanntem
Spannmittel 27ändert sich dies gewissermaßen zu einer formschlüssigen Presspassung
zwischen der Befestigungsnut 20 und dem jeweiligen Indikatorelement 21, 22, 23, 24,
insbesondere aufgrund des zum jeweiligen Indikatorelement 21, 22, 23, 24 hinzuzuzählenden
Spannmittels 27. Im Besonderen ist das Indikatorelement 21, 22, 23, 24 im festgespannten
Zustand innerhalb der Befestigungsnut 20 elastisch verformt, dies zumindest geringfügig.
[0046] Erkennbar weist die Stellkappe 11 ein mehrteiliges Trägerelement 14 und eine Kappe
15 auf, wobei die Kappe 15 mit einem Innengewinde 18 lösbar auf einem Außengewinde
19 des Trägerelements 14 festgeschraubt ist. Eine Ergänzende Sicherung der Kappe 15
auf dem Trägerelement 14 wird durch eine Schraube 17 erzielt. Zusätzlich ist die Kappe
15 bei festgespanntem Spannmittel 27 durch das jeweilige Indikatorelement 21, 22,
23, 24 am Trägerelement 14 kraftschlüssig gehalten. Sowohl das Trägerelement 14 als
auch die Kappe 15 bilden jeweils einen ringförmigen Abschnitt der Mantelfläche 12
aus. Die Kappe 15 weist hier eine Griffstruktur 16 auf.
[0047] Die Befestigungsnut 20 ist zwischen dem Trägerelement 14 und der Kappe 15 ausgebildet.
Durch Abnehmen der Kappe 15 lassen sich Indikatorelemente 21, 22, 23, 24 entnehmen
oder einsetzen, beispielsweise durch Aus- bzw. Einhängen am Trägerelement 14.
[0048] Die
Fig. 4 und 5 zeigen ein Zielfernrohr 50 mit der Stellvorrichtung 1 nach der Fig. 1, einmal aus
einer perspektivischen Ansicht und einmal als Längsschnitt. Das Zielfernrohr 50 hat
ein Rohrgehäuse 51, durch das ein optischer Pfad P verläuft. Entlang diesem optischen
Pfad P sind im Rohrgehäuse 51 ein Okularsystem 52, ein Umkehrsystem 55, ein Absehen
54 und ein Objektivsystem 53 angeordnet. Das Umkehrsystem 55 ist entlang dem optischen
Pfad P zwischen dem Okularsystem 52 und dem Objektivsystem 53 angeordnet, wobei der
optische Pfad P eine erste Bildebene BE1 zwischen dem Objektivsystem 53 und dem Umkehrsystem
55 und eine zweite Bildebene BE2 zwischen dem Okularsystem 53 und dem Umkehrsystem
55 aufweist. Die Bildebenen BE1, BE2 sind ausschließlich das Resultat der optischen
Strahlen, die den optischen Pfad P passieren. In den Bildebenen BE1, BE2 kann optional
ein optisches Element angeordnet sein. Alternativ ist jedoch auch eine Lage der Bildebenen
BE1, BE2 im Bereich eines Hohlraumes möglich. Das Umkehrsystem 55 stellt ein auf dem
Kopf stehendes Bild in der ersten Bildebene BE1 aufgerichtet in der zweiten Bildebene
BE2 dar.
[0049] Das Zielfernohr 50 weist eine variable Vergrößerung auf, die mittels zwei entlang
dem optischen Pfad P einstellbaren Linsen 58, 59 bewirkt ist, wobei zwischen der Bewegung
der ersten und zweiten einstellbaren Linse 58, 59 eine mechanische Korrelation besteht.
Diese zwei einstellbaren Linsen 58, 59 sind Teil des Umkehrsystems 55. Mit Hilfe eines
Vergrößerungsring 57 auf der Seite des Rohrgehäuses 51, auf der auch das Okularsystem
52 angeordnet ist, und durch den der optische Pfad P hindurchverläuft, lassen sich
die zwei einstellbaren Linsen 58, 59 in ihrer Position entlang dem optischen Pfad
P verändern und so die Vergrößerung anpassen. Diese Verstellung der zwei einstellbaren
Linsen 58, 59 wird mittels eines Kurvengetriebes des Umkehrsystems 55 bewirkt.
[0050] Die Stellvorrichtung 1 sitzt auf einer Anschlagfläche auf der Außenseite des Rohrgehäuses
51 und ist vorliegend für die Entfernungsverstellung, als sogenannter Höhenturm, vorgesehen.
Alternativ oder auch zusätzlich kann auch die abweichende seitliche Stellvorrichtung
für Seitenwind, nämlich der Seitenverstellturm 56, durch eine Stellvorrichtung nach
den Fig. 1 bis 3 ausgestattet sein. Hier wäre natürlich eine abweichende Skala auf
der Mantelfläche 12 vorzusehen.
[0051] Das Koppelteil 42 ist derart mit dem Absehen 54 gekoppelt, dass die Bewegung der
Stellkappe 11 zwecks der Einstellung des Absehens 54 mit diesem gekoppelt ist. Hierzu
wird das gesamte Umkehrsystem 55, das hierzu in einem Innenrohr 60 sitzt, innerhalb
des Rohrgehäuses 51 geschwenkt.
[0052] Das Absehen 54 sitzt vorliegend in der ersten Bildebene BE1. Abweichend hierzu kann
das Absehen 54 jedoch auch in der zweiten Bildebene BE2 angeordnet sein. Bei dem Absehen
54 kann es sich um eine grafische Darstellung und/oder eine elektronische Anzeige
handeln.
[0053] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.
[0054] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0055]
| 1 |
Stellvorrichtung |
40 |
Basisteil |
| |
|
41 |
Positionsmarke |
| 10 |
Stellkappeneinrichtung |
42 |
Koppelteil |
| 11 |
Stellkappe |
43 |
Stell bolzen |
| 12 |
Mantelfläche |
|
|
| 13 |
Skala |
50 |
Zielfernrohr |
| 14 |
Trägerelement |
51 |
Rohrgehäuse |
| 15 |
Kappe |
52 |
Okularsystem |
| 16 |
Griffstruktur |
53 |
Objektivsystem |
| 17 |
Befestigungsschraube |
54 |
Absehen |
| 18 |
Innengewinde |
55 |
Umkehrsystem |
| 19 |
Außengewinde |
56 |
Seitenverstellturm |
| |
|
57 |
Vergrößerungsring |
| 20 |
Befestigungsnut |
58 |
optische Linse |
| 21 |
Indikatorelement |
59 |
optische Linse |
| 22 |
Indikatorelement |
60 |
Innenrohr |
| 23 |
Indikatorelement |
|
|
| 24 |
Indikatorelement |
A |
Rotationsachse |
| 25 |
Indikatorspitze |
BE1 |
erste Bildebene |
| 26 |
Indikatorfuß |
BE2 |
zweite Bildebene |
| 27 |
Spannmittel |
E |
Indikatorebene |
| 28 |
Schraube |
P |
optischer Pfad |
| 29 |
Nutboden |
P1 |
definierter Skalenwert |
| 30 |
visuelle Kennung |
P2 |
definierter Skalenwert |
| 31 |
Loch |
P3 |
definierter Skalenwert |
| 32 |
Schenkel |
P4 |
definierter Skalenwert |
1. Stellvorrichtung (1) zum Einstellen von an die Stellvorrichtung (1) koppelbaren Bauteilen, insbesondere
zum Verstellen einer Abseheneinrichtung eines Zielfernrohrs (50), umfassend:
- eine Stellkappeneinrichtung (10) mit einer Stellkappe (11), die zur mechanischen
Betätigung der Stellvorrichtung (1) durch eine Drehbewegung um eine Rotationsachse
(A) drehbar an einem Basisteil (40) gelagert ist,
- ein Koppelteil (42), das dazu ausgebildet ist, eine Stellgröße, die aus der Bewegung
der Stellkappe (11) resultiert, an ein mit dem Koppelteil (42) verbindbares Bauteil
zwecks dessen Einstellung zu übertragen,
- wobei die Stellkappe (11) an einem Umfang um die Rotationsachse (A) eine Mantelfläche
(12) aufweist, auf der eine Skala (13) aufgebracht ist, die mit einer Positionsmarke
(41) auf Seiten des Basisteils (40) zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Stellkappeneinrichtung (10) in der Mantelfläche (12) der Stellkappe (11) eine
entlang des Umfangs ausgebildete Befestigungsnut (20) aufweist, in der wenigstens
ein verstellbares Indikatorelement (21) festgelegt ist, das sich mit der Stellkappe
(11) relativ zum Basisteil (40) dreht und einen definierten Skalenwert (P1) der Skala
(13) markiert.
2. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein weiteres Indikatorelement (22, 23, 24) in der Befestigungsnut (20)
festgelegt ist, das sich mit der Stellkappe (11) relativ zum Basisteil (40) dreht
und einen definierten Skalenwert (P2, P3, P4) der Skala (13) markiert.
3. Stellvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) durch Verschieben entlang dem gesamten
Umfang der Befestigungsnut (20) anordenbar ist.
4. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) zerstörungsfrei aus der Befestigungsnut
(20) entnehmbar ausgestaltet ist.
5. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsnut (20) und jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) in einer
Indikatorebene (E) angeordnet sind, zu der die Rotationsachse (A) senkrecht ausgerichtet
ist.
6. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) eine Indikatorspitze (25) aufweist.
7. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Befestigungsnut (20) negativ schwalbenschwanzförmig ausgebildet und jedes der
Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) einen korrespondierenden, positiv schwalbenschwanzförmigen
Indikatorfuß (26) aufweist, oder
b) die Befestigungsnut (20) negativ T-förmig ausgebildet und jedes der Indikatorelemente
(21, 22, 23, 24) einen korrespondierenden, positiv T-förmigen Indikatorfuß (26) aufweist.
8. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsnut (20) auf der der Positionsmarke (41) abgewendeten Seite der Skala
(13) angeordnet ist.
9. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) kraftschlüssig in der Befestigungsnut
(20) festklemmbar ist.
10. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) ein Spannmittel (27) aufweist, mit dem
das jeweilige Indikatorelement (21, 22, 23, 24) zum Verschieben in der Befestigungsnut
(20) lösbar und zum Festlegen in der Befestigungsnut (20) festspannbar ist.
11. Stellvorrichtung (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel (27) eine Schraube (28) ist, die in das jeweilige Indikatorelement
(21, 22, 23, 24) eingeschraubt ist.
12. Stellvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei gelöstem Spannmittel (27) eine Spielpassung mit Formschluss zwischen der Befestigungsnut
(20) und dem jeweiligen Indikatorelement (21, 22, 23, 24) ausgebildet ist.
13. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Indikatorelemente (21, 22, 23, 24) eine visuelle Kennung (30) aufweist.
14. Stellvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellkappe (11) ein Trägerelement (14) und eine Kappe (15) aufweist, wobei die
Kappe (15) lösbar auf dem Trägerelement (14) festgelegt ist und die Befestigungsnut
(20) zwischen dem Trägerelement (14) und der Kappe (15) ausgebildet ist.
15. Zielfernrohr (50) mit einem Rohrgehäuse (51), durch das ein optischer Pfad (P) verläuft, entlang
dem ein Okularsystem (52), ein Absehen (54) und ein Objektivsystem (53) angeordnet
sind, und mit einer Stellvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei
das Koppelteil (42) derart mit dem Absehen (54) gekoppelt ist, dass die Bewegung der
Stellkappe (11) zwecks der Einstellung des Absehens (54) mit diesem gekoppelt ist.