| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 854 975 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
21.12.2022 Patentblatt 2022/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.01.2020 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
VORGEFERTIGTE UMFASSUNGSZARGE FÜR EINE GEBÄUDEÖFFNUNG, WÄRMEDÄMMVERBUNDSYSTEM, GEBÄUDEFASSADE
UND GEBÄUDE, ENTHALTEND DIE UMFASSUNGSZARGE, UND VERWENDUNG DER UMFASSUNGSZARGE
PREFABRICATED CASING FOR A BUILDING OPENING, THERMAL INSULATION COMPOSITE SYSTEM,
BUILDING FAÇADE AND BUILDING COMPRISING THE CASING, AND USE OF THE CASING
HUISSERIE ENVELOPPANTE PRÉFABRIQUÉE POUR UNE OUVERTURE DE BÂTIMENT, SYSTÈME COMPOSITE
D'ISOLATION THERMIQUE, FAÇADE DE BÂTIMENT ET BÂTIMENT, COMPORTANT L'HUISSERIE ENVELOPPANTE
ET UTILISATION DE L'HUISSERIE ENVELOPPANTE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
28.07.2021 Patentblatt 2021/30 |
| (73) |
Patentinhaber: |
|
- DAW SE
64372 Ober-Ramstadt (DE)
- emv AG
79353 Bahlingen am Kaiserstuhl (DE)
- Taglieber Holzbau GmbH
86732 Oettingen (DE)
|
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Berbner, Stefan
64658 Fürth (DE)
- Waßermann, Jürgen
06406 Bernburg (DE)
- Giessler, Dirk
79356 Eichstetten (DE)
- Allwißner, Rainer
73467 Kirchheim am Ries (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Metten, Karl-Heinz |
|
Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 951 901 US-A1- 2010 251 643
|
GB-A- 2 410 286 US-B1- 10 400 501
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine vorgefertigte Umfassungszarge für eine Gebäudeöffnung.
Ferner betrifft die Erfindung eine Gebäudefassade, enthaltend mindestens eine erfindungsgemäße
Umfassungszarge. Außerdem betrifft die Erfindung ein Gebäude, enthaltend mindestens
eine erfindungsgemäße Umfassungszarge. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Wärmedämmverbundsystem,
enthaltend mindestens eine erfindungsgemäße Umfassungszarge. Schließlich betrifft
die Erfindung die Verwendung der erfindungsgemäßen Umfassungszarge für die Herstellung
von Fenster- oder Türöffnungen.
[0002] Gebäudeöffnungen sind konstruktionstechnisch von jeher problematisch sowohl im Hinblick
auf den Eintritt von Feuchtigkeit wie auch als potentielle Wärmebrücken. An den fachgerechten
Einbau von Tür- und Fensterlaibungen sowie von Tür- und Fensterzagen und -stürzen
werden daher stets besonders hohe handwerkliche Anforderungen gestellt. Auch hat es
demgemäß nicht an Versuchen gefehlt, zu ausgeprägt feuchtigkeitsdichten und wärmegedämmten
Tür- und Fensterzargen zu gelangen, gerade auch als Bestandteil von Wärmedämmverbundsystemen.
[0003] Aus der
DE 10 2008 032 039 A1 ist zum Beispiel ein vorgefertigtes Wandbauelement bekannt, in das eine mit einem
Fensterrahmen verbundene Fensterzarge als verlorene Schalung mit einer die Laibung
einer Fensteröffnung bildenden Schalungsfläche einbetoniert ist. Hierbei hat sich
die Fensterzarge nur über einen Teil der Breite der Laibung zu erstrecken und die
Schalungsfläche der verlorenen Schalung wird im Übrigen durch den Fensterrahmen oder/und
ein mit dem Fensterrahmen verbundenes Teil gebildet. Auf diese Weise soll sich die
Einsatzmöglichkeit von Wandbauelementen, wie sie zum Beispiel im Kellerbereich eingesetzt
werden, vergrößern lassen.
[0004] Die
EP 2 905 412 B1 offenbart ein unter Verwendung eines Dämmmaterials gefertigtes Fensterkomplettmodul
zum Einbau in eine Gebäudeöffnung in einer Weise, dass es die Gebäudeöffnung vollständig
umgibt. Hierbei hat das Dämmmaterial eine Ausnehmung aufzuweisen, in welcher ein Lüftungsmodul
zumindest teilweise integriert zu sein hat. Auf diese Weise soll sich der Einbau oder
die Nachrüstung von Lüftungssystemen noch weitergehend vereinfachen lassen.
[0005] Die
DE 10 2012 002 600 A1 offenbart ein Laibungsprofil zur Befestigung von Fenster-, Tür-oder Torzargen im
Mauerwerk, wobei das Laibungsprofil ein rechtwinkliger, spitzwinkliger, trapezförmiger,
ovaler oder gerundete Kanten aufweisender Formkörper zu sein hat, der innerhalb eines
Mauerwerks befestigbar ist. Ferner hat das Laibungsprofil über eine frei zugängliche
Befestigungsseite, eine gegenüberliegende, in ein Mauerwerk einbaubare Rückseite und
zwei innerhalb des Mauerwerks liegende einbaubare Seitenteile und eine innerhalb des
Mauerwerks befindliche einbaubare Ober- und Unterseite zu verfügen. Außerdem hat das
Laibungsprofil an der Seite, an der eine Fensterzarge, Türzarge oder eine Torzarge
befestigbar ist, mindestens eine Luftkammer aufzuweisen. Hierdurch soll man zu einer
Befestigungsvorrichtung für Fenster-, Tor- und Türzargen gelangen, die die Isolation
dieser Fenster-, Tor oder Türzargen nicht beeinträchtigt und gleichzeitig biegestabil
ist.
[0006] DE 199 51 901 A1 betrifft ein Bauelement für den Einbau in Fenster- oder Türöffnungen.
[0008] US 2010 251643 A1 betrifft ein Konstruktionslement zur Befensterung mit einem monolithischen Rahmen.
[0009] GB 2 410 286 A beschreibt eine Rahmenanordnung für ein Fenster oder eine Tür.
[0010] EP 2 161 402 A1 und
EP 2 333 219 A1 beschreiben eine Rahmen-Gegenstruktur für Tür-/Fensterrahmen zum Einsetzen in eine
Öffnung in einer Außenwand eines Gebäudes, die einen Gegenrahmen für einen Tür-/Fensterrahmen
und eine isolierende Randeinfassung in einem Wärmeisolationsmaterial umfasst, welches
den Gegenrahmen mindestens auf den der Wand und dem Gebäude-Äußeren zugewandten Seiten
umschließt, und die so miteinander verbunden sind, dass sie einen einzigen in die
Öffnung in der Wand einzusetzenden Block bilden.
[0011] Die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungsansätze stellen häufig Einzellösungen
für spezielle Anwendungen dar und lassen noch stets Wünsche offen. Der vorliegenden
Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, Gebäudeöffnungen für Türen und Fenster in
einer Weise zuverlässig und einfach verschließen zu können, dass Feuchtedurchtritt
dauerhaft wirksam verhindert werden kann und dass Wärmebrücken vermieden werden. Der
vorliegenden Erfindung lag ferner die Aufgabe zugrunde, einen zügigen und zuverlässigen
Einbau von Türen und Fenstern in Gebäudeöffnungen zu ermöglichen, ohne auf Spezialwerkzeuge
und besonders qualifiziertes Fachpersonal angewiesen zu sein.
[0012] Demgemäß wurde eine vorgefertigte Umfassungszarge für eine Gebäudeöffnung mit einer
Innen- und einer Außenseite, insbesondere Fensterzarge, gefunden, umfassend
- a) einen umlaufenden Zargenkorpus mit einem, jeweils bei gattungsgemäßem Gebrauch,
ersten seitlichen Begrenzungselement und einem gegenüberliegenden zweiten seitlichen
Begrenzungselement, einem oberen Begrenzungselement und einem gegenüberliegenden unteren
Begrenzungselement,
- b) eine erste Laibung mit einer Laibungsoberfläche und einer gegenüberliegenden rückseitigen
Laibungsfläche und/oder eine zweite Laibung mit einer Laibungsoberfläche und einer
gegenüberliegenden rückseitigen Laibungsfläche und/oder einen Sturz mit einer Sturzoberfläche;
insbesondere eine erste Laibung mit einer Laibungsoberfläche und einer gegenüberliegenden
rückseitigen Laibungsfläche und eine zweite Laibung mit einer Laibungsoberfläche und
einer gegenüberliegenden rückseitigen Laibungsfläche und gegebenenfalls einen Sturz
mit einer Sturzoberfläche,
- c) einen Gefällkeil oder eine Sohlbankaufnahmeeinheit, jeweils enthaltend eine Vorderseite,
eine Rückseite und eine Oberseite, wobei die Oberseite bei gattungsgemäßer Verwendung
des Gefällkeils bzw. der Sohlbankaufnahmeeinheit eine in Richtung von der Rückseite
zur Vorderseite abwärts geneigte Ablauffläche aufweist oder bildet,
- d) mindestens eine wasserdichte Lage, insbesondere Folie, an oder auf der Oberseite
des Gefällkeils oder der Sohlbankaufnahmeeinheit,
- e) ein aus mehreren Baueinheiten gefertigtes, umlaufendes Kragenelement, wobei die
Baueinheiten über Montageanschläge an den nach außen weisenden Kanten der Begrenzungselemente
des umlaufenden Zargenkorpus anliegen, und
- f) ein Auflageareal für einen Profilrahmen, insbesondere eine statisch tragfähige
Aufstandsleiste, insbesondere ausgelegt und eingerichtet für die Auflagerung einer
Tür oder eines Fensters.
[0013] In einer zweckmäßigen Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Umfassungszarge
ebenfalls mindestens ein Gewebeanschlussprofil, bevorzugt Putzanschlussprofil, besonders
bevorzugt ein umlaufendes oder nahezu umlaufendes Gewebeanschluss- bzw. Putzanschlussprofil.
Das Gewebeanschluss- bzw. Putzanschlussprofil ist insbesondere verbunden mit einer
Gewebearmierung, insbesondere in Form einer Diagonalarmierung. Darüber hinaus oder
auch alternativ kann die erfindungsgemäße Umfassungszarge mit mindestens einem Gewebetropfkantenprofil,
insbesondere einer sogenannten Abtropfnase, ausgestattet sein. Dieses Gewebetropfkantenprofil
ist in einer zweckmäßigen Ausgestaltung zumindest in Teilen auf dem Gefällkeil oder
der Sohlbankaufnahmeeinheit angebracht. Auch dieses Gewebetropfkantenprofil ist vorteilhafter
Weise mit einer Gewebearmierung, insbesondere in Form einer Diagonalarmierung, versehen.
[0014] Das Gewebeanschluss- oder Gewebetropfkantenprofil und/oder das Fensterbankgleitlager
können zum Beispiel aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere aus PVC, oder aus einem
Metallbauteil, insbesondere umfassend oder bestehend aus Aluminium, gebildet sein.
Bevorzugt wird für die genannten Bauteile auf solche aus PVC zurückgegriffen. In einer
weiteren Ausgestaltung können das Gewebetropfkantenprofil und/oder das Fensterbankgleitlager
integraler Bestandteil des Gefällkeils oder der Sohlbankaufnahmeeinheit sein.
[0015] Vielfach haben sich auch solche Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Umfassungszarge
als besonders geeignet erwiesen, die mindestens ein Fensterbankgleitlager, insbesondere
in Form einer sogenannten Sohlbankführung, aufweisen. Hierbei wird vorzugsweise auf
zwei einander gegenüberliegend angeordnete Fensterbankgleitlager bzw. Sohlbankführungen,
ausgelegt und eingerichtet zur Aufnahme einer Fenster- bzw. Sohlbank, zurückgegriffen.
[0016] In einer Weiterentwicklung kann die erfindungsgemäße Umfassungszarge ferner auch
eine Fenster- bzw. Sohlbank aufweisen, die eingerichtet und ausgelegt ist, um in den
Sohlbankführungen, insbesondere reversibel, lagerbar und gegebenenfalls befestigbar
zu sein.
[0017] Die erste Laibung bzw. die Laibungsoberfläche der ersten Laibung und/oder die zweite
Laibung bzw. die Laibungsoberfläche der zweiten Laibung und/oder der Sturz bzw. die
Sturzoberfläche können insbesondere sowohl glatt wie auch strukturiert ausgebildet
sein. Zu einer strukturierten Oberfläche gelangt man beispielsweise durch Verwendung
einer Farbe, enthaltend eine Körnung bzw. ein grobkörniges Füllstoffmaterial, oder
durch Anbringung einer Putzschicht. Bei der Putzschicht kann es sich zum Beispiel
um einen Unterputz und einen Oberputz handeln. Kommt eine Unterputzschicht zum Einsatz,
hat es sich vielfach als zweckmäßig erwiesen, hierin eine Gewebearmierung, insbesondere
in Form einer Diagonalarmierung, vorzusehen.
[0018] Solche erfindungsgemäßen vorgefertigten Umfassungszargen ermöglichen einen besonders
umstandslosen und bequemen Einbau, bei denen bereits eine Aufnahmeeinheit, eingerichtet
und ausgelegt für die Aufnahme mindestens einer Verschattungseinrichtung, insbesondere
im Bereich des Sturzes, vorgesehen ist. Liegt bereits eine solche Aufnahmeeinheit
vor, hat sich vielfach als zweckmäßig erwiesen, die Verschattungseinrichtung sogleich
in die Aufnahmeeinheit einzufügen. Geeignete Verschattungseinrichtungen können dabei
ausgewählt werden aus der Gruppe bestehend aus Rollladen, Jalousien, Textilscreens
und Fliegengitter.
[0019] Sieht man mit der erfindungsgemäß vorgefertigten Umfassungszarge bereits eine Verschattungseinrichtung
vor, enthält die Umfassungszarge in besonders zweckmäßigen Ausführungsformen bereits
eine Führungsschiene oder Führungsnut für die Verschattungseinrichtung in der ersten
Laibung und/oder, bevorzugt und, eine Führungsschiene oder Führungsnut für die Verschattungseinrichtung
in der zweiten Laibung. In Abhängigkeit von der gewählten Verschattungseinrichtung
kann es unter Umständen angezeigt sein, dass die jeweilige Führungsschiene bzw. Führungsnut
sich bis in das erste seitliche Begrenzungselement und/oder dass die jeweilige Führungsschiene
bzw. Führungsnut sich bis in das zweite seitliche Begrenzungselement erstreckt.
[0020] Für viele Anwendungen ergibt sich ein besonders sauberes Arbeiten und zuverlässiges
Justieren der erfindungsgemäßen Umfassungszarge auch dadurch, dass man an der Innenseite
des Zargenkorpus mindestens eine Stufenfalz oder Nut vorsieht. In diese Stufenfalz
bzw. Nut können von der Innenseite eines Gebäudes Plattenwerkstoffe eingefügt werden.
Diese Plattenwerkstoffe können dabei vorzugsweise ausgewählt werden aus der Gruppe
bestehend aus Gipskarton-, Gipsfaser-, Calciumsilikat- und Faserzement-Trockenbauplatten.
[0021] Insbesondere auch, um zu zuverlässig und umfassend wärmegedämmt ausgestatteten Fassaden
zu gelangen, kann auf solche erfindungsgemäßen vorgefertigten Umfassungszargen zurückgegriffen
werden, bei denen die erste Laibung, die zweite Laibung und/oder der Sturz als Bestandteil
eines Wärmedämmverbundsystems vorliegen. Demgemäß können derartige erste und zweite
Laibungen sowie der Sturz, insbesondere jeweils in Form einer Platte vorliegend, ein
Dämmmaterial umfassen oder insbesondere hieraus bestehen. Besonders bevorzugt wird
für die erste und/oder zweite Laibung auf Laibungsplatten zurückgegriffen, die aus
Kork, EPS, XPS, Mineralwolle, insbesondere Steinwolle, Holzweichfasermaterial, Phenolharzschaum,
Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum oder Polyethylenterephthalat (PET)-Hartschaum
(bevorzugt recyclierbare PET-Hartschäume) bestehen oder diese Materialien umfassen.
In einer geeigneten Ausführungsvariante kommen geschlossenzellige Hartschäume, insbesondere
geschlossenzellige PET-Hartschäume, zum Einsatz, insbesondere solche Hartschäume bzw.
geschlossenzellige Hartschäume, die sortenrein bzw. recyclierbar sind.
[0022] Das erste seitliche Begrenzungselement, das zweite seitliche Begrenzungselement,
das obere Begrenzungselement und das untere Begrenzungselement bilden regelmäßig den
Zargenkorpus. Jeweils benachbarte Elemente sind daher bevorzugt fest miteinander verbunden,
sodass der Zargenkorpus vorzugsweise eine starre, insbesondere ausgeprägt stabile
bzw. selbsttragende, Baueinheit bildet. Dabei kann in einer besonders zweckmäßigen
Ausführungsform vorgesehen sein, dass das erste seitliche Begrenzungselement, das
zweite seitliche Begrenzungselement, das obere Begrenzungselement und/oder, vorzugsweise
und, das untere Begrenzungselement eine Massivholzplatte, eine Spanplatte, insbesondere
eine OSB-Platte (auch "Grobspanplatte" oder
"Oriented Strand Board" genannt), eine Holzfaserplatte, eine Verbundwerkstoffplatte, insbesondere eine zementgebundene
Spanplatte, oder eine Kunststoffplatte, insbesondere faserverstärkte Kunststoffplatte,
umfassen oder hieraus bestehen. Besonders bevorzugt sind das erste seitliche Begrenzungselement,
das zweite seitliche Begrenzungselement, das obere Begrenzungselement und das untere
Begrenzungselement jeweils aus einer OSB-Platte gefertigt.
[0023] Das umlaufende Kragenelement der erfindungsgemäßen Umfassungszarge ist aus mehreren
Einzelbauteilen gefertigt beispielsweise aus zwei seitlichen Baueinheiten sowie einer
oberen und einer unteren Baueinheit. Hierbei kann die Längserstreckung der seitlichen
Baueinheiten des Kragenelements zum Beispiel im Wesentlichen der Längserstreckung
der seitlichen Begrenzungselemente des Zargenkorpus entsprechen. Auch kann die Längserstreckung
der oberen und unteren Baueinheiten des Kragenelements im Wesentlichen dem oberen
bzw. unteren Begrenzungselement des Zargenkorpus entsprechen. Insbesondere indem man
bei den Baueinheiten des Kragenelements einen Montageanschlag vorsieht, gelingt ein
besonders zuverlässiges und einfaches Einpassen und Justieren der Umfassungszarge
in eine Gebäudeöffnung. Beispielsweise kann der Montageanschlag an Stützstreben einer
Holzbauwand zur Anlage gelangen und damit eine einfache Ausrichtung, nämlich bis zum
Anschlag an die Stützstrebe oder ein geeignetes Widerlager, ermöglichen.
[0024] Das umlaufende Kragenelement bzw. die das Kragenelement bildenden Baueinheiten umfassen
vorzugsweise ein Wärmedämmmaterial bzw. bestehen besonders bevorzugt hieraus. Für
das umlaufende Kragenelement bzw. die das Kragenelement bildenden Baueinheiten wird
regelmäßig bevorzugt zurückgegriffen auf Kork, EPS, XPS, Mineralwolle, insbesondere
Steinwolle, Holzweichfasermaterial, Phenolharzschaum, Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum
oder Polyethylenterephthalat-Hartschaum. In einer geeigneten Ausführungsform kommen
geschlossenzellige Hartschäume zum Einsatz, insbesondere solche Hartschäume bzw. geschlossenzellige
Hartschäume, die sortenrein bzw. recyclierbar sind.
[0025] Für den Gefällkeil oder die Sohlbankaufnahmeeinheit wählt man vorzugsweise ebenfalls
ein Wärmedämmmaterial. Dieses kann insbesondere ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend
aus Kork, EPS, XPS, Mineralwolle, insbesondere Steinwolle, Holzweichfasermaterial,
Phenolharzschaum, Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum und Polyethylenterephthalat-Hartschaum.
In einer geeigneten Ausführungsform kommen auch hier geschlossenzellige Hartschäume
zum Einsatz, insbesondere solche Hartschäume bzw. geschlossenzellige Hartschäume,
die sortenrein bzw. recyclierbar sind. Auch auf diese Weise wird mithilfe der erfindungsgemäßen
Umfassungszarge eine ausgeprägte Wärmedämmung für die mit der Umfassungszarge zu verschließende
Gebäudeöffnung sichergestellt.
[0026] Bei der auf dem Gefällkeil bzw. der Sohlbankaufnahmeeinheit zur Anlage gelangenden
wasserdichten Lage handelt sich vorzugsweise um eine Lage aus einem biegeelastischen
Kunststoffmaterial, beispielsweise in Form einer EPDM-Folie. Hierfür kann ebenfalls
auf Gummibahnen zurückgegriffen werden. Außerdem kann in einer weiteren Ausführungsform
die wasserdichte Lage über einen wasserdichten Anstrich auf der Oberfläche des Gefällkeils
bzw. der Sohlbankaufnahmeeinheit erhalten werden.
[0027] In einer geeigneten Ausführungsform liegen der Gefällkeil bzw. die Sohlbankaufnahmeeinheit
c) mit der wasserdichten Lage d) im Verbund oder als Einheit vor. Bei dieser Ausführungsform
kann z.B. der Gefällkeil bzw. die Sohlbankaufnahmeeinheit c) bereits mit einer wasserdichten
Oberfläche ausgestattet sein. Alternativ liegen die Merkmale c) und d) auch vor bei
einem Gefällkeil bzw. einer Sohlbankaufnahmeeinheit c), der bzw. die als solche wasserdicht
ausgestattet ist und damit zwangsläufig auch über eine wasserdichte Oberfläche bzw.
über eine wasserdichte Lage an seiner Oberfläche bzw. in dem oberflächennahen Bereich
verfügt.
[0028] Ein besonders hohes Maß an Dichtigkeit wird mit derartigen erfindungsgemäßen Umfassungszarge
sichergestellt, bei denen sich die wasserdichte Lage, insbesondere Folie, bis in den
Bereich zwischen dem ersten seitlichen Begrenzungselement und der rückseitigen Laibungsfläche
der ersten Laibung und/oder, vorzugsweise und, bis in den Bereich zwischen dem zweiten
seitlichen Begrenzungselement und der rückseitigen Laibungsfläche der zweiten Laibung
erstreckt, beispielsweise im Bereich von 5 bis 20 cm. Vielfach hat sich eine derartige
Erstreckung im Bereich von 10 bis 15 cm als besonders geeignet erwiesen, um zu einer
dichten erfindungsgemäßen Umfassungszarge zu gelangen.
[0029] In einer besonders geeigneten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Umfassungszarge
in ein Wärmedämmverbundsystem für eine Außenfassade eines Gebäudes, insbesondere bündig,
integriert. Mit den erfindungsgemäßen Umfassungszargen gelingt aufgrund des Umstands,
dass diese im Wesentlichen komplett vorgefertigt werden können, eine besonders zuverlässige,
d.h. wärmebrückenfreie Einbindung in auf der Gebäudefassade vorliegende Wärmedämmverbundsysteme.
[0030] Das Auflageareal für einen Profilrahmen, beispielsweise einen Fensterrahmen bzw.
ein Fenster und eine Tür, wird vorzugsweise durch eine statisch tragfähige Aufstandsleiste
gebildet. Diese ist zur Sicherstellung einer umfassenden Wärmedämmung vorzugsweise
aus einem Dämmstoffmaterial gebildet oder umfasst zumindest ein solches Dämmmaterial.
Besonders bevorzugte Dämmmaterialien für das Auflageareal werden ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Phenolharzschaum, Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum
und Polyethylenterephthalat-Hartschaum. In einer geeigneten Ausführungsform kommen
auch hierfür geschlossenzellige Hartschäume zum Einsatz, insbesondere solche Hartschäume
bzw. geschlossenzellige Hartschäume, die sortenrein bzw. recyclierbar sind.
[0031] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch eine Gebäudefassade,
enthaltend mindestens eine erfindungsgemäße Umfassungszarge. Bei geeigneten erfindungsgemäßen
Gebäudefassaden kann es sich zum Beispiel um eine hinterlüftete Fassade und/oder um
eine verputzte Fassade handeln.
[0032] Ferner wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch ein Gebäude,
enthaltend mindestens eine erfindungsgemäße Umfassungszarge und/oder mindestens eine
erfindungsgemäße Gebäudefassade. Hierbei können geeignete erfindungsgemäße Gebäude
auf Massivbau, Holzbau oder Stahlbau basieren. Bevorzugt handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen
Gebäude um ein Holzbau-Gebäude.
[0033] Schließlich wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch ein Wärmedämmverbundsystem
für die Dämmung von Außenfassaden, enthaltend mindestens eine erfindungsgemäße Umfassungszarge.
[0034] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen beispielhaft
erläutert wird, ohne dadurch die Erfindung zu beschränken. Dabei zeigen
- Figur 1
- eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Umfassungszarge,
- Figur 2
- eine schematische Querschnittsansicht entlang der Längserstreckung der Umfassungszarge
gemäß Figur 1 und
- Figur 3
- eine schematische Querschnittsansicht entlang der Quererstreckung der Umfassungszarge
gemäß Figur 1.
[0035] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen vorgefertigten Umfassungszarge
(1) in Form einer Fensterzarge für eine Gebäudeöffnung mit einer Innen- (10) und einer
Außenseite (12). Der umlaufende Zargenkorpus (13) wird gebildet durch ein erstes seitliches
plattenförmiges Begrenzungselement (2), ein gegenüberliegendes zweites seitliches
Begrenzungselement (4), ein oberes plattenförmiges Begrenzungselement (6) und ein
gegenüberliegendes unteres plattenförmiges Begrenzungselement (8), auf welchem der
Gefällkeil (14) aufliegt (nicht abgebildet). An dem ersten seitlichen plattenförmigen
Begrenzungselement (2) liegt die erste Laibung (34) mit einer Laibungsoberfläche an.
Eingelassen in die Laibungsoberfläche findet sich die Führungsschiene bzw. Führungsnut
(44) für eine Verschattungseinrichtung. Die Verschattungseinrichtung selber ist hier
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht abgebildet. Auf der gegenüberliegenden (in
Figur 1 nicht abgebildeten) zweiten Laibung (36) kann ebenfalls eine solche Führungsschiene
oder Führungsnut (44) vorgesehen sein. Der Gefällkeil (14) ist in der dargestellten
Ausführungsform auf seiner Oberseite (20) mit einer wasserdichten Folie (24) abgedeckt.
Die erfindungsgemäße Umfassungszarge (1) umfasst ferner in der in Figur 1 dargestellten
Ausführungsvariante ein umlaufendes Kragenelement (26). Dieses ist aus zwei seitlichen
Baueinheiten sowie einer oberen und einer unteren Baueinheit gebildet. Über Montageanschläge
(29) liegen diese das Kragenelement (26) bildenden Baueinheiten an den nach außen
weisenden Kanten der Begrenzungselemente (2, 4, 6, 8) des umlaufenden Zargenkorpus
(13) an (nicht abgebildet; siehe Figur 3). Ferner verfügt die Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Umfassungszarge (1) gemäß Figur 1 über Gewebeanschlussprofile (30),
die sich an die seitlichen Laibungen (34, 36) sowie an den Sturz (38) anschließen
und mit Gewebebahnen ausgestattet sind. Darüber hinaus befindet sich an der Vorderseite
(16) des Gefällkeils (14) ein Gewebetropfkantenprofil (31), welches ebenfalls mit
einer Gewebebahn ausgestattet ist.
[0036] Im Übergang von der ersten Laibung (34) zum Gefällkeil (14) bzw. zur wasserdichten
Lage (24) befindet sich ein Fensterbankgleitlager (32), ausgelegt und eingerichtet
für die Aufnahme einer Fensterbank. Ein hierzu korrespondierendes gegengleiches Fensterbankgleitlager
(32) liegt im Übergang von der zweiten Laibung (36) zum Gefällkeil (14) bzw. zur wasserdichten
Lage (24) vor.
[0037] Der Querschnittsansicht der Figur 2 der erfindungsgemäßen Umfassungszarge (1) entnimmt
man den Gefällkeil (14) und die darauf aufliegende wasserdichte Lage (24). Der Gefällkeil
(14) liegt auf dem unterem plattenförmigen Begrenzungselement (8) auf. Des Weiteren
ist das sich an die Rückseite (18) des Gefällkeils (14) anschließende Auflageareal
(28) bzw. Auflagebauteil für einen Fensterrahmen dargestellt. Figur 2 zeigt ebenfalls
die Führungsschiene bzw. Führungsnut (44) in der ersten Laibung (34) sowie das Fensterbankgleitlager
(32), das Gewebeanschlussprofil (30) mit der daran vorliegenden Gewebebahn und das
Gewebetropfkantenprofil (31), ebenfalls mit der daran vorliegenden Gewebebahn. An
die erste Laibung (34) schließt sich das erste seitliche plattenförmige Begrenzungselement
(2) an. Die wasserdichte Lage (24) erstreckt sich in der dargestellten Ausführungsform
seitlich zwischen der ersten Laibung (34) und dem ersten seitlichen plattenförmigen
Begrenzungselement (2) in Richtung des oberen plattenförmigen Begrenzungselements
(6). Diese Erstreckung hat im Allgemeinen eine Länge von 10 cm bis 20 cm und trägt
zu einer weiteren Erhöhung der Dichtigkeit bei. Die Führungsschiene bzw. Führungsnut
(44) mündet in die Aufnahmeeinheit (40) für die Verschattungseinrichtung (42) (nicht
abgebildet). Oberhalb dieser Aufnahmeeinheit (40) liegt in der dargestellten Ausführungsform
das obere plattenförmige Begrenzungselement (6) des Zargenkorpus vor. Schließlich
gehen aus der Schnitteinsicht gemäß Figur 2 sowohl die obere wie auch die untere Baueinheit
des umlaufenden Kragenelements (26) hervor.
[0038] Figur 3 zeigt eine Schnittansicht entlang der Quererstreckung der erfindungsgemäßen
Umfassungszarge (1). In der ersten und der gegenüberliegenden zweiten Laibung (34,
36) liegt jeweils eine Führungsschiene bzw. Führungsnut (44) für die Verschattungseinrichtung
(42) vor. Der Gefällkeil (14) (nicht abgebildet) ist mit der wasserdichten Lage (24)
abgedeckt. Der Außenseite zugewandt befindet sich das Gewebetropfkantenprofil (31).
Das erste seitliche plattenförmige Begrenzungselement (2) und das gegenüberliegende
zweite seitliche Begrenzungselement (4) des Zargenkorpus (13) sind jeweils mit einer
Stufenfalz (46), ausgelegt und eingerichtet zur Aufnahme von Plattenwerkstoffen, ausgestattet.
Ferner entnimmt man Figur 3 die zwei seitlichen Baueinheiten des Kragenelements (26).
Die in Figur 3 gezeigte Schnittansicht entlang der Quererstreckung der erfindungsgemäßen
Umfassungszarge (1) zeigt weiterhin Montageanschläge (29).
[0039] Der vorliegenden Erfindung lag die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass sich mit
den erfindungsgemäßen vorgefertigten Umfassungszargen Gebäudeöffnungen, die für Fenster
und Türen vorgesehen sind, in nur wenigen Arbeitsgängen sachgerecht zuverlässig verschließen
lassen, wobei hierfür handwerkliche Grundkenntnisse bereits ausreichend sind. Die
angepasste vorgefertigte Umfassungszarge hilft, Wärmebrücken und Feuchtigkeitseintritt
wirksam zu verhindern. Der gesamte Arbeitsablauf kann auch dadurch besonders effektiv
gestaltet werden, dass man bereits bei der erfindungsgemäßen vorgefertigten Umfassungszarge
umlaufend oder nahezu umlaufenden außenseitig Gewebeanschlussprofile vorsieht. Hierdurch
gelingt eine besonders einfaches und schnelles Einputzen in eine Putzfassade. Mit
dem umlaufenden Kragenelement geht der Vorteil einher, dass die erfindungsgemäße Umfassungszarge
besonders einfach und passgenau in eine Gebäudeöffnung eingefügt werden kann. Insbesondere
wenn das umlaufende Kragenelement selber ein Dämmmaterial umfasst oder hieraus besteht,
gelingt dämmtechnisch eine gleichförmige Einpassung in bzw. ein quasi nahtloser Übergang
zu der Dämmung einer Gebäudefassade. Von besonderem Vorteil ist auch, dass sich mit
den erfindungsgemäßen Umfassungszargen häufige Schwachstellen für Wärmebrücken, wie
sie beispielsweise bei Rollladenkästen auftreten, zuverlässig vermeiden lassen. So
kann mit den erfindungsgemäßen Umfassungszargen noch vor dem eigentlichen Einbau in
eine Gebäudefassade eine Qualitätsprüfung auf zum Beispiel dämmtechnische Schwachstellen,
beispielsweise mittels Infrarottechnik, vorgenommen werden. Mit den erfindungsgemäßen
Umfassungszargen gelingt ein gegenüber konventionellen Lösungen schnelleres und einfacheres
Montieren, wobei sich gezeigt hat, dass am Ort der Montage wesentlich weniger Arbeitsschritte
erforderlich sind und sich Verarbeitungsfehler signifikant reduzieren lassen. Fenster-
und Türanschlüsse können mit den erfindungsgemäßen Umfassungszargen sehr präzise gefertigt
werden. Zu einer besonders schnellen Montage trägt auch die innenseitig an der erfindungsgemäßen
Umfassungszarge vorliegende Stufenfalz bzw. Nut bei, in welche zum Beispiel Plattenwerkstoffe
eingreifen können. Auch indem mit der erfindungsgemäße Umfassungszarge bereits die
gewünschten Verschattungseinrichtungen vorgesehen sein können, entfallen an der Baustelle
weitere Arbeitsschritte. Häufig ist es allein noch nötig, neben verbleibenden Putz-
und Malerarbeiten die Fenster- bzw. Sohlbank in die dafür in der erfindungsgemäßen
Umfassungszarge vorsehbare Vorrichtung einzufügen. Die erfindungsgemäße Umfassungszarge
stellt einen wärmebrückenoptimierten Anschluss an Gebäudeöffnungen dar, die sich mit
einer verringerten Anzahl an Werkzeugen gegenüber herkömmlichen Systemen bei verringertem
Zeitaufwand montieren lässt. Von besonderem Vorteil der erfindungsgemäßen Umfassungszarge
ist auch, dass deren Einsatz nicht auf Gebäudefassaden aus Holz beschränkt ist, sondern
ebenfalls bei Massivbau- und Stahlbaugebäudefassaden verwendet werden kann.
Bezugszeichen
[0040]
- 1
- Umfassungszarge
- 2
- erstes seitliche Begrenzungselement
- 4
- zweites seitliche Begrenzungselement
- 6
- oberes Begrenzungselement
- 8
- unteres Begrenzungselement
- 10
- Innenseite
- 12
- Außenseite
- 13
- Zargenkorpus
- 14
- Gefällkeil oder Sohlbankaufnahmeeinheit
- 16
- Vorderseite
- 18
- Rückseite
- 20
- Oberseite
- 22
- abwärts geneigte Ablauffläche
- 24
- wasserdichte Lage
- 26
- umlaufendes Kragenelement
- 28
- Auflageareal
- 29
- Montageanschlag
- 30
- Gewebeanschlussprofil
- 31
- Gewebetropfkantenprofil
- 32
- Fensterbankgleitlager
- 34
- erste Laibung
- 36
- zweite Laibung
- 38
- Sturz
- 40
- Aufnahmeeinheit
- 41
- Plattenwerkstoff
- 42
- Verschattungseinrichtung
- 44
- Führungsschiene oder Führungsnut
- 46
- Stufenfalz
- 48
- geschäumtes Dämmmaterial
- 50
- Sohlbank
- 52
- Farb- und/oder Putzschicht
1. Vorgefertigte Umfassungszarge (1) für eine Gebäudeöffnung mit einer Innen- (10) und
einer Außenseite (12), insbesondere Fensterzarge, umfassend
a) einen umlaufenden Zargenkorpus (13) mit einem, jeweils bei gattungsgemäßem Gebrauch,
ersten seitlichen Begrenzungselement (2) und einem gegenüberliegenden zweiten seitlichen
Begrenzungselement (4), einem oberen Begrenzungselement (6) und einem gegenüberliegenden
unteren Begrenzungselement (8),
b) eine erste Laibung (34) mit einer Laibungsoberfläche und einer gegenüberliegenden
rückseitigen Laibungsfläche und/oder eine zweite Laibung (36) mit einer Laibungsoberfläche
und einer gegenüberliegenden rückseitigen Laibungsfläche und/oder einen Sturz (38)
mit einer Sturzoberfläche,
c) einen Gefällkeil oder eine Sohlbankaufnahmeeinheit (14), jeweils enthaltend eine
Vorderseite (16), eine Rückseite (18) und eine Oberseite (20), wobei die Oberseite
(20) bei gattungsgemäßer Verwendung des Gefällkeils bzw. der Sohlbankaufnahmeeinheit
(14) eine in Richtung von der Rückseite (18) zur Vorderseite (16) abwärts geneigte
Ablauffläche (22) aufweist oder bildet,
d) mindestens eine wasserdichte Lage (24), insbesondere Folie, an oder auf der Oberseite
(20) des Gefällkeils oder der Sohlbankaufnahmeeinheit (14),
e) ein aus mehreren Baueinheiten gefertigtes, umlaufendes Kragenelement (26), wobei
die Baueinheiten über Montageanschläge (29) an den nach außen weisenden Kanten der
Begrenzungselemente (2, 4, 6, 8) des umlaufenden Zargenkorpus (13) anliegen, und
f) ein Auflageareal (28) für einen Profilrahmen, insbesondere eine statisch tragfähige
Aufstandsleiste, insbesondere ausgelegt und eingerichtet für die Auflagerung einer
Tür oder eines Fensters.
2. Umfassungszarge (1) nach Anspruch 1, ferner umfassend
mindestens ein Gewebeanschlussprofil (30), bevorzugt Putzanschlussprofil, besonders
bevorzugt ein umlaufendes Gewebeanschluss- bzw. Putzanschlussprofil, mit einer Gewebearmierung
und/oder mindestens ein Gewebetropfkantenprofil (31), insbesondere eine Abtropfnase,
mit einer Gewebearmierung.
3. Umfassungszarge (1) nach Anspruch 1 oder 2, ferner umfassend
mindestens ein Fensterbankgleitlager (32), insbesondere Sohlbankführung, vorzugsweise
zwei einander gegenüberliegend angeordnete Fensterbankgleitlager (32) bzw. Sohlbankführungen,
ausgelegt und eingerichtet zur Aufnahme einer Fenster- bzw. Sohlbank, und/oder
eine Aufnahmeeinheit (40), eingerichtet und ausgelegt für die Aufnahme mindestens
einer Verschattungseinrichtung (42), insbesondere im Bereich des Sturzes (38), und/oder
eine Verschattungseinrichtung (42), insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Rollladen, Jalousien, Textilscreens und Fliegengitter.
4. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, ferner umfassend mindestens
eine an der Innenseite (10) des Zargenkorpus (13) vorliegende Stufenfalz oder Nut
(46), ausgelegt und eingerichtet zur Aufnahme von Plattenwerkstoffen (41), insbesondere
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Gipskarton-, Gipsfaser-, Calciumsilikat- und
Faserzement-Trockenbauplatten.
5. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Laibung (34), die zweite Laibung (36) und/oder der Sturz (38), in Form einer
Platte, insbesondere umfassend oder bestehend aus Dämmmaterial (48), als Bestandteil
eines Wärmedämmverbundsystems, vorliegt.
6. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbesondere nach einem
der Ansprüche 3 bis 5, ferner umfassend
eine Sohlbank (50) eingerichtet und ausgelegt um in den Sohlbankführungen, insbesondere
reversibel, lagerbar und gegebenenfalls befestigbar zu sein.
7. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das erste seitliche Begrenzungselement (2), das zweite seitliche Begrenzungselement
(4), das obere Begrenzungselement (6) und/oder das untere Begrenzungselement (8) eine
Massivholzplatte, eine Spanplatte, insbesondere eine OSB-Platte, eine Holzfaserplatte,
eine Verbundwerkstoffplatte, insbesondere eine zementgebundene Spanplatte, oder eine
Kunststoffplatte, insbesondere faserverstärkte Kunststoffplatte, umfasst oder hieraus
besteht.
8. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die wasserdichte Lage (24), insbesondere Folie, bis in den Bereich zwischen dem
ersten seitlichen Begrenzungselement (2) und der rückseitigen Laibungsfläche der ersten
Laibung (34) und bis in den Bereich zwischen dem zweiten seitlichen Begrenzungselement
(4) und der rückseitigen Laibungsfläche der zweiten Laibung (36) erstreckt.
9. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Gefällkeil oder die Sohlbankaufnahmeeinheit (14) ein Wärmedämmmaterial umfasst
oder hieraus gebildet ist, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kork,
EPS, XPS, Mineralwolle, insbesondere Steinwolle, Holzweichfasermaterial, Phenolharzschaum,
Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum und Polyethylenterephthalat-Hartschaum.
10. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gewebeanschluss- (30) oder Gewebetropfkantenprofil (31) und/oder das Fensterbankgleitlager
(32), jeweils insbesondere aus PVC oder Aluminium, integraler Bestandteil des Gefällkeils
oder der Sohlbankaufnahmeeinheit (14) ist.
11. Umfassungszarge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das umlaufende Kragenelement (26) ein Wärmedämmmaterial umfasst oder hieraus gebildet
ist, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Kork, EPS, XPS, Mineralwolle,
insbesondere Steinwolle, Holzweichfasermaterial, Phenolharzschaum, Polyurethan-Hartschaum,
Polyisocyanurat-Hartschaum und Polyethylenterephthalat- Hartschaum.
12. Umfassungszarge nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Laibung (34, 36) Laibungsplatten umfassen aus Kork, EPS,
XPS, Mineralwolle, insbesondere Steinwolle, Holzweichfasermaterial, Phenolharzschaum
Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum und Polyethylenterephthalat-Hartschaum
oder hieraus bestehen, und/oder dass das Auflageareal (28) für einen Profilrahmen,
insbesondere die statisch tragfähige Aufstandsleiste, aus einem Dämmstoffmaterial
gebildet ist oder dieses umfasst, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Phenolharzschaum, Polyurethan-Hartschaum, Polyisocyanurat-Hartschaum und Polyethylenterephthalat-Hartschaum.
13. Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gewebetropfkantenprofil (31), insbesondere die Abtropfnase, in Teilen zwischen
der Oberseite (20) des Gefällkeils bzw. der Sohlbankaufnahmeeinheit (14) und der wasserdichten
Lage (24), insbesondere Folie, vorliegt.
14. Gebäudefassade, enthaltend mindestens eine Umfassungszarge (1) nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
diese eine hinterlüftete und/oder verputzte Fassade ist.
15. Gebäude, enthaltend mindestens eine Umfassungszarge (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass
das Gebäude auf Holzbau basiert und wenigstens eine Gebäudeöffnung für ein Fenster
oder eine Türe aufweist, wobei die Umfassungszarge (1) derart an die Gebäudeöffnung
angepasst ist, dass die Umfassungszarge passgenau in die Gebäudeöffnung eingefügt
ist, wobei der Montageanschlag an Stützstreben einer Holzbauwand zur Anlage gebracht
ist.
16. Wärmedämmverbundsystem für die Dämmung von Außenfassaden, enthaltend mindestens eine
Umfassungszarge (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
17. Verwendung der Umfassungszarge (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 für die Herstellung
von Fenster- oder Türöffnungen.
1. A prefabricated surrounding frame (1) for a building opening, having an inner face
(10) and an outer face (12), in particular a window frame, comprising
a) a circumferential frame body (13) with in each case when used generically, a first
lateral boundary element (2) and an opposite second lateral boundary element (4),
an upper boundary element (6) and an opposite lower boundary element (8),
b) a first reveal (34) with a reveal surface and an opposite rear reveal surface and/or
a second reveal (36) with a reveal surface and an opposite rear reveal surface and/or
a lintel (38) with a lintel surface,
c) a sloped wedge or sill receiving unit (14), each containing a front face (16),
a rear face (18) and a top face (20), wherein, when the sloped wedge or sill receiving
unit (14) is used generically, the top face (20) has or forms a run-off surface (22)
that is inclined downwardly in the direction from the rear face (18) to the front
face (16),
d) at least one watertight layer (24), in particular foil, on the upper face (20)
of the sloped wedge or sill receiving unit (14),
e) a circumferential collar element (26) made from a plurality of structural units,
wherein the structural units rest against the outwardly facing edges of the boundary
elements (2, 4, 6, 8) of the circumferential frame body (13) by means of installation
stops (29), and
f) a support area (28) for a profile frame, in particular a structurally load-bearing
support strip, in particular adapted and arranged to support a door or a window.
2. The surrounding frame (1) according to Claim 1, further comprising at least one fabric
connection profile (30), preferably a plaster connection profile, particularly preferably
a circumferential fabric connection or plaster connection profile, with a fabric reinforcement
and/or at least one fabric drip edge profile (31), in particular a drip-off nose,
with a fabric reinforcement.
3. The surrounding frame (1) according to Claim 1 or 2, further comprising
at least one window sill slide bearing (32), in particular a sill guide, preferably
two oppositely arranged window sill slide bearings (32) or sill guides, adapted and
arranged to receive a window sill or still, and/or
a receiving unit (40), adapted and arranged to receive at least one shading device
(42), in particular in the region of the lintel (38), and/or
a shading device (42), in particular selected from the group consisting of roller
shutters, venetian blinds, textile screens and fly screens.
4. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, further comprising
at least one stepped rebate or groove (46) present on the inner face (10) of the frame
body (13), adapted and arranged to receive board materials (41), in particular selected
from the group consisting of gypsum, gypsum fiber, calcium silicate and fiber cement
dry lining boards.
5. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the first reveal (34), the second reveal (36) and/or the lintel (38) is in the form
of a panel, in particular comprising or consisting of insulating material (48), as
a component of a thermal insulation composite system.
6. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, in particular
according to any of Claims 3 to 5, further comprising
a sill (50) adapted and arranged to be, in particular reversibly, storable and optionally
fastenable in the sill guides.
7. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the first lateral boundary element (2), the second lateral boundary element (4), the
upper boundary element (6) and/or the lower boundary element (8) comprises or consists
of a solid wood board, a particle board, in particular an OSB board, a wood fiber
board, a composite board, in particular a cement-bonded particle board, or a plastic
board, in particular a fiber-reinforced plastic board.
8. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the watertight layer (24), in particular foil, extends into the region between the
first lateral boundary element (2) and the rear reveal surface of the first reveal
(34) and into the region between the second lateral boundary element (4) and the rear
reveal surface of the second reveal (36).
9. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the sloped wedge or the sill receiving unit (14) comprises or is formed from a thermal
insulation material, in particular selected from the group consisting of cork, EPS,
XPS, mineral wool, in particular rock wool, soft fiberboard material, phenolic resin
foam, rigid polyurethane foam, rigid polyisocyanurate foam and rigid polyethylene
terephthalate foam.
10. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the fabric connection (30) or fabric drip edge profile (31) and/or the window sill
slide bearing (32), each made in particular of PVC or aluminum, is an integral part
of the sloped wedge or the sill receiving unit (14).
11. The surrounding frame according to any of the preceding claims, characterized in that the circumferential collar element (26) comprises or is formed from a thermal insulation
material, in particular selected from the group consisting of cork, EPS, XPS, mineral
wool, in particular rock wool, soft fiberboard material, phenolic resin foam, rigid
polyurethane foam, rigid polyisocyanurate foam and rigid polyethylene terephthalate
foam.
12. The surrounding frame according to any of the preceding claims, characterized in that the first and/or second reveal (34, 36) comprise or consist of reveal boards made
of cork, EPS, XPS, mineral wool, in particular rock wool, soft fiberboard material,
phenolic resin foam, rigid polyurethane foam, rigid polyisocyanurate foam and rigid
polyethylene terephthalate foam, and/or
the support area (28) for a profile frame, in particular the structurally load-bearing
support strip, is formed of or comprises an insulating material, in particular selected
from the group consisting of phenolic resin foam, rigid polyurethane foam, rigid polyisocyanurate
foam and rigid polyethylene terephthalate foam.
13. The surrounding frame (1) according to any of the preceding claims, characterized in that
the fabric drip edge profile (31), in particular the drip-off nose, is present in
parts between the upper face (20) of the sloped wedge or the sill receiving unit (14)
and the watertight layer (24), in particular foil.
14. A building facade, containing at least one surrounding frame (1) according to any
of the preceding claims, characterized in that
said facade is a ventilated and/or rendered facade.
15. A building, containing at least one surrounding frame (1) according to any of the
Claims 1 to 13, characterized in that
the building is based on timber construction and has at least one building opening
for a window or a door, wherein the surrounding frame (1) is adapted to the building
opening in such a way that the surrounding frame is inserted into the building opening
with an accurate fit, wherein the installation stop is brought into contact with supporting
struts of a timber construction wall.
16. A thermal insulation composite system for insulating external facades, containing
at least one surrounding frame (1) according to any of Claims 1 to 13.
17. The use of the surrounding frame (1) according to any of Claims 1 to 13 for producing
window and door openings.
1. Huisserie enveloppante (1) préfabriquée pour une ouverture de bâtiment, avec un côté
intérieur (10) et un côté extérieur (12), en particulier dormant de fenêtre, comprenant
a) un corps de dormant (13) circonférentiel avec, respectivement en cas d'utilisation
conforme, un premier élément de limitation latéral (2) et un second élément de limitation
latéral (4) opposé, un élément de limitation supérieur (6) et un élément de limitation
inférieur (8) opposé,
b) un premier ébrasement (34) avec une surface d'ébrasement et une surface d'ébrasement
arrière opposée et/ou un second ébrasement (36) avec une surface d'ébrasement et une
surface d'ébrasement arrière opposée et/ou un linteau (38) avec une surface de linteau,
c) une cale d'inclinaison ou une unité de réception d'appui de fenêtre (14), comportant
respectivement un côté avant (16), un côté arrière (18) et un côté supérieur (20),
le côté supérieur (20) présentant ou formant, en cas d'utilisation conforme de la
cale d'inclinaison ou de l'unité de réception d'appui de fenêtre (14), une surface
d'évacuation (22) inclinée vers le bas depuis le côté arrière (18) jusqu'au côté avant
(16),
d) au moins une couche (24), en particulier un film, étanche à l'eau au niveau de
ou sur le côté supérieur (20) de la cale d'inclinaison ou de l'unité de réception
d'appui de fenêtre (14),
e) un élément de rebord (26) circonférentiel fabriqué à partir de plusieurs sous-ensembles,
les sous-ensembles étant en appui sur les bords orientés vers l'extérieur des éléments
de limitation (2, 4, 6, 8) du corps de dormant (13) circonférentiel par le biais de
butées de montage (29), et
f) une zone de support (28) pour un cadre à profilés, en particulier un listeau d'appui
statiquement résistant à la charge, en particulier agencé et conçu pour le support
d'une porte ou d'une fenêtre.
2. Huisserie enveloppante (1) selon la revendication 1, comprenant en outre au moins
un profilé de raccordement entoilé (30), de préférence un profilé de raccordement
de l'enduit, de manière particulièrement préférée un profilé de raccordement entoilé
ou de raccordement de l'enduit périphérique, avec une armature en toile et/ou au moins
un profilé de larmier entoilé (31), en particulier un jet d'eau, avec une armature
en toile.
3. Huisserie enveloppante (1) selon la revendication 1 ou 2, comprenant en outre au moins
un palier à glissement de tablette de fenêtre (32), en particulier un guidage d'appui
de fenêtre, de préférence deux paliers à glissement de tablette de fenêtre (32) ou
guidages d'appui de fenêtre disposés opposés l'un à l'autre, agencés et conçus pour
recevoir une tablette ou un appui de fenêtre, et/ou
une unité de réception (40), agencée et conçue pour la réception d'au moins un dispositif
d'ombrage (42), en particulier dans la zone du linteau (38), et/ou un dispositif d'ombrage
(42), en particulier parmi dans le groupe se composant des volets roulants, des persiennes,
des stores textiles et des moustiquaires.
4. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
comprenant en outre au moins une feuillure ou rainure (46) se trouvant sur le côté
intérieur (10) du corps de dormant (13), agencée et conçue pour recevoir des matériaux
en panneau (41), en particulier sélectionnés parmi le groupe se composant des panneaux
de cloison sèche en plâtre, en fibro-plâtre, en silicate de calcium et en fibrociment.
5. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le premier ébrasement (34), le second ébrasement (36) et ou le linteau (38) se présente
sous la forme d'une plaque, en particulier comprenant ou constituée de matériau isolant
(48), comme composant d'un système composite d'isolation thermique.
6. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en particulier selon une des revendications 3 à 5, comprenant en outre un appui de
fenêtre (50) agencé et conçu pour pouvoir être monté et le cas échéant fixé dans les
guidages d'appui de fenêtre, en particulier de manière réversible.
7. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le premier élément de limitation latéral (2), le second élément de limitation latéral
(4), l'élément de limitation supérieur (6) et/ou l'élément de limitation inférieur
(8) comprend ou est constitué de bois panneauté, d'un panneau de particules, en particulier
d'un panneau OSB, d'un panneau de fibres de bois, d'un panneau de matériau composite,
en particulier d'un panneau de particules liées au ciment, ou d'un panneau en matière
plastique, en particulier d'un panneau en matière plastique renforcé par des fibres.
8. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la couche (24), en particulier le film, étanche à l'eau s'étend jusque dans la zone
située entre le premier élément de limitation latéral (2) et la surface d'ébrasement
arrière du premier ébrasement (34) et jusque dans la zone située entre le second élément
de limitation latéral (4) et la surface d'ébrasement arrière du second ébrasement
(36).
9. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la cale d'inclinaison ou l'unité de réception d'appui de fenêtre (14) comprend ou
est formée à partir d'un matériau isolant thermique, en particulier sélectionné parmi
le groupe se composant du liège, de l'EPS, du XPS, de la laine minérale, en particulier
de la laine de roche, de matière à base de fibres de bois tendre, de la mousse de
résine phénolique, de la mousse de polyuréthane solide, de la mousse de polyisocyanurate
solide et de la mousse de polytéréphtalate d'éthylène solide.
10. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le profilé de raccordement entoilé (30) ou de larmier entoilé (31) et/ou le palier
à glissement de tablette de fenêtre (32), respectivement en particulier en PVC ou
en aluminium, fait partie intégrante de la cale d'inclinaison ou de l'unité de réception
d'appui de fenêtre (14).
11. Huisserie enveloppante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que
l'élément de rebord (26) périphérique comprend ou est formé à partir d'un matériau
isolant thermique, en particulier sélectionné parmi le groupe se composant du liège,
de l'EPS, du XPS, de la laine minérale, en particulier de la laine de roche, de matière
à base de fibres de bois tendre, de la mousse de résine phénolique, de la mousse de
polyuréthane solide, de la mousse de polyisocyanurate solide et de la mousse de polytéréphtalate
d'éthylène solide.
12. Huisserie enveloppante selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier et/ou le second ébrasement (34, 36) comprend des plaques d'ébrasement
en liège, EPS, XPS, laine minérale, en particulier laine de roche, matière à base
de fibres de bois tendre, mousse de résine phénolique, mousse de polyuréthane solide,
mousse de polyisocyanurate solide et mousse de polytéréphtalate d'éthylène solide
ou est constitué de celles-ci, et/ou
en ce que la zone de support (28) pour un cadre à profilés, en particulier le listeau d'appui
statiquement résistant à la charge, est formée à partir de ou comprend un matériau
isolant, en particulier sélectionné parmi le groupe se composant de la mousse de résine
phénolique, la mousse de polyuréthane solide, la mousse de polyisocyanurate solide
et la mousse de polytéréphtalate d'éthylène solide.
13. Huisserie enveloppante (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le profilé de larmier entoilé (31), en particulier le jet d'eau, se présente en plusieurs
parties entre le côté supérieur (20) de la cale d'inclinaison ou de l'unité de réception
d'appui de fenêtre (14) et la couche (24), en particulier le film, étanche à l'eau.
14. Façade de bâtiment, comportant au moins une huisserie enveloppante (1) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que il s'agit d'une façade ventilée à la face arrière et/ou enduite.
15. Bâtiment, comportant au moins une huisserie enveloppante (1) selon une des revendications
1 à 13, caractérisé en ce que
le bâtiment est basé sur une construction en bois et présente au moins une ouverture
de bâtiment pour une fenêtre ou une porte, l'huisserie enveloppante (1) étant adaptée
à l'ouverture de bâtiment de telle manière que l'huisserie enveloppante est insérée
dans l'ouverture de bâtiment de manière ajustée avec précision, la butée de montage
étant amenée en appui contre des entretoises d'appui d'une paroi de construction en
bois.
16. Système composite d'isolation thermique pour l'isolation de façades extérieures, comportant
au moins une huisserie enveloppante (1) selon une des revendications 1 à 13.
17. Utilisation de l'huisserie enveloppante (1) selon une des revendications 1 à 13 pour
la fabrication d'ouvertures de fenêtre ou de porte.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente