[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Planung und zumindest teilweisen Installation
einer Aufzuganlage in einem Aufzugschacht gemäss Anspruch 1.
[0002] Eine Herstellung einer Aufzuganlage und insbesondere eine dabei durchzuführende Installation
von Bauteilen der Aufzuganlage innerhalb eines Aufzugschachts in einem Gebäude können
einen hohen Aufwand und damit hohe Kosten verursachen, da eine Vielzahl von Bauteilen
an verschiedenen Positionen innerhalb des Aufzugschachts montiert werden muss.
[0003] Installationsschritte, mithilfe derer im Rahmen eines Installationsvorgangs beispielsweise
ein Bauteil innerhalb des Aufzugschachts installiert wird, werden bisher meist von
Monteuren bzw. Installationspersonal durchgeführt. Typischerweise begibt sich dabei
ein Monteur an eine Position innerhalb des Aufzugschachts, an der das Bauteil installiert
werden soll, und installiert dort an einer gewünschten Stelle das Bauteil, indem beispielsweise
Löcher in eine Schachtwand gebohrt werden und das Bauteil mit in diese Löcher eingeschraubten
Schrauben oder eingesetzten Bolzen an der Schachtwand befestigt wird. Der Monteur
kann sich hierzu Werkzeugen und/oder Maschinen bedienen.
[0004] Um Kosten zu reduzieren und Monteure von gesundheitsgefährdenden Arbeiten im Aufzugschacht
zu entlasten, können einzelne Installationsschritte automatisiert, beispielsweise
von einer automatisierten Montagevorrichtung ausgeführt werden. Die Montagevorrichtung
kann beispielsweise an festgelegten Positionen an Schachtwänden des Aufzugschachts
Löcher bohren und Ankerbolzen in die gebohrten Löcher einbringen. Folgende Arbeitsschritte,
wie beispielsweise Ausrichten und Anbringen von Führungsschienen mittels Schienenbügeln
und der genannten Ankerbolzen können dann anschliessend von einem Monteur durchgeführt
werden. Schienenbügel verfügen meist über ein Schienenbügelunterteil und ein mit dem
Schienenbügelunterteil verschraubbares Schienenbügeloberteil. Das Schienenbügelunterteil
wird an der Schachtwand fixiert, beispielsweise angeschraubt. Die Führungsschiene
ist mit dem Schienenbügeloberteil verbunden, welches gegenüber dem Schienenbügelunterteil
verschoben werden kann. Damit wird eine Ausrichtung der Führungsschiene ermöglicht.
Die Arbeitsteilung zwischen automatisierten Montagevorrichtung und Monteur kann dabei
unterschiedlich sein.
[0005] Die
WO 2017/016783 A1 beschreibt eine automatisierte Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs
in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage und ein Verfahren zur Durchführung eines
Installationsvorgangs mit einer derartigen Montagevorrichtung. Bei diesem Verfahren
wird eine Trägerkomponente mit einer mechatronischen Installationskomponente im Aufzugschacht
in verschiedenen Höhen fixiert. In diesem fixierten Zustand führt die Installationskomponente
verschiedene Installationsschritte aus, wie beispielsweise Bohren von Löchern in eine
Schachtwand des Aufzugschachts. Die
WO 2017/016783 A1 konzentriert sich hauptsächlich auf die Durchführung der Installation und beschäftigt
sich nicht näher mit ihrer Planung.
[0006] Die
EP 1 225 522 A1 beschreibt ein Design System für ein Produkt für einen Aufzug, das auf Grund eines
spezifischen Auftrags gefertigt werden soll.
[0007] Die
EP 3 127 847 A1 beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bestimmen der Position einer Installationsplattform
in einem Aufzugschacht.
[0008] Die
WO 2017/016780 A1 beschreibt eine automatisierte Montagevorrichtung zur Durchführung eines Installationsvorgangs
in einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage und ein Verfahren zur Durchführung eines
Installationsvorgangs mit einer derartigen Montagevorrichtung. Bei diesem Verfahren
wird vor einem Einbringen einer Bohrung in eine Schachtwand des Aufzugschachts ein
Abbild der Lage von Armierungen innerhalb der Schachtwand erstellt und basierend darauf
Bohrpositionen für Bohrlöcher bestimmt.
[0009] Demgegenüber ist es insbesondere die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Planung
und zumindest teilweisen Installation einer Aufzuganlage in einem Aufzugschacht vorzuschlagen,
welches ermöglicht, dass die Installation auch wie geplant durchgeführt werden kann.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0010] Beim erfindungsgemässen Verfahren zur Planung und zumindest teilweisen Installation
einer Aufzuganlage in einem Aufzugschacht werden einige, insbesondere nicht alle Installationsschritte
von einer automatisierten Montagevorrichtung ausgeführt. Die von der automatisierten
Montagevorrichtung ausgeführten Installationsschritte werden hier als automatisierte
Installationsschritte bezeichnet. Das Verfahren umfasst folgende Verfahrensschritte,
die insbesondere, aber nicht zwingend in der angegebenen Reihenfolge ausgeführt werden:
- Ableiten eines Soll-Layouts der Aufzuganlage aus Soll-Abmessungen des Aufzugschachts,
- Festlegen der Installationsschritte, die von einer automatisierten Montagevorrichtung
ausgeführt werden sollen, also Festlegen der automatisierten Installationsschritte,
- Überprüfen, dass die automatisierten Installationsschritte von der Montagevorrichtung
ausgeführt werden können,
- Erfassen einiger Ist-Abmessungen des Aufzugschachts,
- Ableiten eines Ist-Layouts der Aufzuganlage aus dem Soll-Layout der Aufzuganlage und
den erfassten Ist-Abmessungen des Aufzugschachts,
- Planen der automatisierten Installationsschritte basierend auf dem Ist-Layout der
Aufzuganlage und
- Durchführen der automatisierten Installationsschritte mit der Montagevorrichtung.
[0011] Insbesondere durch die Überprüfung, dass die automatisierten Installationsschritte
von der Montagevorrichtung ausgeführt werden können, wird sichergestellt, dass die
geplanten automatisierten Installationsschritte auch tatsächlich ausgeführt werden
können. Zur Sicherstellung der Ausführbarkeit der geplanten automatisierten Installationsschritte
trägt auch bei, wenn die Planung der automatisierten Installationsschritte erst nach
dem Ableiten eines Ist-Layouts der Aufzuganlage durchgeführt wird. Damit können bei
der Planung der automatisierten Installationsschritte Änderungen des Soll-Layouts
zum Ist-Layout der Aufzuganlage berücksichtigt werden.
[0012] Nach der Durchführung der automatisierten Installationsschritte und insbesondere
nach Entfernen der Montagevorrichtung aus dem Aufzugschacht wird die Installation
der Aufzuganlage von einem oder mehreren Monteuren fortgeführt. Beispielsweise richtet
der Monteur Führungsschienen aus und fixiert sie an den Schachtwänden, installiert
einen Antrieb, baut eine Kabine zusammen und führt alle notwendigen elektrischen Installationen
durch. Es ist auch möglich, dass einzelne Installationsschritte von einer weiteren
automatisierten Montagevorrichtung ausgeführt werden.
[0013] Die Montagevorrichtung führt einige Installationsschritte automatisiert aus. Dabei
kann sie nur einen Installationsschritt, beispielsweise Bohren eines Lochs in eine
Schachtwand, mehrmals an verschiedenen Positionen im Aufzugschacht oder auch verschiedene
Installationsschritte ausführen, beispielsweise Bohren eines Lochs und Einsetzen eines
Ankerbolzens in das Loch. Auch wenn unterschiedliche Installationsschritte ausgeführt
werden, werden diese insbesondere mehrmals an verschiedenen Positionen im Aufzugschacht
ausgeführt.
[0014] Die Montagevorrichtung weist insbesondere eine Trägerkomponente und eine mechatronische
Installationskomponente auf. Die Trägerkomponente ist dazu ausgelegt, relativ zum
Aufzugschacht, d.h. beispielsweise innerhalb des Aufzugschachts, verlagert und in
verschiedenen Höhen innerhalb des Aufzugschachts positioniert zu werden. Die Installationskomponente
ist an der Trägerkomponente gehalten und dazu ausgelegt, einen Installationsschritt
im Rahmen des Installationsvorgangs zumindest teilautomatisch, vorzugsweise vollautomatisch,
auszuführen. Die Installationskomponente ist beispielsweise als ein Industrieroboter
ausgeführt. Die Montagevorrichtung verfügt insbesondere über eine Verlagerungsvorrichtung,
mittels welcher die Trägerkomponente im Aufzugschacht verlagert werden kann, und eine
Fixierungskomponente zum Fixieren, insbesondere Verstemmen der Trägerkomponente im
Aufzugschacht. Die Montagevorrichtung verfügt insbesondere über eine Steuerungseinrichtung
zum Ansteuern der einzelnen Komponenten der Montagevorrichtung. Die Montagevorrichtung
ist beispielsweise entsprechend einer in der
WO 2017/016783 A1 beschriebenen Montagevorrichtung ausgeführt.
[0015] Das Ableiten eines Soll-Layouts der Aufzuganlage aus Soll-Abmessungen des Aufzugschachts
wird insbesondere von einem Planer durchgeführt, der insbesondere durch ein spezielles
rechnergestütztes Planungstool unterstützt wird. Das Ableiten kann auch vollautomatisiert
mit einem entsprechenden rechnergestützten Tool erfolgen. Ausgangspunkt für das Ableiten
des Soll-Layouts sind die Soll-Abmessungen des Aufzugschachts, also beispielsweise
Breite, Tiefe und Höhe des Aufzugschachts, Anzahl der Stockwerke und Abmessungen von
Türausschnitten. Die Soll-Abmessungen des Aufzugschachts können von Bauplänen des
den Aufzugschacht enthaltenden Gebäudes entnommen werden. Es ist auch möglich, dass
die Soll-Abmessungen des Aufzugschachts von einem digitalen Gebäudemodell des entsprechenden
Gebäudes abgeleitet werden. Neben den Soll-Abmessungen des Aufzugschachts werden beim
Ableiten des Soll-Layouts der Aufzuganlage insbesondere weitere Vorgaben wie beispielsweise
gewünschte Transportkapazität der Aufzuganlage berücksichtigt. Das Soll-Layout der
Aufzuganlage legt beispielsweise unter anderem die Anordnung eines Gegengewichts (neben
oder hinter der Aufzugkabine), Grösse der Aufzugkabine, die Art und die Anzahl der
Führungsschienen, Anordnung und Ausgestaltung der Antriebsmaschine und Art und Ausführung
eines Tragmittels (beispielsweise Stahlseile oder Riemen) fest. Das Soll-Layout kann
einen geringeren Detaillierungsgrad wie das später daraus abgeleitete Ist-Layout aufweisen.
Es ist beispielsweise möglich, dass im Soll-Layout lediglich die Anordnung des Gegengewichts
und die Grösse der Aufzugkabine festgelegt wird.
[0016] Das Festlegen der Installationsschritte, die von einer automatisierten Montagevorrichtung
ausgeführt werden sollen, wird insbesondere ebenfalls von einem Planer durchgeführt.
Dieser Schritt kann aber ebenfalls vollautomatisiert erfolgen. Der Planer legt in
diesem Zuge insbesondere auch fest, welche Montagevorrichtung für die Durchführung
der automatisierten Installationsschritte verwendet werden soll. Der Planer hat insbesondere
die Aufgabe, die Installation der Aufzugsanlage so zu planen, dass sie möglichst schnell
und/oder kostengünstig durchgeführt werden kann. Je nach Ausgestaltung des Soll-Layouts
können unterschiedliche Installationsschritte automatisiert durchgeführt werden. Beispielsweise
kann es in manchen Fällen vorteilhaft sein, nur automatisiert Löcher für die Fixierung
von Führungsschienen zu bohren und entsprechende Ankerbolzen zu setzen und in anderen
Fällen kann es vorteilhaft sein, automatisiert Löcher zu bohren und so genannte Schienenbügelunterteile
zur Fixierung von Führungsschienen an der Schachtwand mittels entsprechender Schrauben
an der Schachtwand zu fixieren. Die Festlegung der automatisiert ausgeführten Installationsschritte
hängt auch von den zur Verfügung stehenden automatisierten Montagevorrichtungen ab.
Es kann unterschiedliche Ausführungen von Montagevorrichtungen geben, die zumindest
teilweise unterschiedliche Installationsschritte ausführen können. Es ist auch möglich,
dass beispielsweise auf Grund der Abmessungen des Aufzugschachts nur eine bestimmte
Ausführung der Montagevorrichtung eingesetzt werden kann, was ebenfalls Einfluss auf
die Festlegung der automatisiert ausgeführten Installationsschritte haben kann.
[0017] Es ist auch möglich, dass die Festlegung der automatisiert ausgeführten Installationsschritte
unabhängig vom Soll-Layout der Aufzuganlage ist. Dies ist beispielsweise dann der
Fall, wenn für alle überhaupt möglichen Layouts von Aufzuganlagen immer dieselben
Installationsschritte automatisiert ausgeführt werden. Beispielsweise kann festgelegt
sein, dass Löcher immer von einer automatisierten Montagevorrichtung gebohrt werden
und die Montagevorrichtung auch immer Ankerbolzen in die gebohrten Löcher einbringt.
Damit ist für die Festlegung der automatisiert ausgeführten Installationsschritte
nur die Übernahme dieser Vorgabe notwendig.
[0018] Das Überprüfen, dass die automatisierten Installationsschritte von der Montagevorrichtung
ausgeführt werden können, wird insbesondere ebenfalls von einem Planer durchgeführt.
Es kann aber ebenfalls vollautomatisiert erfolgen. Im einfachsten Fall werden dabei
die Abmessungen der vorgesehenen automatisierten Montagevorrichtung mit den Abmessungen
des Aufzugschachts verglichen. Dabei wird insbesondere überprüft, ob die Montagevorrichtung
in den Aufzugschacht gebracht werden kann, ob eine Trägerkomponente mit einer Installationskomponente
der Montagevorrichtung im Aufzugschacht verlagert werden kann und ob eine Fixierung
der Trägerkomponente im Aufzugschacht möglich ist. Die Montagevorrichtung ist insbesondere
so flexibel ausgeführt, dass beispielsweise eine Fixierungskomponente zum Fixieren
der Trägerkomponente in einem gewissen Rahmen an unterschiedliche Abmessungen des
Aufzugschachts angepasst werden kann. Derartige Anpassungen werden insbesondere im
Rahmen dieses Verfahrensschritts geplant bzw. vorgegeben. Zusätzlich zu den genannten
Überprüfungen kann geprüft werden, ob die Installationskomponente alle notwendigen
Stellen im Aufzugschacht erreichen kann. Die Überprüfung, ob die automatisierten Installationsschritte
von der Montagevorrichtung ausgeführt werden können, wird insbesondere auf Basis der
Soll-Abmessungen des Aufzugschachts und dem Soll-Layout der Aufzuganlage durchgeführt.
Es ist aber auch möglich, dass die genannte Überprüfung auf Basis der Ist-Abmessungen
des Aufzugschachts und dem Ist-Layout der Aufzuganlage durchgeführt werden. Es ist
also nicht zwingend notwendig, dass die genannte Prüfung auf Basis des Soll-Layouts
der Aufzuganlage erfolgt.
[0019] Die bisher beschriebenen Verfahrensschritte können auf Basis der Soll-Abmessungen
des Aufzugschachts und damit unabhängig vom realen Aufzugschacht, in dem die Aufzuganlage
installiert werden soll, durchgeführt werden. Das Erfassen einiger Ist-Abmessungen
des Aufzugschachts muss dagegen am bzw. im Aufzugschacht erfolgen. Die Ist-Abmessungen
können von einem Planer oder Monteur beispielsweise von Hand erfasst werden. Dabei
misst der Planer oder Monteur beispielsweise in unterschiedlichen Höhen die Breite
und Tiefe des Aufzugschachts und/oder prüft, ob die Masse der Türausschnitte den Soll-Vorgaben
entsprechen. Es ist auch möglich, dass mit einem automatisierten Messsystem der gesamte
Aufzugschacht vermessen wird. Das Messsystem kann beispielsweise wie ein in der
WO 2018/041815 A1 beschriebenes Messsystem ausgeführt sein. Ziel der Erfassung bzw. Vermessung ist
es, etwaige Unterschiede zu den Soll-Abmessungen des Aufzugschachts festzustellen.
Unter Abmessungen des Aufzugschachts können auch Beschaffenheiten von Oberflächen,
insbesondere der Schachtwände oder auch Löcher und lokale Erhebungen der Schachtwände
verstanden werden. Unter Abmessungen des Aufzugschachts sollen hier auch Verläufe
von Armierungen in Schachtwänden des Aufzugschachts verstanden werden. Damit können
beim Erfassen von Ist-Abmessungen auch Verläufe von Armierungen mittels eines geeigneten
Sensors erkannt und dokumentiert, beispielsweise in ein digitales Modell des Aufzugschachts
integriert werden.
[0020] Das Ableiten eines Ist-Layouts der Aufzuganlage aus dem Soll-Layout der Aufzuganlage
und den erfassten Ist-Abmessungen des Aufzugschachts wird ebenfalls von einem Planer,
einem Monteur oder vollautomatisiert durchgeführt. Dabei ist es insbesondere das Ziel,
das Soll-Layout als Ist-Layout der Aufzuganlage zu übernehmen. Dazu wird geprüft,
ob das Soll-Layout im durch die Ist-Abmessungen definierten realen Aufzugschacht umgesetzt
werden kann. Es wird beispielsweise geprüft, ob die geplante Grösse der Aufzugkabine
auch mit den Ist-Abmessungen des Aufzugschachts vereinbar ist. Die Prüfung kann beispielsweise
alle Vorgaben des Soll- bzw. Ist-Layouts umfassen. Ist dies der Fall, dann wird das
Soll-Layout als Ist-Layout des Aufzugschachts übernommen. Ist dies nicht der Fall,
so werden entsprechend den Ist-Abmessungen des Aufzugschachts Anpassungen am Layout
vorgenommen. Dazu kann beispielsweise die Grösse der Aufzugkabine angepasst werden.
Daneben können auch alle weiteren Vorgaben des Soll- bzw. Ist-Layouts angepasst werden.
Wenn die automatisierte Montagevorrichtung zur Bestimmung ihrer Position im Aufzugschacht
Referenzelemente, beispielsweise in Form von im Aufzugschacht gespannten Schnüren
benötigt, so wird deren Position insbesondere auch in diesem Verfahrensschritt festgelegt.
[0021] Das Planen der automatisierten Installationsschritte basierend auf dem Ist-Layout
der Aufzuganlage wird ebenfalls von einem Planer, einem Monteur oder vollautomatisiert
durchgeführt. Dabei wird bzw. werden beispielsweise
- die genauen Positionen von zu bohrenden Löchern in den Schachtwänden festgelegt,
- die Positionen der Trägerkomponente beim Durchführen der einzelnen Installationsschritte
festgelegt,
- definiert, welches Werkzeug für welchen Installationsschritt verwendet werden soll
und/oder
- die Reihenfolge der Durchführung der einzelnen Installationsschritte festgelegt.
[0022] Nach Abschluss der Planung der automatisierten Installationsschritte werden diese
von der automatisierten Montagevorrichtung durchgeführt. Die Durchführung wird insbesondere
von einem Monteur gestartet und überwacht.
[0023] Nach erfolgter Ausführung der automatisierten Installationsschritte wird die Montagevorrichtung
aus dem Aufzugschacht entfernt und die Installation wird insbesondere von einem Monteur
von Hand bzw. mit Unterstützung von Werkzeugen fortgeführt.
[0024] Bei den genannten Planern bzw. Monteuren kann es sich um eine einzige oder mehrere
unterschiedliche Personen handeln.
[0025] In Ausgestaltung der Erfindung wird mit den erfassten Ist-Abmessungen des Aufzugschachts
ein digitales Modell des Aufzugschachts erstellt. Damit ist eine besonders genaue
Ableitung des Ist-Layouts aus dem Soll-Layout der Aufzuganlage möglich. In das digitale
Modell des Aufzugschachts kann das Ist-Layout der Aufzuganlage integriert und damit
besonders genau abgebildet werden. Unter einem digitalen Modell des Aufzugschachts
soll insbesondere ein CAD-Modell des Aufzugschachts verstanden werden, das auch zusätzliche
Informationen enthalten kann. Der Detaillierungsgrad des digitalen Modells des Aufzugschachts
kann unterschiedlich hoch sein. Es können beispielsweise nur einige Masse des Aufzugschachts
von Hand gemessen werden und darauf aufbauend das digitale Modell erstellt werden.
Es ist aber auch möglich, dass der komplette Aufzugschacht mit einem automatisierten
Messsystem sehr genau vermessen wird und aus einer dabei erzeugten Punktwolke das
digitale Modell abgeleitet wird. Das digitale Modell des Aufzugschachts kann in ein
digitales Gebäudemodell Bauplänen des den Aufzugschacht enthaltenden Gebäudes integriert
werden.
[0026] In Ausgestaltung der Erfindung wird nach dem Ableiten des Ist-Layouts der Aufzuganlage
nochmals überprüft, dass die automatisierten Installationsschritte von der Montagevorrichtung
ausgeführt werden können. Es wird damit eine zweite Überprüfung der Ausführbarkeit
der automatisierten Installationsschritte durchgeführt. Damit wird besonders sicher
gewährleistet, dass die automatisierten Installationsschritte auch tatsächlich ausgeführt
werden können. Die Ausführbarkeit ist dabei auch dann sichergestellt, wenn sich das
Ist-Layout der Aufzuganlage vom Soll-Layout unterscheidet.
[0027] In Ausgestaltung der Erfindung überprüft die Montagevorrichtung vor der Durchführung
eines bevorstehenden Installationsschritts mittels eines geeigneten Sensors, ob der
Installationsschritt wie geplant ausgeführt werden kann. Damit wird eine dritte Überprüfung
der Durchführbarkeit des Installationsschritts durchgeführt. Dazu nimmt insbesondere
die Installationskomponente der Montagevorrichtung einen Sensor auf, beispielsweise
einen Laserscanner zur Entfernungsmessung oder einen Sensor zur Erkennung von Armierungen
in einer Schachtwand. Mit diesem Sensor wird die vorgesehene Position, an der der
Installationsschritt durchgeführt werden soll, also beispielsweise ein Loch gebohrt
und anschliessend ein Schienenbügelunterteil montiert werden soll, genauer untersucht.
Mittels des Laserscanners kann beispielsweise geprüft werden, ob es an der vorgesehenen
Position lokal Unebenheiten, beispielsweise Löcher oder Kanten, der Schachtwand gibt,
welche die geplante Durchführung des Installationsschritts erschweren oder unmöglich
machen können. Mit dem Sensor zur Armierungserkennung kann beispielsweise geprüft
werden, ob an der vorgesehenen Position eine Armierung verläuft, welche ein Bohren
eines Lochs an der vorgesehenen Position erschwert oder unmöglich macht. Die Positionierung
des Sensors und die Auswertung der erfassten Sensordaten wird insbesondere von der
Steuereinrichtung der Montagevorrichtung durchgeführt.
[0028] Bei einem positiven Ergebnis der Überprüfung der Durchführbarkeit wird der Installationsschritt
wie geplant ausgeführt. Bei einem negativen Ergebnis der Überprüfung der Durchführbarkeit
wird die Durchführung so umgeplant, dass der Installationsschritt ausgeführt werden
kann und der so umgeplante Installationsschritt wird anschliessend so ausführt. Damit
wird die Durchführbarkeit des Installationsschritts besonders sicher gewährleistet.
[0029] Bei einem negativen Ergebnis der Überprüfung der Durchführbarkeit wird damit ein
so genanntes lokales Umplanen des Installationsschritts durchgeführt. Dabei wird insbesondere
die vorgesehene Position der Durchführung des Installationsschritts in erlaubten Grenzen
so verschoben, dass der Installationsschritt durchgeführt werden kann. Beispielsweise
wird die vorgesehene Position so verschoben, dass eine erkannte Armierung das Bohren
eines Lochs nicht mehr beeinträchtigt. Ein Verfahren zur Erkennung von Armierungen
und Festlegung von Bohrpositionen ist beispielsweise in der
WO 2017/016782 A1 beschrieben.
[0030] Es ist auch möglich, dass im Rahmen des lokalen Umplanens entschieden wird, zunächst
einen anderen, zusätzlichen Installationsschritt an der vorgesehenen Position durchzuführen
und erst anschliessend den eigentlich geplanten Installationsschritt. Bei dem zusätzlichen
Installationsschritt kann beispielsweise eine Erhebung an der vorgegebenen Position
mittels eines Meissels entfernt werden, so dass anschliessend der eigentlich geplante
Installationsschritt ohne Beeinträchtigung durch die Erhebung durchgeführt werden
kann.
[0031] In Ausgestaltung der Erfindung kann in dem Fall, in dem eine Umplanung unter Einhaltung
von festgelegten Vorgaben nicht möglich ist, ein Monteur die Durchführung des Installationsschritts
festlegen und die Ausführung starten. Damit kann der Monteur mit Nutzung seiner Erfahrung
entscheiden, dass eine Durchführung des Installationsschritts auch ohne Einhaltung
der genannten festgelegten Vorgaben vertretbar ist. Eine festgelegte Vorgabe kann
beispielsweise sein, dass sich in einem bestimmten
[0032] Bereich um eine vorgesehene Bohrposition keine Armierung in der Schachtwand befinden
darf. Die Montagevorrichtung würde den Installationsschritt in Form des Bohrens eines
Lochs in die Schachtwand nur automatisiert ausführen, wenn diese Vorgabe erfüllt ist.
Ist jetzt aber, beispielsweise am Rand des genannten Bereichs doch eine Armierung
vorhanden, kann der Monteur entscheiden, dass er das Risiko eingeht, dass die Bohrung
nicht erfolgreich sein könnte und das Loch dennoch an der vorgesehenen Position gebohrt
wird.
[0033] Der Monteur kann den Ablauf der Durchführung gegenüber dem von der Montageeinrichtung
geplanten Ablauf anpassen. Er kann damit auch beim Ablauf der Durchführung seine Erfahrung
einbringen.
[0034] Der Monteur kann beispielsweise direkt über eine Eingabe an der Steuerungseinrichtung
der Montagevorrichtung den Ablauf ändern und die Durchführung des Installationsschritts
starten. Es ist auch möglich, dass die Steuerungseinrichtung der Montagevorrichtung
eine Schnittstelle aufweist, über die der Monteur remote, beispielsweise über eine
so genannte App auf einem Mobiltelefon auf die Steuerungseinrichtung zugreifen und
den Ablauf ändern sowie die Durchführung des Installationsschritts starten kann.
[0035] In Ausgestaltung der Erfindung wird mit den von dem genannten Sensor erfassten Sensordaten
das digitale Modell des Aufzugschachts angepasst. Damit wird die Erstellung eines
besonders genauen digitalen Modells des Aufzugschachts ermöglicht. Die Art der Anpassungen
ist von der Art des verwendeten Sensors abhängig. Wenn mittels des Sensors Entfernungen
zur Schachtwand gemessen wurden, dann werden die im digitalen Schachtmodell enthaltenen
Masse des Aufzugschachts lokal angepasst. Wenn mittels des Sensors Armierungen einer
Schachtwand erkannt wurden, werden die Informationen über die Armierungen in das digitale
Modell des Aufzugschachts übernommen.
[0036] Zusätzlich können Informationen über durchgeführte Installationsschritte, wie beispielsweise
die Position und Art von Bohrungen in Schachtwänden in das digitale Modell des Aufzugschachts
übernommen werden.
[0037] In Ausgestaltung der Erfindung wird automatisiert ein Montageprotokoll zu den automatisiert
durchgeführten Installationsschritten erstellt. Das Montageprotokoll kann dabei als
Teil des Modells des Aufzugschachts und damit eines Gebäudemodells des entsprechenden
Gebäudes angesehen werden. Damit wird ohne zusätzlichen Aufwand die Installation protokolliert
und dokumentiert. Das Montageprotokoll kann beispielsweise bei folgenden, von einem
Monteur ausgeführten Installationsschritten ausgewertet und verwendet werden. Beispielsweise
kann der Monteur aus dem Montageprotokoll die Information bekommen, bei welchen automatisierten
Installationsschritten eine manuelle Nacharbeit notwendig ist. Ausserdem kann das
Montageprotokoll zu Dokumentationszwecken gespeichert werden. Das Montageprotokoll
wird insbesondere von der Steuerungseinrichtung der Montagevorrichtung erstellt und
so abgespeichert, dass es später abgerufen werden kann. Das Montageprotokoll enthält
beispielsweise Informationen über die genauen Positionen, an denen die Installationsschritte
ausgeführt wurden und/oder über einen erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Abschluss
der automatisierten Installationsschritte.
[0038] In Ausgestaltung der Erfindung wird bei der Überprüfung, dass ein automatisierter
Installationsschritt von der Montagevorrichtung ausgeführt werden kann, eine Simulation
des automatisierten Installationsschritts durchgeführt. Damit kann besonders genau
überprüft werden, ob die geplanten automatisierten Installationsschritte auch tatsächlich
durchgeführt werden können. Bei der genannten Simulation wird ein rechnergestütztes
Simulationstool genutzt, in dem die Montagevorrichtung und der Aufzugschacht modelliert
werden. Es wird dann eine Simulation der einzelnen automatisierten Installationsschritte
durchgeführt. Bei der Simulation kann von einem Planer oder automatisiert überprüft
werden, ob die Installationsschritte auch tatsächlich ausgeführt werden können oder
ob es beispielsweise Kollisionen der Installationskomponente mit dem Aufzugschacht
oder der Trägerkomponente gibt. Zusätzlich zur Simulation der automatisierten Installationsschritte
kann auch das Einbringen der Montagevorrichtung in den Aufzugschacht simuliert werden.
[0039] In Ausgestaltung der Erfindung wird beim Erfassen von Ist-Abmessungen des Aufzugschachts
eine Position von einer am Aufzugschacht angeordneten Markierung bestimmt. Damit ist
eine besonders genaue Erfassung der Ist-Abmessungen und insbesondere eine Erstellung
eines genauen Modells des Aufzugschachts möglich. Die Markierungen können im Aufzugschacht
oder auch in oder unmittelbar neben Türausschnitten des Aufzugschachts angeordnet
sein. Das Erfassen und Auswerten der genannten Markierungen ist auch unabhängig von
den Verfahrensschritten zur Planung und zumindest teilweisen Installation einer Aufzuganlage
in einem Aufzugschacht vorteilhaft durchführbar.
[0040] Die Markierungen können beispielsweise Gebäudeachsen, insbesondere eine vertikale
Achse, kennzeichnen. Auf Basis der mittels der Markierung erkannten Gebäudeachsen
kann das digitale Modell des Aufzugschachts korrekt ausgerichtet werden. Es ist auch
möglich, dass die genannte Markierung eine definierte Höhe, beispielsweise einen so
genannten Meterriss kennzeichnet. Der Meterriss kennzeichnet einen senkrechten Abstand
von 1 m von der Oberkante des fertigen Fussbodens. Daraus kann beispielsweise sehr
genau die korrekte Position einer Schachttür der Aufzuganlage abgeleitet werden.
[0041] In Ausgestaltung der Erfindung wird beim Ableiten eines Soll-Layouts der Aufzuganlage
ein Armierungsplan von Schachtwänden des Aufzugschachts berücksichtigt. Damit kann
bereits das Soll-Layout so abgeleitet werden, dass bei der Installation der Aufzuganlage
möglichst wenig Probleme mit den Armierungen in den Schachtwänden auftreten. Ein Armierungsplan
enthält Informationen darüber, an welchen Stellen und insbesondere auch in welcher
Tiefe Armierungen in den Schachtwänden verlaufen. Das Soll-Layout wird also beispielsweise
so festgelegt, dass dort wo Armierungen vorhanden sind, keine Löcher gebohrt werden
müssen.
[0042] In Schachtwänden verlaufen insbesondere senkrecht so genannte Armierungseisen, die
im Bereich von Decken mit horizontal verlaufenden Armierungseisen in der Decke mittels
spezieller Winkel verbunden werden. Damit sind in den Schachtwänden im Bereich von
Decken besonders viele Armierungseisen vorhanden. Damit kann es vorteilhaft sein,
wenn man im Soll-Layout die Führungsschienen so festlegt, dass im Bereich von Decken
keine Schienenbügelunterteile an den Schachtwänden fixiert werden müssen. Dazu können
beispielsweise die Führungsschienen ungefähr eine Länge aufweisen, welche einem Abstand
der Decken des Gebäudes entspricht, in dem der Aufzugschacht ausgebildet ist. Die
Führungsschienen können dann insbesondere so fixiert werden, dass sie immer im Bereich
einer Decke des Gebäudes aneinanderstossen. Da an Enden der Führungsschienen keine
Schienenbügelunterteile angeordnet werden müssen, ist damit im Bereich der Decken
keine Fixierung von Schienenbügelunterteilen und damit in diesen Bereichen kein Bohren
von Löchern notwendig. Im Bereich eines Schachtbodens und eines Schachtkopfs müssen
eventuell Führungsschienen mit einer passenden, von der Länge der genannten anderen
Führungsschienen abweichenden Länge montiert werden. Die beschriebene Verteilung der
Führungsschienen im Aufzugschacht ist auch unabhängig von den Verfahrensschritten
zur Planung und zumindest teilweisen Installation einer Aufzuganlage in einem Aufzugschacht
vorteilhaft durchführbar.
[0043] In Ausgestaltung der Erfindung ist in einer ersten Installationsphase die Montagevorrichtung
im Aufzugschacht angeordnet. In dieser ersten Installationsphase wird eine Position
der Montagevorrichtung mittels eines im Aufzugschacht angeordneten Referenzelements
bestimmt und die Montagevorrichtung führt automatisierte Installationsschritte durch.
In einer zweiten Installationsphase nach Entfernen der Montagevorrichtung aus dem
Aufzugschacht werden von einem Monteur Führungsschienen der Aufzuganlage an einem
im Aufzugschacht angeordneten Ausrichtelement ausgerichtet und anschliessend fixiert.
In der ersten Installationsphase werden basierend auf einem Verlauf des Referenzelements
und dem Ist-Layout der Aufzuganlage ein Verlauf des Ausrichtelements bestimmt und
Informationen zum Verlauf des Ausrichtelements dem Monteur zur Verfügung gestellt.
Damit kann der Monteur das Ausrichtelement sehr schnell und ohne den Aufzugschacht
vermessen zu müssen im Aufzugschacht anordnen.
[0044] Insbesondere werden in der ersten Installationsphase zwei Referenzelemente und in
der zweiten Installationsphase zwei Ausrichtelemente verwendet, welche alle insbesondere
als Schnüre ausgeführt sind und hauptsächlich in einer Haupterstreckungsrichtung des
Aufzugschachts verlaufen.
[0045] Unter der Haupterstreckungsrichtung des Aufzugschachts soll hier die Richtung verstanden
werden, in der eine Aufzugkabine der fertig montierten Aufzuganlage verfahren wird.
Die Haupterstreckungsrichtung verläuft also insbesondere vertikal, sie kann aber auch
gegenüber der Vertikalen geneigt oder horizontal verlaufen. Die Haupterstreckungsrichtung
muss dabei nicht zwingend über die gesamte Länge des Aufzugschachts entlang einer
einzigen Gerade verlaufen. Es ist beispielsweise auch möglich, dass sich der Verlauf
der Haupterstreckungsrichtung aus Geradenstücken zusammensetzt, deren Übergangsbereiche
auch ausgerundet sein können.
[0046] Die Position der Montagevorrichtung, insbesondere der Trägerkomponente kann beispielsweise
entsprechend einem in der
WO 2017/167719 A1 beschriebenen Verfahren bestimmt werden. Das Ausrichten der Führungsschienen an den
Ausrichtelementen kann beispielsweise entsprechend einem in der
WO 2015/091419 A1 beschriebenen Verfahren erfolgen.
[0047] Die Informationen zum Verlauf des Ausrichtelements können dem Monteur auf verschiedenste
Weise zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise können für zwei verschiedene Höhen
Abstände zwischen Ausrichtelement und Referenzelement ausgegeben werden und diese
von Hand eingestellt und nachgemessen werden. Zur Einstellung kann auch eine spezielle
Lehre verwendet werden, an der die genannten Abstände eingestellt werden können. Wenn
sowohl das Referenzelement, als auch das Ausrichtelement genau vertikal verlaufen,
ist die Ausgabe der genannten Abstände nur für eine Höhe ausreichend.
[0048] Darüber hinaus ist es möglich, dass mittels der Installationskomponente entsprechende
Markierungen an einer Schachtwand oder an einem zusätzlich an einer Schachtwand fixiertem
Bauteil, beispielsweise einem geeigneten Winkelblech, angebracht werden. Diese Markierungen
können zum Positionieren des Ausrichtelements verwendet werden.
[0049] Die beschriebene Bestimmung und Bereitstellung der Informationen über den Verlauf
des Referenzelements ist auch unabhängig von den Verfahrensschritten zur Planung und
zumindest teilweisen Installation einer Aufzuganlage in einem Aufzugschacht vorteilhaft
durchführbar.
[0050] In Ausgestaltung der Erfindung können über eine Schnittstelle einer Steuereinrichtung
der Montagevorrichtung Informationen über einen aktuellen Zustand der Montagevorrichtung
abgefragt werden. Damit kann die Montagevorrichtung überwacht und etwaige Probleme
erkannt werden.
[0051] Die genannten Informationen können beispielsweise die Information umfassen, ob die
Montagevorrichtung gerade einen Installationsschritt durchführt oder inaktiv ist.
Es kann beispielsweise die aktuelle Position der Trägerkomponente im Aufzugschacht
oder Informationen über die bereits durchgeführten und/oder bevorstehenden Installationsschritte
abgefragt werden. Die Abfrage der Informationen erfolgt insbesondere remote, beispielsweise
über ein Kommunikationsnetzwerk, insbesondere das Internet oder ein lokales WLAN.
Die Informationen können beispielsweise über eine so genannte App, die auf einem Mobiltelefon
läuft, abgefragt werden.
[0052] In Ausgestaltung der Erfindung wird bei Auftreten eines Fehlers in der automatisierten
Montagevorrichtung von der Steuereinrichtung der automatisierten Montagevorrichtung
über die genannte Schnittstelle ein zuständiger Monteur informiert. Dazu wird dem
Monteur insbesondere aktiv eine Benachrichtigung geschickt. Damit wird der zuständige
Monteur sofort über einen Fehler unterrichtet und er muss nicht ständig den Zustand
der Montagevorrichtung abfragen, um das Auftreten eines Fehlers zu bemerken.
[0053] Die genannte Information bzw. Benachrichtigung kann beispielsweise von einer App
auf einem Mobiltelefon des zuständigen Monteurs angezeigt werden und/oder die App
gibt einen akustischen Alarm aus. Derartige Benachrichtigungen werden auch als so
genannte Push- Nachrichten bezeichnet.
[0054] In Ausgestaltung der Erfindung kann die Steuereinrichtung der Montagevorrichtung
über eine Schnittstelle ferngesteuert werden. Eine Fernsteuerung der Montagevorrichtung
kann beispielsweise dann vorteilhaft sein, wenn sich die Montagevorrichtung in eine
Situation gebracht hat, aus der sie selbst nicht mehr herauskommt, beispielsweise
weil jede mögliche Aktion irgendeine Vorgabe verletzen würde.
[0055] Die Fernsteuerung kann beispielsweise von einem Monteur über die genannte App durchgeführt
werden. Beispielsweise kann über die Fernsteuerung die Durchführung eines Installationsschritts
gestartet bzw. abgebrochen werden, die Fixierung der Trägerkomponente aktiviert bzw.
deaktiviert werden oder die Trägerkomponente im Aufzugschacht verlagert werden.
[0056] Die beschriebene Abfrage von Informationen über den aktuellen Zustand der Montagevorrichtung
und die beschriebenen, darauf aufbauenden Verfahrensschritte wie das Informieren über
Fehler oder die Fernsteuerung der Steuerungseinrichtung sind auch unabhängig von den
Verfahrensschritten zur Planung und zumindest teilweisen Installation einer Aufzuganlage
in einem Aufzugschacht vorteilhaft durchführbar.
[0057] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich anhand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen sowie anhand der Zeichnungen,
in welchen gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen
sind. Die Zeichnungen sind lediglich schematisch und nicht massstabsgetreu.
[0058] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Aufzugschachts einer Aufzuganlage mit einer darin
aufgenommenen Montagevorrichtung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer Montagevorrichtung,
- Fig. 3
- ein vereinfachtes Layout einer Aufzuganlage in einer Sicht von oben,
- Fig. 4
- ein vereinfachtes Layout einer Aufzuganlage in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- ein Messsystem bei der Vermessung eines Aufzugschachts,
- Fig. 6
- eine Prinzipdarstellung einer Kommunikation eines Monteurs mit einer Steuerungseinrichtung
einer Montagevorrichtung,
- Fig. 7
- eine Anordnung von Ausrichtelementen gegenüber Referenzelementen in einem Aufzugschacht
in einer Sicht von oben und
- Fig. 8
- eine Anordnung von Ausrichtelementen gegenüber Referenzelementen in einem Aufzugschacht
in einer Seitenansicht.
[0059] Zuerst wird ein Beispiel einer automatisierten Montagevorrichtung beschrieben, welche
automatisiert Installationsschritte, also automatisierte Installationsschritte, in
einem Aufzugschacht einer Aufzuganlage durchführen kann. In Fig. 1 ist eine in einem
Aufzugschacht 10 einer Aufzuganlage 12 angeordnete Montagevorrichtung 14 dargestellt,
mittels welcher Schienenbügelunterteile 16 an einer Schachtwand 18 fixiert werden
können. Der Aufzugschacht 10 erstreckt sich in einer Haupterstreckungsrichtung 11,
die in der Fig. 1 vertikal ausgerichtet ist. Über die Schienenbügelunterteile 16 können
in einem späteren Montageschritt in Fig. 1 nicht dargestellte Führungsschienen (46
in Fig. 3 und 4) der Aufzuganlage 12 an der Schachtwand 18 fixiert werden. Die Montagevorrichtung
14 weist eine Trägerkomponente 20 und eine mechatronische Installationskomponente
22 auf. Die Trägerkomponente 20 ist als Gestell ausgeführt, an dem die mechatronische
Installationskomponente 22 montiert ist. Dieses Gestell weist Abmessungen auf, die
ermöglichen, die Trägerkomponente 20 innerhalb des Aufzugschachts 10 vertikal zu verlagern,
das heisst beispielsweise zu unterschiedlichen vertikalen Positionen an verschiedenen
Stockwerken innerhalb eines Gebäudes zu verfahren. Die mechatronische Installationskomponente
22 ist im dargestellten Beispiel als Industrieroboter 24 ausgeführt, der nach unten
hängend an dem Gestell der Trägerkomponente 20 angebracht ist. Ein Arm des Industrieroboters
24 kann dabei relativ zu der Trägerkomponente 20 bewegt werden und beispielsweise
hin zur Schachtwand 18 des Aufzugschachts 10 verlagert werden.
[0060] Die Trägerkomponente 20 ist über ein als Tragmittel 26 dienendes Stahlseil mit einer
Verlagerungskomponente 28 in Form einer motorisch angetriebenen Seilwinde verbunden,
welche oben an dem Aufzugschacht 10 an einer Haltestelle 29 an der Decke des Aufzugschachts
10 angebracht ist. Mithilfe der Verlagerungskomponente 28 kann die Montagevorrichtung
14 innerhalb des Aufzugschachts 10 in Haupterstreckungsrichtung 11 des Aufzugschachts
10, also vertikal über eine gesamte Länge des Aufzugschachts 10 hin verlagert werden.
[0061] Die Montagevorrichtung 14 weist ferner eine Fixierkomponente 30 auf, mithilfe derer
die Trägerkomponente 20 innerhalb des Aufzugschachts 10 in seitlicher Richtung, das
heisst in horizontaler Richtung, fixiert bzw. verstemmt werden kann.
[0062] Im Aufzugschacht 10 sind über dessen gesamte Länge zwei Referenzelemente 13 in Form
von Schnüren gespannt, die entlang der Haupterstreckungsrichtung 11 ausgerichtet sind.
Die Referenzelemente 13 werden von einem Monteur im Aufzugschacht 10 angebracht und
dienen zur Bestimmung der Position der Montagevorrichtung 14, speziell der Position
der Trägerkomponente 20 im Aufzugschacht 10.
[0063] Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Ansicht einer Montagevorrichtung 14 ohne die Verlagerungskomponente
28.
[0064] Die Trägerkomponente 20 ist als käfigartiges Gestell ausgebildet, bei dem mehrere
horizontal und vertikal verlaufende Holme eine mechanisch belastbare Struktur bilden.
Oben an der käfigartigen Trägerkomponente 20 sind Halteseile 32 angebracht, welche
mit dem Tragmittel 26 verbunden werden können.
[0065] In der dargestellten Ausführungsform ist die mechatronische Installationskomponente
22 mithilfe eines Industrieroboters 24 ausgeführt. In dem dargestellten Beispiel ist
der Industrieroboter 24 mit mehreren um Schwenkachsen verschwenkbaren Roboterarmen
ausgestattet. Beispielsweise kann der Industrieroboter mindestens sechs Freiheitsgrade
aufweisen, das heisst, ein von dem Industrieroboter 24 geführtes Montagewerkzeug 34
kann mit sechs Freiheitsgraden bewegt werden, das heisst beispielsweise mit drei Rotationsfreiheitsgraden
und drei Translationsfreiheitsgraden. Beispielsweise kann der Industrieroboter als
Vertikal-Knickarmroboter, als Horizontal-Knickarmroboter oder als SCARA-Roboter oder
als kartesischer Roboter bzw. Portalroboter ausgeführt sein.
[0066] Der Roboter kann an seinem freitragenden Ende mit verschiedenen Montagewerkzeugen
34 gekoppelt werden. Die Montagewerkzeuge 34 können sich hinsichtlich ihrer Auslegung
und ihres Einsatzzweckes unterscheiden. Die Montagewerkzeuge 34 können an der Trägerkomponente
20 derart gehalten werden, dass das freitragende Ende des Industrieroboters 24 an
sie herangefahren werden und mit einem von ihnen gekoppelt werden kann. Der Industrieroboter
24 kann hierzu beispielsweise über ein Werkzeugwechselsystem verfügen, das so ausgebildet
ist, dass es mindestens die Handhabung mehrerer solcher Montagewerkzeuge 34 ermöglicht.
[0067] Eines der Montagewerkzeuge 34 ist als Sensor in Form eines Laserscanners ausgeführt,
mittels welchem die relative Lage der Trägerkomponente 20 gegenüber den Referenzelementen
13 bestimmt werden kann. Dies kann beispielsweise mit einem Verfahren durchgeführt
werden, das in der
WO 2017/167719 A1 beschrieben ist. Aus der relativen Lage der Trägerkomponente 20 gegenüber den Referenzelementen
13 kann die Position der Trägerkomponente 20 im Aufzugschacht 10 ermittelt werden.
Ausgehend von der Position der Trägerkomponente 20 kann bestimmt werden, an welchen
Stellen der Schachtwand 18 ein Schienenbügelunterteil 16 befestigt werden soll.
[0068] Eines der Montagewerkzeuge 34 ist als Sensor zur Armierungserkennung ausgeführt,
mittels welchem Armierungen bzw. deren Position in den Schachtwänden 18 erkannt bzw.
bestimmt werden kann. Der Sensor zur Armierungserkennung kann dazu vom Industrieroboter
24 einer Schachtwand 18 entlang verlagert werden.
[0069] Eines der Montagewerkzeuge 34 ist als Bohrwerkzeug, ähnlich einer Bohrmaschine, ausgestaltet.
Durch Kopplung des Industrieroboters 24 mit einem solchen Bohrwerkzeug kann die Installationskomponente
22 dazu ausgestaltet werden, ein zumindest teilweise automatisiert gesteuertes Bohren
von Befestigungslöchern in einer der Schachtwände 18 des Aufzugschachts 10 zu ermöglichen.
Das Bohrwerkzeug kann hierbei von dem Industrieroboter 24 derart bewegt und gehandhabt
werden, dass das Bohrwerkzeug mit einem Bohrer an einer vorgesehenen Position Löcher
in die Schachtwand 18 des Aufzugschachts 10 bohrt, in die später Befestigungselemente
in Form von Schrauben, Schraubankern oder Ankerbolzen zur Fixierung von Schienenbügelunterteilen
16 eingebracht werden.
[0070] Ein weiteres Montagewerkzeug 34 ist als Schrauber ausgestaltet, um zumindest teilautomatisch
Schraubanker oder Schrauben in zuvor gebohrte Befestigungslöcher in die Schachtwand
18 des Aufzugschachts 10 einzuschrauben.
[0071] Ein weiteres Montagewerkzeug 34 ist als ein Einschlagwerkzeug beispielsweise in Form
eines Schlaghammers ausgestaltet, um zumindest teilautomatisch Ankerbolzen in zuvor
gebohrte Befestigungslöcher in die Schachtwand 18 des Aufzugschachts 10 einzuschlagen.
[0072] Ein weiteres Montagewerkzeug 34 ist als ein Greifer ausgestaltet, um zumindest teilautomatisch
ein Schienenbügelunterteil 16 an der Schachtwand 18 zu befestigen.
[0073] Ein weiteres Montagewerkzeug 34 ist als ein Markierwerkzeug, beispielsweise in Form
eines Fräsers ausgeführt, um eine Markierung an der Schachtwand 18 oder an einem an
einer Schachtwand 18 montierten Bauteil, beispielsweise einem Schienenbügelunterteil
16 anzubringen. Diese Markierung kann ein einem späteren, insbesondere von einem Monteur
ausgeführten Installationsschritt, für eine Ausrichtung beispielsweise von Ausrichtelementen
oder Führungsschienen genutzt werden.
[0074] Eine Montagevorrichtung muss nicht alle der beschriebenen Arten von Werkzeugen 34
aufweisen. Insbesondere wenn mittels eines Einschlagwerkzeugs Ankerbolzen in Bohrlöcher
eingeschlagen werden, ist ein Schrauber zum Einschrauben von Schrauben in Bohrlöcher
und ein Greifer zum Greifen von Schienenbügelunterteilen nicht notwendig.
[0075] An der Trägerkomponente 20 kann ferner eine Magazinkomponente 36 vorgesehen sein.
Die Magazinkomponente 36 kann dazu dienen, zu installierende Schienenbügelunterteile
16 zu lagern und der Installationskomponente 22 bereitzustellen. In der Magazinkomponente
36 können auch Schraubanker, Schrauben oder Ankerbolzen gelagert und bereitgestellt
werden, die mithilfe der Installationskomponente 22 in vorgefertigte Befestigungslöcher
in der Schachtwand 18 eingebracht werden können.
[0076] Im dargestellten Beispiel kann der Industrieroboter 24 beispielsweise automatisch
eine Schraube aus der Magazinkomponente 36 greifen und beispielsweise mit einem als
Schrauber ausgebildeten Montagewerkzeug 34 unvollständig in zuvor gebohrte Befestigungslöcher
in der Schachtwand 18 einschrauben. Anschliessend kann ein Montagewerkzeug 34 an dem
Industrieroboter 24 gewechselt werden und beispielsweise ein Schienenbügelunterteil
16 aus der Magazinkomponente 36 gegriffen werden. Das Schienenbügelunterteil 16 weist
Befestigungsschlitze auf. Wenn das Schienenbügelunterteil 16 mithilfe der Installationskomponente
22 in eine vorgesehene Position gebracht wird, können die zuvor teilweise eingeschraubten
Schrauben in diese Befestigungsschlitze eingreifen bzw. durch diese hindurch verlaufen.
Nachfolgend kann wiederum auf das als Schraubvorrichtung ausgebildete Montagewerkzeug
34 umkonfiguriert werden und die Schrauben festgezogen werden.
[0077] Nachdem alle Schienenbügelunterteile 16 an den Aufzugschächten 18 fixiert sind, werden
Führungsschienen in den Aufzugschacht 10 gebracht und von einem Monteur an den Schachtwänden
18 fixiert.
[0078] Es ist auch möglich, dass der Industrieroboter 24 Ankerbolzen aus der Magazinkomponente
36 greift und mit einem als Schlagwerkzeug ausgebildeten Montagewerkzeug 34 in zuvor
gebohrte Befestigungslöcher in der Schachtwand 18 einschlägt. Mittels der Ankerbolzen
können in einem späteren Installationsschritt Schienenbügelunterteile von einem Monteur
von Hand an der Schachtwand 18 fixiert werden.
[0079] Die Aufzuganlage und die Installation der Aufzuganlage im Aufzugschacht muss vor
Beginn der Installation geplant werden. Ausgangspunkt für die Planung der Aufzuganlage
sind Soll-Abmessungen des Aufzugschachts, die beispielsweise Bauplänen oder einem
digitalen Gebäudemodell des Gebäudes, in das die Aufzuganlage eingebaut werden soll,
entnommen werden können. Mit den Bauplänen können Sollwerte für Breite, Tiefe und
Höhe des Aufzugschachts, Anzahl der Stockwerke und Abmessungen von Türausschnitten
des Aufzugschachts bestimmt werden. Aus diesen Soll-Abmessungen des Aufzugschachts
leitet ein Planer mit Hilfe eines rechnergestützten Tools ein Soll-Layout der Aufzuganlage
ab. Er legt also insbesondere die Anordnung eines Gegengewichts (neben oder hinter
der Aufzugkabine), die Grösse der Aufzugkabine, die Art und die Anzahl der Führungsschienen,
Anordnung und Ausgestaltung der Antriebsmaschine und Art und Ausführung eines Tragmittels
(beispielsweise Stahlseile oder Riemen) fest.
[0080] In den Fig. 3 und 4 ist sehr vereinfacht ein Soll-Layout einer Aufzuganlage 12 bildlich
dargestellt. Im Soll-Layout sind die Abmessungen einer Aufzugkabine 40 (nur in Fig.
3 dargestellt), die Anordnung eines Gegengewichts 42, die Positionen von Führungsschienen
46 sowie die Positionen von Schienenbügeln 48 festgelegt. Neben den Abmessungen des
Aufzugschachts 10 werden dabei insbesondere auf die Positionen der Türausschnitte
44 berücksichtigt. Weitere Festlegungen im Soll-Layout der Aufzuganlage 12 wie beispielsweise
Art und Position der Antriebsmaschine oder Art und Anordnung des Tragmittels sind
in den Fig. 3 und 4 nicht dargestellt.
[0081] Der Planer berücksichtigt beim Ableiten eines Soll-Layouts der Aufzuganlage insbesondere
einen Armierungsplan von Schachtwänden des Aufzugschachts. Der Armierungsplan enthält
Informationen darüber, an welchen Stellen und insbesondere auch in welcher Tiefe Armierungen
in den Schachtwänden verlaufen. Der Planer legt das Soll-Layout so fest, dass dort
wo Armierungen vorhanden sind, keine Löcher gebohrt werden müssen.
[0082] Anschliessend legt der Planer die automatisierten Installationsschritte fest, also
die Installationsschritte, die von einer automatisierten Montagevorrichtung ausgeführt
werden sollen. Die Auswahl der automatisierten Installationsschritte hängt von unterschiedlichsten
Faktoren ab. Der Planer legt in diesem Zuge auch fest, welche Montagevorrichtung für
die Durchführung der automatisierten Installationsschritte verwendet werden soll.
Zum einen muss der Planer berücksichtigen, welche automatisierten Montagevorrichtungen
zum Zeitpunkt der Installation überhaupt zur Verfügung stehen. Ausserdem spielt das
Soll-Layout der Aufzuganlage eine grosse Rolle, insbesondere die Höhe des Aufzugschachts.
Da das Einbringen einer automatisierten Montagevorrichtung in einen Aufzugschacht
mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, sollte der Aufzugschacht eine gewisse Mindesthöhe
haben, damit sich der Einsatz einer automatisierten Montagevorrichtung lohnt. Da bei
der Auswahl der automatisierten Installationsschritte sehr viele Faktoren eine Rolle
spielen, lassen sich dafür keine allgemein gültigen Regeln angeben.
[0083] Anschliessend überprüft der Planer, dass die automatisierten Installationsschritte
von der vorgesehenen automatisierten Montagevorrichtung auch ausgeführt werden können.
Im einfachsten Fall werden dabei die Abmessungen der vorgesehenen automatisierten
Montagevorrichtung mit den Abmessungen des Aufzugschachts verglichen. Dabei wird überprüft,
ob die Montagevorrichtung in den Aufzugschacht gebracht werden kann, ob die Trägerkomponente
mit der Installationskomponente im Aufzugschacht verlagert werden kann und ob eine
Fixierung der Trägerkomponente im Aufzugschacht möglich ist. Die Montagevorrichtung
kann so flexibel ausgeführt sein, dass die Fixierungskomponente zum Fixieren der Trägerkomponente
in einem gewissen Rahmen an unterschiedliche Abmessungen des Aufzugschachts angepasst
werden kann. Derartige Anpassungen werden im Rahmen dieses Verfahrensschritts vom
Planer geplant bzw. vorgegeben.
[0084] Der Planer führt insbesondere eine Simulation der automatisierten Installationsschritte
durch. Dabei nutzt er ein rechnergestütztes Simulationstool, in dem die Montagevorrichtung
und der Aufzugschacht modelliert werden. Der Planer überprüft dabei, ob die Installationsschritte
auch tatsächlich ausgeführt werden können oder ob es Kollisionen der Installationskomponente
mit dem Aufzugschacht oder der Trägerkomponente gibt. Zusätzlich zur Simulation der
automatisierten Installationsschritte simuliert er insbesondere auch das Einbringen
der Montagevorrichtung in den Aufzugschacht.
[0085] Nach der beschriebenen Überprüfung der Durchführbarkeit der automatisierten Installationsschritte
werden einige Ist-Abmessungen des Aufzugschachts erfasst. Dieser Schritt kann damit
erst dann ausgeführt werden, wenn der Aufzugschacht erstellt wurde. Die Erfassung
der Ist-Abmessungen des Aufzugschachts kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen.
Zum einen können vom Planer oder einem Monteur einige Abmessungen von Hand erfasst
werden. Dabei werden in unterschiedlichen Höhen die Breite und Tiefe des Aufzugschachts
und die Masse der Türausschnitte gemessen.
[0086] Es ist aber auch möglich, dass der gesamte Aufzugschacht mit einem automatisierten
Messsystem vermessen wird. In Fig. 5 ist ein Messsystem 110 bei der Vermessung eines
Aufzugschachts 10 dargestellt. Das optisch inertiale Messsystem 110 ist über ein Tragmittel
in Form eines Seils 111 und eine Verlagerungsvorrichtung in Form einer Winde 112 an
einer Schachtdecke 113 eines Schachtkopfs 114 eines hauptsächlich quaderförmigen Aufzugschachts
10 aufgehängt. Der Aufzugschacht 10 verläuft in einer vertikal ausgerichteten Haupterstreckungsrichtung
11 und verfügt über insgesamt vier Schachtwände, wobei in der Seitenansicht von Fig.
1 nur eine hintere Schachtwand 117 und eine vordere Schachtwand 118 dargestellt sind.
Die vordere Schachtwand 118 weist insgesamt drei Türausschnitte 44 auf, die in Haupterstreckungsrichtung
11 übereinander angeordnet sind. In die Türausschnitte 44 werden zu einem späteren
Zeitpunkt Schachttüren eingebaut, die den Aufzugschacht 10 abschliessen und den Zugang
zu einer Aufzugkabine ermöglichen. Gegenüber dem Schachtkopf 114 weist der Aufzugschacht
10 eine Schachtgrube 120 auf, die von einem Schachtboden 121 abgeschlossen wird.
[0087] Das Messsystem 110 weist ein Kamerasystem in Form einer digitalen Stereo-Kamera 122
mit einer ersten Kamera 122a und einer zweiten Kamera 122b auf. Die Stereo-Kamera
122 ist so an einem hauptsächlich quaderförmigen Grundkörper 123 des Messsystems 110
angeordnet, dass sie im dargestellten aufgehängten Zustand vertikal nach unten in
Richtung Schachtboden 120 ausgerichtet ist. Die Stereo-Kamera 122 ist so ausgeführt,
dass sie im dargestellten Zustand Ausschnitte aller vier Schachtwände erfassen kann.
Die Stereo-Kamera 122 ist signaltechnisch mit einer Auswerteeinheit 124 des Messsystems
110 verbunden, die die von der Stereo-Kamera 122 erfassten Bilder empfängt und auswertet.
Die Auswerteeinheit 124 sucht in den Bildern nach markanten Punkten, beispielsweise
Ecken oder Erhebungen in einer der Schachtwände. Sobald sie einen markanten Punkt
in beiden Bildern der Kameras 122a, 122b identifiziert hat, kann sie aus dem bekannten
Abstand der beiden Kameras 122a, 122b zueinander und der verschiedenen Lage des markanten
Punkts in beiden Bildern, mittels Triangulation die Lage des markanten Punkts gegenüber
den Kameras 122a, 122b und damit gegenüber dem Messsystem 110 bestimmen.
[0088] Zwischen den beiden Kameras 122a, 122b ist eine inertiale Messeinheit 125 am Grundkörper
123 des Messsystems 110 angeordnet. Die inertiale Messeinheit 125 verfügt über drei
nicht dargestellte, jeweils senkrecht zueinander angeordnete Beschleunigungssensoren
und jeweils drei ebenfalls nicht dargestellte, senkrecht zueinander angeordnete Drehratensensoren,
mittels welchen die Beschleunigungen in x-, y- und z-Richtung und die Drehbeschleunigungen
um die x-, y- und z-Achse bestimmt werden. Aus den gemessenen Beschleunigungen kann
die inertiale Messeinheit 125 ausgehend von einer Startposition seine Position und
damit auch die Position des Messsystems 110 abschätzen und an die Auswerteeinheit
124 des Messsystems 110 übermitteln. Es ist auch möglich, dass die inertiale Messeinheit
125 nur die gemessenen Beschleunigungen an die Auswerteeinheit 124 übermittelt und
die Auswerteeinheit 124 daraus die Position des Messsystems 110 abschätzt.
[0089] Zur genaueren Bestimmung der Position des Messsystems 110 in Haupterstreckungsrichtung
11 im Aufzugschacht 10 ist das Messsystem 110 mit einer Positionsbestimmungseinheit
126 gekoppelt. Die Positionsbestimmungseinheit 126 verfügt über einen in Haupterstreckungsrichtung
11 ausgerichteten Positionsinformationsträger in Form eines Codebands 127, das zwischen
Schachtboden 121 und Schachtdecke 113 gespannt ist. Das Codeband 127 weist nicht sichtbare
magnetische Codemarken auf, welche eine Information über die Position in Haupterstreckungsrichtung
11 repräsentieren. Die Positionsbestimmungseinheit 126 weist ausserdem eine seitlich
am Grundkörper 123 des Messsystems 110 angeordnete Leseeinheit 128 auf, durch die
das Codeband 127 durchgeführt ist. Die Leseeinheit 128 liest Informationen in Form
der magnetischen Codemarken des Codebands 127 aus und kann damit sehr genau die Position
der Leseeinheit 128 und damit des Messsystems 110 in Haupterstreckungsrichtung 11
bestimmen. Die vom Codeband 127 ausgelesene Information kann damit als eine gegenüber
den Informationen der Beschleunigungs- und Drehratensensoren der inertialen Messeinheit
125 weitere Information über die Position des Messsystems 110 in Haupterstreckungsrichtung
11 angesehen werden.
[0090] Die mittels der Positionsbestimmungseinheit 126 ermittelte Position des Messsystems
110 in Haupterstreckungsrichtung 11 wird als die korrekte Position des Messsystems
110 angesehen und ersetzt damit die mittels der inertialen Messeinheit 125 abgeschätzte
Position der Messeinheit 110 in Haupterstreckungsrichtung. Es ist aber auch möglich,
dass als korrekte Position ein Mittelwert der beiden genannten Positionen angenommen
wird.
[0091] Aus der wie oben beschrieben bestimmten Position des Messsystems 110 und der mittels
Triangulation bestimmten Lage eines markanten Punkts gegenüber dem Messsystem 110
bestimmt die Auswerteeinheit 124 die absolute Position des markanten Punkts. Die Auswerteeinheit
124 bestimmt so die Positionen einer Vielzahl von markanten Punkten. Um den ganzen
Aufzugschacht 10 zu vermessen, wird das Messsystem 110 von der Winde 112 von oben
nach unten im Aufzugschacht 10 verlagert.
[0092] Mit dem Messsystem 110 werden ausserdem die Positionen von Markierung 129 am Aufzugschacht
10 bestimmt. Im Bereich jedes Türausschnitts 44 ist an einer Schachtwand jeweils eine
Markierung 129 angeordnet. Die Markierungen 129 sind dabei als so genannte Meterrisse
ausgeführt, die einen Abstand von einem Meter vom späteren Bodenbelag kennzeichnen.
Zusätzlich können weitere, in der Fig. 5 nicht dargestellte Markierungen am Aufzugschacht
angeordnet sein, die mit dem Messsystem 110 erfasst und ausgewertet werden können.
Diese Markierungen können beispielsweise Gebäudeachsen, insbesondere eine vertikale
Gebäudeachse kennzeichnen.
[0093] Aus den Positionen der Vielzahl von markanten Punkten wird eine so genannte Punktwolke
erstellt, wobei jeder Punkt der Punktwolke einem der markanten Punkte entspricht.
Aus dieser Punktwolke und ggf. unter Berücksichtigung der Positionen der genannten
Markierungen wird zu einem späteren Zeitpunkt ein digitales Modell in Form eines CAD-Modells
des Aufzugschachts 10 abgeleitet. Das digitale Modell enthält dann die Ist-Abmessungen
des Aufzugschachts 10.
[0094] Nach dem Erfassen von Ist-Abmessungen des Aufzugschachts leitet der Planer aus dem
Soll-Layout und den erfassten Ist-Abmessungen des Aufzugschachts eine Ist-Layout der
Aufzuganlage ab. Der Planer prüft in erster Linie, ob es zwischen den Soll-Abmessungen
und der Ist-Abmessungen des Aufzugschachts Abweichungen gibt, die eine Übernahme des
Soll-Layouts als Ist-Layout der Aufzuganlage unmöglich machen. Ist dies nicht der
Fall, so übernimmt der Planer das Soll-Layout als Ist-Layout der Aufzuganlage. Im
anderen Fall ändert der Planer das Soll-Layout so ab, dass er ein Ist-Layout erhält,
das in den Ist-Abmessungen des Aufzugschachts realisiert werden kann.
[0095] Nach dem Ableiten des Ist-Layouts der Aufzuganlage überprüft der Planer insbesondere
nochmals, dass der automatisierte Installationsschritt von der vorgesehenen Montagevorrichtung
ausgeführt werden kann. Diese Überprüfung läuft analog zur oben beschriebenen Überprüfung
ab.
[0096] Anschliessend plant der Planer die automatisierten Installationsschritte basierend
auf dem Ist-Layout der Aufzuganlage. Dabei wird bzw. werden beispielsweise
- die genauen Positionen von zu bohrenden Löchern in den Schachtwänden festgelegt,
- die Positionen der Trägerkomponente beim Durchführen der einzelnen Installationsschritte
festgelegt,
- definiert, welches Werkzeug für welchen Installationsschritt verwendet werden soll
und/oder
- die Reihenfolge der Durchführung der einzelnen Installationsschritte festgelegt.
[0097] Damit sind die die Installation der Aufzuganlage im Aufzugschacht vorbereitenden
Verfahrensschritte abgeschlossen und die Installation kann gestartet werden. Dazu
wird von einem oder mehreren Monteuren die Montagevorrichtung 14 in den Aufzugschacht
10 eingebracht und die Referenzelemente 13 im Aufzugschacht 10 angebracht.
[0098] Anschliessend startet der Monteur die Durchführung der automatisierten Installationsschritte.
Eine Interaktion bzw. Kommunikation des Monteurs mit der automatisierten Montagevorrichtung
ist sehr schematisch in der Fig. 6 dargestellt. Der Monteur 50 kann die Durchführung
der automatisierten Installationsschritte direkt über eine Eingabe an einer Steuerungseinrichtung
52 der automatisierten Montagevorrichtung starten. Alternativ dazu kann der Monteur
50 über ein Mobiltelefon 54, ein Kommunikationsnetzwerk 56, beispielsweise das Internet
oder ein lokales WLAN, und eine Schnittstelle 58 der Steuerungseinrichtung 52 auf
die Steuerungseinrichtung 52 zugreifen und beispielsweise die Durchführung der Installationsschritte
starten. Über diesen Weg kann der Monteur 50 auch Informationen über den aktuellen
Zustand der Montagevorrichtung abfragen.
[0099] Die genannten Informationen können beispielsweise die Information umfassen, ob die
Montagevorrichtung gerade einen Installationsschritt durchführt oder inaktiv ist.
Es kann beispielsweise die aktuelle Position der Trägerkomponente im Aufzugschacht
oder Informationen über die bereits durchgeführten und/oder bevorstehende Installationsschritte
abgefragt werden.
[0100] Bei Auftreten eines Fehlers in der automatisierten Montagevorrichtung wird der Monteur
50 über die Schnittstelle 58, das Kommunikationsnetzwerk 56 und das Mobiltelefon 54
von der Steuereinrichtung 52 informiert. Die Steuereinrichtung 52 sendet dazu eine
Benachrichtigung, eine so genannte Push-Nachricht, an das Mobiltelefon 54 des Monteurs
50.
[0101] Der Monteur 50 kann über den genannten Weg die Steuereinrichtung 52 fernsteuern.
Beispielsweise kann über die Fernsteuerung die Durchführung eines bestimmten Installationsschritts
gestartet bzw. abgebrochen werden, die Fixierung der Trägerkomponente aktiviert bzw.
deaktiviert werden oder die Trägerkomponente im Aufzugschacht verlagert werden.
[0102] Nach dem Starten führt die Montagevorrichtung die automatisierten Installationsschritte
automatisch durch. Die Montagevorrichtung prüft vor der Durchführung gewisser Installationsschritte
mittels eines geeigneten Sensors, ob der Installationsschritt wie geplant ausgeführt
werden kann. Insbesondere wird vor dem Bohren eines Lochs in eine Schachtwand geprüft,
ob an der vorgesehenen Position Armierungen in der Schachtwand angeordnet sind, die
einen erfolgreichen Abschluss des Installationsschritts erschweren oder gar unmöglich
machen könnten. Dazu nimmt die Installationskomponente der Montagevorrichtung einen
Sensor zur Erkennung von Armierungen auf und prüft die vorgesehene Position auf Armierungen.
Die Positionierung des Sensors und die Auswertung der erfassten Sensordaten wird von
der Steuereinrichtung der Montagevorrichtung durchgeführt.
[0103] Bei einem positiven Ergebnis der Überprüfung der Durchführbarkeit wird der Installationsschritt
wie geplant ausführt. Bei einem negativen Ergebnis der Überprüfung der Durchführbarkeit
wird die Durchführung so umgeplant, dass der Installationsschritt ausgeführt werden
kann und der so umgeplante Installationsschritt wird anschliessend so ausgeführt.
[0104] Bei einem negativen Ergebnis der Überprüfung der Durchführbarkeit wird von der Steuerungseinrichtung
der Montagevorrichtung ein lokales Umplanen des Installationsschritts durchgeführt.
Dabei wird die vorgesehene Position der Durchführung des Installationsschritts in
erlaubten Grenzen so verschoben, dass der Installationsschritt durchgeführt werden
kann. Beispielsweise wird die vorgesehene Position so verschoben, dass eine erkannte
Armierung das Bohren eines Lochs nicht mehr beeinträchtigt. Das Erkennen von Armierungen
und Festlegen von Bohrpositionen kann beispielsweise wie in der
WO 2017/016782 A1 beschrieben durchgeführt werden.
[0105] Wenn eine Umplanung unter Einhaltung von festgelegten Vorgaben nicht möglich ist,
kann der Monteur die Durchführung des Installationsschritts festlegen und die Ausführung
starten. Eine festgelegte Vorgabe kann beispielsweise sein, dass sich in einem bestimmten
Bereich um eine vorgesehene Bohrposition keine Armierung in der Schachtwand befinden
darf. Die Montagevorrichtung würde den Installationsschritt in Form des Bohrens eines
Lochs in die Schachtwand nur automatisiert ausführen, wenn diese Vorgabe erfüllt ist.
Ist jetzt aber, beispielsweise am Rand des genannten Bereichs doch eine Armierung
vorhanden, kann der Monteur entscheiden, dass er das Risiko eingeht, dass die Bohrung
nicht erfolgreich sein könnte und das Loch dennoch an der vorgesehenen Position gebohrt
wird. Die dafür notwendige Kommunikation zwischen Monteur und Steuerungseinrichtung
der Montagevorrichtung läuft insbesondere wie in Zusammenhang mit Fig. 6 beschrieben
ab.
[0106] Mit den von dem genannten Sensor erfassten Sensordaten wird das digitale Modell des
Aufzugschachts angepasst. Wenn mittels des Sensors Armierungen einer Schachtwand erkannt
wurden, werden die Informationen über die Armierungen in das digitale Modell des Aufzugschachts
übernommen. Zusätzlich werden Informationen über durchgeführte Installationsschritte,
wie beispielsweise die Position und Art von Bohrungen in Schachtwänden in das digitale
Modell des Aufzugschachts übernommen.
[0107] Die Steuerungseinrichtung der Montagevorrichtung erstellt automatisiert ein Montageprotokoll
zu den automatisiert durchgeführten Installationsschritten. Das Montageprotokoll enthält
beispielsweise Informationen über die genauen Positionen, an denen die Installationsschritte
ausgeführt wurden und/oder über einen erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Abschluss
der Installationsschritte.
[0108] Wie in Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben, bestimmt die Montagevorrichtung 12
die Position der Trägerkomponente 20 mittels im Aufzugschacht 10 angeordneten Referenzelementen
13. Die Phase, in der die Montagevorrichtung 12 die automatisierten Installationsschritte
durchführt, kann als eine erste Installationsphase bezeichnet werden.
[0109] Nachdem alle automatisierten Installationsschritte ausgeführt wurden und die Montagevorrichtung
aus dem Aufzugschacht entfernt wurde, wird die Installation der Aufzuganlage in einer
zweiten Installationsphase von einem Monteur von Hand durchgeführt. Beispielsweise
müssen die Führungsschienen ausgerichtet und an einer Schachtwand fixiert werden.
Zur Ausrichtung der Führungsschienen kann der Monteur im Aufzugschacht angeordneten
und als Schnüre ausgeführte Ausrichtelemente verwenden. Der korrekte Verlauf der Ausrichtelemente
kann direkt aus dem Verlauf der genannten Referenzelemente abgeleitet werden. Die
dafür notwendigen Informationen werden dem Monteur von der Steuerungseinrichtung der
Montagevorrichtung zur Verfügung gestellt. Dies kann ebenfalls wie in Zusammenhang
mit Fig. 6 beschrieben erfolgen. Auf Basis dieser Informationen kann der Monteur in
der der zweiten Installationsphase und vor dem Ausrichten der Führungsschienen die
Ausrichtelemente im Aufzugschacht anbringen.
[0110] In den Fig. 7 und 8 ist ein Beispiel gezeigt, welche Informationen dem Monteur zur
Verfügung gestellt werden können. In den Fig. 7 und 8 sind zwei Referenzelemente 13
im Bereich eines Türausschnitts 44 des Aufzugschachts 10 dargestellt, wobei die Fig.
7 die Situation bei einer Höhe h1 in der Nähe des Schachtkopfs 114 des Aufzugschachts
10 zeigt. Ausserdem ist im Bereich der Führungsschienen 46 jeweils ein Ausrichtelement
60 angeordnet. Die Ausrichtelemente 60 haben zu den zugehörigen Referenzelementen
13 Abstände in x- und y-Richtung von x0h1 und y0h1 bzw. x1h1 und y1h1. Die Abstände
x0h1, y0h1, x1h1 und y1h1 werden dem Monteur zur Verfügung gestellt. Dasselbe wird
gemacht für eine Höhe h0 in der Nähe der Schachtgrube 120 des Aufzugschachts 10. Auf
analoge Weisen werden die Abstände x0h0, y0h0, x1h0 und y1h0 bestimmt und dem Monteur
zur Verfügung gestellt. Mit diesen Abständen x0h0, y0h0, x1h0, y1h0, x0h1, y0h1, x1h1
und y1h1 sowie der Information über die Höhen h0 und h1 kann der Monteur die Ausrichtelemente
60 korrekt im Aufzugschacht 10 anbringen und anschliessend die Führungsschienen 46
daran ausrichten.
[0111] Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass Begriffe wie "aufweisend", "umfassend",
etc. keine anderen Elemente oder Schritte ausschließen und Begriffe wie "eine" oder
"ein" keine Vielzahl ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder
Schritte, die mit Verweis auf eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer oben beschriebener
Ausführungsbeispiele verwendet werden können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind
nicht als Einschränkung anzusehen.
1. Verfahren zur Planung und zumindest teilweisen Installation einer Aufzuganlage (12)
in einem Aufzugschacht (10), wobei automatisierte Installationsschritte von einer
automatisierten Montagevorrichtung (14) ausgeführt werden und das Verfahren folgende
Verfahrensschritte umfasst:
- Ableiten eines Soll-Layouts der Aufzuganlage (12) aus Soll-Abmessungen des Aufzugschachts,
- Festlegen der Installationsschritte, die von einer automatisierten Montagevorrichtung
(14) ausgeführt werden sollen,
- Überprüfen, dass die automatisierten Installationsschritte von der Montagevorrichtung
(14) ausgeführt werden können,
- Erfassen einiger Ist-Abmessungen des Aufzugschachts (10),
- Ableiten eines Ist-Layouts der Aufzuganlage (12) aus dem Soll-Layout der Aufzuganlage
(12) und den erfassten Ist-Abmessungen des Aufzugschachts (10),
- Planen der automatisierten Installationsschritte basierend auf dem Ist-Layout der
Aufzuganlage (12) und
- Durchführen der automatisierten Installationsschritte mit der Montagevorrichtung
(14).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit den erfassten Ist-Abmessungen des Aufzugschachts (10) ein digitales Modell des
Aufzugschachts (10) erstellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem Ableiten des Ist-Layouts der Aufzuganlage (12) nochmals überprüft wird, dass
die automatisierten Installationsschritte von der Montagevorrichtung (14) ausgeführt
werden können.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Montagevorrichtung (14) vor der Durchführung eines bevorstehenden Installationsschritts
mittels eines geeigneten Sensors (34) überprüft, ob der Installationsschritt wie geplant
ausgeführt werden kann und
- bei einem positiven Ergebnis der Überprüfung den Installationsschritt wie geplant
ausführt,
- bei einem negativen Ergebnis der Überprüfung die Durchführung so umplant, dass der
Installationsschritt ausgeführt werden kann und ihn anschliessend so ausführt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Fall, in dem eine Umplanung unter Einhaltung von festgelegten Vorgaben nicht
möglich ist, ein Monteur (50) die Durchführung des Installationsschritts festlegen
und die Ausführung starten kann.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit den von dem genannten Sensor (34) erfassten Sensordaten das digitale Modell des
Aufzugschachts (10) angepasst wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
automatisiert ein Montageprotokoll zu den automatisiert durchgeführten Installationsschritten
erstellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei der Überprüfung, dass ein automatisierter Installationsschritt von der Montagevorrichtung
(14) ausgeführt werden kann, eine Simulation des automatisierten Installationsschritts
durchgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Erfassen von Ist-Abmessungen des Aufzugschachts (10) eine Position von einer
am Aufzugschacht (10) angeordneten Markierung (129) bestimmt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Ableiten eines Soll-Layouts der Aufzuganlage (12) ein Armierungsplan von Schachtwänden
(18) des Aufzugschachts (10) berücksichtigt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einer ersten Installationsphase
- die Montagevorrichtung (14) im Aufzugschacht (10) angeordnet ist,
- eine Position der Montagevorrichtung (14) mittels eines im Aufzugschacht (10) angeordneten
Referenzelements (13) bestimmt wird und
- die Montagevorrichtung (14) automatisierte Installationsschritte durchführt,
in einer zweiten Installationsphase nach Entfernen der Montagevorrichtung (14) aus
dem Aufzugschacht (10)
- von einem Monteur (50) Führungsschienen (46) der Aufzuganlage (12) an einem im Aufzugschacht
(10) angeordneten Ausrichtelement (60) ausgerichtet und anschliessend fixiert werden,
wobei in der ersten Installationsphase basierend auf einem Verlauf des Referenzelements
(13) und dem Ist-Layout der Aufzuganlage (12) ein Verlauf des Ausrichtelements (60)
bestimmt wird und Informationen zum Verlauf des Ausrichtelements (60) dem Monteur
(50) zur Verfügung gestellt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
über eine Schnittstelle (58) einer Steuereinrichtung (52) der Montagevorrichtung (14)
Informationen über einen aktuellen Zustand der Montagevorrichtung (14) abgefragt werden
können.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
bei Auftreten eines Fehlers in der automatisierten Montagevorrichtung (14) von der
Steuereinrichtung (52) der automatisierten Montagevorrichtung (14) über die genannte
Schnittstelle (58) ein zuständiger Monteur (50) informiert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
über die genannte Schnittstelle (58) der Steuereinrichtung (52) der Montagevorrichtung
(14) Informationen über abgeschlossene und/oder bevorstehende automatisierte Installationsschritte
abgefragt werden können.
15. Verfahren nach Anspruch 12, 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Steuereinrichtung (52) der Montagevorrichtung (14) über die Schnittstelle (58)
ferngesteuert werden kann.
1. Method for planning and at least partially installing an elevator system (12) in an
elevator shaft (10), wherein automated installation steps are carried out by an automated
mounting device (14) and the method comprises the following method steps:
- deriving a target layout of the elevator system (12) from target dimensions of the
elevator shaft,
- establishing the installation steps to be carried out by an automated mounting device
(14),
- checking that the automated installation steps can be carried out by the mounting
device (14),
- detecting several actual dimensions of the elevator shaft (10),
- deriving an actual layout of the elevator system (12) from the target layout of
the elevator system (12) and the detected actual dimensions of the elevator shaft
(10),
- planning the automated installation steps on the basis of the actual layout of the
elevator system (12) and
- carrying out the automated installation steps by means of the mounting device (14).
2. Method according to claim 1,
characterized in that
a digital model of the elevator shaft (10) is created using the detected actual dimensions
of the elevator shaft (10).
3. Method according to either claim 1 or claim 2,
characterized in that
after the actual layout of the elevator system (12) has been derived, it is checked
again that the automated installation steps can be carried out by the mounting device
(14).
4. Method according to claim 1, claim 2 or claim 3,
characterized in that
before carrying out an upcoming installation step, the mounting device (14) checks,
by means of a suitable sensor (34), whether the installation step can be carried out
as planned and
- if the result of the check is positive, carries out the installation step as planned,
- if the result of the check is negative, re-plans the implementation such that the
installation step can be carried out and then carries out said step in this way.
5. Method according to claim 4,
characterized in that
in the event that re-planning is not possible while adhering to the established requirements,
a fitter (50) can establish the implementation of the installation step and start
carrying it out.
6. Method according to either claim 4 or claim 5,
characterized in that
the digital model of the elevator shaft (10) is adapted using the sensor data detected
by the aforementioned sensor (34).
7. Method according to any of claims 1 to 6,
characterized in that
a mounting protocol for the installation steps carried out in an automated manner
is created in an automated manner.
8. Method according to any of claims 1 to 7,
characterized in that
when it is checked that an automated installation step can be carried out by the mounting
device (14), a simulation of the automated installation step is carried out.
9. Method according to any of claims 1 to 8,
characterized in that
when the actual dimensions of the elevator shaft (10) are detected, a position is
determined by a marking (129) arranged on the elevator shaft (10).
10. Method according to any of claims 1 to 9,
characterized in that
when a target layout of the elevator system (12) is derived, a reinforcement plan
of the shaft walls (18) of the elevator shaft (10) is taken into account.
11. Method according to any of claims 1 to 10,
characterized in that
in a first installation phase,
- the mounting device (14) is arranged in the elevator shaft (10),
- a position of the mounting device (14) is determined by means of a reference element
(13) arranged in the elevator shaft (10) and
- the mounting device (14) carries out automated installation steps,
in a second installation phase after the mounting device (14) has been removed from
the elevator shaft (10),
- a fitter (50) aligns and then fixes guide rails (46) of the elevator system (12)
on an alignment element (60) arranged in the elevator shaft (10),
a course of the alignment element (60) being determined based on a course of the reference
element (13) and the actual layout of the elevator system (12) and information on
the course of the alignment element (60) being provided to the fitter (50) in the
first installation phase.
12. Method according to any of claims 1 to 11,
characterized in that
information regarding a current state of the mounting device (14) can be requested
via an interface (58) of a control means (52) of the mounting device (14).
13. Method according to claim 12,
characterized in that
if a fault occurs in the automated mounting device (14), a responsible fitter (50)
is informed by the control means (52) of the automated mounting device (14) via said
interface (58).
14. Method according to either claim 12 or claim 13,
characterized in that
information regarding completed and/or upcoming automated installation steps can be
requested via said interface (58) of the control means (52) of the mounting device
(14).
15. Method according to claim 12, claim 13 or claim 14,
characterized in that
a control means (52) of the mounting device (14) can be controlled remotely via the
interface (58).
1. Procédé permettant la planification et l'installation au moins partielle d'un système
d'ascenseur (12) dans une cage d'ascenseur (10), dans lequel des étapes d'installation
automatisées sont exécutées par un dispositif de montage automatisé (14) et le procédé
comprenant les étapes de procédé suivantes :
- déduction d'une disposition théorique du système d'ascenseur (12) à partir de dimensions
théoriques de la cage d'ascenseur,
- définition des étapes d'installation à exécuter par un dispositif de montage automatisé
(14),
- vérification que les étapes d'installation automatisées peuvent être exécutées par
le dispositif de montage (14),
- collecte de quelques dimensions réelles de la cage d'ascenseur (10),
- déduction d'une disposition réelle du système d'ascenseur (12) à partir de la disposition
théorique du système d'ascenseur (12) et des dimensions réelles collectées de la cage
d'ascenseur (10),
- planification des étapes d'installation automatisées sur la base de la disposition
réelle du système d'ascenseur (12) et
- exécution des étapes d'installation automatisées avec le dispositif de montage (14).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un modèle numérique de la cage d'ascenseur (10) est créé avec les dimensions réelles
collectées de la cage d'ascenseur (10).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
qu'après la déduction de la disposition réelle du système d'ascenseur (12), on vérifie
encore une fois que les étapes d'installation automatisées peuvent être exécutées
par le dispositif de montage (14).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
le dispositif de montage (14) vérifie, avant l'exécution d'une étape d'installation
imminente, à l'aide d'un capteur approprié (34), si l'étape d'installation peut être
exécutée comme planifié et
- si le résultat de la vérification est positif, exécute l'étape d'installation comme
prévu,
- si le résultat de la vérification est négatif, planifie de nouveau l'exécution de
manière à ce que l'étape d'installation puisse être réalisée et l'exécute ensuite
de cette manière.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
dans le cas où une nouvelle planification n'est pas possible en respectant des spécifications
établies, un monteur (50) peut définir l'exécution de l'étape d'installation et commencer
l'exécution.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
le modèle numérique de la cage d'ascenseur (10) est adapté à l'aide des données de
capteur collectées par ledit capteur (34).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
qu'un protocole de montage est créé de manière automatisée pour les étapes d'installation
exécutées de manière automatisée.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
lors de la vérification qu'une étape d'installation automatisée peut être exécutée
par le dispositif de montage (14), une simulation de l'étape d'installation automatisée
est exécutée.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
lors de la collecte des dimensions réelles de la cage d'ascenseur (10), une position
est déterminée par un repère (129) disposé sur la cage d'ascenseur (10).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
lors de la déduction d'une disposition théorique du système d'ascenseur (12), un plan
d'armature de parois de cage (18) de la cage d'ascenseur (10) est pris en compte.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
dans une première phase d'installation
- le dispositif de montage (14) est disposé dans la cage d'ascenseur (10),
- une position du dispositif de montage (14) est déterminée à l'aide d'un élément
de référence (13) disposé dans la cage d'ascenseur (10) et
- le dispositif de montage (14) exécute des étapes d'installation automatisées, dans
une seconde phase d'installation, après avoir retiré le dispositif de montage (14)
de la cage d'ascenseur (10)
- des rails de guidage (46) du système d'ascenseur (12) sont alignés par un monteur
(50) sur un élément d'alignement (60) disposé dans la cage d'ascenseur (10) et sont
ensuite fixés,
dans lequel, dans la première phase d'installation, un tracé de l'élément d'alignement
(60) est déterminé sur la base d'un tracé de l'élément de référence (13) et de la
disposition réelle du système d'ascenseur (12) et des informations concernant le tracé
de l'élément d'alignement (60) sont mises à la disposition du monteur (50).
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
des informations sur un état actuel du dispositif de montage (14) peuvent être demandées
par l'intermédiaire d'une interface (58) d'un dispositif de commande (52) du dispositif
de montage (14).
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce
qu'en cas d'apparition d'une erreur dans le dispositif de montage automatisé (14), un
monteur compétent (50) est informé par le dispositif de commande (52) du dispositif
de montage automatisé (14) par l'intermédiaire de ladite interface (58).
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13,
caractérisé en ce que
des informations sur des étapes d'installation automatisées terminées et/ou imminentes
peuvent être demandées par l'intermédiaire de ladite interface (58) du dispositif
de commande (52) du dispositif de montage (14).
15. Procédé selon la revendication 12, 13 ou 14,
caractérisé en ce
qu'un dispositif de commande (52) du dispositif de montage (14) peut être commandé à
distance par l'intermédiaire de l'interface (58).