(19)
(11) EP 3 858 192 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.08.2021  Patentblatt  2021/31

(21) Anmeldenummer: 21152688.4

(22) Anmeldetag:  21.01.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 47/03(2006.01)
A47B 77/08(2006.01)
A47B 47/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 03.02.2020 AT 500832020

(71) Anmelder: HÄUSLER Gesellschaft m.b.H.
2351 Wiener Neudorf (AT)

(72) Erfinder:
  • Häusler, Michael
    2351 Wiener Neudorf (AT)

(74) Vertreter: Puchberger & Partner Patentanwälte 
Reichsratsstraße 13
1010 Wien
1010 Wien (AT)

   


(54) MÖBELELEMENT UND MÖBELSTÜCK


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelelement umfassend ein Grundgerüst (1) mit vorzugsweise rechteckiger Grundfläche, und wenigstens ein Seitenteil (2), wobei das Grundgerüst (1) Kantenbereiche umfasst, wobei an wenigstens zwei vertikal ausgerichteten benachbarten Kantenbereichen des Grundgerüsts (1) Profilelemente (3) angeordnet sind, und wobei zwei gegenüberliegende Kantenflächen (6) eines Seitenteils (2) in Aufnahmebereiche (4) der Profilelemente (3) eingeführt sind. Die Erfindung betrifft ferner ein Möbelstück mit einem oder mehreren Möbelelementen.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelelement gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs. Die Erfindung betrifft ferner ein Möbelstück, das eines oder mehrere der erfindungsgemäßen Möbelelemente umfasst. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Möbelelement und ein Möbelstück für Küchenmöbel, bevorzugt für Außen- oder Outdoor-Küchen.

[0002] Kochen in Außenbereichen, beispielsweise unter Verwendung von Grillern, Outdoor-Küchen und dergleichen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Der Vorteil von ganzen Outdoor-Küchen gegenüber herkömmlichen Grillern ist, dass nicht nur die Kochstelle selbst, sondern auch andere zum Kochen erforderliche Einrichtungen bereitgestellt werden, wie beispielsweise eine Arbeitsplatte, Kästen zum Verstauen von Kochutensilien oder ein Waschbecken. Dadurch wird der Benutzungskomfort erheblich verbessert und die Einsetzbarkeit von Outdoor-Küchen im Vergleich zu Grillern ist deutlich vielfältiger.

[0003] Im Gegensatz zu herkömmlichen Küchen, die in Innenräumen Verwendung finden, müssen Outdoor-Küchen gewissen Witterungseinflüssen standhalten können. Selbst wenn diese Küchen auf überdachten Bereichen, wie Terrassen oder Balkonen aufgestellt werden, kommt es zur Einwirkung von Nässe, Temperaturunterschieden und anderen Umwelteinflüssen. Daher sind herkömmliche Vollholzplatten, Spanpressplatten oder dergleichen ungeeignet für die Konstruktion von Outdoor-Küchen.

[0004] Werkstoffe, die gegenüber Umwelteinflüssen sehr beständig sind, sind Stein, Steinzeug oder dergleichen. Diese Werkstoffe weisen jedoch eine vergleichsweise hohe Dichte auf, was Gegenständen, die aus ihnen hergestellt sind, ein hohes Gewicht verleiht. Würde ein gesamtes Möbelstück aus Stein oder Steinzeug hergestellt werden, wäre dies nur schwer aufstellbar und transportierbar. Dennoch wäre es wünschenswert, Möbelstücke zu schaffen, die vollständig aus derartigen witterungsfesten Werkstoffen bestehen, um eine Verwendung als Möbelelemente oder Möbelstücke von Outdoor-Küchen zu ermöglichen.

[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung die genannten Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und ein Möbelelement bzw. ein Möbelstück zu schaffen, das trotz Verwendung von Einzelteilen mit hohem Gewicht leicht aufbaubar und dennoch flexibel gestaltbar ist.

[0006] Die Erfindung betrifft somit ein Möbelelement umfassend ein Grundgerüst mit vorzugsweise rechteckiger Grundfläche, und wenigstens ein Seitenteil, wobei das Grundgerüst Kantenbereiche umfasst.

[0007] Die oben genannte Aufgabe der Erfindung wird durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs gelöst.

[0008] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass an wenigstens zwei vertikal ausgerichteten benachbarten Kantenbereichen des Grundgerüsts Profilelemente angeordnet sind, und dass zwei gegenüberliegende Kantenflächen eines Seitenteils in Aufnahmebereiche der Profilelemente eingeführt sind.

[0009] Das Grundgerüst bildet somit die Basiskonstruktion des erfindungsgemäßen Möbelelements und die Seitenteile werden von dieser Basiskonstruktion gehalten und/oder stabilisiert. Zwei benachbarte Profilelemente bzw. deren Aufnahmebereiche können gegebenenfalls einen Haltebereich bilden, in den die Seitenteile einführbar sind.

[0010] Das Grundgerüst spannt bevorzugt ein prismatisches Volumen mit rechteckiger oder quadratischer Grundfläche auf.

[0011] Das Grundgerüst umfasst bevorzugt Standfüße, die bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Möbelelements an einer festen Oberfläche, beispielsweise an einem Boden, oder an einem zusätzlichen Ausgleichselement, wie beispielsweise einem Fundament, angeordnet sein können.

[0012] Relative Begriffe wie "vertikal" oder "horizontal" im Sinne der vorliegenden Erfindung sind in Bezug auf die bestimmungsgemäße Ausrichtung des Möbelelements zu verstehen. "Benachbarte" Profilelemente sind insbesondere jene Profilelemente, die an einer gemeinsamen Außenfläche des Möbelelements liegen.

[0013] Die Seitenteile sind üblicherweise plattenförmig ausgebildet, wobei die Kantenflächen jene Flächen bezeichnen, die die Dicke des Seitenteils als eine Abmessung umfassen. Der Begriff "Seitenteil" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist nicht besonders eingeschränkt. Ein Seitenteil kann an jeder bevorzugt vertikal ausgerichteten Außenfläche des Möbelelements angeordnet sein.

[0014] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion kann zuerst das Grundgerüst die eine gewünschte Position gebracht werden, woraufhin die Seitenteile in die Profile eingeschoben werden. Das Grundgerüst selbst ist bevorzugt eine Metallkonstruktion und weist daher vorzugsweise ein geringes Gewicht auf. Die Seitenteile mit hohem Gewicht können einzeln gehandhabt werden und dadurch kann das Möbelelement beispielsweise durch eine Person allein zusammengebaut werden. Da das Grundgerüst die Grundform vorgibt, ist ein Zusammenbau des Möbelelements auch von Laien ohne technische Vorkenntnisse möglich.

[0015] Gegebenenfalls kann das Seitenteil mit den Profilelementen verbunden, beispielsweise verschraubt, verkeilt oder verklebt sein. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Seitenteil nicht auf der Oberfläche aufliegt, sondern dass ein Belüftungsbereich zwischen der Standfläche und dem Seitenteil gebildet wird.

[0016] Gegebenenfalls umfasst das Grundgerüst zusätzlich ein Haltegerüst mit Tragelementen. Das Haltegerüst dient der Stabilisierung der Position der Profilelemente, während die Tragelemente zum Befestigen von Möbeleinbauten, beispielsweise Schubladen, verwendet werden können.

[0017] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass benachbarte Profilelemente U-Profile mit zueinander weisenden Aufnahmebereichen umfassen. Dadurch können die Seitenteile besonders einfach in die Aufnahmebereiche eingeführt und vom Grundgerüst gehalten werden.

[0018] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass ein Profilelement zwei Aufnahmebereiche aufweist, die einander entgegengesetzt oder im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet sind. Orthogonal angeordnete Aufnahmebereiche können der Bildung von Ecken dienen, während einander entgegengesetzt ausgerichtete Aufnahmebereiche mehrere Seitenteile innerhalb einer Ebene verbinden können.

[0019] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Grundgerüst wenigstens eine im Bereich zwischen zwei Profilelementen und im Wesentlichen orthogonal zu den Profilelementen angeordnete Auflagefläche umfasst. Insbesondere kann zwischen dem Seitenteil und der Auflagefläche ein erster Belüftungsbereich gebildet sein.

[0020] Wird das Möbelelement in einem Möbelstück verwendet, kann die Arbeitsplatte auf der Auflagefläche aufliegen. Die Auflagefläche kann an einem Haltegerüst des Grundgerüsts angeordnet sein, um die statischen Kräfte der aufliegenden Arbeitsplatte abzuleiten.

[0021] Der erste Belüftungsbereich kann einer verbesserten Belüftung des Inneren des Möbelelements oder des Möbelstücks dienen. Beispielsweise kann dies die Betriebssicherheit verbessern, wenn in einer Outdoor-Küche gasbetriebene Kochstellen eingesetzt werden.

[0022] Gegebenenfalls kann die Höhe des ersten Belüftungsbereichs zwischen 0,5 cm und 2 cm, bevorzugt etwa 1 cm, betragen.

[0023] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass an wenigstens einem Profilelement ein Pufferelement angeordnet ist. Insbesondere kann das Pufferelement an jenem Ende des Profilelements angeordnet sein, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Möbelelements im Bereich der Standfläche angeordnet ist. Das Pufferelement kann beispielsweise in das Profilelement eingesteckt werden.

[0024] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Pufferelement ein Elastomergranulat, insbesondere ein Gummigranulat, umfasst.

[0025] Gegebenenfalls kann die Höhe des Pufferelements zwischen 0,5 cm und 2 cm, bevorzugt etwa 1 cm, betragen.

[0026] Gegebenenfalls kann zwischen einer Kantenfläche eines Seitenteils und der Standfläche und/oder den Standfüßen des Möbelelements ein zweiter Belüftungsbereich gebildet sein. Dieser Belüftungsbereich kann die innere Durchlüftung des Möbelelements oder des Möbelstücks weiter verbessern.

[0027] Gegebenenfalls kann die Höhe des zweiten Belüftungsbereichs zwischen 0,5 cm und 2 cm, bevorzugt etwa 1 cm, betragen.

[0028] Besonders bevorzugt ist, wenn ein erster Belüftungsbereich und ein zweiter Belüftungsbereich vorgesehen sind.

[0029] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Möbelelement ein Fundament umfasst, wobei das Fundament eine geneigte Standebene mit einem Neigungswinkel α zwischen 1° und 5° aufweist. Das Fundament dient dem Ausgleich von Neigungen des Bodens, beispielsweise auf Terrassenflächen, die üblicherweise eine Neigung aufweisen. Durch das geneigte Fundament wird ermöglicht, dass sich das Möbelelement in horizontaler Ausrichtung befindet.

[0030] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Seitenteil einen oder mehrere der folgenden Werkstoffe umfasst oder daraus besteht: Naturstein, Kunststein, keramische Werkstoffe. Derartige Werkstoffe weisen eine hohe Dichte auf. Daher ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Konstruktion bei Verwendung dieser Werkstoffe besonders nützlich. Allgemein können die Seitenteile aus allen Materialien bestehen, die für den Einsatz im Außenbereich geeignet sind.

[0031] Die Erfindung betrifft ferner ein Möbelstück umfassend oder bestehend aus einem oder mehreren erfindungsgemäßen Möbelelementen. Das Möbelstück kann somit aus einem oder aus mehreren Modulen gebildet sein.

[0032] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Möbelstück eine Deckplatte umfasst, und dass die Deckplatte auf wenigstens zwei Auflageflächen eines oder mehrerer Möbelelemente aufliegt, wobei die Deckplatte insbesondere die Arbeitsplatte des Möbelstücks bildet.

[0033] Liegt die Deckplatte auf den Auflageflächen auf, wird die statische Belastung, die auf das Grundgerüst wirkt, auf das Grundgerüst übertragen.

[0034] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines exemplarischen Ausführungsbeispiels im Detail erläutert. Dieses Ausführungsbeispiel dient lediglich der Veranschaulichung der Erfindung und soll den durch die Ansprüche definierten Schutzbereich nicht einschränken.

[0035] Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht eines Grundgerüsts;

Fig. 2 eine schematische Ansicht des Grundgerüsts aus Fig. 1 mit zwei Seitenteilen;

Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts aus Fig. 2;

Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht eines weiteren Ausschnitts aus Fig. 2; und

Fig. 5 ein Fundament zur Verwendung in Verbindung mit einem erfindungsgemäßen Möbelelement.



[0036] Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Grundgerüsts 1 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Das Grundgerüst 1 ist zur Verwendung in einem erfindungsgemäßen Möbelelement ausgeführt.

[0037] Das Grundgerüst 1 weist eine im Wesentlichen rechteckige Standfläche auf. Ausgehend von der Standfläche wird vom Grundgerüst 1 ein im Wesentlichen prismatisches Volumen aufgespannt. An den vertikalen Kantenbereichen des Grundgerüsts 1 sind jeweils Profilelemente 3 angeordnet, die U-Profile 5 umfassen. Jeweils zwei benachbarte Profilelemente 3 weisen einander zugewandte Aufnahmebereiche 4 auf, die zur Aufnahme von Seitenteilen 2 ausgebildet sind.

[0038] Neben den Profilelementen 3 umfasst das Grundgerüst 1 ferner ein Haltegerüst 11, das der Stabilisierung der Position der Profilelemente 3 dient. Das Haltegerüst 11 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel zusätzlich Tragelemente 12, die dem Tragen von Einbauten des Möbelelements, wie beispielsweise Schubladen, Kastenelementen oder elektrischen Geräten dienen.

[0039] Jedes Profilelement 3 weist zwei Aufnahmebereiche auf, die entweder einander entgegengesetzt oder im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet sind.

[0040] Vier Standfüße 14 des Haltegerüsts 11 stehen mit dem Boden, auf dem das Grundgerüst 1 platziert ist, in Verbindung. Diese können frei am Boden stehen oder mit einem weiteren Element, beispielsweise dem Fundament 9 aus Fig. 4 verbunden sein.

[0041] Am Haltegerüst 11 ist eine Auflagefläche 7 angeordnet, die für die Auflage einer Arbeitsplatte ausgebildet ist. Die Auflagefläche 7 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Platte gebildet, die sich im Wesentlichen orthogonal in Bezug auf die Profilelemente 3 erstreckt. Die Auflagefläche 7 ist zwischen zwei Profilelementen 3 angeordnet.

[0042] Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht des Grundgerüsts 1 aus Fig. 1 mit zwei Seitenteilen 2. Die Seitenteile 2 sind in dieser Ausführungsform Granitplatten. Diese werden in die Aufnahmebereiche 4 benachbarter Profilelemente eingeführt. Üblicherweise erfolgt das Einführen in der dargestellten Einführrichtung 13. Das Grundgerüst 1 kann somit an der gewünschten Stelle platziert werden, woraufhin das Einführen der Seitenteile 2 erfolgt. Ein Umstellen des Möbelelements ist danach nicht mehr notwendig.

[0043] In Fig. 2 ist ferner erkennbar, dass die Seitenteile 2 Kantenflächen 6 aufweisen, die jeweils die Dicke der Platte als eine Flächendimension aufweisen.

[0044] Die unteren Bereiche der Profilelemente 3, die auf der Standfläche stehen, sind jeweils mit Pufferelementen 8 ausgestattet, die in diesem Ausführungsbeispiel als Elemente aus Gummigranulat ausgeführt und in die Enden der Profilelemente 3 eingeführt sind. Die Pufferelemente 8 verhindern einen direkten Kontakt zwischen dem Boden und den Seitenelementen 2 und verhindern so eine Beschädigung der Kantenflächen 6 der Seitenelemente 2.

[0045] Die Seitenelemente 2 werden durch nicht dargestellte Schrauben in den Aufnahmebereichen 4 der Profilelemente gehalten. Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts aus Fig. 2, in dem ein Profilelement 3 zu sehen ist. Die obere Kantenfläche 6 des vollständig eingeführten Seitenteils 2 schließt bündig mit dem Profilelement 3 ab. Zusätzlich ist die Auflagefläche 7 erkennbar, die am Haltgerüst 11 angeordnet ist. Zwischen der Auflagefläche 7 und der oberen Kantenfläche 6 des entsprechenden Seitenteils 2 ist ein erster Belüftungsbereich 15 mit einer Höhe von etwa 1 cm vorgesehen, um eine innere Belüftung eines Möbelstücks zu ermöglichen, wenn eine Arbeitsplatte aufgelegt wird. Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines weiteren Ausschnitts aus Fig. 2, in dem der untere Abschnitt eines Profilelements 3 dargestellt ist. Es ist erkennbar, dass in das Profilelement 3 ein Pufferelement 8 eingesteckt ist, wodurch ein zweiter Belüftungsbereich 16 zwischen der Standfläche 17 und der unteren Kantenfläche 6 des Seitenteils 2 gebildet wird. Die Höhe des zweiten Belüftungsbereichs 16 ist etwa 1 cm.

[0046] Fig. 5 zeigt ein Fundament 9 zur Verwendung in Verbindung mit einem erfindungsgemäßen Möbelelement. In diesem Fall werden die Standfüße 14 des Grundgerüsts 1 auf der Standebene 10 des Fundaments 9 platziert, um einen Ausgleich eines geneigten Bodens oder einer geneigten Oberfläche zu ermöglichen. Hierzu weist die Standebene 10 einen Neigungswinkel α im Vergleich zur Horizontalen von etwa 2° auf.

[0047] Nicht gezeigt ist ein Möbelstück, das ein oder mehrere Möbelelemente umfasst. Das Möbelstück kann in einer Ausführungsform zusätzlich eine Deckplatte, insbesondere eine Arbeitsplatte umfassen, die auf den Auflageflächen 7 aufliegt. Das Möbelstück kann ferner Lichtelemente, Schubladen, Kastenelemente, elektrische Geräte, einen Spültisch und dergleichen umfassen.

Bezugszeichenliste



[0048] 
1
Grundgerüst
2
Seitenteil
3
Profilelement
4
Aufnahmebereich
5
U-Profil
6
Kantenfläche
7
Auflagefläche
8
Pufferelement
9
Fundament
10
Standebene
11
Haltegerüst
12
Tragelement
13
Einführrichtung
14
Standfuß
15
erster Belüftungsbereich
16
zweiter Belüftungsbereich
17
Standfläche
α
Neigungswinkel



Ansprüche

1. Möbelelement umfassend ein Grundgerüst (1) mit vorzugsweise rechteckiger Grundfläche, und wenigstens ein Seitenteil (2), wobei das Grundgerüst (1) Kantenbereiche umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens zwei vertikal ausgerichteten benachbarten Kantenbereichen des Grundgerüsts (1) Profilelemente (3) angeordnet sind, und dass zwei gegenüberliegende Kantenflächen (6) eines Seitenteils (2) in Aufnahmebereiche (4) der Profilelemente (3) eingeführt sind.
 
2. Möbelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Profilelemente (3) U-Profile (5) mit zueinander weisenden Aufnahmebereichen (4) umfassen.
 
3. Möbelelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Profilelement (3) zwei Aufnahmebereiche (4) aufweist, die einander entgegengesetzt oder im Wesentlichen orthogonal zueinander angeordnet sind.
 
4. Möbelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgerüst (1) wenigstens eine im Bereich zwischen zwei Profilelementen (3) und im Wesentlichen orthogonal zu den Profilelementen (3) angeordnete Auflagefläche (7) umfasst, und dass zwischen dem Seitenteil (2) und der Auflagefläche (7) ein erster Belüftungsbereich (15) gebildet ist.
 
5. Möbelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Profilelement (3) ein Pufferelement (8) angeordnet ist.
 
6. Möbelelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Pufferelement (8) ein Elastomergranulat, insbesondere Gummigranulat, umfasst.
 
7. Möbelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelelement ein Fundament (9) umfasst, wobei das Fundament (9) eine geneigte Standebene (10) mit einem Neigungswinkel α zwischen 1° und 5° aufweist.
 
8. Möbelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenteil (2) einen oder mehrere der folgenden Werkstoffe umfasst oder daraus besteht: Naturstein, Kunststein, keramische Werkstoffe.
 
9. Möbelstück umfassend oder bestehend aus einem oder mehreren Möbelelementen nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
 
10. Möbelstück nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Möbelstück eine Deckplatte umfasst, und dass die Deckplatte auf wenigstens zwei Auflageflächen (7) eines oder mehrerer Möbelelemente aufliegt.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht