[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Kopplung eines Schubkastens an einer
Laufschiene einer Auszugsführung mit einer Befestigungseinrichtung zum Befestigen
der Vorrichtung an dem Schubkasten und an der Schubkastenblende und mit einer Rasteinrichtung
zum rastenden Verbinden der Vorrichtung mit der Laufschiene.
[0002] Aus der
DE 20 2018 105 867 U1 ist eine Vorrichtung zur Kopplung eines Schubkastens an einer Laufschiene einer Auszugsvorrichtung
bekannt, die eine Befestigungseinrichtung zum Befestigen der Vorrichtung an dem Schubkasten
einerseits und eine Rasteinrichtung zum rastenden Verbinden der Vorrichtung an der
Laufschiene andererseits umfasst. Diese Kopplungsvorrichtung hat sich in der Praxis
bewährt. Wünschenswert ist es, die Funktion dieser Kopplungsvorrichtung zu erweitern.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Kopplung eines
Schubkastens an einer Laufschiene einer Auszugsvorrichtung derart weiterzubilden,
dass der Schubkasten relativ zu einem Möbelkorpus ausrichtbar ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenausrichteinrichtung vorgesehen
ist mit einem mit der Laufschiene verbindbaren Koppelelement, das quer zu der Laufschiene
an der Vorrichtung angeordnet ist, und mit einem Betätigungselement zum Bewegen des
Koppelelementes in eine Solllage, in der der Schubkasten bündig zu einer Bezugskante
eines Möbelkorpus' positioniert ist.
[0005] Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass auf einfache Weise eine Seitenausrichtung
des Schubkastens bzw. der Schubkastenblende relativ zu einem Möbelkorpus verwirklicht
wird. Eine Seitenausrichteinrichtung sieht ein Koppelelement vor, dass mit der Laufschiene
verbindbar ist. Da das Koppelelement quer zur Laufschiene bewegbar an der Vorrichtung
gelagert ist, kann es mittels eines Betätigungselementes so weit ein- oder ausgefahren
werden, dass der gewünschte bündige Abschluss zu einer Bezugskante des Möbelkorpus'
gegeben ist.
[0006] Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist das Koppelelement zum einen
ein Greifelement auf, das an einem freien Ende der Laufschiene ansetzbar ist. Zum
anderen weist das Koppelelement einen Längssteg auf, der in einer Führung eines Basisteils
der Vorrichtung verschiebbar gelagert ist. Das Greifelement ist vorzugsweise U-förmig
ausgebildet, so dass es einfach auf das freie Ende der Laufschiene aufsetzbar ist.
Vorzugsweise ist der Schenkelabstand des U-förmigen Greifelementes an die Dicke der
Laufschiene angepasst, so dass das Ende der Laufschiene mit geringem Spiel in dem
Greifelement eingefasst ist. Alternativ kann das Greifelement auch formschlüssig mit
dem Ende der Laufschiene unter Ausschluss eines jeglichen Spiels verbunden sein. Die
Bewegung des Koppelelementes wird somit unmittelbar auf die Relativverschiebung der
Vorrichtung zu der Laufschiene umgesetzt.
[0007] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Betätigungselement als
ein Drehorgan ausgebildet, das über einen exzentrisch angeordneten Drehbolzen verfügt,
der in einem Langloch des Koppelelementes angeordnet ist. Bei Verdrehen des Drehorgans
durchläuft der Drehbolzen eine Kurvenbahn, wobei die Kurvenbahnlänge abhängig ist
von einer Länge des Langlochs. Vorteilhaft kann durch die Länge des Langlochs der
Stellweg des Koppelelementes bzw. des Greifelementes vorgegeben werden.
[0008] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Drehorgan formschlüssig in der Aufnahmebohrung
des Basiselementes drehbar gelagert. Axiale Rastelemente hintergreifen mit ihren Hakenenden
eine Bohrung des Basiselementes. Zusätzlich weist das Drehorgan mehrere nachgiebige
Radialfinger auf, die in entsprechende Rastvertiefungen an der Innenseite der Aufnahmebohrung
eingreifen. Hierdurch ist sichergestellt, dass ein unerwünschtes Verschieben des Koppelelementes
aus der Solllage verhindert wird.
[0009] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht eines Möbelkorpus' mit mehreren Schubkästen, wobei im oberen Bereich
der Schubkasten ohne Frontblende gezeigt ist,
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung einer Einzelheit X in Figur 1,
- Figur 3
- einen Horizontalschnitt durch die dem oberen Schubkasten zugeordnete Vorrichtung gemäß
Figur 1,
- Figur 4
- eine vergrößerte Darstellung einer Einzelheit Y in Figur 3,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung in einer Mittelstellung der Seitenausrichteinrichtung,
- Figur 6
- eine Ansicht der Vorrichtung von unten in der Mittelstellung gemäß Figur 5,
- Figur 7
- einen Horizontalschnitt im Bereich einer Aufnahmeöffnung der Vorrichtung gemäß Figur
6,
- Figur 8
- eine Draufsicht auf die Vorrichtung in einer ausgefahrenen Stellung der Seitenausrichteinrichtung,
- Figur 9
- eine Untenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 8,
- Figur 10
- eine Draufsicht der Vorrichtung in einer eingefahrenen Stellung der Seitenausrichteinrichtung
und
- Figur 11
- eine Untenansicht der Vorrichtung gemäß Figur 10.
[0012] In Figur 1 ist ein Möbelkorpus 1 dargestellt, der drei übereinander angeordnete Schubkästen
2 umfasst. Vorderseitig sind die Schubkästen 2 mit einer Schubkastenblende 3 verbunden,
die bündig zu einer als Bezugskante des Möbelkorpus' 1 dienenden Randkante 4 verlaufen
soll.
[0013] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Auszugsführung 5 vorgesehen, die aus
mehreren längsverschieblich zueinander bewegbaren Schienen besteht. Eine Korpusschiene
6 ist mit dem Möbelkorpus 1 verbunden. Eine Laufschiene 7 ist mit dem Schubkasten
2 verbunden. Eine Mittelschiene 8 ist längsverschieblich mit der Korpusschiene 6 und
der Laufschiene 7 gekoppelt. Zur längsverschieblichen Kopplung der Korpusschiene 6,
der Laufschiene 7 und der Mittelschiene 8 zueinander sind Wälzkörper 9 vorgesehen.
[0014] Die Vorrichtung zur Kopplung des Schubkastens 2 an der Laufschiene 7 umfasst eine
Befestigungseinrichtung 10 zum Befestigen der Vorrichtung an dem Schubkasten 2 und
an der Schubkastenblende 3. Die Befestigungseinrichtung 10 ist in einem steifen Basiselement
11 der Vorrichtung integriert. Die Befestigungseinrichtung 10 umfasst zum einen als
Befestigungsmittel erste Bohrungen 12, so dass das Basiselement beispielsweise durch
Verschraubung an dem Schubkasten 2 fixierbar ist. Zum anderen weist die Befestigungseinrichtung
10 als Befestigungsmittel zweite Bohrungen 13 auf, so dass das Basiselement 11 beispielsweise
durch Verschraubung an der Schubkastenblende 3 fixierbar ist. Achsen der ersten Bohrung
12 und der zweiten Bohrung 13 verlaufen senkrecht zueinander.
[0015] An gegenüberliegenden Endbereichen des Basiselementes 11 ragen zwei Längsstreben
14, 14' ab, die über ein wellenförmiges Verbindungselement 15 miteinander verbunden
sind. An den Längsstreben 14, 14' sind in einem Endbereich derselben jeweils äußere
Rastelemente 16, 16' angeformt, die in entsprechende Öffnungen der Laufschiene 7 eingreifbar
sind. Durch Betätigen des Verbindungselementes 15, insbesondere durch Aufwenden einer
Drucckraft F auf eine Vertiefung 17 des Verbindungselementes 15, kann die Längsstrebe
14, 14' so verschwenkt werden, dass das Rastelement 16, 16' in eine Kopplungsstellung
oder Nichtkopplungsstellung zu der Laufschiene 7 verbringbar ist. Es sei angemerkt,
dass die eine Längsstrebe 14 dafür vorgesehen ist, mit dem Rastelement 16 derselben
in die Bohrung einer linken Laufschiene einzugreifen und die andere Längsstrebe 14'
mit dem Rastelement 16' derselben in die Bohrung der rechten Laufschiene einzugreifen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Basiselement 11 auf der linken Seite des
Schubkastens 2 angeordnet, so dass die Längsstrebe 14 mit der linken Laufschiene 7
gekoppelt ist.
[0016] Die Rastelemente 16, 16' sowie die entsprechenden Bohrungen der Laufschiene 7 bilden
somit eine Rasteinrichtung zum rastenden Verbinden der Vorrichtung mit der Laufschiene
7.
[0017] Ferner umfasst die Vorrichtung eine Seitenausrichteinrichtung 18, die ein mit der
Laufschiene 7 verbindbares Koppelelement 19 und ein Betätigungselement 20 zum Betätigen
des Koppelelementes 19 umfasst. Das Koppelelement 19 ist langgestreckt ausgebildet
und weist einen Längssteg 21 auf, der in einer Führung 22 des Basiselementes 11 längsverschieblich
geführt gelagert ist. Endseitig des Längssteges 21 ist ein Greifelement 23 angeformt,
das mit einem Ende der Laufschiene 7 koppelbar ist. Das Greifelement 23 ist U-förmig
ausgebildet mit zwei Schenkeln 24, 24' zur Ausbildung einer Ausnehmung 25, in die
das Ende der Laufschiene 7 eingreifen kann. Ein lichter Abstand der Schenkel 24, 24'
zueinander bzw. eine Breite b der Ausnehmung 25 ist auf die Dicke der Laufschiene
7 angepasst, so dass das Ende der Laufschiene 7 quasi spielfrei in der Ausnehmung
25 des Greifelementes 23 gelagert ist. Es sei angenommen, dass das Greifelement 23
starr ausgebildet ist. Das Greifelement 23 ragt von einem Endbereich des Basiselements
11 ab.
[0018] Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform kann das Greifelement
23 auch nachgiebig ausgebildet sein, so dass in der Verbindungsstellung die Laufschiene
7 klemmend oder rastend in der Ausnehmung 25 gehalten ist.
[0019] Die Führung 22 ist als eine Führungsnut ausgebildet, die über aufrechte gegenüberliegende
Wände 26 verfügt. Bereichsweise weisen die Wände 26 vorspringende Nasen 27 auf, so
dass der Längssteg 21 quer zu seiner Erstreckung in der Führung 22 gesichert ist.
Ein Herausfallen des Längssteges 21 aus der Führungsnut wird somit verhindert.
[0020] Das Betätigungselement 20 ist als ein Drehorgan ausgebildet, welches einen exzentrisch
zu dem Drehorgan angeordneten Drehbolzen 28 aufweist. Der Drehbolzen 28 ist in einem
Langloch 29 des Längssteges 21 gelagert. Das Langloch 29 ist seitlich an dem Längssteg
21 angeformt. Das Langloch 29 weist zwei Enden 30, 30' auf, deren Verbindungslinie
zueinander senkrecht zu dem Längssteg 21 und parallel zu der Laufschiene 7 verläuft.
Befindet sich der Drehbolzen 28 an dem einen Ende 30 des Langlochs 29, nimmt das Koppelelement
19 eine in Figur 5 und 6 dargestellte Mittelstellung ein. In der Mittelstellung verläuft
eine gedachte Verbindungslinie der Achse des Drehbolzens 28 zu einer Drehachse des
Drehorgans 20 senkrecht zu dem Längssteg 21.
[0021] Wird das Drehorgan 20 mittels eines Griffteils 31, das sich auf einer dem Schubkasten
2 abgewandten Seite der Vorrichtung befindet, in einer ersten Drehrichtung (entgegen
des Uhrzeigersinns) verdreht, wird das Greifelement 23 weiter aus dem Basiselement
11 herausgeschoben, s. Figur 8 und 9. In der maximalen Drehstellung schlägt der Drehbolzen
28 an dem zweiten Ende 30' des Langlochs 29 an.
[0022] Wird das Drehorgan 20 in eine entgegengesetzte Drehrichtung bzw. in eine zweite Drehrichtung
(im Uhrzeigersinn des Griffteils 31) verdreht, wird das Greifelement 23 zum Basiselement
11 hin eingeschoben. Die maximale Drehstellung wird erreicht, wenn der Drehbolzen
28 an das zweite Ende 30' des Langlochs 29 anschlägt.
[0023] In der eingefahrenen Endstellung des Greifelementes 23 schlägt der eine Schenkel
24' des Greifelements 23 an einer Wandung 32 des Basiselementes 11 an. In einer maximalen
Ausgangsstellung des Greifelementes 23 verläuft der eine Schenkel 24 bündig zu einem
Rand 23 des Basiselementes 11. Ein Abstand a zwischen der Wandung 32 und einer gedachten
Verlängerung des Randes 33 des Basiselementes 11 gibt dem maximalen Verschiebeweg
des Koppelelementes 19 bzw. des Greifelements 23 vor.
[0024] Das Drehorgan 20 ist formschlüssig in einer Aufnahmebohrung 34 des Basiselementes
11 drehbar gelagert. Das Drehorgan 20 weist hierzu axial verlaufende Rastelemente
35 auf, die mit ihren Hakenenden 36 die Aufnahmebohrung 34 hintergreifen. Das Drehorgan
20 ist somit axial fixiert und kann ausschließlich verdreht werden. Die Drehachse
des Drehorgans 20 ist identisch zu der Achse der Aufnahmebohrung 34.
[0025] Damit das Drehen des Drehorgans 20 mit einem Widerstand erfolgt, der sicherstellt,
dass das Koppelelement 19 sich nicht selbsttätig aus der gewünschten Solllage verschiebt,
weist das Drehorgan 20 eine Mehrzahl von nachgiebigen Radialfingern 37 auf, die in
entsprechende in Umfangsrichtung an der Innenseite der Aufnahmebohrung 34 verteilt
angeordnete Rastvertiefungen 38 eingreifen.
[0026] Das Drehorgan 20 ist in einem vorgegebenen Drehwinkelbereich verdrehbar, wobei der
Drehwinkelbereich durch den Abstand der Langlochenden 30, 30' zueinander vorgegeben
ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel überstreicht der Drehwinkelbereich einen
spitzen Winkel, beispielsweise 50°.
[0027] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Langloch 29 in einem mittleren Bereich
des Längssteges 21 angeordnet. Die Führungsnut 26 ist an einem Ende offen ausgebildet,
so dass das Greifelement 23 zumindest bereichsweise außerhalb des Basiselementes 11
angeordnet sein kann.
[0028] Die Vorrichtung umfasst eine Höhenverstelleinrichtung 39, die im Bereich der Längsstrebe
14, 14' angeordnet ist. Die Höhenverstelleinrichtung 39 umfasst eine bogenförmig verlaufende
Raste 40 mit einer Verzahnung, die mit einer Ausnehmung 41 der jeweiligen Längsstrebe
14, 14' in Eingriff bringbar ist. Da die Raste 40 zusätzlich eine Schrägfläche aufweist,
kann in Abhängigkeit von der Eingrifflage der Raste 40 an der Längsstrebe 14, 14'
eine vertikale Höhenposition der Vorrichtung zu der Laufschiene 7 eingestellt werden.
[0029] Das Drehorgan 20 und das Kopplungselement 19 sind jeweils einstückig ausgebildet.
Das Basiselement 11 und die Längsstreben 14, 14' sind einstückig miteinander verbunden.
Die Höhenverstelleinrichtung 39 ist über ein Filmscharnier mit der Längsstrebe 14,
14' verbunden.
[0030] Das Basiselement 11, das die Seitenausrichteinrichtung 18 trägt, ist symmetrisch
bezüglich einer vertikalen Mittelebene M
V ausgebildet. Die Achse der Aufnahmebohrung 34 sowie Drehachse des Drehorgans 20 verläuft
in der vertikalen Mittelebene M
V. Die Führung 22 verläuft senkrecht zu der vertikalen Mittelebene M
V. Da das Basiselement 11 in einem der Laufschiene 7 zugewandten Endbereich, im vorliegenden
Ausführungsbeispiel in einem ersten Endbereich, offen ausgebildet ist, kann das gegenüber
dem Längssteg 21 verbreiterte Greifelement 23 teilweise im Bereich des Basiselementes
11 angeordnet sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Greifelement 23 im
Bereich des zweiten Schenkels 24' mit Ausnahme der ausgefahrenen Endstellung in Höhe
des Basiselementes 11 angeordnet, während der erste Schenkel 24 stets außerhalb des
Basiselementes 11 angeordnet ist. Somit ist sichergestellt, dass stets ein Ende der
von der Frontseite her betrachteten linken Laufschiene 7 durch das Greifelement 23
erfasst werden kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auf der linken Seite des
Schubkastens 2 mit demselben montiert.
[0031] Nach einer alternativen Ausführungsform kann das Basiselement 11 - statt wie oben
beschrieben stirnseitig in dem ersten Endbereich - an einem gegenüberliegenden zweiten
Endbereich stirnseitig offen ausgebildet sein, so dass das Koppelelement 19 seitenverkehrt
in der Führung 22 gelagert sein kann, so dass die Vorrichtung auf der rechten Seite
des Schubkastens 2 mit demselben unter Erfassen des Endes der rechts angeordneten
Laufschiene 7 durch das Greifelement 23 verbunden werden kann.
[0032] Alternativ kann das Basiselement 11 auch an beiden Endbereichen stirnseitig offen
ausgebildet sein, so dass die Vorrichtung wahlweise auf der rechten oder linken Seite
des Schubkastens 2 anbringbar ist.
[0033] Vorzugsweise wird die Vorrichtung zuerst mit dem Schubkasten 2 verbunden und dann
mit der Laufschiene 7. Hierbei wird der Schubkasten 2 von vorne auf die ausgefahrene
Laufschiene 7 geschoben und so weit verschoben, bis das Greifelement 23 das Ende der
Laufschiene 7 erfasst einerseits und das Rastelement 16, 16' in die Öffnung der Laufschiene
7 rastend eingreift andererseits.
1. Vorrichtung zur Kopplung eines Schubkastens (2) an einer Laufschiene (7) einer Auszugsführung
(5) mit einer Befestigungseinrichtung (10) zum Befestigen der Vorrichtung an dem Schubkasten
(2) und an der Schubkastenblende (3) und mit einer Rasteinrichtung zum rastenden Verbinden
der Vorrichtung mit der Laufschiene (7), dadurch gekennzeichnet, dass eine Seitenausrichteinrichtung (18) vorgesehen ist mit einem mit der Laufschiene
(7) verbindbaren Koppelelement (19), das quer zu der Laufschiene (7) an der Vorrichtung
angeordnet ist, und mit einem Betätigungselement (20) zum Bewegen des Koppelelementes
(19) in eine Solllage, in der der Schubkasten (2) bündig zu einer Bezugskante eines
Möbelkorpus' (1) positioniert ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Koppelelement (19) einen Längssteg (21) aufweist, der in einer Führung (22) eines
Basiselementes (11) der Vorrichtung längsverschieblich gelagert ist und dass das Koppelelement
(19) ein Greifelement (23) aufweist, das mit einem Ende der Laufschiene (7) verbindbar
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (22) eine Führungsnut umfasst, in der der Längssteg (21) ausschließlich
längsverschiebbar gelagert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (11) mit einer im Wesentlichen in Längsrichtung der Laufschiene
(7) verlaufenden Längsstrebe (14, 14') verbunden ist, die auf einer dem Greifelement
(23) abgewandten Seite die Rasteinrichtung aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (20) ein Griffteil (31) zum manuellen Erfassen des Betätigungselementes
(20) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (20) als ein Drehorgan ausgebildet ist mit einem exzentrisch
angeordneten Drehbolzen (28), der in einem Langloch (29) des Längsstegs (21) gelagert
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Langloch (29) quer zu dem Längssteg (21) erstreckt, so dass in einer Mittelstellung
des Drehorgans (20) der Drehbolzen (28) an einem ersten Ende (30) des Langlochs (29)
angeordnet ist, wobei das Greifelement (23) des Koppelelementes (19) in einer mittleren
Koppellage außerhalb des Basiselementes (11) angeordnet ist, und so dass in einer
Endstellung des Drehorgans (20) der Drehbolzen (28) an einem zweiten Ende (30') des
Langlochs (29) angeordnet ist, wobei das Greifelement (23) des Koppelelementes (19)
in einer endseitigen Koppellage außerhalb des Basiselementes (11) in einer eingefahrenen
oder ausgefahrenen Endstellung angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehorgan (20) formschlüssig in einer Aufnahmebohrung (34) des Basiselementes
(11) drehbar gelagert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehorgan (20) eine Anzahl von axialen widerhakenförmigen Rastelementen (35)
aufweist, die mit ihren Hakenenden (36) die Aufnahmebohrung (34) hintergreifen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehorgan (20) mehrere nachgiebige Radialfinger (37) aufweist, die in Umfangsrichtung
innenseitig der Aufnahmebohrung (34) angeordnete Rastvertiefungen (38) eingreifen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehorgan (20) und das Koppelelement (19) jeweils einstückig ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstrebe (14, 14') nachgiebig und/oder flexibel an dem Basiselement (11) angeformt
ist, wobei die Rasteinrichtung im Bereich eines dem Basiselement (11) abgewandten
Endbereichs der Längsstrebe (14, 14') angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut (22) zumindest an einem Ende offen ausgebildet ist und dass das Langloch
in einem mittleren Bereich des Längsstegs angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstrebe (14, 14') eine Höhenverstelleinrichtung (39) umfasst zur Ausrichtung
des Schubkastens (2) in einer senkrecht zur Längsstrebe (14, 14') und axial zu dem
Drehorgan (20) verlaufenden Höhe.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungseinrichtung (10) an dem Basiselement (11) angeordnet ist, wobei Befestigungsmittel
der Befestigungseinrichtung (10), ein Rastelement (16, 16') der Rasteinrichtung und
die Höhenverstelleinrichtung (39) einstückig miteinander verbunden sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (11) und/oder die Längsstreben 14, 14' und/oder die Seitenausrichteinrichtung
(18) und/oder die Höhenverstelleinrichtung (39) symmetrisch zu einer parallel zu der
Laufschiene (7) verlaufenden vertikalen Mittelebene (MV) ausgebildet ist.