Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgeräts
sowie ein wasserführendes Haushaltsgerät, das zur Durchführung dieses Verfahrens ausgebildet
ist.
[0002] Aus der
DE 10 2016 202 267 A1 ist es bekannt, in einer Geschirrspülmaschine Gegenstände für eine erste Reinigungszeit
zu reinigen. Dann werden Markierungsmittel auf die Gegenstände aufgebracht, die an
Verunreinigungen hängen bleiben und diese detektierbar machen. In einem dritten Schritt
werden die Markierungsmittel mit einer Detektionsvorrichtung erkannt, um zu bestimmen,
welche der Gegenstände bereits ausreichend sauber sind und welche noch weiter zu reinigen
sind. In einem vierten Schritt werden die noch weiter zu reinigenden Gegenstände für
eine weitere zweite Reinigungszeit weiter gereinigt. Des Weiteren besteht die Möglichkeit,
dass die bereits sauberen Gegenstände von der weiteren Reinigung ausgenommen werden.
[0003] Aus der
US 8,281,439 B2 ist es bekannt, dass in einem wasserführenden Haushaltsgerät in Form einer Waschmaschine
gezielt bestimmte Schmutzarten auf Wäsche bekämpft werden können. Dazu kann eine bestimmte
Schmutzart von einer Bedienperson über eine Bedieneinrichtung eingegeben werden. Alternativ
können Schmutzarten auf der Wäsche vorher festgestellt werden, beispielsweise durch
Messungen der Reflektivität oder der Emissivität der zu waschenden Wäsche. Ebenso
können während eines Waschvorgangs bestimmte Schmutzarten auf der Wäsche erkannt werden,
beispielsweise indem bestimmte Proteine im Waschwasser festgestellt werden können.
[0004] Aus der
CN 108 930 128 A ist es bekannt, bei einer Waschmaschine eine Verschmutzung zu überwachen. Dabei können
fluoreszierende Stoffe verwendet werden, um Schmutz zu kennzeichnen. Dies kann dann
erkannt werden und das weitere Verfahren entsprechend ausgestaltet werden.
[0005] Aus der
US 5 272 893 A ist es bekannt, bei einer Waschvorrichtung, in der Enzyme verwendet werden, Wärme
einbringen zu können und diese Enzyme durch mechanisches Drehen einer Trommel zu verteilen.
Offenbart ist dort auch eine Temperaturabhängigkeit der Wirksamkeit von Enzymen bei
der Reinigung, welche bei einer bestimmten Temperatur maximal ist. Eine vorteilhafte
Temperatur kann 48°C bis 66°C betragen. Sie sollte relativ genau gehalten werden.
Aufgabe und Lösung
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eingangs genanntes Verfahren sowie
ein zur Durchführung dieses Verfahrens geeignetes wasserführendes Haushaltsgerät zu
schaffen, mit denen Probleme des Standes der Technik gelöst werden können und es insbesondere
möglich ist, mittels Markerstoffen und Enzymen Schmutz an Gegenständen möglichst gut
zu erkennen und zu entfernen.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
durch ein wasserführendes Haushaltsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 13. Vorteilhafte
sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche
und werden im Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für
das Verfahren oder nur für das wasserführende Haushaltsgerät beschrieben. Sie sollen
jedoch unabhängig davon sowohl für das Verfahren als auch für ein wasserführendes
Haushaltsgerät selbstständig und unabhängig voneinander gelten können. Der Wortlaut
der Ansprüche wird durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0008] Es ist vorgesehen, dass das Haushaltsgerät eine Behandlungskammer und ein Vorratssystem
mit Markerstoffen darin aufweist, vorzugsweise mehrere unterschiedliche Markerstoffe.
Darin sind auch Enzyme enthalten, vorteilhaft mehrere unterschiedliche Enzyme. Des
Weiteren weist das Haushaltsgerät eine Düsenvorrichtung auf, um die Markerstoffe auf
Gegenstände in der Behandlungskammer einzubringen oder aufzusprühen. Dazu ist diese
Düsenvorrichtung mit dem vorgenannten Vorratssystem verbunden. Des Weiteren weist
das Haushaltsgerät Mittel zum Einbringen von Wasser in die Behandlungskammer und eine
Wasserführung dafür auf sowie Heizmittel für das Wasser und eine Pumpe in der Wasserführung.
Diese letztgenannten Funktionseinheiten im Zusammenhang mit Wasser entsprechen üblichen
wasserführenden Haushaltsgeräten wie beispielsweise Waschmaschinen, Waschtrocknern
oder Geschirrspülern. Schließlich weist das Haushaltsgerät Detektionsmittel auf, die
für ein optisches Detektionsverfahren ausgebildet sind, um mit Markerstoffen markierten
bzw. detektierbaren Schmutz zu erkennen bzw. zu detektieren.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden folgende Schritte durchgeführt. Weitere
Schritte können noch davor durchgeführt werden, beispielsweise das Einbringen von
Gegenständen in die Behandlungskammer und möglicherweise eine Vorreinigung. Dies spielt
für die Erfindung aber keine wesentliche Rolle. In einem Schritt a) werden Markerstoffe
auf zu reinigende Gegenstände in der Behandlungskammer aufgebracht. Vorteilhaft kann
dies nur auf einen Teil der Gegenstände in der Behandlungskammer erfolgen und/oder
nur in einem bestimmten Bereich der Behandlungskammer, unabhängig davon, ob dort gezielt
oder bekanntermaßen Gegenstände vorgesehen sind. In einem nachfolgenden Schritt b)
wird mittels eines optischen Detektionsverfahrens detektiert, ob die Markerstoffe
Schmutz auf den zu reinigenden Gegenständen markiert haben. Dazu werden die vorgenannten
Detektionsmittel bestimmungsgemäß benutzt.
[0010] Auf diese Art und Weise kann also Schmutz erkannt werden. Mit unterschiedlichen Markerstoffen
oder unterschiedlichen Kombinationen von Markerstoffen können unter Umständen unterschiedliche
Arten von Schmutz erkannt werden. Markerstoffe können auf Aptameren oder sogenannten
Molecular beacons basieren. Die Modifikation mit fluoreszierenden Substanzen ist dem
Fachmann bekannt.
[0011] In einem nächsten Schritt c) werden in dem Fall, dass Schmutz erkannt worden ist,
die beiden folgenden Schritte E) und S) in variabler Reihenfolge durchgeführt, möglicherweise
auch mehrfach. Dabei werden in einem Schritt E) Enzyme auf Gegenstände oder Bereiche
aufgebracht, auf oder in denen Schmutz mittels der Markerstoffe erkannt worden ist,
und zwar mittels der Mittel zum Einbringen von Wasser in die Behandlungskammer. Die
Enzyme sind dabei zum Entfernen des erkannten Schmutzes ausgebildet. Für verschiedene
erkannte Schmutzarten können möglicherweise verschiedene, speziell angepasste oder
abgestimmte Enzyme verwendet werden, unter Umständen auch gemeinsam. In einem Schritt
S) geht es darum, geeignete lokale Wirkbedingungen für die Wirksamkeit der Enzyme
auf den Schmutz zu schaffen. Diese lokalen Wirkbedingungen gelten hinsichtlich Temperatur
und/oder Feuchtigkeit der Gegenstände, insbesondere wenn dies Wäschestücke in einer
Waschmaschine oder einem Waschtrockner sind.
[0012] Somit kann bei der Erfindung einerseits vorgesehen sein, dass über Markerstoffe in
der Behandlungskammer selbst Schmutz erkannt wird und somit nicht nur allgemein, ob
irgendwo in der Behandlungskammer Schmutz erkannt worden ist, sondern auch wo. Dann
ist eine gezielte Reinigung bzw. gezielte Entfernung dieses Schmutzes besser möglich,
was dann mit den Enzymen erfolgt. Des Weiteren können möglichst gute lokale Wirkbedingungen
für die Wirksamkeit dieser Enzyme geschaffen werden, insbesondere eben durch Beeinflussung
der Temperatur. So können die Enzyme in der Behandlungskammer zum einen möglichst
gut wirken. Zum anderen kann damit in einer Weiterbildung der Erfindung erreicht werden,
dass die Enzyme in einem Vorratsraum dafür, möglicherweise auch in dem vorgenannten
Vorratssystem, optimal gelagert werden, in der Regel mit Raumtemperatur, also geringerer
Temperatur als für ihre optimalen Wirkbedingungen während des Reinigungsverfahrens.
Des Weiteren ist es durch eine gewählte Temperatur möglich, evtl. auch durch Zufuhr
von Wasser, einen Übergang von fest zu flüssig oder umgekehrt einzustellen, um so
die Markerstoffe und/oder die Enzyme besser lagern zu können.
[0013] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung kann eine Analyse von Abwasser
aus der Behandlungskammer vorgenommen werden, um festzustellen, ob überhaupt irgendwo
in der Behandlungskammer noch eine bestimmte Mindestmenge an Schmutz oder überhaupt
Schmutz bzw. Verunreinigungen in dem Abwasser bzw. in der Behandlungskammer vorhanden
sind, um überhaupt den Schritt a) des Aufbringens der Markerstoffe durchzuführen bzw.
damit sich dieses als sinnig darstellt. Vorteilhaft wird dieser Schritt a) mit dem
Aufbringen der Markerstoffe nur dann durchgeführt, wenn eine Mindestmenge an Schmutz
in der Behandlungskammer bzw. im Abwasser festgestellt worden ist. Diese Mindestmenge
kann möglicherweise auch von der jeweiligen Schmutzart abhängig unterschiedlich sein.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Markerstoffe
nur auf bestimmte eingeschränkte Bereiche innerhalb der Behandlungskammer aufgebracht
werden. Somit können sie gezielt aufgebracht werden, wodurch es möglich ist, dass
auch gezielt damit nach Schmutz oder Verunreinigungen geschaut werden kann. Dann kann
nämlich nur in diesen bestimmten Bereichen oder in einem bestimmten Bereich mittels
der vorgenannten Detektionsmittel detektiert werden bzw. geschaut werden, ob dort
Schmutz auf oder an den Gegenständen vorhanden ist. So ist es möglich, dass die Detektionsmittel,
unter Umständen auch eine Düsenvorrichtung für die Markerstoffe, einfacher ausgebildet
sein können. Außerdem kann vor allem ein Verbrauch an Markerstoffen erheblich reduziert
sein. Des Weiteren kann so ein Verbrauch an Markerstoffen reduziert werden auf ein
nötiges Maß.
[0015] In nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass ein optisches
Detektionsverfahren mittels UV-Licht durchgeführt wird. Zusätzlich oder alternativ
kann im vorgenannten Schritt S) UV-Licht verwendet werden, um Enzyme zu aktivieren.
Dies ist grundsätzlich bekannt, wodurch es möglich ist, dass die Enzyme im nicht aktivierten
Zustand besser haltbar sind bzw. besser gelagert werden können. Ein optisches Detektionsverfahren
mittels UV-Licht ist aus der vorgenannten
DE 10 2016 202 267 A1 bekannt.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Enzyme in flüssiger
Lösung auf die zu reinigenden Gegenstände bzw. die Verunreinigungen oder den Schmutz
aufgebracht werden. Hierfür wird vorteilhaft eine Düsenvorrichtung verwendet, insbesondere
eine Düsenvorrichtung, die verstellbar ist. Dazu kann sie insbesondere beliebig im
Raum verstellbar sein oder entlang einer Linie verstellbar sein. Insbesondere kann
ihre Austragrichtung beliebig eingestellt werden. Die vorgenannte Linie kann möglicherweise
parallel zu einer Drehachse einer Trommel in einer Waschmaschine als wasserführendes
Haushaltsgerät verlaufen.
[0017] In anderer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Enzyme gemeinsam
mit weiteren Waschmittelsubstanzen auf die Gegenstände bzw. den Schmutz oder die Verunreinigungen
aufgebracht werden. Dabei sollten diese insgesamt in gemeinsamer flüssiger Form aufgebracht
werden, möglicherweise auch indem sie trocken, beispielsweise pulverförmig, gelagert
werden und dann in einer entsprechenden Flüssigkeit aufgelöst werden zum besseren
Transportieren und Aufbringen.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass bei einer Detektion von
Schmutz auch eine Schmutzart erkannt wird. Abhängig von dieser erkannten Schmutzart
kann ein zum Entfernen dieser erkannten Schmutzart geeignetes Enzym, gegebenenfalls
auch ein weiteres Waschmittel oder Reinigungsmittel, aus einer Menge von mehreren
unterschiedlichen Enzymen bzw. Waschmitteln ausgewählt und für den Schritt E) verwendet
werden. So kann eine möglichst zielgenaue Reinigung erreicht werden, die Schmutz oder
Verunreinigungen möglichst gut entfernt und die gleichzeitig möglichst wenig Waschmittel
dafür benötigt.
[0019] Bei der Erfindung ist vorgesehen, dass durch Einbringen von temperierter bzw. beheizter
Luft und/oder von beheiztem Wasser in die Behandlungskammer lokale Bedingungen darin
geschaffen werden, die geeignet sind für die Wirksamkeit der Enzyme zum Entfernen
des Schmutzes bzw. der Verunreinigungen. Dabei können solche Luft und/oder Wasser
entweder allgemein bzw. großflächig oder auch gezielt auf Bereiche bzw. Gegenstände
aufgebracht werden, in oder auf denen Schmutz detektiert worden ist und/oder in oder
auf die Enzyme aufgebracht worden sind. So kann durch Beheizen und/oder Anfeuchten
erreicht werden, dass die Enzyme möglichst gut wirken können zum Entfernen der Verunreinigungen.
Mit entsprechenden Düsenvorrichtungen für Luft und/oder Wasser ist dies gut möglich.
Es können dieselben wie für die Markerstoffe und/oder Enzyme sein.
[0020] Für ein vorgenanntes Einbringen von beheizter Luft und/oder beheiztem Wasser kann
eine eingangs genannte Pumpe im Haushaltsgerät eine integrierte Heizung aufweisen.
Insbesondere ist diese Heizung an oder in der Pumpenkammer integriert, vorteilhaft
an einer Außenseite der Pumpenkammer um einen Impeller herum. Eine solche Pumpe kann
bevorzugt dazu ausgebildet sein, Luft und/oder Wasser zu fördern, wobei gleichzeitig
mit dem Fördern diese Luft und/oder dieses Wasser gleichzeitig beheizt werden. So
ist ein besonders effizientes Beheizen im Durchfluss möglich. Bekannt ist eine solche
Pumpe beispielsweise aus der
EP 2348944 B1.
[0021] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass nach dem Aufbringen
der Enzyme, was gegebenenfalls gemeinsam mit weiteren Waschmittelsubstanzen oder waschaktiven
Substanzen erfolgen kann, sowie dem Schaffen von geeigneten lokalen Bedingungen für
die Wirksamkeit dieser Enzyme zum Reinigen, die Gegenstände in der Behandlungskammer
bewegt werden. Dies ist vorteilhaft in einer Waschmaschine oder einem Waschtrockner
möglich, insbesondere durch Drehen einer Trommel als Behandlungskammer, wobei die
Gegenstände Wäschestücke in der Trommel sind. Durch dieses Bewegen der Gegenstände
können die Enzyme und die ggf. aufgebrachten weiteren Substanzen zum einen besser
über die Fläche der Gegenstände nahe ihrem Aufbringungsort verteilt werden. Zum anderen
können sie dadurch auch besser in einen Stoff oder in ein Gewebe eindringen, um dort
Schmutz bzw. Verunreinigungen zu beseitigen. Ein solches Bewegen der Gegenstände sollte
nur für eine begrenzte Zeit stattfinden, vorteilhaft für maximal fünf Minuten oder
auch nur maximal eine Minute. Des Weiteren kann ein solches Bewegen relativ geringfügig
erfolgen, beispielsweise durch langsames Drehen mit einer geringen Drehzahl von maximal
120 Umdrehungen pro Minute, besonders vorteilhaft maximal 5 bis 10 Umdrehungen pro
Minute. Dadurch kann erreicht werden, dass die Enzyme und Substanzen nicht zu sehr
verteilt werden, was bewirken könnte, dass sie zu weit von derjenigen Stelle entfernt
werden, auf die sie aufgebracht worden sind. Schließlich ist diese Stelle zuvor auf
vorbeschriebene Art und Weise ermittelt worden, so dass das Aufbringen bereits relativ
gezielt erfolgt ist. Dabei ist es in Weiterbildung der Erfindung sogar möglich, beim
Bewegen der Behandlungskammer mit den Gegenständen darin im Falle einer drehbaren
Trommel diese nicht vollständig rotieren zu lassen, sondern beispielsweise nur teilweise
zu drehen. Dies kann vorteilhaft in Form eines Hin- und Herwiegens erfolgen als eine
oszillierende Wiegebewegung.
[0022] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass nach dem einmaligen
Aufbringen von Enzymen auf Bereiche bzw. Gegenstände in der Behandlungskammer, wobei
in diesen Bereichen Schmutz bzw. Verunreinigungen erkannt worden sind, andere Bereiche
innerhalb der Behandlungskammer oder andere Gegenstände mit den Markerstoffen versehen
werden bzw. die Markerstoffe auf sie aufgebracht werden. Somit kann dort detektiert
werden, ob Schmutz bzw. Verunreinigungen vorhanden sind. Es kann vorgesehen sein,
dass in einer Waschmaschine oder einem Waschtrockner mit drehbarer Trommel als Behandlungskammer
diese Trommel in mindestens einer Richtung gedreht wird, um die darin befindlichen
Gegenstände zu mischen bzw. zu bewegen. So können die von den Markerstoffen erreichbaren
Gegenstände jeweils ausgetauscht werden bzw. es werden möglichst viele Gegenstände
von den Markerstoffen erreicht. Eine solche Drehung einer Trommel kann vorteilhaft
relativ langsam erfolgen, beispielsweise mit 1 bis 10 Umdrehungen pro Minute. Wie
vorbeschrieben kann auch bei diesem Schritt vorgesehen sein, die Trommel nicht vollständig
rotieren zu lassen, sondern oszillierend hin- und herzubewegen bzw. zu schaukeln.
Auch dadurch ist eine gewisse Bewegung der Gegenstände möglich, beispielsweise wenn
die Bewegung jeweils mit einem Drehwinkel von 120° bis 180° erfolgt.
[0023] Bevorzugt wird das Reinigungsverfahren so lange durchgeführt, bis nach mindestens
einmaligem, vorzugsweise mindestens zweimaligem oder dreimaligem, Durchführen des
Detektionsverfahrens mit Aufbringen von Markerstoffen und Detektieren mittels der
optischen Detektionsmittel kein Schmutz bzw. keine Verunreinigungen mehr erkannt worden
sind. Als Obergrenze wird ein fünfmaliges bis zehnmaliges Durchführen angesehen. Dabei
kann das Detektionsverfahren besonders bevorzugt mindestens dreimal durchgeführt werden,
wobei jedes Mal nach einem durchgeführten Detektionsverfahren die Gegenstände neu
durchmischt werden in der Behandlungskammer.
[0024] In einfachen Worten ausgedrückt wird also in der Behandlungskammer mittels der Markerstoffe
und den Detektionsmitteln erkannt, wo Schmutz bzw. Verunreinigungen auf den Gegenständen
sind. Dann werden gezielt auf die jeweiligen Stellen oder Bereiche Enzyme und gegebenenfalls
weitere waschaktive Substanzen aufgebracht. Diese können dann einwirken, gegebenenfalls
unterstützt durch Einstellen einer bestimmten Temperatur und einer bestimmten Feuchtigkeit.
Dabei können die Gegenstände in der Behandlungskammer vorteilhaft bewegt werden. Letztlich
kann noch ein Spülschritt mit Wasser erfolgen, und dann wird der Vorgang wiederholt,
um zu sehen, ob immer noch Schmutz bzw. Verunreinigungen an diesen Stellen bzw. Gegenständen
vorhanden sind.
[0025] Es ist möglich, dass im Schritt S) eine Wirkbedingung aus der folgenden Gruppe beeinflusst
wird: Temperatur, Feuchtigkeit, pH-Wert von Wasser oder sonstigen Flüssigkeiten in
der Behandlungskammer. Damit können die Enzyme und gegebenenfalls auch weitere Substanzen
aktiviert werden bzw. optimal wirken. Die Parameter, bei denen Enzyme bei bestimmten
Schmutzarten optimal wirken, sind dem Fachmann aus der allgemein zugänglichen Literatur
(bspw. ACS Catal. 2018, 8, 11, 10876-10887) bekannt.
[0026] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das Verfahren in einer Waschmaschine oder in einem
Waschtrockner als wasserführendes Haushaltsgerät angewendet wird. Dabei wird Wäsche
bzw. werden Wäschestücke als zu reinigende Gegenstände behandelt. In einer drehbaren
Trommel der Waschmaschine als Behandlungskammer kann die Wäsche auch durchmischt werden,
um die Enzyme und gegebenenfalls Substanzen besser wirken zu lassen und um sozusagen
alle Bereiche offenzulegen, um zu untersuchen, ob sie bereits ausreichend gereinigt
sind oder noch weiter gereinigt werden müssen.
[0027] Ein alternatives wasserführendes Haushaltsgerät ist eine Geschirrspülmaschine. Hier
ist das Bewegen der Gegenstände gegebenenfalls etwas schwieriger, kann aber mit teilbeweglichen
Aufnahmekörben für das Geschirr ermöglicht werden. Der Vorteil einer Anwendung des
Verfahrens in einer Geschirrspülmaschine liegt darin, dass die Gegenstände, nämlich
das Geschirr, üblicherweise starr sind und somit besser und vorherbestimmbar bewegt
werden können.
[0028] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass die Düsenvorrichtung
verstellbar ist hinsichtlich ihrer Düsenrichtung. Eine solche Verstellbarkeit kann
insbesondere im Raum beliebig sein, alternativ entlang einer Linie. Eine solche Linie
sollte parallel zu einer Drehachse einer vorgenannten Trommel verlaufen, um zumindest
in einem unteren, mittleren oder oberen Bereich der Trommel sämtliche Punkte erreichen
zu können. Dabei kann die Düsenvorrichtung eine an sich bewegbare bzw. verstellbare
Düse aufweisen an einem starren Arm odgl.. Alternativ kann eine Düse an einem verstellbaren
und gelenkig bewegbaren Düsenarm angeordnet sein.
[0029] Gemäss der Erfindung werden die vorgenannten Enzyme oder sonstigen waschaktiven Substanzen
mittels einer Düsenvorrichtung aufgebracht. Dies kann dann ggf. eine andere Düsenvorrichtung
als diejenige für die Enzyme sein, um durch eine Trennung deren jeweils optimale Wirksamkeit
zu erhalten. Die beiden Düsenvorrichtungen können aber gegebenenfalls am selben Düsenarm
ausgebildet sein, besonders vorteilhaft auch als Baueinheit. Dies erleichtert Montage
und Betrieb und benötigt in der Regel weniger Platz. Des Weiteren kann die Düsenvorrichtung
der Markerstoffe auch mit den vorgenannten Detektionsmitteln eine Baueinheit bilden.
Dann kann sehr vorteilhaft erreicht werden, dass sie jeweils in die gleiche Richtung
ausgerichtet werden. So können die Enzyme und/oder Markerstoffe und/oder waschaktive
Substanzen gleich in diejenige Richtung bzw. auf denjenigen Bereich ausgebracht werden,
in den die Detektionsmittel, beispielsweise eine Kamera, gerichtet sind und dort Schmutz
bzw. Verunreinigungen erkannt haben.
[0030] Die vorgenannte Pumpe weist bevorzugt eine integrierte Heizung auf. Sie kann dazu
ausgebildet sein, Luft und/oder Wasser zu fördern, vorteilhaft zeitlich hintereinander,
aber ohne Austausch von Komponenten. Eine derartige Pumpe ist beispielsweise bekannt
aus der vorgenannten
EP 2348944 B1.
[0031] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombination bei einer Ausführungsform der Erfindung und
auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränken die
unter diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0032] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte Darstellung einer erfindungsgemäßen Waschmaschine als wasserführendes
Haushaltsgerät,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung mehrerer Behälter mit Markerstoffen, Enzymen und pH-Wert-verändernden
Stoffen,
- Fig. 3
- eine Variante mit einer Integration der drei Behälter aus Fig. 2 in eine übliche Schublade
einer Waschmaschine, in der auch Waschmittel und ähnliche Substanzen eingebracht werden
können,
- Fig. 4
- in einer seitlichen Darstellung eine mögliche vereinfachte Ausgestaltung der Anordnung
von Detektionsmitteln und einer Düsenvorrichtung in eine Trommel der Waschmaschine
hinein,
- Fig. 5
- eine Abwandlung der Darstellung aus Fig. 4 mit anders ausgebildeter Anordnung der
Düsenvorrichtung und der Detektionsmittel und
- Fig. 6
- eine bewegbare Baueinheit mit Kamera und Düsenvorrichtung daran in Vergrößerung.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0033] In der Fig. 1 ist eine Waschmaschine 11 dargestellt mit einem Gehäuse 12. Die Waschmaschine
11 weist eine Trommel 15 mit Wäschestücken W darin auf. An der Innenseite der Trommel
15 sind Mitnehmer 20 auf bekannte Art und Weise angeordnet. Sie dienen dazu, bei Rotieren
der Trommel 15 die Wäschestücke W zu durchmischen.
[0034] Unterhalb der Trommel 15 befindet sich ein Sumpf 22, der in einen Ablauf 23 mündet.
Der Ablauf 23 geht an ein Ventil V1 mit drei Stellungen. In der Geschlossen-Stellung
kann kein Wasser aus dem Sumpf 22 ablaufen. In einer Offen-Stellung nach rechts kann
Wasser mittels einer Pumpe P1 ins Abwasser 33 gepumpt werden und somit aus der Waschmaschine
11 heraus.
[0035] In einer Offen-Stellung nach links schließt sich eine Zuleitung Z an das Ventil V1
an, die zu einer Pumpe P2 führt. Diese Pumpe P2 ist vorteilhaft ausgebildet wie zuvor
mit einer integrierten Heizeinrichtung. Somit kann gefördertes Wasser gleichzeitig
beheizt werden. Darüber hinaus kann sie besonders vorteilhaft noch ausgebildet sein
wie aus der vorgenannten
EP 2348944 B1 bekannt, so dass sie sowohl Wasser aus der Zuleitung Z pumpen kann als auch anderweitig
angesaugte Luft. Sowohl gepumptes Wasser als auch gepumpte bzw. geförderte Luft können
dabei beheizt werden, was vorteilhaft von einer mit der Pumpe P2 verbundenen Steuerung
35 eingestellt werden kann.
[0036] Die Pumpe P2 geht an ein Ventil V2, das als Drei-Wege-Ventil ausgebildet ist. In
einer Offen-Stellung nach links geht eine Zuleitung Z
A zu einer Analyseeinheit A. Diese Analyseeinheit ist vorteilhaft ausgebildet wie beispielsweise
aus der
EP 3 553 220 A1 bekannt. In dieser Analyseeinheit A kann Wasser aus der Trommel 15 und somit aus
dem Waschprozess analysiert werden, beispielsweise ob überhaupt noch Schmutz darin
enthalten ist. Falls kein Schmutz erkannt werden kann, so kann der Waschprozess abgeschlossen
werden. Des Weiteren kann in der Analyseeinheit beispielsweise zusätzlich oder alternativ
ein pH-Wert des Wassers erfasst werden und ggf. nachher durch noch zu beschreibende
Maßnahmen verändert werden. Zur Änderung des pH-Werts können beispielsweise Salze
verwendet werden. Weitere Analysen sind durchaus möglich, brauchen hier aber nicht
alle beschrieben zu werden.
[0037] In der Analyseeinheit A analysiertes Wasser kann über einen Ablauf A
A und die Pumpe P1 ins Abwasser 33 herausgepumpt werden. Alternativ könnte der Ablauf
A
A auch wieder in die Trommel 15 führen.
[0038] In der zweiten Offen-Stellung führt das Ventil V2 über eine Zuleitung Z
B1 zu einem Behälter B1. In diesem Behälter B1 können eingangs genannte Markerstoffe
M enthalten sein, so dass der Behälter B1 das eingangs genannte Vorratssystem bildet.
Vom Behälter B1 führt ein Ablauf A
B1 weg nach unten und nach rechts zur Trommel 15 hin. Dies wird nachfolgend noch näher
erläutert.
[0039] In der dritten Offen-Stellung nach rechts führt das Ventil V2 mittels einer Zuleitung
Z
B2 zu einem Behälter B2. In dem Behälter B2 können beispielsweise vorgenannte Enzyme
E enthalten sein, alternativ auch vorgenannte waschaktive Substanzen. Von dem Behälter
B2 führt ein Ablauf A
B2 ebenfalls nach unten und nach rechts zur Trommel 15.
[0040] Der Ablauf A
B1 und der Ablauf A
B2 sind zusammengeführt und führen nach rechts zu einer Düse D1, die etwas über der
halben der Höhe in die Trommel 15 hineinführt oder zumindest hineinweist, selbst wenn
sie dann nicht unbedingt in die Trommel 15 hineinragt. Die Düse D1 ist dazu ausgebildet,
mittels Wasserdrucks aufgrund der Pumpleistung der Pumpe P2 Wasser versetzt mit Markerstoffen
oder mit Enzymen, also Flüssigkeit, zielgerichtet in die Trommel 15 einzubringen auf
bestimmte Bereiche von Wäschestücken W oder einzelne Wäschestücke W. Dabei kann die
Düse D1 so ausgebildet sein, dass sie in ihrer Richtung verstellbar ist. Dies ist
aus dem Stand der Technik bekannt und kann leicht mittels entsprechender Mechanik
erreicht werden. Als ein Beispiel wird hierzu auf die
DE 10 2019 211 099 A1 verwiesen. Eine weitere Möglichkeit ist aus der vorgenannten
DE 10 2016 202 267 A1 bekannt, auf die ebenfalls explizit verwiesen wird. Es kann möglich sein, dass das
vorbeschriebene Pumpen von Luft mittels der Pumpe P2 auch über die Düse D1 erfolgt.
Vorteilhaft ist hier aber ein anderer Zugang in die Trommel 15 hinein vorgesehen,
der hier der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt ist.
[0041] Zusätzlich oder alternativ zur Düse D1 kann eine weitere Düse D2 vorgesehen sein,
die von oben an die Trommel 15 führt bzw. in die Trommel 15 hineinreicht. Dieser Anbringungsort
weist den Vorteil auf, dass die Düse D2 leicht einen beliebigen Punkt der Oberfläche,
die durch die Wäschestücke W gebildet wird, mit einem Düsenstrahl erreichen kann.
Des Weiteren ist in diesem Ausführungsbeispiel auch oben an der Trommel 15 beispielhaft
eine Kamera K als eingangs genanntes optisches Detektionsmittel angeordnet. Die Kamera
K ist dazu ausgebildet, beispielsweise bei Verwendung von UV-Licht, dieses entweder
großflächig bzw. breit gefächert in die Trommel 15 auf die Wäschestücke W zu strahlen
sichtbar zu machen, ob Schmutz durch Markerstoffe markiert worden ist, um ihn zu erkennen.
Alternativ kann das UV-Licht in einem relativ schmalen Winkel mit einem Kegelwinkel
von 110° einstrahlen. In genau diese Richtung ist auch die Kamera K selbst ausgerichtet,
so dass sie erfassen kann, was in dem mit UV-Licht bestrahlten Bereich zu sehen ist.
[0042] Die Kamera K ist mit der Steuerung 35 verbunden, ebenso die genannte UV-Lichtquelle.
Des Weiteren ist die Steuerung 35 noch mit der Düse D2 verbunden. Nicht dargestellt,
aber natürlich vorhanden, sind Verbindungen der Steuerung 35 an die Ventile V1 bis
V3, die beiden Pumpen P1 und P2 sowie an die Analyseeinheit A und die beiden Behälter
B1 und B2. Ebenso ist ein Antrieb für die Trommel 15 damit verbunden.
[0043] Links oben ist dargestellt, wie vom Frischwasserzulauf 24 ein Zulauf 25 nach unten
abzweigt und über ein drittes Ventil V3 zum Behälter B2 führt. Dies hat den Zweck,
dass in den Behälter B2 mit den Enzymen kaltes Frischwasser eingebracht werden kann.
Gleichzeitig kann über die Pumpe P2 und das Ventil V2 mittels der Zuleitung Z
B2 warmes oder sogar heißes Wasser zugeführt werden. Durch Mischung des kalten Frischwassers
mit dem warmen oder heißen Wasser ist eine exakte Temperatureinstellung für Wasser
und somit auch für die eingemischten Enzyme möglich. Somit kann eine erfindungsgemäße
optimale Wirkbedingung für deren Wirksamkeit auf den Schmutz hinsichtlich der Temperatur
geschaffen werden. In der Trommel 15 mit den Wäschestücken W kann bzw. sollte dann
dieselbe Temperatur herrschen, was leicht möglich ist, wenn nämlich das durch Mischen
entsprechend temperierte Wasser in die Trommel 15 eingebracht wird.
[0044] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des vorbeschriebenen Waschprozesses
werden die Wäschestücke W in die Trommel 15 eingebracht und vorteilhaft können sie
erst einmal befeuchtet werden. Dies kann zur Erkennung von Schmutz helfen, insbesondere
um die Markerstoffe besser wirken zu lassen. Dann werden die Markerstoffe M mittels
der Pumpe P2 und des Ventils V2 aus dem Behälter B1 in zugeführtes Wasser eindosiert
und mittels der Düse D1 und optional D2 gezielt auf einen Teil der Wäschestücke W
aufgebracht. Dabei ruhen diese Wäschestücke W vorteilhaft wie die Trommel 15 auch.
Die Kamera K ist genau auf den Bereich ausgerichtet, auf den die Düsen D1 und optional
D2 ausgerichtet waren und dort die Markerstoffe M aufgebracht haben. Möglicherweise
unter Zuhilfenahme des zuvor genannten UV-Lichts wird dann von der Kamera K erkannt,
ob die Markerstoffe Schmutz oder sonstige Verunreinigungen markiert haben. Wie dieses
Verfahren genau abläuft, kann auch aus der DE 10 2016 202 267 A1 herangezogen werden.
[0045] Wurde kein Schmutz festgestellt, so veranlasst die Steuerung 35 eine Drehung der
Trommel 15 in geringem Umfang, um die Wäschestücke W zu verteilen und somit neue noch
nicht abgesuchte Wäschestücke W an eine Stelle zu bringen, die mittels der Markerstoffe
M von der Kamera K untersucht werden können. Alternativ können die Düsen D1 und/oder
D2 sowie die Kamera H bei entsprechender Ausgestaltung bewegt werden, vorteilhaft
synchron bewegt werden mit Ausrichtung auf denselben neuen Bereich, so dass dann auch
ohne eine Bewegung der Wäschestücke W in der Trommel 15 ein neuer Bereich bzw. neue
Wäschestücke W untersucht werden können. Jedenfalls beginnt nach beiden Möglichkeiten
erneut die Untersuchung, indem zuerst Markerstoffe aufgebracht werden und dann mittels
der Kamera K detektiert wird, ob dadurch Schmutz markiert und somit erkannt worden
ist.
[0046] In dem Fall, dass bei der Untersuchung Schmutz in einem bestimmten Bereich auf Wäschestücken
W festgestellt bzw. erkannt worden ist, werden zuerst wiederum mittels der Pumpe P2
und des Ventils V2 durch Pumpen von Wasser Enzyme E aus dem Behälter B2 mittels der
Düsen D1 und optional D2 auf genau den Bereich aufgebracht, in dem der Schmutz erkannt
worden ist. Dabei werden die Enzyme möglicherweise gleich mit entsprechend temperiertem
Wasser aufgebracht, um eine möglichst hohe Wirksamkeit auf den Schmutz zu haben. Des
Weiteren kann nach dem Aufbringen der Enzyme auf die Wäschestücke W noch einmal warmes
Wasser aufgebracht werden zur besseren Durchweichung und zum besseren Einwirken. Alternativ
kann damit auch eine höhere Feuchtigkeit für eine bessere Wirksamkeit der Enzyme gegen
den Schmutz eingebracht werden. Als weitere Möglichkeit kann, um die Wirksamkeit durch
Temperaturerhöhung zu verbessern, wenn schon genügend Feuchtigkeit vorhanden ist und
die Enzyme nicht noch weiter verwässert oder ausgespült werden sollen, auf vorbeschriebene
Art und Weise warme Luft mittels der Pumpe P2 und der Düsen D1 und/oder D2 auf diese
Bereiche eingebracht bzw. geblasen werden. So werden die Enzyme nicht zu stark verwässert
bzw. vom Schmutz weggespült.
[0047] Diese beiden Schritte des Aufbringens von Enzymen und des Schaffens der geeigneten
lokalen Wirkbedingungen können wiederholt werden, insbesondere wenn zuvor mittels
der Kamera K erkannt worden ist, dass starke Verschmutzungen vorliegen. Gegebenenfalls
können die Enzyme mehrfach aufgebracht werden bzw. wird der Ablauf der beiden Schritte
wie zuvor beschrieben mehrfach wiederholt.
[0048] In einem möglichen weiteren Schritt kann dann erneut ohne Bewegung der Wäschestücke
W in der Trommel 15 mittels der Pumpe P2, des Ventils V2 und der Düsen D1 und/oder
D2 Wasser zum Spülen auf die behandelten Bereiche oder Wäschestücke W aufgebracht
werden, wodurch der Schmutz und auch die Enzyme weggespült werden sollen, um durch
den Sumpf 22 und den Ablauf 23 ins Abwasser 33 abgepumpt zu werden. Dann kann erneut
mithilfe der Markerstoffe entsprechend dem vorgenannten Schritt des Untersuchens untersucht
werden, ob noch Schmutz erkannt werden kann. Kann kein Schmutz erkannt werden, so
werden entweder die Wäschestücke W durch Drehen der Trommel 15 erneut bewegt, um neue
möglicherweise verschmutzte Bereiche zu erkennen. Alternativ kann durch Bewegen der
Düsen D1 und/oder D2 sowie der Kamera K ein anderer Bereich der ruhenden Wäschestücke
W untersucht werden auf vorgenannte Art und Weise.
[0049] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, aus einem weiteren Behälter
Substanzen einzubringen, die eine Wirkbedingung für die Wirksamkeit der Enzyme auf
den Schmutz fördern oder auf alternative Weise gegen den Schmutz wirken. Diese können
mittels der Düsen D1 und/oder D2 ebenfalls gezielt aufgebracht werden, möglicherweise
auch mittels nochmals weitere Düsen oder Mittel zum Einbringen.
[0050] Ebenso ist es möglich, dass übliches oder auch spezielles Waschmittel aus der Schublade
26 zu einem gewählten Zeitpunkt in den Waschvorgang bzw. den Prozess eingebracht wird.
Dies kann beispielsweise in einem Vorwaschgang erfolgen, um zuerst einmal zu versuchen,
leicht entfernbaren Schmutz von den Wäschestücken W zu entfernen. Möglicherweise kann
Waschmittel auch zusätzlich zu den Enzymen eingesetzt werden zur lokalen Reinigung
der Wäschestücke W. Das Waschmittel kann mittels Wasser vom Frischwasserzulauf 24
und der Wassereinleitung 30 großflächig in die Trommel 15 eingebracht werden. Es ist
auch leicht vorstellbar, dass es beispielsweise über ein weiteres Ventil in der Zuleitung
Z zur Pumpe P2 geführt wird, um dann mit Druck durch die Düsen D1 und/oder D2 auf
die Wäschestücke W gezielt aufgebracht zu werden.
[0051] Aus der Fig. 1 ist auch noch zu erkennen, wie über einen Einleitungsabzweig 31 möglicherweise
Frischwasser vom Frischwasserzulauf 24 durch die Schublade 26 hindurch zur Kamera
K geführt sein kann, um diese zu reinigen.
[0052] In der Fig. 2 ist in vereinfachter Vergrößerung dargestellt, wie an der Zuleitung
Z
B drei Behälter B1, B2 und B3 angeordnet sind. Diese hier einzeln dargestellten Behälter
B1 bis B3 können ggf. als eine einzige Kartusche ausgebildet sein, wie gestrichelt
dargestellt ist. So können sie gemeinsam ausgetauscht werden, wie dies von Kartuschen
bei Druckern bekannt ist. Vorteilhaft werden jedoch vereinzelte Behälter verwendet,
da dann ein Austausch nur von tatsächlich leeren und aufgebrauchten Behältern notwendig
ist.
[0053] Im Behälter B1 ganz links sind die vorgenannten Markerstoffe M enthalten. Über einen
hier nicht näher erläuterten Auslass, der von der Steuerung 35 angesteuert werden
kann, gelangen die Markerstoffe M in das Wasser in der Zuleitung Z
B und werden so damit vermischt und können in die Trommel 15 eingebracht werden. In
ähnlicher Form können Enzyme E im Behälter B2 rechts daneben von der Steuerung 35
in die Zuleitung Z
B eindosiert werden. Hier ist wie zuvor erläutert der Zulauf 25 mit Frischwasser vorgesehen.
Er kann entweder direkt in den Behälter B2 führen, wie dargestellt ist, oder vorteilhaft
in die Zuleitung Z
B direkt vor dem Behälter B2. Durch Ansteuern des Ventils V3 im Zulauf 25 mittels der
Steuerung 35 kann zusammen mit dem von der Pumpe P2 aufgeheizten Wasser genau eine
gewünschte Temperatur für eine optimale Wirksamkeit der Enzyme E auf den Schmutz eingestellt
werden. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Enzyme E im Behälter B2 in einer
Form bevorratet sind, dass sie möglichst lange haltbar sind bzw. möglichst lange maximale
Wirksamkeit aufweisen.
[0054] Rechts ist noch ein Behälter B3 mit Substanzen S darin angeordnet auf dieselbe Art
und Weise wie die anderen Behälter. Diese Substanzen S können beispielsweise den pH-Wert
verändern wie vorbeschrieben, also beispielsweise Salze sein.
[0055] Es ist leicht vorstellbar anhand der vorstehenden Beschreibung sowie anhand der Fig.
2, dass noch erheblich mehr Behälter B vorgesehen sein können für unterschiedliche
Markerstoffe M zur Erkennung von unterschiedlichen Schmutzarten und vor allem für
unterschiedliche Enzyme E, um gegen unterschiedliche Schmutzarten möglichst gut wirken
zu können für eine optimale Reinigung der Wäschestücke W. Beispielsweise können drei
bis fünf oder sogar bis zu zehn verschiedene Enzyme E vorgesehen sein. Diese können
entweder gemeinsam verwendet werden, wenn der erkannte Schmutz dies erfordert. Alternativ
können sie nacheinander verwendet werden, wenn beispielsweise durch jeweils unterschiedlich
wirksame Markerstoffe M unterschiedlicher Schmutz erkannt worden ist. Dies ist leicht
vorstellbar für den Fachmann.
[0056] In der Fig. 3 ist eine nochmals weitere Ausgestaltung der Erfindung dargestellt,
bei der in einer Schublade 126 mit Frischwasserzulauf 124 links zwei Unterteilungen
127a und 127b vorgesehen sind. In der Unterteilung 127a kann beispielsweise unterschiedliches
Waschmittel vorgesehen sein, in der Unterteilung 127b ein Weichspüler. Die Wassereinleitung
130 funktioniert mit einem bekannten Überlauf aus den Unterteilungen 127a und 127b
und führt wie die Wassereinleitung 30 der Fig. 1 zur Trommel der Waschmaschine.
[0057] Rechts in der Schublade 126 sind drei Behälter B1, B2 und B3 entsprechend der Fig.
2 vorgesehen. Sie können die gleiche Funktion haben bzw. denselben Inhalt aufweisen.
Bei der Schublade 126 der Fig. 3 ist die Zuleitung Z
B an die Schublade 126 bzw. an deren Behälter B1, B2 und B3 geführt. An der Ableitung
A
B kann dann Wasser von der Pumpe P2 entlanggepumpt werden, in dem der Inhalt eines
dieser Behälter beigemischt ist.
[0058] In der Fig. 4 ist für eine alternative Waschmaschine 211 dargestellt, wie eine Trommel
215 von der Seite gesehen in einer Trommelaufnahme 214 angeordnet ist. Sie ist rechts
an einem Drehlager 217 drehbar gelagert, eine Verbindung zu einem Antriebsmotor ist
hier nicht dargestellt, aber leicht vorstellbar. Ein Zugang zu der Trommel 215 ist
mittels der Tür 216 möglich. Zwischen Trommel 215 und der Tür 216 ist eine umlaufende
Dichtung 218 vereinfacht dargestellt. An der Innenseite der Trommel 215 sind Mitnehmer
220 angeordnet. Unten in der Trommel 215 liegen zu reinigende Wäschestücke W.
[0059] Von oben durch die Dichtung 218 hindurchgeführt ist eine Baueinheit 237, an der eine
Kamera K, nicht dargestellte UV-Leuchtmittel sowie eine Düse D angeordnet sind. Die
Baueinheit 237 ist dabei bewegbar, vorteilhaft in alle Richtungen frei bewegbar zumindest
in einem Bereich, um auf die Wäschestücke W in der Trommel 215 ausgerichtet zu werden.
Angedeutet sind für die Düse D ein sehr stark gebündelter gestrichelt dargestellter
Flüssigkeitsstrahl auf einen Teil der Wäschestücke W. Somit können Markerstoffe M
lokal sehr begrenzt und sehr genau bzw. gezielt auf einen Bereich der Wäschestücke
W aufgebracht werden. Dasselbe gilt für die Enzyme E, beide jeweils in Flüssigkeit.
Ein sehr schmaler Kegel der Kamera K ist auf denselben Bereich ausgerichtet, wie deutlich
zu erkennen ist. Die nicht dargestellte UV-Beleuchtung kann denselben sehr schmalen
Kegel aufweisen, möglicherweise auch einen etwas breiteren. Wichtig ist jedenfalls,
dass die Kamera K und die UV-Leuchtmittel nicht beide einen viel größeren Erfassungsbereich
aufweisen als der Bereich, in dem die Düse D Flüssigkeit aufbringt. Somit ist vorteilhaft
die Kamera K oder eine UV-Beleuchtung ähnlich schmal gebündelt.
[0060] Bei der Darstellung der Fig. 4 ist leicht zu vorstellbar, dass durch Bewegen der
Baueinheit 237 mit Kamera K und Düse D auch andere Bereiche der nach oben weisenden
Oberfläche der Wäschestücke W untersucht werden können und dann auch vorteilhaft durch
Verwendung der Enzyme E gereinigt werden können. Genauso ist leicht vorstellbar, wie
durch Drehen der Trommel 215, beispielsweise mit geringer Drehzahl bzw. Drehgeschwindigkeit
von maximal 10 Umdrehungen pro Minute, die Wäschestücke W durcheinandergemischt werden.
So können neue und noch nicht gereinigte bzw. möglicherweise verschmutzte Wäschestücke
W nach oben gebracht werden, wo Schmutz darauf erkannt und dann gezielt beseitigt
werden kann.
[0061] In der Fig. 5 ist eine weitere Waschmaschine 311 ähnlich derjenigen aus Fig. 4 dargestellt
mit einer Trommelaufnahme 314, einer Trommel 315, einer Tür 316, einer umlaufenden
Dichtung 318 und Mitnehmern 320 in der Trommel 315. Durch das Drehlager 317 hindurch
verläuft hier eine Durchführung 319. In dieser wiederum verläuft abgedichtet ein Tragrohr
338, welches an seinem Ende eine Baueinheit 337 ähnlich derjenigen aus Fig. 4 trägt.
Auch in der Fig. 4 ist ein solches Tragrohr 238 vorgesehen, durch welches Flüssigkeitsleitungen
wie insbesondere der Ablauf A
B zur Düse D hin verlaufen sowie elektrische Leitungen für die Kamera K und die UV-Leuchtmittel.
Ebenfalls nicht dargestellt sind entsprechende Aktoren, um die Baueinheit 337 bewegen
zu können.
[0062] Die Baueinheit 337 weist eine Kamera K und eine Düse D sowie nicht dargestellte UV-Leuchtmittel
auf. In der in Fig. 5 nach ganz rechts bewegten Position ragt die Baueinheit 337 kaum
in die Trommel 315 hinein und stört so den Waschvorgang nur minimal. Gleichzeitig
kann selbst in dieser Position auch ein links entfernt davon liegender Bereich der
Wäschestücke W erreicht bzw. erfasst werden zur Untersuchung sowie zur Reinigung.
[0063] Gestrichelt dargestellt ist eine Position für die Baueinheit 337 am Tragrohr 338,
in der sie weit oder sogar maximal weit nach links bewegt worden ist. Somit kann sie
erkennbar noch besser beliebige Bereiche an der Oberseite der Wäschestücke W erreichen,
um Schmutz optisch detektieren zu können und dann mittels der Enzyme entfernen bzw.
die Wäschestücke W reinigen zu können.
[0064] Der erkennbare Vorteil der Anordnung der Baueinheit 237 in Fig. 4 sehr weit oben
gegenüber derjenigen in Fig. 5 ist, dass auch bei sehr starker Befüllung mit Wäschestücken
W das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann. Allerdings sind die Anordnung
und die Zuführung durch die Dichtung 218 nicht ganz einfach. Darüber hinaus kann bei
extrem voller Beladung der Trommel mit Wäschestücken W das Verfahren nur mit erheblichem
Aufwand durchgeführt werden, da es voraussichtlich sehr vieler Durchläufe bedarf,
um jeweils genügend häufig kleine Bereiche der Wäschestücke W auf Schmutz zu untersuchen
und dann zu reinigen.
[0065] In der Fig. 6 ist die Baueinheit 337 vergrößert dargestellt. Ein Kopf 339 ist an
dem Tragrohr 338 bewegbar angeordnet. Die Bewegtheit kann mit einer Kardan-Aufhängung
oder auf ähnliche Art und Weise so ausgebildet sein, dass der Kopf 339 beliebig verdreht
werden kann, zumindest in Bereichen unterhalb seiner horizontalen Ebene. An dem Kopf
339 sind zwei Düsen D1 und D2 angeordnet sowie eine vorgenannte Kamera K. Die jeweiligen
aus Richtungen bzw. Richtungen sind; ihr dargestellt, verlaufen nahezu parallel und
treffen sich in einer Entfernung von 10 cm bis 50 cm in einem kleinen Bereich oder
sogar an einem Punkt. Dadurch wird erreicht, dass beispielsweise Markerstoffe M durch
die Düse D1, Enzyme durch die Düse D2 auf dieselbe Stelle aufgebracht werden. Diese
Stelle kann mittels der Kamera K überwacht bzw. erfasst werden.
[0066] Direkt an der Kamera K ist eine UV-Lichtquelle U angeordnet. Diese kann ähnlich wie
die Kamera K selbst auf dieselbe Stelle ausgerichtet sein und eine starke Fokussierung
aufweisen. So kann ein von der UV-Lichtquelle U mit UV-Licht beleuchteter Bereich
in etwa so groß sein wie der Erfassungsbereich der Kamera K. Dadurch ist eine exakte
UV-Beleuchtung von mit Markerstoffen M markierten Bereichen auf Wäschestücken W in
genau dem Bereich möglich, auf den die Kamera K ausgerichtet ist.
[0067] Anhand der Fig. 6 ist auch leicht vorstellbar, dass zur konkreten Ausgestaltung der
Kamera K ein Halbleiterchip, beispielsweise als CCD oder als Lab-on-Chip, direkt im
Kopf 339 angeordnet ist, also sehr nahe an einer Kameraoptik. Alternativ kann ein
Lichtleiter vorgesehen sein vom Kopf 339 aus der Trommel 315 heraus, der zu einem
außerhalb und somit geschützt angeordneten vorgenannten Halbleiterchip führt. Der
Halbleiterchip kann auch sehr nahe zu der Steuerung 35, möglicherweise sogar in einer
Baueinheit bzw. in einem Gehäuse mit dieser, angeordnet sein. Ähnliches kann auch
für die UV-Lichtquelle U gelten. Sie kann, beispielsweise realisiert mit einer UV-LED,
entweder direkt im Kopf 339 angeordnet sein, alternativ mittels eines Lichtleiters
aus der Trommel 315 herausgeführt sein. So kann sie ebenfalls außerhalb davon und
geschützt angeordnet sein.
1. Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgeräts (11, 211, 311), wobei
das Haushaltsgerät (11, 211, 311) aufweist:
- eine Behandlungskammer (15, 215, 315),
- ein Vorratssystem (B) mit Markerstoffen (M) und Enzymen (E) darin,
- eine Düsenvorrichtung (D1, D) zum Aufbringen der Markerstoffe (M) und Enzyme (E)
auf Gegenstände (W) in der Behandlungskammer (15, 215, 315), wobei die Düsenvorrichtung
(D1, D) mit dem Vorratssystem (B) verbunden ist,
- Mittel zum Einbringen von Wasser in die Behandlungskammer (15, 215, 315) und eine
Wasserführung (Z) dafür,
- Heizmittel für das Wasser,
- eine Pumpe (P2) in der Wasserführung (Z),
- Detektionsmittel (K) ausgebildet für ein optisches Detektionsverfahren zum Erkennen
von mit den Markerstoffen (M) markiertem Schmutz,
mit den Schritten:
a) Markerstoffe (M) werden mittels der Düsenvorrichtung (D1, D) in die Behandlungskammer
(15, 215, 315) auf zu reinigende Gegenstände (W) in der Behandlungskammer (15, 215,
315) aufgebracht, vorzugsweise nur auf einen Teil der Gegenstände (W) in der Behandlungskammer
(15, 215, 315) bzw. nur in einem bestimmten Bereich der Behandlungskammer (15, 215,
315),
b) mittels eines optischen Detektionsverfahrens wird detektiert, ob die Markerstoffe
(M) Schmutz auf den zu reinigenden Gegenständen (W) markiert haben, wobei der Schmutz
so erkannt wird,
gekennzeichnet durch den Schritt:
c) in dem Fall, dass Schmutz erkannt worden ist, werden die beiden folgenden Schritte
E) und S) in beliebiger Reihenfolge durchgeführt:
E) Aufbringen von Enzymen (E) mittels der Düsenvorrichtung (D1, D) in die Behandlungskammer
(15, 215, 315) auf Gegenstände (W) oder Bereiche, auf denen Schmutz erkannt worden
ist,
S) Schaffen von geeigneten lokalen Wirkbedingungen für die Wirksamkeit der Enzyme
(E) auf den Schmutz hinsichtlich Temperatur und/oder Feuchtigkeit der Gegenstände
(W),
wobei die Enzyme (E) zum Entfernen des erkannten Schmutzes ausgebildet sind,
wobei geeignete lokale Bedingungen für die Wirksamkeit der Enzyme (E) geschaffen werden
durch Einbringen von temperierter bzw. beheizter Luft und/oder Wasser in die Behandlungskammer
(15, 215, 315), wobei Luft und/oder Wasser entweder allgemein bzw. großflächig oder
gezielt auf Bereiche bzw. Gegenstände (W) aufgebracht werden, in denen Schmutz detektiert
worden ist und/oder in die Enzyme (E) aufgebracht worden sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Analyse (A) von Abwasser aus der Behandlungskammer (15, 215, 315), um festzustellen,
ob überhaupt noch eine bestimmte Mindestmenge an Schmutz in dem Abwasser bzw. in der
Behandlungskammer (15, 215, 315) vorhanden ist, um den Schritt a) des Aufbringens
der Markerstoffe (M) durchzuführen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Markerstoffe (M) nur auf bestimmte eingeschränkte Bereiche innerhalb der Behandlungskammer
(15, 215, 315) aufgebracht werden, wobei nur in diesen bestimmten Bereichen mittels
Detektionsmitteln (K) in dem optischen Detektionsverfahren detektiert wird, ob dort
Schmutz auf den Gegenständen (W) vorhanden ist, wobei vorzugsweise eine Düsenrichtung
der Düsenvorrichtung (D) verstellt wird, insbesondere beliebig im Raum verstellt oder
entlang einer Linie verstellt wird, die parallel zu einer Drehachse der Trommel (15,
215, 315) verläuft.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das optische Detektionsverfahren mittels UV-Licht durchgeführt wird und/oder im Schritt
S) UV-Licht verwendet wird als Aktivierung der Enzyme(E).
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Enzyme (E) in flüssiger Lösung aufgebracht werden, und/oder dass die Enzyme (E)
gemeinsam mit weiteren Waschmittelsubstanzen aufgebracht werden, vorzugsweise in gemeinsamer
flüssiger Form.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Detektion von Schmutz auch eine Schmutzart erkannt wird und abhängig davon
ein zum Entfernen dieser erkannten Schmutzart geeignetes Enzym (E) aus einer Menge
von mehreren unterschiedlichen Enzymen (E) ausgewählt und verwendet wird für den Schritt
E).
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für das Einbringen von beheizter Luft und/oder beheiztem Wasser die Pumpe (P2) mit
einer integrierten Heizung versehen ist, wobei vorzugsweise die Pumpe (P2) dazu ausgebildet
ist, Luft und/oder Wasser zu fördern und auch dabei gleichzeitig zu beheizen.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufbringen der Enzyme (E), gegebenenfalls gemeinsam mit weiteren Waschmittelsubstanzen,
und dem Schaffen von geeigneten lokalen Bedingungen für die Wirksamkeit der Enzyme
(E) die Gegenstände (W) in der Behandlungskammer (15, 215, 315) bewegt werden, vorzugsweise
durch Drehen einer drehbaren Trommel (15, 215, 315) als Behandlungskammer mit den
Gegenständen (W) darin, insbesondere für eine Zeit von maximal 5 Minuten, vorzugsweise
mit geringer Drehzahl von maximal 120 Umdrehungen pro Minute.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem einmaligen Aufbringen von Enzymen (E) auf Bereiche bzw. Gegenstände (W),
in denen Schmutz erkannt worden ist, andere Bereiche innerhalb der Behandlungskammer
(15, 215, 315) oder andere Gegenstände (W) mit den Markerstoffen (M) versehen werden
und detektiert wird, ob dort Schmutz vorhanden ist, vorzugsweise in einer Waschmaschine
(11, 211, 311) durch Drehen der Trommel (15, 215, 315) in mindestens eine Richtung
und durch Mischen von darin befindlichen Gegenständen (W), um die von den Markerstoffen
(M) erreichbaren Gegenstände (W) auszutauschen, wobei insbesondere die Trommel (15,
215, 315) langsam gedreht wird mit 1 bis 10 Umdrehungen pro Minute.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsverfahren so lange durchgeführt wird, bis nach mindestens einmaligem,
vorzugsweise mindestens dreimaligem, Durchführen des Detektionsverfahrens mit Aufbringen
von Markerstoffen (M) und Detektieren mittels der optischen Detektionsmittel (K) kein
Schmutz mehr erkannt worden ist, wobei vorzugsweise mindestens dreimal das Detektionsverfahren
durchgeführt wird und dabei jedes Mal nach einem durchgeführten Detektionsverfahren
die Gegenstände (W) neu durchmischt werden in der Behandlungskammer (15, 215, 315).
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt S) zusätzlich auf eine Wirkbedingung aus der folgenden Gruppe gerichtet
ist: Ozon-Einbringung oder pH-Wert von Wasser in der Behandlungskammer (15, 215, 315).
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anwendung des Verfahrens in einer Waschmaschine (11, 211, 311) als wasserführendes
Haushaltsgerät zum Waschen von Wäsche (W) als zu reinigende Gegenstände eine Drehzahl
der Trommel (15, 215, 315) als Behandlungskammer zum Vorbereiten der Wäschestücke
(W) oder zum Durchmischen der Wäschestücke (W) zwischen 50 und 400 Umdrehungen pro
Minute liegt, insbesondere zwischen 60 und 100 Umdrehungen pro Minute.
13. Wasserführendes Haushaltsgerät (11, 211, 311), das zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist, wobei das wasserführende
Haushaltsgerät (11, 211, 311) aufweist:
- eine Behandlungskammer (15, 215, 315),
- Mittel zum Einbringen von Wasser in die Behandlungskammer (15, 215, 315) und eine
Wasserführung (Z) dafür,
- Heizmittel für das Wasser,
- eine Pumpe (P2) in der Wasserführung (Z),
- Detektionsmittel (K) für das optische Detektionsverfahren,
- eine Düsenvorrichtung (D1, D) samt einem Vorratssystem (B) zum Einbringen von Markerstoffen
(M) und Enzymen (E) auf Gegenstände in der Behandlungskammer (15, 215, 315).
14. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsmittel (K) für das optische Detektionsverfahren UV-Lichtquellen (U)
aufweisen, wobei insbesondere die Detektionsmittel in einer Baueinheit mit einer Kamera
(K) als optische Detektionsmittel ausgebildet sind.
15. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 13 oder 14, wobei die Düsenvorrichtung
(D) für die Markerstoffe (M) zusammen mit den Detektionsmitteln (K) nach Anspruch
14 und/oder zusammen mit der Düsenvorrichtung (D) für die Enzyme (E) als Baueinheit
ausgebildet ist, insbesondere noch zusammen mit einer UV-Lichtquelle (U) und einer
Kamera (K) nach Anspruch 14.
1. Method for operating a water-conducting domestic appliance (11, 211, 311), wherein
the domestic appliance (11, 211, 311) comprises:
- a treatment chamber (15, 215, 315),
- a supply system (B) containing marker substances (M) and enzymes (E),
- a nozzle device (D) for applying the marker substances (M) to objects (W) in the
treatment chamber (15, 215, 315), the nozzle device (D) being connected to the supply
system (B),
- means (D1) for introducing water into the treatment chamber (15, 215, 315) and a
water supply (Z) therefor,
- heating means for the water,
- a pump (P2) in the water supply (Z),
- detection means (K) designed for an optical detection method for detecting dirt
marked with the marker substances (M),
with the steps:
a) marker substances (M) are applied to objects (W) to be cleaned in the treatment
chamber (15, 215, 315) by means of the means (D1) for introducing water into the treatment
chamber (15, 215, 315), preferably only on some of the objects (W) in the treatment
chamber (15, 215, 315) or only in a specific area of the treatment chamber (15, 215,
315),
b) an optical detection method is used to detect whether the marker substances (M)
have marked dirt on the objects (W) to be cleaned, whereby the dirt is detected in
such a way,
characterised by the step:
c) if dirt has been detected, the following two steps E) and S) are carried out in
an arbitrary order:
E) applying enzymes (E) by means of the means (D1) for introducing water into the
treatment chamber (15, 215, 315) to objects (W) or areas on which dirt has been detected,
S) creating suitable local conditions for the enzymes (E) to be effective on the dirt
in terms of temperature and/or humidity of the objects (W),
wherein the enzymes (E) are designed to remove the detected dirt,
wherein suitable local conditions for the effectiveness of the enzymes (E) are created
by introducing tempered or heated air and/or water into the treatment chamber (15,
215, 315), wherein air and/or water are applied either generally or over a large area
or specifically to areas or objects (W) in which dirt has been detected and/or into
which the enzymes (E) have been applied.
2. Method according to claim 1, characterised by an analysis (A) of waste water from the treatment chamber (15, 215, 315) to determine
whether a certain minimum amount of dirt is still present in the waste water or in
the treatment chamber (15, 215, 315) in order to carry out step a) of applying the
marker substances (M).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the marker substances (M) are only applied to certain limited areas within the treatment
chamber (15, 215, 315), wherein only in these certain areas is it detected by means
of detection means (K) in the optical detection method whether dirt is present on
the objects (W), wherein preferably a nozzle direction of the nozzle device (D) is
adjusted, in particular adjusted arbitrarily in space or adjusted along a line which
runs parallel to an axis of rotation of the drum (15, 215, 315).
4. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the optical detection method is carried out using UV light and/or UV light is used
in step S) to activate the enzymes (E).
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the enzymes (E) are applied in liquid solution, preferably by means of a nozzle device
(D), and/or that the enzymes (E) are applied together with other detergent substances,
preferably in a common liquid form.
6. Method according to one of the preceding claims, characterised in that, when dirt is detected, a type of dirt is also identified and, depending on this,
an enzyme (E) suitable for removing this identified type of dirt is selected from
a quantity of several different enzymes (E) and used for step E).
7. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the pump (P2) is provided with an integrated heater for introducing heated air and/or
heated water, the pump (P2) preferably being designed to convey air and/or water and
also to heat them at the same time.
8. Method according to one of the preceding claims, characterised in that, after the enzymes (E) have been applied, optionally together with further detergent
substances, and suitable local conditions for the effectiveness of the enzymes (E)
have been created, the objects (W) are moved in the treatment chamber (15, 215, 315),
preferably by rotating a rotatable drum (15, 215, 315) as a treatment chamber with
the objects (W) therein, in particular for a maximum time of 5 minutes, preferably
at a low speed of maximum 120 revolutions per minute.
9. Method according to one of the preceding claims, characterised in that, after the enzymes (E) have been applied once to areas or objects (W) in which dirt
has been detected, other areas within the treatment chamber (15, 215, 315) or other
objects (W) are provided with the marker substances (M) and it is detected whether
dirt is present there, preferably in a washing machine (11, 211, 311) by rotating
the drum (15, 215, 315) in at least one direction and by mixing the objects (W) located
therein in order to exchange the objects (W) that can be reached by the marker substances
(M), wherein, in particular, the drum (15, 215, 315) is rotated slowly at 1 to 10
revolutions per minute.
10. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the cleaning method is carried out until, after at least one, preferably at least
three, carrying out the detection process with the application of marker substances
(M) and detection by means of the optical detection means (K), no more dirt has been
detected, wherein the detection process is preferably carried out at least three times
and each time after a detection process has been carried out, the objects (W) are
remixed in the treatment chamber (15, 215, 315).
11. Method according to one of the preceding claims, characterised in that step S) is additionally directed towards an active condition from the following group:
introduction of ozone or pH value of water in the treatment chamber (15, 215, 315).
12. Method according to one of the preceding claims, characterised in that that when the method is used in a washing machine (11, 211, 311) as a water-conducting
domestic appliance for washing laundry (W) as items to be cleaned, the speed of the
drum (15, 215, 315) as a treatment chamber for preparing the laundry items (W) or
for mixing the laundry items (W) is between 5 0 and 400 revolutions per minute, in
particular between 60 and 100 revolutions per minute.
13. Water-conducting domestic appliance (11, 211, 311) designed to carry out the method
according to one of the preceding claims, wherein the water-conducting domestic appliance
(11, 211, 311) comprises:
- a treatment chamber (15, 215, 315),
- means (D1) for introducing water, enzymes (E) and marker substances (M) into the
treatment chamber (15, 215, 315) and a water supply (Z) therefor,
- heating means for the water,
- a pump (P2) in the water supply (Z),
- detection means (K) for the optical detection method,
characterised by a nozzle device (D) including a supply system (B) for introducing marker substances
(M) onto objects in the treatment chamber (15, 215, 315).
14. Water-conducting domestic appliance according to claim 13, characterised in that the detection means (K) for the optical detection method have UV light sources (U),
wherein in particular the detection means are designed in a structural unit with a
camera (K) as optical detection means.
15. Water-conducting domestic appliance according to claim 13 or 14, characterised by a nozzle device (D) for applying the enzymes (E) in liquid solution and/or by a nozzle
device (D) for applying the marker substances (M), wherein the nozzle device (D) for
the marker substances (M) is designed together with the detection means (K) according
to claim 14 and/or together with the nozzle device (D) for the enzymes (E) as a structural
unit, in particular together with a UV light source (U) and a camera (K) according
to claim 14.
1. Procédé pour faire fonctionner un appareil électroménager à circulation d'eau (11,
211, 311), l'appareil électroménager (11, 211, 311) comprenant :
- une chambre de traitement (15, 215, 315),
- un système de stockage (B) contenant des substances marqueurs (M) et des enzymes
(E),
- un dispositif à buses (D) pour appliquer les substances marqueurs (M) sur des objets
(W) dans la chambre de traitement (15, 215, 315), le dispositif à buses (D) étant
relié au système de stockage (B),
- des moyens (D1) pour introduire de l'eau dans la chambre de traitement (15, 215,
315) et une conduite d'eau (Z) à cet effet,
- des moyens de chauffage pour l'eau,
- une pompe (P2) dans la conduite d'eau (Z),
- des moyens de détection (K) conçus pour un procédé de détection optique afin de
reconnaître les salissures marquées avec les substances marqueurs (M),
avec les étapes suivantes :
a) des substances marqueurs (M) sont appliquées au moyen des moyens (D1) destinés
à introduire de l'eau dans la chambre de traitement (15, 215, 315) sur des objets
(W) à nettoyer dans la chambre de traitement (15, 215, 315), de préférence uniquement
sur une partie des objets (W) dans la chambre de traitement (15, 215, 315) ou uniquement
dans une zone déterminée de la chambre de traitement (15, 215, 315),
b) un procédé de détection optique détecte si les substances marqueurs (M) ont marqué
la saleté sur les objets (W) à nettoyer, la saleté étant détectée de telle sorte que
caractérisé par l'étape :
c) dans le cas où de la saleté a été détectée, les deux étapes E) et S) suivantes
sont effectuées dans un ordre quelconque :
E) application d'enzymes (E) au moyen des moyens (D1) destinés à introduire de l'eau
dans la chambre de traitement (15, 215, 315) sur les objets (W) ou les zones sur lesquels
des salissures ont été détectées,
S) création de conditions locales appropriées pour l'efficacité des enzymes (E) sur
la saleté en termes de température et/ou d'humidité des objets (W),
les enzymes (E) étant conçues pour éliminer la saleté détectée,
les conditions locales appropriées pour l'efficacité des enzymes (E) étant créées
par l'introduction d'air tempéré ou chauffé et/ou d'eau dans la chambre de traitement
(15, 215, 315), l'air et/ou l'eau étant appliqués soit de manière générale ou sur
une grande surface, soit de manière ciblée sur des zones ou objets (W) dans lesquels
des salissures ont été détectées et/ou dans lesquels les enzymes (E) ont été appliquées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par une analyse (A) des eaux usées provenant de la chambre de traitement (15, 215, 315)
afin de déterminer s'il reste encore une quantité minimale déterminée de salissures
dans les eaux usées ou dans la chambre de traitement (15, 215, 315) afin de réaliser
l'étape a) consistant à appliquer les substances marqueurs (M).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les substances marqueurs (M) ne sont appliquées que sur certaines zones limitées
à l'intérieur de la chambre de traitement (15, 215, 315), la détection de la présence
de salissures sur les objets (W) n'étant effectuée que dans ces zones déterminées
à l'aide de moyens de détection (K) dans le procédé de détection optique, une direction
des buses du dispositif à buses (D) étant de préférence modifiée, en particulier de
manière aléatoire dans l'espace ou le long d'une ligne parallèle à un axe de rotation
du tambour (15, 215, 315).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le procédé de détection optique est réalisé au moyen d'une lumière UV et/ou en ce que, à l'étape S), une lumière UV est utilisée pour activer les enzymes (E).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les enzymes (E) sont appliquées sous forme de solution liquide, de préférence au
moyen d'un dispositif à buses (D), et/ou en ce que les enzymes (E) sont appliquées conjointement avec d'autres substances détergentes,
de préférence sous forme liquide commune.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors de la détection de salissures, un type de salissure est également identifié
et, en fonction de cela, une enzyme (E) appropriée pour éliminer ce type de salissure
identifié est sélectionnée parmi une quantité de plusieurs enzymes différentes (E)
et utilisée pour l'étape E).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour l'introduction d'air chauffé et/ou d'eau chauffée, la pompe (P2) est équipée
d'un chauffage intégré, la pompe (P2) étant de préférence conçue pour refouler l'air
et/ou l'eau et les chauffer simultanément.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après l'application des enzymes (E), le cas échéant conjointement avec d'autres substances
détergentes, et la création de conditions locales appropriées pour l'efficacité des
enzymes (E), les objets (W) sont déplacés dans la chambre de traitement (15, 215,
315), de préférence par rotation d'un tambour rotatif (15, 215, 315) servant de chambre
de traitement avec les objets (W) à l'intérieur, en particulier pendant une durée
maximale de 5 minutes, de préférence à une vitesse de rotation faible, inférieure
à 120 tours par minute.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'après l'application unique d'enzymes (E) sur des zones ou des objets (W) dans lesquels
des salissures ont été détectées, d'autres zones à l'intérieur de la chambre de traitement
(15, 215, 315) ou d'autres objets (W) sont pourvus des substances marqueurs (M) et
il est détecté présence de salissures à cet endroit, de préférence dans une machine
à laver (11, 211, 311) en faisant tourner le tambour (15, 215, 315) dans au moins
une direction et en mélangeant les objets (W) qui s'y trouvent afin d'échanger les
objets (W) accessibles aux substances marqueurs (M), le tambour (15, 215, 315) étant
notamment tourné lentement à une vitesse comprise entre 1 et 10 tours par minute.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le procédé de nettoyage est effectué jusqu'à ce qu'après au moins une fois, de préférence
au moins trois fois, après au moins une, de préférence au moins trois, exécutions
du procédé de détection avec application de substances marqueurs (M) et détection
au moyen des moyens de détection optiques (K), aucune saleté n'est détectée, le procédé
de détection étant de préférence exécuté au moins trois fois et les objets (W) étant
à chaque fois mélangés à nouveau dans la chambre de traitement (15, 215, 315) après
un procédé de détection exécuté.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'étape S) vise en outre une condition d'action parmi le groupe suivant : introduction
d'ozone ou valeur du pH de l'eau dans la chambre de traitement (15, 215, 315).
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que lorsque le procédé est utilisé dans une machine à laver (11, 211, 311) en tant qu'appareil
électroménager à circulation d'eau pour laver du linge (W), la vitesse de rotation
du tambour (15, 215, 315) en tant que chambre de traitement pour préparer les pièces
de linge (W) ou pour mélanger les pièces de linge (W) est comprise entre 5 0 et 400
tours par minute, en particulier entre 60 et 100 tours par minute.
13. Appareil électroménager à circulation d'eau (11, 211, 311) conçu pour mettre en œuvre
le procédé selon l'une des revendications précédentes, l'appareil électroménager à
circulation d'eau (11, 211, 311) comprenant :
- une chambre de traitement (15, 215, 315),
- des moyens (D1) pour introduire de l'eau, des enzymes (E) et des substances marqueurs
(M) dans la chambre de traitement (15, 215, 315) et une conduite d'eau (Z) à cet effet,
- des moyens de chauffage pour l'eau,
- une pompe (P2) dans la conduite d'eau (Z),
- des moyens de détection (K) pour le procédé de détection optique,
caractérisé par un dispositif à buses (D) comprenant un système de stockage (B) pour introduire des
substances marqueurs (M) sur des objets dans la chambre de traitement (15, 215, 315).
14. Appareil électroménager à circulation d'eau selon la revendication 13, caractérisé en ce que les moyens de détection (K) pour le procédé de détection optique comportent des sources
de lumière UV (U), les moyens de détection étant notamment réalisés dans une unité
de construction avec une caméra (K) comme moyens de détection optique.
15. Appareil électroménager contenant de l'eau selon la revendication 13 ou 14, caractérisé par un dispositif à buses (D) pour appliquer les enzymes (E) en solution liquide et/ou
par un dispositif à buses (D) pour appliquer les substances marqueurs (M), le dispositif
à buses (D) pour les substances marqueurs (M) étant réalisé sous forme d'unité structurelle
avec les moyens de détection (K) selon la revendication 14 et/ou avec le dispositif
à buses (D) pour les enzymes (E), en particulier encore avec une source de lumière
UV (U) et une caméra (K) selon la revendication 14.