[0001] Die Erfindung betrifft eine Überdachung mit zumindest zwei seitlichen Trägern, an
denen mehrere Lamellen jeweils um eine Drehachse verschwenkbar gelagert sind, wobei
die Drehachsen der Lamellen von einem Träger zum anderen Träger verlaufen und jeweils
eine von einer ersten Seite und einer gegenüberliegenden zweiten Seite begrenzte Längserstreckung
aufweisen, wobei die Lamellen von einer Schließstellung, in der die Lamellen eine
geschlossene Dachfläche bilden, in eine insbesondere beliebige Öffnungsstellung verschwenkbar
sind, wobei die Lamellen mittels zumindest einer Kopplungsstange kinematisch miteinander
gekoppelt sind.
[0002] Aus der
DE 10 2010 049 157 A1 ist ein Lamellendach bekannt, bei dem ein Kippmomentkompensationsmittel mit den Lamellen
mechanisch gekoppelt ist, um einem ungewollten Überdrehen der Lamellen in der Öffnungsstellung
der Lamellen entgegen zu wirken.
[0003] Aus der
DE 10 2019 001 620 A1 ist ein Lamellendach bekannt, bei dem Ausgleichsfedern angeordnet sind, um das durch
das Gewicht der Lamellen verursachte Drehmoment um ihre Scharnierachse bei solchen
Lamellen, deren Scharnierachse sich entlang eines Längsrandes der Lamellen befindet,
teilweise auszugleichen. Hierdurch soll das Verdrehen in die Öffnungsstellung erleichtert
werden.
[0004] Aus der
US 2 453 921 A ist ein weiteres Lamellendach bekannt, bei dem eine Zugfeder offenbart wird.
[0005] Nachteilig bei bekannten Überdachungen ist es, dass sich die Lamellen bei abgeschaltetem
Motor in der Schließstellung etwas aus der Schließstellung heraus bewegen können und
hierdurch ein Klappern der Lamellen auftreten kann sowie eine Undichtigkeit der Dachfläche
entstehen kann.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile von bekannten Überdachungen zu überwinden
und eine Überdachung derart weiterzubilden, dass ein ungewolltes Spiel und damit verbundenes
Klappern der Lamellen in der Schließstellung der Lamellen verhindert wird und die
Dachfläche in der Schließstellung der Lamellen zuverlässig abdichtet.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Überdachung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Besonders vorteilhaft bei der Überdachung mit zumindest zwei seitlichen Trägern,
an denen mehrere Lamellen jeweils um eine Drehachse verschwenkbar gelagert sind, wobei
die Drehachsen der Lamellen von einem Träger zum anderen Träger verlaufen und jeweils
eine von einer ersten Seite und einer gegenüberliegenden zweiten Seite begrenzte Längserstreckung
aufweisen, wobei die Lamellen von einer Schließstellung, in der die Lamellen eine
geschlossene Dachfläche bilden, in eine insbesondere beliebige Öffnungsstellung verschwenkbar
sind, wobei die Lamellen mittels zumindest einer Kopplungsstange kinematisch miteinander
gekoppelt sind, ist es, dass zumindest eine Druckfeder derart zwischen einem Träger
und der Kopplungsstange und/oder zumindest einer Lamelle angeordnet ist, dass ein
festes Ende der Druckfeder an dem Träger angreift, während ein freies Ende der Druckfeder
an der Kopplungsstange und/oder an der Lamelle angreift und stets eine Druckkraft
in Schließrichtung der Lamellen auf die Kopplungsstange und/oder die Lamelle ausübt.
[0009] Dabei ist die Druckfeder derart angeordnet, sodass auch in der geschlossenen Position
der Lamellen eine Druckkraft in Schließrichtung der Lamellen auf die Kopplungsstange
ausgeübt wird. Hierdurch wird ein ungewolltes Spiel und damit verbundenes Klappern
der Lamellen in der Schließstellung der Lamellen verhindert und die Dachfläche wird
in der Schließstellung der Lamellen zuverlässig regendicht abgedichtet.
[0010] Dabei kann die Druckfeder unmittelbar oder mittelbar an der Kopplungsstange und/oder
unmittelbar oder mittelbar an zumindest einer Lamelle angreifen und eine Druckkraft
in Schließrichtung der Lamellen auf die Kopplungsstange und/oder die Lamelle ausüben.
Die Kopplungsstange dient dabei dem kinematisch gekoppelten insbesondere synchronen
Verschwenken der Lamellen.
[0011] Durch die kinematische Kopplung der Lamellen über die Kopplungsstange, die beispielsweise
als Vierkant aus Flachmaterial gebildet sein kann, wird die Druckkraft in Schließrichtung
der Lamellen stets auf alle Lamellen gleichzeitig übertragen, unabhängig davon, ob
das freie Ende der Druckfeder unmittelbar oder mittelbar an der Kopplungsstange und/oder
unmittelbar oder mittelbar an zumindest einer Lamelle angreift.
[0012] Das Öffnen der Überdachung bzw. der Lamellen wird synonym zum Verschwenken der Lamellen
in eine Öffnungsstellung verstanden. Mit der beliebigen Öffnungsstellung der Lamellen
ist eine von der Schließstellung abweichende Stellung durch Verdrehen um einen beliebigen
Winkel aus der Schließstellung heraus insbesondere bis 360° gemeint.
[0013] Das Verschwenken der Lamellen kann dabei insbesondere mittels eines elektrischen
und/oder manuellen Antriebs erfolgen, welcher an zumindest einer oder mehreren Lamellen
und/oder an der Kopplungsstange angreift.
[0014] Die Drehachsen der Lamellen können dabei horizontal oder unter einem spitzen Winkel
insbesondere von 1° bis 45° zur Horizontalen verlaufen. Dabei verlaufen die Drehachsen
der Lamellen mittelbar oder unmittelbar von einem Träger mittelbar oder unmittelbar
zum anderen Träger, wobei die tatsächliche Längserstreckung der Lamelle kleiner oder
gleich oder größer als der Abstand zwischen den Trägern sein kann.
[0015] Insbesondere kann jede Lamelle durch ein Längsprofil, insbesondere Hohlprofil, gebildet
sein. Das Längsprofil jeder Lamelle kann einteilig oder mehrteilig, insbesondere aus
mehreren formschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig verbundenen
Längsprofilen, gebildet sein.
[0016] Insbesondere können die Lamellen jeweils einen durchgehenden Querschnitt aufweisen.
Insbesondere können die Lamellen bezüglich ihrer Längserstreckung gegenüber der Horizontalen
geneigt angeordnet sein. Eine derartige Neigung dient der Abfuhr von auf das geschlossene
Lamellendach auftreffende Regenwasser zu einer Seite der Überdachung.
[0017] Insbesondere können die Lamellen jeweils um eine parallel zu ihrer Längserstreckung
verlaufende Drehachse verschwenkbar gelagert sein. Ferner können die einzelnen Lamellen
breiter sein, als es dem Achsabstand der Lamellen untereinander entspricht. Mit dem
Begriff der Breite der Lamelle ist die Erstreckung der Lamelle senkrecht zu ihrer
parallel zu ihrer Längserstreckung verlaufenden Drehachse bezeichnet. Hierdurch überlappen
sich die Lamellen in der geschlossenen Stellung, sodass eine regendichte Dachfläche
entsteht. Die Lamellen können an den parallel zur Drehachse verlaufenden Kanten Winkelprofile
aufweisen, die im geschlossenen Zustand der Lamellen ineinandergreifen.
[0018] Die Drehachsen der Lamellen können durch den Flächenschwerpunkt ihres Querschnittes
verlaufen, d.h. dass die Lamellen bevorzugt derart verschwenkbar um ihre Drehachse
gelagert und das Lamellenprofil derart ausgestaltet ist, sodass die Lamellen selbst
aufgrund ihres Eigengewichtes unabhängig von ihrer Winkelposition kein resultierendes
Drehmoment erzeugen.
[0019] Die Lamellen können in Richtung ihrer Drehachse gegenüber der Horizontalen geneigt
sein, um eine Ableitung von Regenwasser in Richtung auf einen der beiden seitlichen
Träger zu ermöglichen.
[0020] Insbesondere können die Träger parallel zueinander verlaufen. Insbesondere können
die Träger in einem Winkel zueinander verlaufen, wobei die Längserstreckung der aufeinanderfolgenden
Lamellen korrespondierend zu dem Abstand zwischen den Trägern abnimmt.
[0021] Die zwei Träger können dabei jeweils an einem Gebäudeteil montiert sein. Alternativ
kann einer der Träger an einem Gebäudeteil montiert sein. In dem Fall kann der Träger
auf der anderen Seite mittels zumindest eines insbesondere senkrechten Pfostens gestützt
werden. Alternativ kann die Überdachung freistehend montiert sein und von mehreren
insbesondere senkrechten Pfosten getragen werden.
[0022] Vorzugsweise handelt es sich bei der Druckfeder um eine Gasdruckfeder, insbesondere
kann die Gasdruckfeder eine Schutzummantelung aufweisen, insbesondere kann die Kolbenstange
der Gasdruckfeder von einem Schutzrohr umgeben sein. Eine derartige Schutzummantelung
bietet neben einer vorteilhaften optischen Gestaltung einen dauerhaften Schutz der
Gasdruckfeder und insbesondere der Kolbenstange der Gasdruckfeder gegenüber Umwelteinflüssen
und Verschmutzungen. Hierdurch wird ein sicherer Langzeitbetrieb der Gasdruckfeder
gewährleistet.
[0023] Vorzugsweise weist die Überdachung zumindest einen elektrischen Antrieb zum Verschwenken
der Lamellen auf, welcher an zumindest einer oder mehreren Lamellen und/oder an der
Kopplungsstange angreift und/oder in einer Lamelle angeordnet ist und diese Lamelle
antreibt.
[0024] Insbesondere kann die Überdachung selbst eine Steuereinheit aufweisen und/oder von
einer externen Steuereinheit angesteuert werden, welche den Antrieb ansteuert. Hierzu
kann die Steuereinheit mit der Überdachung mittels eines Kabels und/oder kabellos,
insbesondere mittels einer Infrarot-Verbindung und/oder einer Bluetooth-Verbindung
und/oder einer Funkverbindung, verbunden sein.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Überdachung zumindest einen
elektrischen Antrieb zum Verschwenken der Lamellen auf, wobei der elektrische Antrieb
eine Notentriegelung aufweist, sodass nach Auslösung der Notentriegelung des elektrischen
Antriebs die Lamellen mittels der Druckfeder automatisch in die Schließstellung verschwenkt
werden.
[0026] Bei Ausfall des elektrischen Antriebs zum Verschwenken der Lamellen hat in diesem
Fall der Benutzer die Möglichkeit, die Notentriegelung des elektrischen Antriebs auszulösen
und damit den nicht mehr funktionsfähigen elektrischen Antrieb kinematisch von den
Lamellen zu entkoppeln. Die Auslösung der Notentriegelung erfolgt manuell durch den
Benutzer. Das bedeutet, dass das Auslösen der Notentriegelung einer kinematischen
Entkopplung des elektrischen Antriebs von der Kopplungsstange und den Lamellen entspricht.
[0027] Durch die kinematische Entkopplung des elektrischen Antriebs von den Lamellen werden
die Lamellen somit nach Auslösung der Notentriegelung des elektrischen Antriebs mittels
der Druckfeder in die Schließstellung verschwenkt und in der Schließstellung gehalten.
Auch bei Ausfall des elektrischen Antriebs zum Verschwenken der Lamellen ist somit
ein Schließen des Lamellendaches für den Benutzer jederzeit möglich. Ermöglicht wird
dies durch die besonders vorteilhafte Kombination einer stets eine Druckkraft in Schließrichtung
der Lamellen auf die Kopplungsstange und/oder zumindest eine Lamelle ausübende Druckfeder
und die Notentriegelung des elektrischen Antriebs.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform ist an der ersten Seite der Lamellen jeweils
eine Kopfplatte angeordnet, wobei die Kopfplatten der Lamellen jeweils über einen
Kopplungsstift schwenkbar an der Kopplungsstange gekoppelt sind und zwischen der Kopplungsstange
und zumindest einer der Kopfplatten, insbesondere jeder Kopfplatte, zumindest ein
Reibelement angeordnet ist, welches mittelbar oder unmittelbar in Kontakt mit der
Kopplungsstange und/oder mit der Kopfplatte steht.
[0029] Dabei ist die Kopfplatte fest mit der Lamelle, insbesondere kraftschlüssig und/oder
stoffschlüssig und/oder formschlüssig, verbunden. Der Kopplungsstift kann dabei beispielweise
als Schraube in Verbindung mit einer Mutter ausgeführt sein.
[0030] Die Kopplungsstange dient dabei wie erläutert dem kinematisch gekoppelten insbesondere
synchronen Verschwenken der Lamellen. Dabei sind die Kopfplatten der Lamellen jeweils
über einen Kopplungsstift schwenkbar an der Kopplungsstange gekoppelt. Damit ist jedoch
nicht gemeint, dass die Kopplungsstange eine starre Position einnimmt, während die
Kopfplatten verschwenkt werden. Vielmehr bewegen sich beim Verschwenken der Lamellen
sowohl die Kopflatten als auch die Kopplungsstange gegenüber einander.
[0031] Grundsätzlich soll einerseits die Kopfplatte möglichst fest mit der Kopplungsstange
gekoppelt sein, um eine stabile Stellung der Lamellen zu gewährleisten. Andererseits
soll dabei die Kopfplatte möglichst einfach gegenüber der Kopplungsstange bewegbar
sein, um ein leichtes Verschwenken der Lamellen zu ermöglichen.
[0032] Dabei stellt das Reibelement ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Anforderungen
her. Dabei wirkt das Reibelement zwischen der Kopfplatte und der Kopplungsstange als
Reibbremse, sodass es eine relative Bewegung der Kopfplatte gegenüber der Kopplungsstange
bremst bzw. dämpft. Auf diese Weise wird die Kopfplatte unabhängig von der Stellung
der Lamelle besser mit der Kopplungsstange und folglich auch mit den anderen an der
Kopplungsstange gekoppelten Lamellen gekoppelt. Die Gesamtheit aus den Lamellen und
der Kopplungsstange wird somit stabilisiert. Dadurch wird ein Klappern der Lamellen
wirksam verhindert, da der Wind nun die Gesamtheit aus den Lamellen in Verbindung
mit der Kopplungsstange bei gleichzeitig mittels des Reibelementes gedämpfter Beweglichkeit
der Kopfplatte gegenüber der Kopplungsstange in Bewegung versetzen müsste, um ein
Klappern zu verursachen. Dies wird durch die erfindungsgemäße Anordnung des Reibelementes
wirksam unterbunden.
[0033] Bei Anordnung eines einzigen Reibelements steht das Reibelement dementsprechend sowohl
mit der Kopfplatte als auch mit der Kopplungsstange mittelbar oder unmittelbar in
Kontakt. Mittelbar steht das Reibelement mit der Kopfplatte und/oder der Kopplungsstange
in Kontakt, wenn zwischen dem Reibelement und der Kopfplatte und/oder der Kopplungsstange
weitere Zwischenelemente, wie bspw. eine Dichtung und/oder eine Scheibe, insbesondere
Unterlegscheibe angeordnet sind. Dementsprechend steht das Reibelement mit der Kopfplatte
und/oder der Kopplungsstange unmittelbar in Kontakt, wenn zwischen dem Reibelement
und der Kopfplatte und/oder der Kopplungsstange keine weiteren Zwischenelemente angeordnet
sind.
[0034] Bei Anordnung mehrerer Reibelemente steht eins der Reibelemente dementsprechend mit
der Kopfplatte mittelbar oder unmittelbar in Kontakt, während ein anderes der Reibelemente
mit der Kopplungsstange mittelbar oder unmittelbar in Kontakt steht, sodass insgesamt
eine Dämpfung der Bewegung zwischen der Kopfplatte und der Kopplungsstange erfolgt.
Auch hierbei ist die Anordnung weiterer Zwischenelemente zwischen den Reibelementen
möglich.
[0035] Der Begriff Kopplungsstange impliziert dabei nicht zwangsläufig eine zylindrische
Ausbildung der Kopplungsstange. Insbesondere kann die Kopplungsstange somit einen
runden, einen ovalen, einen rechteckigen, einen dreieckigen oder einen vieleckigen
Querschnitt aufweisen. Insbesondere kann die Kopplungsstange ferner als Profilelement
insbesondere mit einem I-förmigen oder L-förmigen Querschnitt oder als Leistenelement
ausgebildet sein.
[0036] Insbesondere kann das Reibelement von einem insbesondere elastischen Kunststoff teilweise
oder gänzlich umhüllt sein und/oder einen Kunststoff als Bestandteil aufweisen oder
vollständig aus Kunststoff bestehen. Dadurch kann einerseits das Rostrisiko minimiert
und andererseits ein mögliches Quietschen zwischen der Kopfplatte und/oder dem Reibelement
und/oder der Kopplungsstange verhindert werden.
[0037] Vorzugsweise ist das Reibelement als Tellerfeder ausgebildet. Eine derartige Tellerfeder
stellt einerseits eine ausreichende Stabilisierung der Lamellen durch ausreichende
Dämpfung der Bewegung der Lamellen gegenüber der Kopplungsstange sicher. Andererseits
ermöglicht eine derartige Tellerfeder eine nicht allzu stark gedämpfte Bewegung der
Lamellen gegenüber der Kopplungsstange, sodass nicht viel Kraft zum Verschwenken der
Lamellen aufgewendet werden muss. Ferner ermöglicht eine derartige Tellerfeder mögliche
Toleranzen in der Geometrie der einzelnen Bauteile und/oder mögliche durch die Lebensdauer
oder durch Witterungsbedingungen, insbesondere Temperaturschwankungen, bedingte Geometrieänderungen
der Überdachung auszugleichen. Auf diese Weise wird ein fehlerfreier Betrieb der Überdachung
ermöglicht.
[0038] Insbesondere können mehrere Tellerfedern als Tellerfederpaket das Reibelement ausbilden.
Die Tellerfeder oder das Tellerfederpaket kann dabei in einem Gehäuse, insbesondere
aus Kunststoff, angeordnet sein.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Reibelement um den Kopplungsstift herum
angeordnet. Insbesondere kann dabei ein einzelnes als Scheibe, Halbscheibe oder Viertelscheibe
ausgebildetes Reibelement angeordnet sein, welches den Außenumfang des Kopplungsstifts
zumindest teilweise, insbesondere vollständig, umgibt. Alternativ oder kumulativ können
mehrere Reibelemente angeordnet werden, welche um den Außenumfang des Kopplungsstifts
herum, insbesondere gleichmäßig, verteilt sind.
[0040] Vorzugsweise ist das Reibelement als Druckfeder, insbesondere Schraubenfeder, ausgebildet.
Dabei übt die Druckfeder eine Kraft parallel oder in einem spitzen Winkel, insbesondere
von 1° bis 45°, zur Längserstreckung der Lamelle auf die Kopfplatte und/oder auf die
Kopplungsstange aus und stabilisiert die beiden Teile gegenüber einander. Die Druckfeder
kann dabei in einem Gehäuse, insbesondere aus Kunststoff, angeordnet sein.
[0041] Eine derartige Druckfeder stellt einerseits eine ausreichende Stabilisierung der
Lamellen durch ausreichende Dämpfung der Bewegung der Lamellen gegenüber der Kopplungsstange
sicher. Andererseits ermöglicht die Druckfeder eine nicht allzu stark gedämpfte Bewegung
der Lamellen gegenüber der Kopplungsstange, sodass nicht zu viel Kraft zum Verschwenken
der Lamellen aufgewendet werden muss. Ferner ermöglicht die Druckfeder mögliche Toleranzen
in der Geometrie der einzelnen Bauteile und/oder mögliche durch die Lebensdauer oder
durch Witterungsbedingungen, insbesondere Temperaturschwankungen, bedingte Geometrieänderungen
der Überdachung auszugleichen. Auf diese Weise wird ein fehlerfreier Betrieb der Überdachung
ermöglicht.
[0042] Dabei kann die Druckfeder alternativ oder kumulativ zu einer Tellerfeder oder einem
Tellerfederpaket angeordnet sein. Insofern kann das Reibelement als Kombination aus
einer Tellerfeder oder einem Tellerfederpaket und einer Druckfeder ausgeführt sein.
[0043] In einer bevorzugten Ausführungsform ist zwischen dem Reibelement und der Kopfplatte
und/oder zwischen dem Reibelement und der Kopplungsstange zumindest ein Dichtungselement
angeordnet, insbesondere wobei das Dichtungselement einen Kunststoff als Bestandteil
aufweist oder vollständig aus Kunststoff besteht. Dadurch wird ein Eindringen von
Wasser zwischen dem Reibelement und der Kopfplatte und/oder zwischen dem Reibelement
und der Kopplungsstange verhindert und somit das Rostrisiko minimiert. Ferner wird
hierdurch ein mögliches Quietschen zwischen den genannten Bauteilen, insbesondere
wenn die in Kontakt stehenden Bauteile aus Metall gefertigt sind, bei relativer Bewegung
zueinander verhindert.
[0044] Ein derartiges Dichtungselement kann bei Anordnung mehrerer Reibelemente ebenfalls
zwischen den Reibelementen angeordnet werden. Insbesondere kann das Dichtungselement
als Dichtungsscheibe ausgebildet sein. Insbesondere kann sich dabei um eine kunststoffummantelte
und/oder gummiummantelte Unterlegscheibe handeln.
[0045] Vorzugsweise weist die Kopplungsstange eine oder mehrere Bohrungen, insbesondere
Durchgangsbohrungen auf, in welche der Kopplungsstift oder die Kopplungsstifte jeweils
eingreifen.
[0046] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Lamellen jeweils an ihrer ersten
Seite und/oder an ihrer zweiten Seite zumindest einen Schwenkstift auf, mittels dessen
die Lamellen jeweils um ihre Drehachse an den Trägern verschwenkbar gelagert sind.
[0047] Insbesondere können die beidseitigen Schwenkstifte der Lamelle von einem sich über
die Längserstreckung der Lamelle und darüber hinaus erstreckenden Schwenkstift gebildet
sein. Insbesondere kann die Drehachse der Lamelle mittels eines derartigen Schwenkstiftes
gebildet sein.
[0048] Vorzugsweise weisen die Lamellen an ihrer zweiten Seite jeweils eine weitere Kopfplatte
auf.
[0049] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die Lamellen an ihrer zweiten Seite jeweils
eine weitere Kopfplatte auf, wobei die weiteren Kopfplatten der Lamellen jeweils über
einen weiteren Kopplungsstift schwenkbar an einer weiteren Kopplungsstange gekoppelt
sind.
[0050] Vorzugsweise ist dabei zwischen der weiteren Kopplungsstange und zumindest einer
der weiteren Kopfplatten, insbesondere jeder weiteren Kopfplatte, zumindest ein Reibelement
angeordnet ist, welches mittelbar oder unmittelbar in Kontakt mit der weiteren Kopplungsstange
und/oder mit der weiteren Kopfplatte steht. Dadurch werden die Lamellen beidseitig
stabilisiert.
[0051] Bevorzugt weist die Überdachung zumindest einen insbesondere senkrechten Pfosten
auf, der zumindest einen der Träger stützt. Dabei kann einer der Träger an einem Gebäudesturz
montiert sein, während der andere Träger von dem zumindest einen Pfosten gestützt
werden kann. Insbesondere kann jeweils ein Träger von zumindest einem, insbesondere
von zwei Pfosten gestützt werden.
[0052] Vorzugsweise weist die Überdachung einen aus mehreren Trägern gebildeten Rahmen auf.
Insbesondere kann der Rahmen von mehreren, insbesondere vier an den Ecken des Rahmens
angeordneten Pfosten getragen werden. Alternativ oder kumulativ kann der Rahmen an
einem oder mehreren Gebäudewänden montiert sein. Ferner können mehrere Lamellendächer
in Form einer Reihenanordnung angeordnet sein und insbesondere jeweils von mehreren
Pfosten getragen werden und/oder an einem oder mehreren Gebäudewänden montiert sein.
[0053] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird nachfolgend
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Überdachung;
- Figur 2
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht der Druckfeder zwischen einem Träger der
Überdachung und der Kopplungsstange;
- Figur 3
- eine weitere vergrößerte perspektivische Ansicht der Druckfeder zwischen einem Träger
der Überdachung und der Kopplungsstange;
- Figur 4
- eine weitere vergrößerte perspektivische Ansicht der Druckfeder zwischen einem Träger
der Überdachung und der Kopplungsstange;
- Figur 5
- eine weitere vergrößerte perspektivische Ansicht der Druckfeder zwischen einem Träger
der Überdachung und der Kopplungsstange;
- Figur 6
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Befestigungspunktes des losen Endes der
Druckfeder an der Kopplungsstange;
- Figur 7
- eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Befestigungspunktes des festen Endes
der Druckfeder an dem Träger der Überdachung;
- Figur 8
- eine erste vergrößerte Ansicht einer Lamelle mit der Kopplungsstange nach Figur 1;
- Figur 9
- eine zweite vergrößerte Ansicht der Lamelle mit der Kopplungsstange nach Figur 8;
- Figur 10
- eine dritte vergrößerte Ansicht der Lamelle mit der Kopplungsstange nach Figur 8.
[0054] Die Figuren sind nicht maßstabsgerecht dargestellt. Identische Bauteile sind mit
identischen Bezugszeichen versehen.
[0055] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Überdachung
100 in Form eines Lamellendaches. Die Begriffe Überdachung 100 und Lamellendach werden
synonym benutzt. Die Überdachung 100 weist vier Träger 1, 2, 3, 4 auf, welche einen
Rahmen der Überdachung 100 bilden. An den Trägern 1 und 2 sind mehrere Lamellen 10,
20, 30 verschwenkbar gelagert.
[0056] Die Lamellen 10, 20, 30 sind dabei um 90° gegenüber der Schließstellung der Lamellen
10, 20, 30 in Richtung der Öffnungsstellung der Lamellen 10, 20, 30 verschwenkt.
[0057] Die Lamellen 10, 20, 30 sind dabei mittels einer Kopplungsstange 9 kinematisch miteinander
gekoppelt, um deren Verschwenken zu synchronisieren.
[0058] Mittels eines nicht dargestellten Antriebs, welcher mittels einer ebenfalls nicht
dargestellten Steuereinheit angesteuert wird, können die Lamellen 10, 20, 30 verschwenkt
werden. Hierzu nimmt die entsprechend geometrisch gestaltete erste Lamelle 10 einen
Rohrmotor auf, mittels dessen die erste Lamelle 10 angetrieben und verschwenkbar ist.
Durch die kinematische Kopplung der ersten Lamelle 10 über die Kopplungsstange 9 mit
den weiteren Lamellen 20, 30 werden sämtliche Lamellen 10, 20, 30 synchron verschwenkt.
[0059] Die Träger 1, 2, 3, 4 werden von senkrechten Pfosten 5, 6, 7 und einem weiteren in
der Perspektive gemäß Fig. 1 nicht sichtbaren Pfosten an den Ecken zwischen den Trägern
1, 2, 3, 4 getragen. In Figur 1 ist die Druckfederanordnung zwischen Träger 1 und
der Kopplungsstange nicht dargestellt. Diese wird nachfolgend erläutert.
[0060] Die Figuren 2 bis 5 zeigen vergrößerte Ansichten der Druckfeder 50 zwischen dem Träger
1 der Überdachung 100 und der Kopplungsstange 9 in verschiedenen Perspektiven.
[0061] Figur 6 zeigt eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Befestigungspunktes des
losen Endes 52 der Druckfeder 50 an der Kopplungsstange 9.
[0062] Figur 7 zeigt eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Befestigungspunktes des
festen Endes 51 der Druckfeder 50 an dem Träger 1 der Überdachung 100.
[0063] Die Anordnung der Druckfeder 50 wird nachfolgend anhand der Figuren 2 bis 7 erläutert.
[0064] Es ist eine Druckfeder 50 in Form einer Gasdruckfeder zwischen dem Träger 1 des Lamellendaches
100 und der Kopplungsstange 9 angeordnet. Die Kolbenstange der Gasdruckfeder 50 ist
von einer Schutzummantelung 53 umgeben. Dies Schutzummantelung 53 dient dem Schutz
der Gasdruckfeder 50 und insbesondere der Kolbenstange der Gasdruckfeder 50 gegen
Verschmutzungen und Umwelteinflüsse. Die Schutzummantelung 53 weist am unteren Ende
Wasserablaufbohrungen 530 auf, um in die Schutzummantelung 53 eintretendes Regenwasser
ableiten zu können. Hierdurch wird stehendes Wasser innerhalb der Schutzummantelung
53 vermieden.
[0065] Das feste Ende 51 der Druckfeder 50 ist mittels eines Winkels 511 und einer das Auge
510 der Druckfeder 50 am festen Ende 51 durchgreifenden Schraubverbindung 512 am Träger
1 befestigt. Das feste Ende 51 der Druckfeder 50 ist somit ortsfest festgelegt. Der
Schraubenbolzen der Schraubverbindung 512 und das Auge 510 der Druckfeder 50 am festen
Ende 51 bilden eine Spielpassung.
[0066] Das lose Ende 52 der Druckfeder 50 ist mittels eines Winkels 521 und einer das Auge
520 der Druckfeder 50 am losen Ende 52 durchgreifenden Schraubverbindung 522 an der
Kopplungsstange 9 befestigt. Das lose Ende 52 der Druckfeder 50 ist somit zusammen
mit der Kopplungsstange 9 beweglich.
[0067] Der Schraubenbolzen der Schraubverbindung 522 und das Auge 520 der Druckfeder 50
am losen Ende 52 bilden eine Spielpassung.
[0068] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das feste Ende 51 der Druckfeder 50
unabhängig von der aktuellen Positionierung des losen Endes 52 der Druckfeder 50 stets
geodätisch unterhalb des losen Endes 52 der Druckfeder 50 angeordnet. Alternativ kann
bei einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel das feste Ende 51 der Druckfeder
50 unabhängig von der aktuellen Positionierung des losen Endes 52 der Druckfeder 50
stets geodätisch oberhalb des losen Endes 52 der Druckfeder 50 angeordnet sein. Wichtig
ist dabei nur, dass die Anordnung der Druckfeder 50 es gewährleistet, dass unabhängig
von der aktuellen Positionierung des losen Endes 52 der Druckfeder 50 stets eine Druckkraft
in Schließrichtung der Lamellen 10, 20, 30 auf die Kopplungsstange 9 und/oder die
Lamellen 10, 20, 30 ausgeübt wird.
[0069] Zur Öffnung des Lamellendaches 100 werden die Lamellen 10, 20 ,30 aus der Schließstellung,
wie sie in den Figuren 2 bis 5 dargestellt ist, synchron in eine Öffnungsstellung
verschwenkt. Dies wird unter Bezugnahme auf Figur 5 erläutert. Zum Öffnen des Lamellendaches
100 werden die Lamellen 10, 20, 30 mittels des elektrischen Antriebs aus der in Figur
5 dargestellten Schließstellung, in der die Lamellen 10, 20, 30 eine geschlossene,
regendichte Dachfläche bilden, gegen den Uhrzeigersinn in eine Öffnungsstellung verschwenkt.
Durch die kinematische Kopplung der Lamellen 10, 20, 30 über die Kopplungsstange 9
erfolgt ein synchrones Verschwenken der Lamellen 10, 20, 30. Das lose Ende 52 der
Druckfeder 50 wird zusammen mit der Kopplungsstange 9 entlang des Pfeiles 55, der
beim Verschwenken in die Öffnungsstellung einen Kreisbogen gegen den Uhrzeigersinn
beschreibt, verfahren. Aufgrund der Anlenkung des Druckfeder 50 am festen Ende 51
am Träger 1 übt die Druckfeder 50 stets eine Druckkraft in Schließrichtung der Lamellen
10, 20, 30 auf die Kopplungsstange 9 und hierüber gleichzeitig auf die Lamellen 10,
20, 30 aus.
[0070] Dabei ist die Druckfeder 50 derart angeordnet, sodass auch in der geschlossenen Position
der Lamellen 10, 20, 30 eine Druckkraft in Schließrichtung der Lamellen 10, 20, 30
auf die Kopplungsstange 9 ausgeübt wird. Hierdurch wird ein ungewolltes Spiel und
damit verbundenes Klappern der Lamellen 10, 20, 30 insbesondere in der Schließstellung
der Lamellen auch bei abgeschaltetem elektrischem Antrieb verhindert und die Dachfläche
wird in der Schließstellung der Lamellen 10, 20, 30 zuverlässig regendicht abgedichtet.
[0071] Im Fall eines Ausfalls des elektrischen Antriebs kann der Benutzer manuell eine Notentriegelung
des elektrischen Antriebs betätigen und hierdurch den elektrischen Antrieb von den
Lamellen 10, 20, 30 entkoppeln. Durch diese Entkopplung des elektrischen Antriebs
von dem Lamellen 10, 20, 30 laufen die Lamellen 10, 20, 30 frei. Aufgrund der stets
durch die Druckfeder 50 aufgeprägte Druckkraft auf die Kopplungsstange 9 und damit
auf die Lamellen 10, 20, 30 in Schließrichtung schließt das Lamellendach 100 nach
Betätigung der Notentriegelung des elektrischen Antriebs durch den Benutzer automatisch
die Lamellen 10, 20, 30. Das Auslösen der Notentriegelung des elektrischen Antriebsmotors
führt somit aufgrund der Druckfeder 50 zu einem automatischen Schließen den Lamellendaches
100.
[0072] Die Figur 8 zeigt die erste vergrößerte Ansicht eines Ausschnitts der Lamelle 10
mit der Kopplungsstange 9 der Überdachung 100 nach Figur 1 aus der Vogelperspektive,
wobei sich die Lamelle 10 abweichend von Fig. 1 in der Schließstellung befindet. Die
Lamelle 10 weist dabei eine nicht vollständig dargestellte Längserstreckung L und
eine Kopfplatte 11 auf. Ferner weist die Lamelle 10 einen Schwenkstift 15 auf, welcher
verschwenkbar an dem Träger 1 nach Figur 1 gelagert ist. Der Schwenkstift 15 bildet
dabei die Drehachse der Lamelle 10.
[0073] Die Kopplungsstange 9 ist als Leisteneckelement ausgebildet. Ein Kopplungsstift 12,
mittels dessen die Kopfplatte 11 mit der Kopplungsstange 9 gekoppelt ist, ist als
Schraube ausgebildet. Der Kopplungsstift 12 durchgreift eine Durchgangsbohrung der
Kopplungsstange 9 sowie eine Durchgangsbohrung der Kopfplatte 11 und wird mittels
einer Mutter 13 gesichert.
[0074] Zwischen der Kopfplatte 11 und der Kopplungsstange 9 ist ein in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel durch eine Tellerfeder gebildetes Reibelement 8 angeordnet. Das
Reibelement 8 umgibt dabei den Kopplungsstift 12 und dämpft bzw. bremst die Bewegung
der Kopfplatte 11 und der Kopplungsstange 9 gegeneinander. Auf diese Weise wird die
Lamelle 10 an der Kopplungsstange 9 stabilisiert, sodass eine bspw. durch Wind verursachte
unerwünschte Bewegung der Lamelle 10 verhindert wird.
[0075] Die Figur 9 zeigt die zweite vergrößerte Ansicht der Lamelle 10 mit der Kopplungsstange
9 nach Figur 2 aus einer seitlichen Perspektive von außen.
[0076] Die Figur 10 zeigt die dritte vergrößerte Ansicht der Lamelle 10 mit der Kopplungsstange
9 nach Figur 2 in einer seitlichen Perspektive aus der Sicht über der Lamelle 10.
[0077] Mittels des Reibelements 8 wird vermieden, dass sich beispielsweise bei stärkerem
Wind die Lamelle 10 bzw. sämtliche Lamellen der Überdachung 100 bewegen und so ein
Klappern erzeugen. Einerseits soll die Kopfplatte 11 möglichst stark mit der Kopplungsstange
9 gekoppelt sein. Andererseits soll dabei die Kopfplatte 11 möglichst einfach gegenüber
der Kopplungsstange 9 bewegbar sein, um ein leichtes Verschwenken der Lamellen zu
ermöglichen. Das Reibelement 8 stellt ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Anforderungen
her und verbessert dadurch die Überdachung 100 insgesamt.
1. Überdachung (1) mit zumindest zwei seitlichen Trägern (1, 2), an denen mehrere Lamellen
(10, 20, 30) jeweils um eine Drehachse verschwenkbar gelagert sind, wobei die Drehachsen
der Lamellen (10, 20, 30) von einem Träger (1; 2) zum anderen Träger (2; 1) verlaufen
und jeweils eine von einer ersten Seite und einer gegenüberliegenden zweiten Seite
begrenzte Längserstreckung (L) aufweisen, wobei die Lamellen (10, 20, 30) von einer
Schließstellung, in der die Lamellen (10, 20, 30) eine geschlossene Dachfläche bilden,
in eine insbesondere beliebige Öffnungsstellung verschwenkbar sind, wobei die Lamellen
(10, 20, 30) mittels zumindest einer Kopplungsstange (9) kinematisch miteinander gekoppelt
sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Druckfeder (50) derart zwischen einem Träger (1, 2) und der Kopplungsstange
(9) und/oder zumindest einer Lamelle (10, 20, 30) angeordnet ist, dass ein festes
Ende (51) der Druckfeder (50) an dem Träger (1, 2) angreift, während ein freies Ende
(52) der Druckfeder (50) an der Kopplungsstange (9) und/oder an der Lamelle (10, 20,
30) angreift und stets eine Druckkraft in Schließrichtung der Lamellen (10, 20, 30)
auf die Kopplungsstange (9) und/oder die Lamelle (10, 20, 30) ausübt, wobei die Druckfeder
(50) derart angeordnet ist, sodass auch in der geschlossenen Position der Lamellen
(10, 20, 30) eine Druckkraft in Schließrichtung der Lamellen (10, 20, 30) auf die
Kopplungsstange (9) ausgeübt wird.
2. Überdachung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Druckfeder (50) um eine Gasdruckfeder handelt, insbesondere dass
die Gasdruckfeder eine Schutzummantelung (53) aufweist, insbesondere dass die Kolbenstange
der Gasdruckfeder von einem Schutzrohr umgeben ist.
3. Überdachung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überdachung (100) zumindest einen elektrischen Antrieb zum Verschwenken der Lamellen
(10, 20, 30) aufweist, welcher an zumindest einer oder mehreren Lamellen (10, 20,
30) und/oder an der Kopplungsstange (9) angreift und/oder in einer Lamelle (10, 20,
30) angeordnet ist und diese Lamelle (10, 20, 30) antreibt.
4. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überdachung (100) zumindest einen elektrischen Antrieb zum Verschwenken der Lamellen
(10, 20, 30) aufweist, wobei der elektrische Antrieb eine Notentriegelung aufweist,
sodass nach Auslösung der Notentriegelung des elektrischen Antriebs die Lamellen mittels
der Druckfeder automatisch in die Schließstellung verschwenkt werden.
5. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten Seite der Lamellen (10, 20, 30) jeweils eine Kopfplatte (11) angeordnet
ist und wobei die Kopfplatten (11) der Lamellen (10, 20, 30) jeweils über einen Kopplungsstift
(12) schwenkbar an der Kopplungsstange (9) gekoppelt sind und zwischen der Kopplungsstange
(9) und zumindest einer der Kopfplatten (11), insbesondere jeder Kopfplatte (11),
zumindest ein Reibelement (8) angeordnet ist, welches mittelbar oder unmittelbar in
Kontakt mit der Kopplungsstange (9) und/oder mit der Kopfplatte (11) steht.
6. Überdachung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibelement (8) als Tellerfeder, insbesondere Tellerfederpaket, und/oder dass
das Reibelement (8) als Druckfeder, insbesondere Schraubenfeder, ausgebildet ist.
7. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (10, 20, 30) jeweils an ihrer ersten Seite und/oder an ihrer zweiten
Seite zumindest einen Schwenkstift (15) aufweisen, mittels denen die Lamellen (10,
20, 30) jeweils um ihre Drehachse an den Trägern (1, 2) verschwenkbar gelagert sind.
8. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (10, 20, 30) an ihrer zweiten Seite jeweils eine weitere Kopfplatte
aufweisen.
9. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (10, 20, 30) an ihrer zweiten Seite jeweils eine weitere Kopfplatte
aufweisen, wobei die weiteren Kopfplatten der Lamellen (10, 20, 30) jeweils über einen
weiteren Kopplungsstift schwenkbar an einer weiteren Kopplungsstange gekoppelt sind.
10. Überdachung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der weiteren Kopplungsstange und zumindest einer der weiteren Kopfplatten,
insbesondere jeder weiteren Kopfplatte, zumindest ein Reibelement (8) angeordnet ist,
welches mittelbar oder unmittelbar in Kontakt mit der weiteren Kopplungsstange und/oder
mit der weiteren Kopfplatte steht.
11. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überdachung (100) zumindest einen insbesondere senkrechten Pfosten (5, 6, 7)
aufweist, der zumindest einen der Träger (1, 2) stützt.
12. Überdachung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überdachung (100) einen aus mehreren Trägern (1, 2, 3, 4) gebildeten Rahmen aufweist,
insbesondere dass der Rahmen von mehreren, insbesondere an den Ecken des Rahmens angeordneten
Pfosten (5, 6, 7) getragen wird.
1. Canopy (1) having at least two lateral beams (1, 2) on which a plurality of slats
(10, 20, 30) are each mounted so as to be pivotable about an axis of rotation, wherein
the axes of rotation of the slats (10, 20, 30) extend from one beam (1; 2) to the
other beam (2; 1) and each have a longitudinal extent (L) bounded by a first side
and an opposite second side, the slats (10, 20, 30) being pivotable from a closed
position, in which the slats (10, 20, 30) form a closed roof surface, into an, in
particular arbitrary, open position, wherein the slats (10, 20, 30) are kinetically
coupled to one another by means of at least one coupling rod (9), characterised in that at least one compression spring (50) is arranged between a beam (1, 2) and the coupling
rod (9) and/or at least one slat (10, 20, 30) in such a way that a fixed end (51)
of the compression spring (50) engages on the beam (1, 2), while a free end (52) of
the compression spring (50) engages on the coupling rod (9) and/or on the slat (10,
20, 30) and at all times exerts a compressive force on the coupling rod and/or on
the slat (10, 20, 30) in the closing direction of the slats (10, 20, 30), the compression
spring (50) being arranged in such a way that a compressive force in the closing direction
of the slats (10, 20, 30) is also exerted on the coupling rod (9) in the closed position
of the slats (10, 20, 30).
2. Canopy according to claim 1, characterised in that the compression spring (50) is a gas compression spring, in particular in that the gas compression spring has a protective sheathing (53), in particular in that the piston rod of the gas compression spring is surrounded by a protective tube.
3. Canopy according to claim 1 or 2, characterised in that the canopy (100) has at least one electric drive for pivoting the slats (10, 20,
30), which engages on at least one or more slats (10, 20, 30) and/or on the coupling
rod (9) and/or is arranged in a slat (10, 20, 30) and drives said slat (10, 20, 30).
4. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that the canopy (100) has at least one electric drive for pivoting the slats (10, 20,
30), the electric drive having an emergency release, so that, after triggering of
the emergency release of the electric drive, the slats are automatically pivoted into
the closed position by means of the compression spring.
5. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that a head plate (11) is arranged on the first side of each of the slats (10, 20, 30)
and wherein the head plates (11) of the slats (10, 20, 30) are each coupled pivotably
to the coupling rod (9) via a coupling pin (12), and at least one friction element
(8) is arranged between the coupling rod (9) and at least one of the head plates (11),
in particular each head plate (11), which friction element is in indirect or direct
contact with the coupling rod (9) and/or with the head plate (11).
6. Canopy according to claim 5, characterised in that the friction element (8) is configured as a disc spring, in particular a disc spring
assembly, and/or in that the friction element (8) is configured as a compression spring, in particular a helical
spring.
7. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that the slats (10, 20, 30) each have at least one pivot pin (15) on their first side
and/or on their second side, by means of which the slats (10, 20, 30) are each mounted
on the beams (1, 2) so as to be pivotable about their axis of rotation.
8. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that the slats (10, 20, 30) each have a further head plate on their second side.
9. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that the slats (10, 20, 30) each have a further head plate on their second side, the further
head plates of the slats (10, 20, 30) each being pivotably coupled to a further coupling
rod via a further coupling pin.
10. Canopy according to claim 9, characterised in that at least one friction element (8) is arranged between the further coupling rod and
at least one of the further head plates, in particular each further head plate, which
friction element is in indirect or direct contact with the further coupling rod and/or
with the further head plate.
11. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that the canopy (100) comprises at least one, in particular vertical, post (5, 6, 7),
which supports at least one of the beams (1, 2).
12. Canopy according to any one of the previous claims, characterised in that the canopy (100) comprises a frame formed by a plurality of beams (1, 2, 3, 4), in
particular in that the frame is supported by a plurality of posts (5, 6, 7) arranged in particular at
the corners of the frame.
1. Toiture (1) avec au moins deux supports latéraux (1, 2), sur lesquels plusieurs lamelles
(10, 20, 30) sont respectivement montées de manière pivotante autour d'un axe de rotation,
dans laquelle les axes de rotation des lamelles (10, 20, 30) vont d'un support (1
; 2) à l'autre support (2 ; 1) et présentent respectivement une extension longitudinale
(L) délimitée par un premier côté et un second côté opposé, dans laquelle les lamelles
(10, 20, 30) se déplacent d'une position fermée dans laquelle les lamelles (10, 20,
30) forment une surface de toit fermée, peuvent être pivotées dans une position ouverte,
particulièrement arbitraire, dans laquelle les lamelles (10, 20, 30) sont couplées
cinématiquement les unes aux autres au moyen d'au moins une barre de couplage (9),
caractérisée en ce qu'au moins un ressort de pression (50) est disposé entre un support (1, 2) et la barre
de couplage (9) et/ou au moins une lamelle (10, 20, 30) de sorte qu'une extrémité
fixe (51) du ressort de pression (50) agit sur le support (1, 2), tandis qu'une extrémité
libre (52) du ressort de pression (50) agit sur le barre de couplage (9) et/ou sur
les lamelles (10, 20, 30) et exerce toujours une force de pression dans le sens de
fermeture des lamelles (10, 20, 30) sur la barre de couplage (9) et/ou les lamelles
(10, 20, 30), dans laquelle le ressort de pression (50) est disposé de sorte qu'une
force de pression est exercée sur la barre de couplage (9) dans le sens de fermeture
des lamelles (10, 20, 30) même lorsque les lamelles (10, 20, 30) sont en position
fermée.
2. Toiture selon la revendication 1, caractérisée en ce que le ressort de pression (50) est un ressort à gaz, en particulier que le ressort à
gaz présente une enveloppe de protection (53), en particulier que la tige de piston
du ressort à gaz est entourée par un tube de protection.
3. Toiture selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la toiture (100) présente au moins un entraînement électrique pour faire pivoter
les lamelles (10, 20, 30), lequel agit sur au moins une ou plusieurs lamelles (10,
20, 30) et/ou sur la barre de couplage (9) et/ou est disposé dans une lamelle (10,
20, 30) et entraîne cette lamelle (10, 20, 30).
4. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la toiture (100) présente au moins un entraînement électrique pour faire pivoter
les lamelles (10, 20, 30), dans laquelle l'entraînement électrique présente un déverrouillage
de secours, de sorte qu'après le déclenchement du déverrouillage de secours de l'entraînement
électrique, les lamelles sont automatiquement pivotées en position fermée au moyen
du ressort de pression.
5. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une plaque de tête (11) est disposée sur le premier côté des lamelles (10, 20, 30)
et dans laquelle les plaques de tête (11) des lamelles (10, 20, 30) sont chacune couplées
de manière pivotante à la barre de couplage (9) via une goupille de couplage (12)
et entre la barre de couplage (9) et au moins une des plaques de tête (11), en particulier
chaque plaque de tête (11), au moins un élément de friction (8) est disposé, lequel
est directement ou indirectement en contact avec la barre de couplage (9) et/ou avec
la plaque de tête (11).
6. Toiture selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'élément de friction (8) est formé en tant que ressort à lames, en particulier ensemble
de ressorts à lames, et/ou que l'élément de friction (8) est formé en tant que ressort
de pression, en particulier ressort hélicoïdal.
7. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les lamelles (10, 20, 30) présentent respectivement sur leur premier côté et/ou sur
leur second côté au moins un axe d'articulation (15) au moyen duquel les lamelles
(10, 20, 30) sont montées respectivement sur les supports (1,2) de manière pivotante
autour de leur axe de rotation.
8. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les lamelles (10, 20, 30) présentent respectivement une plaque de tête supplémentaire
sur leur second côté.
9. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les lamelles (10, 20, 30) présentent respectivement une plaque de tête supplémentaire
sur leur second côté, dans laquelle les plaques de tête supplémentaires des lamelles
(10, 20, 30) sont respectivement couplées de manière pivotante à une goupille de couplage
supplémentaire par l'intermédiaire d'une autre barre de couplage.
10. Toiture selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'au moins un élément de friction (8) est disposé entre la barre de couplage supplémentaire
et au moins une des plaques de tête supplémentaires, en particulier chaque plaque
de tête supplémentaire, lequel élément de friction est directement ou indirectement
en contact avec la barre de couplage supplémentaire et/ou avec la plaque de tête supplémentaire.
11. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la toiture (100) présente au moins un montant (5, 6, 7), en particulier vertical,
qui supporte au moins un des supports (1, 2).
12. Toiture selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la toiture (100) présente un cadre formé de plusieurs supports (1, 2, 3, 4), en particulier
en ce que le cadre est supporté par plusieurs montants (5, 6, 7) disposés en particulier aux
angles du cadre.