[0001] Die Erfindung betrifft ein Entwässerungssieb für die Herstellung von Sicherheitspapier
mit einem Fenstersicherheitsfaden.
[0002] Datenträger, wie beispielsweise Banknoten, Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine,
Schecks, hochwertige Eintrittskarten, aber auch andere fälschungsgefährdete Papiere,
wie Pässe oder sonstige Ausweisdokumente, werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen
versehen, die eine Überprüfung der Echtheit des Wertdokuments gestatten und die zugleich
als Schutz vor unerlaubter Reproduktion dienen. Die Sicherheitselemente können dabei
in Form eines in den Datenträger ganz oder teilweise eingebetteten Sicherheitsfadens
ausgebildet sein.
[0003] Die Einbringung eines Sicherheitsfadens in Banknotenpapier ist beispielsweise in
der
WO 2004/050991 A1 beschrieben. Dabei wird der Sicherheitsfaden während des Herstellungsprozesses des
Papiers von einer angetriebenen Rolle abgerollt und durch die Überwachung der Zugkraft
des Sicherheitsfadens eine konstante mechanische Spannung gewährleistet. Fenstersicherheitsfäden
sind Sicherheitsfäden, die weder auf eine Oberfläche eines Datenträgersubstrats aufgebracht,
noch vollständig in das Substrat eingebettet sind. Sie sind vielmehr teilweise so
in das Substrat eingebettet, dass sie an einer oder beiden gegenüberliegenden Oberflächen
des Substrats nur in bestimmten Fensterbereichen sichtbar sind.
[0004] Um Datenträger mit Fenstersicherheitsfäden zu erhalten, werden in der Regel Bronzesiebgewebe
mit Messingprägestempeln in eine Form mit mehreren Stegen gebracht um Auflageflächen
für den bei der Papierherstellung einzubringenden Sicherheitsfaden zu schaffen. Aus
Sicht des Designers sind die möglichen Gestaltungen dabei allerdings stark begrenzt
und alle bekannten Fensterfadenvarianten weisen Fenster auf, die über die gesamte
Fadenbreite offen sind.
[0005] DE102013008082 zeigt ein Entwässerungssieb für die Herstellung von Sicherheitspapier mit einem Fenstersicherheitsfaden,
bei dem das Trägersieb mit einem Spritzgusseinsatz versehen ist, der ein Relief mit
sich von einem Grundkörper nach oben erstreckenden und die Oberfläche des Trägersiebs
überragenden Motivelementen aufweist.
[0006] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Entwässerungssieb der
oben genannten Art so zu verbessern, dass die Motivelemente des Trägersiebs in ihrer
Form der Fensterbereiche entsprechen, in denen der Fenstersicherheitsfaden sichtbar
ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Bei einem nicht erfindungsgemäßen Datenträger ist vorgesehen, dass die Fensterbereiche
papiermacherisch erzeugte Mikrofenster umfassen, die einen bei der Papierherstellung
erzeugten Rand mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten aufweisen und deren Breite
quer zur Fadenrichtung weniger als 50% der Fadenbreite beträgt und zwischen 0,2 mm
und 4 mm liegt.
[0009] Der Begriff Fenstersicherheitsfaden wird im Rahmen der vorliegenden Beschreibung
nicht nur für schmale Sicherheitsfäden mit einer Breite von 4 mm oder weniger verwendet,
sondern auch für breite Sicherheitsfäden mit einer Breite von 4 mm bis etwa 30 mm,
welche in der Patentliteratur teilweise auch als Sicherheitsbänder bezeichnet werden.
Die Einbettung solch breiter Sicherheitsfäden bei der Papierherstellung ist beispielsweise
in der Druckschrift
EP 0 625 431 A1 beschrieben.
[0010] Im Rahmen des nicht erfindungsgemäßen Datenträgers können alle Fensterbereiche des
Datenträgers in Form von Mikrofenstern ausgebildet sein oder der Datenträger kann
neben Mikrofenstern auch herkömmliche Fensterbereiche aufweisen.
[0011] Die Länge der Mikrofenster parallel zur Fadenlängsrichtung (teilweise auch als Höhe
der Mikrofenster bezeichnet) liegt mit Vorteil zwischen 0,2 mm und 4 mm, vorzugsweise
zwischen 0,3 mm und 3 mm und besonders bevorzugt zwischen 0,5 mm und 1 mm. Alternativ
oder zusätzlich liegt die Breite der Mikrofenster in Fadenquerrichtung bevorzugt zwischen
0,3 mm und 3 mm, besonders bevorzugt zwischen 0,5 mm und 1 mm.
[0012] Mit besonderem Vorteil kann vorgesehen sein, dass die Fensterbereiche mehrere, in
Fadenquerrichtung nebeneinander liegende Mikrofenster umfassen. Diese Mikrofenster
liegen dabei vorteilhaft in Fadenquerrichtung nicht genau auf gleicher Höhe, sondern
sind vielmehr stets um einen Bruchteil der Fensterhöhe gegeneinander versetzt. Mit
anderen Worten schneidet eine Gerade in Fadenquerrichtung zwar mehrere der genannten
Mikrofenster, allerdings jeweils an unterschiedlichen Stellen entlang der Höhenausdehnung
der Mikrofenster.
[0013] Die Breite der Mikrofenster kann in Fadenquerrichtung sogar weniger als 40%, bevorzugt
weniger als 30% der Fadenbreite betragen.
[0014] Bevorzugt umfassen die Fensterbereiche des nicht erfindungsgemäßen Datenträgers Mikrofenster,
deren Umrisse Muster, Zeichen oder eine Codierung, insbesondere eine Buchstaben- oder
Ziffernfolge, wie etwa ein Währungssymbol oder eine Wertzahl darstellen. Insbesondere
bei breiten Sicherheitsfäden können die Mikrofenster auch in Form einer Gesichts-
oder Portraitdarstellung ausgeführt sein.
[0015] In vorteilhaften Gestaltungen des nicht erfindungsgemäßen Datenträgers umfassen die
Fensterbereiche eine Mehrzahl von Mikrofenstern, deren räumliche Anordnung ein Motiv
bildet. Dabei sind die einzelnen Mikrofenster nicht notwendigerweise selbst in Motivform
ausgebildet, das genannte Motiv wird vielmehr durch die Anordnung der Gesamtheit der
Mikrofenster gebildet. Ein solches Motiv kann insbesondere in Buchstaben, Zeichen
oder Figuren bestehen, die aus den Mikrofenstern als kleinen Bausteinen zusammengesetzt
sind. Die Umrisse der Mikrofenster können dabei gleich und auch unterschiedlich ausgebildet
sein. Es ist auch möglich, dass sowohl die Umrisse der Mikrofenster als auch deren
räumliche Anordnung jeweils ein Motiv bzw. eine Information darstellen. Diese Motive
oder Informationen können aufeinander bezogen sein oder sich zu einer Gesamtinformation
ergänzen. Die Mikrofenster können auch gerasterte, punktwolkenartige oder streifenförmige
Fenster bilden.
[0016] Bei einer Weiterbildung des nicht erfindungsgemäßen Datenträgers sind die Mikrofenster
als Dünnstellen in der Papierlage des Substrats Teil eines seitlich über den Fenstersicherheitsfaden
hinausragenden Wasserzeichens. Auf diese Weise können die Mikrofenster in ein übergreifendes
Design des Datenträgers integriert werden, so dass sich der Aufmerksamkeitswert und
die Nachahmungssicherheit weiter erhöht. Das Wasserzeichen kann insbesondere ein von
dem Umriss oder der räumlichen Anordnung der Mikrofenster gebildetes Motiv ergänzen,
fortführen oder in gleicher oder abgewandelter Form wiederholen.
[0017] Nach einer anderen Weiterbildung des nicht erfindungsgemäßen Datenträgers ist ein
von dem Umriss oder der Anordnung der Mikrofenster gebildetes Motiv durch ein beliebiges
anderes Sicherheitsmerkmal über den Fenstersicherheitsfaden hinaus fortgesetzt. Das
andere Sicherheitsmerkmal kann beispielsweise in einer Druckschicht, einer Farbschicht,
einem Laserschnittbereich, einem Wasserzeichen, einer Folie oder einem Hologramm bestehen.
Auch bei einer solchen Ausgestaltung kann das andere Sicherheitsmerkmal ein von dem
Umriss oder der Anordnung der Mikrofenster gebildetes Motiv ergänzen, fortführen oder
in gleicher oder abgewandelter Form wiederholen.
[0018] Der Fenstersicherheitsfaden kann mit Beugungsstrukturen, Flüssigkristallschichten,
Dünnschichtaufbauten, Aussparungen in opaken, insbesondere metallischen Schichten,
Fluoreszenzstoffen, magnetischen, leitfähigen und/oder metallischen Schichten versehen
sein.
[0019] Die Erfindung enthält ein Entwässerungssieb für die Herstellung von Sicherheitspapier
mit einem Fenstersicherheitsfaden, der an bestimmten Fensterbereichen an einer Oberfläche
des Sicherheitspapiers hervortritt und in dazwischen liegenden Bereichen im Inneren
des Sicherheitspapiers eingebettet wird. Das Entwässerungssieb umfasst ein Trägersieb,
das in einem Teilbereich mit einem Spritzgusseinsatz versehen ist, der ein Relief
mit sich von einem Grundkörper nach oben erstreckenden und die Oberfläche des Trägersiebs
überragenden Motivelementen aufweist, die in Form der Fensterbereiche des Fenstersicherheitsfadens
ausgebildet sind. Die Motivelemente umfassen dabei zur Erzeugung von Mikrofenstern
Mikromotivelemente, die quer zur Laufrichtung des einzubettenden Fadens eine Breite
aufweisen, die weniger als 50% der Fadenbreite beträgt und zwischen 0,2 mm und 4 mm
liegt, und deren Umrisse Muster Zeichen oder eine Codierung, insbesondere eine Buchstabenoder
Ziffernfolge darstellen, und/oder deren räumliche Anordnung ein Motiv, insbesondere
Buchstaben, Zeichen oder Figuren bildet.
[0020] Weiter enthält die Erfindung ein Entwässerungssieb der oben genannte Art, bei dem
das Entwässerungssieb ein Trägersieb umfasst, das in einem Teilbereich eine Siebprägung
aufweist, die ein Relief mit die Oberfläche des Trägersiebs überragenden Motivelementen
aufweist, die in Form der Fensterbereiche des Fenstersicherheitsfadens ausgebildet
sind. Die Motivelemente umfassen dabei zur Erzeugung von Mikrofenstern Mikromotivelemente,
die quer zur Laufrichtung des einzubettenden Fadens eine Breite aufweisen, die weniger
als 50% der Fadenbreite beträgt und zwischen 0,2 mm und 4 mm liegt, und deren Umrisse
Muster Zeichen oder eine Codierung, insbesondere eine Buchstaben- oder Ziffernfolge
darstellen, und/oder deren räumliche Anordnung ein Motiv, insbesondere Buchstaben,
Zeichen oder Figuren bildet.
[0021] In vorteilhaften Erfindungsvarianten umfasst der Spritzgusseinsatz bzw. die Siebprägung
dabei mehrere, quer zur Fadenlaufrichtung nebeneinander liegende Mikromotivelemente
zur Erzeugung mehrerer, in Fadenquerrichtung nebeneinander liegender Mikrofenster.
[0022] In beiden Gestaltungen des Entwässerungssiebs umfassen die Motivelemente Mikromotivelemente,
deren Umrisse Muster, Zeichen oder eine Codierung, insbesondere eine Buchstaben- oder
Ziffernfolge darstellen. Alternativ oder zusätzlich umfassen die Motivelemente eine
Mehrzahl von Mikromotivelementen, deren räumliche Anordnung ein Motiv, insbesondere
Buchstaben, Zeichen oder Figuren bildet.
[0023] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist der Spritzgusseinsatz bzw.
die Siebprägung neben den Motivelementen zur Erzeugung der Fensterbereiche des Fenstersicherheitsfadens
ein Wasserzeichenrelief in Form eines zu erzeugenden Wasserzeichens in dem Sicherheitspapier
auf. Das Wasserzeichenrelief kann insbesondere ein von dem Umriss oder der Anordnung
der Mikromotivelemente gebildetes Motiv ergänzen, fortführen oder in gleicher oder
abgewandelter Form wiederholen.
[0024] Bei Entwässerungssieben mit Spritzgusseinsatz ist dieser zweckmäßig aus einem hydrophoben
Kunststoff, beispielsweise aus Polyoxymethylen gebildet. Zur Verringerung der Abnutzung
im Betrieb können dem Kunststoff verschleißreduzierende Additive zugesetzt sein.
[0025] Bevorzugt ist der Spritzgusseinsatz in einem ausgeschnittenen Bereich des Trägersiebs
angeordnet und nur in einem vorzugsweise gezackten Randbereich mit diesem verbunden.
Dazu kann beispielsweise mit Hilfe einer Laserschneidvorrichtung an der Stelle des
Siebgewebes, an der der Spritzgusseinsatz vorgesehen ist, eine Aussparung erzeugt
werden, die etwas kleiner, beispielsweise 1/10 mm kleiner als die gewünschte Form
des Spritzgusseinsatzes ist. Der Randbereich kann insbesondere in Form eines Musters,
vorzugsweise in gezackter Form ausgebildet sein. In diesen ausgeschnittenen Teilbereich
kann der Spritzgusseinsatz eingelegt oder vorzugsweise eingespritzt werden.
[0026] Das Trägersieb enthält vorteilhaft ein Siebgewebe mit zumindest je einem System von
miteinander verwobenen, in Längsrichtung verlaufenden Kettfäden und quer dazu verlaufenden
Schussfäden, wobei das Siebgewebe mit Vorteil entweder ein Metallgewebe, insbesondere
ein Bronzegewebe, ein Metall-Kunststoff-Mischgewebe, insbesondere ein Bronze- Kunststoff-Mischgewebe,
oder ein reines Kunststoffgewebe enthält.
[0027] Weiter weist der Spritzgusseinsatz vorzugsweise eine Mehrzahl von Perforationen auf,
die die Entwässerung bei der Papierherstellung sicherstellen. Die Abmessungen dieser
Entwässerungs-Perforationen sind so klein gewählt, dass in ihnen bei der Papierherstellung
keine Fasern anhaften. Typische Perforationsdurchmesser liegen zwischen 100 µm und
einigen 100 µm, beispielsweise bei etwa 500 µm. In vorteilhaften Ausgestaltungen verjüngen
sich die Perforationen zur oben liegenden Designfläche des Spritzgusseinsatzes hin
oder die Perforationen sind tailliert ausgebildet.
[0028] Zur Erzeugung eines Spritzgusseinsatzes mit einem Spritzgussrelief der oben beschriebenen
Art kann ein Spritzgusswerkzeug zum Einsatz kommen, das eine Spritzgusskavität enthält,
in die zur Erzeugung des Spritzgusseinsatzes Kunststoff einspritzbar ist und die mit
einem mehrstufigen Werkzeugrelief in Form des invertierten Spritzgussreliefs versehen
ist. Das Spritzgusswerkzeug einschließlich der Spritzgusskavität und des hochauflösenden
mehrstufigen Werkzeugreliefs kann dabei durch Fräsen oder durch ein additives Fertigungsverfahren
als Schichtenfolge einer Mehrzahl fest miteinander verbundener Materialschichten gebildet
sein.
[0029] Zur Erzeugung einer Siebprägung der oben beschriebenen Art kann ein Prägestock zum
Einsatz kommen, der mit einem hochauflösenden mehrstufigen Relief in Form der invertierten
Siebprägung versehen ist. Der Prägestock einschließlich des hochauflösenden mehrstufigen
Reliefs kann dabei durch Fräsen oder durch ein additives Fertigungsverfahren als Schichtenfolge
einer Mehrzahl fest miteinander verbundener Materialschichten gebildet sein.
[0030] Als additive Fertigungsverfahren kommen insbesondere selektives Lasersintern, selektives
Laserschmelzen, Elektronstrahlschmelzen, 3D-Druck mit Pulver, Schmelzschichtung, Laserauftragsschweißen,
Multi-Jet-Modeling, ein PolyJet-Verfahren, Stereolithographie, Laminated Object Modeling,
Film Transfer Imaging oder Digital Light Processing in Betracht.
[0031] Weitere Einzelheiten zu Aufbau, Eigenschaften und Herstellung des Spritzgusswerkzeuges
bzw. des Prägestocks können der Anmeldung
DE 10 2014 008 752.2 entnommen werden, deren Offenbarungsgehalt insoweit in die vorliegende Anmeldung
aufgenommen wird.
[0032] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0033] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem Sicherheitselement in Form
eines Fenstersicherheitsfadens,
- Fig. 2 und 3
- jeweils eine Detaildarstellung von Fensterbereichen mit Mikrofenstern einer Banknote
in Aufsicht,
- Fig. 4 und 5
- jeweils eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Entwässerungssiebs,
das zur Erzeugung von Mikrofenstern eingesetzt wird,
- Fig. 6
- Aufsichten auf eine Banknote mit einer Mehrzahl von Mikrofenstern, die in Ensembles
von Mikrofenstern in Form eines Eurosymbols angeordnet sind, wobei (a) ein einzelnes
Ensemble von Mikrofenstern und (b) mehrere, in Fadenlängsrichtung beabstandet und
in Fadenquerrichtung gegeneinander versetzt angeordnete Ensembles von Mikrofenstern
zeigt, und
- Fig. 7
- eine Gestaltung, bei der das Design einer Reihe papiermacherisch hergestellter Mikrofenster
außerhalb des Sicherheitsfadens von einem Druckmuster fortgesetzt wird.
[0034] Nun werden Beispiele von Fenstersicherheitsfäden für Banknoten und andere Wertdokumente
erläutert. Fig. 1 zeigt dazu eine schematische Darstellung einer Banknote 10 mit einem
Papiersubstrat 12, die mit einem Fenstersicherheitsfaden 14 versehen ist. Der Fenstersicherheitsfaden
14 tritt in Fensterbereichen 16 an der Oberfläche der Banknote 10 hervor, während
er in den dazwischen liegenden Stegbereichen 18 im Inneren der Banknote 10 eingebettet
ist.
[0035] In der Darstellung der Fig. 1 sind alle Fensterbereiche 16 des Fenstersicherheitsfadens
14 schematisch als Rechtecke dargestellt. Wie in der Detaildarstellung der Fig. 2
gezeigt, umfassen die Fensterbereiche 16 papiermacherisch erzeugte Mikrofenster 20,
die im Ausführungsbeispiel in Form von in Fadenquerrichtung nebeneinander liegenden
Ziffern "1" und "5" ausgebildet sind, welche zusammen die Ziffernfolge "15" bilden.
In Aufsicht geben die Mikrofenster 20 den Blick auf den ins Papier eingebetteten Fenstersicherheitsfaden
14 frei, so dass dort die auf dem Fenstersicherheitsfaden 14 angeordneten Sicherheitsmerkmale,
beispielsweise eine Beugungsstruktur oder eine farbkippende Schicht, sichtbar werden.
In den Stegbereichen 18 zwischen den Fensterbereichen 16 ist der Fenstersicherheitsfaden
14 durch die Papierlage 12 verdeckt und die darauf angeordneten Sicherheitsmerkmale
daher nicht sichtbar.
[0036] Da die Mikrofenster 20, wie nachfolgend beschrieben, bei der Papierherstellung erzeugt
wurden, weisen sie einen Rand 22 mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten auf, der
in dieser Beschreibung auch oft als Büttenrand bezeichnet wird. Die unregelmäßige
Randstruktur entsteht dabei durch eine unregelmäßige Anlagerung von Fasern im Randbereich
und durch in das Loch ragende Einzelfasern.
[0037] Die Breite b
M der Mikrofenster 20 ist deutlich kleiner als die Fadenbreite b
F, welche beispielsweise 4 mm beträgt, und liegt im Ausführungsbeispiel bei nur etwa
1 mm (25% der Fadenbreite, Ziffer "1") bzw. 1,5 mm (37,5% der Fadenbreite, Ziffer
"5"). Die Höhe h
M der Mikrofenster 20, also die Erstreckung in Fadenlängsrichtung L beträgt etwa 2
mm und ist daher ebenfalls wesentlich kleiner als die Fensterbereiche in herkömmlichen
Fensterfäden. Wie üblich, wird die Richtung parallel zur Längsausdehnung des Sicherheitsfadens
als Fadenlängsrichtung L bezeichnet und als Fadenquerrichtung Q die dazu senkrechte
Richtung.
[0038] Eine weitere Besonderheit der beschriebenen Gestaltungen besteht darin, dass mehrere
Mikrofenster 20 in Fadenquerrichtung Q nebeneinander liegen können, im Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 beispielsweise die Ziffern "1" und "5", die zusammen die Ziffernfolge "15"
bilden.
[0039] Fig. 3 zeigt ein anderes Beispiel, bei dem die Mikrofenster 20 in Form kleiner Sterne
mit unregelmäßigem Büttenrand 22 und einem Durchmesser von etwa b
M = 1,5 mm in einem Abstand von etwa 2 mm versetzt zueinander angeordnet sind. Die
Mikrofenster 20 geben den Blick auf den ins Papier eingebetteten Fenstersicherheitsfaden
14 frei, so dass dort dessen Sicherheitsmerkmale in Erscheinung treten können. Die
Größe der Mikrofenster b
M ist deutlich kleiner als die Fadenbreite b
F (b
M = 0.375 b
F), zudem sind teilweise zwei Mikrofenster 20 in Fadenquerrichtung Q nebeneinander
angeordnet, ohne allerdings genau auf gleicher Höhe zu liegen.
[0040] Es versteht sich, dass die Banknote 10 neben Fensterbereichen mit den beschriebenen
Mikrofenstern 20 auch herkömmliche Fensterbereiche aufweisen kann. Da diese jedoch
bekannt sind wird in der vorliegenden Anmeldung nicht näher auf sie eingegangen.
[0041] Um Gestaltungen wie die im Zusammenhang mit den Figuren 2 und 3 beschriebenen Mikrofenster
20 im Bereich eines Fenstersicherheitsfadens 14 zu erzeugen, wird erfindungsgemäß
das in Fig. 4 schematisch in einem Schnitt quer zur Fadenlaufrichtung dargestellte
Entwässerungssieb 30 eingesetzt.
[0042] Das Entwässerungssieb 30 umfasst ein Trägersieb 32 mit einem Siebgewebe 34, welches
in einem Teilbereich 40 ausgeschnitten ist. Das Siebgewebe 34 weist zumindest je ein
System von miteinander verwobenen, in Längsrichtung verlaufenden Kettfäden 36 und
quer dazu verlaufenden Schussfäden 38 auf. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann
das Siebgewebe beispielsweise ein Metallgewebe, insbesondere ein Bronzegewebe, ein
Metall-Kunststoff-Mischgewebe, insbesondere ein Bronze- Kunststoff-Mischgewebe, oder
auch ein reines Kunststoffgewebe enthalten. Das Trägersieb 32 kann sowohl ein einlagiges
als auch ein mehrlagiges Siebgewebe enthalten, wobei der einfacheren Darstellung halber
in der Figur nur ein einlagiges Siebgewebe gezeigt ist.
[0043] In dem ausgeschnittenen Teilbereich 40 des Siebgewebes 34 ist ein Kunststoff-Spritzgusseinsatz
50 angeordnet, der an seinem Rand mit dem Siebgewebe 34 verbunden ist. Die Verbindung
kann grundsätzlich auf vielfältige Weise erfolgen, beispielsweise durch eine Kunststoff-Umspritzung
oder Hinterspritzung, mit Hilfe einer Mehrzahl entlang des Rands angeordneten Befestigungsnoppen,
oder auch durch Verschweißen oder Verkleben. Im Ausführungsbeispiel ist eine derzeit
bevorzugte Variante verwirklicht, bei der der Spritzgusseinsatz 50 mit einer entsprechenden
Werkzeugform direkt in den ausgeschnittenen Teilbereich 40 des Siebgewebes 34 eingespritzt
ist und dabei eine besonders innige Verbindung mit dem Siebgewebe eingeht.
[0044] Der Spritzgusseinsatz 50 weist ein Relief 52 in der Form der Fensterbereiche 16 des
Fenstersicherheitsfadens 14 auf und enthält einen Grundkörper 54, von dem ausgehend
sich Motivelemente in Form der Fensterbereiche 16 nach oben erstrecken und die Sieboberfläche
überragen. Wesentlich für die vorliegende Erfindung ist dabei, dass die Motivelemente
kleine Mikromotivelemente 56 enthalten, die in Form und Größe der Mikrofenster 20
ausgebildet sind und sich mit scharfem Rand nach oben erstrecken. Im Ausführungsbeispiel
ist das Relief 52 mittels Frästechnik gefertigt, so dass die Flanken 57 der kleinen
Mikromotivelemente 56 einen Winkel von etwa 15° mit der Oberflächennormalen einschließen.
[0045] Bei der Papierherstellung in einer Rundsieb-Papiermaschine wird der einzubettende
Sicherheitsfaden 14 als Endloselement von einer Spule über eine Umlenkrolle dem Entwässerungssieb
30 mit dem Spritzgusseinsatz 50 zugeführt. Während des Eintauchens des Spritzgusseinsatzes
50 in die Papierpulpe liegt der Sicherheitsfaden 14 auf den Motivelementen und insbesondere
auch den Mikromotivelementen 56 des Spritzgusseinsatzes 50 auf.
[0046] Da im Inneren des Entwässerungssiebs 30 ein Unterdruck herrscht, wird das Wasser
der Wasser-Faser-Dispersion der Pulpe ins Innere des Entwässerungssiebs gesaugt. Dabei
lagern sich die Fasern an der Oberfläche des Entwässerungssiebs 30 und des Spritzgusseinsatzes
50 an und bilden die gewünschte Papierbahn. An den Stellen, an denen der Sicherheitsfaden
14 auf den Motivelementen bzw. den Mikromotivelementen 56 aufliegt, wird der Sicherheitsfaden
durch den Unterdruck an das Entwässerungssieb angesaugt, so dass sich dort keine Fasermasse
anlagern kann. Entsprechend bleibt der Sicherheitsfaden 14 in den Bereichen der Motivelemente
bzw. der Mikromotivelemente 56 frei von Fasermasse, während sich in den umgebenden
Bereichen Papierfasern anlagern und den Sicherheitsfaden 14 in das Papier einbetten.
Die Motivelemente bzw. die Mikromotivelemente 56 erzeugen daher gerade die gewünschten
Fensterbereiche bzw. Mikrofenster 20 in der sich bildenden Papierlage.
[0047] Wegen der papiermacherischen Herstellung der Mikrofenster 20 ist der Randbereich
22 der Mikrofenster nicht vollkommen scharf, wie etwa bei einer nachträglichen Erzeugung
von Löchern mittels Stanzen oder Laserschneiden. Vielmehr lagern sich im Randbereich
der Mikrofenster 20 Fasern an, die in unregelmäßiger Weise etwas in die Öffnung hineinragen
und dadurch den charakteristischen Büttenrand erzeugen.
[0048] Das Ausmaß der Randschärfe bzw. Randunschärfe der Mikrofenster 20 kann durch die
dreidimensionale Form der Mikromotivelemente 56 vorgegeben werden. Mikromotivelemente,
wie etwa die Mikromotivelemente 56 der Fig. 4, die sehr steile Flanken 57 und eine
kleine Randbreite aufweisen, erzeugen Randbereiche 22 mit geringen Unregelmäßigkeiten,
während Mikromotivelemente mit flacheren Flanken und größerer Randbreite, wie etwa
die in Fig. 5 gezeigten Mikromotivelemente 58, Mikrofenster 20 mit stark unregelmäßigen
Randbereichen 22 erzeugen.
[0049] Die Randbreite eines Mikromotivelements ist dabei diejenige Breite, innerhalb der
die Höhe eines Mikromotivelements von 90% der Maximalhöhe auf 10% abfällt. Mikrofenster
mit nur wenig unregelmäßigen Randbereichen können mit Mikromotivelementen 56 mit einer
Randbreite von 0,6 mm oder weniger, 0,5 mm oder weniger, oder sogar 0,4 mm oder weniger
erzeugt werden. Mikromotivelemente 58 mit einer Randbreite von mehr als 0,6 mm, mehr
als 1 mm oder sogar mehr als 1,5 mm können dagegen Mikrofenster mit stark unregelmäßigen
Randbereichen 22 erzeugen.
[0050] Der Spritzgusseinsatz 50 ist weiter mit einer Mehrzahl von Perforationen 48 versehen,
um die Entwässerung bei der Papierherstellung auch im Bereich des Spritzgusseinsatzes
sicherzustellen. Der Durchmesser der Perforationen 48 ist dabei so klein gewählt,
dass in ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften. Typische Perforationsdurchmesser
liegen zwischen 100 µm und einigen 100 µm, beispielsweise bei etwa 500 µm.
[0051] Figuren 6 und 7 zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen von Mikrofenstern in
Banknoten oder anderen Datenträgern. Bei der Ausgestaltung der Fig. 6(a) sind die
Mikrofenster 20 in Form von Ovalen mit einer Abmessung von 0,4 mm x 0,3 mm gebildet.
Jeweils eine Mehrzahl von ovalen Mikrofenstern 20 bildet dabei ein Ensemble 24, dessen
Mikrofenster 20 räumlich zueinander so angeordnet sind, dass sie zusammen als Motiv
das Eurosymbol "€" bilden. Wie in Fig. 6(a) weiter gezeigt, enthält das Ensemble 24
zwar mehrere in Fadenquerrichtung nebeneinander liegende Mikrofenster 20, diese liegen
jedoch in Fadenquerrichtung nie genau auf gleicher Höhe, sondern sind vielmehr stets
um einen Bruchteil der Mikrofensterhöhe gegeneinander versetzt.
[0052] Wie bei den oben beschriebenen Ausgestaltungen geben die Mikrofenster 20 den Blick
auf den ins Papier eingebetteten Fenstersicherheitsfaden 14 frei und lassen die darauf
angeordneten Sicherheitsmerkmale, beispielsweise gebildet durch eine Druckschicht,
eine Farbschicht oder andere Funktionsschicht, sichtbar werden.
[0053] Bei der Ausgestaltung der Fig. 6(b) sind mehrere Ensembles 24 von Mikrofenstern 20,
jeweils in Form des Eurosymbols €, in Fadenlängsrichtung L beabstandet angeordnet.
Die Ensembles 24 sind dabei als Ganzes in Querrichtung Q gegeneinander etwas versetzt,
um Schwankungen beim Einbringen des Sicherheitsfadens 14 ins Papier, beispielsweise
aufgrund von Wobbeln, auszugleichen. Bezeichnet Δ die maximale Wegstrecke, um die
ein Sicherheitsfaden 14 in Querrichtung Q aufgrund von Wobbeln versetzt in das Sicherheitspapier
12 eingebracht werden kann, so kann durch einen Versatz der Eurosymbol-Ensembles 24
um bis zu einer Strecke Δ nach rechts und links sichergestellt werden, dass in Längsrichtung
stets einige vollständige Symbol-Ensembles 24 unmittelbar über dem Sicherheitsfaden
14 liegen und die gewünschten Mikrofenster in Form des Eurosymbols bilden.
[0054] Das Design der Mikrofenster muss nicht auf den Sicherheitsfaden 14 begrenzt sein,
sondern kann sich auch seitlich darüber hinaus fortsetzen, beispielsweise in Form
eines Wasserzeichens oder durch ein anderes Sicherheitsmerkmal. Zur Illustration zeigt
Fig. 7 eine Gestaltung, bei der eine Reihe papiermacherisch hergestellter Mikrofenster
26 über einem Fenstersicherheitsfaden 14 angeordnet ist und, wie oben beschrieben,
den Blick auf die Sicherheitsmerkmale des eingebetteten Fenstersicherheitsfadens 14
freigibt. Die kreisscheibenförmigen Mikrofenster 26 weisen unterschiedliche Größen
auf, sind jedoch alle deutlich kleiner als die Fadenbreite, so dass mehrere Mikrofenster
26 in Fadenquerrichtung Q nebeneinander liegen.
[0055] Das von den Mikrofenstern 26 gebildete Design wird außerhalb des Sicherheitsfadens
14 von einem Druckmuster 28 in Form einer gedruckten Punktewolke fortgesetzt und dadurch
in das Gesamtdesign der Banknote 10 integriert. Dies erhöht auch die Nachahmungssicherheit
der Banknote deutlich, da der Sicherheitsfaden 14 nicht durch einen Sicherheitsfaden
ohne Mikrofenster 26 ersetzt werden kann und da zudem der Sicherheitsfaden 14 in Längsrichtung
korrekt auf das Druckmuster 28 ausgerichtet sein muss. Anstatt durch eine Druckschicht
kann ein von dem Umriss oder der Anordnung der Mikrofenster gebildetes Motiv beispielsweise
auch durch ein Wasserzeichen fortgesetzt sein. Die Mikrofenster, die ohnehin Dünnstellen
in der Papierlage eines Datenträgers darstellen, sind dabei vorzugsweise Teil eines
Wasserzeichens, das seitlich über den Fenstersicherheitsfaden hinausragt.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 10
- Banknote
- 12
- Papiersubstrat
- 14
- Fenstersicherheitsfaden
- 16
- Fensterbereiche
- 18
- Stegbereiche
- 20
- Mikrofenster
- 22
- Rand mit charakteristischen Unregelmäßigkeiten
- 24
- Ensemble von Mikrofenstern
- 26
- Mikrofenster
- 28
- Druckmuster
- 30
- Entwässerungssieb
- 32
- Trägersieb
- 34
- Siebgewebe
- 36
- Kettfäden
- 38
- Schussfäden
- 40
- ausgeschnittener Teilbereich
- 48
- Perforationen
- 50
- Wasserzeicheneinsatz
- 52
- Relief
- 54
- Grundkörper
- 56, 58
- Mikromotivelemente
- 57
- Flanken
- L
- Fadenlängsrichtung
- Q
- Fadenquerrichtung
1. Entwässerungssieb (30) für die Herstellung eines Sicherheitspapiers mit einem Fenstersicherheitsfaden,
der nach seiner Einbettung an zumindest einer Oberfläche des Sicherheitspapiers in
vorbestimmten Fensterbereichen des Sicherheitspapiers sichtbar ist, wobei das Entwässerungssieb
(30) ein Trägersieb (32) umfasst, das in einem Teilbereich (40) mit einem Spritzgusseinsatz
(50) versehen ist, der ein Relief (52) mit sich von einem Grundkörper (54) nach oben
erstreckenden und die Oberfläche des Trägersiebs (32) überragenden Motivelementen
aufweist, die in Form der vorbestimmten Fensterbereiche des Sicherheitspapiers, in
denen der Fenstersicherheitsfaden sichtbar sein soll, ausgebildet sind und wobei die
Motivelemente zur Erzeugung von Mikrofenstern Mikromotivelemente (56) umfassen, die
quer zur Laufrichtung des einzubettenden Fadens eine Breite aufweisen, die weniger
als 50% der Fadenbreite beträgt und zwischen 0,2 mm und 4 mm liegt, und deren Umrisse
Muster, Zeichen oder eine Codierung, insbesondere eine Buchstaben- oder Ziffernfolge
darstellen, und/ oder deren räumliche Anordnung ein Motiv, insbesondere Buchstaben,
Zeichen oder Figuren bildet.
2. Entwässerungssieb (30) für die Herstellung eines Sicherheitspapiers mit einem Fenstersicherheitsfaden,
der nach seiner Einbettung an zumindest einer Oberfläche des Sicherheitspapiers in
vorbestimmten Fensterbereichen des Sicherheitspapiers sichtbar ist, wobei das Entwässerungssieb
(30) ein Trägersieb (32) umfasst, das in einem Teilbereich eine Siebprägung aufweist,
die ein Relief mit die Oberfläche des Trägersiebs überragenden Motivelementen aufweist,
die in Form der vorbestimmten Fensterbereiche des Sicherheitspapiers, in denen der
Fenstersicherheitsfaden sichtbar sein soll, ausgebildet sind, und wobei die Motivelemente
zur Erzeugung von Mikrofenstern Mikromotivelemente umfassen, die quer zur Laufrichtung
des einzubettenden Fadens eine Breite aufweisen, die weniger als 50% der Fadenbreite
beträgt und zwischen 0,2 mm und 4 mm liegt, und deren Umrisse Muster, Zeichen oder
eine Codierung, insbesondere eine Buchstaben- oder Ziffernfolge darstellen, und/ oder
deren räumliche Anordnung ein Motiv, insbesondere Buchstaben, Zeichen oder Figuren
bildet.
3. Entwässerungssieb (30) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzgusseinsatz (50) bzw. die Siebprägung mehrere, quer zur Fadenlaufrichtung
nebeneinander liegende Mikromotivelemente (56) umfasst.
4. Entwässerungssieb (30) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzgusseinsatz (50) bzw. die Siebprägung neben den Motivelementen zur Erzeugung
der Fensterbereiche des Fenstersicherheitsfadens ein Wasserzeichenrelief in Form eines
in dem Sicherheitspapier zu erzeugenden Wasserzeichens aufweist.
5. Entwässerungssieb (30) nach wenigstens einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzgusseinsatz (50) in einem ausgeschnittenen Bereich (40) des Trägersiebs
(32) angeordnet und nur in einem vorzugsweise gezackten Randbereich mit diesem verbunden
ist.
6. Entwässerungssieb(30) nach wenigstens einem der Ansprüche 1, 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spritzgusseinsatz (50) eine Mehrzahl von Perforationen (48) aufweist, deren Abmessungen
so klein sind, dass in ihnen bei der Papierherstellung keine Fasern anhaften.
1. A dewatering screen (30) for manufacturing a security paper having a window security
thread that, after its embedding, is visible on at least one surface of the security
paper in predetermined window regions of the security paper, the dewatering screen
(30) comprising a carrier mold (32) that is furnished in a sub-region (40) with an
injection molded insert (50) that comprises a relief (52) having motif elements that
extend upward from a base body (54) and overtop the surface of the carrier mold (32)
and that are formed in the form of the predetermined window regions of the security
paper in which the window security thread is to be visible, and the motif elements
comprising, for producing microwindows, micromotif elements (56) that have, transverse
to the running direction of the thread to be embedded, a width that is less than 50%
of the thread width and is between 0.2 mm and 4 mm, and whose contours constitute
patterns, characters or a code, especially a sequence of letters or numbers, and/
or whose spatial arrangement forms a motif, especially letters, characters or figures.
2. A dewatering screen (30) for manufacturing a security paper having a window security
thread that, after its embedding, is visible on at least one surface of the security
paper in predetermined window regions of the security paper, the dewatering screen
(30) comprising a carrier mold (32) that comprises, in a sub-region, a mold embossing
that comprises a relief having motif elements that overtop the surface of the carrier
mold and that are formed in the form of the predetermined window regions of the security
paper in which the window security thread is to be visible, and the motif elements
comprising, for producing microwindows, micromotif elements that have, transverse
to the running direction of the thread to be embedded, a width that is less than 50%
of the thread width and is between 0.2 mm and 4 mm, and whose contours constitute
patterns, characters or a code, especially a sequence of letters or numbers, and/or
whose spatial arrangement forms a motif, especially letters, characters or figures.
3. The dewatering screen (30) according to claim 1 or 2, characterized in that the injection molded insert (50) or the mold embossing comprises multiple micromotif
elements (56) that lie next to one another transverse to the thread running direction.
4. The dewatering screen (30) according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the injection molded insert (50) or the mold embossing comprises, besides the motif
elements for producing the window regions of the window security thread, a watermark
relief in the form of a watermark to be produced in the security paper.
5. The dewatering screen (30) according to at least one of claims 1, 3 or 4, characterized in that the injection molded insert (50) is arranged in a cut-out region (40) of the carrier
mold (32) and is bonded therewith only in a preferably serrated edge region.
6. The dewatering screen (30) according to at least one of claims 1, 3 to 5, characterized in that the injection molded insert (50) comprises a plurality of perforations (48) whose
dimensions are so small that no fibers stick in them at paper manufacture.
1. Tamis d'égouttage (30) pour la production d'un papier de sécurité avec un fil de sécurité
en fenêtres, qui après son incorporation à au moins une surface du papier de sécurité
peut être visible dans des zones de fenêtres prédéterminées du papier de sécurité,
sachant que le tamis d'égouttage (30) comprend un tamis de support (32), qui est doté
dans une partie de zone (40) d'une insertion de moulage par injection (50), qui comporte
un relief (52) avec des éléments de motif s'étendant d'un corps de base (54) vers
le haut et dépassant la surface du tamis de support (32), qui sont constitués sous
la forme de zones en fenêtre prédéterminées du papier de sécurité, dans lesquelles
le fil de sécurité en fenêtres doit pouvoir être visible et sachant que les éléments
de motif comprennent des éléments de micromotif (56) pour la production de microfenêtres,
qui comportent transversalement à la direction de passage du fil à incorporer, une
largeur, qui est inférieure à 50 % de la largeur du fil et se situe entre 0,2 mm et
4 mm et dont les contours représentent des motifs, des signes ou une codification,
en particulier une succession de lettres ou de chiffres et/ou dont la disposition
spatiale forme un motif, en particulier des lettres, des signes ou des figures.
2. Tamis d'égouttage (30) pour la production d'un papier de sécurité avec un fil de sécurité
en fenêtres, qui après son incorporation sur au moins une surface du papier de sécurité
peut être visible dans des zones de fenêtres prédéterminées du papier de sécurité,
sachant que le tamis d'égouttage (30) comprend un tamis de support (32), qui comporte
une empreinte de tamis dans une partie de zone, qui comporte un relief avec des éléments
de motif dépassant la surface du tamis de support, qui sont constitués sous la forme
de zones à fenêtres prédéterminées du papier de sécurité, dans lesquelles le fil de
sécurité en fenêtres doit pouvoir être visible et sachant que les éléments de motif
comprennent des éléments de micromotif pour la production de microfenêtres, qui comportent
une largeur transversalement au sens de passage du fil à incorporer, qui est inférieure
à 50 % de la largeur du fil et se situe entre 0,2 mm et 4 mm et dont les contours
représentent des motifs, des signes ou une codification, en particulier une succession
de lettres ou de chiffres et/ou dont la disposition spatiale forme un motif, en particulier
des lettres, des signes ou des figures.
3. Tamis d'égouttage (30) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'insertion de moulage par injection (50) ou l'empreinte de tamis comprend plusieurs
éléments de micromotif (56) situés les uns à côté des autres transversalement à la
direction de passage du fil.
4. Tamis d'égouttage (30) selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'insertion de moulage par injection (50) ou l'empreinte de tamis comporte en plus
des éléments à motif, un relief de filigrane sous la forme d'un filigrane à produire
dans le papier de sécurité pour la production des zones de fenêtres du fil de sécurité
en fenêtres.
5. Tamis d'égouttage (30) selon au moins l'une quelconque des revendications 1, 3 ou
4, caractérisé en ce que l'insertion de moulage par injection (50) est disposée dans une zone découpée (40)
du tamis de support (32) et n'est reliée à celle-ci que dans une zone de bord de préférence
dentelée.
6. Tamis d'égouttage (30) selon au moins l'une quelconque des revendications 1, 3 à 5,
caractérisé en ce que l'insertion de moulage par injection (50) comporte une pluralité de perforations
(48), dont les dimensions sont si petites qu'aucune fibre, ne peut y adhérer lors
de la production du papier.