[0001] Die Erfindung geht aus von einem Halterahmen für einen Industriesteckverbinder zur
Aufnahme gleichartiger und/oder unterschiedlicher Steckverbindermodule nach dem Oberbegriff
des unabhängigen Anspruchs 1.
[0002] Derartige Steckverbindermodule werden als Bestandteil eines Steckverbindermodularsystems
benötigt, um einen Steckverbinder, insbesondere einen schweren Rechtecksteckverbinder,
auch Industriesteckverbinder genannt, flexibel an bestimmte Anforderungen bezüglich
der Signal- und Energieübertragung z.B. zwischen zwei elektrischen Geräten, anpassen
zu können. Üblicherweise werden dazu Steckverbindermodule in entsprechende Halterahmen,
die mitunter auch als Steckverbindermodularrahmen, Gelenkrahmen, Modulrahmen oder
Modularrahmen bezeichnet werden, eingesetzt. Die Halterahmen dienen somit dazu, mehrere
zueinander gleichartige und/oder auch unterschiedliche Steckverbindermodule aufzunehmen
und diese sicher an einer Fläche und/oder in einem Steckverbindergehäuse o.ä. zu befestigen.
[0003] Die Steckverbindermodule besitzen in der Regel jeweils einen im Wesentlichen quaderförmigen
Isolierkörper. Diese Isolierköper können beispielsweise als Kontaktträger dienen und
Kontakte verschiedenster Art aufnehmen und fixieren. Die Funktion eines dadurch gebildeten
Steckverbinders ist also sehr flexibel. Es können z.B. pneumatische Module, optische
Module, Module zur Übertragung elektrischer Energie und/oder elektrischer analoger
und/oder digitaler Signale im jeweiligen Isolierkörper aufgenommen sein und so im
Halterahmen Verwendung finden. Zunehmend übernehmen Steckverbindermodule auch mess-
und datentechnische Aufgaben.
Stand der Technik
[0004] Im Stand der Technik sind besagte Steckverbindermodularsysteme mit derartigen Steckverbindermodulen
unter Verwendung eines solchen Halterahmens, auch als Halterahmen, Modulrahmen, Gelenkrahmen
oder Modulrahmen bekannt, in zahlreichen Druckschriften und Veröffentlichungen offenbart,
auf Messen gezeigt und befinden sich häufig im industriellen Umfeld in Form von Schwerlaststeckverbindern
im Einsatz. Beispielsweise werden sie in den Druckschriften
DE 10 2013 106 279 A1,
DE 10 2012 110 907 A1,
DE 10 2012 107 270 A1,
DE 20 2013 103 611 U1,
EP 2 510 590 A1,
EP 2 510 589 A1,
DE 20 2011 050 643 U1,
EP 0 860 906 A2,
DE 29 601 998 U1,
EP 1 353 412 A2,
DE 10 2015 104 562 A1,
EP 3 067 993 A1,
EP 1 026 788 A1,
EP 2 979 326 A1,
EP 2 917 974 A1 beschrieben.
[0005] Aus der besagten Druckschrift
EP 0 860 906 B1 ist ein Halterahmen in Form eines Gelenkrahmens zur Halterung von Steckverbindermodulen
und zum Einbau in Steckverbindergehäuse oder zum Anschrauben an Wandflächen bekannt.
Dabei sind die Steckverbindermodule in den Halterahmen eingesetzt. An den Steckverbindermodulen
sind Halterungsmittel vorgesehen, die mit an gegenüberliegenden Seitenteilen des Halterahmens
vorgesehenen Fenstern zusammenwirken, wobei die Fenster in Ausnehmungen bestehen,
die als allseitig geschlossene Öffnungen in den Seitenteilen des Halterahmens ausgebildet
sind.
[0006] Die Druckschrift
DE 10 2015 114 703 A1 offenbart eine Weiterentwicklung eines solchen als Gelenkrahmen ausgestalteten Halterahmens.
Der darin offenbarte Halterahmen weist zumindest ein Fixierungsmittel auf, über welches
die Rahmenhälften in zwei Positionen, einer offenen Position und einer geschlossenen
Position, zueinander fixierbar sind, was die Handhabung erheblich vereinfacht.
[0007] Die Druckschrift
DE 20 2013 103 611 U1 zeigt zwei äußerst stabil miteinander verschraubbare, in Stanzbiegetechnik preiswert
herstellbare und zusammenschraubbare Rahmenhälften, die zur Aufnahme von u.a. pneumatischen
Modulen geeignet sind. Der so montierte Halterahmen weist auch unter hoher mechanischer
Langzeitbelastung nur sehr geringe Kriecheigenschaften auf. Nachteilig ist jedoch,
dass der Aufwand zum Hinzufügen oder Auswechseln eines Steckverbindermoduls äußerst
hoch ist.
[0008] Es hat sich in der Praxis jedoch gezeigt, dass solche Halterahmen bei der Montage
eine aufwändige Bedienung erfordern.
[0009] Die Druckschrift
EP 1 801 927 B1 offenbart einen einteiligen Halterahmen, der aus Kunststoffmaterial besteht. Der
Halterahmen ist als umlaufender Kragen ausgebildet und weist an seiner Steckseite
mehrere durch Schlitze getrennte Wandsegmente auf. Jeweils zwei gegenüberliegende
Wandsegmente bilden einen Einfügebereich für ein Steckverbindermodul, wobei die Wandsegmente
fensterartige Öffnungen aufweisen, die zur Aufnahme von an den Schmalseiten der Module
angeformten Vorsprüngen dienen. Weiterhin ist in den Wandsegmenten jeweils eine Führungsnut
vorgesehen. Die Führungsnut ist oberhalb der Öffnungen mittels eines nach außen versetzten
Fenstersteges gebildet, der auf der Innenseite eine Einführungsschräge aufweist. Zusätzlich
weisen die Steckverbindermodule Rastarme auf, die an den Schmalseiten in Richtung
der Kabelanschlüsse wirkend, angeformt sind, und unterhalb der seitlichen Kragenwand
verrasten, so dass zwei unabhängige Rastmittel die Steckverbindermodule im Halterahmen
fixieren.
[0010] Die
EP 3 067 993 A1 zeigt einen Halterahmen zur Aufnahme von Steckverbindermodulen, der einen starren
Grundrahmen mit einem rechteckigen Querschnitt aufweist, an dessen Langseiten gebogene
und drehbare Drahtstäbe zur reversiblen Fixierung von Steckverbindermodulen angebracht
sind.
[0011] Die
JP 2009 117218 A zeigt eine Gerätebuchse, bei welcher einzelne Steckmodule in dafür vorgesehene Ausnahmen
über einen Drahtbügel fixiert werden.
[0012] Die Druckschrift
DE 10 2013 113 976 B4 offenbart einen Halterahmen für einen Industriesteckverbinder zur Aufnahme gleichartiger
und/oder unterschiedlicher Steckverbindermodule. Der Halterahmen besteht aus einem
im Querschnitt rechteckigen Grundrahmen, der zwei sich gegenüberliegenden Seitenteile
aufweist. An den Seitenteilen ist jeweils ein Wangenteil, bestehend aus einem flexiblen
Material, insbesondere federelastischem Blech, angebracht. Beim Einführen eines Steckverbindermoduls
in den Halterahmen senkrecht zur Rahmenebene werden diese Wangenteile zunächst vom
Seitenteil weg nach außen gebogen. Insbesondere können die Wangenteile Laschen mit
Rastfenstern, besitzen, welche dazu geeignet sind, die Steckverbindermodule an deren
Rastnasen einzeln im Halterahmen zu verrasten. Die Steckverbindermodule können somit
einzeln und mit nur geringem Aufwand aus der Kabelanschlussrichtung und in Steckrichtung
in den Halterahmen eingeschoben und in umgekehrter Richtung wieder entnommen werden.
Das eingesteckte Steckverbindermodul ist vom Grundrahmen des Halterahmens in der Rahmenebene
fest und stabil gehalten. In ihrer Einführrichtung, senkrecht zur Rahmenebene, können
sie mit ihren Rastnasen jeweils zwischen zwei einander gegenüberliegenden Laschen
verrasten. Diese Bauform hat grundsätzlich den Vorteil, dass die Steckverbindermodule
einzeln eingesteckt und entnommen werden können, ohne dass die Befestigung der anderen
Module davon beeinträchtigt wird. Die Bauform gestattet es weiterhin, dass der Halterahmen
aus Metall besteht und ermöglicht somit die besagte Schutzerdung.
[0013] Weiterhin besitzen die Module in solchen bekannten Halterahmen grundsätzlich ein
gewisses "Spiel", d.h. sie sind mit einer bestimmten mechanischen Toleranz im Halterahmen
gehalten. Dies ist in technischer Hinsicht, zumindest in einem bestimmten Maße, für
die meisten Anwendungen auch als notwendig anzusehen, da es dazu dient, beim Steckvorgang
entsprechende Toleranzen gegenüber dem Gegensteckverbinder auszugleichen. Wird diese
Toleranz allerdings zu groß, wie es beim letztgenannten Stand der Technik zuweilen
zu beobachten ist, so kann dies dazu führen, dass die Fixierung der Steckverbindermodule
über die oben erwähnten Wangenteile den Anforderungen einiger industrieller Bereiche
nicht genügt. Aus einem zu großen Spiel innerhalb des Grundkörpers des Halterahmens
können nämlich oft auch zu hohe Steck- und Ziehkräfte beim Zusammenfügen bzw. Trennen
von Steckverbinder und Gegensteckverbinder resultieren. Die Kontaktelemente können
dadurch weiterhin auch, beispielsweise beim Steckvorgang, verkanten, wodurch zudem
auch ein höherer Abrieb entsteht und nach einiger Zeit möglicherweise sogar die Gefahr
eines Überspannungsbogens besteht. Auch aus datentechnischer Sicht kann sich das besagte
Spiel bei Verwendung bestimmter datentechnischer Steckverbindermodule von Nachteil
sein, da diese Toleranz gegebenenfalls eine elektronische Busanbindung erheblich erschwert.
[0014] Alle oben erwähnten Halterahmen sind dafür ausgelegt mehrfach und zum Teil mit unterschiedlichen
Steckverbindermodulen bestückt zu werden. Daher muss der Halterahmen eine gewisse
mechanische Stabilität und in seinen Verriegelungsmitteln für die Steckverbindermodule
eine gewisse Haltbarkeit aufweisen.
[0015] Soll ein Halterahmen nur wenige Male oder gar nur einmal mit Steckverbindermodulen
bestückt werden, sind die Halterahmen aus dem Stand der Technik einerseits zu aufwendig
zu bedienen und andererseits technisch überdimensioniert und dadurch zu teuer.
Aufgabenstellung
[0016] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin einen einfach mit Steckverbindermodulen bestückbaren
und gleichzeitig preisgünstig herstellbaren Halterahmen vorzuschlagen.
[0017] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1
gelöst.
[0018] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0019] Der erfindungsgemäße Halterahmen ist zum Einsatz für Industriesteckverbinder, auch
schwere Steckverbinder genannt, vorgesehen, die insbesondere dazu geeignet sind, hohe
elektrische Ströme zu übertragen. In den Halterahmen können gleichartige und/oder
unterschiedliche Steckverbindermodule reversibel eingesetzt werden. Dadurch kann ein
Industriesteckverbinder je nach Einsatzgebiet und Kundenwunsch variabel zusammengestellt
werden. Erfindungsgemäß besteht der Halterahmen im Wesentlichen aus einem dreidimensional
gebogenem Drahtgestell.
[0020] Vorzugsweise besteht das Drahtgestell aus einem einzelnen, zusammenhängenden Drahtstück.
Dabei wird ein Drahtstück bestimmter Länge durch eine oder mehrere Biegemaschinen
in die gewünschte dreidimensionale Form gebracht. Das Drahtmaterial ist preiswert
und der Herstellungsprozess günstig betrieben werden, so dass ein erfindungsgemäßer
Halterahmen erschwinglich hergestellt werden kann. Das Drahtstück kann in gewünschte
Länge von einer Drahtrolle abgeschnitten werden.
[0021] Vorzugsweise ist das Drahtgestell aus einem Draht gebildet, dessen Durchmesser zumindest
bereichsweise mindestens 1 Millimeter bis maximal zu 2 Millimetern beträgt. Dadurch
wird dem Drahtgestell eine gewisse mechanische Stabilität gegeben.
[0022] Vorteilhafterweise besteht der Draht aus einem leitfähigen, metallischen Material.
Vorzugsweise ist das Material biegsam und federelastisch.
[0023] Bevorzugterweise weist das Drahtgestellt eine rahmenförmige Grundform mit zwei sich
gegenüberstehenden Stirnflächen und zwei sich gegenüberstehenden Seitenflächen auf.
Der Begriff Flächen ist hier nicht wörtlich zu verstehen. Es befinden sich Abschnitte
des Drahtgestells in einer Ebene, die hier der Einfachheit halber als Flächen bezeichnet
werden. Die Seitenflächen weisen jeweils Befestigungskonturen auf, die im Wesentlichen
durch sich bereichsweise verengende Drahtschlaufen gebildet werden. Am geschlossenen
Ende der jeweiligen Befestigungskonturen bilden sich durch die Verengung Ausnehmungen,
in welche Rastnasen von Steckverbindermodulen aufgenommen werden können.
[0024] Die Rastnasen der Steckverbindermodule können auf verschiedene Weisen in die Ausnehmungen
der Befestigungskonturen gelangen. Die Steckverbindermodule werden in der Regel aus
Richtung des geschlossenen Endes der Befestigungskontur (also anschlussseitig) in
den Halterahmen eingeführt. Dabei werden die gegenüberliegenden Befestigungskonturen
vom Steckverbindermodul zunächst nach außen - senkrecht zu den Seitenflächen - gedrückt.
Anschließend stellen sich die Befestigungskonturen durch die Rückstellkraft zurück
und die endseitig an den Befestigungskonturen befindlichen Ausnehmungen greifen über
die Rastnasen der Steckverbindermodule. Dadurch sind die Steckverbindermodule im Halterahmen
reversibel fixiert.
[0025] Werden die Steckverbindermodule aus Richtung des offenen Endes der Befestigungskontur
(also steckseitig) in den Halterahmen eingeführt, werden die Verengungen der jeweiligen
Befestigungskontur durch die jeweiligen Rastnasen der Steckverbindermodule zunächst
aufgeweitet, bis sich die Rastnasen in den jeweiligen Ausnehmungen der Befestigungskonturen
befinden. Anschließend bildet sich die Verengung durch die Rückstellkraft des Drahtmaterials
zurück und die Steckverbindermodule sind im Halterahmen fixiert. Analog können die
Steckverbindermodule steckseitig aus dem Halterahmen entnommen werden. Gegebenenfalls
kann dazu die Geometrie der jeweiligen Ausnehmung der Befestigungskontur und der Rastnasen
der Steckverbindermodule in fachmännischer Weise optimiert und aufeinander abgestimmt
werden.
[0026] Der erfindungsgemäße Halterahmen weist mitunter eine geringere mechanische Stabilität
als die bekannten Halterahmen auf. Der hier gezeigte Halterahmen wird bei Anwendungen
mit hohen Steckzyklen daher keine Vorteile gegenüber dem Stand der Technik bieten.
Insbesondere ist ein Einsatz bei hohen Steck- und Ziehkräften vorab genau zu bedenken.
Wie oben beschrieben können die Steckverbindermodule jedoch beidseitig in den Halterahmen
eingeführt und auch entnommen werden. Im Einsatzgebieten wo nur geringe Steckzyklen
notwendig sind, zeigt der hier vorgestellte Halterahmen seine Stärken. Die beidseitige
Bestückbarkeit grenzt den hier beschriebenen Halterahmen von den aus dem Stand der
Technik bekannten Halterahmen deutlich ab.
[0027] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist das Drahtgestell in den Eckbereichen
jeweils eine Schlaufe auf, in welcher jeweils ein Befestigungselement gehalten ist.
Bei dem Befestigungselement handelt es sich vorzugsweise um eine Schraube. Damit kann
der Halterahmen reversibel in einem Steckverbindergehäuse befestigt werden. Die Schlaufen
können einfach im herstellenden Biegeverfahren mit vorgesehen werden.
[0028] Gemäß der Erfindung weist der Halterahmen zwei Seitenwände auf, die jeweils an den
Seitenflächen des Drahtgestells befestigt sind. Die Seitenwände bestehen vorzugsweise
aus Kunststoff und sind dadurch preisgünstig herstellbar. Durch die Seitenwände gewinnt
der Halterahmen insgesamt an Steifigkeit. Die Seitenwände können über geeignete Fixiermittel
einfach und werkzeuglos und reversibel an das Drahtgestell angebracht werden.
[0029] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Halterahmen ein PE-Kontaktelement auf. Durch
den PE-Kontakt wird eine Schutzerdung des Halterahmens oder eines Steckverbinders
ermöglicht. Natürlich muss auch der Halterahmen elektrisch leitfähige Eigenschaften
besitzen und beispielsweise aus einem elektrisch leitfähigen Draht gefertigt sein.
[0030] Vorzugsweise weist das Drahtgestellt an einer Stirnseite eine schlaufenförmige Ausnehmung
auf, in welcher das PE-Kontaktelement gehalten ist. Die Schlaufe kann einfach im herstellenden
Biegeverfahren mit vorgesehen werden.
[0031] In einer besonders bevorzugten Variante der Erfindung weist das PE-Kontaktelement
einen zylinderförmigen Kontaktstift auf, der wiederum einen umlaufenden, aufgerauten
Bereich aufweist. Durch diesen aufgerauten Bereich wird das PE-Kontaktelement verliersicher
in der dafür vorgesehenen Schlaufe gehalten.
[0032] Der aufgeraute Bereich kann verdickt sein, sprich einen größeren Durchmesser aufweisen
als der restliche Teil des Kontaktstifts. Vorzugsweise ist der aufgeraute Bereich
gerändelt oder zahnkranzförmig ausgebildet. Eine solche Bauweise ist einfach im Herstellungsprozess
des PE-Kontaktelements integrierbar.
Ausführungsbeispiel
[0033] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Halterahmens mit einer fehlenden
Seitenwand,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Halterahmens mit beiden Seitenwänden,
- Fig. 3
- ein perspektivische Darstellung eines PE-Kontaktelements,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen
Halterahmens und
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen
Halterahmens.
[0034] Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil
werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische Elemente identische Bezugszeichen
verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert
sein.
[0035] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Halterahmens 1. Die Figur 4 zeigte eine zweite Ausführungsform
und die Figur 5 zeigt eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Halterahmens
1', 1".
[0036] Der Halterahmen 1 ist besteht aus einem dreidimensional gebogenem Drahtgestell. Das
Drahtgestell ist aus einem einzelnen, zusammenhängenden Drahtstück 2 gebildet, was
beispielsweise zuvor in passender Länge von einer Drahtrolle abgelängt wurde. Das
Drahtstück kann mithilfe von Biegemaschinen in nahezu jede gewünschte dreidimensionale
Form gebracht werden.
[0037] Das Drahtgestellt bildet eine rahmenförmige Grundform mit zwei sich gegenüberstehenden
Stirnbereichen bzw. Stirnflächen und zwei sich gegenüberstehenden Seitenbereichen
bzw. Seitenflächen. An den jeweiligen Seitenbereichen sind Seitenwände 3 fixiert.
Die Seitenwände werden hier über Klemmarme 16 am Drahtgestell reversibel fixiert.
An einem Stirnbereich ist eine Drahtschlaufe gebildet, in welcher ein PE-Kontaktelement
4 verliersicher gehalten ist. Das PE-Kontaktelement weist einen Schraubanschluss 5
für einen Erdungsleiter (nicht gezeigt) und einen Kontaktstift 6 zum Erdungskontakt
mit einem Gegensteckverbinder (nicht gezeigt) auf. Alternativ kann das PE-Kontaktelement
4 anstatt mit einem Kontaktstift 6 (Figur 1) auch mit einer Kontaktbuchse 6' (Figur
2) ausgestattet sein.
[0038] Zwischen Schraubanschluss 5 und Kontaktstift 6 weist das PE-Kontaktelement 4 eine
Verdickung 7 auf. Die Verdickung 7 dient dazu das PE-Kontaktelement 4 in der Drahtschlaufe
8 im Stirnbereich des Halterahmens 1 zu fixieren. Die Verdickung 7 ist optional und
ist beispielsweise in der zweiten Ausführungsvariante der Erfindung (Figur 4) nicht
vorgesehen.
[0039] An den Eckbereichen des Halterahmens 1 werden vom Drahtgestell jeweils Schlaufen
10 gebildet, in welchen jeweils Schrauben 9 gehalten sind. Über die Schrauben 9 kann
der Halterahmen 1 in ein Gehäuse eines Industriesteckverbinders (nicht gezeigt) reversibel
fixiert werden.
[0040] In den Seitenbereichen weist der Halterahmen 1, 1', 1" beidseitig mehrere Befestigungskonturen
11, 11', 11". In den Ausführungsbeispielen sind pro Seitenfläche drei solcher Befestigungskonturen
11, 11', 11" gezeigt. Es können jedoch auch weniger oder mehr solcher Befestigungskonturen
11, 11', 11" vorhanden sein.
[0041] In den Ausführungsbeispielen sind die Halterahmen 1, 1', 1" der Einfachheit halber
jeweils mit denselben Steckverbindermodulen 12 bestückt. Es können selbstverständlich
unterschiedliche Steckverbindermodule, auch in gemischter Form, in den Halterahmen
1, 1', 1" fixiert werden.
[0042] Die Steckverbindermodule12 werden in der Regel aus Richtung des geschlossenen Endes
der Befestigungskontur 11, 11', 11" (also anschlussseitig) in Richtung des Pfeils
13 in den Halterahmen 1, 1', 1" eingeführt. Dabei werden die gegenüberliegenden Befestigungskonturen
11, 11', 11" vom Steckverbindermodul 12 zunächst nach außen gedrückt. Anschließend
bewegen sich die Befestigungskonturen 11, 11', 11" durch die Rückstellkraft des Drahtmaterials
wieder zurück in ihre Ursprungsposition. Dabei greifen die endseitig an den Befestigungskonturen
11, 11', 11" befindlichen Ausnehmungen 14, 14', 14" über die Rastnasen 15 der Steckverbindermodule
12. Dadurch sind die Steckverbindermodule 12 im Halterahmen 1, 1', 1" reversibel fixiert.
[0043] Bei den Ausführungsformen gemäß Figuren 1, 2 und 5 gibt es auch eine Möglichkeit
die Steckverbindermodule 12 steckseitig, also entgegen des Pfeils 13, in den Halterahmen
1, 1', 1" einzuführen. Gleichfalls können die Steckverbindermodule 12 auch steckseitig
aus den Halterahmen 1, 1', 1" entnommen werden. Werden die Steckverbindermodule 12
aus Richtung des offenen Endes der Befestigungskontur (also steckseitig entgegen des
Pfeils 13) in den Halterahmen 1, 1" eingeführt, werden die Verengungen der jeweiligen
Befestigungskontur 11, 11" durch die jeweiligen Rastnasen 15 der Steckverbindermodule
12 zunächst aufgeweitet, bis sich die Rastnasen 15 in den jeweiligen Ausnehmungen
14 der Befestigungskonturen 11, 11" befinden. Anschließend bildet sich die Verengung
durch die Rückstellkraft des Drahtmaterials zurück und die Steckverbindermodule 12
sind im Halterahmen 1, 1" fixiert. Analog können die Steckverbindermodule 12 steckseitig
(in Richtung des Pfeils 13) aus dem Halterahmen 1, 1" entnommen werden. Gegebenenfalls
kann dazu die Geometrie der jeweiligen Ausnehmung 14, 14" der Befestigungskontur 11,
11" und der Rastnasen 15 der Steckverbindermodule 12 in fachmännischer Weise optimiert
werden.
[0044] Auch wenn in den Figuren verschiedene Aspekte oder Merkmale der Erfindung jeweils
in Kombination gezeigt sind, ist für den Fachmann - soweit nicht anders angegeben
- ersichtlich, dass die dargestellten und diskutierten Kombinationen nicht die einzig
möglichen sind. Insbesondere können einander entsprechende Einheiten oder Merkmalskomplexe
aus unterschiedlichen Ausführungsbeispielen miteinander ausgetauscht werden.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Halterahmen
- 2
- Drahtstück
- 3
- Seitenwand
- 4
- PE-Kontaktelement
- 5
- Schraubanschluss
- 6
- Kontaktstift
- 6'
- Kontaktbuchse
- 7
- Verdickung
- 8
- Drahtschlaufe
- 9
- Schraube
- 10
- Schlaufe
- 11
- Befestigungskontur
- 12
- Steckverbindermodul
- 13
- Pfeil
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Rastnase
- 16
- Klemmarme
1. Halterahmen (1, 1', 1") für einen Industriesteckverbinder zur Aufnahme gleichartiger
und/oder unterschiedlicher Steckverbindermodule (12), wobei
der Halterahmen (1, 1', 1") aus einem dreidimensional gebogenem Drahtgestell besteht,
wobei der Halterahmen (1, 1', 1") gegenüberliegenden Befestigungskonturen (11, 11',
11") aufweist, die wiederum Ausnehmungen (14, 14', 14") für Rastnasen (15) der Steckverbindermodule
(12) aufweisen.
dadurch gekennzeichnet, dass
der Halterahmen (1, 1', 1") zwei Seitenwände (3) aufweist, die jeweils an den Seitenflächen
des Drahtgestells befestigt sind.
2. Halterahmen (1, 1', 1") nach vorstehendem Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
das Drahtgestell aus einem Drahtstück (2) gebildet ist, dessen Durchmesser zumindest
bereichsweise mindestens 1 Millimeter bis zu 2 Millimetern beträgt.
3. Halterahmen (1, 1', 1") nach einem der vorstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
dass Drahtgestellt eine rahmenförmige Grundform mit zwei sich gegenüberstehenden Stirnflächen
und zwei sich gegenüberstehenden Seitenflächen aufweist.
4. Halterahmen (1, 1', 1") nach vorstehendem Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
dass Drahtgestell in den Eckbereichen jeweils eine Schlaufe (10, 10', 10") aufweist,
in welcher jeweils ein Befestigungselement, vorzugsweise eine Schraube (9), zur reversiblen
Befestigung des Halterahmens (1, 1', 1") in ein Steckverbindergehäuse, gehalten ist.
5. Halterahmen (1, 1', 1") nach einem der vorstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Halterahmen (1, 1', 1") ein PE-Kontaktelement (4) aufweist.
6. Halterahmen (1, 1', 1") nach vorstehendem Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
dass PE-Kontaktelement (4) einen zylinderförmigen Kontaktstift aufweist, der eine
Verdickung (7) aufweist.
7. Halterahmen (1, 1', 1") nach vorstehendem Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
dass die Verdickung (7) eine gerändelte oder eine zahnkranzförmige Oberfläche aufweist.
8. Halterahmen (1, 1', 1") nach Anspruch 4 und 6
dadurch gekennzeichnet, dass
dass Drahtgestellt an einer Stirnseite eine schlaufenförmige Aufnahme (8) aufweist
in welcher das PE-Kontaktelement (4) gehalten ist.
1. Holding frame (1, 1', 1") for an industrial plug connector, for accommodating plug-connector
modules (12) which are of identical type and/or different, wherein
the holding frame (1, 1', 1") consists of a wire framework which is bent in a three-dimensional
manner,
wherein the holding frame (1, 1', 1") has oppositely-situated fastening contours-
(11, 11', 11"), which in turn have cutouts (14, 14', 14") for latching noses (15)
of the plug-connector modules (12),
characterized in that
the holding frame (1, 1', 1") has two side walls (3) which are fastened to the side
surfaces of the wire framework.
2. Holding frame (1, 1', 1") according to the preceding claim,
characterized in that
the wire framework is formed from a piece of wire (2) whose diameter, at least regionally,
is at least 1 millimetre to 2 millimetres.
3. Holding frame (1, 1', 1") according to either of the preceding claims,
characterized in that
the wire framework has a frame-like basic shape with two end surfaces which are situated
opposite one another and with two side surfaces which are situated opposite one another.
4. Holding frame (1, 1', 1") according to the preceding claim,
characterized in that,
in the corner regions, the wire framework has in each case one loop (10, 10', 10")
in which there is held in each case one fastening element, preferably screw (9), for
reversible fastening of the holding frame (1, 1', 1") in a plug-connector housing.
5. Holding frame (1, 1', 1") according to one of the preceding claims,
characterized in that
the holding frame (1, 1', 1") has a PE contact element (4).
6. Holding frame (1, 1', 1") according to the preceding claim,
characterized in that
the PE contact element (4) has a cylindrical contact pin which has a thickening (7).
7. Holding frame (1, 1', 1") according to the preceding claim,
characterized in that
the thickening (7) has a knurled or a toothe'd-ring-like surface.
8. Holding frame (1, 1', 1") according to Claims 4 and
characterized in that,
at an end side, the wire framework has a loop-like receptacle (8) in which the PE
contact element (4) is held.
1. Cadre de retenue (1, 1', 1") pour un connecteur industriel, destiné, à recevoir des
modules de connecteur (12) similaires et/ou différents, dans lequel le cadre de retenue
(1, 1', 1") est composé d'un châssis en fil métallique courbé en trois dimensions,
dans lequel le cadre de retenue (1, 1, 1") présente des contours de fixation (11,
11', 11") opposés qui présentent à leur tour des évidements (14, 14', 14") pour des
ergots d'encliquetage (15) des modules de connecteur (12),
caractérisé en ce que le cadre de retenue (1, 1', 1") présente deux parois latérales (3) qui sont respectivement
fixées aux surfaces latérales du châssis en fil métallique.
2. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le châssis en fil métallique est formé à partir d'un morceau de fil métallique (2)
dont le diamètre mesure au moins par endroits au moins de 1 millimètre à 2 millimètres.
3. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le châssis en fil métallique présente une forme de base en forme de cadre, dotée
de deux surfaces frontales opposées et de deux surfaces latérales opposées.
4. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le châssis en fil métallique présente dans les zones d'angle respectivement une boucle
(10, 10', 10") dans laquelle est maintenu respectivement un élément de fixation, de
préférence une vis (9), pour la fixation réversible du cadre de retenue (1, 1', 1")
dans un boîtier de connecteur.
5. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le cadre de retenue (1, 1', 1") présente un élément de contact PE (4).
6. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'élément de contact PE (4) présente une broche de contact cylindrique qui présente
une surépaisseur (7).
7. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la surépaisseur (7) présente une surface moletée ou une surface en forme de couronne
dentée.
8. Cadre de retenue (1, 1', 1") selon les revendications 4 et 6, caractérisé en ce que le châssis en fil métallique présente sur une surface frontale un logement en forme
de boucle (8), dans lequel est maintenu l'élément de contact PE (4).