[0001] Die Erfindung betrifft einen Federkraftklemmanschluss mit einer Stromschiene und
einer Klemmfeder, die einen Klemmschenkel hat, wobei sich der Klemmschenkel zur Stromschiene
hin erstreckt und eine Federklemmkante zum Anklemmen eines elektrischen Leiters hat,
und wobei die Stromschiene eine Stromschienenklemmkante zur Fixierung des anzuklemmenden
elektrischen Leiters hat.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Federkraftklemmanschlusses.
[0003] DE 10 2014 102 517 A1 offenbart einen Federkraftklemmkontakt zur Kontaktierung elektrischer Leiter. Der
Federkraftklemmkontakt hat eine Klemmfeder mit einer Federklemmkante und eine Stromschiene
mit einer Klemmkante, wobei die Klemmkante und die Federklemmkante eine Klemmstelle
für den elektrischen Leiter bilden.
[0004] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen verbesserten Federkraftklemmanschluss
zu schaffen.
[0005] Die Aufgabe wird mit einem Federkraftklemmanschluss mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0006] Bei dem gattungsgemäßen Federkraftklemmanschluss wird vorgeschlagen, dass die Stromschienenklemmkante
einen Radius kleiner oder gleich 0,2 mm hat. Ferner vorteilhaft ist es, wenn die Stromschienenklemmkante
einen Radius kleiner oder gleich 0,1 mm hat.
[0007] Durch die Ausbildung einer Stromschienenklammkante mit einem sehr kleinen Radius
wird ein Federkraftklemmanschluss bereitgestellt, der eine große Leiterhaltekraft
hat. Insbesondere bei feindrähtigen Leitern und/oder mehradrigen Leitern sind große
Leiterhaltekräfte nötig, damit der anzuklemmenden elektrischen Leiter sicher in dem
Federkraftklemmanschluss fixiert gehalten wird. Bei mehradrigen Leitern kann das Problem
bestehen, dass nur die äußeren Adern des Leiters durch Beaufschlagung durch die Federklemmkante
einer Haltekraft ausgesetzt sind. Es ist möglich, dass diese Haltekraft nicht ausreicht,
um derartige mehradrige Leiter sicher festzuklemmen, wenn zum Beispiel eine Zugkraft
auf diese Leiter wirkt. Hinzu kommt, dass die Leiter dadurch auch Schaden nehmen können,
indem die äußeren Adern durch die Haltekraft aus dem Leiter herausgerissen werden.
[0008] Eine Stromschienenklemmkante erhöht die Haltekraft des Federkraftklemmanschlusses,
indem der anzuklemmende elektrische Leiter neben der Federklemmkante auch von der
Stromschienenklemmkante eine zusätzliche Haltekraft erfährt. Die Haltekraft der Stromschienenklemmkante
kann dadurch noch verstärkt werden, indem der Radius der Stromschienenklemmkante kleiner
oder gleich 0,2 mm, insbesondere kleiner oder gleich 0,1 mm, ist. Durch die Ausbildung
eines kleinen Radius der Stromschienenklemmkante, ist die Stromschienenklemmkante
scharf ausgebildet. Scharf bedeutet, dass die Stromschienenklemmkante in den anzuklemmenden
elektrischen Leiter schneiden kann und sich die Stromschienenklemmkante somit in den
anzuklemmenden elektrischen Leiter gräbt. Damit kann eine größere Haltekraft auf den
anzuklemmenden elektrischen Leiter aufgebracht werden, die eine sichere Fixierung
des Leiters in dem Federkraftklemmanschluss gewährleistet. Weiterhin kann so auch
bei mehradrigen Leitern erreicht werden, dass die äußeren Adern auf zwei einander
gegenüberliegenden Seiten des mehradrigen Leitters mit einer vergrößerten Haltekraft
beaufschlagt werden können. Dies gewährleistet eine insgesamt höhere Haltekraft, als
wenn sich die Federklemmkante in die Adern des mehradrigen elektrischen Leiters gräbt.
[0009] Es ist denkbar, dass die Stromschienenklemmkante auch einen kleineren Radius wie
zum Beispiel kleiner oder gleich 0,075 mm, kleiner oder gleich 0,05 mm, kleiner oder
gleich 0,025 mm oder kleiner oder gleich 0,01 mm hat. Durch die Reduzierung des Radius
kann eine schärfere Stromschienenklemmkante bereitgestellt werden, die einfacher in
den anzuklemmenden elektrischen Leiter schneiden kann und sich damit tiefer in diesem
Leiter eingräbt.
[0010] Die Klemmfeder kann einen Anlageschenkel und einen zwischen dem Anlageschenkel und
dem Klemmschenkel angeordneten Federbogen haben.
[0011] Ein derartiger Federkraftklemmanschluss muss nicht zwingend eine Stromschienenklemmkante
mit einem Radius kleiner oder gleich 0,2 mm aufweisen. So ist auch denkbar, dass ein
folgender Federkraftklemmanschluss bereitgestellt wird:
Ein Federkraftklemmanschluss mit einer Stromschiene und einer Klemmfeder, die einen
Klemmschenkel hat, wobei sich der Klemmschenkel zur Stromschiene hin erstreckt und
eine Federklemmkante zum Anklemmen eines elektrischen Leiters hat, und wobei die Stromschiene
eine Stromschienenklemmkante zur Fixierung des anzuklemmenden elektrischen Leiters
hat..
[0012] Die Stromschienenklemmkante kann eine unsymmetrische Kontur bezüglich einer Symmetrieebene
haben, wobei sich die Symmetrieebene durch die Stromschienenklemmkante orthogonal
zur Stromschiene erstreckt. Die Stromschienenklemmkante kann dabei einen Widerhaken
für den anzuklemmenden elektrischen Leiter bilden oder eine widerhakenartige Wirkung
hinsichtlich des anzuklemmenden elektrischen Leiters haben.
[0013] Die Stromschienenklemmkante kann derart ausgebildet sein, dass bei Zug auf den anzuklemmenden
elektrischen Leiter die Stromschienenklemmkante in den anzuklemmenden elektrischen
Leiter schneidet. Dies kann zum Beispiel durch die Ausbildung des vorgenannten Widerhakens
erfolgen. Der Widerhaken ist ein Haken, der rückwärtsgerichtet an der Stromschiene
angebracht ist und dadurch verhindert, dass der anzuklemmende elektrische Leiter im
eingesteckten Zustand rückwärts bewegt und somit aus dem Federkraftklemmanschluss
herausgezogen werden kann. Rückwärtsgerichtet bedeutet, dass der Radius der Stromschienenklemmkante
in Richtung einer Leitereinführungsrichtung des anzuklemmenden elektrischen Leiters
ausgerichtet ist, so dass bei Leiterzug entgegen der Leitereinführungsrichtung sich
die Stromschienenklemmkante in das Material des Leiters eingräbt und diesen in dem
Federkraftklemmanschluss fixiert. Ein Widerhaken bedeutet aber nicht, dass eine entsprechende
Verbindung der Stromschienenklemmkante mit dem anzuklemmenden elektrischen Leiter
nicht mehr gelöst werden kann. Beispielsweise kann durch ein Betätigungselement, wie
zum Beispiel einem Betätigungshebel oder einem Betätigungswerkzeug oder einem Schraubendreher,
der Klemmschenkel der Klemmfeder ausgelenkt werden und so die Klemmverbindung mit
dem elektrischen Leiter gelöst werden.
[0014] Auf diese Weise kann eine große Haltekraft des Federkraftklemmanschlusses auf den
anzuklemmenden elektrischen Leiter erreicht werden. Die Haltekräfte definieren eine
Kraft, die aufgewendet werden muss, um den elektrischen Leiter aus der Klemmstelle
durch Zug entgegen der Leitereinführrichtung zu lösen..
[0015] Die Stromschienenklemmkante kann über die Breite der Stromschiene quer zum anzuklemmenden
elektrischen Leiter angeordnet sein.
[0016] Durch die Anordnung der Stromschienenklemmkante über die Breite der Stromschiene
kann eine Stromschienenklemmkante bereitgestellt werden, die sich über eine entsprechend
große Länge in den anzuklemmenden elektrischen Leiter eingraben kann. Somit ist die
Auflagefläche auf den anzuklemmenden elektrischen Leiter erhöht, wobei auch die Haltekraft
gleichmäßig auf den anzuklemmenden elektrischen Leiter übertragen werden kann und
die Fixierung des Leiters somit weiter verbessert.
[0017] Die Stromschienenklemmkante kann sich dabei über einen Teil der Breite der Stromschiene
erstrecken, wobei der andere Teil wenigstens einen Stromschienensteg bildet. Durch
die Ausbildung eines Stromschienenstegs kann die Stabilität der Stromschiene und der
Stromfluss durch die Stromschiene gewährleistet werden. Da die Stromschienenklemmkante
die Stabilität und den Stromfluss verringern kann, hat sich herausgestellt, dass die
Ausbildung der Stromschienenklemmkante nicht über die volle Breite der Stromschiene
erfolgen kann, sondern nur über einen Teil der Breite der Stromschiene. Dadurch kann
weiterhin eine ausreichend große Auflagefläche auf den anzuklemmenden elektrischen
Leiter bereitgestellt werden, wobei gleichzeitig der Stromfluss durch die Stromschiene
und die Stabilität der Stromschiene gewährleistet bleibt. Dies bedeutet aber nicht
im Umkehrschluss, dass die Stabilität und der Stromfluss durch die Stromschiene nicht
ausreichen, wenn die Ausbildung der Stromschienenklemmkante über die gesamte Breite
der Stromschiene erfolgt.
[0018] Die Stromschienenklemmkante kann an einer aus der Stromschiene freigeschnittenen
oder ausgestanzten Stromschienenklemmabschnitts angeordnet sein. Ferner vorteilhaft
ist es, wenn der Stromschienenklemmabschnitt in Richtung einer Leitereinführungsrichtung
vor der Stromschienenklemmkante an der Stromschiene angeordnet ist.
[0019] Der Stromschienenklemmabschnitt ist ein Abschnitt, der aus der Stromschiene zum Beispiel
durch Ausstanzen oder Freischnitt herausgestellt ist, wobei die Stromschienenklemmkante
an diesem Stromschienenklemmabschnitt angeordnet ist.
[0020] Die Stromschiene kann eine Lasche zur Befestigung der Klemmfeder haben, wobei die
Klemmfeder selbsttragend in die Lasche einsetzbar ist. Dies hat den Vorteil, dass
die Klemmfeder ohne zusätzliche Befestigungsmittel an der Stromschiene befestigt werden
kann.
[0021] Die Stromschiene kann eine Vertiefung haben, wobei die Vertiefung zur Aufnahme der
Federklemmkante ausgebildet ist. Ferner vorteilhaft ist es, wenn die Vertiefung in
Leitereinführungsrichtung vor der Stromschienenklemmkante angeordnet ist.
[0022] Durch die Vertiefung kann eine Aufnahme der Federklemmkante geschaffen werden, so
dass die Klemmfeder zusätzlich stabilisiert wird, wenn der anzuklemmende elektrische
Leiter nicht eingesteckt ist. Auf diese Weise kann die Transportsicherheit des Federkraftklemmanschlusses
erhöht werden, so dass der Federkraftklemmanschluss in einen vormontierten Zustand
sicher transportiert werden kann.
[0023] Im Bereich der Stromschienenklemmkante kann eine Absenkung angeordnet sein. Ferner
vorteilhaft ist es, wenn die Absenkung in Leitereinführungsrichtung hinter der Stromschienenklemmkante
angeordnet ist. Durch die Absenkung kann eine Stromschienenklemmkante in ausreichender
Höhe in Bezug zur Stromschiene geschaffen werden, damit sich die Stromschienenklemmkante
über diese Höhe in den anzuklemmenden elektrischen Leiter eingraben kann. Dabei gilt
aber zu beachten, dass die Höhe zu begrenzen, da es ansonsten zu Schäden an dem anzuklemmenden
elektrischen Leiter kommen kann.
[0024] Der Abstand der Auflagefläche der Absenkung in Leitereinführungsrichtung hinter der
Stromschienenklemmkante zu einer zur Leitereinführrichtung parallelen und durch die
Stromschienenklemmkante verlaufenden Ebene kann größer sein als der Abstand der Stromschiene
im Bereich der Auflage der Federklemmkante in Leitereinführungsrichtung vor der Stromschienenklemmkante
zu einer zur Leitereinführrichtung parallelen und durch die Stromschienenklemmkante
verlaufenden Ebene..
[0025] Auf diese Weise kann eine Stromschienenklemmkante bereitgestellt werden, die sich
über den größeren Abstand in den anzuklemmenden elektrischen Leiter eingraben kann,
Eine derartige Ausbildung kann zum Beispiel über eine Wölbung in der Stromschiene
oder durch Ausbildung einer dickeren Stromschiene im Bereich vor der Stromschienenklemmkante
erfolgen.
[0026] Der Federkraftklemmanschluss kann ein Isolierstoffgehäuse haben, wobei das Isolierstoffgehäuse
zumindest eine Leitereinführungsöffnung und eine Klemmfeder hat. Ferner vorteilhaft
ist es, wenn das Isolierstoffgehäuse zumindest zwei Leitereinführungsöffnungen und
zumindest zwei Klemmfedern hat, wobei die Leitereinführungsöffnungen an einander diametral
gegenüberliegenden Enden des Federkraftklemmanschlusses angeordnet sind.
[0027] Es ist denkbar, dass die zwei Klemmfedern auch einteilig ausgebildet sind, wobei
die Klemmfedern einen gemeinsamen Anlageschenkel haben, wobei der Anlageschenkel an
den Enden in jeweils einen Federbogen übergeht, die sich wiederum jeweils in einen
Klemmschenkel mit einer Federklemmkante erstrecken. Der Federkraftklemmanschluss soll
damit derartig ausgebildet sein, dass zwei gegenüberliegende elektrische Leiter elektrisch
leitend kontaktiert werden können.
[0028] Ferner wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung eines oben genannten
Federkraftklemmanschlusses mit den folgenden Schritten, gelöst:
- Ausstanzen der äußeren Kontur der Stromschiene
- Freischeiden oder Ausstanzen des Stromschienenklemmabschnittes, wobei der Stromschienenklemmabschnitt
aus der Blechebene herausgestellt ist
- Biegen der Stromschienenkontur
- Prägen der Absenkung hinter des Stromschienenklemmabschnittes zur Bildung der Klemmkante
[0029] Es hat sich gezeigt, dass die Herstellung einer scharfen Klemmkante mit einen Radius
kleiner oder gleich 0,2 mm erreicht werden kann, indem aus der Stromschiene zunächst
ein Stromschienenklemmabschnitt freigeschnitten oder ausgestanzt wird und anschließend
ein Prägen der Absenkung hinter der Stromschienenklemmkante zur Erzeugung eines kleinen
Radius erfolgt. Durch die Prägung der Absenkung können die seitlichen Randbereiche
der Stromschiene neben dem Stromschienenklemmabschnitt gegenüber dem Stromschienenklemmabschnitt
vorteilhaft abgesenkt werden, so dass der Stromschienenklemmabschnitt mit der nunmehr
freistehenden Stromschienenklemmkante gegenüber der Stromschienenoberfläche hervorsteht.
Durch das Prägen (Abkanten) bleibt somit eine scharfe Schnittkante zurück.
[0030] Es kann auch eine Vertiefung vor der Stromschienenklemmkante geprägt werden. Dieser
Verfahrensschritt kann gleichzeitig mit dem Prägen der Absenkung erfolgen oder in
einem separaten Schritt nach dem Prägen der Absenkung.
[0031] Der unbestimmte Begriff "ein" ist als solcher und nicht als Zahlwort zu verstehen.
So ist auch denkbar, dass der erfindungsgemäße Federkraftklemmanschluss eine Vielzahl
von Leitereinführungsöffnungen, Klemmfedern und Stromschienen hat. So ist es möglich,
dass der Federkraftklemmanschluss zwei nebeneinander angeordnete Stromschienen, mit
jeweils zwei Klemmfedern hat, so dass insgesamt vier elektrische Leiter an dem Federkraftklemmanschluss
angeklemmt werden können. Es ist aber auch möglich, dass drei, vier oder 5 nebeneinander
angeordnete Stromschienen mit jeweils zwei Klemmfedern einen erfindungsgemäßen Federkraftklemmanschluss
bilden.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen beispielhaft mit
den beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- - eine Ausführungsform eines Federkraftklemmanschlusses in einer perspektivischen
Ansicht;
- Figur 2a
- - ein Federkraftklemmanschluss nach Figur 1 in einer geschnittenen Seitenansicht ohne
eingesteckten elektrischen Leiter;
- Figur 2b
- - ein vergrößerter Ausschnitt eines Federkraftklemmanschlusses nach Figur 2a;
- Figur 2c
- - ein vergrößerter Ausschnitt eines Leiteranlageabschnittes nach den Figuren 1 bis
2b in einer Draufsicht;
- Figur 3a
- - ein Federkraftklemmanschluss nach den Figuren 1-2b in einer geschnittenen Seitenansicht
mit eingesteckten elektrischen Leiter;
- Figur 3b
- - ein vergrößerter Ausschnitt eines Federkraftklemmanschlusses nach Figur 3a.
[0033] Figur 1 zeigt ein Federkraftklemmanschluss 1 in einer perspektivischen Ansicht in
einer ersten Ausführungsform. Der Federkraftklemmanschluss 1 hat eine Stromschiene
2, wobei an den diametral gegenüberliegenden Enden der Stromschiene 2 jeweils eine
Klemmfeder 3a, 3b angeordnet ist. Die Klemmfedern 3a, 3b haben jeweils einen Anlageschenkel
4a, 4b, der in einen Federbogen 5a, 5b übergeht und sich in einen Klemmschenkel 6a,
6b erstreckt. Der Klemmschenkel 6a, 6b erstreckt sich dabei zu einem Abschnitt der
Stromschiene 2, wobei der Klemmschenkel 6a, 6b eine Federklemmkante 7a, 7b hat und
mit der Stromschiene 2 eine Klemmstelle für einen anzuklemmenden elektrischen Leiter
bildet.
[0034] Zu erkennen ist, dass jeweils an den diametral gegenüberliegenden Enden der Stromschiene
2 ein Leiteraufnahmeabschnitt 8 für den anzuklemmenden elektrischen Leiter angeordnet
ist. Deutlich wird, dass die Leiteraufnahmeabschnitte 8 umfangsseitig geschlossen
ausgebildet sind. Die Leiteraufnahmeabschnitte 8 weisen dabei einen dem Anlageschenkels
4a, 4b zugeordnetem Deckenabschnitt 9a, 9b einer Deckenfläche 9 und einem der Federklemmkante
7a, 7b zugeordneten Bodenabschnitt 12 auf, wobei der jeweilige Deckenabschnitt 9a,
9b und der Bodenabschnitt 12 über zwei Seitenflächen 13 miteinander verbunden sind
und einen durchgängigen umfangseitig geschlossenen Leiteraufnahmeabschnitt 8 bilden.
[0035] In der jeweiligen Leitereinführungsrichtung L betrachtet vor den Leiteraufnahmeabschnitten
8a, 8b, weist das Stromschienenbauteil 2 jeweils einen vorzugsweise einstückig angeformten
laschenförmigen Leiteranlageabschnitt 2a, 2b auf, an welchem im geschlossenen Zustand
ohne eingeführten elektrischen Leiter vorzugsweise die Federklemmkante 7a, 7b aufliegt.
Die Leiterauflageabschnitte 2a, 2b sind dabei vorzugsweise gegen die Leitereinführungsrichtung
L geneigt und bilden eine Leitereinführungsfläche bzw. Leitereinführungsschräge aus.
[0036] Weiterhin zu erkennen ist, dass an einer Deckenfläche 9 der Stromschiene 2 zwei Laschen
10a, 10b angeordnet sind, wobei sich die Laschen 10a, 10b jeweils an den diametral
gegenüberliegenden Enden der Deckenfläche 9 angeordnet sind. In die Laschen 10a, 10b
ist jeweils eine der Klemmfeder 3a, 3b selbsttragend, das bedeutet ohne zusätzliche
Befestigungsmittel, eingehängt.
[0037] Es ist aber auch denkbar, dass die Klemmfedern 3a, 3b als eine einzelne Klemmfeder
mit zwei Klemmschenkeln 7a, 7b ausgebildet sind, wobei sich die einzelne Klemmfeder
an der Deckenfläche 9 der Stromschiene 2 erstreckt.
[0038] Figur 2a zeigt einen Federkraftklemmanschluss 1 nach Figur 1 in einer geschnittenen
Seitenansicht ohne eingesteckten elektrischen Leiter. Zu erkennen ist, dass die Stromschiene
2 im Bereich der Federklemmkanten 7a, 7b jeweils eine Stromschienenklemmkante 11a,
11b hat. Die Stromschienenklemmkanten 11a, 11b können im Bereich der Leiteranlageabschnitte
2a, 2b vorgesehen sein. Die Stromschienenklemmkanten 11a, 11b haben einen Radius kleiner
oder gleich 0,2 mm, insbesondere einen Radius kleiner oder gleich 0,1. Durch die Ausbildung
der Stromschienenklammkante 11a, 11b mit einem sehr kleinen Radius wird ein Federkraftklemmanschluss
1 bereitgestellt, der eine große Leiterhaltekraft hat. Durch die Ausbildung eines
kleinen Radius der Stromschienenklemmkante 11a, 11b, sind die Stromschienenklemmkanten
11a, 11b derart scharf ausgebildet, dass diese sich in einen anzuklemmenden elektrischen
schneiden können und sich die Stromschienenklemmkante 11a, 11b somit in den anzuklemmenden
elektrischen Leiter gräbt, wobei eine entsprechende Leiterhaltekraft erreicht werden
kann.
[0039] Es ist aber auch denkbar, dass die Stromschienenklemmkanten 11a, 11b noch kleinere
Radien aufweisen. Dabei wird der Effekt des Einschneidens in den elektrischen Leiter
weiter verbessert.
[0040] Zu erkennen ist, dass der Bodenabschnitt 12 der Stromschiene 2 eine Auflage für die
anzuklemmenden elektrischen Leiter bilden kann. Der Bodenabschnitt 12 kann dabei die
laschenartigen Leiteranlageabschnitte 2a, 2b umfassen. Der Bodenabschnitt 12 und die
Deckenfläche 9 sind dabei über zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen 13 miteinander
verbunden. Deutlich wird, dass der Bodenabschnitt 12 und die Seitenflächen 13 eine
Ausnehmung 14 haben. Weiterhin deutlich wird, dass die Deckenfläche 9 als Leitereinführungsschräge
ausgebildet ist, wobei die Deckenfläche 9 V-förmig ausgebildet ist. Dabei verjüngt
sich der Querschnitt der Leiteraufnahmeabschnitte 8 zur Mitte des Federkraft Klemmanschlusses
1. Auf diese Weise kann ein elektrischer Leiter in den größeren Querschnitt der Leiteraufnahmeabschnitte
8 eingeführt werden, wobei der elektrische Leiter durch den sich verjüngenden Querschnitt
zur Klemmstelle hin geführt werden kann.
[0041] Figur 2b zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des Federkraftklemmanschlusses 1 nach
Figur 2a. Dabei ist der Bereich um die Stromschienenklemmkante 11a vergrößert dargestellt.
Deutlich würde, dass die Stromschienenklemmkante 11a an einem Stromschienenklemmabschnitt
18 angeordnet ist. Dabei ist der Stromschienenklemmabschnitt 18 aus der Stromschiene
2 freigeschnitten oder rausgestanzt.
[0042] Weiterhin zu erkennen ist, dass die Stromschiene 2 eine Absenkung 15 und eine Vertiefung
16 hat, wobei die Absenkung 15 in Bezug auf eine Leitereinführungsrichtung L hinter
der Stromschienenklemmkante 11a und die Vertiefung 16 in Bezug auf die Leiter Einführungsrichtung
L vor der Stromschienenklemmkante 11a angeordnet sind. Die Vertiefung 16 ist derart
ausgebildet, dass diese die Federklemmkante 7a aufnehmen kann, wenn kein elektrischer
Leiter in dem Federkraftklemmanschluss 1 eingesteckt ist. Auf diese Weise kann die
Klemmfeder 3a weiter stabilisiert werden, wobei die Transportsicherheit des Federkraftklemmanschlusses
1 erhöht werden kann.
[0043] Durch die Absenkung 15 kann eine Stromschienenklemmkante 11a in ausreichender Höhe
in Bezug zur Stromschiene geschaffen werden, damit sich die Stromschienenklemmkante
11a über diese Höhe in den anzuklemmenden elektrischen Leiter eingraben kann. Dabei
gilt es aber zu beachten, die Höhe zu begrenzen, da es ansonsten zu Schäden an dem
anzuklemmenden elektrischen Leiter kommen kann.
[0044] Weiterhin deutlich wird, dass der Abstand ΔA2 von einer zur Leitereinführungsrichtung
L parallelen und durch die Stromschienenklemmkante 11a verlaufenden Ebene E zur Stromschiene
2 in Leitereinführungsrichtung L hinter der Stromschienenklemmkante 11a größer ist
als der Abstand ΔA1 vor der Stromschienenklemmkante 11a. Als Bezugspunkt hinter der
Stromschienenklemmkante 11a wird dabei die Auflagefläche der Absenkung 15 herangezogen.
In Leitereinführungsrichtung L vor der Stromschienenklemmkante 11a ist dabei der Bereich
der Auflage der Federklemmkante 7a, 7b auf dem Leiteranlageabschnitt 2a, 2b der Bezugspunkt.
[0045] Figur 2c zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des Leiteranlageabschnittes 2a nach
den Figuren 1 bis 2b in einer Draufsicht. Deutlich wird, dass die Stromschienenklemmkante
11a an dem herausgestellten Stromschienenklemmabschnitt 18 angeordnet ist. Der Stromschienenklemmabschnitt
18 ist vorzugsweise aus dem Material der Stromschiene 2 ausgestanzt, wobei der Stromschienenklemmabschnitt
18 aus dem Leiteranlageabschnitt 2a der Stromschiene 2 U-förmig herausgestellt ist.
[0046] Weiterhin zu erkennen ist, dass der Stromschienenklemmabschnitt 18 in Leitereinführungsrichtung
L vor der Stromschienenklemmkante 11a aus der Stromschiene 2 herausgestellt ist.
[0047] Figur 3a zeigt einen Federkraftklemmanschluss 1 nach den Figuren 1-2b in einer geschnittenen
Seitenansicht mit einem eingesteckten elektrischen Leiter 17. Figur 3b zeigt einen
vergrößerten Ausschnitt des Federkraftklemmanschlusses 1 nach Figur 3a. Dabei ist
der Bereich um die Stromschienenklemmkante 11a vergrößert dargestellt.
[0048] Deutlich wird das der elektrische Leiter 17 zwischen der Federklemmkante 7a und der
Stromschienenklemmkante 11a an dem Bodenabschnitt 12 der Stromschiene 2 geklemmt gehalten
wird. Die Stromschienenklemmkante 11a ist dabei als Widerhaken ausgebildet, wobei
die Stromschienenklemmkante 11a bei Zug auf den elektrischen Leiter 17 entgegengesetzt
zur Leiter Einführungsrichtung L in den elektrischen Leiter 17 schneidet und sich
somit in den elektrischen Leiter 17 gräbt. Auf diese Weise kann eine entsprechend
hohe Haltekraft auf den elektrischen Leiter 17 ausgeübt werden, wobei der elektrische
Leiter 17 fixiert in der Klemmstelle des Federkraftklemmanschlusses 1 gehalten werden
kann.
[0049] Dabei kann die Stromschienenklemmkante 11a steifer ausgebildet sein als die Federklemmkante
7a. Durch die erhöhte Steifigkeit der Stromschienenklemmkante 11a gegenüber der Klemmfeder
7a kann sichergestellt werden, dass die Stromschienenklemmkante 11a in den anzuklemmenden
elektrischen Leiter schneidet.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Federkraftklemmanschluss
- 2
- Stromschiene
- 2a, 2b
- Leiteranlageabschnitt
- 3a, 3b
- Klemmfeder
- 4a, 4b
- Anlageschenkel
- 5a, 5b
- Federbogen
- 6a, 6b
- Klemmschenkel
- 7a, 7b
- Federklemmkante
- 8
- Leiteraufnahmeabschnitt
- 9
- Deckenfläche
- 9a, 9b
- Deckenabschnitt
- 10a, 10b
- Lasche
- 11a, 11b
- Stromschienenklemmkante
- 12
- Bodenabschnitt
- 13
- Seitenflächen
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Absenkung
- 16
- Vertiefung
- 17
- elektrischer Leiter
- 18
- Stromschienenklemmabschnitt
- ΔA1, ΔA2
- Abstand
- E
- Ebene
- L
- Leitereinführungsrichtung
1. Federkraftklemmanschluss (1) mit einer Stromschiene (2) und einer Klemmfeder (3a,
3b), die einen Klemmschenkel (6a, 6b) hat, wobei sich der Klemmschenkel (6a, 6b) zur
Stromschiene (2) hin erstreckt und eine Federklemmkante (7a, 7b) zum Anklemmen eines
elektrischen Leiters (17) hat, und wobei die Stromschiene (2) eine Stromschienenklemmkante
(11a, 11b) zur Fixierung des anzuklemmenden elektrischen Leiters (17) hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) einen Radius kleiner oder gleich 0,2 mm hat.
2. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfeder (3a, 3b) einen Anlageschenkel (4a, 4b) und einen zwischen dem Anlageschenkel
(4a, 4b) und dem Klemmschenkel (6a, 6b) angeordneten Federbogen (5a, 5b) hat.
3. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) einen Radius kleiner oder gleich 0,1 mm hat.
4. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) eine unsymmetrische Kontur bezüglich einer
Symmetrieebene hat, wobei die Symmetrieebene sich durch die Stromschienenklemmkante
(11a, 11b) orthogonal zur Stromschiene (2) erstreckt.
5. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) einen Widerhaken für den anzuklemmenden elektrischen
Leiter (17) bildet.
6. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) derart ausgebildet ist, dass bei Zug auf den
anzuklemmenden elektrischen Leiter (17) die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) in
den anzuklemmenden elektrischen Leiter (17) schneidet.
7. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) über die Breite der Stromschiene (2) quer
zum anzuklemmenden elektrischen Leiter (17) angeordnet ist.
8. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) über einen Teil der Breite der Stromschiene
(2) erstreckt, wobei der andere Teil wenigstens einen Stromschienensteg bildet.
9. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienenklemmkante (11a, 11b) an einem aus der Stromschiene (2) freigeschnittenen
oder ausgestanzten Stromschienenklemmabschnitt (18) angeordnet ist.
10. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Stromschienenklemmabschnitt (18) in Richtung einer Leitereinführungsrichtung
(L) vor der Stromschienenklemmkante (11a, 11b) an der Stromschiene (2) angeordnet
ist.
11. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene (2) eine Lasche (10a, 10b) zur Befestigung der Klemmfeder (3a, 3b)
hat, wobei die Klemmfeder (3a, 3b) selbsttragend in die Lasche (10a, 10b) einsetzbar
ist.
12. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene (2) eine Vertiefung (16) hat, wobei die Vertiefung (16) zur Aufnahme
der Federklemmkante (7a, 7b) ausgebildet ist.
13. Federkraftklemmanschluss n(1) ach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (16) in Leitereinführungsrichtung (L) vor der Stromschienenklemmkante
(11a, 11b) angeordnet ist.
14. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschiene (2) zumindest zum Teil Kupfer enthält.
15. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Stromschienenklemmkante (11a, 11b) eine Absenkung (15) angeordnet
ist.
16. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Absenkung (15) in Leitereinführungsrichtung (L) hinter der Stromschienenklemmkante
(11a, 11b) angeordnet ist.
17. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (ΔA1) einer zur Leitereinführungsrichtung (L) parallelen und durch die
Stromschienenklemmkante (11a, 11b) verlaufenden Ebene (E) zur Stromschiene (2) in
Leitereinführungsrichtung (L) hinter der Stromschienenklemmkante (11a, 11b) größer
ist als vor der Stromschienenklemmkante (11a, 11b).
18. Federkraftklemmanschluss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federkraftklemmanschluss (1) ein Isolierstoffgehäuse hat, wobei das Isolierstoffgehäuse
zumindest eine Leitereinführungsöffnung und eine Klemmfeder (3a, 3b) hat.
19. Federkraftklemmanschluss (1) nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse zumindest zwei Leitereinführungsöffnungen und zumindest zwei
Klemmfedern (3a, 3b) hat, wobei die Leitereinführungsöffnungen an einander diametral
gegenüberliegenden Enden des Federkraftklemmanschlusses (1) angeordnet sind.
20. Verfahren zur Herstellung eines Federkraftklemmanschlusses (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche mit den folgenden Schritten:
- Ausstanzen der äußeren Kontur der Stromschiene (2);
- Freischeiden oder Ausstanzen des Stromschienenklemmabschnittes (18), wobei der Stromschienenklemmabschnitt
(18) aus der Blechebene herausgestellt ist;
- Biegen der Stromschienenkontur;
- Prägen der Absenkung (15) hinter des Stromschienenklemmabschnittes (18) zur Bildung
der Stromschienenklemmkante (11a, 11b)
21. Verfahren nach Anspruch 20 mit den folgenden Schritten:
- Ausstanzen der äußeren Kontur der Stromschiene (2);
- Freischeiden oder Ausstanzen des Stromschienenklemmabschnittes (18), wobei der Stromschienenklemmabschnitt
(18) aus der Blechebene herausgestellt ist;
- Biegen der Stromschienenkontur;
- Prägen der Absenkung (15) hinter des Stromschienenklemmabschnittes (18) zur Bildung
der Stromschienenklemmkante (11a, 11b)
- Prägen der Vertiefung (16) vor der Stromschienenklemmkante (11a, 11b).