[0001] Die Erfindung betrifft eine Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse,
mit einem Stromschienenbauteil, mit einem ersten Klemmschenkel und einem zweiten Klemmschenkel,
wobei der erste Klemmschenkel und der zweite Klemmschenkel an einer Klemmfeder oder
jeweils an unterschiedlichen Klemmfedern angeordnet sind, wobei der erste Klemmschenkel
und das Stromschienenbauteil eine erste Klemmstelle für einen ersten anzuklemmenden
elektrischen Leiter und der zweite Klemmschenkel und das Stromschienenbauteil eine
zweite Klemmstelle für einen zweiten anzuklemmenden elektrischen Leiter bilden, wobei
das Stromschienenbauteil an einander diametral gegenüberliegenden Bereichen einen
ersten Leiteraufnahmeabschnitt und einen zweiten Leiteraufnahmeabschnitt hat, wobei
der erste Leiteraufnahmeabschnitt und der zweite Leiteraufnahmeabschnitt über einen
Verbindungsabschnitt miteinander verbunden sind, wobei der erste elektrische Leiter
über den ersten Leiteraufnahmeabschnitt in einer ersten Leitereinführungsrichtung
und der zweite elektrische Leiter über den zweiten Leiteraufnahmeabschnitt in einer
zweiten Leitereinführungsrichtung der jeweiligen Klemmstelle zuführbar ist und wobei
das Stromschienenbauteil eine die Klemmstellen aufweisenden Bodenabschnitt, eine Deckenfläche
und zwei einander gegenüberliegende, den Bodenabschnitt mit der Deckelfläche verbindende
Seitenflächen hat.
[0002] DE 20 2016 105 702 U1 offenbart eine Leiteranschlussklemme mit einem Kontakteinsatz, wobei der Kontakteinsatz
einen Halterahmen aufweist. Der Halterahmen ist dabei aus mehreren zueinander ausgerichteten
Seitenwänden gebildet. Eine der Seitenwände ist dabei formschlüssig mit einer anderen
Seitenwand verbunden.
[0003] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine verbesserte Leiteranschlussklemme
zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird mit einer Leiteranschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Bei der gattungsgemäßen Leiteranschlussklemme wird vorgeschlagen, dass der erste
Leiteraufnahmeabschnitt und der zweite Leiteraufnahmeabschnitt umfangsseitig geschlossen
ausgebildet sind, wobei der Verbindungsabschnitt zumindest eine Ausnehmung innerhalb
des Bodenabschnittes hat.
[0006] Auf diese Weise wird eine Leiteranschlussklemme geschaffen, die einen Stromfluss
gewährleistet und gleichzeitig die nötige Stabilität aufweist. Durch die entsprechende
Ausnehmung kann Material gespart werden und gleichzeitig Bauraum für zusätzliche Bauteile
geschaffen werden. Das Stromschienenbauteil kann dabei insbesondere einteilig ausgebildet
sein.
[0007] Weiterhin kann durch die Ausnehmung eine Rastkante am Stromschienenbauteil bereitgestellt
werden. Diese Rastkante kann zum Beispiel derart eingesetzt werden, dass am Isolierstoffgehäuse
eine oder mehrere Rastverbindungen angeordnet sind, die das Stromschienenbauteil umgreifen
und an der Rastkante der Ausnehmung verrasten.
[0008] Das Stromschienenbauteil kann ein Befestigungselement zur Befestigung der Klemmfeder
an dem Stromschienenbauteil haben. Insbesondere ist das Befestigungselement als Befestigungslasche
ausgebildet.
[0009] Dabei ist denkbar, dass die Klemmfeder selbsttragend in die Befestigungslasche einhängbar
ist. Dies hat den Vorteil, dass die Klemmfeder ohne zusätzliche Befestigungsmittel
an der Stromschiene befestigt werden kann.
[0010] Die Ausnehmung des Verbindungsabschnittes kann im Wesentlichen mittig zwischen dem
ersten Leiteraufnahmeabschnitt und dem zweiten Leiteraufnahmeabschnitt angeordnet
sein.
[0011] Die Ausnehmung kann sich über die Seitenflächen erstrecken. Insbesondere ist die
Ausnehmung in einem Querschnitt senkrecht zur ersten Leitereinführungsrichtung und/oder
zur zweiten Leitereinführungsrichtung U-förmig ausgebildet ist. Durch die U-förmige
Ausnehmung kann weiter Material gespart werden und eine höher liegende Rastkante bereitgestellt
werden
[0012] Die Deckenfläche kann als Leiterauflaufschräge ausgebildet sein. Insbesondere kann
die Deckenfläche in einem Querschnitt in Richtung der ersten Leitereinführrichtungen
und/oder der zweiten Leitereinführungsrichtung V-förmig ausgebildet sein.
[0013] Durch die Ausbildung der Deckenfläche als Leiterauflaufschräge können vorhandene
Konturen genutzt werden, um die Einführung eines elektrischen Leiters zu erleichtern.
Die Deckenfläche kann dabei entgegen der ersten Leitereinführungsrichtung und/oder
der zweiten Leitereinführungsrichtung ansteigend ausgebildet sein. Dadurch wird ein
entgegen der Leitereinführungsrichtung erweiternder trichterförmiger erster und/oder
zweiter Leiteraufnahmeabschnitt zur Führung des ersten elektrischen Leiters und/oder
des zweiten elektrischen Leiters geschaffen. Die anzuklemmende elektrischen Leiter
können in den jeweiligen Leiteraufnahmeabschnitt mit einem großen Querschnitt eingeführt
werden, wobei sich der Querschnitt zur jeweiligen Klemmstelle hin verjüngt, so dass
die elektrische Leiter sicher in den jeweiligen Klemmstellen angeklemmt werden können.
[0014] Die Klemmfeder kann einen Anlageschenkel, einen Klemmschenkel und einem zwischen
dem Anlageschenkel und Klemmschenkel angeordneten Federbogen haben, wobei sich der
Klemmschenkel zum Stromschienenbauteil hin erstreckt und eine Federklemmkante zum
Anklemmen des ersten elektrischen Leiters und/oder des zweiten elektrischen Leiters
hat.
[0015] An der Leiteranschlussklemme kann ein Leiteranschlag zur Positionierung des anzuklemmenden
ersten elektrischen Leiters und/oder des anzuklemmenden zweiten elektrischen Leiters
angeordnet sein, wobei der Leiteranschlag im Bereich der Ausnehmung angeordnet ist.
Weiterhin kann der Leiteranschlag am Isolierstoffgehäuse angeordnet sein.
[0016] Der Leiteranschlag dient zur richtigen Positionierung der anzuklemmenden elektrischen
Leiter. Dabei werden die elektrischen Leiter soweit in die Leiteranschlussklemme geführt
bis eine tiefere Führung durch den Leiteranschlag blockiert ist. Die anzuklemmenden
elektrischen Leiter können dann in dieser Position festgeklemmt werden. Es ist denkbar,
dass ein Leiteranschlag für den ersten anzuklemmenden elektrischen Leiter und für
den zweiten anzuklemmenden elektrischen Leiter vorgesehen ist. Gegenüberliegende Seiten
des Leiteranschlages sind dann jeweils einem der anzuklemmenden elektrischen Leiter
zugeordnet. Es ist aber auch denkbar, dass für jeden anzuklemmenden elektrischen Leiter
jeweils ein separater Leiteranschlag zugeordnet ist.
[0017] Um auf baulich einfache Weise ein Leiteranschlag bereitzustellen, kann dieser am
Isolierstoffgehäuse angeordnet sein, wobei der Leiteranschlag in die Ausnehmung des
Stromschienenbauteils eingreift. Es ist aber auch möglich, dass der Leiteranschlag
zum Beispiel am Stromschienenbauteil selbst angeordnet ist und in die Ausnehmung des
Stromschienenbauteils hineinragt.
[0018] Das Isolierstoffgehäuse kann zumindest im Bereich des Leiteranschlages transparent
ausgebildet sein, wobei der Leiteranschlag durch das Isolierstoffgehäuse sichtbar
ist.
[0019] Durch die Ausbildung eines transparenten Isolierstoffgehäuses wird eine Kontrolle
der Einstecktiefe der anzuklemmenden elektrischen Leiter geschaffen, wobei der Benutzer
durch das Gehäuse aktiv kontrollieren kann, ob der jeweilige elektrische Leiter an
dem Leiteranschlag positioniert ist. Dabei ist denkbar, dass an dem Stromschienenbauteil
und/oder an dem Isolierstoffgehäuse Markierungen angeordnet sind, wobei die Markierungen
die Mindesteinstecktiefe des ersten elektrischen Leiters und/oder des zweiten elektrischen
Leiters anzeigen. Die Mindesteinstecktiefe ist die Tiefe, bei der eine sichere Klemmung
der elektrischen Leiter an das Stromschienenbauteil gewährleistet werden kann. Derartige
Markierungen können zum Beispiel als farbige Markierungen oder als Einkerbungen ausgeführt
sein
[0020] An dem Isolierstoffgehäuse kann eine Prüföffnung angeordnet ist, wobei die Prüföffnung
quer zum anzuklemmenden ersten elektrischen Leiter und/oder quer zum anzuklemmenden
zweiten elektrischen Leiter ausgerichtet ist und sich von der Oberfläche des Isolierstoffgehäuses
durch das Isolierstoffgehäuse hindurch zum Stromschienenbauteil hin erstreckt. Durch
eine derartige Prüföffnung kann das Stromschienenbauteil mit externen Messgeräten
kontaktiert werden.
[0021] Die Leiteranschlussklemme kann einen Betätigungshebel haben, wobei der Betätigungshebel
zur Auslenkung des ersten Klemmschenkels und/oder des zweiten Klemmschenkels eingerichtet
ist. Insbesondere kann die Leiteranschlussklemme eine Auflagefläche für den Betätigungshebel
haben.
[0022] Dies ermöglicht ein einfaches Öffnen und/oder Schließen der Klemmstelle ohne eines
weiteren Hilfsmittels. Es ist denkbar, dass die Leiteranschlussklemme wenigstens zwei
Betätigungshebel hat, wobei jeweils ein Betätigungshebel mit einem der Klemmschenkel
in Wechselwirkung steht, so dass ein Betätigungshebel zum Öffnen und/oder Schließen
einer Klemmstelle eingerichtet ist. Die Klemmstellen können dann unabhängig voneinander
geöffnet oder geschlossen werden. Ein Lösen des elektrischen Leiters aus der Klemmstelle
ist dabei vorzugsweise nicht ohne eine Hebelbetätigung möglich.
[0023] Das Auflager für den Betätigungshebel ermöglicht einen geschlossenen Kraftfluss durch
die Leiteranschlussklemme, so dass punktuelle Belastungsspitzen verringert werden
können. Das Auflager kann zum Beispiel als Auflagelasche realisiert werden, wobei
sich die Auflagelasche in der ersten Leitereinführungsrichtung oder der zweiten Leitereinführungsrichtung
oder jeweils eine Auflagelasche in beiden Leitereinführungsrichtungen vor dem Leiteraufnahmeabschnitt
angeordnet ist. Es ist denkbar, dass das Auflager zum Beispiel an dem Isolierstoffgehäuse
und/oder der Klemmfeder und/oder dem Stromschienenbauteil angeordnet ist. Mehrere
Auflager begünstigen eine verbesserte Kraftverteilung, die durch den Betätigungshebel
hervorgerufen werden.
[0024] Die Ausnehmung kann durch das Isolierstoffgehäuse geschlossen sein. Dabei kann die
Ausnehmung zum Beispiel derart geschlossen werden, dass das Isolierstoffgehäuse in
die Ausnehmung hineinragt oder das Isolierstoffgehäuse von außen in unmittelbarer
oder mittelbarer Nähe an der Ausnehmung vorbeigeführt wird.
[0025] Der unbestimmte Begriff "ein" ist als solcher und nicht als Zahlwort zu verstehen.
So ist auch denkbar, dass die erfindungsgemäße Leiteranschlussklemme eine Vielzahl
von nebeneinander angeordneten Stromschienenbauteilen hat. Dabei können zum Beispiel
zwei, drei, vier oder fünf Stromschienenbauteile nebeneinander in einem Isolierstoffgehäuse
angeordnet sein, wobei die Stromschienenbauteile jeweils zwei Klemmfedern für zwei
anzuklemmende elektrische Leiter haben.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen beispielhaft mit
den beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1 -
- eine Ausführungsform einer Leiteranschlussklemme in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2a -
- eine Leiteranschlussklemme nach Figur 1 in einer geschnittenen Seitenansicht ohne
eingesteckten elektrischen Leiter;
- Figur 2b -
- ein vergrößerter Ausschnitt einer Leiteranschlussklemme nach Figur 2a;
- Figur 3a -
- eine Leiteranschlussklemme nach den Figuren 1-2b in einer geschnittenen Seitenansicht
mit eingesteckten elektrischen Leiter;
- Figur 3b -
- ein vergrößerter Ausschnitt einer Leiteranschlussklemme nach Figur 3a;
- Figur 4 -
- eine Leiteranschlussklemme mit einem Isolierstoffgehäuse in einer seitlichen Schnittansicht.
[0027] Figur 1 zeigt eine Leiteranschlussklemme 1 in einer perspektivischen Ansicht in einer
ersten Ausführungsform. Die Leiteranschlussklemme 1 hat ein Stromschienenbauteil 2,
wobei an den diametral gegenüberliegenden Enden des Stromschienenbauteils 2 jeweils
eine erste Klemmfeder 3a und eine zweite Klemmfeder 3b angeordnet ist. Die Klemmfedern
3a, 3b haben jeweils einen Anlageschenkel 4a, 4b, der in einen Federbogen 5a, 5b übergeht
und sich in einen Klemmschenkel 6a, 6b erstreckt. Der Klemmschenkel 6a, 6b erstreckt
sich dabei zu einem Abschnitt des Stromschienenbauteils 2, wobei der Klemmschenkel
6a, 6b eine Federklemmkante 7a, 7b hat und mit dem Stromschienenbauteil 2 eine erste
Klemmstelle für einen ersten anzuklemmenden elektrischen Leiter und eine zweite Klemmstelle
für einen zweiten anzuklemmenden elektrischen Leiter bildet.
[0028] Zu erkennen ist, dass jeweils an den diametral gegenüberliegenden Enden des Stromschienenbauteils
2 ein erster Leiteraufnahmeabschnitt 8a für den anzuklemmenden ersten elektrischen
Leiter und ein zweiter Leiteraufnahmeabschnitt 8b für den anzuklemmenden zweiten elektrischen
Leiter angeordnet ist. Deutlich wird, dass die Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b umfangsseitig
geschlossen ausgebildet sind. Die Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b weisen dabei einen
dem Anlageschenkels 4a, 4b zugeordnetem Deckenabschnitt 9a, 9b einer Deckenfläche
9 und einem der Federklemmkante 7a, 7b zugeordneten Bodenabschnitt 12 auf, wobei der
jeweilige Deckenabschnitt 9a, 9b und der Bodenabschnitt 12 über zwei Seitenflächen
13 miteinander verbunden sind und einen durchgängigen umfangseitig geschlossenen Leiteraufnahmeabschnitt
8a, 8b bilden. Die Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b sind dabei über ein Verbindungsabschnitt
8c miteinander verbunden, wobei die Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b und der Verbindungsabschnitt
8c die gemeinsame Deckenfläche 9 aufweisen.
[0029] In einer ersten Leitereinführungsrichtung L1 oder einer zweiten Leitereinführungsrichtung
L2 betrachtet vor den Leiteraufnahmeabschnitten 8a, 8b, weist das Stromschienenbauteil
2 jeweils einen vorzugsweise einstückig angeformten laschenförmigen Leiteranlageabschnitt
2a, 2b auf, an welchem im geschlossenen Zustand ohne eingeführten elektrischen Leiter
vorzugsweise die Federklemmkante 7a, 7b aufliegt.
[0030] Weiterhin zu erkennen ist, dass an der Deckenfläche 9 des Stromschienenbauteils 2
zwei Befestigungslaschen 10a, 10b angeordnet sind, wobei sich die Befestigungslaschen
10a, 10b jeweils an den diametral gegenüberliegenden Enden der Deckenfläche 9 angeordnet
sind. In die Befestigungslaschen 10a, 10b ist jeweils eine der Klemmfeder 3a, 3b selbsttragend,
das bedeutet ohne zusätzliche Befestigungsmittel, eingehängt.
[0031] Es ist aber auch denkbar, dass die Klemmfedern 3a, 3b als eine einzelne Klemmfeder
mit zwei Klemmschenkeln 7a, 7b ausgebildet sind, wobei sich die einzelne Klemmfeder
an der Deckenfläche 9 des Stromschienenbauteils 2 erstreckt.
[0032] Figur 2a zeigt eine Leiteranschlussklemme 1 nach Figur 1 in einer geschnittenen Seitenansicht
ohne eingesteckten elektrischen Leiter. Zu erkennen ist, dass das Stromschienenbauteil
2 im Bereich der Federklemmkanten 7a, 7b jeweils eine Stromschienenklemmkante 11a,
11b hat. Die Stromschienenklemmkanten 11a, 11b können vorteilhaft im Bereich der Leiteranlageabschnitte
2a, 2b vorgesehen sein. Die Stromschienenklemmkanten 11a, 11b haben einen Radius kleiner
oder gleich 0,2 mm, insbesondere einen Radius kleiner oder gleich 0,1. Durch die Ausbildung
der Stromschienenklammkante 11a, 11b mit einem sehr kleinen Radius wird eine Leiteranschlussklemme
1 bereitgestellt, die eine große Leiterhaltekraft hat. Durch die Ausbildung eines
kleinen Radius der Stromschienenklemmkante 11a, 11b, sind die Stromschienenklemmkanten
11a, 11b derart scharf ausgebildet, dass diese sich in einen anzuklemmenden elektrischen
schneiden können und sich die Stromschienenklemmkante 11a, 11b somit in den anzuklemmenden
elektrischen Leiter gräbt, wobei eine entsprechende Leiterhaltekraft erreicht werden
kann.
[0033] Es ist aber auch denkbar, dass die Stromschienenklemmkanten 11a, 11b noch kleinere
Radien aufweisen. Dabei wird der Effekt des Einschneidens in den elektrischen Leiter
weiter verbessert.
[0034] Zu erkennen ist weiterhin, dass der Bodenabschnitt 12 des Stromschienenbauteils 2
eine Auflage für die anzuklemmenden elektrischen Leiter bilden kann. Der Bodenabschnitt
12 kann dabei die laschenförmigen Leiteranlageabschnitte 2a, 2b umfassen. Der Bodenabschnitt
12 und die Deckenfläche 9 sind dabei über zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen
13 miteinander verbunden. Deutlich wird, dass Bodenabschnitt 12 und die Seitenflächen
13 eine Ausnehmung 14 im Bereich des Verbindungsabschnittes 8c haben. Die Ausnehmung
14 ist dabei im Wesentlichen mittig zwischen dem ersten Leiteraufnahmeabschnitt 8a
und dem zweiten Leiteraufnahmeabschnitt 8b angeordnet. Im Wesentlichen mittig bedeutet,
dass die Ausnehmung 14 so angeordnet ist, dass die Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b
die gleiche Länge haben. Dabei sind Abweichungen bis zu 15% möglich.
[0035] Die Ausnehmung 14 erstreckt sich dabei über die Hälfte des Verbindungsabschnittes
8c. Die Hälfte bezieht sich dabei auf die Fläche, die die Ausnehmung 14 in der Seitenansicht
einnimmt. Das Stromschienenbauteil 2 ist durch die Ausnehmung 14, die sich über den
Bodenabschnitt 12 und beide Seitenflächen 13 erstreckt, in einem Querschnitt U-förmig
ausgebildet. Durch die U-förmige Ausbildung kann ein guter Stromfluss und eine stabile
Leiteranschlussklemme 1 sichergestellt werden.
[0036] Weiterhin deutlich wird, dass die Deckenfläche 9 als Leiterauflaufschräge ausgebildet
ist, wobei die Deckenfläche 9 V-förmig ausgebildet ist. Dabei verjüngt sich der Querschnitt
der Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b zur Mitte der Leiteranschlussklemme 1 bis in den
Bereich des Verbindungsabschnittes 8c. Auf diese Weise kann ein entsprechender elektrischer
Leiter in den größeren Querschnitt der Leiteraufnahmeabschnitte 8a, 8b eingeführt
werden, wobei der elektrische Leiter durch den sich verjüngenden Querschnitt zur jeweiligen
Klemmstelle hin geführt werden kann.
[0037] Figur 2b zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Leiteranschlussklemme 1 nach Figur
2a. Dabei ist der Bereich um die Stromschienenklemmkante 11a vergrößert dargestellt.
Deutlich würde, dass die Stromschienenklemmkante 11a an einem Stromschienenklemmabschnitt
18 angeordnet ist. Dabei ist der Stromschienenklemmabschnitt 18 aus dem Stromschienenbauteil
2 freigeschnitten oder ausgestanzt.
[0038] Weiterhin zu erkennen ist, dass das Stromschienenbauteil 2 eine Absenkung 15 und
eine Vertiefung 16 hat, wobei die Absenkung 15 in Bezug auf die erste Leitereinführungsrichtung
L1 hinter der Stromschienenklemmkante 11a und die Vertiefung 16 in Bezug auf die erste
Leitereinführungsrichtung L1 vor der Stromschienenklemmkante 11a angeordnet sind.
Die Vertiefung 16 ist derart ausgebildet, dass diese die Federklemmkante 7a aufnehmen
kann, wenn kein elektrischer Leiter in der Leiteranschlussklemme 1 eingesteckt ist.
Auf diese Weise kann die Klemmfeder 3a weiter stabilisiert werden, wobei die Transportsicherheit
der Leiteranschlussklemme 1 erhöht werden kann.
[0039] Durch die Absenkung 15 kann eine Stromschienenklemmkante 11a in ausreichender Höhe
in Bezug zur Stromschiene geschaffen werden, damit sich die Stromschienenklemmkante
11a über diese Höhe in den anzuklemmenden elektrischen Leiter eingraben kann. Dabei
gilt es aber zu beachten, die Höhe zu begrenzen, da es ansonsten zu Schäden an dem
anzuklemmenden elektrischen Leiter kommen kann.
[0040] Weiterhin deutlich wird, dass der Abstand ΔA2 von einer zur ersten Leitereinführungsrichtung
L1 parallelen und durch die Stromschienenklemmkante 11a verlaufenden Ebene E zur Stromschiene
2 hinter der Stromschienenklemmkante 11a größer ist als der Abstand ΔA1 vor der Stromschienenklemmkante
11a.
[0041] Figur 3a zeigt eine Leiteranschlussklemme 1 nach den Figuren 1-2b in einer geschnittenen
Seitenansicht mit einem eingesteckten ersten elektrischen Leiter 17. Figur 3b zeigt
einen vergrößerten Ausschnitt der Leiteranschlussklemme 1 nach Figur 3a. Dabei ist
der Bereich um die Stromschienenklemmkante 11a vergrößert dargestellt.
[0042] Deutlich wird das der erste elektrische Leiter 17 zwischen der Federklemmkante 7a
und der Stromschienenklemmkante 11a an dem Bodenabschnitt 12 des Stromschienenbauteils
2 geklemmt gehalten wird. Die Stromschienenklemmkante 11a ist dabei als Widerhaken
ausgebildet, wobei die Stromschienenklemmkante 11a bei Zug auf den ersten elektrischen
Leiter 17 entgegengesetzt zur ersten Leitereinführungsrichtung L1 in den ersten elektrischen
Leiter 17 schneidet und sich somit in den ersten elektrischen Leiter 17 gräbt. Auf
diese Weise kann eine entsprechend hohe Haltekraft auf den ersten elektrischen Leiter
17 ausgeübt werden, wobei der erste elektrische Leiter 17 fixiert in der Klemmstelle
der Leiteranschlussklemme 1 gehalten werden kann.
[0043] Ein zweiter elektrischer Leiter könnte auf die gleiche Weise an dem diametral gegenüberliegenden
Ende des angeklemmten ersten elektrischen Leiters 17 festgeklemmt werden.
[0044] Dabei kann die Stromschienenklemmkante 11a steifer ausgebildet sein als die Federklemmkante
7a. Durch die erhöhte Steifigkeit der Stromschienenklemmkante 11a gegenüber der Klemmfeder
7a kann sichergestellt werden, dass sich die Stromschienenklemmkante 11a in den anzuklemmenden
elektrischen Leiter schneidet.
[0045] Figur 4 zeigt eine Leiteranschlussklemme 1 mit einem Isolierstoffgehäuse 19 in einer
seitlichen Schnittansicht mit einem in dem Isolierstoffgehäuse 19 angeordnetem Stromschienenbauteil
2. An dem Stromschienenbauteil 2 sind an einander diametral gegenüberliegenden Enden
zwei Klemmfedern 3a, 3b angeordnet. Die Klemmfedern 3a, 3b haben einen Anlageschenkel
4a, 4b, der in einen Federbogen 5a, 5b übergeht und sich in einen Klemmschenkel 6a,
6b erstreckt. Die Klemmschenkel 6a, 6b haben jeweils eine Federklemmkante 7a, 7b,
wobei die Federklemmkanten 7a, 7b mit dem Stromschienenbauteil 2 eine erste Klemmstelle
für einen ersten anzuklemmende elektrischen Leiter und eine zweite Klemmstelle für
einen zweiten anzuklemmenden elektrischen Leiter bilden.
[0046] Die Leiteranschlussklemme 1 hat zwei Betätigungshebel 20a, 20b, wobei jeweils ein
Betätigungshebel 20a, 20b mit einer Klemmfeder 3a, 3b in Wechselwirkung stehen, sodass
die Betätigungshebel 20a, 20b zur Auslenkung der Klemmschenkel 6a, 6b eingerichtet
sind. Die Klemmstellen für die elektrischen Leiter können durch die Betätigungshebel
geöffnet und/oder geschlossen werden.
[0047] Deutlich wird weiterhin, dass die Leiteranschlussklemme 1 einen Leiteranschlag 21
hat, wobei der Leiteranschlag 21 am Isolierstoffgehäuse 2 angeordnet ist. Der Leiteranschlag
dient zur Positionierung des ersten anzuklemmenden elektrischen Leiters und des zweiten
anzuklemmenden elektrisch Leiters, wobei der Leiteranschlag 21 im Bereich der Ausnehmung
14 des Stromschienenbauteils 2 angeordnet ist. Der Leiteranschlag 21 ist dabei durch
die Ausnehmung 14 in dem Bodenabschnitt 12 des Stromschienenbauteils 14 geführt. In
einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Isolierstoffgehäuse 19 zumindest im Bereich
der Ausnehmung 14 transparent ausgebildet. Durch die Ausbildung eines transparenten
Isolierstoffgehäuses wird eine Kontrolle der Einstecktiefe der anzuklemmenden elektrischen
Leiter geschaffen, wobei der Benutzer durch das Isolierstoffgehäuse 19 aktiv kontrollieren
kann, ob der jeweilige elektrische Leiter an dem Leiteranschlag 21 positioniert ist.
[0048] An der Leiteranschlussklemme 1 ist eine Prüföffnung 22 angeordnet, wobei sich die
Prüföffnung 22 von einer Oberfläche des Isolierstoffgehäuses 19 durch das Isolierstoffgehäuse
19 hindurch zum Stromschienenbauteil 2 hin erstreckt. Die Prüföffnung 22 erstreckt
sich dabei quer, insbesondere orthogonal zur ersten Leitereinführungsrichtung L1.
Durch die Prüföffnung 22 kann das Stromschienenbauteil 2 zum Beispiel mit externen
Messgeräten kontaktiert werden.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Leiteranschlussklemme
- 2
- Stromschienenbauteil
- 2a, 2b
- Leiteranlageabschnitt
- 3a, 3b
- Klemmfeder
- 4a, 4b
- Anlageschenkel
- 5a, 5b
- Federbogen
- 6a, 6b
- Klemmschenkel
- 7a, 7b
- Federklemmkante
- 8a
- erster Leiteraufnahmeabschnitt
- 8b
- zweiter Leiteraufnahmeabschnitt
- 8c
- Verbindungsabschnitt
- 9
- Deckenfläche
- 9a, 9b
- Deckenabschnitt
- 10a, 10b
- Befestigungslasche
- 11a, 11b
- Stromschienenklemmkante
- 12
- Bodenabschnitt
- 13
- Seitenflächen
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Absenkung
- 16
- Vertiefung
- 17
- erster elektrischer Leiter
- 18
- Stromschienenklemmabschnitt
- 19
- Isolierstoffgehäuse
- 20a, 20b
- Betätigungshebel
- 21
- Leiteranschlag
- 22
- Prüföffnung
- ΔA1, ΔA2
- Abstand
- E
- Ebene
- L1
- erste Leitereinführungsrichtung
- L2
- zweite Leitereinführungsrichtung
1. Leiteranschlussklemme (1) mit einem Isolierstoffgehäuse (19), mit einem Stromschienenbauteil
(2), mit einem ersten Klemmschenkel (6a) und einem zweiten Klemmschenkel (6b), wobei
der erste Klemmschenkel (6a) und der zweite Klemmschenkel (6b) an einer Klemmfeder
(3a, 3b) oder jeweils an unterschiedlichen Klemmfedern (3a, 3b) angeordnet sind, wobei
der erste Klemmschenkel (6a) und das Stromschienenbauteil (2) eine erste Klemmstelle
für einen ersten anzuklemmenden elektrischen Leiter (17) und der zweite Klemmschenkel
(6b) und das Stromschienenbauteil (2) eine zweite Klemmstelle für einen zweiten anzuklemmenden
elektrischen Leiter bilden, wobei das Stromschienenbauteil (2) an einander diametral
gegenüberliegenden Bereichen einen ersten Leiteraufnahmeabschnitt (8a) und einen zweiten
Leiteraufnahmeabschnitt (8b) hat, wobei der erste Leiteraufnahmeabschnitt (8a) und
der zweite Leiteraufnahmeabschnitt (8b) über einen Verbindungsabschnitt (8c) miteinander
verbunden sind, wobei der erste elektrische Leiter (17) über den ersten Leiteraufnahmeabschnitt
(8a) in einer ersten Leitereinführungsrichtung (L1) und der zweite elektrische Leiter
über den zweiten Leiteraufnahmeabschnitt (8b) in einer zweiten Leitereinführungsrichtung
(L2) der jeweiligen Klemmstelle zuführbar ist und wobei das Stromschienenbauteil (2)
eine die Klemmstellen aufweisenden Bodenabschnitt (12), eine Deckenfläche (9) und
zwei einander gegenüberliegende, den Bodenabschnitt (12) mit der Deckenfläche (9)
verbindende Seitenflächen (13) hat, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Leiteraufnahmeabschnitt (8a) und der zweite Leiteraufnahmeabschnitt (8b)
umfangsseitig geschlossen ausgebildet sind, wobei der Verbindungsabschnitt (8c) zumindest
eine Ausnehmung (14) innerhalb des Bodenabschnittes (12) hat.
2. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromschienenbauteil (2) ein Befestigungselement (10a, 10b) zur Befestigung der
Klemmfeder (3a, 3b) an dem Stromschienenbauteil (2) hat.
3. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (10a, 10b) als Befestigungslasche (10a, 10b) ausgebildet
ist.
4. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (14) des Verbindungsabschnittes (8c) im Wesentlichen mittig zwischen
dem ersten Leiteraufnahmeabschnitt (8a) und dem zweiten Leiteraufnahmeabschnitt (8b)
angeordnet ist.
5. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (14) sich über die Seitenflächen (13) erstreckt.
6. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromschienenbauteil (2) in einem Querschnitt senkrecht zur ersten Leitereinführungsrichtung
(L1) und/oder zur zweiten Leitereinführungsrichtung (L2) U-förmig ausgebildet ist.
7. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckenfläche (9) als Leiterauflaufschräge ausgebildet ist.
8. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckenfläche (9) in einem Querschnitt in Richtung der ersten Leitereinführrichtungen
(L1) und/oder der zweiten Leitereinführungsrichtung (L2) V-förmig ausgebildet ist.
9. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfedern (3a, 3b) einen Anlageschenkel (4a, 4b), einen Klemmschenkel (6a,
6b) und einem zwischen dem Anlageschenkel (4a, 4b) und Klemmschenkel (6a, 6b) angeordneten
Federbogen (5a, 5b) haben, wobei sich der Klemmschenkel (6a, 6b) zum Stromschienenbauteil
(2) hin erstreckt und eine Federklemmkante (7a, 7b) zum Anklemmen des ersten elektrischen
Leiters (17) und/oder des zweiten elektrischen Leiters hat.
10. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Leiteranschlussklemme (1) ein Leiteranschlag (21) zur Positionierung des anzuklemmenden
ersten elektrischen Leiters (17) und/oder des anzuklemmenden zweiten elektrischen
Leiters angeordnet ist, wobei der Leiteranschlag (21) im Bereich der Ausnehmung (14)
angeordnet ist.
11. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiteranschlag (21) am Isolierstoffgehäuse (19) angeordnet ist.
12. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Isolierstoffgehäuse (19) zumindest im Bereich des Leiteranschlages (21) transparent
ausgebildet ist, wobei der Leiteranschlag (21) durch das Isolierstoffgehäuse (19)
sichtbar ist.
13. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Isolierstoffgehäuse (19) eine Prüföffnung (22) angeordnet ist, wobei die Prüföffnung
(22) quer zum anzuklemmenden ersten elektrischen Leiter (17) und/oder quer zum anzuklemmenden
zweiten elektrischen Leiter ausgerichtet ist und sich von dem Isolierstoffgehäuse
(19) zum Stromschienenbauteil (2) hin erstreckt.
14. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteranschlussklemme (1) einen Betätigungshebel (20a, 20b) hat, wobei der Betätigungshebel
(20a, 20b) zur Auslenkung des ersten Klemmschenkels (6a) und/oder des zweiten Klemmschenkels
(6b) eingerichtet ist.
15. Leiteranschlussklemme (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Stromschienenbauteil (2) eine Auflagefläche für den Betätigungshebel (20a, 20b)
hat.
16. Leiteranschlussklemme (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (14) durch das Isolierstoffgehäuse (2) geschlossen ist.