Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kurzschlussstift, eine Steckverbindung mit einem solchen
Kurzschlussstift und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Kurzschlussstifts.
Stand der Technik
[0002] Aufgrund einer stetig zunehmenden Anzahl an elektrischen Geräten nimmt auch der Wunsch
zu, verschiedene elektronische Geräte miteinander zu verbinden. Dies erfolgt durch
Herstellen einer entsprechenden Steckverbindung mittels zweier Stecker. Eine solche
Steckverbindung kann fehlerbehaftet sein, was dann zum Ausfall einer Kommunikationsverbindung
zwischen beiden elektrischen Geräten führt. Eine fehlerhafte Steckverbindung kann
einerseits erst über die Zeit entstehen, wenn beispielsweise Kräfte auf die Steckverbindung
wirken. Andererseits kann eine Steckverbindung auch von Anfang an nicht richtig hergestellt
sein, weil beide Stecker nicht mit der erforderlichen Kraft ineinandergesteckt werden.
Der spätere Aufwand für die Behebung der fehlerhaften Steckverbindung kann mitunter
sehr hoch sein. Das Erkennen einer fehlerhaften Steckverbindung ist daher wichtig.
[0003] Aus der
DE 20 2019 104 312 U1 ist ein Prüfstecker bekannt, um einen Koaxialstecker kurzschließen zu können. Dieser
Prüfstecker wird in einen Koaxialstecker eingefügt. Wird über diesen Koaxialstecker
eine Steckverbindung zu einem anderen Koaxialstecker hergestellt, dann wird dessen
Innenleiter mit seinem Außenleiter kurzgeschlossen. Dies kann über eine entsprechende
Steuereinrichtung frühzeitig erkannt werden und die Steckverbindung, die noch weitere
Anschlüsse hat, kann entsprechend repariert werden. Der Prüfstecker umfasst eine Kontaktfeder,
die einen Innenleiter und einen Außenleiter gleichzeitig kontaktiert und damit kurzschließt.
Die Kontaktfeder wird durch ein Gehäuse gehalten. Das Gehäuse umfasst eine Aufnahme
für den kurzzuschließenden Innenleiter. Bei Einführen des Innenleiters in die Aufnahme
findet ein Kontaktieren mit der Kontaktfeder statt. Ein anderer Teil der Kontaktfeder
dient zum Kontaktieren des Außenleiters und steht aus dem Gehäuse hervor. Die Kontaktfeder
wird in dieselbe Richtung in das Gehäuse eingeschoben wie später der Innenleiter.
Die Kontaktfeder nimmt in ihrer Breite von dem Kontaktierungsende hin zu und umfasst
geschlitzte Rastflügel. Der gezeigte Prüfstecker lässt sich nur sehr schwer bzw. überhaupt
automatisiert fertigen. Dies gilt umso mehr, je kleiner die Koaxialstecker sind. Bei
Innenleitern, die einen Durchmesser von weniger als 1 mm haben, ist die Kontaktfeder
in sich sehr instabil. Die Innenleiter des aufzunehmenden Koaxialkabels können bei
Mikro-Koaxialleitungen einen Durchmesser von ungefähr 0,4 mm aufweisen. Entsprechend
klein sind die Dimensionierungen, die ein notwendiger Prüfstecker haben muss. Der
Zusammenbau des Prüfsteckers aus dem Stand der Technik ist für derartige Abmessungen
daher höchst problematisch und automatisiert nicht zu erreichen.
Beschreibung der Erfindung
[0004] Es ist daher die Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung, einen Kurzschlussstift
zum Kurzschließen eines Innenleiters mit einem Außenleiter in einem Mehrfach-Koaxialstecker
einer Steckverbindung zu schaffen, welcher einen verbesserten Aufbau umfasst und sich
zur Aufnahme auch kleinster Innenleiterdurchmesser eignet, wobei die Produktion dieses
Kurzschlussstifts automatisiert möglich sein soll.
[0005] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch einen Kurzschlussstift, eine Steckverbindung
mit einem Kurzschlussstift und ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Kurzschlussstifts
mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen
der Erfindung lassen sich den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie den Zeichnungen
entnehmen.
[0006] Der erfindungsgemäße Kurzschlussstift umfasst eine Kontaktfeder, die aus einem elektrisch
leitfähigen Material besteht oder ein solches umfasst. Über die Kontaktfeder wird
der Innenleiter mit dem Außenleiter über eine niederohmige Verbindung (galvanisch)
elektrisch verbunden und damit kurzgeschlossen. Die Kontaktfeder umfasst im Gegensatz
zu dem Stand der Technik neben einem Kontaktierungsabschnitt noch einen Halte- und
Stabilisierungsabschnitt. Beide Abschnitte erstrecken sich entlang einer Längsachse
der Kontaktfeder. Der Kontaktierungsabschnitt ist gebogen und umfasst einen Innenleiterkontaktabschnitt
und einen Außenleiterkontaktabschnitt, die senkrecht bzw. quer zur Längsachse der
Kontaktfeder voneinander beabstandet sind. Der Kontaktierungsabschnitt ist vorzugsweise
federnd gegenüber dem Halte- und Stabilisierungsabschnitt ausgebildet. Ergänzend kann
der Innenleiterkontaktabschnitt auch federnd gegenüber dem Außenleiterkontaktabschnitt
ausgebildet sein. Ein Gehäuse umgrenzt einen Aufnahmeraum, der sich entlang, insbesondere
der gesamten Länge, der Längsrichtung des Gehäuses erstreckt.
[0007] Das Gehäuse umfasst an seiner ersten Stirnseite eine Innenleitereinführöffnung, über
die der kurzzuschließende Innenleiter zumindest über eine Teillänge in den Aufnahmeraum
einführbar ist. In der Innenleitereinführöffnung ist der kurzzuschließende Innenleiter
mit dem Innenleiterkontaktabschnitt elektrisch leitend in Kontakt bringbar. Das Gehäuse
weist außerdem eine seitliche Außenleiterkontaktierungsöffnung auf, die vorzugsweise
um 90° versetzt zur Innenleitereinführöffnung angeordnet ist. Der Außenleiterkontaktabschnitt
tritt durch die Außenleiterkontaktierungsöffnung hervor und ist dadurch mit dem aufzunehmenden
Außenleiter elektrisch leitend in Kontakt bringbar. Besonders vorteilhaft ist außerdem,
dass die Kontaktfeder innerhalb des Aufnahmeraums des Gehäuses angeordnet ist und
sich über die überwiegende Länge des Gehäuses erstreckt.
[0008] Da sich die Kontaktfeder über die überwiegende Länge des Gehäuses erstreckt, kann
die Dimensionierung der Kontaktfeder auch bei einem nur sehr kleinen Kontaktierungsabschnitt
derart gewählt werden, dass ein vergleichsweise einfaches, vorzugsweise automatisiertes,
Händeln möglich ist. Auf diese Weise kann die Erfindung auch bei sehr kleinen Steckverbindern,
die zum Beispiel einen Außenleiterdurchmesser von 2 bis 3 mm aufweisen, zum Einsatz
kommen.
[0009] Um die Stabilität weiter zu erhöhen, sieht eine Weiterbildung vor, dass die Innenleitereinführöffnung
und die Außenleiterkontaktierungsöffnung zwei separate Öffnungen sind, die nach außen
hin durch einen Teil des Gehäuses voneinander getrennt sind. Dadurch wird die Stabilität
des Gehäuses, vor allem im Bereich der ersten Stirnseite erhöht. Vorzugsweise ist
die Kontaktfeder in diesem Fall frei von Verzweigungen. Der Innenleiterkontaktabschnitt
und der Außenleiterkontaktabschnitt sind nacheinander angeordnet.
[0010] Um die Stabilität weiter zu erhöhen, ist der Innen-Ieiterkontaktabschnitt gegenüber
dem Außenleiterkontaktabschnitt, insbesondere um 180°, zurückgebogen und bildet so
ein erstes Ende der Kontaktfeder. Grundsätzlich kann auch der Außenleiterkontaktabschnitt
gegenüber dem Innenleiterkontaktabschnitt zurückgebogen sein. Der Kontaktierungsabschnitt
kann eine hakenförmige Form aufweisen. Es ist hier besonders vorteilhaft, dass der
überwiegende Teil der Kontaktfeder innerhalb des Gehäuses angeordnet ist und lediglich
der zurückgebogene Teil des Außenleiterkontaktabschnitts aus der entsprechenden Außenleiterkontaktierungsöffnung
hervortritt. Im Stand der Technik ist der überwiegende Teil der Kontaktfeder von außerhalb
des Gehäuses aus zugänglich, was Stabilitätsprobleme mit sich bringt und dazu führt,
dass die Kontaktfeder leichter beschädigt werden kann.
[0011] Das Gehäuse kann eine separate Kontaktfedereinführöffnung aufweisen, über die die
Kontaktfeder in den Aufnahmeraum einführbar ist. Die Kontaktfedereinführöffnung ist
insbesondere im Bereich einer zweiten Stirnseite des Gehäuses angeordnet. Die Innenleitereinführöffnung
und die Kontaktfedereinführöffnung sind daher bevorzugt an zwei entgegengesetzten
Enden des Gehäuses ausgebildet. Die Kontaktfeder wird mit ihrem Kontaktierungsabschnitt
voran in die Kontaktfederöffnung eingeführt und in Richtung der Innenleitereinführöffnung
vorgeschoben. Im Stand der Technik erfolgt dies genau umgekehrt. Hier wird der verbreiterte
Abschnitt zuerst eingeführt und der filigrane Kontaktierungsabschnitt zum Schluss.
Die Problematik aus dem Stand der Technik, wie die Kontaktfeder beim Einschieben letztlich
zu halten ist, stellt sich bei der hier vorliegenden Erfindung nicht, weil die Kontaktfeder
problemlos am freien Ende des Halte- und Stabilisierungsabschnitts gehalten und in
die Kontaktfedereinführöffnung mit dem Kontaktierungsabschnitt voran eingeführt werden
kann.
[0012] Der Halte- und Stabilisierungsabschnitt der Kontaktfeder weist eine gewölbte Querschnittsgeometrie
auf. Es kann auch von einer Krümmung des Halte- und Stabilisierungsabschnitts quer
zur Längsachse gesprochen werden. Dadurch kann nicht nur der Aufnahmeraum vergrößert
werden, wobei die Kontaktfeder nach wie vor ohne Spiel in dem Aufnahmeraum angeordnet
ist, was die Herstellung des Gehäuses vereinfacht. Gleichzeitig erhöht sich durch
den gewölbten Verlauf auch die Stabilität der gesamten Kontaktfeder. Dadurch kann
auch eine größere Länge der Kontaktfeder realisiert werden, so dass diese sich insbesondere
über den überwiegenden Teil der Länge des Gehäuses erstreckt. Der zumindest eine Halte-
und Stabilisierungsabschnitt kann eine Höhe von vorzugsweise weniger als 0,8 mm, bevorzugter
weniger als 0,5 mm, am meisten bevorzugt von weniger als 0,4 mm aufweisen.
[0013] Die erfindungsgemäße Steckverbindung umfasst einen ersten und einen zweiten Mehrfach-Koaxialstecker,
insbesondere in Form eines Mikro-Mehrfach-Koaxialsteckers, wobei der zweite Mehrfach-Koaxialstecker
der Gegensteckpartner des ersten Mehrfach-Koaxialsteckers ist. Der erste Mehrfach-Koaxialstecker
umfasst zumindest zwei Anschlüsse. Er könnte auch drei, vier, fünf, sechs, sieben,
acht oder mehr als acht Anschlüsse umfassen. Selbiges gilt auch für den zweiten Mehrfach-Koaxialstecker.
In einem ersten Anschluss des ersten Mehrfach-Koaxialsteckers ist der Kurzschlussstift
angeordnet. In dem zumindest einen zweiten Anschluss sind ein Innenleiter und ein
Außenleiter eines mit dem jeweiligen Anschluss verbundenen Koaxialkabels angeordnet.
Der erste und der zweite Mehrfach-Koaxialstecker sind ineinandergesteckt, so dass
ein Innenleiter im ersten Anschluss des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers in die Innenleitereinführöffnung
des Kurzschlussstifts eintaucht und dadurch den Innenleiterkontaktabschnitt der Kontaktfeder
kontaktiert. Ein Außenleiter im ersten Anschluss des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckverbinders
kontaktiert in zusammengestecktem Zustand den Außenleiterkontaktabschnitt der Kontaktfeder.
Dadurch werden der Innenleiter und der Außenleiter über die Kontaktfeder elektrisch
leitend verbunden und kurzgeschlossen.
[0014] Die Innen- und Außenleiter in den zweiten Anschluss des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckverbinders
kontaktieren über übliche Maßnahmen mit den jeweiligen Innen- und Außenleiter in den
jeweils dazu korrespondierenden Anschluss im ersten Mehrfach-Koaxialsteckverbinder.
Die Innenleiter in den Anschlüssen des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckverbinders können
wiederum elektrisch leitend mit einem Innenleiter eines angeschlossenen Koaxialkabels
verbunden sein. Sie können auch mit einem Steckkontakt verbunden werden. Dies umfasst
auch einen einteiligen Aufbau, wonach der Steckkontakt im ersten Anschluss des zweiten
Mehrfach-Koaxialsteckverbinders den Innenleiter darstellt, der in die Innenleitereinführöffnung
eingeführt ist. Der Steckkontakt ist mit einer Leiterplatte verlötbar. Ein solcher
Steckkontakt kann vorzugsweise um 90° abgewinkelt aus dem zweiten Mehrfach-Koaxialstecker
austreten. Selbiges gilt auch für die Außenleiter des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers.
[0015] Durch Anschluss des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers an einem Steuergerät kann zumindest
derjenige Anschluss auf einen Kurzschluss abgefragt werden, an dem der erfindungsgemäße
Kurzschlussstift montiert ist. Wird ein Kurzschluss detektiert, dann ist dies ein
Zeichen dafür, dass die Steckverbindung ordnungsgemäß hergestellt wurde und auch über
die anderen Anschlüsse entsprechende Signale übertragen werden können.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung des Kurzschlussstifts umfasst mehrere
Verfahrensschritte. Diese Verfahrensschritte zielen insbesondere auf eine automatisierte
Herstellung des Kurzschlussstifts ab. In einem ersten Verfahrensschritt wird ein Kontaktfedergurt
hergestellt. Dieser Kontaktfedergurt umfasst eine Vielzahl von Kontaktfedern, die
später in entsprechende Gehäuse eingesetzt werden. Dieser erste Verfahrensschritt
umfasst mehrere Unterverfahrensschritte. In einem ersten Unterverfahrensschritt findet
ein Ausstanzen und/oder Lasern eines Metallblechs statt. Aus diesem Metallblech werden
Kontaktfedern ausgestanzt bzw. gelasert. Diese sind voneinander getrennt, wobei jede
Kontaktfeder einen Halte- und Stabilisierungsabschnitt, einen Kontaktierungsabschnitt
und einen Verbindungsabschnitt umfasst. Die Kontaktfedern sind über einen gemeinsamen
oberen Verbindungsstreifen und einen gemeinsamen unteren Verbindungsstreifen zusammengehalten.
Der Verbindungsabschnitt jeder Kontaktfeder ist mit dem oberen Verbindungsstreifen
verbunden und der Halte- und Stabilisierungsabschnitt jeder Kontaktfeder ist im Bereich
eines jeweiligen Endes mit dem unteren Verbindungsstreifen verbunden. Die Kontaktfedern
sind daher voneinander getrennt und einzeln an dem oberen und an dem unteren Verbindungsstreifen
aufgehängt. Im Anschluss daran wird in einem weiteren Unterverfahrensschritt der Kontaktierungsabschnitt
umgebogen, insbesondere hin zu einer hakenförmigen Form.
[0017] Im nächsten Verfahrensschritt findet ein Abtrennen des Verbindungsabschnitts von
dem oberen Verbindungsstreifen statt. Im Anschluss daran erfolgt in einem weiteren
Verfahrensschritt das Einbringen der Kontaktfeder in einen Aufnahmeraum eines Gehäuses
über eine entsprechende Kontaktfedereinführöffnung. Dabei wird die Kontaktfeder mit
ihrem Kontaktierungsabschnitt voran in die Kontaktfedereinführöffnung eingeführt.
Nach dem Kontaktierungsabschnitt wird der Verbindungsabschnitt eingeführt, welcher
nicht mehr an dem oberen Verbindungsstreifen hängt. Danach erfolgt das Einführen des
Halte- und Stabilisierungsabschnitts. Die Kontaktfeder selbst kann auf das Gehäuse
zu bewegt werden. Bevorzugt wird allerdings das Gehäuse in Richtung der Kontaktfeder
bewegt. Auch eine gemeinsame Bewegung von Kontaktfeder und Gehäuse wäre möglich. Zum
Schluss erfolgt das Abtrennen des Halte- und Stabilisierungsabschnitts von dem unteren
Verbindungsstreifen.
[0018] Der Einsatz des Kontaktfedergurts ist besonders vorteilhaft, weil die jeweiligen
Kontaktfedern in diesem Kontaktfedergurt optimal ausgerichtet sind und entsprechend
in die jeweiligen Gehäuse eingebracht werden können. Ein solcher Kontaktfedergurt,
der aufgerollt sein kann, kann eine Vielzahl von Kontaktfedern umfassen und einem
entsprechenden Bestückungsautomaten zugeführt werden. Dadurch ist eine automatische
Herstellung des erfindungsgemäßen Kurzschlussstifts möglich.
[0019] Nachfolgend werden nochmals einige besonders vorteilhafte Ausgestaltungen des Kurzschlussstifts
hervorgehoben.
[0020] Der Kurzschlussstift kann frei von einem eigenen Außenleiter sein.
[0021] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt die folgenden Merkmale auf:
- der Halte- und Stabilisierungsabschnitt und/oder der Kontaktierungsabschnitt und/oder
der Verbindungsabschnitt sind frei von Verzweigungen.
[0022] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt die folgenden Merkmale auf:
- die Kontaktfeder ist ein Stanz- und/oder Laserschnittteil; und
- die Kontaktfeder ist ein Biegeteil.
[0023] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt die folgenden Merkmale auf:
- die Kontaktfeder weist an ihrem Halte- und Stabilisierungsabschnitt und/oder ihrem
Kontaktierungsabschnitt eine Dicke auf, die kleiner ist als 2mm, 1,5mm, 1,0mm, 0,8mm,
0,5mm oder die kleiner ist als 0,4mm. Vorzugsweise beträgt die Dicke der Kontaktfeder
2 an ihrem Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 ca. 0,15 mm.
[0024] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt die folgenden Merkmale auf:
- die Kontaktfeder weist eine Länge auf, die kleiner ist als 5 cm, 3cm, 2 cm oder die
kleiner ist als 1cm. Am Meisten bevorzugt, weist die Kontaktfeder eine Länge von 2,5
cm auf; und
- das Gehäuse weist eine Länge auf, die kleiner ist als 7cm, 5cm, 3cm, 2 cm oder die
kleiner ist als 1,5cm und die vorzugsweise größer ist als 0,8cm, 1,5cm, 2,5cm, 3,5cm,
4,5cm oder größer ist als 6,5cm. Am Meisten bevorzugt, weist das Gehäuse eine Länge
von 2,5 cm auf.
[0025] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt das folgende Merkmal auf:
- der Kurzschlussstift ist frei von einer Lötverbindung und/oder Schraubverbindung und/oder
Klebeverbindung.
[0026] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt das folgende Merkmal auf:
- Innenleitereinführöffnung und die Außenleiterkontaktierungsöffnung sind kleiner als
die Kontaktfedereinführöffnung, sodass der Halte- und Stabilisierungsabschnitt nur
durch die Kontaktfedereinführöffnung in den Aufnahmeraum einführbar ist.
[0027] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt das folgende Merkmal auf:
- das Gehäuse besteht aus einem dielektrischen Material wie Kunststoff oder umfasst
ein solches; oder
- das Gehäuse besteht aus einem elektrisch leitenden Material oder umfasst ein solches.
[0028] Der Kurzschlussstift weist bevorzugt die folgenden Merkmale auf:
- das Gehäuse ist entlang seiner gesamten Längsachse von dem Aufnahmeraum durchsetzt;
und/oder
- die Kontaktierung des Innenleiters erfolgt über genau einen Kontaktierungsabschnitt
mit genau einem Innenleiterkontaktabschnitt der Kontaktfeder; und/oder
- die Kontaktierung des Außenleiters erfolgt über genau einen Kontaktierungsabschnitt
mit genau einem Außenleiterkontaktabschnitt der Kontaktfeder; und/oder
- die Kontaktfeder besteht aus Blech oder umfasst Blech.
[0029] Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Gleiche Merkmale weisen dieselben Bezugszeichen
auf. Die entsprechenden Figuren der Zeichnungen zeigen im Einzelnen:
- Figuren 1A, 1B:
- verschiedene Ansichten einer Kontaktfeder des erfindungsgemäßen Kurzschlussstifts;
- Figuren 2A - 2E:
- verschiedene Detailansichten der Kontaktfeder des erfindungsgemäßen Kurzschluss-stifts
aus den Figuren 1A und 1B;
- Figuren 3A, 3B:
- verschiedene Ansichten eines Gehäuses des erfindungsgemäßen Kurzschlussstifts;
- Figuren 4A, 4B, 4C:
- verschiedene Detailansichten zu dem Gehäuse des erfindungsgemäßen Kurzschluss-stifts
aus den Figuren 3A und 3B;
- Figuren 5A, 5B, 6:
- verschiedene Ansichten des erfindungsgemäßen Kurzschlussstifts, wobei die Kontaktfeder
in das Gehäuse eingesetzt ist;
- Figuren 7, 8:
- eine räumliche Ansicht von einem ersten und einem zweiten Mehrfach-Koaxialstecker,
die ineinander, unter Bildung einer Steckverbindung, eingesteckt sind;
- Figur 9:
- eine stark vereinfachte Darstellung aus Figur 8, die das Kurzschließen eines Innenleiters
mit einem Außenleiter beschreibt;
- Figur 10:
- ein Ausführungsbeispiel eines Kontaktfedergurts zur Herstellung einzelner Kontaktfedern;
und
- Figur 11:
- ein Verfahren welches die Herstellung einzelner Kontaktfedern und des erfindungsgemäßen
Kurzschlussstifts beschreibt.
[0030] Nachfolgend wird der erfindungsgemäße Kurzschlussstift 1 beschrieben. Dieser umfasst
eine Kontaktfeder 2 und ein Gehäuse. Die Figuren 1A und 1B zeigen verschiedene Ansichten
eines ersten Ausführungsbeispiels dieser Kontaktfeder 2. Die Kontaktfeder 2 umfasst
einen Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 und einen Kontaktierungsabschnitt 4. zwischen
beiden Abschnitten 3, 4 befindet sich ein Verbindungsabschnitt 5. Der Kontaktierungsabschnitt
4 ist um 180° umgebogen, so dass eine hakenförmige Form ausgebildet wird. Er umfasst
einen Innenleiterkontaktabschnitt 7 und einen Außenleiterkontaktabschnitt 8, die senkrecht
bzw. quer zur Längsachse 6 voneinander beabstandet sind. Die Kontaktfeder 2 ist einteilig
ausgebildet. Er stellt ein erstes Ende 2a der Kontaktfeder 2 dar. Ein zweites Ende
2b der Kontaktfeder 2 ist durch das freie Ende des Halte- und Stabilisierungsabschnittes
3 gebildet.
[0031] Der Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
breiter als der Verbindungsabschnitt 5 und insbesondere auch breiter als der Kontaktierungsabschnitt
4. Am Übergang zwischen dem Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 und im Verbindungsabschnitt
5 sind am Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 zumindest zwei Anschlagflächen 3a
ausgebildet, so dass sich der Verbindungsabschnitt 5 in etwa mittig am Halte- und
Stabilisierungsabschnitt 3 fortsetzt. Die Anschlagflächen 3a sind in Kontakt zu einer
dazu korrespondierenden Gegenanschlagfläche innerhalb des nicht gezeigten Gehäuses
bringbar.
[0032] Die Figuren 2A, 2B, 2C, 2D und 2E zeigen verschiedene Detailansichten einer Ausführungsform
der Kontaktfeder 2.
[0033] Die Figuren 3A und 3B zeigen verschiedene Ansichten einer Ausführungsform des Gehäuses
20. Das Gehäuse 20 umgrenzt einen Aufnahmeraum 21, der sich entlang der Längsrichtung
22 des Gehäuses 20 erstreckt. Das Gehäuse umfasst an seiner ersten Stirnseite 20a
eine Innenleitereinführöffnung 23, über die ein kurzzuschließender Innenleiter 50
eines Mehrfach-Koaxialsteckers 41 zumindest über eine Teillänge in den Aufnahmeraum
21 einführbar und mit dem Innenleiterkontaktabschnitt 7 in elektrischen Kontakt bringbar
ist. Das Gehäuse 20 weist außerdem eine seitliche ausgerichtete Außenleiterkontaktieröffnung
24 auf, wobei der Außenleiterkontaktabschnitt 8 der Kontaktfeder 2 durch die Außenleiterkontaktieröffnung
24 tritt und mit einem Außenleiter 51 in Kontakt bringbar ist. Es wird hierzu auf
die Figuren 5A und 5B verwiesen, die die in das Gehäuse 20 eingesetzte Kontaktfeder
2 zeigen. Figur 5A zeigt, dass sich die Kontaktfeder 2 innerhalb des Aufnahmeraums
21 über die überwiegende Länge des Gehäuses 20 erstreckt.
[0034] Die Innenleitereinführöffnung 23 und die Außenleiterkontaktieröffnung 24 sind durch
einen Teil 25 des Gehäuses 20 voneinander getrennt und münden in den gemeinsamen Aufnahmeraum
21. In dem Aufnahmeraum 21 sind im Bereich der Innenleitereinführöffnung 23 noch Auflageflächen
26 für den Innenleiter 51 angebracht. Diese Auflageflächen 26 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel
wannenförmig. Die Innenleitereinführöffnung 23 ist vorzugsweise trichterförmig und
dient als Zentrierhilfe für die Aufnahme des Innenleiters 5150.
[0035] Das Gehäuse 20 umfasst einen Bereich 27a mit einem verkleinerten Durchmesser, der
von Bereichen 27b, 27c mit einem vergrößerten Durchmesser umgeben ist. In dem Bereich
27a mit dem verkleinerten Durchmesser kann ein Rastflügel des ersten Mehrfach-Koaxialsteckers
40 eingreifen. Dadurch wird verhindert, dass der Kurzschlussstift 1 aus dem ersten
Mehrfach-Koaxialstecker 40 herausfallen kann. Am Ende des Kurzschlussstifts 1 gibt
es einen weiteren Bereich 27d mit einem vergrößerten Durchmesser. Der Übergang hin
zu diesem Bereich 27d dient insbesondere als Anschlag, der eine Endposition des Kurzschlussstifts
1 beim Einschieben in den Mehrfach-Koaxialstecker 40 markiert.
[0036] In Figur 3B ist gezeigt, dass das Gehäuse 20 des Kurzschlussstifts 1 an seiner Außenseite
zumindest eine Greiffläche 34 aufweist, wobei die Greiffläche 34 eine ebene Oberfläche
umfasst. Die Greiffläche 34 dient insbesondere dazu, um in einer automatisierten Bestückung
das Gehäuses 20 sicher halten zu können. Über die Greiffläche 34 ist auch ein Ausrichten
in eine bestimmte Dreh- und/oder Winkellage möglich.
[0037] Dargestellt ist außerdem, dass das Gehäuse 20 mehrere Paare von Öffnungen 29 umfasst.
Diese Paare von Öffnungen 29 sind seitlich und/oder radial am Gehäuse 20 eingebracht
und an zwei sich gegenüberliegenden Seiten angeordnet. Bei einer Draufsicht auf das
Gehäuse 20 kann daher durch das Gehäuse 20 über jeweiligen Paare von Öffnungen 29
hindurchgesehen werden. Die Paare von Öffnungen 29 sind bei der Herstellung des Gehäuses
20 in einem Spritzgussverfahren von Bedeutung. So können Hilfswerkzeuge zum beidseitigen
Abstützen desjenigen Werkzeugs eingeführt werden, welches für die Bildung des Aufnahmeraums
21 verantwortlich ist. Dadurch kann vermieden werden, dass hohe Drücke, mit denen
der flüssige Kunststoff in die Form eingespritzt wird, zu einer Verformung bzw. zu
einem Verbiegen desjenigen Werkzeugs, welches den Aufnahmeraum schafft, führt.
[0038] Diese Paare von Öffnungen 29 sind entlang der Längsrichtung 22 des Gehäuses 20 angeordnet.
[0039] In Figur 2A ist das zweite Ende 2b der Kontaktfeder 2 dargestellt. Es handelt sich
hierbei auch um das freie Ende des Halte- und Stabilisierungsabschnitts 3. Ein Eckbereich
9 des freien Endes des Halte- und Stabilisierungsabschnitts 3 am zweiten Ende 2b der
Kontaktfeder 2 ist einschnittfrei nach oben gebogen, wodurch ein Rastflügel 9 gebildet
ist. Unter "einschnittfrei" kann in diesem Zusammenhang verstanden werden, dass der
Rastflügel 9 nicht alleinstehend ausgeklinkt, sondern insbesondere komplett durch
Ausprägen hergestellt wird. Somit kann auch bei einer sehr geringen Dicke des Halte-
und Stabilisierungsabschnitts 3 ein stabiler Rastflügel 9 erzeugt werden. Der Eckbereich
kann gegenüber dem anderen Eckbereich verkürzt sein.
[0040] In Figur 6 ist dargestellt, wie dieser Rastflügel 9 in dem Gehäuse 20 angeordnet
ist. Das Gehäuse 20 umfasst insbesondere eine zusätzliche Kontaktfedereinführöffnung
28, über die die Kontaktfeder 2 in den Aufnahmeraum 21 einführbar ist. Hierfür besitzt
das Gehäuse 20 an seinem zweiten Ende 20b eine Montagenut 35. Diese ist Bestandteil
des Aufnahmeraums 21. Durch den gekrümmten Verlauf des Halte- und Stabilisierungsabschnitt
3 kann die Montagenut 35 breiter sein und damit leichter hergestellt werden. Die Montagenut
35 verläuft in diesem Fall horizontal. Eine weitere Nut 36 kreuzt die Montagenut 35
vorzugsweise unter Bildung eines rechten Winkels. Diese weitere Nut 36 kann ein aufgeweitetes
Ende 36a aufweisen. In dieses können z.B. Montagewerkzeuge zum Einführen der Kontaktfeder
2 eingebracht werden.
[0041] Die Kontaktfedereinführöffnung 28 ist im Bereich einer zweiten Stirnseite 20b des
Gehäuses 20 angeordnet. Die Kontaktfeder 2 wird mit ihrem Kontaktierungsabschnitt
4 voran in die Kontaktfedereinführöffnung 28 eingeführt, so dass ein stabiles Halten
der Kontaktfeder 2 am Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 für die Zeitdauer des
Einschiebens möglich ist. Die Kontaktfeder 2 endet mit ihrem zweiten Ende 2b innerhalb
des Aufnahmeraums 21. Bezugnehmend auf die Figuren 4B und 4C ist dargestellt, dass
eine Rastöffnung 30 im Gehäuse 20 eingebracht ist. Diese ist im Bereich des zweiten
Endes 20b des Gehäuses 20 angeordnet. Die Rastöffnung 30 erstreckt sich von einer
Außenseite des Gehäuses 20 in den Aufnahmeraum 21. Eine Innenwandung 31 des Gehäuses
20 innerhalb des Aufnahmeraums 21 im Bereich der Rastöffnung 30 umfasst einen einfach
oder mehrfach abgewinkelten und/oder abgerundeten Verlauf. Dieser Verlauf korrespondiert
zu der Steigung des Rastflügels 9. Dadurch wird sichergestellt, dass sich der Rastflügel
9 beim Einschieben in den Aufnahmeraum entsprechend "entfalten" kann und sicher in
die Rastöffnung 30 eintaucht. Dadurch kann der Rastflügel 9 trotz Vorspannung in Position
gehalten werden. Der Verlauf der Innenwandung 31 steigt dabei in Richtung des zweiten
Endes 2b des Gehäuses 2 in Richtung der Rastöffnung 30 an.
[0042] In Figur 2B ist dargestellt, dass zumindest der Halte- und Stabilisierungsabschnitt
3 eine gewölbte Querschnittsgeometrie aufweist. Dadurch kann der Aufnahmeraum 21,
welche eine Montagenut für die Kontaktfeder 2 umfassen kann, hinsichtlich seinen Abmessungen
vergrößert werden, was eine einfachere Herstellung in Spritzguss-technik erlaubt.
[0043] In den Figuren 2C und 2D sind vergrößerte Darstellungen einer Ausführungsform des
Kontaktierungsabschnitts 4 dargestellt. Der Außenleiterkontaktabschnitt 8 in Figur
2C umfasst eine kugelförmige Kontaktierungsstelle 8a, wodurch eine punktuelle Kontaktierung
mit dem Außenleiter 51 möglich ist. Anstelle einer kugelförmigen Kontaktierungsstelle
8a kann auch von einer bauchigen Kontaktierungsstelle bzw. einer Auswölbung gesprochen
werden, die in alle Richtungen gewölbt ist. Dadurch wird eine punktuelle und sichere
Kontaktierung der Innenwandung des Außenleiters 51 erreicht. Es wird weiterhin eine
Beschädigung der Innenwandung des Außenleiters 51 vermieden, wie dies bei Verwendung
von Graten oder scharfen Kanten an den Ecken passieren könnte. Die kugelförmige Kontaktierungsstelle
8a fällt insbesondere nach allen Richtungen hin ab.
[0044] Der Innenleiterkontaktabschnitt 7, der in Figur 2D zu erkennen ist, umfasst eine
linienförmige Kontaktierungsstelle 7A. Diese erstreckt sich in dem Ausführungsbeispiel
über die gesamte Breite des Innenleiterkontaktabschnitts 7. Die linienförmige Kontaktierungsstelle
7a ist vorzugsweise durch eine Biegekante gebildet. Dadurch ist eine linienförmige
Kontaktierung des Innenleiters 50 möglich.
[0045] In Figur 2E ist eine weitere Ausführungsform des Übergangsbereichs 10 dargestellt,
der zwischen dem Innenleiterkontaktabschnitt 7 und dem Außenleiterkontaktabschnitt
8 angeordnet ist. Dieser Übergangsbereich 10 umfasst an beiden Seiten eine Einbuchtung
10a, 10b, weshalb der Übergangsbereich 10 eine gegenüber dem Innenleiterkontaktabschnitt
7 und dem Außenleiterkontaktabschnitt 8 verkleinerte Breite aufweist. Bezugnehmend
auf die vergrößerte Ansicht aus Figur 4A, die das erste Ende 20a des Gehäuses 20 zeigt,
ist dargestellt, dass das Gehäuse 20 im Bereich der Außenleiterkontaktierungsöffnung
24 Rippen 32 aufweist, die in die Außenleiterkontaktierungsöffnung 24 und in die Einbuchtungen
10a, 10b des Übergangsbereichs 10 hineinragen. Dadurch wird der Kontaktierungsabschnitt
4 der Kontaktfeder 2 fixiert und positioniert. Die Rippen 32 weisen vorzugsweise einen
ansteigenden Verlauf vom zweiten Ende 20b in Richtung des ersten Endes 20a des Gehäuses
20 auf, so dass der Kontaktierungsabschnitt 4 beim Einschieben der Kontaktfeder 2
in die Kontaktfedereinführöffnung 28 entsprechend zentriert wird.
[0046] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine räumliche Ansicht einer Ausführungsform einer Steckverbindung
60 mit einem ersten Mehrfach-Koaxialstecker 40 und einem zweiten Mehrfach-Koaxialstecker
41. Beide Mehrfach-Koaxialstecker 40, 41 sind ineinandergesteckt und über einen Überwurfflügel
42 noch miteinander verrastet.
[0047] Der erste Mehrfach-Koaxialstecker 40 umfasst vier Anschlüsse 40a, 40b, 40c, 40d.
In dem ersten Anschluss 40a ist der Kurzschlussstift 1 eingesteckt. Die übrigen Anschlüsse
40b, 40c, 40d sind in Figur 7 zur besseren Anschauung leer gelassen. In Figur 8 sind
Koaxialkabel 43 eingesteckt. Der zweite Mehrfach-Koaxialstecker 41 umfasst ebenfalls
zumindest zwei Anschlüsse 41a, 41b, 41c, 41d wobei gemäß Figur 8 in jedem Anschluss
ein Koaxialkabel 44 angeordnet ist. In den jeweiligen Anschlüssen 40a, 40b, 40c, 40d
und 41a, 41b, 41c, 41d sind daher Innenleiter 50 und Außenleiter 51 angeordnet. Der
Innenleiter 50 im ersten Anschluss 40a des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers 41 taucht
in die Innenleitereinführöffnung 23 des Kurzschlussstifts 1 ein und kontaktiert den
Innenleiterkontaktabschnitt 7 der Kontaktfeder 2.
[0048] Dies ist in Figur 9 dargestellt. Der Außenleiter 51 im ersten Anschluss 41a des zweiten
Mehrfach-Koaxialsteckers 41 kontaktiert den Außenleiterkontaktabschnitt 8 der Kontaktfeder
2, wodurch der Innenleiter 50 mit dem Außenleiter 51 elektrisch leitend verbunden
und kurzgeschlossen ist. Die Innenleiter 50 in den jeweiligen Anschlüssen 41a, 41b,
41c, 41d des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers 40 sind in der gezeigten Ausführungsform
mit Innenleitern von angeschlossenen Koaxialkabeln 44 verbunden. Für die Außenleiter
51 in den Anschlüssen 41a, 41b, 41c, 41d des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers 41 gilt
selbiges. Die Innenleiter 50 bzw. Außenleiter 51 in den weiteren Anschlüssen 40b,
40c, 40d des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers 41 sind gleichzeitig mit Innenleitern
bzw. Außenleitern von Koaxialkabeln 43 im ersten Mehrfach-Koaxialstecker 40 elektrisch
leitend verbunden.
[0049] Bezugnehmend auf die Figuren 10 und 11 wird ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemäßen
Kurzschlussstifts 1 beschrieben. In Figur 10 ist eine Ausführungsform eines Kontaktfedergurtes
70 dargestellt. Dieser umfasst eine Vielzahl von Kontaktfedern 2. Ein solcher Kontaktfedergurt
70 wird in dem Verfahrensschritt S1 hergestellt. Der Verfahrensschritt S1 umfasst
den Unterverfahrensschritt S1A. In diesem Unterverfahrensschritt S1A findet ein Ausstanzen
eines Metallblechs statt. Dadurch werden voneinander getrennte Kontaktfedern 2 hergestellt.
Jede Kontaktfeder 2 umfasst einen Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3, einen Kontaktierungsabschnitt
4 und einen Verbindungsabschnitt 5. Der Verbindungsabschnitt 5 ist zwischen dem Halte-
und Stabilisierungsabschnitt 3 und dem Kontaktierungsabschnitt 4 angeordnet. Die Kontaktfedern
2 sind über einen gemeinsamen oberen Verbindungsstreifen 71a und einen gemeinsamen
unteren Verbindungsstreifen 71b zusammengehalten. Der Verbindungsabschnitt 5 jeder
Kontaktfeder 2 ist mit dem oberen Verbindungsstreifen 71a verbunden und der Halte-
und Stabilisierungsabschnitt 3 jeder Kontaktfeder 2 ist im Bereich seines jeweiligen
freien Endes mit dem unteren Verbindungsstreifen 71b verbunden.
[0050] In einem weiteren Unterverfahrensschritt S1B findet ein Biegen des Kontaktierungsabschnitts
4 hin zu einer hakenförmigen Form statt. In diesem Verfahrensschritt könnte auch der
Halte- und Stabilisierungsabschnitt 3 seine gewölbte Form erhalten. Es kann auch ein
Rastflügel 9 eingebracht werden. Die Verkürzung des Rastflügels 9 gegenüber dem anderen
Eckbereich kann in dem Verfahrensschritt S1A stattfinden.
[0051] In einem weiteren Verfahrensschritt S2 findet ein Abtrennen des Verbindungsabschnitts
5 von dem oberen Verbindungsstreifen 71a statt. Dies kann durch einen Stanz- Schneide-
und/oder Laserprozess stattfinden.
[0052] In einem weiteren Verfahrensschritt S3 wird die Kontaktfeder 2, die nun keinen oberen
Verbindungsstreifen 71a mehr umfasst, in den Aufnahmeraum 21 des Gehäuses 20 über
die Kontaktfedereinführöffnung 28 eingeführt. Dabei kann die Kontaktfeder 2 auf das
Gehäuse 20 oder das Gehäuse 20 auf die Kontaktfeder 2 zubewegt werden.
[0053] In einem weiteren Verfahrensschritt S4 findet ein Abtrennen des Halte- und Stabilisierungsabschnitts
3 von dem unteren Verbindungsstreifen 71b statt. Dies kann durch einen Stanz- Schneide-
und/oder Laserprozess stattfinden.
[0054] Grundsätzlich könnten in den Unterverfahrensschritten S1A noch Abstandsflächen an
den oberen bzw. unteren Verbindungsstreifen 71a und 71b gelassen werden, die nach
oben und/oder unten von dem jeweiligen Verbindungsstreifen 71a, 71b abstehen. In dem
Unterverfahrensschritt S1b könnten diese Abstandsflächen dann zu Abstandshaltern 72
umgebogen werden. Die Höhe dieser Abstandshalter 72 ist vorzugsweise größer als die
Höhe des zur Hakenform gebogenen Kontaktierungsabschnitts 4 der jeweiligen Kontaktfelder
2.
[0055] Ergänzend oder alternativ könnten in dem Unterverfahrensschritt S1A noch Arretierungsöffnungen
73 in den oberen Verbindungsstreifen 71a und/oder in den unteren Verbindungsstreifen
71b eingebracht werden. Dies erfolgt vorzugsweise an der Position, an welcher die
jeweilige Kontaktfeder 2 angeordnet ist. In diese Arretierungsöffnungen kann beim
Bestücken des Gehäuses 2 eine entsprechende Arretierungseinrichtung (z.B. über Zahnräder)
des Bestückungsautomaten eingreifen, um die Kontaktfeder 2 sicher und genau auszurichten,
so dass diese mit einer hohen Präzision in das Gehäuse 20 eingebracht werden kann.
[0056] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Im
Rahmen der Erfindung sind alle beschriebenen und/oder gezeichneten Merkmale beliebig
miteinander kombinierbar.
1. Kurzschlussstift (1) zum Kurzschließen eines Innenleiters (50) mit einem Außenleiter
(51) in einem Mehrfach-Koaxialstecker (41) einer Steckverbindung (60), mit den folgenden
Merkmalen:
- es ist eine Kontaktfeder (2) zum Kurzschließen vorgesehen, die aus einem elektrisch
leitfähigen Material besteht oder ein solches umfasst;
- die Kontaktfeder (2) umfasst einen Halte- und Stabilisierungsabschnitt (3) und einen
Kontaktierungsabschnitt (4);
- der Kontaktierungsabschnitt (4) ist gebogen und umfasst einen Innenleiterkontaktabschnitt
(7) und einen Außenleiterkontaktabschnitt (8), die senkrecht zu einer Längsachse (6)
der Kontaktfeder (2) voneinander beabstandet sind;
- es ist ein Gehäuse (20) vorgesehen, wobei das Gehäuse (20) einen Aufnahmeraum (21)
umfasst, der sich entlang der Längsrichtung (22) des Gehäuses (20) erstreckt;
- das Gehäuse (20) umfasst an seiner ersten Stirnseite (20a) eine Innenleitereinführöffnung
(23), über die der kurzzuschließende Innenleiter (50) des Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) zumindest über eine Teillänge in den Aufnahmeraum (23) einführbar und mit dem
Innenleiterkontaktabschnitt (7) in Kontakt bringbar ist;
- das Gehäuse (20) weist eine seitlich und/oder radial ausgerichtete Außenleiterkontaktierungsöffnung
(24) auf, wobei der Außenleiterkontaktabschnitt (8) der Kontaktfeder (2) durch die
Außenleiterkontaktierungsöffnung (24) tritt und mit dem Außenleiter (51) in Kontakt
bringbar ist;
- die Kontaktfeder (2) ist innerhalb des Aufnahmeraums (21) des Gehäuses (20) angeordnet
und erstreckt sich über die überwiegende Länge des Gehäuses (20).
2. Kurzschlussstift (1) nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- die Innenleitereinführöffnung (23) und die Außenleiterkontaktierungsöffnung (24)
sind zwei voneinander durch ein Teil (25) des Gehäuses (20) getrennte Öffnungen; und/oder
- die Kontaktfeder ist frei von Verzweigungen.
3. Kurzschlussstift (1) nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- die Kontaktfeder (2) umfasst einen Verbindungsabschnitt (5), wobei der Kontaktierungsabschnitt
(3) über den Verbindungsabschnitt (5) mit dem Halte- und Stabilisierungsabschnitt
(3) verbunden ist; und/oder
- der Innenleiterkontaktabschnitt (7) ist gegenüber dem Außenleiterkontaktabschnitt
(8) zurückgebogen und bildet ein erstes Ende (2a) der Kontaktfeder (2), wodurch der
Kontaktierungsabschnitt (4) insbesondere eine hakenförmige Form aufweist.
4. Kurzschlussstift (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- das Gehäuse (20) umfasst eine Kontaktfedereinführöffnung (28) über die die Kontaktfeder
(2) in den Aufnahmeraum (21) einführbar ist;
- die Kontaktfedereinführöffnung (28) ist im Bereich einer zweiten Stirnseite (20b)
des Gehäuses (2) angeordnet, wodurch die Innenleitereinführöffnung (23) und die Kontaktfedereinführöffnung
(28) an zwei entgegengesetzten Enden (20a, 20b) des Gehäuses (20) angeordnet sind;
- der Aufnahmeraum (21) verbindet die Innenleitereinführöffnung (23) mit der Kontaktfedereinführöffnung
(28);
- die Kontaktfeder (20) ist mit ihrem Kontaktierungsabschnitt (4) voran in die Kontaktfedereinführöffnung
(28) und damit in den Aufnahmeraum (21) einführbar oder eingeführt.
5. Kurzschlussstift (1) nach Anspruch 3 und 4,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- der Halte und Stabilisierungsabschnitt (3) ist breiter als der Verbindungsabschnitt
(5);
- am Übergang zwischen dem Halte- und Stabilisierungsabschnitt (3) und dem Verbindungsabschnitt
(5) ist am Halte und Stabilisierungsabschnitt (3) zumindest eine Anschlagfläche (3a)
ausgebildet, die in Kontakt mit einer dazu korrespondierenden Gegenanschlagfläche
im Aufnahmeraum (21) des Gehäuses (20) steht, wodurch eine Endposition der Kontaktfeder
(2) innerhalb des Aufnahmeraums (21) erreicht ist.
6. Kurzschlussstift (1) nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- das freie Ende des Halte- und Stabilisierungsabschnitts (3) ist ein zweites Ende
(2b) der Kontaktfeder (2);
- die Kontaktfeder (2) endet mit ihrem zweiten Ende (2b):
a) bündig mit der Kontaktfedereinführöffnung (28); oder
b) im Bereich der Kontaktfedereinführöffnung (28).
7. Kurzschlussstift (1) nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- ein Eckbereich des freien Endes des Halte- und Stabilisierungsabschnitts (3) am
zweiten Ende (2b) der Kontaktfeder (2) ist einschnittfrei gebogen, wodurch ein Rastflügel
(9) gebildet ist;
- das Gehäuse (20) umfasst eine seitliche Rastöffnung (30), die sich in den Aufnahmeraum
(21) hinein erstreckt;
- der Rastflügel (9) der Kontaktfeder (2) greift in die Rastöffnung (30) ein, wodurch
eine Bewegung der Kontaktfeder (2) innerhalb des Aufnahmeraums (21) weg von der Innenleitereinführöffnung
(23) unterbunden ist.
8. Kurzschlussstift (1) nach Anspruch 7,
gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:
- eine Innenwandung (31) im Bereich der Rastöffnung (30), die von der Rastöffnung
(30) in Richtung der Innenleitereinführöffnung (23) verläuft, hat einen einfach oder
mehrfach abgewinkelten und/oder abgerundeten Verlauf, der zu der Steigung des Rastflügels
(9) korrespondiert.
9. Kurzschlussstift (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:
- zumindest der Halte- und Stabilisierungsabschnitt (3) der Kontaktfeder (2) weist
eine gewölbte Querschnittsgeometrie auf.
10. Kurzschlussstift (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- der Außenleiterkontaktabschnitt (8) umfasst eine kugelförmige Kontaktierungsstelle
(8a), wodurch eine punktuelle Kontaktierung mit dem Außenleiter (51) herstellbar ist;
und/oder
- der Innenleiterkontaktabschnitt (7) umfasst eine linienförmige Kontaktierungsstelle
(7a), die sich über die gesamte Breite des Innenleiterkontaktabschnitts (7) oder über
die überwiegende Breite des Innenleiterkontaktabschnitts (7) erstreckt, wodurch eine
linienförmige Kontaktierung mit dem Innenleiter (50) herstellbar ist.
11. Kurzschlussstift (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- ein Übergangsbereich (10) zwischen dem Innenleiterkontaktabschnitt (7) und dem Außenleiterkontaktabschnitt
(8) umfasst an beiden Seiten eine Einbuchtung (10a, 10b), weshalb der Übergangsbereich
(10) eine gegenüber dem Innenleiterkontaktabschnitt (7) und dem Außenleiterkontaktabschnitt
(8) verkleinerte Breite aufweist;
- das Gehäuse (2) weist im Bereich der Außenleiterkontaktierungsöffnung Rippen (32)
auf, die in die Außenleiterkontaktierungsöffnung (24) und in die Einbuchtungen (10a,
10b) des Übergangsbereichs (10) hineinragen und den Kontaktierungsabschnitt (4) der
Kontaktfeder (2) fixieren und/oder positionieren.
12. Kurzschlussstift (1) nach einem der vorherigen Ansprüche,
gekennzeichnet durch das folgende Merkmal:
- das Gehäuse (20) umfasst zumindest ein Paar von Öffnungen (29), wobei das Paar von
Öffnungen (29) an zwei gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses (20) angeordnet sind
und wobei der Aufnahmeraum (21) über diese Öffnungen (29) aus zugänglich ist.
13. Steckverbindung (60) mit einem ersten Mehrfach-Koaxialstecker (40), einem zweiten
Mehrfach-Koaxialstecker (41) und einem Kurzschlussstift (1) gemäß einem der vorherigen
Ansprüche,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
- der erste Mehrfach-Koaxialstecker (40) umfasst zumindest zwei Anschlüsse (40a, 40b),
wobei in einem ersten Anschluss (40a) der Kurzschlussstift (1) angeordnet ist und
wobei in dem zumindest einen zweiten Anschluss (40b) ein Innenleiter und ein Außenleiter
eines mit dem ersten Mehrfach-Koaxialstecker (40) verbundenen Koaxialkabels (43) angeordnet
ist;
- der zweite Mehrfach-Koaxialstecker (41) umfasst zumindest zwei Anschlüsse (41a,
41b), wobei in jedem Anschluss (41a, 41b) ein Innenleiter (50) und ein Außenleiter
(51) angeordnet sind;
- die zumindest zwei Anschlüsse (40a, 40b) des ersten Mehrfach-Koaxialsteckers (40)
und die zumindest zwei Anschlüsse (41a, 41b) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) sind ineinandergesteckt;
- der Innenleiter (50) im ersten Anschluss (41a) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) taucht in die Innenleitereinführöffnung (23) des Kurzschlussstifts (1) ein und
kontaktiert den Innenleiterkontaktabschnitt (7) der Kontaktfeder (2);
- der Außenleiter (51) im ersten Anschluss (41a) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) kontaktiert den Außenleiterkontaktabschnitt (8) der Kontaktfeder (2), wodurch
der Innenleiter (50) mit dem Außenleiter (51) galvanisch verbunden und kurzgeschlossen
ist;
- der Innenleiter im zumindest einen zweiten Anschluss (41b) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) kontaktiert den Innenleiter im zumindest einen zweiten Anschluss (40b) des ersten
Mehrfach-Koaxialsteckers (40);
- der Außenleiter im zumindest einen zweiten Anschluss (41b) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) kontaktiert den Außenleiter im zumindest einen zweiten Anschluss (40b) des ersten
Mehrfach-Koaxialsteckers (40);
- die Innenleiter (50) in den zumindest zwei Anschlüssen (41a, 41b) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) sind galvanisch mit:
a) Innenleitern von angeschlossenen Koaxialkabeln (44) verbunden; oder
b) Steckkontakten verbunden, die mit einer Leiterplatte verlötbar sind;
- die Außenleiter (51) in den zumindest zwei Anschlüssen (41a, 41b) des zweiten Mehrfach-Koaxialsteckers
(41) sind galvanisch mit:
a) Außenleitern der daran angeschlossenen Koaxialkabel (44) verbunden; oder
b) Steckkontakten verbunden, die mit einer Leiterplatte verlötbar sind.
14. Verfahren zur Herstellung eines Kurzschlussstifts (1) insbesondere gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 12, zum Kurzschließen eines Innenleiters (50) mit einem Außenleiter
(51) in einem Mehrfach-Koaxialstecker (41) einer Steckverbindung (60), wobei das Verfahren
die folgenden Verfahrensschritte umfasst:
- Herstellen (S1) eines Kontaktfedergurts (70) mit einer Vielzahl von Kontaktfedern
(2) gemäß den folgenden Unterverfahrensschritten:
a) Ausstanzen und/oder Lasern (S1A) eines Metallblechs, um voneinander getrennte Kontaktfedern
(2) herzustellen, wobei jede Kontaktfeder (2) einen Halte und Stabilisierungsabschnitt
(3), einen Kontaktierungsabschnitt (4) und einen Verbindungsabschnitt (5) umfasst,
wobei der Verbindungsabschnitt (5) zwischen dem Halte und Stabilisierungsabschnitt
(3) und dem Kontaktierungsabschnitt (4) angeordnet ist und wobei die Kontaktfedern
(2) über einen gemeinsamen oberen Verbindungsstreifen (70a) und einen gemeinsamen
unteren Verbindungsstreifen (70b) zusammengehalten sind, wobei der Verbindungsabschnitt
(5) jeder Kontaktfeder (2) mit dem oberen Verbindungsstreifen (70a) verbunden ist
und wobei der Halte- und Stabilisierungsabschnitt (3) jeder Kontaktfeder (2) im Bereich
eines jeweiligen Endes mit dem unteren Verbindungsstreifen (70b) verbunden ist;
b) Biegen (S1B) des Kontaktierungsabschnitts (4) zu einer hakenförmigen Form;
- Abtrennen (S2) des Verbindungsabschnitts (5) von dem oberen Verbindungsstreifen
(70a);
- Einbringen (S3) der Kontaktfeder (2) in einen Aufnahmeraum (21) eines Gehäuses (20)
über eine Kontaktfedereinführöffnung (28) des Gehäuses (20);
- Abtrennen (S4) des Halte- und Stabilisierungsabschnitts (3) von dem unteren Verbindungsstreifen
(70b).
15. Verfahren zur Herstellung eines Kurzschlussstifts (1) gemäß Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet:
- dass in dem Unterverfahrensschritt Ausstanzen und/oder Lasern (S1A) an dem oberen Verbindungsstreifen
(70a) und/oder an dem unteren Verbindungsstreifen (70b) Abstandsflächen belassen werden,
die nach oben und/unten von dem jeweiligen Verbindungsstreifen (70a, 70b) abstehen
und dass in dem Unterverfahrensschritt Biegen (S1B) diese Abstandsflächen zu Abstandshaltern
(72) umgebogen werden, wobei die Höhe der Abstandshalter (72) größer ist als Höhe
des zu Hakenform gebogenen Kontaktierungsabschnitts (4) der jeweiligen Kontaktfeder
(2); und/oder
- dass in dem Unterverfahrensschritt Ausstanzen und/oder Lasern (S1A) Arretierungsöffnungen
(73) in den oberen Verbindungsstreifen (70a) und/oder in den unteren Verbindungsstreifen
(70b) an der Position der jeweiligen Kontaktfedern (2) eingebracht werden, wobei sich
eine Längsachse (6) durch die jeweilige Kontaktfeder (2) auch über die dazu korrespondierenden
Arretierungsöffnungen (73) in dem oberen und/oder unteren Verbindungsstreifen (70a,
70b) erstreckt.