[0001] Die Erfindung betrifft ein Schleifwerkzeug und ein Verfahren zur Herstellung eines
Schleifwerkzeugs.
[0002] Aus der
EP 1 543 923 A1 ist eine Schrupp-Schleifscheibe bekannt. Die Schrupp-Schleifscheibe weist zwei Schichten
von gebundenem Schleifkorn auf, die durch äußere Armierungen und innere Armierungen
verstärkt sind. Zwischen den inneren Armierungen ist eine ringförmige Trennschicht
angeordnet. Die Trennschicht ist durch aneinander liegende Zwischenlagen ausgebildet,
die beispielsweise aus Papier oder Kunststofffolie bestehen. Die Trennschicht reduziert
die Amplitude der Vibration beim Schleifen, ohne dass die Struktur des mittels Bindemittel
gebundenen Schleifkorns weicher gemacht und der Abrieb vergrößert wird.
[0003] Aus der
US 2005/079 805 A1, die die Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1 bildet, ist ein Polierkissen bekannt.
Das Polierkissen umfasst Fasern, die in eine Schicht aus einem gehärteten Matrixpolymer
eingebettet sind.
[0004] Aus der
DE 35 45 308 A1 ist eine mehrschichtige Schleifscheibe bekannt, die zur Schalldämpfung mindestens
eine Dämpfungsschicht aus schwingungsdämpfenden Materialien aufweist. Aus der
WO 2018/149 483 A1 ist ein Schleifwerkzeug mit einer dreidimensional geformten Schleifschicht bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach herstellbares und flexibel
anwendbares Schleifwerkzeug zu schaffen, das eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung
in Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung und einer langen Standzeit hat.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Schleifwerkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch, dass die mindestens eine Faserlage in dem Bindemittel teilweise beweglich
angeordnet ist, wird während des Schleifens innerhalb der mindestens einen Faserlage
eine freie Relativbewegung erzielt, so dass der Grundkörper eine hohe Vibrations-
und Geräuschdämpfung erzielt. Zur Erzielung der freien Relativbewegung innerhalb der
mindestens einen Faserlage wird bei der Herstellung des Grundkörpers einerseits so
viel Bindemittel verwendet, dass der Grundkörper eine ausreichende Stabilität hat
und andererseits so wenig Bindemittel verwendet, dass die mindestens eine Faserlage
keinen durchgängigen und/oder vollflächigen Verbund mit dem Bindemittel hat. Die mindestens
eine Faserlage ist derart in das Bindemittel eingebettet, dass ein erster Bereich
der mindestens einen Faserlage fest mit dem Bindemittel verbunden ist und ein zweiter
Bereich der mindestens einen Faserlage relativ zu dem Bindemittel und dem ersten Bereich
beweglich ist. Die mindestens eine Faserlage weist vorzugsweise mindestens einen Faden
auf. Der mindestens eine Faden ist in dem Bindemittel teilweise beweglich angeordnet.
Vorzugsweise weist der mindestens eine Faden einen ersten Fadenabschnitt auf, der
unbeweglich zu dem Bindemittel angeordnet ist, und mindestens einen zweiten Fadenabschnitt
auf, der zu dem Bindemittel beweglich angeordnet ist. Der zweite Fadenabschnitt ist
insbesondere beweglich zu dem ersten Fadenabschnitt angeordnet. Das Bindemittel ist
vorzugsweise ein Harz und/oder ein Klebstoff. Vorzugsweise ist das Bindemittel ein
Duroplast, insbesondere Phenolharz oder Epoxidharz.
[0007] Der Grundkörper und somit das Schleifwerkzeug sind mit einer beliebigen Form herstellbar,
so dass eine hohe Flexibilität bei der Anwendung des Schleifwerkzeugs gegeben ist.
Die vibrations- und geräuschdämpfende Ausbildung des Grundkörpers wirkt sich nicht
nachteilig auf die Schleifschicht aus. Die Schleifschicht ist mittelbar und/oder unmittelbar
an dem Grundkörper angeordnet, der durch die mindestens eine Faserlage eine hohe Stabilität
und eine lange Standzeit gewährleistet. Das Schleifwerkzeug ist zudem einfach herstellbar.
[0008] Die Schleifschicht ist in Abhängigkeit der beabsichtigten Anwendung des Schleifwerkzeugs
ausgebildet. Die Schleifschicht umfasst vorzugsweise eine Schleifkornschicht, die
elektrostatisch auf den Grundkörper aufgebracht ist. Die Schleifkörner der Schleifkornschicht
sind insbesondere mittels eines Haftmittels an einer Oberfläche des Grundkörpers befestigt.
Die Schleifkörner sind insbesondere zumindest teilweise zu dem Grundkörper und/oder
zueinander ausgerichtet. Die Schleifkörner weisen eine geometrisch bestimmte und/oder
eine geometrisch unbestimmte Form auf. Die Schleifkörner umfassen mindestens ein Material,
das aus der Gruppe Keramik, Korund, insbesondere Zirkonkorund, Diamant, kubisch kristallines
Bornitrid (CBN), Siliziumkarbid und Wolframkarbid ausgewählt ist. Die Schleifkörner
können einschichtig oder mehrschichtig aufgetragen werden. Bei der Ausbildung von
mehreren Schleifkornschichten wird auf die jeweils darunterliegende Schleifkornschicht
ein Haftmittel aufgetragen und die darauffolgende Schleifkornschicht aufgebracht.
Die Schleifkornschicht wird an dem Grundkörper oder einer Tragschicht, die mit dem
Grundkörper verbunden ist, befestigt. Die Schleifschicht umfasst insbesondere eine
Grundbindung, Schleifkörner und eine Deckbindung. Die Schleifkörner können in unterschiedlicher
Grundbindungshöhe eingebracht werden bzw. auf den Grundkörper aufgebracht werden.
[0009] Die Schleifschicht umfasst insbesondere ein Schleifvlies. Das Schleifvlies ist beispielsweise
mittels eines Haftmittels an einer Oberfläche des Grundkörpers befestigt. Weiterhin
umfasst die Schleifschicht beispielsweise ein Schleifmittel auf Unterlage. Das Schleifmittel
auf Unterlage umfasst insbesondere eine Tragschicht, an der Schleifkörner befestigt
sind. Das Schleifmittel auf Unterlage ist beispielsweise als Schleiflamellen ausgebildet.
Die verwendeten Schleifkörner, insbesondere Diamant-Schleifkörner, können auf einer
metallischen Unterlage verwendet werden.
[0010] Der Grundkörper weist vorzugsweise zum Spannen und zum rotarischen Antreiben des
Schleifwerkzeugs eine Nabe oder einen Schaft auf. Das Schleifwerkzeug ist insbesondere
eine Schleifscheibe.
[0011] Vorzugsweise umfasst die mindestens eine Faserlage mindestens ein Gewebe und/oder
mindestens ein Gelege. Das Schleifwerkzeug gewährleistet hierdurch eine hohe Vibrations-
und Geräuschdämpfung und eine lange Standzeit. Dadurch, dass die mindestens eine Faserlage
mindestens ein Gewebe und/oder mindestens ein Gelege umfasst, wird innerhalb des Grundkörpers
in einfacher Weise eine vibrations- und geräuschdämpfende Relativbewegung erzielt.
Gleichzeitig hat der Grundkörper eine hohe Stabilität und ermöglicht dementsprechend
eine lange Standzeit. Das mindestens eine Gewebe und/oder das mindestens eine Gelege
umfasst mindestens einen Faden, insbesondere mehrere Fäden. Das mindestens eine Gewebe
weist insbesondere Kettfäden und Schussfäden auf. Der mindestens eine Faden umfasst
einen ersten Fadenabschnitt, der relativ zu dem Bindemittel unbeweglich ist, und mindestens
einen zweiten Fadenabschnitt, der relativ zu dem Bindemittel und relativ zu dem ersten
Fadenabschnitt beweglich ist. Beispielsweise hat das mindestens eine Gewebe eine Köperbindung.
Das Köper-Gewebe ermöglicht ein einfaches Verschieben der Kettfäden und/oder der Schussfäden
innerhalb des Gewebes und somit eine Relativbewegung zur Erzielung einer hohen Vibrations-
und Geräuschdämpfung. Das mindestens eine Gewebe und/oder das mindestens eine Gelege
ist vorzugsweise aus Glasfasern, Kohlefasern, Baumwolle und/oder Polyester hergestellt.
[0012] Vorzugsweise ist das Bindemittel ein organischer Klebstoff, insbesondere Phenolharz,
Epoxidharz und/oder Kautschuk. Das Schleifwerkzeug gewährleistet hierdurch eine hohe
Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer langen Standzeit. Das Bindemittel
gewährleistet die bereichsweise Versteifung der mindestens einen Faserlage und weist
vorzugsweise selbst dämpfende Eigenschaften auf. Das Bindemittel ist beispielsweise
ein Gemisch aus Phenolharz und Kautschuk.
[0013] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 2 gewährleistet eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung.
Dadurch, dass die Fäden der jeweiligen Faserlage teilweise beweglich zueinander und
zu dem Bindemittel angeordnet sind, wird eine Relativbewegung der Fäden zueinander
und somit eine Relativbewegung innerhalb der jeweiligen Faserlage erzielt. Vorzugsweise
weist der Grundkörper mehrere Faserlagen auf, deren jeweilige Fäden teilweise beweglich
zueinander in das Bindemittel eingebettet sind.
[0014] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 3 gewährleistet eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung.
Die Faserlagen sind vorzugsweise übereinander in das Bindemittel eingebettet. Dadurch,
dass die Faserlagen bereichsweise zueinander beweglich sind, wird einerseits eine
Relativbewegung innerhalb der jeweiligen Faserlage und andererseits eine Relativbewegung
zwischen den Faserlagen erzielt. Durch den mehrlagigen Aufbau weist der Grundkörper
zudem eine hohe Stabilität bzw. Festigkeit auf und gewährleistet eine lange Standzeit
des Schleifwerkzeugs. Die Faserlagen umfassen mindestens einen ersten Bereich, der
fest mit dem Bindemittel verbunden ist, und mindestens einen zweiten Bereich, der
relativ zu dem Bindemittel und dem mindestens einen ersten Bereich beweglich ist.
[0015] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 4 gewährleistet eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung.
Die Faserlagen sind insbesondere übereinander angeordnet. Dadurch, dass die Fäden
teilweise beweglich zueinander und zu dem Bindemittel angeordnet sind, wird eine Relativbewegung
zwischen den Faserlagen und/oder eine Relativbewegung innerhalb der jeweiligen Faserlage
erzielt.
[0016] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 5 gewährleistet eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung
in Verbindung mit einer langen Standzeit. Je mehr Faserlagen der Grundkörper umfasst,
desto höher ist das Maß an Relativbewegung, das innerhalb des Grundkörpers erzielbar
ist. Weiterhin steigt mit der Anzahl der Faserlagen die Stabilität des Grundkörpers,
wodurch eine lange Standzeit gewährleistet wird. Umgekehrt steigt mit der Anzahl der
Faserlagen auch der Herstellaufwand, so dass es für die Anzahl der Faserlagen einen
optimalen Bereich gibt.
[0017] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 6 gewährleistet eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung
in Verbindung mit einer langen Standzeit. Für das Verhältnis M gilt: M = m
B/m
F, wobei m
B die Masse des Bindemittels und m
F die Masse der mindestens einen Faserlage bezeichnet. Durch das Verhältnis M wird
einerseits gewährleistet, dass der Grundkörper eine ausreichende Stabilität hat und
beim Schleifen insbesondere nicht delaminiert oder in unerwünschter Weise umklappt.
Andererseits gewährleistet das Verhältnis M, dass die mindestens eine Faserlage nicht
vollständig bzw. vollflächig mit dem Bindemittel verbunden ist und kein durchgängiger
Verbund mit dem Bindemittel vorhanden ist, so dass innerhalb des Grundkörpers eine
ausreichende Relativbewegung erzielt wird. Das Maß an Relativbewegung innerhalb des
Grundkörpers ist umso größer, je kleiner das Verhältnis M ist. Umgekehrt ist das Maß
an Stabilität umso größer, je größer das Verhältnis M ist.
[0018] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 7 gewährleistet eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung.
Die Dämpfungspartikel werden als dämpfender Zusatzstoff bei der Herstellung in den
Grundkörper eingearbeitet. Die Dämpfungspartikel weisen einerseits selbst vibrations-
und geräuschdämpfende Eigenschaften auf. Andererseits verhindern die Dämpfungspartikel,
dass die mindestens eine Faserlage vollständig bzw. vollflächig mit dem Bindemittel
verbunden ist.
[0019] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 8 ist flexibel anwendbar und gewährleistet eine
hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung
und einer langen Standzeit. Der Grundkörper ist in einem Arbeitsbereich zumindest
abschnittsweise gekrümmt ausgebildet. In dem Arbeitsbereich ist die Schleifschicht
an dem Grundkörper angeordnet. Die Schleifschicht ist in dem Arbeitsbereich abschnittsweise
gekrümmt ausgebildet. Hierdurch ist das Schleifwerkzeug flexibel anwendbar, beispielsweise
zur Kehlnahtbearbeitung und/oder zur Kantenbearbeitung. Der Grundkörper und/oder die
Schleifschicht ist insbesondere in einer radialen Richtung und/oder in einer Umfangsrichtung
zu einer Drehachse des Schleifwerkzeugs gekrümmt ausgebildet. Die gekrümmte Ausbildung
ist konkav und/oder konvex. Vorzugsweise umfasst die Schleifschicht eine Schleifkornschicht,
die unmittelbar an einer Oberfläche des Grundkörpers mittels eines Haftmittels befestigt
ist. Aufgrund der gekrümmten Ausbildung des Grundkörpers können beim Schleifen auftretende
Kräfte effizient in den Grundkörper geleitet und dort gedämpft werden, so dass das
Schleifwerkzeug eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung gewährleistet. Dadurch,
dass der gekrümmte Grundkörper eine gekrümmte Ausbildung der Schleifschicht ermöglicht,
ist die Zerspanungsleistung bei unterschiedlichsten Anwendungen hoch.
[0020] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 9 ist flexibel anwendbar und gewährleistet eine
hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung
und einer langen Standzeit. Die Tragschicht dient als Zwischenschicht zwischen dem
Grundkörper und der Schleifschicht und weist in Abhängigkeit der gewünschten Anwendung
vorteilhafte Eigenschaften auf. Die Tragschicht ist vorzugsweise monolithisch mit
dem Grundkörper verbunden. Die Tragschicht bildet insbesondere mit dem Grundkörper
keine Hinterschnitte aus. Vorzugsweise ist die Tragschicht zur Ausbildung der Schleifschicht
unmittelbar bzw. direkt mit Schleifkörnern belegt. Die Schleifkörner sind beispielsweise
mittels eines Haftmittels an einer Oberfläche der Tragschicht befestigt. Die Schleifkörner
werden beispielsweise durch elektrostatisches Auftragen an der Oberfläche der Tragschicht
befestigt. Vorzugsweise ist die Tragschicht aus einem metallischen Material ausgebildet.
[0021] Ein Schleifwerkzeug nach Anspruch 10 gewährleistet eine flexible Anwendbarkeit in
Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung. Die dreidimensionale Form der Schleifschicht
ist abhängig von der gewünschten Anwendung, so dass für die gewünschte Anwendung eine
hohe Zerspanungsleistung und eine lange Standzeit erzielt wird. Die Schleifschicht
ist beispielsweise gekrümmt und/oder in mehreren Ebenen zueinander ausgerichtet, beispielsweise
in schräg zueinander verlaufenden Ebenen. Die Schleifschicht ist vorzugsweise in zwei
senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen gekrümmt ausgebildet, beispielsweise
in einer radialen Richtung und in einer Umfangsrichtung zu einer Drehachse des Schleifwerkzeugs.
Eine gekrümmte Ausbildung ermöglicht beispielsweise eine Kehlnahtbearbeitung und/oder
eine Kantenbearbeitung. Durch schräg zueinander verlaufende Ebenen bildet die Schleifschicht
eine Fase aus, die ein Schruppen oder eine flächige Bearbeitung ermöglicht. Vorzugsweise
ist die Schleifschicht mittels eines Haftmittels unmittelbar auf einer Oberfläche
des Grundkörpers oder auf einer Oberfläche einer Tragschicht, die mit dem Grundkörper
verbunden ist, befestigt. Die Schleifschicht ist insbesondere durch elektrostatisches
Auftragen von Schleifkörnern hergestellt.
[0022] Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur einfachen Herstellung
eines flexibel anwendbaren Schleifwerkzeugs mit einer hohen Vibrations- und Geräuschdämpfung
in Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung und einer langen Standzeit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen den bereits beschriebenen
Vorteilen des erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs.
[0023] Vorzugsweise werden zum Erzeugen des Grundkörpers mehrere Faserlagen verwendet. Die
Faserlagen werden übereinander angeordnet und durch Erhitzen und anschließendes Abkühlen
des Bindemittels derart miteinander verbunden, dass der Grundkörper einerseits eine
ausreichende Stabilität und Festigkeit hat und andererseits innerhalb des Grundkörpers
eine Relativbewegung erzielt wird.
[0024] Vorzugsweise erfolgt das Erhitzen des Bindemittels unter Druck. Dadurch, dass die
mindestens eine Faserlage, vorzugsweise die mehreren Faserlagen, beim Erhitzen der
geringen Menge des Bindemittels zusammengepresst werden, wird das Bindemittel in ausreichendem
Maß verteilt, so dass der Grundkörper eine ausreichende Festigkeit erhält. Durch die
geringe Menge an Bindemittel entsteht jedoch kein durchgängiger bzw. vollflächiger
Verbund innerhalb der jeweiligen Faserlage und/oder zwischen den Faserlagen, so dass
innerhalb des Grundkörpers beim Schleifen eine Relativbewegung erzielt wird. Vorzugsweise
erfolgt auch das Abkühlen des Bindemittels unter Druck.
[0025] Ein Verfahren nach Anspruch 12 gewährleistet die einfache Herstellung des Schleifwerkzeugs
mit einer hohen Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer langen Standzeit.
Dadurch, dass die mindestens eine Faserlage lediglich an einer Seite und/oder lediglich
bereichsweise an zwei Seiten mit dem Bindemittel versehen ist, entsteht bei der Herstellung
des Grundkörpers kein durchgängiger bzw. vollflächiger Verbund mit dem Bindemittel.
Die jeweilige Faserlage ist beispielsweise mit dem Bindemittel imprägniert. Die imprägnierte
Faserlage wurde beispielsweise in einem vorgelagerten Herstellungsschritt hergestellt.
Vorzugsweise werden beim Erzeugen des Grundkörpers mehrere mit Bindemittel versehene
Faserlagen und gegebenenfalls mindestens eine Faserlage ohne Bindemittel übereinander
angeordnet.
[0026] Ein Verfahren nach Anspruch 13 gewährleistet die einfache Herstellung des Schleifwerkzeugs
mit einer hohen Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer langen Standzeit.
Dadurch, dass Faserlagen mit und ohne Bindemittel benachbart zueinander angeordnet
sind, wird beim Erzeugen des Grundkörpers kein durchgängiger bzw. vollflächiger Verbund
mit dem Bindemittel erzielt. Hierdurch wird die gewünschte Relativbewegung innerhalb
des Grundkörpers ermöglicht. Vorzugsweise werden mehrere erste Faserlagen und mehrere
zweite Faserlagen abwechselnd übereinander angeordnet. Die jeweilige zweite Faserlage
ist vorzugsweise an einer Seite oder an zwei Seiten mit dem Bindemittel versehen.
Die jeweilige zweite Faserlage ist beispielsweise mit dem Bindemittel imprägniert.
[0027] Ein Verfahren nach Anspruch 14 gewährleistet eine einfache Herstellung des Schleifwerkzeugs
mit einer hohen Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer langen Standzeit.
Beim Bereitstellen weist die mindestens eine Faserlage kein Bindemittel auf. Durch
die benachbart zu der mindestens einen Faserlage angeordnete Schicht aus Bindemittel
erhält der Grundkörper einerseits die erforderliche Festigkeit. Andererseits bildet
die mindestens eine Faserlage keinen durchgängigen bzw. vollflächigen Verbund mit
dem Bindemittel aus, so dass innerhalb des Grundkörpers beim Schleifen die gewünschte
Relativbewegung erzielt wird. Vorzugsweise ist die Schicht aus Bindemittel als Bindemittelfolie
ausgebildet. Vorzugsweise ist zwischen zwei Faserlagen ohne Bindemittel eine Schicht
aus Bindemittel, insbesondere eine Bindemittelfolie, bereitgestellt. Vorzugsweise
wird alternierend eine Faserlage ohne Bindemittel und eine Schicht aus Bindemittel,
insbesondere eine Bindemittelfolie, bereitgestellt.
[0028] Ein Verfahren nach Anspruch 15 gewährleistet die Herstellung des Schleifwerkzeugs
mit einer hohen Vibrations- und Geräuschdämpfung in Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung
und einer langen Standzeit. Die Tragschicht dient als Zwischenschicht zwischen dem
Grundkörper und der Schleifschicht. Die Tragschicht wird in Abhängigkeit der gewünschten
Anwendung ausgebildet. Die Tragschicht ist beispielsweise aus einem metallischen Material,
einem Trag-Gewebe und/oder aus Papier ausgebildet. Die Tragschicht ist insbesondere
monolithisch mit dem Grundkörper verbunden. An der Tragschicht bzw. an einer Oberfläche
der Tragschicht ist die Schleifschicht befestigt. Die Schleifschicht kann vor und/oder
nach dem Anordnen der Tragschicht an dem Grundkörper an der Tragschicht angeordnet
bzw. befestigt werden.
[0029] Ein Verfahren nach Anspruch 16 gewährleistet die einfache Herstellung des Schleifwerkzeugs
mit einer flexiblen Anwendbarkeit in Verbindung mit einer hohen Zerspanungsleistung.
Die Schleifschicht umfasst eine durch die aufgetragenen Schleifkörner gebildete Schleifkornschicht.
Durch das elektrostatische Auftragen der Schleifkörner ist die Schleifkornschicht
unmittelbar an dem Grundkörper oder einer an dem Grundkörper angeordneten Tragschicht
befestigt. Durch das elektrostatische Auftragen wird in einfacher Weise eine dreidimensionale
Form der Schleifschicht ermöglicht, so dass das hergestellte Schleifwerkzeug flexibel
anwendbar ist. Weiterhin ermöglicht das elektrostatische Auftragen ein erneutes Beschichten
bzw. Belegen des Grundkörpers oder der Tragschicht. Nach dem Verbrauch einer Schleifschicht
kann somit das verbleibende Schleifwerkzeug durch elektrostatisches Auftragen einer
neuen Schleifkornschicht zur wiederholten Verwendung erneuert werden. Durch das elektrostatische
Beschichten werden die Schleifkörner insbesondere entsprechend dem Verlauf der elektrostatischen
Feldlinien gerichtet aufgetragen. Hierdurch wird eine hohe Zerspanungsleistung erzielt,
insbesondere bei der Verwendung von Schleifkörnern mit einer geometrisch bestimmten
Form. Die Schleifkörner sind insbesondere mittels eines Haftmittels an dem Grundkörper
oder der Tragschicht befestigt. Das Ausbilden der Schleifschicht erfolgt insbesondere
durch mehrfaches elektrostatisches Auftragen von Schleifkörnern.
[0030] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung eines Schleifwerkzeugs gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
mit einem Grundkörper und einer daran angeordneten Schleifschicht,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Schnittdarstellung des Schleifwerkzeugs in Fig. 1 zur Veranschaulichung
eines Aufbaus des Grundkörpers mit einem Bindemittel und mit in dem Bindemittel teilweise
beweglich eingebetteten Faserlagen,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Grundkörpers gemäß einem ersten
Verfahren,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Grundkörpers gemäß einem zweiten
Verfahren,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Grundkörpers gemäß einem dritten
Verfahren,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Grundkörpers gemäß einem vierten
Verfahren,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung des elektrostatischen Aufbringens von Schleifkörnern
auf den Grundkörper,
- Fig. 8
- eine schematische Schnittdarstellung eines Schleifwerkzeugs gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
und
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung der Herstellung des Grundkörpers des Schleifwerkzeugs
in Fig. 8.
[0031] Nachfolgend ist anhand der Fig. 1 bis 7 ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Eine nicht näher dargestellte handgeführte Schleifmaschine dient im Betrieb
zum Drehantreiben eines Schleifwerkzeugs 1.
[0032] Das Schleifwerkzeug 1 ist scheibenförmig ausgebildet. Das Schleifwerkzeug 1 umfasst
einen Grundkörper 2 und eine daran angeordnete Schleifschicht 3. Der Grundkörper 2
weist in einem Einspannbereich 4 eine kreisförmige Öffnung 5 zur Aufnahme einer Antriebswelle
der Schleifmaschine auf. Die Öffnung 5 definiert eine Drehachse 6 des Schleifwerkzeugs
1. Alternativ zu der Öffnung 5 kann das Schleifwerkzeug 1 einen Schaft aufweisen.
[0033] Das Schleifwerkzeug 1 umfasst einen Arbeitsbereich 7, der den Einspannbereich 4 ringförmig
umgibt. In dem Arbeitsbereich 7 ist die Schleifschicht 3 an dem Grundkörper 2 angeordnet.
Der Arbeitsbereich 7 ist in einen inneren Bereich 8 und einen äußeren Bereich 9 unterteilt.
Der innere Bereich 8 ist ringförmig ausgebildet und umgibt den Einspannbereich 4.
In dem inneren Bereich 8 ist die Oberfläche des Grundkörpers 2, an der die Schleifschicht
3 angeordnet ist, im Wesentlichen eben ausgebildet. Der äußere Bereich 9 ist ringförmig
ausgebildet und umgibt den inneren Bereich 8. In dem äußeren Bereich 9 ist die Oberfläche
des Grundkörpers 2, an der die Schleifschicht 3 angeordnet ist, gekrümmt ausgebildet.
Der Grundkörper 2 ist in dem äußeren Bereich 9 relativ zu der Drehachse 6 entlang
einer radialen Richtung R und entlang einer Umfangsrichtung U gekrümmt. Aufgrund der
Krümmung des Grundkörpers 2 ist die Schleifschicht 3 entsprechend gekrümmt und dreidimensional
ausgebildet.
[0034] Der Grundkörper 2 umfasst eine Anzahl N von Faserlagen, wobei allgemein gilt: 1 ≤
N ≤ 12, insbesondere 2 ≤ N ≤ 10, und insbesondere 4 ≤ N ≤ 8. Die Faserlagen werden
im Einzelnen mit F
i bezeichnet, wobei i ein Laufindex für die einzelnen Faserlagen ist und von der Anzahl
N abhängt. Das in Fig. 1 dargestellte Schleifwerkzeug 1 umfasst beispielhaft vier
Faserlagen, die im Einzelnen mit F
1 bis F
4 bezeichnet sind. Die Faserlagen F
1 bis F
4 sind in Fig. 1 lediglich schematisch dargestellt. Die Faserlagen F
1 bis F
4 sind als Gewebe und/oder Gelege ausgebildet.
[0035] Der Grundkörper 2 umfasst ein Bindemittel B, in das die Faserlagen F
1 bis F
4 derart eingebettet sind, dass die Faserlagen F
1 bis F
4 teilweise fest mit dem Bindemittel B verbunden sind und teilweise beweglich zu dem
Bindemittel B und zueinander angeordnet sind. Hierzu ist eine Masse m
B des Bindemittels B zu einer Masse m
F der Faserlagen F
1 bis F
4 vergleichsweise gering. Für ein Verhältnis M = m
B/m
F der Masse m
B des Bindemittels B zu der Masse m
F der Faserlagen F
1 bis F
4 gilt: 1/25 ≤ M ≤ 1/2, insbesondere 1/20 ≤ M ≤ 1/3, insbesondere 1/15 ≤ M ≤ 1/4, und
insbesondere 1/12 ≤ M ≤ 1/6. Das Bindemittel B ist ein organischer Klebstoff, insbesondere
Phenolharz, Epoxidharz und/oder Kautschuk.
[0036] In Fig. 2 ist die teilweise bewegliche Anordnung der Faserlagen F
1 bis F
4 in dem Bindemittel B veranschaulicht. In Fig. 2 sind beispielhaft die benachbarten
Faserlagen F
1 und F
2 dargestellt. Die Faserlagen F
1 bis F
4 sind beispielsweise als Gewebe ausgebildet und weisen jeweils mehrere Schuss-Fäden
S und quer dazu verlaufende Kett-Fäden K auf. In Fig. 2 sind die Schuss-Fäden S
1 und die Kett-Fäden K
1 der ersten Faserlage F
1 sowie die Schuss-Fäden S
2 und die Kett-Fäden K
2 der zweiten Faserlage F
2 dargestellt. Aufgrund der vergleichsweise geringen Menge an Bindemittel B sind in
dem Grundkörper 2 verbindungsfreie Bereiche V ausgebildet, in denen die Faserlagen
F
1 bis F
4 nicht mit dem Bindemittel B verbunden sind. In diesen verbindungsfreien Bereichen
V sind die Faserlagen F
1 bis F
4 in sich und relativ zu dem Bindemittel B beweglich. Die in das Bindemittel B eingebetteten
Faserlagen F
1 bis F
4 sind somit bereichsweise in sich und/oder zueinander beweglich. In den verbindungsfreien
Bereichen V sind beispielsweise die Schuss-Fäden S
1, S
2 und/oder die Kett-Fäden K
1, K
2 relativ zueinander beweglich. Durch die verbindungsfreien Bereiche V wird innerhalb
des Grundkörpers 2 eine bereichsweise Relativbewegung der Faserlagen F
1 bis F
4 ermöglicht.
[0037] Die Schleifschicht 3 umfasst Schleifkörner 10 mit geometrisch bestimmter Form, die
mittels eines Haftmittels 11 an dem Grundkörper 2 befestigt sind. Das Haftmittel 11
ist beispielsweise ein Harz, insbesondere Phenolharz. Die Schleifkörner 10 sind relativ
zueinander und relativ zu einer Oberfläche des Grundkörpers 2 gerichtet angeordnet.
Die Schleifkörner 10 bilden eine Schleifkornschicht 12 aus. Auf die Schleifkornschicht
12 sind in üblicher Weise eine Deckbindung 13 und eine Deckschicht 14 angeordnet.
Die Deckbindung 13 und/oder die Deckschicht 14 weist vorzugsweise schleifaktive Füllstoffe
auf.
[0038] Dadurch, dass die Faserlagen F
1 bis F
4 in sich und/oder relativ zueinander eine Relativbewegung ermöglichen, werden beim
Schleifen auftretende Kräfte vom Grundkörper 2 absorbiert, wodurch eine hohe Vibrations-
und Geräuschdämpfung erzielt wird. Der Grundkörper 2 weist dennoch eine ausreichende
Stabilität und Festigkeit auf, so dass das Schleifwerkzeug 1 eine lange Standzeit
hat. Der Grundkörper 2 ist einfach und mit einer beliebigen geometrischen Form herstellbar,
so dass das Schleifwerkzeug 1 in der Anwendung flexibel ist. Die Schleifschicht 3
ist auf den in gewünschter Weise geformten Grundkörper 2 einfach aufzubringen, so
dass die Schleifschicht 3 eine hohe Zerspanungsleistung des Schleifwerkzeugs 1 gewährleistet.
[0039] Nachfolgend ist die Herstellung des Grundkörpers 2 beschrieben:
In Fig. 3 ist ein erstes Herstellungsverfahren veranschaulicht. Bei dem ersten Herstellungsverfahren
werden die Faserlagen F
1 bis F
4 ohne Bindemittel bereitgestellt. Zwischen den übereinander angeordneten Faserlagen
F
1 bis F
4 sind Schichten aus Bindemittel B angeordnet. Die Schichten aus Bindemittel B sind
als Bindemittelfolien ausgebildet. Die Faserlagen F
1 bis F
4 und die dazwischen angeordneten Schichten aus Bindemittel B werden anschließend unter
einem Druck p gegen eine Grundkörperform G gepresst und derart erhitzt, dass das Bindemittel
B fließfähig wird. Das Bindemittel B verbindet die Faserlagen F
1 bis F
4 in der beschriebenen Weise. Durch Abkühlen des Bindemittels B entsteht der Grundkörper
2.
[0040] In Fig. 4 ist ein zweites Herstellungsverfahren des Grundkörpers 2 veranschaulicht.
Bei dem zweiten Herstellungsverfahren werden die Faserlagen F
1 und F
4 ohne Bindemittel B und die Faserlagen F
2 und F
3 mit Bindemittel B bereitgestellt. Die Faserlagen F
2 und F
3 sind jeweils beidseitig mit dem Bindemittel B imprägniert. Die Faserlagen F
1 bis F
4 werden übereinander angeordnet und unter einem Druck p gegen die Grundkörperform
G gepresst und derart erhitzt, dass das Bindemittel B fließfähig wird. Das Bindemittel
B verbindet die Faserlagen F
1 bis F
4 in der beschriebenen Weise. Nach dem Abkühlen des Bindemittels B entsteht der Grundkörper
2.
[0041] In Fig. 5 ist ein drittes Herstellungsverfahren des Grundkörpers 2 veranschaulicht.
Bei dem dritten Herstellungsverfahren sind die Faserlagen F
1 bis F
4 beim Bereitstellen einseitig mit dem Bindemittel B imprägniert. Die Faserlagen F
1 bis F
4 werden übereinander angeordnet und unter einem Druck p gegen die Grundkörperform
G gepresst und derart erhitzt, dass das Bindemittel B fließfähig wird. Das Bindemittel
B verbindet die Faserlagen F
1 bis F
4 in der beschriebenen Weise. Nach dem Abkühlen 4 entsteht der Grundkörper 2.
[0042] In Fig. 6 ist ein viertes Herstellungsverfahren des Grundkörpers 2 veranschaulicht.
Bei diesem Herstellungsverfahren sind die bereitgestellten Faserlagen F
1 bis F
4 jeweils an zwei Seiten bereichsweise mit dem Bindemittel B versehen. Die Faserlagen
F
1 bis F
4 sind bereichsweise mit dem Bindemittel B imprägniert. Die Faserlagen F
1 bis F
4 werden übereinander angeordnet unter einem Druck p gegen die Grundkörperform G gepresst
und derart erhitzt, dass das Bindemittel B fließfähig wird. Das Bindemittel B verbindet
die Faserlagen F
1 bis F
4 in der beschriebenen Weise. Nach dem Abkühlen bilden die verbundenen Faserlagen F
1 bis F
4 den Grundkörper 2 aus.
[0043] Die Herstellungsverfahren und die bereitgestellten Faserlagen F
1 bis F
4 können in gewünschter Weise miteinander kombiniert werden.
[0044] Nachfolgend ist das Ausbilden der Schleifschicht 3 auf dem Grundkörper 2 und die
Herstellung des Schleifwerkzeugs 1 beschrieben:
Mittels einer Auftragsvorrichtung 15 werden die Schleifkörner 10 elektrostatisch auf
den Grundkörper 2 aufgebracht. Die Auftragsvorrichtung 15 umfasst eine Handhabungseinrichtung
16 zum Handhaben und Positionieren des Grundkörpers 2, eine erste Elektrode 17 und
eine zugehörige zweite Elektrode 18 zum Erzeugen eines elektrostatischen Felds E,
eine Dosiereinrichtung 19 zum Zuführen der Schleifkörner 10 zu einer Fördereinrichtung
20.
[0045] Die Fördereinrichtung 20 umfasst ein endloses Förderband 21, das mittels zweier Umlenkrollen
22, 23 gespannt ist. Die Umlenkrolle 22 wird mittels eines elektrischen Antriebsmotors
24 drehangetrieben. Ein in Bezug auf die Schwerkraft F
G oberhalb der Umlenkrollen 22, 23 angeordneter Teil des Förderbandes 21 bildet einen
Förderbereich 25 aus, der sich in einer horizontalen x-Richtung und einer horizontalen
y-Richtung erstreckt.
[0046] Die Dosiereinrichtung 19 ist in einer Förderrichtung 26 vor den Elektroden 17, 18
angeordnet. Die erste Elektrode 17 ist plattenförmig ausgebildet und in Richtung der
Schwerkraft F
G unterhalb des oberen Teils des Förderbands 21 bzw. unterhalb des Förderbereichs 25
angeordnet. Demgegenüber ist die zweite Elektrode 18 in Bezug auf die Schwerkraft
F
G oberhalb des Förderbands 21 bzw. des Förderbereichs 25 angeordnet. Die zweite Elektrode
18 ist somit in einer vertikalen z-Richtung zu der ersten Elektrode 17 beabstandet,
so dass der Förderbereich 25 zwischen den Elektroden 17, 18 verläuft. Die zweite Elektrode
18 ist an der Handhabungseinrichtung 16 befestigt. Die x-, y und z-Richtung bilden
ein kartesisches Koordinatensystem.
[0047] Die zweite Elektrode 18 ist entsprechend dem Grundkörper 2 geformt. Der Grundkörper
2 wird derart mittels der Handhabungseinrichtung 16 gehalten, dass die zweite Elektrode
18 im Wesentlichen vollflächig gegen eine Rückseite des Grundkörpers 2 anliegt. Die
Handhabungseinrichtung 16 hält den Grundkörper 2 beispielsweise mechanisch und/oder
pneumatisch. Zwischen der ersten Elektrode 17 und der zweiten Elektrode 18 liegt eine
elektrische Spannung U
E an, die mittels einer Spannungsquelle 27 erzeugt wird und einstellbar ist.
[0048] Auf einer der zweiten Elektrode 18 abgewandten Oberfläche wird zunächst das Haftmittel
11 aufgetragen, so dass das an dem Grundkörper 2 angeordnete Haftmittel 11 eine dreidimensional
geformte Haftoberfläche ausbildet. Das Haftmittel 11 wird beispielsweise manuell aufgebracht
oder mittels der Handhabungseinrichtung 16. Beispielsweise wird der Grundkörper 2
mittels der Handhabungseinrichtung 16 mit der Oberfläche in das Haftmittel 11 eingetaucht.
[0049] Der Grundkörper 2 wird anschließend mittels der Handhabungseinrichtung 16 in der
z-Richtung oberhalb der ersten Elektrode 17 positioniert, so dass die Haftoberfläche
teilweise in dem elektrostatischen Feld E zwischen den Elektroden 17, 18 angeordnet
ist. Die Feldlinien treten senkrecht aus der Oberfläche der ersten Elektrode 17 aus
und treten senkrecht in die Oberfläche der zweiten Elektrode 18 ein, so dass die Feldlinien
im Wesentlichen senkrecht durch die Haftoberfläche verlaufen.
[0050] Mittels der Fördereinrichtung 20 werden die Schleifkörner 10 zur Ausbildung der dreidimensional
geformten Schleifkornschicht 12 in das elektrostatische Feld E transportiert. Hierzu
stellt die Dosiereinrichtung 19 die Schleifkörner 10 bereit. Die Schleifkörner 10
werden mittels der Dosiereinrichtung 19 dosiert dem Förderband 21 zugeführt und auf
diesem verteilt. Mittels des elektrischen Antriebsmotors 24 wird das Förderband 21
mit den darauf angeordneten Schleifkörnern 10 in der Förderrichtung 26 bewegt, so
dass die Schleifkörner 10 in das elektrostatische Feld E eingebracht werden. Mittels
des elektrischen Antriebsmotors 24 ist die Transportgeschwindigkeit in der Förderrichtung
26 einstellbar.
[0051] Durch das elektrostatische Feld E werden die Schleifkörner 10 entgegen der Schwerkraft
F
G zu dem Haftmittel 11 bzw. der Haftoberfläche bewegt und entlang der Feldlinien ausgerichtet.
Treffen die Schleifkörner 10 auf die Haftoberfläche, bleiben diese dort haften. Durch
die anhaftenden Schleifkörner 10 wird an dem Grundkörper 2 die Schleifkornschicht
12 ausgebildet. Um die Schleifkörner 10 gleichmäßig und homogen aufzubringen, wird
der Grundkörper 2 mittels der Handhabungseinrichtung 16 um eine Mittellängsachse 28
rotiert.
[0052] Nachdem die Schleifkornschicht 12 fertig auf den Grundkörper 2 aufgebracht ist, bildet
der Grundkörper 2 mit dem Haftmittel 11 und der Schleifkornschicht 12 ein Halbzeug.
Das Halbzeug wird von der Handhabungseinrichtung 16 gelöst und in einer Heizeinrichtung
angeordnet, wo das Haftmittel 11 ausgehärtet wird. Anschließend wird auf die Schleifkornschicht
12 in üblicher Weise die Deckbindung 13 und die Deckschicht 14 aufgebracht. Hinsichtlich
weiterer Details und Merkmale des Schleifwerkzeugs 1 und des elektrostatischen Aufbringens
der Schleifkörner 10 wird ausdrücklich auf die
WO 2018/149 483 A1 verwiesen, deren Inhalt durch Bezugnahme an dieser Stelle aufgenommen wird.
[0053] Nachfolgend ist anhand der Fig. 8 und 9 ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung
beschrieben. Im Unterschied zu dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel umfasst der
Grundkörper 2 Dämpfungspartikel D. Die Dämpfungspartikel D sind beispielsweise Kautschuk-Partikel
und/oder Schaum-Partikel. Die Dämpfungspartikel D sind bei der Herstellung des Grundkörpers
2 in diesen eingearbeitet. Die Dämpfungspartikel D bilden zusätzliche verbindungsfreie
Bereiche V aus und haben selbst geräusch- und vibrationsdämpfende Eigenschaften.
[0054] Das Schleifwerkzeug 2 umfasst ferner eine Tragschicht 29, die mit dem Grundkörper
2 verbunden ist und eine Oberfläche zur Anordnung der Schleifschicht 2 bereitstellt.
Die Tragschicht 29 ist aus einem metallischen Material. Die Tragschicht 29 ist monolithisch
mit dem Grundkörper 2 verbunden. Hierzu wird die Tragschicht 29 zusammen mit dem Grundkörper
2 hergestellt. Dies ist in Fig. 9 veranschaulicht. Die Tragschicht 29 wird vor und/oder
nach dem Verbinden mit dem Grundkörper 2 in der beschriebenen Weise elektrostatisch
mit Schleifkörner 10 belegt. Hinsichtlich des weiteren Aufbaus, der weiteren Herstellung
und der weiteren Funktionsweise des Schleifwerkzeugs 1 wird auf das vorangegangene
Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0055] Allgemein gilt:
Das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug 1 weist innerhalb des Grundkörpers 2 keinen durchgängigen
bzw. vollflächigen Bindemittelverbund auf, so dass verbindungsfreie Freiräume bzw.
Bereiche innerhalb des Grundkörpers 2 vorliegen, wie beispielsweise Lufteinschlüsse.
Der Grundkörper 2 weist eine derartige Menge an Bindemittel B auf, dass einerseits
innerhalb des Grundkörpers 2 eine Relativbewegung ermöglicht wird, jedoch der Grundkörper
2 andererseits ausreichend fest ist und beim Schleifen nicht delaminiert. Dies wird
durch eine inselartige bzw. feine Benetzung der Faserlagen F
i erzielt. Die freie Relativbewegung innerhalb der Faserlagen F
i bzw. der jeweiligen Faserlage F
i ermöglicht eine hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung. Durch die mittels des Bindemittels
B miteinander verbundenen Faserlagen F
i und der möglichen Relativbewegung innerhalb der jeweiligen Faserlage F
i wird ein Aufbau des Grundkörpers 2 derart erzielt, dass alternierend harte und weiche
Schichten vorliegen. Eine zusätzliche Gummilage zur Erzielung einer hohen Vibrations-
und Geräuschdämpfung ist nicht erforderlich. Die sich ineinander verschiebenden Faserlagen
F
i ermöglichen die hohe Vibrations- und Geräuschdämpfung, gewährleisten jedoch keine
Faltenbildung. Der Grundkörper 2 ist mit einer beliebigen dreidimensionalen Form herstellbar,
insbesondere durch Drapieren der Faserlagen F
i und Verbinden der Faserlagen F
i mit dem Bindemittel B. Die jeweilige Faserlage F
i besitzt eine beidseitige Verbindung mit dem Bindemittel B, so dass keine Delamination
der Faserlagen F
i auftritt. Das Bindemittel B verbindet die einzelnen Faserlagen F
i, die in sich noch flexibel sind. Das Bindemittel B ist beispielsweise ein Elastomer,
wodurch die Vibrations- und Geräuschdämpfung des Grundkörpers 2 unterstützt wird.
Die mindestens eine Faserlage F
i ist beispielsweise foulardiert. Die mindestens eine Faserlage F
i ist beispielsweise mit dem Bindemittel B beschichtet, kaschiert, ummantelt oder silanisiert.
Die jeweilige Faserlage F
i ist als Gewebe oder Gelege ausgebildet. Die Faserlagen F
i innerhalb des Grundkörpers 2 sind als Gewebe und/oder Gelege ausgebildet. Beispielsweise
weist das Gewebe eine Köperbindung auf. Ein Köper-Gewebe gewährleistet eine Bewegung
bzw. Verschiebbarkeit innerhalb des Gewebes sowie eine einfache Drapierbarkeit. Die
Faserlagen F
i sind als innere Faserlagen und/oder äußere Faserlagen in dem Grundkörper 2 angeordnet.
Die Schleifschicht 3 kann eine Schleifkornschicht 12 oder ein Schleifvlies umfassen.
Das Schleifkorn 10 ist beispielsweise ein beschichtetes Keramikkorn. Die Tragschicht
29 dient als Zwischenschicht zwischen dem Grundkörper 2 und der Schleifschicht 3.
Die Tragschicht 29 kann als Papier, Folie und/oder Gewebe ausgebildet sein. Die Tragschicht
29 ist beispielsweise aus einem metallischen Material. Der Grundkörper 2 oder die
Tragschicht 29 werden vorzugsweise direkt mit Schleifkorn 10 belegt.
1. Schleifwerkzeug umfassend
- einen Grundkörper (2) mit
-- einem Bindemittel (B),
-- mindestens einer in das Bindemittel (B) eingebetteten Faserlage (F1 bis F4) und
- eine Schleifschicht (3),
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzielung einer freien Relativbewegung innerhalb der mindestens einen Faserlage
(F
1 bis F
4) während des Schleifens die mindestens eine Faserlage (F
1 bis F
4) in dem Bindemittel (B) teilweise beweglich angeordnet ist.
2. Schleifwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass jede Faserlage (F1 bis F4) mehrere Fäden umfasst, die teilweise beweglich zueinander in das Bindemittel (B)
eingebettet sind.
3. Schleifwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der Grundkörper (2) mehrere in das Bindemittel (B) eingebettete Faserlagen (F1 bis F4) umfasst, die bereichsweise zueinander beweglich sind.
4. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) mehrere Faserlagen (F1 bis F4) mit mehreren Fäden umfasst und die Fäden teilweise beweglich zueinander in das Bindemittel
(B) eingebettet sind.
5. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) eine Anzahl N von Faserlagen (F1 bis F4) umfasst, wobei gilt: 1 ≤ N ≤ 12, insbesondere 2 ≤ N ≤ 10, und insbesondere 4 ≤ N
≤ 8.
6. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für ein Verhältnis M einer Masse mB des Bindemittels (B) zu einer Masse mF der mindestens einen Faserlage (F1 bis F4) gilt: 1/25 ≤ M ≤ 1/2, insbesondere 1/20 ≤ M ≤ 1/3, insbesondere 1/15 ≤ M ≤ 1/4,
und insbesondere 1/12 ≤ M ≤ 1/6.
7. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) Dämpfungspartikel (D) umfasst, insbesondere Kautschuk-Partikel
und/oder Schaum-Partikel.
8. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) gekrümmt ausgebildet ist.
9. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet,
durch eine mit dem Grundkörper (2) verbundene Tragschicht (29), an der die Schleifschicht
(3) angeordnet ist.
10. Schleifwerkzeug nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifschicht (3) dreidimensional geformt ist.
11. Verfahren zur Herstellung eines Schleifwerkzeugs mit den Schritten:
- Bereitstellen mindestens einer Faserlage (F1 bis F4) und eines Bindemittels (B),
- Erzeugen eines Grundkörpers (2) durch Erhitzen und anschließendes Abkühlen des Bindemittels
(B), wobei die mindestens eine Faserlage (F1 bis F4) nach dem Abkühlen zur Erzielung einer freien Relativbewegung innerhalb der mindestens
einen Faserlage (F1 bis F4) während des Schleifens in dem Bindemittel (B) teilweise beweglich angeordnet ist,
und
- Ausbilden einer Schleifschicht (3).
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass das Bereitstellen derart erfolgt, dass die mindestens eine Faserlage (F1 bis F4) an einer Seite und/oder bereichsweise an zwei Seiten mit dem Bindemittel (B) versehen
ist.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
dass das Bereitstellen derart erfolgt, dass eine erste Faserlage (F1, F4) ohne Bindemittel (B) benachbart zu einer zweiten mit Bindemittel (B) versehenen
Faserlage (F2, F3) angeordnet ist.
14. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Bereitstellen derart erfolgt, dass die mindestens eine Faserlage (F1 bis F4) benachbart zu einer Schicht aus Bindemittel (B) angeordnet ist.
15. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundkörper (2) eine Tragschicht (29) angeordnet wird.
16. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausbilden der Schleifschicht (3) durch elektrostatisches Auftragen von Schleifkörnern
(10) erfolgt.
1. A grinding tool comprising
- a main body (2) having
-- a binder (B),
-- at least one fibre ply (F1 to F4) embedded in the binder (B) and
- an abrasive layer (3),
characterized
in that in order to achieve a free relative movement within the at least one fibre ply (F
1 to F
4) during grinding, the at least one fibre ply (F
1 to F
4) is arranged in the binder (B) in a partially movable manner.
2. The grinding tool as claimed in claim 1, characterized
in that each fibre ply (F1 to F4) comprises a plurality of yarns that are embedded in the binder (B) in a partially
movable manner relative to one another.
3. The grinding tool as claimed in claim 1 or 2, characterized
in that the main body (2) comprises a plurality of fibre plies (F1 to F4) that are embedded in the binder (B) and are movable relative to one another in some
regions.
4. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 3, characterized in that the main body (2) comprises a plurality of fibre plies (F1 to F4) having a plurality of yarns, and the yarns are embedded in the binder (B) in a partially
movable manner relative to one another.
5. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 4, characterized in that the main body (2) comprises a number N of fibre plies (F1 to F4), wherein: 1 ≤ N ≤ 12, in particular 2 ≤ N ≤ 10, and in particular 4 ≤ N ≤ 8.
6. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 5, characterized in that, for a ratio M of a mass mB of the binder (B) to a mass mF of the at least one fibre ply (F1 to F4), the following applies: 1/25 ≤ M ≤ 1/2, in particular 1/20 ≤ M ≤ 1/3, in particular
1/15 ≤ M ≤ 1/4, and in particular 1/12 ≤ M ≤ 1/6.
7. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 6, characterized in that the main body (2) comprises damping particles (D), in particular rubber particles
and/or foam particles.
8. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 7, characterized in that the main body (2) is of curved design.
9. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 8, characterized by a supporting layer (29), which is connected to the main body (2) and on which the
abrasive layer (3) is arranged.
10. The grinding tool as claimed in at least one of claims 1 to 9, characterized in that the abrasive layer (3) is shaped three-dimensionally.
11. A method for producing a grinding tool having the following steps:
- preparing at least one fibre ply (F1 to F4) and a binder (B),
- producing a main body (2) by heating and then cooling the binder (B), wherein the
at least one fibre ply (F1 to F4) is arranged in a partially movable manner in the binder (B) after cooling in order
to achieve a free relative movement within the at least one fibre ply (F1 to F4) during grinding, and
- forming an abrasive layer (3).
12. The method as claimed in claim 11, characterized
in that preparation takes place in such a way that the at least one fibre ply (F1 to F4) is provided with the binder (B) on one side and/or in some regions on two sides.
13. The method as claimed in claim 11 or 12, characterized
in that preparation takes place in such a way that a first fibre ply (F1, F4) without binder (B) is arranged adjacent to a second fibre ply (F2, F3) provided with binder (B).
14. The method as claimed in at least one of claims 11 to 13, characterized in that preparation takes place in such a way that the at least one fibre ply (F1 to F4) is arranged adjacent to a layer of binder (B).
15. The method as claimed in at least one of claims 11 to 14, characterized in that a supporting layer (29) is arranged on the main body (2).
16. The method as claimed in at least one of claims 11 to 15, characterized in that the formation of the abrasive layer (3) is performed by electrostatic application
of abrasive particles (10).
1. Outil de meulage comprenant
- un corps de base (2) avec
-- un liant (B),
-- au moins une couche de fibres (F1 à F4) noyée dans le liant (B), et
- une couche abrasive (3),
caractérisé
en ce que, pour obtenir un mouvement relatif libre à l'intérieur de l'au moins une couche de
fibres (F
1 à F
4) pendant le meulage, l'au moins une couche de fibres (F
1 à F
4) est disposée de manière partiellement mobile dans le liant (B).
2. Outil de meulage selon la revendication 1, caractérisé
en ce que chaque couche de fibres (F1 à F4) comprend plusieurs fils qui sont noyés dans le liant (B) en étant partiellement
mobiles les uns par rapport aux autres.
3. Outil de meulage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé
en ce que le corps de base (2) comprend plusieurs couches de fibres (F1 à F4) noyées dans le liant (B), qui sont mobiles par zones les unes par rapport aux autres.
4. Outil de meulage selon au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le corps de base (2) comprend plusieurs couches de fibres (F1 à F4) avec plusieurs fils et que les fils sont noyés dans le liant (B) de manière partiellement
mobile les uns par rapport aux autres.
5. Outil de meulage selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le corps de base (2) comprend un nombre N de couches de fibres (F 1à F 4), où s'applique : 1 ≤ N ≤ 12, en particulier 2 ≤ N ≤ 10, et en particulier 4 ≤ N
≤ 8.
6. Outil de meulage selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour un rapport M d'une masse mB du liant (B) à une masse mF de l'au moins une couche de fibres (F1 à F4), s'applique: 1/25 ≤ M ≤ 1/2, en particulier 1/20 ≤ M ≤ 1/3, en particulier 1/15
≤ M ≤ 1/4, et en particulier 1/12 ≤ M ≤ 1/6.
7. Outil de meulage selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le corps de base (2) comprend des particules d'amortissement (D), en particulier
des particules de caoutchouc et/ou des particules de mousse.
8. Outil de meulage selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le corps de base (2) est réalisé de manière courbée.
9. Outil de ponçage selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par une couche de support (29) reliée au corps de base (2), sur laquelle est disposée
la couche abrasive (3).
10. Outil de meulage selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la couche abrasive (3) est formée de manière tridimensionnelle.
11. Procédé de fabrication d'un outil de meulage comprenant ayant les étapes consistant
suivantes :
- mise à disposition d'au moins une couche de fibres (F1 à F4) et un liant (B),
- production d'un corps de base (2) par chauffage et ensuite refroidissement du liant
(B), l'au moins une couche de fibres (F1 à F4) étant disposée après le refroidissement de manière partiellement mobile dans le
liant (B) pour obtenir un mouvement relatif libre à l'intérieur de l'au moins une
couche de fibres (F1 à F4) pendant le meulage, et
- formation d'une couche abrasive (3).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé
en ce que la mise à disposition s'effectue de telle sorte que l'au moins une couche de fibres
(F1 à F4) est pourvue du liant (B) sur un côté et/ou par zones sur deux côtés.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé
en ce que la mise à disposition s'effectue de telle sorte qu'une première couche de fibres
(F1, F4) sans liant (B) est disposée à proximité d'une deuxième couche de fibres (F2, F3) pourvue d'un liant (B).
14. Procédé selon au moins l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que la mise à disposition s'effectue de telle sorte que l'au moins une couche de fibres
(F1 à F4) est disposée à proximité d'une couche de liant (B).
15. Procédé selon au moins l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce qu'une couche de support (29) est disposée sur le corps de base (2).
16. Procédé selon au moins l'une des revendications 11 à 15, caractérisé en ce que la formation de la couche abrasive (3) s'effectue par application électrostatique
de grains abrasifs (10).