Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rastverbindungsanordnung zur Verbindung von
Bauteilen sowie ein Bauteil, einen Baukörper und ein Montageverfahren.
Stand der Technik
[0002] Der Anwendungsbereich der erfindungsgemäßen Lösung umfasst alle denkbaren Aufgabenstellungen,
bei denen zumindest zwei Bauteile miteinander verbunden werden, insbesondere Flächenelemente
wie Fußbodenelemente, Fassadenelemente, Dachelemente, Fahrzeugbauteile, Sichtschutzelemente
und dergleichen. Hierbei kann es sich auch um eine Kombination aus einem Flächenelement
mit sonstigen im Handel erhältlichen Bauteilen handeln, wie beispielsweise Profilelemente,
Leistenelemente, Rahmenelemente, Stangenelemente und dergleichen. Zur Herstellung
von Verbindungen zwischen Flächenelementen sind beispielsweise sogenannte Nut- und
Federverbindungen bekannt, wie sie im Dokument
EP 021 464 3 A2 gezeigt sind. Solche Nut- und Federverbindungen haben jedoch den Nachteil, dass sich
die Verbindung ggf. sehr leicht lösen kann, beispielsweise während der Montage und
Ausrichtung, wenn auf die Bauteile entgegen der Fügerichtung eine Kraft einwirkt.
Das Dokument
WO 00/20706 A1 offenbart ein Verbindungsprofil, bei dem zwei Federn und zwei Stege in Vertiefungen
der zu verbindenden Bauteile eingreifen.
[0003] Um dem entgegenzuwirken, wurden rastende Verbindungen entwickelt. So zeigt beispielsweise
das Dokument
DE 299 24 454 U1 eine Lösung, bei welcher Fußbodenpaneele entlang ihrer Stirnkanten in Vertikalrichtung
über einen oder mehrere stirnseitige Vorsprünge eines Paneels verriegelt werden, indem
diese in korrespondierende Ausnehmungen des anderen Paneels einrasten. Die aus der
DE 38 06 091 A1 bekannte Lösung bezieht sich auf einen aus zwei oder mehreren Profilleisten zusammengesetzten
Baukörper, wobei jeweils zwischen zwei benachbarten Profilleisten eine Nut-Feder-Verbindung
hergestellt ist.
[0004] Eine Leiste ist mit einer längsdurchlaufenden Nut versehen, und die andere Leiste
ist mit einem längsdurchlaufenden und in die Nut eingreifenden Steg versehen.
[0005] Eine vergleichbare Lösung mit einer Nut-Feder-Verbindung ist im Dokument
WO 01/98604 A1 offenbart.
[0006] Es ist wünschenswert, alternative und möglichst flexible Lösungen verfügbar zu haben,
welche universell einsetzbar sind. Die Montage sowie die Ausrichtung der Bauteile
sollten während der Montage bei möglichst hoher Präzision leicht von der Hand gehen.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Erfindungsgemäß wird eine Rastverbindungsanordnung wie beansprucht vorgeschlagen.
Zusätzlich wird ein erfindungsgemäßes Bauteil und ein erfindungsgemäßer Baukörper
und ein erfindungsgemäßes Montageverfahren vorgeschlagen und beansprucht. Als Bauteil
wird jeglicher Körper aufgefasst, welcher mit mindestens einem weiteren gleichartig
oder unterschiedlich aufgebauten Körper verbunden werden kann, wobei jeder der Körper
zumindest eine Vorderseite und eine Rückseite sowie mehrere Stirnseiten aufweist,
an denen eine Leiste anordenbar ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung umfasst eine Nutleiste (d.h. eine erste
Leiste mit einer Nut) mit einem, vorzugsweise unmittelbar neben und parallel zur Nut,
das heißt entlang der Nut, verlaufenden, ersten Befestigungsbereich. Die Nut dient
zur Aufnahme der Feder einer Federleiste, welche weiter unten erläutert wird. Der
Befestigungsbereich dient zur Anordnung der Nutleiste entlang eines Umfangsabschnittes
eines Bauteils, so dass die Nut idealerweise entlang des Bauteilrandes und gut zugänglich
neben der Bauteiloberfläche verläuft. Das Bauteil kann ein quaderförmiges Bauteil
sein, vorzugsweise ein Flächenelement, wie eine Scheibe, ein Paneel, eine Verkleidung,
eine Platte, eine Latte und/oder eine Leiste, ein Dach-, Wand- und Bodenelement, ein
Solarpanel oder dergleichen. Die Nutleiste erstreckt sich in eine erste Längsrichtung,
vorzugsweise quer, bevorzugt senkrecht, zum Nutleistenquerschnitt, und auch in eine
erste Querrichtung.
[0009] Die Längserstreckung (= Leistenlänge in Längsrichtung) der Nutleiste kann um ein
Vielfaches größer sein als die Quererstreckung (= Leistenbreite in Querrichtung, insbesondere
senkrecht zur Längsrichtung ausgerichtet), so dass der typische Leistencharakter entsteht.
Zur Realisierung von punktuellen Verbindungen kann die Längserstreckung der Quererstreckung
in etwa entsprechen, ggf. auch geringer ausfallen. Insbesondere zur Realisierung von
punktuellen Verbindungen kann die Längserstreckung bzw. die Quererstreckung auch einem
Kreisdurchmesser entsprechen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die in Fügerichtung
aus der Draufsicht betrachtete Nutleistenkontur in etwa kreisförmig verläuft. Auch
quadratische, ovale oder sonstige geeignete Konturen sind denkbar, solange die Verrastbarkeit
mit der nachfolgend beschriebenen Federleiste wie beansprucht gewährleistet ist.
[0010] Die erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung umfasst zusätzlich eine Federleiste
(d.h. eine zweite Leiste mit einer Feder) mit einem, vorzugsweise unmittelbar neben
und parallel zur Feder, das heißt entlang der Feder, verlaufenden, zweiten Befestigungsbereich.
Die Feder ist zur Einbringung in die Nut der oben beschriebenen Nutleiste vorgesehen.
Der Befestigungsbereich dient zur Anordnung der Federleiste entlang eines Umfangsabschnittes
eines Bauteils, so dass die Feder idealerweise entlang des Bauteilrandes und gut zugänglich
neben der Bauteiloberfläche verläuft. Die Federleiste erstreckt sich in eine zweite
Längsrichtung, vorzugsweise quer, bevorzugt senkrecht, zum Federleistenquerschnitt,
und auch in eine zweite Querrichtung. Auch die Längserstreckung der Federleiste kann
um ein Vielfaches größer sein als die Quererstreckung, so dass der typische Leistencharakter
entsteht. Zur Realisierung von punktuellen Verbindungen kann jedoch die Länge der
Federleiste auch in etwa der Breite des Federleistenquerschnittes entsprechen oder
auch geringer ausfallen. Insbesondere zur Realisierung von punktuellen Verbindungen
kann die Längserstreckung bzw. die Quererstreckung auch einem Kreisdurchmesser entsprechen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn die in Fügerichtung aus der Draufsicht betrachtete
Federleistenkontur in etwa kreisförmig verläuft. Auch quadratische, ovale oder sonstige
geeignete Konturen sind denkbar, solange die Verrastbarkeit mit der oben beschriebenen
Nutleiste wie beansprucht gewährleistet ist.
[0011] Zusammenfassend gilt für punktuelle Verbindungen bevorzugt im Rahmen der fertigungsüblichen
Toleranzen für die Nutleiste und/oder die Federleiste:

und für alle anderen, d.h. nicht punktuellen, Verbindungen gilt bevorzugt:

[0012] Zu beachten ist dabei, dass sich die Stabilität der Verbindung proportional zur Längserstreckung
verändert und damit für das Erfordernis einer sehr hohen Stabilität je nach Aufgabenstellung
entweder eine Vielzahl von punktuellen Verbindungen erforderlich werden kann und/oder
nicht punktuelle Verbindungen oder eine Kombination aus punktuellen und nicht punktuellen
Verbindungen.
[0013] Erfindungsgemäß sind die Konturen der Querschnitte von Feder und Nut zueinander korrespondierend
mittels Verwendung von Rastelementen (z.B. Rastvorsprünge und/oder Rastausnehmungen)
zum, in Bezug auf die Längsrichtungen vorzugsweise senkrechten, Verbinden der Federleiste
mit der Nutleiste ausgebildet, so dass zwischen Federleiste und Nutleiste eine Rastverbindung,
vorzugsweise eine Zwangsrastverbindung, abhängig von der Eintauchtiefe der Feder in
die Nut, gemessen ab Oberkante Nutöffnung, herstellbar ist. Unter einer Rastverbindung
wird u.a. auch verstanden, dass die Feder in der Nut mittels eines Schnappvorgangs
selbsttätig einrastet, wenn die Feder in die Nut in Fügerichtung eingeführt wird,
gleichzeitig in Fügerichtung eine Fügekraft aufgebracht wird und die vorgegebene Eintauchtiefe
erreicht ist. Die Rastelemente sind dabei vorzugsweise derart ausgestaltet und aufeinander
abgestimmt, dass die Feder bei der Montage in Fügerichtung in die Nut eingeschoben
werden kann und bei Erreichen der Endstellung zwangsläufig mit der Nutleiste verrastet.
Die Rastelemente sind dabei vorzugsweise zusätzlich derart ausgestaltet und aufeinander
abgestimmt, dass nach Erreichen der Eintauchtiefe eine Bewegung entgegen der Fügerichtung
kaum mehr möglich ist bzw. Nutleiste und Federleiste quer zu ihren Längsrichtungen
festgelegt sind. Hierzu können die Rastelemente vorzugsweise auch widerhakenartig
ausgebildet sein.
[0014] Nach der Verrastung bleiben Nutleiste und Federleiste dennoch lösbar miteinander
verbunden. Die erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung lässt eine relative Bewegung
der Federleiste gegenüber der Nutleiste oder eine relative Bewegung der Nutleiste
gegenüber der Federleiste entlang einer der beiden Längsrichtungen der Leisten zu.
Das Lösen der Verbindung erfordert einen wesentlich höheren Kraftaufwand als das Herstellen
der Verbindung. Die Befestigungsbereiche der Leisten liegen nach Herstellung der Rastverbindung
in einer gemeinsamen Ebene oder in zwei verschiedenen Ebenen, welche einander in einem
Winkel zwischen größer 0 und kleiner +/- 180 Grad schneiden. Im ersteren Fall der
gemeinsamen Ebene bilden beide Befestigungsbereiche eine gemeinsame Befestigungsebene,
welche waagerecht in Bezug auf die sich aus der Fügerichtung und einer Längsrichtung
ergebende Fügeebene ausgebildet ist. Im zweiten Fall bilden beide Befestigungsbereiche
Befestigungsebenen, welche jeweils in einem Winkel abweichend von 90 Grad in Bezug
auf die Fügeebene ausgebildet sein können.
[0015] Die Minimalabmessung der Nutleiste und/oder der Federleiste richtet sich insbesondere
nach den gewünschten Lösekräften, welchen eine erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung
standhalten soll, sowie nach der Fertigungsmethode und den üblicherweise vorherrschenden
Toleranzschwellen. Denkbar sind sowohl Miniaturanwendungen mit geringen Stabilitätsanforderungen,
beispielsweise im Modellbau, als auch Anwendungen mit sehr hohen Anforderungen an
die Stabilität, beispielsweise im Hochbau oder im Tiefbau.
[0016] Die Nutleiste und/oder die Federleiste wird vorteilhafterweise aus einem Kunststoff
(z.B. PA 6 oder PA 6.6) mittels Extrusion dieses Kunststoffes im Rahmen eines Extrusionsverfahrens
als Endlosstrang hergestellt, welcher abschnittsweise abgelängt werden kann, um die
gewünschte Längserstreckung zu erhalten. Mittels Ko-Extrusion können weitere Materialien
(z.B. Metalle, Kunststoffe, Naturstoffe, etc.) während der Extrusion eingearbeitet
werden, um beispielsweise die Stabilität, Flexibilität zu beeinflussen und weitere
Anwendungsfelder zu erschließen. Dies ermöglicht es, die Leisten kundenspezifisch
oder als Standardprodukt sehr preiswert herzustellen und entsprechend günstig am Markt
anzubieten.
[0017] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der nachfolgenden
Beschreibung.
Vorteile der Erfindung
[0018] Die Erfindung arbeitet vom Grundprinzip her mittels wenigstens zweier ineinandergreifender
Profilleisten, nämlich der Nutleiste und der Federleiste. Bei der Herstellung der
erfindungsgemäßen Rastverbindunganordnung verrasten beide Profilleisten in Fügerichtung
stabil, so dass zwar ein manuelles Lösen noch möglich ist, vorzugsweise jedoch nur
mit einem deutlich messbaren höheren Kraftaufwand als beim Zusammenfügen. Hierdurch
wird eine Vorfixierung von Bauteilen quer oder senkrecht zur Längsachse der Leisten
ermöglicht, was die Handhabung einer erfindungsgemäß verbundenen Bauteileanordnung
deutlich vereinfacht, und andererseits zugleich eine Justierung der Bauteile in Längsrichtung
auch noch nach dem Herstellen der Verbindung ermöglicht. Die erfindungsgemäß erzielte
Haptik beim Herstellen/Lösen der Rastverbindungsordnung kann ein versehentliches manuelles
Lösen der Verbindung und außerdem auch ein vorzeitiges Lösen bei beabsichtigter oder
unbeabsichtigter Belastung der Verbindung verhindern.
[0019] Außerdem können Nutleiste und Federleiste mittels der jeweils bereitgestellten Befestigungsbereiche
an jedem beliebigen Bauteil angeordnet werden, welches zumindest an seinem Randbereich
eine zum Befestigungsbereich korrespondierende Befestigungsfläche bereitstellt. Insofern
ist die erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung für Bauteile mit einer zumindest
in einem Randbereich entsprechend ausgebildeten Vorderseite bzw. Oberseite oder Rückseite
bzw. Unterseite geeignet und verwendbar. Hierunter fallen bevorzugt sämtliche eingangs
bereits erwähnten Bauteile. Da die erfindungsgemäße Rastverbindunganordnung separat
von den zu verbindenden Bauteilen herstellbar und handelbar ist, können geeignete
Standardbauelemente verwendet und verbunden werden. Die Erfindung vereinfacht somit
die Herstellung solcher Bauteile, da bei deren Herstellung ein Verbindungsmittel nicht
vorgesehen werden muss. Der Anwender kann frei wählen, welche Bauteile er mittels
der erfindungsgemäßen Lösung verbinden möchte. Die erfindungsgemäßen Vorteile sind
damit nicht auf einzelne Bauteile oder Bauteilgruppen beschränkt, sondern auf Kombinationen
von unterschiedlichen Bauteilen oder Bauteilgruppen übertragbar.
[0020] Hinzu kommt, dass die Montage und Ausrichtung erfindungsgemäß verbundener Bauteile
aufgrund der oben erwähnten Ausrichtbarkeit der Bauteile untereinander auch nach Herstellung
der Rastverbindung leicht von der Hand geht und die Bauteile auch nach Herstellung
der Verbindung noch ausgerichtet werden können. Beispielsweise Windschutzscheiben
und/oder sonstige Fahrzeugscheiben sowie Sonnendächer könnten zunächst mit der Karosserie
verrastet und dann erst ausgerichtet werden, ohne dass sich die bereits hergestellte
Verbindung versehentlich lösen kann. Bei der Ausrichtung kann die Längsrichtung der
Leisten außerdem als Referenzlinie dienen. Spaltmaßvorgaben sind je nach Dimensionierung
der erfindungsgemäßen Komponenten (z.B. Nutbreite, Federbreite etc.) ebenfalls möglich.
Der Werker kann sich auf das präzise Verarbeiten der Bauteile konzentrieren, während
die erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung die Bauteile in der gewünschten Position
selbsthaltend vorfixiert. Diese Fixierung ist weitestgehend lageunabhängig, so dass
je nach auftretenden Kräften und Dimensionierungen der Rastelemente auch eine Überkopfmontage
möglich sein kann, sowohl zur Herstellung von Oberflächen, die auf einer gemeinsamen
Ebene liegen, als auch von Oberflächen, die auf sich schneidenden Ebenen liegen. Die
erfindungsgemäße Rastverbindungsanordnung lässt es somit zu, dass mittels der Bauteiloberflächen
Rand- und/oder Eckbereiche ausgebildet werden können, bei denen die Bauteiloberflächen
winkelig zueinander angeordnet sein können.
[0021] Die Befestigungsbereiche können auch zur Anordnung nicht eben ausgebildeter Bauteiloberflächen
vorgesehen sein, wie beispielsweise Bauteile mit runden Konturen. Hierzu könnten entsprechend
ausgebildete Adapterelemente vorgesehen sein, deren Konturen einerseits mit den Konturen
der Befestigungsbereiche und andererseits auch mit den Konturen der Bauteile korrespondieren.
An den Befestigungsbereichen kann ein Befestigungsmittel zur Befestigung eines Bauelementes
vorgesehen sein, beispielsweise ein Klettband, Klebeband oder dergleichen.
[0022] Besonders bevorzugt sind die Befestigungsbereiche als, vorzugsweise ebene, Anlageflächen
ausgebildet, um eine Auflagefläche insbesondere für Flächenelemente anzubieten. Besonders
bei Flächenelementen kommen die erfindungsgemäßen Vorteile zum Tragen, denn die spezielle
Konstruktion der Rastverbindungsanordnung ermöglicht es, Oberflächen und Verkleidungen
für Baukonstruktionen und Baukörper aus einer Vielzahl von Flächenelementen zu realisieren.
[0023] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass sich auch entlang und innerhalb der Feder eine
Rastausnehmung erstreckt, welche eine Hinterschneidung umfasst und zur Verrastung
mit dem Steg einer Stegleiste (d.h mit einer dritten Leiste, umfassend einen Steg)
vorbereitet ist und die vorzugsweise in Fügerichtung aus der Draufsicht betrachtet
zugänglich ist. Hierdurch wird ein Federquerschnitt (z.B. U-förmig oder V-förmig)
mit zwei sich gegenüberliegenden Federschenkeln realisiert, zwischen denen der Steg
anordenbar ist. Das Material der Federleiste kann bevorzugt derart gewählt werden,
dass sich die beiden Federschenkel federnd verhalten, so dass diese beim Einführen
des Steges in die Rastausnehmung zumindest quer zur Fügerichtung und quer zur Längsrichtung
betrachtet nachgiebig sind. Diese Nachgiebigkeit bewirkt, dass sich die Federschenkel
beim Herstellen der Verbindung zwischen Steg und Rastausnehmung zunächst spreizen
und nach dem Herstellen der Verbindung (d.h. nach dem Verrasten von Steg und Rastausnehmung)
und bei Erreichen der für die Verrastung erforderlichen Eintauchtiefe aufgrund der
Elastizität im Wesentlichen wieder ihre Ausgangsposition einnehmen.
[0024] Der im Rahmen dieser Beschreibung verwendete Begriff Fügerichtung bezieht sich auf
eine erste Richtung, gemäß derer die Feder der Federleiste in die Nut der Nutleiste
einzubringen ist, um die erfindungsgemäße Verrastung herbeizuführen.
[0025] Beim Einfügen des Steges in die Rastausnehmung der Feder kann die Rastausnehmung
anschließend zumindest abschnittsweise mit dem Material des Steges gefüllt werden,
um die Nachgiebigkeit beider Schenkel zumindest in einer Bewegungsrichtung zu hemmen.
Der zwischen den Federschenkeln einklemmbare Steg kann beide Federschenkel gegeneinander
abstützen und wie eine Querstrebe wirken, welche den Federquerschnitt quer zur Fügerichtung
und gleichzeitig quer zur Längsrichtung versteift. Dies hat den Vorteil, dass das
Verhalten des Federquerschnittes mittels des Steges beeinflussbar wird.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Rastverbindungsanordnung
ist eine, vorzugsweise einstückige, Stegleiste mit einem Steg und vorzugsweise mit
einem Stegaufsatz umfasst. Der Stegaufsatz kann mit dem Steg verbunden sein, wobei
die Querschnittskonturen von Steg und Rastausnehmung der Feder zueinander korrespondierend
unter Verwendung von Rastelementen ausgebildet sind, so dass der Steg zumindest abschnittsweise
formschlüssig mit der Rastausnehmung verrastbar ist. Besonders bevorzugt erstreckt
sich der Stegaufsatz über die Rastausnehmung hinaus, beispielsweise als Griffstück,
vorzugsweise kann er dabei auch auf dem Befestigungsbereich aufliegen. Der Steg bewirkt
bevorzugt ein Abstützen oder Spreizen der Federschenkel wie weiter oben erläutert,
welches die Verrastung zwischen Nut und Feder gegen ein manuelles und/oder versehentliches
Lösen absichert. Idealerweise ist die Anordnung derart konzipiert, dass ein zerstörungsfreies
Lösen der Verrastung zwischen Nut und der Feder erst nach dem vorherigen Entfernen
der Stegleiste möglich ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass für das Lösen des Steges
aus der Rastausnehmung der Feder ein Kraftaufwand erforderlich ist, welcher um ein
Vielfaches höher ist als der zum Einbringen des Steges in die Feder erforderliche
Kraftaufwand.
[0027] Kombiniert mit der Stegleiste stellt die Erfindung eine vorteilhafte Lösung zur Verfügung,
welche im Rahmen einer Montage und/oder Demontage von Bauteilen die Vorteile von im
Wesentlichen nicht lösbaren Verbindungen und lösbaren Verbindungen vereint. Der Stegaufsatz
fungiert vorteilhafterweise zusätzlich als Abdeckung für die Rastausnehmung der Feder
und/oder eines nach dem Herstellen der Rastverbindung gegebenenfalls vorherrschenden
Spaltes zwischen beiden Bauteilen. Der gegebenenfalls aus der Rastausnehmung überstehende
Stegaufsatz kann auch Zusatzfunktionen übernehmen und vorzugsweise Mittel zur, vorzugsweise
lösbaren, Anordnung eines elektrischen Bauelementes (z.B. LED-Leiste, Sensorik wie
beispielsweise Regensensoren, o.ä.) umfassen und/oder vorzugsweise einen Leiter zur
Versorgung eines Verbrauchers mit Energie und/oder zur Übertragung von Signalen umfassen.
Auch kann der Steg kann elektrifiziert sein und einen Leiter umfassen. Der Stegaufsatz
kann vorteilhafterweise zusätzlich als Spaltabdichtung realisiert sein, um beispielsweise
den Anforderungen der IP-Schutzklassen gerecht zu werden. So könnte bei Bedarf zwischen
beiden Bauteilen beispielsweise ein Spritzwasserschutz gemäß IP-Klassifikation (bspw.
IP 65) realisiert werden.
[0028] Ganz besonders bevorzugt ist die zuvor beschriebene Stegleiste zumindest abschnittsweise
schwenkbar mit der Federleiste oder mit der Nutleiste verbunden, bevorzugt am Übergang
zwischen Nut bzw. Feder und dem Befestigungsbereich. Diese Verbindung kann vorzugsweise
einstückig im Rahmen eines beispielsweise (Ko-) Extrusionsverfahrens gleichzeitig
mit der Herstellung der Leisten realisiert werden, so dass sich die Verbindung verhält
gemäß den Eigenschaften eines Scharniers zum schwenkbeweglichen Verbinden der Stegleiste
mit der Nutleiste oder zum schwenkbeweglichen Verbinden der Stegleiste mit der Federleiste.
Die Anordnung ist dabei derart dimensioniert, dass der Steg mittels der Schwenkbewegung
in die Rastausnehmung manuell einbringbar ist. Dies verhindert beispielsweise, dass
die Stegleiste bei den Montagearbeiten verloren gehen kann. Auch bei Arbeiten an Schrägen
oder an senkrechten Montageorten ist diese Variante der Erfindung vorteilhaft.
[0029] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass der erforderliche Kraftaufwand zum Lösen
der Verrastung zwischen der Rastausnehmung und dem Steg um ein Vielfaches höher ist
als der Kraftaufwand zum Herstellen der Verrastung. Dies erhöht die Sicherheit der
Verbindung, da davon auszugehen ist, dass ein versehentliches Lösen der Verbindung
durch bei der Montage üblicherweise auftretende äußere Einflüsse im Wesentlichen vermieden
wird. Auch auf die Haptik wirkt sich dies positiv aus.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Längserstreckung der Federleiste ein
Vielfaches der Längserstreckung der Nutleiste betragen, wobei vorzugsweise entlang
der Längserstreckung der Federleiste mehrere Nutleisten vorgesehen sind und wobei
vorzugsweise zumindest eine Stegleiste vorgesehen ist, welche mit der Rastausnehmung
der Federleiste verrastbar ist. An den mehreren Nutleisten können dann auch mehrere
Bauteile vorgesehen sein. Beispielsweise könnte am Befestigungsbereich der einzigen
Federleiste ein tragender Balken angebracht sein, wobei an den Befestigungsbereichen
der mehreren Nutleisten mehrere Latten angeordnet sind, welche senkrecht zum tragenden
Balken auszurichten sind und am tragenden Balken zu befestigen sind. Derart könnten
beispielsweise Dachlatten an den Sparren eines Dachstuhls werkzeugfrei angeordnet,
ausgerichtet und fixiert werden.
[0031] Bei einer alternativen Ausführungsform kann die Längserstreckung der Nutleiste ein
Vielfaches der Längserstreckung der Federleiste betragen, wobei vorzugsweise entlang
der Längserstreckung der Nutleiste mehrere Federleisten vorgesehen sind und wobei
vorzugsweise zumindest eine Stegleiste vorgesehen ist, welche mit den Rastausnehmungen
der Federleisten verrastbar ist. Eine ähnliche Konstruktion wie im Beispiel zuvor
ist nun leicht realisierbar, wobei der tragende Balken nun lediglich mit der einzigen
Nutleiste bestückt sein kann und wobei die Latten mit den mehreren Federleisten verbunden
sein können.
[0032] Bei einer möglichen Variante der Erfindung ist von der Rastverbindungsanordnung zumindest
ein Bauteil umfasst. Dieses Bauteil und die Feder und/oder dieses Bauteil und die
Nut sind bei dieser Variante bevorzugt einstückig ausgebildet, so dass der Befestigungsbereich
zwischen Feder bzw. Nut und Bauteil mittels des Umfangsabschnittes des Bauteils realisiert
ist. Diese Variante empfiehlt sich für anwendungsspezifische Konstruktionen, welche
integrale Bauteile erfordern, die beispielsweise im Extrusionverfahren hergestellt
sein können.
[0033] Generell sei erwähnt, dass unter dem weiter oben erläuterten vielfach höheren Kraftaufwand
beim Lösen der Verbindung ein eindeutig messbarer Kraftunterschied verstanden wird,
welcher über die üblichen Toleranzgrenzen der verwendeten Materialien und Messmittel
hinausgeht. Die Dimensionierung und Konzipierung der erfindungsgemäßen Rastanordnung
erfolgt derart, dass der Unterschied der erforderlichen Kräfte beim manuellen Herstellen
und Lösen der Verbindung bezüglich seiner Intensität haptisch für einen Werker eindeutig
wahrnehmbar ist. Vorzugsweise wird darunter auch verstanden, dass das Lösen der Verbindung
mindestens den doppelten Kraftaufwand erfordert, verglichen mit dem Herstellen der
Verbindung. Idealerweise erfolgt die Dimensionierung der Rastelemente so, dass das
Herstellen der Verbindung mit einem deutlich hörbaren "Schnappgeräusch" verbunden
ist, während das Lösen der Verbindung weniger geräuschintensiv erfolgt. Zusätzlich
kann das Aufsitzen und/oder Einrasten der Stegleiste auf der Nutleiste als akustische
Signalisierung für eine gesicherte Verbindung dienen.
[0034] Ein erfindungsgemäßes Bauteil umfasst mindestens eine Nutleiste wie zuvor beschrieben
und/oder mindestens eine Federleiste wie zuvor beschrieben. Idealerweise ist das Bauteil
einstückig und vorzugsweise mittels eines Extrusionsverfahrens bei Verwendung eines
geeigneten Extrusionswerkzeuges herstellbar. Der Befestigungsbereich der Nutleiste
und/oder Federleiste wird in diesem Falle mittels eines Umfangsabschnittes des Bauteiles
(z.B. Bauteilkonturabschnitt) realisiert, entlang dessen die Nut und/oder Feder außerhalb
der Bauteilkonturen angeordnet ist. Hierzu sind an einem bevorzugt verwendeten Extrusionswerkzeug
Ausnehmungen vorgesehen, deren Konturen korrespondierend zum Nutquerschnitt und/oder
korrespondierend zum Federquerschnitt ausgebildet sind. Ein solches Bauteil hat den
Vorteil, dass es mit einem zweiten, vorzugsweise im Wesentlichen identischen, Bauteil,
welches ebenfalls eine solche Nutleiste und/oder Federleiste umfasst, werkzeuglos
verbunden werden kann. Beide Bauteile können anschließend relativ zueinander in Längsrichtung
ausgerichtet werden und nach der Ausrichtung vorzugsweise zusätzlich mittels der Stegleiste
fixiert werden, so dass der ebenfalls beanspruchte Baukörper bei hoher Stabilität
realisierbar ist.
[0035] Weiter umfasst die Erfindung ein Montageverfahren wie beansprucht, dessen Vorteile
sich aus den bisherigen Erläuterungen ergeben.
[0036] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Merkmale und die nachfolgend noch
zu erläuternden Merkmale in den Zeichnungen nicht nur in der jeweils angegebenen Merkmalskombination,
sondern auch in anderen, hier nicht explizit genannten Merkmalskombinationen oder
in Alleinstellung oder isoliert auftreten können, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen. Dies gilt insbesondere für alle lediglich der Vollständigkeit
halber in den verschiedenen Ausführungsformen gezeigten und/oder beschriebenen Merkmale,
welche jedoch nicht erfindungswesentlich sind, d.h. nicht zur Erzielung der erfindungsgemäßen
Effekte zwingend erforderlich sind.
[0037] Die Erfindung wird anschließend anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele in
den Zeichnungen lediglich grob schematisch dargestellt und unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen kurz beschrieben. Gleichwirkende Komponenten und/oder Merkmale der erfindungsgemäßen
Rastverbindungsanordnung sind mit identischen Bezugszeichen versehen, insofern wird
auf die Figurenbeschreibungen verweisen, in welcher eine Komponente und/oder ein Merkmal
erstmals erläutert wurde.
Figurenbeschreibung
[0038]
- Figur 1
- zeigt eine Stegleiste aus Kunststoff im Querschnitt
- Figur 2
- zeigt eine Federleiste aus Kunststoff im Querschnitt
- Figur 3
- zeigt eine Nutleiste aus Kunststoff im Querschnitt
- Figur 4
- zeigt eine Rastverbindungsanordnung perspektivisch
- Figur 5
- zeigt eine erste Rastverbindungsvariante mit durchgehender Nutleiste
- Figur 6
- zeigt eine perspektivische Darstellung der Konstruktion aus Figur 5
- Figur 7
- zeigt eine zweite Rastverbindungsvariante mit durchgehender Federleiste
- Figur 8
- zeigt eine Anwendung für die Rastverbindungsanordnung perspektivisch
- Figur 9
- zeigt einen Ausschnitt der Konstruktion aus Figur 8 im Schnitt
- Figur 10
- zeigt eine weitere Anwendung für die Rastverbindungsanordnung perspektivisch
- Figur 11
- zeigt die Konstruktion aus Figur 10 im Schnitt
[0039] Der im Rahmen dieser Beschreibung verwendete Begriff Fügerichtung A bezieht sich
auf eine erste Richtung, gemäß derer die Feder 201 der Federleiste 200 in die Nut
301 der Nutleiste 300 einzubringen ist, um die erfindungsgemäße Verrastung herbeizuführen.
Der im Rahmen der Beschreibung verwendete Begriff Querrichtung B beschreibt eine zweite
Richtung, welche quer, also im Wesentlichen senkrecht, zur Fügerichtung A ausgerichtet
ist. Die Fügerichtung A und die Querrichtung B spannen eine erste Ebene auf, welche
den Blattebenen der Abbildungen entspricht, in denen Schnitte von erfindungsgemäßen
Anordnungen gezeigt sind. Die gezeigten Schnitte der Leisten 100, 200, 300 liegen
jeweils in diesen Blattebenen. Der Begriff Längsrichtung C bezieht sich auf eine dritte
Richtung, welche quer, also im Wesentlichen senkrecht bzw. 90 Grad, zur Fügerichtung
A und gleichzeitig auch quer, also im Wesentlichen senkrecht bzw. 90 Grad, zur Querrichtung
B ausgerichtet ist. Die Fügerichtung A und die Längsrichtung C spannen eine zweite
Ebene auf, welche senkrecht zu den Blattebenen der Abbildungen angeordnet ist, in
denen Schnitte von erfindungsgemäßen Anordnungen gezeigt sind. Diese Ebene wird auch
als Fügeebene bezeichnet.
[0040] Der im Rahmen der Beschreibung verwendete Begriff Längserstreckung beschreibt eine
an den Leisten 100, 200, 300 tatsächlich messbare Längenausdehnung in Längsrichtung
C (Länge), und der im Rahmen der Beschreibung verwendete Begriff Quererstreckung beschreibt
eine an den Leisten 100, 200, 300 tatsächlich messbare Längenausdehnung in Querrichtung
B (Breite). Sofern die Ausdehnung der Leisten 100, 200, 300 in Längsrichtung C und
die Ausdehnung der Leisten 100, 200, 300 in Querrichtung B in etwa identisch sind,
liegt eine punktuelle Anordnung vor. In diesem Falle kann die Länge bzw. die Breite
dann einem Leistendurchmesser entsprechen.
[0041] Sämtliche nachfolgenden Zeichnungen zeigen die Erfindung sowie deren Varianten und
Anwendungen lediglich grob schematisch. Die gezeigte Auswahl von Ausführungsformen
ist nicht abschließend und lediglich als beispielhaft zu betrachten.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0042] Figur 1 zeigt beispielhaft und grob schematisch eine Kunststoff-Stegleiste 100 im
Querschnitt, welche vorzugsweise zur senkrechten Absicherung der erfindungsgemäßen
Rastverbindung innerhalb der Fügeebene in Fügerichtung A dient. Die Stegleiste 100
umfasst einen Steg 102, vorzugsweise mit einem Stegaufsatz 101, welcher mit dem Steg
102 vorzugsweise einstückig verbunden ist. Der Stegaufsatz 101 und/oder der Steg 102
umfasst eine quer zur Fügeebene angeordnete Oberseite und Unterseite und jeweils senkrecht
zur Oberseite und Unterseite angeordnete, sich gegenüberliegende Längsseiten sowie
parallel zur Blattebene betrachtet zwei sich gegenüberliegende Stirnseiten. Der Steg
102 ist vorzugsweise einstückig mit dem Stegaufsatz 101 verbunden, so dass ein in
etwa T-förmiger Stegleistenquerschnitt resultiert. Der Steg 102 kann dabei im Querschnitt
betrachtet mittig oder außermittig unterhalb des Stegaufsatzes 101 angeordnet sein.
[0043] An der linken und/oder an der rechten Längsseite des Steges 102 kann jeweils eine
Hinterschneidung 105 vorgesehen sein, welche beispielsweise mittels einer sich entlang
der Längsseiten erstreckenden Nut 105 realisiert sein kann. In Fügerichtung A ist
an der Stegunterseite 106 eine Materialverjüngung vorgesehen. Im Beispiel ist dies
mittels eines spitz zulaufenden Endabschnittes realisiert. Dies dient dazu, das Einführen
des Steges 102 in die Öffnung der Rastausnehmung 205 der Feder 201 zu erleichtern,
denn die Öffnungsbreite der Rastausnehmung 205 entspricht im Wesentlichen der maximalen
Querschnittsbreite des Steges 102 oder ist vorzugsweise mit einer im Vergleich zur
maximalen Querschnittsbreite des Steges 102 leicht reduzierten Breite realisiert,
so dass die beidseitigen Schenkel der Rastausnehmung 205 beim Einführen des Steges
102 eine Spreizung erfahren. Die Hinterschneidung 105 kann auch dazu dienen, den Kraftaufwand
beim Herausnehmen des Steges 102 aus der Rastausnehmung 205 der Feder 201 ggf. im
Zusammenwirken mit vorzugsweise innerhalb der Rastausnehmung 205 vorgesehenen zusätzlichen
Rastelementen zu beeinflussen. Primär dient die Hinterschneidung 105 am Steg 102 jedoch
zur Verrastung mit durch die Hinterschneidung 207 an der Rastausnehmung 205 bedingten
Vorsprüngen im Bereich des Eingangs der Rastausnehmung 205.
[0044] An der Oberfläche eines ggf. vorhandenen Stegaufsatzes 101 kann ein Verbindungsmittel
104, beispielsweise zur lösbaren Anordnung eines elektrischen Verbrauchers (nicht
gezeigt) am Stegaufsatz 101, vorgesehen sein. Beispielsweise kommt ein doppelseitiges
Klebeband 104, ein Klettverschluss 104, oder dergleichen in Frage. Alternativ kann
auch eine Montageplatte 104 als Verbindungsmittel 104 vorgesehen sein, mittels welcher
elektrische und/oder nicht elektrische Gegenstände mechanisch am Stegaufsatz 101 fest
oder lösbar anordenbar sein können. Vorzugsweise ist von der Stegleiste 100 ein Mittel
103 zu Verteilung von Energie und/oder von Signalen umfasst, vorzugsweise ein elektrischer
Leiter 103 und/oder ein LWL (z.B. Glasfaserleitung) 103. Zusatzfunktionen können ebenfalls
von der Stegleiste 100 erfüllt werden, wie beispielsweise eine Abdichtung zwischen
den Bauteilen 203, 303 und/oder die Bereitstellung einer Beleuchtung (z.B. LED-Leiste).
Im Rahmen unterschiedlichster spezifischer Anwendungen kann die Stegleiste 100 Zusatzfunktionen
übernehmen, beispielsweise die Funktion einer Sockelleiste bei Fußbodenkonstruktionen.
[0045] Die Stegleiste 100 kann als Strang mittels Extrusion hergestellt werden, wobei vorzugsweise
das Mittel 103 während der Extrusion kontinuierlich vom Kunststoffmaterial umschlossen
wird, bis die gewünschte Längenausdehnung der Stegleiste 100 hergestellt ist. Die
Stegleiste 100 kann anschließend vom Strang abgetrennt werden. Auch das Verbindungsmittel
104 könnte bereits im Rahmen dieses Herstellprozesses am Kunststoffmaterial angeordnet
werden. Dabei werden der Leistenkunststoff und/oder das Mittel 103 und/oder das Verbindungsmittel
104 bevorzugt in einem einzigen Arbeitsgang durchtrennt.
[0046] Figur 2 zeigt grob schematisch eine Kunststoff-Federleiste 200, welche vorzugsweise
ebenfalls mittels Extrusion aus einem extrudierten Strang hergestellt wurde. Die vorzugsweise
einstückige Kunststoff-Federleiste 200 umfasst eine, wie im Bild lediglich beispielhaft
gezeigt, am linken Federschenkel vorgesehene ebene Anlagefläche 202 zur Anordnung
der Feder 201 entlang eines Umfangsabschnittes eines Bauteils 203 (z.B. Blech, Abdeckung,
Verkleidung o.ä.).
[0047] Die Federleiste 200 kann mittels der Anlagefläche 202 an dem Umfangsabschnitt des
Bauteiles 203 derart angeordnet sein, dass die Feder 201 außerhalb der Bauteilkontur
oder unmittelbar angrenzend an die Bauteilkontur verläuft. Eine zweite, vorzugsweise
in ihrer Breite gegenüber der ersten Anlagefläche 202 reduzierte, Anlagefläche 202
kann, wie im Bild lediglich beispielhaft gezeigt, am rechten Federschenkel vorgesehen
sein.
[0048] Vorzugsweise sind die linksseitig und die rechtsseitig entlang der Feder 201 verlaufenden
Anlageflächen 202 im Wesentlichen eben ausgebildet und liegen in einer gemeinsamen
Ebene, versetzte und sich schneidende Ebenen wären ebenfalls denkbar. Die beiden Anlageflächen
202 mit ihren bevorzugt unterschiedlichen Abmessungen könnten selbstverständlich alternativ
auch vertauscht an der Feder 201 angeordnet sein.
[0049] Das Bauteil 203 kann mittels eines Verbindungsmittels 206 (z.B. Klebeband, Klettband,
Kleberaupe und dergleichen) an der Anlagefläche 202 fest angeordnet sein. Im Bereich
der Verbindung zwischen Feder 201 und Anlageflächen 202 umfasst die Kontur des Federquerschnittes
beidseitig Einkerbungen 204, welche sich in Längsrichtung C erstrecken und vorgesehen
sind, um mit korrespondierenden Vorsprüngen 304 an der Nut 301 der anschließend im
Rahmen der Figur 3 vorgestellten Kunststoff-Nutleiste 300 eine Rastverbindung zu realisieren.
In Fügerichtung A ist am Federendabschnitt eine Materialverjüngung vorgesehen. Im
Beispiel ist dies mittels eines leicht pilzförmigen Federquerschnittes realisiert.
Dies dient dazu, den Kraftaufwand beim Einführen der Feder 201 in die Nut 301 der
Nutleiste 300 zu reduzieren und/oder um ein temporäres Spreizen der Nutschenkel und/oder
ein temporäres Komprimieren der Federschenkel zu bewirken. Beim Komprimieren bewegen
sich die Federschenkel aufeinander zu und bei Spreizen entfernen sich die Nutschenkel
voneinander. Bevorzugt ist dabei die Elastizität der Federschenkel um ein Vielfaches
höher als die Elastizität der Nutschenkel.
[0050] Die gezeigte Feder 201 umfasst eine Rastausnehmung 205, welche zur Aufnahme des aus
der Figur 1 bekannten Steges 102 der Stegleiste 100 vorgesehen ist. Zur Beeinflussung
der Verrastung zwischen Steg 102 und Rastausnehmung 205 sind innerhalb der Rastausnehmung
205, vorzugsweise im Bereich der Anlageflächen 202, beidseitig Hinterschneidungen
207 vorgesehen, welche sich in Längsrichtung C erstrecken.
[0051] Figur 3 zeigt grob schematisch eine Kunststoff-Nutleiste 300, welche vorzugsweise
ebenfalls mittels Extrusion aus einem extrudierten Strang hergestellt wurde. Die einstückige
Kunststoff-Nutleiste 300 umfasst eine, wie im Bild lediglich beispielhaft gezeigt,
am rechten Nutschenkel angeordnete vorzugweise ebene Anlagefläche 302 zur Anordnung
der Nut 301 entlang eines Umfangsabschnittes eines Bauteils 303 (z.B. Blech, Abdeckung,
Verkleidung o.ä.).
[0052] Die Nutleiste 300 kann mittels der Anlagefläche 302 an dem Bauteilumfangsabschnitt
bzw. dem Bauteilkonturabschnitt derart angeordnet sein, dass die Nut 301 entlang einer
der beiden Außenseiten bzw. entlang des Bauteilrandes und außerhalb der Bauteilkontur
oder unmittelbar angrenzend an die Bauteilkontur verläuft. Eine zweite, in ihrer Breite
gegenüber der ersten Anlagefläche 302 reduzierte, Anlagefläche 302 kann, wie im Bild
lediglich beispielhaft gezeigt, am linken Nutschenkel vorgesehen sein. Vorzugsweise
liegen die linksseitig und die rechtsseitig entlang der Nut 301 verlaufenden Anlageflächen
302 auf unterschiedlichen Ebenen. Während die im Bild rechts gezeigte erste Anlagefläche
302 der Anordnung des Bauteils 303 dient, dient die im Bild links gezeigte zweite
und gegenüber der ersten Anlagefläche 302 höhenmäßig versetzte zweite Anlagefläche
302 als Auflage für die Unterseite der bauteilaufnehmenden Anlagefläche 202 der Federleiste
200, sobald die Feder 201 mit der Nut 301 verrastet ist. Vorzugsweise ist daher diese
zweite Anlagefläche 302 der Nutleiste 300 derart an der Nutleiste 300 angeordnet,
dass nach Herstellung einer Rastverbindung zumindest die bauteilaufnehmende Anlagefläche
202 der Federleiste 200 und die bauteilaufnehmende Anlagefläche 302 der Nutleiste
300 im Wesentlichen auf einer gemeinsame Ebene liegen, so dass die Unterseite der
bauteilaufnehmenden Anlagefläche 202 der Federleiste 200 an der Oberseite der zweiten
Anlagefläche 302 der Nutleiste 300 aufliegt. Das Bauteil 303 kann mittels eines Verbindungsmittels
305 (z.B. Klebeband, Klettband, Kleberaupe und dergleichen) auf einer der beiden Anlageflächen
302 fest angeordnet sein.
[0053] Am Nuteingang sind beidseitig Vorsprünge 304 vorgesehen, welche mit den aus Figur
2 bekannten Einkerbungen 204 eine Rastverbindung realisieren können, sobald die Nut
301 und die Feder 201 in Fügerichtung A mit ausreichender Eintauchtiefe zusammengefügt
wurden. Zum Einfangen der Feder 201 bei der Herstellung der Verbindung kann der Nuteingang
in Fügerichtung A betrachtet zumindest einseitig angeschrägt sein. Vorzugsweise ist
die Nutleiste 300 zumindest im Bereich der Nut 301 mittels eines elastischen und/oder
eines federnden Materials bzw. einer geeigneten Materialkombination realisiert. Dies
kann dazu dienen, den Kraftaufwand beim Einführen der Feder 201 in die Nut 301 zu
reduzieren. Zum vereinfachten Entfernen der Feder 201 aus der Nut 301 kann entgegen
der Fügerichtung A betrachtet unterhalb eines Vorsprungs 304 ebenfalls eine Abschrägung
vorgesehen sein.
[0054] Figur 4 zeigt grob schematisch und perspektivisch eine bereits hergestellte und gesicherte
Rastverbindungsanordnung, umfassend die im Rahmen der Figuren 1 bis 3 gezeigten Rastverbindungskomponenten
100, 200, 300. Es wird daher auf die Figuren 1 bis 3 nebst zugehöriger Beschreibung
und die bereits mittels Bezugszeichen erläuterten Komponenten verwiesen. Da es sich
um eine perspektivische Darstellung handelt, ist hier die Längsrichtung C sichtbar
und die Längserstreckung angedeutet.
[0055] Die gezeigte Rastverbindungsanordnung umfasst jeweils die einstückige Kunststoff-Nutleiste
300 mit einer entlang der Nut 301 verlaufenden ersten ebenen Anlagefläche 302 für
ein erstes Bauteil 303 (rechts im Bild). Vorzugsweise ist entlang der Nut 301 bereits
ein erstes Bauteil 303 auf der Anlagefläche 302 angeordnet. Weiter ist umfasst eine
einstückige Kunststoff-Federleiste 200 mit einer entlang der Feder 201 verlaufenden
zweiten ebenen Anlagefläche 202 für ein zweites Bauteil 203 (links im Bild). Vorzugsweise
ist entlang der Feder 201 bereits ein zweites Bauteil 203 auf der Anlagefläche 202
angeordnet. Nutleiste 300 und Federleiste 200 erstrecken sich jeweils in bzw. parallel
zur Längsrichtung C.
[0056] Die Querschnitte von Feder 201 und Nut 301 sind zueinander korrespondierend mittels
der Rastelemente 204, 304 (siehe auch Figur 2 und 3) ausgebildet, so dass zwischen
Feder 201 und Nut 301 eine lösbare Rastverbindung herstellbar ist. Deutlich ist zu
erkennen, wie die Vorsprünge 304 an der Nut 301 in die Einkerbungen 204 an der Feder
201 eingreifen. Die Rastelemente 204, 304 übernehmen nach dem Verrasten gleichzeitig
die Funktion einer Führung, so dass die Federleiste 200 gegenüber der Nutleiste 300
bzw. die Nutleiste 300 gegenüber der Federleiste 200 entlang ihrer Längserstreckung
auch noch nach der Verrastung variabel und beweglich bleibt. Eine Bewegung quer zur
Längsrichtung C, also beispielsweise in Querrichtung B oder entgegen der Fügerichtung
A, wird gehemmt und ist nur möglich, wenn die Rastverbindung zwischen Nut 301 und
Feder 201 mittels eines deutlich messbaren Kraftaufwandes gelöst wird. Die Anordnung
ist insgesamt derart konstruiert, dass die zur Aufnahme eines Bauteils 203, 303 vorgesehenen
Anlageflächen 302, 202 der Nutleiste 300 und der Federleiste 200 auf einer gemeinsamen
Ebene liegen oder alternativ auf zwei verschiedenen, zueinander parallelen oder sich
schneidenden Ebenen liegen. Die links im Bild unterhalb der bauteiltragenden Anlagefläche
202 der Federleiste 200 liegende Anlagefläche 302 der Nutleiste 300 ist vorgesehen,
um die bauteiltragende Anlagefläche 202 der Federleiste 200 an der gegenüberliegenden
Seite abzustützen. Diese höhenmäßig gegenüber der bauteiltragenden Anlagefläche 302
der Nutleiste 300 versetzte Anlagefläche 302 liegt daher auf einer Ebene, welche sich
von der Ebene der bauteiltragenden Anlagefläche 302 unterscheidet und vorzugsweise
im Wesentlichen unterhalb und/oder parallel dazu verläuft.
[0057] Der Steg 102 ist derart konstruiert, dass er vorzugsweise im Bereich der Öffnung
der Rastausnehmung 205 formschlüssig in diese einführbar ist, während der Stegaufsatz
101 vorzugsweise außerhalb der Rastausnehmung 205 an einer Anlagefläche 202 der Federleiste
200 anliegt. Der Steg 102 kann somit den Eingang der Rastausnehmung 205 zumindest
abschnittsweise verschließen. Der Steg 102 ist derart dimensioniert, dass er nach
der Verrastung mit der Rastausnehmung 205 versteifend auf den annähernd ringsegmentförmig
ausgebildeten Federquerschnitt 201 wirkt und somit die Schenkel der Rastausnehmung
205 gegeneinander abstützt und vorzugsweise leicht spreizt. Dies hat zur Folge, dass
die Feder 201 innerhalb der Nut 301 mittels Klemmwirkung fixiert wird. Diese Klemmwirkung
erschwert ein manuelles Entfernen der Feder 201 aus der Nut 301 und hemmt abhängig
von den auftretenden Reibungskräften im Wesentlichen ein relatives Verschieben zwischen
Nutleiste 300 und Federleiste 200.
[0058] Für die Längserstreckung der Leisten 100, 200, 300 gilt bevorzugt:

[0059] Letztlich jedoch hängt dieses Verhältnis vom konkreten Anwendungsfall ab und ist
im Rahmen beispielsweise eines Extrusionsverfahrens zur Herstellung der Leisten 100,
200, 300 frei und ggf. auch vollautomatisiert und bevorzugt anwendungsspezifisch konfigurierbar
bzw. steuerbar.
[0060] Figur 5 zeigt beispielhaft eine bevorzugte alternative Rastverbindungsanordnung 100,
200, 300 zur Realisierung von punktuellen Verbindungen. Es ist eine einzige Nutleiste
300 gezeigt, welche zur Aufnahme von Federleisten 200 vorgesehen ist. Im Bild ist
aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich eine einzige Federleiste 200 gezeigt.
Die Längserstreckung der Nutleiste 300 beträgt ein Vielfaches der Längserstreckung
einer Federleiste 200. Zur Realisierung mehrerer punktueller Verbindungen sind vorzugsweise
mehrere Federleisten 200 entlang der Nutleiste 300 anordenbar. Zur Realisierung der
Vorjustierbarkeit der Federleiste 200 an der Nutleiste 300 sind in Fügerichtung A
betrachtet (Draufsicht) in diesem Ausführungsbeispiel vorzugsweise gleichverteilte
und vorzugsweise kreisförmige Ausnehmungen entlang des Nuteingangs der Nutleiste 300
vorgesehen. Demensprechend weisen die Federn 201 der Federleiste 200 eine korrespondierende,
hier im Beispiel daher ebenso kreisförmige (alternativ z.B. quadratische und/oder
rechteckige, sternförmige oder dergleichen), Kontur auf, so dass auch mehrere Federn
201 innerhalb der Ausnehmungen vorzugsweise gemäß der Gleichverteilung anordenbar
sind. Entsprechend der Anzahl der Federleisten 200 können auch entsprechend viele
Stegleisten 100 vorgesehen sein, welche mit der jeweiligen Rastausnehmung 205 der
Federleisten 200 verrastbar sind, um die hergestellten Verbindungen zu sichern. Je
nach Ausgestaltung der Konturen ist auch ein von 90 Grad abweichender Winkel zwischen
der Querrichtung B der Federleiste 200 und der Längsrichtung C der Nutleiste 300 realisierbar.
Letztlich kann die Kontur auch als Rastkontur ausgestaltet sein, so dass verschiedenste
vorgebbare Winkel zwischen der Längserstreckung der Nutleiste 300 und der Quererstreckung
der Federleiste 200 einstellbar sind. Die Genauigkeit der Einstellbarkeit ist dabei
mittels der Dimensionierung der Rastkontur definierbar.
[0061] Der Querschnitt der punktuellen Anordnungen im gezeigten Schnitt A - A ergibt sich
aus dem erfindungsgemäßen Zusammenfügen der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Rastanordnungskomponenten
100, 200, 300. Der Querschnitt der punktuellen Anordnungen im gezeigten Schnitt B
- B ergibt sich aus der in Figur 3 gezeigten Rastanordnungskomponente 300 (Nutleiste).
Es wird an dieser Stelle auf die jeweilige Figurenbeschreibung verwiesen. Figur 6
zeigt die in Figur 5 gezeigte Anordnung perspektivisch.
[0062] Figur 7 zeigt beispielhaft eine bevorzugte alternative Rastverbindungsanordnung 100,
200, 300 zur Realisierung von punktuellen Verbindungen. Im linken oberen Quadranten
des Bildes ist die Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Anordnungsabschnitt mit
den Bauteilen 203, 303 und einer durchgehenden Stegleiste 100 gezeigt, wobei hier
lediglich die vorzugsweise bündige Oberfläche der Bauteile 203, 303 und der Stegleiste
100 zu sehen ist. Im rechten oberen Quadranten des Bildes ist ein Ausschnitt einer
Unteransicht dieses Anordnungsabschnittes gezeigt, wobei die zuvor genannte Stegleiste
100, eine einzige durchgehende Federleiste 200 und eine Vielzahl von Nutleisten 300
abgebildet sind. Die Federleiste 200 dient hier zur Aufnahme mehrerer Nutleisten 300.
Die Längserstreckung der Federleiste 200 beträgt ein Vielfaches der Längserstreckung
einer Nutleiste 300. Zur Realisierung mehrerer punktueller Verbindungen sind mehrere
Nutleisten 300 entlang der Federleiste 200 angeordnet. Die einzelnen Nuten 301 sind
in diesem Ausführungsbeispiel entlang der durchgehenden Feder 201 vorzugsweise gleichverteilt
angeordnet. Entsprechend der Anzahl der Nutleisten 300 können mehrere Stegleisten
100 vorgesehen sein, welche mit der Rastausnehmung 205 der Feder 201 überall dort
verrastet sind, wo die Feder 201 in eine Nut 301 eintaucht.
[0063] Bei der Variante aus Figur 5 ist es auch möglich, die einzelnen mehreren Stegleisten
100 durch eine einzige durchgehende Stegleiste 100 (nicht gezeigt) zu ersetzen, welche
sich dann durchgehend über alle punktuellen Verbindungen erstrecken kann. Bei der
Variante aus Figur 7 könnten auch einzelne Stegleisten 100 vorgesehen sein, idealerweise
jeweils zur Sicherung der einzelnen punktuellen Verbindungen.
[0064] Figur 8 zeigt ein erfindungsgemäßes erstes Bauteil 203, 303 im Verbund 400 mit weiteren
erfindungsgemäßen Bauteilen 203, 303, und Figur 9 zeigt den Querschnitt dieser Anordnung.
Das erfindungsgemäße Bauteil 203, 303, welches hier als Flächenelement ausgebildet
ist, verfügt über eine Oberseite, eine Unterseite, eine linke und eine rechte Außenseite
und über zwei Stirnseiten. Es kann sich beispielsweise um eine Fußbodenkonstruktion
400 oder um eine Wandkonstruktion 400 handeln, z.B. eine Sichtschutzwand 400 für Grundstücke
oder eine Wandverkleidung 400.
[0065] Entlang eines ersten Bauteilkonturabschnittes bzw. Umfangsabschnittes des Bauteils
203, 303 (z.B. linke Außenseite, Figur 9) ist die Nut 301 einer Kunststoff-Nutleiste
300 angeordnet. Entlang eines zweiten, vorzugsweise gegenüberliegenden, Bauteilkonturabschnittes
bzw. Umfangsabschnittes des Bauteils 203, 303 (z.B. rechte Außenseite, Figur 9), ist
die Feder 201 einer Kunststoff-Federleiste 200 angeordnet. Im Falle einer einstückigen
Anordnung, wie hier gezeigt, bilden die jeweiligen Bauteilkonturabschnitte bzw. Umfangsabschnitte
des Bauteils gleichzeitig die Befestigungsbereiche 202, 302, mittels welcher die Nut
301 bzw. die Feder 201 am Bauteil 203, 303 angeordnet ist.
[0066] Die Querschnitte von Feder 201 und Nut 301 sind zueinander korrespondierend mittels
Rastelementen 304, 204 erfindungsgemäß so ausgebildet, dass bspw. zwischen einer Feder
201 eines ersten Bauteils 203 und einer Nut 301 eines zweiten Bauteils 303 eine Rastverbindung
herstellbar ist. Das Verbindungskonzept ist derart konzipiert, dass ein relatives
manuelles Verschieben beider Bauteilen 203, 303 auch noch nach der Herstellung der
Rastverbindung zwischen Nut 301 und Feder 201 möglich ist. Die Bauteile 203, 303 bleiben
somit noch in Längsrichtung der Leisten 200, 300 justierbar. Eine von der Längsrichtung
abweichende Bewegung wird jedoch erschwert. Die in Figur 9 lediglich angedeuteten
Befestigungsbereiche 202, 302 der jeweils miteinander verrasteten Leisten 200, 300
liegen auf einer gemeinsamen Ebene, wodurch mittels einer Vielzahl erfindungsgemäßer
Bauteilanordnungen große und vorzugsweise ebene Oberflächen realisierbar sind. Je
nach Ausgestaltung der Befestigungsbereiche 202, 302 ist es auch denkbar, dass die
Bauteile 203, 303 winkelig zueinander angeordnet sind, um beispielsweise Eckbereiche
eines Baukörpers auszubilden. In diesem Falle sind die Befestigungsbereiche 202, 302
winkelig und innerhalb sich schneidender Ebenen zueinander angeordnet (nicht gezeigt).
Die Befestigungsbereiche 202, 302 liegen zumindest teilweise innerhalb der Konturen
der Bauteile 203, 303 und die Nut 301 sowie die Feder 201 liegen außerhalb der Konturen
der Bauteile 203, 303. Wegen der gezeigten Einstückigkeit verschmelzen die Befestigungsbereiche
202, 302 der Leisten 200, 300 mit den gezeigten Umfangsabschnitten der Bauteile 203,
303. Die Einstückigkeit bedingt auch, dass die Übergänge zwischen den Leisten 200,
300 und den Bauteilen 203, 303 fließend sind und die Befestigungsbereiche 202, 302
der Leisten 200, 300 als solche nicht mehr, wie etwa bei einer mehrstückigen Lösung,
eindeutig und isoliert am Bauteil identifizierbar sind. Bevorzugt wird ein solches
einstückiges Bauteil 203, 303 mittels eines Extrusionsverfahrens als Strang aus Kunststoff
extrudiert. Eine Elektrifizierung 103 der Stegleiste 100 könnte ebenfalls vorteilhaft
bei derartigen Anwendungen sein, um beispielsweise an derartigen Flächen Verbraucher
zu versorgen.
[0067] Figur 10 zeigt einen Bauteilverbund 400, umfassend Rastverbindungsanordnungen wie
beansprucht, welche zumindest ein Bauteil 203, 303 umfassen. Figur 11 zeigt den Querschnitt
dieser Anordnung. Im Bild ist ein Bauteil 203, 303 mit einer Federleiste 200 einstückig
ausgebildet. Alternativ könnte auch Bauteil 203, 303 mit einer Nutleiste 300 einstückig
ausgebildet sein (nicht gezeigt). In beiden Fällen ist der Befestigungsbereich 202,
302 der entsprechenden Leiste 200, 300 mittels des Umfangsabschnittes des Bauteils
203, 303 realisiert und als solcher Teil der Gesamtanordnung. Die bevorzugte Einstückigkeit
bedingt auch hier, dass die Übergänge der Komponenten 200 und 203, 303 bzw. 300 und
203, 303 fließend sind. Bevorzugt wird auch dieses einstückige Bauteil 203, 303 mittels
Kunststoff-Extrusion als Strang hergestellt. Da es sich bei dem hier gezeigten Bauteilverbund
400 um eine Fußbodenkonstruktion 400 handelt, fungiert die Stegleiste 100 gleichzeitig
als vorzugsweise elektrifizierte 103 Fußbodenleiste 100. Alternativ könnte der Bauteilverbund
400 bei Verwendung einer modifizierten Stegleiste 100 auch als Sichtschutzelement
400, beispielsweise im Gartenbereich, fungieren. In beiden Fällen erfüllt die Stegleiste
100 gleichzeitig mehrere Funktionen. Einerseits dient sie zur Sicherung der erfindungsgemäßen
Rastverbindungsanordnung 200, 300. Weiter erfüllt sie hier im Beispiel eine anwendungsspezifische
Funktion. Zusätzlich kann sie zur Weiterleitung von Energie oder Signalen verwendet
werden, beispielsweise von elektrischer Energie und/oder elektrischen Signalen. Letzteres
trifft auf alle gezeigten Anwendungsfälle zu. Die Herstellung aller in den Figuren
1 bis 11 gezeigten Komponenten kann alternativ zur Extrusion auch im Spritzgießverfahren
oder im 3D-Druckverfahren erfolgen. Insbesondere bei den ab Figur 4 gezeigten Anwendungsbeispielen
wird das beanspruchte Montageverfahren empfohlen, denn es erleichtert die Montage
und sorgt für einen zügigen und kosteneffizienten Baufortschritt.
Bezugszeichenliste
[0068]
- A
- Fügerichtung
- B
- Querrichtung
- C
- Längsrichtung
- 100
- Stegleiste
- 101
- Stegaufsatz
- 102
- Steg
- 103
- Leiter
- 104
- Klettband, Klebeband
- 105
- Rastelement (z.B. Hinterschneidung)
- 106
- Stegunterseite in Fügerichtung A
- 200
- Federleiste
- 201
- Feder
- 202
- Befestigungsbereich bzw. Anlagefläche
- 203
- Bauteil
- 204
- Rastelement (z.B. Einkerbung)
- 205
- Rastausnehmung
- 206
- Verbindungsmittel
- 207
- Rastelement (z.B. Hinterschneidung)
- 300
- Nutleiste
- 301
- Nut
- 302
- Befestigungsbereich bzw. Anlagefläche
- 303
- Bauteil
- 304
- Rastelement (z.B. Vorsprung)
- 305
- Klebemittel
- 400
- Baukörper
1. Rastverbindungsanordnung, umfassend eine Nutleiste (300) mit einem entlang der Nut
(301) verlaufenden ersten Befestigungsbereich (302) zur Anordnung der Nut (301) entlang
eines ersten Bauteils (303), wobei sich die Nutleiste (300) in eine erste Längsrichtung
quer zum Nutleistenquerschnitt erstreckt, und umfassend eine Federleiste (200) mit
einem entlang der Feder (201) verlaufenden zweiten Befestigungsbereich (202) zur Anordnung
der Feder (201) entlang eines zweiten Bauteils (203), wobei sich die Federleiste (200)
in eine zweite Längsrichtung quer zum Federleistenquerschnitt erstreckt, wobei die
Querschnittskonturen von Feder (201) und Nut (301) zueinander korrespondierend mittels
der Verwendung von Rastelementen (304, 204) ausgebildet sind, so dass beim Einführen
der Feder (201) in einer Fügerichtung (A) in die Nut (301) zwischen der Feder (201)
und der Nut (301) eine Rastverbindung herstellbar ist, welche eine relative Bewegung
zwischen der Federleiste (200) und der Nutleiste (300) entlang einer der Längsrichtungen
zulässt und eine relative Bewegung zwischen der Federleiste (200) und der Nutleiste
(300) quer zu einer der Längsrichtungen verhindert, und bei welcher beide Befestigungsbereiche
(302, 202) in einer gemeinsamen Ebene liegen oder in zwei verschiedenen sich schneidenden
Ebenen liegen, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (201) eine sich entlang und innerhalb der Feder (201) erstreckende Rastausnehmung
(205) umfasst, welche eine Hinterschneidung (207) umfasst und zur Verrastung mit dem
Steg (102) einer Stegleiste (100) vorgesehen ist.
2. Rastverbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einer der Befestigungsbereiche (202, 302) als, vorzugsweise ebene, Anlagefläche
(202, 302) ausgebildet ist.
3. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastausnehmung (205) der Feder (201) in Fügerichtung (A) aus der Draufsicht betrachtet
zugänglich ist.
4. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindungsanordnung zusätzlich eine Stegleiste (100) mit einem Steg (102)
und vorzugsweise mit einem Stegaufsatz (101), welcher mit dem Steg (102) verbunden
ist, umfasst, wobei die Querschnittskonturen von Steg (102) und Rastausnehmung (205)
der Feder (201) zueinander korrespondierend mittels der Verwendung von Rastelementen
(105, 207) ausgebildet sind, so dass beim Einführen des Steges (102) in die Rastausnehmung
(205) der Feder (201) zwischen Steg (102) und Rastausnehmung (205) der Feder (201)
eine Rastverbindung herstellbar ist.
5. Rastverbindungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegleiste (100) zumindest abschnittsweise schwenkbar mit der Federleiste (200)
oder schwenkbar mit der Nutleiste (300) verbunden ist, so dass der Steg (102) mittels
einer Schwenkbewegung in die Rastausnehmung (205) der Feder (201) einbringbar ist.
6. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindungsanordnung derart gestaltet ist, dass der erforderliche Kraftaufwand
zum Lösen der Verrastung zwischen der Rastausnehmung (205) und dem Steg (102) um ein
Vielfaches höher ist als der Kraftaufwand zum Herstellen der Verrastung zwischen der
Rastausnehmung (205) und dem Steg (102).
7. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegleiste (100) elektrifiziert (103) ist und/oder Mittel (104) zur, vorzugsweise
lösbaren, Anordnung eines elektrischen Verbrauchers umfasst.
8. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindungsanordnung derart gestaltet ist, dass der erforderliche Kraftaufwand
zum Lösen der Verrastung zwischen der Feder (201) und der Nut (301) um ein Vielfaches
höher ist als der Kraftaufwand zum Herstellen der Verrastung zwischen der Feder (201)
und der Nut (301).
9. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung der Federleiste (200) in die zweite Längsrichtung ein Vielfaches
der Erstreckung der Nutleiste (300) in die erste Längsrichtung beträgt.
10. Rastverbindungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Längsrichtung der Federleiste (200) eine oder mehrere Nutleisten (300)
vorgesehen sind.
11. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstreckung der Nutleiste (300) in die erste Längsrichtung ein Vielfaches der
Erstreckung der Federleiste (200) in die zweite Längsrichtung beträgt.
12. Rastverbindungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der Längsrichtung der Nutleiste (300) eine oder mehrere Federleisten (200)
vorgesehen sind.
13. Rastverbindungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder der zweite Befestigungsbereich (202, 302) ein Befestigungsmittel
(206, 305) zur Befestigung eines Bauelementes (203, 303) am Befestigungsbereich (202,
302) umfasst.
14. Rastverbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zumindest ein Bauteil (203, 303) umfasst ist, wobei das Bauteil (203)
und die Feder (201) und/oder wobei das Bauteil (303) und die Nut (301) einstückig
ausgebildet sind, so dass der Befestigungsbereich (202, 302) mittels eines Umfangsabschnittes
des Bauteils (203, 303) realisiert ist.
15. Bauteil (203, 303) mit einer Bauteilkontur, umfassend eine Nutleiste (300) mit einem
entlang der Nut (301) verlaufenden ersten Befestigungsbereich (302), mittels dessen
die Nutleiste (300) entlang eines ersten Bauteilkonturabschnittes des Bauteils (203,
303) angeordnet ist, so dass sich die Nut (301) entlang eines ersten Bauteilkonturabschnittes
in eine erste Längsrichtung quer zum Nutleistenquerschnitt erstreckt, und umfassend
eine Federleiste (200) mit einem entlang der Feder (201) verlaufenden zweiten Befestigungsbereich
(202), mittels dessen die Federleiste (200) entlang eines zweiten Bauteilkonturabschnittes
des Bauteils (203, 303) angeordnet ist, so dass sich die Feder (201) entlang eines
zweiten Bauteilkonturabschnittes in eine zweite Längsrichtung quer zum Federleistenquerschnitt
erstreckt, wobei die Querschnittskonturen von Feder (201) und Nut (301) zueinander
korrespondierend mittels der Verwendung von Rastelementen (304, 204) ausgebildet sind,
so dass beim Einführen der Feder (201) in einer Fügerichtung (A) in die Nut (301),
zwischen der Feder (201) und der Nut (301) eine Rastverbindung herstellbar ist, welche
eine relative Bewegung zwischen der Federleiste (200) und der Nutleiste (300) entlang
einer der Längsrichtungen zulässt und eine relative Bewegung zwischen der Federleiste
(200) und der Nutleiste (300) quer zu einer der Längsrichtungen verhindert, und bei
welcher beide Befestigungsbereiche (302, 202) in einer gemeinsamen Ebene liegen oder
in zwei verschiedenen sich schneidenden Ebenen liegen, wobei die Feder (201) eine
sich entlang und innerhalb der Feder (201) erstreckende Rastausnehmung (205) umfasst,
welche eine Hinterschneidung (207) umfasst und zur Verrastung mit dem Steg (102) einer
Stegleiste (100) vorgesehen ist.
16. Bauteil nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastausnehmung (205) der Feder (201) in Fügerichtung (A) aus der Draufsicht betrachtet
zugänglich ist.
17. Bauteil nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (203, 303) und die Federleiste (200) und/oder dass das Bauteil (203,
303) und die Nutleiste (300) einstückig ausgebildet sind, so dass der Befestigungsbereich
(202, 302) mittels eines Umfangsabschnittes des Bauteils (203, 303) realisiert ist.
18. Baukörper, umfassend zumindest zwei Bauteile nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (301) des ersten Bauteils mit der Feder (201) des zweiten Bauteils verrastet
ist.
19. Baukörper nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Baukörper (400) zusätzlich eine Stegleiste (100) mit einem Steg (102) und vorzugsweise
mit einem Stegaufsatz (101), welcher mit dem Steg (102) verbunden ist, umfasst, wobei
die Querschnittskonturen von Steg (100) und Rastausnehmung (205) der Feder (201) zueinander
korrespondierend unter Verwendung von Rastelementen (105, 207) ausgebildet sind, wobei
der Steg (102) in die Rastausnehmung (205) eingeführt ist und eine Rastverbindung
zwischen dem Steg (102) und der Rastausnehmung (205) hergestellt ist.
20. Montageverfahren zur Herstellung einer Rastverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastverbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 7 oder nach einem der
Ansprüche 8 bis 14 bei Rückbezug zumindest auf Anspruch 4 bereitgestellt wird und
dass der Steg (102) in die Rastausnehmung (205) der Feder (201) eingeführt wird, so
dass zwischen Steg (102) und Rastausnehmung (205) der Feder (201) eine Rastverbindung
hergestellt ist.
1. A snap-fit connection arrangement comprising a groove strip (300) having a first attachment
region (302) extending along the groove (301) for placement of the groove (301) along
a first component (303), the groove strip (300) extending in a first longitudinal
direction transversely to the cross section of the groove strip, and further comprising
a tongue strip (200) having a second attachment region (202) extending along the tongue
(201) for placement of the tongue (201) along a second component (203), the tongue
strip (200) extending in a second longitudinal direction transversely to the cross
section of the tongue strip, the cross-sectional contours of the tongue (201) and
the groove (301) being configured to correspond to each other through the use of latching
elements (304, 204) so that a snap-fit connection can be established between the tongue
(201) and the groove (301) as the tongue (201) is inserted in a joining direction
(A) into the groove (301), the snap-fit connection allowing for relative movement
between the tongue strip (200) and the groove strip (300) along one of the longitudinal
directions and preventing relative movement between the tongue strip (200) and the
groove strip (300) transversely to any of the longitudinal directions, and wherein
the two attachment regions (302, 202) lie in a common plane or in two different planes
that intersect each other, characterized in that the tongue (201) includes a latching recess (205) that extends along and within the
tongue (201), the latching recess (205) comprising an undercut (207) and the latching
recess (205) is intended for latching engagement with the rib (102) of a rib strip
(100).
2. The snap-fit connection arrangement as recited in claim 1, characterized in that at least one of the attachment regions (202, 302) is configured as a, preferably
flat, contact surface (202, 302).
3. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims, characterized in that the latching recess (205) of the tongue (201) is accessible in the joining direction
(A) as viewed from a plan view.
4. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims, characterized in that the snap-fit connection arrangement further comprises a rib strip (100) having a
rib (102) and preferably having a rib top member (101) connected to the rib (102),
the cross-sectional contours of the rib (102) and the latching recess (205) of the
tongue (201) being configured to correspond to each other through the use of latching
elements (105, 207) so that a snap-fit connection can be established between the rib
(102) and the latching recess (205) of the tongue (201) as the rib (102) is inserted
into the latching recess (205) of the tongue (201).
5. The snap-fit connection arrangement as recited in claim 4, characterized in that the rib strip (100) is at least partially pivotably connected to the tongue strip
(200) or pivotably to the groove strip (300) so that the rib (102) is insertable into
the latching recess (205) of the tongue (201) by means of a pivoting movement.
6. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims 4 through
5, characterized in that the snap-fit connection arrangement is designed such that the force required to release
the latching engagement between the latching recess (205) and the rib (102) is many
times higher than the force required to establish the latching engagement between
the latching recess (205) and the rib (102).
7. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims 4 through
6, characterized in that the rib strip (100) is electrified (103) and/or includes means (104) for, preferably
detachable, mounting of an electrical load.
8. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims, characterized in that the snap-fit connection arrangement is designed such that the force required to release
the latching engagement between the tongue (201) and the groove (301) is many times
higher than the force required to establish the latching engagement between the tongue
(201) and the groove (301).
9. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims, characterized in that the extent of the tongue strip (200) in the second longitudinal direction is a multiple
of the extent of the groove strip (300) in the first longitudinal direction.
10. The snap-fit connection arrangement as recited in claim 9, characterized in that one or more groove strips (300) are provided along the longitudinal direction of
the tongue strip (200).
11. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims 1 through
8, characterized in that the extent of the groove strip (300) in the first longitudinal direction is a multiple
of the extent of the tongue strip (200) in the second longitudinal direction.
12. The snap-fit connection arrangement as recited in claim 11, characterized in that one or more tongue strips (200) are provided along the longitudinal direction of
the groove strip (300).
13. The snap-fit connection arrangement as recited in any of the preceding claims, characterized in that the first and/or second attachment region(s) (202, 302) include(s) a fastening means
(206, 305) for attachment of a component (203, 303) to the attachment region (202,
302).
14. The snap-fit connection arrangement as recited in any of claims 1 through 12, characterized in that there is further comprised at least one component (203, 303), the component (203)
and the tongue (201) and/or the component (303) and the groove (301) being formed
in one piece, so that the attachment region (202, 302) is implemented by a peripheral
portion of the component (203, 303).
15. A component (203, 303) having a component contour, comprising a groove strip (300)
having a first attachment region (302) which extends along the groove (301) and by
means of which the groove strip (300) is disposed along a first contour portion of
the component (203, 303) so that the groove (301) extends along a first contour portion
of the component in a first longitudinal direction transversely to the cross section
of the groove strip, and further comprising a tongue strip (200) having a second attachment
region (202) which extends along the tongue (201) and by means of which the tongue
strip (200) is disposed along a second contour portion of the component (203, 303)
so that the tongue (201) extends along a second contour portion of the component in
a second longitudinal direction transversely to the cross section of the tongue strip,
the cross-sectional contours of the tongue (201) and the groove (301) being configured
to correspond to each other through the use of latching elements (304, 204) so that
a snap-fit connection can be established between the tongue (201) and the groove (301)
as the tongue (201) is inserted in a joining direction (A) into the groove (301),
the snap-fit connection allowing for relative movement between the tongue strip (200)
and the groove strip (300) along one of the longitudinal directions and preventing
relative movement between the tongue strip (200) and the groove strip (300) transversely
to any of the longitudinal directions, and wherein the two attachment regions (302,
202) lie in a common plane or in two different planes that intersect each other, and
wherein the tongue (201) includes a latching recess (205) that extends along and within
the tongue (201), the latching recess (205) comprising an undercut (207) and the latching
recess (205) is intended for latching engagement with the rib (102) of a rib strip
(100).
16. The component as recited in claim 15, characterized in that the latching recess (205) of the tongue (201) is accessible in the joining direction
(A) as viewed from a plan view.
17. The component as recited in claim 15 or 16, characterized in that the component (203, 303) and the tongue strip (200) and/or the component (203, 303)
and the groove strip (300) are formed in one piece, so that the attachment region
(202, 302) is implemented by a peripheral portion of the component (203, 303).
18. A structural body comprising at least two components according to any of claims 15
through 17, characterized in that the groove (301) of the first component is in latching engagement with the tongue
(201) of the second component.
19. The structural body as recited in claim 18, characterized in that the structural body (400) further comprises a rib strip (100) having a rib (102)
and preferably having a rib top member (101) connected to the rib (102), the cross-sectional
contours of the rib (102) and the latching recess (205) of the tongue (201) being
configured to correspond to each other through the use of latching elements (105,
207), the rib (102) being inserted in the latching recess (205) and a snap-fit connection
being established between the rib (102) and the latching recess (205).
20. An assembly method for establishing a snap-fit connection characterized in that a snap-fit connection arrangement according to any of claims 4 through 7 or according
to any of claims 8 to 14 with reference at least to claim 4 is provided and that the
rib (102) being inserted into the latching recess (205) of the tongue (201) so that
a snap-fit connection is established between the rib (102) and the latching recess
(205) of the tongue (201).
1. Ensemble de raccordement par encliquetage, comprenant une baguette à rainure (300)
dotée d'une première région de fixation (302) s'étendant le long de la rainure (301)
pour l'agencement de la rainure (301) le long d'une première partie structurale (303),
dans lequel la baguette à rainure (300) s'étend dans une première direction longitudinale
transversalement à la section transversale de baguette à rainure, et comprenant une
baguette à la languette (200) dotée d'une deuxième région de fixation (202) s'étendant
le long de la languette (201) pour l'agencement de la languette (201) le long d'une
deuxième partie structurale (203), la baguette à languette (200) s'étendant dans une
deuxième direction longitudinale transversalement à la section transversale de baguette
à languette, les contours en section transversale de la languette (201) et de la rainure
(301) étant réalisés de manière à correspondre l'un à l'autre grâce à l'utilisation
d'éléments d'encliquetage (304, 204), de sorte que lors de l'insertion de la languette
(201) dans une direction d'assemblage (A) dans la rainure (301) entre la languette
(201) et la rainure (301) un raccordement par encliquetage puisse être produit, lequel
autorise un mouvement relatif entre la baguette à languette (200) et la baguette à
rainure (300) le long de l'une des directions longitudinales et empêche un mouvement
relatif entre la baguette à languette (200) et la baguette à rainure (300) transversalement
à l'une des directions longitudinales, et dans lequel les deux régions de fixation
(302, 202) se situent dans un plan commun ou se situent dans deux plans différents
se croisant, caractérisé en ce que la languette (201) comprend un évidement d'encliquetage (205) s'étendant le long
et à l'intérieur de la languette (201), lequel comprend une contre-dépouille (207)
et est prévu pour l'encliquetage avec la nervure (102) d'une baguette à nervure (100).
2. Ensemble de raccordement par encliquetage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins l'une des régions de fixation (202, 302) est réalisée sous forme de surface
d'appui (202, 302) de préférence plane.
3. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201) est accessible dans la direction
d'assemblage (A) considéré en vue de dessus.
4. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'ensemble de raccordement par encliquetage présente en outre une baguette à nervure
(100) dotée d'une nervure (102) et de préférence d'un élément rapporté de nervure
(101), lequel est raccordé à la nervure (102), les contours en section transversale
de la nervure (102) et de l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201) étant
réalisés de manière à correspondre l'un à l'autre grâce à l'utilisation d'éléments
d'encliquetage (105, 207), de sorte que lors de l'insertion de la nervure (102) dans
l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201) entre la nervure (102) et l'évidement
d'encliquetage (205) de la languette (201) un raccordement par encliquetage puisse
être produit.
5. Ensemble de raccordement par encliquetage selon la revendication 4, caractérisé en ce que la baguette à nervure (100) est raccordée au moins dans certaines parties de manière
pivotante à la baguette à languette (200) ou de manière pivotante à la baguette à
rainure (300), de sorte que la nervure (102) puisse être introduite par un mouvement
de pivotement dans l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201).
6. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes
4 et 5, caractérisé en ce que l'ensemble de raccordement par encliquetage est configuré de telle sorte que l'apport
de force nécessaire pour relâcher l'encliquetage entre l'évidement d'encliquetage
(205) et la nervure (102) est plusieurs fois supérieur à l'apport de force pour produire
l'encliquetage entre l'évidement d'encliquetage (205) et la nervure (102).
7. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes
4 à 6, caractérisé en ce que la baguette à nervure (100) est électrifiée (103) et/ou comprend des moyens (104)
pour l'agencement, de préférence libérable, d'un consommateur électrique.
8. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'ensemble de raccordement par encliquetage est configuré de telle sorte que l'apport
de force nécessaire pour relâcher l'encliquetage entre la languette (201) et la rainure
(301) est plusieurs fois supérieur à l'apport de force pour produire l'encliquetage
entre la languette (201) et la rainure (300).
9. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'étendue de la baguette à languette (200) dans la deuxième direction longitudinale
est plusieurs fois supérieure à l'étendue de la baguette à rainure (300) dans la première
direction longitudinale.
10. Ensemble de raccordement par encliquetage selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une ou plusieurs baguettes à rainures (300) sont prévues le long de la direction longitudinale
de la baguette à languette (200).
11. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes
1 à 8, caractérisé en ce que l'étendue de la baguette à rainure (300) dans la première direction longitudinale
est plusieurs fois supérieure à l'étendue de la baguette à languette (200) dans la
deuxième direction longitudinale.
12. Ensemble de raccordement par encliquetage selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'une ou plusieurs baguettes à languettes (200) sont prévues le long de la direction
longitudinale de la baguette à rainure (300).
13. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la première et/ou la deuxième région de fixation (202, 302) comprennent un moyen
de fixation (206, 305) servant à la fixation d'un élément structural (203, 303) à
la région de fixation (202, 302).
14. Ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'en outre au moins une partie structurale (203, 303) est prévue, la partie structurale
(203) et la languette (201) et/ou la partie structurale (303) et la rainure (301)
étant réalisées d'une seule pièce, de sorte que la région de fixation (202, 302) soit
réalisée au moyen d'une portion périphérique de la partie structurale (203, 303).
15. Partie structurale (203, 303) dotée d'un contour de partie structurale, comprenant
une baguette à rainure (300) dotée d'une première région de fixation (302) s'étendant
le long de la rainure (301), première région de fixation au moyen de laquelle la baguette
à rainure (300) est agencée le long d'une première portion de contour de la partie
structurale (203, 303), de sorte que la rainure (301) s'étende le long d'une première
portion de contour de partie structurale dans une première direction longitudinale
transversalement à la section transversale de baguette à rainure, et comprenant une
baguette à languette (200) dotée d'une deuxième région de fixation (202) s'étendant
le long de la languette (201), deuxième partie de fixation au moyen de laquelle la
baguette à languette (200) est agencée le long d'une deuxième portion de contour de
la partie structurale (203, 303), de sorte que la languette (201) s'étende le long
d'une deuxième portion de contour de partie structurale dans une deuxième direction
longitudinale transversalement à la section transversale de baguette à languette,
les contours en section transversale de la languette (201) et de la rainure (301)
étant réalisés de manière à correspondre l'un à l'autre grâce à l'utilisation d'éléments
d'encliquetage (304, 204), de sorte que lors de l'insertion de la languette (201)
dans une direction d'assemblage (A) dans la rainure (301) entre la languette (201)
et la rainure (301) un raccordement par encliquetage puisse être produit, lequel autorise
un mouvement relatif entre la baguette à languette (200) et la baguette à rainure
(300) le long de l'une des directions longitudinales et empêche un mouvement relatif
entre la baguette à languette (200) et la baguette à rainure (300) transversalement
à l'une des directions longitudinales, et dans lequel les deux régions de fixation
(302, 202) se situent dans un plan commun ou se situent dans deux plans différents
se croisant, la languette (201) comprenant un évidement d'encliquetage (205) s'étendant
le long et à l'intérieur de la languette (201), lequel comprend une contre-dépouille
(207) et est prévu pour l'encliquetage avec la nervure (102) d'une baguette à nervure
(100).
16. Partie structurale selon la revendication 15, caractérisée en ce que l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201) est accessible dans la direction
d'assemblage (A) considéré en vue de dessus.
17. Partie structurale selon la revendication 15 ou 16, caractérisée en ce que la partie structurale (203, 303) et la baguette à languette (200) et/ou en ce que la partie structurale (203, 303) et la baguette à rainure (300) sont réalisées d'une
seule pièce, de sorte que la région de fixation (202, 302) soit réalisée au moyen
d'une portion périphérique de la partie structurale (203, 303).
18. Corps structural, comprenant au moins deux parties structurales selon l'une des revendications
15 à 17, caractérisé en ce que la rainure (301) de la première partie structurale est encliquetée avec la languette
(201) de la deuxième partie structurale.
19. Corps structural selon la revendication 18, caractérisé en ce que le corps structural (400) présente en outre une baguette à nervure (100) dotée d'une
nervure (102) et de préférence d'un élément rapporté de nervure (101), lequel est
raccordé à la nervure (102), les contours en section transversale de la nervure (100)
et de l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201) étant réalisés de manière
à correspondre l'un à l'autre grâce à l'utilisation d'éléments d'encliquetage (105,
207), la nervure (102) étant insérée dans l'évidement d'encliquetage (205) et un raccordement
par encliquetage étant produit entre la nervure (102) et l'évidement d'encliquetage
(205).
20. Procédé de montage permettant de produire un raccordement par encliquetage, caractérisé en ce qu'un ensemble de raccordement par encliquetage selon l'une des revendications 4 à 7
ou selon l'une des revendications 8 à 14 lorsqu'elle dépend au moins de la revendication
4 est fourni et en ce que la nervure (102) est insérée dans l'évidement d'encliquetage (205) de la languette
(201), de sorte qu'à raccordement par encliquetage soit produit entre la nervure (102)
et l'évidement d'encliquetage (205) de la languette (201).