[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen, insbesondere
beim Reinigen in einer Spülmaschine. Ferner betrifft die Erfindung ein Reinigungsset
für Trinkhalme.
[0002] Eine Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen aus Glas, Kunststoff oder Metall beim
Reinigen in einer Spülmaschine ist beispielsweise aus der
DE 20 2019 104 788 U1 bekannt. Die bekannte Vorrichtung umfasst ein rahmenartiges Hauptteil aus Kunststoff,
wobei an dem Hauptteil ein Befestigungselement, insbesondere in Form eines Befestigungshakens,
angeformt ist, um die gesamte Vorrichtung an einem Spülmaschinenkorb zu befestigen.
[0003] Eine einfache Vorrichtung zum manuellen Reinigen von Trinkhalmen ist in der
US 2017/0216890 A1 offenbart.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gegenüber dem Stand der Technik weiterentwickelte,
einfach und sicher handhabbare Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen, insbesondere
beim Reinigen in einer Spülmaschine, bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Halterungsvorrichtung für Trinkhalme
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Ebenso wird die Aufgabe gelöst durch ein Reinigungsset
zum Reinigen von Trinkhalmen gemäß Anspruch 14.
[0006] Die Halterungsvorrichtung ist aus einem Untergestell und einem auf dieses direkt
oder indirekt aufgesetzten Deckelelement aufgebaut, wobei
- das Untergestell ein unteres Haltegitter mit einer Vielzahl an jeweils zur Halterung
eines Trinkhalmes vorgesehenen unteren Aufnahmen aufweist,
- das Deckelelement ein oberes Haltegitter mit entsprechend der Anordnung der unteren
Aufnahmen positionierten, spiegelsymmetrisch zu den unteren Aufnahmen ausgebildeten
oberen Aufnahmen aufweist, wobei sich die Spiegelsymmetrie auf eine Ebene bezieht,
welche sich - typischerweise in horizontaler Ausrichtung - zwischen dem Untergestell
und dem Deckelelement befindet,
- ein mittleres Haltegitter mit einer Vielzahl mit den unteren Aufnahmen sowie den oberen
Aufnahmen fluchtender mittleren Aufnahmen vorhanden ist,
- an das untere Haltegitter sowie an das obere Haltegitter Seitenteile anschließen,
welche zumindest in einem Fall, das heißt entweder im Fall des Untergestells und/oder
im Fall des Deckelelementes, in Form eines zur Verbindung mit dem mittleren Haltegitter
vorgesehenen Verbindungsrahmens abschließen,
- Verbindungsmittel, insbesondere Rastverbindungen, zur lösbaren Befestigung des mindestens
einen Verbindungsrahmens auf dem mittleren Haltegitter vorhanden sind.
[0007] Das Reinigungsset umfasst zusätzlich zur Halterungsvorrichtung eine Bürstenanordnung,
welche eine der Anzahl der in der Halterungsvorrichtung einsteckbaren Trinkhalme entsprechende
Anzahl an einzeln austauschbaren Einzelbürsten aufweist, deren Anordnung auf die Anordnung
der Trinkhalme in der Halterungsvorrichtung abgestimmt ist.
[0008] Die Trinkhalme, welche in der Halterungsvorrichtung aufnehmbar, das heißt einsteckbar,
sind, können aus beliebigen Materialien, beispielsweise nicht rostendem Stahl, Silikon,
Kunststoff oder natürlichen Materialien, zum Beispiel pflanzlichem Material, gefertigt
sein. Besonders ist die Halterungsvorrichtung für Trinkhalme aus Glas geeignet. Typischerweise
handelt es sich um gerade Trinkhalme. Je nach Ausgestaltung der Halterungsvorrichtung
kommt auch eine Verwendung bei abgewinkelten Trinkhalmen in Betracht.
[0009] Im Unterschied zu herkömmlichen Vorrichtungen, welche ausschließlich zur Halterung
von Trinkhalmen in einem Geschirrspüler vorgesehen sind, ist die erfindungsgemäße
Halterungsvorrichtung auch zur Lagerung von Trinkhalmen sowie zur griffbereiten Bereitstellung,
beispielsweise in einer Bar, geeignet.
[0010] Durch das Untergestell und das Deckelelement kann eine Zweiteilung der Halterungsvorrichtung
gegeben sein, wobei in diesem Fall das mittlere Haltegitter vorzugsweise eine Komponente
des Untergestells darstellt. Hierbei kann das untere Haltegitter mit dem mittleren
Haltegitter durch untere Seitenteile verbunden sein, wogegen das obere Haltegitter
mit oberen Seitenteilen verbunden ist, an deren unteren Kanten ein mit dem mittleren
Haltegitter per Rastverbindung zu koppelnder Verbindungsrahmen gebildet ist.
[0011] Die geometrische Gestaltung des Deckelelements ist vorzugsweise der geometrischen
Gestaltung des Untergestells angeglichen, wobei das Untergestell, insbesondere in
Ausgestaltungen mit integriertem mittleren Haltegitter, höher als das Deckelelement
sein kann. Sofern das Untergestell der Halterungsvorrichtung bereits ohne mittleres
Haltegitter höher als das Deckelelement ist, befindet sich die Mittelebene, bezüglich
welcher die unteren Aufnahmen und die oberen Aufnahmen spiegelsymmetrisch zueinander
ausgebildet sind, parallel unterhalb der des mittleren Haltegitters.
[0012] Vorzugsweise sind die unteren Aufnahmen ebenso wie die oberen Aufnahmen trichterförmig
gestaltet, wobei eine Trichterform jeweils an beiden Stirnseiten der Aufnahmen gegeben
sein kann. Insbesondere können die oberen und die unteren Aufnahmen identisch gestaltet
sein. Durch diese Gestaltung kann beim Spülvorgang besonders viel Flüssigkeit in die
Trinkhalme eingeleitet werden. Außerdem kann die gesamte Haltevorrichtung auf den
Kopf gestellt werden, ohne dass Trinkhalme herausfallen.
[0013] In besonders bevorzugter Ausgestaltung sind die Trichterwandungen der oberen Aufnahmen
sowie der unteren Aufnahmen segmentiert, so dass durch die genannten Aufnahmen mehrere
freie Strömungsquerschnitte direkt an der Außenumfangsfläche eines jeden Trinkhalms
gebildet sind.
[0014] Auch die optional dem Untergestell zuzurechnenden mittleren Aufnahmen sind in bevorzugter
Ausgestaltung jeweils als zumindest innenseitig segmentierter Ring ausgebildet, so
dass auch durch jede mittlere Aufnahme mehrere freie Strömungsquerschnitte an der
Außenfläche eines jeden Trinkhalms gebildet sind.
[0015] Gemäß einer möglichen Ausgestaltung befinden sich an der Unterseite des unteren Haltegitters
Stützfüße, die dafür sorgen, dass die unteren Aufnahmen beim Abstellen der Haltevorrichtung
auf einer ebenen Fläche von dieser Fläche beabstandet bleiben. Somit kann auch nach
dem Herausnehmen der Halterungsvorrichtung aus einer Spülmaschine Wasser von den Trinkhalmen
und den Komponenten der Halterungsvorrichtung abtropfen. Die gesamte Halterungsvorrichtung
oder deren Untergestellt kann dabei in einer Wanne oder "Vase" abgestellt sein. Bei
abgenommenem Deckelelement können die einzelnen Trinkhalme auf einfachste Weise aus
dem Untergestell herausgezogen werden.
[0016] Das Deckelelement kommt bei typischer Verwendung der Halterungsvorrichtung zum einen
beim Reinigungsvorgang und zum anderen bei der Aufbewahrung der Halterungsvorrichtung
samt Trinkhalmen zum Einsatz. Alternativ oder ergänzend zu Rastverbindungen, welche
stabile Verbindungen zwischen dem Deckelelement und dem Untergestell unter Einbeziehung
des mittleren Haltegitters herstellen, kommen auch klemmende Verbindungen ohne Rastmittel
in Betracht.
[0017] Das untere Haltegitter, gegebenenfalls mit Standfüßen, und das obere Haltegitter
sind vorzugsweise derart geformt, dass mehrere gleichartige Halterungsvorrichtungen
aufeinander stapelbar sind. Die Haltegitter können ein- oder mehrteilig aufgebaut
sein. Insbesondere kann jedes Haltegitter einen gesonderten Halterahmen aufweisen,
dessen Grundform dem Verbindungsrahmen, welcher sich an der Unterseite des Deckelelements
befindet, entspricht. Hinsichtlich der Querschnittsform der Haltegitter und damit
der gesamten Halterungsvorrichtung gibt es keine theoretischen Beschränkungen. Beispielsweise
sind die Haltegitter rechteckig, insbesondere quadratisch, oder kreisrund geformt.
Eine runde, zylindrische Form der Halterungsvorrichtung ist insbesondere unter Gesichtspunkten
der Hygiene und der Reinigungsmöglichkeiten vorteilhaft, da Ecken, in denen sich Schmutz
ansammeln oder Spülflüssigkeit zurückbleiben könnte, entfallen.
[0018] Der freie Querschnitt eines jeden Haltegitters entspricht vorzugsweise mindestens
55 % der gesamten Querschnittsfläche des Haltegitters. Im Vergleich zu den Haltegittern
weisen die Seitenteile in bevorzugter Ausgestaltung einen noch größeren Anteil an
freiem Querschnitt, welcher insbesondere die Durchströmung mit Flüssigkeit ermöglicht,
auf. Vorzugsweise entspricht der freie Querschnitt eines jeden Seitenteils mindestens
75 % der gesamten Querschnittsfläche des Seitenteils.
[0019] Insgesamt ist die Halterungsvorrichtung zum Beispiel zur Aufnahme von mindestens
sechs Trinkhalmen, insbesondere mindestens 25 Trinkhalmen, beispielsweise 27 oder
37 Trinkhalmen, geeignet. Die Länge der aufzunehmenden Trinkhalme ist hierbei geringer
als die Gesamthöhe der Halterungsvorrichtung. Bei der manuellen Handhabung der Halterungsvorrichtung
wird somit ein Berühren der Trinkhalme vermieden. Somit bietet die Halterungsvorrichtung
auch unter hygienischen Gesichtspunkten Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen.
[0020] In fertigungstechnisch besonders vorteilhafter Ausgestaltung sind das Untergestell
und das Deckelelement identisch geformt. Das mittlere Haltegitter ist in diesem Fall
als sowohl vom Untergestell als auch vom Deckelelement per Rastverbindung lösbares
separates Mittelteil ausgebildet. Identische Anschlusskonturen des Untergestells sowie
des Deckelelementes, welche ein Aufeinanderstapeln mehrerer Haltevorrichtungen ermöglichen,
weisen beispielsweise innerhalb eines Stapels ineinander greifende Vor- und Rücksprünge
auf. Sowohl an das Untergestell als auch an das Deckelelement können Rastelemente
jeweils einstückig angeformt sein, welche zur Zusammenwirkung mit am Rand des mittleren
Haltegitters in Längsrichtung des Randes gegeneinander versetzt angeordneten Gegenkonturen
vorgesehen sind.
[0021] Optional umfasst die Halterungsvorrichtung eine Haube, welche zum Aufsetzen auf das
Untergestell geeignet ist. Eine Deckplatte der auf das Untergestell - bei entferntem
Deckelelement - aufgesetzten Haube kann mit geringem Abstand oder ohne Abstand über
dem mittleren Haltegitter angeordnet sein, wobei sich Öffnungen in der Deckplatte
der Haube direkt über den mittleren Aufnahmen befinden, so dass die Trinkhalme durch
die Öffnungen in der Haube hindurch in die Aufnahmen des Untergestells eingesteckt
werden können. Im Übrigen ist die Deckplatte vorzugsweise geschlossen. Seitenplatten
der Haube sind in bevorzugter Ausgestaltung komplett geschlossen. Bei kubischer Grundform
des Untergestells und auch der Haube ergibt sich damit der Eindruck, dass die Trinkhalme,
welche in die Haube, unter der sich das Untergestell befindet, eingesteckt sind, in
Bohrungen eines Würfels eingeführt sind, wobei sie aus diesem beispielsweise mit etwa
ihrer halben Länge herausragen. Analoges gilt im Fall einer zylindrischen Gestaltung
des Untergestells mit kreisrundem Querschnitt. In diesem Fall ragen die Trinkhalme
aus der Stirnfläche eines Zylinders heraus.
[0022] In bevorzugter Ausgestaltung ist die gesamte Halterungsvorrichtung einschließlich
der Verbindungsmittel sowie der optionalen Haube aus Kunststoff gefertigt. Insbesondere
sind Einzelteile wie die Haltegitter und die Seitenteile im Spritzgussverfahren herstellbar.
Auch eine einstückige Gestaltung des Untergestells sowie eine einstückige Gestaltung
des Deckelelements ist möglich.
[0023] Die Bürstenanordnung, welche zum manuellen Reinigen der in der Halterungsvorrichtung
aufgenommenen Trinkhalme nutzbar ist, umfasst gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
zusätzlich zu einem die Einzelbürsten miteinander verbindenden Griffteil eine auf
das obere Haltegitter aufsetzbare Einführhilfe. Die Querschnittsgestaltung der Einführhilfe
entspricht dabei ebenso wie der Grundriss des Griffteils der Gestaltung der Haltegitter.
Die Einführhilfe ist in bevorzugter Ausgestaltung verdrehgesichert, insbesondere mit
Hilfe von Vor- und Rücksprüngen, die der Gestaltung am Deckelelement entsprechen,
auf das obere Haltegitter aufsetzbar.
[0024] Die voll mit Trinkhalmen bestückte Halterungsvorrichtung ist derart stabil, dass
selbst bei einem Herabfallen der Halterungsvorrichtung aus moderater Höhe Trinkhalme
aus Glas unbeschädigt bleiben. Ein Umsortieren der Trinkhalme in eine Aufbewahrungsbox
zum Zweck längerer Lagerung ist nicht erforderlich. Vielmehr stellt die Halterungsvorrichtung
selbst zugleich eine Aufbewahrungsbox dar.
[0025] Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung
näher erläutert. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 2 und 3
- Details der Vorrichtung nach Figur 1,
- Fig. 4
- die in einer Auffangwanne positionierte Vorrichtung nach Figur 1,
- Fig. 5
- die Auffangwanne mit einem Teil der Vorrichtung nach Figur 1,
- Fig. 6
- die Vorrichtung nach Figur 1 mit einem aufgesetzten Reinigungsset,
- Fig. 7
- ein Detail einer modifizierten Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen,
- Fig. 8
- eine zum Aufsetzen auf eine Komponente, nämlich ein Untergestell, der Vorrichtung
nach Figur 1 geeignete Haube,
- Fig. 9
- eine weitere Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 10
- ein Detail der Vorrichtung nach Figur 9,
- Fig. 11
- die Vorrichtung nach Figur 9 in zusammengesetztem Zustand,
- Fig. 12
- einen Teil der Vorrichtung nach Figur 9 mit aufgesetzter Haube,
- Fig. 13
- eine zur Verwendung zusammen mit der Vorrichtung nach Figur 9 vorgesehene Bürstenanordnung.
[0026] Die folgenden Erläuterungen beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf sämtliche
Ausführungsbeispiele. Einander prinzipiell entsprechende Teile sind in allen Figuren
mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0027] Eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnete Vorrichtung zur Haltung von
Trinkhalmen 2, im vorliegenden Fall aus Glas, ist aus einem Untergestell 3 und einem
Deckelelement 4 zusammengesetzt, wobei das Untergestell 3 ebenso wie das Deckelelement
4 aus Kunststoff, nämlich aus Spritzgussteilen, gefertigt ist. Zur Verbindung des
Untergestells 3 mit dem Deckelelement 4 sind rastende Verbindungsmittel 5 vorgesehen,
wobei Rastelement mit 6 bezeichnet sind. Im Fall von Fig. 1 handelt es sich bei dem
Rastelement 6 um ein klappbares, am Deckelelement 4 gelagertes Element. Im Fall von
Fig. 9 sind mehrere Rastelemente 6 jeweils einstückig mit dem Deckelelement 4 beziehungsweise
mit dem Untergestell 2 verbunden und zum Einrasten in eine Gegenkontur 38 vorgesehen.
[0028] Das Untergestell 3 umfasst sowohl im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 als auch im
Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 ein unteres Haltegitter 7. Entsprechend der Gesamtform
der Halterungsvorrichtung 1 weist das Haltegitter 7 im Fall von Fig. 1 eine quadratische
und im Fall von Fig. 9 eine kreisrunde Grundform auf.
[0029] In der Bauform nach Fig. 1 ist dem Untergestell 3 ein mittleres Haltegitter 8 zuzurechnen,
wobei die Haltegitter 7, 8 durch untere Seitenteile 9 miteinander verbunden sind.
Anstelle mehrerer Seitenteile 9 ist in der Bauform nach Fig. 2 lediglich ein einziges
unteres Seitenteil 9 vorhanden, welches die Grundform eines Rohres mit kreisrundem
Querschnitt hat. Das mittlere Haltegitter 8 liegt im Fall von Fig. 9 in Form eines
scheibenförmigen Mittelteils vor, wobei die Gegenkonturen 38 Konturen des Mittelteils
8 sind.
[0030] Bei der Haltevorrichtung 1 nach Fig. 1 weist das Deckelelement 4 im Unterschied zum
Untergestell 3 lediglich ein einziges, oberes Haltegitter 10 auf. Das obere Haltegitter
10 ist mit oberen Seitenteilen 11 verbunden, an deren unteren Kanten ein Verbindungsrahmen
12 angeordnet ist, welcher zum Aufsetzen auf das mittlere Haltegitter 8 vorgesehen
ist. Entsprechend dem insgesamt zylindrischen unteren Seitenteil 9 beschreibt bei
der Haltevorrichtung 1 nach Fig. 9 auch das obere Seitenteil 11 eine Ringform. Der
Verbindungsrahmen 12 stellt in diesem Fall einen stirnseitigen Abschluss dieses Rings
dar.
[0031] Durch die einzelnen Haltegitter 7, 8, 10 sind untere Aufnahmen 13, mittlere Aufnahmen
14 und obere Aufnahmen 15 gebildet, die miteinander fluchten und der Halterung der
Trinkhalme 2 in definierter Position dienen. Sämtliche Aufnahmen 13, 14, 15 weisen
eine ringförmige Grundform auf, wobei die Ringform an ihrer Innenseite segmentiert
ist. Durch diese Segmentierungen sind freie Strömungsquerschnitte 16 am unteren Haltegitter
7 und am oberen Haltegitter 10 sowie freie Strömungsquerschnitte 17 am mittleren Haltegitter
8 gebildet. In Umfangsrichtung zwischen den freien Strömungsquerschnitten 16, 17 befinden
sich Anlagebereiche 35 für die Trinkhalme 2. Entsprechend einer 90°-Aufteilung der
Aufnahmen 13, 14, 15 weist im Fall von Fig. 1 jede Aufnahme 13, 14, 15 genau vier
Anlagebereiche 35 und ebenso viele freie Strömungsquerschnitte 16, 17 auf. Im Unterschied
hierzu ist gemäß Fig. 9 eine 120°-Aufteilung gegeben, was gleichbedeutend mit drei
Anlagebereichen 35 für einen Trinkhalm 2 je Aufnahme 13, 14, 15 ist.
[0032] Die freien Strömungsquerschnitte 17 der mittleren Aufnahmen 14 sind in Umfangsrichtung
dieser Aufnahmen 14 ausgedehnter als die freien Strömungsquerschnitte 16 des unteren
Haltegitters 7 sowie des oberen Haltegitters 10. Damit sind die Trinkhalme 2 durch
die mittleren Aufnahmen 14 im Vergleich zu den Aufnahmen 13, 15 lediglich an relativ
schmalen Bereichen ihres Umfangs abgestützt. Im Fall des unteren Haltegitters 7 und
des oberen Haltegitters 10 weisen die Aufnahmen 13, 15 auf ihren beiden Stirnseiten
eine ausgeprägte Trichterform auf. Dank dieser Trichterform wird beim Reinigen in
der Spülmaschine besonders viel Flüssigkeit durch die Trinkhalme 2 durchgeleitet.
Die Zuleitung von Flüssigkeit an die Außenoberflächen der Trinkhalme 2 erfolgt - abgesehen
von den freien Strömungsquerschnitten 16, 17 - über freie Querschnittsbereiche 18
eines jeden Haltegitters 7, 8, 10. In den Ausführungsbeispielen ist die Halterungsvorrichtung
1 zur Aufnahme von insgesamt 27 Trinkhalmen 2 vorgesehen.
[0033] Mehrere Haltevorrichtungen 1 der in Fig. 1 dargestellten Art oder mehrere Haltevorrichtungen
1 der in Fig. 9 dargestellten Art können übereinandergestapelt werden. Im Fall von
Fig. 9 sind sowohl am Rand des unteren Haltegitters 7 als auch am Rand des oberen
Haltegitters 10 Anschlusskonturen 32 mit Vorsprüngen 32 und Rücksprüngen 33 ausgebildet,
so dass ein formschlüssiges Ineinandergreifen eines Untergestells 3 einer ersten Halterungsvorrichtung
1 und eines Deckelelementes 4 einer zweiten Halterungsvorrichtung 1 möglich ist. Die
Form des gesamten Deckelelementes 4 entspricht im Fall von Fig. 9 exakt der Form des
Untergestells 3.
[0034] In den Figuren 4 und 5 ist zusätzlich eine Wanne 19 zu sehen, in die das Untergestell
3 gestellt ist. Im Unterschied zum Untergestell 3 weist die Wanne 19 geschlossene
Wände 20 auf. Was die Seitenteile 9, 11 der Elemente 3, 4 der Halterungsvorrichtung
1 betrifft, ist eine nahezu ungehinderte Durchlässigkeit für Flüssigkeit gegeben.
Der mit 21 bezeichnet freie Querschnittsbereich eines jeden Seitenteils 9, 11 entspricht
mehr als 80 % der gesamten Querschnittsfläche des Seitenteils 9, 11. Dies gilt auch
für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 9.
[0035] Die Anordnung nach Figur 6 ist insgesamt als Reinigungsset 22 bezeichnet. Das Reinigungsset
22 umfasst zusätzlich zur Halterungsvorrichtung 1 eine Bürstenanordnung 23, die zur
Nutzung in Kombination mit der Halterungsvorrichtung 1 vorgesehen ist. Insgesamt 27
Einzelbürsten 24 der Bürstenanordnung 23 sind mit einem Griffteil 25 verbunden, welches
die Grundform eines Haltegitters 7, 8, 10 aufweist. Die an die Haltevorrichtung 1
nach Fig. 9 angepasste Bürstenanordnung 23 nach Fig. 13 weist 37 Einzelbürsten 24
auf.
[0036] Zum leichteren Einführen der Einzelbürsten 24 in die Trinkhalme 2 ist in der Anordnung
nach Figur 6 eine Einführhilfe 26 auf das obere Haltegitter 10 aufgesetzt. Eine solche
Einführhilfe 26 ist auch bei der Anordnung nach Fig. 13 gegeben, wobei am unteren
Rand der Einführhilfe 26 in diesem Fall eine Anschlusskontur 36 ausgebildet ist, die
an die Form der Anschlusskontur 32 des Deckelelementes 4 angepasst ist. Zur präzisen
Führung der einzelnen, separat austauschbaren Einzelbürsten 24 befinden sich in der
Einführhilfe 26 Durchgangsbohrungen 37. Die Einzelbürsten 24 sowohl im Fall von fig.
6 als auch im Fall von fig. 13 derart bemessen, dass sie auch bei aufgesetzter Einführhilfe
26 auf der Unterseite der Halterungsvorrichtung 1 aus den Trinkhalmen 2 herausragen
können.
[0037] Das Herausragen einer Einzelbürste 24 aus einem Trinkhalm 2 ist auch in Figur 7 veranschaulicht.
In diesem Fall sind an das untere Haltegitter 7 Stützfüße 27 angeformt, welche dafür
sorgen, dass die unteren Aufnahmen 13 stets von einer Unterlage beabstandet bleiben.
Dies gilt auch bei Anordnung der Halterungsvorrichtung 1 in der Wanne 19.
[0038] Die Figur 8 zeigt eine Zusatzkomponente der Vorrichtung 1, nämlich eine Haube 28,
welche zum Überstülpen über das Untergestell 3 bei abgenommenem Deckelelement 4 geeignet
ist. Die Haube 28 weist eine quaderförmige Gestalt mit Seitenplatten 31, welche im
Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 reliefartig strukturiert sind, und einer Deckplatte
29 auf. In der Deckplatte 29 befindet sich eine der Anzahl an mittleren Aufnahmen
14 entsprechende Anzahl an Öffnungen 30, die jeweils das Einstecken eines Trinkhalms
2 ermöglichen. Abgesehen von den Öffnungen 30 wirkt die Haube 28 damit optisch - anders
als das vielfach durchbrochene Untergestell 3 - annähernd wie ein geschlossener Kubus.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen
- 2
- Trinkhalm
- 3
- Untergestell
- 4
- Deckelelement
- 5
- Verbindungsmittel
- 6
- Rastelement
- 7
- unteres Haltegitter
- 8
- mittleres Haltegitter, Mittelteil
- 9
- unteres Seitenteil
- 10
- oberes Haltegitter
- 11
- oberes Seitenteil
- 12
- Verbindungsrahmen
- 13
- untere Aufnahme
- 14
- mittlere Aufnahme
- 15
- obere Aufnahme
- 16
- freier Strömungsquerschnitt am unteren sowie am oberen Haltegitter
- 17
- freier Strömungsquerschnitt am mittleren Haltegitter
- 18
- freier Querschnittsbereich eines jeden Haltegitters
- 19
- Wanne
- 20
- Wand
- 21
- freier Querschnittsbereich eines jeden Seitenteils
- 22
- Reinigungsset
- 23
- Bürstenanordnung
- 24
- Einzelbürste
- 25
- Griffteil
- 26
- Einführhilfe
- 27
- Stützfuß
- 28
- Haube
- 29
- Deckplatte
- 30
- Öffnung
- 31
- Seitenplatte
- 32
- Anschlusskontur
- 33
- Vorsprung
- 34
- Rücksprung
- 35
- Anlagebereich
- 36
- Anschlusskontur an der Einführhilfe
- 37
- Durchgangsbohrung
- 38
- Gegenkontur
1. Vorrichtung zur Halterung von Trinkhalmen (2), aufgebaut aus einem Untergestell (3)
und einem mit diesem zumindest indirekt verbundenen Deckelelement (4), wobei
- das Untergestell (3) ein unteres Haltegitter (7) mit einer Vielzahl an jeweils zur
Halterung eines Trinkhalmes (2) vorgesehenen unteren Aufnahmen (13) aufweist,
- das Deckelelement (4) ein oberes Haltegitter (10) mit entsprechend der Anordnung
der unteren Aufnahmen (13) positionierten, spiegelsymmetrisch zu diesen ausgebildeten
oberen Aufnahmen (15) aufweist,
- ein mittleres Haltegitter (8) mit einer Vielzahl mit den unteren Aufnahmen (13)
sowie den oberen Aufnahmen (15) fluchtender mittleren Aufnahmen (14) vorhanden ist,
- an das untere Haltegitter (7) sowie an das obere Haltegitter (10) Seitenteile (9,
11) anschließen, welche zumindest teilweise in Form eines zur Verbindung mit dem mittleren
Haltegitter (8) vorgesehenen Verbindungsrahmens (12) abschließen,
- Verbindungsmittel (5) zur lösbaren Befestigung des mindestens einen Verbindungsrahmens
(12) auf dem mittleren Haltegitter (8) vorhanden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die unteren Aufnahmen (13) als auch die oberen Aufnahmen (15) trichterförmig
gestaltet sind, wobei Trichterwandungen der oberen Aufnahmen (15) sowie der unteren
Aufnahmen (13) segmentiert sind, so dass durch die genannten Aufnahmen (13, 15) mehrere
freie Strömungsquerschnitte (16) an der Außenumfangsfläche eines jeden Trinkhalms
(2) gebildet sind, und wobei darüber hinaus jede mittlere Aufnahme (14) als zumindest
innenseitig segmentierter Ring ausgebildet ist, so dass durch die mittlere Aufnahme
(14) mehrere freie Strömungsquerschnitte (17) an der Außenumfangsfläche eines jeden
Trinkhalms (2) gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Querschnittsbereich (18) eines jeden Haltegitters (7, 8, 10) mindestens
55 % der gesamten Querschnittsfläche des Haltegitters (7, 8, 10) entspricht.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Querschnittsbereich (18) eines Seitenteils (9, 11) mindestens 75 % der
gesamten Querschnittsfläche des Seitenteils (9, 11) entspricht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltegitter (7, 8, 10) eine quadratische Grundform aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltegitter (7, 8, 10) eine kreisrunde Grundform aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass deren Gesamthöhe die Länge der aufzunehmenden Trinkhalme (2) übertrifft, wobei die
Haltegitter (7, 8, 10) zur Halterung von mindestens sechs Trinkhalmen (2) vorgesehen
sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Haltegitter (8) mit genau einem der Teile Untergestell (3) und Deckelelement
(4) unlösbar verbunden ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Haltegitter (8) als sowohl vom Untergestell (3) als auch vom Deckelelement
(4) per Rastverbindung (5) lösbares separates Mittelteil ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Untergestell (3) und das Deckelelement (4) identisch geformt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch an das Untergestell (3) sowie an das Deckelelement (4) jeweils einstückig angeformte
Rastelemente (5), welche zur Zusammenwirkung mit am Rand des mittleren Haltegitters
(8) in Längsrichtung des Randes gegeneinander versetzt angeordneten Gegenkonturen
(38) vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese einschließlich der Verbindungsmittel (5) aus Kunststoff gefertigt ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine zum Aufsetzen auf das Untergestell (3) vorgesehene Haube (28), welche eine Deckplatte
(29) mit Öffnungen (30) zum Einstecken der Trinkhalme (2) in das Untergestell (3)
aufweist.
14. Reinigungsset zum Reinigen von Trinkhalmen (2), umfassend eine Halterungsvorrichtung
(1) nach Anspruch 1 und eine Bürstenanordnung (23), welche eine der Anzahl der in
die Halterungsvorrichtung (1) einsteckbaren Trinkhalme (2) entsprechende Anzahl an
austauschbaren Einzelbürsten (24) aufweist, deren Anordnung auf die Anordnung der
Trinkhalme (2) in der Halterungsvorrichtung (1) abgestimmt ist.
15. Reinigungsset nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenanordnung (23) ein die Einzelbürsten (24) miteinander verbindendes Griffteil
(25) und eine auf das obere Haltegitter (10) per Formschluss verdrehgesichert aufsetzbare
Einführhilfe (26) umfasst.