[0001] Die Erfindung betrifft einen Anschlussstift, insbesondere einen Metallstift, bevorzugt
für eine Durchführung, insbesondere eine Metall-Fixiermaterial-Durchführung, bevorzugt
für Einrichtungen, die hohen Drücken ausgesetzt sind, bevorzugt Anzünder von Airbags
oder Gurtspannern, eine Durchführung mit einem derartigen Anschlussstift sowie ein
Verfahren zur Herstellung eines derartigen Anschlussstiftes.
[0002] Anschlussstifte für Durchführungen, insbesondere Metall-Fixiermaterial-Durchführungen
sind in verschiedenen Ausführungen aus dem Stand der Technik , z.B.
AT 513 238 B1, vorbekannt.
[0003] Unter Metall-Fixiermaterial-Durchführungen versteht man vakuumdichte Verschmelzungen
von Fixiermaterialien, insbesondere aus Gläsern, Glaskeramiken oder Kunststoffen in
Metallen. Die Metalle fungieren dabei als elektrische Leiter. Stellvertretend wird
dabei auf die
US-A-5,345,872,
US-A-3,274,937 verwiesen. Derartige Durchführungen sind in der Elektronik und in der Elektrotechnik
weit verbreitet. Das zum Einschmelzen verwendete Material, insbesondere Glas, dient
hierbei als Isolator. Typische Metall-Fixiermaterial-Durchführungen sind derart aufgebaut,
dass metallische Innenleiter in ein vorgeformtes Sinterglasteil eingeschmolzen werden,
wobei das Sinterglasteil oder das Glasrohr in ein äußeres Metallteil mit dem sogenannten
Grundkörper, der aus einem ring- oder plattenförmigen Element gebildet wird, eingeschmolzen
wird. Als bevorzugte Anwendungen derartiger Metall-Fixiermaterial-Durchführungen gelten
beispielsweise Zündeinrichtungen. Diese werden unter anderem für Airbags oder Gurtspanner
bei Kraftfahrzeugen verwendet. In diesem Fall sind die Metall-Fixiermaterial-Durchführungen
Bestandteil einer Zündeinrichtung. Die gesamte Zündeinrichtung umfasst außer der Metall-Fixiermaterial-Durchführung
eine Zündbrücke, den Sprengstoff sowie eine Metallabdeckung, die den Zündmechanismus
dicht umschließt. Durch die Durchführung können entweder ein oder zwei oder mehr als
zwei Anschlussstifte, insbesondere metallische Stifte, hindurchgeführt werden. Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform mit einem metallischen Stift liegt das
Gehäuse auf Masse, bei einer bevorzugten zweipoligen Ausführung auf einer der Stifte.
[0004] Aus der
US 2006/0222881 A1, der
US 2004/0216631, der
EP-A-1 455 160, der
US 2007/0187934 A1 sowie der
US-A-1 813 906 sind Metall-Fixiermaterial-Durchführungen insbesondere für Anzünder von Airbags oder
Gurtspannern bekannt geworden, die sich dadurch auszeichnen, dass die Durchgangsöffnung
für die Anschlussstifte, insbesondere die Metallstifte aus dem Grundkörper ausgestanzt
ist. Bei der Herstellung der Grundkörper werden gemäß der
US 2007/0187934 A1 aus einem Bandmaterial mit einer Dicke im Bereich zwischen 1 mm und 5 mm, bevorzugt
1,5 mm und 3,5 mm, insbesondere zwischen 1,8 mm bis 3,0 mm, ganz besonders bevorzugt
zwischen 2,0 mm bis 2,6 mm, die Öffnungen durch die gesamte Dicke des Grundkörpers
mittels des Stanzprozesses hindurchgetrieben.
[0005] Der Anschlussstift, insbesondere der Metallstift im Fixiermaterial wird über die
gesamte Dicke des Grundkörpers, der im oben genannten Bereich liegt in die in den
Grundkörper eingestanzte Eingangsöffnung eingelassen bzw. eingeglast.
[0006] Des Weiteren ist die Durchgangsöffnung bei den Durchführungen mit mehr als einem
Stift gemäß der
US 2007/0187934 A1 außermittig angeordnet.
[0007] Das Ausstanzen aus einem Blechmaterial gemäß der
US 2007/0187934 A1 hat eine Vielzahl von Nachteilen. Ein Nachteil besteht darin, dass bei einem Stanzen
aus einem Bandmaterial, beispielsweise einem Blech des Grundkörpers, ein großer Anteil
an Materialabfall entsteht.
[0008] Aus der
DE 10 2006 056077 A1 ist eine Zündvorrichtung für eine pyrotechnische Schutzvorrichtung bekannt geworden,
die eine Ummantelung zur Lagefixierung der Stromdurchführung des Metallstiftes aufweist
und Mittel zur Vermeidung einer Relativbewegung zwischen Ummantelung und Metallstift.
Wie im Falle der
US 2007/0187934A1 wird auch bei der
DE 10 2006 056 077 A1 der Grundkörper aus einem Blech, beispielsweise einem Bandmaterial ausgestanzt, was
einen großen Materialabfall zur Folge hat. Des Weiteren waren wie in der
US 2007/0187934A1 die Durchgangsöffnungen außeraxial angeordnet.
[0009] Die
EP 1 491 848 A1 zeigt eine Stromdurchführung mit einer mittig angeordneten Durchgangsöffnung für
einen stiftförmigen Leiter. Die Durchgangsöffnung ist in ihrer Herstellweise nicht
beschrieben und erstreckt sich über die gesamte Dicke des Grundkörpers.
[0010] Aus der
US 8,978,557 B2 ist ein ringförmiges, plattenförmiges Element für einen Gurtspanner und/oder Airbag-Zünder
bekannt geworden mit einem Freistellungsbereich, bei dem die Durchgangsöffnung durch
Stanzen eingebracht wird. Das Durchführungsbauteil mit dem ringförmigen, plattenförmigen
Element umfasst zwei Metallstifte, wobei in der
US 8,978,557 B2 keine Angaben darüber gemacht sind, wie die Metallstifte hergestellt werden.
[0011] Die
DE 10 2017 123 278 A1 zeigt einen Grundkörper für Durchführungselemente umfassend einen metallischen Grundkörper,
zumindest eine Durchgangsöffnung zur Aufnahme eines Funktionselements in einem insbesondere
elektrisch isolierenden Fixiermaterial und zumindest einen Leiter, der elektrisch
leitfähig mit dem Grundkörper durch eine Lotverbindung verbunden ist. Die Lotverbindung
umfasst ein metallisches Lotmaterial, wobei das metallische Lotmaterial einen Oberflächenbereich
des Grundkörpers bedeckt und so einen Lotbereich auf einer Oberfläche des Grundkörpers
bildet. Der Grundkörper weist zumindest im Lotbereich eine Mikrostrukturierung auf,
die zumindest Vertiefungen in der Oberfläche des Grundkörpers umfasst.
[0012] Die
DE 10 2012 009 765 A1 zeigt einen Anzünder für einen Gasgenerator eines Fahrzeugsicherheitssystems mit
wenigstens zwei Kontaktpins bzw. Anschlussstiften, die durch eine elektrisch isolierende
Masse räumlich voneinander getrennt sind, wobei jeder Kontaktpin mit einer chlorfreien
Goldbeschichtung versehen ist. Die Goldschicht kann in einem galvanischen Prozess
aufgebracht werden, wobei Chlorfänger in eine bei einem vorgelagerten Reinigungsschritt
verwendete Reinigungslösung eingebracht werden.
[0014] Insbesondere bei Metall-Fixiermaterial-Durchführungen mit zwei Anschlussstiften,
insbesondere Metallstiften und außermittig angeordneter Durchgangsöffnung führt die
außermittige Durchgangsöffnung zu einer Schwächung der Einglasung.
[0015] Im Stand der Technik wurden die Anschlussstifte, insbesondere die Metallstifte für
Durchführungen, insbesondere Glas-Metall-Durchführungen, wenigstens an einem Endabschnitt
mit einer Verrundung, einem sogenannten Radius, versehen. Die Verrundung, insbesondere
die Radien der Anschlussstifte, wurden in der Regel durch Gleitschleifen erzeugt.
Als Gleitschleif-Medium wurde beispielsweise Al
2O
3 oder Siliziumcarbid (SiC) oder andere Schleifmittel aus Gleitschleifsteinen eingesetzt.
Nachteilig an einer derartigen Methode der Verrundung mit Gleitschleifmitteln war,
dass sich kleine Partikel des Gleitschleifmediums in die Stiftoberfläche eingebracht
haben. Diese Partikel, die sich in der Oberfläche nach der Bearbeitung abgesetzt haben,
führten dann dazu, dass bei einer Oberflächenbeschichtung, beispielsweise einer Vernickelung,
in der Beschichtung selbst Fehlstellen auftraten. Diese Fehlstellen waren dann wiederrum
Ausgangspunkt für Korrosion, die sich bis in den Bereich des Sockels der Durchführung,
z. B. im Falle von Metall-Fixiermaterial-Durchführungen, ausbreiteten. Zudem konnte
eine vorgegebene Verrundung nicht sicher realisiert werden.
[0016] Aufgabe der Erfindung ist es somit, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden
und einen Anschlussstift, insbesondere einen metallischen Anschlussstift für Durchführungen,
insbesondere Metall-Fixiermaterial-Durchführungen, anzugeben, der diese Nachteile
vermeidet.
[0017] Erfindungsgemäß wird dies durch einen Anschlussstift, insbesondere Metallstift, für
Durchführungen, insbesondere Glas-Metall-Durchführungen, nach Anspruch 1 erreicht.
[0018] Die Vermeidung von Gleitschleifpartikeln stellt sicher, dass Fehlstellen in der Oberfläche
des Anschlussstiftes unterdrückt und/oder vermieden werden. Der Vorteil von Oberflächen
ohne bzw. weitgehend frei von Fehlstellen ist, dass keine Fehlstellen in Beschichtungen,
beispielsweise auf den Stift aufgebrachte Nickel- und/oder Goldbeschichtungen, auftreten.
Ist die Oberfläche weitgehend frei von Fehlstellen, so kann leichter eine geschlossene
Oberflächenbeschichtung erfolgen.
[0019] Ein Fachmann würde von der Verrundung mit Hilfe von spanendem und/oder spanlosen
Verfahren ohne Einsatz von Gleitschleifmitteln abgehalten, weil derartige Verfahren
gegenüber dem Abtrag bzw. dem Verrunden mit Gleitschleifmitteln zu aufwendig und zeitintensiv
gewesen sind.
[0020] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Radius R der Verrundung und/oder des Verrundungsabschnitts
im Bereich 0,45·D bis 0,55:D, bevorzugt ungefähr beim halben Durchmesser D des zylindrischen
Bereiches liegt. Dann wird ein besonders guter Kontakt und ein niedriger Kontaktwiderstand
erreicht.
[0021] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Endfläche einen Durchmesser F von weniger als
0,3 mm aufweist, zylindrischen Teils von 1,0 mm ± 0,1 mm.
[0022] In einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die spanlosen Verfahren,
insbesondere Umformverfahren, beispielsweise ein Stauchen, ein Rollen, ein Prägen,
ein Pressen, ein Hämmern oder aber auch Drücken umfassen. Bei den spanenden Verfahren
sind Drehen, Fräsen oder Schleifen mögliche Verfahren.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Anschlussstift eine Stiftoberfläche
auf. Nach dem Einbringen der Verrundung mit einem span- und/oder spanlosen Verfahren
wird die Stiftoberfläche, die frei oder weitgehend frei von Verunreinigungen, insbesondere
Al
2O
3, SiC ist, mit einer Beschichtung, insbesondere einer Nickelbeschichtung, versehen.
Unter frei oder weitgehend frei von Verunreinigungen wird in vorliegender Anmeldung
verstanden, dass auf weniger als 2 %, bevorzugt weniger als 1,5%, insbesondere weniger
als 1 %, bevorzugt weniger als 0,5%, ganz bevorzugt weniger als 0,1% der gesamten
Stiftoberfläche Kontamination, insbesondere mit einem keramischen Material wie Al
2O
3, SiC vorliegen, die zu Fehlstellen in der Beschichtung führen können. Auf Grund der
erfindungsgemäß fehlenden Kontamination, insbesondere mit Gleitschleifpartikeln, die
sich in den Stift einbringen können, ist die auf die Stiftoberfläche aufgebrachte
Beschichtung frei oder weitgehend frei von Fehlstellen. Korrespondierend zu den Verunreinigungen
bedeutet das, dass weniger als 2 %, insbesondere weniger als 1,5% , bevorzugt weniger
als 1 %, insbesondere bevorzugt weniger als 0,5 % ganz bevorzugt weniger als 0,1%
der gesamten Stiftoberfläche Fehlstellen aufweisen.
[0024] Gleitschleifsteine die im Stand der Technik bei Bearbeitung von Stiftoberflächen
eingesetzt werden hatten einen Gehalt von 45-65% Aluminiumoxid und 25-45% Siliziumoxid,
was zu Al
2O
3 - Verunreinigungen von 3,2% bis 6,5% der gesamten Stiftoberfläche führte. Im erfindungsgemäßen
Fall, dass eine Bearbeitung der Oberfläche und damit das Einbringen der Verrundung
ohne Gleitschleifpartikel nur durch ein spanendes oder spanloses Verfahren erfolgt,
liegt die Kontamination der gesamten Stiftoberfläche bei weniger als 2%, ganz bevorzugt
bei weniger als 1,5%, insbesondere weniger als 1%, bevorzugt weniger als 0,5%, ganz
bevorzugt weniger als 0,1%.
[0025] Die weitgehende Freiheit von Fehlstellen ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn
die Schichtdicken der auf den Metallstift aufgebrachten Beschichtungen gering ist.
Die Schichtdicken der auf den Metallstift aufgebrachten Beschichtung liegen zwischen
0,1 µm bis 10 µm. Besonders bevorzugt ist es, wenn die Schichtdicke der auf den Metallstift
aufgebrachten Ni-Schicht im Bereich 2 bis 8 µm, bevorzugt 4 bis 6 µm, liegt. Die Schichtdicken
der Goldschicht liegen bevorzugt im Bereich 0,5 bis 5 µm, bevorzugt 0,8 bis 1,5 µm.
Als Gesamtdicke der Beschichtung aus Ni- und Au-Schicht ergeben sich bevorzugt Werte
zwischen 4,5 µm bis 7,5 µm. Bei derartig dünnen Beschichtungen ist eine weitgehend
von Fehlstellen freie Oberfläche, wie sie die Erfindung zur Verfügung stellt, essentiell
für eine Beschichtung, in der Fehlstellen unterdrückt werden.
[0026] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Verrundung und/oder der Verrundungsabschnitt
mit dem Radius R, der mit Hilfe des span- oder eines spanlosen Verfahrens in den Endabschnitt
eingebracht werden soll, insbesondere durch eine Spezifikation vorgegeben ist. Üblicherweise
werden die beschriebenen Anschlussstifte in Steckersysteme eingeführt. Um eine möglichst
geringen Übergangswiderstand, insbesondere in einem Steckersystem, zur Verfügung zu
stellen und einen sicheren Kontakt zu gewährleisten, ist es ganz besonders bevorzugt,
wenn die Spezifikation so ist, dass der Radius R einer Halbkugel bzw. einem halbkugelförmigen
Körper im Endbereich des Anschlussstiftes entspricht.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Endbereich des Anschlusstiftes
einen Planarbereich mit einer Breite auf, der sich insbesondere in der Mitte der Stiftachse
befindet, an den sich der Verrundungsabschnitt mit dem Radius R anschließt. Der Planarbereich
ist im Wesentlichen durch einen Durchmesser F seiner Endfläche charakterisiert.
[0028] Bevorzugt entspricht R in etwa dem halben Durchmesser D des zylindrischen Anschlussstiftes.
Besonders bevorzugt ist es, wenn der Radius R im Bereich 0,4·D ≤ R ≤ 0,65·D insbesondere
im Bereich 0,45·D ≤ R ≤ 0,55·D liegt. Insbesondere bevorzugt wird ein Anschlussstift
so ausgestaltet, dass bei einem Stift mit 1 mm Durchmesser der verrundete Abschnitt
des Endbereiches nach 0,65 mm, in den zylindrischen Abschnitt mit Durchmesser D mündet.
Im Gegensatz hierzu wird bei einem mit Gleitschleifpartikeln verrundeten Anschlußstift
bzw. Pin mit einem Durchmesser von 1 mm erst nach mehr als 0,7 mm der zylindrische
Teil mit dem vorgegebenen Durchmesser D erreicht. Der Vorteil der Verrundung bzw.
des Einbringen des Radius mit einem span- oder spanlosen Verfahren gemäß der Erfindung
ist, dass die Radien nach einer vorgegebenen Spezifikation hergestellt werden können,
welche einen verkürzten Übergangsbereich zum zylindrischen Bereich des Anschlusstifts
ermöglichen. Dies ist möglich, da durch das span- bzw. spanlose Verfahren der Radius
eingestellt werden kann, was gemäß dem Stand der Technik nicht möglich gewesen ist,
da durch Gleitschleifen die Form der Verrundung, insbesondere der Radius, nicht beeinflusst
werden kann. So zeigt das Profil eines glattgeschliffenen Stiftes immer einen tonnenförmigen
Verlauf, d.h. der Übergang vom Radius auf den zylindrischen Stift hat einen längeren
Verlauf, der über den Radius hinausgeht. Das kann Nachteile für die Kontaktierungszuverlässigkeit
des Anschlusstifts haben, insbesondere, wenn dieser in ein Steckersystem geschoben
wird.
[0029] Die Form des Anschlussstiftes ist eine zylindrische Form mit einem Durchmesser D
von beispielsweise 1 mm. Am Ende des Anschlussstiftes mit der zylindrischen Form geht
dieser in einen verrundeten Bereich, im Idealfall eine halbkugelförmige Kappe mit
einem Radius R über. Idealerweise entspricht dieser Radius R dem halben Durchmesser
des zylindrischen Bereiches, bzw. liegt im Bereich 0,4·D ≤ R ≤ 0,65·D, was erfindungsgemäß
nur mit einem spanenden bzw. spanlosen Verfahren, z.B. durch Verformen erreicht werden
kann. Die Radien können bei einem spanenden bzw. spanlosen Verfahren gemäß Spezifikation
vorgegeben werden, was bei einer Verrundung mit Gleitschleifpartikel nicht möglich
ist.
[0030] Auf Grund der nicht in die Oberfläche des Anschlussstiftes einmassierten Gleitschleifpartikeln
ist es möglich, nach der Herstellung des Radius eine geschlossene Oberflächenbeschichtung
herzustellen, die weitgehend frei von Fehlstellen ist und daher die Korrosionsgefahr
an oberflächenbeschichteten Stiften erheblich vermindert wird.
[0031] Neben dem erfindungsgemäßen Anschlussstift, insbesondere in Form eines Metallstiftes,
stellt die Erfindung auch eine Durchführung, insbesondere eine Metall-Fixiermaterial-Durchführung,
nach Anspruch 11 Verfügung. Bevorzugt ist es so, dass die Durchführung eine Öffnung
aufweist, durch die der Anschlussstift in einem Glas- oder Glaskeramikmaterial hindurch
geführt wird.
[0032] Neben dem Anschlussstift und der Durchführung gibt die Erfindung auch ein Verfahren
nach Anspruch 13 an.
[0033] Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen näher dargestellt werden ohne
Beschränkung hierauf.
[0034] Es zeigen:
- Fig. 1:
- einen erfindungsgemäßen Anschlussstift
- Fig. 2:
- den Endabschnitt eines erfindungsgemäßen Anschlussstiftes mit Verrundung
- Fig. 3:
- eine beispielhafte Durchführung mit einem Anschlussstift
- Fig. 4a-4b:
- Darstellung eines Anschlussstiftes gemäß Spezifikation (Figur 4a) und hergestellt
mit Gleitschleifpartikeln (Figur 4b).
[0035] Figur 1 zeigt beispielhaft einen Anschlussstift gemäß der Erfindung. Der Anschlussstift
1 umfasst in der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform drei Bereiche. Einen ersten,
im wesentlichen geraden Bereich, der mit Bezugsziffer 3 belegt ist. Einen gebogenen
Bereich, der mit Bezugsziffer 5 belegt sowie einen Endbereich bzw. Endabschnitt, der
mit Bezugsziffer 7 belegt ist. Die Endabschnitte 10.1, 10.2 des Stiftes 1 sind erfindungsgemäß
verrundet und zwar mit Hilfe eines spanlosen und/oder spanenden Verfahrens, wobei
der Radius R der Verrundung vorgegeben ist. Der Radius R kann beispielsweise 0,5 mm
sein, der Durchmesser D des Anschlussstiftes 1 mm. Mit Hilfe des spanenden und/oder
spanlosen Verfahrens ist es dann möglich, den vorgegebenen Radius der bevorzugt die
Hälfte des Durchmessers des zylindrischen Teiles des Anschlussstiftes ist, einzustellen.
Die Anschlussstifte werden durch Abschneiden aus einem Drahtabschnitt erhalten. Der
nicht gerade, d. h. gebogene Abschnitt 5 des Stiftes ist um 45° gegenüber dem geraden
Bereich 3 und dem Endabschnitt 7 geneigt. Der Durchmesser D des Stiftes beträgt z.B.
zwischen 0,5 bis 2,5 mm. Auch Stifte mit kleinerem Durchmesser als 0,5 mm sind möglich.
[0036] In Figur 2 dargestellt ist der Endabschnitt mit Verrundung. Die Verrundung bzw. der
Verrundungsabschnitt, der im Idealfall kegelförmig ist, aber nicht sein muss, umfasst
einen Radius R . Der Radius liegt im Bereich 0,25 mm bis 1,0 mm. Der Verrundungsabschnitt
weist eine Seitenlänge auf, die ebenfalls im Bereich des Radius, d. h. zwischen 0,25
mm und 1,0 mm, liegt. Beispielsweise kann die Höhe der Verrundung bis zum Übergang
in den zylindrischen Bereich 0,5 mm betragen. Der Durchmesser des Stiftes liegt gleichzeitig
dann bei ca. 1,0 mm.
[0037] Nachdem die Verrundung mit Hilfe eines spanlosen und/oder spanenden Verfahrens gemäß
Vorgabe, d. h. Radien, Durchmesser, Höhe des Bereichs, in den wenigstens einen Endabschnitt
mit der vorgegebenen Verrundung eingebracht ist, kann der Anschlussstift mit einer
Beschichtung auf der Stiftoberfläche versehen werden. In der Regel wird als Korrosionsschutz
zunächst eine Nickelschicht auf den Anschlussstift aufgebracht. Anschließend an die
Nickelbeschichtung wird eine Goldschicht aufgebracht. Die Dicke der Nickel- und der
Goldbeschichtung liegt im µm-Bereich, bevorzugt im Bereich 0,1 µm bis 10 µm. Anstelle
einer Goldbeschichtung kann auch eine Beschichtung mit Palladium vorgenommen werden.
Durch die Beschichtung mit Nickel und Gold wird eine kontaktsichere Steckverbindung
mit geringem Übergangswiderstand zur Verfügung gestellt. Da mit dem erfindungsgemäßen
span- und/oder spanlosen Verfahren zum Einbringen des Radius die Stiftoberfläche weitgehend
frei von Verunreinigungen, beispielsweise Gleitschleifmittel, gehalten wird, weist
die auf den Anschlussstift aufgebrachte Beschichtung, beispielsweise aus Nickel, keine
Fehlstellen auf, was dazu führt, dass der Anschlussstift weitgehend korrosionsfrei
bleibt. Unter frei bzw. weitgehend frei von Verunreinigungen wird in dieser Anmeldung
verstanden, dass weniger als 2 %, insbesondere weniger als 1,5 %, bevorzugt weniger
als 1 %, ganz bevorzugt weniger als 0,5 % insbesondere bevorzugt weniger als 0,1 %
der Stiftoberfläche kontaminiert sind, z.B. mit Gleitschleifpartikel. Unerwünschte
Gleitschleifpartikel sind insbesondere Partikel eines keramischen Materials, wie beispielsweise
Al
2O
3 oder SiC. Weniger schädigend in Bezug auf Fehlstellen und damit tolerabel sind Partikel
aus anderen Materialien, wie beispielsweise Eisenpartikel. Dies führt somit zu einem
geringen Kontaktübergangswiderstand. Insbesondere werden durch den Verzicht auf ein
Gleitschleifmittel Fehlstellen vermieden, die wiederum zur Korrosion führen und aufgrund
der Korrosion dazu führen, das der Kontaktwiderstand wächst und schlussendlich eine
Stromleitung mit der Zeit verloren geht.
[0038] In Figur 3 ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen Anschlussstiftes, insbesondere
Metallstiftes, in einer Durchführung dargestellt. Figur 3 zeigt eine Durchführung
100, insbesondere eine Metall-Fixiermaterial-Durchführung für Einrichtungen, die hohen
Drücken ausgesetzt sind.
[0039] Deutlich zu erkennen ist die Durchführung 100 umfassend ein ringförmiges Element
106 mit Öffnung. Des Weiteren gezeigt ist ein Freistellungsbereich 105. Aus dem Restmaterial
des ringförmigen Elementes 106 wird mit der Dicke DR eine Durchgangsöffnung 20 ausgestanzt,
die vorliegend einen konischem Verlauf 200 aufweist. Während in dem gezeigten Ausführungsbeispiel
die Konizität über die gesamte Länge der Durchgangsöffnung eingebracht ist, kann in
einer alternativen Ausführungsform sich die Konizität nur über einen Teil der Länge
der Durchgangsöffnung erstrecken, d.h. die Durchgangsöffnung weist dann zwei Abschnitte
auf, einen konischen und daran anschließend einen nicht konischen. Der konische Abschnitt
kann dann z. B. durch Umformen bzw. Formen hergestellt werden und der nicht konische
durch Stanzen.
[0040] Das ring- oder plattenförmige Element 106 dient als Basis für eine Metall-Fixiermaterial-Durchführung
mit insgesamt zwei Anschlussstiften 50, 52 gemäß der Erfindung. Während der Anschlussstift,
der bevorzugt ein Metallstift 50 ist, in einem Fixiermaterial 60, hier einem Glasmaterial,
das aber auch ein Glaskeramikmaterial oder ein Keramikmaterial sein kann, isoliert
zum ring- oder plattenförmigen Grundkörper 106 von der Vorder- zur Rückseite hindurchgeführt
wird, dient der zweite Anschlussstift, insbesondere Metallstift 52 als Massestift.
Hierzu wird der zweite Metallstift 52 direkt mit dem ring- oder plattenförmigen Körper
106 verbunden. Sowohl der Anschlussstift, insbesondere Metallstift 50 wie der Anschlussstift,
insbesondere Metallstift 52 sind gebogen ausgeführt. Der Bogen beider Metallstifte
ist mit 54 bzw. 56 bezeichnet und deutlich erkennbar.
[0041] Der Anschlussstift, insbesondere Metallstift 50, kann zudem mit Mitteln 62 am Metallstift
50 selbst versehen sein, die in den Glaspfropfen eingreifen und so ein Herausdrücken
des Metallstiftes aus dem Glaspfropfen 60, in der der Metallstift eingeglast ist,
auch bei hohen Drücken verhindert.
[0042] Das Einglasen des Anschlussstifts, insbesondere Metallstiftes 50 in das Fixiermaterial
60 erfolgt durch Einschmelzen. Sobald der Anschlussstift, insbesondere Metallstift
in das Fixiermaterial 60 eingeschmolzen ist, wird der Glaspfropfen zusammen mit dem
Metallstift in die Durchgangsöffnung 20 eingebracht. Anschließend wird der Glaspfropfen
zusammen mit dem ring- oder plattenförmigen Element, d.h. dem Grundkörper, erwärmt,
so dass nach dem Abkühlen das Metall des ring- oder plattenförmigen Elements auf das
Fixiermaterial, hier das Glasmaterial, aufschrumpft, wie schon zuvor bei der Herstellung
des Glaspfropfens, bei dem der Anschlussstift, insbesondere Metallstift in den Glaspfropfen
eingebracht wird. Der als Erde dienende Anschlussstift, insbesondere Metallstift 52
wird mit dem plattenförmigen Element leitend, beispielsweise durch Hartlöten, verbunden.
Die Lotstelle ist mit 70 bezeichnet. Sämtliche verwandten Metallstifte sind an den
Endabschnitten 72 gemäß der Erfindung durch spanende und/oder spanlose Verfahren verrundet.
Hierdurch kommt es zu keinen Verunreinigungen der Oberfläche der Anschlussstifte,
insbesondere Metallstifte, so dass die Anschlussstifte ohne Fehlstellen mit einer
Beschichtung versehen werden können. Die beschichteten Anschlussstifte weisen einen
niedrigen Kontaktwiderstand auf. Da Fehlstellen vermieden werden, ist eine nachfolgende
Beschichtung beispielsweise mit Ni oder Au mit einer geschlossenen Oberfläche weitgehend
frei von Fehlstellen möglich. Die geschlossene Oberfläche wiederrum sorgt dafür, dass
eine Korrosion weitgehend ausgeschlossen werden kann.
[0043] In Fig. 4a und 4b sind nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verrundete Stifte und
mit Hilfe von Gleitschleifpartikeln hergestellt verrundete Stifte dargestellt.
[0044] Figur 4a zeigt einen erfindungsgemäß hergestellten Anschlussstift gemäß einer vorgegebenen
Spezifikation. Der gemäß Figur 4a hergestellte Anschlussstift ist ein Anschlussstift,
bei dem die Kappe 110 mit Kaltumformen hergestellt wurde. Bei der Kappe handelt es
sich um eine Kappe mit einer Endfläche F, deren Oberfläche senkrecht auf der Stiftachse
A steht, und an die sich ein Verrundungsabschnitt mit einem Radius von R = 0,65 mm
anschließt. Der Schnitt des Verrundungsabschnitt entspricht geometrisch einem Kreissegments,
der Durchmesser D des zylindrischen Teils des Stiftes beträgt 1 mm. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel beträgt der Durchmesser der Endfläche F 0,1 mm. Idealerweise wäre
der Radius R identisch zum halben Durchmesser D des zylindrischen Teiles des Stiftes
1, also 0,5 mm. Der Bereich 0,4 ≤ R ≤ 0,65D für den Radius ist aber noch als erfindungsgemäß
anzusehen. Eine andere bevorzuge Ausführungsvorschrift entspricht der Formel

[0045] wobei F der Durchmesser der Endfläche ist. Ist der Durchmesser D des zylindrischen
Bereiches 1 mm und des Durchmessers F 0,1 mm wie in Fig. 4a, so beträgt im dargestellten
Beispiel R damit bevorzugt 0,45 mm. Die Erfindung ermöglicht es besonders vorteilhaft,
dass der Durchmesser der Endfläche F weniger als 0,4 mm betragen kann, insbesondere
weniger als 0,3 mm.
[0046] Während der kaltumgeformte Anschlussstift eine Verrundung des Endabschnittes mit
einem vorgegebenen Radius R und einer Kappe mit kreissegmentförmigen Verrundungsabschnitten
zeigt, wird dies wie in Figur 4b dargestellt bei einem Anschlussstift, bei dem die
Verrundung mittels Gleitschleifpartikeln hergestellt wird, nicht erreicht. Der Verrundungsabschnitt
ist dabei insbesondere hyperbolisch. Wieder ist der Anschlussbereich des Stiftes mit
der Bezugsziffer 1100 bezeichnet. Der zylindrische Teil des Anschlussstiftes weist
einen Durchmesser D = 1 mm auf. Wie in Figur 4b deutlich zu erkennen, ist der Verlauf
des Profiles des Stiftes tonnenförmig, d.h. der Übergang 0 vom Anschlussbereich 1100
auf den zylindrischen Teil beträgt im Gegensatz zu 0,65 mm gemäß Figur 4a bei einem
derart hergestellten Anschlussstift 0,9 mm und ist somit wesentlich länger im Verlauf.
Dies hat zur Folge, dass ein weitaus höherer Übergangswiderstand vorliegt wie im Falle
der Ausgestaltung gemäß Figur 4a. Ebenso zu beobachten ist, dass die Endfläche einen
relativ großen Durchmesser aufweist. Dies hat einen harten Übergang zum Verrundungsabschnitt
zur Folge, auf dem Beschichtungen schlecht haften oder leicht abgeschabt werden.
[0047] Mit der Erfindung wird somit eine gemäß Spezifikation herstellbare Verrundung eines
Anschlussstiftes zur Verfügung gestellt, die insbesondere keine Kontamination der
Oberfläche aufweist und einen geometrisch definierten Anschlussbereich, insbesondere
zum Einführen in ein Steckersystem, aufweist. Dadurch werden ein niedriger Übergangswiderstand
und sehr gute Langzeit-Kontakteigenschaften erreicht.
1. Anschlussstift (1), insbesondere Metallstift, für Durchführungen, insbesondere Glas-Metall-Durchführungen
(100) mit wenigstens einem ersten, länglichen, zylindrischen Abschnitt (3) mit Durchmesser
D, sowie wenigstens einem anschließenden Endabschnitt (7), wobei der Endabschnitt
(7) eine Verrundung und/oder einen Verrundungsabschnitt mit einem Radius hat und die
Verrundung und/oder der Verrundungsabschnitt zumindest die Form eines Kreissegments
mit Radius R aufweist,
wobei der Radius R ein Radius gemäß einer Spezifikation, insbesondere einer vorgegebenen
Spezifikation ist und mittels einem spanenden Verfahren und/oder einem spanlosen Verfahren
erhalten wird und der Anschlussstift (1) eine Stiftoberfläche aufweist und die Stiftoberfläche
im zylindrischen Abschnitt, insbesondere die gesamte Stiftoberfläche, weitgehend frei
oder weitestgehend frei oder frei von Verunreinigungen bestehend aus Gleitschleifpartikeln,
bevorzugt aus Al2O3, SiC, ist, wobei der Radius R der Verrundung und/oder des Verrundungsabschnitts im
Bereich 0,4D bis 0,650 liegt, und wobei der Endabschnitt eine Endfläche F aufweist,
deren Oberfläche im Wesentlichen senkrecht zur Stiftachse A angeordnet ist, und an
die sich der Verrundungsabschnitt mit dem Radius R anschließt und den Übergang zur
Außenumfangsfläche des zylindrischen Abschnitt (3) bildet, wobei die Endfläche (F)
einen Durchmesser von weniger als 0,4 mm aufweist
und wobei der Anschlussstift eine geschlossene Oberflächenbeschichtung aufweist.
2. Anschlussstift nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Radius R der Verrundung und/oder des Verrundungsabschnitts im Bereich 0,45·D bis
0,55·D, bevorzugt ungefähr beim halben Durchmesser D des zylindrischen Bereiches liegt.
3. Anschlussstift (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endfläche (F) einen Durchmesser von weniger als 0,3 mm aufweist, insbesondere
bei einem Durchmesser D von 1,0 mm ± 0,1 mm.
4. Anschlussstift, nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das spanlose Verfahren Umformverfahren, insbesondere Stauchen, Rollen, Prägen, Pressen,
Drücken, Hämmern umfasst.
5. Anschlussstift nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das spanende Verfahren Drehen, Fräsen Schleifen umfasst.
6. Anschlussstift nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
weniger als 2 %, insbesondere weniger als 1,5% bevorzugt weniger als gesamten Stiftoberfläche
Verunreinigungen bestehend aus Gleitschleifpartikeln, bevorzugt aus Al2O3, SiC, aufweisen.
7. Anschlussstift nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Stiftoberfläche eine Beschichtung, insbesondere eine Nickelbeschichtung und/oder
eine Goldbeschichtung bevorzugt mit einer Schichtdicke im Bereich 0,1 µm bis 10 µm,
umfasst.
8. Anschlussstift nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung eine Nickelbeschichtung ist und die Schichtdicke der Nickelbeschichtung
im Bereich 2 bis 8 µm, bevorzugt 4 bis 6µm, liegt und/oder
die Beschichtung eine Goldbeschichtung ist und die Schichtdicke der Goldbeschichtung
im Bereich 0,5 bis 5 µm, bevorzugt 0,8 bis 1,5 µm, liegt.
9. Anschlussstift nach einem der Ansprüche 7 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschichtung weitgehend frei von Fehlstellen ist.
10. Anschlussstift, nach einem der Ansprüche 1 bis
dadurch gekennzeichnet, dass
der Radius R im Bereich von 0,25 mm bis 1,0 mm und/oder
der Durchmesser D im Bereich 0,5 mm bis 2,0 mm liegt.
11. Durchführung (100), insbesondere Metall-Fixiermaterial-Durchführungen, bevorzugt für
Einrichtungen, die hohen Drücken ausgesetzt sind, mit wenigstens einem Anschlussstift,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlussstift ein Anschlussstift nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ist.
12. Durchführung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Durchführung (100) eine Öffnung (20) umfasst, wobei der Anschlussstift bevorzugt
in einem Glas- oder Glasmaterial (60) durch die Öffnung (20) hindurch geführt wird.
13. Verfahren zur Herstellung eines Anschlussstifts, bevorzugt eines Metallstifts, für
eine Durchführung, insbesondere Glas-Metall-Durchführung, mit folgenden Schritten:
- Bereitstellen eines Anschlussstift-Rohlings aus einem Drahtmaterial mit wenigstens
einem Endabschnitt
- Einbringen eine Verrundung und/oder Verrundungsabschnittes mit Radius R, gemäß einer
Spezifikation mittels eines span- und/oder spanlosen Verfahrens in den Endabschnitt
des Drahtmaterials ergebend den verrundeten Endabschnitt des Anschlussstiftes, wobei
- der Anschlussstift (1) eine Stiftoberfläche aufweist und nach dem Einbringen der
Verrundung und/oder des Verrundungsabschnittes mit Radius R mit einem spanenden und/oder
spanlosen Verfahren die Stiftoberfläche im zylindrischen Abschnitt, insbesondere die
gesamte Stiftoberfläche, weitgehend frei oder weitestgehend frei oder frei von Verunreinigungen
bestehend aus Gleitschleifpartikeln, bevorzugt Al2O3, SiC, ist, und
- der Radius R der Verrundung und/oder des Verrundungsabschnitts im Bereich 0,4D bis
0,65D liegt, wobei D der Durchmesser des zylindrischen Bereichs ist, und wobei der
Endabschnitt eine Endfläche F aufweist, deren Oberfläche im Wesentlichen senkrecht
zur Stiftachse A angeordnet ist, und an die sich der Verrundungsabschnitt mit dem
Radius R anschließt und den Übergang zur Außenumfangsfläche des zylindrischen Abschnitt
(3) bildet, wobei die Endfläche (F) einen Durchmesser von weniger als 0,4 mm aufweist
- wobei der Anschlusstift nach dem Herstellen des Radius mit einer geschlossenen Oberflächenbeschichtung
versehen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschlussstift mit einer Beschichtung, die weitgehend frei von Fehlstellen ist,
bevorzugt einer Nickel- und/oder Goldbeschichtung, versehen ist.
1. Connection pin (1), in particular a metal pin, for feedthroughs, in particular glass-metal
feedthroughs (100), having at least one first, elongated, cylindrical section (3)
with a diameter D, as well as at least one adjoining end section (7), wherein the
end section (7) has a rounding and/or a rounding section with a radius, and the rounding
and/or the rounding section has at least the shape of a circular segment with radius
R, wherein the radius R is a radius according to a specification, in particular a
predetermined specification, and is obtained by means of a cutting process and/or
a non-cutting process, and the connection pin (1) has a pin surface, and the pin surface
in the cylindrical section, in particular the entire pin surface, is largely free
or as far as possible free or free of impurities consisting of vibratory grinding
particles, preferably of Al2O3, SiC, wherein the radius R of the rounding and/or the rounding section is in the
range of 0.4D to 0.65D, and wherein the end section has an end face F, the surface
of which is arranged substantially perpendicular to the pin axis A, and to which the
rounding section with radius R adjoins and forms the transition to the outer circumferential
surface of the cylindrical section (3), wherein the end face (F) has a diameter of
less than 0.4 mm and wherein the connection pin has a closed surface coating.
2. Connection pin according to claim 1,
characterized in that
the radius R of the rounding and/or the rounding section is in the range of 0.45-D
to 0.55-D, preferably approximately half the diameter D of the cylindrical region.
3. Connection pin (1) according to claim 1 or 2,
characterized in that
the end face (F) has a diameter of less than 0.3 mm, in particular with a diameter
D of 1.0 mm ± 0.1 mm.
4. Connection pin according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
the non-cutting process comprises forming processes, in particular upsetting, rolling,
stamping, pressing, squeezing, hammering.
5. Connection pin according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
the cutting process comprises turning, milling, grinding.
6. Connection pin according to one of claims 1 to 5,
characterized in that
less than 2%, in particular less than 1.5%, preferably less than 1%, in particular
less than 0.5%, preferably less than 0.1% of the total pin surface has impurities
consisting of vibratory grinding particles, preferably of Al2O3, SiC.
7. Connection pin according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
the pin surface comprises a coating, in particular a nickel coating and/or a gold
coating, preferably with a layer thickness in the range of 0.1 µm to 10 µm.
8. Connection pin according to claim 7,
characterized in that
the coating is a nickel coating and the layer thickness of the nickel coating is in
the range of 2 to 8 µm, preferably 4 to 6 µm, and/or
the coating is a gold coating and the layer thickness of the gold coating is in the
range of 0.5 to 5 µm, preferably 0.8 to 1.5 µm.
9. Connection pin according to one of claims 7 to 8,
characterized in that
the coating is largely free of defects.
10. Connection pin according to one of claims 1 to 9,
characterized in that
the radius R is in the range of 0.25 mm to 1.0 mm and/or
the diameter D is in the range of 0.5 mm to 2.0 mm.
11. Feedthrough (100), in particular metal-fixing material feedthroughs,
preferably for devices that are exposed to high pressures, having at least one connection
pin,
characterized in that
the connection pin is a connection pin according to one of claims 1 to 10.
12. Feedthrough according to claim 11,
characterized in that
the feedthrough (100) comprises an opening (20), wherein the connection pin is preferably
guided through the opening (20) in a glass or glass material (60).
13. Method for manufacturing a connection pin, preferably a metal pin, for a feedthrough,
in particular a glass-metal feedthrough, comprising the following steps of:
- providing a connection pin blank made of a wire material with at least one end section;
- introducing a rounding and/or rounding section with radius R, according to a specification,
into the end section of the wire material by means of a cutting and/or non-cutting
process, resulting in the rounded end section of the connection pin, wherein
- the connection pin (1) has a pin surface and, after the rounding and/or rounding
section with radius R has been introduced using a cutting and/or non-cutting process,
the pin surface in the cylindrical section, in particular the entire pin surface,
is largely free or as far as possible free or free of impurities consisting of vibratory
grinding particles, preferably Al2O3, SiC, and
- the radius R of the rounding and/or the rounding section is in the range of 0.4D
to 0.65D, wherein D is the diameter of the cylindrical region, and wherein the end
section has an end face F whose surface is arranged substantially perpendicular to
the pin axis A and to which the rounding section with radius R adjoins and forms the
transition to the outer circumferential surface of the cylindrical section (3), wherein
the end face (F) has a diameter of less than 0.4 mm;
- wherein the connection pin is provided with a closed surface coating after the radius
has been produced.
14. Method according to claim 13,
characterized in that
the connection pin is provided with a coating that is largely free of defects, preferably
a nickel and/or gold coating.
1. Broche de connexion (1), en particulier broche métallique pour traversées, en particulier
traversées en verre et métal (100) avec au moins une première partie cylindrique allongée
(3) d'un diamètre D, et avec au moins une partie d'extrémité (7) qui lui fait suite,
dans laquelle la partie d'extrémité (7) comporte un arrondi et/ou une partie arrondie
ayant un rayon et l'arrondi et/ou la partie arrondie présentent au moins la forme
d'un segment de cercle de rayon R,
dans laquelle le rayon R est un rayon conforme à une spécification, en particulier
à une spécification prédéterminée, et est obtenu au moyen d'un procédé avec enlèvement
de matière et/ou d'un procédé sans enlèvement de matière et la broche de connexion
(1) présente une surface de broche et la surface de broche dans la partie cylindrique,
en particulier toute la surface de broche, est dans une grande mesure dépourvue, en
majeure partie dépourvue, ou dépourvue d'impuretés composées de particules de tribofinition,
de préférence d'Al2O3, SiC, le rayon R de l'arrondi et/ou de la partie arrondie se situant entre 0,4 ×
D et 0,65 × D, et dans laquelle la partie d'extrémité présente une surface d'extrémité
F dont la surface est disposée de façon sensiblement perpendiculaire à l'axe de broche
A et à laquelle la partie arrondie de rayon R fait suite et forme la transition avec
la surface de périphérie extérieure de la partie cylindrique (3), la surface d'extrémité
(F) présentant un diamètre de moins de 0,4 mm et la broche de connexion comportant
un revêtement de surface scellé.
2. Broche de connexion selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le rayon R de l'arrondi et/ou de la partie arrondie se situe entre 0,45 × D et 0,55
× D, de préférence vers la moitié du diamètre D de la région cylindrique.
3. Broche de connexion (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la surface d'extrémité (F) présente un diamètre de moins de 0,3 mm, en particulier
avec un diamètre D de 1,0 mm ± 0,1 mm.
4. Broche de connexion selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
le procédé sans enlèvement de matière est un procédé de formage, en particulier par
refoulement, laminage, emboutissage, repoussage, impression, martelage.
5. Broche de connexion selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que
le procédé avec enlèvement de matière comprend le tournage, le fraisage, le meulage.
6. Broche de connexion selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
moins de moins de 2 %, en particulier moins de 1,5 %, de préférence moins de 1 %,
en particulier moins de 0,5 %, de préférence moins de 0,1 % de la surface de broche
totale présente des impuretés composées de particules de tribofinition, de préférence
d'Al2O3, SiC.
7. Broche de connexion selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
la surface de broche comprend un revêtement, en particulier un revêtement en nickel
et/ou un revêtement en or, ayant de préférence une épaisseur de couche comprise entre
0,1 µm et 10 µm.
8. Broche de connexion selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
le revêtement est un revêtement en nickel et l'épaisseur de couche du revêtement en
nickel est comprise entre 2 et 8 µm, de préférence entre 4 et 6 µm et /ou
le revêtement est un revêtement en or et l'épaisseur de couche du revêtement en or
est comprise entre 0,5 bis 5 µm, de préférence entre 0,8 et 1,5 µm.
9. Broche de connexion selon l'une des revendications 7 à 8,
caractérisée en ce que
le revêtement est pour l'essentiel exempt de défauts.
10. Broche de connexion, selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
le rayon R est compris entre 0,25 mm et 1,0 mm
et/ou le diamètre D est compris entre 0,5 mm et 2,0 mm.
11. Traversée (100), en particulier traversées en métal et matériau de fixation, de préférence
pour des installations exposées à des pressions élevées, avec au moins une broche
de connexion,
caractérisée en ce que
la broche de connexion est une broche de connexion selon l'une des revendications
1 à 10.
12. Traversée selon la revendication 11,
caractérisée en ce que
la traversée (100) comprend une ouverture (20), la broche de connexion étant de préférence
passée à travers l'ouverture (20) dans un verre ou un matériau à base de verre (60).
13. Procédé pour la fabrication d'une broche de connexion, de préférence une broche métallique,
pour une traversée, en particulier une traversée en verre et en métal, comprenant
les étapes suivantes :
- préparation d'une ébauche de broche de connexion à partir d'un fil métallique avec
au moins une partie d'extrémité ;
- formation d'un arrondi et/ou d'une partie arrondie de rayon R selon une spécification
au moyen d'un procédé avec et/ou sans enlèvement de matière dans la partie d'extrémité
du fil métallique pour obtenir la partie d'extrémité arrondie de la broche de connexion,
- la broche de connexion (1) présentant une surface de broche et la surface de broche
dans la partie cylindrique, en particulier toute la surface de broche, étant en grande
partie dépourvue ou en majeure partie dépourvue ou dépourvue d'impuretés composées
de particules de tribofinition, de préférence d'Al2O3, SiC, après la formation de l'arrondi et/ou de la partie arrondie de rayon R par
un procédé avec et/ou sans enlèvement de matière et
- le rayon R de l'arrondi et/ou de la partie arrondie se situant entre 0,4 × D et
0,65 × D, où D est le diamètre de la région cylindrique, et la partie d'extrémité
présentant une surface d'extrémité F dont la surface est disposée de façon sensiblement
perpendiculaire à l'axe de broche A et à laquelle la partie arrondie de rayon R fait
suite et forme la transition avec la surface de périphérie extérieure de la partie
cylindrique (3), la surface d'extrémité (F) présentant un diamètre de moins de 0,4
mm,
- la broche de connexion présentant, après la fabrication du rayon, un revêtement
de surface scellé.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la broche de connexion est munie d'un revêtement qui est, dans une grande mesure,
exempt de défauts, de préférence un revêtement en nickel et/ou en or.