[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein amphibisches Brückenfahrzeug und eine Anordnung
amphibischer Brückenfahrzeuge.
[0002] Mit dem Begriff "amphibische Brückenfahrzeuge" im Sinne dieser Erfindung sind amphibische
Brücken- und/oder Übersetzfahrzeuge gemeint.
[0003] Solche amphibischen Brückenfahrzeuge sind bereits bekannt, zum Beispiel aus der
DE 11 24 383 A1.
[0004] Den amphibischen Brückenfahrzeugen ist gemeinsam, dass sie im Wesentlichen aus einem
Hauptschwimmkörper bestehen und über Antrieb und Steuerungsmöglichkeiten für die Fortbewegung
im Wasser und auf dem Land verfügen.
[0005] Auf dem Land ist ein solches Brückenfahrzeug straßentauglich, also nicht zu breit
und nicht zu hoch ausgebildet.
[0006] Im Wasser ermöglicht das Brückenfahrzeug schweren Fahrzeugen eine Überquerung des
Wassers. Hierzu ist das Deck des Hauptschwimmkörpers als Fahrbahn ausgebildet. Eine
Rampe quer zur Fahrtrichtung des Brückenfahrzeuges ermöglicht die Zufahrt auf das
Brückenfahrzeug. Über diese können auch Höhenunterschiede zwischen Land und Wasser
ausgeglichen werden. Ferner kann die Rampe auch dem Verbinden einer Anzahl an Brückenfahrzeugen
dienen, so dass auch größere Distanzen überbrückt werden können. Vorteilhafterweise
sollte die Rampe beim Landtransport auf dem Brückenfahrzeug untergebracht werden.
[0007] Bei der Konstruktion eines solchen amphibischen Brückenfahrzeuges stehen sich einerseits
die Forderungen, dass das Brückenfahrzeug auf dem Land ein schmales Straßenprofil
erreichen und andererseits im Wasser eine möglichst lange Brücke ausbilden soll, widerstreitend
gegenüber. Dabei ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass Brückenelemente für gewöhnlich
ein hohes Eigengewicht aufweisen, und daher spielt die Gewichtsverteilung der Brückenelemente
auf dem Brückenfahrzeug an Land eine wichtige Rolle. Im Wasser werden die Brückenelemente
von schweren Fahrzeugen befahren, demnach muss der Schwerpunkt des Brückenfahrzeuges
so gelagert sein, dass das amphibische Brückenfahrzeug nicht kippen kann.
[0008] Die
DE 11 24 383 A1 sieht daher zur Verbesserung der Schwimmstabilität zwei seitlich am Hauptschwimmkörper
angelenkte Seitenschwimmkörper vor.
[0009] Die Seitenschwimmkörper sind während der Fortbewegung auf dem Land nach innen auf
den Hauptschwimmkörper geklappt. Im ausgeklappten Zustand vergrößern sie die Deckfläche
und den Auftrieb des Schwimmkörpers.
[0010] Ferner sind hydraulisch verschwenkbare Rampenteile beiderseits der Fahrzeuglängsrichtung
angeordnet, die an ihren freien Längsseiten Kupplungsmittel aufweisen. Die Kupplungsmittel
dienen dem Befestigen weiterer Brückenfahrbahnteile, Ladeflächenteile oder Rampenteile.
[0011] Zum Einsetzen dieser Elemente ist allerdings ein Bordkran vorgesehen.
[0012] Nachteilig dabei ist, dass ein Bordkran zusätzliches Gewicht mit sich bringt und
zum Steuern des Bordkrans und zum gleichzeitigen Befestigen der mit dem Bordkran in
Position gehobenen Brückenfahrbahnteile, Ladeflächenteile oder Rampenteile mindestens
zwei Personen erforderlich sind. Das ist unbefriedigend.
[0013] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein im Wasser schwimmstabiles und
an Land mit schmalem Straßenprofil ausgebildetes amphibisches Brückenfahrzeug mit
einer Rampe bereitzustellen, die möglichst einfach ein- und ausgefaltet werden kann,
gleichzeitig eine vergleichsweise große Länge bereitstellt, hohe Lasten aufnehmen
kann und flexibel einsetzbar ist. Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Anordnung amphibischer, miteinander koppelbarer Brückenfahrzeuge bereitzustellen,
die gemeinsam große Distanzen überbrücken können.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein amphibisches Brückenfahrzeug gemäß Anspruch 1
mit einem eigenen Antrieb und Steuerungsmöglichkeiten für die Fortbewegung im Wasser
und auf dem Land, mit einem Hauptschwimmkörper, einer Fahrbahn und einer sich entlang
der Fahrtrichtung des Brückenfahrzeuges erstreckenden ersten Fahrzeugseite, wobei
sich entlang der ersten Fahrzeugseite eine erste Achse und eine zweite Achse erstrecken,
wobei an dem Hauptschwimmkörper ein erster Seitenschwimmkörper, der um die erste Achse
schwenkbar gelagert ist, und eine Faltbrücke, die um eine zweite Achse quer zur Fahrtrichtung
schwenkbar gelagert ist, angeordnet sind, wobei die Faltbrücke ein erstes Rampenelement
mit zwei entgegengesetzt liegenden Seiten und ein zweites Rampenelement mit einer
ersten Seite und einer der ersten Seite entgegengesetzt liegenden zweiten Seite umfasst,
wobei eine Seite des ersten Rampenelementes mit dem Brückenfahrzeug über eine erste
gelenkige Verbindung schwenkbar verbunden ist und die andere Seite des ersten Rampenelementes
über eine zweite gelenkige Verbindung mit der ersten Seite des zweiten Rampenelementes
schwenkbar verbunden ist und wobei der erste Seitenschwimmkörper über eine dritte
gelenkige Verbindung mit dem Brückenfahrzeug schwenkbar verbunden ist.
[0015] Der Begriff Faltbrücke im Sinne der Erfindung ist weit zu verstehen. Unter einer
Faltbrücke werden hier auch faltbare Rampen oder faltbare Brückenelemente verstanden.
[0016] Es versteht sich, dass jede Faltbrücke oder Rampe eine Fahrbahn aufweist. Somit verfügt
auch jedes Rampenelement über eine Fahrbahnseite. Die Rampenelemente einer Faltbrücke
bzw. Rampe sind in der Regel jeweils aus ein oder mehreren Platten gebildet. Die Plattenelemente
können massiv oder zumindest abschnittsweise hohl, insbesondere abschnittsweise als
Hohlkörper ausgebildet sein.
[0017] Das Brückenfahrzeug umfasst einen Hauptschwimmkörper, der für den notwendigen Auftrieb
des Brückenfahrzeugs zu Wasser sorgt. Weiterhin verfügt das Brückenfahrzeug über einen
Antrieb und eine Steuerung für den Landtransport und einen Antrieb und eine Steuerung
für den Wasserbetrieb.
[0018] Für den Landtransport können der Seitenschwimmkörper und die Faltbrücke auf dem Hauptschwimmkörper
gelagert werden, so dass das Brückenfahrzeug ein schmales Straßenprofil aufweist.
[0019] Zu Wasser kann der Seitenschwimmkörper um eine erste Achse entlang der ersten Fahrzeugseite
ausgeschwenkt werden und erhöht die Schwimmstabilität des Brückenfahrzeuges. Insbesondere
stabilisiert er das Brückenfahrzeug, wenn schwere Fahrzeuge die ausgefaltete Brücke
überqueren, denn aufgrund seines Auftriebes kann er auf den Hauptschwimmkörper wirkende
Drehmomente ausgleichen.
[0020] Um die Fahrbahn des Brückenfahrzeuges, die vorteilhafterweise auf der Oberseite des
Hauptschwimmköpers angeordnet ist, quer zur Fahrtrichtung des Brückenfahrzeuges zu
verlängern, ist das erste Rampenelement schwenkbar mit dem Hauptschwimmkörper verbunden.
Zusätzlich ist das erste Rampenelement mit einem schwenkbaren zweiten Rampenelement
verbunden. Aufgrund der Faltung zweier Brückenelemente kann die Faltbrücke im ausgefalteten
Zustand vergleichsweise große Brückenlängen erzielen, ohne dass hierzu ein Bordkran
benötigt wird, was Gewicht, Stauraum und Montagezeit einspart.
[0021] Zu beachten ist dabei, dass sowohl das erste Rampenelement der Faltbrücke als auch
der Seitenschwimmkörper zwar quer zur Fahrtrichtung des Brückenfahrzeuges schwenkbar
sind, aber über separate gelenkige Verbindungen mit dem Hauptschwimmkörper verbunden
sind und nicht zwingend um eine gemeinsame Achse schwenkbar gelagert sein müssen.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind jedoch die erste Achse, um die der erste
Seitenschwimmkörper schwenkbar gelagert ist, und die zweite Achse, um die die Faltbrücke
schwenkbar gelagert ist, identisch. Die gemeinsame Drehachse vereinfacht den Aufbau
des Brückenfahrzeuges.
[0023] Es ist bevorzugt, dass an der zweiten Seite des zweiten Rampenelementes ein drittes
Rampenelement über eine vierte gelenkige Verbindung gelenkig mit dem zweiten Rampenelement
verbunden ist. Hierdurch wird die maximale Reichweite der Faltbrücke quer zur Fahrtrichtung
erweitert.
[0024] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind in einem Transportzustand des Brückenfahrzeugs
das erste Rampenelement, das zweite Rampenelement und das dritte Rampenelement aufeinanderliegend
auf dem Hauptschwimmkörper des Brückenfahrzeugs angeordnet, wobei das dritte Rampenelement
zwischen dem ersten Rampenelement und dem zweiten Rampenelement gelagert ist. Es ist
hierbei von besonderem Vorteil, dass das erste Rampenelement auf dem Hauptschwimmkörper
gelagert ist.
[0025] Diese Anordnung ist beim schrittweisen Entfalten der Faltbrücke im Wasser von Vorteil,
da bei jeder Faltstufe beim Ausschwenken des ersten Rampenelementes, beim Ausklappen
des zweiten Rampenelementes und beim Ausklappen des dritten Rampenelementes die Brücke
einsatzfähig ist, denn das dritte Rampenelement ist immer unterhalb bzw. wasserseitig
der bereits ausgefalteten Brückenelemente angeordnet und stört daher die bereits gebildete
Fahrbahn nicht. So bietet die Faltbrücke bei der Benutzung hohe Flexibilität, da sie
als kurze, mittellange oder lange Brücke verwendbar ist.
[0026] Eine auf der wasserabgewandten Seite angeordnete kontinuierliche Fahrbahn wird somit
niemals aufgrund des dritten, noch unausgeklappten Rampenelements diskontinuierlich.
[0027] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das zweite Rampenelement eine Oberseite
mit einem Obergurt und eine Unterseite mit einem Untergurt auf, wobei die zweite gelenkige
Verbindung im Bereich des Untergurtes des zweiten Rampenelementes angeordnet ist.
Zusätzlich oder alternativ weist das dritte Rampenelement eine Oberseite mit einem
Obergurt und eine Unterseite mit einem Untergurt auf, wobei die vierte gelenkige Verbindung
im Bereich des Untergurtes des dritten Rampenelementes angeordnet ist.
[0028] Die Begriffe Obergurt und Untergurt sind im Sinne der vorliegenden Erfindung breit
auszulegen und sollen die Bauweise der Rampenelemente nicht einschränken.
[0029] Die Anordnung der gelenkigen Verbindungen im Bereich des Untergurtes der Rampenelemente
ermöglicht unter anderem die besonders bevorzugte, insbesondere kompakte Faltungsweise
der Faltbrücke.
[0030] Bei einer konkreten Ausbildung dieser Ausführungsform weisen beispielsweise das erste,
zweite und dritte Rampenelement jeweils eine Oberseite mit einem Obergurt und eine
Unterseite mit einem Untergurt auf, wobei sich auf der Oberseite jedes Rampenelements
eine Fahrbahn befindet. Weiterhin ist die zweite gelenkige Verbindung, die das erste
Rampenelement mit dem zweiten Rampenelement verbindet, am Untergurt angeordnet. Die
vierte gelenkige Verbindung, die das zweite Rampenelement mit dem dritten Rampenelement
verbindet, ist ebenfalls am Untergurt angeordnet. Im gefalteten Zustand bzw. Transportzustand
kann somit die Oberseite des dritten Rampenelements direkt an der Unterseite des ersten
Rampenelements anliegen und die Unterseite des dritten Rampenelements direkt an der
Unterseite des zweiten Rampenelements, was zu einer kompakten Faltungsweise führt.
Darüber hinaus können bei dieser Anordnung die im entfalteten Zustand der Faltbrücke
auf die gelenkigen Verbindungen wirkenden Kräfte sehr gut aufgenommen werden.
[0031] Die zweite und vierte gelenkige Verbindung sind üblicherweise als unlösbare Verbindungen
ausgebildet. Zusätzlich kann am Obergurt wenigstens eine lösbare Verbindungsvorrichtung
vorgesehen sein, die das zweite Rampenelement mit dem ersten Rampenelement oder das
zweite Rampenelement mit dem dritten Rampenelement verbindet. Dies ist vor allem dann
sinnvoll, wenn der Abstand zwischen Unterseite und Oberseite des Rampenelements vergleichsweise
hoch ist bzw. das Rampenelement eine vergleichsweise hohe Dicke aufweist.
[0032] Bei einer bevorzugten Weiterbildung sind die zweite und/oder die vierte gelenkige
Verbindung an einer Seite eines Rampenelements angeordnet, die im ausgeklappten Zustand
der Faltbrücke zum benachbarten Rampenelement weist. Bei dieser Ausführungsform können
die gelenkigen Verbindungen so gestaltet werden, dass sie nicht störend in die Fahrbahn
der Faltbrücke ragen.
[0033] Weiterhin ist bevorzugt, dass im Bereich einer oder mehrerer der folgenden Elemente:
zweite gelenkige Verbindung, dritte gelenkige Verbindung und/oder vierte gelenkige
Verbindung jeweils eine Betätigungseinrichtung vorgesehen ist.
[0034] Hierdurch wird das teil- oder vollautomatische Ein- und Ausfalten der Faltbrücke
ermöglicht.
[0035] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Hauptschwimmkörper
eine der ersten Fahrzeugseite entgegengesetzt liegende zweite Fahrzeugseite aufweist
und dass ein um eine Achse entlang der zweiten Fahrzeugseite schwenkbarer zweiter
Seitenschwimmkörper am Hauptschwimmkörper angeordnet ist.
[0036] Der zweite Seitenschwimmkörper erhöht die Stabilität des Brückenfahrzeugs im Wasser.
Da dieser verschwenkbar mit dem Hauptschwimmkörper verbunden ist, kann er in einer
Transportstellung praktischerweise auf dem Brückenfahrzeug gelagert werden, so dass
das schmale Straßenprofil des Brückenfahrzeugs beim Landtransport weiterhin erhalten
bleibt.
[0037] Es ist ferner bevorzugt, dass der erste Seitenschwimmkörper und der zweite Seitenschwimmkörper
jeweils über eine Aussparung verfügen. Dies spart einerseits Gewicht beim Landtransport
ein. Andererseits kann im Bereich dieser Aussparung die ausgefaltete Faltbrücke quer
zur Fahrtrichtung des Brückenfahrzeuges angeordnet werden, ohne von dem ersten Seitenschwimmkörper
blockiert zu werden.
[0038] Zusätzlich ist bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, dass in
einem Transportzustand des Brückenfahrzeuges die Aussparungen des ersten Seitenschwimmkörpers
und des zweiten Seitenschwimmkörpers einen Hohlraum bilden, in dem die zusammengefaltete
Faltbrücke anordenbar ist.
[0039] Hierdurch kann aufgrund der Unterbringung der Faltbrücke im Bereich der Aussparungen
der Seitenschwimmkörper das Brückenfahrzeug in der Gesamthöhe niedriger gebaut werden.
Außerdem wird die Faltbrücke im Transportzustand durch die Seitenschwimmkörper geschützt.
[0040] Um das erste Rampenelement der Faltbrücke vollautomatisch ein- oder auszuschwenken,
ist bei einer bevorzugten Ausführungsform am ersten Seitenschwimmkörper wenigstens
eine Betätigungseinrichtung angeordnet, die geeignet ist, das erste Rampenelement
zu verschwenken.
[0041] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass im Bereich der Aussparung
des zweiten Seitenschwimmkörpers ein Brückenelement angeordnet ist. Dieses ist vorzugsweise
mit einer Fahrbahn versehen und verlängert die Fahrbahn quer zur Fahrtrichtung des
Brückenfahrzeuges. Beispielsweise liegt das Brückenelement im Transportzustand innerhalb
des Schwimmkörpers an der Oberseite des Schwimmkörpers an.
[0042] Dieses Brückenelement ist besonders bei der Anordnung einer Vielzahl an Brückenfahrzeugen
nützlich. So können beispielsweise zwei nebeneinander angeordnete Brückenfahrzeuge
über ihre jeweiligen Brückenelemente miteinander verbunden werden, so dass Fahrzeuge
über diese Brückenelemente von einem Brückenfahrzeug zum anderen fahren können. Die
Faltbrücken der Brückenfahrzeuge stehen dann als Rampen zur Verfügung.
[0043] Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Brückenelement vertikal
verfahrbar ist. Im Einsatz, wenn die Faltbrücke entfaltet ist, kann das Brückenelement
auf die gleiche Höhe angehoben bzw. abgesenkt werden wie die Faltbrücke, um insbesondere
im Verbund mit anderen Brückenfahrzeugen eine ebene Fahrbahnfläche ohne Versatz zu
erhalten. Dieses Merkmal bietet darüber hinaus den Vorteil, dass im Transportzustand
des Brückenfahrzeuges mit eingeklapptem zweiten Seitenschwimmkörper sich das Brückenelement
platzsparend verstauen lässt.
[0044] Die Aufgabe wird ferner gelöst durch eine Anordnung amphibischer Brückenfahrzeuge
gemäß Anspruch 15, wobei wenigstens zwei erfindungsgemäße amphibische Brückenfahrzeuge
nebeneinander angeordnet sind.
[0045] Aufgrund der kettenartigen Aneinanderreihung mehrerer Brückenfahrzeuge mit jeweils
ausgefalteten Faltbrücken und/oder entsprechend positionierten Brückenelementen können
auch weite und beliebig lange Distanzen überbrückt werden.
[0046] Dabei ist besonders bevorzugt, dass jeweils zwei amphibische Brückenfahrzeuge zueinander
parallel oder antiparallel ausgerichtet sind.
[0047] Parallel im Sinne der Erfindung bedeutet, dass zwei nebeneinander angeordnete Brückenfahrzeuge
in die gleiche Fahrrichtung weisen, während bei einer antiparallelen Anordnung zweier
nebeneinander angeordnete Brückenfahrzeuge die beiden Brückenfahrzeuge in entgegengesetzte
Fahrtrichtung weisen.
[0048] Sind zwei Brückenfahrzeuge zueinander parallel ausgerichtet, so weisen ihre Faltbrücken
jeweils in die gleiche Richtung. Die Faltbrücke des ersten Brückenfahrzeuges überbrückt
dann vorzugsweise die Distanz zum zweiten Brückenfahrzeug, so dass Fahrzeuge von einem
Brückenfahrzeug über die Faltbrücke zu dem anderen fahren können. Die Faltbrücke des
zweiten Brückenfahrzeuges kann dann vorzugsweise als Rampe dienen oder wiederum eine
Distanz zu einem dritten Brückenfahrzeug überbrücken.
[0049] Bei einer antiparallelen Ausrichtung der Brückenfahrzeuge weisen ihre Faltbrücken
in entgegengesetzte Richtungen. Hier können insbesondere die Brückenelemente eine
Brücke zwischen den beiden Brückenfahrzeugen bilden und die Faltbrücken als Rampen
genutzt werden.
[0050] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die wenigstens zwei amphibischen
Brückenfahrzeuge mittels Kopplungsmitteln an einem oder mehreren ihrer folgenden Elemente:
Hauptschwimmkörper, Rampenelement und/oder Seitenschwimmkörper miteinander koppelbar
sind.
[0051] Durch die Kopplung wird ein Auseinanderdriften der Brückenfahrzeuge verhindert.
[0052] Bevorzugte Ausführungsformen werden anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert,
in denen zeigen:
- Fig. 1
- ein amphibisches Brückenfahrzeug in einer Transportstellung an Land in einer Seitenansicht,
- Fig. 2a
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 2b
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung der dritten gelenkigen Verbindung in perspektivischer
Seitenansicht,
- Fig. 3
- der Hauptschwimmkörper und der Seitenschwimmkörper aus Fig. 1 mit Einrichtungen zum
Ausklappen der Seitenschwimmkörper in einer Querschnittsansicht,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der auf dem Hauptschwimmkörper gelagerten Faltbrücke,
- Fig. 5a
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 mit ausgeklappten Seitenschwimmkörpern und ausgeschwenktem
ersten Rampenelement in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 5b
- eine vergrößerte Ausschnittsdarstellung des ersten Rampenelementes verbunden mit dem
Hauptschwimmkörper in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 6
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 beim Ausklappen des zweiten Rampenelementes,
- Fig.7
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 beim Ausklappen des ersten Rampenelements mit ausgeklapptem
zweitem Rampenelement,
- Fig. 8
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 mit ausgeklapptem zweiten Rampenelement,
- Fig. 9
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 mit ausgeklapptem dritten Rampenelement,
- Fig. 10
- das Brückenfahrzeug der Fig. 1 mit ausgeklapptem dritten Rampenelement in einer Rampenstellung,
- Fig. 11
- der Hauptschwimmkörper, der erste Seitenschwimmkörper und die Faltbrücke mit Einrichtungen
zum Aus- und/oder Einfalten der Faltbrücke in einer Querschnittsansicht,
- Fig. 12
- eine parallele Anordnung zweier über das erste Rampenelement gekoppelter Brückenfahrzeuge
in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 13
- eine parallele Anordnung zweier über das zweite Rampenelement gekoppelter Brückenfahrzeuge
in einer perspektivischen Seitenansicht,
- Fig. 14
- eine antiparallele Anordnung zweier über ihre Brückenelemente gekoppelter Brückenfahrzeuge
in einer perspektivischen Seitenansicht.
[0053] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen ein amphibisches Brückenfahrzeug 10 in der Landfahrstellung
bzw. im Transportzustand.
[0054] Das Brückenfahrzeug 10 umfasst einen selbstfahrenden Hauptschwimmkörper 12 mit einem
Führerhaus 11 und einem Fahrwerk 13 sowie eine erste Fahrzeugseite 16 und eine der
ersten Fahrzeugseite 16 entgegengesetzt liegende zweite Fahrzeugseite 17. Entlang
der ersten Fahrzeugseite 16 verläuft eine erste Achse 18.
[0055] Der Hauptschwimmkörper 12 ist pontonartig, vorzugsweise als verwindungssteife Leichtmetall-Schweißkonstruktion
ausgebildet. Auf seiner Oberseite ist eine Fahrbahn 14 angeordnet (erkennbar beispielsweise
in Fig. 6). Diese ist quer zur Fahrtrichtung X des Brückenfahrzeuges 10 orientiert.
[0056] Ferner sind oberhalb des Hauptschwimmkörpers 12 zwei pontonartig ausgebildete Seitenschwimmkörper
20, 21 zu erkennen.
[0057] Jeder Seitenschwimmkörper 20, 21 erstreckt sich in Fahrtrichtung X über das gesamte
Brückenfahrzeug 10. Mittig jedes Seitenschwimmkörpers 20, 21 ist jeweils eine Aussparung
23 vorgesehen, wodurch zwei blockartige Stützen 20b gebildet sind, die einstückig
mit einem oberen Element 20a jedes Seitenschwimmkörpers 20, 21 verbunden sind (angedeutet
durch die gestrichelte Linie in Fig. 1).
[0058] Die beiden Seitenschwimmkörper 20, 21 sind bezüglich einer Längsachse des Brückenfahrzeuges
10 im Wesentlichen axialsymmetrisch auf dem Hauptschwimmkörper 12 angeordnet und liegen
an der Oberseite des Führerhauses 11 und der Oberseite einer Erhebung 15 am Heck des
Brückenfahrzeuges 10 auf. Zusätzlich stützen sich die beiden Seitenschwimmkörper 20,
21 jeweils auf dem Hauptschwimmkörper 12 über ihre blockartigen Stützen 20b ab.
[0059] Die Seitenschwimmkörper 20, 21 bilden mittels ihrer Aussparungen 23 einen Hohlraum
56 aus. Innerhalb des Hohlraumes 56, aufliegend auf der Fahrbahn 14 des Hauptschwimmkörpers
12, ist eine zusammengefaltete Faltbrücke 24 angeordnet. Die Breite der Faltbrücke
24 entspricht im Wesentlichen der Breite der Aussparung 23 der Seitenschwimmkörper
20; 21.
[0060] Der Aufbau der Faltbrücke 24 ist in den Figuren 4 - 11 dargestellt, in denen die
einzelnen Stufen der Faltung der Faltbrücke 24 illustriert sind.
[0061] Die Faltbrücke 24 umfasst ein erstes Rampenelement 26, ein zweites Rampenelement
28 und ein drittes Rampenelement 36.
[0062] Jedes Rampenelement 26; 28; 36 weist einen Querschnitt mit einer Oberseite bzw. Fahrbahnseite,
auf der sich die Fahrbahn befindet, und mit einer der Fahrbahnseite entgegengesetzt
liegenden Unterseite auf. Die Fahrbahnseite ist mit einer Fahrbahnfläche bzw. Fahrspuren
(nicht gezeigt) ausgestattet. Im Bereich der Oberseite befindet sich ein Obergurt
und im Bereich der Unterseite ein Untergurt.
[0063] Im Querschnitt jedes Rampenelementes 26; 28; 36 wird der Bereich um die Fahrbahnseite
im Sinne der vorliegenden Erfindung als Obergurt 40 und der dazu entgegengesetzt angeordnete
Bereich als Untergurt 42 bezeichnet (vgl. Fig. 11). Somit befindet sich die Fahrbahnseite
auf der Seite des Obergurts 40 und der Untergurt 42 an der Unterseite des Rampenelements.
[0064] Jedes Rampenelement 26, 28, 36 ist jeweils aus zwei Platten gleicher Größe und gleicher
Form zusammengesetzt, die jeweils parallel nebeneinanderliegend angeordnet sind. Die
Länge jedes Rampenelementes 26, 28, 36 ist in etwa gleich und entspricht der Breite
des Hauptschwimmkörpers 12. Die Rampenelemente 26, 28, 36 weisen jeweils einen keilförmigen
Querschnitt auf.
[0065] Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform weisen die Rampenelemente unterschiedliche
Längen auf. Darüber hinaus können die Rampenelemente 26, 28, 36 auch einen anderen
als keilförmigen Querschnitt aufweisen. Beispielsweise kann wenigstens eines der Rampenelemente
einen rechteckigen Querschnitt aufweisen.
[0066] Im Transportzustand des Brückenfahrzeuges 10 sind das erste Rampenelement 26, das
zweite Rampenelement 28 und das dritte Rampenelement 36 aufeinanderliegend auf der
Oberseite des Brückenfahrzeuges 10 angeordnet (vgl. Fig. 4). Das dritte Rampenelement
36 ist dabei zwischen dem ersten Rampenelement 26 und dem zweiten Rampenelement 28
gelagert, wobei das erste Rampenelement 26 auf dem Hauptschwimmkörper 12 aufliegt.
Die Fahrbahnseite des dritten Rampenelements 36 liegt hierbei direkt an der Unterseite
des ersten Rampenelements 26 an und die Unterseite des dritten Rampenelements 36 liegt
direkt an der Unterseite des zweiten Rampenelements 26 an.
[0067] Das erste Rampenelement 26 besitzt zwei entgegengesetzt liegende Seiten 26a, 26b,
die in ausgeklappter Stellung der Faltbrücke zum zweiten Rampenelement 28 bzw. zum
Hauptschwimmkörper 12 weisen.
[0068] An seiner ersten Seite 26a ist das erste Rampenelement 26 mittels einer ersten gelenkigen
Verbindung 30 schwenkbar mit dem Fahrzeug 10 an seiner ersten Fahrzeugseite 16 verbunden.
Es kann quer zur Fahrtrichtung X des Fahrzeuges 10 verschwenkt werden.
[0069] Dabei umfasst die erste gelenkige Verbindung 30 vier Gelenke. Jedes Gelenk umfasst
ein erstes Gelenkelement 30a und ein zweites Gelenkelement 30b (vgl. Fig. 5b).
[0070] Das erste Gelenkelement 30a der ersten gelenkigen Verbindung 30 weist drei im Wesentlichen
senkrecht zu der ersten Fahrzeugseite 16 sich erstreckende Zähne auf. Die Zähne sind
mit einer durchgehenden Bohrung quer zur Erstreckungsrichtung der Zähne versehen (nicht
gezeigt). Zwischen den Zähnen ist jeweils eine Ausnehmung ausgebildet.
[0071] Das zweite Gelenkelement 30b der ersten gelenkigen Verbindung 30 umfasst zwei Zähne,
die sich im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten Rampenelement 26 erstrecken. Ferner
sind auch die Zähne des zweiten Gelenkelementes 30b mit einer durchgehenden Bohrung
quer zur Erstreckungsrichtung der Zähne des zweiten Gelenkelementes 30b versehen.
Die Zähne des zweiten Gelenkelementes 30b sind dabei so zueinander beabstandet, dass
sie in die Ausnehmungen der Zähne des ersten Gelenkelementes 30a hineinschiebbar sind.
Die Bohrungen der Zähne des ersten Gelenkelementes 30a fluchten dann mit den Bohrungen
des zweiten Gelenkelementes 30b. Ein Bolzen, der sich durch alle Bohrungen erstreckt,
ermöglicht dann die gelenkige Verbindung zwischen dem Hauptschwimmkörper 12 und dem
ersten Rampenelement 26.
[0072] Die erste gelenkige Verbindung 30 ist am Obergurt 40 des ersten Rampenelementes 26
angeordnet.
[0073] Mittels der ersten gelenkigen Verbindung 30 ist das erste Rampenelement 26 um eine
zweite Achse 22 entlang der ersten Fahrzeugseite 16 des Hauptschwimmkörpers 12 schwenkbar
gelagert.
[0074] Im gezeigten Beispiel entspricht die zweite Achse 22 der ersten Achse 18, um die
der erste Seitenschwimmkörper 20 schwenkbar gelagert ist.
[0075] Das zweite Rampenelement 28 besitzt zwei entgegengesetzt liegende Seiten 28a, 28b,
die in ausgeklappter Stellung der Faltbrücke zum ersten Rampenelement 28 bzw. zum
dritten Rampenelement weisen, und ist mit der zweiten Seite 26b des ersten Rampenelementes
26 mittels einer zweiten gelenkigen Verbindung 32 schwenkbar verbunden. Die zweite
gelenkige Verbindung 32 ist im Bereich der Untergurte 42 vorgesehen.
[0076] Dabei umfasst die zweite gelenkige Verbindung 32 ebenfalls vier Gelenke. Jedes dieser
Gelenke ist vom Prinzip gleich der Gelenke der ersten gelenkigen Verbindung 30 ausgebildet.
Die Gelenke verbinden den Untergurt 40 des ersten Rampenelements 26 mit dem Untergurt
des zweiten Rampenelementes 28 (vgl. auch Fig. 11).
[0077] Ferner sind an der zweiten Seite 26b des ersten Rampenelementes 26 weitere Zähne
33 im Bereich des Obergurtes 40 angeordnet. Diese dienen zum einen als Kupplungsmittel,
um mit Gegenkupplungsmitteln weiterer Brückenfahrzeuge 14' eine Verbindung herstellen
zu können. Zum anderen dienen diese auch der Stabilisierung der ausgefalteten Faltbrücke
24.
[0078] Wie insbesondere in Fig. 8 zu erkennen ist, greifen dazu die Zähne wiederum in Zwischenräume,
die zwischen Zähnen im Bereich des Obergurtes 40 an der ersten Seite 28a des zweiten
Rampenelements 28 ausgebildet sind. Auch hier sind zueinander fluchtende Bohrungen
sowohl quer zu den Zähnen des ersten Rampenelementes 26 als auch zu den Zähnen des
zweiten Rampenelementes 28 angeordnet. Im ausgefalteten Zustand der Faltbrücke 24
kann dann ein Bolzen durch alle Bohrungen hindurchgeschoben werden.
[0079] Das zweite Rampenelement 28 ist über eine vierte gelenkige Verbindung 38 an seiner
zweiten Seite 28b mit der Seite des dritten Rampenelements 36 schwenkbar verbunden,
die in ausgeklappter Stellung der Faltbrücke zum zweiten Rampenelement 28 weist. Die
vierte gelenkige Verbindung 38 ist wie die zweite gelenkige Verbindung 32 im Bereich
der Untergurte 42 vorgesehen.
[0080] Die vierte gelenkige Verbindung 38 umfasst ebenfalls vier Gelenke. Jedes dieser Gelenke
ist vom Prinzip gleich dem Gelenk der zweiten gelenkigen Verbindung 32 ausgebildet.
Die Gelenke verbinden den Untergurt 40 des zweiten Rampenelements 28 mit dem Untergurt
des dritten Rampenelementes 36 (vgl. auch Fig. 11).
[0081] Wie in den Fig. 4 - 10 zu erkennen ist, sind die Seitenschwimmkörper 20, 21 ebenfalls
über eine dritte gelenkige Verbindung 34 entlang einer ersten Achse 18 an der ersten
Fahrzeugseite 16 beziehungsweise an einer Achse 50 entlang der zweiten Fahrzeugseite
17' an das Brückenfahrzeug 10 schwenkbar angeschlossen.
[0082] Dabei umfasst jede dritte gelenkige Verbindung 34 jeweils zwei identisch ausgebildete
Gelenke 68a, 68b (vgl. Fig. 2b).
[0083] Jedes Gelenk 68a, 68b der dritten gelenkigen Verbindung 34 umfasst ein erstes gabelförmig
ausgebildetes Bauteil 70, das mit einem Winkel < 90° relativ zur Fahrbahnebene von
dieser nach oben wegweisend geneigt am Hauptschwimmkörper 12 des Brückenfahrzeuges
10 angeordnet ist. Die Gabelförmigkeit des Bauteils 70 ergibt sich aufgrund zweier
voneinander beabstandeter Stege 70a, 70b, zwischen denen sich eine Ausnehmung 70c
erstreckt. Jeder Steg 70a, 70b des ersten Bauteils 70 ist mit einer durchgehenden
Bohrung 70d versehen.
[0084] Außerdem umfasst jedes Gelenk 68a, 68b der dritten gelenkigen Verbindung 34 ein zweites
Bauteil 72, welches ebenfalls eine durchgehende Bohrung aufweist (nicht gezeigt).
[0085] Das zweite Bauteil 72 ist relativ zum ersten Bauteil 70 entgegengesetzt geneigt und
ragt abschnittsweise in die Ausnehmung 70c des ersten Bauteils 70 hinein, wobei die
Bohrung des zweiten Bauteils 72 mit den Bohrungen 70d des ersten Bauteils 70 fluchtet.
Durch die fluchtenden Bohrungen 70d, 72a ist ein Bolzen (nicht gezeigt) hindurchgeführt,
der eine gelenkige Verbindung beider Bauteile 70, 72 ermöglicht. Über die dritte gelenkige
Verbindung 34 an der ersten Fahrzeugseite 16 und die dritte gelenkige Verbindung 34
an der zweiten Fahrzeugseite 17 kann jeder der beiden Seitenschwimmkörper 20, 21 in
zueinander entgegengesetzter Richtung ausgeschwenkt werden (vgl. Fig. 4).
[0086] Um das Ausschwenken der Seitenschwimmkörper 20, 21 zu automatisieren, ist, wie in
Fig. 3 zu erkennen ist, an jedem Seitenschwimmkörper 20, 21 wenigstens eine Betätigungseinrichtung
46 vorgesehen, die jeweils mit einem Scharnier 44 in Arbeitsbeziehung steht. Zusätzlich
ist bei der gezeigten Ausführungsform ein Blockierelement 47 vorgesehen, das wiederum
in Arbeitsbeziehung mit dem Scharnier 44 steht und die Kippbewegung der Seitenschwimmkörper
20, 21 ermöglicht.
[0087] Bei der in Fig. 3 gezeigten Betätigungseinrichtung 46 handelt es sich um eine Zylinder-Kolben-Einheit.
[0088] Das Scharnier 44 besteht aus einer ersten Scharnierhälfte 44a und einer zweiten Scharnierhälfte
44b, wobei die erste Scharnierhälfte 44a am Hauptschwimmkörper 12 und die zweite Scharnierhälfte
44b am Seitenschwimmkörper 20 bzw. 21 angebracht ist.
[0089] Die Zylinder-Kolben-Einheit greift an einem oberen Bereich der ersten Scharnierhälfte
44a an. Im unteren Bereich der ersten Scharnierhälfte 44a ist ein Blockierelement
47 am Hauptschwimmkörper 12 angeordnet.
[0090] Zum Ausklappen des ersten Seitenschwimmkörpers 20 übt die Zylinder-Kolben-Einheit
auf das Scharnier 44 einen Druck aus. Da eine Gleitbewegung im unteren Bereich der
ersten Scharnierhälfte 44a im Bereich des Blockierelementes 47 unterbunden ist, entsteht
ein Drehmoment, welches den Seitenschwimmkörper 20 bzw. 21 zum Kippen bringt. Der
Seitenschwimmkörper 20, 21 wird dann durch das Scharnier 44 in eine seitliche Stellung
zum Hauptschwimmkörper 12 geleitet.
[0091] Zum Einklappen des Seitenschwimmkörpers 20, 21 übt die Zylinder-Kolben-Einheit im
oberen Bereich der Scharnierhälfte 44a eine Zugkraft aus, wodurch der untere Bereich
der ersten Scharnierhälfte 44a gegen das Blockierelement 47 am Hauptschwimmkörper
12 gedrückt wird. Dabei entsteht ein Drehmoment, so dass der Seitenschwimmkörper 20,
21 in seine Transportstellung zurückgeschwenkt wird.
[0092] Wie in Fig. 5a angedeutet, greifen an jeden Seitenschwimmköper 20, 21 an zwei Positionen
jeweils eine Betätigungseinrichtung 46 mit entsprechenden Komponenten an. Die Betätigungseinrichtungen
46 eines Seitenschwimmkörpers 20, 21 sind jeweils entlang der entgegengesetzt liegenden
Seiten der Fahrbahn angeordnet. Auf dem Hauptschwimmkörper 12 sind also vier Betätigungseinrichtungen
46 verteilt.
[0093] In Fig. 11 sind die Bauteile zu erkennen, die das vollautomatische Ein- und Ausfalten
der Faltbrücke 24 regeln.
[0094] Innerhalb des ersten Seitenschwimmkörpers 20 ist eine Betätigungseinrichtung, im
gezeigten Beispiel eine Zug-Druck-Einheit 58 zu erkennen, die eine Verbindung zwischen
dem ersten Rampenelement 26 und dem ersten Seitenschwimmkörper 20 herstellt. Die Zug-Druck-Einheit
58 kann Zug- und Druckkräfte auf das erste Rampenelement 26 übertragen und somit dieses
steuern.
[0095] Die zweite gelenkige Verbindung 32 zwischen dem ersten Rampenelement 26 und dem zweiten
Rampenelement 28 umfasst ferner ein Scharnier 44 und eine damit in Arbeitsbeziehung
stehende Zylinder-Kolben-Einheit 46. Das Arbeitsprinzip ist entsprechend demjenigen,
wie oben im Zusammenhang mit dem Aus- und Einklappen der Seitenschwimmkörper 20, 21
bereits ausführlich beschrieben. Nicht gezeigt ist in Fig. 11 das Blockierelement
47, das bedarfsweise ebenfalls vorhanden ist.
[0096] Auch umfasst die vierte gelenkige Verbindung 38 zwischen dem zweiten Rampenelement
28, 28' und dem dritten Rampenelement 36 ein Scharnier 44 und eine damit in Arbeitsbeziehung
stehende Zylinder-Kolben-Einheit 46. Die Funktionsweise ist entsprechend derjenigen,
wie oben im Zusammenhang mit der Steuerung der Seitenschwimmkörper 20, 21 beschrieben
ist. Auch hier ist bedarfsweise ein nicht gezeigtes Blockierelement 47 angeordnet.
[0097] Um die Faltbrücke aus einem Transportzustand wie in Fig. 1 oder Fig. 2 gezeigt in
einen Brückenzustand wie in Fig. 10 gezeigt zu überführen, laufen die folgenden Schritte
ab:
Wie bereits oben beschrieben, ist im Transportzustand des Brückenfahrzeuges 10 die
Faltbrücke 24 in einem Hohlraum 56 angeordnet, der durch die Seitenschwimmkörper 20,
21 über ihre Aussparungen 23 und den Hauptschwimmkörper 12 definiert ist.
[0098] In einem ersten Schritt werden zunächst die beiden Seitenschwimmkörper 20, 21 jeweils
um die erste Achse 18 bzw. 50 entlang der ersten Fahrzeugseite 16 beziehungsweise
der zweiten Fahrzeugseite 17 ausgeschwenkt und liegen an der ersten Fahrzeugseite
16 bzw. zweiten Fahrzeugseite 17 an.
[0099] In einem zweiten Schritt wird das erste Rampenelement 26 um die zweite Achse 22,
die entlang der ersten Fahrzeugseite 16 verläuft, quer zur Fahrtrichtung X des Brückenfahrzeugs
10 ausgeschwenkt. In dieser Stellung des ersten Rampenelementes 26 sind das zweite
Rampenelement 28 und das dritte Rampenelement 36 unterhalb, also bodenseitig oder
wasserseitig des ersten Rampenelements 26 angeordnet (vgl. Fig. 5). Das erste Rampenelement
26 erweitert mit seinem Fahrbahnabschnitt die Fahrbahn 14 des Hauptschwimmkörpers
10 quer zur Fahrtrichtung X des Brückenfahrzeugs 10.
[0100] Damit in einem dritten Schritt das zweite Rampenelement 28 ausgefaltet werden kann,
muss zunächst das erste Rampenelement 26 um einige Grade wieder zurück in Richtung
des Hauptschwimmkörpers 12 geschwenkt, also relativ zum ersten Seitenschwimmkörper
20 angehoben werden. Das zweite Rampenelement 28 kann dann von der Stellung unterhalb
des ersten Rampenelements 26 in eine Stellung in Verlängerung des ersten Rampenelements
26 überführt werden (vgl. Fig. 6 und 7).
[0101] In einem dritten Schritt kann nun das dritte Rampenelement 36, das sich unterhalb
des zweiten Rampenelementes 28 befindet, in eine Verlängerungsstellung zum zweiten
Rampenelement 28 ausgeklappt werden. Da die zweite Seite 28b des zweiten Rampenelementes
28 bereits weit genug vom Brückenfahrzeug weg weist, muss die Faltbrücke 24 nicht
angehoben werden, damit das dritte Rampenelement 36 ausgeklappt werden kann.
[0102] In einem letzten Schritt kann dann die Faltbrücke 14 in die gewünschte Endstellung
verschwenkt werden, was durch ein Verschwenken des ersten Rampenelementes 26 um die
zweite Achse 22 erfolgt.
[0103] Soll die Faltbrücke 14 als Rampe fungieren, so wird die Brücke relativ zur Fahrbahn
14 nach unten geneigt.
[0104] Bei einer alternativen Ausführungsform ist nur das erste Rampenelement 26 ausgeschwenkt
oder das zweite Rampenelement 28 ausgeklappt. Ferner kann auf das Zurückschwenken
des ersten Rampenelemente 26 in Schritt drei dadurch verzichtet werden, dass bereits
im zweiten Schritt das erste Rampenelement 26 beim Ausschwenken in einer Position
verharrt, in der das zweite Rampenelement 28 ausgefaltet werden kann. Es versteht
sich ferner, dass vom Erfindungsgedanken auch mit einbegriffen ist, dass das zweite
Rampenelement 28 und/oder der erste Seitenschwimmkörper 20 so dimensioniert sind,
dass das zweite Rampenelement 28 auch in einer Ebene der Fahrbahn 14 ausschwenkbar
ist. Dies führt zu unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Brückenfahrzeugs 10,
wie weiter unten beschrieben wird.
[0105] Auch ist vom Erfindungsgedanken mit einbegriffen, dass das Brückenfahrzeug 10 auch
als Übersetzfahrzeug zum Transportieren von Fahrzeugen, beispielsweise von einem Ufer
zum anderen Ufer verwendet werden kann. So kann beispielsweise die Faltbrücke 24 als
Rampe dienen, über die ein Fahrzeug auf die Fahrbahn 14 des Hauptschwimmkörpers 12
des Brückenfahrzeuges 10 gelangt und dort während einer Überfahrt des Brückenfahrzeuges
10 abgestellt ist. Am anderen Ufer kann dann die Faltbrücke 24 wiederum als Rampe
dienen, so dass das Fahrzeug vom Brückenfahrzeug 10 herunterfahren kann. Es versteht
sich, dass auch mehrere Brückenfahrzeuge 10, 10' sich zu einem größeren Übersetzfahrzeug
formieren können.
[0106] Um die Fahrbahn weiter zu verlängern und damit längere Brücken auszubilden, ist im
Bereich des zweiten Seitenschwimmköpers 21, 21' ein vertikal zur Fahrtrichtung X des
Brückenfahrzeuges 10 verfahrbares Brückenelement 60 angeordnet (vgl. Fig. 6). Dieses
ist zwischen den in Längsrichtung zueinander entgegengesetzt liegenden blockartigen
Stützen 20b und oberhalb des oberen Elementes 20a des zweiten Seitenschwimmkörpers
21 angeordnet. Das Brückenelement 60 ist rechteckiger Gestalt und mit einer Fahrbahn
versehen, so dass es im hochgefahrenen Zustand die Fahrbahn quer zur Fahrtrichtung
des Brückenfahrzeuges 10 verlängert.
[0107] Die Fig. 12-14 zeigen verschiedene Kopplungsmöglichkeiten zweier Brückenfahrzeuge
10, 10'. Insbesondere zeigen die Fig. 12 -14 eine Kurzkopplung, Langkopplung und Brückenkopplung.
[0108] Bei der Kurzkopplung sind die beiden Brückenfahrzeuge 10, 10' direkt nebeneinander
angeordnet und weisen in die gleiche Fahrtrichtung. Bei dieser Kurzkopplung wird die
Faltbrücke 24 zwar geschwenkt, bleibt jedoch ansonsten im gefalteten Zustand.
[0109] Bei der Langkopplung ist zusätzlich das zweite Rampenelement 28 des ersten Brückenfahrzeuges
10 ausgeschwenkt. Eine Kopplung beider Brückenfahrzeuge 10, 10' erfolgt dann über
das zweite Rampenelement 28. Die beiden Brückenfahrzeuge 10 befinden sich im Abstand
voneinander, sind jedoch noch parallel zueinander ausgerichtet.
[0110] Bei der Brückenkopplung stehen die beiden Brückenfahrzeuge 10, 10' in entgegengesetzter
Richtung zueinander, sind also antiparallel zueinander angeordnet. Eine Kopplung der
beiden Brückenfahrzeuge 10, 10' erfolgt über ihre Brückenelemente 60, 60'. Die Faltbrücken
24, 24' dienen nicht der Kopplung der beiden Brückenfahrzeugen 10, 10'. Die Faltbrücken
der Brückenfahrzeugen 10, 10' können flexibel, je nach Bedarf mit weiteren, nicht
dargestellten Brückenfahrzeugen gekoppelt werden oder als Rampe dienen
[0111] Fig. 12 zeigt eine Kurzkopplung zweier Brückenfahrzeuge 10, 10' im Detail. Beide
Brückenfahrzeuge 10, 10' sind parallel zueinander ausgerichtet und nebeneinander angeordnet.
Die Faltbrücke 24 des ersten Brückenfahrzeuges 10 (in der Figur das linke Brückenfahrzeug)
ist zusammengefaltet und quer zur Fahrtrichtung X ausgeschwenkt, so dass das erste
Rampenelement 26 der Faltbrücke 24 mit seinem Fahrbahnabschnitt die Fahrbahn 14 des
Hauptschwimmkörpers 12 des ersten Brückenfahrzeuges 10 quer zur Fahrtrichtung X verlängert.
Die ausgeschwenkte Faltbrücke 24 ist in der Aussparung 23 des ersten Seitenschwimmkörpers
20 des ersten Brückenfahrzeuges 10 und der Aussparung 23' des zweiten Seitenschwimmkörpers
21' des zweiten Brückenfahrzeuges 10' gelagert und kann bei Belastung von beiden Seitenschwimmkörper
20; 21' gestützt werden.
[0112] Das erste Rampenelement 26 des ersten Brückenfahrzeuges 10 ist mit Kopplungsmitteln
an seiner zweiten Seite 26b, die mit Gegenkopplungsmitteln 74' am Hauptschwimmkörper
10' des zweiten Brückenfahrzeuges 10' wechselwirken, mit dem zweiten Brückenfahrzeug
10' gekoppelt. Die dadurch gebildete gesamte Fahrbahn reicht von der Fahrbahn 14 des
ersten Brückenfahrzeuges 10 über den Fahrbahnabschnitt des ersten Rampenelements 26
des ersten Brückenfahrzeuges 10 bis hin zum Fahrbahnabschnitt 14' des zweiten Brückenfahrzeuges
10'. Da auch bei dem zweiten Brückenfahrzeug 10' die Faltbrücke 24' ausgeschwenkt
ist, umfasst die gesamte Fahrbahn sogar noch den Fahrbahnabschnitt des ersten Rampenelements
26' des zweiten Brückenfahrzeuges 10'. Bei den Kopplungsmitteln am ersten Rampenelement
26 des ersten Brückenfahrzeuges 10 handelt es sich um die in Zusammenhang mit Fig.
4b beschriebenen Zähne 33.
[0113] Fig. 13 zeigt eine Langkopplung zweier Brückenfahrzeuge 10, 10'. Die Anordnung der
Brückenfahrzeuge 10, 10' ist im Wesentlichen gleich zu Fig. 12, allerdings ist jeweils
auch das zweite Rampenelement 28, 28' sowohl bei der Faltbrücke 24 des ersten Brückenfahrzeuges
10 als auch bei der Faltbrücke 24' des zweiten Brückenfahrzeuges 10' ausgeklappt.
Über Kopplungsmittel an der zweiten Seite 28b des zweiten Rampenelementes 28 der Faltbrücke
24 des ersten Brückenfahrzeuges 10, die mit den Gegenkopplungsmitteln 74' am Hauptschwimmkörper
12' des zweiten Brückenfahrzeuges 10' wechselwirken, sind die beiden Brückenfahrzeuge
10, 10', wie bereits in Zusammenhang mit Fig. 12 beschrieben, miteinander gekoppelt.
[0114] Fig. 14 zeigt eine Brückenkopplung zweier Brückenfahrzeuge 10, 10'. Die Brückenfahrzeuge
10, 10' sind zueinander entgegengesetzt gerichtet, also antiparallel angeordnet. Sowohl
das erste Brückenfahrzeug 10 als auch das zweite Brückenfahrzeug 10' sind mit einer
vollständig ausgeklappten Faltbrücke 24, 24' gezeigt. Zwischen den Brückenfahrzeugen
10, 10' ist jeweils das vertikal verfahrbare Brückenelement 60, 60' nach oben gefahren
und verlängert somit auch die Fahrbahn über die zweiten Seitenschwimmkörper 21, 21'
beider Brückenfahrzeuge 10, 10'. Die gezeigte Anordnung stellt die maximale Fahrbahnstrecke
dar, die zwei Brückenfahrzeuge 10, 10' zusammen, ohne weitere Hilfsmittel, erreichen
können.
[0115] Um zu verhindern, dass die beiden Brückenfahrzeuge 10, 10' auseinanderdriften, sind
sowohl außen am zweiten Seitenschwimmkörper 21 des ersten Brückenfahrzeuges 10 Kopplungsmittel
76 vorgesehen als auch Gegenkopplungsmittel 76' außen am zweiten Seitenschwimmkörper
21' des zweiten Brückenfahrzeuges 10', die miteinander gekoppelt sind.
[0116] Es versteht sich, dass die Brückenanordnung durch weitere Brückenfahrzeuge entsprechend
erweitert werden kann.
[0117] Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform können anstelle der beschriebenen Gelenke
andere, aus dem Stand der Technik bekannte Gelenkverbindungen vorgesehen sein, die
ein Schwenken der Rampenteile bzw. der Seitenschwimmkörper ermöglichen. Ebenfalls
können statt der beschriebenen Betätigungseinrichtungen andere, aus dem Stand der
Technik bekannte Betätigungseinrichtungen eingesetzt werden.
1. Amphibisches Brückenfahrzeug mit einem eigenen Antrieb und Steuerungsmöglichkeit für
die Fortbewegung im Wasser und auf dem Land, mit einem Hauptschwimmkörper (12; 12'),
mit einer Fahrbahn (14; 14') und mit einer sich entlang der Fahrtrichtung (X) des
Brückenfahrzeuges (10; 10') erstreckenden ersten Fahrzeugseite (16; 16'), wobei sich
entlang der ersten Fahrzeugseite (16; 16') eine erste Achse (18; 18') und eine zweite
Achse (22; 22') erstrecken, wobei an dem Hauptschwimmkörper (12; 12') ein erster Seitenschwimmkörper
(20; 20'), der um die erste Achse (18; 18') schwenkbar gelagert ist, und eine Faltbrücke
(24; 24'), die um die zweite Achse (22; 22') quer zur Fahrtrichtung (X) schwenkbar
gelagert ist, angeordnet sind, wobei die Faltbrücke (24; 24') umfasst
- ein erstes Rampenelement (26; 26') mit zwei entgegengesetzt liegenden Seiten (26a,
26b; 26a', 26b') und
- ein zweites Rampenelement (28; 28') mit einer ersten Seite (28a; 28a') und einer
zur ersten Seite (28a; 28a') entgegengesetzt liegenden zweiten Seite (28b; 28b'),
wobei eine Seite (26a; 26a') des ersten Rampenelementes (26; 26') mit dem Brückenfahrzeug
(10; 10') über eine erste gelenkige Verbindung (30; 30') schwenkbar verbunden ist
und die andere Seite (26b; 26b') des ersten Rampenelementes (26; 26') über eine zweite
gelenkige Verbindung (32; 32') mit der ersten Seite (28a; 28a') des zweiten Rampenelementes
(28; 28') schwenkbar verbunden ist und wobei der erste Seitenschwimmkörper (20; 20')
über eine dritte gelenkige Verbindung (34; 34') mit dem Brückenfahrzeug (10; 10')
schwenkbar verbunden ist.
2. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Achse (18; 18',) um die der erste Seitenschwimmkörper (20; 20') schwenkbar
gelagert ist, und die zweite Achse (22; 22',) um die die Faltbrücke (24; 24') schwenkbar
gelagert ist, identisch sind.
3. Amphibisches Brückenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der zweiten Seite (28b; 28b') des zweiten Rampenelementes (28; 28') ein drittes
Rampenelement (36; 36') über eine vierte gelenkige Verbindung (38; 38') gelenkig mit
dem zweiten Rampenelement (28; 28') verbunden ist.
4. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Transportzustand des Brückenfahrzeuges (10; 10') das erste Rampenelement
(26; 26'), das zweite Rampenelement (28; 28') und das dritte Rampenelement (36; 36')
aufeinanderliegend auf dem Hauptschwimmkörper (12; 12') des Fahrzeuges (10; 10') angeordnet
sind, wobei das dritte Rampenelement (36; 36') zwischen dem ersten Rampenelement (26;
26') und dem zweiten Rampenelement (28; 28') gelagert ist.
5. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rampenelement (26; 26') auf dem Hauptschwimmkörper (12; 12') gelagert ist.
6. Amphibisches Brückenfahrzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Rampenelement (28; 28') eine Oberseite mit einem Obergurt (40) und eine
Unterseite mit einem Untergurt (42) aufweist, wobei die zweite gelenkige Verbindung
(32; 32') im Bereich des Untergurtes (42) des zweiten Rampenelementes (28; 28') angeordnet
ist und/oder das dritte Rampenelement (36; 36') eine Oberseite mit einem Obergurt
(40) und eine Unterseite mit einem Untergurt (42) aufweist, wobei die vierte gelenkige
Verbindung (38; 38') im Bereich des Untergurtes (42) des dritten Rampenelementes (36;
36') angeordnet ist.
7. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Obergurt wenigstens eine lösbare Verbindungsvorrichtung vorgesehen ist, die das
zweite Rampenelement mit dem ersten Rampenelement oder das zweite Rampenelement mit
dem dritten Rampenelement verbindet.
8. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite und/oder die vierte gelenkige Verbindung an einer Seite eines Rampenelements
angeordnet ist, die in einem ausgeklappten Zustand der Faltbrücke zum benachbarten
Rampenelement weist.
9. Amphibisches Brückenfahrzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich einer oder mehrerer der folgenden Elemente: zweite gelenkige Verbindung
(32; 32'), dritte gelenkige Verbindung (34; 34') und vierte gelenkige Verbindung (38;
38') jeweils eine Betätigungseinrichtung (46) vorgesehen ist.
10. Amphibisches Brückenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptschwimmkörper (12; 12') eine der ersten Fahrzeugseite (16; 16') entgegengesetzt
liegende zweite Fahrzeugseite (17; 17') aufweist und dass ein um eine Achse (50; 50')
entlang der zweiten Fahrzeugseite (17; 17') schwenkbarer zweiter Seitenschwimmkörper
(21; 21') am Hauptschwimmkörper (12; 12') angeordnet ist.
11. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Seitenschwimmkörper (20; 20') und der zweite Seitenschwimmkörper (21; 21')
jeweils über eine Aussparung (23) verfügen.
12. Amphibisches Brückenfahrzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Transportzustand des Brückenfahrzeuges (10; 10') die Aussparungen (23) des
ersten Seitenschwimmkörpers (20; 20') und des zweiten Seitenschwimmkörpers (21; 21')
einen Hohlraum (56) bilden, in dem die zusammengefaltete Faltbrücke (24; 24') anordenbar
ist.
13. Amphibisches Brückenfahrzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am ersten Seitenschwimmkörper (20; 20') wenigstens eine Betätigungseinrichtung angeordnet
ist, die geeignet ist, das erste Rampenelement (26; 26') zu verschwenken.
14. Amphibisches Brückenfahrzeug nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Aussparung (23) des zweiten Seitenschwimmkörpers (21; 21') ein Brückenelement
(60; 60') angeordnet ist, wobei das Brückenelement (60; 60') vorzugweise vertikal
verfahrbar ist.
15. Anordnung amphibischer Brückenfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei amphibische Brückenfahrzeuge (10; 10') mit den Merkmalen nach einem
der Ansprüche 1 bis 13 nebeneinander angeordnet sind.
16. Anordnung amphibischer Brückenfahrzeuge nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei amphibische Brückenfahrzeuge zueinander parallel oder antiparallel ausgerichtet
sind.
17. Anordnung amphibischer Brückenfahrzeuge nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei amphibischen Brückenfahrzeuge (10; 10') mittels Kopplungsmitteln
(74, 74'; 76, 76') an einem oder mehrerer ihrer folgenden Elemente: Hauptschwimmkörper
(12; 12'), Rampenelement (26, 26'; 28, 28'; 36, 36') und/oder Seitenschwimmkörper
(20, 20'; 21, 21') miteinander koppelbar sind.