[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebefenstervorrichtung, umfassend einen rechteckigen
Fensterrahmen zum Einbauen in einen Fensterausschnitt nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Sehr große, öffenbare Fensterformate können nur als Schiebefenster ausgeführt werden.
Um einen quasi nahtlosen Übergang zwischen Wohnraum und Natur zu erzielen, besteht
häufig der Wunsch nach einer rahmenlosen Verglasung, d. h. einer Verglasung, bei der
die Rahmen nicht sichtbar angeordnet sind. Hierzu werden Rahmenprofile vollständig
in Boden, Decke und Wände eingepasst, welche die Fensterelemente aufnehmen. Dabei
kommen regelmäßig Aluminiumprofile zum Einsatz, welche die erheblichen Lasten der
Fensterelemente aufnehmen. In der
EP 3 095 946 A1 ist eine Schiebefenstervorrichtung beschrieben, bei der die Rahmen aus einem umlaufenden
Kunststoffprofil gebildet sind, in das bodenseitig Statikelemente eingebracht sind,
die über Krafteinleitungsstützen die einwirkenden Lasten der Fensterelemente aufnehmen.
In dem bodenseitigen Profilteil sind weiterhin Rollen in einer Geraden fluchtend angeordnet,
auf denen das verschiebbare Fensterelement aufliegt und über die dieses Fensterelement
verschiebbar ist.
[0003] Diese vorbekannte Schiebefenstervorrichtung zeichnet sich durch eine dezente, minimalistische
Gestaltung aus, bei der die Fensterscheiben rahmenlos über dem Boden zu schweben scheinen.
Bei näherer Betrachtung des Bodenprofils ist jedoch der nicht von dem verschiebbaren
Fensterelement verdeckte Kanal sichtbar, in dem die Rollen, auf denen das Fensterelement
verschiebbar ist, gelagert sind. Dieser Kanal mit dem in diesen angeordneten Rollen
stört den Gesamteindruck der ansonsten sehr dezenten Schiebefenstervorrichtung.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Schiebefenstervorrichtung der vorgenannten Art bereitzustellen, bei der auch
bei geöffneter Position des verschiebbaren Fensterelements kein mit Rollen bestückter
Kanal zu sehen ist. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Schiebefenstervorrichtung
mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Mit der Erfindung ist eine Schiebefenstervorrichtung bereitgestellt, bei der auch
in geöffneter Position des verschiebbaren Fensterelements kein mit Rollen bestückter
Kanal zu sehen ist. Dadurch, dass parallel zu dem Führungsschacht auf der Seite des
ersten Fensterelements ein horizontaler Einschubschacht angeordnet ist, der eine Schlittenplatte
aufnimmt, die in Richtung des Führungsschachtes bewegbar ist und an der wenigstens
eine Lamelle schwenkbar befestigt ist, die über ein Federelement gegen den zweiten
Flügel vorgespannt ist, wobei die Breite der Schlittenplatte und der wenigstens einen
Lamelle größer ist, als die Breite des Führungsschachtes, ist beim Öffnen des verschiebbaren
Fensterelementes ein Verdecken des von diesem freigegebenen, mit der Rollenanordnung
versehenen Führungsschachtes durch die Schlittenplatte mit der an dieser angeordnete
wenigstens einen Lamelle ermöglicht.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung ist der Einschubschacht durch eine Abdeckplatte begrenzt,
die an dem Bodenprofil beabstandet zu diesem und dieses bereichsweise überdeckend
angeordnet ist. Hierdurch ist eine Gestaltung in Art eines Schubladenfachs erzielt,
in das die Schlittenplatte hineinbewegbar ist. Bevorzugt ist die Abdeckplatte rechteckig
ausgebildet und erstreckt sich bis zum Führungsschacht hin.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung ist die Schlittenplatte mit einer Schwenkplatte schwenkbar
verbunden, die mit einer Führungsplatte schwenkbar verbunden ist, wobei die Schlittenplatte
orthogonal zu dem Führungsschacht verschiebbar geführt ist und wobei die Führungsplatte
längst des Einschubschachtes verschiebbar geführt ist. Hierdurch ist eine der Schiebestellung
des verschiebbaren Fensterelements folgende Verdeckung des Führungsschachtes ermöglicht.
Dabei ist die Schlittenplatte bevorzugt über ein Federelement gegen das zweite Fensterelement
vorgespannt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Schlittenplatte eine quer zu dieser
angeordnete Führungsnut auf, in die ein in dem Einschubschacht quer zu diesem angeordneter
Führungssteg eingreift. Hierdurch ist eine geführte, gerade Verschiebung der Schlittenplatte
erzielt. Bevorzugt ist die Führungsnut durch zwei parallel beabstandet zueinander
angeordnete Gleitstege oder durch ein Profil mit C-förmigem Querschnitt gebildet.
Vorteilhaft ragen die Gleitstege oder das Profil über die Schlittenplatte und/oder
der Führungssteg über den Einschubschacht hinaus.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung sind die Abdeckplatte, Schlittenplatte, die Schwenkplatte
und/oder die Führungsplatte sowie die wenigstens eine Lamelle in Form von dünnen Aluminium-
oder Kunststoffplatten gebildet. Hierdurch ist eine optisch ansprechende sowie mechanisch
widerstandsarm bewegbare Abdeckanordnung ermöglicht.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung ist die wenigstens eine Lamelle auf der dem bodenseitigen
Profilteil zugewandten Unterseite der Schlittenplatte mit dieser verbunden. Hierdurch
ist eine von der Schlittenplatte verdeckte Verbindung der Lamelle erzielt.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die wenigstens eine Lamelle über jeweils
ein Federelement, bevorzugt eine Torsionsfeder gegen das zweite Fensterelement vorgespannt.
Hierdurch ist ein mechanisches Verschwenken der Lamelle durch Kontakt mit dem verschiebbaren
Fensterelement erzielt.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind wenigstens zwei Lamellen schwenkbar
zueinander angeordnet, wobei die Lamellen zwei rechtwinklig miteinander verbundene
Seitenkanten aufweisen, derart, dass eine Seitenkante aller Lamellen sich in einer
Schwenkposition der Lamellen zu einer Geraden ergänzen. Hierdurch ist eine Abdeckkette
gebildet, die der Bewegung der Schwenkplatte folgend eine kontinuierliche Abdeckung
des Führungsschachtes ermöglicht.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung ist an dem bodenseitigen Profilteil längs des Führungsschachtes
dem Einschubschacht gegenüberliegend eine Nut zum Eingriff des Schlittenteils und
der Lamellen angeordnet. Hierdurch ist eine gute Führung der wenigstens einen Lamelle
sowie eine Trittbelastbarkeit der durch das Schlittenteil mit der an diesem befestigten
wenigstens einen Lamelle erzielt. Bevorzugt ist die Nut durch ein Profil mit im Wesentlichen
U-förmigem Querschnitt gebildet, das auf dem bodenseitigen Profilteil befestig ist.
[0014] In Ausgestaltung der Erfindung ist auf dem bodenseitigen Profilteil oder in dem an
dieses angrenzenden seitlichen Profilteil eine quer zu dem bodenseitigen Profilteil
angeordnete Nut zur Führung der Schlittenplatte vorhanden. Hierdurch ist die geführte
Bewegung der Schlittenplatte unterstützt sowie deren Trittbelastbarkeit verbessert.
[0015] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung einer Schiebefenstervorrichtung;
- Figur 2
- die schematische Darstellung des bodenseitigen Profilteils des Fensterrahmens der
Schiebefenstervorrichtung aus Figur 1 mit verschiebbarem Fensterelement im Querschnitt;
- Figur 3
- die schematische Darstellung des bodenseitigen Profilteils des Fensterrahmens der
Schiebefenstervorrichtung aus Figur 1 mit verschiebbarem und festem Fensterelement
im Querschnitt;
- Figur 4
- die schematische vereinfachte Darstellung des Verschließmechanismus des bodenseitigen
Profilteils der Schiebefenstervorrichtung in Figur 1 in offener Position des verschiebbaren
Fensterelements
- a) in einer Ansicht von oben;
- b) in einer Ansicht von der Seite:
- Figur 5
- die schematische vereinfachte Darstellung des Verschließmechanismus des bodenseitigen
Profilteils der Schiebefenstervorrichtung in Figur 1 in teiloffener Position des verschiebbaren
Fensterelements
- a) in einer Ansicht von oben;
- b) in einer Ansicht von der Seite:
- Figur 6
- die schematische vereinfachte Darstellung des Verschließmechanismus des bodenseitigen
Profilteils der Schiebefenstervorrichtung in Figur 1 in geschlossener Position des
verschiebbaren Fensterelements
- a) in einer Ansicht von oben;
- b) in einer Ansicht von der Seite.
[0016] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Schiebefenstervorrichtung besteht im Wesentlichen
aus einem rechteckigen Fensterrahmen 1, der aus einem umlaufenden Profil gebildet
ist, das ein feststehendes Fensterelement 2 sowie ein verschiebbares Fensterelement
3 aufnimmt und bodenseitig auf einer Basiszarge 14 gelagert ist.
[0017] In den Figuren 2 und 3 ist der im Rahmen der vorliegenden Erfindung relevante untere
Abschnitt einer Schiebefenstervorrichtung gezeigt. Einzelheiten des oberen Bereichs
mit Decken und Seitenprofilen sind beispielsweise in der
EP 3 095 946 A1 beschrieben. Das bodenseitige Profilteils 11 umfasst einen ersten Innenschacht 111
zur Aufnahme des feststehenden Fensterelements 2 und einen neben dem Innenschacht
111 angeordneten zweiten Führungsschacht 112 zur Aufnahme des verschiebbaren Fensterelements
3. Der Innenschacht 111 sowie der Führungsschacht 112 setzen auf eine Anordnung von
parallel zueinander angeordneten Stegen 113 auf, durch die Kanäle zur Aufnahme von
Statikelementen 115 begrenzt sind.
[0018] In dem das verschiebbare Fensterelement 4 aufnehmenden Führungsschacht 112 sind drei
Kanäle angeordnet, wobei in die äußeren beiden Kanäle jeweils ein in Form eines Rechteckstabes
ausgebildetes Statikelement 115 zur Lasteinleitung auf die Basiszarge 14 eingeschoben
ist. Der mittlere Kanal nimmt eine Rollenanordnung 16 auf, mit entlang einer Geraden
fluchtend angeordneten Stützrollen auf.
[0019] Die Stützrollen sind in einer Stützrollenschiene 17 gelagert, die beidseitig des
mittleren Kanals auf den Querstreben der die Statikelemente 115 aufnehmenden Kanäle
aufliegt, wodurch die Lastabtragung über die Statikelemente 115 erfolgt.
[0020] Innenschacht 111 und Führungsschacht 112 sind außen durch vertikale Stützstreben
117 begrenzt, welche im eingebauten Zustand des bodenseitigen Profilteils 2 in einem
gebäudeseitigen Einbauspalt mit dem Außenbelag sowie dem Oberboden des inneren Wohnbereichs
fluchten. Innen sind die beiden Schächte 111, 112 durch einen Mitteldom 114 begrenzt.
[0021] Den das feststehende Fensterelement 3 aufnehmende Innenschacht 111 des bodenseitigen
Profilteils 11 überdeckend ist ein Einschubschacht 4 angeordnet, der durch eine Abdeckplatte
41 begrenzt ist, die über ein Winkelstück 42 an der vertikalen Stützstrebe 117 des
Innenschachtes 111 befestigt ist. Der Einschubschacht nimmt eine Schlittenplatte 51
einer Verschließmechanik 5 auf.
[0022] Die Verschließmechanik 5 besteht in Wesentlichen aus der Schlittenplatte 51, einer
schwenkbar mit dieser verbundenen Schwenkplatte 52 sowie einer Führungsplatte 53,
die schwenkbar mit der Schwenkplatte 52 verbunden ist. Im Ausführungsbeispiel sind
die Schlittenplatte 51, die Schwenkplatte 52 und die Führungsplatte 53 aus Aluminiumblech
hergestellt.
[0023] Die Führungsplatte 53 ist in zwei gegenüberliegend auf der dem Innenschacht 111 zugewandten
Unterseite der Abdeckplatte 41 angeordneten U-Profilen 43 eingeschoben, wodurch die
Führungsplatte 53 unter der Abdeckplatte 41 parallel zum verschiebbaren Fensterelement
2 verschiebbar gelagert ist.
[0024] Die Schlittenplatte 51 weist auf ihrer der Abdeckplatte 41 zugewandten Oberseite
ein C-Profilstück 511 auf, das mit einem an der Unterseite der Abdeckplatte 41 angeordneten
Führungssteg 44 mit I-förmigem Querschnitt im Eingriff ist. Die Schlittenplatte 51
ist so unter der Abdeckplatte orthogonal zum Führungsschacht 112 des bodenseitigen
Profilteils 11 verschiebbar gelagert. Weiterhin ist die Schlittenplatte 51 in einem
U-Profil 121 geführt, das hierzu unterhalb der Abdeckplatte an dem Profilteil 12 befestigt
ist, das an der dem feststehenden Fensterelement 2 gegenüberliegenden Seite an das
bodenseitige Profilteil 11 angestellt ist.
[0025] An ihrem der Schwenkplatte 52 zugewandten Ende ist an der Schlittenplatte 51 unterhalb
der Schwenkplatte 52 eine erste Lamelle 54 schwenkbar angeordnet, an der eine zweite
Lamelle 55 schwenkbar befestigt ist. Die beiden Lamellen 54, 55 weisen eine Außenkontur
in Form eines Dreiviertelkreises auf, dessen Enden mit jeweils einer von zwei rechtwinklig
zueinander angestellten Geraden übergehen. Im Ausführungsbeispiel sind auch die Lamellen
54, 55 aus Aluminiumblech hergestellt.
[0026] Auf der Stützstrebe 117 des Führungsschachtes 112 ist in Flucht mit dieser ein U-Profil
118 angeordnet, das über ein Winkelstück 119 an der Stützstrebe 11 des Führungsschachtes
112 befestigt ist. In geöffneter Position des verschiebbaren Fensterelements 3 liegen
die Lamellen 54, 55 mit einer geraden Außenkante, die in dieser Position eine Gerade
bilden, gemeinsam mit der Schlittenplatte 51 an dem U-Profil 118 an, das diese aufnimmt.
Dabei sind die Lamellen 54, 55 jeweils über eine - nicht dargestellte - Torsionsfeder
mit ihrer rechtwinkligen Ecke gegen das verschiebbare Fensterlelement 3 vorgespannt.
Die Schlittenplatte 51 ist über eine - nicht dargestellte - Spiralfeder gegen das
U-Profil 118 vorgespannt.
[0027] Die Funktion der Verschließmechanik 5 ist in den Figuren 4 bis 6 dargestellt. In
Figur 4 befindet sich das verschiebbare Fensterelement 3 in der geöffneten Position.
Die Lamellen 54, 55 sowie die Schlittenplatte 51 liegen an dem U-Profil 118 der Stützstrebe
117 des Führungsschachtes 112 an, das diese aufnimmt.
[0028] Der Führungsschacht 112 ist über die Schlittenplatte 51 und die Lamellen 54, 55 verschlossen.
Die Führungsplatte 53, die über die Schwenkplatte 52 mit der Schlittenplatte 51 gelenkig
verbunden ist, ist in einer vorderen Position.
[0029] Wird das verschiebbare Fensterelement 3 in Richtung Schließposition verschoben, drückt
dieses gegen die Lamelle 54 und verdreht diese, wodurch die Schlittenplatte 51 entlang
dem Führungssteg 44 in Richtung Innenschacht 111 bewegt wird. Hierdurch wird die gelenkig
mit der Schlittenplatte verbundene Schwenkplatte 52 verschwenkt, wodurch die Führungsplatte
in eine hintere Stellung verschoben wird (Figur 5). Hat das verschiebbare Fensterelement
3 seine Schließposition erreicht, befinden sich Schlittenplatte 51, Lamellen 54, 55
und Schwenkplatte 52 vollständig unter der Abdeckplatte 41 im Einschubschacht 4. Die
Schwenkplatte 52 ist in dieser Position gerade in Flucht mit der Schlittenplatte 51
und der Führungsplatte 53. Die Führungsplatte 53 befindet sich in der hinteren Position
(Figur 6).
1. Schiebefenstervorrichtung, umfassend einen rechteckigen Fensterrahmen zum Einbauen
in einen Fensterausschnitt, in welchem Fensterrahmen ein erstes, feststehendes und
ein zweites, verschiebbares Fensterelement angeordnet sind, wobei der Fensterrahmen
aus einem umlaufenden Profil gebildet ist, das ein bodenseitiges Profilteil, ein deckenseitiges
Profilteil und zwei seitliche Profilteile umfasst, wobei das bodenseitige Profilteil
einen Führungsschacht aufweist, in der eine Rollenanordnung vorhanden ist, auf der
das zweite Fensterelement gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Führungsschacht (112) auf der Seite des ersten Fensterelements (2)
ein horizontaler Einschubschacht (4) angeordnet ist, der eine Schlittenplatte aufnimmt
(51), die in Richtung des Führungsschachtes (112) bewegbar ist und an der wenigstens
eine Lamelle (54, 55) schwenkbar befestigt ist, die über ein Federelement gegen den
zweiten Flügel (3) vorgespannt ist, wobei die Breite der Schlittenplatte (51) und
der wenigstens einen Lamelle (54, 55) größer ist, als die Breite des Führungsschachtes
(112).
2. Schiebefenstervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschubschacht (4) durch eine Abdeckplatte (41) begrenzt ist, die an dem bodenseitigen
Profilteil (11) beabstandet zu diesem und dieses bereichsweise überdeckend angeordnet
ist, wobei die Abdeckplatte (41) vorzugsweise rechteckig ausgebildet ist und sich
bis zum Führungsschacht (112) hin erstreckt.
3. Schiebefenstervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlittenplatte (51) mit einer Schwenkplatte (52) schwenkbar verbunden ist, die
mit einer Führungsplatte (53) schwenkbar verbunden ist, wobei die Schlittenplatte
(51) orthogonal zu dem Führungsschacht (112) verschiebbar geführt ist und die Führungsplatte
(53) längs des Einschubschachtes (4) verschiebbar geführt ist.
4. Schiebefenstervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlittenplatte (51) eine quer zu dieser angeordnete Führungsnut aufweist, in
die ein in dem Einschubschacht (4) quer zu diesem angeordneter Führungssteg (44) eingreift.
5. Schiebefenstervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsnut durch zwei parallel beabstandet zueinander angeordnete Gleitstege
oder durch ein Profil (511) mit C-förmigem Querschnitt gebildet ist.
6. Schiebefenster nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitstege oder das Profil (511) über die Schlittenplatte (51) hinausragt und/oder
dass der Führungssteg (44) über den Einschubschacht (4) hinausragt.
7. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (41), die Schlittenplatte (51), die Schwenkplatte (52) und/oder
die Führungsplatte (53) sowie die wenigstens eine Lamelle (54, 55) in Form von dünnen
Aluminium- oder Kunststoffplatten gebildet sind.
8. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lamelle (54, 55) auf der dem bodenseitigen Profilteil (11) zugewandten
Unterseite der Schlittenplatte (51) mit dieser verbunden ist.
9. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlittenplatte (51) über ein Federelement gegen das verschiebbare Fensterelement
(3) vorgespannt ist.
10. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lamelle (54, 55) über jeweils ein Federelement, bevorzugt eine
Torsionsfeder gegen das verschiebbare Fensterelement (3) vorgespannt ist.
11. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Lamellen (54, 55) schwenkbar zueinander angeordnet sind, wobei die
Lamellen (54. 55) zwei rechtwinklig miteinander verbundene Seitenkanten aufweisen,
derart, dass eine Seitenkante aller Lamellen (54, 55) sich in einer Schwenkposition
der Lamellen (54, 55) zu einer Geraden ergänzen.
12. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem bodenseitigen Profilteil (11) längs des Führungsschachtes (112) dem Einschubschacht
(4) gegenüberliegend eine Nut zum Eingriff des Schlittenteils (51) und der Lamellen
(54, 55) angeordnet ist.
13. Schiebefensteranordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut durch ein Profil (118) mit im Wesentlichen U-förmigem Querschnitt gebildet
ist, das auf dem bodenseitigen Profilteil (11) befestigt ist.
14. Schiebefensteranordnung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem bodenseitigen Profilteil (11) oder in dem an dieses angrenzenden seitlichen
Profilteil (12) eine quer zu dem bodenseitigen Profilteil (11) angeordnete Nut zur
Führung der Schlittenplatte (51) vorhanden ist.