[0001] Die Erfindung betrifft einen Elektrorollstuhl der im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Art.
[0002] Derartige Elektrorollstühle sind allgemein bekannt. Zur Verbesserung ihrer Funktionalität
und zur Anpassung an unterschiedliche Krankheitsbilder können die bekannten Elektrorollstühle
relativ zueinander elektromotorisch verstellbare Stützteile zur Abstützung einer in
dem Rollstuhl sitzenden Person aufweisen, wobei die Stützteile mittels wenigstens
einer elektromotorischen Antriebseinrichtung relativ zueinander verstellbar sind und
wobei die Steuerungseinrichtung mit der oder jeder elektromotorischen Antriebseinrichtung
in Steuerungsverbindung steht zur Steuerung der elektromotorischen Verstellung der
Stützteile relativ zueinander. Die Stützteile können neben einer verstellbaren Sitzfläche
beispielsweise eine Rückenlehne, eine Beinstütze und Armlehnen aufweisen. Entsprechend
der jeweiligen Ausführung kann die elektromotorische Verstellung der Stützteile relativ
zueinander so koordiniert werden, dass der Elektrorollstuhl therapeutisch begründete
Bewegungen ausführt. Beispielsweise und insbesondere können die Stützteile so verstellt
werden, dass eine Aufstehfunktion realisiert wird, die den Benutzer des Rollstuhls
beim Aufstehen aus dem Rollstuhl unterstützt oder es ihm ermöglicht, zumindest für
einen bestimmten Zeitraum gestützt durch die Stützteile zu stehen.
[0003] Dabei ist dem oder jedem elektromotorisch verstellbaren Stützteil ein Sensor zum
Abfühlen der jeweiligen Verstelllage während der Verstellung zugeordnet, wobei den
Grenzpositionen (Endlagen) der Verstellbewegung jeweils ein Grenzpositions-Sensorsignal
zugeordnet ist und wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet und programmiert
ist, dass während einer Verstellung des Stützteils mittels der elektromotorischen
Antriebseinrichtung dieselbe stillgesetzt wird, wenn durch Auswertung des jeweiligen
Grenzpositions-Sensorsignales festgestellt wird, dass eine Grenzposition der Verstellbewegung
erreicht ist. Eine Verstellbewegung eines Stützteils wird also durch den jeweiligen
Sensor überwacht, sodass die zugeordnete elektromotorische Antriebseinrichtung durch
die Steuerungseinrichtung zuverlässig stillgesetzt wird, wenn während der Verstellung
eine Grenzposition der Verstellbewegung erreicht wird.
[0004] Auch wenn in der Steuerung eines Elektrorollstuhls Sicherheitsmechanismen programmiert
sind, die auch ohne Einstellung der Grenzpositionen aus Sicherheitsgründen nicht zugelassene
Bewegungen der Stützteile verhindern, ist die mittels der Grenzpositionsjustierung
realisierte Abschaltung der elektromotorischen Antriebseinrichtung in den jeweiligen
Grenzpositionen der Verstellbewegung aus Sicherheitsgründen von Bedeutung, um während
der Verstellung konstruktiv vorgegebene Grenzen der Verstellung nicht zu überschreiten.
Zum anderen ist die sensorische Überwachung der Verstellbewegung wichtig, um sicherzustellen,
dass an das individuelle Krankheitsbild des Endbenutzers angepasste und durch entsprechende
Einstellung der Steuerungseinrichtung patientenindividuell eingestellte Grenzpositionen
der Verstellbewegung nicht überschritten werden. Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig,
dass die werksseitig oder im Rahmen eines Service eingestellten Grenzpositionen der
Verstellbewegung von dem Endbenutzer des Rollstuhles nicht verändert werden können,
um insbesondere Verstelllagen zu vermeiden, die unter Berücksichtigung des patientenindividuellen
Krankheitsbildes vermieden werden sollten.
[0005] Zur Einstellung der Grenzpositionen ist die Steuerungseinrichtung zur Ansteuerung
der elektromotorisch betriebenen Baugruppen des Rollstuhles derart ausgebildet und
programmiert, dass sie zwischen einem Betriebsmodus, in dem die elektromotorisch betriebenen
Baugruppen des Rollstuhles betriebsbereit sind, und einem geschützten Einstellmodus
umschaltbar ist. In dem Betriebsmodus kann der Benutzer sämtliche Verstellfunktionen
im Rahmen der voreingestellten Grenzpositionen nutzen. Die Einstellung dieser Grenzpositionen
ist demgegenüber ausschließlich in dem geschützten Modus möglich. Um zu verhindern,
dass ein Endbenutzer des Rollstuhls in unerwünschter Weise in den geschützten Modus
gelangt, ist der Übergang in den geschützten Modus nur mit besonderen Maßnahmen möglich,
die ausschließlich einem entsprechend autorisierten Techniker, beispielsweise einem
Servicetechniker, nicht aber dem Endbenutzer des Rollstuhles zur Verfügung stehen.
[0006] Aus dem Stand der Technik ist es beispielsweise bekannt, über eine Schnittstelle
einen externen Rechner an die Steuerungseinrichtung des Rollstuhles anzuschließen,
um mittels einer speziellen Software in den geschützten Modus zu gelangen und in diesem
die Einstellung der Grenzpositionen der jeweiligen elektromotorischen Antriebseinrichtungen
vorzunehmen. Nach dem Trennen der Verbindung zwischen dem externen Rechner und der
Steuerungseinrichtung des Elektrorollstuhls wird die Steuerungseinrichtung wieder
in den Betriebsmodus versetzt, in dem die Fahr- und Verstellfunktionen von dem Endbenutzer
des Elektrorollstuhls genutzt werden können, jedoch keine Möglichkeit besteht, die
Grenzpositionen einzustellen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rollstuhl der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art anzugeben, bei dem die Bedienbarkeit, beispielsweise und
insbesondere im Servicefall, verbessert ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
[0009] Die Erfindung sieht vor, dass der Rollstuhl eine Schnittstelle zum Verbinden der
Steuerungseinrichtung mit einer Freischalteinrichtung aufweist, die ein dongleartiges
Freischaltelement aufweist, wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet und
programmiert ist und derart mit dem Freischaltelement zusammenwirkt, dass bei über
die Schnittstelle mit der Steuerungseinrichtung verbundenem Freischaltelement eine
Umschaltung der Steuerungseinrichtung aus dem Betriebsmodus in den Einstellmodus freigegeben
und bei nicht verbundenem Freischaltelement eine Umschaltung der Steuerungseinrichtung
aus dem Betriebsmodus in den Einstellmodus gesperrt ist.
[0010] Erfindungsgemäß wird der geschützte Einstellmodus also dadurch zugänglich gemacht,
dass ein dongleartiges Freischaltelement mit der Steuerungseinrichtung verbunden wird.
Bei verbundenem Freischaltelement ist eine Umschaltung der Steuerungseinrichtung aus
dem Betriebsmodus in den geschützten Einstellmodus freigegeben, so dass dann beispielsweise
von einem Servicetechniker, der das Freischaltelement bei sich trägt, die Einstellung
der Grenzpositionen vorgenommen werden kann. Nach erfolgter Einstellung der Grenzpositionen
kann dann die Verbindung des Freischaltelements mit der Steuerungseinrichtung aufgehoben
werden, sodass der Elektrorollstuhl dann wiederum ausschließlich in dem Betriebsmodus
betrieben werden kann und ein Übergang in den geschützten Einstellmodus verhindert
ist.
[0011] Durch das Verbinden des Freischaltelements mit der Steuerungseinrichtung, beispielsweise
über eine Schnittstelle mit einer Steckverbindung, ist ein Übergang von dem Betriebsmodus
in den geschützten Einstellmodus auf besonders einfache und schnelle Weise realisiert.
[0012] Im Ergebnis ist damit die Bedienbarkeit des erfindungsgemäßen Rollstuhles verbessert.
[0013] Unter einem dongleartigen Freischaltelement wird in Analogie zu einem als Kopierschutz
von Software bekannten Dongle, der hardwaremäßig eine Funktionalität der zugehörigen
Software freischaltet, indem er ihren Ablauf auf einem Rechner nur dann ermöglicht,
wenn der Dongle mit einer Schnittstelle des Rechners verbunden ist, ein Hardware-Bauteil
verstanden, dass eine Funktionalität der Steuerungseinrichtung des erfindungsgemäßen
Elektrorollstuhls freischaltet, nämlich einen Übergang von dem Betriebsmodus in den
geschützten Einstellmodus ermöglicht. Das erfindungsgemäße dongleartige Freischaltelement
kann damit hardwaremäßig so aufgebaut sein, wie es von einem Dongle bekannt ist. Entsprechend
den jeweiligen Anforderungen und Gegebenheiten ist sein Aufbau jedoch innerhalb weiter
Grenzen wählbar, solange die Grundfunktion erhalten bleibt, nämlich bei verbundenem
Freischaltelement einen Übergang von dem Betriebsmodus in den geschützten Einstellmodus
zu ermöglichen. Aufbau und Funktionsweise eines Dongles und damit auch entsprechend
eines erfindungsgemäß verwendeten dongleartigen Freischaltelements sind dem Fachmann
allgemein bekannt und werden daher hier nicht näher erläutert.
[0014] Grundsätzlich kann die Steuerungseinrichtung so programmiert sein, dass nach dem
Verbinden des dongleartigen Bedienelements ein Übergang von dem Betriebsmodus in den
geschützten Einstellmodus freigegeben ist, jedoch noch weitere Bedienschritte erforderlich
sind, um die Steuerungseinrichtung in den geschützten Einstellmodus zu schalten. Eine
vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Steuerungseinrichtung
derart ausgebildet und programmiert ist und derart mit dem Freischaltelement zusammenwirkt,
dass sie beim Verbinden des Freischaltelements aus dem Betriebsmodus automatisch in
den geschützten Einstellmodus geschaltet und beim Lösen der Verbindung zu dem Freischaltelement
aus dem geschützten Einstellmodus zurück in den Betriebsmodus geschaltet wird. Auf
diese Weise ist die Bedienung des Rollstuhls weiter vereinfacht.
[0015] Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Rollstuhl wenigstens
zwei relativ zueinander elektromotorisch verstellbare Stützteile zur Abstützung einer
in dem Rollstuhl sitzenden Person aufweist, wobei die Stützteile mittels wenigstens
einer elektromotorischen Antriebseinrichtung zueinander verstellbar sind, wobei die
Steuerungseinrichtung mit der oder jeder elektromotorischen Antriebseinrichtung in
Steuerungsverbindung steht zur Steuerung der elektromotorischen Verstellung der Stützteile
relativ zueinander.
[0016] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass
die zueinander verstellbaren Stützteile wenigstens eine Beinstütze und/oder eine Sitzfläche
und/oder eine Rückenlehne und/oder Armlehnen aufweisen.
[0017] Bei den vorgenannten Ausführungsformen ist zweckmäßigerweise wenigstens ein Stützteil
mittels einer elektromotorischen Antriebseinrichtung zwischen einer ersten Grenzposition
und einer zweiten Grenzposition der Verstellbewegung verstellbar.
[0018] Eine zweckmäßige Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsformen sieht vor, dass
dem oder jedem elektromotorisch verstellbaren Stützteil ein Sensor zum Abfühlen der
jeweiligen Verstellage während der Verstellung zugeordnet ist, wobei den Grenzpositionen
der Verstellbewegung jeweils ein Grenzpositions-Sensorsignal zugeordnet ist und wobei
die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet und programmiert ist, dass während einer
Verstellung des Stützteils mittels der elektromotorischen Antriebseinrichtung dieselbe
stillgesetzt wird, wenn durch Auswertung des jeweiligen Grenzpositions-Sensorsignales
festgestellt wird, dass eine Grenzposition der Verstellbewegung erreicht ist.
[0019] Eine zweckmäßige Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass dem
geschützten Einstellmodus eine Grenzpositionsjustierung der den elektromotorisch verstellbaren
Stützteilen zugeordneten Sensoren mittels der Steuerungseinrichtung zugeordnet ist,
derart, dass die Grenzpositionsjustierung ausschließlich in dem geschützten Einstellmodus
freigegeben und in dem Betriebsmodus blockiert ist.
[0020] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Steuerungseinrichtung
derart ausgebildet und programmiert ist, dass zur Durchführung der Grenzpositionsjustierung
- von einer Bedienperson die relativ zueinander verstellbaren Stützteile mittels der
zugeordneten elektromotorischen Antriebseinrichtungen in eine erste Grenzposition
der Verstellbewegung verstellt werden,
- das Erreichen der ersten Grenzposition von der Bedienperson durch Betätigen eines
Quittierungs-Bedienelements quittiert und das jeweilige Ausgangssignal jedes Sensors
als erstes Sensor- Grenzpositionssignal abgespeichert wird,
- von der Bedienperson die relativ zueinander verstellbaren Stützteile mittels der zugeordneten
elektromotorischen Antriebseinrichtungen in die zweite Grenzposition der Verstellbewegung
verstellt werden und
- das Erreichen der zweiten Grenzposition von der Bedienperson durch Betätigen eines
Quittierungs-Bedienelements quittiert und das jeweilige Ausgangssignal jedes Sensors
als zweites Sensor- Grenzpositionssignal abgespeichert wird,
wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet und programmiert ist, dass nach
dem Zurückschalten der Steuerungseinrichtung in den Betriebsmodus die Steuerungseinrichtung
die elektromotorischen Antriebseinrichtungen unter Verwendung der während der Grenzpositionsjustierung
ermittelten Sensor-Grenzpositionssignal ansteuert. Bei dieser Ausführungsform ist
die Grenzpositionsjustierung besonders einfach und intuitiv gestaltet. Die erfolgreiche
Ermittlung und Speicherung eines Sensor-Grenzpositionssignales kann dem Bediener beispielsweise
und insbesondere durch ein akustisches Signal zurückgemeldet werden.
[0021] Grundsätzlich kann das Quittierungs-Bedienelement durch ein an dem Elektrorollstuhl
vorgesehenes Bedienelement gebildet werden, wie es eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung vorsieht.
[0022] Eine Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass der Elektrorollstuhl
zur Bedienung der Steuerungseinrichtung einen Touchscreen aufweist und die Steuerungseinrichtung
derart ausgebildet und programmiert ist, dass das Quittierungs-Bedienelement auf dem
Touchscreen angezeigt wird.
[0023] Eine andere Weiterbildung, die für sich genommen in Kombination mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1, also auch ohne die Merkmale des Kennzeichens des
Anspruchs 1, eine eigenständige erfinderische Bedeutung hat, sieht ein über eine Schnittstelle
mit der Steuerungseinrichtung verbindbares und von derselben trennbares tastaturartiges
Bedienelement zur Bedienung der Steuerungseinrichtung in dem geschützten Modus vor.
Das tastaturartige Bedienelement wird in Kombination mit dem dongleartigen Freischaltelement
verwendet und ermöglicht es, auf besonders einfache Weise in den Einstellvorgang bei
der Einstellung der Grenzpositionen oder in andere Einstellvorgänge einzugreifen.
[0024] Die konstruktive Ausgestaltung des tastaturartigen Bedienelements ist entsprechend
den jeweiligen Anforderungen innerhalb weiter Grenzen wählbar. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung sieht insoweit vor, dass das Bedienelement wenigstens eine bei der Grenzpositionsjustierung
als Quittierungs-Bedienelement fungierende Taste aufweist.
[0025] Eine Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass das Bedienelement
zweitastig ausgebildet ist, wobei eine der Tasten als Quittierungs-Bedienelement fungiert.
Bei dieser Ausführungsform ist das Bedienelement besonders einfach gestaltet und seine
Benutzung besonders intuitiv.
[0026] Entsprechend den jeweiligen Anforderungen ist die konstruktive Ausgestaltung der
Schnittstelle zur Verbindung des dongleartigen Freischaltelement mit der Steuerungseinrichtung
innerhalb weiter Grenzen wählbar. Beispielsweise kann die Schnittstelle als Funk-Schnittstelle,
beispielsweise unter Verwendung von Bluetooth, ausgeführt werden. Eine vorteilhafte
Weiterbildung der Erfindung sieht insoweit vor, dass wenigstens eine Schnittstelle
eine elektromechanische Schnittstelle aufweist. Entsprechende Schnittstellen sind
besonders störunanfällig. Außerdem ist das Verbinden des Freischaltelements mit der
Steuerungseinrichtung über eine elektromechanische Schnittstelle besonders einfach
gestaltet.
[0027] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform sieht vor, dass
wenigstens eine elektromechanische Schnittstelle eine Steckverbindung aufweist, wobei
vorzugsweise die Schnittstelle rollstuhlseitig eine Steckbuchse aufweist und das Freischaltelement
steckerartig ausgebildet und/oder das Bedienelement mit einem Stecker versehen ist.
[0028] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben eines Elektrorollstuhls ist im Anspruch
16 angegeben. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass ein erfindungsgemäßer Rollstuhl
verwendet wird. Es ergeben sich sinnentsprechend die gleichen Vorteile wie bei dem
erfindungsgemäßen Elektrorollstuhl.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügte schematisierte Zeichnung näher erläutert. Dabei bilden alle in
der Zeichnung dargestellten, in der Beschreibung beschriebenen und in den Patentansprüchen
beanspruchten Merkmale für sich genommen sowie in beliebiger technisch sinnvoller
Kombination miteinander den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung
in den Patentansprüchen und deren Rückbezügen sowie unabhängig von ihrer konkreten
Beschreibung bzw. Darstellung in der Zeichnung.
[0030] Es zeigt:
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht einen Grundkörper eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Rollstuhls in einer ersten exemplarischen Verstelllage der Stützteile relativ zueinander,
- Fig. 2
- in gleicher Darstellung wie Fig. 1 das Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Rollstuhls gemäß Fig. 1 in einer zweiten exemplarischen Verstelllage der Stützteile
relativ zueinander,
- Fig. 3
- eine blockschaltbildartige Darstellung von Funktionsbaugruppen des Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Rollstuhls,
- Fig. 4
- in einer Draufsicht ein tastaturartiges Bedienelement eines erfindungsgemäßen Rollstuhls
und
- Fig.SA bis 5C
- jeweils eine Ansicht eines Displays des Rollstuhls bei verschiedenen Schritten während
einer Justierung der Grenzpositionen der elektromotorischen Antriebseinrichtungen
bei dem Rollstuhl gemäß Fig. 1.
[0031] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Elektrorollstuhls 2, der nachfolgend auch kurz als Rollstuhl 2 bezeichnet
wird, näher erläutert.
[0032] In Fig. 1 ist in einer Seitenansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Elektrorollstuhls 2 dargestellt. Der Rollstuhl 2 wird nachfolgend nur insoweit näher
erläutert, wie es für die Erläuterung der Erfindung erforderlich ist. Aufbau und Funktionsweise
eines entsprechenden Rollstuhls 2 sind dem Fachmann allgemein bekannt und werden daher
hier nicht näher erläutert.
[0033] Der Rollstuhl 2 weist elektromotorisch verstellbare Stützteile zur Abstützung einer
in dem Rollstuhl 2 sitzenden Person auf, die bei diesem Ausführungsbeispiel eine Sitzfläche
4 aufweisen, mit der gelenkig und um eine horizontale Schwenkachse schwenkverstellbar
eine Rückenlehne 6 verbunden ist. Mit der Rückenlehne 6 ist eine Kopfstütze 8 verbunden,
während mit dem der Rückenlehne 6 abgewandten Ende der Sitzfläche 4 gelenkig und um
eine horizontale Schwenkachse schwenkverstellbar eine Fußstütze 10 verbunden ist.
Die Stützteile (Kopfstütze 8, Rückenlehne 6, Sitzfläche 4 und Fußstütze 10) sind mittels
elektromotorische Antriebseinrichtungen relativ zueinander und zu einem Fahrgestell
12 des Rollstuhls 2 verstellbar. Der grundsätzliche Aufbau entsprechender elektromotorischer
Antriebseinrichtungen ist dem Fachmann allgemein bekannt und wird daher hier nicht
näher erläutert. Fig. 1 zeigt exemplarisch den Rollstuhl 2 in einer ersten Verstellage
der Stützteil relativ zueinander und zu dem Fahrgestell 12.
[0034] Fig. 2 zeigt exemplarisch den Rollstuhl 2 in einer zweiten Verstelllage der Stützteile
relativ zueinander und zu dem Fahrgestell 12.
[0035] Fig. 3 zeigt blockschaltbildartig Funktionsbaugruppen des Rollstuhls 2. Der Rollstuhl
2 weist eine Steuerungseinrichtung 14 auf, die in einem Betriebsmodus des Rollstuhls
2 einen Fahrantrieb 16 sowie den Stützteilen zugeordnete elektromotorische Antriebseinrichtungen
ansteuert, von denen in Fig. 3 lediglich zwei Antriebseinrichtungen dargestellt und
mit den Bezugszeichen 18 bzw. 20 versehen sind.
[0036] Zur Ansteuerung der verschiedenen Funktionen des Rollstuhls 2 steht dem Benutzer
eine Bedieneinheit 22 zur Verfügung, die mit der Steuerungseinrichtung 14 in Datenübertragungsverbindung
steht. Die Bedieneinheit 22 kann beispielsweise einen Joystick zur Steuerung der Fahrtrichtung
des Rollstuhls 2 sowie gegebenenfalls weitere Bedienelemente aufweisen. Zur Anzeige
von Betriebszuständen des Rollstuhls 2 kann die Bedieneinheit ein Display, beispielsweise
in Form eines Touchscreens, aufweisen.
[0037] Jedem der elektromotorisch verstellbaren Stützteile ist ein Sensor zum Abfühlen der
jeweiligen Verstelllage während der Verstellung zugeordnet, wobei den Grenzpositionen
der Verstellbewegung jeweils ein Grenzpositions-Sensorsignal zugeordnet ist und wobei
die Steuerungseinrichtung 14 derart ausgebildet und programmiert ist, dass während
der Verstellung des zugeordneten Stützteils mittels der zugeordneten elektromotorischen
Antriebseinrichtung dieselbe stillgesetzt wird, wenn durch Auswertung des jeweiligen
Grenzpositions-Sensorsignales festgestellt wird, dass eine Grenzposition der Verstellbewegung
erreicht ist. In Fig. 3 sind exemplarisch entsprechende Sensoren 24, 26 gezeigt, von
denen der Sensor 24 der Antriebseinrichtung 18 und der Sensor 26 der Antriebseinrichtung
20 zugeordnet ist.
[0038] Erfindungsgemäß weist der Rollstuhl 2 eine Schnittstelle 28 zum Verbinden der Steuerungseinrichtung
14 (vgl. Fig. 3) mit einer Freischalteinrichtung auf, die ein dongleartiges Freischaltelement
30 aufweist. Erfindungsgemäß ist die Steuerungseinrichtung 14 derart ausgebildet und
programmiert, dass bei über die Schnittstelle 28 mit der Steuerungseinrichtung 14
verbundenem Freischaltelement 30 eine Umschaltung der Steuerungseinrichtung 14 aus
einem Betriebsmodus, in dem die elektromotorisch betriebenen Baugruppen des Rollstuhles,
insbesondere der Fahrantrieb 16 und die Antriebseinrichtungen 18, 20 betriebsbereit
sind, in einen geschützten Einstellmodus umschaltbar ist. In dem geschützten Einstellmodus
können Einstell-, Justierungs- und anderes Servicearbeiten vorgenommen werden, die
geschultem Bedien- oder Servicepersonal vorbehalten sind und nicht von einem Endbenutzer
des Rollstuhls 2 vorgenommen werden können bzw. dürfen.
[0039] Um eine Umschaltung aus dem Betriebsmodus in den geschützten Einstellmodus durch
einen Endbenutzer zu verhindern, ist erfindungsgemäß die Umschaltung nur bei verbundenem
Freischaltelement möglich. Eine Bedien- oder Serviceperson trägt das dongleartigen
Freischaltelement 30 bei sich und verbindet es mit der Schnittstelle 28, wenn Einstell-,
Justierungs- und anderes Servicearbeiten vorgenommen werden sollen. Nach dem Lösen
der Verbindung zwischen dem Freischaltelement 30 und der Schnittstelle 28 ist der
geschützte Einstellmodus in der gewünschten Weise wieder gesperrt und kann vom Endbenutzer
des Rollstuhls 2 nicht aufgerufen werden.
[0040] Bei der Schnittstelle 28 kann es sich beispielsweise um eine elektromechanische Steckverbindung
handeln, die eine mit der Steuerungseinrichtung 14 in Datenübertragungsverbindung
stehende Buchse aufweist, in die das Freischaltelement 30 eingesteckt wird. Das Freischaltelement
30 kann also steckerartig so ausgebildet sein, wie es von Dongles bekannt ist, die
als Kopierschutz für Software eingesetzt werden.
[0041] Zusätzlich zu der Schnittstelle 28 weist der Rollstuhl 2 eine weitere Schnittstelle
32 auf, über die ein in Fig. 4 gezeigtes tastaturartiges Bedienelement 34 mit der
Steuerungseinrichtung 14 verbindbar und von derselben trennbar ist zur Bedienung der
Steuerungseinrichtung 14 in dem geschützten Einstellmodus. Die Schnittstelle 32 kann
so aufgebaut sein, wie es für die Schnittstelle 32 beschrieben worden ist.
[0042] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das tastaturartige Bedienelement 34
zweitastig ausgebildet, wobei eine Taste 36 in weiter unten näher erläuterte Weise
bei einer Grenzpositionsjustierung der elektromotorischen Antriebseinrichtungen 18,
20 als Quittierungs-Bedienelement fungiert.
[0043] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betreiben eines Elektrorollstuhls,
bei dem ein erfindungsgemäßer Rollstuhl 2 verwendet wird und eine Grenzpositionsjustierung
der elektromotorischen Antriebseinrichtungen 18, 20 ausgeführt wird, vollzieht sich
wie folgt:
Zum Durchführen einer Grenzpositionsjustierung der elektromotorischen Antriebseinrichtungen
18, 20 trägt eine Bedienperson sowohl das Freischaltelement 30 als auch das tastaturartige
Bedienelement 34 bei sich. Durch Verbinden des dongleartigen Freischaltelements 30
mit der Schnittstelle 28 wird erfindungsgemäß eine Umschaltung der Steuerungseinrichtung
14 aus dem Betriebsmodus in den geschützten Einstellmodus freigegeben.
[0044] In dem Einstellmodus wird auf einem Display 38 des Rollstuhls 2 angezeigt, dass sich
der Rollstuhl 2 in diesem Modus befindet, wie in Fig. 5A veranschaulicht.
[0045] Daran anschließend werden zunächst die für die Antriebseinrichtungen 18, 20 gespeicherten
Grenzpositionen gelöscht, indem durch Drücken der Taste 36 ein Reset ausgeführt wird.
[0046] Wie in Fig. 5B veranschaulicht kann daran anschließend die Grenzpositionsjustierung
("Justieren_1") durchgeführt werden. Hierzu wird ein Bedienelement des Rollstuhls
2, beispielsweise ein Joystick so bewegt, dass die Stützteile des Rollstuhls 2 mittels
der elektromotorischen Antriebseinrichtungen 18, 20 in ihre eine Grenzposition (Endlage)
bewegt werden. Wenn auf dem Display 38 alle Segmente der symbolhaften Darstellung
der Stützteile farbig markiert sind, befinden sich die Sensoren 24, 26 im richtigen
Bereich. Die erfolgreiche Justierung der zugehörigen Grenzposition wird durch Drücken
der Taste 36 als Quittierungs-Bedienelement quittiert. Die erfolgreiche Quittierung
wird beispielsweise über ein akustisches Signal zurückgemeldet.
[0047] Daran anschließend kann, wie in Fig. 5B veranschaulicht, die Justierung der anderen
Grenzposition ("Justieren_2") durchgeführt werden. Hierzu wird das Bedienelement des
Rollstuhls 2 so bewegt, dass die Stützteile des Rollstuhls 2 mittels der elektromotorischen
Antriebseinrichtungen 18, 20 in ihre andere Extremposition bewegt werden. Sind wiederum
auf dem Display 38 alle Segmente der symbolhaften Darstellung der Stützteile farbig
markiert, so befinden sich die Sensoren 24, 26 auch in dieser Grenzposition im richtigen
Bereich. Die erfolgreiche Justierung der zugehörigen Grenzposition wird wiederum durch
Drücken der Taste 36 quittiert und die erfolgreiche Quittierung über ein akustisches
Signal zurückgemeldet.
[0048] Nach erfolgreicher Justierung der Grenzpositionen können das Freischaltelement 30
und das tastaturartige Bedienelement 34 von dem Rollstuhl 2 abgezogen werden, so dass
dieser zurück in den Betriebsmodus geschaltet und vom Endbenutzer wieder benutzt werden
kann.
1. Elektrorollstuhl (2),
mit einer Steuerungseinrichtung (2) zur Ansteuerung von elektromotorisch betriebenen
Baugruppen (16; 24,26) des Rollstuhles (2), die derart ausgebildet und programmiert
ist, dass sie zwischen einem Betriebsmodus, in dem sich der Elektrorollstuhl in einem
Betriebsmodus befindet, in dem die elektromotorisch betriebenen Baugruppen des Rollstuhles
(2) betriebsbereit sind, und einem geschützten Einstellmodus umschaltbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rollstuhl (2) eine Schnittstelle (28) zum Verbinden der Steuerungseinrichtung
(14) mit einer Freischalteinrichtung aufweist, die ein dongleartiges Freischaltelement
(30) aufweist und
dass die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist und derart
mit dem Freischaltelement (30) zusammenwirkt, dass bei über die Schnittstelle (28)
mit der Steuerungseinrichtung verbundenem Freischaltelement (30) eine Umschaltung
der Steuerungseinrichtung (14) aus dem Betriebsmodus in den Einstellmodus freigegeben
und bei nicht verbundenem Freischaltelement eine Umschaltung der Steuerungseinrichtung
(14) aus dem Betriebsmodus in den Einstellmodus gesperrt ist.
2. Elektrorollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist und derart
mit dem Freischaltelement (30) zusammenwirkt, dass sie beim Verbinden des Freischaltelements
(30) automatisch aus dem Betriebsmodus in den geschützten Einstellmodus geschaltet
und beim Lösen der Verbindung zu dem Freischaltelement aus dem geschützten Modus zurück
in den Betriebsmodus geschaltet wird.
3. Elektrorollstuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollstuhl (2) wenigstens zwei relativ zueinander elektromotorisch verstellbare
Stützteile zur Abstützung einer in dem Rollstuhl (2) sitzenden Person aufweist, wobei
die Stützteile mittels wenigstens einer elektromotorischen Antriebseinrichtung (18,
20) zueinander verstellbar sind, wobei die Steuerungseinrichtung (14) mit der oder
jeder elektromotorischen Antriebseinrichtung (18, 20) in Steuerungsverbindung steht
zur Steuerung der elektromotorischen Verstellung der Stützteile relativ zueinander.
4. Elektrorollstuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander verstellbaren Stützteile wenigstens eine Fußstütze (10) und/oder eine
Sitzfläche (4) und/oder eine Rückenlehne (6) und/oder Armlehnen aufweisen.
5. Elektrorollstuhl nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Stützteil mittels einer elektromotorischen Antriebseinrichtung (18,
20) zwischen einer ersten Grenzposition und einer zweiten Grenzposition der Verstellbewegung
verstellbar ist.
6. Elektrorollstuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem oder jedem elektromotorisch verstellbaren Stützteil ein Sensor (24, 26) zum Abfühlen
der jeweiligen Verstellage während der Verstellung zugeordnet ist, wobei den Grenzpositionen
der Verstellbewegung jeweils ein Grenzpositions -Sensorsignal zugeordnet ist und wobei
die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist, dass während
einer Verstellung des Stützteils mittels der elektromotorischen Antriebseinrichtung
(18 bzw. 20) dieselbe stillgesetzt wird, wenn durch Auswertung des jeweiligen Grenzpositions-Sensorsignales
festgestellt wird, dass eine Grenzposition der Verstellbewegung erreicht ist.
7. Elektrorollstuhl nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist, dass dem
geschützten Einstellmodus eine Grenzpositionsjustierung der den elektromotorischen
Antriebseinrichtungen (18, 20) zugeordneten Sensoren mittels der Steuerungseinrichtung
(14) zugeordnet ist, derart, dass die Grenzpositionsjustierung ausschließlich in dem
geschützten Einstellmodus freigegeben und in dem Betriebsmodus blockiert ist.
8. Elektrorollstuhl nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist, dass zur
Durchführung der Grenzpositionsjustierung
- von einer Bedienperson die relativ zueinander verstellbaren Stützteile mittels der
zugeordneten elektromotorischen Antriebseinrichtungen in eine erste Grenzposition
der Verstellbewegung verstellt werden,
- das Erreichen der ersten Grenzposition von der Bedienperson durch Betätigen eines
Quittierungs-Bedienelements quittiert und das jeweilige Ausgangssignal jedes Sensors
als erstes Sensor-Grenzpositionssignal abgespeichert wird,
- von der Bedienperson die relativ zueinander verstellbaren Stützteile mittels der
zugeordneten elektromotorischen Antriebseinrichtungen in die zweite Grenzposition
der Verstellbewegung verstellt werden und
- das Erreichen der zweiten Grenzposition von der Bedienperson durch Betätigen eines
Quittierungs-Bedienelements quittiert und das jeweilige Ausgangssignal jedes Sensors
als zweites Sensor-Grenzpositionssignal abgespeichert wird,
wobei die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist, dass
nach dem Zurückschalten der Steuerungseinrichtung (14) in den Betriebsmodus die Steuerungseinrichtung
die elektromotorischen Antriebseinrichtungen (18, 20) unter Verwendung der während
der Grenzpositionsjustierung ermittelten Sensor- Grenzpositionssignale ansteuert.
9. Elektrorollstuhl nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Quittierungs-Bedienelement durch ein an dem Rollstuhl (2) vorgesehenes Bedienelement
gebildet ist.
10. Elektrorollstuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollstuhl (2) zur Bedienung der Steuerungseinrichtung (14) einen Touchscreen
aufweist und die Steuerungseinrichtung (14) derart ausgebildet und programmiert ist,
dass das Quittierungs-Bedienelement auf dem Touchscreen angezeigt wird.
11. Elektrorollstuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche oder dem Oberbegriff eines
der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein über eine Schnittstelle (32) mit der Steuerungseinrichtung (14) verbindbares
und von derselben trennbares tastaturartiges Bedienelement (34) zur Bedienung der
Steuerungseinrichtung (14) in dem geschützten Einstellmodus.
12. Elektrorollstuhl nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (34) wenigstens eine bei der Grenzpositionsjustierung als Quittierungs-Bedienelement
fungierende Taste (36) aufweist.
13. Elektrorollstuhl nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (34) zweitastig ausgebildet ist, wobei eine der Tasten (36) als
Quittierungs-Bedienelement fungiert.
14. Elektrorollstuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Schnittstelle (28, 32) eine elektromechanische Schnittstelle aufweist.
15. Elektrorollstuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine elektromechanische Schnittstelle (28, 32) eine Steckverbindung aufweist,
wobei vorzugsweise die Schnittstelle (28, 32) rollstuhlseitig eine Steckbuchse aufweist
und das Freischaltelement (30) steckerartig ausgebildet und/oder das Bedienelement
(34) mit einem Stecker versehen ist.
16. Verfahren zum Betreiben eines Elektrorollstuhls, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rollstuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche verwendet wird.