[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Profilverbinderbaugruppe für Rahmen und insbesondere
für Rahmen für Schutzvorrichtungen zur Verwendung mit einer Gebäudeöffnung. Solche
Schutzvorrichtungen können beispielsweise Insektenschutztüren sein, bei denen ein
Insektenschutznetz von dem Rahmen aufgespannt wird und die an Blendrahmen von Türen
angebracht werden können. Eine solche Insektenschutztür ist in der Regel mit Scharnieren
schwenkbar an dem Blendrahmen der Tür befestigbar.
[0002] Ein solcher Rahmen weist in der Regel mindestens zwei erste Rahmenstreben auf, die
insbesondere jeweils mindestens eine Außenprofilleiste und mindestens eine telekopierbar
mit einer Einschubtiefe in die Außenprofilleiste(n) eingeschobene Innenprofilleiste
aufweisen, mindestens zwei zweite Rahmenstreben, die insbesondere jeweils mindestens
eine Außenprofilleiste und mindestens eine teleskopierbar mit einer Einschubtiefe
in die Außenprofilleiste(n) eingeschobene Innenprofilleiste aufweisen, und mindestens
vier Profilverbinder auf, mit denen jeweils mindestens eine erste und eine zweite
Rahmenstrebe miteinander verbunden sind, wobei die Profilverbinder jeweils einen Zentralbereich
aufweisen, die nicht in die Rahmenstreben eingeschoben sind.
[0003] Ein solcher Rahmen ist beispielsweise aus
EP 3 000 957 A1 bekannt, bei dem an einem Profilverbinder ein Scharnierelement ausgebildet ist, mittels
welchem der Rahmen als Insektenschutztür an einem Blendrahmen einer Tür befestigt
werden kann.
[0004] Aus
EP 2 484 855 B1 ist ein weiterer Rahmen bekannt, bei dem ein Zentralbereich eines Profilverbinders
durch eine Abdeckkappe überdeckt ist. Solche Abdeckkappen werden verwendet, damit
die dem Blendrahmen der Tür abgewandte (Vorder-)Seite des Profilverbinders einen optisch
ansprechenden Eindruck vermittelt, selbst wenn der Profilverbinder in dem Zentralbereich
funktionelle Elemente aufweist.
[0005] In der EP-Anmeldung mit der Anmeldenummer 19152738.1 ist ein faltbarer Rahmen beschrieben,
bei dem zwischen einem ersten Verbindungsschenkel und einem zweiten Verbindungsschenkel
des Profilverbinders im Zentralbereich ein mindestens eine Drehachse aufweisendes
Drehgelenk ausgebildet ist, sodass der erste Verbindungsschenkel und der zweite Verbindungsschenkel
aus einer Ausgangsstellung durch eine Relativschwenkbewegung um die mindestens eine
Drehachse des Drehgelenks in eine Montagestellung überführbar sind. Solche Profilverbinder
mit schwenkbar zueinander angeordneten Verbindungsschenkeln ermöglichen es, einen
Rahmen auszubilden, dessen Rahmenstreben in einer Ausgangsstellung raumsparend parallel
zueinander angeordnet sind und der in eine Montagestellung aufgefaltet werden kann,
in der die Rahmenstreben in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Durch
die Ausbildung des Drehgelenks können die über einen Profilverbinder verbundenen Rahmenstreben
auch in der Montagestellung ein gewisses Spiel zueinander haben.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die aus dem Stand der Technik bekannten
Nachteile zu beseitigen und insbesondere eine Profilverbinderbaugruppe aus einem Profilverbinder
und einer Abdeckkappe sowie ein Rahmen mit einem Profilverbinder anzugeben, mit denen
ein ein Scharnierelement aufweisendes Bandteil eines Scharniers sicher und lasttragend
an dem Rahmen befestigt werden kann und/oder mit dem ein faltbarer Rahmen in seiner
Montagestellung eine höhere Steifigkeit aufweist.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Profilverbinderbaugruppe und einen Rahmen mit
den Merkmalen des jeweiligen unabhängigen Anspruchs. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Profilverbinderbaugruppe und des Rahmens sind in den abhängigen Ansprüchen und
in der Beschreibung offenbart, wobei einzelne Merkmale der vorteilhaften Weiterbildungen
in technisch sinnvoller Weise miteinander kombinierbar sind.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe insbesondere durch eine Profilverbinderbaugruppe, umfassend
einen Profilverbinder, wobei der Profilverbinder zumindest einen ersten in eine Profilleiste
einsteckbaren Verbindungsschenkel und einen zweiten in eine Profilleiste einstreckbaren
Verbindungsschenkel sowie mindestens einen die Verbindungsschenkel verbindenden Zentralbereich
aufweist, und eine Abdeckkappe, wobei die Abdeckkappe an dem Profilverbinder anbringbar
ist und im angebrachten Zustand den Zentralbereich des Profilverbinders zumindest
an einer Seite überdeckt.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe auch durch einen Rahmen, umfassend mindestens zwei erste
Rahmenstreben, mindestens zwei zweite Rahmenstreben, mindestens vier Profilverbinder,
mit denen jeweils mindestens eine erste und eine zweite Rahmenstrebe miteinander verbunden
sind, wobei die Profilverbinder jeweils einen Zentralbereich aufweisen, und eine Abdeckkappe
für jeden Profilverbinder, wobei die Abdeckkappe an dem Profilverbinder anbringbar
ist und im angebrachten Zustand den Zentralbereich des Profilverbinders zumindest
an einer Seite überdeckt.
[0010] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass an dem Profilverbinder und der Abdeckkappe
mindestens eine insbesondere längliche Aussparung und mindestens ein (bevorzugt mindestens
zwei oder sogar mindestens drei) länglicher Vorsprung ausgebildet sind, wobei in dem
angebrachten Zustand der längliche Vorsprung in mindestens eine Aussparung eingreift,
also in genau eine oder in eine Gruppe von Aussparungen eingreift.
[0011] Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken also vor, dass längliche Vorsprünge in
insbesondere längliche Aussparungen eingreifen, sodass die Abdeckkappe verbindungssteif
an dem Profilverbinder angebracht ist, wodurch eine große Kraftübertragung von der
Abdeckkappe auf den Profilverbinder und somit auf den Rahmen möglich ist, was insbesondere
dann erforderlich ist, wenn die Abdeckkappe als ein Scharnierelement zur schwenkbaren
Verbindung des Rahmens mit einem Blendrahmen ausgebildet ist. Zudem kann durch die
in insbesondere längliche Aussparungen eingreifenden länglichen Vorsprünge ein aus
mindestens zwei schwenkbar über zumindest ein Drehgelenk verbundene Verbindungsschenkel
bestehender Profilverbinder in seiner Montagestellung so fixiert werden, dass das
Spiel zwischen den Verbindungsschenkeln verringert oder beseitigt ist, so dass der
Rahmen in der Montagestellung eine höhere Steifigkeit aufweist.
[0012] Prinzipiell kann der längliche Vorsprung an dem Profilverbinder ausgebildet sein.
Es ist aber bevorzugt, dass der mindestens eine längliche Vorsprung an der Abdeckkappe
ausgebildet ist und die mindestens eine korrespondierende bevorzugt längliche Aussparung
an dem Profilverbinder. Ein länglicher Vorsprung liegt dann vor, wenn dieser länger
als breit ist. Insbesondere ist der längliche Vorsprung doppelt so lang, bevorzugt
dreimal oder fünfmal so lang wie breit.
[0013] Die Abdeckkappe überdeckt den Zentralbereich des Profilverbinders auf der dem Blendrahmen
abgewandten Vorderseite des Rahmens insbesondere vollständig. Bevorzugt erstreckt
sich die Abdeckkappe aber auch über die nach innen gerichtete Seitenfläche oder die
nach außen gerichtete Seitenfläche des Zentralbereichs des Profilverbinders. Bevorzugt
erstreckt sich die Abdeckkappe sowohl über die innere Seitenfläche(n) als auch über
die äußere Seitenfläche des Zentralbereichs des Profilverbinders.
[0014] Die Abdeckkappe ist insbesondere kraft- und/oder formschlüssig über den mindestens
einen in die mindestens eine Aussparung eingreifenden länglichen Vorsprung angebracht.
Für einen kraftschlüssigen Eingriff des länglichen Vorsprungs in die mindestens eine
Aussparung kann der Vorsprung eine minimal größere Breite als die Breite der Aussparung
aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass der Abstand der in
dem Profilverbinder ausgebildeten Aussparung zu einer äußeren oder inneren Seitenfläche
des Zentralbereichs des Profilverbinders größer ist als der entsprechende Abstand
des länglichen Vorsprungs zu dem den Profilverbinder auf seiner inneren oder äußeren
Fläche übergreifenden Abschnitt der Abdeckkappe. Es kann auch vorgesehen sein, dass
zwei parallele längliche Vorsprünge an der Abdeckkappe ausgebildet sind, deren Abstand
zur kraftschlüssigen Anbringung unwesentlich geringer ist als der Abstand zugehöriger
Aussparungen.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform sind an dem Profilverbinder und der Abdeckkappe
mindestens zwei bevorzugt längliche Aussparungen und mindestens zwei längliche Vorsprünge
ausgebildet, wobei ein erster länglicher Vorsprung schräg zu einem zweiten länglichen
Vorsprung und entsprechend eine erste oder eine Gruppe von ersten Aussparung(en) schräg
zu einer zweiten oder einer Gruppe von zweiten Aussparung(en) verläuft. Während der
erste längliche Vorsprung und der zweite längliche Vorsprung prinzipiell mit einem
beliebigen Winkel zwischen 0° und 180° zueinander verlaufen können, verlaufen der
erste längliche Vorsprung und der zweite längliche Vorsprung bevorzugt mit einem 90°-Winkel
zueinander. Durch zwei längliche Vorsprünge kann eine noch höhere Kraftübertragung
von der Abdeckkappe auf den Profilverbinder erfolgen.
[0016] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass ein dritter länglicher Vorsprung und eine
korrespondierende dritte oder eine Gruppe von dritten Aussparung(en) ausgebildet sind,
die sowohl schräg zu dem ersten länglichen Vorsprung als auch schräg zu dem zweiten
länglichen Vorsprung verlaufen.
[0017] Bevorzugt ist die Abdeckkappe mittels zumindest einer Schraube an dem Profilverbinder
festlegbar oder festgelegt. In diesem Zusammenhang ist bevorzugt, dass ein Schraubenkopf
der Schraube im festgelegten Zustand in einer in dem Profilverbinder ausgebildeten
Aufnahme angeordnet ist, wobei insbesondere ein Innengewinde zur Aufnahme der Schraube
in einem vorspringenden Abschnitt der Abdeckkappe ausgebildet ist, wobei in dem Profilverbinder
eine Ausnehmung ausgebildet ist, in die der vorspringende Abschnitt der Abdeckkappe
eingreift. Durch den insbesondere kreisrunden vorspringenden Abschnitt der Abdeckkappe
kann ein zusätzlicher kraft- und/oder formschlüssiger Eingriff der Abdeckkappe mit
dem Profilverbinder erreicht werden, wodurch eine noch größere Kraftübertragung erzielbar
ist. Hierbei kann mindestens ein länglicher Vorsprung so ausgebildet sein, dass er
in den vorspringenden Abschnitt übergeht. Mit der Schraube wird die Abdeckkappe somit
zusätzlich an dem Profilverbinder für eine noch größere Kraftübertragung festgelegt.
[0018] Die Abdeckkappe besteht insbesondere aus einem Metall, wodurch eine hohe Stabilität
erreicht wird. Wenn in die metallische Abdeckkappe die mindestens eine Schraube eingebracht
wird, ist der Profilverbinder zwischen der metallischen Abdeckkappe und der Schraube
verspannt, was insbesondere bei einem faltbaren Rahmen für eine noch größere Steifigkeit
sorgt.
[0019] Insbesondere an dem die äußere Seitenfläche des Profilverbinders übergreifenden Abschnitts
der Abdeckkappe kann außen ein Scharnierelement ausgebildet sein, sodass die Abdeckkappe
als Bandteil eines Scharniers dient. Das Scharnierelement ist insbesondere einteilig
an der Abdeckkappe angeformt und weist bevorzugt ein insbesondere kreisrundes Loch
zur Aufnahme eines Scharnierstiftes auf. Ein entsprechend ausgerüsteter Rahmen kann
somit schwenkbar über ein zweites, an dem Blendrahmen angebrachtes Bandteil des Scharniers
an einem Blendrahmen befestigt werden.
[0020] In einer Ausführungsform ist zwischen dem ersten Verbindungsschenkel und dem zweiten
Verbindungsschenkel des Profilverbinders insbesondere im Zentralbereich ein mindestens
eine Drehachse aufweisendes Drehgelenk ausgebildet, sodass der erste Verbindungsschenkel
und der zweite Verbindungsschenkel aus einer Ausgangsstellung durch eine Relativschwenkbewegung
um die mindestens eine Drehachse des Drehgelenks in eine Montagestellung überführbar
sind, in der der erste Verbindungsschenkel und der zweite Verbindungsschenkel in einer
Ebene in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind. Solche Profilverbinder mit
schwenkbar zueinander angeordneten Verbindungsschenkeln ermöglichen es, einen Rahmen
auszubilden, dessen Rahmenstreben in einer Ausgangsstellung raumsparend parallel (fluchtend
oder versetzt) zueinander angeordnet sind und der in eine Montagestellung aufgefaltet
werden kann, in der die Rahmenstreben in einem rechten Winkel zueinander angeordnet
sind. Ein solcher faltbarer Rahmen ist in der EP-Anmeldung mit der Anmeldenummer 19152738.1
beschrieben, auf die bezüglich der Ausbildung eines faltbaren Rahmens explizit verwiesen
wird. Durch die Ausbildung der länglichen Vorsprünge und der Aussparungen an der Abdeckkappe
und dem Profilverbinder ist nun eine besonders stabile Fixierung der Profilverbinder
in der Montagestellung möglich, wodurch die Steifigkeit des aufgefalteten Rahmens
erhöht ist.
[0021] Soweit ein solcher Profilverbinder mindestens zwei zueinander verschwenkbare Bauteile
(Verbindungsschenkel) aufweist, ist in bevorzugt in jedem der Bauteile mindestens
eine Aussparung zur Aufnahme eines länglichen Vorsprungs ausgebildet.
[0022] Die Rahmenstreben des Rahmens können insbesondere als einteilige Profilleisten ausgebildet
sein. Zur Größeneinstellung des Rahmens ist es aber bevorzugt, dass jede Rahmenstrebe
mindestens eine Außenprofilleiste und mindestens eine teleskopierbar mit einer Einschubtiefe
in die Außenprofilleiste eingeschobene Innenprofilleiste aufweisen, wobei die Außenkontur
der Innenprofilleiste und die Innenkontur der Außenprofilleiste aufeinander abgestimmt
sein sollten. Insbesondere sind die Profilverbinder als eigenes Bauteil oder Baugruppe
ausgebildet, wie zuvor beschrieben. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass ein Element
des Profilverbinders an einer ersten Rahmenstrebe angeordnet (z.B. angebracht oder
angeformt) ist und ein zweites Element des Profilverbinders an einer zweiten Rahmenstrebe
angeordnet ist, wobei die Elemente eines Profilverbinders beim Zusammenbau des Rahmens
zusammen miteinander verbunden werden. Der im verbundenen Zustand über die insbesondere
als Profilleisten ausgebildeten Rahmenstreben hervorstehende Zentralbereich wird sodann
von einer Abdeckkappe in dessen angebrachten Zustand überdeckt.
[0023] Bevorzugt ist aber, dass der entweder einteilig ausgebildete Profilverbinder oder
schwenkbar zueinander angeordnete Verbindungsschenkel aufweisende Profilverbinder
mit einem ersten Verbindungsschenkel zumindest abschnittsweise in eine Profilleiste
einer ersten Rahmenstrebe eingesteckt ist und mit einem zweiten Verbindungsschenkel
zumindest abschnittsweise in eine Profilleiste einer zweiten Rahmenstrebe eingesteckt
ist.
[0024] In einer Ausführungsform kann der Rahmen zum Einsetzen/Anbringen in/an eine Fensteröffnung
vorgesehen sein, in welchem Fall, der Rahmen aus zwei seitlichen vertikalen ersten
Rahmenstreben sowie aus einer unteren und einer oberen horizontalen zweiten Rahmenstrebe
besteht, wobei die vier Profilverbinder als Eckverbinder mit jeweils genau zwei insbesondere
zueinander schwenkbaren Verbindungsschenkeln ausgebildet sind.
[0025] Alternativ kann der Rahmen für eine Türöffnung vorgesehen sein, in welchem Fall der
Rahmen insbesondere aus vier seitlichen vertikalen ersten Rahmenstreben, sowie aus
einer unteren, einer mittleren und einer oberen horizontalen zweiten Rahmenstrebe
besteht, wobei die mittlere Rahmenstrebe jeweils an beiden Enden mittels eines als
Mittelverbinder ausgebildeten Profilverbinders mit zwei vertikalen Rahmenstreben verbunden
ist (wozu der Profilverbinder drei Verbindungsschenkel aufweist), wobei der Mittelverbinder
jeweils drei insbesondere zueinander schwenkbare Verbindungsschenkel aufweist.
[0026] Zum Ausbilden einer Insektenschutzvorrichtung ist an dem Rahmen ein Insektenschutzgitter
befestigt beziehungsweise befestigbar. Mit dem Rahmen kann aber auch ein Pollenschutzgitter
aufgespannt werden. Zudem wäre es prinzipiell vorstellbar, dass mit dem Rahmen eine
Lichtschachtabdeckung ausgebildet wird, bei der von dem Rahmen ein entsprechendes
Schutzgitter aufgespannt wird.
[0027] Die Erfindung sowie das technische Umfeld werden im Folgenden anhand der Figuren
beispielshaft erläutert. Die Figuren zeigen schematisch
- Figur 1:
- eine perspektivische schematische Vorderansicht einer in einem Rahmen montierten Profilverbinderbaugruppe
in teilweiser Explosionsdarstellung,
- Figur 2:
- eine perspektivische Rückansicht der Profilverbinderbaugruppe gemäß Figur 1,
- Figur 3:
- eine Rückansicht einer Ausführungsform einer Abdeckkappe für einen Mittelverbinder,
- Figur 4:
- eine perspektivische Frontansicht einer weiteren Ausführungsform einer Profilverbinderbaugruppe
in teilweiser Explosionsdarstellung in teilweiser Explosionsdarstellung und
- Figur 5:
- eine Rückansicht der Abdeckkappe aus Figur 4.
[0028] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Profilverbinderbaugruppe mit einem Profilverbinder
1 und einer Abdeckkappe 2, wobei der Profilverbinder 1 in einem Rahmen integriert
ist. Der Profilverbinder 1 ist hierzu mit einem (nicht sichtbaren) Verbindungsschenkel
in eine Profilleiste 4.1a einer ersten Rahmenstrebe eingesteckt und mit einem zweiten
(nicht sichtbaren) Verbindungsschenkel in eine Profilleiste 4.1b einer weiteren ersten
Rahmenstrebe eingesteckt. Der Profilverbinder 1 umfasst zudem einen in den Figuren
nicht sichtbaren dritten Verbindungsschenkel, der in eine Profilleiste 4.2b einer
zweiten Rahmenstrebe eingesteckt ist.
[0029] Der Profilverbinder 1 weist einen Zentralbereich 3 auf, der nicht in die Profilleisten
4.1a, 4.1b und 4.2b eingesteckt ist und der im montierten Zustand auf seiner Vorderseite
von der Abdeckkappe 2 überdeckt wird. Der Profilverbinder 1 weist in dem Zentralbereich
3 zwei Drehachsen 14 auf, die gemeinsam ein erstes Drehgelenk 13 ausbilden, sodass
die Profilleiste 4.1a um das Drehgelenk 13.1 in Richtung der Profilleiste 4.2b in
der Rahmenebene verschwenkt werden kann, wozu die Drehachsen des ersten Drehgelenks
13.1 orthogonal zu der Rahmenebene ausgerichtet sind. In dem Zentralbereich 3 ist
zudem ein zweites Drehgelenk 13.2 ausgebildet, dessen nicht sichtbare Drehachsen in
der Rahmenebene ausgerichtet sind. Die Profilleiste 4.1b kann somit auf die Profilleiste
4.2b verschwenkt werden.
[0030] Wie insbesondere aus Figur 2 hervorgeht, ist auf der dem Profilverbinder 1 zugewandten
Rückseite der Abdeckkappe 2 ein erster länglicher Vorsprung 6.1, ein dazu rechtwinklig
verlaufender zweiter länglicher Vorsprung 6.2 sowie ein schräg zu dem ersten länglichen
Vorsprung 6.1 und dem zweiten länglichen Vorsprung 6.2 verlaufender dritter länglicher
Vorsprung 6.3 ausgebildet. Zudem sind drei kreisrunde vorspringende Abschnitte 10
auf der Rückseite der Abdeckkappe 2 ausgebildet, die in ihrem Inneren ein Innengewinde
aufweisen.
[0031] Aus Figur 1 geht nun hervor, dass im Zentralbereich 3 des Profilverbinders 1 zu den
länglichen Vorsprüngen 6.1, 6.2 und 6.3 korrespondierende Aussparungen 5.1, 5.2 und
5.3 ausgebildet sind. Zudem sind drei Ausnehmungen 11 ausgebildet, in die die vorspringenden
Abschnitte 10 im montierten Zustand eingreifen, wobei von der gegenüberliegenden Seite
Schrauben 7 in die Innengewinde der vorspringenden Abschnitte 10 eingeschraubt werden,
wobei im eingeschraubten Zustand Schraubenköpfe 8 der Schrauben 7 in in den Profilverbinder
1 ausgebildeten Aufnahmen 9 angeordnet sind. Im montierten Zustand werden die Vorsprünge
6.1, 6.2 und 6.3 in die entsprechenden Aussparungen 5.1, 5.2 und 5.3 des Zentralbereichs
3 des Profilverbinders 1 mittels der Schrauben 7 gezogen, wobei durch die kraft- und
formschlüssige Aufnahme der Vorsprünge 6.1, 6.2 und 6.3 in den entsprechenden Aussparungen
5.1, 5.2 und 5.3 große Kräfte spielfrei von der Abdeckkappe 2 auf den Profilverbinder
1 übertragbar sind. Durch die Abdeckkappe 2 wird somit ein Verschwenken der Verbindungsschenkel
um die Drehgelenke 13.1 und 13.2 verhindert und zudem das Spiel zwischen den Verbindungsschenkeln
beseitigt, so dass der Rahmen eine hohe Steifigkeit aufweist.
[0032] Eine solche große Kraftübertragung ist insbesondere auch dann sinnvoll, wenn an der
Abdeckkappe 2 ein Scharnierelement 12 ausgebildet ist, wie es in Figur 3 dargestellt
ist. Auch ist in Figur 3 zu erkennen, dass auf der Rückseite der Abdeckkappe 2 mehrere
Vorsprünge 6.1, 6.2 und 6.3 ausgebildet sind sowie zwei vorspringende Abschnitte 10
zur Ausbildung eines Innengewindes.
[0033] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer in einem Rahmen integrierten
Profilverbinderbaugruppe dargestellt, wobei der Profilverbinder 1 einen Eckverbinder
ausbildet im Gegensatz zu dem Mittelverbinder des Ausführungsbeispiels der Figuren
1 und 2. Der Profilverbinder 1 ist mit nicht sichtbaren Verbindungsschenkeln in eine
Profilleiste 4.1a einer ersten Rahmenstrebe und in eine Profilleiste 4.2a einer zweiten
Rahmenstrebe eingesteckt. In dem nicht in die Profilleisten 4.1a und 4.2a eingesteckten
Zentralbereich 3 weist der Profilverbinder 1 Aussparungen 5.1, 5.2 und 5.3 auf. Die
länglichen Vorsprünge 6.1, 6.2 und 6.3 auf der Rückseite der Abdeckkappe 2 sind in
Figur 5 dargestellt, in der auch ein vorspringender Abschnitt 10 zu erkennen ist,
der in seinem Inneren ein Innengewinde für eine Schraube 7 ausbildet. Im montierten
Zustand greift der vorspringende Abschnitt 10 in die in dem Zentralbereich 3 ausgebildete
Ausnehmung 11 ein.
[0034] Die Abdeckkappe 2 weist zudem ein Scharnierelement 12 als Durchgangsloch zur Aufnahme
eines Scharnierstiftes 16 auf, sodass die Abdeckkappe 2 und somit auch die mit der
Abdeckkappe 2 verbundenen übrigen Teile des Rahmens an einem zweiten Scharnierelement
15 schwenkbar befestigt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Profilverbinder
- 2
- Abdeckkappe
- 3
- Zentralbereich
- 4.1a, 4.1b, 4.2a, 4.2b
- Profilleiste
- 5.1, 5.2, 5.3
- Aussparung
- 6.1, 6.2, 6.3
- länglicher Vorsprung
- 7
- Schrauben
- 8
- Schraubenkopf
- 9
- Aufnahme
- 10
- vorspringender Abschnitt
- 11
- Ausnehmung
- 12
- Scharnierelement
- 13
- Drehgelenk
- 14
- Drehachse
- 15
- zweites Scharnierelement
- 16
- Scharnierstift
1. Profilverbinderbaugruppe, umfassend
- einen Profilverbinder (1), wobei der Profilverbinder (1) zumindest einen ersten
in eine Profilleiste (4) einsteckbaren Verbindungsschenkel und einen zweiten in eine
Profilleiste einsteckbaren Verbindungsschenkel sowie mindestens einen die Verbindungsschenkel
verbindenden Zentralbereich (3) aufweist, und
- eine Abdeckkappe (2), wobei die Abdeckkappe (2) an dem Profilverbinder (1) anbringbar
ist und im angebrachten Zustand den Zentralbereich (3) des Profilverbinders (1) zumindest
an einer Seite überdeckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Profilverbinder (1) und der Abdeckkappe (2) mindestens eine Aussparung (5.1,
5.2, 5.3) und mindestens ein länglicher Vorsprung (6.1, 6.2, 6.3) ausgebildet sind,
wobei in dem angebrachten Zustand der längliche Vorsprung (6.1, 6.2, 6.3) in mindestens
eine Aussparung (5.1, 5.2, 5.3) eingreift.
2. Profilverbinderbaugruppe nach Anspruch 1, wobei an dem Profilverbinder (1) und der
Abdeckkappe (2) mindestens zwei Aussparungen (5.1, 5.2, 5.3) und mindesten zwei längliche
Vorsprünge (6.1, 6.2, 6.3) ausgebildet sind, wobei ein erster länglicher Vorsprung
(6.1) schräg zu einem zweiten länglichen Vorsprung (6.2) verläuft.
3. Profilverbinderbaugruppe nach Anspruch 2, wobei der erste längliche Vorsprung (6.1)
rechtwinklig zu einem zweiten länglichen Vorsprung (6.2) verläuft, wobei ein dritter
länglicher Vorsprung (6.3) ausgebildet ist, der schräg zu dem ersten länglichen Vorsprung
(6.1) und schräg zu dem zweiten länglichen Vorsprung (6.2) verläuft.
4. Profilverbinderbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Abdeckkappe
(2) mittels zumindest einer Schraube (7) an dem Profilverbinder (1) festlegbar oder
festgelegt ist.
5. Profilverbinderbaugruppe nach Anspruch 4, wobei ein Schraubenkopf (8) der Schraube
(7) im festgelegten Zustand in einer in dem Profilverbinder (1) ausgebildeten Aufnahme
(9) angeordnet ist.
6. Profilverbinderbaugruppe nach Anspruch 4 oder 5, wobei ein Innengewinde zur Aufnahme
der Schraube (7) in einem vorspringenden Abschnitt (10) der Abdeckkappe (2) ausgebildet
ist und wobei in dem Profilverbinder (1) eine Ausnehmung (11) ausgebildet ist, in
die der vorspringende Abschnitt (10) der Abdeckkappe (2) eingreift.
7. Profilverbinderbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei außen an der
Abdeckkappe (2) ein Scharnierelement (12) ausgebildet ist, so dass die Abdeckkappe
(2) als Bandteil eines Scharniers dient.
8. Profilverbinderbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein mindestens
eine Drehachse (14) aufweisendes Drehgelenk (13) zwischen dem ersten Verbindungsschenkel
und dem zweiten Verbindungsschenkel ausgebildet ist, so dass der erste Verbindungsschenkel
und der zweite Verbindungsschenkel aus einer Ausgangsstellung durch eine Relativschwenkbewegung
um die mindestens eine Drehachse (14) des Drehgelenks (13) in eine Montagestellung
überführbar sind, in der der erste Verbindungsschenkel und der zweite Verbindungsschenkel
in einer Ebene in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind.
9. Rahmen, insbesondere für eine Schutzvorrichtung zur Verwendung mit einer Gebäudeöffnung,
umfassend
- mindestens zwei erste Rahmenstreben (4.1a, 4.1b), die insbesondere jeweils mindestens
eine Außenprofilleiste und mindestens eine teleskopierbar mit einer Einschubtiefe
in die Außenprofilleiste(n) eingeschobene Innenprofilleiste aufweisen,
- mindestens zwei zweite Rahmenstreben (4.2a, 4.2b), die insbesondere jeweils mindestens
eine Außenprofilleiste und mindestens eine teleskopierbar mit einer Einschubtiefe
in die Außenprofilleiste(n) eingeschobene Innenprofilleiste aufweisen,
- mindestens vier Profilverbinder (1), mit denen jeweils mindestens eine erste und
eine zweite Rahmenstrebe (4.1a, 4.2b) miteinander verbunden sind, wobei die Profilverbinder
(1) jeweils einen Zentralbereich (3) aufweisen, und
- eine Abdeckkappe (2) für jeden Profilverbinder (1), wobei die Abdeckkappe (2) an
dem Profilverbinder (1) anbringbar ist und im angebrachten Zustand den Zentralbereich
(3) des Profilverbinders (1) zumindest an einer Seite überdeckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Profilverbinder (1) und der Abdeckkappe (2) mindestens eine Aussparung (5.1,
5.2, 5.3) und mindestens ein länglicher Vorsprung (6.1, 6.2, 6.3) ausgebildet sind,
wobei in dem angebrachten Zustand der längliche Vorsprung (6.1, 6.2, 6.3) in mindestens
eine Aussparung (5.1, 5.2, 5.3) eingreift.
10. Rahmen nach Anspruch 9, wobei der Profilverbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
8 ausgebildet ist und der erste Verbindungsschenkel zumindest abschnittsweise in eine
Profilleiste einer ersten Rahmenstrebe (4.1a, 4.1b) eingesteckt ist und der zweite
Verbindungsschenkel zumindest abschnittsweise in eine Profilleiste einer zweiten Rahmenstrebe
(4.2a, 4.2b) eingesteckt ist.
11. Rahmen nach Anspruch 9 oder 10, wobei die Profilverbinder (1) derart ausgebildet sind,
dass in einer Ausgangsstellung die ersten Rahmenstreben (4.1a, 4.1b) und die zweiten
Rahmenstreben (4.2a, 4.2b) parallel zueinander ausgerichtet sind und dass der Rahmen
durch Verschwenken der Rahmenstreben zueinander um Drehgelenke (13) der jeweils zwei
Rahmenstreben miteinander verbindenden Profilverbinder (1) in eine Montagestellung
überführbar ist, in der die ersten Rahmenstreben (4.1a, 4.1b) und die zweiten Rahmenstreben
(4.2a, 4.2b) in einer Rahmenebene in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind.
12. Rahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11 zum Einsetzen in eine Fensteröffnung,
bestehend aus zwei seitlichen vertikalen ersten Rahmenstreben (4.1a, 4.1b) sowie aus
einer unteren und einer oberen horizontalen zweiten Rahmenstrebe(4.2a), wobei die
Profilverbinder (1) als Eckverbinder mit jeweils genau zwei insbesondere zueinander
schwenkbaren Verbindungsschenkeln ausgebildet sind.
13. Rahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11 für eine Türöffnung, bestehend
aus vier seitlichen vertikalen ersten Rahmenstreben (4.1a,4.1b), sowie aus einer unteren,
einer mittleren und einer oberen horizontalen zweiten Rahmenstrebe (4.2a, 4.2b), wobei
die mittlere Rahmenstrebe (4.2b) jeweils an beiden Enden mittels eines als Mittelverbinder
ausgebildeten Profilverbinders (1) mit zwei vertikalen Rahmenstreben verbunden ist,
wobei der Mittelverbinder jeweils drei insbesondere zueinander schwenkbare Verbindungsschenkel
aufweist.
14. Insektenschutzvorrichtung, umfassend einen Rahmen nach einem der vorhergehenden Ansprüche
9 bis 13 und ein im oder an dem Rahmen befestigtes Insektenschutznetz.