[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebefenstervorrichtung, umfassend einen rechteckigen
Fensterrahmen zum Einbauen in einen Fensterausschnitt nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Sehr große, öffenbare Fensterformate können nur als Schiebefenster ausgeführt werden.
Um einen quasi nahtlosen Übergang zwischen Wohnraum und Natur zu erzielen, besteht
häufig der Wunsch nach einer rahmenlosen Verglasung, d. h. einer Verglasung, bei der
die Rahmen nicht sichtbar angeordnet sind. Hierzu werden Rahmenprofile vollständig
in Boden, Decke und Wände eingepasst, welche die Fensterelemente aufnehmen. Dabei
kommen regelmäßig Aluminiumprofile zum Einsatz, welche die erheblichen Lasten der
Fensterelemente aufnehmen. In der
EP 3 095 946 A1 ist eine Schiebefenstervorrichtung beschrieben, bei der die Rahmen aus einem umlaufenden
Kunststoffprofil gebildet sind, in das bodenseitig Statikelemente eingebracht sind,
die über Krafteinleitungsstützen die einwirkenden Lasten der Fensterelemente aufnehmen.
In dem bodenseitigen Profilteil sind weiterhin Rollen in einer Geraden fluchtend angeordnet,
auf denen das verschiebbare Fensterelement aufliegt und über die dieses Fensterelement
verschiebbar ist.
[0003] Diese vorbekannte Schiebefenstervorrichtung zeichnet sich durch eine dezente, minimalistische
Gestaltung aus, bei der die Fensterscheiben rahmenlos über dem Boden zu schweben scheinen.
Bei näherer Betrachtung des Bodenprofils ist jedoch der nicht von dem verschiebbaren
Fensterelement verdeckte Kanal sichtbar, in dem die Rollen, auf denen das Fensterelement
verschiebbar ist, gelagert sind. Dieser Kanal mit dem in diesem angeordneten Rollen
stört den Gesamteindruck der ansonsten sehr dezenten Schiebefenstervorrichtung.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
eine Schiebefenstervorrichtung der vorgenannten Art bereitzustellen, bei der in geschlossener
Position des verschiebbaren Fensterelements kein Kanal zu sehen ist. Gemäß der Erfindung
wird diese Aufgabe durch eine Schiebefenstervorrichtung mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0005] Mit der Erfindung ist eine Schiebefenstervorrichtung bereitgestellt, bei der in geschlossener
Position des verschiebbaren Fensterelements kein Kanal zu sehen ist. Dadurch, dass
in den vertikalen Abschnitten der umlaufenden Scheibeneinfassung auf wenigstens einer
Seite der Glasscheibe in Fortsetzung der Oberkante des bodenseitigen Einfassprofils
eine horizontale Nut angeordnet ist, in die eine auf dem bodenseitigen Rahmenteil
des Fensterrahmens angeordnete, dieses bodenseitige Rahmenteil bereichsweise verdeckende
Deckplatte hineinragt, die zugleich die Oberkante des bodenseitigen Rahmenprofils
auf dieser Seite der Glasscheibe bereichsweise verdeckt, ist eine Fortführung des
Bodens bis zur Glasscheibe erzielt, sodass die Scheibe über dem Boden zu schweben
scheint. Der Kanal mit den in diesem befindlichen Rollen zur verschiebbaren Lagerung
des Fensterelements sowie auch weitgehend das bodenseitige Einfassprofils dieses Fensterelements
sind hierdurch nicht sichtbar.
[0006] Unter dem Begriff "Scheibeneinfassung" ist ein die Glasscheibe eines Fensterelementes
umlaufend einfassendes, rechteckiges Rahmenprofil zu verstehen. Der Begriff "Einfassprofil"
bezeichnet eines der vier Teilprofile dieses die Glasscheibe einfassenden Rahmenprofils.
Jedes der vier Teilprofile ist Bestandteil einer der vier Seiten des rechteckigen
Fensterelementes.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist in den vertikalen Abschnitten der umlaufenden
Scheibeneinfassung auf beiden Seiten der Glasscheibe in Fortsetzung der Oberkante,
d.h. der der Glasscheibe zugewandten Oberseite des bodenseitigen Einfassprofils eine
horizontale Nut angeordnet, in die auf jeder Seite der Glasscheibe jeweils eine auf
dem bodenseitigen Rahmenteil des Fensterrahmens angeordnete, dieses bodenseitige Rahmenteil
bereichsweise verdeckende Deckplatte hineinragt, die zugleich die Oberkante des bodenseitigen
Einfassprofils auf der jeweiligen Seite der Glasscheibe bereichsweise verdeckt. Hierdurch
sind die mit Rollen versehene zweite Aufnahme sowie auch weitgehend das bodenseitige
Einfassprofil des Fensterelements nicht sichtbar. Die seitlichen Einfassprofile der
Scheibeneinfassung scheinen hierdurch über dem Boden zu "schweben".
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung ist in den vertikalen Abschnitten des umlaufenden
Profilrahmens auf wenigstens einer Seite, bevorzugt auf beiden Seiten der Glasscheibe
in Fortsetzung der Unterkante, d.h. der der Glasscheibe zugewandten Unterseite des
deckenseitigen Rahmenprofils eine horizontale Nut angeordnet ist, in die auf der jeweiligen
Seite der Glasscheibe eine das deckenseitige Rahmenteil bereichsweise verdeckende
Deckplatte hineinragt, die zugleich die Unterkante des deckenseitigen Rahmenprofils
auf dieser Seite der Glasscheibe bereichsweise verdeckt. Hierdurch ist auch die Decke
optisch bis zur Glasscheibe geführt. Die deckenseitige Führungsschiene sowie weitgehend
das deckenseitige Rahmenprofil sind hierdurch nicht sichtbar.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die umlaufende Scheibeneinfassung
wenigstens einen Eckverbinder, bevorzugt zwei Eckverbinder, die das bodenseitige Einfassprofil
mit einem seitlichen Einfassprofil verbinden, wobei die in Fortsetzung der Oberkante
des bodenseitigen Einfassprofils auf wenigstens einer Seite der Glasscheibe angeordnete
Nut in den Eckverbindern angeordnet ist. Dabei weisen die Eckverbinder in einer vorteilhaften
Ausgestaltung zwei im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angestellte Schenkel auf,
wobei ein Schenkel der Eckverbinder in ein bodenseitiges Einfassprofil oder ein deckenseitiges
Einfassprofil eingelegt ist und der andere Schenkel bereichsweise von einem seitlichen
Einfassprofil überdeckt ist. Das seitliche Einfassprofil ist so lotrecht an den Schenkeln
der Eckverbinder montierbar. Etwaige Toleranzen der Scheibe können durch den Eckverbinder
vollständig ausgeglichen werden.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung weist das seitliche Einfassprofil erste Formschlusselemente
auf, die mit an den dem seitlichen Einfassprofil zugewandten Schenkeln der Eckverbinder
angeordneten zweiten Formschlusselementen verbindbar sind. Hierdurch ist eine einfache
und zugleich lagegerechte und lotrechte Montage des seitlichen Einfassprofils ermöglicht.
[0011] In Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den Eckverbindern an der Glasscheibe
eine Adapterleiste befestigt, die mit zweiten Formschlusselementen versehen ist. Bevorzugt
ist ein erstes an dem seitlichen Einfassprofil angeordnetes Formschlusselement durch
einen drehbar angeordneten Riegel gebildet, wobei ein an einem Schenkel eines Eckverbinders
und/oder an einer Adapterleiste angeordnetes zweites Formschlusselement einen Hinterschnitt
umfasst, hinter den der Riegel eindrehbar ist. Hierdurch ist eine lösbare Vormontage
eines seitlichen Einfassprofils an der Scheibe ermöglicht. Alternativ oder zusätzlich
ist können ein erstes Formschlusselement und ein zweites Formschlusselement auch durch
miteinander korrespondierende Rastelemente gebildet sein.
[0012] Bevorzugt sind die Einfassprofile der Scheibeneinfassung und/oder die Eckverbinder
aus Kunststoff hergestellt. Hierdurch die eine kostengünstige Herstellung erzielt.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung ist das dem feststehenden Fensterelement abgewandte
seitliche Einfassprofil zumindest bereichsweise mit einer Griffprofilleiste versehen
oder als solche ausgebildet. Hierdurch ist eine optisch ansprechende und zugleich
nicht dominante Grifflösung erzielt.
[0014] Bevorzugt sind zumindest die bodenseitigen Deckplatten aus Glas und/oder aus Metall,
vorzugsweise aus Aluminium hergestellt. Hierdurch ist eine besonders dezente Ausgestaltung
der Deckplatten zur optischen Fortführung des Bodens und auch der Decke erzielbar.
[0015] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen
angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die schematische Darstellung einer Schiebefenstervorrichtung;
- Figur 2
- die schematische Darstellung eines unteren Abschnitts der Schiebefenstervorrichtung
aus Figur 1 im Querschnitt
- Figur 3
- die Detaildarstellung des bodenseitigen Teils des verschiebbaren Fensterelements der
Schiebefenstervorrichtung aus Figur 2 mit angestellten Deckplatten
- a) im Querschnitt;
- b) in Seitenansicht;
- Figur 4
- die schematische räumliche Darstellung eines Eckverbinders des Fensterelements aus
Figur 3;
- Figur 5
- die schematische Darstellung einzelner Schritte der Montage eines Fensterelements:
- a) Positionierung des bodenseitigen und deckenseitigen Einfassprofils;
- b) Positionierung eines Scheibenverbunds zwischen bodenseitigem und deckenseitigem
Einfassprofil;
- c) Positionierung der Eckverbinder;
- d) Montage der seitlichen Einfassprofile an den seitlichen Schenkeln der Eckverbinder,
- Figur 6
- die schematische Darstellung der Verbindung eines seitlichen Einfassprofils mit an
dem Scheibenverbund angeordneter Adapterleiste
- a) im Querschnitt;
- b) in Detaildarstellung des Riegels des Ausschnitts "B" zum Eingriff in die Adapterleiste.
[0016] Die als Ausführungsbeispiel gewählte Schiebefenstervorrichtung besteht im Wesentlichen
aus einem Fensterrahmen, der aus einem umlaufenden Rahmenprofil 1 gebildet ist, das
ein feststehendes Fensterelement 2 sowie ein verschiebbares Fensterelement 3 aufnimmt
und bodenseitig auf einer Basiszarge gelagert ist. Das umlaufende Rahmenprofil 1 ist
als Kunststoffprofil ausgebildet und umfasst ein bodenseitiges Rahmenteil 11, ein
deckenseitiges Rahmenteil 12 sowie zwei seitliche Rahmenteile 13, welche einen rechteckförmigen
Fensterrahmen begrenzen. Einzelheiten einer solchen Schiebefenstervorrichtung sind
in der
EP 3 095 946 A1 beschrieben.
[0017] In Figur 2 ist der Querschnitt des bodenseitigen Rahmenteils 11 einer solchen Schiebefenstervorrichtung
mit dem von diesem aufgenommenen verschiebbaren Fensterelement 3 gezeigt. Das bodenseitige
Rahmenteil 11 weist eine erste Aufnahme 14 zur Aufnahme des feststehenden Fensterelements
2 und eine neben der ersten Aufnahme 14 angeordnete zweite Aufnahme 15 zur Aufnahme
des verschiebbaren Fensterelements 3 auf. In der zweiten Aufnahme 15 sind Stützrollen
16 angeordnet, die eine radial umlaufende Nut zum Eingriff eines Kiels 7 aufweisen,
der an der Unterseite des verschiebbaren Fensterelements 3 entlang dessen bodenseitigem
Einfassprofil 51 mittig angeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel ist der Kiel 7 als
separates Bauteil mit T-förmigem Querschnitt ausgebildet, das in einen an dem bodenseitigem
Einfassprofil 51 des verschiebbaren Fensterelements 3 angeordneten, korrespondierenden
Einschub 511 eingeschoben ist.
[0018] Das verschiebbare Fensterelement 3 ist gebildet aus einer Verbundglasscheibe 4, die
von einer Scheibeneinfassung 5 umrahmt ist, die ein bodenseitiges Einfassprofil 51,
ein deckenseitiges Einfassprofil 52 sowie zwei seitliche Einfassprofile 53 umfasst.
Dabei ist in den vertikalen Abschnitten der bodenseitigen Einfassprofile 51 sowie
auch in den vertikalen Abschnitten der deckenseitigen Einfassprofile 52 eine horizontale
Nut zur Aufnahme einer Deckplatte 8 angeordnet. Das feststehende Fensterelement 2
ist im Wesentlichen gleich dem verschiebbaren Fensterelement 3 aufgebaut, wobei an
dem bodenseitigen Einfassprofil 51 des verschiebbaren Fensterelements 3 zusätzlich
ein Einschub 511 angeformt ist, in den ein Kiel 7 mit T-förmigen Querschnitt eingeschoben
ist.
[0019] In Figur 5 ist der Aufbau des verschiebbaren Fensterelements 3 schrittweise dargestellt.
Zunächst wird eine Glasverbundscheibe 4 zwischen einem bodenseitigen Einfassprofil
51 und einem deckenseitigen Einfassprofil 52 positioniert (Fig. 5 b). Anschließend
wird auf jede Ecke der Glasverbundscheibe 4 ein Eckverbinder 6 positioniert. Die Eckverbinder
6 und die gegenüberliegenden decken- und bodenseitigen Einfassprofile 51, 52 werden
mit der Glasverbundscheibe 4 verklebt. Nachfolgend werden auf die seitlichen Schenkel
61 der Eckverbinder 6 jeweils einer Seite ein seitliches Einfassprofil 53 befestigt.
Im Ausführungsbeispiel sind die seitlichen Schenkel 61 der Eckverbinder 6 mit - nicht
dargestellten - Rastmitteln versehen, mit denen an dem jeweiligen seitlichen Einfassprofil
53 vorhandene Rastmittel verrastbar sind. An Stelle von Rastverbindungen können auch
andere Formschlussverbindungen wie beispielsweise Pilzkopfverbindungen vorgesehen
sein. Alternativ oder zusätzlich können die seitlichen Einfassprofile 53 auch mit
den seitlichen Schenkeln 61 der Eckverbinder 6 verklebt sein. Im Ausführungsbeispiel
sind an die seitlichen Einfassprofile 53 Griffleistenprofile 531 angeformt.
[0020] In Figur 6 ist eine Ausführungsform eines Fensterelements 3 mit vormontierbarem seitlichen
Einfassprofil 53 gezeigt. Hierbei ist an der Glasverbundscheibe 4 eine Adapterleiste
41 angeordnet, die mit der Glasverbundscheibe 4 verklebt ist und die in Art eines
C-Profils ausgebildet ist, wodurch zwei seitliche Hinterschnitte gebildet sind. An
dem seitlichen Einfassprofil 53 sind Riegel 532 drehbar gelagert, die in eine erste
Stellung in Flucht mit der Adapterleiste 41 bringbar sind, sodass sie in diese eingebracht
werden können. Anschließend können die Riegel 532 durch einen von außen zugänglichen
- nicht dargestellten - Werkzeugeingriff verdreht werden, sodass sie die beiden Hinterschnitte
der Adapterleiste hintergreifen, wodurch das seitliche Einfassprofil 53 formschlüssig
lösbar mit der Glasverbundscheibe 4 verbunden ist.
[0021] Der Eckverbinder 6 ist in Fig. 4 gezeigt. Er ist als Kunststoffspritzgießteil hergestellt
und weist zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Schenkel 61 auf, die als U-Profile
ausgebildet sind. Einen ersten Schenkel 61 begrenzend ist in dem rechtwinklig an diesen
angestellten zweiten Schenkel 61 eine Nut 62 angeordnet. Die Schenkel 61 des Eckverbinders
6 sind derart dimensioniert, dass die den ersten Schenkel 61 begrenzende Nutenwand
der Nut 62 mit der Oberseite des bodenseitigen Einfassprofils 51 oder der Unterseite
des deckenseitigen Einfassprofils 52 fluchtet, derart, dass eine auf die Oberseite
des bodenseitigen Einfassprofils 51 bzw. die Unterseite des deckenseitigen Einfassprofils
52 aufgelegte Deckplatte 8 in die Nut 62 eingreift. Die Länge der an den seitlichen
Schenkeln 61 der Eckverbinder 6 befestigten seitlichen Einfassprofile 53 ist derart
dimensioniert, dass das jeweilige seitliche Einfassprofil 53 endseitig mit der diesem
zugewandten Nutenwand der Nut 62 fluchtet (vgl. Fig. 3).
[0022] In Figur 2 ist der untere Abschnitt des in der zweiten Aufnahme 15 des bodenseitigen
Rahmenteils 11 verschiebbar gelagerten Fensterelements 3 gezeigt. Die das feststehende
Fensterelement 2 aufnehmende erste Aufnahme 14 des bodenseitigen Rahmenteils 11 ist
mit einer Deckplatte 8 verschlossen, die an das bodenseitige Rahmenteil 11 angeklipst
ist und die sich in Längsrichtung bis zu dem feststehenden Fensterelement 2 erstreckt.
Hierzu weist die Deckplatte 8 seitliche Rastarme 81 auf, die in gegenüberliegend angeordnete
Nuten der ersten Aufnahme 14 eingreifen. In Querrichtung ist die Deckplatte 8 derart
ausgebildet, dass sie in den Bereich der zweiten Aufnahme 15 hineinragt und sich in
Schließposition des verschiebbaren Fensterelements 3 in die Nut 62 der beiden bodenseitig
angeordneten Eckverbinder 6 eingreift, wobei das bodenseitige Einfassprofil 51 des
verschiebbaren Fensterelements 3 weitgehend verdeckt ist.
[0023] Auf der äußeren vertikalen Stützstrebe 151 der zweiten Aufnahme 15 ist eine Deckleiste
9 angeordnet, die mit der Deckplatte 8 fluchtet und die sich wiederum in Schließposition
des verschiebbaren Fensterelements 3 im Wesentlichen bis zu diesem erstreckt und in
die der Deckplatte 8 abgewandten Nuten 62 der beiden bodenseitigen Eckverbinder 6
eingreift, wobei das bodenseitige Einfassprofil 51 des verschiebbaren Fensterelements
3 weitgehend verdeckt ist. In der gleichen Art und Weise ist an dem deckenseitigen
Rahmenteil 12 eine Deckplatte 8 und eine Deckleiste 9 angeordnet, die in die Nuten
62 der deckenseitigen Eckverbinder 6 des verschiebbaren Fensterelements 3 eingreifen.
Im Ausführungsbeispiel sind die Deckplatten 8 und die Deckleisten 9 aus Aluminiumblech
hergestellt. In einer weiteren Ausführungsform können die zweiten Aufnahmen 15 des
bodenseitigen Rahmenteils 11 und des deckenseitigen Rahmenteils 12 auch mit ansteuerbaren
Lichtquellen, beispielsweise LEDs bestückt sein, wobei die Deckplatten 8 und die Deckleisten
9 aus mattiertem Glas hergestellt sind. Hierdurch lässt sich das Fensterelement 3
bodenseitig und deckenseitig in einen leuchtenden Rahmen einfassen.
1. Schiebefenstervorrichtung, umfassend einen rechteckigen Fensterrahmen zum Einbauen
in einen Fensterausschnitt, der ein bodenseitiges Rahmenteil (11), ein deckenseitiges
Rahmenteil (12) und zwei seitliche Rahmenteile (13) umfasst, in welchem Fensterrahmen
ein erstes, feststehendes Fensterelement (2) und ein zweites, verschiebbares Fensterelement
(3) angeordnet sind, wobei das zweite, verschiebbare Fensterelement (3) eine Glasscheibe
(4) umfasst, die durch eine umlaufende Scheibeneinfassung (5) eingefasst ist, die
ein bodenseitiges und ein deckenseitiges Einfassprofil (51, 52) sowie zwei seitliche
Einfassprofile (53) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass in den vertikalen Abschnitten der umlaufenden Scheibeneinfassung (5) auf wenigstens
einer Seite der Glasscheibe (4) in Fortsetzung der Oberkante des bodenseitigen Einfassprofils
(51) eine horizontale Nut angeordnet ist, in die eine auf dem bodenseitigen Rahmenteil
(11) des Fensterrahmens (1) angeordnete, dieses bodenseitige Rahmenteil (11) bereichsweise
verdeckende Deckplatte (8) hineinragt, die zugleich die Oberkante des bodenseitigen
Einfassprofils (51) auf dieser Seite der Glasscheibe (4) bereichsweise verdeckt.
2. Schiebefenstervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den vertikalen Abschnitten der umlaufenden Scheibeneinfassung auf beiden Seiten
der Glasscheibe (4) in Fortsetzung der Oberkante des bodenseitigen Einfassprofils
(51) eine horizontale Nut angeordnet ist, in die auf jeder Seite der Glasscheibe (4)
jeweils eine auf dem bodenseitigen Rahmenteil (11) des Fensterrahmens (1) angeordnete,
dieses bodenseitige Rahmenteil (11) bereichsweise verdeckende Deckplatte (8, 9) hineinragt,
die zugleich die Oberkante des bodenseitigen Einfassprofils (51) auf der jeweiligen
Seite der Glasscheibe (4) bereichsweise verdeckt.
3. Schiebefenstervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den vertikalen Abschnitten der umlaufenden Scheibeneinfassung (5) auf wenigstens
einer Seite, bevorzugt auf beiden Seiten der Glasscheibe (4) in Fortsetzung der Unterkante
des deckenseitigen Rahmenprofils (12) eine horizontale Nut angeordnet ist, in die
auf der jeweiligen Seite der Glasscheibe (4) eine das deckenseitige Rahmenteil (12)
bereichsweise verdeckende Deckplatte (8) hineinragt, die zugleich die Unterkante des
deckenseitigen Rahmenprofils (12) auf dieser Seite der Glasscheibe (4) bereichsweise
verdeckt.
4. Schiebefenstervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibeneinfassung (5) wenigstens einen Eckverbinder (6), bevorzugt zwei Eckverbinder
(6) umfasst, die das bodenseitige Einfassprofil (51) mit einem seitlichen Einfassprofil
(53) verbinden, wobei die in Fortsetzung der Oberkante des bodenseitigen Einfassprofils
(51) auf wenigstens einer Seite der Glasscheibe (4) angeordnete Nut (62) in den Eckverbindern
(6) angeordnet ist.
5. Schiebefenstervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibeneinfassung (5) wenigstens einen Eckverbinder (6), bevorzugt zwei Eckverbinder
(3) umfasst, die das deckenseitige Einfassprofil (52) mit einem seitlichen Einfassprofil
(52) verbinden, wobei die in Fortsetzung der Unterkante des deckenseitige Einfassprofils
(52) auf wenigstens einer Seite der Glasscheibe (4) angeordnete Nut (62) in den Eckverbindern
(6) angeordnet ist.
6. Schiebefensteranordnung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eckverbinder (6) zwei im Wesentlichen rechtwinklig zueinander angestellte Schenkel
(61) aufweisen, wobei ein Schenkel (61) der Eckverbinder (6) in ein bodenseitiges
Einfassprofil (51) oder in ein deckenseitiges Einfassprofil (52) eingelegt ist und
der andere Schenkel (61) bereichsweise von einem seitlichen Einfassprofil (53) überdeckt
ist.
7. Schiebefensteranordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das seitliche Einfassprofil (53) erste Formschlusselemente aufweist, die mit an den
dem seitlichen Einfassprofil (53) zugewandten Schenkeln (61) der Eckverbinder (6)
angeordneten zweiten Formschlusselementen verbindbar sind.
8. Schiebefensteranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Eckverbindern (6) an der Glasscheibe (4) eine Adapterleiste (41) befestigt
ist, die mit zweiten Formschlusselementen versehen ist.
9. Schiebefensteranordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein erstes an dem seitlichen Einfassprofil (53) angeordnetes Formschlusselement
durch einen drehbar angeordneten Riegel (532) gebildet ist, wobei ein an einem Schenkel
(61) eines Eckverbinders (6) und/oder an einer Adapterleiste (41) angeordnetes zweites
Formschlusselement einen Hinterschnitt umfasst, hinter den der Riegel (532) eindrehbar
ist.
10. Schiebefensteranordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein erstes Formschlusselement und ein zweites Formschlusselement durch
miteinander korrespondierende Rastelemente gebildet sind.
11. Schiebefenstervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfassprofile (51, 52, 53) der Scheibeneinfassung und/oder die Eckverbinder
(6) aus Kunststoff hergestellt sind.
12. Schiebefenstervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das dem feststehenden Fensterelement (2) abgewandte seitliche Einfassprofil (53)
zumindest bereichsweise mit einer Griffprofilleiste (531) versehen ist.
13. Schiebefenstervorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die bodenseitigen Deckplatten (8, 9) aus Glas und/oder aus Metall, vorzugsweise
aus Aluminium hergestellt sind.