[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebetür mit einem Blendrahmen, der eine
Bodenschwelle und zwei endseitig an der Bodenschwelle sich nach oben erstreckende
Zargen aufweist, und mindestens einem Schiebeflügel, der entlang einer Laufschiene
an der Bodenschwelle verfahrbar ist.
[0002] Die
EP 3 225 771 A1 offenbart eine Bodenschwelle für eine Schiebetür, die eine ebene Oberseite aufweist,
an der ein Schiebeflügel entlang einer Laufschiene in einer ersten Ebene und ein Festfeld
in einer zweiten Ebene angeordnet sind. An der Außenseite ist eine Oberfläche des
Festfeldes im Wesentlichen flächenbündig mit einer Oberfläche an einer Längskante
des Schwellenprofils angeordnet, was die Abdichtung an der Außenseite vereinfacht,
insbesondere wenn auch eine Außenfläche der Zarge flächenbündig angeordnet ist. Für
die Herstellung des Festfeldes und des Schiebeflügels können Rahmenprofile unterschiedlicher
Hersteller eingesetzt werden, die in eine Richtung senkrecht zur Längsrichtung der
Bodenschwelle und in horizontale Richtung unterschiedlich breit sind. Wenn ein Festfeld
aus Rahmenprofilen an der Außenseite flächenbündig mit der Längskante der Bodenschwelle
und den Zargenprofilen ausgerichtet wird, kann an der Innenseite eine innere Oberfläche
des Schiebeflügels mit einem Versatz zu einer inneren Längskante der Bodenschwelle
ausgerichtet sein.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schiebetür und einen Bausatz
für eine Schiebetür zu schaffen, die den Einsatz unterschiedlicher Rahmenprofile zur
Herstellung des Festfeldes und des Schiebeflügels ermöglicht und einen optimierten
inneren und äußeren Abschluss gewährleistet.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Schiebetür mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie
einem Bausatz mit den Merkmalen des Anspruches 10 gelöst.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Schiebetür ist eine Bodenschwelle an einem Blendrahmen
vorgesehen, an der mindestens ein Schiebeflügel über eine Laufschiene verfahrbar ist,
wobei an der Bodenschwelle an einer Längskante an einer Innenseite ein separates Ausgleichsprofil
fixiert ist. Dadurch können auf der Bodenschwelle ein Festfeld und eine Schiebetür
angeordnet werden, wobei Festfeld und Schiebeflügel aus unterschiedlichen Profilen
hergestellt werden können. Ein etwaiger Versatz, also ein Überstand der Schiebetür
an der Innenseite aufgrund unterschiedlich dicker Profile, kann dann über ein separates
Ausgleichsprofil kompensiert werden, so dass eine und dieselbe Bodenschwelle für unterschiedliche
Profile zur Herstellung eines Schiebeflügels und eines Festfeldes eingesetzt werden
kann. Die Begriffe "Innenseite" und "Außenseite" beziehen sich dabei auf eine Einbausituation
der Schiebetür an einer Gebäudeöffnung und somit ist die Längskante an einer Innenseite
der Innenseite des Gebäudes zugewandt ist.
[0006] Das Ausgleichsprofil weist vorzugsweise im Wesentlichen die gleiche Höhe auf die
die Bodenschwelle. Die Bodenschwelle kann beispielsweise aus einem extrudierten Profil
hergestellt sein, das eine Unterseite und eine Oberseite aufweist, die die maximale
Höhe der Bodenschwelle definieren, die vorzugsweise der Höhe des Ausgleichsprofils
entspricht. Das Schwellenprofil muss dabei nicht über die gesamte Breite die gleiche
Höhe aufweisen, sondern kann beispielsweise zur Entwässerung eine Ablaufrinne mit
geringerer Höhe umfassen.
[0007] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist einen Längskante der Bodenschwelle an einer
zur Innenseite gegenüberliegenden Außenseite im Wesentlichen flächenbündig mit einer
Außenseite der Zargen angeordnet. Dadurch kann eine Oberfläche der Zarge und der Bodenschwelle
auf einfache Weise mit einer Bauwerksabdichtung, beispielsweise einer Folie, überdeckt
werden, um eine Abdichtung zur Außenseite anzubringen. Für eine optisch ansprechende
Ausgestaltung kann die Schiebetür ein Festfeld umfassen, das einen Rahmen mit einem
Füllungselement besitzt, beispielsweise einer Isolierglasscheibe, wobei eine Außenseite
des Rahmens des Festfeldes flächenbündig mit einer Außenseite einer Längskante der
Bodenschwelle und optional auch einer Außenseite der Zarge angeordnet ist. Die flächenbündige
Ausrichtung vereinfacht die Abdichtung, beispielsweise über eine Folie, die an den
Rahmen, die Zarge und die äußere Längskante der Bodenschwelle angelegt wird, damit
dann Niederschlagswasser an der Außenseite abströmen kann.
[0008] An einer Innenseite der Bodenschwelle kann durch die Montage des Ausgleichsprofils
ebenfalls eine flächenbündige Ausrichtung einer Oberfläche des Ausgleichsprofils und
einer inneren Oberfläche des Schiebeflügels erhalten werden, was optisch ansprechend
ist und den inneren Anschluss an einen Bodenaufbau erleichtert.
[0009] Das Ausgleichsprofil ist an der Bodenschwelle vorzugsweise über Rastmittel gehalten.
Hierfür kann die Bodenschwelle optional an ihrer Längskante an der Innenseite mindestens
eine nutförmige Rastaufnahme aufweisen, vorzugsweise zwei beabstandete Rastaufnahmen,
in die jeweils ein Raststeg des Ausgleichsprofils eingefügt ist. Durch unterschiedliche
Ausgleichsprofile, die eine unterschiedliche Dicke besitzen, kann somit ein Breitenausgleich
vorgenommen werden, so dass die Einheit aus Bodenschwelle und Ausgleichsprofil etwa
die gleiche Breite besitzt wie das Zargenprofil und/oder die Einheit aus Festfeld
und Schiebeflügel. Der Begriff "Breite" bezieht sich hier auf eine Erstreckung senkrecht
zur Ebene eines Rahmens des Schiebeflügels. Die Raststege können auch an der Bodenschwelle
an der Längsseite ausgebildet sein und in Rastaufnahmen an dem Ausgleichsprofil eingreifen.
Zudem ist es alternativ oder zusätzlich möglich, das Ausgleichsprofil an der Bodenschwelle
anzukleben, anzuschrauben oder über andere Befestigungsmittel zu fixieren.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Ausgleichsprofil im Querschnitt im Wesentlichen
rechteckförmig ausgebildet. Dabei werden bei der Querschnittsgeometrie Hohlkammern
des Ausgleichsprofils nicht berücksichtigt. Von diesem im Wesentlichen rechteckförmigen
Querschnitt können dann ein oder mehrere Raststege auf der zum Schwellenprofil gewandten
Seite hervorstehen.
[0011] In einer alternativen Ausführungsform ist das Ausgleichsprofil im Wesentlichen winkelförmig
ausgebildet. Dabei kann an einem horizontalen Schenkel des Ausgleichsprofils die Laufschiene
abgestützt oder integral ausgebildet sein. Die winkelförmige Ausgestaltung des Ausgleichsprofils
hat den Vorteil, dass die Laufschiene an dem Ausgleichsprofil mit einem definierten
Abstand von der Innenseite des Ausgleichsprofils angeordnet ist entsprechend der Anforderung
des jeweiligen Rahmenprofils. Ein Verschieben einer Laufschiene an einer nutförmigen
Aufnahme an dem Schwellenprofil kann somit entfallen, da die Position der Laufschiene
über das Ausgleichsprofil vorgegeben wird.
[0012] Die Bodenschwelle umfasst vorzugsweise ein extrudiertes Schwellenprofil, beispielsweise
aus Aluminium oder Kunststoff, und eine oder mehrere Abdeckungen, die an einer Oberseite
fixiert sind. Dabei kann eine Abdeckung eine Entwässerungsrinne überdecken, die zum
Abführen von Niederschlagswasser zu einer Außenseite hin dient. Ein Festfeld an der
Schiebetür kann dabei auf einer solchen Abdeckung fixiert sein und beispielsweise
durch einen Rahmen und ein Füllungselement gebildet sein.
[0013] Ferner wird ein Bausatz für eine Schiebetür mit einer Bodenschwelle bereitgestellt,
bei dem unterschiedliche Ausgleichsprofile an einer Längskante der Bodenschwelle fixierbar
sind, die eine unterschiedliche Dicke aufweisen. Dadurch kann das Handwerksunternehmen,
welches die Schiebetür montiert, abhängig von den eingesetzten Profilen zur Herstellung
des Rahmens der Schiebetür und eines Festfeldes, ein Ausgleichsprofil auswählen, das
an der Bodenschwelle montiert wird. Dadurch kann ein und dieselbe Bodenschwelle für
eine Vielzahl unterschiedlicher Rahmenprofile verwendet werden, mit denen ein Überstand
der Schiebetür an einer Innenseite kompensiert werden kann. Die Ausgleichsprofile
können dabei die gleiche Höhe aufweisen, insbesondere auch die gleichen Befestigungsmittel,
wie Raststege, um an dem Schwellenprofil fixiert zu werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittansicht durch eine erfindungsgemäße Schiebetür;
- Figur 2
- eine Detailansicht des Blendrahmens in einem unteren Eckbereich;
- Figuren 3A bis 3C
- mehrere Ansichten einer Schiebetür mit unterschiedlichen Ausgleichsprofilen, und
- Figuren 4A bis 4C
- mehrere Ansichten einer Schiebetür mit einer weiteren Ausführungsform unterschiedlicher
Ausgleichsprofile.
[0015] Eine Schiebetür 1 umfasst einen Blendrahmen, der eine Bodenschwelle 2 aus einem ein
oder mehrteiligen extrudierten Schwellenprofil aufweist, an der an gegenüberliegenden
Seiten jeweils eine Zarge 3 nach oben hervorsteht. Die beiden Zargen 3 sind an der
Oberseite über ein oberes Rahmenprofil miteinander verbunden. An einer Oberseite der
Bodenschwelle 2 ist ein Schiebeflügel 4 angeordnet, die entlang einer Laufschiene
5 verfahrbar ist. Hierfür kann der Schiebeflügel 4 an einem unteren Rahmenprofil eine
nach unten offene Nut 7 aufweisen, an der ein oder mehrere Laufwägen mit Laufrollen
vorgesehen sind, die entlang der Laufschiene 5 verfahrbar sind. Der Schiebeflügel
4 kann zusätzlich an dem oberen Rahmenprofil zwischen den Zargen 3 geführt sein.
[0016] An einer Oberseite der Bodenschwelle 2 ist eine nutförmige Aufnahme 6 ausgebildet,
in die die Laufschiene 5 eingefügt ist. Der Schiebeflügel 4 kann als Hebe-Schiebetür
ausgebildet sein und weist an dem unteren Rahmenprofil mindestens ein Dichtungsprofil
8, vorzugsweise auf jeder Seite der nach unten offenen Nut 7 ein Dichtungsprofil 8,
auf, um den Schiebeflügel 4 in der geschlossenen Position abzudichten.
[0017] An der Schiebetür 1 ist ferner ein Festfeld 9 vorgesehen, das einen Rahmen mit einem
Füllungselement aufweist, insbesondere einer Isolierglasscheibe. Ein unteres Rahmenprofil
des Festfeldes 9 weist dabei eine nach unten offene Nut auf, in die ein Befestigungsmittel
10 in Form eines nach oben hervorstehenden Steges eingefügt ist. Das Befestigungsmittel
10 ist an einer Abdeckung 11 fixiert oder integral mit dieser ausgebildet. Optional
kann die Abdeckung 11 auch integral mit der Bodenschwelle 2 ausgebildet sein. Unterhalb
der Abdeckung 11 ist eine Entwässerungsrinne 12 angeordnet, die geneigt zur Horizontalen
ausgerichtet ist, beispielsweise in einem Winkel zwischen 2° und 10°, um Niederschlagswasser
zu einer Außenseite hin abzuleiten.
[0018] Das Festfeld 9 ist über Dichtungsprofile 8 abgedichtet an der Abdeckung 11 gehalten.
Die Abdeckung 11 ist dabei im Wesentlichen flächenbündig mit einer Oberseite der Bodenschwelle
2 angeordnet.
[0019] Das untere Rahmenprofil des Festfeldes 9 weist eine äußere Oberseite 14 auf, die
flächenbündig mit einer äußeren Längskante der Bodenschwelle 2 angeordnet ist, so
dass ein Ablaufen von Niederschlagswasser und eine Abdichtung vereinfacht sind. Zudem
ist auch eine äußere Oberfläche der Zarge 3 flächenbündig mit der Oberseite 14 ausgerichtet.
[0020] An einer inneren Seite ist eine Innenseite 20 der Zarge 3 flächenbündig mit einer
Innenseite der Rahmenprofile des Schiebeflügels 4 sowie flächenbündig mit einer Oberseite
eines Ausgleichsprofils 17 angeordnet, das an einer Längskante der Bodenschwelle 2
montiert ist. Hierfür sind an der Bodenschwelle 2 zwei beabstandete Rastaufnahmen
19 ausgebildet, in die jeweils ein Raststeg 18 des Ausgleichsprofis 17 eingreift,
der an der Längskante der Bodenschwelle 2 verrastet ist. Es können natürlich auch
andere Befestigungsmittel zur Fixierung des Ausgleichsprofils 17 vorgesehen sein,
beispielsweise Klemmelemente, Raststege an der Bodenschwelle 2, oder separate Befestigungsmittel,
wie Schrauben, oder Kleben. In jedem Fall bildet das Ausgleichsprofil 17 eine äußere
Oberfläche aus, die an der Innenseite im Wesentlichen flächenbündig mit dem Schiebeflügel
4 und der Zarge 3 ausgerichtet ist. Das Ausgleichsprofil 17 erstreckt sich dabei im
Wesentlichen über die gesamte Höhe der Bodenschwelle 2, wobei die maximale Höhe durch
den Bereich definiert wird, der benachbart zu der Laufschiene 5 an der Bodenschwelle
2 ausgebildet ist.
[0021] Die Zargen 3 können die gleiche Breite aufweisen wie die Bodenschwelle 2 mit dem
Ausgleichsprofil 17.
[0022] In Figur 2 ist der Blendrahmen der Schiebetür 1 ohne Schiebeflügel 4 und Festfeld
9 gezeigt. Es ist erkennbar, dass eine Bauabdichtung 15 auf einfache Weise an einer
Außenseite des Blendrahmens angebracht werden kann, da eine äußere Längskante der
Bodenschwelle 2 flächenbündig mit einer Außenseite der Zarge 3 angeordnet ist. An
der Bodenschwelle 2 ist ein an der Außenseite ein nach oben ragender Steg ausgebildet,
an dem Entwässerungsöffnungen 13 vorgesehen sind, um Feuchtigkeit über die Entwässerungsrinne
12 nach außen ableiten zu können. An dem Steg ist die Abdeckung 11 abgestützt, wobei
optional der Steg auch an der Abdeckung 11 ausgebildet sein kann. An der Au-βenseite
der Bodenschwelle 2 ist im Bereich der Längskante ferner noch eine Trittleiste 16
ausgebildet, die zum Anschluss der Bodenschwelle an einen benachbarten Untergrund
dient, wobei die Trittleiste 16 geneigt ausgebildet ist, so dass Feuchtigkeit aus
den Entwässerungsöffnungen 13 weiter nach außen abgeleitet werden kann.
[0023] In den Figuren 3A bis 3C ist jeweils eine Schiebetür mit der Bodenschwelle 2 gezeigt,
an der Schiebetüren 4, 4', 4" und Festfelder 9, 9', 9" aus Profilen mit unterschiedlicher
Geometrie, insbesondere unterschiedlicher Breite, hergestellt sind.
[0024] In Figur 3A sind zur Herstellung des Schiebeflügels 4' und des Festfeldes 9' Rahmenprofile
mit etwas größerer Breite eingesetzt, wobei das Festgeld 9' so angeordnet ist, dass
die Rahmenprofile an der Außenseite flächenbündig mit einer Außenseite der Bodenschwelle
2 ausgerichtet sind. Dadurch ergibt sich bei einem vorbestimmten Abstand L zwischen
dem Schiebeflügel 4' und dem Festfeld 9' an der Innenseite ein Überstand des Schiebeflügels
4' gegenüber einer Längskante der Bodenschwelle 2. Um diesen Überstand auszugleichen,
ist ein modifiziertes Ausgleichsprofil 17' an der Längskante der Bodenschwelle 2 montiert,
das eine größere Dicke besitzt als das Ausgleichsprofil 17 in Figur 1. Das Ausgleichsprofil
17 schließt an der Außenseite flächenbündig mit einer Innenseite 20 des Schiebeflügels
4 ab. Der Schiebeflügel 4' ist über modifizierte Dichtungsprofile 8' an einer Oberseite
der Bodenschwelle 2 abgedichtet gehalten.
[0025] In dem Ausführungsbeispiel der Figur 3B ist ein Schiebeflügel 4" und ein Festfeld
9" mit anderen Rahmenprofilen hergestellt, so dass ausgehend von einer flächenbündigen
Ausrichtung des Festfeldes 9" an einer Außenseite mit der äußeren Längskante der Bodenschwelle
2 der Überstand des Schiebeflügels 4" an der Innenseite etwas geringer ist als bei
dem in Figur 3A gezeigten Ausführungsbeispiel. Um diesen Überstand auszugleichen,
ist ein modifiziertes Ausgleichsprofil 17" an der Längskante der Bodenschwelle 2 über
Raststege 18 fixiert. Dadurch ist eine Innenseite 20 des Schiebeflügels 4" flächenbündig
mit einer Oberseite des Ausgleichsprofils 17" angeordnet, wobei sich das Ausgleichsprofil
17" über die gesamte Höhe der Bodenschwelle 2 erstreckt.
[0026] In Figur 3C ist das in Figur 1 gezeigte Ausführungsbeispiel schematisch gezeigt.
Ausgehend von einer flächenbündigen Ausrichtung einer Oberseite 14 an der Außenseite
des Festfeldes 9 zu einer äußeren Längskante der Bodenschwelle 2 ist an der Innenseite
der Überstand des Schiebeflügels 4 gegenüber der inneren Längskante der Bodenschwelle
2 kleiner ausgebildet. Der Schiebeflügel 4 ist dabei einem vorbestimmten Abstand L
relativ zu dem Festfeld 9 angeordnet, wobei der Abstand zum Einbau entsprechender
Dichtleisten dient. Der geringere Überstand des Schiebeflügels 4 wird dadurch kompensiert,
dass ein Ausgleichsprofil 17 mit geringerer Dicke an der Längskante der Bodenschwelle
2 montiert wird.
[0027] Die Ausgleichsprofile 17, 17' und 17" erstrecken sich dabei über die gesamte Höhe
der Bodenschwelle 2 an der inneren Längskante, weisen aber eine unterschiedliche Dicke
auf, so dass der unterschiedliche Überstand der Schiebeflügel 4, 4', 4" aufgrund der
unterschiedlichen Breite der eingesetzten Rahmenprofile über die Ausgleichsprofile
17, 17', 17" kompensiert werden kann.
[0028] In den Figuren 4A bis 4C sind weitere Ausführungsbeispiele einer Schiebetür gezeigt,
die ähnlich zu dem ersten Ausführungsbeispiel ausgebildet sind, mit dem Unterschied,
dass statt einem im Querschnitt rechteckförmigen Ausgleichsprofil ein Ausgleichsprofil
27, 27' oder 27" eingesetzt wird, das im Querschnitt winkelförmig ausgebildet ist.
Jedes der Ausgleichsprofile 27, 27', 27" weist dabei einen oberen horizontalen Schenkel
29 auf, an dem eine Laufbahn 30 für den Schiebeflügel 4, 4', 4" integral ausgebildet
ist oder an dem eine separate Laufschiene abgestützt ist. Diese Ausführung hat den
Vorteil, dass zwischen einer Innenseite des Ausgleichsprofils 27, 27', 27" und der
Ebene der Laufbahn 30 ein vorbestimmter Abstand vorhanden ist. Ein Verschieben der
Laufschiene 5 innerhalb der nutförmigen Aufnahme 6 an der Bodenschwelle 2 aufgrund
einer unterschiedlichen Breite eines Rahmenprofils des Schiebeflügels 4 ist somit
nicht erforderlich.
[0029] In Figur 4A besitzt das Ausgleichsprofil 27' einen vertikalen Schenkel 28' an der
Längsseite des Bodenschwelle 2', der die größte Breite besitzt. Bei dem Ausführungsbeispiel
der Figur 4B sind die Rahmenprofile zur Herstellung des Schiebeflügels 4" und des
Festfeldes 9" etwas schmaler ausgebildet als in Figur 4A, so dass der vertikale Schenkel
28" des Ausgleichsprofils 27" etwas dünner ist als der vertikale Schenkel 28' in Figur
4A.
[0030] In Figur 4C werden zur Herstellung des Schiebeflügels 4 und des Festfeldes 9 etwas
dünnere Rahmenprofile eingesetzt, so dass das Ausgleichsprofil 27 einen vertikalen
Schenkel 28 besitzt, der eine geringere Dicke besitzt als die Schenkel 28' oder 28".
Auch an dem winkelförmigen Ausgleichsprofil 27 sind an dem horizontalen Schenkel 29
die Laufbahnen 30 integral ausgebildet, oder durch ein separates Profil ist die Laufbahn
30 an dem horizontalen Schenkel 29 abgestützt.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 4A bis 4C ist das Schwellenprofil 2' modifiziert
ausgebildet, da es an der Oberseite den horizontalen Schenkel 29 des jeweiligen Ausgleichsprofils
27, 27', 27" aufnimmt. Hierfür kann eine entsprechende Aussparung gebildet sein. Im
Übrigen kann dieses Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen.
[0032] Die Bodenschwellen 2 und 2' können somit für unterschiedliche Geometrien von Rahmenprofilen
eingesetzt werden, aus denen die Schiebeflügel 4, 4', 4" und die Festfelder 9, 9',
9" hergestellt werden, indem entsprechende Ausgleichsprofile 17, 17', 17", 27, 27',
27" an der inneren Längskante der Bodenschwellen 2 und 2' montiert werden. Dadurch
wird ein hohes Maß an Flexibilität erhalten, ohne dass die Konstruktion der Bodenschwellen
2, 2' für jedes Rahmenprofil angepasst werden muss.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Schiebetür
- 2,2'
- Bodenschwelle
- 3
- Zarge
- 4, 4', 4"
- Schiebeflügel
- 5
- Laufschiene
- 6
- Aufnahme
- 7
- Nut
- 8
- Dichtungsprofil
- 9, 9', 9"
- Festfeld
- 10
- Befestigungsm ittel
- 11
- Abdeckung
- 12
- Entwässerungsrinne
- 13
- Entwässerungsöffnung
- 14
- Oberseite
- 15
- Bauabdichtung
- 16
- Trittleiste
- 17, 17', 17"
- Ausgleichsprofil
- 18
- Raststeg
- 19
- Rastaufnahme
- 20
- Innenseite
- 27, 27', 27"
- Ausgleichsprofil
- 28, 28', 28"
- vertikaler Schenkel
- 29
- horizontaler Schenkel
- 30
- Laufbahn
- L
- Abstand
1. Schiebetür (1) mit einem Blendrahmen, der eine Bodenschwelle (2, 2') und zwei endseitig
an der Bodenschwelle (2, 2') sich nach oben erstreckende Zargen (3) aufweist, und
mindestens einem Schiebeflügel (4, 4', 4"), der entlang einer Laufschiene (5, 30)
an der Bodenschwelle (2, 2') verfahrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bodenschwelle (2, 2') an einer Längskante an einer Innenseite ein separates
Ausgleichsprofil (17, 17', 17", 27, 27', 27") fixiert ist.
2. Schiebetür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsprofil (17, 17', 17", 27, 27', 27") im Wesentlichen die gleiche Höhe
aufweist wie die Bodenschwelle (2, 2').
3. Schiebetür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längskante der Bodenschwelle (2, 2') an einer zur Innenseite gegenüberliegenden
Außenseite im Wesentlichen flächenbündig mit einer Außenseite der Zargen (3) angeordnet
ist.
4. Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetür (1) ein Festfeld (9, 9', 9") umfasst und eine Außenseite eines Rahmens
des Festfeldes (9, 9', 9") im Wesentlichen flächenbündig mit einer an der Außenseite
angeordneten Längskante der Bodenschwelle (2, 2') ausgerichtet ist.
5. Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsprofil (17, 17', 17", 27, 27', 27") an der Bodenschwelle (2, 2') über
Rastmittel gehalten ist.
6. Schiebetür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenschwelle (2, 2') an ihrer Längskante an der Innenseite mindestens eine nutförmige
Rastaufnahme (19) aufweist, in die ein Raststeg (18) des Ausgleichsprofils (17, 17',
17", 27, 27', 27") eingreift.
7. Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsprofil (17, 17', 17") im Querschnitt im Wesentlichen rechteckförmig
ausgebildet ist.
8. Schiebetür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichsprofil (27, 27', 27") im Querschnitt im Wesentlichen winkelförmig ausgebildet
ist.
9. Schiebetür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einem horizontalen Schenkel (29) des Ausgleichsprofils (27, 27', 27") die Laufschiene
(30) abgestützt oder integral ausgebildet ist.
10. Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenschwelle (2) ein extrudiertes Schwellenprofil umfasst, an dem eine oder
mehrere Abdeckungen (11) an einer Oberseite fixiert sind.
11. Bausatz für eine Schiebetür (1) mit einer Bodenschwelle (2) und unterschiedlichen
Ausgleichsprofilen (17, 17', 17", 27, 27', 27"), die an einer Längskante der Bodenschwelle
(2) fixierbar sind und eine unterschiedliche Dicke aufweisen.
12. Bausatz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die unterschiedlichen Ausgleichsprofile (17, 17', 17", 27, 27', 27") die gleiche
Höhe aufweisen.