[0001] Die Erfindung betrifft einen Raumluftfilter für die Filterung der Luft in Räumlichkeiten,
mit einem auf dem Boden der Räumlichkeit verfahrbaren Gehäuse, welches eine Filtereinrichtung
und ein Sauggebläse enthält und mit mindestens einem Ansaugkamin mit verstellbarer
Ansaugöffnung und einer Ausblasöffnung versehen ist.
[0002] In vielen Produktionsbetrieben ist es aus gesundheitlichen Gründen notwendig, die
bei der Arbeit entstehenden Verunreinigungen der Raumluft in Form von Schleifstaub,
Schweißrauch oder dgl. aus der Raumluft abzufiltern. Dabei ist man normalerweise bemüht,
diese Verunreinigungen möglichst nahe an deren Entstehungsort abzusaugen und damit
unschädlich zu machen. Im Falle von Schweißrauch erfolgt dieses durch punktuelle Absaugung.
[0003] In vielen Fällen ist allerdings aus räumlichen und/oder arbeitstechnischen Gründen
eine solche Absaugung in unmittelbarer Nähe des Entstehungsortes nicht möglich, sodass
sich die Verunreinigungen weiträumig in der Raumluft verteilen. Um auch in diesem
Fall für eine bessere Raumluft zu sorgen, arbeitet man in der jüngeren Zeit vielfach
mit einer sogenannten Schichtfilterung. Bei diesem Verfahren werden an einer oder
mehreren Stellen des Raumes Raumluftfilter der eingangs genannten Art aufgestellt,
die die mit Verunreinigungen belastete Raumluft etwa in Kopfhöhe der in dem Raum tätigen
Menschen ansaugen, mithilfe der in dem Gehäuse des Raumluftfilters befindlichen Filtereinrichtung
von den Verunreinigungen befreien und abschließend die gereinigte Raumluft wieder
in den Raum abgegeben.
[0004] Dieses Verfahren arbeitet dann besonders effektiv, wenn es gelingt, die Raumluft
dort an zu saugen, wo sie am stärksten mit Verunreinigungen belastet ist. Dies ist
mit dem Stand der Technik (vgl.
DE 10 2015 112 977 A1) bekannten Raumluftfilter der angegebenen Art allerdings nicht ohne weiteres möglich,
weil sich oberhalb der nach oben gerichteten Ansaugöffnung des Ansaugkamines ein im
Prinzip trichterförmiges Druckgefälle und ein an dieses Druckgefälle angepasstes,
von oben nach unten gerichtetes Strömungsfeld ergeben, so dass z.B. seitlich vom Standort
des Raumluftfilters angeordnete Quellen der Verunreinigung kaum erreicht werden können.
[0005] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, den Raumluftfilter der eingangs genannten Art
dahingehend weiterzubilden, dass sein Ansaugbereich besser an unterschiedliche örtliche
Gegebenheiten angepasst werden kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von einem Raumluftfilter
der eingangs genannten Art vor, dass das Gehäuse zwei oder mehr Ansaugkamine aufweist,
die mit Abstand zueinander an dem Gehäuse befestigt sind und jeweils als einstellbare
Rohre ausgebildet sind, deren Endabschnitte jeweils einen sich in Längsrichtung des
Rohres erstreckenden seitlichen Ansaugschlitz aufweisen, in dessen Saugquerschnitt
verstellbare Jalousieklappen angeordnet sind.
[0007] Der Raumluftfilter gemäß der Erfindung erzeugt anstelle von nur einem, von oben nach
unten gerichteten Strömungsfeld mehrere horizontal gerichtete Strömungsfelder, die
in beliebiger Höhe und mit verstellbarer Intensität die mit Verunreinigungen belastete
Raumluft in der Nähe von deren Entstehungsort ansaugen können. Darüber hinaus kann
durch Verstellen der Jalousieklappe in gewissem Umfange auch die Richtung dieser Strömungsfelder
in vertikaler Richtung beeinflusst werden.
[0008] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zusätzlich
die Endabschnitte der Rohre jeweils um ihre Längsachse verdrehbar ausgebildet sind.
[0009] Durch Verdrehen der Endabschnitte der Ansaugrohre ist es möglich, die sich ausbildenden
Strömungsfelder, die in Richtung auf die Ansaugschlitze gerichtet sind, miteinander
zu kombinieren, z.B. mehr oder weniger parallel zueinander verlaufen zu lassen, um
die Ansaugwirkung zu intensivieren, oder divergierend verlaufen zu lassen, um den
Ansaugbereich möglichst groß werden zu lassen.
[0010] Ebenso ist es zweckmäßig, wenn die Rohre klappbar schwenkbar und/oder teleskopierbar
ausgebildet sind. Hierdurch ergeben sich weitere Möglichkeiten für die Anpassung der
sich ausbildenden Strömungsfelder an die gegebenen Raumverhältnisse.
[0011] Zum gleichen Zweck kann es weiterhin vorteilhaft sein, wenn die Rohre ganz oder teilweise
von Schläuchen gebildet werden.
[0012] Schließlich ist vorgesehen, dass das Gehäuse des Raumluftfilters mit einem allseitig
verfahrbaren Rollenfahrwerk und mit Handgriffen zum Verschieben versehen ist. Hierdurch
ist es auf einfache Weise möglich, den Raumluftfilter an jedem beliebigen Standort
in jede Richtung zu verschieben oder zu verdrehen, um möglichst nahe an die möglichen
Entstehungsorte von Verunreinigungen heranzukommen.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- Einen Raumluftfilter gemäß der Erfindung in Vorderansicht;
- Figur 2:
- den Raumluftfilter gemäß Figur 1 in Seitenansicht;
- Figuren 3a, 3b und 3c:
- den Raumluftfilter gemäße Erfindung in verschiedenen Arbeitspositionen.
[0014] In der Zeichnung ist das Gehäuse des neuen Raumluftfilters mit dem Bezugszeichen
1 bezeichnet. Dieses Gehäuse 1 wird von einem allseitig verfahrbaren Rollenfahrwerk
2 getragen und ist mit Handgriffen 3 versehen, mit deren Hilfe das Gehäuse 3 auf dem
Boden 4 einer Räumlichkeit beliebig verschoben und verdreht werden kann.
[0015] Im Innenraum des Gehäuses 1 befinden sich (nicht dargestellt) eine Filtervorrichtung
und ein Sauggebläse. Dieses Sauggebläse saugt über zwei jeweils in ihrer Gesamtheit
mit dem Bezugszeichen 5 bezeichnete Ansaugkamine Luft an, bewegt diese Luft durch
die Filtereinheit und bläst die gefilterte Luft über eine am Gehäuse 1 befindliche
Ausblasöffnung 9 in die Räumlichkeit aus.
[0016] Die Besonderheit der Erfindung besteht darin, dass an dem Gehäuse 1 mit Abstand zueinander
zwei oder mehr nach oben verlaufende Ansaugkamine 5 vorgesehen sind, die mit dem Gehäuse
1 verbunden sind und jeweils als Basisabschnitte 6a und Ansaugrohr 6b ausgebildet
sind. Dabei sind die Basisabschnitte 6a jeweils starr mit dem Gehäuse1 verbunden,
während die Ansaugrohre 6b um ihre Längsachse verdrehbar mit den Basisabschnitten
6a verbunden sind. Weiterhin sind diese oben geschlossenen Ansaugrohre 6b jeweils
seitlich mit einem sich in deren Längsrichtung erstreckenden Ansaugschlitz 7 versehen,
in dessen Saugquerschnitt jeweils verstellbarer Jalousieklappen 8 angeordnet sind.
Durch Verschwenken dieser Jalousieklappen 8 ist es möglich, die Größe des jeweiligen
Saugquerschnittes einzustellen und die Richtung des sich vor dem Ansaugschlitz 7 ausbildenden
Saugstromes zu beeinflussen.
[0017] Wie ohne weiteres ersichtlich ist, kann man durch Höhenverstellung und Verdrehung
der Endabschnitte 6b der Ansaugkamine 5 und gegebenenfalls durch Verschwenken der
in den an Saugschlitzen 7 befindlichen Jalousieklappen 8 den sich im Umgebungsbereich
des Raumluftfilters ausbildenden Saugstrom sehr gut dem Bedarf entsprechend ausrichten.
[0018] Abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel können die die Ansaugkamine 5 bildenden
Rohre auch klappbar, schwenkbar und oder teleskopierbar ausgebildet sein. Schließlich
ist es auch möglich, dass die einstellbaren Rohre ganz oder teilweise von ausreichend
steifen Schläuchen gebildet werden.
Bezuaszeichenliste:
[0019]
1 Gehäuse
2 Rollenfahrwerk
3 Handgriffe
4 Boden
5 Ansaugkamin
6a Basisabschnitt
6b Ansaugrohr
7 Ansaugschlitz
8 Jalousieklappen
9 Ausblasöffnung
1. Raumluftfilter für die Filterung der Luft in Räumlichkeiten, mit einem auf dem Boden
der Räumlichkeit verfahrbaren Gehäuse (1), welches eine Filtereinrichtung und ein
Sauggebläse enthält und mit mindestens einem Ansaugkamin (5) mit verstellbarer Ansaugöffnung
(7) und mindestens einer Ausblasöffnung (9) versehen ist.,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (1) zwei oder mehr Ansaugkamine (5) aufweist, die mit Abstand zueinander
an dem Gehäuse (1) befestigt sind und jeweils als einstellbare Rohre (6a, 6b) ausgebildet
sind, deren Endabschnitte (6b) jeweils einen sich in Längsrichtung des Rohres (6a,
6b) erstreckenden seitlichen Ansaugschlitz (7) aufweisen, in dessen Ansaugquerschnitt
verstellbare Jalousieklappen (8) angeordnet sind.
2. Raumluftfilter nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte (6b) der Rohre (6a, 6b) jeweils um ihre Längsachse verdrehbar ausgebildet
sind.
3. Raumluftfilter nach den Schutzansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (6a,6b) klappbar, schwenkbar und/oder teleskopierbar ausgebildet sind.
4. Raumluftfilter nach einem oder mehreren der Schutzansprüche1-3 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (6a,6b) ganz oder teilweise von Schläuchen gebildet werden.
5. Raumluftfilter einem oder mehreren der Schutzansprüche1-4 dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) mit einem allseitig verfahrbaren Rollenfahrwerk (2) und mit Handgriffen
(3) zum Verschieben versehen ist.