Stand der Technik
[0001] Möbel mit einem elektrischen Verbraucher, wie z.B. einer Beleuchtungseinheit sind
bekannt.
[0002] Bei diesen bekannten Möbeln wird ein elektrisches Versorgungskabel, ausgehend von
einem Stromanschluss in das Möbel verlegt, um im Möbel den elektrischen Verbraucher,
z.B. die Beleuchtungseinheit, elektrisch leitend zu kontaktieren. Um das Versorgungskabel
an die Beleuchtungseinheit anschließen zu können ist hierzu an einer Seitenwand des
Möbels eine Öffnung, z.B. eine Bohrung vorgesehen, um das Versorgungskabel in einen
Innenraum des Möbels zu führen.
[0003] Nachteilig an derartigen Möbeln ist, dass eine Installation der Beleuchtungseinheit
des Möbels, insbesondere eine elektrische Kontaktierung, vergleichsweise aufwändig
erst bei der Installation des Möbels am Nutzungsort des Möbels erfolgen kann.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Möbelversorgungseinheit zur Anordnung
an einen Möbelkorpus eines Möbels bereitzustellen, mittels welcher eine elektrisch
leitende Verbindung eines elektrischen Verbrauchers des Möbels verbessert ist. Insbesondere
eine verbesserte Möbelversorgungseinheit bereitzustellen, mittels welcher mehrere
Möbelkorpusse eines Möbels vergleichsweise einfach elektrisch leitend miteinander
verbindbar sind.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsformen
der Erfindung angegeben.
[0007] Die Erfindung geht von einer Möbelversorgungseinheit zur Anordnung an einen Möbelkorpus
eines Möbels aus, wobei die Möbelversorgungseinheit ein Gehäuse aufweist, wobei das
Gehäuse dazu ausgebildet ist, an den Möbelkorpus angeordnet zu werden, wobei die Möbelversorgungseinheit
eine Eingangsschnittstelle und eine insbesondere erste Ausgangsschnittstelle umfasst,
wobei die Eingangsschnittstelle dazu ausgebildet ist, mit einem ersten Energie- und/oder
Datenkabel verbunden zu werden, wobei die Ausgangsschnittstelle dazu ausgebildet ist,
mit einem zweiten Energie- und/oder Datenkabel verbunden zu werden. Vorteilhafterweise
ist die Eingangsschnittstelle über eine Energie- und/oder Datenleitung unmittelbar
mit der insbesondere ersten Ausgangsschnittstelle verbunden.
[0008] Vorteilhafterweise umfasst das Möbel einen Möbelkorpus, wobei der Möbelkorpus einen
Innenraum aufweist, welcher durch Wandelemente des Möbelkorpus seitlich, oben, unten
und/oder hinten begrenzt ist. Ein Wandelement ist beispielsweise als eine Möbelseitenwand,
als eine Möbelrückwand oder als ein Möbelboden ausgebildet. Bevorzugterweise umfasst
das Möbel neben dem Möbelkorpus auch ein bewegbares Möbelteil, welches beweglich am
Möbelkorpus gelagert ist, zum Beispiel eine Schublade, eine Möbeltür oder eine Möbelklappe.
Vorteilhafterweise umfasst das Möbel einen elektrischen Verbraucher, wie beispielsweise
eine Beleuchtungseinrichtung, zum Beispiel in Form einer Lampe, und/oder wie z.B.
eine elektrische Antriebsvorrichtung, zum Beispiel für das bewegbare Möbelteil, und/oder
wie z.B. eine Sensoreinrichtung, z.B. in Form eines Sensors.
[0009] Bevorzugterweise ist ein Energie- und/oder Datenkabel als ein standardisiertes Kabel
ausgebildet. Beispielsweise ist das Energie- und/oder Datenkabel als ein Netzwerkkabel
z.B. als ein Twisted-Pair-Kabel, bspw. als ein Patch-Kabel, ausgebildet. Denkbar ist
auch, dass das Energie- und/oder Datenkabel als ein USB-Kabel oder als ein Firewire-Kabel
ausgebildet ist. Zum Beispiel umfasst das Energie- und/oder Datenkabel zwei, insbesondere
mindestens drei voneinander isoliert vorhandene elektrisch leitende Adern, Drähte
oder Leiter. Beispielsweise sind zwei der Adern dazu vorgesehen elektrische Energie
bereitzustellen, bzw. zu übertragen. Gegebenenfalls ist die dritte Ader dazu vorgesehen,
als eine Datenleitung verwendet zu werden, z.B. um eine Information, z.B. eine insbesondere
digitale Dateninformation, zu übertragen. In einer bevorzugten Ausführungsform des
Energie- und/oder Datenkabels ist das Energie- und/oder Datenkabel als ein Flachbandkabel
ausgebildet. Durch die Ausführung als Flachbandkabel ist das Energie- und/oder Datenkabel
vergleichsweise einfach am Möbel montierbar.
[0010] Der wesentliche Aspekt der Erfindung wird darin gesehen, dass die Möbelversorgungseinheit
eine Kontrolleinrichtung aufweist, wobei die Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet
ist, Energie und/oder Daten zu regeln, sodass Energie und/oder Daten, welche an der
Eingangsschnittstelle eingespeist werden, geregelt an die Ausgangsschnittstelle übergeben
werden. Bevorzugterweise ist die Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet, Energie und/oder
Daten zu regeln, sodass Energie und/oder Daten, welche der Kontrolleinrichtung an
der Eingangsschnittstelle zuführbar sind, geregelt an die Ausgangsschnittstelle übergeben
werden. Hierdurch ist eine Steuerungsintelligenz, z.B. eines elektrischen Verbrauchers,
z.B. einer Antriebseinheit, vorteilhafterweise an die Kontrolleinrichtung verlagerbar.
[0011] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Möbelversorgungseinheit eine zweite, dritte,
vierte und/oder fünfte Ausgangsschnittstelle umfasst. Hierdurch sind mehrere elektrische
Verbraucher insbesondere des Möbels mittels der Möbelstromversorgungseinheit mit elektrischer
Energie versorgbar, insbesondere getrennt voneinander. Vorteilhafterweise ist die
Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet, Energie und/oder Daten zu regeln, sodass Energie
und/oder Daten, welche an der Eingangsschnittstelle eingespeist werden, geregelt an
eine Ausgangsschnittstelle übergeben werden, insbesondere geregelt an alle Ausgangsschnittstellen
übergeben werden.
[0012] Bevorzugterweise weist die Möbelversorgungseinheit ein Energie- und/oder Datenleitungselement
auf, welches an einem Ende mit der Energie- und/oder Datenleitung elektrisch leitend
kontaktiert ist und an einem weiteren Ende elektrisch leitend mit einer weiteren Ausgangsschnittstelle,
insbesondere mit der zweiten Ausgangsschnittstelle der Möbelversorgungseinheit, verbunden
ist. Vorteilhafterweise zweigt das Energie- und/oder Datenleitungselement mit einem
Ende des Energie- und/oder Datenleitungselements von der Energie- und/oder Datenleitung
ab. Hierdurch sind einzelne elektrische Verbraucher des Möbels, sowie insbesondere
weitere Möbelversorgungseinheiten vergleichsweise einfach kontaktierbar und mit elektrischer
Energie versorgbar.
[0013] Vorteilhafterweise sind das Energie- und/oder Datenkabel, die Energie- und/oder Datenleitung
und/oder das Energie- und/oder Datenleitungselement in einer Weise ausgebildet, dass
zwei oder mehr Adern vorhanden sind, sodass ein elektrischer Verbraucher des Möbels
mit elektrischer Energie versorgbar ist. Beispielsweise sind das Energie- und/oder
Datenkabel, die Energie- und/oder Datenleitung und/oder das Energie- und/oder Datenleitungselement
dazu ausgebildet, Gleichstrom und/oder Wechselstrom zu leiten. Beispielsweise sind
das Energie- und/oder Datenkabel, die Energie- und/oder Datenleitung und/oder das
Energie- und/oder Datenleitungselement dazu ausgebildet einen Gleichstrom mit 50V,
48V, 24V und/oder 12V Spannung zu leiten, insbesondere bei entsprechender Leistungsaufnahme
durch einen elektrischen Verbraucher des Möbels. Denkbar ist, dass das Energie- und/oder
Datenkabel, die Energie- und/oder Datenleitung und/oder das Energie- und/oder Datenleitungselement
dazu ausgebildet ist, eine Stromversorgung über eine Netzwerkversorgung (Power over
Ethernet) bereitzustellen. Beispielsweise sind in diesem Power over Ethernet-Fall
das Energie- und/oder Datenkabel, die Energie- und/oder Datenleitung und/oder das
Energie- und/oder Datenleitungselement als ein Netzwerkkabel oder als eine Netzwerkleitung
vorhanden.
[0014] In einer vorteilhaften Modifikation der Energieversorgungseinheit weist die Energie-
und/oder Datenleitung und/oder das Energie- und/oder Datenleitungselement mindestens
drei elektrische Leiterelemente auf. Hierdurch ist sowohl eine Versorgung eines Verbrauchers
mit elektrischer Energie, sowie eine Datenkommunikation mit dem Verbraucher realisierbar.
[0015] Zum Beispiel umfasst die Energie- und/oder Datenleitung und/oder das Energie- und/oder
Datenleitungselement mindestens drei voneinander isoliert vorhandene elektrisch leitende
Leiterelemente, z.B. in Form von Adern, Drähten und/oder Leiterbahnen. Beispielsweise
sind zwei der drei Leiterelemente dazu vorgesehen elektrische Energie bereitzustellen,
bzw. zu übertragen und das dritte Leiterelement ist dazu vorgesehen, eine Information,
z.B. eine insbesondere digitale Dateninformation zu übertragen.
[0016] Von Vorteil ist auch, dass die Kontrolleinrichtung zwischen der Eingangsschnittstelle
und der erste Ausgangsschnittstelle angeordnet ist. Beispielsweise steuert oder regelt
die Kontrolleinrichtung einen Energie- und/oder Datenfluss von der Eingangsschnittstelle
an eine oder mehrere Ausgangsschnittstellen und/oder umgekehrt.
[0017] Ebenfalls wird vorgeschlagen, dass die Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet ist,
Energie und/oder Daten geregelt an die erste und/oder eine weitere Ausgangsschnittstelle
zu übergeben.
[0018] Außerdem ist es von Vorteil, dass die zweite Ausgangsschnittstelle über die Kontrolleinrichtung
mit der Energie- und/oder Datenleitung verbunden ist, wobei die Kontrolleinrichtung
dazu ausgebildet ist, Energie und/oder Daten zu regeln, sodass Energie und/oder Daten,
welche der Kontrolleinrichtung an der Eingangsschnittstelle zuführbar sind, geregelt
an die zweite Ausgangsschnittstelle übergeben werden. Beispielsweise regelt oder steuert
die Kontrolleinrichtung einen elektrischen Verbraucher, welcher über die zweite und/oder
eine weitere Ausgangsschnittstelle mit der Möbelversorgungseinheit verbunden ist.
Denkbar ist auch, dass die Kontrolleinrichtung das Energie- und/oder Datenleitungselement
aufweist. Vorstellbar ist auch, dass die Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet ist,
dass Energie und/oder Daten an einer Ausgangsschnittstelle an die Kontrolleinrichtung
übergeben werden können, z.B. zugeführt werden können.
[0019] Auch ist es von Vorteil, dass die Eingangsschnittstelle und/oder eine Ausgangsschnittstelle
als eine Steckverbindung ausgebildet ist, z.B. als eine RJ45-Steckverbindung oder
als eine USB-Steckverbindung. Hierdurch ist die Möbelversorgungseinheit vergleichsweise
kostengünstig herstellbar. Auch ist die Möbelversorgungseinheit hierdurch vergleichsweise
einfach mit einem Energie- und/oder Datenkabel verbindbar. Bevorzugterweise ist die
Eingangs- und/oder eine Ausgangsschnittstelle als eine standardisierte Schnittstelle
vorhanden. Beispielsweise ist die Eingangs- und/oder eine Ausgangsschnittstelle als
eine USB-Anschlussbuchse, eine Firewire-Anschlussbuchse oder als eine RJ45-Anschlussbuchse
ausgebildet.
[0020] Bevorzugterweise umfasst die Möbelversorgungseinrichtung eine Platine, insbesondere
zwei Platinen. Eine Platine ist vorteilhafterweise als eine Leiterplatte ausgebildet.
Denkbar ist, dass auf einer Platine die Kontrolleinrichtung, das Energie- und/oder
Datenleitungselement, die Energie- und/oder Datenleitung, z.B. in Form von Leiterbahnen,
und/oder eine Ausgangsschnittstelle angeordnet ist. Vorstellbar ist auch, dass die
Kontrolleinrichtung die Platine umfasst.
[0021] Vorstellbar ist außerdem, dass die Kontrolleinrichtung zwei Platinen umfasst und
diese elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Beispielsweise ist die Kontrolleinrichtung
derart ausgebildet, dass sich im angeordneten Zustand der Kontrolleinrichtung an einer
Möbelwand zumindest eine der zwei Platinen in der Möbelwand befindet, z.B. innerhalb
der Außenseiten der Möbelwand bzw. zwischen den Außenseiten der Möbelwand. Denkbar
ist, dass an einer ersten Platine die Eingangsschnittstelle ausgebildet ist und an
einer zweiten Platine eine oder mehrere Ausgangsschnittstellen.
[0022] Vorteilhafterweise umfasst die Kontrolleinrichtung eine Recheneinheit bzw. eine Rechenintelligenz,
z.B. einen Prozessor, ein aktives Netzwerkgerät, z.B. einen Netzwerkswitch, und/oder
einen Transformator. Denkbar ist beispielsweise, dass die Kontrolleinrichtung dazu
ausgebildet ist, eine Eingangsspannung, welche über die Eingangsschnittstelle an die
Kontrolleinrichtung zuführbar ist, zu transformieren und in der transformierten Form
an die erste, die zweite und/oder eine weitere Ausgangsschnittstelle auszugeben und/oder
umgekehrt. Z.B. ist über die Eingangsschnittstelle eine 50V Gleichspannung an die
Kontrolleinrichtung zuführbar, wobei die Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet ist,
diese Spannung zu transformieren, z.B. in 48V, 24V oder 12V Gleichspannung.
[0023] Bevorzugterweise umfasst die Kontrolleinrichtung eine Regeleinheit, z.B. die Rechenintelligenz.
Vorteilhafterweise ist die Regeleinheit aufgrund einer Information, welche z.B. von
einer Steuerungsintelligenz zur Verfügung gestellt wird, regelbar und/oder konfigurierbar,
sodass eine Regelung der Energie und/oder Daten durch die Kontrolleinrichtung vorgebbar
ist.
[0024] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Möbelversorgungseinheit eine dritte Ausgangsschnittstelle
aufweist, wobei die Eingangsschnittstelle über die Kontrolleinrichtung mit der dritten
Ausgangsschnittstelle verbunden ist, wobei die Kontrolleinrichtung dazu ausgebildet
ist, Energie und/oder Daten zu regeln, sodass Energie und/oder Daten, welche an der
Eingangsschnittstelle mittels des ersten Energie- und/oder Datenkabels zugeführt werden,
geregelt an die dritte Ausgangsschnittstelle übergeben werden.
[0025] Von Vorteil erweist sich auch, dass die Kontrolleinrichtung ein Funkmodul aufweist,
wobei die Kontrolleinrichtung ausgebildet ist, mittels des Funkmoduls drahtlos eine
Information, z.B. Daten, zu empfangen und/oder zu senden. Beispielsweise ist die Kontrolleinrichtung
dazu ausgebildet, Signale, z.B. in Form von analogen oder digitalen Signalen zu verarbeiten,
zu regeln und steuern zu können. Beispielsweise beinhalten die Signale Daten in Form
von Information. Die Daten oder die Information ist beispielsweise als ein Schaltbefehl
ausgebildet, z.B. zum Schalten eines elektrischen Verbrauchers des Möbels, z.B. der
Beleuchtungseinrichtung und/oder der elektrischen Antriebsvorrichtung. Denkbar ist
aber auch, dass die Information als ein Messsignal vorhanden ist, z.B. in Form eines
Messsignals des elektrischen Verbrauchers, z.B. eine Positionsangabe der Antriebsvorrichtung
und/oder eines Messwerts eines Temperatursensors. Vorstellbar ist auch, dass die Information
als eine Konfigurationsinformation ausgebildet ist, z.B. um die Kontrolleinrichtung
zu konfigurieren.
[0026] Vorstellbar ist, dass aufgrund der Verwendung eines Funkmoduls an der Möbelversorgungseinheit
auf die Datenleitung des Energie- und/oder Datenkabels verzichtet werden kann, sodass
das Energie- und/oder Datenkabel beispielsweise ausschließlich zwei Adern aufweist,
wodurch dieses z.B. kostengünstiger ausbildbar ist. Auch ist es denkbar, dass hierdurch
eine übergeordnete Steuerungsintelligenz variabel ausbildbar ist. Z.B. in Form eines
Smartphones, eines Laptops oder eines iPads, welches über eine Funkverbindung mit
dem Funkmodul der Möbelversorgungseinheit verbindbar ist.
[0027] Vorteilhafterweise ist das Funkmodul dazu ausgebildet, dass die Möbelversorgungseinheit
mittels WLAN, Bluetooth und/oder NCF mit einer weiteren Einheit, z.B. der übergeordnete
Steuerungsintelligenz, Daten oder Informationen austauschen kann.
[0028] Ebenfalls wird vorgeschlagen, dass das Gehäuse der Möbelversorgungseinheit in einer
Weise ausgebildet ist, dass die Möbelversorgungseinheit innerhalb der Dimensionen
einer Möbelwand an der Möbelwand montierbar ist. Vorteilhafterweise ist der Möbelkorpus,
insbesondere ein oder mehrere Wandelemente des Möbelkorpus dazu ausgebildet, die Möbelversorgungseinheit
anzuordnen. Beispielsweise ist an einem Wandelement hierzu eine Bohrung oder eine
Ausnehmung vorhanden. Vorteilhafterweise ist die Bohrung oder die Ausnehmung als eine
Standardbohrung oder Ausnehmung vorhanden, z.B. als eine Standard-Bohrung für eine
Stromdose. Hierdurch ist kein zusätzliches Werkzeug zur Erzeugung der Bohrung notwendig.
Insbesondere ist hierdurch gewährleistet, dass einem herkömmliche Fachmann, mit seinem
herkömmlichen Werkzeug, die Installation der Möbelversorgungseinheit am Möbel vergleichsweise
einfach gelingt.
[0029] Vorstellbar ist auch, dass die Möbelwand und die Möbelversorgungseinheit derart ausgebildet
sind, dass die Möbelversorgungseinheit vollständig innerhalb der Dimensionen der Möbelwand
anordenbar ausgebildet ist. Beispielsweise ist die Möbelversorgungseinheit bündig
mit einer oder mit zwei Außenseiten der Möbelwand an der Möbelwand, insbesondere innerhalb
der Möbelwand, anordenbar.
[0030] Vorteilhafterweise ist das Gehäuse der Möbelversorgungseinheit derart vorhanden,
dass Außendimensionen des Gehäuses in eine Standard-Dosenbohrung passen, wobei die
Standard-Dosenbohrung z.B. an der Möbelwand vorhanden ist. Beispielsweise umfasst
das Gehäuse einen Außendurchmesser kleiner oder gleich 68mm. Insbesondere umfasst
das Gehäuse in einem Bereich, mit welchem das Gehäuse an der Möbelwand anordenbar
ist, einen Außendurchmesser kleiner oder gleich 68mm. Beispielsweise ist das Gehäuse
in diesem Bereich zylinderförmig ausgebildet. Beispielsweise erstreckt sich das Gehäuse
entlang einer Längsachse, z.B. entlang der mantelähnlichen Fläche des zylinderförmigen
Gehäuses, über eine Länge zwischen 10mm bis 40mm, z.B. über eine Länge zwischen 10mm
bis 30mm oder über eine Länge zwischen 10mm und 20mm.
[0031] Vorstellbar ist auch, dass das Gehäuse und insbesondere eine Möbelwand des Möbelkorpus
derart ausgebildet sind, dass das Gehäuse im angeordneten Zustand an der Möbelwand
bündig mit einer Außenseite der Möbelwand an der Möbelwand angeordnet ist, wobei die
Außenseite gegenüberliegend zu einer den Innenraum des Möbelkorpus begrenzenden äußeren
Innenseite der Möbelwand vorhanden ist. Weiter ist es denkbar, dass das Gehäuse von
der Innenseite der Möbelwand abstehend anordenbar ist. Beispielsweise ist das Gehäuse
in einer Weise ausgebildet, dass es aufliegend oder anliegend an der Innenseite im
angeordneten Zustand an der Möbelwand vorhanden ist. Vorteilhafterweise ist das Gehäuse
im Bereich der Innenseite mit der Möbelwand lösbar verbindbar, z.B. anschraubbar.
Vorteilhafterweise ist eine Breite des Gehäuses in einem Bereich, mit welchem das
Gehäuse im angeordneten Zustand von der Innenseite der Möbelwand in den Innenraum
übersteht, kleiner oder gleich 21mm. Bevorzugterweise begrenzt das Gehäuse die äußeren
Abmessungen der Möbelversorgungseinheit insbesondere vollständig.
[0032] Ebenfalls erweist es sich von Vorteil, dass das Gehäuse Montageelemente zur Montage
der Möbelversorgungseinheit an den Möbelkorpus aufweist. Beispielsweise sind am Gehäuse
Montagelöcher vorgesehen, sodass das Gehäuse an das Möbel anschraubbar ist. Denkbar
ist auch, dass die Montageelemente in Form von Klemmelemente und/oder Steckelementen
ausgebildet sind, sodass das Gehäuse an das Möbel anklemmbar ist. Vorstellbar ist
auch, dass die Montageelement als Klebeelemente, z.B. als Klebepads, ausgebildet sind,
sodass das Gehäuse an das Möbel anklebbar ausgebildet ist.
[0033] In einer vorteilhaften Modifikation der Möbelversorgungseinheit umfasst die Möbelversorgungseinheit
eine Piercingvorrichtung, wobei die Piercingvorrichtung ausgebildet ist, im angeordneten
Zustand des Energie- und/oder Datenkabels an der Möbelversorgungseinheit das Energie-
und/oder Datenkabel zu piercen, sodass das Energie- und/oder Datenkabel durch die
Piercingvorrichtung elektrisch leitend kontaktiert ist.
[0034] Vorteilhafterweise umfasst die Piercingvorrichtung ein Piercingelement, wobei das
Piercingelement dazu ausgebildet ist, das Energie- und/oder Datenkabel zu piercen,
sodass ein elektrisch leitender Kontakt zwischen dem Piercingelement und einem elektrischen
Leiter des Energie- und/oder Datenkabels, z.B. einer Ader des Energie und/oder Datenkabels,
zustande kommt. Vorteilhafterweise umfasst die Piercingvorrichtung mehrere voneinander
elektrisch isolierte Piercingelemente, sodass jeder elektrische Leiter des Energie
und/oder Datenkabels mit einem Piercingelement elektrisch leitend kontaktierbar ist.
[0035] Denkbar ist auch, dass die Eingangsschnittstelle und/oder eine Ausgangsschnittstelle,
z.B. die erste Ausgangsschnittstelle jeweils eine Piercingvorrichtung aufweisen. Vorteilhafterweise
umfasst die zweite Ausgangschnittstelle eine weitere, z.B. zweite Piercingvorrichtung.
[0036] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Möbelversorgungseinheit ist die Möbelversorgungseinheit
dazu ausgebildet, ein Energie- und/oder Datenkabel durch die Möbelversorgungseinheit
hindurchzuführen, sodass das Energie- und/oder Datenkabel im hindurchgeführten Zustand
die Energie- und/oder Datenleitung bildet, welche die Eingangsschnittstelle unmittelbar
mit der ersten Ausgangsschnittstelle verbindet, wobei die Piercingvorrichtung ausgebildet
ist, im angeordneten Zustand des Energie- und/oder Datenkabels an der Möbelversorgungseinheit
das Energie- und/oder Datenkabel zu piercen, sodass das Energie- und/oder Datenkabel
durch die Piercingvorrichtung elektrisch leitend kontaktiert ist.
[0037] Hierdurch sind Steckverbindungen minimiert, wodurch die Möbelversorgungseinheit vergleichsweise
günstig ausbildbar ist.
[0038] Vorteilhafterweise ist die Möbelversorgungseinheit derart ausgebildet, dass ein Energie-
und/oder Datenkabel ausgehend von der Eingangsschnittstelle zur ersten Ausgangsschnittstelle
in einer Weise anordenbar ist, dass es durchgeschleift vorhanden ist. Beispielsweise
erstreckt sich das Energie- und/oder Datenkabel von der Eingangsschnittstelle bis
zur ersten Ausgangsschnittstelle. Z.B. ist in diesem Fall die Eingangsschnittstelle
und/oder die erste Ausgangsschnittstelle als eine Öffnung, insbesondere als eine Gehäuseöffnung,
ausgebildet, durch welche das Energie- und/oder Datenkabel durchführbar ist.
[0039] Von Vorteil erweist sich weiter, dass durch eine Kontaktierung des Energie- und/oder
Datenkabels durch die Piercingvorrichtung die zweite Ausgangsschnittstelle über das
Energie- und/oder Datenleitungselement mit dem Energie- und/oder Datenkabel verbunden
ist, sodass Energie und/oder Daten zwischen dem Energie- und/oder Datenkabel und der
zweiten Ausgangsschnittstelle übertragen werden können. Vorteilhafterweise ist das
Energie- und/oder Datenleitungselement elektrisch leitend mit der Piercingvorrichtung
verbunden, insbesondere mit der ersten Piercingvorrichtung. Beispielsweise verbindet
die Piercingvorrichtung durch Piercen das Energie- und/oder Datenkabel elektrisch
leitend mit dem Datenleitungselement.
[0040] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist ein System umfassend zwei oder
mehr Möbelversorgungseinheiten nach einem der vorangegangen beschriebenen Ausführungsvarianten,
wobei eine erste Möbelversorgungseinheit und eine zweite Möbelversorgungseinheit mittels
eines Energie- und/oder Datenkabels des Systems koppelbar sind, sodass die erste und
die zweite Möbelversorgungseinheit über das Energie- und/oder Datenkabel elektrisch
leitend verbunden sind, wobei das Energie- und/oder Datenkabel an einem ersten Ende
mit einer ersten Ausgangsschnittstelle der ersten Möbelversorgungseinheit und an einem
zweiten Ende mit einer Eingangsschnittstelle der zweiten Möbelversorgungseinheit verbindbar
ist. Vorteilhafterweise ist das System und insbesondere das Möbel derart ausgebildet,
dass die erste und die zweite Möbelversorgungseinheit im angeordneten Zustand am Möbel
mittels des Energie- und/oder Datenkabels verbindbar sind.
[0041] Vorteilhafterweise umfasst das Möbel einen ersten und einen zweiten Möbelkorpus,
wobei ein erstes Wandelement des ersten Möbelkorpus an einem ersten Wandelement des
zweiten Möbelkorpus ansteht. Z.B. sind die beiden Möbelkorpusse des Möbels miteinander
verbunden. Denkbar ist weiter, dass das System und das Möbel derart vorhanden sind,
dass die erste Möbelversorgungseinheit an einem zweiten Wandelement des ersten Möbelkorpus
anordenbar ist und die zweite Möbelversorgungseinheit an dem ersten Wandelement des
zweiten Möbelkorpus, wobei vorteilhafterweise im ersten Wandelement des ersten Möbelkorpus
ein Durchgangsbereich vorhanden ist, sodass die Eingangsschnittstelle der zweiten
Möbelversorgungseinheit durch das erste Wandelement des ersten Möbelkorpus hindurch
mit einem Energie- und/oder Datenkabel kontaktierbar ist.
[0042] Auch ist es von Vorteil, dass die Funkmodule der Möbelversorgungseinheiten des Systems
getrennt voneinander ansteuerbar ausgebildet sind. Vorteilhafterweise sind die Funkmodule
der Möbelversorgungseinheiten des Systems getrennt und/oder gemeinsam ansteuerbar
ausgebildet. Hierdurch ist das System vergleichsweise flexibel ausgebildet. Auch ist
hierdurch der Einsatz von gleichen Möbelversorgungseinheiten im System vorstellbar,
wodurch vorteilhafterweise Entwicklungskosten minimiert sind.
[0043] Vorstellbar ist, dass die Möbelversorgungseinheiten des Systems dazu ausgebildet
sind, insbesondere selbsttätig, miteinander zu kommunizieren. Beispielsweise sind
die Möbelversorgungseinheiten des Systems dazu ausgebildet, eine Möbelversorgungseinheit
des Systems als Master zu bestimmen, welcher die weiteren Möbelversorgungseinheiten
des Systems steuert, regelt und/oder konfiguriert.
[0044] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist ein Wandelement eines
Möbels, z.B. eine Möbelteilseitenwand eines Möbels, umfassend eine Möbelversorgungseinheit
nach einer der vorangegangen genannten Ausführungsvarianten.
[0045] Eine ebenfalls vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist ein Möbel, insbesondere
ein Möbelkorpus, mit einer Möbelversorgungseinheit nach einem der vorangegangen beschriebenen
Ausführungsvarianten oder mit einem System wie vorangegangen beschrieben.
[0046] Bevorzugterweise umfasst das Möbel eine Versorgungseinrichtung, z.B. in Form eines
Trafos, um die Möbelversorgungseinheit über ein Energie und/oder Datenkabel und die
Eingangsschnittstelle der Möbelversorgungseinheit mit Energie und/oder Daten zu versorgen.
Vorstellbar ist, dass die Versorgungseinrichtung an einer dem Innenraum des Möbelkorpus
gegenüberliegenden Außenseite der Rückwand des Möbels angeordnet ist. Vorstellbar
ist auch, dass die Versorgungseinrichtung im Innenraum des Möbelkorpus ausgebildet
ist, z.B. in einem Bereich in der Nähe der Rückwand oder an der Rückwand. Vorteilhafterweise
ist die Versorgungseinrichtung derart am Möbel angeordnet, dass die Versorgungseinrichtung
im aufgestellten Zustand des Möbels in Räumlichkeiten eines Nutzers für den Nutzer
nicht sichtbar ist.
[0047] Bevorzugterweise ist die Möbelversorgungseinheit derart ausgebildet, dass für eine
Kopplung von zwei Möbelkorpussen die Möbelversorgungseinheit zweiteilig ausgebildet
ist, sodass die beiden Teile der Möbelversorgungseinheit jeweils an einem Wandelement
eines Möbelkorpus anbringbar und miteinander verbindbar sind, z.B. Stecker-Buchsen-ähnlich.
Z.B. umfasst in diesem Fall ein erstes Teil der Möbelversorgungseinheit die Eingangsschnittstelle
und ein zweites Teil der Möbelversorgungseinheit die Ausgangsschnittstellen.
Figurenbeschreibung
[0048] Mehrere Ausführungsbeispiele werden anhand der nachstehenden, schematischen Zeichnungen
unter Angabe weiterer Einzelheiten und Vorteile näher erläutert.
Es zeigen:
[0049]
- Figur 1
- in einer seitlichen Ansicht eine erfindungsgemäße Möbelversorgungseinheit, wobei ein
Gehäuse der Möbelversorgungseinheit transparent gehalten ist,
- Figur 2
- die Möbelversorgungseinheit gemäß Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht von vorne
seitlich oben,
- Figur 3
- die Möbelversorgungseinheit gemäß Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht von hinten
seitlich oben,
- Figur 4
- die Möbelversorgungseinheit gemäß Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht von seitlich
vorne mit transparent gehaltenem Gehäuse,
- Figur 5
- die Möbelversorgungseinheit gemäß Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht von seitlich
vorne oben mit transparent gehaltenem Gehäuse,
- Figur 6
- eine perspektivische Ansicht auf einen Möbelkorpus mit Bohrungen zur Montage einer
Möbelversorgungseinheit,
- Figur 7
- eine vergrößerte Ansicht von vorne auf die Bohrung des Möbelkorpus gemäß Figur 6 in
einer Möbelkorpusanordnung, wobei eine Möbelversorgungseinheit angeordnet ist,
- Figur 8
- eine vergrößerte Ansicht von hinten auf die Bohrung des Möbelkorpus in der Möbelkorpusanordnung,
- Figur 9
- eine perspektivische Ansicht von seitlich hinten oben auf eine weitere Variante einer
Möbelversorgungseinheit,
- Figur 10
- eine perspektivische Ansicht von seitlich hinten oben auf eine weitere Variante einer
Möbelversorgungseinheit,
- Figur 11
- eine Seitenansicht auf die Möbelversorgungseinheit gemäß Figur 10,
- Figur 12
- eine schematische Darstellung einer Möbelkorpusanordnung in einer Frontansicht mit
daran angeordneten Möbelversorgungseinheiten und
- Figur 13
- eine schematische Darstellung einer weiteren Möbelkorpusanordnung von seitlich vorne
mit daran angeordneten Möbelversorgungseinheiten in einer weiteren Variante.
[0050] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Möbelversorgungseinheit 1 mit einem Gehäuse 2,
eine Eingangsschnittstelle 3 und einer ersten Ausgangsschnittstelle 4 und beispielsweise
einer zweiten Ausgangsschnittstelle 5 und z.B. einer dritten Ausgangsschnittstelle
6. Beispielsweise ist im Gehäuse 2 der Möbelversorgungseinheit 1 eine erste Platine
7 und eine zweite Platine 8 vorhanden. Die erste Platine 7 ist zum Beispiel mit der
zweiten Platine 8 über eine Schnittstelle 9 verbunden.
[0051] Beispielsweise ist mit der Eingangsschnittstelle 3 ein erstes Energie- und/oder Datenkabel
10 verbindbar. Das erste Energie- und/oder Datenkabel 10 ist beispielsweise als ein
Netzwerkkabel ausgebildet. Vorteilhafterweise ist ein zweites Energie- und/oder Datenkabel
11 mit der ersten Ausgangsschnittstelle 4 verbindbar. Beispielsweise ist ein drittes
Energie- und/oder Datenkabel 12 mit der zweiten Ausgangsschnittstelle 5 koppelbar.
Zum Beispiel ist ein viertes Energie- und/oder Datenkabel 13 mit der dritten Ausgangsschnittstelle
6 verbindbar.
[0052] Vorteilhafterweise ist die Eingangsschnittstelle 3 über eine Energie- und/oder Datenleitung
14 der Möbelversorgungseinheit 1 unmittelbar mit der ersten Ausgangsschnittstelle
4 verbunden.
[0053] Beispielsweise umfasst die Möbelversorgungseinheit 1 außerdem ein Energie- und/oder
Datenleitungselement 15, welches an einem ersten Ende 16 mit der Energie- und/oder
Datenleitung 14 elektrisch leitend kontaktiert ist und an einem weiteren Ende 17 elektrisch
leitend mit der zweiten Ausgangsschnittstelle 5 verbunden ist. Vorstellbar ist auch,
dass ein weiteres Energie- und/oder Datenleitungselement 18 vorhanden ist, welches
an einem ersten Ende elektrisch leitend mit der Energie- und/oder Datenleitung 14
elektrisch leitend kontaktiert ist und welches an einem zweiten Ende 19 elektrisch
leitend mit der dritten Ausgangsschnittstelle 6 gekoppelt ist.
[0054] Ebenfalls erweist es sich von Vorteil, dass die Möbelversorgungseinheit 1 eine Kontrolleinrichtung
20 aufweist. Die Kontrolleinrichtung 20 ist beispielsweise als ein Halbleiterbauelement,
z.B. in Form einer integrierten Schaltung, auf der Platine 8 montiert. Bevorzugterweise
umfasst die Kontrolleinrichtung 20 ein Funkmodul 21, mittels welchem die Kontrolleinrichtung
20 eine Information drahtlos empfangen und/oder senden kann.
[0055] In Figur 4 ist die Möbelversorgungseinheit 1 in einer Perspektive von seitlich vorne
oben gezeigt und in Figur 5 von seitlich hinten oben. In Figur 4 gezeigt ist, dass
das Gehäuse 2 ein zylinderförmiges Vorderteil 22, ein plattenförmiges Mittenelement
23 und ein quaderförmiges Hinterteil 24 umfasst. Vorteilhafterweise besitzt das zylinderförmige
Vorderteil 22 einen Außendurchmesser, welcher kleiner ist als ein Innendurchmesser
einer Bohrung 25 an einem Wandelement 26 eines Möbelkorpus 27 (siehe Figur 6). Beispielsweise
umfasst das Gehäuse 2 Montageelemente 28, 29, welche dazu ausgebildet sind, das Gehäuse
2 an das Wandelement 26 anzuordnen. Beispielsweise sind die Montageelemente 28, 29
als Durchgangsbohrungen am Mittenelement 23 des Gehäuses 2 vorhanden.
[0056] Figur 6 zeigt den Möbelkorpus 27 eines Möbels 30. Z.B. umfasst der Möbelkorpus 27
zwei seitliche Wandelemente 26, 31, einen Korpusboden 32, einen Korpusdeckel 33 und
eine Korpusrückwand 34. Vorteilhafterweise ist an jedem seitlichen Wandelement 26,
31 jeweils eine Bohrung 25, 35 vorhanden. Im Folgenden wird der Einfachheit halber
für die Möbelkorpusse, welche in den Figuren 7, 8 und 12 bis 14 gezeigt sind, das
gleiche Bezugszeichen 27 verwendet, auch wenn die Möbelkorpusse sich in der Ausgestaltung
unterscheiden können, z.B. in der Ausgestaltung der Bohrungen.
[0057] In Figur 7 ist ein Ausschnitt einer Möbelkorpusanordnung 36 gezeigt, wobei die Möbelkorpusanordnung
36 zwei Möbelkorpusse 27 umfasst, welche mit ihren seitlichen Wandelementen 26, 31
aneinander anstehend vorhanden sind. Am seitlichen Wandelement 31 ist eine Möbelversorgungseinheit
1 angeordnet (siehe auch Figur 8). In Figur 7 gezeigt ist, dass die Eingangsschnittstelle
3 durch die Bohrung 25 im Wandelement 31 erreichbar ist, sodass das Energie- und/oder
Datenkabel 10 mit der Möbelversorgungseinheit 1 gekoppelt werden kann. In den Figuren
7 und 8 weiter gezeigt ist, dass das Gehäuse 2 mit dem Vorderteil 22 vollständig im
Inneren der Bohrung 25 aufgenommen vorhanden ist. Beispielsweise erstreckt sich das
Vorderteil 22 vollständig zwischen Außenseiten 37, 38 des Wandelements 26.
[0058] In Figur 9 ist eine weitere Variante einer Möbelversorgungseinheit 39 gezeigt. Die
Möbelversorgungseinheit 39 umfasst eine Eingangsschnittstelle 40 in Form einer Öffnung
und eine erste Ausgangsschnittstelle 41 in Form einer weiteren Öffnung. Weiter ist
die Möbelversorgungseinheit 39 derart ausgebildet, dass ein Energie- und/oder Datenkabel
42 ausgehend von der Eingangsschnittstelle 40 bis zur ersten Ausgangsschnittstelle
41 durch ein Gehäuse 43 der Möbelversorgungseinheit 39 hindurchführbar ist. Beispielsweise
bildet das Energie- und/oder Datenkabel 42 in diesem Fall eine Energie- und/oder Datenleitung
der Möbelversorgungseinheit 39.
[0059] Am Gehäuse 43 ist beispielsweise ein Montageelement 44 in Form einer Bohrung vorhanden,
um die Möbelversorgungseinheit 39 an einen Korpus eines Möbels zu montieren. Weiter
umfasst die Möbelversorgungseinheit 39 eine zweite Ausgangsschnittstelle 45. Das Energie-
und/oder Datenkabel 42 umfasst beispielsweise drei Adern 46, 47, 48, wobei vorteilhafterweise
zwei der drei Adern 46, 47 als Stromversorgung vorgesehen sind.
[0060] Beispielsweise umfasst die Möbelversorgungseinheit 39 außerdem eine Piercingvorrichtung
49, mittels welcher die Adern 46, 47, 48 des Energie- und/oder Datenkabels 42 elektrisch
leitend kontaktierbar sind. Vorteilhafterweise ist die zweite Ausgangsschnittstelle
45 mittels eines Energie- und/oder Datenleitungselements (in Figur 9 nicht gezeigt)
über die Piercingvorrichtung 49 elektrisch leitend mit dem Energie- und/oder Datenkabel
42 verbindbar. Ebenfalls vorstellbar ist, dass die Möbelversorgungseinheit 39 ähnlich
der Möbelversorgungseinheit 1 eine Kontrolleinrichtung ggf. mit einem Funkmodul umfasst
(nicht gezeigt).
[0061] In den Figuren 10 und 11 ist eine weitere Variante einer Möbelversorgungseinheit
50 gezeigt. Die Möbelversorgungseinheit 50 unterscheidet sich von der Möbelversorgungseinheit
39 der Figur 9 darin, dass im Bereich einer zweiten Ausgangsschnittstelle 51 eine
weitere Piercingvorrichtung 52 vorgesehen ist, um ein Energie- und/oder Datenkabel
53 an der zweiten Ausgangsschnittstelle 51, welche als eine Öffnung in einem Gehäuse
54 der Möbelversorgungseinheit 50 ausgebildet ist, an die Piercingvorrichtung 52 heranzuführen,
sodass das Energie- und/oder Datenkabel 53 mittels der Piercingvorrichtung 52 durch
die Möbelversorgungseinheit 50 elektrisch leitend kontaktierbar ist. Vorteilhafterweise
sind die Piercingvorrichtungen 49, 52 der Möbelversorgungseinheit 50 über ein nicht
gezeigtes Energie- und/oder Datenleitungselement der Möbelversorgungseinheit 50 elektrisch
leitend verbunden.
[0062] In Figur 12 ist eine weitere Möbelkorpusanordnung 55 gezeigt, welche vier Möbelkorpusse
27 aufweist, wobei jeweils zwei Möbelkorpusse mit seitlichen Wandelementen aneinander
anstehend vorhanden sind. Beispielhaft in Figur 12 gezeigt ist, wie Möbelversorgungeinheiten
39 und/oder 50 an den Möbelkorpussen 27 angeordnet werden können. Bevorzugterweise
sind alle Möbelversorgungseinheiten 39, 50 der Möbelkorpusanordnung 55 mittels eines
insbesondere einzigen Energie- und/oder Datenkabels 56 elektrisch leitend miteinander
verbunden. Vorteilhafterweise ist das Energie- und/oder Datenkabel 56 als ein ununterbrochenes,
durchgehendes, z.B. einstückiges, Energie- und/oder Datenkabel vorhanden.
[0063] In Figur 13 ist eine weitere Ausführungsvariante einer Möbelkorpusanordnung 57 gezeigt,
wobei an der Möbelkorpusanordnung 57 eine weitere Variante einer Möbelversorgungseinheit
58 gezeigt ist.
Bezugszeichenliste
[0064]
| 1 |
Möbelversorgungseinheit |
30 |
Möbel |
| 2 |
Gehäuse |
31 |
Wandelement |
| 3 |
Eingangsschnittstelle |
32 |
Korpusboden |
| 4 |
Ausgangsschnittstelle |
33 |
Korpusdeckel |
| 5 |
Ausgangsschnittstelle |
34 |
Korpusrückwand |
| 6 |
Ausgangsschnittstelle |
35 |
Bohrung |
| 7 |
Platine |
36 |
Möbelkorpusanordnung |
| 8 |
Platine |
37 |
Außenseite |
| 9 |
Schnittstelle |
38 |
Außenseite |
| 10 |
Energie- und/oder |
39 |
Möbelversorgungeinheit |
| |
Datenkabel |
40 |
Eingangsschnittstelle |
| 11 |
Energie- und/oder |
41 |
Ausgangsschnittstelle |
| |
Datenkabel |
42 |
Energie- und/oder Datenkabel |
| 12 |
Energie- und/oder Datenkabel |
| 43 |
Gehäuse |
| 13 |
Energie- und/oder Datenkabel |
44 |
Montageelement |
| 45 |
Ausgangsschnittstelle |
| 14 |
Energie- und/oder Datenleitung |
46 |
Ader |
| 47 |
Ader |
| 15 |
Energie- und/oder Datenleitungselement |
48 |
Ader |
| 49 |
Piercingvorrichtung |
| 16 |
Ende |
50 |
Möbelversorgungseinheit |
| 17 |
Ende |
51 |
Ausgangsschnittstelle |
| 18 |
Energie- und/oder Datenleitungselement |
52 |
Piercingvorrichtung |
| 53 |
Energie- und/oder Datenkabel |
| 19 |
Ende |
| 20 |
Kontrolleinrichtung |
54 |
Gehäuse |
| 21 |
Funkmodul |
55 |
Möbelkorpusanordnung |
| 22 |
Vorderteil |
56 |
Energie- und/oder Datenkabel |
| 23 |
Mittenelement |
| 24 |
Hinterteil |
57 |
Möbelkorpusanordnung |
| 25 |
Bohrung |
58 |
Möbelversorgungseinheit |
| 26 |
Wandelement |
|
|
| 27 |
Möbelkorpus |
|
|
| 28 |
Montageelement |
|
|
| 29 |
Montageelement |
|
|
1. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) zur Anordnung an einen Möbelkorpus (27) eines
Möbels (30), wobei die Möbelversorgungseinheit (1) ein Gehäuse (2) aufweist, wobei
das Gehäuse (2) dazu ausgebildet ist, an den Möbelkorpus (27) angeordnet zu werden,
wobei die Möbelversorgungseinheit (1) eine Eingangsschnittstelle (3) und eine Ausgangsschnittstelle
(4) umfasst, wobei die Eingangsschnittstelle (3) dazu ausgebildet ist, mit einem ersten
Energie- und/oder Datenkabel (10) verbunden zu werden, wobei die Ausgangsschnittstelle
(4) dazu ausgebildet ist, mit einem zweiten Energie- und/oder Datenkabel (11) verbunden
zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Möbelversorgungseinheit (1) eine Kontrolleinrichtung (20) aufweist, wobei die
Kontrolleinrichtung (20) dazu ausgebildet ist, Energie und/oder Daten zu regeln, sodass
Energie und/oder Daten, welche an der Eingangsschnittstelle (3) eingespeist werden,
geregelt an die Ausgangsschnittstelle übergeben werden.
2. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsschnittstelle (3) und/oder die Ausgangsschnittstelle (4) als eine RJ45-Steckverbindung
ausgebildet ist.
3. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Möbelversorgungseinheit (1) eine zweite, dritte, vierte und/oder fünfte Ausgangsschnittstelle
(5, 6) umfasst.
4. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (20) dazu ausgebildet ist, Energie und/oder Daten geregelt
an die erste und/oder eine weitere Ausgangsschnittstelle (4 - 6) zu übergeben.
5. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontrolleinrichtung (20) ein Funkmodul (21) aufweist, wobei die Kontrolleinrichtung
(20) ausgebildet ist, mittels des Funkmoduls (21) drahtlos eine Information zu empfangen
und/oder zu senden.
6. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) der Möbelversorgungseinheit (1) in einer Weise ausgebildet ist, dass
die Möbelversorgungseinheit (1) innerhalb der Dimensionen einer Möbelwand (26, 31)
an der Möbelwand (26, 31) montierbar ist.
7. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2, 43) Montageelemente (28, 29, 44) zur Montage der Möbelversorgungseinheit
(1, 39) an den Möbelkorpus (27) aufweist.
8. Möbelversorgungseinheit (1, 39, 50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Möbelversorgungseinheit (39) eine Piercingvorrichtung (49) umfasst, wobei die
Piercingvorrichtung (49) ausgebildet ist, im angeordneten Zustand des Energie- und/oder
Datenkabels (42) an der Möbelversorgungseinheit (39) das Energie- und/oder Datenkabel
(42) zu piercen, sodass das Energie- und/oder Datenkabel (42) durch die Piercingvorrichtung
(49) elektrisch leitend kontaktiert ist.
9. System umfassend zwei oder mehr Möbelversorgungseinheiten (1, 39, 50, 58) nach einem
der vorangegangenen Ansprüche, wobei eine erste Möbelversorgungseinheit und eine zweite
Möbelversorgungseinheit mittels eines Energie- und/oder Datenkabels (56) koppelbar
sind, sodass die erste und die zweite Möbelversorgungseinheit über das Energie- und/oder
Datenkabel (56) elektrisch leitend verbunden sind, wobei das Energie- und/oder Datenkabel
(56) an einem ersten Ende mit einer ersten Ausgangsschnittstelle der ersten Möbelversorgungseinheit
und an einem zweiten Ende mit einer Eingangsschnittstelle der zweiten Möbelversorgungseinheit
verbindbar ist.
10. System nach dem vorangegangenen Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkmodule der Möbelversorgungseinheiten (1, 39, 50, 58) getrennt voneinander
ansteuerbar ausgebildet sind.
11. Möbel (30), insbesondere Möbelkorpus (27), mit einer Möbelversorgungseinheit (1, 39,
50, 58) nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 8 oder mit einem System nach
einem der vorangegangenen Ansprüche 9 oder 10.