[0001] Die Erfindung betrifft eine Spritzgussmaschine, insbesondere eine Metalldruckgussmaschine,
mit (a) einer Gießkammer, (b) einem Gießkolben und (c) einer Gießkolbenschmiervorrichtung
zum Schmieren des Gießkolbens. Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein
Verfahren zum Schmieren einer solchen Spritzgussmaschine.
[0002] Spritzgussmaschinen werden zum Herstellen von Spritzgussteilen verwendet. Dazu wird
zunächst das Gießmaterial beispielsweise eine Metallschmelze, in die Gießkammer eingefüllt.
Danach wird der Gießkolben so bewegt, dass das Gießmaterial in die Druckgießform eingedrückt
wird. Dort erstarrt das Gießmaterial und es bildet sich ein Spritzgussteil.
[0003] Der Gießkolben muss geschmiert werden, um zu verhindern, dass er sich festfrisst.
Es sind mehrere Möglichkeiten bekannt, diese Schmierung auszuführen. Beispielsweise
wird Schmieröl von oben auf den Gießkolben getropft. Das Schmieröl läuft beidseits
der Mantelfläche des Gießkolbens herunter und bildet einen dünnen Schmierfilm, wenn
der Gießkolben seinen nachfolgenden Hub ausführt. Nachteilig hieran ist der vergleichsweise
hohe Schmierölverbrauch. Nachteilig ist zudem, dass ein Ausfall der Gießkolbenschmiervorrichtung
sehr schnell zu einem Festfressen des Gießkolbens führt. Es muss daher sichergestellt
sein, dass die Gießkolbenschmiervorrichtung mit sehr hoher Verlässlichkeit arbeitet.
[0004] DE 199 23 341 A1 offenbart eine Druckgießmaschine, deren Gießkolben lokal gezielt mit Schmiermittel
beaufschlagt wird. Das Schmiermittel wird direkt auf die Mantelfläche des Gießkolbens
aufgebracht, insbesondere aufgesprüht.
[0005] EP 1 820 584 A1 lehrt, eine Kaltkammer-Druckgießvorrichtung derart auszugestalten, ein Wasser-Schmiermittel-Gemisch
unter Druck in die Füllkammer einzusprühen.
[0006] EP 0 394 988 A2 offenbart, innerhalb der Gießkolbenstange oder des Gießkolbens eine Schmierstoffkammer
anzuordnen, wobei die Schmierstoffkammer mit der Mantelfläche des Gießkolbens derart
in Verbindung steht, dass der Schmierstoff aus der Schmierstoffkammer auf die Mantelfläche
des Gießkolbens gelangt.
[0007] JP H03 1281160A offenbart, Schmiermittel mittels Druckluft in eine Nut einzubringen. Aus dieser Nut
wird das Schmiermittel durch die Spitze des Gießkolbens herausgeschabt, wenn der Kolben
an der Nut vorbeigeführt wird.
[0008] DE 10 2009 034 505 A1 lehrt, Schmiermittel mittels einer Hubkolbenpumpe oder einer Zahnradpumpe pro Kolbengang
zu dosieren.
[0009] DE 43 16 927 A1 betrifft eine Gießgarnitur für eine Druckgießmaschine, wobei die Gießkammer einen
ringförmig umlaufenden Schmiermittel-Kanal aufweist. Dieser Kanal wird über eine Zuführleitung
mit dem Schmiermittel beaufschlagt, welches im Anschluss den Kanal durchströmt und
schließlich in eine Abflussleitung gelangt.
[0010] US 6 354 359 B2 lehrt, Schmiermittel nicht auf den Kolben, sondern auf die Innenwandung einer Füllkammer
aufzubringen.
[0011] DE 21 62 186 A betrifft eine Ölungsanordnung für eine Spritzgussmaschine, deren Gießkolben Ölausstoßdüsen
aufweist, durch die Öl auf die Innenseite der Hülse geleitet werden kann.
[0012] Bekannt ist zudem die Schmierung mittels Schmierfetts und/oder eines Festkörperschmierstoffs,
beispielsweise durch Graphit. Nachteilig daran ist, dass die Ausbildung eines Schmierfilms
nur schlecht kontrolliert werden kann.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Nachteile im Stand der Technik zu vermindern.
[0014] Die Erfindung löst das Problem durch eine gattungsgemäße Spritzgussmaschine, bei
der die Gießkolbenschmiervorrichtung ein mit Schmieröl tränkbares, insbesondere mit
Schmieröl getränktes, Faserobjekt zum Aufbringen des Schmieröls auf den Gießkolben
mittels des Faserobjekts aufweist.
[0015] Gemäß einem zweiten Aspekt löst die Erfindung das Problem durch ein Verfahren mit
den Schritten (i) Zuführen von Schmieröl zu einem tränkbaren Faserobjekt, das am Gießkolben
anliegt, und (ii) Aufbringen des Schmieröls auf den Gießkolben mittels des Faserobjekts.
Insbesondere löst die Erfindung das Problem durch ein Verfahren mit den Schritten
(i) Zuführen von Schmieröl zu einem tränkbaren Faserobjekt, das am Gießkolben anliegt,
(ii) Tränken des Faserobjekts mit dem Schmieröl und (ii) Aufbringen des Schmieröls
auf den Gießkolben mittels des Faserobjekts.
[0016] Vorteilhaft an der Erfindung ist, dass der Gießkolben sicher geschmiert ist. Das
wird vorteilhafterweise zudem häufig mit deutlich geringerem Aufwand an Schmieröl
erreicht. Der Grund ist, dass das tränkbare Faserobjekt nur so viel Schmieröl auf
den Gießkolben aufbringt, wie es notwendig ist um einen Schmierölfilm zu bilden. Anders
als bei einer Tropfschmierung kommt es meistens zu weniger ungenutzt ablaufendem Schmieröl.
[0017] Günstig ist es zudem, dass eine erfindungsgemäße Spritzgussmaschine in vielen Fällen
eine höhere Trockenlauffestigkeit aufweist. In anderen Worten führt eine Unterbrechung
der Schmierölzuführung häufig erst nach einer größeren Anzahl an Hüben zu einem Festfressen
des Gießkolbens als bei herkömmlicher Tropfenschmierung.
[0018] Besonders vorteilhaft ist, dass in vielen Fällen der Verbrauch an Schmieröl gesenkt
werden kann. Dadurch werden Ressourcen geschont und die Umweltbelastung durch anderweitig
zu entsorgende Schmierölreste vermindert.
[0019] Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung wird unter der Gießkammer eine Struktur der
Spritzgussmaschine verstanden, in die zu verarbeitendes Gießmaterial eingebracht,
insbesondere eingegossen, wird, um dieses in eine Kavität einer Gießform einzubringen.
[0020] Unter dem Gießkolben wird ein Kolben verstanden, mittels dem im Betrieb das Gießmaterial
aus der Gießkammer in die Kavität eingebracht wird.
[0021] Unter der Gießkolbenschmiervorrichtung wird eine Vorrichtung verstanden, mittels
der der Gießkolben beim Betrieb der Spritzgussmaschine mit einem Schmierfilm versehen
wird.
[0022] Unter dem mit Schmieröl tränkbaren Faserobjekt wird ein Objekt verstanden, das aus
zumindest einer Faser, insbesondere einer Mehrzahl an Fasern aufgebaut ist und das
Bereiche zwischen einzelnen Faserabschnitten aufweist, in die Schmieröl eingebracht
werden kann.
[0023] Das Faserobjekt kann eine regelmäßige, durch Fasern gebildete Struktur aufweisen.
In anderen Worten kann das Faserobjekt ein Textil aufweisen. Alternativ oder zusätzlich
kann das Faserobjekt eine ungeordnete Faserstruktur, also ein Vlies, besitzen. Wiederum
alternativ oder zusätzlich kann das Faserobjekt zumindest abschnittsweise gerichtete
Fasern aufweisen, die sich in eine Vorzugsrichtung erstrecken. In anderen Worten kann
das Faserobjekt zumindest abschnittsweise eine Bürste bilden.
[0024] Es ist auch möglich, dass das Faserobjekt (i) sowohl ein Textil als auch ein Vlies
aufweist oder (ii) sowohl ein Textil und eine Bürste aufweist oder (iii) sowohl eine
Bürste als auch ein Vlies aufweist.
[0025] Besonders günstig ist es, wenn das Faserobjekt benachbart zum Gießkolben aus Vlies
besteht. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass Vlies besonders gut dazu geeignet
ist, das Schmieröl an die Mantelfläche des Gießkolbens abzugeben. Das Vlies ist beispielsweise
Filz.
[0026] Das tränkbare Faserobjekt steht vorzugsweise in Kontakt mit der Mantelfläche des
Gießkolbens. Auf diese Weise wird ein ausreichend dicker, nicht aber zu dicker Schmierfilm
auf den Gießkolben aufgebracht.
[0027] Vorzugsweise besitzt die Gießkolbenschmiervorrichtung eine Schmierölzuführung zum
Zuführen von Schmieröl zum Faserobjekt. Günstig ist es, wenn die Schmierölzuführung
ausgebildet ist zum Zudosieren einer vorgegebenen Menge an Schmieröl nach einer vorgegebenen
Zahl an Hüben des Gießkolbens. Beispielsweise beträgt die vorgegebene Zahl der Hübe
höchstens 10, insbesondere 1 oder 1,2 oder 3. Als besonders günstig hat sich herausgestellt,
wenn die Schmierölzuführung ausgebildet ist zum Zudosieren einer vorgegebenen Menge
an Schmieröl nach jedem Hub des Gießkolbens. Es sei darauf hingewiesen, dass das Zudosieren
nach einer vorgegebenen Anzahl an Hüben äquivalent zum Zudosieren vor einer vorgegebenen
Anzahl an Hüben ist. Eine derartige Schmierölzuführung ist an sich für Tropfschmierungen
bekannt, allerdings wird dort das Schmieröl direkt auf den Gießkolben getropft und
nicht - wie bei der Erfindung - dem Faserobjekt zugeführt. Das Faserobjekt ist insbesondere
so aufgebaut, dass es das zugeführte Schmieröl um den Gießkolben herum verteilt.
[0028] Günstig ist es, wenn das Faserobjekt den Gießkolben radial zu zumindest 50% umgibt.
Hierunter wird insbesondere verstanden, dass die Summe der Längen der Winkelintervalle,
über die das Faserobjekt am Gießkolben anliegt, zumindest 180° beträgt. Besonders
günstig ist es, wenn das Faserobjekt den Gießkolben radial vollständig umgibt. In
anderen Worten ist das Faserobjekt dann ausgebildet zum Aufbringen eines Schmierölfilms
über den kompletten Umfang des Gießkolbens.
[0029] Günstig ist es, wenn das Faserobjekt in einer Nut eines Faserobjekt-Halters aufgenommen
ist. Auf diese Weise ist das Faserobjekt gut mit Schmieröl tränkbar. Gleichzeitig
wird zum vollständigen Tränken des Faserobjekts nur vergleichsweise wenig Schmieröl
benötigt.
[0030] Die Spritzgussmaschine ist vorzugsweise eine Aluminiumdruckgussmaschine. Beim Aluminiumdruckguss
darf der Gießkolben nur einen kleinen Spalt relativ zur Gießkammer aufweisen, in der
er geführt ist. Das macht eine sichere Schmierung besonders wichtig. Es wurde daher
in der Vergangenheit versucht, über eine Tropfenschmierung, bei der vergleichsweise
viel Schmieröl zugeführt wurde, die Schmierung des Gießkolbens sicherzustellen. Es
wurde überraschend festgestellt, dass durch die Verwendung des Faserobjekts in den
meisten Fällen eine deutliche Reduzierung des Schmierölverbrauchs möglich ist und
dennoch keine Verringerung der Prozesssicherheit des Aufbringens des Schmierölfilms
eintritt.
[0031] Günstig ist es, wenn die Gießkolbenschmierung ausgebildet ist zum Zudosieren einer
Schmieröldosis von höchstens 0,5 ml pro Gießkolbenhub und pro 380 mm Umfangslänge
des Gießkolbens. In anderen Worten ist die Gießkolbenschmierung vorzugsweise ausgebildet
zum Zudosieren einer Schmieröldosis von höchstens 0,13 ml pro Gießkolbenhub und 100
mm Umfangslänge. Üblich sind Schmieröldosen von 1 ml oder mehr pro Gießkolbenhub und
380 mm Umfangslänge. Die Verwendung des Faserobjekts ermöglicht daher in vielen Fällen
eine Verminderung des Schmierölverbrauchs auf weniger als die Hälfte. Beträgt der
Umfang des Gießkolbens beispielsweise 760 Millimeter, so wird vorzugsweise höchstens
1 Milliliter Schmieröl pro Gießkolbenhub zudosiert.
[0032] Günstig ist es, wenn eine Zuführöffnung der Schmierölzuführung oberhalb des Faserobjekts
angeordnet ist. In diesem Fall sickert das Schmieröl durch das Faserobjekt entlang
der Mantelfläche des Gießkolbens nach unten. Das gewährleistet ein sicheres Aufbringen
eines Schmierfilms.
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigt
- Figur 1a
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Spritzgussmaschine,
- Figur 1b
- eine Gießkolbenschmiervorrichtung einer erfindungsgemäßen Spritzgussmaschine und
- Figur 2
- die Gießkolbenschmiervorrichtung gemäß Figur 1b mit dem Gießkolben in zwei unterschiedlichen
Stellungen.
[0034] Figur 1a zeigt schematisch eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Spritzgussmaschine
10, die eine Gießkammer 12 und einen in der Gießkammer 12 laufenden Gießkolben 14
aufweist. Die Gießkammer 12 steht in Flüssigkeitsverbindung mit einer Kavität 16 einer
Gießform 18. Die Gießform 18 besitzt ein erstes Teil-Werkzeug 20.1 und ein zweites
Teil-Werkzeug 20.2, die in einer, in Figur 1 gezeigten Gussposition die Teil-Werkzeuge
20.1, 20.2 zudem in eine Ausstoß-Position bringbar sind, in der ein gefertigtes Druckgussteil
ausgeformt werden kann.
[0035] Figur 1a zeigt schematisch eine Gießkolbenschmiervorrichtung 22, die ein Faserobjekt
24 aufweist. Das Faserobjekt 24 ist in eine Nut 26 aufgenommen. Mittels einer Schmierölzuführung
28 wird Schmieröl zum Faserobjekt 24 zugeführt.
[0036] Figur 1b zeigt eine Detailansicht auf die Gießkolbenschmiervorrichtung 22. Das besteht
im vorliegenden Fall an seiner dem Kolben 12 zugewandten und in Figur 1b sichtbaren
Seite aus Filz. Besonders günstig ist es, wenn das Faserobjekt 24 wie im vorliegenden
Fall vollständig aus Filz aufgebaut ist, das ist aber nicht notwendig.
[0037] Figur 1b lässt erkennen, dass das Faserobjekt 24 in einer Nut angeordnet ist und
sich entlang einer radialen Innenseite einer Zylindermantelfläche erstreckt.
[0038] Die Schmierölzuführung 28 besitzt einen Schmierölbehälter 30, in dem das Schmieröl
32 aufgenommen ist. Mittels einer schematisch eingezeichneten Dosiervorrichtung 34
wird auf dem Gießkolbenhub des Gießkolbens 14 eine Schmieröldosis V
32 von oben auf das Faserobjekt 24 aufgebracht. Beispielsweise liegt die Schmieröldosis
bei V
32 = 0,6 ± 0,2 ml. Es ist möglich, nicht aber notwendig, dass die Gießkolbenschmiervorrichtung
eine Überschussöl-Abführung 36 aufweist, mittels der überschüssiges Schmieröl 32 abgeleitet
wird. In der Regel ist eine derartige Überschussöl-Abführung entbehrlich, da nur so
viel Schmieröl 32 zugeführt wird, wie für die Schmierung des Gießkolbens benötigt
wird.
[0039] Figur 2 zeigt die Gießkolbenschmiervorrichtung 22 und die Schmierölzuführung 28,
dafür mit dem Gießkolben 14 in zwei unterschiedlichen Stellungen. Gestrichelt wird
eine Endstellung gezeigt, in der der Gießkolben 14 das Gießmaterial, beispielsweise
eine flüssige Aluminiumlegierung, in die Kavität 16 (vgl. Figur 1a) eingedrückt hat.
[0040] Durch die durchgezogenen Linien ist eine Startstellung des Gießkolbens 14 gezeigt,
die auch in Figur 1 zu sehen ist. In dieser Startstellung ist das Gießkammervolumen
der Gießkammer 12 maximal. Eine Bewegung zwischen Startstellung und Endstellung sowie
wieder zurück entspricht einem Gießkolbenhub des Gießkolbens 14. Durch eine Einfüllöffnung
kann das Gießmaterial, beispielsweise eine Aluminiumlegierung oder eine Zinklegierung,
in die Gießkammer 12 eingegossen werden. Nach dem Einbringen des Gießmaterials in
die Kavität 16, des Erkalten Lassens und des Ausformens ergibt sich ein Druckgussteil
als Ergebnis des Herstellungsverfahrens.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Spritzgussmaschine
- 12
- Gießkammer
- 14
- Gießkolben
- 16
- Kavität
- 18
- Gießform
- 20
- Teil-Werkzeug
- 22
- Gießkolbenschmiervorrichtung
- 24
- Faserobjekt
- 26
- Nut
- 28
- Schmierölzuführung
- 30
- Schmierölbehälter
- 32
- Schmieröl
- 34
- Dosiervorrichtung
- 36
- Überschussöl-Abführung
- 38
- Einfüllöffnung
- V32
- Schmieröldosis
1. Spritzgussmaschine (10), insbesondere Metalldruckgussmaschine, mit
(a) einer Gießkammer (12),
(b) einem Gießkolben (14) und
(c) einer Gießkolbenschmiervorrichtung (22) zum Schmieren des Gießkolbens (14),
dadurch gekennzeichnet, dass
(d) die Gießkolbenschmiervorrichtung (22) ein mit Schmieröl (32) tränkbares Faserobjekt
(24) zum Aufbringen des Schmieröls (32) auf den Gießkolben (14) mittels des Faserobjekts
(24) aufweist.
2. Spritzgussmaschine (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießkolbenschmiervorrichtung (22) eine Schmierölzuführung (28) zum Zuführen von
Schmieröl (32) zum Faserobjekt (24) aufweist.
3. Spritzgussmaschine (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Faserobjekt (24) den Gießkolben (14) radial zu zumindest 50% umgibt.
4. Spritzgussmaschine (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserobjekt (24) in einer Nut (26) eines Faserobjekt-Halters aufgenommen ist.
5. Spritzgussmaschine (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Aluminiumdruckgussmaschine ist.
6. Spritzgussmaschine (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießkolbenschmiervorrichtung (22) ausgebildet ist zum Zudosieren einer Schmieröldosis
(V32) von höchstens 0,5 Milliliter pro Gießkolbenhub und 380 mm Umfangslänge des Gießkolbens.
7. Spritzgussmaschine (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zuführöffnung der Schmierölzuführung (28) oberhalb des Faserobjekts (24) angeordnet
ist.
8. Spritzgussmaschine (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Gießkolbenschmiervorrichtung (22) einen Schmierölbehälter (30) aufweist, der mit
der Schmierölzuführung (28) verbunden ist.
9. Spritzgussmaschine (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
(a) das Faserobjekt (24) aus zumindest einer Faser, insbesondere einer Mehrzahl an
Fasern, aufgebaut ist und Bereiche zwischen einzelnen Faserabschnitten aufweist, in
die Schmieröl eingebracht werden kann und
(b) die Schmierölzuführung (28) mit dem Faserobjekt (24) zum Einbringen von Schmieröl
(32) in diese Bereiche verbunden ist.
10. Spritzgussmaschine (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserobjekt (24) zum Verteilen des zugeführten Schmieröls (32) um den Gießkolben
(14) herum ausgebildet ist.
11. Spritzgussmaschine (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserobjekt (24) in Kontakt mit einer Mantelfläche des Gießkolbens steht.
12. Verfahren zum Schmieren einer Spritzgussmaschine (10), insbesondere Metalldruckgussmaschine,
die
(a) eine Gießkammer (12),
(b) einen Gießkolben (14) und
(c) eine Gießkolbenschmiervorrichtung (22) zum Schmieren des Gießkolbens (14), aufweist
mit den Schritten:
(i) Zuführen von Schmieröl (32) zu einem tränkbaren Faserobjekt (24), das am Gießkolben
(14) anliegt, und
(ii) Aufbringen des Schmieröls (32) auf den Gießkolben (14) mittels des Faserobjekts
(24).
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass pro Gießkolbenhub des Gießkolbens (14) höchstens 0,5 Milliliter Schmieröl (32) pro
380 mm Umfangslänge zugeführt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
gekennzeichnet durch die Schritte:
(i) Einbringen von Gießmaterial, insbesondere einer geschmolzenen Aluminiumlegierung
oder einer geschmolzenen Zinklegierung, in die Gießkammer (12) und
(ii) Einbringen des Gießmaterials in eine Kavität (16) einer Gießform (18).