Stand der Technik
[0001] Es ist in
EP 1 690 642 A1 bereits eine Handwerkzeugvorrichtung mit einem Schlagwerk, das zumindest einen Schläger
und eine Kurvenführung aufweist, die zumindest bei einem Schlagbohrbetrieb den Schläger
antreibt, vorgeschlagen worden.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugvorrichtung mit einem Schlagwerk, das
zumindest einen Schläger und eine Kurvenführung aufweist, die zumindest bei einem
Schlagbohrbetrieb den Schläger antreibt.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass der Schläger zumindest einen Teil der Kurvenführung aufweist.
Unter einem "Schlagwerk" soll insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden, die
dazu vorgesehen ist, einen Schlagimpuls zu erzeugen und insbesondere in Richtung eines
Einsatzwerkzeugs abzugeben. Vorzugsweise leitet das Schlagwerk den Schlagimpuls zumindest
bei einem Schlagbohrbetrieb vorteilhaft über eine Werkzeugspindel und/oder insbesondere
über ein Werkzeugfutter der Handwerkzeugvorrichtung an das Einsatzwerkzeug weiter.
Vorzugsweise ist das Schlagwerk dazu vorgesehen, eine Rotationsbewegung in eine insbesondere
translatorische Schlagbewegung zu übersetzen. Unter "vorgesehen" soll insbesondere
speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Insbesondere soll unter
dem Begriff "Schläger" ein Mittel verstanden werden, das zumindest bei einem Schlagbohrbetrieb
insbesondere translatorisch beschleunigt wird und einen bei der Beschleunigung aufgenommenen
Impuls als Schlagimpuls in Richtung des Einsatzwerkzeugs abgibt. Vorzugsweise ist
der Schläger einstückig ausgebildet. Alternativ könnte der Schläger mehrstückig ausgebildet
sein. Insbesondere soll unter einer "Kurvenführung" eine Vorrichtung verstanden werden,
die eine Rotationsenergie zu einer Schlagerzeugung zumindest mittels einer speziell
geformten Führungsfläche, an der zumindest bei einem Schlagbohrbetrieb ein Verbindungsmittel
entlangläuft, in eine lineare Bewegungsenergie des Schlägers übersetzt. Vorzugsweise
weist das Schlagwerk eine Schlagwerkfeder auf, die die lineare Bewegungsenergie des
Schlägers zur Schlagerzeugung speichert. Vorzugsweise ist die speziell geformte Fläche
eine Fläche, die eine Führungskurve der Kurvenführung begrenzt. Unter einem "Verbindungsmittel"
soll insbesondere ein Mittel verstanden werden, das eine mechanische Kopplung zwischen
zumindest einem, bei einem Schlagbohrbetrieb rotierend bewegten Teil des Schlagwerks,
insbesondere einer Schlagwerkspindel, und dem insbesondere linear bewegten Schläger
herstellt. Insbesondere soll unter einer "Führungskurve" ein von der Führungsfläche
begrenzter Bereich verstanden werden, in dem das Verbindungsmittel in zumindest einem
Betriebszustand läuft. Unter einer "Schlagwerkfeder" soll insbesondere eine Feder
verstanden werden, die in zumindest einem Betriebszustand zumindest einen Teil einer
Schlagenergie speichert. Insbesondere soll unter "abstützen" verstanden werden, dass
ein Teil der Schlagwerkfeder relativ zu dem Schläger oder ein Teil der Schlagwerkfeder
relativ zu einem Handwerkzeuggehäuse unbeweglich angeordnet ist. Die Schlagwerkfeder
ist als eine, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Feder ausgebildet, vorzugsweise
jedoch als eine Schraubenfeder. Unter "antreiben" soll in diesem Zusammenhang insbesondere
verstanden werden, dass die Kurvenführung eine Energie zur Schlagerzeugung auf den
Schläger überträgt. Unter der Wendung, dass "der Schläger zumindest einen Teil der
Kurvenführung aufweist", soll insbesondere verstanden werden, dass der Schläger eine
Fläche aufweist, auf den das Verbindungsmittel die Energie zu einer Erzeugung der
Schlagbewegung direkt überträgt. Vorzugsweise ist der Teil der Kurvenführung, den
der Schläger aufweist, als eine Fläche ausgebildet, die das Verbindungsmittel relativ
zum Schläger ortsfest befestigt. Vorteilhaft umfasst der Teil der Kurvenführung, den
der Schläger aufweist, eine von der Fläche begrenzte Befestigungsaussparung, die das
Verbindungsmittel relativ zum Schläger ortsfest befestigt. Vorteilhaft ist der Schläger
dazu vorgesehen, ein Verbindungsmittel zu befestigen, das bei einem Betrieb den Teil
der Kurvenführung und einen weiteren Teil der Kurvenführung, insbesondere die Führungskurve,
verbindet. Vorzugsweise sind das Verbindungsmittel und der Schläger ungefedert verbunden.
Das heißt insbesondere, dass zwischen dem Verbindungsmittel und dem Schläger wirkungsmäßig
keine Feder angeordnet ist. Alternativ könnte das Verbindungsmittel zumindest teilweise
einstückig mit dem Schläger ausgebildet sein. Des Weiteren könnte alternativ der Teil
der Kurvenführung, den der Schläger aufweist, als eine Führungskurve ausgebildet sein.
Unter "ortsfest" soll insbesondere verstanden werden, dass eine Symmetrieachse und/oder
ein Mittelpunkt des Verbindungsmittels relativ zum Schläger bei einem Schlagbetrieb
zumindest im Wesentlichen unbewegt ist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Handwerkzeugvorrichtung kann ein besonders kleines, leichtes und dennoch leistungsfähiges
Schlagwerk bereitgestellt werden. Insbesondere kann auf ein Taumellager oder einen
Kipphebel vorteilhaft verzichtet werden.
[0004] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Kurvenführung einen
Schlagfreilaufbereich aufweist, wodurch bei einer kurzen Baulänge eine große Schlagenergie
und ein vorteilhaft geringer Verschleiß erreicht werden können. Unter einem "Schlagfreilaufbereich"
soll insbesondere ein Bereich der Führungskurve der Kurvenführung verstanden werden,
in dem das Verbindungsmittel angeordnet ist, wenn die Schlagwerkfeder den Schläger
in Schlagrichtung beschleunigt. Vorzugsweise ist der Schlagfreilaufbereich so breit
ausgebildet, dass das Verbindungsmittel den Schlagfreilaufbereich auf unterschiedlichen
Bahnen durchlaufen kann. Vorzugsweise bewirkt der Schlagfreilaufbereich zumindest
bei dem Schlagbohrbetrieb keine Kraft auf den Schläger.
[0005] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Kurvenführung einen Schlagaufzugsbereich
aufweist, wodurch ein vorteilhafter Betrieb, insbesondere mit geringen Vibrationen,
erreicht werden kann. Insbesondere soll unter einem "Schlagaufzugsbereich" ein Bereich
der Führungskurve der Kurvenführung verstanden werden, der den Schläger zumindest
bei einem Schlagbohrbetrieb insbesondere relativ zu dem Handwerkzeuggehäuse entgegen
der Schlagrichtung bewegt. Vorzugsweise komprimiert die durch den Schlagaufzugsbereich
verursachte Bewegung des Schlägers entgegen der Schlagrichtung die Schlagwerkfeder.
Vorzugsweise weist die Führungsfläche des Schlagaufzugsbereichs eine Steigung relativ
zu der Schlagrichtung zwischen 5 Grad und 35 Grad, vorteilhaft zwischen 10 Grad und
25 Grad, auf.
[0006] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Kurvenführung eine Montageaussparung aufweist,
wodurch eine vorteilhafte Montage und eine besonders kleine Ausgestaltung möglich
sind. Unter einer "Montageaussparung" soll insbesondere ein von der Schlagwerkspindel
und/oder dem Schläger begrenzter Bereich verstanden werden, durch den das Verbindungsmittel
bei der Montage in die Führungskurve eingebracht wird.
[0007] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Schlagwerk eine Schlagwerkspindel umfasst, die
zumindest einen Teil der Kurvenführung aufweist, wodurch eine kompakte Ausgestaltung
erreicht werden kann. Unter einer "Schlagwerkspindel" soll insbesondere eine Welle
verstanden werden, die eine Rotationsbewegung von einem Planetengetriebe der Handwerkzeugvorrichtung
zu der Kurvenführung überträgt. Vorzugsweise ist die Schlagwerkspindel als eine Hohlwelle
ausgebildet.
[0008] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Schlagwerkspindel eine Führungskurve der Kurvenführung
aufweist, wodurch eine einfache Fertigung möglich ist. Alternativ oder zusätzlich
könnte die Schlagwerkspindel eine Befestigungsaussparung zur relativ zu der Schlagwerkspindel
ortsfesten Befestigung des Verbindungsmittels aufweisen und/oder zumindest teilweise
einstückig mit dem Verbindungsmittel ausgebildet sein.
[0009] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Schläger
die Schlagwerkspindel auf wenigstens einer Ebene zumindest im Wesentlichen umschließt,
wodurch eine Ausgestaltung mit geringem Volumen und Gewicht möglich ist. Insbesondere
soll unter der Wendung "auf wenigstens einer Ebene zumindest im Wesentlichen umschließen"
verstanden werden, dass von einer Achse der Schlagwerkspindel ausgehende Strahlen,
die auf der Ebene angeordnet sind, den Schläger über einem Winkelbereich von wenigstens
180 Grad, vorteilhaft wenigstens 270 Grad schneiden. Besonders vorteilhaft umschließt
der Schläger die Schlagwerkspindel um 360 Grad.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Schlagwerk ein Verbindungsmittel
aufweist, das in zumindest einem Betriebszustand eine Bewegung insbesondere von der
Schlagwerkspindel auf den Schläger überträgt, wodurch ein geringer Verschleiß, eine
effektive Fertigung und eine einfache Montage erreicht werden können.
[0011] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugvorrichtung eine Werkzeugspindel
umfasst, die der Schläger auf zumindest einer Ebene zumindest im Wesentlichen umschließt.
Unter einer "Werkzeugspindel" soll insbesondere eine Welle verstanden werden, die
eine Rotationsbewegung von dem Planetengetriebe zu dem Werkzeugfutter überträgt. Vorzugsweise
ist die Werkzeugspindel als eine Vollwelle ausgebildet. Alternativ könnte die Werkzeugspindel
als eine Hohlwelle ausgebildet sein.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Werkzeugspindel zumindest im Wesentlichen koaxial
zur Schlagwerkspindel angeordnet ist, wodurch eine besonders kompakte Ausgestaltung
möglich ist. Insbesondere soll unter der Wendung "zumindest im Wesentlichen koaxial
angeordnet" verstanden werden, dass eine Drehachse der Werkzeugspindel und eine Drehachse
der Schlagwerkspindel an zumindest einem Punkt weniger als 20 mm, vorteilhaft weniger
als 10 mm, voneinander beabstandet angeordnet sind und einen Ausrichtungsunterschied
von weniger als 15 Grad, vorteilhaft weniger als 5 Grad, zueinander aufweisen. Besonders
bevorzugt sind die Drehachse der Werkzeugspindel und der Drehachse der Schlagwerkspindel
auf einer gleichen Geraden angeordnet und gleich ausgerichtet.
[0013] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Schlagwerk eine Schlägerführung aufweist, die
den Schläger drehfest lagert, wodurch eine konstruktiv einfache Kurvenführung möglich
ist. Unter einer "Schlägerführung" soll insbesondere eine Vorrichtung verstanden werden,
die den Schläger parallel zu der Schlagrichtung bewegbar lagert. Insbesondere soll
unter der Wendung "drehfest lagern" verstanden werden, dass die Schlägerführung insbesondere
jeder Drehbewegung des Schlägers relativ zu einem Handwerkzeuggehäuse entgegenwirkt.
[0014] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugvorrichtung ein Handwerkzeuggehäuse
umfasst, wobei das Schlagwerk eine Schlagwerkfeder aufweist, die an dem Schläger und
an dem Handwerkzeuggehäuse abgestützt ist, wodurch eine besonders geringe axiale Baulänge
erreicht werden kann. Insbesondere soll unter einem "Handwerkzeuggehäuse" ein Gehäuse
verstanden werden, das einen Innenraum aufweist, in dem zumindest das Schlagwerk,
das Planetengetriebe und eine Antriebseinheit des Handwerkzeuggehäuses angeordnet
sind. Vorzugsweise verbindet das Handwerkzeuggehäuse zumindest das Schlagwerk, das
Planetengetriebe und eine Antriebseinheit des Handwerkzeuggehäuses zumindest teilweise
miteinander.
[0015] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Schlagwerk
die erste Kurvenführung und eine zweite Kurvenführung aufweist, wodurch ein geringer
Verschleiß und eine hohe Laufruhe möglich sind.
[0016] Des Weiteren geht die Erfindung aus von einem Handwerkzeug mit einer erfindungsgemäßen
Handwerkzeugvorrichtung. Vorzugsweise ist das Handwerkzeug dazu vorgesehen, das Einsatzwerkzeug
in einem Schraubmodus, in einem Bohrmodus, in einem Schraubbohrmodus und insbesondere
in einem Meißelmodus anzutreiben.
Zeichnung
[0017] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind fünf Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt eines Handwerkzeugs mit einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugvorrichtung,
- Fig. 2
- einen teilweise freigestellten Schnitt durch ein Schlagwerk und ein Planetengetriebe
der Handwerkzeugvorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 3
- eine erste Schnittfläche A des Schlagwerks der Handwerkzeugvorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 4
- eine zweite Schnittfläche B des Schlagwerks der Handwerkzeugvorrichtung aus Figur
1,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer Schlagwerkspindel des Schlagwerks der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines Schlägers des Schlagwerks der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 7
- eine Schnittfläche C einer ersten Planetengetriebestufe und einer ersten Schlagabschaltvorrichtung
der Handwerkzeugvorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 8
- eine Schnittfläche D eines Steuerelements und einer zweiten Schlagabschaltvorrichtung
der Handwerkzeugvorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 9
- eine perspektivische Schnittdarstellung eines Teils der Handwerkzeugvorrichtung aus
Figur 1,
- Fig. 10
- eine Schnittfläche E einer Spindelblockiervorrichtung der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 11
- eine Schnittfläche F durch Blockiermittel der Spindelblockiervorrichtung der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 12
- eine Schnittfläche G einer zweiten Planetengetriebestufe der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 13
- eine Schnittfläche H einer dritten Planetengetriebestufe der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 14
- eine Schnittfläche I einer vierten Planetengetriebestufe der Handwerkzeugvorrichtung
aus Figur 1,
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung einer Bedienvorrichtung und einer Schutzvorrichtung
der Handwerkzeugvorrichtung aus Figur 1,
- Fig. 16
- ein alternatives Ausführungsbeispiel einer ersten Schlagabschaltvorrichtung einer
erfindungsgemäßen Handwerkzeugvorrichtung,
- Fig. 17
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer ersten Schlagabschaltvorrichtung einer erfindungsgemäßen
Handwerkzeugvorrichtung,
- Fig. 18
- ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Schlagschaltfeder einer erfindungsgemäßen
Handwerkzeugvorrichtung und
- Fig. 19
- ein alternatives Ausführungsbeispiel einer Bedienvorrichtung und einer Schutzvorrichtung
einer erfindungsgemäßen Handwerkzeugvorrichtung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0019] Figur 1 zeigt ein Handwerkzeug 10a. Das Handwerkzeug 10a ist als eine Schlagbohrschraubmaschine
ausgebildet. Das Handwerkzeug 10a weist eine erfindungsgemäße Handwerkzeugvorrichtung
12a, ein Handwerkzeuggehäuse 14a und eine Akkuschnittstelle 16a auf. Die Akkuschnittstelle
16a ist dazu vorgesehen, die Handwerkzeugvorrichtung 12a aus einem hier nicht näher
dargestellten Handwerkzeugakku mit einer elektrischen Energie zu versorgen. Das Handwerkzeuggehäuse
14a ist pistolenförmig ausgebildet. Das Handwerkzeuggehäuse 14a ist mehrteilig ausgebildet.
Es umfasst einen Handgriff 18a, mittels dessen ein Bediener das Handwerkzeug 10a bei
einem Arbeitsvorgang hält. Die Handwerkzeugvorrichtung 12a umfasst eine Werkzeugführungseinheit
20a, ein Schlagwerk 22a, eine erste Schlagabschaltvorrichtung 24a, eine zweite Schlagabschaltvorrichtung
26a, ein Planetengetriebe 28a, eine Antriebseinheit 30a, eine Bedienvorrichtung 32a
und eine Drehmomentbegrenzungseinheit 34a.
[0020] Die Werkzeugführungseinheit 20a umfasst ein Werkzeugfutter 36a und eine Werkzeugspindel
38a. Das Werkzeugfutter 36a befestigt bei einem Arbeitsvorgang ein hier nicht dargestelltes
Einsatzwerkzeug, beispielsweise einen Bohrer bzw. ein Schraubbit. Das Werkzeugfutter
36a befestigt das Einsatzwerkzeug kraftschlüssig. Das Werkzeugfutter 36a weist drei
von einem Bediener bewegbar befestigte Spannbacken auf, die bei einem Arbeitsvorgang
das Einsatzwerkzeug befestigen. Zudem befestigt das Werkzeugfutter 36a das Einsatzwerkzeug
bei einem Arbeitsvorgang axial unbeweglich gegenüber dem Werkzeugfutter 36a und insbesondere
der Werkzeugspindel 38a. Ein Teil des Werkzeugfutters 36a und die Werkzeugspindel
38a sind relativ zueinander unbeweglich miteinander verbunden. Hier sind das Werkzeugfutter
36a und die Werkzeugspindel 38a miteinander verschraubt. Die Handwerkzeugvorrichtung
12a weist ein Lagermittel 40a auf, das die Werkzeugspindel 38a auf einer dem Werkzeugfutter
36a zugewandten Seite lagert. Das Lagermittel 40a lagert die Werkzeugspindel 38a axial
verschiebbar. Das Lagermittel 40a ist axial fest mit der Werkzeugspindel 38a verbunden.
Das Lagermittel 40a ist axial bewegbar in dem Handwerkzeuggehäuse 14a gelagert. Die
Handwerkzeugvorrichtung 12a weist ein weiteres Lagermittel 41a auf, das die Werkzeugspindel
38a auf einer dem Planetengetriebe 28a zugewandten Seite lagert. Das Lagermittel 41a
ist als ein Wälzlager, hier als ein Nadellager, ausgebildet, wodurch eine spielarme
Lagerung möglich ist. Das Lagermittel 41a lagert die Werkzeugspindel 38a axial verschiebbar.
Einer Schlagwerkspindel 46a umschließt das Lagermittel 41a. Das Lagermittel 41a ist
wirkungsmäßig zwischen der Werkzeugspindel 38a und der Schlagwerkspindel 46a angeordnet.
[0021] Die Werkzeugspindel 38a umfasst eine Schlagfläche 42a, auf die bei einem Schlagbohrbetrieb
ein Schläger 44a des Schlagwerks 22a schlägt. Der Schläger 44a weist eine Masse auf,
die maximal zwei Drittel so groß ist wie eine Masse der Werkzeugführungseinheit 20a.
Hier ist die Masse des Schlägers 44a weniger als halb so groß wie die Masse der Werkzeugführungseinheit
20a. Die Masse des Schlägers 44a beträgt etwa 45 % der Masse der Werkzeugführungseinheit
20a.
[0022] In der Figur 2 sind das Schlagwerk 22a und das Planetengetriebe 28a näher dargestellt.
Das Schlagwerk 22a weist den Schläger 44a, die Schlagwerkspindel 46a, eine Schlagwerkfeder
48a, eine Schlägerantriebsvorrichtung 50a und eine Schlägerführung 52a auf. Der Schläger
44a ist in Schlagrichtung 54a translatorisch bewegbar gelagert. Die Schlagrichtung
54a ist parallel zu einer axialen Richtung der Schlagwerkspindel 46a ausgerichtet.
[0023] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine Schnittfläche A und eine Schnittfläche B des Schlagwerks
22a. Die Schlägerführung 52a lagert den Schläger 44a relativ zu dem Handwerkzeuggehäuse
14a drehfest. Die Schlägerführung 52a weist drei Führungsstäbe 56a auf, auf denen
der Schläger 44a gleitet. Die Führungsstäbe 56a sind regelmäßig um den Schläger 44a
herum angeordnet. Der Schläger 44a weist Gleitflächen 58a auf, die die Führungsstäbe
56a auf einer Ebene senkrecht zur Schlagrichtung 54a um 180 Grad umschließen. Der
Schläger 44a umschließt die Schlagwerkspindel 46a auf einer Ebene, die senkrecht zu
der Schlagrichtung 54a ausgerichtet ist, um 360 Grad. Zudem umschließt der Schläger
44a die Werkzeugspindel 38a auf der Ebene um 360 Grad. Ferner umschließt die Schlagwerkspindel
46a auf der Ebene die Werkzeugspindel 38a um 360 Grad. Die Schlagwerkspindel 46a ist
koaxial zu der Werkzeugspindel 38a angeordnet.
[0024] Die Schlagwerkfeder 48a beschleunigt den Schläger 44a vor einem Schlag in Schlagrichtung
54a. Dazu stützt das Handwerkzeuggehäuse 14a die Schlagwerkfeder 48a auf einer dem
Schläger 44a abgewandten Seite ab. Die Schlagwerkfeder 48a drückt direkt gegen den
Schläger 44a. Der Schläger 44a weist eine Federbefestigung 60a auf. Die Federbefestigung
60a ist als eine ringförmige Vertiefung ausgebildet. Figur 5 zeigt die Schlagwerkspindel
46a in einer perspektivischen Ansicht. Figur 6 zeigt den Schläger 44a in einer perspektivischen
Ansicht. Die Schlägerantriebsvorrichtung 50a weist eine erste Kurvenführung 62a und
eine zweite erste Kurvenführung 64a auf. Die Kurvenführungen 62a, 64a umfassen jeweils
eine Führungskurve 66a, 68a und ein Verbindungsmittel 70a, 72a. Die Verbindungsmittel
70a, 72a sind kugelförmig ausgebildet. Der Schläger 44a lagert die Verbindungsmittel
70a, 72a relativ zu dem Schläger 44a ortsfest. Der Schläger 44a weist halbkugelförmige
Befestigungsaussparungen 74a auf. Die Verbindungsmittel 70a, 72a gleiten bei einem
Schlagbohrbetrieb in der Führungskurve 66a, 68a. Die Schlagwerkspindel 46a weist einen
Teil der Kurvenführungen 62a, 64a auf, und zwar die Führungskurve 66a, 68a. Die Schlagwerkspindel
46a begrenzt einen Raum, in dem sich die Verbindungsmittel 70a, 72a bei einem Schlagbohrbetrieb
bewegen.
[0025] Die Schlagwerkspindel 46a ist als eine Hohlwelle ausgebildet. Das Planetengetriebe
28a treibt die Schlagwerkspindel 46a an. Dazu weist die Schlagwerkspindel 46a auf
einer dem Werkzeugfutter 36a abgewandten Seite eine Verzahnung 76a auf. Die Führungskurven
66a, 68a weisen jeweils einen Schlagfreilaufbereich 78a, 80a, einen Schlagaufzugsbereich
82a, 84a und eine Montageaussparung 86a, 88a auf. Bei einer Montage werden die Verbindungsmittel
70a, 72a durch die Montageaussparungen 86a, 88a in die Befestigungsaussparungen 74a
des Schlägers 44a eingebracht. Die Schlagwerkspindel 46a rotiert bei dem Schlagbohrbetrieb
in Schlagrichtung 54a gesehen im Uhrzeigersinn. Die Schlagaufzugsbereiche 82a, 84a
sind spiralförmig ausgebildet. Sie erstrecken sich um 180 Grad um eine Rotationsachse
90a der Schlagwerkspindel 46a. Die Schlagaufzugsbereiche 82a, 84a bewegen die Verbindungsmittel
70a, 72a und damit den Schläger 44a bei dem Schlagbohrbetrieb entgegen der Schlagrichtung
54a. Somit weist das Schlagwerk 22a die Verbindungsmittel 70a, 72a auf, welche in
zumindest einem Betriebszustand eine Bewegung von der Schlagwerkspindel 46a auf den
Schläger 44a übertragen.
[0026] Die Schlagfreilaufbereiche 78a, 80a verbinden je zwei Enden 92a, 94a, 96a, 98a der
Schlagaufzugsbereiche 82a, 84a. Die Schlagfreilaufbereiche 78a, 80a erstrecken sich
um 180 Grad um eine Rotationsachse 90a der Schlagwerkspindel 46a. Die Schlagfreilaufbereiche
78a, 80a weisen je eine Schlagflanke 100a, 102a auf, die, von einem dem Planetengetriebe
28a zugewandten Ende 94a, 96a des Schlagaufzugsbereichs 82a ausgehend, in etwa parallel
zu der Schlagrichtung 54a verläuft. Nachdem die Verbindungsmittel 70a, 72a in die
Schlagfreilaufbereiche 78a, 80a eindringen, beschleunigt die Schlagwerkfeder 48a den
Schläger 44a und die Verbindungsmittel 70a, 72a in Schlagrichtung 54a. Dabei bewegen
sich die Verbindungsmittel 70a, 72a durch die Schlagfreilaufbereiche 78a, 80a, ohne
eine axiale Kraft zu erfahren, bis der Schläger 44a auf die Schlagfläche 42a trifft.
Die Kurvenführungen 62a, 64a sind um 180 Grad um die Rotationsachse 90a versetzt angeordnet.
Die Kurvenführungen 62a, 64a sind in axialer Richtung hintereinander angeordnet.
[0027] Das Planetengetriebe 28a weist die erste Planetengetriebestufe 104a, eine zweite
Planetengetriebestufe 106a, eine dritte Planetengetriebestufe 108a und eine vierte
Planetengetriebestufe 110a auf. Figur 7 zeigt eine Schnittfläche C der ersten Planetengetriebestufe
104a. Die in den Figuren 7, 12, 13 und 15 dargestellten Planetengetriebestufen 104a,
106a, 108a, 110a weisen Zahnräder mit einer, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden
Anzahl von Zähnen auf. Die Zahnräder der Planetengetriebestufen 104a, 106a, 108a,
110a stehen miteinander in Eingriff, was hier teilweise so nicht dargestellt ist.
Die erste Planetengetriebestufe 104a erhöht eine erste Rotationsgeschwindigkeit der
zweiten Planetengetriebestufe 106a zum Antreiben des Schlagwerks 22a. Die zweite Planetengetriebestufe
106a treibt mit dieser ersten Rotationsgeschwindigkeit die Werkzeugspindel 38a an.
Die Verzahnung 76a der Schlagwerkspindel 46a bildet ein Sonnenrad der ersten Planetengetriebestufe
104a. Die Verzahnung 76a kämmt mit Planetenrädern 112a der ersten Planetengetriebestufe
104a, die von einem Planetenträger 114a der ersten Planetengetriebestufe 104a geführt
werden. Ein Hohlrad 116a der ersten Planetengetriebestufe 104a kämmt mit den Planetenrädern
112a der ersten Planetengetriebestufe 104a.
[0028] Die erste Schlagabschaltvorrichtung 24a fixiert bei einem Schlagbohrbetrieb das Hohlrad
116a der ersten Planetengetriebestufe 104a relativ zu dem Handwerkzeuggehäuse 14a
unbeweglich. Die erste Schlagabschaltvorrichtung 24a ist dazu vorgesehen, die Schlägerantriebsvorrichtung
50a bei einer ersten, rechtslaufenden Bohrrotationsrichtung einzuschalten und die
Schlägerantriebsvorrichtung 50a bei einer zweiten, linkslaufenden Bohrrotationsrichtung
selbstständig abzuschalten. Die erste Schlagabschaltvorrichtung 24a wirkt auf das
Hohlrad 116a der ersten Planetengetriebestufe 104a. Die erste Schlagabschaltvorrichtung
24a blockiert das Hohlrad 116a der ersten Planetengetriebestufe 104a bei der ersten,
rechtslaufenden Bohrrotationsrichtung. Die erste Schlagabschaltvorrichtung 24a gibt
das Hohlrad 116a der ersten Planetengetriebestufe 104a bei der zweiten, linkslaufenden
Bohrrotationsrichtung frei, so dass es sich drehen kann. Dazu weist die erste Schlagabschaltvorrichtung
24a drei Klemmmechanismen 122a auf. Die Klemmmechanismen 122a umfassen jeweils ein
Blockiermittel 124a, eine erste Klemmfläche 126a, eine zweite Klemmfläche 128a und
Freilaufflächen 130a. Das Blockiermittel 124a ist als eine Walze ausgebildet. Die
erste Klemmfläche 126a bildet einen außenliegenden Bereich einer Oberfläche des Hohlrads
116a der ersten Planetengetriebestufe 104a. Die zweite Klemmfläche 128a ist relativ
zu dem Handwerkzeuggehäuse 14a unbeweglich angeordnet. Bei einem Betrieb in der ersten,
rechtslaufenden Bohrrotationsrichtung klemmen die Blockiermittel 124a zwischen den
ersten Klemmflächen 126a und der zweiten Klemmfläche 128a. Bei einem Betrieb in der
zweiten, linkslaufenden Bohrrotationsrichtung führen die Freilaufflächen 130a die
Blockiermittel 124a und verhindern ein Verklemmen.
[0029] Des Weiteren zeigt die Figur 7 ein Verbindungsmittel 118a, das die Werkzeugspindel
38a und einen Planetenträger 120a der zweiten Planetengetriebestufe 106a drehfest
verbindet. Das Verbindungsmittel 118a verbindet die Werkzeugspindel 38a und den Planetenträger
120a der zweiten Planetengetriebestufe 106a in diesem Fall axial verschiebbar.
[0030] Ferner zeigen die Figuren 3, 4 und 7 drei erste Übertragungsmittel 132a der zweiten
Schlagabschaltvorrichtung 26a. Die Übertragungsmittel 132a sind als Stäbe ausgebildet.
Figur 8 zeigt eine Schnittfläche D durch ein Steuerelement 134a der Handwerkzeugvorrichtung
12a. Figur 9 zeigt die zweite Schlagabschaltvorrichtung 26a in einer perspektivischen
Schnittdarstellung. Das Steuerelement 134a stützt die Werkzeugführungseinheit 20a
in einem in den Figuren 1, 8 und 9, dargestellten Schraubmodus und in einem Bohrmodus
in einer Richtung entgegen der Schlagrichtung 54a ab. Eine auf die Werkzeugführungseinheit
20a aufgebrachte Kraft wirkt über das Lagermittel 40a, ein zweites Übertragungsmittel
136a der zweiten Schlagabschaltvorrichtung 26a und die ersten Übertragungsmittel 132a
auf Stützflächen 138a des Steuerelements 134a. Das Steuerelement 134a weist drei Aussparungen
140a auf. In einem in der Figur 2 dargestellten Schlagbohrmodus können die ersten
Übertragungsmittel 132a in die Aussparungen 140a eingeschoben werden, wodurch die
Werkzeugführungseinheit 20a axial bewegbar ist.
[0031] Die zweite Schlagabschaltvorrichtung 26a weist eine Schlagabschaltkupplung 142a auf.
Die Schlagabschaltkupplung 142a ist teilweise einstückig mit dem Planetengetriebe
28a ausgebildet. Die Schlagabschaltkupplung 142a ist zwischen der ersten Planetengetriebestufe
104a und der zweiten Planetengetriebestufe 106a angeordnet. Die Schlagabschaltkupplung
142a weist ein erstes Kupplungselement 144a auf, das drehfest mit einem Planetenträger
114a der ersten Planetengetriebestufe 104a verbunden ist. Die Schlagabschaltkupplung
142a weist ein zweites Kupplungselement 146a auf, das drehfest mit einem Planetenträger
120a der zweiten Planetengetriebestufe 106a verbunden ist. In dem dargestellten Schraubmodus
und dem Bohrmodus ist die Schlagabschaltkupplung 142a geöffnet. Bei einem Schlagbohrvorgang
überträgt die Werkzeugspindel 38a eine axiale Kupplungskraft auf die Schlagabschaltkupplung
142a, wenn der Bediener ein Einsatzwerkzeug gegen ein Werkstück drückt. Die Kupplungskraft
schließt die Schlagabschaltkupplung 142a. In der Figur 2 ist die Schlagabschaltkupplung
142a geschlossen dargestellt. Wenn der Bediener das Einsatzwerkzeug von dem Werkstück
absetzt, öffnet eine Schlagschaltfeder 148a der Handwerkzeugvorrichtung 12a die Schlagabschaltkupplung
142a.
[0032] Der Planetenträger 120a der zweiten Planetengetriebestufe 106a ist zweiteilig ausgebildet.
Ein erstes Teil 150a des Planetenträgers 120a der zweiten Planetengetriebestufe 106a
ist drehfest mit der Werkzeugspindel 38a verbunden. Das erste Teil 150a des Planetenträgers
120a ist axial verschiebbar mit der Werkzeugspindel 38a verbunden, wodurch der Planetenträgers
120a auch bei einem Schlag mit der Werkzeugspindel 38a drehgekoppelt bleibt. Somit
ist das erste Teil 150a permanent mit der Werkzeugspindel 38a verbunden. Das erste
Teil 150a des Planetenträgers 120a ist gegen die Schlagschaltfeder 148a axial verschiebbar
gelagert. Ein zweites Teil 152a des Planetenträgers 120a der zweiten Planetengetriebestufe
106a ist drehfest mit dem ersten Teil 150a des Planetenträgers 120a verbunden. Das
erste Teil 150a und das zweite Teil 152a des Planetenträgers 120a sind zueinander
axial verschiebbar verbunden. Das erste Teil 150a und das zweite Teil 152a des Planetenträgers
120a sind permanent drehfest verbunden.
[0033] Figur 10 zeigt eine Schnittfläche einer Spindelblockiervorrichtung 154a der Handwerkzeugvorrichtung
12a. Die Spindelblockiervorrichtung 154a ist dazu vorgesehen, die Werkzeugspindel
38a drehfest mit dem Handwerkzeuggehäuse 14a zu verbinden, wenn ein Werkzeugdrehmoment
auf das Werkzeugfutter 36a aufgebracht wird, beispielsweise bei einem Einspannen eines
Einsatzwerkzeugs in das Werkzeugfutter 36a. Die Spindelblockiervorrichtung 154a ist
teilweise einstückig mit dem Planetenträger 120a der zweiten Planetengetriebestufe
106a ausgebildet. Die Spindelblockiervorrichtung 154a weist Blockiermittel 156a, erste
Klemmflächen 158a, eine zweite Klemmfläche 160a und Freilaufflächen 162a auf. Die
Blockiermittel 156a sind walzenförmig ausgebildet. Die ersten Klemmflächen 158a sind
als Bereiche einer Oberfläche des ersten Teils 150a des Planetenträgers 120a der zweiten
Planetengetriebestufe 106a ausgebildet. Die ersten Klemmflächen 158a sind eben ausgebildet.
Die zweite Klemmfläche 160a ist als eine Innenseite eines Klemmrings 164a der Spindelblockiervorrichtung
154a ausgebildet. Der Klemmring 164a ist drehfest mit dem Handwerkzeuggehäuse 14a
verbunden. Die Freilaufflächen 162a sind als Bereiche einer Oberfläche des zweiten
Teils 152a des Planetenträgers 120a der zweiten Planetengetriebestufe 106a ausgebildet.
Wenn ein Werkzeugdrehmoment auf das Werkzeugfutter 36a aufgebracht wird, klemmen die
Blockiermittel 156a zwischen den ersten Klemmflächen 158a und der zweiten Klemmfläche
160a. Wenn die Antriebseinheit 30a antreibt, führen die Freilaufflächen 162a die Blockiermittel
156a auf einer Kreisbahn und verhindern ein Klemmen. Das erste Teil 150a und das zweite
Teil 152a des Planetenträgers 120a sind mit Spiel miteinander verzahnt.
[0034] Die Figuren 1, 2, 9 und 10 zeigen die Drehmomentbegrenzungseinheit 34a. Die Drehmomentbegrenzungseinheit
34a ist dazu vorgesehen, in einem Schraubmodus ein von dem Werkzeugfutter 36a maximal
abgegebenes Werkzeugdrehmoment zu begrenzen. Die Drehmomentbegrenzungseinheit 34a
umfasst ein Bedienelement 166a, ein Verstellelement 168a, Begrenzungsfedern 170a,
nicht näher dargestellte Übertragungsmittel, erste Anschlagsflächen 172a, eine zweite
Anschlagsfläche 174a und Begrenzungsmittel 176a. Das Bedienelement 166a ist ringförmig
ausgebildet. Es schließt sich in Richtung des Planetengetriebes 28a an das Werkzeugfutter
36a an. Das Bedienelement 166a weist ein Einstellgewinde 178a auf, das mit einem Einstellgewinde
180a der Verstellelement 168a gekoppelt ist. Das Verstellelement 168a ist drehfest
und axial verschiebbar gelagert. Eine Drehung des Bedienelements 166a verschiebt das
Verstellelement 168a in axialer Richtung. Die Begrenzungsfedern 170a sind auf einer
Seite an dem Verstellelement 168a abgestützt. Die Begrenzungsfedern 170a sind auf
einer anderen Seite über die Übertragungsmittel an einem Anschlagsmittel 182a der
Drehmomentbegrenzungseinheit 34a abgestützt. Eine Oberfläche des Anschlagsmittels
182a weist die erste Anschlagsflächen 172a auf. Das Anschlagsmittel 182a ist in dem
Schraubmodus in axialer Richtung gegen die Begrenzungsfedern 170a bewegbar gelagert.
Die zweite Anschlagsfläche 174a ist als ein Bereich einer Oberfläche eines Hohlrads
184a der zweite Planetengetriebestufe 106a ausgebildet. Die zweite Anschlagsfläche
174a weist muldenförmige Vertiefungen 186a auf. Die Begrenzungsmittel 176a sind kugelförmig
ausgebildet. Die Begrenzungsmittel 176a sind in röhrenförmigen Aussparungen 188a in
Schlagrichtung 54a verschiebbar gelagert. Figur 11 zeigt eine Schnittfläche F der
Drehmomentbegrenzungseinheit 34a. Bei einem Schraubvorgang sind die Begrenzungsmittel
176a in den muldenförmigen Vertiefungen 186a angeordnet. Die Begrenzungsmittel 176a
befestigen dabei das Hohlrad 184a der zweiten Planetengetriebestufe 106a drehfest.
Bei Erreichen des eingestellten maximalen Werkzeugdrehmoments drücken die Begrenzungsmittel
176a das Anschlagsmittel 182a gegen die Begrenzungsfedern 170a weg. Dann springen
die Begrenzungsmittel 176a jeweils in eine nächste der muldenförmigen Vertiefungen
186a. Dabei dreht sich das Hohlrad 184a der zweiten Planetengetriebestufe 106a, wodurch
der Schraubvorgang unterbrochen wird.
[0035] Das Steuerelement 134a der Handwerkzeugvorrichtung 12a weist Abstützmittel 190a auf,
die zumindest bei einem Bohrbetrieb eine axiale Bewegung des Anschlagsmittel 182a
verhindern. Dazu stützen die Abstützmittel 190a das Anschlagsmittel 182a in axialer
Richtung ab. Das Anschlagsmittel 182a weist Schraubaussparungen 192a auf, in die die
Anschlagsmittel 182a bei einem insbesondere in der Figur 9 dargestellten Schraubbetrieb
bei Erreichen des maximalen Werkzeugdrehmoments eintauchen. Die Abstützmittel 190a
sind bei einer Schraubstellung des Steuerelements 134a dementsprechend angeordnet.
Bei einem Schlagbohrbetrieb verhindern die Abstützmittel 190a ebenfalls eine axiale
Bewegung des Anschlagsmittel 182a und damit ein Ansprechen der Drehmomentbegrenzungseinheit
34a. Alternativ könnten Anschlagsmittel bei einem Schlagbohrbetrieb ebenfalls so angeordnet
sein, dass sie in Schraubaussparungen eintauchen können. Somit wäre eine Drehmomentbegrenzungseinheit
im Schlagbohrbetrieb aktiv.
[0036] Figur 12 zeigt eine Schnittfläche G der zweite Planetengetriebestufe 106a. Das Hohlrad
184a der zweiten Planetengetriebestufe 106a ist zumindest bei einem Bohrbetrieb gegen
eine vollständige Drehung gesichert in dem Handwerkzeuggehäuse 14a gelagert. Planetenräder
194a der zweiten Planetengetriebestufe 106a kämmen mit dem Hohlrad 184a und einem
Sonnenrad 196a der zweiten Planetengetriebestufe 106a.
[0037] Figur 13 zeigt eine Schnittfläche H der dritten Planetengetriebestufe 108a. Das Sonnenrad
196a der zweite Planetengetriebestufe 106a ist drehfest mit einem Planetenträger 198a
der dritten Planetengetriebestufe 108a verbunden. Planetenräder 200a der dritten Planetengetriebestufe
108a kämmen mit einem Sonnenrad 202a und einem Hohlrad 204a der dritten Planetengetriebestufe
108a. Das Hohlrad 204a der dritten Planetengetriebestufe 108a weist eine Verzahnung
206a auf, die das Hohlrad 204a der dritten Planetengetriebestufe 108a in einer ersten
Übersetzung drehfest mit dem Handwerkzeuggehäuse 14a verbindet.
[0038] Figur 14 zeigt eine Schnittfläche I der dritten Planetengetriebestufe 108a. Das Sonnenrad
202a der dritten Planetengetriebestufe 108a ist drehfest mit einem Planetenträger
208a der vierten Planetengetriebestufe 110a verbunden. Planetenräder 210a der vierten
Planetengetriebestufe 110a kämmen mit einem Sonnenrad 212a und einem Hohlrad 214a
der vierten Planetengetriebestufe 110a. Das Hohlrad 214a ist drehfest mit dem Handwerkzeuggehäuse
14a verbunden. Das Sonnenrad 212a der vierten Planetengetriebestufe 110a ist drehfest
mit einem Rotor 216a der Antriebseinheit 30a verbunden.
[0039] Das Hohlrad 204a der dritten Planetengetriebestufe 108a ist wie in Figur 2 gezeigt
in axialer Richtung verschiebbar gelagert. In der ersten Übersetzung ist das Hohlrad
204a der dritten Planetengetriebestufe 108a drehfest mit dem Handwerkzeuggehäuse 14a
verbunden. In der zweiten Übersetzung ist das Hohlrad 204a der dritten Planetengetriebestufe
108a drehfest mit dem Planententräger 208a der vierten Planetengetriebestufe 110a
verbunden und relativ zu dem Handwerkzeuggehäuse 14a drehbar gelagert. Somit ergibt
sich ein Untersetzungsverhältnis der ersten Übersetzung zwischen dem Rotor 216a der
Antriebseinheit 30a und dem Planetenträger 198a der dritten Planetengetriebestufe
108a, das größer ist als ein Untersetzungsverhältnis der zweiten Übersetzung.
[0040] Die Bedienvorrichtung 32a weist ein erstes Bedienelement 218a und ein zweites Bedienelement
220a auf. Das erste Bedienelement 218a ist auf einer dem Handgriff 18a abgewandten
Seite des Handwerkzeuggehäuses 14a angeordnet. Es ist parallel zur axialen Richtung
des Planetengetriebes 28a bewegbar gelagert. Das erstes Bedienelement 218a ist über
ein Verstellmittel 222a der Bedienvorrichtung 32a in axialer Richtung mit dem Hohlrad
204a der dritten Planetengetriebestufe 108a verbunden. Das Hohlrad 204a der dritten
Planetengetriebestufe 108a weist eine Nut 224a auf, in die das Verstellmittel 222a
eingreift. Somit ist das Hohlrad 204a der dritten Planetengetriebestufe 108a mit dem
Verstellmittel 222a, relativ zu dem Verstellmittel 222a axial drehbar, in axialer
Richtung verbunden. Das Verstellmittel 222a ist federnd ausgebildet, wodurch die Übersetzung
von einer Drehstellung des Hohlrads 204a der dritten Planetengetriebestufe 108a unabhängig
verstellt werden kann. Wenn das erste Bedienelement 218a in Richtung des Werkzeugfutters
36a geschoben ist, ist die erste Übersetzung eingestellt. Wenn das zweite Bedienelement
220a von dem Werkzeugfutter 36a weggeschoben ist, ist die zweite Übersetzung eingestellt.
[0041] Das zweite Bedienelement 220a ist auf einer dem Handgriff 18a abgewandten Seite des
Handwerkzeuggehäuses 14a angeordnet. Das zweite Bedienelement 220a ist um eine Achse
verschiebbar angeordnet, die parallel zu der axialen Richtung des Planetengetriebes
28a ausgerichtet ist. Das zweite Bedienelement 220a ist drehfest mit dem Steuerelement
134a der Handwerkzeugvorrichtung 12a verbunden. Mittels des zweiten Bedienelements
220a sind der Schraubmodus, der Bohrmodus und der Schlagbohrmodus einstellbar. Wenn
das zweite Bedienelement 220a in Schlagrichtung 54a gesehen nach links geschoben ist,
ist der Schlagbohrmodus eingestellt. Wenn das zweite Bedienelement 220a in Schlagrichtung
54a gesehen nach rechts geschoben ist, ist der Schraubmodus eingestellt. Wenn das
zweite Bedienelement 220a in Schlagrichtung 54a gesehen mittig angeordnet ist, ist
der Bohrmodus eingestellt.
[0042] Figur 15 zeigt schematisch eine Schutzvorrichtung 226a der Handwerkzeugvorrichtung
12a, die in dem Schlagbohrmodus einen Betrieb in der ersten Übersetzung verhindert.
In Figur 15 sind die erste Übersetzung und der Bohrmodus eingestellt. Die Schutzvorrichtung
226a ist teilweise einstückig mit der Bedienvorrichtung 32a ausgebildet. An das erste
Bedienelement 218a ist ein erstes Sperrmittel 228a der Schutzvorrichtung 226a angeformt.
An das zweite Bedienelement 220a ist ein zweites Sperrmittel 230a der Schutzvorrichtung
226a angeformt. Die Sperrmittel 228a sind jeweils zungenförmig ausgebildet. Das erste
Sperrmittel 228a erstreckt sich in Richtung des zweiten Bedienelements 220a. Das zweite
Sperrmittel 230a erstreckt sich in Richtung des ersten Bedienelements 218a. Die Schutzvorrichtung
226a verhindert ein Umschalten in den Schlagbohrmodus, wenn die erste Übersetzung
eingestellt ist. Die Schutzvorrichtung 226a verhindert ein Umschalten in die erste
Übersetzung, wenn der Schlagbohrmodus eingestellt ist.
[0043] Die Antriebseinheit 30a ist als ein Elektromotor ausgebildet. Die Antriebseinheit
30a weist ein maximales Drehmoment auf, das ein maximales Werkzeugdrehmoment in der
ersten Übersetzung von mehr als 15 Nm und in der zweiten Übersetzung von weniger als
15 m verursacht. Das maximale Werkzeugdrehmoment in der ersten Übersetzung beträgt
30 Nm. Das maximale Werkzeugdrehmoment in der zweiten Übersetzung beträgt 10 Nm. Das
Werkzeugdrehmoment ist dabei nach der Norm DIN EN 60745 zu bestimmen.
[0044] Die Schlagschaltfeder 148a der Handwerkzeugvorrichtung 12a öffnet bei einem Schlagbohrbetrieb
die Schlagabschaltkupplung 142a, wenn der Bediener das Einsatzwerkzeug von dem Werkstück
absetzt. Die Schlagschaltfeder 148a ist koaxial zu den Planetengetriebestufen 104a,
106a, 108a, 110a des Planetengetriebes 28a angeordnet. Die zweite Planetengetriebestufe
106a und die dritte Planetengetriebestufe 108a umschließen die Schlagschaltfeder 148a
jeweils auf zumindest einer Ebene, die senkrecht zu der axialen Richtung des Planetengetriebes
28a ausgerichtet ist. Die zweite Planetengetriebestufe 106a und die dritte Planetengetriebestufe
108a sind jeweils wirkungsmäßig zwischen zumindest zwei weiteren Planetengetriebestufen
104a, 106a, 108a, 110a des Planetengetriebes 28a angeordnet. Der Planetenträger 120a
der zweiten Planetengetriebestufe 106a stützt die Schlagschaltfeder 148a auf einer
dem Werkzeugfutter 36a abgewandten Seite ab.
[0045] In den Figuren 16 bis 19 sind weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Die nachfolgenden Beschreibungen und die Zeichnungen beschränken sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen, wobei bezüglich gleich bezeichneter
Bauteile, insbesondere in Bezug auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, grundsätzlich
auch auf die Zeichnungen und/oder die Beschreibung der anderen Ausführungsbeispiele,
insbesondere der Figuren 1 bis 15, verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung der Ausführungsbeispiele
ist der Buchstabe a den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels in den Figuren 1 bis
15 nachgestellt. In den Ausführungsbeispielen der Figuren 16 bis 19 ist der Buchstabe
a durch die Buchstaben b bis e ersetzt.
[0046] In der Figur 16 ist ein weiteres, alternatives Ausführungsbeispiel einer ersten Schlagabschaltvorrichtung
24b schematisch dargestellt. Ein Planetenträger 114b einer ersten Planetengetriebestufe
104b ist zweiteilig ausgebildet. Ein erstes Teil 232b des Planetenträgers 114b führt
Planetenräder 112b der ersten Planetengetriebestufe 104b. Ein zweites Teil 234b des
Planetenträger 114b ist mit einer zweiten Planetengetriebestufe 106b drehgekoppelt.
Eine erste Schlagabschaltvorrichtung 24b eines Schlagwerks 22b weist einen, dem Fachmann
als sinnvoll erscheinenden Freilauf 236b auf, der das erste Teil 232b und das zweite
Teil 234b des Planetenträgers 114b bei einer rechtslaufenden Bohrrotationsrichtung
drehfest verbindet und bei einer linkslaufenden Bohrrotationsrichtung trennt. Ein
Hohlrad 116b der ersten Planetengetriebestufe 104b ist dauerhaft drehfest mit einem
Handwerkzeuggehäuse verbunden.
[0047] In der Figur 17 ist ein nächstes Ausführungsbeispiel einer ersten Schlagabschaltvorrichtung
24c schematisch dargestellt. Eine Schlagwerkspindel 46c eines Schlagwerks 22c ist
zweiteilig ausgebildet. Ein erstes Teil 238c der Schlagwerkspindel 46c ist mit einer
Schlägerantriebsvorrichtung verbunden. Ein zweites Teil 240c der Schlagwerkspindel
46c ist mit einer zweiten Planetengetriebestufe 106c verbunden. Die erste Schlagabschaltvorrichtung
24c weist einen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Freilauf 242c auf, der das
erste Teil 238b und das zweite Teil 240c der Schlagwerkspindel 46c bei einer rechtslaufenden
Bohrrotationsrichtung drehfest verbindet und bei einer linkslaufenden Bohrrotationsrichtung
trennt. Ein Hohlrad 116c der ersten Planetengetriebestufe 104c ist dauerhaft drehfest
mit einem Handwerkzeuggehäuse verbunden.
[0048] In der Figur 18 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schlagschaltfeder 148d
dargestellt. Eine zweite Planetengetriebestufe 106d stützt die Schlagschaltfeder 148d
auf einer einem Werkzeugfutter zugewandten Seite ab. Eine Antriebseinheit 30d stützt
die Schlagschaltfeder 148d auf einer einem Werkzeugfutter abgewandten Seite ab. Die
zweite Planetengetriebestufe 106d, eine dritte Planetengetriebestufe 108d und eine
vierte Planetengetriebestufe 110d umschließen die Schlagschaltfeder 148d jeweils auf
zumindest einer Ebene, die senkrecht zu einer axialen Richtung der Planetengetriebestufen
106d, 108d, 110d ausgerichtet ist. Die Antriebseinheit 30d ist drehfest mit einem
Teil der Planetengetriebestufe 110d verbunden.
[0049] Figur 19 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel der Bedienvorrichtung 32e und
einer Schutzvorrichtung 226e. Die Bedienvorrichtung 32e weist ein erstes Bedienelement
218e und ein zweites Bedienelement 220e auf. Die Bedienelemente 218e, 220e sind um
Drehachsen 244e, 246e schwenkbar gelagert. Die Bedienelemente 218e, 220e weisen eine
scheibenförmige Grundform auf. Das erste Bedienelement 218e ist, nicht näher dargestellt,
über einen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Mechanismus mit einem Planetengetriebe
verbunden. Mittels des ersten Bedienelements 218e sind eine erste Übersetzung und
eine zweite Übersetzung einstellbar. Das zweite Bedienelement 220e ist, nicht näher
dargestellt, über einen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Mechanismus mit einem
Steuerelement verbunden. Mittels des zweiten Bedienelements 220e sind ein Schraubmodus,
ein Bohrmodus und ein Schlagbohrmodus einstellbar. Des Weiteren könnte ein Meißelmodus
einstellbar sein.
[0050] Die Schutzvorrichtung 226e weist einen von dem ersten Bedienelement 218e begrenzten
Freilaufbereich 248e auf. Die Schutzvorrichtung 226e weist einen von dem zweiten Bedienelement
220e begrenzten Freilaufbereich 250e auf. Der Freilaufbereich 248e des ersten Bedienelements
218e ermöglicht ein Einstellen des Schraubmodus, des Bohrmodus und des Schlagbohrmodus,
wenn eine zweite Übersetzung eingestellt ist. Der Freilaufbereich 250e des zweiten
Bedienelement 220e ermöglicht ein Einstellen des Schraubmodus und des Bohrmodus, wenn
eine erste Übersetzung eingestellt ist. In dem Schlagbohrmodus verhindert die Schutzvorrichtung
226e ein Einstellen der ersten Übersetzung. Bei eingestellter erster Übersetzung verhindert
die Schutzvorrichtung 226e ein Einstellen des Schlagbohrmodus.
1. Handwerkzeugvorrichtung mit einem Schlagwerk (22a; 22b; 22c), das zumindest einen
Schläger (44a) und eine Kurvenführung (62a, 64a) aufweist, die zumindest bei einem
Schlagbohrbetrieb den Schläger (44a) antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass der Schläger (44a) zumindest einen Teil der Kurvenführung (62a, 64a) aufweist.
2. Handwerkzeugvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenführung (62a, 64a) einen Schlagfreilaufbereich (78a, 80a) aufweist.
3. Handwerkzeugvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenführung (62a, 64a) einen Schlagaufzugsbereich (82a, 84a) aufweist.
4. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenführung (62a, 64a) eine Montageaussparung (86a, 88a) aufweist.
5. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (22a; 22b; 22c) eine Schlagwerkspindel (46a; 46c) umfasst, die zumindest
einen Teil der Kurvenführung (62a, 64a) aufweist.
6. Handwerkzeugvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagwerkspindel (46a; 46c) eine Führungskurve (66a, 68a) der Kurvenführung
(62a, 64a) aufweist.
7. Handwerkzeugvorrichtung zumindest nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schläger (44a) die Schlagwerkspindel (46a; 46c) auf wenigstens einer Ebene zumindest
im Wesentlichen umschließt.
8. Handwerkzeugvorrichtung zumindest nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagwerkspindel (46a; 46c) als eine Hohlwelle ausgebildet ist.
9. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (22a; 22b; 22c) ein Verbindungsmittel (70a, 72a) aufweist, das in
zumindest einem Betriebszustand eine Bewegung auf den Schläger (44a) überträgt.
10. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Werkzeugspindel (38a), die der Schläger (44a) auf zumindest einer Ebene zumindest
im Wesentlichen umschließt.
11. Handwerkzeugvorrichtung zumindest nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugspindel (38a) zumindest im Wesentlichen koaxial zur Schlagwerkspindel
(46a; 46c) angeordnet ist.
12. Handwerkzeugvorrichtung zumindest nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagwerkspindel (46a; 46c) die Werkzeugspindel (38a) auf einer Ebene um 360
Grad umschließt.
13. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (22a; 22b; 22c) eine Schlägerführung (52a) aufweist, die den Schläger
(44a) drehfest lagert.
14. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Handwerkzeuggehäuse (14a), wobei das Schlagwerk (22a; 22b; 22c) eine Schlagwerkfeder
(48a) aufweist, die an dem Schläger (44a) und an dem Handwerkzeuggehäuse (14a) abgestützt
ist.
15. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (22a; 22b; 22c) die erste Kurvenführung (62a) und eine zweite Kurvenführung
(64a) aufweist.
16. Handwerkzeugvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlagwerkspindel (46a) eine Verzahnung (76a) aufweist, welche ein Sonnenrad
einer Planetengetriebestufe (104a) bildet, wobei die Planetengetriebestufe (104a)
eine Rotationsgeschwindigkeit zum Antreiben des Schlagwerks (22a; 22b; 22c) erhöht.
17. Handwerkzeug mit einer Handwerkzeugvorrichtung (12a) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.