[0001] Die Erfindung betrifft ein Tor mit einem Torblatt, das zwischen einer Schließstellung,
in der es eine Wandöffnung verschließt und in einer etwa vertikalen Schließebene angeordnet
ist, und einer Öffnungsstellung, in der es die Wandöffnung zumindest teilweise freigibt,
bewegbar ist, wobei das Torblatt einen in der Schließstellung unteren Bodenbereich
geringerer Breite in einer horizontalen Richtung in der Torblattebene und einen in
der Schließstellung oberen Verschlussbereich größerer Breite in einer horizontalen
Richtung in der Torblattebene aufweist.
[0002] Derartige, auch als Rampentore bezeichnete Tore werden zum Verschließen von im Bereich
von Laderampen von Lagerhallen, Logistikzentren und dergleichen angeordneten Wandöffnungen
benutzt. Derartige Laderampen sind so angeordnet, dass ein LKW zum Be- und/oder Entladen
rückwärts daran anfahren kann. Zum Be- und/oder Entladen wird üblicherweise eine Ladebrücke
eingesetzt, die einen Zwischenraum zwischen der Ladefläche des LKW und einem Ladeboden
des Gebäudes überbrückt und ggf. einen Niveauunterschied zwischen Ladeboden und Ladefläche
ausgleicht. Die Ladebrücke ist üblicherweise in den Ladeboden des Gebäudes eingelassen
und wird nach Anfahren des LKW so positioniert, dass sie die gewünschte Überbrückung
und den ggf. erforderlichen Niveauausgleich bewirkt.
[0003] Neben der Ladebrücke sind in vielen Fällen sogenannte Anfahrpuffer an der die Be-
und/oder Entladeöffnung bildenden Wandöffnung angebracht, mit denen Beschädigungen
der Wand und/oder des LKWs beim Anfahren an die Be-und/oder Entladeöffnung vermieden
werden können. Dabei ist die Ladebrücke üblicherweise zwischen den Anfahrpuffern angebracht.
Auch die Ladebrücke bzw. die Einrichtungen zum Verlagern der Ladebrücke in die gewünschte
Ladestellung sollen in vielen Fällen vor Witterungseinflüssen geschützt werden. Zu
diesem Zweck werden Tore der eingangs beschriebenen Art genutzt, mit deren Verschlussbereich
die zum Be- und Entladen verwendete Gebäudeöffnung abgedeckt wird, während mit dem
Bodenbereich in der Schließstellung die Laderampe bzw. deren Stellglieder, bei denen
es sich um mechanische, elektrische, hydraulische und/oder pneumatische Stellglieder
handeln kann, abgedeckt wird. So wird einerseits ein zufriedenstellender Schutz der
Ladebrücke, andererseits ein zufriedenstellender Anfahrschutz ohne Beeinträchtigung
der bestehenden Ladeöffnung der Wand und schließlich auch ein vollständiger Verschluss
der Ladeöffnung ermöglicht.
[0004] Der Verschlussbereich des Torblatts wird in vielen Fällen als sogenanntes Sektionaltorblatt
ausgeführt, das eine Anzahl von bezüglich senkrecht zur Torblattbewegungsrichtung
verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torblattelementen aufweist,
wobei die Torblattbewegung mit Hilfe von an den einzelnen Torblattelementen angebrachten
Führungsrollen geführt wird, welche im Bereich der seitlichen Ränder der Wandöffnung
angeordneten Rollenschienen geführt sind. Diese Führungsmöglichkeit steht im Bereich
des Bodenbereichs nicht zur Verfügung. Zur Führung des Bodenbereichs bei Erreichen
der Schließstellung des Torblatts werden in vielen Fällen in der den Bodenbereich
aufnehmenden Laibung der Wandöffnung vorgesehene vertikale Führungsschächte benutzt,
in die die seitlichen Ränder des Bodenbereichs bei Erreichen der Schließstellung einfahren.
[0005] Der Übergang zwischen der Wandöffnung und dem Torblatt in der Schließstellung kann
im Bereich der seitlichen Ränder des Torblatts mit Dichtungsanordnungen abgedichtet
werden, wie sie beispielsweise in der
EP 2136025 beschrieben sind. Zusätzlich kann eine Abdichtung am unteren Rand des Bodenbereichs
und/oder an einem parallel dazu verlaufenden unteren Rand des Verschlussbereichs,
der regelmäßig oberhalb des unteren Rands des Bodenbereichs angeordnet ist, mit Hilfe
geeigneter Bodendichtungen vorgesehen sein.
[0006] Beim Betrieb herkömmlicher Rampentore der vorstehend beschriebenen Art hat es sich
jedoch gezeigt, dass die thermische Trennung zwischen Außenraum und Innenraum mit
Hilfe der bekannten Tore unbefriedigend ist.
[0007] Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
Rampentore bereitzustellen, mit denen Wärmeverluste aus einem mit entsprechenden Toren
verschlossenen Raum zufriedenstellend entgegengewirkt werden kann. Diese Aufgabe wird
durch eine Weiterbildung der bekannten Tore gelöst, die im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet
ist, dass eine Dichtungsanordnung zum Abdichten des Übergangs zwischen mindestens
einem seitlichen Rand des Bodenbereichs und der die Wandöffnung aufweisenden Wand
in der Schließstellung des Torblatts vorgesehen ist.
[0008] Die Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, dass die beobachteten Wärmeverluste
maßgeblich in dem zum Schutz der Ladebrücken vorgesehenen Bodenbereich auftreten.
In diesem Bereich erfolgt die Führung der Torblattbewegung bei Erreichen der Schließstellung
ausschließlich mit Hilfe der in der Laibung der Wandöffnung vorgesehenen Schächte.
Diese Schächte müssen allerdings mit großen Toleranzen ausgeführt werden, damit die
seitlichen Ränder des Bodenbereichs zuverlässig darin eingeführt werden können. Das
bedingt große Wärmeverluste zwischen Innenraum und Außenraum.
[0009] Durch die erfindungsgemäße Weiterbildung der bekannten Tore werden diese Wärmeverluste
reduziert. Dabei wurde erkannt, dass die Dichtungen im Bereich der die seitlichen
Ränder des Bodenbereichs aufnehmenden Schächte angeordnet werden können, ohne dadurch
das sichere Einführen der seitlichen Ränder des Bodenbereichs in diese Schächte zu
beeinträchtigen. Die Dichtungen können beispielsweise mit einer ausreichenden Nachgiebigkeit
ausgeführt sein. Wenn die Dichtungsanordnung beispielsweise ein einerseits bezüglich
der Wand festlegbares und andererseits in der Schließstellung an eine äußere Begrenzungsfläche
des Bodenbereichs anlegbares Dichtungselement aufweist, kann das Dichtungselement
so ausgeführt werden, dass bei Auftreffen der äußeren Begrenzungsfläche des Bodenbereichs
darauf eine notwendige Nachgiebigkeit auch bei ungenauer Einführung des Bodenbereichs
in den Schacht erreichbar ist.
[0010] Bei der gerade beschriebenen Ausführungsform der Erfindung, wie auch bei allen andren
Ausführungsformen der Erfindung, kann die Breite des Bodenbereichs 95 % oder weniger,
insbesondere 90 % oder weniger der Breite des Verschlussbereichs aufweisen. Die Höhe
des Bodenbereichs kann 5 % oder mehr, insbesondere 10 % oder mehr der Höhe des Verschlussbereichs
betragen.
[0011] Im Rahmen der Erfindung hat es sich als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn eine
bezüglich der Wand festgelegte Führungsanordnung vorgesehen ist, mit der eine äußere
Begrenzungsfläche des Bodenbereichs im Verlauf einer Schließbewegung des Torblatts
gegen das Dichtungselement gedrängt wird. Diese Ausführungsform der Erfindung ermöglicht
eine Anordnung des Dichtungselements, welche lediglich in der Schließstellung wirksam
wird und so genügend Raum für die Einführung der seitlichen Ränder des Bodenbereichs
in die ggf. vorgesehenen Schächte im Bereich der Laibung der Wandöffnung ermöglicht.
[0012] Darüber hinaus kann so eine schleifende Anlage der äußeren Begrenzungsfläche des
Bodenbereichs an dem Dichtungselement verhindert werden, wenn diese äußere Begrenzungsfläche
des Bodenbereichs mit Hilfe der Führungsfläche im Verlauf der Schließbewegung langsam
an das Dichtungselement angenähert wird und erst bei Erreichen der Schließstellung
in Anlage an das Dichtungselement gelangt.
[0013] Im Zusammenhang mit einem verschleißarmen Betrieb erfindungsgemäßer Tore hat es sich
als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn die Führungsanordnung eine im Verlauf der
Schließbewegung in Anlage an eine innere Begrenzungsfläche und/oder einen unteren
Rand des Bodenbereichs gelangende Führungsfläche aufweist, die vorzugsweise einen
spitzen Winkel von mehr als 0.1° mit einer Vertikalebene einschließt. Durch die geneigte
Anordnung der Führungsfläche kann die Schließbewegung des Bodenbereichs des Torblatts
so geführt werden, dass sie allmählich an das Dichtungselement angenähert wird, ohne
dass es zu einer schleifenden Anlage kommt.
[0014] Mit Blick auf die Toleranzen bei der Montage erfindungsgemäßer Tore und die unterschiedlichen
Einbausituationen hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn eine Einstelleinrichtung
zum Einstellen der Neigung der ggf. zumindest teilweise in einem etwa vertikalen Schacht
der Laibung aufgenommenen Führungsfläche vorgesehen ist, mit der nach Montage des
Tors eine solche Einstellung der Neigung der Führungsfläche erfolgen kann, dass einerseits
eine schleifende Anlage am Führungselement vermieden wird, und andererseits die Einführung
des unteren Rands des Bodenbereichs in einen ggf. vorhandenen Führungsschacht nicht
behindert wird.
[0015] Die Einstelleinrichtung erfindungsgemäßer Tore kann ein einerseits bezüglich der
Wand und andererseits bezüglich der Führungsfläche festlegbares, insbesondere zwischen
der Wand und der Führungsfläche angeordnetes Stellglied aufweisen, das bezüglich der
Führungsfläche in einer etwa senkrecht zur Schließebene verlaufenden Richtung verlagerbar
ist. Dieses Stellglied ist vorzugsweise in der unteren Hälfte der Führungsfläche angeordnet.
Zur Sicherung der Einstellung können zwei, drei oder mehr übereinander angeordnete
Stellglieder vorgesehen sein.
[0016] Zur Anbringung der Führungsfläche, des Stellglieds und/oder der Dichtungsanordnung
kann ein erfindungsgemäßes Tor einen bezüglich der Wand festlegbaren und vorzugsweise
in einer etwa senkrecht zur Schließebene verlaufenden Vertikalebene angeordneten Befestigungsschenkel
zum Befestigen eines die Führungsfläche bildenden Führungselements aufweisen.
[0017] Das Führungselement kann ggf. zusammen mit dem Befestigungsschenkel in einen zur
Aufnahme der seitlichen Ränder des Bodenbereichs in der Schließstellung dienenden
Schachts eingesetzt werden. Zur Festlegung des Führungselements an dem Befestigungsschenkel
kann das Führungselement so ausgeführt sein, dass die Führungsfläche senkrecht zum
Befestigungsschenkel verläuft und vorzugsweise einen etwa parallel zum Befestigungsschenkel
verlaufenden Fixierschenkel aufweist. Demnach ist das Führungselement der beschriebenen
Ausführungsform der Erfindung als Winkelprofil ausgeführt. Das Führungselement und/oder
der Befestigungsschenkel können zumindest teilweise aus Stahl, Kunststoff oder Aluminium
ausgeführt sein.
[0018] Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform der Erfindung kann das Stellglied eine
zumindest teilweise zwischen Fixierschenkel und Befestigungsschenkel angeordnete Stellgliedplatte
aufweisen. Die Stellgliedplatte kann beispielsweise ein von einem Fixierbolzen durchsetztes
und sich etwa in horizontaler Richtung erstreckendes Langloch umfassen, welches eine
Verlagerung der Stellgliedplatte bezüglich der Führungsfläche in einer horizontalen
Richtung ermöglicht.
[0019] Wie vorstehend bereits angesprochen, kann der Befestigungsschenkel auch zum Festlegen
des Dichtungselements ausgelegt sein. Dazu ist im Rahmen der Erfindung daran gedacht,
einen vorzugsweise etwa parallel zur Schließebene verlaufenden Halter zum Halten des
Dichtungselements vorzusehen, wobei ein seitlicher Rand des Bodenbereichs in der Schließstellung
vorzugsweise zwischen dem Halter und der Führungsfläche der Führungsanordnung angeordnet
ist, wobei der Halter zweckmäßigerweise an dem Befestigungsschenkel festgelegt ist
und das Dichtungselement bezüglich einer der Führungsfläche gegenüberliegenden Begrenzungsfläche
des Halters befestigt ist, so dass ein seitlicher Rand des Bodenbereichs in der Schließstellung
zwischen der Führungsfläche und dem Dichtungselement zu liegen kommt.
[0020] Im Rahmen der Erfindung hat es sich im Sinne der Bereitstellung einer einfach montierbaren
Baugruppe als besonders zweckmäßig erwiesen, wenn das Führungselement, der Befestigungsschenkel
und der Halter eine Führungsschiene bilden, die insgesamt zumindest teilweise in einen
vertikalen Schacht der den Bodenbereich des Torblatts in der Schließstellung aufnehmenden
Laibung der Wandöffnung aufgenommen ist. Zur Sicherstellung einer störungsfreien Schließbewegung
bei gleichzeitiger Gewährleistung eines ausreichenden Witterungsschutzes hat es sich
als zweckmäßig erwiesen, wenn ein auf den oberen Rand der Führungsschiene aufsetzbares
Zentrierelement vorgesehen ist, in das der untere Rand des Bodenbereichs einführbar
ist und das vorzugsweise einen den in der Führungsschiene aufgenommenen Bodenbereich
umlaufenden Außenbereich des Schachts abdeckt.
[0021] Im Sinne einer Erhöhung der Verschleißfestigkeit erfindungsgemäßer Tore hat es sich
als zweckmäßig erwiesen, wenn ein am unteren Rand des Bodenbereichs festgelegtes Gleitelement,
das im Verlauf der Schließbewegung in Anlage an die Führungsfläche gelangt, vorgesehen
ist.
[0022] Wie eingangs bereits angesprochen, kann der Verschlussbereich eines erfindungsgemäßen
Tors eine Mehrzahl von bezüglich senkrecht zur Torblattbewegungsrichtung verlaufenden
Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torblattelementen aufweisen, wobei am
unteren Rand des Verschlussbereichs und/oder am unteren Rand des Bodenbereichs eine
Bodendichtung angeordnet sein kann.
[0023] Zur weiteren Erhöhung der Verschleißfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit erfindungsgemäßer
Tore kann vorgesehen sein, dass auf dem unteren Rand der in dem Führungsschacht aufgenommenen
Führungsschiene eine Kappe aus einem korrosionsbeständigen Material, wie etwa Kunststoff,
aufgesetzt ist.
[0024] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich
aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten
Einzelheiten ausdrücklich Bezug genommen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Tor vor Erreichen der Schließstellung,
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Tor mit in die Schließstellung bewegtem Torblatt,
- Fig.3
- eine Führungsschiene eines erfindungsgemäßen Tors und
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Tors mit einem in der Führungsschiene
aufgenommenen Bodenbereich des Torblatts.
[0025] Das in Fig. 1 dargestellte Tor umfasst ein insgesamt mit 10 bezeichnetes Torblatt,
welches einen Verschlussbereich 12 und einen Bodenbereich 16 aufweist. Das Torblatt
ist insgesamt etwa T-förmig ausgeführt, wobei der Verschlussbereich 12 in einer horizontalen
Richtung der Torblattebene eine größere Breite aufweist als der Bodenbereich 16. Am
unteren Rand des Bodenbereichs 16 ist eine Bodendichtung 18 vorgesehen. Neben dem
Bodenbereich 16 sind an den unteren Rändern des Verschlussbereichs 12, die etwa parallel
zum unteren Rand des Bodenbereichs 16 in horizontaler Richtung verlaufen, ebenfalls
Bodendichtungen 14 angeordnet.
[0026] Durch die Bewegung des Torblatts in der in Fig. 1 mit dem Pfeil P bezeichneten Richtung
wird die in Fig. 2 dargestellte Schließstellung des Torblatts erreicht. In dieser
Schließstellung deckt der Verschlussbereich 12 eine als Ladeöffnung dienende Wandöffnung
ab, während der Bodenbereich 16 eine Aufnahme für eine Ladebrücke (nicht dargestellt)
abdecken kann. Neben dem Bodenbereich 16 können Anfahrpuffer an der Wand befestigt
sein, welche eine Beschädigung der Wand und/oder eines LKWs während des Anfahrens
verhindern, ohne dadurch die durch den Verschlussbereich 12 abgedeckte Ladeöffnung
zu beeinträchtigen.
[0027] Wie besonders deutlich in Fig. 1b) dargestellt, ist in der in der Schließstellung
(Fig. 2) den Bodenbereich 16 des Torblatts 10 aufnehmende Laibung ein vertikaler Schlitz
20 gebildet, in dem eine insgesamt mit 30 bezeichnete Führungsschiene aufgenommen
ist. Die in dem Schlitz 20 aufgenommene Führungsschiene 30 dient zur Führung der Torblattbewegung
im Bodenbereich 16. Zur Führung der Torblattbewegung im Verschlussbereich 12 sind
in der Zeichnung nicht dargestellte an der inneren Begrenzungsfläche des Verschlussbereichs
12 angebrachte Führungsrollen vorgesehen, welche in der Zeichnung nicht dargestellt
und in an einer inneren Begrenzungsfläche der die Wandöffnung aufweisenden Wand befestigten
Führungsrollenschienen aufgenommen sind und mit diesen zum Zweck der Führung der Torblattbewegung
zusammenwirken. Das Torblatt 10 kann im Verschlussbereich 12 eine Mehrzahl von bezüglich
senkrecht zur Bewegungsrichtung des Torblatts verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander
verbundenen Torblattelementen aufweisen.
[0028] Die in dem vertikalen Schlitz 20 der Laibung aufgenommene Führungsschiene 30 ist
in Fig. 3 im Detail dargestellt. Dabei zeigt Fig. 3a) eine Ansicht der Führungsschiene,
während Fig. 3b) eine perspektivische Darstellung der Führungsschiene zeigt. Die Führungsschiene
30 umfasst einen insgesamt mit 60 bezeichneten Befestigungsschenkel, der an eine Wand
des Schlitzes 20 anlegbar ist, die in vertikaler Richtung senkrecht zur Schließebene
des Torblatts verläuft. An dem Befestigungsschenkel 60 ist einerseits eine Dichtungsanordnung
40 und andererseits eine Führungsanordnung 50 festgelegt. Die Dichtungsanordnung 40
umfasst einen Träger 42 sowie ein an dem Träger festgelegtes Dichtungselement 44.
Der Träger 42 verläuft in einer Vertikalebene etwa senkrecht zum Befestigungsschenkel
60. Die Dichtung 40 ist bezüglich der der Führungsanordnung zugewandten Begrenzungsfläche
des Trägers 42 festgelegt.
[0029] Die Führungsanordnung 50 umfasst einen parallel zum Befestigungsschenkel 60 verlaufenden
Fixierschenkel 54 sowie einen eine der Dichtung 44 zugewandte Führungsfläche bildenden
Führungsschenkel 52, der senkrecht zum Fixierschenkel 44 und Befestigungsschenkel
60 verläuft. Zwischen dem Fixierschenkel 54 der Führungsanordnung 50 und dem Befestigungsschenkel
60 der Führungsschiene 30 sind zwei Stellgliedplatten 70 vorgesehen. Die Führungsanordnung
50 ist bezüglich dem unteren Stellglied 70 in horizontaler Richtung verlagerbar, wie
durch den Doppelpfeil P' angedeutet. Auf diese Weise kann der Neigungswinkel der durch
den Führungsschenkel 52 gebildeten Führungsfläche bezüglich einer Vertikalebene eingestellt
werden. Am oberen Rand der Führungsschiene 30 ist ein mit 90 bezeichnetes Zentrierelement
angeordnet, durch das der seitliche Rand des Bodenbereichs des Torblatts 10 in die
Führungsschiene eingeführt werden kann. Das Zentrierelement weist einen oberen Flansch
92 auf, welcher nach der Montage einen den in der Schließstellung in der Führungsschiene
30 aufgenommenen seitlichen Rand des Bodenbereichs 60 umläuft und den Schacht 20 und
die Führungsschiene 30 abdeckt. Am unteren Rand des Bodenbereichs 16 ist ein Gleitelement
100 angeordnet (vgl. Fig. 4), das im Verlauf der Schließbewegung des Torblatts in
Anlage an eine durch den Führungsschenkel 52 der Führungsanordnung 50 gebildete Führungsfläche
gelangt.
[0030] In der in Fig. 4 dargestellten Schließstellung ist der seitliche Rand des Bodenbereichs
16 zwischen dem an dem Träger 42 festgelegten Dichtungselement 44 und dem Führungsschenkel
52 der Führungsanordnung aufgenommen. Der horizontale Abstand zwischen dem Dichtungselement
44 und dem Führungsschenkel 52 verjüngt sich aufgrund der einstellbaren Neigung der
Führungsanordnung 50 in Schwererichtung, so dass die äußere Begrenzungsfläche des
Bodenbereichs 16 im Verlauf der Schließbewegung aufgrund der gleitenden Anlage des
Gleitelements 100 an der Führungsfläche der Führungsanordnung 52 an das Dichtungselement
44 angenähert wird, ohne in schleifende Anlage daran bewegt zu werden.
[0031] Das Gleitelement 100 dient neben einer verschleißfreien Führung auch zur Befestigung
der Bodendichtung 18. Mit der Führungsschiene 30 kann so eine zuverlässige Führung
des Bodenbereichs 16 des Torblatts während der Schließbewegung gewährleistet werden,
welche in einer dichtenden Anlage der äußeren Begrenzungsfläche des Bodenbereichs
16 an dem Dichtungselement 14 endet. Gleichzeitig wird durch die Führungsanordnung
50 eine stabile und spielarme Aufnahme des Bodenbereichs 16 in dem vertikalen Schlitz
20 im Bereich der Laibung ermöglicht. Ohne die Führungsschiene 30 wäre der Bodenbereich
16 bezüglich dem Verschlussbereich 12 in Richtung auf den Innenraum verschwenkbar,
weil der Schacht 20 zur Sicherstellung einer zuverlässigen Schließbewegung eine größere
Breite aufweisen muss als notwendig und der Bodenbereich 16 keine weiteren Führungsmittel
aufweist. Auf den unteren Rand der Führungsschiene 30 ist eine Kappe aus korrosionsbeständigem
Material aufgesetzt, um so eine Korrosion im Bereich des Rands der üblicherweise aus
Stahl ausgeführten Führungsschiene zu vermeiden.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf das anhand der Zeichnung erläuterte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Es ist auch an solche Ausführungsformen gedacht, bei denen sowohl der
Träger für die Dichtung als auch der Führungsschenkel der Führungsanordnung bezüglich
einer Vertikalebene geneigt sind, um so einen trichterförmigen Einlauf für den unteren
Rand des Bodenbereichs 16 des Torblatts zu bilden. Im Bereich des Verschlussbereichs
12 des Torblatts 10 können übliche Seitendichtungen vorgesehen sein, wie sie beispielsweise
in der
EP 2136025 beschrieben sind. Führungsanordnung und Dichtungsanordnung können auch ohne Zwischenschaltung
eines Befestigungsschenkels direkt an den Schacht in der Laibung der Wandöffnung aufgenommen
sein. Durch Zusammenfassung von Führungsanordnung, Dichtungsanordnung und Befestigungsschenkel
kann allerdings eine die Montage der Gesamtanordnung erleichternde Baugruppe bereitgestellt
werden.
1. Tor mit einem Torblatt (10), das zwischen einer Schließstellung, in der es eine Wandöffnung
zumindest teilweise verschließt und in einer etwa vertikalen Schließebene angeordnet
ist, und einer Öffnungsstellung, in der es die Wandöffnung zumindest teilweise freigibt,
bewegbar ist, wobei das Torblatt einen in der Schließstellung unteren Bodenbereich
(16) geringerer Breite in einer horizontalen Richtung in der Torblattebene und einen
in der Schließstellung oberen Verschlussbereich (12) größerer Breite in einer horizontalen
Richtung in der Torblattebene aufweist, gekennzeichnet durch eine Dichtungsanordnung (40) zum Abdichten des Übergangs zwischen mindestens einem
seitlichen Rand des Bodenbereichs (16) und der die Wandöffnung aufweisenden Wand.
2. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtungsanordnung (40) ein einerseits bezüglich der Wand festlegbares und andererseits
in der Schließstellung an einer äußeren Begrenzungsfläche des Bodenbereichs (16) anliegendes
Dichtungselement (44) aufweist.
3. Tor nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine bezüglich der Wand festgelegte Führungsanordnung (50), mit der eine äußere Begrenzungsfläche
des Bodenbereichs (16) im Verlauf einer Schließbewegung des Tors gegen das Dichtungselement
(44) gedrängt wird.
4. Tor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (50) eine im Verlauf einer Schließbewegung des Torblatts (10)
in Anlage an eine innere Begrenzungsfläche und/oder einen unteren Rand des Bodenbereichs
gelangende Führungsfläche aufweist.
5. Tor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche einen spitzen Winkel von mehr als 0,1° mit einer Vertikalebene
einschließt.
6. Tor nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Einstelleinrichtung (70) zum Einstellen der Neigung der Führungsfläche.
7. Tor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstelleinrichtung (70) ein einerseits bezüglich der Wand und andererseits bezüglich
der Führungsfläche festlegbares, insbesondere zwischen der Wand und der Führungsfläche
angeordnetes Stellglied aufweist, das bezüglich der Führungsfläche in einer etwa senkrecht
zu der Schließebene verlaufenden Richtung (P') verlagerbar ist.
8. Tor nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsanordnung (50) bezüglich der Wand festlegbar und vorzugsweise einen in
einer etwa senkrecht zur Schließebene in einer Vertikalebene verlaufenden Befestigungsschenkel
zum Befestigen eines die Führungsfläche bildenden Führungselements (52) aufweist.
9. Tor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsfläche etwa senkrecht zum Befestigungsschenkel (60) verläuft und das
Führungselement (50) einen vorzugsweise etwa parallel zum Befestigungsschenkel (60)
verlaufenden Fixierschenkel aufweist.
10. Tor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (70) eine zumindest teilweise zwischen Fixierschenkel (54) und Befestigungsschenkel
(60) angeordnete Stellgliedplatte (70) aufweist.
11. Tor nach einem der Ansprüche 2 bis 10, gekennzeichnet durch einen vorzugsweise etwa parallel zur Schließebene verlaufenden Halter (42) zum Halten
des Dichtungselements (44), wobei ein seitlicher Rand des Bodenbereichs (16) in der
Schließstellung vorzugsweise zwischen dem Halter (42) und der Führungsfläche angeordnet
ist.
12. Tor nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (42) an dem Befestigungsschenkel (60) festgelegt ist und das Dichtungselement
(44) bezüglich einer der Führungsfläche gegenüberliegenden Begrenzungsfläche des Halters
(42) befestigt ist.
13. Tor nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (50), der Befestigungsschenkel (60) und der Halter (42) eine
Führungsschiene (30) bilden, die in einem vertikalen Schacht (20) der den Bodenbereich
(16) des Torblatts (10) in der Schließstellung aufnehmenden Laibung der Wandöffnung
aufgenommen ist.
14. Tor nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch ein auf den oberen Rand der Führungsschiene (30) aufsetzbares Zentrierelement (90),
in das der untere Rand des Bodenbereichs (16) einführbar ist und das vorzugsweise
einen den in der Führungsschiene aufgenommenen Bodenbereich umlaufenden Außenbereich
des Schachts (20) abdeckt.
15. Tor nach einem der Ansprüche 3 bis 14, gekennzeichnet durch einen am unteren Rand des Bodenbereichs festlegbares Gleitelement (100), das im Verlauf
der Schließbewegung in Anlage an die Führungsfläche gelangt.
16. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlussbereich eine Mehrzahl von bezüglich senkrecht zur Torblattbewegungsrichtung
verlaufenden Gelenkachsen gelenkig miteinander verbundenen Torblattelementen aufweist.
17. Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine am unteren Rand des Verschlussbereichs (12) und/oder am unteren Rand des Bodenbereichs
(16) angeordnete Bodendichtung (14, 18).
18. Führungsschiene für ein Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
19. Verladerampe mit einem Tor nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer in der
Schließstellung des Torblatts von dem Bodenbereich abgedeckten Ladebrücke.
20. Verladerampe nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch mindestens einen neben dem Bodenbereich an der Wand festgelegten Anfahrpuffer.