Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Brennerrohr für den Einsatz in einer Brennereinheit oder
Brenner-Lanzeneinheit einer metallurgischen Anlage, bevorzugt in einem Elektro Lichtbogenofen.
Diese besteht aus einem hohlen Körper mit einer Innenfläche und einer Außenfläche,
sowie einer Gaseintrittsseite und einer Gasaustrittseite, wobei das Brennerrohr eine
Längserstreckung entlang einer Längsachse, zwischen der Gaseintrittsseite und der
Gasaustrittsseite aufweist.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Brennerrohrbaugruppe für den Einsatz in einer
Brennereinheit oder Brenner-Lanzeneinheit einer metallurgischen Anlage, bevorzugt
in einem Elektro Lichtbogenofen. Diese besteht aus einem ersten Körper mit einer Körperaußenfläche
und einem im Wesentlichen konzentrisch zum ersten Körper angeordneten Brennerrohr
mit einer Brennerrohr - Innenfläche und einer Brennerrohr - Außenfläche, welche jeweils
eine Gaseintrittsseite, eine Gasaustrittseite und eine Längserstreckung entlang einer
Längsachse, zwischen der Gaseintrittsseite und der Gasaustrittsseite, aufweisen. Die
Erfindung betrifft auch eine Brenner- -Einheit für den Einsatz in einer metallurgischen
Anlage, bevorzugt in einem Elektro Lichtbogenofen. Diese umfasst folgendes:
- zumindest zwei Gasanschlüsse,
- ein Brennerrohr,
- ein im Wesentlichen konzentrisch innerhalb des Brennerrohr angeordneten Körper,
- wobei das Brennerrohr und der Körper jeweils eine Gaseintrittseite und Gasaustrittseite
aufweisen,
- wobei das Brennerrohr im Wesentlichen konzentrisch innerhalb eines Kühlrohres angeordnet
ist,
- zwischen dem Körper und Brennerrohr in Umfangsrichtung jeweils zumindest drei Erhöhungen,
welche jeweils zumindest in Teilbereichen eine Längserstreckung entlang der Längsachse
aufweisen und sich zwischen den Erhöhungen jeweils ein Kanal ausbildet
- zwischen Brennerrohr und Kühlrohr in Umfangsrichtung jeweils zumindest drei Erhöhungen,
welche jeweils zumindest in Teilbereichen eine Längserstreckung entlang einer Längsachse
aufweisen und sich zwischen den Erhöhungen jeweils ein Kanal ausbildet.
Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Ofen, insbesondere metallurgischer Ofen,
mit einem Ofenraum.
Stand der Technik
[0002] In metallurgischen Öfen, insbesondere Lichtbogenöfen, kommen in den Ofeninnenraum
gerichtete Brenner und Lanzen zum Einsatz.
Es sind auch kombinierte Brenner Lanzen Einheiten bekannt wie beispielsweise die
EP3177743B1.
[0003] Wenn die Brenner-Lanzen-Einheit im Brennermodus betrieben wird erzeugt sie eine Flamme
um Energie in den Ofenraum einzubringen. Die Brenner-Lanzen-Einheit kann vom Brennermodus
in einen Lanzenmodus umgeschaltet werden und als Lanze genutzt werden. Im Lanzenmodus
wird ein Gasstrom in den Ofenraum eingeblasen um gegebenenfalls Messungen an der Metallschmelze
durchzuführen. Die Brenner Lanzeneinheiten weisen zumindest zwei Gasanschlüsse auf,
wobei einer für den Brennstoff und einer für das Brenngas vorgesehen ist. Das Brenngas
kann auch im Lanzenmodus verwendet werden. Für einen optimalen Betrieb ist eine gute
Durchmischung von Brennstoff und Brenngas anzustreben. Der Brennstoff, insbesondere
Erdgas, Öl und dergleichen, wird unter Zumischung von dem Brenngas - enthaltend Sauerstoff
- verbrannt. Es gibt aber neben den Brenner-Lanzen-Einheiten auch reine Brenner-Einheiten,
welche also nur für den Brennerbetrieb vorgesehen sind.
Zusammenfassung der Erfindung
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ein Brennerrohr, eine Brennerbaugruppe
oder eine Brenner-Einheit zu schaffen, welche das Brenngas und den Brennstoff derart
richtet, dass unmittelbar bei Austritt aus dem Brenner eine gute Durchmischung von
Brennstoff und Brennergas stattfindet. Die Aufgabe wird durch eine Brennerdüse dadurch
gelöst, dass die Innenfläche und die Außenfläche in Umfangsrichtung jeweils zumindest
drei Erhöhungen aufweisen, mit jeweils einer Längserstreckung in Richtung der Längsachse.
Die Erhöhungen weisen zwei Erhöhungsseitenflächen auf, welche sich entlang der Längsachse
erstrecken. Die Erhöhungsseitenflächen weisen in Richtung Gaseintrittsseite zu Gasaustrittsseite
einen Winkelbetrag von 5° - 45° zur Längsachse auf. Die Erhöhungsseitenflächen bzw.
die Erhöhungen, welche in Radialrichtung an der Innenfläche und der Außenfläche jeweils
am nächstgelegenen sind, weisen jeweils ein unterschiedliches Vorzeichen des Winkels
auf.
[0005] Die Erhöhungen dienen dazu, dass sich - nach Einbau des Brennerrohrs in einen Brenner
oder eine Brenner-Lanzen Einheit - zwischen den Erhöhungen ein Kanal ausbildet. Der
Kanal wird von der Gaseintrittsseite in Richtung der Gasaustrittsseite mit Gas durchströmt,
und durch die Orientierung der Erhöhungsseitenflächen wird das Gas derart kanalisiert,
dass es an der Gasaustrittsseite den Kanal in einem bestimmten Winkel verlässt. Der
Kanal, der sich dadurch ergibt weist im Vergleich zur Längsachse einen Richtungsvektor
auf, der nicht parallel zur Längsachse steht. Diese Richtungsvektoren weichen um 5°
- 45° von der Längsachse ab. Die Richtungsvektoren des Kanals, welcher sich durch
die Erhöhungen an der Innenfläche ergibt und jener der sich durch die Erhöhungen der
Außenfläche ergibt, weist ebenfalls eine unterschiedliche Richtung auf. Wenn das Brennerdüsenelement
drei Erhöhungen aufweist bilden sich zumindest drei Kanäle aus. Die Erhöhungen sind
jeweils an der Außenfläche und der Innenfläche angebracht. An der Außenfläche und
an der Innenfläche bildet sich zwischen zwei Erhöhungen ein Kanal aus. In Radialrichtung
gesehen ist an der Innenfläche ein Kanal und in der gleichen Radialrichtung ist an
der Außenfläche ebenfalls ein Kanal. Diese Erhöhungsseitenflächen dieser beiden Kanäle
- jeweils in Richtung eines gleichen Radialvektor betrachtet - weisen ein unterschiedliches
Vorzeichen des Winkels auf. Die Beträge des Winkels können gleich sein oder voneinander
im vorgegebenen Bereich abweichen. Die Erhöhungsseitenflächen müssen in Längsrichtung
nicht zwangsläufig linear ausgeführt sein. Diese können auch eine gebogene Ausführung
aufweisen. Für die Festlegung des Winkels ist immer der Austrittswinkel eines Gasstrahles
entscheidend. Die bedeutet, dass für die Bestimmung des Winkels immer eine angelegte
Tangente auf der Gasaustrittsseite herangezogen wird. Durch diese Ausführung ergibt
sich eine bessere Durchmischung von Brenngas und Brennstoff, da sich die beiden Gasströme
beim Austritt an der Gasaustrittsseite überkreuzen. Ohne diese verbesserte Durchmischung
mischen sich die Gase erst in einem späteren Abstand von der Düse. Das heißt im Nahbereich
des Brenners entsteht zunächst eine kalte Zone mit geringer Verbrennung.
[0006] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Innenfläche und die Außenfläche
konzentrisch zueinander angeordnet sind. Es hat sich also als vorteilhaft erwiesen,
wenn die Innenfläche und die Außenfläche eine elliptische oder kreisrunde Form aufweisen.
[0007] Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, dass das Brennerrohr derart ausgestaltet
ist, dass es durch ein Additives Fertigung Verfahren hergestellt werden kann. Durch
das Additive Fertigungs-Verfahren kann das Brennerrohr einfach gefertigt werden.
[0008] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Außenfläche zumindest
fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt zumindest fünfzehn Erhöhungen
aufweisen. Die Anzahl von Erhöhungen wird unter anderem dadurch festgelegt, welche
Gasaustrittschgeschwindigkeit gewünscht ist. Zwischen jeweils zwei Erhöhungen bildet
sich ein Kanal aus und durch die Abmessungen der jeweiligen Kanäle kann unter anderem
die Gasaustrittsgeschwindigkeit eingestellt werden.
[0009] Ein weitere besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Innenfläche
zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen
aufweisen.
[0010] Eine zweckmäßige Ausführung sieht vor, dass der Körper ein Lanzenrohr mit einer Lavaldüse
ist. In diesem Fall weist die Brenner-Einheit zusätzlich die Möglichkeit eines Lanzenbetriebes
auf. Dies wird dann als Brenner - Lanzen - Einheit bezeichnet.
[0011] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch durch die eingangs genannte Brennerbaugruppe
gelöst. Die Brennerbaugruppe ist derart ausgestaltet, dass zwischen Körper und Brennerrohr
sowie an der Brennerrohr - Außenflächen in Umfangsrichtung jeweils zumindest drei
Erhöhungen vorhanden sind, welche jeweils zumindest in Teilbereichen eine Längserstreckung
entlang der Längsachse aufweisen. Die Erhöhungen weisen jeweils zwei Erhöhungsseitenflächen
auf, welche sich entlang der Längsachse erstrecken. Die Erhöhungsseitenflächen weisen
in Richtung Gaseintrittsseite zu Gasaustrittsseite einen Winkelbetrag von 5° - 45°
zur Längsachse auf. Die Erhöhungsseitenflächen, welche in Radialrichtung an der Körper
- Außenfläche und der Hohlkörper - Außenfläche am nächstgelegenen sind, weisen jeweils
ein unterschiedliches Vorzeichen des Winkels auf. Der Körper kann entweder das Lanzenrohr
- bei einer Brenner- Lanzeneinheit - oder beispielsweise ein Blindkörper - im Fall
einer reinen Brenner-Einheit sein. Es ist denkbar, dass das Brennerrohr und der Körper
durch Erhöhungen verbunden sind - also aus einem Bauteil bestehen. In vorteilhafter
Ausführung hat der Körper und das Brennerrohr ein kreisrunden Querschnitt bzw. einen
kreisrunden Rohrquerschnitt. Es sind aber auch Elliptische oder ähnliche Querschnitte
denkbar. Es ergeben sich dieselben Effekte wie bereits beim Brennerrohr beschrieben.
[0012] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Körper - Außenfläche zumindest
fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen aufweist.
[0013] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Brennerrohr - Außenfläche
zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen
aufweist.
[0014] Eine zweckmäßige Ausführung sieht vor, dass der Körper ein Lanzenrohr mit einer Lavaldüse
ist. In diesem Fall weist die Brenner-Einheit zusätzlich die Möglichkeit eines Lanzenbetriebes
auf. Dies wird dann als Brenner Lanzen Einheit bezeichnet.
[0015] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch durch die eingangs genannte Brenner Einheit
gelöst, welche folgendes umfasst:
- die Erhöhungen jeweils zwei Erhöhungsseitenflächen aufweisen,
- wobei die Erhöhungsseitenflächen in Richtung Gaseintrittsseite zu Gasaustrittsseite
einen Winkelbetrag von 5° - 45° zur Längsachse aufweisen,
- die Erhöhungsseitenflächen, zwischen Körper und Brennerrohr, sowie jene die zwischen
Brennerrohr und Kühlrohr in Radialrichtung am nächstgelegenen zueinander sind, jeweils
ein unterschiedliches Vorzeichen des Winkels aufweisen.
Die Erhöhungen zwischen Körper und Brennerrohr können entweder fix mit dem Körper
und/oder mit dem Brennerrohr verbunden sein. Es ist auch denkbar, dass manche mit
dem Brennerrohr und manche mit dem Körper verbunden sind. Das gleiche gilt für die
Erhöhungen zwischen Brennerrohr und Kühlrohr, auch hier können die Erhöhungen mit
dem Brennerrohr und/oder mit dem Körper verbunden sein. Durch die zwischen den Erhöhungen
ausgebildeten Kanäle - welche einerseits zwischen dem Körper und Brennerrohr und anderseits
zwischen Brennerrohr und Kühlrohr liegen - kommt es zu einer besseren Durchmischung
von Brenngas und Brennstoff. Die bessere Durchmischung findet deshalb statt, da sich
der Brenngasstrom und der Brennstoffstrom beim Austritt an der Gasaustrittseite überkreuzen,
da diese beiden Kanäle jeweils in unterschiedliche Richtungen gegenüber der Längsachse
zeigen. Der Körper kann entweder das Lanzenrohr - bei einer Brenner-Lanzeneinheit
- oder beispielsweise ein Blindkörper - im Fall einer reinen Brenner-Einheit sein.
[0016] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass das Brennerrohr nach
den Ansprüchen 1-5 ausgestaltet ist. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Ausgestaltung
der Brenner - Einheit.
[0017] Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, dass zwischen dem Körper und dem Brennerrohr
zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen
vorhanden sind.
[0018] Eine zweckmäßige Ausführungsform sieht vor, dass zwischen Brennerrohr und Kühlrohr
zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen
vorhanden sind.
[0019] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auch durch den eingangs genannten Ofens gelöst,
welcher zumindest einen davor beschriebenen bzw. nach den Ansprüchen 10-14 beschriebenen
Brenner-Einheit aufweist mit einer Gasaustrittseite der Brenner-Lanzeneinheit in Richtung
des Ofenraums zeigend angeordnet ist. Es handelt sich vorzugsweise um einen metallurgischen
Ofen wie beispielsweise ein Lichtbogenofen und dergleichen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020]
Fig. 1 und Fig. 2 zeigt eine Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Brennerrohres.
Fig. 3 und Fig. 4 zeigen eine schematische Darstellung einer Brenner-Einheit.
Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines Brennerrohrs.
Fig. 6 zeigt einen metallurgischen Ofen mit einer Brenner-Einheit.
Fig. 7 zeigt eine schematische Darstellung einer Brennerbaugruppe
Beschreibung der Ausführungsformen
[0021] In Fig. 1 ist eine mögliche Ausführungsvariante des Brennerrohr 1 dargestellt. Das
Brennerrohr 1 weist eine Gaseintrittsseite 2 und eine Gasaustrittsseite 3 auf. Das
Brennerrohr 1 hat Erhöhungen 4 mit Erhöhungsseitenflächen 4a, die sowohl an einer
Außenfläche 1a als auch an einer Innenfläche 1b vorhanden sind. Die Erhöhungen 4 erstrecken
sich entlang der Längsachse 1c. Die Erhöhungsseitenflächen 4a
- sowohl an der Innenfläche 1b wie auch an der Außenfläche 1c
- weisen eine Richtung auf mit einer Winkelabweichung zwischen 5° und 45° gegenüber
der Längsachse 1c. Ein im Einsatzfall in einer Brenner - oder Brenner-Lanzen-Einheit
durchströmender Brennstoffstrom 6 - welcher zwischen den Erhöhungen 4 der Innenfläche
1b strömt - kreuzt sich an der Gasaustrittseite 3 mit einem durchströmenden Brenngasstrom
7
- welcher zwischen den Erhöhungen 5 der Außenfläche 1a strömt.
[0022] In der Fig. 2 ist eine Draufsicht auf das Brennerrohr 1 dargestellt. In dieser Draufsicht
sind die Winkel α1 - welcher eine Winkelabweichung der oberen Erhöhungsseitenfläche
4b von einer Längsachse 1c definiert - und α2 - welcher eine Winkelabweichung der
unteren Erhöhungsseitenfläche 4c von der Längsachse 1c definiert - dargestellt. Die
beiden Winkel α1 und a2 zeigen in entgegengesetzte Richtungen - weisen also ein unterschiedliches
Vorzeichen auf. Die Winkelbeträge von den Winkeln α1 und a2 können unterschiedliche
Werte aufweisen.
[0023] In der Fig. 3 ist eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Gasaustrittseite
einer Brenner-Einheit 10 dargestellt. Diese besteht aus einem Körper 11 - welcher
in dieser Darstellung ein Lanzenrohr ist - einem Brennerrohr 12 und einem Kühlrohr
13. Zwischen dem Körper 11 und dem Brennerrohr 12 sind die Erhöhungen 4, welche eine
schräg nach hinten verlaufende Seitenfläche 4c aufweisen. Die Erhöhung 4 ist auch
zwischen dem Brennerrohr 12 und dem Kühlrohr 13 zu sehen, wobei aber die Erhöhungsseitenfläche
4b eine unterschiedlichen Winkelverlauf zu der Erhöhungsseitenfläche 4c aufweist.
Es sind mehrere Erhöhungen in Umfangsrichtung U angeordnet.
[0024] In Fig. 4 ist eine vereinfachte schematische Darstellung einer Brenner-Einheit 10
- in dieser Ausführungsform mit einem Lanzenrohr mit einer Lavaldüse 11b - als Schnitt
dargestellt. Es sind in dieser Darstellung der Körper 11, das Brennerrohr 12, das
Kühlrohr 13 sowie die Erhöhungen 4 dargestellt. Das Brennerrohr 1 und der Körper 11
erstrecken sich von der Gaseintrittsseite 2 bis zur Gasaustrittseite 3 entlang der
Längsachse 1c. Die Erhöhungen 4 sind jeweils zwischen Brennerrohr Innenfläche 1b und
Körper Außenfläche 11a, sowie an der Brennerrohr Außenfläche 1a angeordnet. An der
Gasaustrittseite 3 tritt der Brennstoffstrom 6 und der Brenngasstrom 7 aus. Durch
einen Brenngasanschluss 23 wird ein Brenngas und durch einen Brennstoffanschluss 22
wird ein Brennstoff eingebracht.
[0025] In der Fig. 5 ist ein Ausschnitt eines Brennerrohres 1 dargestellt. In diesem Ausschnitt
ist der Verlauf der oberen Erhöhungsseitenfläche 4b und der unteren Erhöhungsseitenfläche
4c dargestellt. Der Brenngasstrom 6 und der Brennstoffstrom 7 kreuzen sich an der
Gasaustrittseite 3.
[0026] Fig. 6 zeigt schematisch einen Ofen 20 mit einer Brenner-Einheit 10. In diesem Fall
ist es eine Brenner-Lanzen - Einheit mit einem Lanzenrohr und einer Lavaldüse. Der
Ofen 20 weist ein Ofengefäß 20a und einen Ofendeckel 20b auf. Im Inneren des Ofengefäßes
20a befindet sich eine Metallschmelze 25. Die Brenner-Einheit 10 ist in einem Brennerpanel
14 montiert. Es ist aber auch möglich, dass die Brenner-Einheit 10 direkt in einer
Seitenwand des Ofens 20 installiert ist. Die Gasaustrittseite 3 der Brenner-Einheit
10 zeigt in den Ofenraum 26 in eine Richtung der Metallschmelze 25. Die Brenner-Einheit
10 verfügt über einen Gasanschluss 21, Brennstoffanschluss 22, eine Brenngasanschluss
23 und Kühlmittelanschlüsse 24. Eine Kühlung könnte auch im Brennerpanel 14 integriert
sein.
[0027] In der Fig. 7 ist eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Gasaustrittseite
einer Brennerbaugruppe 10 dargestellt. Diese besteht aus einem Körper 11 und einem
Brennerrohr 12. Zwischen dem Körper 11 und dem Brennerrohr 12 sind die Erhöhungen
4, welche eine schräg nach hinten verlaufende Seitenfläche 4c aufweisen. Die Erhöhung
4 ist auch auf der Außenfläche 1a des Brennerrohrs 1, wobei - in Radialrichtung R
betrachtet - die Erhöhungsseitenfläche 4b eine unterschiedliche Richtung zu der Erhöhungsseitenfläche
4c aufweist. Die Erhöhungen 4 sind in Umfangsrichtung U mehrmals angeordnet.
[0028] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Brennerrohr
- 1a
- Außenfläche
- 1b
- Innenfläche
- 1c
- Längsachse
- 2
- Gaseintrittseite
- 3
- Gasaustrittseite
- 4
- Erhöhungen
- 4a
- Erhöhungsseitenfläche
- 4b
- Verlauf der oberen Erhöhungsseitenfläche
- 4c
- Verlauf der unteren Erhöhungsseitenfläche
- 6
- Brennstoffstrom
- 7
- Brenngasstrom
- 8
- Brennerrohrbaugruppe
- 10
- Brenner - Einheit
- 11
- Körper
- 11a
- Körper - Außenfläche
- 11b
- Lavaldüse
- 13
- Kühlrohr
- 14
- Brennerpanel
- 20
- Ofen
- 20a
- Ofengefäß
- 20b
- Ofendeckel
- 21
- Gasanschluss
- 22
- Brenngasanschluss
- 23
- Brennstoffanschluss
- 24
- Kühlmittelanschluss
- 25
- Metallschmelze
- 26
- Ofenraum
- α1, α2
- Winkel
- R
- Radialrichtung
- U
- Umfangsrichtung
1. Brennerrohr (1) für den Einsatz in einer Brenner - Einheit (10) oder Brenner-Lanzen
- Einheit einer metallurgischen Anlage, bevorzugt in einem Elektro Lichtbogenofen,
aufweisend eine Innenfläche (1b) und eine Außenfläche (1a), sowie eine Gaseintrittsseite
(2) und eine Gasaustrittseite (3), wobei das Brennerrohr (1) eine Längserstreckung
entlang einer Längsachse (1c), zwischen der Gaseintrittsseite (2) und der Gasaustrittsseite
(3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Innenfläche (1b) und die Außenfläche (1a) in Umfangsrichtung jeweils zumindest
drei Erhöhungen (4) aufweisen, welche jeweils zumindest in einem Teilbereich des Brennerrohrs
(1) eine Längserstreckung entlang der Längsachse (1c) aufweisen,
- die Erhöhungen (4) jeweils zwei Erhöhungsseitenflächen (4a) aufweisen, welche sich
entlang der Längsachse (1c) erstrecken,
- wobei die Erhöhungsseitenflächen (4a) in Richtung von Gaseintrittsseite (2) zur
Gasaustrittsseite (3) einen Winkelbetrag von 5° - 45° zur Längsachse (1c) aufweisen,
- die Erhöhungsseitenflächen (4a), welche in Radialrichtung an der Innenfläche (1b)
und der Außenfläche (1c) am nächstgelegenen sind, jeweils ein unterschiedliches Vorzeichen
des Winkels (α1, α2) aufweisen.
2. Brennerrohr (1) für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche (1b) und die Außenfläche (1a) konzentrisch zueinander angeordnet
sind.
3. Brennerrohr (1) für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennerrohr (1) derart ausgestaltet ist, dass es durch ein Additives Fertigung
Verfahren hergestellt werden kann.
4. Brennerrohr (1) für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 1 -
3, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenfläche (1a) zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt
zumindest fünfzehn Erhöhungen (4) aufweist.
5. Brennerrohr (1) für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 1 -
4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche (1b) zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt
fünfzehn Erhöhungen (4) aufweist.
6. Brennerrohrbaugruppe (9) für den Einsatz in einer Brenner Einheit (10) oder Brenner-Lanzeneinheit
einer metallurgischen Anlage, bevorzugt in einem Elektro Lichtbogenofen, bestehend
aus einem Körper (11) mit einer Körperaußenfläche (11a) und einem im Wesentlichen
konzentrisch zum Körper (11) angeordneten Brennerrohr (1) mit einer Brennerrohr -
Innenfläche (1b) und einer Brennerrohr -Außenfläche (1a), welche jeweils eine Gaseintrittsseite
(2), eine Gasaustrittseite (3) und eine Längserstreckung entlang einer Längsachse
(1c) - zwischen der Gaseintrittsseite (2) und der Gasaustrittsseite (3) - aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zwischen Körper (11) und Brennerrohr (1) sowie an der Brennerrohr - Außenflächen
(1a) in Umfangsrichtung jeweils zumindest drei Erhöhungen (4) vorhanden sind, welche
jeweils zumindest in einem Teilbereich des Brennerohrs (1) und/oder des Körpers (11)
eine Längserstreckung entlang der Längsachse (1c) aufweisen,
- die Erhöhungen (4) jeweils zwei Erhöhungsseitenflächen (4a) aufweisen, welche sich
entlang der Längsachse (1c) erstrecken,
- wobei die Erhöhungsseitenflächen (4a) in Richtung von Gaseintrittsseite (2) zur
Gasaustrittsseite (3) einen Winkelbetrag von 5° - 45° zur Längsachse (1c) aufweisen,
- die Erhöhungsseitenflächen (4a), welche in Radialrichtung an der Körper - Außenfläche
(11a) und der Brennerrohr - Außenfläche (1a) am nächstgelegenen sind, jeweils ein
unterschiedliches Vorzeichen des Winkels (α1, α2) aufweisen.
7. Brennerrohrbaugruppe (9) für den Einsatz in einer Brennereinheit (10) oder Brenner-Lanzeneinheit
einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Körper - Außenfläche (11a) und Brennerrohr - Innenfläche (1b) zumindest
fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen (4) aufweist.
8. Brennerrohrbaugruppe (9) für den Einsatz in einer Brennereinheit oder Brenner-Lanzeneinheit
einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennerrohr - Außenfläche zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders
bevorzugt fünfzehn Erhöhungen aufweist.
9. Brennerrohrbaugruppe (9) für den Einsatz in einer Brennereinheit (10) oder Brenner-Lanzen-Einheit
einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 6- 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (11) ein Lanzenrohr mit einer Lavaldüse (11b) ist.
10. Brenner - Einheit (10) für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage, bevorzugt
in einem Elektro Lichtbogenofen, umfassend
- zumindest zwei Gasanschlüsse (22, 23),
- ein Brennerrohr (1),
- ein im Wesentlichen konzentrisch innerhalb des Brennerrohr angeordneter Körper (11),
- wobei das Brennerrohr (1) und der Körper (11) jeweils eine Längserstreckung entlang
einer Längsachse (1c), zwischen einer Gaseintrittsseite (2) und einer Gasaustrittsseite
(3), aufweisen,
- wobei das Brennerrohr (1) im Wesentlichen konzentrisch innerhalb eines Kühlrohres
(13) angeordnet ist,
- zwischen dem Körper (11) und Brennerrohr (1) in Umfangsrichtung jeweils zumindest
drei Erhöhungen (4) angeordnet sind, welche jeweils zumindest in einem Teilbereich
eine Längserstreckung entlang der Längsachse (1c) - zwischen der Gaseintrittsseite
(2) und der Gasaustrittsseite (3) - aufweisen und sich zwischen den Erhöhungen (4)
jeweils ein Kanal ausbildet
- zwischen Brennerrohr (1) und Kühlrohr (13) in Umfangsrichtung jeweils zumindest
drei Erhöhungen (4) angeordnet sind, welche jeweils zumindest in einem Teilbereich
eine Längserstreckung entlang der Längsachse (1c) - zwischen der Gaseintrittsseite
(2) und der Gasaustrittsseite (3) - aufweisen und sich zwischen den Erhöhungen (4)
jeweils ein Kanal ausbildet,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Erhöhungen (4) jeweils zwei Erhöhungsseitenflächen (4a) aufweisen,
- wobei die Erhöhungsseitenflächen (4a) in Richtung Gaseintrittsseite (2) zu Gasaustrittsseite
(3) einen Winkelbetrag von 5° - 45° zur Längsachse (1c) aufweisen,
- die Erhöhungsseitenflächen (4a), zwischen dem Körper (11) und Brennerrohr (1), sowie
jene die zwischen Brennerrohr (1) und Kühlrohr (13) in Radialrichtung am nächstgelegenen
zueinander sind, jeweils ein unterschiedliches Vorzeichen des Winkels (α1, α2) aufweisen.
11. Brenner - Einheit für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Brennerrohr (1) nach den Ansprüchen 1-5 ausgestaltet ist.
12. Brenner - Einheit (10) für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch
10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Körper (11) und Brennerrohr (1) zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen
(4) vorhanden sind.
13. Brenner-Lanzen-Einheit für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch
10 - 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Brennerrohr (1) und Kühlrohr (13) zumindest fünf, bevorzugt zumindest zehn
und besonders bevorzugt fünfzehn Erhöhungen (4) vorhanden sind.
14. Brenner-Lanzen-Einheit für den Einsatz in einer metallurgischen Anlage nach Anspruch
10 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (11) ein Lanzenrohr mit einer Lavaldüse (11b) ist.
15. Ofen (20), insbesondere metallurgischer Ofen, mit einem Ofenraum 26 dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Brenner - Einheit (10) nach den Ansprüchen 10 - 14, mit einer Gasaustrittseite
(3) der Brenner - Einheit (10) in Richtung des Ofenraums (26) zeigend, angeordnet
ist.