Hintergrund der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern und Überwachen einer Funktionseinheit
mit einer Anzeigeeinrichtung zur Darstellung von Zustandsmustern mit Funktionselementen,
wobei die Funktionselemente verschiedene Schaltzustände einnehmen können, wobei ein
Zustandsmuster die Schaltzustände der Funktionselemente beschreibt, wobei das Verfahren
umfasst:
a. Übertragung eines Steuersignals von einer Steuereinrichtung an die Funktionseinheit,
wobei das Steuersignal Informationsinhalt betreffend ein mittels der Anzeigeeinrichtung
darzustellendes Zustandsmuster umfasst;
b. Darstellen eines Zustandsmusters durch die Anzeigeeinrichtung mittels des von der
Steuereinrichtung an die Funktionseinheit übermittelten Steuersignals, wobei das Zustandsmuster
die Schaltzustände mindestens zweier Funktionselemente der Funktionseinheit beschreibt;
c. Erzeugen eines Rücklesesignals, wobei das Rücklesesignal den Informationsinhalt
betreffend das dargestellte Zustandsmuster umfasst, welcher durch Erfassung der Schaltzustände
der Funktionselemente ermittelt wird,
d. Übertragung des Rücklesesignals zur Steuereinrichtung;
e. Vergleich des Informationsinhaltes des Rücklesesignals mit dem Informationsinhalt
des Steuersignals.
[0003] Bei Signalanlagen, z.B. Bahnsignalanlagen muss überprüft werden, ob der aktuelle
Schaltzustand der Signallampen dem Steuerbefehl entsprechen. Der Informationsinhalt
betreffend das darzustellende Zustandsmuster, der im Steuersignal enthalten ist, und
der Informationsinhalt betreffend das dargestellte Zustandsmuster, der im Rücklesesignal
(Rückleseinformation) enthalten ist, können sich voneinander unterscheiden, wenn bspw.
das Steuersignal/Rücklesesignal nicht korrekt übertagen wurde oder ein Funktionselement
der Anzeigeeinrichtung defekt ist, also bspw. eine Signallampe nicht leuchtet, obwohl
der Befehl zum Leuchten ausgegeben wurde . Eine solche Abweichung gilt es mit dem
erfindungsgemäßen Verfahren aufzudecken. Werden in der Signallampe LEDs verwendet,
muss kontrolliert werden ob die dem gewünschten Schaltzustand entsprechenden Lichtpunkte
leuchten oder nicht.
[0004] Die Ansteuerung des Signals erfolgt durch Spannungsbeaufschlagung und die Kontrolle
des Schaltzustandes durch eine Strommessung. Werden LEDs als Leuchtmittel verwendet,
ist der Strom, der für die Kontrolle des Schaltzustands zur Verfügung steht, niedriger
als bei Filamentlampen. Die Kontrolle des Schaltzustands kann lokal mittels Single
Element Controller durchgeführt werden. Die Signale müssen dann nur kleine Strecken
zurücklegen, so dass der (im Falle von verwendeten LEDs) geringe Strom kein Problem
darstellt. Jedoch muss jedes Feldelement mit einem eigenen Steuerkasten und Datenanschluss
ausgestattet werden, was einen großen Aufwand bedeutet.
[0005] Möchte man diesen Aufwand vermeiden, besteht die Möglichkeit, einen Multi-Element-Controller
zu verwenden. Dazu müssen die Signale jedoch über längere Strecken (> 1km) übermittelt
werden. Bei Verwendung von LEDs als Leuchtmittel ist der zur Verfügung stehende Strom
jedoch zu niedrig, um eine Schaltzustandskontrolle über eine längere Strecke durchführen
zu können. Dieses Problem kann dadurch gelöst werden, dass den LEDs Lastwiderstände
vorgeschaltet werden, um die Stromstärke entsprechend zu erhöhen. Im letzteren Fall
müsste aufgrund des erhöhten Stromverbrauchs dann allerdings eine aufwändigere Stromversorgung
bereitgestellt werden.
[0006] Zur Übermittlung von Steuer- und Kontrollsignale über längere Strecken können für
Steuer- und Kontrollsignal verschiedene Kabel verwendet werden, was jedoch nicht gewünscht
ist. Bei Verwendung eines gemeinsamen Kabels besteht jedoch die Gefahr, dass die Signale
sich gegenseitig beeinflussen und somit die Gefahr einer Verfälschung von Steurer-
und/oder Kontrollsignal besteht.
[0007] In konventionellen zentralen Stellwerken wird als Steuersignal (AC-Spannung) und
als Rücklesesignal der dazugehörende Strom verwendet. Die Funktionselemente wandeln
zuverlässig Spannung in Strom um, doch alle widerstandsbehafteten Störeinflüsse (bspw.
Querwiderständen) können Ströme ohne Bezug zur Lichtaussendung erzeugen, was bei Verwendung
von bekannten Überwachungsverfahren zu Fehlinterpretation des angezeigten Funktionsmusters
führen kann.
Aufgabe der Erfindung
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Überwachungs- und Steuerungsverfahren für Funktionseinheiten
einer Anzeigevorrichtung, insbesondere von einer Signalanlage, vorzuschlagen, mit
der einerseits die Funktionseinheit stromsparend betrieben werden kann, der Aufwand
für die Überwachung minimiert und eine sichere Signalübertragung gewährleistet werden
kann. Insbesondere soll das erfindungsgemäße Überwachungs- und Steuerungsverfahren
eine Überwachung/Steuerung mittels eines Multi Element Controller ermöglichen.
Beschreibung der Erfindung
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch
1 und einer Vorrichtung gemäß Patentanspruch 14.
[0011] Erfindungsgemäß wird der Informationsinhalt betreffend das darzustellende Zustandsmuster
in Form von DC-Signalen auf einer oder mehreren Leitungen von der Steuereinheit zur
Funktionseinheit übertragen und das Rücklesesignal wird in Form eines AC-Signals von
der Funktionseinheit zur Steuereinrichtung rückübertragen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird für das Rücklesen des dargestellten Zustandsmusters das Rücklesesignal
von der Funktionseinheit zur Steuereinrichtung also als AC-Signal zur Verfügung gestellt.
Dazu kann das (vorzugsweise binär kodierte) Zustandsmuster der Funktionseinheit mittels
einem oder mehreren Sinus-Frequenzgeneratoren als Einzelfrequenz oder einer Überlagerung
von zwei oder mehreren Frequenzen umgewandelt werden.
[0012] Die im AC-Signal enthaltenen Frequenzen sind charakteristisch für das Zustandsmuster
der Funktionseinheit. Der zu übertragende zurückgelesenen Informationsinhalt betreffend
das Zustandsmuster steckt also nicht in der Amplitude des Rücklesesignals sondern
in den im Rücklesesignal enthaltenen Frequenzen. Dadurch wird erreicht, dass auch
bei Dämpfung/Verzerrung des Rücklesesignals der zu übertragende zurückgelesenen Informationsinhalt
nicht verloren geht, solange die enthaltenen Frequenzen identifiziert werden können.
Dies ist in der Regel auch dann möglich, wenn das Signal verlustbehaftet ist, da die
Verluste lediglich die Amplitude aber nicht die Frequenz betreffen. Die Verwendung
von dichroischen Frequenzen verhindert ein Übersprechen von auftretenden harmonischen
Oberwellen. Das Rücklesesignal kann auf diese Weise über nur eine einzige Ader und
einem gemeinsamen Rückleiter an die Steuereinrichtung übertagen werden.
[0013] Die Erfindungsidee beruht darauf, dass für die Übermittlung des Steuersignals ein
anders physikalisches Prinzip (Kodierung mittels mehrerer DC-Signalen) verwendet wird
als für die Übermittlung der Rückleseinformation (Kodierung mittels eines AC-Signals
insbesondere mittels einer oder mehrerer Frequenzen eines AC-Signals).
[0014] Aufgrund des großen physikalischen Unterschieds zwischen Steuersignal (Kombination
von DC-Signalen) und Rückleseinformation (AC-Signal, insbesondere mit mehreren verschiedenen
Frequenzen) wird ein fälschliches Übersprechen oder Rückführen der Information auf
der Übertragungsstrecke ausgeschlossen. Somit kann eine hohe Betriebssicherheit auch
über große Übertragungsstrecken gewährleistet werden. Aufgrund der physikalischen
Unterschiede von Steuersignal und Rückleseinformation können die Leitungen, über die
das Steuersignal und die Rückleseinformation übertragen werden, nahe beieinander angeordnet
werden, insbesondere innerhalb eines einzigen Kabels. Auf eine Abschirmung zwischen
den einzelnen Adern kann verzichtet werden. Das erfindungsgemäße Rücklesen des Zustandsmusters
von der Funktionseinheit zur Steuereinrichtung mittels eines anderen physikalisches
Prinzips als das, welches für die Übermittlung des Steuersignals von der Steuereinrichtung
zur Funktionseinheit verwendet wird, ermöglicht eine verbesserte Entkopplung von Steuersignal
und Rücklesesignal. Dies ist insbesondere in Bezug auf die Sicherheitsbetrachtung
in Bahnanlagen von entscheidender Bedeutung.
[0015] Die
Signalanlage umfasst eine Steuereinrichtung (für Bahnanwendungen z.B. eine Signalansteuerung eines
Stellwerks) und eine Funktionseinheit (für Bahnanwendungen z.B. ein Bahnsignal). Der
Zweck der Signalanlage ist die Darstellung eines Zustandsmusters (für Bahnanwendungen
z.B. Darstellung eines Signalbildes, Fahrbegriffs) welches zur Verifizierung zurückgelesen
wird, wobei sich die Anzeigeeinrichtung entfernt vom Stellwerksgebäude befinden kann.
[0016] Die
Steuereinrichtung ist bei Bahnanwendungen der Ausgabeteil des Stellwerkrechners. Zwecks Verkehrsführung
werden an verteilte Funktionseinheiten Zustandsmuster ausgegeben. In der Steuereinrichtung
findet der Vergleich des Informationsinhaltes des Rücklesesignals mit dem Informationsinhalt
des Steuersignals statt.
[0017] Die
Funktionseinheit ist ein von der Steuereinheit entfernt angeordneter Anlageteil zur Anzeige eines
Zustandsmusters. Im Zusammenhang mit Bahnanwendungen ist die Funktionseinheit ein
vom Stellwerksgebäude abgesetztes Anlageteil zur Verkehrsführung (z.B. Verkehrssignal,
Anzeigevorrichtung). In der Funktionseinheit erfolgt die Umwandlung des DC Steuersignals
in eine Anzahl von Schaltsignale der Funktionselemente zur Darstellung eines Zustandsmusters.
In der Funktionseinheit werden die Schaltzustände der Funktionselemente erfasst und
zwecks Rücklesens dem Signalerzeugungssystem zugeführt.
[0018] Die
Anzeigeeinrichtung ist der Anzeigeteil der Funktionseinheit. Sie umfasst mehrere Funktionselemente.
Die Anzeigeeinrichtung stellt das Zustandsmuster dar. Die abgesetzte Darstellung eines
Fahrbegriffes ist der eigentliche Sinn und Zweck der Signalanlage bestehend aus Steuereinrichtung
und Funktionseinheit.
[0019] Das
Funktionselement ist ein Bauelement der Anzeigeeinrichtung, wobei das Bauelement (für Bahnanwendungen
z.B. Lichtpunkt umfassend ein oder mehrere Lichtquellen z.B. Glühlampen, LEDs) durch
einen elektrischer Strom betrieben wird. Der Schaltzustand jedes Funktionselementes
wird rückgelesen. Durch Anschalten (bspw. der Lichtquellen des Funktionselements)
wird ein Stromfluss innerhalb des Funktionselements bewirkt und eine Lichtabstrahlung
erzeugt. Sowohl Stromfluss als auch Lichtabstrahlung (Lichtstrom) können zum Erkennen
des jeweiligen Schaltzustandes dienen.
[0020] Schaltzustand des Funktionselements (z.B. Lichtpunkt eines Signals): Jedes Funktionselement kann
verschiedene Zustände einnehmen (z.B. an/aus; hell/dunkel). Bei Eisenbahnsignalen
kann der Lichtstrom für den Zustand an/hell bei Betrieb in der Nacht reduziert sein.
Die Kombination der Zustände der einzelnen Funktionselemente bildet das
Zustandsmuster der Anzeigeeinrichtung innerhalb einer Funktionseinheit. Das Zustandsmuster der Anzeigeeinrichtung
ergibt ein Signalbild, das bei Eisenbahnsignalen einem Fahrbegriff (z.B. "Fahrt 60
km/h") entspricht. Das Zustandsmuster setzt sich aus einer Anzahl von Funktionselementen
zusammen, welche in einen bestimmten Schaltzustand gesetzt wurden.
[0021] Der
Informationsinhalt ist die abstrahierte Version von Nutzinformation, d.h. Information betreffend ein
anzuzeigendes oder angezeigtes Zustandsmuster. Der Informationsinhalt umfasst also
die Information, welches Schaltelement in welchen Schaltzustand versetzt werden soll
(Informationsinhalt betreffend ein anzuzeigendes Zustandsmuster) bzw. welches Schaltelement
sich in welchem Schaltzustand befindet (Informationsinhalt betreffend ein angezeigtes
Zustandsmuster).
[0022] Das
Steuersignal ist eine Kombination von DC-Signalen, die über eine oder mehrere parallele Leitungen
übertragen werden, wobei jede Leitung je ein DC-Signal des Steuersignals überträgt.
Das Steuersignal kann DC-Signale verschiedener Spannungslevel, insbesondere zwei (binär)
oder drei (ternär) Spannungslevel umfassen. Auf diese Weise kann der Informationsinhalt
betreffend das gewünschte Zustandsmuster von der Steuereinrichtung an die Funktionseinheit
übertragen werden. Vorzugsweise gelangen Spannungssignale mit binärer oder ternärer
Ausprägung zur Anwendung. Die letztere Ausführungsform dient zur Reduktion der Anzahl
notwendigen Leitungen.
[0023] Das
Rücklesesignal enthält den zurückgelesenen Informationsinhalt (Informationsinhalt betreffend ein
angezeigtes Zustandsmuster) über das aktuell auf der Anzeigeeinrichtung dargestellte
Zustandsmuster. Als zurückgelesener Informationsinhalt wird für jedes Zustandsmuster
ein AC-Signal verwendet, das bspw. ein dem Zustandsmuster zugeordnetes Paar von zwei
dichroischen Tonfrequenzen (20 Hz bis 20 kHz) umfasst (z.B. die Frequenzsätze von
DMTF).
[0024] Vorzugsweise wird vor Übermittlung des Steuersignals an die Funktionseinheit der
Informationsinhalt betreffend das darzustellende Zustandsmuster auf den Leitungen
mittels der Steuereinrichtung durch DC-Spannungslevel, vorzugsweise binär oder ternär
kodiert. Zur Kodierung wird ein Code mit verschiedenen Code-Werten verwendet, wobei
jeder Code-Ziffer einem Spannungslevel zugeordnet ist, wobei sich die Spannungslevels
der unterschiedlichen Code-Ziffern voneinander unterscheiden. Bei einer binären Kodierung
werden zwei Spannungslevel, bei einer ternären Kodierung werden drei Spannungslevel
zur Kodierung verwendet. Die Kodierung erfolgt durch Anwenden eines binären oder ternären
Codes. Ein binärer Code umfasst zwei Code-Ziffern (bspw. 0, 1), ein ternärer Code
umfasst drei Code-Ziffern (bspw. -1, 0, 1 oder 0, 1, 2). Die Code-Ziffern werden durch
jeweils ein Spannungslevel gebildet. Die kodierten Werte werden durch Aneinanderreihen
einer vorgegebenen Anzahl an Code-Ziffern gebildet. Das DC-Spannungslevel-kodierte
Steuersignal wird mittels eines Encoders im Interface Boards erzeugt.
[0025] Nach Anwenden des Codes wird das Steuersignal vorzugsweise als binär oder ternär
kodiertes elektrisches Spannungssignal an die Funktionseinheit übermittelt. Die Kodierung
des Steuersignals erfolgt mittels eines Encoders im Interface Boards. Die Übermittlung
des kodierten Steuersignals an die Funktionseinheit erfolgt vorzugsweise mittels eines
Steuerkabels mit mehreren Leitungen, wobei das Steuerkabel dazu eingerichtet ist,
mindestens zwei, vorzugsweise drei DC-Signale unterschiedlicher Spannungslevel zu
übertragen.
[0026] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Steuersignal zur Energieversorgung der Funktionseinheit
verwendet wird. Auf eine externe Energieversorgung kann dann verzichtet werden.
[0027] Diese Energiegewinnung wird bei einer speziellen Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens
dadurch realisiert, dass das Steuersignal über ein Steuerkabel mit drei oder mehr
Leitungen als ternär codiertes Signal übertragen wird, und als Steuersignal aus den
möglichen Kombinationen der Code-Ziffern nur diejenigen Kombinationen verwendet werden,
die zumindest eine Code-Ziffer aufweisen, die dem höchsten Spannungslevel entspricht
und zumindest eine Code-Ziffer, die dem niedrigsten Spannungslevel entspricht. Durch
das Vorhandensein mindestens eines obersten und eines untersten Spannungslevels steht
bei allen verwendeten kodierten Werten (Code-Ziffern-Kombinationen) auf einem beliebigen
Leitungspaar die volle Steuerspannung an. Mit einer Diodenschaltung (6B Brückengleichrichter)
kann diese Spannung codeunabhängig rückwirkungsfrei abgegriffen und zum Betreiben
der Funktionseinheit verwendet werden.
[0028] Der Informationsinhalt betreffend das darzustellende Zustandsmuster wird vorzugsweise
in der Funktionseinheit mittels einer elektronischen Dekodiereinheit in das Zustandsmuster
der Anzeigeeinrichtung umgewandelt. D.h. die betreffenden Funktionselemente werden
in den entsprechenden Schaltzustand versetzt.
[0029] Zur Erzeugung des Rücklesesignals werden die Schaltzustände der Funktionselemente
erfasst.
[0030] Eine Möglichkeit, das Zustandsmuster zu ermitteln, welches den Informationsinhalt
des Rücklesesignals bildet, besteht darin, den von den einzelnen Funktionselementen
ausgehenden Lichtstrom zu messen. Bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen
Verfahrens umfassen die Funktionselemente daher Lichtquellen, insbesondere LEDs, wobei
die Schaltzustände der Funktionselemente durch Messung von Lichtströmen, die von den
Lichtquellen der jeweiligen Funktionselemente ausgehen, erfasst werden und das Rücklesesignals
als Kombination der erfassten Schaltzustände ermittelt wird. Der Lichtstrom wird hierzu
mittels eines Photosensors und eines Schwellenvergleichers gemessen und in Bezug auf
einen vorgegebenen Schaltzustand bewertet. Dies erfolgt bspw. durch einen Vergleich
des gemessenen Lichtstroms mit einem Grenzwert, der für den vorgegebenen Schaltzustand
nicht über- bzw. unterschritten werden darf. Die Kombination der Schaltzustände (z.B.
Lichtpunkt leuchtet oder Lichtpunkt passiv) bildet das zurückzulesende Zustandsmuster.
Dieser Informationsinhalt wird als Rücklesesignal kodiert.
[0031] Eine weitere Möglichkeit das Zustandsmuster zu ermitteln besteht darin, den durch
die Lichtquelle der Funktionselemente fließenden elektrischen Strom zu messen. Alternativ
oder zusätzlich kann daher vorgesehen sein, dass die Funktionselemente Lichtquellen,
insbesondere LEDs, umfassen, und dass die Schaltzustände der Funktionselemente durch
Messung der in den Lichtquellen fließenden Stromstärken erfasst werden und das Rücklesesignals
als Kombination der erfassten Schaltzustände ermittelt wird. Das Rücklesesignal enthält
dann also Information über die Stromstärken der durch die Lichtquellen der Funktionselemente
fließenden Ströme, welche den Schaltzustand der Funktionseinheit definieren. Die Stromstärke
wird einem Schwellenvergleicher zugeführt und in Bezug auf einen vorgegebenen Schaltzustand
bewertet. Dies erfolgt bspw. durch einen Vergleich des gemessenen Stroms mit einem
Grenzwert, der für den vorgegebenen Schaltzustand nicht über- bzw. unterschritten
werden darf. Die Kombination der Schaltzustände (z.B. LED bestromt oder LED passiv)
bildet das zurückzulesende Zustandsmuster. Dieser Informationsinhalt wird als Rücklesesignal
kodiert.
[0032] Vorzugsweise werden die erfassten Schaltzustände zum Kodieren einem Signalerzeugungssystem,
zugeführt, in dem das AC-Signal erzeugt wird.
[0033] Bei einer besonders bevorzugten Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird im
Signalerzeugungssystem zur Kodierung des Rücklesesignals das AC-Signal in Form von
zwei oder mehreren überlagerten diskreten sinusförmigen Signalen mit unterschiedlichen
Frequenzen erzeugt. Der Informationsgehalt umfassend die erfassten Schaltzustände
der Funktionselemente, die das Zustandsmuster bilden, liegt dann also als AC-Signal
mit mehreren überlagerten Frequenzen vor.
[0034] Eine besonders bevorzugte Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass
das AC-Signal mittels Doppeltonmehrfrequenz-Verfahrens erzeugt wird.
[0035] Vorzugsweise wird das Doppeltonmehrfrequenz-Verfahren innerhalb eines Frequenzbands
von 20Hz - 20kHz (hörbare Frequenz) durchgeführt. Mehrfrequenzwahlverfahren (DTMF)
sind aus der Telekommunikation zur Übertragung von Informationen bekannt.
[0036] Vorzugsweise wird der Informationsgehalt betreffend das dargestellte Zustandsmuster
vor der Erzeugung des AC-Signals mittels eines Rücklesekodierer kodiert, vorzugsweise
binär kodiert. Im Rücklesekodierer sind die für die relevanten Kombinationen von Schaltzuständen
der Funktionselemente zugehörigen Zustandsmuster und die entsprechenden (z. B. binär)
kodierten Werte hinterlegt. Da in der Regel nicht alle Kombinationen von Schaltzuständen
der Funktionselemente relevant sind, kann die Anzahl der benötigten binär kodierten
Werte stark reduziert werden. Vorzugsweise wird daher nur für jedes gültige (relevante)
Zustandsmuster (Kombinationen von Schaltzuständen der Funktionselemente; für Bahnsignale:
Anzahl der Fahrbegriffe) eine binäre Zahl (binär kodierter Wert) hinterlegt. Die so
kodierte Rückleseinformation wird dann mittels eines AC-Signalerzeugungssystems, z.B.
eines programmierbaren D oppelton-Frequenzgenerators, in das AC-Signal umgewandelt.
[0037] Nach Übertragung der Rückleseinformation als AC-Signal zur Steuereinrichtung wird
die Rückleseinformation in der Steuereinheit mittels eines Frequenz-Dekodierers wieder
derart dekodiert, dass die Rückleseinformation wieder binär kodiert vorliegt. Der
dekodierte Informationsinhalt des Rücklesesignals wird in einem Interface-Board der
Steuereinrichtung mit dem Informationsinhalt im Steuersignal verglichen. Wenn eines
der Funktionselemente defekt ist oder aufgrund einer fehlerhaften Übertragung des
Informationsinhaltes mittels des Steuersignals nicht den gewünschten Zustand und somit
die Anzeigeeinrichtung nicht das gewünschten Zustandsmuster darstellt, ergibt der
Vergleich, dass der Informationsinhalt des Rücklesesignals nicht mit dem Informationsinhalt
des Steuersignals übereinstimmt.
[0038] Das erfindungsgemäße Verfahren wird bevorzugt im Bahnbereich zur Steuerung und Kontrolle
von Bahnsignalen eingesetzt, mit denen durch unterschiedliche Zustandsmuster unterschiedliche
Signalbilder als Fahrbegriffe erzeugt werden. Vorzugsweise ist die Funktionseinheit
mit der Anzeigeeinrichtung daher ein sicherheitsrelevantes Element, insbesondere ein
Verkehrssignal, vorzugsweise ein Eisenbahnsignal, oder eine Anzeigevorrichtung.
[0039] Die Steuereinrichtung kann mehrere Funktionseinheiten steuern und überwachen, z.B.
mehrere Rangiersignale an einer Weiche.
[0040] Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Ansteuern und Überwachen einer Funktionseinheit
mit einer Anzeigeeinrichtung zur Darstellung von Zustandsmustern mit mindestens einem
Funktionselement, wobei die Funktionselemente verschiedenen Schaltzustände einnehmen
können und eine Detektionseinrichtung zur Ermittlung von Informationsinhalt betreffend
das dargestellte Zustandsmuster durch Erfassung der Schaltzustände der Funktionselemente
(4) umfassen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst: die Funktionseinheit, eine
Steuereinrichtung zur Ansteuerung der Funktionseinheit mittels Steuersignalen, einer
Dekodiereinheit zur Erzeugung eines Zustandsmusters in der Anzeigeeinrichtung aus
dem Steuersignal, eine Detektionseinrichtung zur Ermittlung von Informationsinhalt
betreffend das dargestellte Zustandsmuster durch Erfassung der Schaltzustände der
Funktionselemente. Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1 eingerichtet und umfasst darüber hinaus: ein Signalerzeugungssystem
zur Erzeugung eines Rücklesesignals durch Generierung von AC-Signalen aus dem ermittelten
Informationsinhalt betreffend das dargestellte Zustandsmuster und ein Interface-Board
zum Vergleich des Informationsinhaltes des Rücklesesignals mit dem Informationsinhalt
des Steuersignals.
[0041] Vorzugsweise handelt es sich bei der Anzeigeeinrichtung um einen elektrischen Verbraucher,
insbesondere ein Lichtpunkt eines Verkehrssignals oder Zugsicherungssignals.
[0042] Die Funktionselemente weisen als Lichtquelle vorzugsweise Leuchtmittel, insbesondere
LEDs auf. Die korrekte Lichtabstrahlung der LEDs wird einerseits durch direkte Messung
des Lichtstroms oder indirekt durch Messung des Betriebsstroms ermittelt. Das Erkennen
der korrekten Funktionsweise wird in Form der Rückleseinformation rückgeführt.
[0043] Zum digitalen Kodieren des von der Detektionseinrichtung im Funktionselement ermittelten
Informationsinhalts betreffend das dargestellte Zustandsmuster umfasst die erfindungsgemäße
Vorrichtung vorzugsweise einen Rücklesekodierer.
[0044] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuereinrichtung zur Ansteuerung der
Funktionseinheit mittels binär oder ternär codierten Steuersignalen eingerichtet.
[0045] Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Einrichtung zur Energieversorgung der Funktionseinheit
durch von der Steuereinrichtung generierte Steuersignalen vorhanden ist.
[0046] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung.
Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß
jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung
der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung und Zeichnung
[0047]
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Form einer Signalanlage, bei der das Steuersignal
binär kodiert übertragen wird.
- Fig. 2
- zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Form einer Signalanlage, bei der das Steuersignal
ternär kodiert übertragen wird.
- Fig. 3
- zeigt Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die für die Energieversorgung
der Funktionseinheit durch von der Steuereinrichtung generierte Steuersignale notwendig
sind.
- Fig. 4
- zeigt das Funktionselement mit einer Detektionseinrichtung zur Erfassung der Schaltzustände
des Funktionselements mittels Messung des el. Stroms.
- Fig. 5
- zeigt das Funktionselement mit einer Detektionseinrichtung zur Erfassung der Schaltzustände
des Funktionselements mittels Messung des Lichtstroms
- Fig. 6
- zeigt einen beispielhaften Aufbau eines Signalerzeugungssystems zur Erzeugung des
Rücklesesignals in Form eines AC-Signals.
- Fig. 7
- zeigt einen beispielhaften Aufbau eines Frequenz-Dekodierers.
- Fig. 8
- zeigt eine Anordnung von mehreren Rangiersignalen an einer Weiche, die über die erfindungsgemäße
Vorrichtung gesteuert werden sollen.
- Fig. 9
- zeigt den Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Steuerung der Rangiersignale
aus Fig. 8.
[0048] In
Fig. 1 und
Fig. 2 ist der Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung am Beispiel einer Signalanlage
1, 1' zur Steuerung eines Bahnsignals als Funktionseinheit
2 gezeigt. Das Bahnsignal 2 umfasst eine Anzeigeeinrichtung
3 mehrere Funktionselemente
4 in Form von Lichtpunkten, die durch Leuchtmittel (z.B. LEDs) realisiert sind. Die
Funktionselemente 4 können verschiedene Schaltzustände annehmen, so dass je nach Schaltzustand
der einzelnen Funktionselemente unterschiedliche Signalbilder (Zustandsmuster) angezeigt
werden können.
[0049] Die Signalanlage 1, 1' umfasst neben der Funktionseinheit 2 eine Steuereinrichtung
5, die entfernt von der Funktionseinheit 2, bspw. bei einem Stellwerk oder in einem
Stellwerk integriert angeordnet ist. Steuereinrichtung 5 und Funktionseinheit 2 sind
über ein Steuerkabel
7, 7' verbunden, über das die Anzeigeeinrichtung 3 der Funktionseinheit 2 angesteuert werden
kann, um eine gewünschtes Zustandsmuster anzuzeigen. Das Steuerkabel 7, 7' umfasst
mehrere Steuerleitungen
8a zur Übertragung der Steuersignale von der Steuereinrichtung 5 an die Funktionseinheit
2 und eine Rückleseleitung
8b zur Übertragung von Rücklesesignale von der Funktionseinheit 2 an die Steuereinrichtung
5. Zur Überprüfung, ob das gewünschte Zustandsmuster auch wirklich durch die Funktionseinheit
2 angezeigt wurde oder ob es bspw. aufgrund eines Übertragungsfehlers oder eines Defekts
eines Funktionselements 4 zu einer fehlerhaften Anzeige gekommen ist, wird das tatsächlich
von der Anzeigevorrichtung 3 angezeigte Zustandsmuster rückgelesen, an die Steuereinrichtung
übermittelt. In der Steuereinrichtung werden dann der Informationsinhalt betreffend
das anzuzeigende Zustandsmuster aus dem Steuersignal und der Informationsinhalt betreffend
das angezeigte Zustandsmuster aus dem Rücklesesignal verglichen. Weichen die Informationsinhalte
voneinander ab, können entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden.
[0050] Steuersignal und Rücklesesignal werden über dasselbe Kabel übertragen, wobei unterschiedliche
Signalarten bzw. Kodierungen verwendet werden, um eine gegenseitige Beeinflussung
von Steuersignal mit dem Rücklesesignal zu vermeiden.
[0051] Erfindungsgemäß wird das Steuersignal in Form von DC-Spannungssignalen übermittelt.
Dazu wird die Information betreffend das anzuzeigende Zustandsmuster als eine Kombination
von DC-Signalen generiert, die über die Steuerleitungen 8a übertragen werden, wobei
jede Leitung je ein DC-Signal des Steuersignals überträgt. Die Anzahl N der Steuerleitungen
8a des Steuerkabels 7, 7' richtet sich an die Kodierung (Anzahl n der verwendeten
Spannungslevel) und der Anzahl an relevanten Zustandsmuster, also der Anzahl m an
Zustandsmuster, die auf der Anzeigevorrichtung 3 der Funktionseinheit 2 angezeigt
werden sollen (n
N≥m). Jede Code-Ziffer des verwendeten kodierten Werts (Bit bei binärer Kodierung,
Trit bei ternärer Kodierung) wird durch ein Spanungslevel realisiert, wobei benachbarte
Spannungslevel vorzugsweise gleichweit voneinander beabstandet sind.
[0052] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Steuersignal binär kodiert übertragen wird,
also unter Verwendung zweier DC-Spannungslevel, übertragen wird. Im vorliegenden Fall
sind vier Steuerleitungen 8b vorgesehen, so dass maximal für 16 Zustandsmuster Steuersignale
übertragen werden können. Das binär kodierte Steuersignal wird mittels einer Dekodiereinheit
6 in das anzuzeigende Zustandsmuster (Signalbilder) transformiert.
[0053] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Steuersignal vor Übertragung des an die Funktionseinheit
2 aus einem binär kodierten Signal (Kommando) in ein ternär kodiertes Signal konvertiert
und dann ternär kodiert, also unter Verwendung dreier DC-Spannungslevel, übertragen
wird. Nach der Übertragung des Steuersignals an Funktionseinheit 2 erfolgt eine Rückkonvertierung
des ternären Steuersignals zurück in ein binär kodiertes Signal. Das binär kodierte
Steuersignal wird auch hier mittels einer Dekodiereinheit 6 in das anzuzeigende Zustandsmuster
(Signalbilder) transformiert.
[0054] In dem in Fig. 2 gezeigten Fall sind drei Steuerleitungen 8b vorgesehen, so dass
maximal für 27 Zustandsmuster ternär kodierte Steuersignale übertragen werden können.
Dabei ist jedem Zustandsmuster eine Spannungslevelkombination zugeordnet. Werden den
Zustandsmustern nur Spannungslevelkombinationen zugeordnet, die sowohl das höchsten
Spannungslevel als auch das niedrigsten Spannungslevel enthält (gültige Code-Werte),
kann für jedes Zustandsmuster von einem Steuerleitungspaar die maximale Steuerspannung
(Spannungsdifferenz zwischen höchsten und niedrigsten Spannungslevel) abgegriffen
und bspw. zur Energieversorgung der Funktionseinheit 2 verwendet werden. In dem in
Fig. 2 gezeigten Beispiel verringert sich dann die Anzahl der Zustandsmuster, für
die Steuersingale erzeugt werden können, auf zwölf. Die Rate der Schaltbegriffswechsel
beträgt vorzugsweise weniger als 10 pro Sekunde.
[0055] In
Fig. 3 ist dies schematisch dargestellt. Das Steuersignal wird mittels einer Speisung
9 generiert. Das Abgreifen der Spannung von den Steuerleitungen 8a erfolgt über eine
Diodenschaltung
10, insbesondere einen 6B-Brückengleichrichter. Bei jedem gültigen ternären Code-Wert
liegt eine maximale Spannungsspanne (hier 48 VDC) vor. Eine Brückengleichrichterkombination
10 (vorzugsweise in der Schaltung 6B) liefert die DC-Rohenergie an einen Eingangsweitbereich
DC/DC-Wandler, um die lokale 24 VDC Speisung zu erzeugen.
[0056] Die Weitbereichseigenschaft des DC/DC Wandlers kompensiert die Spannungsverluste
bei langen, widerstandsbehafteten Leitungen. Da die Leitung immer mit gültigen Code-Ziffern
beaufschlagt wird, gibt es keine Lücken in der Spannungsversorgung.
[0057] In der Funktionseinheit 2 bewirkt das Steuersignal, dass die Funktionselemente 4
der Anzeigeeinrichtung 3 in den gewünschten Schaltzustand versetzt werden. Zur Erzeugung
des Rücklesesignals muss das tatsächlich durch die Anzeigeeinrichtung 3 angezeigte
Zustandsmuster ermittelt werden. Fig. 4 und Fig. 5 zeigen Funktionselemente 4a, 4b
mit zwei verschiedenen Arten von Detektionseinrichtungen mit denen dies realisiert
werden kann.
[0058] Für eine Flächenausleuchtung (Matrix) werden eine oder mehrere Ketten von in Serie
geschalteten LEDs 11 innerhalb eines Funktionselements parallel verschaltet (nicht
gezeigt). In
Fig. 4, 5 sind Funktionselemente 4a, 4b mit einer solche Kette von mehreren in Serie geschalteten
LEDs
11 gezeigt.
[0059] Bei dem in
Fig. 4 gezeigten Funktionselement 4a werden die Schaltzustände ermittelt, indem der durch
die in Serie verschalteten LEDs 11 fließende elektrische Strom mittels eines Strommesswiderstands
21 gemessen wird. Die Stromstärke wird einem Schwellenvergleicher
12 zugeführt und in Bezug auf einen vorgegebenen Schaltzustand bewertet. Das Rücklesesignal
enthält dann Informationen über den durch das Funktionselement 4a fließenden Strom.
[0060] In
Fig. 5 ist eine weitere Art gezeigt, die Schaltzustände des Funktionselementes 4b zu ermitteln,
indem der Gesamtlichtstrom der in Serie verschalteten LEDs 11 detektiert wird. Dies
erfolgt mittels eines Photosensors
13, auf den bspw. mittels eines Spiegels
14 das jeweils ein Teil des von der Gesamtheit der LEDs 11 emittierte Licht gelenkt
wird, und mittels eines Schwellenvergleichers 12 gemessen und in Bezug auf einen vorgegebenen
Schaltzustand bewertet. Das Rücklesesignal enthält dann Informationen den vom Funktionselement
4b abgegebenen Lichtstrom.
[0061] Die Bewertung erfolgt bspw. durch einen Vergleich des gemessenen el. Stroms bzw.
Lichtstroms mit einem Grenzwert, der für den vorgegebenen Schaltzustand nicht über-
bzw. unterschritten werden darf. Die Kombination der Schaltzustände (z.B. LED leuchtet
oder LED passiv) bildet das zurückzulesende Zustandsmuster. Dieser Informationsinhalt
wird als Rücklesesignal kodiert.
[0062] Der zurückgelesene Informationsinhalt wird zunächst in einem Rücklesekodierer
17 binär kodiert (s. Fig. 1 und Fig. 2). Der Rücklesekodierer 17 umfasst eine kombinatorische
Logik, welche den Informationsgehalt betreffend der Schaltzustände einem Signalerzeugungssystem
15 (Frequenzselektor) zuführt, indem ein dem detektierten Zustandsmuster zugeordnetes
AC-Signal erzeugt wird, das eine dem jeweiligen Zustandsmuster zugeordnete Gruppe,
vorzugsweise Paar) von zwei dichroischen Tonfrequenzen (vorzugsweise im Bereich 20
Hz bis 20 kHz) umfasst (z.B. die Frequenzsätze von DMTF). Ein entsprechendes Signalerzeugungssystem
15 zur Erzeugung zweier dichroischen Frequenzen ist beispielhaft in
Fig. 6 gezeigt. Das Signalerzeugungssystem 15 umfasst mehrere (hier zwei) Tongeneratoren
16a, 16b, wobei der erste Tongenerator 16a Signale einer unteren Frequenzgruppe und der zweite
Tongenerator 16b Signale einer oberen Frequenzgruppe generiert. Für jedes Zustandsmuster
wird je eine Frequenz (Ton) aus der oberen und der unteren Frequenzgruppe angeschaltet.
Das Rücklesesignal besteht vorzugsweise ausschließlich aus zwei sinusförmigen Frequenzen.
Im vorliegenden Beispiel werden also Frequenzpaare gebildet. Die Frequenzpaare werden
so gewählt, dass Oberwellen vermieden werden, d.h. keine Frequenz ist ein Vielfaches
von einer anderen, die Differenz zwischen zwei beliebigen Frequenzen nicht gleich
einer der Frequenzen ist, und die Summe von zwei beliebigen Frequenzen entspricht
nicht einer der Frequenzen. Das so erzeugte AC-Rücklesesignal wird über die Rückleseleitung
8b des Steuerkabels 7 übertragen. Als Rückleiter (Massepotential), der für die Übertragung
des AC-Rücklesesignals elektrisch notwendig ist, wird die Steuerleitung 8a mit dem
tiefsten Spannungsniveau des kodierten Steuersignals verwendet.
[0063] Um die Informationsinhalte von Steuersignale und Rücklesesignal miteinander vergleichen
zu können, wird das zur Steuereinrichtung 5 übertragenen AC-Signal in einem Frequenz-Dekodierer
18 der Steuereinrichtung 5 in ein binäres Signal dekodiert. Ein entsprechender Frequenz-Dekodierer
18 ist beispielhaft in
Fig. 7 gezeigt. Der Frequenz-Dekodierer 18 umfasst mehrere (entsprechend der Anzahl der
Frequenzen im AC-Rücklesesignal, hier: 2) Bandpassfilteranordnungen
19a, 19b, die die einzelnen Frequenzen aus dem AC-Rücklesesignal separieren. Mittels einer
kombinatorischen Logik
23 wir aus den separierten Frequenzen ein binäres Signal erzeugt, indem dort, wo eine
passende Frequenz vorliegt, eine logische 1 erzeugt wird. Das in der Steuereinrichtung
5 als binäres Signal vorliegende Steuersignal und Rücklesesignal werden mittels einer
Schnittstellenkarte
20 (Interface-Board) der Steuereinrichtung verglichen.
[0064] Kern der vorliegenden Erfindung ist, dass der Informationsinhalt richtungsabhängig
innerhalb der erfindungsgemäßen Signalanlage 1, 1' verschiedene physikalische Ausprägungen
(Spannung-Strom versus Frequenz) aufweist und damit unterschiedlich auf Störungen
reagiert: In der Steuereinrichtung 5 liegt der Informationsgehalt als binäres DC-Signal,
(also als ein DC-Spannungssignal, das zwei Spannungslevel aufweisen kann) vor. Zwischen
Steuereinrichtung 5 und Funktionseinheit 2 kann der Informationsgehalt als ternäres
DC-Signal (drei Spannungslevel) vorliegen (Fig. 2). In der Anzeigeeinrichtung 3 liegt
der Informationsgehalt als Zustandsmuster vor. Bei der Übertragung des Rücklesesignals
von der Funktionseinheit 2 zur Steuereinrichtung 5 liegt der Informationsgehalt als
AC-Signal (insbesondere mit zwei dichroischen Tonfrequenzen) vor. Dadurch wird eine
physikalisch diversitäre Übertragung des Steuersignals (DC-Signal, z.B. ternärer Code)
und des Rücklesesignals (AC-Signal, z.B. Paar von zwei dichroischen Tonfrequenzen)
erreicht. Auf diese Weise können Störeinflüsse sicher erkannt werden, da Leitungs-
Isolations- und EMV-Störungen keine mit dem bidirektionalen Übertragungsverfahren
(Spannung vs. dichroische Frequenzen) korrelierenden Fehlinformationen erzeugen.
[0065] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung können
auch mehrere Funktionseinheiten
2a, 2b, 2c gesteuert und überwacht werden, bspw. mehrere Rangiersignale an einer Weiche, wie
in
Fig. 8 dargestellt. Das Steuerkabel 7' verbindet dabei die verschiedenen Funktionseinheiten
2a, 2b, 2c seriell. Die Verschaltung innerhalb einer erfindungsgemäßen Signalanlage
1" ist in
Fig. 9 gezeigt.
[0066] Die drei Funktionseinheiten 2a, 2b, 2c umfassen im vorliegenden Beispiel jeweils
drei Lichtpunkte (Funktionselemente 4 mit Detektionseinrichtung) und werden angesteuert
wie eine einzige Funktionseinheit mit 3x3 = 9 Funktionselementen und 27 Zustandsmustern.
Das heißt, das Steuersignal umfasst gleichzeitig Informationen betreffend alle drei
Funktionseinheiten 2a, 2b, 2c oder mit andere Worten: das Zustandsmuster wird gebildet
durch die Schaltzustände der Funktionselemente 4 aller Funktionseinheiten 2a, 2b,
2c.
[0067] Jede Funktionseinheit 2a, 2b, 2c umfasst eine Dekodiereinheit 6, einen Rücklesekodierer
17 und ein Signalerzeugungssystem 15. Das Rücklesesignal umfasst Teil-Rücklesesignale,
wobei in jeder Funktionseinheit 2a, 2b, 2c ein Teil-Rücklesesignal generiert wird.
Die Teil-Rücklesesignale der verschiedenen Funktionseinheiten 2a, 2b, 2c werden in
dieselbe Rückleseleitung 8b eingespeist. Mit den 12 verfügbaren ternär kodierten Werten,
welche die Eigenschaft der Energiegewinnung beinhalten, können die 3x3 = 9 Funktionselementen
einzeln angesteuert werden, jedoch nicht die 27 möglichen Zustandsmuster aller 3 Funktionseinheiten.
In der vorliegenden Ausführung wird das Zustandsmuster der Signalanlage 1" nacheinander
mittels 3 Teil-Zustandsmuster übermittelt. Das heißt, in einem ersten Zeitfenster
(z.B. 0-300 ms) wird ein Steuersignal übermittelt, dessen Informationsinhalt das durch
das erste Rangiersignal 2a anzuzeigende Teil-Zustandsmuster betrifft und für die beiden
andere Rangiersignale 2b, 2c eine Dunkelinformation enthält (Funktionselemente der
anderen Rangiersignale 2b, 2c sollten gemäß dieser Information nicht leuchten). In
einem zweiten Zeitfenster (z.B. 300-600 ms) wird ein Steuersignal übermittelt, dessen
Informationsinhalt das durch das zweite Rangiersignal 2b anzuzeigende Teil-Zustandsmuster
betrifft und für die beiden andere Rangiersignale 2a, 2c eine Dunkelinformation enthält
(Funktionselemente 4 der anderen Rangiersignale 2a, 2c sollten nach dieser Information
nicht leuchten), usw.. Nur in diesem, den einzelnen Rangiersignalen 2a, 2b, 2c zugeordneten
Zeitfenster antwortet das angesprochene Rangiersignal 2a, 2b, 2c mittel der integrierten
Detektionseinrichtung über den Rücklesekodierer 17 und dem Signalerzeugungssystem
15 mit dem entsprechenden Teil-Rücklesesignal. Um zu verhindern, dass die Funktionselemente
4 flackern, ist in den Rangiersignalen 2a, 2b, 2c ein Nachleucht-Timer
22 eingebaut, der die Funktionselemente 4 in den beiden Zeitfenstern, in denen für das
jeweilige Rangiersignale 2a, 2b, 2c eine Dunkelinformation übertragen wird, am Leuchten
hält.
[0068] Falls kein neues korrektes DC-Steuersignal am Rangiersignale 2a, 2b, 2c ankommt (z.
B. aufgrund einer gebrochenen Steuerleitung 8a), fallen nach Ablauf des Nachleucht-Timer
22 alle Lichtpunkte auf "dunkel". Wenn das ganze Steuerkabel 7' gerissen ist, gibt
es ohnehin keine Energie im Rangiersignal 2a, 2b, 2c. Bei Drahtbruch gibt es immer
eine Diskrepanz zum Steuersignal - die Reaktion der Schnittstellenkarte 20 ist das
Abschalten der Rangiersignale 2a, 2b, 2c. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und
dem erfindungsgemäßen Aufbau kann daher eine Fehlfunktion der Signalanlage 1" zuverlässig
nachgewiesen werden.
Bezugszeichenliste
[0069]
- 1, 1', 1"
- Signalanlage
- 2
- Funktionseinheit (bspw. Bahnsignal)
- 2a, 2b, 2c
- mehrere über dieselbe Steuereinrichtung gesteuerte Funktionseinheiten (bspw. Rangiersignale)
- 3
- Anzeigeeinrichtung
- 3a, 3b, 3c
- Anzeigeeinrichtungen von mehreren über dieselbe Steuereinrichtung gesteuerte Funktionseinheiten
- 4, 4a, 4b
- Funktionselement (mit Lichtquellen 11 und Detektionseinrichtung)
- 5
- Steuereinrichtung
- 6
- Dekodiereinheit
- 7, 7'
- Steuerkabel
- 8a
- Steuerleitungen
- 8b
- Rückleseleitung
- 9
- Speisung für Steuersignal
- 10
- Diodenschaltung zum Abgreifen der Spannung (6B Gleichrichter)
- 11
- LEDs eines Funktionselementes
- 12
- Schwellenvergleicher
- 13
- Photosensor
- 14
- Spiegel
- 15
- Signalerzeugungssystem
- 16a,16b
- Tongeneratoren
- 17
- Rücklesekodierer
- 18
- Frequenz-Dekodierer
- 19a, 19b
- Bandpassfilteranordnungen
- 20
- Schnittstellenkarte (Interface-Board)
- 21
- Strommesswiderstand
- 22
- Nachleucht-Timer
- 23
- kombinatorische Logik
1. Verfahren zum Steuern und Überwachen einer Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) mit einer
Anzeigeeinrichtung (3; 3a,3b,3c) zur Darstellung von Zustandsmustern mit Funktionselementen
(4, 4a, 4b), wobei die Funktionselemente (4, 4a, 4b) verschiedene Schaltzustände einnehmen
können, wobei ein Zustandsmuster die Schaltzustände der Funktionselemente (4, 4a,
4b) beschreibt, wobei das Verfahren umfasst:
a. Übertragung eines Steuersignals von einer Steuereinrichtung (5) an die Funktionseinheit
(2; 2a, 2b, 2c), wobei das Steuersignal Informationsinhalt betreffend ein mittels
der Anzeigeeinrichtung (3; 3a, 3b, 3c) darzustellendes Zustandsmuster umfasst;
b. Darstellen eines Zustandsmusters durch die Anzeigeeinrichtung (3; 3a,3b,3c) mittels
des von der Steuereinrichtung an die Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) übermittelten
Steuersignals, wobei das Zustandsmuster die Schaltzustände mindestens zweier Funktionselemente
(4, 4a, 4b) der Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) beschreibt;
c. Erzeugen eines Rücklesesignals, wobei das Rücklesesignal Informationsinhalt betreffend
das dargestellte Zustandsmuster umfasst, welcher durch Erfassung der Schaltzustände
der Funktionselemente (4, 4a, 4b) ermittelt wird,
d. Übertragung des Rücklesesignals zur Steuereinrichtung (5);
e. Vergleich des Informationsinhaltes des Rücklesesignals mit dem Informationsinhalt
des Steuersignals;
wobei
der Informationsinhalt betreffend das darzustellende Zustandsmuster in Form von DC-Signalen
auf einer oder mehreren Steuerleitungen (8a) von der Steuereinheit (5) zur Funktionseinheit
(2; 2a, 2b, 2c) übertragen wird
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rücklesesignal in Form eines AC-Signals von der Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c)
zur Steuereinrichtung (5) rückübertragen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor Übermittlung des Steuersignals an die Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) der Informationsinhalt
betreffend das darzustellende Zustandsmuster auf den Steuerleitungen (8a) mittels
der Steuereinrichtung (5) durch DC-Spannungslevel kodiert, vorzugsweise binär oder
ternär kodiert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuersignal zur Energieversorgung der Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) verwendet
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steuersignal über ein Steuerkabel (7') mit drei oder mehr Leitungen als ternär
codiertes Signal übertragen wird, und
dass als Steuersignal aus den möglichen Kombinationen der Code-Ziffern nur diejenigen
Kombinationen verwendet werden, die zumindest eine Code-Ziffer aufweisen, die dem
höchsten Spannungslevel entspricht und zumindest eine Code-Ziffer, die dem niedrigsten
Spannungslevel entspricht.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsinhalt betreffend das darzustellende Zustandsmuster in der Funktionseinheit
(2; 2a, 2b, 2c) mittels einer elektronischen Dekodiereinheit in das Zustandsmuster
der Anzeigeeinrichtung (3; 3a,3b,3c) umgewandelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionselemente (4b) Lichtquellen, insbesondere LEDs, umfassen und dass die
Schaltzustände der Funktionselemente (4b) durch Messung von Lichtströmen, die von
den Lichtquellen der jeweiligen Funktionselemente (4b) ausgehen, erfasst werden und
das Rücklesesignals als Kombination der erfassten Schaltzustände ermittelt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionselemente (4a) Lichtquellen, insbesondere LEDs, umfassen und dass die
Schaltzustände der Funktionselemente (4a) durch Messung der in den Lichtquellen fließenden
Stromstärke erfasst werden und das Rücklesesignals als Kombination der erfassten Schaltzustände
ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erfassten Schaltzustände zum Kodieren einem Signalerzeugungssystem (15), zugeführt
werden, in dem das AC-Signal erzeugt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Signalerzeugungssystem (15) zur Kodierung des Rücklesesignals ein AC-Signal in
Form von zwei oder mehreren überlagerten diskreten sinusförmigen Signalen mit unterschiedlichen
Frequenzen erzeugt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das AC-Signal mittels eines Doppeltonmehrfrequenz-Verfahrens erzeugt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsgehalt betreffend das dargestellte Zustandsmuster vor der Erzeugung
des AC-Signals mittels eines Rücklesekodierers (17) kodiert, vorzugsweise binär kodiert,
wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) mit der Anzeigeeinrichtung (3; 3a,3b,3c) ein
sicherheitsrelevantes Element, insbesondere ein Verkehrssignal, vorzugsweise ein Eisenbahnsignal,
oder eine Anzeigevorrichtung ist.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (5) mehrere Funktionseinheiten (2a,2b,2c) steuert und überwacht.
14. Vorrichtung (1; 1'; 1") zum Ansteuern und Überwachen einer Funktionseinheit (2; 2a,2b,2c)
mit einer Anzeigeeinrichtung (3; 3a,3b,3c) zur Darstellung von Zustandsmustern mit
Funktionselementen (4, 4a, 4b), wobei die Funktionselemente (4, 4a, 4b) verschiedene
Schaltzustände einnehmen können und eine Detektionseinrichtung zur Ermittlung von
Informationsinhalt betreffend das dargestellte Zustandsmuster durch Erfassung der
Schaltzustände der Funktionselemente (4, 4a, 4b) umfassen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1; 1'; 1") umfasst:
die Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c),
eine Steuereinrichtung (5) zur Ansteuerung der Funktionseinheit (2; 2a,2b,2c) mittels
Steuersignalen,
einer Dekodiereinheit (6) zur Erzeugung eines Zustandsmusters in der Anzeigeeinrichtung
(3; 3a,3b,3c) aus dem Steuersignal,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1; 1'; 1") zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche eingerichtet ist und darüber hinaus umfasst:
ein Signalerzeugungssystem (15) zur Erzeugung eines Rücklesesignals durch Generierung
von AC-Signalen aus dem ermittelten Informationsinhalt betreffend das dargestellte
Zustandsmuster, und
ein Interface-Board (20) zum Vergleich des Informationsinhaltes des Rücklesesignals
mit dem Informationsinhalt des Steuersignals.
15. Vorrichtung (1; 1'; 1") nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Funktionselement (4, 4a, 4b) ein elektrischer Verbraucher, insbesondere
ein Lichtpunkt eines Verkehrssignals oder Zugsicherungssignals ist.
16. Vorrichtung (1; 1'; 1") nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionselemente (4, 4a, 4b) als Lichtquellen LEDs aufweisen.
17. Vorrichtung (1; 1'; 1") nach Anspruch einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Rücklesekodierer (17) zum digitalen Kodieren des von der Detektionseinrichtung
im Funktionselement (4, 4a, 4b) ermittelten Informationsinhalts betreffend das dargestellte
Zustandsmuster umfasst.
18. Vorrichtung (1; 1'; 1") nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (5) zur Ansteuerung der Funktionseinheit (2; 2a, 2b, 2c) mittels
binär oder ternär codierten Steuersignalen eingerichtet ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung zur Energieversorgung der Funktionseinheit durch von der Steuereinrichtung
(5) generierte Steuersignalen vorhanden ist.
1. Method for controlling and monitoring a functional unit (2; 2a, 2b, 2c) having a display
device (3; 3a, 3b, 3c) for displaying state patterns having functional elements (4,
4a, 4b), it being possible for the functional elements (4, 4a, 4b) to assume different
switching states, a state pattern describing the switching states of the functional
elements (4, 4a, 4b), the method comprising:
a. transmitting a control signal from a control device (5) to the functional unit
(2; 2a, 2b, 2c), the control signal comprising information content relating to a state
pattern to be shown by means of the display device (3; 3a, 3b, 3c);
b. representing a state pattern via the display device (3; 3a, 3b, 3c) by means of
the control signal transmitted from the control device to the functional unit (2;
2a, 2b, 2c), the state pattern describing the switching states of at least two functional
elements (4, 4a, 4b) of the functional unit (2; 2a, 2b, 2c);
c. generating a readback signal, the readback signal comprising information content
relating to the state pattern shown, which information content is determined by detecting
the switching states of the functional elements (4, 4a, 4b),
d. transmitting the readback signal to the control device (5);
e. comparing the information content of the readback signal with the information content
of the control signal;
the information content relating to the state pattern to be shown being transmitted
in the form of DC signals onto one or more control lines (8a) from the control unit
(5) to the functional unit (2; 2a, 2b, 2c),
characterized in that the readback signal is transmitted back from the functional unit (2; 2a, 2b, 2c)
to the control device (5) in the form of an AC signal.
2. Method according to claim 1, characterized in that before the control signal is transmitted to the functional unit (2; 2a, 2b, 2c),
the information content relating to the state pattern to be shown is encoded, preferably
in binary or ternary, onto the control lines (8a) by means of the control device (5)
via DC voltage levels.
3. Method according to either of the preceding claims, characterized in that the control signal is used to supply energy to the functional unit (2; 2a, 2b, 2c).
4. Method according to claims 2 and 3,
characterized in that
the control signal is transmitted via a control cable (7') having three or more lines
as a ternary encoded signal, and
as a control signal, from the possible combinations of code digits only those combinations
are used that have at least one code digit that corresponds to the highest voltage
level and at least one code digit that corresponds to the lowest voltage level.
5. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the information content relating to the state pattern to be shown in the functional
unit (2; 2a, 2b, 2c) is converted into the state pattern of the display device (3;
3a, 3b, 3c) by means of an electronic decoding unit.
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterized in that the functional elements (4b) comprise light sources, in particular LEDs, and that
the switching states of the functional elements (4b) are detected by measuring luminous
fluxes emanating from the light sources of the respective functional elements (4b),
and the readback signal is determined as a combination of the detected switching states.
7. Method according to any of claims 1 to 5, characterized in that the functional elements (4a) comprise light sources, in particular LEDs, and that
the switching states of the functional elements (4a) are detected by measuring the
current strength flowing in the light sources and the readback signal is determined
as a combination of the detected switching states.
8. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the detected switching states are fed to a signal generation system (15) for encoding,
in which system the AC signal is generated.
9. Method according to claim 8, characterized in that an AC signal in the form of two or more superimposed discrete sinusoidal signals
having different frequencies is generated in the signal generation system (15) for
encoding the readback signal.
10. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the AC signal is generated by means of a two-tone multi-frequency method.
11. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the information content relating to the state pattern shown is encoded, preferably
in binary, by means of a readback encoder (17) before the AC signal is generated.
12. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the functional unit (2; 2a, 2b, 2c) having the display device (3; 3a, 3b, 3c) is
a safety-relevant element, in particular a traffic signal, preferably a railway signal,
or a display apparatus.
13. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the control device (5) controls and monitors a plurality of functional units (2a,
2b, 2c).
14. Apparatus (1; 1'; 1") for controlling and monitoring a functional unit (2; 2a, 2b,
2c) comprising a display device (3; 3a, 3b, 3c) for displaying state patterns having
functional elements (4, 4a, 4b), it being possible for the functional elements (4,
4a, 4b) to assume different switching states and said elements comprising a detection
device for determining information content relating to the state pattern shown by
detecting the switching states of the functional elements (4, 4a, 4b),
characterized in that the apparatus (1; 1'; 1") comprises:
the functional unit (2; 2a, 2b, 2c),
a control device (5) for controlling the functional unit (2; 2a, 2b, 2c) by means
of control signals,
a decoding unit (6) for generating a state pattern in the display device (3; 3a, 3b,
3c) from the control signal,
characterized in that the apparatus (1; 1'; 1") is configured to carry out the method according to any
of the preceding claims and also comprises:
a signal generation system (15) for generating a readback signal by generating AC
signals from the determined information content relating to the state pattern shown,
and
an interface board (20) for comparing the information content of the readback signal
with the information content of the control signal.
15. Apparatus (1; 1'; 1") according to claim 14, characterized in that at least one functional element (4, 4a, 4b) is an electrical load, in particular
a point of light of a traffic signal or train protection signal.
16. Apparatus (1; 1'; 1") according to either claim 14 or claim 15, characterized in that the functional elements (4, 4a, 4b) have LEDs as light sources.
17. Apparatus (1; 1'; 1") according to any of claims 14 to 16, characterized in that the apparatus comprises a readback encoder (17) for digitally encoding the information
content relating to the state pattern shown, which information content is determined
by the detection device in the functional element (4, 4a, 4b).
18. Apparatus (1; 1'; 1") according to any of claims 14 to 17, characterized in that the control device (5) is configured to control the functional unit (2; 2a, 2b, 2c)
by means of binary or ternary encoded control signals.
19. Apparatus according to any of claims 14 to 18, characterized in that there is a device for supplying energy to the functional unit via control signals
generated by the control device (5).
1. Procédé de commande et de surveillance d'une unité fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c) comportant
un dispositif d'affichage (3; 3a, 3b, 3c) permettant de représenter des modèles d'état
et comportant des éléments fonctionnels (4, 4a, 4b), les éléments fonctionnels (4,
4a, 4b) pouvant prendre différents états de commutation, un modèle d'état décrivant
les états de commutation des éléments fonctionnels (4, 4a, 4b), le procédé comprenant
:
a. la transmission d'un signal de commande d'un dispositif de commande (5) à l'unité
fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c), le signal de commande comprenant un contenu informatif
concernant un modèle d'état à représenter au moyen du dispositif d'affichage (3; 3a,
3b, 3c) ;
b. la représentation d'un modèle d'état par le dispositif d'affichage (3; 3a, 3b,
3c) à l'aide du signal de commande transmis du dispositif de commande à l'unité fonctionnelle
(2; 2a, 2b, 2c), le modèle d'état décrivant les états de commutation d'au moins deux
éléments fonctionnels (4, 4a, 4b) de l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c) ;
c. la génération d'un signal de relecture, le signal de relecture comprenant un contenu
informatif concernant le modèle d'état représenté qui est déterminé par la détection
des états de commutation des éléments fonctionnels (4, 4a, 4b),
d. la transmission du signal de relecture au dispositif de commande (5) ;
e. la comparaison du contenu informatif du signal relu avec le contenu informatif
du signal de commande ;
le contenu informatif concernant le modèle d'état à représenter étant transmis sous
la forme de signaux CC sur une ou plusieurs lignes de commande (8a) de l'unité de
commande (5) à l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c),
caractérisé en ce que
le signal de relecture est retransmis de l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c) au
dispositif de commande (5) sous la forme d'un signal CA.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, avant la transmission du signal de commande à l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b,
2c), le contenu informatif concernant le modèle d'état à représenter est codé, de
préférence de manière binaire ou ternaire, sur les lignes de commande (8a) au moyen
du dispositif de commande (5) par des niveaux de tension CC.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le signal de commande est utilisé pour alimenter l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b,
2c) en énergie.
4. Procédé selon les revendications 2 et 3,
caractérisé
en ce que le signal de commande est transmis par l'intermédiaire d'un câble de commande (7')
comportant trois lignes ou plus en tant que signal codé de manière ternaire, et
en ce que seules les combinaisons qui présentent au moins un chiffre de code correspondant
au niveau de tension le plus élevé et au moins un chiffre de code correspondant au
niveau de tension le plus bas sont utilisées comme signal de commande, parmi les combinaisons
possibles des chiffres de code.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contenu informatif concernant le modèle d'état à représenter dans l'unité fonctionnelle
(2 ; 2a, 2b, 2c) est converti en modèle d'état du dispositif d'affichage (3 ; 3a,
3b, 3c) au moyen d'une unité de décodage électronique.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les éléments fonctionnels (4b) comprennent des sources lumineuses, en particulier
des DEL, et en ce que les états de commutation des éléments fonctionnels (4b) sont détectés par la mesure
de courants lumineux qui partent des sources lumineuses des éléments fonctionnels
(4b) respectifs, et le signal de relecture est déterminé comme une combinaison des
états de commutation détectés.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les éléments fonctionnels (4a) comprennent des sources lumineuses, en particulier
des DEL, et en ce que les états de commutation des éléments fonctionnels (4a) sont détectés par la mesure
de l'intensité du courant circulant dans les sources lumineuses, et le signal de relecture
est déterminé comme une combinaison des états de commutation détectés.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les états de commutation détectés sont acheminés vers un système de génération de
signaux (15), dans lequel le signal CA est généré, pour être codés.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que, dans le système de génération de signaux (15), un signal CA est généré sous la forme
de deux signaux sinusoïdaux discrets superposés ou plus, lesquels comportant des fréquences
différentes, pour coder le signal de relecture.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le signal CA est généré au moyen d'un procédé multifréquence à double tonalité.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contenu informatif concernant le modèle d'état représenté est codé, de préférence
de manière binaire, au moyen d'un codeur de relecture (17) avant la génération du
signal CA.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c) comportant le dispositif d'affichage (3; 3a,
3b, 3c) est un élément important pour la sécurité, en particulier un signal de circulation,
de préférence un signal ferroviaire, ou un dispositif d'affichage.
13. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de commande (5) commande et surveille plusieurs unités fonctionnelles
(2a, 2b, 2c).
14. Appareil (1; 1'; 1") de commande et de surveillance d'une unité fonctionnelle (2;
2a, 2b, 2c) comportant un dispositif d'affichage (3; 3a, 3b, 3c) permettant de représenter
des modèles d'état et comportant des éléments fonctionnels (4, 4a, 4b), les éléments
fonctionnels (4, 4a, 4b) pouvant prendre différents états de commutation et comprenant
un dispositif de détection permettant de déterminer du contenu informatif concernant
le modèle d'état représenté en détectant les états de commutation des éléments fonctionnels
(4, 4a, 4b),
caractérisé en ce que l'appareil (1; 1'; 1") comprend :
l'unité fonctionnelle (2; 2a, 2b, 2c),
un dispositif de commande (5) permettant de commander l'unité fonctionnelle (2; 2a,
2b, 2c) au moyen de signaux de commande,
une unité de décodage (6) permettant de générer un modèle d'état dans le dispositif
d'affichage (3; 3a, 3b, 3c) à partir du signal de commande,
caractérisé en ce que l'appareil (1; 1'; 1") est configuré pour mettre en œuvre le procédé selon l'une
des revendications précédentes et comprend en outre :
un système de génération de signaux (15) permettant de générer un signal de relecture
en produisant des signaux CA à partir du contenu informatif déterminé concernant le
modèle d'état représenté, et
une carte d'interface (20) permettant de comparer le contenu informatif du signal
de relecture avec le contenu informatif du signal de commande.
15. Appareil (1; 1'; 1") selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'au moins un élément fonctionnel (4, 4a, 4b) est un consommateur électrique, en particulier
un point lumineux d'un signal de circulation ou d'un signal de sécurité de train.
16. Appareil (1; 1'; 1") selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que les éléments fonctionnels (4, 4a, 4b) présentent des DEL comme sources lumineuses.
17. Appareil (1; 1'; 1") selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que l'appareil comprend un codeur de relecture (17) permettant de coder numériquement
le contenu informatif concernant le modèle d'état représenté et déterminé par le dispositif
de détection dans l'élément fonctionnel (4, 4a, 4b).
18. Appareil (1; 1'; 1") selon l'une des revendications 14 à 17, caractérisé en ce que le dispositif de commande (5) est configuré pour commander l'unité fonctionnelle
(2; 2a, 2b, 2c) au moyen de signaux de commande codés de manière binaire ou ternaire.
19. Appareil selon l'une des revendications 14 à 18, caractérisé en ce qu'un dispositif permettant d'alimenter l'unité fonctionnelle en énergie par des signaux
de commande produits par le dispositif de commande (5) est prévu.