[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Gleitbrettkörper, insbesondere einen Ski-
oder Snowboardkörper, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Gleitbrettkörpers.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Konstruktionen für Gleitbrettkörper bekannt.
Typischerweise befindet sich ein Kern zwischen einem Obergurt und einem Untergurt,
wobei die einzelnen Lagen der Konstruktion mittels eines Harzes miteinander verklebt
bzw. verpresst sind. Traditionell wurde Holz als Kernmaterial eingesetzt, man spricht
auch von einer sogenannten "Sandwich-Konstruktion". Es sind aber auch Gleitbrettkörper
bekannt, bei denen der Kern aus einem Synthetikmaterial, bspw. Polyurethan(PU)-Schaum,
besteht. Die Herstellung eines solchen Gleitbrettkörpers mit PU-Schaum-Kern ist deutlich
kostengünstiger als die Verwendung eines Holz-Kerns. Die mechanischen Eigenschaften
eines solchen PU-Kerns sind allerdings nicht vergleichbar mit denjenigen eines Holz-Kerns
und Gleitbrettkörper mit einem Holz-Kern werden generell als hochwertiger angesehen.
Ferner existieren sogenannte Komposit-Konstruktionen, bei denen ein Holzkern mit einem
PU-Schaum ummantelt wird. Diese Konstruktionen sind ebenfalls wegen des geringeren
Holzanteils kostengünstiger, verhalten sich aber im Vergleich zu Sandwich-Konstruktionen
weniger vorteilhaft.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Gleitbrettkörper
sowie ein verbessertes Herstellungsverfahren für Gleitbrettkörper bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird durch einen Gleitbrettkörper gemäß Anspruch 1 sowie durch ein Verfahren
zur Herstellung eines Gleitbrettkörpers gemäß Anspruch 10 gelöst.
[0004] Die vorliegende Erfindung richtet sich unter anderem auf einen Gleitbrettkörper mit
einer Längsachse, welcher einen Holzkern mit einer Oberseite, einer Unterseite und
mindestens zwei Seitenflächen aufweist. Ferner weist der Gleitbrettkörper mindestens
zwei mit den jeweiligen Seitenflächen des Holzkerns verbundene Seitenwangen auf. Oberhalb
der Oberseite des Holzkerns ist ein Obergurt mit einer oder mehreren Obergurtlagen
sowie eine Deckschicht angeordnet, welche auch als Designträger dienen kann. Unterhalb
der Unterseite des Holzkerns ist ein Untergurt mit einer oder mehreren Untergurtlagen
sowie eine Lauffläche mit Seitenkanten angeordnet. Es ist eine erste Verbindungsschicht
vorgesehen, die (i) zwischen der Oberseite des Holzkerns und dem Obergurt und/oder
(ii) zwischen dem Obergurt und der Deckschicht und/oder (iii) zwischen einer ersten
Obergurtlage und einer zweiten Obergurtlage (der mehreren Obergutlagen) angeordnet
ist und die jeweils daran angrenzenden Lagen miteinander verklebt. Ferner ist eine
zweite Verbindungsschicht vorgesehen, die (i) zwischen der Unterseite des Holzkerns
und dem Untergurt und/oder zwischen dem Untergurt und der Lauffläche und/oder (iii)
zwischen einer ersten Untergurtlage und einer zweiten Untergurtlage (der mehreren
Untergurtlagen) angeordnet ist und die jeweils daran angrenzenden Lagen miteinander
verklebt. Dabei weist die erste und/oder die zweite Verbindungsschicht einen Polyurethan(PU)-Schaum
auf.
[0005] Die Erfindung beruht dabei unter anderem auf der Idee, zwei grundsätzlich unterschiedliche
Technologien miteinander zu verbinden, um so an den Vorteilen beider Technologien
zu partizipieren. So hat der erfindungsgemäße Gleitbrettkörper die mechanischen Vorteile
und die Wertigkeit eines Gleitbrettkörpers mit einem klassischen Holzkern in Sandwichkonstruktion.
Allerdings lässt sich der erfindungsgemäße Gleitbrettkörper einfacher und kosteneffizienter
herstellen, da hierzu bereits bekannte Maschinen zur Herstellung von Gleitbrettkörpem
mit PU-Kern bzw. PU-ummanteltem Holzkern zur Anwendung kommen können. Mit anderen
Worten beruht die vorliegende Erfindung darauf, einen Sandwich-Ski im PU-Verfahren
herzustellen.
[0006] Dabei ist zu betonen, dass die erste und/oder die zweite Verbindungsschicht einen
PU-
Schaum aufweist und nicht, wie dies im Stand der Technik bereits vereinzelt praktiziert
wurde, PU-
Harz als Klebstoff (in der Regel wird hierfür ein Epoxidharz verwendet) in einer Sandwich-Konstruktion
zum Einsatz kommt. Es handelt sich dabei um einen festen Schaum mit Gasbläschen, die
durch feste PU-Wände voneinander getrennt sind. Ein solcher Schaum hat eine Dichte
von kleiner als 1 g/cm
3, bevorzugt von kleiner als 0,9 g/cm
3 und besonders bevorzugt von kleiner als 0,8 g/cm
3. Ein solcher PU-Schaum lässt sich mit dem bekannten PU-Verfahren problemlos in entsprechende
Zwischenräume zwischen den an die Verbindungsschicht angrenzenden Lagen einspritzen
und füllt auch unregelmäßig geformte Zwischenräume vollständig aus, sodass eine formstabile
Verbindung zwischen den einzelnen Lagen des Gleitbrettkörpers generiert wird. Wegen
der geringen Dichte des PU-Schaums wird dabei das Gewicht des Gleitbrettkörpers nicht
unnötig erhöht.
[0007] Bevorzugt erstreckt sich die erste Verbindungsschicht in einem Querschnitt senkrecht
zur Längsachse des Gleitbrettkörpers durchgehend von einer Seitenwange zur gegenüberliegenden
Seitenwange und/oder von einem äußeren Seitenrand des Gleitbrettkörpers zum gegenüberliegenden
äußeren Seitenrand des Gleitbrettkörpers. Auch die zweite Verbindungsschicht erstreckt
sich in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers bevorzugt
durchgehend von einer Seitenwange zur gegenüberliegenden Seitenwange und/oder von
einer Seitenkante der Lauffläche zur gegenüberliegenden Seitenkante der Lauffläche
und/oder von einem Seitenrand des Gleitbrettkörpers zum gegenüberliegenden Seitenrand
des Gleitbrettkörpers. Mit anderen Worten handelt es sich bevorzugt um eine klassische
Sandwich-Konstruktion und nicht um die übliche PU-Konstruktion, bei der der Kern vollständig
von PU-Schaum eingeschlossen ist. Vielmehr ist der Holzkern an seinen beiden Seitenflächen
direkt mit den Seitenwangen verbunden, bspw. verklebt. Die Seitenwangen können dabei
aus unterschiedlichen Materialien wie z.B. Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymeren
(ABS) oder Phenol bestehen.
[0008] Die Formulierung, dass eine Verbindungsschicht zwischen den Lagen A und B angeordnet
ist, schließt nicht aus, dass die Verbindungsschicht mit weiteren Lagen in Kontakt
tritt und diese weiteren Lagen miteinander oder mit einer der Lagen A und B verklebt.
Insbesondere kann beispielsweise die erste Verbindungsschicht zwischen der Oberseite
des Holzkerns und dem Obergurt den Obergurt sowohl mit der Oberseite des Holzkerns
als auch mit den Oberseiten der Seitenwangen verbinden. Ferner kann, je nach Ausdehnung
in Querrichtung, die erste Verbindungsschicht sowohl mit der ersten Obergurtlage als
auch mit der zweiten Obergurtlage in Kontakt stehen. Auf ähnliche Weise kann beispielsweise
die zweite Verbindungsschicht zwischen der Unterseite des Holzkerns und dem Untergurt
auch mit einem Teil der Lauffläche und/oder deren Seitenkanten und/oder mit den Unterseiten
der Seitenwangen in Kontakt stehen. Auch bei den anderen Anordnungsalternativen für
die zweite Verbindungsschicht sind entsprechende Varianten vorstellbar.
[0009] Bevorzugt ist zumindest entlang eines ersten Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers
für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers die maximale
Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungschicht kleiner als die maximale Dicke
des Holzkerns, besonders bevorzugt kleiner als die minimale Dicke des Holzkerns. Mit
anderen Worten sollen zumindest entlang des ersten Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers
die mechanischen Eigenschaften in erster Linie durch den Holzkern dominiert werden.
Es ist in diesem Zusammenhang ferner bevorzugt, dass zumindest entlang eines zweiten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers die durchschnittliche Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht
kleiner ist als die durchschnittliche Dicke des Holzkerns.
[0010] Es ist grundsätzlich bevorzugt, dass die Dicke der PU-Schaumschicht möglichst dünn
ist. Allerdings ist eine gewisse Mindestdicke erforderlich, um das schaumbildende
PU-Material in die entsprechenden Zwischenräume einbringen zu können. Bevorzugt ist
zumindest entlang eines dritten Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt
senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers die durchschnittliche Dicke der ersten
und/oder zweiten Verbindungsschicht kleiner als 4 mm, stärker bevorzugt kleiner als
3 mm und besonders bevorzugt kleiner als 2 mm.
[0011] Es ist ferner bevorzugt, dass zumindest entlang eines vierten Längsabschnitts des
Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers
das Verhältnis der Querschnittsfläche des Holzkerns zur Gesamtquerschnittsfläche aus
erster und zweiter Verbindungsschicht mindestens 1,0, bevorzugt mindestens 1,5 und
besonders bevorzugt mindestens 2,0 beträgt.
[0012] Bei den ersten bis vierten Längsabschnitten handelt es sich nicht um aneinander angrenzende
Abschnitte, sondern die verschiedenen Längsabschnitte überlappen miteinander und können
teilweise auch identisch sein.
[0013] Der erste Längsabschnitt erstreckt sich bevorzugt über mindestens 60 %, stärker bevorzugt
mindestens 70 % und besonders bevorzugt mindestens 80 % der Länge des Gleitbrettkörpers
(gemessen von der Schaufelspitze bis zum hinteren Ende der Hinterendaufbiegung). Bevorzugt
erstreckt sich der erste Längsabschnitt über mindestens 80 %, stärker bevorzugt mindestens
90 % und besonders bevorzugt mindestens 95 % der Länge des Holzkerns.
[0014] Der zweite Längsabschnitt erstreckt sich bevorzugt über mindestens 60 %, stärker
bevorzugt mindestens 70 % und besonders bevorzugt mindestens 80 % der Länge des Gleitbrettkörpers.
Bevorzugt erstreckt sich der zweite Längsabschnitt über mindestens 80 %, stärker bevorzugt
mindestens 90 % und besonders bevorzugt mindestens 95 % der Länge des Holzkerns.
[0015] Der dritte Längsabschnitt erstreckt sich bevorzugt über mindestens 60 %, stärker
bevorzugt mindestens 70 % und besonders bevorzugt mindestens 80 % der Länge des Gleitbrettkörpers.
Bevorzugt erstreckt sich der dritte Längsabschnitt über mindestens 80 %, stärker bevorzugt
mindestens 90 % und besonders bevorzugt mindestens 95 % der Länge des Holzkerns.
[0016] Der vierte Längsabschnitt erstreckt sich bevorzugt über mindestens 60 %, stärker
bevorzugt mindestens 70 % und besonders bevorzugt mindestens 80 % der Länge des Gleitbrettkörpers.
Bevorzugt erstreckt sich der vierte Längsabschnitt über mindestens 80 %, stärker bevorzugt
mindestens 90 % und besonders bevorzugt mindestens 95 % der Länge des Holzkerns.
[0017] Bevorzugt erstreckt sich der Holzkern über höchstens 95 %, stärker bevorzugt höchstens
90 % und besonders bevorzugt höchstens 85 % der Länge des Gleitbrettkörpers und/oder
über mindestens 50 %, bevorzugt mindestens 60 % und besonders bevorzugt mindestens
70 % der Länge des Gleitbrettkörpers.
[0018] Die vorliegende Erfindung richtet sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung eines
Gleitbrettkörpers, insbesondere eines Gleitbrettkörpers wie oben beschrieben. Erfindungsgemäß
wird zunächst eine obere Deckschicht, ein Obergurt mit einer oder mehreren Obergurtlagen,
eine Lauffläche, ein Untergurt mit einer oder mehreren Untergurtlagen und ein Holzkern
mit einer Oberseite, einer Unterseite und mindestens zwei Seitenflächen sowie mindestens
zwei mit den jeweiligen Seitenflächen des Holzkerns verbundene Seitenwangen in eine
Form derart eingebracht, dass (i) zwischen dem Obergurt und der Oberseite des Holzkerns
und/oder (ii) zwischen dem Obergurt und der Deckschicht und/oder (iii) zwischen einer
ersten Obergurtlage und einer zweiten Obergurtlage ein erster Zwischenraum besteht
und dass (i) zwischen der Lauffläche und der Unterseite des Holzkerns und/oder (ii)
zwischen der Unterseite des Holzkerns und dem Untergurt und/oder (iii) zwischen einer
ersten Untergurtlage und einer zweiten Untergurtlage ein zweiter Zwischenraum besteht.
Anschließend wird ein PU-Material in den ersten und zweiten Zwischenraum unter Ausbildung
eines PU-Schaums im ersten und zweiten Zwischenraum eingespritzt, um die jeweils an
die Zwischenräume angrenzenden Lagen miteinander zu verkleben. Dabei wird der erste
Zwischenraum und der zweite Zwischenraum bevorzugt vollständig mit PU-Schaum ausgefüllt.
[0019] Bevorzugt erstreckt sich der erste Zwischenraum jeweils auch zwischen dem Obergurt
und der Oberseite der jeweiligen Seitenwange und/oder der zweite Zwischenraum jeweils
auch zwischen dem Untergurt und der Unterseite der jeweiligen Seitenwange.
[0020] Es ist ferner bevorzugt, dass die Seitenwangen vor dem Einbringen in die Form mit
dem Holzkern verbunden, bspw. verklebt, werden.
[0021] Das Einspritzen des PU-Materials erfolgt bevorzugt derart, dass sich die erste Materialfront
im ersten Zwischenraum während des Einspritzvorgangs etwa gleich schnell nach vorne
bewegt wie die zweite Materialfront im zweiten Zwischenraum. Dadurch wird verhindert,
dass durch das vorschnelle Vordringen einer Materialfront die geometrische Anordnung
der einzelnen Komponenten innerhalb der Form durch eine entsprechende Ausdehnung des
PU-Schaums gefährdet wird. Dabei ist es bevorzugt, dass der Abstand in Längsrichtung
des Gleitbrettkörpers zwischen der ersten Materialfront und der zweiten Materialfront
während des Einspritzvorgangs immer kleiner als 10 cm, bevorzugt kleiner als 7 cm
und besonders bevorzugt kleiner als 5 cm ist.
[0022] Bevorzugt wird das PU-Material von einem längsseitigen Ende der Form in die Zwischenräume
eingespritzt.
[0023] Es ist ferner bevorzugt, dass sich die Dicke des Holzkerns am vorderen und/oder hinteren
Ende des Holzkerns verjüngt.
[0024] Es sei explizit darauf hingewiesen, dass bevorzugte Merkmale des erfindungsgemäßen
Gleitbrettkörpers auch als bevorzugte Merkmale im Rahmen des Herstellungsverfahrens
Verwendung finden können und vice versa. So ist es beispielsweise auch bevorzugt,
dass der erste und zweite Zwischenraum derart ausgebildet sind, dass die bevorzugten
Maße des erfindungsgemäßen Gleitbrettkörpers erzielt werden können. So ist es beispielsweise
bevorzugt, dass zumindest entlang eines Längsabschnitts der Form für jeden Querschnitt
senkrecht zur Längsachse der Form die durchschnittliche Dicke des ersten und/oder
zweiten Zwischenraums kleiner als 4 mm, bevorzugt kleiner als 3 mm und besonders bevorzugt
kleiner als 2 mm ist.
[0025] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung anhand
der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch eine Form zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gleitbrettkörpers;
- Fig. 5a bis 5c
- vergrößerte Ausschnitte der Figur 5 gemäß den Details 1 bis 3;
- Fig. 6
- einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 7
- einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
[0026] Figur 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Gleitbrettkörper gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Eine Alternative gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform ist in Figur 2 zu sehen. Die Längsachse des dargestellten
Gleitbrettkörpers erstreckt sich senkrecht zur Zeichenebene. Der Gleitbrettkörper
weist einen Holzkern 1 mit einer Oberseite 1a, einer Unterseite 1b und zwei Seitenflächen
1c auf. Mit den beiden Seitenflächen 1c des Holzkerns sind jeweilige Seitenwangen
2 des Gleitbrettkörpers verbunden. Üblicherweise werden die Seitenwangen 2 mit den
beiden Seitenflächen 1c des Holzkerns 1 verklebt. Es sind aber auch andere Verbindungsverfahren
vorstellbar. Der Gleitbrettkörper weist ferner einen Obergurt 3 mit einer ersten Obergurtlage
3a und einer zweiten Obergurtlage 3b sowie eine Deckschicht 3c auf, die unter anderem
auch als Designträger dienen kann. Die erste und zweite Obergurtlage können in Querrichtung
eine unterschiedliche Ausdehnung aufweisen, wie dies in Figur 1 zu sehen ist, können
aber auch identische Dimensionen aufweisen (vgl. z.B. Figur 6). Der Gleitbrettkörper
weist ferner einen Untergurt 5 mit einer ersten Untergurtlage 5a und einer zweiten
Untergurtlage 5b sowie eine Lauffläche 6 mit jeweiligen Seitenkanten 6a auf. Die erste
und zweite Untergurtlage können in Querrichtung eine identische Ausdehnung aufweisen,
wie dies in Figur 1 zu sehen ist, können aber auch unterschiedliche Dimensionen haben
(vgl. z.B. Figur 7).
[0027] In Ausführungsform gemäß Figur 1 ist der Obergurt 3 (genau genommen die komplette
erste Obergurtlage 3a sowie ein Teil der zweiten Obergurtlage 3b) mittels einer ersten
Verbindungsschicht 7 mit der Oberseite 1a des Holzkerns 1 und den zwei Seitenwangen
2 verklebt. Auf ähnliche Weise ist der Untergurt 5 (bzw. die erste Untergurtlage 5a)
mittels einer zweiten Verbindungsschicht 8 mit der Unterseite 1b des Holzkerns 1 und
den zwei Seitenwangen 2 verklebt. Dabei sollen die erste Verbindungsschicht 7 oder
die zweite Verbindungsschicht 8 oder beide Verbindungsschichten 7 und 8 einen PU-Schaum
aufweisen. Die zweite Verbindungsschicht 8 verklebt darüber hinaus die Unterseite
1b des Holzkerns 1 und die zwei Seitenwangen 2 auch mit einem Teil des Lauffläche
6 sowie deren Seitenkanten 6a. Dies muss aber jeweils nicht der Fall sein und hängt
von der konkreten geometrischen Anordnung der einzelnen Elemente des erfindungsgemäßen
Gleitbrettkörpers ab. So kann sich beispielsweise der Untergurt 5 - abweichend von
der Darstellung in Figur 1 - durchgehend von der linken Seitenkante 5c bis zur rechten
Seitenkante 5c erstrecken, sodass die zweite Verbindungsschicht 8 die Lauffläche 6
nicht direkt kontaktiert. Entscheidend ist lediglich, dass die erste bzw. zweite Verbindungsschicht
zur Verbindung von Obergurt bzw. Untergurt mit dem Holzkern und optional den Seitenwangen
dient. Dabei ersetzt zumindest in einer der beiden Verbindungsschichten der erfindungsgemäße
PU-Schaum die bei Sandwich-Konstruktionen übliche Harzverbindung. Dadurch wird einerseits
das Herstellungsverfahren einfacher und dementsprechend kostengünstiger. Andererseits
ist PU-Schaum - im Gegensatz zu den üblicherweise verwendeten Harzen - ausgesprochen
gut dafür geeignet, entsprechende Variabilitäten im Abstand zwischen dem Holzkern
einerseits und dem Obergurt bzw. Untergurt andererseits auszugleichen.
[0028] Dies wird beispielsweise anhand der bevorzugten Ausführungsformen gemäß den Figuren
3 und 4 deutlich, bei denen der Einfachheit halber anstelle der ersten und zweiten
Untergurtlagen (vgl. Figur 1) lediglich der gesamte Untergurt 5 dargestellt ist, der
aber selbstverständlich auch bei diesen Ausführungsformen eine oder mehrere Lagen
aufweisen kann. Im Falle der Figur 3 variiert die Dicke der ersten Verbindungsschicht
7 ganz erheblich unter anderen dadurch, dass der Obergurt 3 (zusammen mit der Deckschicht
4) einen konkaven Abschnitt 20 aufweist, der im vorliegenden Fall etwa v-förmig ausgebildet
ist. Durch diese spezifische Formgebung des Obergurts 3 kann die Dicke der ersten
Verbindungsschicht 7 in den Randbereichen um ein Vielfaches größer sein als im Mittenbereich
des Querschnitts. Bei herkömmlichen Harzverbindungen müsste dies durch eine entsprechende
Formgebung des Holzkerns 1 kompensiert werden, was aufwendig und entsprechend teuer
ist. Mittels des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens lässt sich jedoch problemlos
PU-Schaum in den Zwischenraum zwischen dem Holzkern 1 und dem Obergurt 3 einbringen.
Dadurch wird eine erste Verbindungsschicht 7 mit variabler Dicke gebildet, die die
Variabilität des Obergurts 3 problemlos kompensiert.
[0029] Eine ähnliche Lösung bietet sich an, wenn der Holzkern 1 ungleichmäßig geformt ist.
In Figur 4 ist ein Ausführungsbeispiel zu sehen, bei dem der Holzkern 1 ein regelmäßiges
Muster von Vorsprüngen 8 und Vertiefungen 9 aufweist. Diese Vorsprünge 8 und Vertiefungen
9 sind in der dargestellten Ausführungsform sowohl auf der Oberseite 1a als auch der
Unterseite 1b des Holzkerns 1 vorgesehen. Sie könnten aber auch nur auf einer der
beiden Seiten vorgesehen sein. Auch bei einer solchen Kerngestaltung gestaltet sich
die Verwendung einer herkömmlichen Harzverbindung als problematisch. Der im Rahmen
der vorliegenden Erfindung verwendete PU-Schaum füllt jedoch problemlos die entsprechenden
Vertiefungen 9 im Holzkern 1 aus und sorgt damit für eine durchgehend stabile Verbindung
zwischen dem Holzkern 1 und dem Obergurt 3 bzw. dem Untergurt 5 sowie eine entsprechende
mechanische Stabilität des Gleitbrettkörpers.
[0030] Um eine möglichst homogene Anbindung der Schichten zu erreichen, ist es ferner bevorzugt,
dass sich die erste und/oder zweite Verbindungsschicht in einem Querschnitt senkrecht
zur Längsachse des Gleitbrettkörpers durchgehend von einer Seitenwange 2 zur gegenüberliegenden
Seitenwange 2 erstreckt.
[0031] Auch wenn die erste und/oder zweite Verbindungsschicht, wie oben erläutert, mittels
eines dicken Profils dazu dienen kann, Variabilitäten im Abstand zwischen dem Holzkern
und dem Obergurt bzw. Untergurt auszugleichen, so ist es dennoch bevorzugt, dass die
erste und/oder zweite Verbindungsschicht aus PU-Schaum eine dünne Klebstoffschicht
bildet und nicht, wie bei herkömmlichen PU-Gleitbrettkörpern, die mechanischen Eigenschaften
dominiert. Hierfür ist es bevorzugt, dass zumindest entlang eines ersten Längsabschnitts
des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers
die maximale Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht kleiner ist als
die maximale Dicke des Holzkerns, bevorzugt kleiner als die minimale Dicke des Holzkerns.
Die entsprechenden Dicken sind lediglich beispielhaft in einem Querschnitt senkrecht
zur Längsachse des Gleitbrettkörpers gemäß Figur 3 eingetragen. Hier ist die maximale
Dicke D7
max der ersten Verbindungsschicht 7 und die maximale Dicke D8
max der zweiten Verbindungsschicht 8 jeweils kleiner als die maximale Dicke D1
max des Holzkerns 1 sowie die minimale Dicke D1
min des Holzkerns 1. Erfindungsgemäß soll diese Relation nicht nur in dem einen dargestellten
Querschnitt gemäß Figur 3 gelten, sondern für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers entlang eines gewissen Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers,
der sich beispielsweise über mindestens 60 % der Länge des Gleitbrettkörpers erstrecken
kann. Insbesondere im vorderen und/oder hinteren Endbereich des Holzkerns kann jedoch
von dieser Relation abgewichen werden, auch wenn sich beispielsweise der Holzkern
sehr stark verjüngt und daher die Dicken der Verbindungsschichten größer werden können
als die maximale Dicke des Holzkerns.
[0032] Es ist ferner bevorzugt, dass zumindest entlang eines bestimmten Längsabschnitts
des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers
das Verhältnis der Querschnittsfläche des Holzkerns der Gesamtquerschnittsfläche aus
erster und zweiter Verbindungsschicht mindestens 1,0, bevorzugt mindestens 1,5 und
besonders bevorzugt mindestens 2,0 beträgt. Um dies nochmals am Beispiel der Figur
3 zu verdeutlichen, sei die gesamte in Figur 3 zu sehende Querschnittsfläche des Holzkerns
1 mit F
1, die gesamte in Figur 3 zu sehende Querschnittsfläche der ersten Verbindungsschicht
7 mit F
7 und die gesamte in Figur 3 zu sehende Querschnittsfläche der zweiten Verbindungsschicht
8 mit F
8 bezeichnet. Dann soll bevorzugt gelten: F
1 ≥ 1,0 x (F
7 + F
8).
[0033] Nachfolgend soll das erfindungsgemäße Verfahren anhand von Figur 5 näher erläutert
werden, welche einen Längsschnitt durch eine Form zum Herstellen eines erfindungsgemäßen
Gleitbrettkörpers zeigt. Die in Figur 5 dargestellte Form 10 besteht im Wesentlichen
aus einer oberen Formhälfte 14 und einer unteren Formhälfte 15, in die die Ober- und
Untergurte (inklusive Deckschicht und Lauffläche), der Holzkern 1 sowie die mit den
jeweiligen Seitenflächen des Holzkerns 1 verbundenen Seitenwangen eingebracht werden.
Dabei spiegelt der Verlauf der Formhälften 14 und 15 die drei Hauptbestandteile eines
Gleitbrettkörpers wider, nämlich den Mitteleil 11, den Schaufelkopf 12 und das Hinterende
13. Von den Teilen der Form 10, die den Schaufelkopf 12, das Hinterende 13 und den
zentralen Abschnitt des Mittelteils 11 des Gleitbrettkörpers bilden sollen, sind jeweils
vergrößerte Längsschnittzeichnungen in den Figuren 5a bis 5c abgebildet.
[0034] Im zentralen Abschnitt des Mittelteils 11 hat der Holzkern 1 in der dargestellten
Ausführungsform eine im Wesentlichen konstante Dicke (bzw. eine lediglich sehr schwach
variable Dicke), sodass oberhalb und unterhalb des Holzkerns 1 jeweils ein Zwischenraum
mit im Wesentlichen konstanter Dicke gebildet wird, der im Laufe des Verfahrens mit
PU-Schaum ausgefüllt werden wird. Je nach Ausführungsform (vgl. Figuren 1 bis 4) kann
der Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Gleitbrettkörper an jeder Stelle des in
Figur 5c dargestellten Abschnitts des Mittelteils im Wesentlichen identisch sein und
einem der Querschnitte gemäß den Figuren 1 bis 4 entsprechen. In Richtung Schaufelkopf
bzw. Hinterende verjüngt sich jedoch der Holzkern 1 (vgl. Figuren 5a und 5b), sodass
die Querschnitte in diesen Randabschnitten des Mittelteils unter Umständen deutlich
variieren können.
[0035] In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform ist die durch die beiden Formhälften
14 und 15 gebildete Form 10 im Bereich des Hinterendes - abgesehen von einem nicht
dargestellten Auslass für die durch den Schaum verdrängte Luft - geschlossen (vgl.
Figur 5b), wohingegen im Bereich des Schaufelkopfes (vgl. Figur 5a) ein Einlass 17
zum Einspritzen eines PU-Materials durch den Zwischenraum 16 in den ersten Zwischenraum
18 und den zweiten Zwischenraum 19 an der Ober- bzw. Unterseite des Holzkerns 1 vorgesehen
ist. Nach dem Einspritzen des PU-Materials in den ersten und zweiten Zwischenraum
bildet sich aus dem PU-Material ein PU-Schaum im ersten Zwischenraum 18 und im zweiten
Zwischenraum 19, sodass der Obergurt des erfindungsgemäßen Gleitbrettkörpers mit der
Oberseite des Holzkerns 1 und der Untergurt des erfindungsgemäßen Gleitbrettkörpers
mit der Unterseite des Holzkerns 1 verklebt wird.
[0036] Auch wenn bei dieser Ausführungsform beide Zwischenräume 18 und 19 mit PU-Schaum
befüllt werden, ist es auch vorstellbar, dass nur ein Zwischenraum vorgesehen ist
und die jeweils andere Anbindung des Holzkerns an die entsprechende angrenzende Lage
bspw. durch ein Harz erfolgt.
[0037] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens näher beschrieben.
[0038] Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es, dass dieses mit herkömmlichen
PU-Schäum-Anlagen durchgeführt werden kann. Für das vorliegende Ausführungsbeispiel
wurde eine PUR-Hochdruckreaktionsgießmaschine HK zur Verarbeitung von hartem Integralschaum
des Herstellers Hennecke verwendet. In Verbindung mit dem eingesetzten Mischkopf erlaubt
diese Maschine die Herstellung aller Arten von Hartschäumen sowie insbesondere von
Integralschäumen. Als PU-Material wurde das Integralschaumsystem bestehend aus Modipur®
US452 schwarz und Isocyanat US20 erhältlich bei Hexcel verwendet. Es handelt sich
hierbei um ein Treibgas-freies System für Schäume mit hohem Elastizitätsmodul. Die
beiden Komponenten dieses Integralschaumsystems wurden bei einer Verarbeitungstemperatur
von 28 bis 32 °C im Mischkopf gemischt und die Mischung durch die am Schaufelkopf
vorhandene Einspritzöffnung 17 (vgl. Figur 5a) der Form 10 bei einem Druck von 140
bis 145 bar in den ersten und zweiten Zwischenraum eingespritzt. Die Form wurde dabei
auf eine Temperatur von 50 bis 54 °C erhitzt. Nach einer Abbindezeit von ca. 40 bis
45 s wurden die Formhälften voneinander getrennt und der Gleitbrettkörper der Form
entnommen. Der gesamte Schaumzyklus dauerte etwa 5 bis 8 min.
[0039] Bei verschiedenen mechanischen Tests konnte eine durchgehende stabile Verbindung
zwischen dem Holzkern sowie dem Obergurt und dem Untergurt des Gleitbrettkörpers nachgewiesen
werden. Der so hergestellte Gleitbrettkörper hatte exzellente mechanische Eigenschaften.
[0040] Selbstverständlich können auch andere Materialien als das hier beispielhaft verwendete
Material zum Einsatz kommen. Hierbei ist es jedoch von Vorteil, wenn die Viskosität
der Mischung beim Einspritzen möglichst gering ist, um sicherzustellen, dass das PU-Material
problemlos in kleine Zwischenräume eindringen kann. Bevorzugt beträgt die Viskosität
bei 25°C weniger als 1000 mPa·s, stärker bevorzugt weniger als 800 mPa·s und besonders
bevorzugt weniger als 700 mPa·s.
[0041] Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen bezogen sich jeweils auf die erste
Variante der vorliegenden Erfindung, bei der eine erste Verbindungsschicht zwischen
der Oberseite des Holzkerns und dem Obergurt und eine zweite Verbindungsschicht zwischen
der Unterseite des Holzkerns und dem Untergurt vorgesehen ist. Alternativ kann aber
auch eine erste Verbindungsschicht zwischen dem Obergurt und der Deckschicht und/oder
zwischen einer ersten Obergurtlage und einer zweiten Obergurtlage angeordnet sein
und eine zweite Verbindungsschicht zwischen dem Untergurt und der Lauffläche und/oder
zwischen einer ersten Untergurtlage und einer zweiten Untergurtlage angeordnet sein.
[0042] Zwei dieser Varianten sind in den Figuren 6 und 7 abgebildet. In Figur 6 ist die
erste Verbindungsschicht 7 zwischen dem Obergurt 3 (bzw. der zweiten Obergurtlage
3b) und der Deckschicht 4 und die zweite Verbindungsschicht 8 zwischen dem Untergurt
5 (bzw. der zweiten Untergurtlage 5b) und der Lauffläche 6 angeordnet. Die beiden
Obergurtlagen 3a und 3b sowie die beiden Untergurtlagen 5a und 5b haben dabei jeweils
identische Abmessungen, was aber nicht erforderlich ist. Es ist jedoch bevorzugt,
dass sich mindestens eine der beiden Obergurtlagen beidseitig bis zum seitlichen Rand
des Gleitbrettkörpers erstreckt, wie dies in Figur 6 zu sehen ist. Die einzelnen Ober-
bzw. Untergurtlagen können z.B. über einer Harzschicht miteinander verbunden sein.
[0043] In Figur 7 sind die Ober- bzw. Untergurtlagen voneinander separiert und über die
beiden Verbindungsschichten miteinander verbunden. Demnach ist die erste Verbindungsschicht
7 zwischen der ersten Obergurtlage 3a und der zweiten Obergurtlage 3b angeordnet und
die zweite Verbindungsschicht 8 zwischen der ersten Untergurtlage 5a und der zweiten
Untergurtlage 5b angeordnet. Auch bei dieser Ausführungsform können die Ober- bzw.
Untergurtlagen unterschiedliche Dimensionen haben wie die Untergurtlagen 5a und 5b
oder sich in Querrichtung gleich weit erstrecken wie die Obergurtlagen 3a und 3b.
[0044] Selbstverständlich müssen die Ober- bzw. Untergurtlagen im Hinblick auf deren Anordnung
nicht analog behandelt werden, wie dies in den Figuren 6 und 7 dargestellt ist. Vielmehr
kann auch die Anordnung der Obergurtlagen aus Figur 6 mit der Anordnung der Untergurtlagen
aus Figur 7 kombiniert werden usw. Darüber hinaus müssen auch keine zwei Ober- bzw.
Untergurtlagen vorhanden sein. So können beispielsweise nur eine Obergurtlage und/oder
nur eine Untergurtlage vorhanden sein. Alternativ können auch mehr als zwei (bspw.
drei, vier oder mehr) Ober- bzw. Untergurtlagen vorhanden sein.
1. Gleitbrettkörper mit einer Längsachse, welcher aufweist:
einen Holzkern (1) mit einer Oberseite (1a), einer Unterseite (1b) und zwei Seitenflächen
(1c);
zwei mit den jeweiligen Seitenflächen (1c) des Holzkerns (1) verbundene Seitenwangen
(2);
einen Obergurt (3) mit einer oder mehreren Obergurtlagen (3a, 3b) oberhalb der Oberseite
(1a) des Holzkerns (1);
eine obere Deckschicht (4) oberhalb des Obergurts (3);
einen Untergurt (5) mit einer oder mehreren Untergurtlagen (5a, 5b) unterhalb der
Unterseite (1b) des Holzkerns (1);
eine Lauffläche (6) mit Seitenkanten (6a) unterhalb des Untergurts (5);
eine erste Verbindungsschicht (7), die (i) zwischen der Oberseite (1a) des Holzkerns
(1) und dem Obergurt (3) und/oder (ii) zwischen dem Obergurt (3) und der Deckschicht
(4) und/oder (iii) zwischen einer ersten Obergurtlage (3a) und einer zweiten Obergurtlage
(3b) der mehreren Obergurtlagen (3a, 3b) angeordnet ist und die jeweils daran angrenzenden
Lagen miteinander verklebt; und
eine zweite Verbindungsschicht (8), die (i) zwischen der Unterseite (1b) des Holzkerns
(1) und dem Untergurt (5) und/oder (ii) zwischen dem Untergurt (5a) und der Lauffläche
(6) und/oder (iii) zwischen einer ersten Untergurtlage (5a) und einer zweiten Untergurtlage
(5b) der mehreren Untergurtlagen (5a, 5b) angeordnet ist und die jeweils daran angrenzenden
Lagen miteinander verklebt;
wobei die erste und/oder die zweite Verbindungsschicht (7, 8) PU-Schaum aufweist.
2. Gleitbrettkörper nach Anspruch 1, wobei sich die erste Verbindungsschicht (7) in einem
Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers durchgehend von einer Seitenwange
(2) zur gegenüberliegenden Seitenwange (2) und/oder von einem Seitenrand des Gleitbrettkörpers
zum gegenüberliegenden Seitenrand des Gleitbrettkörpers erstreckt.
3. Gleitbrettkörper nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die zweite Verbindungsschicht
(8) in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers durchgehend
von einer Seitenwange (2) zur gegenüberliegenden Seitenwange (2) und/oder von Seitenkante
(6a) der Lauffläche (6) zur gegenüberliegenden Seitenkante (6a) der Lauffläche (6)
und/oder von einem Seitenrand des Gleitbrettkörpers zum gegenüberliegenden Seitenrand
des Gleitbrettkörpers erstreckt.
4. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines ersten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers die maximale Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht
(7, 8) kleiner ist als die maximale Dicke des Holzkerns (1), bevorzugt kleiner als
die minimale Dicke des Holzkerns (1).
5. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines zweiten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers die durchschnittliche Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht
(7, 8) kleiner ist als die durchschnittliche Dicke des Holzkerns (1).
6. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines dritten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers die durchschnittliche Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht
(7, 8) kleiner ist als 4 mm, bevorzugt kleiner als 3 mm, besonders bevorzugt kleiner
als 2 mm.
7. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines vierten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers das Verhältnis der Querschnittsfläche des Holzkerns (1) zur
Gesamtquerschnittsfläche aus erster und zweiter Verbindungsschicht (7, 8) mindestens
1,0, bevorzugt mindestens 1,5 und besonders bevorzugt mindestens 2,0 beträgt.
8. Gleitbrettkörper nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei sich der erste, zweite, dritte
und/oder vierte Längsabschnitt über mindestens 60%, bevorzugt mindestens 70%, besonders
bevorzugt mindestens 80% der Länge des Gleitbrettkörpers erstreckt und/oder wobei
sich der erste, zweite, dritte und/oder vierte Längsabschnitt über mindestens 80%,
bevorzugt mindestens 90%, besonders bevorzugt mindestens 95% der Länge des Holzkerns
erstreckt.
9. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei sich der Holzkern (1) über
höchstens 95%, bevorzugt höchstens 90%, besonders bevorzugt höchstens 85% der Länge
des Gleitbrettkörpers und/oder über mindestens 50%, bevorzugt mindestens 60%, besonders
bevorzugt mindestens 70% der Länge des Gleitbrettkörpers erstreckt.
10. Verfahren zur Herstellung eines Gleitbrettkörpers, insbesondere eines Gleitbrettkörpers
nach einem der vorigen Ansprüche, welches aufweist:
a) Einbringen einer oberen Deckschicht (4), eines Obergurts (3) mit einer oder mehreren
Obergurtlagen (3a, 3b), einer Lauffläche (6), eines Untergurts (5) mit einer oder
mehreren Untergurtlagen (5a, 5b) und eines Holzkerns (1) mit einer Oberseite (1a),
einer Unterseite (1b) und zwei Seitenflächen (1c) sowie zweier mit den jeweiligen
Seitenflächen (1c) des Holzkerns (1) verbundener Seitenwangen (2) in eine Form (10)
derart, dass (i) zwischen dem Obergurt (3) und der Oberseite (1a) des Holzkerns (1)
und/oder (ii) zwischen dem Obergurt (3) und der Deckschicht (4) und/oder (iii) zwischen
einer ersten Obergurtlage (3a) und einr zweiten Obergurtlage (3b) ein erster Zwischenraum
(18) besteht und dass (i) zwischen der Lauffläche (6) und der Unterseite (1b) des
Holzkerns (1) und/oder (ii) zwischen der Unterseite (1b) des Holzkerns (1) und dem
Untergurt (5) und/oder (iii) zwischen einer ersten Untergurtlage (5a) und einer zweiten
Untergurtlage (5b) ein zweiter Zwischenraum (19) besteht; und
b) Einspritzen eines PU-Materials in den ersten und zweiten Zwischenraum (18, 19)
unter Ausbildung eines PU-Schaums im ersten und zweiten Zwischenraum (18, 19), um
die jeweils an die Zwischenräume (18, 19) angrenzenden Lagen miteinander zu verkleben.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei sich der erste Zwischenraum (18) jeweils auch zwischen
dem Obergurt (3) und der Oberseite der jeweiligen Seitenwange (2) erstreckt und/oder
wobei sich der zweite Zwischenraum (19) jeweils auch zwischen dem Untergurt (5) und
der Unterseite der jeweiligen Seitenwange (2) erstreckt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Seitenwangen (2) vor dem Einbringen
in die Form (10) mit dem Holzkern (1) verbunden werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei das Einspritzen des PU-Materials
derart erfolgt, dass sich die erste Materialfront im ersten Zwischenraum (18) während
des Einspritzvorgangs etwa gleich schnell nach vorne bewegt wie die zweite Materialfront
im zweiten Zwischenraum (19), wobei bevorzugt der Abstand in Längsrichtung des Gleitbrettkörpers
zwischen der ersten Materialfront und der zweiten Materialfront während des Einspritzvorgangs
immer kleiner als 10 cm, bevorzugt kleiner als 7 cm, besonders bevorzugt kleiner als
5 cm ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei das PU-Material von einem längsseitigen
Ende (12; 13) der Form (10) in die Zwischenräume (18, 19) eingespritzt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei sich die Dicke des Holzkerns (1)
am vorderen und/oder hinteren Ende des Holzkerns verjüngt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Gleitbrettkörper mit einer Längsachse, welcher aufweist:
einen Holzkern (1) mit einer Oberseite (1a), einer Unterseite (1b) und zwei Seitenflächen
(1c);
zwei mit den jeweiligen Seitenflächen (1c) des Holzkerns (1) verbundene Seitenwangen
(2);
einen Obergurt (3) mit einer oder mehreren Obergurtlagen (3a, 3b) oberhalb der Oberseite
(1a) des Holzkerns (1);
eine obere Deckschicht (4) oberhalb des Obergurts (3);
einen Untergurt (5) mit einer oder mehreren Untergurtlagen (5a, 5b) unterhalb der
Unterseite (1b) des Holzkerns (1);
eine Lauffläche (6) mit Seitenkanten (6a) unterhalb des Untergurts (5);
eine erste Verbindungsschicht (7), die (i) zwischen der Oberseite (1a) des Holzkerns
(1) und dem Obergurt (3) und/oder (ii) zwischen dem Obergurt (3) und der Deckschicht
(4) und/oder (iii) zwischen einer ersten Obergurtlage (3a) und einer zweiten Obergurtlage
(3b) der mehreren Obergurtlagen (3a, 3b) angeordnet ist und die jeweils daran angrenzenden
Lagen miteinander verklebt; und
eine zweite Verbindungsschicht (8), die (i) zwischen der Unterseite (1b) des Holzkerns
(1) und dem Untergurt (5) und/oder (ii) zwischen dem Untergurt (5a) und der Lauffläche
(6) und/oder (iii) zwischen einer ersten Untergurtlage (5a) und einer zweiten Untergurtlage
(5b) der mehreren Untergurtlagen (5a, 5b) angeordnet ist und
die jeweils daran angrenzenden Lagen miteinander verklebt;
wobei die erste und/oder die zweite Verbindungsschicht (7, 8) PU-Schaum aufweist;
wobei sich die erste Verbindungsschicht (7) in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers durchgehend von einer Seitenwange (2) zur gegenüberliegenden
Seitenwange (2) und/oder von einem Seitenrand des Gleitbrettkörpers zum gegenüberliegenden
Seitenrand des Gleitbrettkörpers erstreckt und/oder
wobei sich die zweite Verbindungsschicht (8) in einem Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers durchgehend von einer Seitenwange (2) zur gegenüberliegenden
Seitenwange (2) und/oder von einer Seitenkante (6a) der Lauffläche (6) zur gegenüberliegenden
Seitenkante (6a) der Lauffläche (6) und/oder von einem Seitenrand des Gleitbrettkörpers
zum gegenüberliegenden Seitenrand des Gleitbrettkörpers erstreckt.
2. Gleitbrettkörper nach Anspruch 1, wobei zumindest entlang eines ersten Längsabschnitts
des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse des Gleitbrettkörpers
die maximale Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht (7, 8) kleiner ist
als die maximale Dicke des Holzkerns (1), bevorzugt kleiner als die minimale Dicke
des Holzkerns (1).
3. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines zweiten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers die durchschnittliche Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht
(7, 8) kleiner ist als die durchschnittliche Dicke des Holzkerns (1).
4. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines dritten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers die durchschnittliche Dicke der ersten und/oder zweiten Verbindungsschicht
(7, 8) kleiner ist als 4 mm, bevorzugt kleiner als 3 mm, besonders bevorzugt kleiner
als 2 mm.
5. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei zumindest entlang eines vierten
Längsabschnitts des Gleitbrettkörpers für jeden Querschnitt senkrecht zur Längsachse
des Gleitbrettkörpers das Verhältnis der Querschnittsfläche des Holzkerns (1) zur
Gesamtquerschnittsfläche aus erster und zweiter Verbindungsschicht (7, 8) mindestens
1,0, bevorzugt mindestens 1,5 und besonders bevorzugt mindestens 2,0 beträgt.
6. Gleitbrettkörper nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei sich der erste, zweite, dritte
und/oder vierte Längsabschnitt über mindestens 60%, bevorzugt mindestens 70%, besonders
bevorzugt mindestens 80% der Länge des Gleitbrettkörpers erstreckt und/oder wobei
sich der erste, zweite, dritte und/oder vierte Längsabschnitt über mindestens 80%,
bevorzugt mindestens 90%, besonders bevorzugt mindestens 95% der Länge des Holzkerns
erstreckt.
7. Gleitbrettkörper nach einem der vorigen Ansprüche, wobei sich der Holzkern (1) über
höchstens 95%, bevorzugt höchstens 90%, besonders bevorzugt höchstens 85% der Länge
des Gleitbrettkörpers und/oder über mindestens 50%, bevorzugt mindestens 60%, besonders
bevorzugt mindestens 70% der Länge des Gleitbrettkörpers erstreckt.
8. Verfahren zur Herstellung eines Gleitbrettkörpers, insbesondere eines Gleitbrettkörpers
nach einem der vorigen Ansprüche, welches aufweist:
a) Einbringen einer oberen Deckschicht (4), eines Obergurts (3) mit einer oder mehreren
Obergurtlagen (3a, 3b), einer Lauffläche (6), eines Untergurts (5) mit einer oder
mehreren Untergurtlagen (5a, 5b) und eines Holzkerns (1) mit einer Oberseite (1a),
einer Unterseite (1b) und zwei Seitenflächen (1c) sowie zweier mit den jeweiligen
Seitenflächen (1c) des Holzkerns (1) verbundener Seitenwangen (2) in eine Form (10)
derart, dass (i) zwischen dem Obergurt (3) und der Oberseite (1a) des Holzkerns (1)
und/oder (ii) zwischen dem Obergurt (3) und der Deckschicht (4) und/oder (iii) zwischen
einer ersten Obergurtlage (3a) und einer zweiten Obergurtlage (3b) ein erster Zwischenraum
(18) besteht und dass (i) zwischen der Lauffläche (6) und der Unterseite (1b) des
Holzkerns (1) und/oder (ii) zwischen der Unterseite (1b) des Holzkerns (1) und dem
Untergurt (5) und/oder (iii) zwischen einer ersten Untergurtlage (5a) und einer zweiten
Untergurtlage (5b) ein zweiter Zwischenraum (19) besteht; und
b) Einspritzen eines PU-Materials in den ersten und zweiten Zwischenraum (18, 19)
unter Ausbildung eines PU-Schaums im ersten und zweiten Zwischenraum (18, 19), um
die jeweils an die Zwischenräume (18, 19) angrenzenden Lagen miteinander zu verkleben.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei sich der erste Zwischenraum (18) jeweils auch zwischen
dem Obergurt (3) und der Oberseite der jeweiligen Seitenwange (2) erstreckt und/oder
wobei sich der zweite Zwischenraum (19) jeweils auch zwischen dem Untergurt (5) und
der Unterseite der jeweiligen Seitenwange (2) erstreckt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Seitenwangen (2) vor dem Einbringen in
die Form (10) mit dem Holzkern (1) verbunden werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei das Einspritzen des PU-Materials
derart erfolgt, dass sich die erste Materialfront im ersten Zwischenraum (18) während
des Einspritzvorgangs etwa gleich schnell nach vorne bewegt wie die zweite Materialfront
im zweiten Zwischenraum (19), wobei bevorzugt der Abstand in Längsrichtung des Gleitbrettkörpers
zwischen der ersten Materialfront und der zweiten Materialfront während des Einspritzvorgangs
immer kleiner als 10 cm, bevorzugt kleiner als 7 cm, besonders bevorzugt kleiner als
5 cm ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei das PU-Material von einem längsseitigen
Ende (12; 13) der Form (10) in die Zwischenräume (18, 19) eingespritzt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei sich die Dicke des Holzkerns (1)
am vorderen und/oder hinteren Ende des Holzkerns verjüngt.