[0001] Die Erfindung betrifft eine Stranggießanlage und ein Verfahren zum Betreiben der
Stranggießanlage.
[0002] In einer Stranggießanlage wird eine metallische Schmelze (typischerweise eine Stahlschmelze)
aus einer Gießpfanne durch eine gekühlte Kokille, in der die Erstarrung der Schmelze
beginnt, gegossen. Innerhalb der Kokille erstarren Bereiche der Schmelze zu einer
Strangschale, die einen meist noch flüssigen Metallkern umschließt. Aus der Kokille
wird der zumindest teilerstarrte metallische Strang an eine Strangführung ausgegeben
und in der Strangführung weiter abgekühlt.
[0003] Eine Stranggießanlage kann als Vertikalanlage oder als Bogenanlage ausgebildet sein.
Eine Vertikalanlage weist eine Vertikalkokille und eine vertikal verlaufende Strangführung
auf. Auf einer Vertikalanlage werden typischerweise Stränge mit großen Querschnitten
gegossen, beispielsweise runde oder polygonale Querschnitten mit Dicken von mehr als
800 mm. Unter einer Bogenanlage wird eine Stranggießanlage mit einer bogenförmigen
Strangführung verstanden. Bei der Kokille einer Bogenanlage kann es sich um eine Vertikalkokille
oder eine Bogenkokille handeln. Auf einer Bogenanlage werden typischerweise kleine
oder mittelgroße Stränge mit Rechteck- oder Rund-Querschnitten gegossen, beispielsweise
mit Dicken bis 400 mm.
[0004] Ferner können Vertikalanlagen kontinuierlich oder semikontinuierlich betrieben werden.
Eine kontinuierlich betriebene Vertikalanlage gießt einen endlosen Strang, von dessen
durcherstarrtem Ende Teilstränge abgeschnitten werden. Hingegen werden auf einer semikontinuierlich
betriebenen Vertikalanlage Stränge bestimmter Länge oder bestimmten Gewichts gegossen,
die nach ausreichender Erstarrung ausgefördert werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hinsichtlich der Vielfalt gießbarer
Stränge und Strangformate verbesserte Stranggießanlage anzugeben. Dennoch soll die
Stranggießanlage einfach und kostengünstig darstellbar sein.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Stranggießanlage mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und ein Verfahren zu deren Betreiben mit den Merkmalen des Anspruchs 10
gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Eine erfindungsgemäße Stranggießanlage umfasst eine erste Teilanlage, eine zweite
Teilanlage, einen drehbaren Pfannendrehturm und eine Hydraulikversorgung. Die erste
Teilanlage ist zum Erzeugen eines vertikal verlaufenden Vertikalstrangs eingerichtet
und umfasst eine erste Kokille, eine erste Strangführung und eine erste Hydraulikeinheit,
die zum Oszillieren der ersten Kokille eingerichtet ist. Die zweite Teilanlage ist
zum Erzeugen eines gebogen verlaufenden Bogenstrangs eingerichtet und umfasst eine
zweite Kokille, eine zweite Strangführung und zweite Hydraulikeinheiten, die zum Oszillieren
der zweiten Kokille und Anstellen von Strangführungselementen der zweiten Strangführung
an den Bogenstrang eingerichtet sind. Der Pfannendrehturm ist zum Tragen wenigstens
zweier Gießpfannen oberhalb der beiden Kokillen eingerichtet. Die Hydraulikversorgung
kann wahlweise die erste Hydraulikeinheit oder die zweiten Hydraulikeinheiten mit
Druckflüssigkeit versorgen.
[0009] Eine erfindungsgemäße Stranggießanlage ermöglicht somit sowohl einen Vertikalgießbetrieb,
bei dem mit der ersten Teilanlage ein Vertikalstrang gegossen wird, als auch einen
Bogengießbetrieb, bei dem mit der zweiten Teilanlage ein Bogenstrang gegossen wird.
Dadurch können mit der Stranggießanlage vorteilhaft Stränge mit unterschiedlichen
Formaten gegossen werden. Beispielsweise werden mit der ersten Teilanlage Stränge
mit großen Querschnitten, beispielsweise mit Dicken von mehr als 800 mm gegossen,
und mit der zweiten Teilanlage werden Stränge mit kleinen oder mittelgroßen Querschnitten
gegossen, beispielsweise mit Dicken bis 400 oder 600 mm. Die erste Teilanlage eignet
sich überdies vornehmlich für semikontinuierliches Stranggießen, die zweite Teilanlage
auch für kontinuierliches Stranggießen. Für beide Teilanlagen sind außerdem ein gemeinsamer
Pfannendrehturm und eine gemeinsame Hydraulikversorgung vorgesehen, das heißt diese
Einheiten der Stranggießanlage werden vorteilhaft für beide Teilanlagen verwendet,
so dass die Komponentenanzahl und Kosten für die Stranggießanlage reduziert werden.
Die Realisierung einer erfindungsgemäßen Stranggießanlage kann beispielsweise in zwei
aufeinander folgenden Stufen erfolgen, wobei in einer ersten Stufe die zweite Teilanlage,
der Pfannendrehturm und die Hydraulikversorgung gebaut werden und bereits bauliche
Vorkehrungen getroffen werden, um in einer späteren zweiten Stufe die erste Teilanlage
nachrüsten zu können.
[0010] Die Hydraulikversorgung ist vorzugsweise hinsichtlich ihrer Leistung und Fördermenge
derart ausgelegt, entweder die erste oder die zweite Teilanlage mit Druckflüssigkeit
(typischerweise Hydrauliköl) versorgen zu können. Dadurch ist die der ersten und der
zweiten Teilanlage gemeinsame Hydraulikversorgung kompakter und kostengünstiger als
zwei separate Hydraulikversorgungen. Mit anderen Worten ist die Hydraulikversorgung
nicht dazu ausgelegt, den zeitlich parallelen Betrieb der beiden Teilanlagen zu ermöglichen.
[0011] Natürlich ist es möglich, dass die erste Teilanlage nicht nur über eine erste Hydraulikeinheit,
sondern mehrere erste Hydraulikeinheiten (neben der hydraulischen Oszilliereinheit
z.B. auch Hydraulikeinheiten zum Ausziehen des Strangs aus der ersten Kokille und/oder
zum Anstellen von Strangführungselementen an den Vertikalstrang) aufweist. In diesem
Fall ist die Hydraulikversorgung dazu eingerichtet, alle ersten Hydraulikeinheiten
während des Betriebs der ersten Teilanlage versorgen zu können.
[0012] Eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stranggießanlage weist eine Kühlwasserversorgung
auf, mit dem wahlweise der ersten Teilanlage oder der zweiten Teilanlage Kühlwasser
zuführbar ist, wobei jede Teilanlage eingerichtet ist, ihre Kokille mit ihr von der
Kühlwasserversorgung zugeführtem Kühlwasser zu kühlen und ihr von der Kühlwasserversorgung
zugeführtes Kühlwasser auf einen von ihr erzeugten Strang (typischerweise in der Sekundärkühlung)
auszugeben. Gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung weist die Stranggießanlage somit
für beide Teilanlagen eine gemeinsame Kühlwasserversorgung auf, das heißt auch die
Kühlwasserversorgung wird vorteilhaft für beide Teilanlagen verwendet, so dass die
Komponentenanzahl und Kosten für die Stranggießanlage weiter reduziert werden.
[0013] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stranggießanlage weist einen ersten
Verteiler auf, der eingerichtet ist, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm angeordneten
Gießpfanne zugeführte Schmelze aufzunehmen und zu der ersten Kokille weiterzuleiten.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stranggießanlage weist einen zweiten
Verteiler auf, der eingerichtet ist, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm angeordneten
Gießpfanne zugeführte Schmelze aufzunehmen und zu der zweiten Kokille weiterzuleiten.
[0015] Eine zu den beiden vorgenannten Ausgestaltungen alternative Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Stranggießanlage weist einen zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position
verfahrbaren Verteiler auf, der eingerichtet ist, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm
angeordneten Gießpfanne zugeführte Schmelze aufzunehmen und in der ersten Position
zu der ersten Kokille und in der zweiten Position zu der zweiten Kokille weiterzuleiten.
[0016] Durch die oder den Verteiler kann vorteilhaft Schmelze gepuffert werden, beispielsweise
für den Wechsel einer Gießpfanne nach deren Entleerung. Ein verfahrbarer Verteiler
reduziert weiter vorteilhaft die Komponentenanzahl und Kosten für die Stranggießanlage.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stranggießanlage weist eine Kippvorrichtung
auf, die eingerichtet ist, einen von der ersten Teilanlage erzeugten Vertikalstrang
zu dessen Abtransport in eine horizontale Lage zu kippen. Dabei kann die Kippvorrichtung
eingerichtet sein, den Vertikalstrang in eine Richtung zu kippen, in die die Strangführung
der zweiten Teilanlage von der zweiten Kokille aus verläuft. Dadurch wird vorteilhaft
ein Abtransport des Vertikalstrangs erleichtert. Ein Kippen des Vertikalstrangs in
die Richtung des Verlaufs der zweiten Strangführung verringert vorteilhaft den Platzbedarf,
da Vertikal- und Bogenstränge in dieselbe Richtung ausgegeben werden.
[0018] Bei einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Stranggießanlage sind die
erste Kokille und die zweite Kokille auf derselben Höhe angeordnet. Ferner kann die
Stranggießanlage eine auf Höhe der Kokillen angeordnete Gießbühne aufweisen, von der
aus beide Kokillen erreichbar sind. Dadurch sind vorteilhaft beide Kokillen auf derselben
Höhe, insbesondere von einer gemeinsamen Gießbühne, zugänglich, was beispielsweise
den Wechsel zwischen Vertikal- und Bogengießbetrieb erleichtert.
[0019] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer erfindungsgemäßen Stranggießanlage
wird zu jedem Zeitpunkt höchstens eine der beiden Teilanlagen betrieben und für einen
Wechsel der betriebenen Teilanlage wird die Hydraulikversorgung von den Hydraulikeinheiten
der bisher betriebenen Teilanlage entkoppelt und mit den Hydraulikeinheiten der anderen
Teilanlage gekoppelt. Dies ermöglicht insbesondere den Betrieb der Stranggießanlage
mit einem gemeinsamen Pfannendrehturm und einer gemeinsamen Hydraulikversorgung.
[0020] Das Entkoppeln bzw. Koppeln der Leitungen erfolgt vorzugsweise durch das Trennen
von sog. Schnellkupplungen. Dadurch wird der Zeitaufwand für den Wechsel von der ersten
auf die zweite Teilanlage und vice versa reduziert.
[0021] Bei einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird beim Stranggießen mit
einer der beiden Teilanlagen Schmelze aus einer auf dem Pfannendrehturm angeordneten
Gießpfanne in die Kokille dieser Teilanlage geleitet. Insbesondere kann zum kontinuierlichen
Stranggießen auf dem Pfannendrehturm vor oder nach dem Entleeren einer zum Stranggießen
verwendeten ersten Gießpfanne eine zweite Gießpfanne angeordnet werden, nach dem Entleeren
der ersten Gießpfanne der Pfannendrehturm soweit gedreht werden bis die zweite Gießpfanne
die Position der ersten Gießpfanne einnimmt und anschließend die zweite Gießpfanne
zum Stranggießen verwendet werden.
[0022] Bei einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nur die jeweils
betriebene Teilanlage mit Kühlwasser aus einer gemeinsamen Kühlwasserversorgung versorgt.
[0023] Vorzugsweise gilt für die max. Fördermenge
QHydMax der Hydraulikversorgung:
QHydMax ≥ QHyd1 und
QHydMax ≥
QHyd2, aber
QHydMax < QHyd1 +
QHyd2, wobei
QHyd1 die max. Fördermenge für die Versorgung der Hydraulikeinheiten der ersten Teilanlage
und Q
Hyd2 die max. Fördermenge für die Versorgung der Hydraulikeinheiten der zweiten Teilanlage
sind.
[0024] Vorzugsweise gilt für die max. Fördermenge
QKühlMax der Kühlwasserversorgung:
QKühlMax ≥
QKühl1 und
QKühlax ≥
QKühl2, aber
QKühlMax < QKühl1 +
QKühl2, wobei Q
Kühl1 die max. Fördermenge für die Kühlwasserversorgung der ersten Teilanlage und Q
Kühl2 die max. Fördermenge für die Kühlwasserversorgung der zweiten Teilanlage sind.
[0025] Die zwei vorgenannten Absätze gelten auch für die Antriebsleistungen P anstelle der
max. Fördermenge Q.
[0026] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung von nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen,
die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Dabei zeigen:
FIG 1 schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Stranggießanlage
in einem Vertikalgießbetrieb,
FIG 2 schematisch die in Figur 1 gezeigte Stranggießanlage in einem Bogengießbetrieb,
FIG 3 ein Blockdiagramm einer Hydraulikversorgung eines Ausführungsbeispiels einer
Stranggießanlage, und
FIG 4 ein Blockdiagramm einer Kühlwasserversorgung eines Ausführungsbeispiels einer
Stranggießanlage.
[0027] Einander entsprechende Teile sind in den Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0028] Die Figuren 1 und 2 (FIG 1 und FIG 2) zeigen schematisch ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Stranggießanlage 1 in zwei verschiedenen Betriebsmodi. Figur
1 zeigt die Stranggießanlage 1 in einem ersten Betriebsmodus, der als Vertikalgießbetrieb
bezeichnet wird. Figur 2 zeigt die Stranggießanlage 1 in einem zweiten Betriebsmodus,
der als Bogengießbetrieb bezeichnet wird.
[0029] Die Stranggießanlage 1 umfasst eine erste Teilanlage 3, eine zweite Teilanlage 5,
einen Pfannendrehturm 7, eine Hydraulikversorgung 9 und eine Kühlwasserversorgung
11.
[0030] Die erste Teilanlage 3 ist zum Erzeugen eines vertikal verlaufenden Vertikalstrangs
13 in dem Vertikalgießbetrieb eingerichtet. Zu diesem Zweck umfasst die erste Teilanlage
3 eine erste Kokille 15, eine erste Strangführung 17 und erste Hydraulikeinheiten
19, 21, die zum Oszillieren der ersten Kokille 15 und Anstellen von (nicht näher dargestellten)
Strangführungselementen der ersten Strangführung 17, beispielsweise von Strangführungsrollen,
an den Vertikalstrang 13 eingerichtet sind. Die erste Strangführung 17 verläuft vertikal
unterhalb der ersten Kokille 15.
[0031] Die zweite Teilanlage 5 ist zum Erzeugen eines gebogen verlaufenden Bogenstrangs
23 in dem Bogengießbetrieb eingerichtet. Zu diesem Zweck umfasst die zweite Teilanlage
5 eine zweite Kokille 25, eine zweite Strangführung 27 und zweite Hydraulikeinheiten
29, 31, die zum Oszillieren der zweiten Kokille 25 und Anstellen von (nicht näher
dargestellten) Strangführungselementen der zweiten Strangführung 27, beispielsweise
von in Strangführungssegmenten angeordneten Strangführungsrollen, an den Bogenstrang
23 eingerichtet sind. Die zweite Strangführung 27 verläuft aus der Nähe der Unterseite
der zweiten Kokille 25 gebogen von einer annähernd vertikalen in eine horizontale
Richtung.
[0032] Der Pfannendrehturm 7 ist um eine vertikale Drehachse 33 drehbar und zum Tragen wenigstens
zweier Gießpfannen 35, 36 oberhalb der beiden Kokillen 15, 25 eingerichtet.
[0033] Mit der Hydraulikversorgung 9 sind wahlweise die ersten Hydraulikeinheiten 19, 21
oder die zweiten Hydraulikeinheiten 29, 31 antreibbar. Die Hydraulikversorgung 9 ist
nur schematisch dargestellt und wird unten anhand von Figur 3 näher beschrieben.
[0034] Mit der Kühlwasserversorgung 11 ist wahlweise der ersten Teilanlage 3 oder der zweiten
Teilanlage 5 Kühlwasser zuführbar. Jede Teilanlage 3, 5 ist eingerichtet, ihre Kokille
15, 25 mit ihr von der Kühlwasserversorgung 11 zugeführtem Kühlwasser zu kühlen und
ihr von der Kühlwasserversorgung 11 zugeführtes Kühlwasser auf einen von ihr erzeugten
Strang 13, 23 auszugeben. Die Kühlwasserversorgung 11 ist nur schematisch dargestellt
und wird unten anhand von Figur 4 näher beschrieben.
[0035] Die Stranggießanlage 1 weist außerdem einen ersten Verteiler 37 und einen zweiten
Verteiler 38 auf. Der erste Verteiler 37 ist eingerichtet, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm
7 angeordneten Gießpfanne 35, 36 zugeführte Schmelze aufzunehmen und zu der ersten
Kokille 15 weiterzuleiten. Der zweite Verteiler 38 ist eingerichtet, ihm aus einer
auf dem Pfannendrehturm 7 angeordneten Gießpfanne 35, 36 zugeführte Schmelze aufzunehmen
und zu der zweiten Kokille 25 weiterzuleiten. Der erste Verteiler 37 ist oberhalb
der ersten Kokille 15 angeordnet. Der zweite Verteiler 38 ist oberhalb der zweiten
Kokille 25 angeordnet.
[0036] Des Weiteren umfasst die Stranggießanlage 1 eine Kippvorrichtung 39, die eingerichtet
ist, einen von der ersten Teilanlage 3 erzeugten Vertikalstrang 13 zu dessen Abtransport
in eine horizontale Lage zu kippen.
[0037] Die beiden Kokillen 15, 25 sind auf derselben Höhe angeordnet. Die Stranggießanlage
1 umfasst ferner eine auf Höhe der Kokillen 15, 25 angeordnete Gießbühne 41, von der
aus beide Kokillen 15, 25 erreichbar sind. Auf der Gießbühne 41 kann sich beispielsweise
Bedienpersonal der Stranggießanlage 1 bewegen, es können dort Materialien (beispielsweise
Gießpulver) und/oder Vorrichtungen für das Stranggießen gelagert oder abgestellt werden,
und/oder es kann dort ein Kontrollstand der Stranggießanlage 1 angeordnet sein.
[0038] In dem Vertikalgießbetrieb wird Schmelze aus einer auf dem Pfannendrehturm 7 oberhalb
des ersten Verteilers 37 angeordneten Gießpfanne 35, 36 in den ersten Verteiler 37
geleitet. Von dem ersten Verteiler 37 wird die Schmelze in die erste Kokille 15 weitergeleitet.
Innerhalb der ersten Kokille 15 erstarren Bereiche der Schmelze zu einer Strangschale
des Vertikalstrangs 13. Der Vertikalstrang 13 wird mit einer ersten Ausziehvorrichtung
43 aus der ersten Kokille 15 in die erste Strangführung 17 gezogen, wo er weiter abkühlt
und erstarrt. Die erste Ausziehvorrichtung 43 weist beispielsweise einen vertikal
bewegbaren Stempel auf, der die erste Kokille 15 an ihrer Unterseite zu Anfang verschließt
und anschließend nach unten bewegt wird. Nach ausreichender Erstarrung wird der Vertikalstrang
13 durch die Kippvorrichtung 39 von der vertikalen in die horizontale Lage gekippt
und danach abtransportiert. In dem Vertikalgießbetrieb werden die Hydraulikeinheiten
19, 21 der ersten Teilanlage 3 an die Hydraulikversorgung 9 gekoppelt und durch die
Hydraulikversorgung 9 angetrieben, um die erste Kokille 15 zu oszillieren und Strangführungselemente
der ersten Strangführung 17 an den Vertikalstrang 13 anzustellen. Ferner wird im Vertikalgießbetrieb
die erste Teilanlage 3 mit Kühlwasser aus der Kühlwasserversorgung 11 versorgt, um
die erste Kokille 15 (und gegebenenfalls weitere Komponenten der ersten Teilanlage
3) zu kühlen und Kühlwasser in der ersten Strangführung 17 auf den Vertikalstrang
13 zu dessen Abkühlung auszugeben, beispielsweise durch Spritzdüsen.
[0039] In dem Bogengießbetrieb wird Schmelze aus einer auf dem Pfannendrehturm 7 oberhalb
des zweiten Verteilers 38 angeordneten Gießpfanne 35, 36 in den zweiten Verteiler
38 geleitet. Von dem zweiten Verteiler 38 wird die Schmelze in die zweite Kokille
25 weitergeleitet. Innerhalb der zweiten Kokille 25 erstarren Bereiche der Schmelze
zu einer Strangschale des Bogenstrangs 23. Der Bogenstrang 23 wird mit einer zweiten
Ausziehvorrichtung 45 aus der zweiten Kokille 25 in die zweite Strangführung 27 gezogen,
wo er weiter abkühlt und erstarrt. Die zweite Ausziehvorrichtung 45 weist beispielsweise
einen Kaltstrang auf, der die zweite Kokille 25 an ihrer Unterseite zu Anfang verschließt
und anschließend durch die zweite Strangführung 27 gefahren wird. Der Kaltstrang bzw.
der Bogenstrang 23 werden z.B. durch hydraulisch antreibbare Treibrollen angetrieben.
In dem Bogengießbetrieb werden die Hydraulikeinheiten 29, 31 der zweiten Teilanlage
5 an die Hydraulikversorgung 9 gekoppelt und durch die Hydraulikversorgung 9 angetrieben,
um die zweite Kokille 25 zu oszillieren und Strangführungselemente der zweiten Strangführung
27 an den Bogenstrang 23 anzustellen. Ferner wird im Bogengießbetrieb die zweite Teilanlage
5 mit Kühlwasser aus der Kühlwasserversorgung 11 versorgt, um die zweite Kokille 25
(und gegebenenfalls weitere Komponenten der zweiten Teilanlage 5) zu kühlen und Kühlwasser
in der zweiten Strangführung 27 auf den Bogenstrang 23 zu dessen Abkühlung auszugeben,
beispielsweise durch Spritzdüsen.
[0040] Beim kontinuierlichen Stranggießen eines Strangs 13, 23 in einer der beiden Teilanlagen
3, 5 wird auf dem Pfannendrehturm 7 vor oder nach dem Entleeren einer zum Stranggießen
verwendeten ersten Gießpfanne 35 eine zweite Gießpfanne 36 angeordnet. Nach dem Entleeren
der ersten Gießpfanne 35 wird der Pfannendrehturm 7 soweit gedreht bis die zweite
Gießpfanne 36 die Position der ersten Gießpfanne 35 einnimmt und anschließend wird
die zweite Gießpfanne 36 zum Stranggießen verwendet. Kontinuierliches Stranggießen
wird vornehmlich mit der zweiten Teilanlage 5 ausgeführt, während die erste Teilanlage
3 vornehmlich zum diskontinuierlichen Stranggießen verwendet wird. Bei geeigneter
Auslegung der ersten Teilanlage 3 kann jedoch auch die erste Teilanlage 3 zum kontinuierlichen
Stranggießen verwendet werden. Die Trenneinrichtungen für den kontinuierlichen Betrieb
der beiden Teilanlagen 3, 5 sind in den Figuren nicht dargestellt.
[0041] Mit der Stranggießanlage 1 werden der Vertikalgießbetrieb und der Bogengießbetrieb
alternativ zueinander ausgeführt, das heißt die beiden Teilanlagen 3, 5 werden nicht
gleichzeitig betrieben. Für einen Wechsel der betriebenen Teilanlage 3, 5 werden die
Hydraulikversorgung 9 und die Kühlwasserversorgung 11 von der bisher betriebenen Teilanlage
3, 5 entkoppelt und mit der anderen Teilanlage 3, 5 gekoppelt.
[0042] Das in den Figuren 1 und 2 schematisch dargestellte Ausführungsbeispiel einer Stranggießanlage
1 kann auf verschiedene Weise zu weiteren Ausführungsbeispielen abgewandelt werden.
Beispielsweise kann statt zweier Verteiler 37, 38 nur ein zwischen einer ersten Position
und einer zweiten Position verfahrbarer Verteiler 37 vorgesehen sein, der eingerichtet
ist, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm 7 angeordneten Gießpfanne 35, 36 zugeführte
Schmelze aufzunehmen und in der ersten Position zu der ersten Kokille 15 und in der
zweiten Position zu der zweiten Kokille 25 weiterzuleiten. Ferner kann die Kippvorrichtung
39 eingerichtet sein, den Vertikalstrang 13 in eine Richtung zu kippen, in die die
Strangführung 27 der zweiten Teilanlage 5 von der zweiten Kokille 25 aus verläuft.
Außerdem kann statt einer Kippvorrichtung 39 eine Entnahmevorrichtung vorgesehen sein,
die eingerichtet ist, den Vertikalstrang 13 nach ausreichender Erstarrung aus der
ersten Strangführung 17 zu entnehmen. Beispielsweise kann die Entnahmevorrichtung
dafür einen Kran aufweisen.
[0043] Figur 3 (FIG 3) zeigt ein Blockdiagramm einer Hydraulikversorgung 9 eines Ausführungsbeispiels
einer Stranggießanlage 1. Die Hydraulikversorgung 9 umfasst einen Hydrauliktank 47
zum Bereitstellen von Hydraulikflüssigkeit und Hochdruckpumpen 49 zum Erzeugen eines
hohen Drucks der Hydraulikflüssigkeit. Die Hydraulikflüssigkeit wird den Hydraulikeinheiten
19, 21, 29, 31 der jeweils betriebenen Teilanlage 3, 5 zugeführt. Neben den Hydraulikeinheiten
19, 21, 29, 31 zum Oszillieren der jeweiligen Kokille 15, 25 und Anstellen von Strangführungselementen
der jeweiligen Strangführung 17, 27 an den jeweiligen Strang 13, 23 können weitere
Hydraulikeinheiten der jeweils betriebenen Teilanlage 3, 5 von der Hydraulikversorgung
9 versorgt werden, beispielsweise Hydraulikeinheiten für den Betrieb der jeweiligen
Ausziehvorrichtung 43, 45.
[0044] Figur 4 (FIG 4) zeigt ein Blockdiagramm einer Kühlwasserversorgung 11 eines Ausführungsbeispiels
einer Stranggießanlage 1. Die Kühlwasserversorgung 11 umfasst eine Kokillenkühlwasserzuführung
51, eine Maschinenkühlwasserzuführung 53, eine Notkühlwasserzuführung 55, eine Hilfskühlwasserzuführung
57, eine Wasser-Luft-Zuführung 59, eine Strangkühlwasserzuführung 61 und eine Strangnotkühlwasserzuführung
63. Mit der Kokillenkühlwasserzuführung 51 ist der Kokille 15, 25 der jeweils betriebenen
Teilanlage 3, 5 Kühlwasser zum Kühlen der Kokille 15, 25 zuführbar. Mit der Maschinenkühlwasserzuführung
53 ist Maschinenkomponenten 65, 66 der jeweils betriebenen Teilanlage 3, 5 (beispielsweise
Rollen) Kühlwasser zum Kühlen der Maschinenkomponenten 65, 66 zuführbar. Mit der Notkühlwasserzuführung
55 ist der Kokille 15, 25 und den Maschinenkomponenten 65, 66 der jeweils betriebenen
Teilanlage 3, 5 in einem Notfall, beispielsweise beim Ausfall der Kokillenkühlwasserzuführung
51 oder der Maschinenkühlwasserzuführung 53, Kühlwasser zum Kühlen der Kokille 15,
25 und/oder der Maschinenkomponenten 65, 66 zuführbar. Mit der Hilfskühlwasserzuführung
57 ist Hilfsaggregaten 67, 68 (beispielsweise Ventilen) der jeweils betriebenen Teilanlage
3, 5 Kühlwasser zum Kühlen der Hilfsaggregate 67, 68 zuführbar. Mit der Wasser-Luft-Zuführung
59 ist der Strangführung 17, 27 der jeweils betriebenen Teilanlage 3, 5 ein Wasser-Luft-Gemisch
zur Strangkühlung des jeweiligen Strangs 13, 23 zuführbar. Mit der Strangkühlwasserzuführung
61 ist der Strangführung 17, 27 der jeweils betriebenen Teilanlage 3, 5 Kühlwasser
zur Strangkühlung zuführbar. Mit der Strangnotkühlwasserzuführung 63 ist der Strangführung
17, 27 der jeweils betriebenen Teilanlage 3, 5 in einem Notfall, beispielsweise bei
einem Ausfall der Strangkühlwasserzuführung 61, Kühlwasser zur Strangkühlung zuführbar.
Das von der Kokillenkühlwasserzuführung 51, der Maschinenkühlwasserzuführung 53, der
Notkühlwasserzuführung 55 und der Hilfskühlwasserzuführung 57 zugeführte Kühlwasser
wird in einem Kühlwasserkreislauf wiederverwendet. Das von der Wasser-Luft-Zuführung
59, der Strangkühlwasserzuführung 61 und der Strangnotkühlwasserzuführung 63 zugeführte
Kühlwasser verdampft zu einem Teil durch den Kontakt mit dem Strang 13, 23 und wird
zu einem anderen Teil in einem Zunderkanal 69 aufgefangen, in einem Zunderbrunnen
70 gesammelt und grob gereinigt und in einer Wasseraufbereitung 71 zur Wiederverwendung
aufbereitet. Die Hauptwasserpumpen vor den Zuführungen 51...57, 61 und 63 wurden nicht
dargestellt.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Stranggießanlage
- 3
- erste Teilanlage
- 5
- zweite Teilanlage
- 7
- Pfannendrehturm
- 9
- Hydraulikversorgung
- 11
- Kühlwasserversorgung
- 13
- Vertikalstrang
- 15
- erste Kokille
- 17
- erste Strangführung
- 19, 21
- erste Hydraulikeinheiten
- 23
- Bogenstrang
- 25
- zweite Kokille
- 27
- zweite Strangführung
- 29, 31
- zweite Hydraulikeinheiten
- 33
- Drehachse
- 35, 36
- Gießpfanne
- 37
- erster Verteiler
- 38
- zweiter Verteiler
- 39
- Kippvorrichtung
- 41
- Gießbühne
- 43
- erste Ausziehvorrichtung
- 45
- zweite Ausziehvorrichtung
- 47
- Hydrauliktank
- 49
- Hochdruckpumpe
- 51
- Kokillenkühlwasserzuführung
- 53
- Maschinenkühlwasserzuführung
- 55
- Notkühlwasserzuführung
- 57
- Hilfskühlwasserzuführung
- 59
- Wasser-Luft-Zuführung
- 61
- Strangkühlwasserzuführung
- 63
- Strangnotkühlwasserzuführung
- 65, 66
- Maschinenkomponenten
- 67, 68
- Hilfsaggregate
- 69
- Zunderkanal
- 70
- Zunderbrunnen
- 71
- Wasseraufbereitung
1. Stranggießanlage (1), umfassend
- eine erste Teilanlage (3), die zum Erzeugen eines vertikal verlaufenden Vertikalstrangs
(13) eingerichtet ist und eine erste Kokille (15), eine erste Strangführung (17) und
eine erste Hydraulikeinheit (19), die zum Oszillieren der ersten Kokille (15) eingerichtet
ist, aufweist,
- eine zweite Teilanlage (5), die zum Erzeugen eines gebogen verlaufenden Bogenstrangs
(23) eingerichtet ist und eine zweite Kokille (25), eine zweite Strangführung (27)
und zweite Hydraulikeinheiten (29, 31), die zum Oszillieren der zweiten Kokille (25)
und Anstellen von Strangführungselementen der zweiten Strangführung (27) an den Bogenstrang
(23) eingerichtet sind, aufweist,
- einen drehbaren Pfannendrehturm (7), der zum Tragen wenigstens zweier Gießpfannen
(35, 36) oberhalb der beiden Kokillen (15, 25) eingerichtet ist, und
- eine Hydraulikversorgung (9), mit dem wahlweise die erste Hydraulikeinheit (19)
oder die zweiten Hydraulikeinheiten (29, 31) mit Druckflüssigkeit versorgbar sind.
2. Stranggießanlage (1) nach Anspruch 1 mit einer Kühlwasserversorgung (11), mit dem
wahlweise der ersten Teilanlage (3) oder der zweiten Teilanlage (5) Kühlwasser zuführbar
ist, wobei jede Teilanlage (3, 5) eingerichtet ist, ihre Kokille (15, 25) mit ihr
von der Kühlwasserversorgung (11) zugeführtem Kühlwasser zu kühlen und ihr von der
Kühlwasserversorgung (11) zugeführtes Kühlwasser auf einen von ihr erzeugten Strang
(13, 23) auszugeben.
3. Stranggießanlage (1) nach Anspruch 1 oder 2 mit einem ersten Verteiler (37), der eingerichtet
ist, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm (7) angeordneten Gießpfanne (35, 36) zugeführte
Schmelze aufzunehmen und zu der ersten Kokille (15) weiterzuleiten.
4. Stranggießanlage (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit einem zweiten Verteiler
(38), der eingerichtet ist, ihm aus einer auf dem Pfannendrehturm (7) angeordneten
Gießpfanne (35, 36) zugeführte Schmelze aufzunehmen und zu der zweiten Kokille (25)
weiterzuleiten.
5. Stranggießanlage (1) nach Anspruch 1 oder 2 mit einem zwischen einer ersten Position
und einer zweiten Position bewegbaren Verteiler (37, 38), der eingerichtet ist, ihm
aus einer auf dem Pfannendrehturm (7) angeordneten Gießpfanne (35, 36) zugeführte
Schmelze aufzunehmen und in der ersten Position zu der ersten Kokille (15) und in
der zweiten Position zu der zweiten Kokille (25) weiterzuleiten.
6. Stranggießanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer Kippvorrichtung
(39), die eingerichtet ist, einen von der ersten Teilanlage (3) erzeugten Vertikalstrang
(13) zu dessen Abtransport in eine horizontale Lage zu kippen.
7. Stranggießanlage (1) nach Anspruch 6, wobei die Kippvorrichtung (39) eingerichtet
ist, den Vertikalstrang (13) in eine Richtung zu kippen, in die die Strangführung
(27) der zweiten Teilanlage (5) von der zweiten Kokille (25) aus verläuft.
8. Stranggießanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche wobei die erste Kokille
(15) und die zweite Kokille (25) auf derselben Höhe angeordnet sind.
9. Stranggießanlage (1) nach Anspruch 8 mit einer auf Höhe der Kokillen (15, 25) angeordneten
Gießbühne (41), von der aus beide Kokillen (15, 25) erreichbar sind.
10. Verfahren zum Betreiben einer Stranggießanlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei
- zu jedem Zeitpunkt höchstens eine der beiden Teilanlagen (3, 5) betrieben wird und
- für einen Wechsel der betriebenen Teilanlage (3, 5) die Hydraulikversorgung (9)
von den Hydraulikeinheiten (19, 21, 29, 31) der bisher betriebenen Teilanlage (3,
5) entkoppelt wird und mit den Hydraulikeinheiten (19, 21, 29, 31) der anderen Teilanlage
(3, 5) gekoppelt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei beim Stranggießen mit einer der beiden Teilanlagen
(3, 5) Schmelze aus einer auf dem Pfannendrehturm (7) angeordneten Gießpfanne (35,
36) in die Kokille (15, 25) dieser Teilanlage (3, 5) geleitet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei zum kontinuierlichen Stranggießen auf dem Pfannendrehturm
(7) vor oder nach dem Entleeren einer zum Stranggießen verwendeten ersten Gießpfanne
(35, 36) eine zweite Gießpfanne (35, 36) angeordnet wird, nach dem Entleeren der ersten
Gießpfanne (35, 36) der Pfannendrehturm (7) soweit gedreht wird bis die zweite Gießpfanne
(35, 36) die Position der ersten Gießpfanne (35, 36) einnimmt und anschließend die
zweite Gießpfanne (35, 36) zum Stranggießen verwendet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12 zum Betreiben einer Stranggießanlage
(1) nach Anspruch 2, wobei nur die jeweils betriebene Teilanlage (3, 5) mit Kühlwasser
aus der Kühlwasserversorgung (11) versorgt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei für eine max. Fördermenge QHydMax der Hydraulikversorgung (9) gilt: QHydMax ≥ QHyd1 und QHydMax ≥ QHyd2, aber QHydMax < QHyd1 + QHyd2, wobei QHyd1 die max. Fördermenge für die Versorgung der Hydraulikeinheiten (13, 19) der ersten
Teilanlage (3) und QHyd2 die max. Fördermenge für die Versorgung der Hydraulikeinheiten (29, 31) der zweiten
Teilanlage (5) sind.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14 zum Betreiben einer Stranggießanlage
(1) nach Anspruch 2, wobei für eine max. Fördermenge QKühlMax der Kühlwasserversorgung (11) gilt: QKühlMax ≥ QKühl1 und QKühlax ≥ QKühl2, aber QKühlMax < QKühl1 + QKühl2, wobei QKühl1 die max. Fördermenge für die Kühlwasserversorgung der ersten Teilanlage (3) und QKühl2 die max. Fördermenge für die Kühlwasserversorgung (29, 31) der zweiten Teilanlage
(5) sind.