[0001] Die Erfindung betrifft eine Einbringvorrichtung zum Einbringen eines nicht rotationssymmetrischen
Befestigungsmittels in ein Werkstück, insbesondere ein Holzwerkstück. Darüber hinaus
betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Einbringen eines rotationssymmetrischen Befestigungsmittels
in ein Werkstück, insbesondere ein Holzwerkstück.
[0002] Es ist bekannt, dass beispielsweise beim Zusammenbau von Regalen die einzelnen Holzbretter
mit Dübel versehen werden müssen, bevor sie zusammengebaut werden können. Das Einbringen
der Dübel erfolgt oftmals durch den Benutzer.
[0003] Darüber hinaus sind Einbringvorrichtungen bekannt, bei denen die Dübel automatisch
in die Holzbretter eingefügt werden. Derartige Einbringvorrichtungen sind jedoch ausschließlich
in der Lage, die Dübel entlang einer Einbringrichtung in das Holzbrett einzubringen.
Dabei kann mit den bekannten Einbringvorrichtungen ein Einbringen der Dübel in einer
vorgegebenen Drehstellung nicht erfolgen. Dies wird jedoch benötigt, wenn beispielsweise
der Dübel nicht rotationssymmetrisch, sondern hackenförmig ausgebildet ist. Derartige
Dübel müssen weiterhin vom Benutzer per Hand in das Holzbrett eingebracht werden.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Einbringvorrichtung anzugeben, mittels
der das Befestigungsmittel in einer vorgegebenen Drehstellung in ein Werkstück, insbesondere
ein Holzwerkstück, eingebracht werden kann.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Einbringvorrichtung zum Einbringen eines nicht
rotationssymmetrischen Befestigungsmittels in ein Werkstück, insbesondere ein Holzwerkstück,
mit einem Vorrichtungsgehäuse, das einen Aufnahmeraum zum Aufnehmen des Befestigungsmittels
aufweist, einer bewegbaren Schiebeeinrichtung, mittels der das Befestigungsmittel
aus einer Ausstoßstellung, bei dem das Befestigungsmittel in dem Aufnahmeraum angeordnet
ist, in eine Einbringstellung im Werkstück überführbar ist und einer Drehsicherung
zum Begrenzen eines Drehens des Befestigungsmittels um eine Längsachse des Befestigungsmittels
beim Überführen des Befestigungsmittels von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung.
[0006] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass durch Vorsehen einer Drehsicherung das Befestigungsmittel
in der gewünschten Drehstellung in das Werkstück eingebracht werden kann. Insofern
können nicht rotationssymmetrische Befestigungsmittel mittels der Einbringvorrichtung
automatisch in das Werkstück eingebracht werden. Somit reduziert sich der Arbeitsaufwand
für den Benutzer. Dadurch vereinfacht sich die weitere Verarbeitung des Werkstücks,
insbesondere das Verbinden des Werkstücks mit anderen Werkstücken.
[0007] Ein Werkstück kann ein Bauteil sein, dass nach dem Einbringen des Befestigungsmittels
noch weiter verarbeitet wird. Die weitere Verarbeitung kann beispielsweise darin bestehen,
dass das Werkstück mit einem anderen Werkstück mittels des Befestigungsmittels verbunden
wird. Das Werkstück kann ein Holzwerkstück, insbesondere ein Holzbrett, oder ein Bauteil
aus einem anderen Material sein. Insbesondere kann das mit dem Befestigungsmittel
versehene Holzwerkstück Bestandteil eines Möbels, wie eines Regals, einer Schublade,
etc., sein.
[0008] Das Befestigungsmittel dient zum Befestigen des Werkstücks mit einem anderen Gegenstand.
Dabei kann das Befestigungsmittel hackenförmig ausgebildet sein. Das Befestigungsmittel
ist üblicherweise als längliches Bauteil ausgeführt.
[0009] Die nachstehend näher erläuterte Drehsicherung dient zum Begrenzen eines Drehens
des Befestigungsmittels um seine Längsachse. Somit begrenzt die Drehsicherung ein
Drehen des Befestigungsmittels in tangentialer Richtung beim Einbringen des Befestigungsmittels
in das Werkstück.
[0010] Als Ausstoßstellung wird eine Stellung des Befestigungsmittels bezeichnet, bei der
sich das Befestigungsmittel befindet, nachdem es aus einer nachfolgend näher beschriebenen
Zuführeinrichtung der Einbringvorrichtung in den Aufnahmeraum zugeführt wurde. Aus
der Ausstoßstellung wird das Befestigungsmittel mittels der Schiebeeinrichtung in
die Einbringstellung überführt.
[0011] Dabei wird als Einbringstellung die Stellung des Befestigungsmittels bezeichnet,
bei der sich das Befestigungsmittel in dem Werkstück befindet und bei dem der Einbringvorgang
abgeschlossen ist. Dies bedeutet, dass bei der Einbringstellung des Befestigungsmittels
das Werkstück mit einem anderen Werkstück verbunden werden kann.
[0012] Bei einer besonderen Ausführung kann die Drehsicherung einen Einschiebekanal zum
Führen einer Bewegung des Befestigungsmittels aus der Ausstoßstellung in die Einbringstellung
aufweisen, der ein Drehen des Befestigungsmittels begrenzt. Dabei kann der Einschiebekanal
ein Drehen des Befestigungsmittels, insbesondere eines Befestigungsmittelkopfs, um
die Längsachse vollständig begrenzen oder derart begrenzen, dass ein Drehwinkel, um
den das Befestigungsmittel um die Längsachse gedreht wird, einen vorgegebenen Wert
nicht übersteigt.
[0013] Dabei kann der Einschiebekanal, insbesondere im Achsnormalquerschnitt, u-förmig ausgebildet
sein. Dabei können die beiden Schenkel des u-förmigen Einschiebekanals derart voneinander
beabstandet und/oder derart ausgebildet sein, dass das Befestigungsmittel, insbesondere
der Befestigungsmittelkopf, nicht um die Längsachse gedreht werden kann. In diesem
Fall verhindert der Einschiebekanal ein Drehen des Befestigungsmittels. Alternativ
können die beiden Schenkel des Einschiebekanals derart beabstandet und/oder derart
ausgebildet sein, dass sich das Befestigungsmittel, insbesondere der Befestigungsmittelkopf,
um einen vorgegebenen Drehwinkel um die Längsachse drehen kann. Bei einer derartigen
Ausführung stößt der Befestigungsmittelkopf je nach Drehrichtung gegen einen der beiden
Schenkel des Einschiebekanals.
[0014] Der Einschiebekanal ist derart ausgebildet, dass er eine Bewegung des Befestigungsmittels
in axialer Richtung des Befestigungsmittels nicht behindert. Darüber hinaus ist der
Einschiebekanal derart ausgebildet ist, dass er an einem Ende den Aufnahmeraum aufweist.
Somit kann das Befestigungsmittel von der Zuführeinrichtung in den Einschiebekanal
überführt werden. Dabei kann der Einschiebekanal derart ausgebildet sein, dass das
Befestigungsmittel an einem anderen Ende des Einschiebekanals in Richtung zum Werkstück
ausgebbar ist. Bei einem Einbringvorgang des Befestigungsmittels kann sich die Schiebeeinrichtung
zumindest teilweise ebenfalls innerhalb des Einschiebekanals bewegen.
[0015] Bei einer besonderen Ausführung kann die Schiebeeinrichtung einen Schieber aufweisen.
Der Schieber kann ein Drehsicherungsmittel aufweisen, das in Eingriff mit dem Befestigungsmittel,
insbesondere dem Befestigungsmittelkopf, bringbar ist. Das Drehsicherungsmittel kann
an einer Stirnseite des Schiebers angeordnet sein. Das Drehsicherungsmittel kann als
Vorsprung ausgeführt sein, der von einer Stirnseite des Schiebers in Richtung zum
Befestigungsmittel vorsteht. Der Vorsprung kann in eine Aussparung des Befestigungsmittels
eingreifen. Insbesondere kann der Vorsprung, insbesondere direkt, in eine am Befestigungsmittelkopf
angebrachte Aussparung eingreifen, wenn ein Einbringvorgang des Befestigungsmittels
erfolgen soll. Im Ergebnis wird eine Drehsicherung auf einfache Weise realisiert.
[0016] Dabei kann eine Dicke des Drehsicherungsmittels derart gewählt sein, dass das Drehsicherungsmittel
unabhängig von der Stellung des Befestigungsmittels im Einschiebekanal in Eingriff
mit dem Befestigungsmittel bringbar ist. Dadurch wird auf einfache Weise erreicht,
dass das Drehsicherungsmittel bei einer Bewegung des Schiebers in Richtung zum Befestigungsmittel
in Eingriff mit dem Befestigungsmittel gelangen kann, unabhängig davon, ob das Befestigungsmittel
um einen vorgegebenen Drehwinkel um die Längsachse gedreht ist. Dabei kann der Drehwinkel,
um den sich das Befestigungsmittel um die Längsachse drehen kann, derart vorgegeben
werden bzw. der Einschiebekanal kann derart ausgebildet sein, dass das Drehsicherungsmittel
mit dem Befestigungsmittel immer in Eingriff bringbar ist.
[0017] Das Drehsicherungsmittel weist den Vorteil auf, dass zusätzlich zum Einschiebekanal
noch eine weitere Drehsicherung zum Verhindern oder Begrenzen des Drehens des Befestigungsmittels
um die Längsachse vorhanden ist. Dies ist insofern vorteilhaft, weil bei dem Einbringvorgang
des Befestigungsmittels in das Werkstück es vorkommen kann, dass kurz vor der Einbringstellung
des Befestigungsmittels in dem Werkstück der Befestigungsmittelkopf nicht mehr durch
den Einschiebekanal geführt ist und außerhalb des Einschiebekanals angeordnet ist.
In diesem Fall wird die Drehstellung allein durch das am Schieber vorhandene Drehsicherungsmittel
festgelegt. Im Ergebnis wird erreicht, dass das Befestigungsmittel in einer vorgegebenen
Drehstellung in das Werkstück eingebracht werden kann.
[0018] Bei einer besonderen Ausführung kann die Einbringvorrichtung eine Zentriereinrichtung
zum Zentrieren des Befestigungsmittels aufweisen. Die Zentriervorrichtung kann das
Befestigungsmittel in einer radialen Richtung zentrieren. Dies kann notwendig sein,
weil ein Bolzenabschnitt des Befestigungsmittels eine größere Dimension in radialer
Richtung haben kann als der Befestigungsmittelkopf. Dadurch besteht die Gefahr, dass
das Befestigungsmittel bei Ausgabe aus dem Einschiebekanal in radialer Richtung zu
einem Bohrloch im Werkstück versetzt ist. Dementsprechend können das Bohrloch und
das Befestigungsmittel beim Einbringvorgang nicht koaxial zueinander angeordnet sein.
Die Zentriereinrichtung verhindert einen derartigen Versatz zwischen dem Befestigungsmittel
und dem Bohrloch im Werkstück.
[0019] Die Zentriereinrichtung kann an einer zum Werkstück weisenden Seite des Vorrichtungsgehäuses
angebracht sein. Dabei kann die Zentriereinrichtung einen Durchgang zum Führen des
aus dem Einschiebekanal wenigstens teilweise ausgegebenen Befestigungsmittels aufweisen.
Der Durchgang ist derart geformt, dass der zuvor beschriebene Versatz zwischen dem
Befestigungsmittel und dem Bohrloch im Werkstück vermieden wird.
[0020] Die Zentriereinrichtung kann zwei relativ zueinander bewegliche Zentrierbacken aufweisen,
die den Durchgang begrenzen. Die Zentrierbacken können sich beim Überführen des Befestigungsmittels
in die Einbringstellung voneinander weg bewegen. Dies bietet den Vorteil, dass sichergestellt
ist, dass der Befestigungsmittelkopf ebenfalls durch die Zentriereinrichtung hindurch
bewegt werden kann. Dies erlaubt, dass der Befestigungsmittelkopf in radialer Richtung
größer dimensioniert sein kann als der Bolzenabschnitt des Befestigungsmittels.
[0021] Die Zentriereinrichtung kann wenigstens eine Rückführeinrichtung, insbesondere eine
Feder, aufweisen, die die Zentrierbacken in ihre Ursprungsstellung überführt. Die
Rückführeinrichtung stellt somit sicher, dass nach dem Einbringvorgang des Befestigungsmittels
die Zentrierbacken in ihre Ursprungsstellung bewegt werden. Somit kann bei dem nächsten
Einbringvorgang auch ein anderes Befestigungsmittel in oben beschriebener Weise zu
einem anderen Bohrloch des Werkstücks zentriert werden.
[0022] Bei einer besonderen Ausführung kann die Schiebeeinrichtung ein, insbesondere plattenförmiges,
Schieberelement aufweisen. Das Schieberelement kann mit dem Schieber fest verbunden
sein. Dadurch ist sichergestellt, dass sich der Schieber und das Schieberelement,
insbesondere zeitgleich, in die gleiche Richtung bewegen.
[0023] Das Schieberelement ist derart ausgebildet, dass es bei einem Bewegen des Schiebers
eine Kraft auf die Zentriereinrichtung zum Auseinanderbewegen der Zentrierbacken ausübt.
Dabei kann das Schieberelement derart ausgebildet sein, dass es selbst die Zentrierbacken
auseinanderdrückt. Dabei können die Zentrierbacken umso weiter voneinander wegbewegt
werden, je weiter das Schieberelement in Richtung zum Werkstück bewegt wird. Dabei
kann das Schieberelement mit seinem zur Zentriereinrichtung weisenden Ende in ein
Loch der Zentriereinrichtung eindringen. Das Loch kann durch die beiden Zentrierbacken
begrenzt werden. Dabei bewegen sich die beiden Zentrierbacken umso weiter voneinander
weg, je weiter das Schieberelement in das Loch eindringt.
[0024] Dabei können sich der Schieber und/oder das Schieberelement derart bewegen, dass
in der Einbringstellung des Befestigungsmittels der Schieber und/oder das Schieberelement
von der Zentriereinrichtung teilweise hervorstehen. Dabei können sowohl der Schieber
als auch das Schieberelement von der Zentriereinrichtung in Richtung zum Werkstück
vorstehen.
[0025] Das Schieberelement kann derart ausgebildet sein, dass es in der Einbringstellung
des Befestigungsmittels den Einschiebekanal abdeckt. Dabei kann das Schieberelement
den Einschiebekanal vollständig abdecken. Die Abdeckung kann derart erfolgen, dass
kein anderes Befestigungsmittel in den Aufnahmeraum eingebracht werden kann.
[0026] Bei einer besonderen Ausführung kann die Einbringvorrichtung die Zuführeinrichtung
zum Zuführen von einem Befestigungsmittel in den Aufnahmeraum aufweisen. Dabei kann
die Zuführeinrichtung derart ausgebildet sein, dass bei jedem Zuführvorgang jeweils
ein Befestigungsmittel in den Aufnahmeraum eingebracht wird.
[0027] Die Zuführeinrichtung kann ein Zuführgehäuse aufweisen, wobei das Befestigungsmittel
durch eine Einbringöffnung im Zuführgehäuse in einen Innenraum des Zuführgehäuses
eingebracht wird. Dabei kann die Zuführeinrichtung ein Magazin aufweisen, in dem eine
Vielzahl von Befestigungsmitteln gelagert ist. Mittels eines Zuführschlauchs der Zuführeinrichtung
kann ein Befestigungsmittel von dem Magazin zu dem Zuführgehäuse, insbesondere in
den Innenraum des Zuführgehäuses, zugeführt werden.
[0028] Das Befestigungsmittel ist derart ausgebildet, dass es sich vor einer Zufuhr in den
Innenraum des Zuführgehäuses selbst ausrichtet. Die Selbstausrichtung erfolgt vorzugsweise
in dem Zuführschlauch. Die Selbstausrichtung resultiert aufgrund einer vorgegebenen
Ausbildung des Befestigungsmittels. Im Ergebnis kann das Befestigungsmittel in einer
vorgegebenen Stellung in den Innenraum des Zuführgehäuses eintreten.
[0029] Das in den Innenraum des Zuführgehäuses eingebrachte Befestigungsmittel kann in den
Einschiebekanal fallen. Der Innenraum des Zuführgehäuses ist somit oberhalb des Einschiebekanals
angeordnet, wobei das Befestigungsmittels aufgrund der Gravitationskraft von dem Innenraum
in den Einschiebekanal fällt. Dabei kann bei einem hakenförmigen Befestigungsmittel
das Befestigungsmittel beim Eintritt in den Innenraum des Zuführgehäuses derart ausgerichtet
sein, dass der hakenförmige Teil vor einem Fallen in den Aufnahmeraum des Einschiebekanals
in eine Richtung weg von dem Einschiebekanal weist.
[0030] Das Schieberelement kann bei der Einbringstellung des Befestigungsmittels zwischen
der Zuführeinrichtung, insbesondere dem Innenraum des Zuführgehäuses, und dem Einschiebekanal
angeordnet sein. Dadurch kann das Schieberelement die Zufuhr eines anderen Befestigungsmittels
in den Aufnahmeraum auf einfache Weise verhindern.
[0031] Bei einer derartigen Stellung des Schieberelements kann ein anderes Befestigungsmittel
auf dem Schieberelement angeordnet werden. Dies bedeutet, dass bei einer Zufuhr des
anderen Befestigungsmittels in den Innenraum des Zuführgehäuses das andere Befestigungsmittel
auf das Schieberelement und nicht in den Aufnahmeraum fällt. Dabei kann sich das andere
Befestigungsmittel derart ausrichten, dass der hackenförmige Teil des Befestigungsmittels
in eine Richtung weg von dem Einschiebekanal weist.
[0032] Das auf dem Schieberelement angeordnete andere Befestigungsmittel kann bei einer
Bewegung der Schiebeeinrichtung in eine Ausgangsstellung in den Einschiebekanal gebracht
werden. Bei einer Rückbewegung des Schieberelements verbleibt das andere Befestigungsmittel
in derselben Stellung, weil das Zuführgehäuse eine Bewegung des anderen Befestigungselements
in die gleiche Richtung wie das Schieberelement unterbindet. Daher fällt das andere
Befestigungsmittel ab einer bestimmten Stellung des Schieberelements in den Aufnahmeraum.
Im Ergebnis kann dadurch erreicht werden, dass die Zeit zwischen zwei Einbringvorgängen
reduziert wird.
[0033] Die Schiebeeinrichtung kann derart ausgeführt sein, dass sie, insbesondere ausschließlich,
eine Linearbewegung ausführt, um das Befestigungsmittel von der Ausstoßstellung in
die Einbringstellung zu überführen. Insofern bewegen sich der Schieber und das Schieberelement,
insbesondere ausschließlich, linear.
[0034] Dagegen kann das Vorrichtungsgehäuse und/oder die Zuführeinrichtung während des Einbringvorgangs
des Befestigungsmittels in das Werkstück ortsfest angeordnet sein. Gleichermaßen kann
die Zentriereinrichtung derart ausgebildet sein, dass sie sich in Einbringrichtung
des Befestigungsmittels nicht bewegt. Die Zentrierbacken können sich in eine Richtung
voneinander weg bewegen, die quer, insbesondere senkrecht, zu der Einbringrichtung
des Befestigungsmittels ist.
[0035] Die Einbringvorrichtung kann ein Anschlagelement zum Begrenzen der Bewegung in der
Einbringrichtung des Befestigungsmittels aufweisen. Insofern kann auf einfache Weise
sichergestellt werden, wie tief das Befestigungsmittel in das Bohrloch des Werkstücks
eindringen soll.
[0036] Dabei kann das Anschlagelement gegen die Zuführeinrichtung, insbesondere das Zuführgehäuse,
stoßen. Dadurch kann auf einfache Weise die Eindringtiefe des Befestigungsmittels
eingestellt werden. Darüber hinaus kann das Anschlagelement mit der Schiebeeinrichtung,
insbesondere mit dem Schieberelement, fest verbunden sein. Dadurch ist auf einfache
Weise realisiert, dass sich das Anschlagelement gemeinsam mit der Schiebeeinrichtung
bewegt. Das Anschlagelement kann relativ zu der Schiebeeinrichtung verfahren und in
eine gewünschte Position gebracht werden. Dadurch kann auf einfache Weise die Eindringtiefe
des Befestigungsmittels in das Werkstück eingestellt werden.
[0037] Von besonderem Vorteil ist auch Verfahren zum Einbringen eines nicht rotationssymmetrischen
Befestigungsmittels in ein Werkstück, insbesondere ein Holzwerkstück, unter Verwendung
einer erfindungsgemäßen Einbringvorrichtung.
[0038] In den Figuren ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt, wobei gleiche
oder gleichwirkende Elemente zumeist mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei
zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Einbringvorrichtung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung einer Schiebeeinrichtung,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 2 gezeigten Schiebeeinrichtung,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung mit einem Teil eines Vorrichtungsgehäuses
und der Zentriereinrichtung,
- Fig. 5
- eine Vorderansicht auf die in Fig. 4 gezeigte Zentriereinrichtung,
- Fig. 6
- eine Vorderansicht auf die in Fig. 4 gezeigte Zentriereinrichtung, wobei ein Teil
der Zentriereinrichtung weggelassen ist,
- Fig. 7
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
zu einem ersten Betriebszustand,
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
zu einem zweiten Betriebszustand,
- Fig. 9
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
zu einem dritten Betriebszustand,
- Fig. 10
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
zu einem vierten Betriebszustand,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf die Schiebeeinrichtung zu dem vierten Betriebszustand,
- Fig. 12
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
zu einem fünften Betriebszustand,
- Fig. 13
- eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung zu dem fünften Betriebszustand,
- Fig. 14
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
zu einem sechsten Betriebszustand,
- Fig. 15
- eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung zu dem sechsten Betriebszustand
- Fig. 16
- eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung zu dem sechsten Betriebszustand,
wobei ein anderes Befestigungsmittel zugeführt wurde,
- Fig. 17
- eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung zu dem sechsten Betriebszustand,
wobei das andere Befestigungsmittel im Aufnahmeraum ist.
[0039] Figur 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Einbringvorrichtung 1 zum Einbringen
eines in Figur 2 gezeigten nicht rotationssymmetrischen Befestigungsmittels 2 in ein
in Figur 9 gezeigtes Werkstück 3. Das Werkstück 3 kann ein Holzwerkstück sein. Die
Einbringvorrichtung 1 weist ein Vorrichtungsgehäuse 4 auf, das einen Aufnahmeraum
5 zum Aufnehmen des Befestigungsmittels 2 aufweist. Darüber hinaus weist die Einbringvorrichtung
1 eine Schiebeeinrichtung 6 auf, mittels der das Befestigungsmittel 2 aus der in Figur
1 gezeigten Ausstoßstellung in die in Figur 14 gezeigte Einbringstellung überführt
werden kann. Außerdem weist die Einbringvorrichtung 1 eine Drehsicherung zum Begrenzen
eines Drehens des Befestigungsmittels um eine in Figur 2 gezeigte Längsachse L des
Befestigungsmittels 2 während des Überführens von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung.
[0040] Die Einbringvorrichtung 1 weist außerdem einen Antriebsmotor 22 auf, mittels dem
die Schiebeeinrichtung 6 angetrieben wird. Dabei bewegt sich die Schiebeeinrichtung
6 linear. Die Bewegung der Schiebeeinrichtung 6 ist beim Einbringvorgang gleichgerichtet
einer Einbringrichtung E des Befestigungsmittels 2. Das Befestigungsmittel 2 bewegt
sich bei seinem Überführen von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung entlang
der Einbringrichtung E.
[0041] Die Einbringvorrichtung 1 weist außerdem eine Zuführeinrichtung 17 zum Zuführen von
Befestigungsmitteln 2 in den Aufnahmeraum 5 auf. Die Zuführeinrichtung 17 weist ein
Zuführgehäuse 18 und einen Zuführschlauch 23 auf, der mit dem Zuführgehäuse 18 verbunden
und in Figur 1 nur teilweise dargestellt ist. Der Zuführschlauch 23 ist an seinem
von dem Zuführgehäuse 18 abgewandten Ende mit einem in den Figuren nicht dargestellten
Magazin verbunden, in dem eine Vielzahl von Befestigungsmitteln 2 gelagert ist. Die
einzelnen Befestigungsmittel 2 gelangen über den Zuführschlauch 23 in das Zuführgehäuse
18 und von dort in den Aufnahmekanal 5.
[0042] Darüber hinaus weist die Einbringvorrichtung 1 ein Anschlagelement 21 auf. Das Anschlagelement
21 ist mit der Schiebeeinrichtung 6 fest verbunden. Somit bewegt sich das Anschlagelement
21 gemeinsam mit der Schiebeeinrichtung 6 entlang der Einbringrichtung E, wenn ein
Befestigungsmittel 2 in das Werkstück 3 eingebracht wird. Das Anschlagelement 21 begrenzt
durch Anschlagen an das Zufuhrgehäuse 18 den Weg den die Schiebeeinrichtung 6 entlang
der Einbringrichtung E verfahren werden kann.
[0043] Die Einbringvorrichtung 1 weist außerdem eine Zentriereinrichtung 11 auf. Die Zentriereinrichtung
11 ist an einer Stirnseite des Vorrichtungsgehäuses 4 angeordnet. Insbesondere ist
die Zentriereinrichtung 11 an einer dem Werkstück 3 zugewandten Stirnseite des Vorrichtungsgehäuses
4 angeordnet. Die Zentriereinrichtung 11 ist dabei derart angeordnet, dass das Befestigungsmittel
2 beim Einbringen in das Werkstück 3 durch die Zentriereinrichtung 11 hindurch dringen
muss.
[0044] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung 6. Die Schiebeeinrichtung
6 weist einen Schieber 9 und ein Schieberelement 15 auf, das fest mit dem Schieber
9 verbunden ist. Das Schieberelement 15 und der Schieber 9 sind einstückig ausgeführt,
sodass sich beim Einbringvorgang der Schieber 9 und das Schieberelement 15 in Einbringrichtung
E bewegen. Der Schieber 9 dient zum Schieben des Befestigungselements 2 aus der Ausstoßstellung
in die Einbringstellung.
[0045] Darüber hinaus weist die Schiebeeinrichtung 6 eine Schiene 24 auf, die in Eingriff
mit dem in Figur 1 dargestellten Vorrichtungsgehäuse 4 ist. Durch die Schiene 24 ist
sichergestellt, dass sich die Schiebeeinrichtung 6 beim Einbringvorgang und beim Rückführvorgang
in die Ausgangsstellung jeweils linear bewegt.
[0046] In Figur 2 ist das Befestigungsmittel 2 in direktem Kontakt mit dem Schieber 9. Wie
aus Figur 2 ersichtlich ist, ist das Befestigungsmittel 2 nicht rotationssymmetrisch
ausgebildet. Insbesondere ist das Befestigungsmittel 2 hackenförmig ausgebildet. Dabei
ist der Befestigungsmittelkopf 8, der den hackenförmigen Teil aufweist, in direktem
Kontakt mit dem Schieber 9.
[0047] Der Befestigungsmittelkopf 8 weist in radialer Richtung eine größere Außenkontur
auf als ein mit dem Befestigungsmittelkopf 8 verbundener Bolzenabschnitt 25. Der Bolzenabschnitt
25 weist ein Außengewinde auf. Die radiale Richtung bezieht sich auf die Längsachse
L des Befestigungsmittels 2.
[0048] Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 2 gezeigten Schiebeeinrichtung
6, insbesondere des Verbindungsbereichs zwischen dem Befestigungsmittel 2 und dem
Schieber. Der Schieber 9 weist an der zum Befestigungsmittel 2 gewandten Stirnseite
ein Drehsicherungsmittel 10 in Form eines Vorsprungs auf. Der Vorsprung dringt in
eine Aussparung des Befestigungsmittelkopfes 8 ein. Durch den Eingriff des Vorsprungs
des Schiebers 9 in die Aussparung des Befestigungsmittelkopfs 8 ist eine Drehung des
Befestigungsmittels 2 um die Längsachse L des Befestigungsmittels 2 begrenzt oder
nicht möglich. Da der Schieber 9 in tangentialer Richtung, also um die Längsachse
L, nicht gedreht werden kann, kann der Schieber 9 mittels des Drehsicherungsmittels
ein Drehen des Befestigungsmittels 2 um seine Längsachse L begrenzen oder verhindern.
[0049] Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung 6 mit einem Teil eines
Vorrichtungsgehäuses 4. Das Vorrichtungsgehäuse 4 weist einen Einschiebekanal 7 auf,
der das Befestigungsmittel 2 beim Überführen von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung
führt. Der Einschiebekanal 7 weist den Aufnahmeraum 5 auf.
[0050] Fig. 5 zeigt eine Vorderansicht auf die in Fig. 4 gezeigte Zentriereinrichtung 17.
Die Zentriereinrichtung 17 weist zwei Zentrierbacken 13 auf, die sich voneinander
weg bewegen können. Dabei bewegen sich die beiden Zentrierbacken 13 in Pfeilrichtung
P voneinander weg. Die Richtung P ist quer, insbesondere senkrecht, zu der Einbringrichtung
E des Befestigungsmittels 2.
[0051] Die beiden Zentrierbacken 13 begrenzen einen Durchgang 12. Der Durchgang 12 dient
beim Einbringvorgang zum Zentrieren des Befestigungsmittels 2, insbesondere in radialer
Richtung. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Befestigungsmittel 2 und ein
Bohrloch eines Werkstücks 3 in radialer Richtung nicht versetzt zueinander sind. Darüber
hinaus begrenzen die beiden Zentrierbacken 13 ein Loch 16, durch das das Schieberelement
15 dringen kann.
[0052] Die beiden Zentrierbacken 13 sind über mehrere Federn 14 miteinander verbunden. Die
Federn 14 stellen sicher, dass sich die Zentrierbacken 13 nach einer Bewegung in Richtung
P wieder in die in Figur 5 dargestellte Ausgangsstellung zurückbewegen.
[0053] Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht auf die in Fig. 4 gezeigte Zentriereinrichtung 17,
wobei eine Zentrierbacke 13 der Zentriervorrichtung 1 weggelassen ist. Dabei ist aus
Figur 6 ein Teil des Einschiebekanals 7 ersichtlich. Der Befestigungsmittelkopf 8
liegt unmittelbar an einem Schenkel 27 des u-förmigen Einschiebekanals 7. Der Einschiebekanal
7 ist bei der in Figur 6 gezeigten Ausführung derart ausgebildet, dass sich das Befestigungsmittel
2 nicht in tangentialer Richtung T, also um seine Längsachse L, drehen kann.
[0054] Im Folgenden wird der Einbringvorgang des Befestigungsmittels 2 in das Werkstück
3 anhand der Figuren 7 bis 15 näher beschrieben.
[0055] Fig. 7 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
6 zu einem ersten Betriebszustand. Bei dem ersten Betriebszustand befindet sich das
Befestigungsmittel 2 in dem Aufnahmeraum 5 bzw. im Einschiebekanal 7. Die Schiebeeinrichtung
6 befindet sich in einer Ausgangsstellung, bei der der Schieber 9 noch nicht in Kontakt
mit dem Befestigungsmittel 2 ist.
[0056] Fig. 8 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
6 zu einem zweiten Betriebszustand. Beim zweiten Betriebszustand wurde die Schiebeeinrichtung
6 entlang der Einbringrichtung E bereits soweit bewegt, dass der Schieber 9, insbesondere
das Drehsicherungsmittel 10 in Eingriff mit dem Befestigungsmittelkopf 8 ist. Durch
das Drehsicherungsmittel 10 wird die Drehstellung des Befestigungsmittels 2 um seine
Längsachse L festgelegt.
[0057] Fig. 9 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
6 zu einem dritten Betriebszustand. Beim dritten Betriebszustand ist das Befestigungsmittel
2 bereits soweit entlang der Einbringrichtung E verschoben, dass ein Teil des Befestigungsmittels
2 bereits aus dem Durchgang 12 der Zentriereinrichtung 11 hervor ragt. In Figur 9
ist das Werkstück 3 mit einem Bohrloch 26 ebenfalls gezeigt.
[0058] Fig. 10 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
6 zu einem vierten Betriebszustand. Beim vierten Betriebszustand ist bereits ein Teil
des Befestigungsmittels 2 in das Bohrloch 26 des Werkstücks 3 eingedrungen.
[0059] Wie aus Fig. 11, die eine Draufsicht auf die Schiebeeinrichtung zu dem vierten Betriebszustand
zeigt, ersichtlich ist, befindet sich das Schieberelement 15 in einer Stellung kurz
vor dem Loch 16. In dieser Stellung haben sich die Zentrierbacken 13 noch nicht in
Richtung P voneinander weg bewegt und das Schieberelement 15 ist in Kontakt mit dem
Zentrierbacken 13. Bei einem Bewegen des Schieberelements 15 in Einbringrichtung E
drückt das zum Werkstück 3 weisende Ende des Schieberelements 15 die beiden Zentrierbacken
13 voneinander weg.
[0060] Fig. 12 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
6 zu einem fünften Betriebszustand. Bei dem fünften Betriebszustand ist das Befestigungsmittel
2 weiter in das Bohrloch 26 eingeführt worden. Aus Fig. 12 ist ersichtlich, dass der
Befestigungsmittelkopf 8 außerhalb des Einschiebekanals 7 angeordnet ist. Insofern
wird zu diesem Betriebszustand der Befestigungsmittelkopf 8 nicht mehr durch den Einschiebekanal
7, sondern ausschließlich durch das Drehsicherungsmittel 10 festgelegt.
[0061] Dabei ist aus Figur 13 ersichtlich, dass zu diesem Betriebszustand ein Teil des Schieberelements
15 das Loch 16 vollständig durchdrungen hat. Bei dem Durchdringen des Lochs 16 hat
das Schieberelement 15 die beiden Zentrierbacken 13 in Richtung P voneinanderweggedrückt.
Dabei werden die Zentrierbacken 13 so weit voneinander weggedrückt, dass das Befestigungsmittel
2, insbesondere der Befestigungsmittelkopf 8, durch die Zentriereinrichtung 11 durchgeführt
werden kann.
[0062] Eine derartige Stellung der Zentrierbacken ist in Figur 14 gezeigt. Fig. 14 zeigt
eine vergrößerte Darstellung eines Teils der in Fig. 4 gezeigten Schiebeeinrichtung
6 zu einem sechsten Betriebszustand. Bei dem sechsten Betriebszustand befindet sich
das Befestigungsmittel in der Einbringstellung. Das Schieberelement 16 und der Schieber
9 stehen von der Zentriereinrichtung 11 in Einbringrichtung E vor.
[0063] Wie aus Fig. 15 ersichtlich ist, befindet sich das Schieberelement 15 oberhalb des
Werkstücks 3. Nach dem Einbringvorgang des Befestigungsmittels 2 kann das Werkstück
3 in eine neue Stellung bewegt werden, bei der ein anderes Befestigungsmittel 2a in
ein anderes Bohrloch des Werkstücks 3 eingebracht werden kann.
[0064] Fig. 16 zeigt eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung 6 zu dem sechsten
Betriebszustand, wobei ein anderes Befestigungsmittel zugeführt wurde. Das andere
Befestigungsmittel 2a wird, wie das Befestigungsmittel 2, über eine in dem Zuführgehäuse
18 vorhandene Einbringöffnung 19 in einen Innenraum 20 des Zuführgehäuses 18 eingebracht.
[0065] Das in den Innenraum 20 eingebrachte andere Befestigungsmittel 2a fällt auf das Schieberelement
15. Das Schieberelement 15 bedeckt in dem sechsten Betriebszustand den Aufnahmeraum
5 bzw. den Einschiebekanal 7. Daher kann das andere Befestigungsmittel im Gegensatz
zu dem Befestigungsmittel nicht gleich in den Aufnahmeraum 5 fallen. Aufgrund der
Ausbildung des Befestigungsmittels 2 ist sichergestellt, dass der vom Bolzenabschnitt
25 abstehende Teil nach oben weist.
[0066] Fig. 16 zeigt eine perspektivische Darstellung der Schiebeeinrichtung 6, bei der
das andere Befestigungsmittel 2a im Aufnahmeraum 5 ist. Bei einem Rückführen des Schieberelements
15 in die in Figur 6 gezeigte Stellung stößt das andere Befestigungsmittel 2a gegen
das Zuführgehäuse 18 und kann sich somit nicht bewegen. Wenn das Schieberelement 15
in die Ausgangsstellung überführt wurde, kann, wie in Figur 17 gezeigt ist, das andere
Befestigungsmittel 2a in den Aufnahmeraum 5 fallen.
[0067] Das andere Befestigungsmittel 2a kann anschließend analog zu dem Befestigungsmittel
2 in das andere Bohrloch des Werkstücks 3 überführt werden.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 1
- Einbringvorrichtung
- 2
- Befestigungsmittel
- 2a
- anderes Befestigungsmittel
- 3
- Werkstück
- 4
- Vorrichtungsgehäuse
- 5
- Aufnahmeraum
- 6
- Schiebeeinrichtung
- 7
- Einschiebekanal
- 8
- Befestigungsmittelkopf
- 9
- Schieber
- 10
- Drehsicherungsmittel
- 11
- Zentriereinrichtung
- 12
- Durchgang
- 13
- Zentrierbacken
- 14
- Feder
- 15
- Schieberelement
- 16
- Loch
- 17
- Zuführeinrichtung
- 18
- Zuführgehäuse
- 19
- Einbringöffnung
- 20
- Innenraum
- 21
- Anschlagelement
- 22
- Antriebsmotor
- 23
- Zuführschlauch
- 24
- Schiene
- 25
- Bolzenabschnitt
- 26
- Bohrloch
- E
- Einbringrichtung
- L
- Längsachse
- P
- Richtung
1. Einbringvorrichtung (1) zum Einbringen eines nicht rotationssymmetrischen Befestigungsmittels
(2), das einen Befestigungsmittelkopf (8) und einen mit dem Befestigungsmittelkopf
(20) verbundenen Bolzenabschnitt aufweist, in ein Werkstück (3), insbesondere ein
Holzwerkstück, mit
einem Vorrichtungsgehäuse (4), das einen Aufnahmeraum (5) zum Aufnehmen des Befestigungsmittels
(2) aufweist,
einer bewegbaren Schiebeeinrichtung (6), mittels der das Befestigungsmittel (2) aus
einer Ausstoßstellung, bei der das Befestigungsmittel (2) in dem Aufnahmeraum (5)
angeordnet ist, in eine Einbringstellung im Werkstück (3) überführbar ist und
einer Drehsicherung zum Begrenzen eines Drehens des Befestigungsmittels (2) um eine
Längsachse (L) des Befestigungsmittels (2) beim Überführen des Befestigungsmittels
(2) von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Schieber (9) der Schiebeeinrichtung (6) ein Drehsicherungsmittel (10) aufweist,
das in Eingriff mit dem Befestigungsmittel (2), insbesondere dem Befestigungsmittelkopf
(8), bringbar ist.
2. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Drehsicherung einen Einschiebekanal (7) zum Führen der Bewegung des Befestigungsmittels
(2) von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung aufweist, der ein Drehen des Befestigungsmittels
(2) begrenzt oder dass
b. die Drehsicherung einen Einschiebekanal (7) zum Führen der Bewegung des Befestigungsmittels
(2) von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung aufweist, der ein Drehen des Befestigungsmittels
(2) begrenzt und der Einschiebekanal (7) derart ausgebildet ist, dass ein Drehen des
Befestigungsmittels, insbesondere des Befestigungsmittelkopfs (8), um die Längsachse
(L) vollständig begrenzt oder derart begrenzt, dass ein Drehwinkel, um den das Befestigungsmittel
(2) um die Längsachse (L) gedreht wird, einen vorgegebenen Wert nicht übersteigt.
3. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass a. der Einschiebekanal (7) u-förmig ausgebildet ist und/oder dass
b. der Einschiebekanal (7) an einem Ende den Aufnahmeraum (5) aufweist und/oder dass
c. das Befestigungsmittel (2) an einem anderen Ende des Einschiebekanals (7) in Richtung
zum Werkstück (3) ausgebbar ist.
4. Einbringvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Drehsicherungsmittel (10) an einer Stirnseite des Schiebers (9) angeordnet
ist und/oder dass
b. eine Dicke des Drehsicherungsmittels (10) derart gewählt ist, dass das Drehsicherungsmittel
(10) unabhängig von der Stellung des Befestigungsmittels (2) im Einschiebekanal (7)
in Eingriff mit dem Befestigungsmittel (2) bringbar ist.
5. Einbringvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Einbringvorrichtung (1) eine Zentriereinrichtung (11) zum Zentrieren des Befestigungsmittels
(2) aufweist oder dass
b. die Einbringvorrichtung (1) eine Zentriereinrichtung (11) zum Zentrieren des Befestigungsmittels
(2) aufweist und die Zentriereinrichtung (11) an einer zum Werkstück (3) weisenden
Seite des Vorrichtungsgehäuses (4) angebracht ist.
6. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriereinrichtung (11) einen Durchgang (12) zum Führen des aus dem Einschiebekanal
(7) wenigstens teilweise ausgegebenen Befestigungsmittels (2) aufweist.
7. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriereinrichtung (11) zwei relativ zueinander bewegliche Zentrierbacken (13)
aufweist, die den Durchgang (12) begrenzen.
8. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. sich die Zentrierbacken (13) beim Überführen des Befestigungsmittels (2) in die
Einbringstellung voneinander weg bewegen und/oder dass
b. die Zentriereinrichtung (11) eine Rückführeinrichtung, insbesondere eine Feder
(14), aufweist, die die Zentrierbacken (13) in ihre Ursprungsstellung überführt.
9. Einbringvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Schiebeeinrichtung (6) ein, insbesondere plattenförmiges, Schieberelement (15)
aufweist, das mit dem Schieber (9) fest verbunden ist und/oder dass
b. die Schiebeeinrichtung (6) ein, insbesondere plattenförmiges, Schieberelement (15)
aufweist, das mit dem Schieber (9) fest verbunden ist und dass bei einem Bewegen des
Schiebers (9) das Schieberelement (15) eine Kraft auf die Zentriereinrichtung (11)
zum Auseinanderbewegen der Zentrierbacken (13) ausübt und/oder dass
c. die Schiebeeinrichtung (6) ein, insbesondere plattenförmiges, Schieberelement (15)
aufweist, das mit dem Schieber (9) fest verbunden ist und dass bei einem Bewegen des
Schiebers (9) das Schieberelement (15) die Zentrierbacken (13) auseinanderdrückt und/oder
dass
d. die Schiebeeinrichtung (6) ein, insbesondere plattenförmiges, Schieberelement (15)
aufweist, das mit dem Schieber (9) fest verbunden ist und dass bei einem Bewegen des
Schiebers (9) das Schieberelement (15) mit seinem zur Zentriereinrichtung (11) weisenden
Ende in ein Loch (16) der Zentriereinrichtung (11) eindringt.
10. Einbringvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. in der Einbringstellung des Befestigungsmittels (2) der Schieber (9) und/oder das
Schieberelement (15) von der Zentriereinrichtung (11) teilweise hervorsteht und/oder
dass
b. in der Einbringstellung des Befestigungsmittels (2) das Schieberelement (15) den
Einschiebekanal (7) abdeckt.
11. Einbringvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringvorrichtung (1) eine Zuführeinrichtung (17) zum Zuführen eines Befestigungsmittels
(2) in den Aufnahmeraum (5) aufweist.
12. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Zuführeinrichtung (17) ein Zuführgehäuse (18) aufweist, wobei das Befestigungsmittel
(2) in einen Innenraum (20) des Zuführgehäuses (18) einbringbar ist oder dass
b. die Zuführeinrichtung (17) ein Zuführgehäuse (18) aufweist, wobei das Befestigungsmittel
(2) in einen Innenraum (20) des Zuführgehäuses (18) einbringbar ist und die Zuführeinrichtung
(17) derart angeordnet ist, dass das in den Innenraum (20) des Zuführgehäuses (18)
einbringbare Befestigungsmittel (2) in den Einschiebekanal (7) fällt.
13. Einbringvorrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. in einer Einbringstellung des Befestigungsmittels (2) das Schieberelement (15)
zwischen dem Innenraum (20) des Zuführgehäuses (18) und dem Einschiebekanal (7) angeordnet
ist oder dass
b. in einer Einbringstellung des Befestigungsmittels (2) das Schieberelement (15)
zwischen dem Innenraum (20) des Zuführgehäuses (18) und dem Einschiebekanal (7) angeordnet
ist und ein anderes Befestigungsmittel (2a) auf dem Schieberelement (15) anordenbar
ist oder dass
c. in einer Einbringstellung des Befestigungsmittels (2) das Schieberelement (15)
zwischen dem Innenraum (20) des Zuführgehäuses (18) und dem Einschiebekanal (7) angeordnet
ist und ein anderes Befestigungsmittel (2a) auf dem Schieberelement (15) anordenbar
ist und bei einer Bewegung der Schiebeeinrichtung (6) in eine Ausgangsstellung das
andere Befestigungsmittel (2a) in den Einschiebekanal (7) bringbar ist.
14. Einbringvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Schiebeeinrichtung (6), insbesondere ausschließlich, eine Linearbewegung ausführt,
um das Befestigungsmittel (2) von der Ausstoßstellung in die Einbringstellung zu überführen
und/oder dass
b. das Vorrichtungsgehäuse (4) während des Einbringvorgangs des Befestigungsmittels
(2) in das Werkstück ortsfest angeordnet ist und/oder dass
c. die Einbringvorrichtung (1) ein Anschlagelement (21) zum Begrenzen der Bewegung
der Schiebeeinrichtung (6) in einer Einbringrichtung (E) des Befestigungsmittels (2)
aufweist, insbesondere und dass das Anschlagelement (21) gegen die Zuführeinrichtung
(11), insbesondere das Zuführgehäuse (18) anstößt und/oder dass das Anschlagelement
(21) mit der Schiebeeinrichtung (6) fest verbunden ist.
15. Verfahren zum Einbringen eines nicht rotationssymmetrischen Befestigungsmittels (2)
in ein Werkstück (3), insbesondere ein Holzwerkstück, unter Verwendung einer Einbringvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 14.