[0001] Die Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung
bewegten Kühlguts, aufweisend wenigstens einen oberhalb des Kühlguts angeordneten
oberen Kühlbalken mit wenigstens einer sich in einer Breitenrichtung des Kühlguts
erstreckenden Schlitzdüse, über die ein Kühlfluid auf eine Oberseite des Kühlguts
aufbringbar ist, und wenigstens eine in der Bandlaufrichtung dem oberen Kühlbalken
in einem Abstand nachgeschaltet angeordnete, auf der Oberseite des Kühlguts ablaufende
obere Abquetschrolle, die sich zumindest über eine Breite des Kühlguts erstreckt.
Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Kühlsystem zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung
bewegten Kühlguts, aufweisend wenigstens eine Kühlvorrichtung zum Kühlen des Kühlguts
und wenigstens eine Systemelektronik zum Ansteuern der Kühlvorrichtung. Der Oberbegriff
des Anspruchs 1 basiert auf der
JP S63 118018 A.
[0002] DE 2 245 390 A1 betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Abschrecken einer sich in einer begrenzten
Ebene bewegenden heißen Metallplatte. Es ist eine Einrichtung zur Erzeugung eines
Abschreckflüssigkeit-Vorhangs, der auf Ober- und Unterseite der Metallplatte auftrifft,
vorgesehen, wobei die Flüssigkeit in Bewegungsrichtung der Metallplatte ausgestoßen
wird. Es sind zwei mit Spiralnuten versehene Walzen mit solchem Abstand, dass sie
an Ober- und Unterseite der Metallplatte angreifen, und in Bewegungsrichtung der Metallplatte
hinter der Auftreffstelle der Abschreckflüssigkeit angeordnet.
[0003] EP 1 420 912 B1 betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen von platten- oder bahnförmigem Material durch
Erzeugen eines Flachstrahls, der auf das zu kühlende Material gerichtet ist. Die Vorrichtung
weist ein erstes Gehäuse aus Gussstahl, das sich über die Breite des Flachstrahls
erstreckt, eine Leiste, die mit einer ersten Wand des ersten Gehäuses verbunden ist
und gemeinsam mit einer zweiten Wand des ersten Gehäuses eine Flachstrahl- Düse bildet,
ein zweites Gehäuse aus Gussstahl, das im Abstand zur Leiste mit dem ersten Gehäuse
verbunden ist und mindestens einen Anschluss zum Einleiten eines Kühlmediums aufweist,
und eine mit Durchtrittsöffnungen versehene Verteilerplatte auf, die zwischen den
beiden Gehäusen angeordnet ist und deren Innenräume voneinander trennt.
[0004] JP H10 216 822 A offenbart eine Kühlvorrichtung mit auf beiden Seiten einer warmgewalzten Stahlplatte
angeordneten Einspannwalzen und einer Schlitzdüse zum Spritzen von Kühlwasser in Richtung
einer Oberseite der Stahlplatte, wobei die Schlitzdüse in einer Breitenrichtung der
Stahlplatte zwischen oberhalb der Stahlplatte angeordneten oberen Einspannwalzen angeordnet
ist. Eine Rinne, die das an der stromabwärtigen oberen Einspannwalze abprallende Kühlwasser
aufnimmt und seitlich abführt, ist um eine parallel zur Breitenrichtung der Stahlplatte
ausgerichtete Achse drehbar angeordnet.
[0005] JP 2007 319 928 A offenbart eine Abdeckvorrichtung zum Abfangen eines Wasserstroms, der von einer Schlitzstrahldüse
zu Kantenabschnitten eines zu kühlenden Stahlbands gespritzt wird, wobei die Abdeckvorrichtung
kastenartige Hauptkörper aufweist. In einer Vorderseite der Hauptkörper, die einen
Schlitzabschnitt an einer Spitze der Schlitzstrahldüse, die in Richtung der Kantenabschnitte
des Stahlbands zeigt, kontaktieren, sind Schlitzeinlässe angeordnet, um den von dem
Schlitzabschnitt ausgestoßenen Wasserstrom in die Hauptkörper zu leiten. In Seitenflächen
der Hauptkörper sind Auslässe zum Abgeben des in die Hauptkörper geführten Wasserstroms
angeordnet, während die Hauptkörper in der Bandbreitenrichtung hin und her bewegbar
angeordnet sind.
[0006] WO 2017 / 114 927 A1 offenbart ein Verfahren zum Kühlen eines in einer Längsrichtung verlaufenden Metallsubstrats,
wobei das Verfahren das Ausstoßen mindestens eines ersten Kühlfluidstrahls auf eine
erste Oberfläche des Substrats und mindestens eines zweiten Kühlfluidstrahls auf eine
zweite Oberfläche des Substrats aufweist. Der erste und der zweite Kühlfluidstrahl
werden mit einer Kühlfluidgeschwindigkeit von mehr als oder gleich 5 m/s ausgestoßen,
um auf der ersten Oberfläche und auf der zweiten Oberfläche eine erste laminare Kühlfluidströmung
bzw. eine zweite laminare Kühlfluidströmung zu bilden. Die erste und die zweite laminare
Kühlfluidströmung verlaufen tangential zu dem Substrat. Die erste und die zweite laminare
Kühlfluidströmung erstrecken sich über eine erste vorbestimmte Länge bzw. eine zweite
vorbestimmte Länge des Substrats, wobei die erste und die zweite Länge so bestimmt
sind, dass das Substrat durch Blasensieden von einer ersten Temperatur auf eine zweite
Temperatur abgekühlt wird.
[0007] WO 2015 / 075 041 A1 betrifft eine Abschreckeinrichtung zum Kühlen von platten- oder bahnförmigem Blech
aus Metall, mit Transportmitteln zum kontinuierlichen Transport des Blechs in Durchlaufrichtung
und mit mindestens einem Düsenkörper, der mindestens einen Anschluss zum Einleiten
des flüssigen Kühlmittels in mindestens eine erste Düsenöffnung aufweist. Die erste
Düsenöffnung ist als Schlitz ausgebildet, erstreckt sich quer zur Durchlaufrichtung
und derart gestaltet, dass der aus ihr austretende Kühlmittel-Strahl unter einem ersten
Winkel jeweils auf die Oberseite und die Unterseite des Blechs gerichtet ist. Der
Düsenkörper weist mindestens eine zweite Düsenöffnung auf oder eine zweite Düsenöffnung
ist in einem zweiten Düsenkörper ausgebildet. Die zweite Düsenöffnung ist als Schlitz
ausgebildet, verläuft parallel zur ersten Düsenöffnung und ist derart gestaltet, dass
der aus ihr austretende Kühlmittel-Strahl unter einem zweiten Winkel jeweils auf die
Oberseite und die Unterseite des Blechs gerichtet ist. Die erste Düsenöffnung und
die zweite Düsenöffnung sind in Durchlaufrichtung gegeneinander gerichtet und weisen
in Durchlaufrichtung zwischen sich einen vordefinierten Abstand auf.
[0008] Bei einer herkömmlichen Kühlung eines in einer Bandlaufrichtung bewegten Kühlguts
mit Hilfe eines Schlitzdüsen-Kühlbalkens können in der Bandlaufrichtung neben dem
Kühlbalken Rollen mit Ringnuten oder spiralförmigen Nuten eingesetzt werden. Durch
diese Nuten strömt das auf das Kühlgut aufgebrachte Kühlfluid in einen sich an einen
Kühlbereich anschließenden Bereich. Dieses Kühlfluid trägt nicht mehr wesentlich zur
Kühlung des Kühlguts bei und bleibt somit ungenutzt.
[0009] Zudem läuft bei der herkömmlichen Kühlung eines Kühlguts das Kühlfluid über die seitlichen
Bandkanten ab, was dazu führt, dass bei einer gleichmäßigen Beaufschlagung des Kühlguts,
insbesondere einer Oberseite des Kühlguts, mit dem Kühlfluid über eine Bandbreite
des Kühlguts ein Volumenstrom des Kühlfluids auf der Bandoberfläche zu den seitlichen
Bandrändern hin zunimmt. Dieses führt zu einer ungleichmäßigen Kühlung bzw. Abkühlung
des Kühlguts. Des Weiteren kann es zu einer prozessbedingten Inhomogenität im Temperaturprofil
des Kühlguts kommen. Beides führt zu ungleichmäßigen mechanischen Eigenschaften und
zur Unebenheit des Kühlguts.
[0010] Bei herkömmlichen Kühlvorrichtungen kann zwar eine Düsengeometrie verstellt werden,
jedoch kann diese Einstellung nicht im laufenden Kühlbetrieb vorgenommen werden. Somit
kann herkömmlich nicht auf sich ändernde Prozessparameter reagiert werden.
[0011] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine gleichmäßigere Kühlung eines in einer Bandlaufrichtung
bewegten Kühlguts zu ermöglichen.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in der nachfolgenden Beschreibung, den abhängigen Patentansprüchen und den Figuren
wiedergegeben, wobei diese Ausgestaltungen jeweils für sich genommen oder in Kombination
von wenigstens zwei dieser Ausgestaltungen miteinander einen weiterbildenden, insbesondere
auch bevorzugten oder vorteilhaften, Aspekt der Erfindung darstellen können. Ausgestaltungen
der Kühlvorrichtung können dabei Ausgestaltungen des Systems entsprechen, und umgekehrt,
selbst wenn im Folgenden hierauf im Einzelfall nicht explizit hingewiesen wird.
[0013] Eine erfindungsgemäße Kühlvorrichtung zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung
bewegten Kühlguts weist wenigstens einen oberhalb des Kühlguts angeordneten oberen
Kühlbalken mit wenigstens einer sich in einer Breitenrichtung des Kühlguts erstreckenden
Schlitzdüse, über die ein Kühlfluid auf eine Oberseite des Kühlguts aufbringbar ist,
wenigstens eine in der Bandlaufrichtung dem oberen Kühlbalken in einem Abstand nachgeschaltet
angeordnete, auf der Oberseite des Kühlguts ablaufende obere Abquetschrolle, die sich
zumindest über eine Breite des Kühlguts erstreckt, wenigstens ein in der Bandlaufrichtung
zwischen den oberen Kühlbalken und die obere Abquetschrolle geschaltet sowie beabstandet
oberhalb des Kühlguts angeordnetes oberes Fluidleitelement, das sich zumindest über
die Breite des Kühlguts erstreckt und beabstandet zu der oberen Abquetschrolle angeordnet
ist, und wenigstens eine obere Schiebereinheit mit wenigstens einem in der Bandlaufrichtung
und gegen die Bandlaufrichtung verschiebbar angeordneten oberen Schieberelement, das
derart angeordnet ist, dass mit ihm ein in Breitenrichtung des Kühlguts verlaufender
Spalt zwischen dem oberen Kühlbalken und dem oberen Fluidleitelement wahlweise geschlossen
oder zumindest teilweise freigegeben werden kann, auf.
[0014] Sobald das Kühlgut in die Kühlvorrichtung einläuft, trifft der aus der Schlitzdüse
des oberen Kühlbalkens austretende, bandförmig bzw. flächig ausgebildete Kühlfluidstrahl
auf die Oberseite des Kühlguts. Der Kühlfluidstrahl wird mit einer Bewegungskomponente
in Richtung der Bandlaufrichtung des Kühlguts auf das Kühlgut aufgespritzt und bildet
eine Kühlfluidströmung auf dem Kühlgut, die in die Bandlaufrichtung strömt und durch
das Auftreffen auf die obere Abquetschrolle an der oberen Abquetschrolle gestoppt
wird.
[0015] Das vorzugsweise flüssige Kühlfluid kann die obere Abquetschrolle nicht in Bandlaufrichtung
passieren, sondern kann lediglich zu den Seiten in Richtung der seitlichen Bandränder
des Kühlguts und über einen in Breitenrichtung des Kühlguts zwischen dem oberen Fluidleitelement
und der oberen Abquetschrolle ausgebildeten Spalt in einen Zwischenraum entweichen,
der teilweise oberhalb des oberen Fluidleitelements und des oberen Schieberelements
sowie zwischen der oberen Abquetschrolle einerseits und dem oberen Kühlbalken andererseits
ausgebildet ist. Durch die kinetische Energie des Kühlfluids in dem Kühlfluidstrahl
steigt ein Pegel des Kühlfluids in dem Zwischenraum bis zu einer bestimmten maximalen
Höhe an. Diese maximale Höhe hängt unter anderem von der Strömungsgeschwindigkeit
des Kühlfluids innerhalb des aus der Schlitzdüse des oberen Kühlbalkens austretenden
Kühlfluidstrahls ab.
[0016] Durch ein Verschieben des oberen Schieberelements derart, dass der Spalt zwischen
dem oberen Fluidleitelement und dem oberen Kühlbalken zumindest teilweise freigegeben
wird, kann das in dem oben beschriebenen Zwischenraum befindliche Kühlfluid unter
Schwerkraftwirkung dem aus der Schlitzdüse des oberen Kühlbalkens austretenden Kühlfluidstrahl
zugeführt werden. Durch die kinetische Energie des Kühlfluids in dem Kühlfluidstrahl
wirkt dieser wie ein Injektor. Somit wird das Kühlfluid, das das Schieberelement passiert
(Sekundärkühlfluid) von dem Kühlfluidstrahl (Primärkühlfluid) angesaugt, beschleunigt
und erneut auf die Oberseite des Kühlguts gerichtet. Dadurch wird der Kühlfluidvolumenstrom,
mit dem die Oberseite des Kühlguts beaufschlagt wird, variiert. Der variierte Kühlfluidvolumenstrom
sorgt wiederum für eine geänderte Kühlung der Oberseite des Kühlguts.
[0017] Ein Temperaturprofil eines in die Kühlvorrichtung einlaufenden Kühlguts kann über
dessen Breite inhomogen sein. Um nach der Kühlung des Kühlguts dennoch homogene Produkteigenschaften
zu erhalten, muss die Kühlung des Kühlguts über dessen Breite an das gegebene Temperaturprofil
des Kühlguts angepasst werden. Das heißt, der Volumenstrom des Kühlfluids in dem auf
die Oberseite des Kühlguts gerichteten Kühlfluidstrahls muss über die Breite des Kühlguts
beeinflussbar sein, um die Kühlung des Kühlguts an dessen Temperaturprofil anpassen
zu können. Um dieses zu erreichen, kann die obere Schiebereinheit derart ausgebildet
sein, dass die Breite des Spalts zwischen dem oberen Kühlbalken und der oberen Schiebereinheit
in der Breitenrichtung des Kühlguts verschieden variiert werden kann, als die Breite
des Spalts über die Länge des Spalts variiert. Hierdurch ist es möglich, den durch
den Spalt zwischen dem oberen Kühlbalken und der oberen Schiebereinheit strömenden
Kühlfluidstrom individuell zu variieren, wodurch wiederrum die Kühlfluidmenge, die
pro Zeiteinheit auf die Oberseite des Kühlguts trifft, in der Breitenrichtung des
Kühlguts verändert bzw. an das Temperaturprofil des Kühlguts angepasst werden kann.
[0018] Die Erfindung macht also das Sekundärkühlfluid erneut nutzbar, wodurch die Kühlwirkung
der Kühlvorrichtung verändert werden kann. Insbesondere kann hierdurch die Kühlwirkung
der Kühlvorrichtung während der Durchführung eines Kühlvorgangs variiert werden. Dadurch
ist es möglich, einem Bandkopf und/oder Bandfuß des Kühlguts verschiedene Kühlfluidbeaufschlagungen
zukommen zu lassen. Durch diese Maßnahme wird eine maximale Kühlrate des Kühlprozesses
bei besserer Produktebenheit und optimierten Eigenschaften des Kühlguts erreicht.
Zudem kann mit der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung das Sekundärkühlfluid derart
erneut genutzt werden, dass mit dem Sekundärkühlfluid die Kühlung des Kühlguts in
dessen Breitenrichtung in Abhängigkeit des Temperaturprofils des Kühlguts variiert
wird. Hierdurch kann die Kühlung des Kühlguts an die jeweiligen Gegebenheiten und
Anforderungen, insbesondere an das Temperaturprofil des Kühlguts angepasst werden.
[0019] Der obere Kühlbalken kann ein Gehäuse aufweisen, an dessen unterem Bereich die Schlitzdüse
angeordnet ist. Eine Höhe des Gehäuses ist vorzugsweise größer als eine Differenz
zwischen dem Abstand der maximalen Pegelhöhe des Kühlfluids in dem Zwischenraum zwischen
dem oberen Kühlbalken und der oberen Abquetschrolle von dem Kühlgut einerseits und
dem Abstand einer Oberseite des oberen Fluidleitelements von dem Kühlgut andererseits.
Die Schlitzdüse des oberen Kühlbalkens kann sich über die gesamte Breite des Kühlguts
oder über lediglich einen Teil der Breite des Kühlguts erstrecken. Das Kühlfluid kann
im Rahmen der Erfindung insbesondere ein Kühlwasser sein.
[0020] Die obere Abquetschrolle kann sich über die Breite des Kühlguts oder darüber hinaus
erstrecken. Die obere Abquetschrolle kann gegen die Oberseite des Kühlguts anstellbar
angeordnet sein. Hierzu kann die Kühlvorrichtung eine Anstelleinrichtung aufweisen.
[0021] Das obere Fluidleitelement ist vorzugsweise derart weit beabstandet oberhalb des
Kühlguts angeordnet, dass die sich auf der Oberseite des Kühlguts bildende Kühlfluidströmung
ohne Beeinflussung durch das obere Fluidleitelement in Richtung der oberen Abquetschrolle
strömen kann. Das obere Fluidleitelement kann beispielsweise als ebene Platte ausgebildet
sein. Das obere Fluidleitelement kann beispielsweise aus einem Blech hergestellt sein,
beispielsweise durch einen Stanzvorgang. Das obere Fluidleitelement kann parallel
zu der Oberseite des Kühlguts oder geneigt hierzu angeordnet sein. Insbesondere kann
sich der Abstand zwischen dem oberen Fluidleitelement und dem Kühlgut in Richtung
der oberen Abquetschrolle verringern. Das obere Fluidleitelement kann unbeweglich
oder anstellbar angeordnet sein. Das von der oberen Abquetschrolle abprallende Kühlfluid
gelangt durch den Spalt zwischen dem oberen Fluidleitelement und der oberen Abquetschrolle
in den Zwischenraum zwischen dem oberen Kühlbalken und der oberen Abquetschrolle.
Das obere Fluidleitelement kann beispielsweise rechteckig ausgebildet sein.
[0022] Das obere Schieberelement kann beispielsweise als ebene Platte ausgebildet sein.
Das obere Schieberelement kann beispielsweise aus einem Blech hergestellt sein, beispielsweise
durch einen Stanzvorgang. Das obere Schieberelement kann parallel zu der Oberseite
des Kühlguts oder geneigt hierzu angeordnet sein. Insbesondere kann sich der Abstand
zwischen dem oberen Schieberelement und dem Kühlgut in Richtung der oberen Abquetschrolle
verringern. Das obere Schieberelement kann beispielsweise rechteckig ausgebildet sein.
[0023] Die obere Schiebereinheit kann auch zwei oder mehrere in der Breitenrichtung des
Kühlguts in Reihe nebeneinander angeordnete obere Schieberelemente aufweisen, die
vorzugsweise einzeln bzw. individuell anstellbar sind, um die Zuführung des Kühlfluids
von dem Zwischenraum zwischen dem oberen Kühlbalken und der oberen Abquetschrolle
zu dem aus der Schlitzdüse des oberen Kühlbalkens austretenden Kühlfluidstrahls über
die Breitenrichtung des Kühlguts individuell einstellen bzw. variieren zu können.
[0024] Die erfindungsgemäße Kühlvorrichtung kann beispielsweise in einem Grobblechwalzwerk,
einer Warmbandstraße oder einer Wärmebehandlungslinie eingesetzt werden. Die Kühlvorrichtung
kann dort zum Kühlen von Walzgut aus Metall, insbesondere Bänder oder Bleche aus Stahl,
eingesetzt werden. Jedoch kann die Kühlvorrichtung auch zum Kühlen von Kühlgut aus
einem Nichteisenmetall eingesetzt werden.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Kühlvorrichtung wenigstens eine
ansteuerbare Aktorik zum Anstellen des oberen Schieberelements auf. Hierdurch kann
das obere Schieberelement automatisch verschoben bzw. angestellt werden. Alternativ
kann eine manuell betätigbare Anstellung des oberen Schieberelements erfolgen.
[0026] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Kühlvorrichtung wenigstens
einen unterhalb des Kühlguts angeordneten unteren Kühlbalken auf mit wenigstens einer
sich in einer Breitenrichtung des Kühlguts erstreckenden Schlitzdüse, über die ein
Kühlfluid auf eine Unterseite des Kühlguts aufbringbar ist. Weiterhin weist die Kühlvorrichtung
wenigstens eine in der Bandlaufrichtung dem unteren Kühlbalken in einem Abstand nachgeschaltet
angeordnete, auf einer Unterseite des Kühlguts ablaufende untere Abquetschrolle auf,
die sich zumindest über eine Breite des Kühlguts erstreckt. Weiterhin weist die Kühlvorrichtung
wenigstens ein in der Bandlaufrichtung zwischen den unteren Kühlbalken und die untere
Abquetschrolle geschaltetes sowie beabstandetes unterhalb des Kühlguts angeordnetes
unteres Fluidleitelement auf. Das untere Fluidelement erstreckt sich zumindest über
die Breite des Kühlguts und ist beabstandet zu der unteren Abquetschrolle angeordnet.
Weiterhin weist die Kühlvorrichtung wenigstens eine obere Schiebereinheit mit wenigstens
einem in der Bandlaufrichtung und gegen die Bandlaufrichtung verschiebbar angeordneten
unteren Schieberelement auf, das derart angeordnet ist, dass mit ihm ein in Breitenrichtung
des Kühlguts verlaufender Spalt zwischen dem unteren Kühlbalken und dem unteren Fluidleitelement
wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann. Schließlich
weist die Kühlvorrichtung wenigstens eine auf einer dem Kühlgut abgewandten Seite
des unteren Fluidleitelements und beabstandet zu dem unteren Fluidleitelement angeordnete
Platte auf, die sich zumindest über die Breite des Kühlguts erstreckt und die an den
unteren Kühlbalken und an die untere Abquetschrolle herangeführt ist. Die Platte hat
die Aufgabe, eine Kammer zwischen dem unteren Kühlbalken und der unteren Abquetschrolle
bodenseitig zu schließen, die sich mit dem Kühlfluid füllen kann und aus der der untere
Kühlbalken das Sekundärkühlfluid ansaugen kann. Die Wirkung hiervon entspricht der
oben beschriebenen Wirkung der oberhalb der Oberseite des Kühlguts angeordneten Komponenten
der Kühlvorrichtung.
[0027] Der untere Kühlbalken kann ein Gehäuse aufweisen, an dessen oberen Bereich die Schlitzdüse
angeordnet ist. Eine Höhe des Gehäuses ist vorzugsweise größer als eine Differenz
zwischen dem Abstand der Platte von dem Kühlgut und dem Abstand des unteren Fluidleitelements
von dem Kühlgut. Die Schlitzdüse des unteren Kühlbalkens kann sich über die gesamte
Breite des Kühlguts oder über lediglich einen Teil der Breite des Kühlguts erstrecken.
[0028] Die untere Abquetschrolle kann sich über die Breite des Kühlguts oder darüber hinaus
erstrecken. Die untere Abquetschrolle kann gegen die Unterseite des Kühlguts anstellbar
angeordnet sein. Hierzu kann die Kühlvorrichtung eine weitere Anstelleinrichtung aufweisen.
[0029] Das untere Fluidleitelement ist vorzugsweise derart weit beabstandet unterhalb des
Kühlguts angeordnet, dass die sich auf der Unterseite des Kühlguts bildende Kühlfluidströmung
ohne Beeinflussung durch das untere Fluidleitelement in Richtung der unteren Abquetschrolle
strömen kann. Das untere Fluidleitelement kann beispielsweise als ebene Platte ausgebildet
sein. Das untere Fluidleitelement kann beispielsweise aus einem Blech hergestellt
sein, beispielsweise durch einen Stanzvorgang. Das untere Fluidleitelement kann parallel
zu der Unterseite des Kühlguts oder geneigt hierzu angeordnet sein. Insbesondere kann
sich der Abstand zwischen dem unteren Fluidleitelement und dem Kühlgut in Richtung
der unteren Abquetschrolle verringern. Das untere Fluidleitelement kann unbeweglich
oder anstellbar angeordnet sein. Das von der unteren Abquetschrolle abprallende und
abfließende Kühlfluid gelangt durch den Spalt zwischen dem unteren Fluidleitelement
und der unteren Abquetschrolle in die Kammer zwischen dem unteren Kühlbalken und der
unteren Abquetschrolle. Das untere Fluidleitelement kann beispielsweise rechteckig
ausgebildet sein.
[0030] Das untere Schieberelement kann beispielsweise als ebene Platte ausgebildet sein.
Das untere Schieberelement kann beispielsweise aus einem Blech hergestellt sein, beispielsweise
durch einen Stanzvorgang. Das untere Schieberelement kann parallel zu der Unterseite
des Kühlguts oder geneigt hierzu angeordnet sein. Insbesondere kann sich der Abstand
zwischen dem unteren Schieberelement und dem Kühlgut in Richtung der unteren Abquetschrolle
verringern. Das untere Schieberelement kann beispielsweise rechteckig ausgebildet
sein.
[0031] Die untere Schiebereinheit kann auch zwei oder mehrere in der Breitenrichtung des
Kühlguts in Reihe nebeneinander angeordnete untere Schieberelemente aufweisen, die
vorzugsweise einzeln bzw. individuell anstellbar sind, um die Zuführung des in der
Kammer zwischen dem unteren Kühlbalken und der unteren Abquetschrolle befindlichen
Kühlfluids zu dem aus der Schlitzdüse des unteren Kühlbalkens austretenden Kühlfluidstrahls
über die Breitenrichtung des Kühlguts individuell einstellen bzw. variieren zu können.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist zwischen der oberen Abquetschrolle
und der unteren Abquetschrolle ein Abquetschspalt ausgebildet, durch den das Kühlgut
hindurchführbar ist. Hierdurch kann das Kühlgut zwischen den beiden Abquetschrollen
eingespannt werden, um zuverlässig zu verhindern, dass das Kühlfluid die Abquetschrollen
passiert.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Kühlvorrichtung wenigstens
eine ansteuerbare Aktorik zum Anstellen des unteren Schieberelements auf. Hierdurch
kann das untere Schieberelement automatisch verschoben bzw. angestellt werden. Alternativ
kann eine manuell betätigbare Anstellung des unteren Schieberelements erfolgen.
[0034] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Kühlvorrichtung wenigstens
zwei parallel zu der Bandlaufrichtung und parallel zueinander verlaufende und aufeinander
gegenüberliegenden Seiten des Kühlguts angeordnete Seitenwände auf, an denen einerseits
der obere Kühlbalken, das obere Fluidleitelement und die obere Abquetschrolle und/oder
andererseits der untere Kühlbalken, das untere Fluidleitelement und die untere Abquetschrolle
gelagert sind. Hierdurch werden bzw. wird der oberhalb des Kühlguts angeordnete Zwischenraum
zwischen dem oberen Kühlbalken und der oberen Abquetschrolle bzw. die Kammer zwischen
dem unteren Kühlbalken und der unteren Abquetschrolle seitlich geschlossen, was eine
bessere Kontrolle des Kühlfluids ermöglicht.
[0035] Ein erfindungsgemäßes Kühlsystem zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung bewegten
Kühlguts weist wenigstens eine Kühlvorrichtung zum Kühlen des Kühlguts und wenigstens
eine Systemelektronik zum Ansteuern der Kühlvorrichtung auf, wobei die Kühlvorrichtung
nach einer der oben genannten Ausgestaltungen oder einer Kombination von wenigstens
zwei dieser Ausgestaltungen miteinander ausgebildet ist.
[0036] Mit dem Kühlsystem sind die oben mit Bezug auf die Kühlvorrichtung genannten Vorteile
entsprechend verbunden. Insbesondere macht das Kühlsystem einen automatisierten Betrieb
der Kühlvorrichtung, insbesondere von dessen Schiebereinheiten, möglich, insbesondere
auch während eines mit dem Kühlsystem durchgeführten Kühlbetriebs.
[0037] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Systemelektronik eingerichtet, die
Kühlvorrichtung derart anzusteuern, dass das obere Schieberelement und/oder das untere
Schieberelement in Abhängigkeit von Informationen zu Abmessungen des zu Kühlguts und/oder
zu einer Materialgüte des Kühlguts, von vorab festgelegten Soll-Eigenschaften des
Kühlguts und/oder von messtechnisch erfassten Ist-Eigenschaften des Kühlguts verschoben
werden bzw. wird. Hierzu kann die Systemelektronik die jeweilige Aktorik mit entsprechenden
Steuersignalen versorgen. Eine Soll-Eigenschaft des Kühlguts kann beispielsweise die
Soll-Härte des Kühlguts, die Soll-Festigkeit des Kühlguts oder dergleichen sein. Eine
Ist-Eigenschaft des Kühlguts kann beispielsweise eine Ist-Temperatur des Kühlguts,
das Ist-Temperaturprofil des Kühlguts, die Ist-Ebenheit des Kühlguts, die Ist-Bewegungsgeschwindigkeit
des Kühlguts in der Bandlaufrichtung oder dergleichen in Bandlaufrichtung vor, in
oder hinter der Kühlvorrichtung sein. Mit diesen Informationen ist das Kühlsystem
in der Lage, Stellsignale an die jeweilige Aktorik zum Verstellen des jeweiligen Schieberelements
zu senden. Durch den kontinuierlichen Informationsrückfluss der Ist-Eigenschaften
des Kühlguts ist es möglich, die Stellsignale so zu erzeugen, dass sich eine homogene
Verteilung der Bandeigenschaften besonders über dessen Breite einstellt. Es ist aber
hierdurch ebenfalls möglich, gezielt unterschiedliche Eigenschaften über die Bandbreite
einzustellen.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist das Kühlsystem wenigstens
einen in der Bandlaufrichtung vor, in oder hinter der Kühlvorrichtung angeordneten
Messsensor zum Erfassen von wenigstens einer Ist-Eigenschaft des Kühlguts auf.
[0039] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Figuren anhand
einer bevorzugten Ausführungsform beispielhaft erläutert, wobei die nachfolgend erläuterten
Merkmale sowohl jeweils für sich genommen als auch in Kombination von wenigstens zwei
dieser Merkmale miteinander einen vorteilhaften oder weiterbildenden Aspekt der Erfindung
darstellen können. Es zeigen:
Figur 1: eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels für ein erfindungsgemäßes
Kühlsystem; und
Figur 2: eine schematische Draufsicht des in Figur 1 gezeigten Kühlsystems.
[0040] In den Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Bauteile mit denselben Bezugszeichen
versehen. Eine wiederholte Beschreibung dieser Bauteile kann weggelassen sein.
[0041] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels für ein
erfindungsgemäßes Kühlsystem 1 zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung B bewegten
Kühlguts 2.
[0042] Das Kühlsystem 1 weist eine Kühlvorrichtung 3 zum Kühlen des Kühlguts 2 auf. Die
Kühlvorrichtung 3 weist einen oberhalb des Kühlguts 2 angeordneten oberen Kühlbalken
4 mit wenigstens einer sich in einer Breitenrichtung des Metall-bands 2 erstreckenden
Schlitzdüse 5 auf, über die ein Kühlfluid auf eine Oberseite 6 des Kühlguts 2 aufbringbar
ist, wie es durch die Pfeile angedeutet ist.
[0043] Des Weiteren weist die Kühlvorrichtung 3 eine in der Bandlaufrichtung B dem oberen
Kühlbalken 4 in einem Abstand nachgeschaltet angeordnete, auf der Oberseite 6 des
Kühlguts 2 ablaufende obere Abquetschrolle 7, die sich zumindest über eine Breite
des Kühlguts 2 erstreckt.
[0044] Zudem weist die Kühlvorrichtung 3 ein in der Bandlaufrichtung B zwischen den oberen
Kühlbalken 4 und die obere Abquetschrolle 7 geschaltet sowie beabstandet oberhalb
des Kühlguts 2 angeordnetes oberes Fluidleitelement 8 auf, das sich zumindest über
die Breite des Kühlguts 2 erstreckt und beabstandet zu der oberen Abquetschrolle 7
angeordnet ist.
[0045] Die Kühlvorrichtung 3 weist eine obere Schiebereinheit 9 mit zwei in der Bandlaufrichtung
B und gegen die Bandlaufrichtung B verschiebbar angeordneten oberen Schieberelementen
10 auf, die derart angeordnet sind, dass mit ihnen ein in Breitenrichtung des Kühlguts
2 verlaufender Spalt 14 zwischen dem oberen Kühlbalken 4 und dem oberen Fluidleitelement
8 wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann. In Figur
1 ist lediglich ein oberes Schieberelement 10 gezeigt. Die Kühlvorrichtung 3 kann
wenigstens eine elektrisch ansteuerbare, nicht gezeigte Aktorik zum Anstellen von
wenigstens einem der Schieberelemente 10 aufweisen.
[0046] Sobald das Kühlgut 2 in die Kühlvorrichtung 3 einläuft, trifft der aus der Schlitzdüse
5 des oberen Kühlbalkens 4 austretende, bandförmig bzw. flächig ausgebildete Kühlfluidstrahl
auf die Oberseite 6 des Kühlguts 2, wie es durch die Pfeile angedeutet ist. Der Kühlfluidstrahl
wird mit einer Bewegungskomponente in Richtung der Bandlaufrichtung B des Kühlguts
2 auf das Kühlgut 2 aufgespritzt und bildet eine Kühlfluidströmung auf dem Kühlgut
2, die in der Bandlaufrichtung B strömt und durch das Auftreffen auf die obere Abquetschrolle
7 an der oberen Abquetschrolle 7 gestoppt wird.
[0047] Das Kühlfluid kann die obere Abquetschrolle 7 nicht in Bandlaufrichtung B passieren,
sondern lediglich zu den Seiten in Richtung der seitlichen Bandränder des Kühlguts
2 und über einen in Breitenrichtung des Kühlguts 2 zwischen dem oberen Fluidleitelement
8 und der oberen Abquetschrolle 7 ausgebildeten Spalt 11 in einen Zwischenraum 12
entweichen, der teilweise oberhalb des oberen Fluidleitelements 8 und der oberen Schieberelemente
10 sowie zwischen der oberen Abquetschrolle 7 einerseits und dem oberen Kühlbalken
4 andererseits ausgebildet ist. Durch die kinetische Energie des Kühlfluids in dem
Kühlfluidstrahl steigt ein Pegel des Kühlfluids in dem Zwischenraum 12 bis zu einer
maximalen Höhe 13 an.
[0048] Durch ein Verschieben der oberen Schieberelemente 10 derart, dass der Spalt 14 zwischen
dem oberen Fluidleitelement 8 und dem oberen Kühlbalken 4 zumindest teilweise freigegeben
wird, kann das in dem Zwischenraum 12 befindliche Kühlfluid unter Schwerkraftwirkung
dem aus der Schlitzdüse 5 des oberen Kühlbalkens 4 austretenden Kühlfluidstrahl zugeführt
werden. Durch die kinetische Energie des Kühlfluids in dem Kühlfluidstrahl wirkt dieser
wie ein Injektor. Somit wird das Kühlfluid, das die Schieberelemente 10 passiert,
von dem Kühlfluidstrahl angesaugt, beschleunigt und erneut auf die Oberseite 6 des
Kühlguts 2 gerichtet.
[0049] Die Kühlvorrichtung 3 weist zudem einen unterhalb des Kühlguts 2 angeordneten unteren
Kühlbalken 15 mit einer sich in einer Breitenrichtung des Kühlguts 2 erstreckenden
Schlitzdüse 16 auf, über die ein Kühlfluid auf eine Unterseite 17 des Kühlguts 2 aufbringbar
ist.
[0050] Des Weiteren weist die Kühlvorrichtung 3 eine in der Bandlaufrichtung B dem unteren
Kühlbalken 15 in einem Abstand nachgeschaltet angeordnete, auf einer Unterseite 17
des Kühlguts 2 ablaufende untere Abquetschrolle 18 auf, die sich zumindest über eine
Breite des Kühlguts 2 erstreckt. Zwischen der oberen Abquetschrolle 7 und der unteren
Abquetschrolle 18 ist ein Abquetschspalt ausgebildet, durch den das Kühlgut 2 hindurchgeführt
wird.
[0051] Zudem weist die Kühlvorrichtung 3 ein in der Bandlaufrichtung B zwischen den unteren
Kühlbalken 15 und die untere Abquetschrolle 18 geschaltetes sowie beabstandetes unterhalb
des Kühlguts 2 angeordnetes unteres Fluidleitelement 19 auf, das sich zumindest über
die Breite des Kühlguts 2 erstreckt und unter Belassung eines in Breitenrichtung des
Kühlguts 2 verlaufenden Spalts 28 beabstandet zu der unteren Abquetschrolle 18 angeordnet
ist.
[0052] Die Kühlvorrichtung 3 weist eine untere Schiebereinheit 21 mit zwei in der Bandlaufrichtung
B und gegen die Bandlaufrichtung B verschiebbar angeordnete untere Schieberelemente
20 auf, die derart angeordnet sind, dass mit ihnen ein in Breitenrichtung des Kühlguts
2 verlaufender Spalt 22 zwischen dem unteren Kühlbalken 15 und dem unteren Fluidleitelement
19 wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann. Die Kühlvorrichtung
3 kann eine ansteuerbare, nicht gezeigte Aktorik zum Anstellen von wenigstens einem
der unteren Schieberelemente 20 aufweisen.
[0053] Zudem weist die Kühlvorrichtung 3 eine auf einer dem Kühlgut 2 abgewandten Seite
des unteren Fluidleitelements 19 und beabstandet zu dem unteren Fluidleitelement 19
angeordnete Platte 23 auf, die sich zumindest über die Breite des Kühlguts 2 erstreckt
und die an den unteren Kühlbalken 15 und an die untere Abquetschrolle 18 herangeführt
ist. Die Platte 23 ist mit dem Kühlbalken 15 verbunden. Die Platte 23 hat die Aufgabe,
eine Kammer 27 zwischen dem unteren Kühlbalken 15 und der unteren Abquetschrolle 18
bodenseitig zu schließen, die sich mit dem Kühlfluid füllen kann und aus der der untere
Kühlbalken 15 das Kühlfluid ansaugen kann.
[0054] Die Kühlvorrichtung 3 weist zwei parallel zu der Bandlaufrichtung B und parallel
zueinander verlaufende und aufeinander gegenüberliegenden Seiten des Kühlguts 2 angeordnete,
nicht gezeigte Seitenwände auf, an denen einerseits der obere Kühlbalken 4, das obere
Fluidleitelement 8 und die obere Abquetschrolle 7 und/oder andererseits der untere
Kühlbalken 15, das untere Fluidleitelement 19 und die untere Abquetschrolle 18 gelagert
sind. Die Seitenwände können durch einen Rahmen entsprechend einer nicht gezeigten,
herkömmlichen Kühlvorrichtung gebildet sein.
[0055] Das Kühlsystem 1 weist zudem eine Systemelektronik 24 zum Ansteuern der Kühlvorrichtung
3 auf. Die Systemelektronik 24 ist eingerichtet, die Kühlvorrichtung 3 derart anzusteuern,
dass die oberen Schieberelemente 10 und/oder die unteren Schieberelemente 20 in Abhängigkeit
von Informationen zu Abmessungen des zu Kühlguts 2 und zu einer Materialgüte des Kühlguts
2, von vorab festgelegten Soll-Eigenschaften des Kühlguts 2 und von messtechnisch
erfassten Ist-Eigenschaften des Kühlguts 2 verschoben werden bzw. wird. Hierzu weist
das Kühlsystem 1 einen in der Bandlaufrichtung B vor der Kühlvorrichtung 3 angeordneten
Messsensor 25 zum Erfassen von wenigstens einer Ist-Eigenschaft des Kühlguts 2 und
einen in der Bandlaufrichtung B hinter der Kühlvorrichtung 3 angeordneten Messsensor
26 zum Erfassen von wenigstens einer Ist-Eigenschaft des Kühlguts 2 auf.
[0056] Figur 2 zeigt eine schematische Draufsicht des in Figur 1 gezeigten Kühlsystems 1.
Es sind die beiden oberen Schieberelemente 10 der oberen Schiebereinheit 9 gezeigt,
die einzeln anstellbar sind.
Bezugszeichenliste
[0057]
- 1
- Kühlsystem
- 2
- Kühlgut
- 3
- Kühlvorrichtung
- 4
- oberer Kühlbalken
- 5
- Schlitzdüse von 4
- 6
- Oberseite von 2
- 7
- obere Abquetschrolle
- 8
- oberes Fluidleitelement
- 9
- obere Schiebereinheit
- 10
- oberes Schieberelement
- 11
- Spalt zwischen 7 und 8
- 12
- Zwischenraum zwischen 4 und 7
- 13
- maximale Höhe (Kühlfluid)
- 14
- Spalt zwischen 4 und 8
- 15
- unterer Kühlbalken
- 16
- Schlitzdüse von 15
- 17
- Unterseite von 2
- 18
- untere Abquetschrolle
- 19
- unteres Fluidleitelement
- 20
- unteres Schieberelement
- 21
- untere Schiebereinheit
- 22
- Spalt zwischen 15 und 19
- 23
- Platte
- 24
- Systemelektronik
- 25
- Messsensor
- 26
- Messsensor
- 27
- Kammer zwischen 15 und 18
- 28
- Spalt zwischen 18 und 19
- B
- Bandlaufrichtung von 2
1. Kühlvorrichtung (3) zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung (B) bewegten Kühlguts
(2), aufweisend
- wenigstens einen oberhalb des Kühlguts (2) angeordneten oberen Kühlbalken (4) mit
wenigstens einer sich in einer Breitenrichtung des Kühlguts (2) erstreckenden Schlitzdüse
(5), über die ein Kühlfluid auf eine Oberseite (6) des Kühlguts (2) aufbringbar ist,
und
- wenigstens eine in der Bandlaufrichtung (B) dem oberen Kühlbalken (4) in einem Abstand
nachgeschaltet angeordnete, auf der (6) Oberseite des Kühlguts (2) ablaufende obere
Abquetschrolle (7), die sich zumindest über eine Breite des Kühlguts (2) erstreckt,
und
- wenigstens ein in der Bandlaufrichtung (B) zwischen den oberen Kühlbalken (4) und
die obere Abquetschrolle (7) geschaltet sowie beabstandet oberhalb des Kühlguts (2)
angeordnetes oberes Fluidleitelement (8), das sich zumindest über die Breite des Kühlguts
(2) erstreckt und beabstandet zu der oberen Abquetschrolle (7) angeordnet ist, gekennzeichnet durch
- wenigstens eine obere Schiebereinheit (9) mit wenigstens einem in der Bandlaufrichtung
(B) und gegen die Bandlaufrichtung (B) verschiebbar angeordneten oberen Schieberelement
(10), das derart angeordnet ist, dass mit ihm ein in Breitenrichtung des Kühlguts
(2) verlaufender Spalt (14) zwischen dem oberen Kühlbalken (4) und dem oberen Fluidleitelement
(8) wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann.
2. Kühlvorrichtung (3) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens eine ansteuerbare Aktorik zum Anstellen des oberen Schieberelements (10).
3. Kühlvorrichtung (3) nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
- wenigstens einen unterhalb des Kühlguts (2) angeordneten unteren Kühlbalken (15)
mit wenigstens einer sich in einer Breitenrichtung des Kühlguts (2) erstreckenden
Schlitzdüse (16), über die ein Kühlfluid auf eine Unterseite (17) des Kühlguts (2)
aufbringbar ist,
- wenigstens eine in der Bandlaufrichtung (B) dem unteren Kühlbalken (15) in einem
Abstand nachgeschaltet angeordnete, auf der Unterseite (17) des Kühlguts (2) ablaufende
untere Abquetschrolle (18), die sich zumindest über eine Breite des Kühlguts (2) erstreckt,
- wenigstens ein in der Bandlaufrichtung (B) zwischen den unteren Kühlbalken (15)
und die untere Abquetschrolle (18) geschaltet sowie beabstandet unterhalb des Kühlguts
(2) angeordnetes unteres Fluidleitelement (19), das sich zumindest über die Breite
des Kühlguts (2) erstreckt und beabstandet zu der unteren Abquetschrolle (18) angeordnet
ist,
- wenigstens eine untere Schiebereinheit (21) mit wenigstens einem in der Bandlaufrichtung
(B) und gegen die Bandlaufrichtung (B) verschiebbar angeordneten unteren Schieberelement
(20), das derart angeordnet ist, dass mit ihm ein in Breitenrichtung des Kühlguts
(2) verlaufender Spalt (22) zwischen dem unteren Kühlbalken (15) und dem unteren Fluidleitelement
(19) wahlweise geschlossen oder zumindest teilweise freigegeben werden kann, und
- wenigstens eine auf einer dem Kühlgut (2) abgewandten Seite des unteren Fluidleitelements
(19) und beabstandet zu dem unteren Fluidleitelement (19) angeordnete Platte (23),
die sich zumindest über die Breite des Kühlguts (2) erstreckt und die an den unteren
Kühlbalken (15) und an die untere Abquetschrolle (18) herangeführt ist.
4. Kühlvorrichtung (3) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der oberen Abquetschrolle (7) und der unteren Abquetschrolle (18) ein Abquetschspalt
ausgebildet ist, durch den das Kühlgut (2) hindurchführbar ist.
5. Kühlvorrichtung (3) nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch wenigstens eine ansteuerbare Aktorik zum Anstellen des unteren Schieberelements (20).
6. Kühlvorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch wenigstens zwei parallel zu der Bandlaufrichtung (B) und parallel zueinander verlaufende
und aufeinander gegenüberliegenden Seiten des Kühlguts (2) angeordnete Seitenwände,
an denen einerseits der obere Kühlbalken (4), das obere Fluidleitelement (8) und die
obere Abquetschrolle (7) und/oder andererseits der untere Kühlbalken (15), das untere
Fluidleitelement (19) und die untere Abquetschrolle (18) gelagert sind.
7. Kühlsystem (1) zum Kühlen eines in einer Bandlaufrichtung (B) bewegten Kühlguts (2),
aufweisend wenigstens eine Kühlvorrichtung (3) zum Kühlen des Kühlguts (2) und wenigstens
eine Systemelektronik (24) zum Ansteuern der Kühlvorrichtung (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ausgebildet ist.
8. Kühlsystem (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Systemelektronik (24) eingerichtet ist, die Kühlvorrichtung (3) derart anzusteuern,
dass das obere Schieberelement (10) und/oder das untere Schieberelement (20) in Abhängigkeit
von Informationen zu Abmessungen des zu Kühlguts (2) und/oder zu einer Materialgüte
des Kühlguts (2), von vorab festgelegten Soll-Eigenschaften des Kühlguts (2) und/oder
von messtechnisch erfassten Ist-Eigenschaften des Kühlguts (2) verschoben werden bzw.
wird.
9. Kühlsystem (1) nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch wenigstens einen in der Bandlaufrichtung (B) vor, in oder hinter der Kühlvorrichtung
(3) angeordneten Messsensor (25, 26) zum Erfassen von wenigstens einer Ist-Eigenschaft
des Kühlguts (2).
1. Cooling device (3) for cooling a cooled material (2) moved in a strip running direction
(B), comprising
- at least one upper cooling bar (4), which is arranged above the cooled material
(2), with at least one slot nozzle (5), which extends in a width direction of the
cooled material (2) and by way of which a cooling fluid can be applied to an upper
side of the cooled material (2), and
- at least one upper squeeze roller (7), which in strip running direction (B) is arranged
downstream of the upper cooling bar (4) at a spacing and runs on the upper side (6)
of the cooling material (2) and which extends at least over a width of the cooled
material (2), and
- at least one fluid duct element (8), which in the strip running direction (B) is
connected between the upper cooling bar (4) and the upper squeeze roller (7) and is
arranged above the cooled material (2) at a spacing and which extends at least over
the width of the cooled material (2) and is arranged at a spacing from the upper squeeze
roller (7),
characterised by
- at least one upper slide unit (9) with at least one upper slide element (10), which
is arranged to be displaceable in the strip running direction (B) and opposite to
the strip running direction (B) and which is arranged in such a way that a gap (14),
which runs in width direction of the cooled material (2), between the upper cooling
bar (4) and the upper fluid duct element (8) can be selectably closed or at least
partly freed by the upper slide element.
2. Cooling device (3) according to claim 1, characterised by at least one activatable actuator system for adjusting the upper side element (10).
3. Cooling device (3) according to claim 1 or 2,
characterised by
- at least one lower cooling bar (15) which is arranged below the cooled material
(2), with at least one slot nozzle (16), which extends in a width direction of the
cooled material (2) and by way of which a cooling fluid can be applied to a lower
side (17) of the cooled material (2),
- at least one lower squeeze roller (18), which in the strip running direction (B)
is arranged downstream of the lower cooling bar (15) at a spacing and runs on the
lower side (17) of the cooled material (2) and which extends at least over a width
of the cooled material (2),
- at least one lower fluid duct element (19), which is connected between the lower
cooling bar (15) and the lower squeeze roller (18) and arranged below the cooled material
(2) at a spacing and which extends at least over the width of the cooled material
(2) and is arranged at a spacing from the lower squeeze roller (18),
- at least one lower slide unit (21) with at least one lower slide element (20), which
is arranged to be displaceable in the strip running direction (B) and opposite to
the strip running direction (B) and which is arranged in such a way that a gap (22),
which extends in width direction of the cooled material (2), between the lower cooling
bar (15) and the lower fluid duct element (19) can be selectably closed or at least
partly freed by the lower slide element, and
- at least one plate (23), which is arranged on a side of the lower fluid duct element
(19) remote from the cooled material (2) and is spaced from the lower fluid duct element
(19) and which extends at least over the width of the cooled material (2) and is led
up to the lower cooling bar (15) and to the lower squeeze roller (18).
4. Cooling device (3) according to claim 3, characterised in that a squeezing gap through which the cooled material (2) can be guided is formed between
the upper squeeze roller (7) and the lower squeeze roller (18).
5. Cooling device (3) according to claim 3 or 4, characterised by at least one activatable actuator system for adjusting the lower slide element (20).
6. Cooling device (3) according to any one of claims 1 to 5, characterised by at least two side walls, which extend parallel to the strip running direction (B)
and parallel to one another and are arranged at mutually opposite sides of the cooled
material (2) and on which on the one hand the upper cooling bar (4), the upper fluid
duct element (8) and the upper squeeze roller (7) are mounted and/or on the other
hand the lower cooling bar (15), the lower fluid duct element (19) and the lower squeeze
roller (18) are mounted.
7. Cooling system (1) for cooling a cooling material (2) moved in a strip running direction
(B), comprising at least one cooling device (3) for cooling the cooled material (2)
and at least one electronic system (24) for activating the cooling device (3), characterised in that the cooling device (3) is constructed according to any one of claims 1 to 6.
8. Cooling system (1) according to claim 7, characterised in that the electronic system (24) is arranged to activate the cooling device (3) in such
a way that the upper slide element (10) and/or the lower slide element (20) is or
are displaced in dependence on data with respect to dimensions of the cooled material
(2) and/or with respect to a material quality of the cooled material (2), on previously
established desired characteristics of the cooling material (2) and/or on actual characteristics,
which are detected by measuring, of the cooling material (2).
9. Cooling system (1) according to claim 8, characterised by at least one measuring sensor (25, 26), which is arranged in front of, in or behind
the cooling device (3) in strip running direction (B), for detecting at least one
actual characteristic of the cooled material (2).
1. Dispositif de refroidissement (3) destiné à refroidir un produit à refroidir (2) se
déplaçant dans une direction de défilement de bande (B), comprenant
- au moins une rampe de refroidissement supérieure (4) disposée au-dessus du produit
à refroidir (2) et comportant au moins une buse à fente (5) s'étendant dans la direction
de la largeur du produit à refroidir (2), au moyen de laquelle un fluide de refroidissement
peut être appliqué sur une face supérieure (6) du produit à refroidir (2), et
- au moins un rouleau presseur supérieur (7) disposé à une distance en aval de la
rampe de refroidissement supérieure (4) dans la direction de défilement de bande (B),
qui roule sur la face supérieure (6) du produit à refroidir (2), s'étendant au moins
sur une largeur du produit à refroidir (2),
et
- au moins un élément supérieur de guidage du fluide (8) intercalé entre la rampe
de refroidissement supérieure (4) et le rouleau presseur supérieur (7), dans la direction
de défilement de bande (B), et disposé à distance au-dessus du produit à refroidir
(2), qui s'étend au moins sur la largeur du produit à refroidir (2), étant disposé
à distance du rouleau presseur supérieur (7),
caractérisé par
- au moins une unité coulissante supérieure (9) dotée d'au moins un élément coulissant
supérieur (10) disposé de manière à pouvoir coulisser dans la direction de défilement
de bande (B) et en sens contraire à la direction de défilement de bande (B), qui est
agencé de telle sorte qu'avec lui une fente (14) s'étendant dans le sens de la largeur
du produit à refroidir (2) entre la rampe de refroidissement supérieure (4) et l'élément
supérieur de guidage du fluide (8) peut être sélectivement fermée ou au moins partiellement
libérée.
2. Dispositif de refroidissement (3) selon la revendication 1, caractérisé par au moins un système d'actionnement contrôlable pour la mise en place de l'élément
coulissant supérieur (10).
3. Dispositif de refroidissement (3) selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé par
- au moins une rampe de refroidissement inférieure (15) disposée en dessous du produit
à refroidir (2) et comportant au moins une buse à fente (16) s'étendant dans la direction
de la largeur du produit à refroidir (2), au moyen de laquelle un fluide de refroidissement
peut être appliqué sur une face inférieure (17) du produit à refroidir (2),
- au moins un rouleau presseur inférieur (18) disposé à une distance en aval de la
rampe de refroidissement inférieure (15) dans la direction de défilement de bande
(B), qui roule sur la face inférieure (17) du produit à refroidir (2), s'étendant
au moins sur une largeur du produit à refroidir (2),
- au moins un élément inférieur de guidage du fluide (19) intercalé entre la rampe
de refroidissement inférieure (15) et le rouleau presseur inférieur (18), dans la
direction de défilement de bande (B), et disposé à distance en dessous du produit
à refroidir (2), qui s'étend au moins sur la largeur du produit à refroidir (2), étant
disposé à distance du rouleau presseur inférieur (18),
- au moins une unité coulissante inférieure (21) dotée d'au moins un élément coulissant
inférieur (20) disposé de manière à pouvoir coulisser dans la direction de défilement
de bande (B) et en sens contraire à la direction de défilement de bande (B), qui est
agencé de telle sorte qu'avec lui une fente (22) s'étendant dans le sens de la largeur
du produit à refroidir (2) entre la rampe de refroidissement inférieure (15) et l'élément
inférieur de guidage du fluide (19) peut être sélectivement fermée ou au moins partiellement
libérée.
- au moins une plaque (23) disposée sur un côté de l'élément inférieur de guidage
du fluide (19) opposé au produit à refroidir (2) et à distance de l'élément inférieur
de guidage de fluide (19), qui s'étend au moins sur la largeur du produit à refroidir
(2), s'approchant de la rampe de refroidissement inférieure (15) et du rouleau presseur
inférieur (18).
4. Dispositif de refroidissement (3) selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une fente de compression est formée entre le rouleau presseur supérieur (7) et le
rouleau presseur inférieur (18), à travers laquelle le produit à refroidir (2) peut
être passé.
5. Dispositif de refroidissement (3) selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé par au moins un système d'actionnement contrôlable pour la mise en place de l'élément
coulissant inférieur (20).
6. Dispositif de refroidissement (3) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé par au moins deux parois latérales parallèles à la direction de défilement de la bande
(B) et parallèles l'une par rapport à l'autre, disposées sur les côtés opposés du
produit à refroidir (2), sur lesquelles sont montés d'une part la rampe de refroidissement
supérieure (4), l'élément supérieur de guidage du fluide (8) et le rouleau presseur
supérieur (7) et/ou d'autre part la rampe de refroidissement inférieure (15), l'élément
inférieur de guidage du fluide (19) et le rouleau presseur inférieur (18).
7. Système de refroidissement (1) pour refroidir un produit à refroidir (2) déplacé dans
la direction de défilement de bande (B), comportant au moins un dispositif de refroidissement
(3) destiné à refroidir le produit à refroidir (2) et au moins une électronique de
système (24) destinée à commander le dispositif de refroidissement (3), caractérisé en ce que le dispositif de refroidissement (3) est réalisé selon l'une des revendications 1
à 6.
8. Système de refroidissement (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'électronique de système (24) est configurée pour commander le dispositif de refroidissement
(3) de telle sorte que l'élément coulissant supérieur (10) et/ou l'élément coulissant
inférieur (20) soit déplacé en fonction d'informations relatives aux dimensions du
produit à refroidir (2) et/ou à une qualité de matériau du produit à refroidir (2),
de propriétés de référence du produit à refroidir (2) fixées au préalable et/ou de
propriétés réelles mesurées du produit à refroidir (2).
9. Système de refroidissement (1) selon la revendication 8, caractérisé par au moins un capteur de mesure (25, 26) disposé dans la direction de défilement de
bande (B) devant, dans ou derrière le dispositif de refroidissement (3), destiné à
détecter au moins une propriété réelle du produit à refroidir (2).