[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fixieren eines Möbels an
einem Untergrund, mit einer ersten, an dem Untergrund festlegbaren Platte, die ein
Langloch aufweist, das von einer ersten Schraube oder einem Gewindebolzen durchgriffen
ist, und einer zweiten, an dem Möbel festlegbaren Platte, die ein Langloch aufweist,
das von einer zweiten Schraube oder einem Gewindebolzen durchgriffen ist, wobei die
erste Schraube oder der Gewindebolzen und die zweite Schraube oder der Gewindebolzen
über ein Verbindungselement aneinander fixiert sind, das Langloch an der ersten Platte
in Längsrichtung winklig zu der Längsrichtung des Langloches an der zweiten Platte
ausrichtbar ist, und ein Verfahren zum Fixieren eines Möbelkorpus an einem Untergrund.
[0002] Die
DE 10 2012 105 618 A1 offenbart eine Stützvorrichtung für ein Möbel, die eine bodenseitig festlegbare Stütze
aufweist, an der ein plattenförmiger Halter fixiert ist. Der Halter ist über Bolzen
an der Stütze festgelegt, so dass der mit einem Möbel verbundene Halter ein Kippen
des Möbels verhindern kann, beispielsweise wenn ein Schubkasten mit hohem Gewicht
in eine Auszugsposition bewegt wird. Die Herstellung und Montage der Stütze mit dem
plattenförmigen Halter ist allerdings vergleichsweise aufwändig.
[0003] Daher wurden Konstruktionen entwickelt, um einen Fuß oder die Unterseite eines Möbelkorpus
an einem Boden zu fixieren. Bei der
US 5,724,772 werden an einem Fußelement Halter fixiert, um das Fußelement an einem Bodengitter
festzulegen. Diese Art der Befestigung eignet sich aber nicht für einen Boden im Innenbereich,
der beispielsweise eine Fußbodenheizung aufweist und daher nicht angebohrt werden
darf.
[0004] Die
JP 5 213 677 B2 offenbart einen Beschlag mit zwei beabstandeten Platten, die jeweils von einer Schraube
durchgriffen sind, wobei die beiden Schrauben mit ihren Enden in eine Mutter eingedreht
sind. Zwar ermöglicht dies eine Höhenverstellung, allerdings wird durch die Schrauben
die Position der Platten exakt vorgegeben, was die Montage erschwert. Das Anbringen
der Klebematten zum Aufnehmen der Schraubenköpfe ist zudem aufwändig. Eine ähnliche
Konstruktion zeigt die
JP H08 294425 A.
[0005] In der Praxis werden zudem Metallwinkel mit Langlöchern eingesetzt, die über Befestigungsmittel
an einem Möbelkorpus und dem Untergrund fixiert werden. Solche Metallwinkel sind beispielsweise
in
DE 20 2012 104 750 U1,
JP S59 187348 U und
JP S55 16738 U offenbart. Die Ausrichtung der Metallwinkel und Verbindung über Befestigungsmittel
besitzt den Nachteil, dass die Ausrichtung der beiden Befestigungswinkel zueinander
schwierig ist, insbesondere wenn ein erster Befestigungswinkel an dem Möbelkorpus
und ein zweiter Befestigungswinkel an dem Boden festgelegt wird. Dadurch ist die Position
des Möbels exakt vorgegeben und dessen Position kann nur durch erneute Montage eines
der Befestigungswinkel geändert werden. Zudem lassen sich die Metallwinkel schlecht
am Boden verkleben.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Fixieren eines
Möbels an einem Untergrund und ein Verfahren zum Fixieren eines Möbelkorpus an einem
Untergrund zu schaffen, die eine einfache Ausrichtung und Montage ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1 und einem
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 12 gelöst.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist eine erste, an einem Untergrund festlegbare
Plate ein Langloch auf, das von einer ersten Schraube oder einem Gewindebolzen durchgriffen
ist, und eine zweite, an einem Möbel festlegbare Platte weist ein Langloch auf, das
von einer zweiten Schraube oder einem Gewindebolzen durchgriffen ist, wobei die beiden
Schrauben bzw. der oder die Gewindebolzen über ein Verbindungselement aneinander fixiert
sind und die Längsrichtung der beiden Langlöcher winklig zueinander ausrichtbar ist.
Die winklige Ausrichtung bezieht sich dabei auf die montierte Position. Dadurch kann
das Möbel relativ zu dem Untergrund durch Verstellen der ersten und/oder zweiten Schraube
und/oder dem Gewindebolzen entlang des Langloches der ersten und/oder zweiten Platte
ausgerichtet, insbesondere durch Verschieben, und auch noch nachträglich verstellt
werden. Erst wenn die beiden Schrauben bzw. der oder die Gewindebolzen in der gewünschten
Position des Langloches fixiert und über das Verbindungselement aneinander festgelegt
sind, ist das Möbel in der gewünschten Position an dem Untergrund gehalten und beispielsweise
gegen ein Kippen gesichert, wenn ein Schubkasten an dem Möbel in eine Auszugsposition
bewegt wird. Durch die winklige Ausrichtung der Langlöcher kann eine Verstellung des
Möbels in unterschiedliche Richtungen erfolgen, selbst wenn die erste Platte bereits
an dem Untergrund festgelegt oder fixiert ist.
[0009] Vorzugsweise erstreckt sich die Längsrichtung des Langloches in der ersten Platte
im Wesentlichen rechtwinklig zu der Längsrichtung des Langloches in der zweiten Platte.
Dadurch kann der Verstellbereich über die beiden Langlöcher rechteckig oder quadratisch
gehalten werden. Jedes Langloch kann dabei beispielsweise eine Länge zwischen 20 mm
bis 80 mm, insbesondere 30 mm bis 50 mm, besitzen, um eine flexible Aufstellung des
Möbels auf dem Untergrund zu gewährleisten.
[0010] An der ersten und/oder zweiten Platte ist das Langloch vorzugsweise an einer nut-
oder rinnenförmigen Vertiefung ausgebildet, wobei ein Kopf der ersten oder zweiten
Schraube drehfest an der nutförmigen Vertiefung gehalten ist. Die Vertiefung ist vorzugsweise
integral in der Platte ausgebildet, beispielsweise durch Prägen, und kann eine Drehbewegung
des Schraubenkopfes relativ zu der Platte verhindern. Hierfür kann der Kopf der Schraube
in Draufsicht als Sechseck, Rechteck oder Quadrat ausgebildet sein, wobei gegenüberliegende
Wandabschnitte des Kopfes der Schraube jeweils eine Wand an der Vertiefung kontaktieren.
Die zugehörigen Langlöcher an der Vertiefung sind vorzugsweise im Boden der Vertiefung
ausgebildet und besitzen eine Breite, die ein Durchstecken eines Gewindeabschnittes
der Schraube ermöglicht, aber ein Durchstecken des Schraubenkopfes verhindern. Alternativ
kann zumindest eine der Schrauben auch als Hammerkopfschraube ausgebildet sein, die
nachträglich in ein Langloch an einer Platte eingesteckt und fixiert werden kann.
Ferner können statt einer Schraube ein Gewindebolzen und eine Mutter an mindestens
einer der Platten gehalten sein. Die nutförmigen Vertiefungen mit dem Langloch sind
vorzugsweise linear ausgebildet, können optional aber auch leicht gekrümmt oder winklig
ausgebildet sein.
[0011] Das Verbindungselement zwischen den beiden Schrauben bzw. den Gewindebolzen umfasst
erfindungsgemäß eine Gewindestange und/oder eine Mutter. Die Gewindestange kann in
der gewünschten Länge abgeschnitten werden, so dass die Vorrichtung flexibel für unterschiedliche
Höhen eingesetzt werden kann, bei denen der Abstand der Unterseite eines Bodens des
Möbelkorpus zum Untergrund variieren kann. Gerade bei der Küchenmontage ergeben sich
dadurch erhebliche Vorteile. Die erste Schraube kann mit dem Verbindungselement dann
über eine erste Mutter und die zweite kann mit dem Verbindungselement über eine zweite
Mutter verbunden werden. Alternativ kann das Verbindungselement auch als Mutter ausgebildet
sein, wobei ein Ende der ersten Schraube und zusätzlich ein Ende der zweiten Schraube
in die Mutter eingedreht ist, um die beiden Schrauben miteinander zu verbinden.
[0012] Beim Fixieren der Schrauben mit dem als Gewindestange ausgebildeten Verbindungselement
kann eine Bewegung in axiale Richtung vermieden werden, wenn die Gewinde an den Schrauben
und der Gewindestange in die gleiche Richtung geneigt sind, also als Rechtsgewinde
oder Linksgewinde ausgebildet sind, so dass beim Aufdrehen der Mutter von der Gewindestange
auf eine der beiden Schrauben keine axialen Kräfte zum Anziehen oder Wegdrücken auf
die Schraube bewirkt werden. Gerade bei einem Verkleben einer Platte mit dem Untergrund
kann somit ein Abreißen der Platte vom Untergrund verhindert werden. Die Gewindegänge
können beispielsweise eine Steigung zwischen 0,5 mm bis 2 mm, insbesondere im Wesentlichen
1 bis 1,5 mm, besitzen, so dass ein einfaches Aufschrauben der Mutter von der Gewindestange
auf einen Gewindeabschnitt einer der beiden Schrauben gewährleistet wird.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung wird die erste Schraube über eine erste Kontermutter
an der ersten Platte und/oder die zweite Schraube über eine zweite Kontermutter an
der zweiten Platte fixiert. Nach dem Ausrichten einer Schraube an dem Langloch einer
der beiden Platten kann die Schraube dann über die Kontermutter fixiert werden, was
die Montage vereinfacht. Dann kann zunächst die Schraube in der gewünschten Position
vorfixiert werden, um dann über das Verbindungselement mit der weiteren Schraube verbunden
zu werden.
[0014] Für eine einfache Herstellung der ersten und/oder zweiten Platte können diese aus
einem gebogenen und gestanzten Metallblech hergestellt sein. Jede Platte kann eine
oder mehrere Öffnungen für Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, aufweisen,
wobei die Öffnungen optional an Prägungen ausgebildet sein können, um einen definierten
Abstand zwischen der Platte und einer Oberfläche an dem Untergrund oder einer Unterseite
eines Möbelkorpus herzustellen. Dadurch wird bei einem Fixieren der Platte ein Anklemmen
eines Schraubenkopfes in der Vertiefung der Platte verhindert. Bevorzugt sind die
erste Platte und die zweite Platte baugleich ausgebildet, so dass Gleichteile hergestellt
werden können. Die Platten können optional auch aus Kunststoff oder anderen Materialien
hergestellt sein.
[0015] Die erste Platte kann optional auch mit dem Untergrund verklebt sein. Gerade bei
Fußböden mit Fußbodenheizung kann ein solches Verkleben erforderlich sein. Hierfür
kann die erste Platte auch Klebekanäle und Profilierungen oder Öffnungen aufweisen,
die ein Verteilen des Klebemittels und ein sicheres Fixieren der Platte an dem Untergrund
gewährleisten. Optional kann auch die zweite Platte an der Unterseite des Möbelkorpus
verklebt sein.
[0016] Vorzugsweise umfassen die zwei Platten jeweils ein Langloch, wobei jedes Langloch
von einer Schraube oder einem Gewindebolzen durchgriffen ist, deren axiale Längsachsen
in der montierten Position fluchtend ausgerichtet ist.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird insbesondere an Möbeln montiert, insbesondere
an Küchenmöbeln, bei denen das Möbel als Insel mitten im Raum positioniert wird. Dann
ist es nicht möglich, das Möbel gegen ein Kippen durch eine Wandbefestigung zu sichern.
Die Vorrichtung wird dabei an der Unterseite eines Bodens des Möbelkorpus fixiert,
beispielsweise durch Verschrauben der zweiten Platte an dem Boden. Die erste Platte
wird an dem Untergrund durch Schrauben oder Kleben fixiert, so dass nach montierter
Vorrichtung das Möbel gegen ein Kippen gesichert ist.
[0018] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine erste Platte an einem Untergrund fixiert,
wobei eine erste Schraube oder ein Gewindebolzen ein Langloch in der ersten Platte
durchgreift und nach oben hervorsteht. Ferner wird eine zweite Platte an einer Unterseite
eines Möbelkorpus fixiert, wobei eine zweite Schraube oder ein Gewindebolzen ein Langloch
in der zweiten Platte durchgreift und nach unten hervorsteht. Die Montagereihenfolge
dieser beiden Schritte ist beliebig. Die erste und die zweite Schraube bzw. der oder
die Gewindebolzen werden dann entlang der Langlöcher so ausgerichtet, dass diese in
vertikale Richtung übereinander angeordnet sind, vorzugsweise so, dass die Achsen
der Gewindebolzen oder Schrauben im Wesentlichen fluchtend angeordnet sind. Dann wird
ein Verbindungselement an der ersten und der zweiten Schraube oder dem Gewindebolzen
zum Verbinden der ersten und der zweiten Platte fixiert. Dadurch kann der Möbelkorpus
über die Fixierung an dem Untergrund gegen ein Kippen gesichert werden. Die Reihenfolge
der Verfahrensschritte kann dabei beliebig gewählt werden.
[0019] Erfindungsgemäß weist das Verbindungselement einen Gewindeabschnitt auf, so dass
mindestens eine Schraube, vorzugsweise beide Schrauben, über jeweils eine Mutter mit
dem Verbindungselement verbunden werden. Beim Aufschrauben der Mutter von der Verbindungsstange
auf die Schraube oder von der Schraube auf die Verbindungsstange kann eine Axialkraft
im Wesentlichen vermieden werden, insbesondere wenn die Gewinde gleichdrehend ausgebildet
sind. Dadurch kann ein Anheben einer Platte verhindert werden, auch wenn diese festgeklebt
ist und der Kleber noch nicht endgültig ausgehärtet ist. Alternativ kann das Verbindungselement
auch durch eine Mutter gebildet sein, in die von gegenüberliegenden Seiten jeweils
ein Gewindeabschnitt einer Schraube oder eines Gewindebolzens eingreift.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1A und 1B
- zwei perspektivische Ansichten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Fixieren eines
Möbels an einem Untergrund;
- Figuren 2A und 2B
- zwei Ansichten der Vorrichtung der Figur 1 in einer montierten Position;
- Figuren 3A und 3B
- zwei Ansichten einer modifizierten Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
- Figuren 4A bis 4C
- mehrere Ansichten einer modifizierten Vorrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel;
- Figuren 5A und 5B
- zwei Ansichten einer Platte der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figuren 6A bis 6C
- mehrere Ansichten einer modifizierten Vorrichtung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel
bei der Montage;
- Figuren 7A bis 7C
- mehrere Ansichten der Vorrichtung der Figur 6 bei der Montage;
- Figuren 8A bis 8C
- mehrere Ansichten der Vorrichtung der Figur 6 in der montierten Position;
- Figuren 9A und 9B
- zwei Ansichten einer oberen Schraube der Vorrichtung der Figur 6;
- Figuren 10A bis 10C
- mehrere Ansichten einer modifizierten Vorrichtung gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel
vor der Montage;
- Figuren 11A bis 11C
- mehrere Ansichten der Vorrichtung der Figur 10 in einer Montageposition;
- Figuren 12A bis 12C
- mehrere Ansichten der Vorrichtung der Figur 10 in der montierten Position;
- Figuren 13A und 13B
- zwei Ansichten einer Platte der Vorrichtung der Figur 10;
- Figuren 14A bis 14C
- mehrere Ansichten einer modifizierten Vorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
in der montierten Position und
- Figuren 15A bis 15C
- mehrere Ansichten einer weiteren modifizierten Vorrichtung gemäß Ausführungsbeispiel
in unterschiedlichen Montagepositionen.
[0021] Eine Vorrichtung 1 zum Fixieren eines Möbels an einem Untergrund umfasst eine untere
Platte 2, an der ein Langloch 3 vorgesehen ist, das von einer unteren ersten Schraube
4 durchgriffen ist. Dabei ist ein Kopf der Schraube 4 in einer Vertiefung 22 an der
Unterseite der ersten Platte 2 angeordnet, und ein Gewindeabschnitt der Schraube 4
steht von der Platte 2 nach oben hervor. An der ersten Platte 2 sind ferner mehrere
Öffnungen 20 vorgesehen, an denen optional Befestigungsmittel eingesteckt werden können,
um die Platte 2 an einem Untergrund zu fixieren. Die Öffnungen 20 sind dabei im Bereich
einer topfförmigen Prägung 21 ausgebildet, die von der Platte 2 nach unten hervorstehend
ausgeformt sind. Dadurch wird ein Festklemmen des Kopfes der Schraube 4 verhindert,
wenn die Platte 2 an dem Untergrund festgelegt wird. Optional kann durch die Höhe
der Vertiefung 22 auch auf solche Prägungen 21 verzichtet werden.
[0022] Die Vorrichtung 1 umfasst ferner eine zweite Platte 5, die ein Langloch 6 aufweist,
an dem eine zweite Schraube 7 verstellbar gehalten ist. Die Schraube 7 ist dabei im
Bereich einer Vertiefung 60 angeordnet, wobei über die Vertiefung 60 ein Drehen der
Schraube 7 verhindert wird. Ein Kopf der Schraube 7 ist dabei an einer Oberseite der
Platte 5 und im Bereich der Vertiefung 60 angeordnet, während ein Gewindeabschnitt
der Schraube 7 nach unten hervorsteht. An der zweiten Platte 5 sind mehrere Öffnungen
50 für Befestigungsmittel ausgebildet, wobei die Öffnungen 50 im Bereich der Prägung
51 angeordnet sind, die von der Platte 5 nach oben hervorstehen. Dadurch kann ein
Festklemmen des Kopfes der Schraube 7 beim Fixieren der Platte 5 an einer Unterseite
eines Möbelkorpus verhindert werden.
[0023] Die Langlöcher 3 und 6 erstrecken sich mit ihrer Längsrichtung winklig zueinander,
insbesondere im Wesentlichen rechtwinklig. Dadurch können die Schrauben 4 und 7 relativ
zueinander ausgerichtet werden, solange sich noch nicht über ein Verbindungselement
8 aneinander fixiert sind.
[0024] Das Verbindungselement 8 umfasst eine Gewindestange, die in der montierten Position
die beiden Schrauben 4 und 7 miteinander verbindet. Hierfür ist an der Gewindestange
eine obere Mutter 11 vorgesehen, die auf den Gewindeabschnitt der Schraube 7 aufgeschraubt
werden kann. An der Gewindestange ist ferner eine untere Mutter 9 vorgesehen, die
auf den Gewindeabschnitt der Schraube 4 aufgedreht werden kann. Dadurch sind die Schrauben
4 und 7 über die Muttern 9 und 11 sowie die Gewindestange miteinander verbunden. Das
Verbindungselement 8 muss dabei nicht als durchgängige Gewindestange ausgebildet sein,
sondern kann im mittleren Bereich optional auch einen gewindelosen beispielsweise
zylindrischen Abschnitt aufweisen.
[0025] In den Figuren 2A und 2B ist die Vorrichtung 1 bei der Montage gezeigt. Die erste
Platte 2 wird an einem Untergrund 13 fixiert, beispielsweise einem Boden in einer
Küche. Die Platte 2 kann dabei wahlweise über Befestigungsmittel mit dem Untergrund
13 verschraubt werden oder, falls ein solches Verschrauben nicht möglich ist, beispielsweise
wegen einer Fußbodenheizung, kann die Platte 2 auch an der Unterseite mit dem Untergrund
13 verklebt werden.
[0026] Die zweite Platte 5 wird an der Unterseite eines Möbelkorpus an einem Boden 14 fixiert,
beispielsweise mit Holzschrauben, sofern der Boden 14 aus einem Holzwerkstoff hergestellt
ist. Der Boden 14 kann dabei Teil eines Möbels sein, das Schubkästen umfasst, die
durch ihr Eigengewicht in einer Auszugsposition für ein Kippen des Möbels sorgen können,
was über die Vorrichtung 1 verhindert werden soll.
[0027] Nach der Montage der beiden Platten 2 und 5 mit den Schrauben 4 und 7 wird das Verbindungselement
8 in Form der Gewindestange montiert. Hierfür wird die Schraube 4 entlang des Langloches
3 und die Schraube 7 entlang des Langloches 6 verschoben, bis die Achse der Schraube
4 und der Schraube 7 im Wesentlichen fluchtend angeordnet ist. In dieser Position
kann dann eine Kontermutter 10 an der Oberseite der Platte 2 die Schraube 4 an der
Platte 2 fixieren. Ferner kann eine Kontermutter 12 die Schraube 7 an der zweiten
Platte 5 fixieren. Das Fixieren über die Kontermuttern 10 und 12 kann auch zu einem
späteren Zeitpunkt erfolgen, wobei optional auch eine oder beide Kontermuttern 10
und 12 weggelassen werden können.
[0028] Ferner wird das Verbindungselement 8 mit der oberen Schraube 7 dadurch verbunden,
dass die obere Mutter 11, die als Langmutter ausgebildet ist, also als Mutter mit
längerer axialer Erstreckung, auf den Gewindeabschnitt der Schraube 7 aufgedreht wird.
Die Mutter 11 greift somit mit einem oberen Teil in das Gewinde der Schraube 7 ein
und mit einem unteren Abschnitt in das Gewinde der Gewindestange 8. Vorzugsweise wird
die Mutter 11 klemmend gegen die Kontermutter 12 oder die Platte 5 gedreht.
[0029] Ferner wird die untere Mutter 9, die ebenfalls als Langmutter ausgebildet ist, auf
den Gewindeabschnitt der Schraube 4 aufgedreht und optional klemmend an der Kontermutter
10 oder der Platte 2 festgelegt. Ein unterer Abschnitt der Mutter 9 steht somit in
Eingriff mit der Schraube 4, und ein oberer Abschnitt der Mutter 9 steht in Eingriff
mit dem Verbindungselement 8. In der montierten Position können über die Vorrichtung
sowohl Zug- als auch Druckkräfte übertragen werden.
[0030] In den Figuren 2A und 2B besitzt die Vorrichtung eine Höhe H, die dem Abstand zwischen
der Unterseite des Bodens 14 und der Oberseite des Untergrundes 13 entspricht.
[0031] In den Figuren 3A und 3B ist eine modifizierte Vorrichtung gezeigt, bei der ein kürzeres
Verbindungselement 8' eingesetzt wird, das ebenfalls als Gewindestange ausgebildet
ist. Dadurch besitzt die Vorrichtung eine geringere Höhe h, wobei im Übrigen der Aufbau
der Vorrichtung mit den Platten 2 und 5 und dem Verbindungselement 8' identisch ist.
[0032] In den Figuren 4A bis 4C ist eine modifizierte Vorrichtung gezeigt, bei der ein noch
kürzeres Verbindungselement 8" eingesetzt wird, das ebenfalls als Gewindestange ausgebildet
ist. Über das Verbindungselement 8" werden über die Muttern 9 und 11 die Schrauben
4 und 7 und somit die Platten 2 und 5 miteinander verbunden.
[0033] Die Höhe der Vorrichtung kann durch Abschneiden des Verbindungselementes 8, 8' oder
8" an den Abstand zwischen der Unterseite des Bodens 14 und der Oberseite des Untergrundes
13 angepasst werden, wobei über die Muttern 9 und 11 auch ein Spalt von einigen Millimetern
zwischen der Gewindestange und einer Stirnseite der Schrauben 4 oder 7 überbrückt
werden kann.
[0034] Bei der Montage der Vorrichtung 1 kann die Reihenfolge beliebig gewählt werden. Beispielsweise
kann das Verbindungselement 8, 8' oder 8" zuerst an der Schraube 7 über die Mutter
11 fixiert werden, so dass das nach unten hängende Verbindungselement 8, 8' oder 8"
ein Ausrichten relativ zu der ersten Schraube 4 an der unteren ersten Platte 2 erleichtert.
Nach der Ausrichtung kann dann optional über die Kontermutter 12 oder die Mutter 11
eine Fixierung der oberen Schraube 11 an der Platte 5 vorgenommen werden, um dann
über die Mutter 9 das Verbindungselement 8, 8' oder 8" mit der Schraube 4 zu verbinden,
optional über vorheriges Fixieren der Schraube 4 über die Kontermutter 10. Auch hier
kann die Reihenfolge der Montageschritte natürlich abgeändert werden.
[0035] Die Höhe h, H der Vorrichtung 1 kann abhängig von der Länge des Verbindungselementes
8, 8' oder 8" beispielsweise zwischen 60 mm bis 400 mm, insbesondere 70 mm bis 300
mm, betragen.
[0036] In den Figuren 5A und 5B ist eine Platte 2 oder 5 im Detail gezeigt. Die Platten
2 und 5 sind vorzugsweise baugleich ausgebildet und aus einem gebogenen und gestanzten
Metallblech hergestellt. Auch eine Herstellung aus Kunststoff ist möglich.
[0037] Jede Platte 2 und 5 umfasst ein Langloch 3 oder 6, das in der montierten Position
winklig zu dem jeweils anderen Langloch 3 oder 6 ausgerichtet ist. Das Langloch 3
oder 6 ist jeweils an einer nutförmigen Vertiefung 22 in einem Bodenbereich ausgebildet,
wobei die Breite des Langloches ein Durchstecken der Schraube 4 oder 7 ermöglicht,
aber den Kopf der Schraube 4 oder 7 drehfest an der Vertiefung 22 hält. Die Vertiefung
22 steht dabei an einer ersten Seite der Platte 2 oder 5 hervor, während die Prägungen
21, an denen die Öffnungen 20 ausgebildet sind, an einer zweiten, zur ersten Seite
gegenüberliegenden Seite hervorstehen. Optional können an den Platten 2 und 5 noch
Kanäle oder Öffnungen ausgebildet sein, die ein Verteilen eines Klebemittels erleichtern,
um ein Ankleben der Platte 2 oder 5 an dem Untergrund 13 oder dem Boden 14 zu erleichtern.
[0038] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weisen die Platten 2 und 5 nur ein Langloch
3 oder 6 auf. Es ist natürlich möglich, mehrere Langlöcher 3 oder 6 vorzusehen oder
die Langlöcher mit einer anderen Kontur auszugestalten, beispielsweise einer Öffnung
zur nachträglichen Montage einer Schraube 4 oder 7.
[0039] Zudem können die Schrauben 4 oder 7 statt mit einem sechseckigen Schraubenkopf mit
einem rechteckigen oder quadratischen Kopf ausgebildet sein.
[0040] In den Figuren 6A bis 6C ist eine modifizierte Vorrichtung 1 gezeigt, bei der die
untere erste Platte 2 an einem Untergrund 13 fixiert wird und die zweite Platte 5
an der Unterseite eines Möbelkorpus an einem Boden 14 festgelegt wird, wobei der vertikale
Abstand h zwischen den Platten zwischen 60 mm bis 300 mm betragen kann. An der unteren
ersten Platte 2 ist eine Schraube 4 angeordnet, die optional über ein Kontermutter
10 gesichert ist, wenn die gewünschte Position entlang des Langloches 3 eingestellt
ist. Anders als bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen ist eine obere Schraube
7' an der zweiten Platte 5 gehalten, die als Hammerkopfschraube ausgebildet ist und
eine größere Länge als die Schrauben 7 aufweist.
[0041] In der vormontierten Position wird die Schraube 7' wird durch das Langloch 6 in der
zweiten Platte 5 eingesteckt und ein Abstand B zwischen einem unteren Ende der Schraube
7' und einem oberen Ende der der unteren Schraube 4 beispielsweise zwischen 3mm bis
6mm betragen. Ein Kopf 71 der Schraube 7' ist dabei in Längsrichtung parallel zu der
Längsrichtung des Langloches 6 ausgerichtet. Die Schraube 7' kann dadurch vor oder
nach der Montage der zweiten Platte 5 an dem Möbelkorpus montiert werden.
[0042] Nachdem der Möbelkorpus positioniert ist, kann bei der Montage das Maß zwischen dem
Fußboden und der Unterkante des Schrankes ermittelt werden. Abhängig von diesem Maß
kann eine Länge der Schraube 7' ausgewählt werden, die als Hammerkopfschraube ausgebildet
ist. Auf den Gewindeabschnitt der Schraube 7' wird dann eine Kontermutter 12 und eine
Mutter 80 als Verbindungselement aufgedreht.
[0043] Anschließend wird die Schraube 7' mit dem Schraubenkopf 71 um 90° gedreht, wie dies
in Figur 7B und 7C gezeigt ist. Durch das Drehen des Schraubenkopfes 71 kann dieser
sich etwas absenken, so dass das Ende der Schraube 7' etwas näher an dem Ende der
Schraube 4 angeordnet ist, beispielsweise zwischen 1mm bis 3mm. Nun müssen sich die
Gewinde der oberen und unteren Schraube 7' und 4 ausgerichtet werden, durch Verschieben
der Schrauben 4 und 7' in den Langlöchern 3 und 6. Anschließend erfolgt das Festziehen
der optionalen Kontermuttern 10 und 12.
[0044] Als letzter Arbeitsschritt erfolgt gemäß Figuren 8A bis 8C ein Aufschrauben der als
Verbindungselement 80 ausgebildeten Mutter, die als Langmutter ausgebildet ist und
beispielsweise eine axiale Länge von mehr als 15mm aufweist, insbesondere zwischen
20mm und 60mm. Hierbei wird vermieden, dass untere Schraube 4 mit der ersten Platte
2 nach oben gezogen wird.
[0045] In den Figuren 9A und 9B ist die Schraube 7' im Detail gezeigt, die als Hammerkopfschraube
mit einem in Draufsicht im Wesentlichen rechteckigen Kopf 71 und einem Gewindebolzen
70 versehen ist. Auf der zu dem Gewindebolzen 70 gerichteten Seite des Kopfes 71 ist
eine Stufe 72 ausgebildet, so dass benachbart zu dem Gewindebolzen 70 ein Vierkant
ausgebildet ist. Vor dem Drehen in dem Langloch 6 ist der Vierkant auch oberhalb des
Langloches 6 und wird dann durch Drehen um 90° in das Langloch 6 eingefügt mit dem
Vorteil, dass ein Verdrehen und ein unbeabsichtigtes Lösen vermieden wird. Der Kopf
71 weist an diagonal gegenüberliegenden Ecken Abrundungen 73 auf, um ein Drehen der
Schraube 7' nach einem Einstecken in das Langloch 6 zu ermöglichen.
[0046] In den Figuren 10A bis 10C ist eine Vorrichtung zum Fixieren eines Möbels an einem
Untergrund gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem statt der oberen
ersten Schraube 4 eine Mutter 15 und ein Gewindebolzen 18 vorgesehen sind. Die Mutter
15 ist dabei innerhalb einer nutförmigen Vertiefung einer Platte 5' angeordnet, wobei
an einem Boden der nutförmigen Vertiefung ein Langloch 6 ausgespart ist. Das Langloch
6 besitzt eine Breite, die sich nur über einen Teil der Breite des Bodens der Vertiefung
erstreckt, so dass die Mutter 15 unverlierbar in der nutförmigen Vertiefung gehalten
ist. Die Breite der Vertiefung ist dabei so bemessen, dass die Mutter 15 gegen eine
Drehbewegung blockiert ist. Durch das Eindrehen des Gewindebolzens 18 in die Mutter
15 kann anders als bei Verwendung einer starren Schraube eine gewisse axiale Verstellung
des Gewindebolzens 18 vorgenommen werden, in dem die Eindrehtiefe des Gewindebolzens
18 in die Mutter 15 verändert wird. Dies bietet bei der Montage eine zusätzliche Verstellmöglichkeit.
[0047] An der unteren Platte ist wie bei den vorangegangenen Ausführungsbeispielen eine
Schraube 4 montiert, deren Schraubenkopf in einer nutförmigen Vertiefung einer Platte
2' drehfest angeordnet ist, wobei statt der Schraube 4 optional ebenfalls eine Mutter
mit einem darin eingedrehten Gewindebolzen vorgesehen werden kann.
[0048] Für die Montage wird die Platte 5' an einem Boden eines Möbelkorpus befestigt., wobei
in die Vertiefung an der Platte 5' eine Mutter 15 eingelegt ist. Die untere Patte
2' wird an einem Untergrund 13 fixiert, wobei die Langlöcher 3 und 6 winklig zueinander
ausgerichtet werden, vorzugsweise in einem Winkel größer 60°. Nach dem Aufstellen
des Möbelkorpus kann der Höhe h zwischen dem Boden und dem Untergrund 13 gemessen
werden um die Länge des Gewindebolzens 18 zu schneiden. Dann kann der Gewindebolzen
18 in die Mutter 15 eingedreht werden.
[0049] Die Schraube 4 und der Gewindebolzen 18 werden dann entlang der Langlöcher 3 und
6 verschoben, bis die Längsachsen der Schraube 4 und des Gewindebolzen 18 im Wesentlichen
fluchten, wie dies in den Figuren 11A bis 11C gezeigt ist. Eine Stirnseite des Gewindebolzen
18 und der Schraube 4 sind in einem Abstand b angeordnet, beispielsweise zwischen
1mm bis 4mm. Auf den Gewindebolzen 18 werden zwei Muttern 12 und 16, sowie ein Verbindungselement
80 in Form einer Langmutter, also einer Mutter mit etwas größerer Erstreckung in Längsrichtung,
aufgeschraubt. Die Mutter 12 wird dann als Kontermutter eingesetzt, um den Gewindebolzen
18 klemmend an der Patte 5' festzulegen.
[0050] In einem weiteren Schritt wird die Mutter 10 als Kontermutter eingesetzt, um die
Schraube 4 klemmend an der Patte 2' festzulegen. Ferner wird das Verbindungselement
80 in Form der Langmutter von dem Gewindebolzen 18 teilweise auf einen endseitigen
Gewindeabschnitt der Schraube 4 aufgeschraubt. Anschließend wird die Mutter 16 als
Kontermutter eingesetzt und auf das Verbindungselement 80 aufgeschraubt, so dass das
Spiel an dem Gewinde zwischen dem Verbindungselement 80 und dem Gewindebolzen 18 reduziert
wird.
[0051] In den Figuren 13A und 13B ist eine Platte 2' oder 5' im Detail gezeigt. Die Platten
2' und 5' können baugleich ausgebildet sein. Die Platte 2' besitzt eine nutförmige
Vertiefung 22', die durch Umformen hergestellt ist. An einem Boden der Vertiefung
22' ist ein Langloch 3 oder 6 ausgebildet, dessen Breite geringer ausgebildet ist
als die Breite des Bodens. Die Tiefe der Vertiefung 22' ist so bemessen, dass die
Mutter 15 darin drehfest eingefügt werden kann. Die Platte 2' besitzt mehrere Öffnungen
20 durch die Befestigungsmittel durchgesteckt werden können.
[0052] In den Figuren 14A bis 14C ist eine modifizierte Vorrichtung gemäß einem weiteren
Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem verglichen mit dem Ausführungsbeispiel der Figur
10A bis 10C statt der Mutter 15 und dem Gewindebolzen 18 eine Schraube 17 an der oberen
Platte 5' vorgesehen ist. Die Schraube 17 liegt mir ihrem Kopf drehfest innerhalb
der nutförmigen Vertiefung der Platte 5' und greift mit einem Gewindebolzen durch
ein an einem Boden der nutförmigen Vertiefung vorgesehenen Langloch 6.
[0053] Für die Montage der Vorrichtung wird die Schraube 17 mit dem Gewindebolzen in einer
geeigneten Länge ausgewählt oder abgeschnitten, damit die Vorrichtung in der Höhe
H montiert werden kann.
[0054] Nach dem Ausrichten der Schraube 17 an der Platte 5' und der unteren Schraube 4 an
der Platte 2' bis die Längsachsen im Wesentlichen fluchten, kann wie bei dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel ein Verbindungselement 80 in Form einer Langmutter von dem Gewindebolzen
der Schraube 17 auf den Gewindebolzen der Schraube 4 teilweise aufgeschraubt werden.
Ferner wird die Position der Schraube 17 über die Mutter 12 als Kontermutter an der
Patte 5' festgelegt. Die Schraube 4 wird über die Mutter 10 als Kontermutter klemmend
an der Patte 2' festgelegt. Die Mutter 16 wird ebenfalls als Kontermutter eingesetzt
und auf das Verbindungselement 80 aufgeschraubt, so dass das Spiel an dem Gewinde
zwischen dem Verbindungselement 80 und dem Gewindebolzen der Schraube 17 reduziert
wird. Die Reihenfolge der einzelnen Montageschritte ist dabei von Monteur beliebig
ausführbar.
[0055] In Figur 15A ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Fixieren
eines Möbels an einem Untergrund gezeigt, bei dem die Schraube 17 mit dem langen Gewindeabschnitt
drehfest an der unteren Platte 2' gehalten ist. Eine Schraube 4 oder 7 mit kürzerem
Gewindeabschnitt ist an der oberen Platte 5' drehfest gehalten, wobei an dem Gewindeabschnitt
das Verbindungsmittel 80 in Form der Langmutter aufgedreht ist. Nach dem Auswählen
oder Kürzen der Schraube 17 abhängig von der Höhe des Bodens 14 des Möbelkorpus wird
die Platte 5' an dem Boden 14 verschraubt oder verklebt.
[0056] Die untere Einheit, mit der Platte 2', der Schraube 17 und zwei Muttern 12 und 16
kann dann in das Verbindungsmittel 80 eingedreht werden, wie dies in Figur 15B gezeigt
ist. Der Kopf der Schraube 17 kann dabei soweit in das Verbindungselement 80 eingedreht
werden, dass der Kopf den Untergrund kontaktiert oder ein oder wenige Millimeter über
diesem angeordnet ist. In dieser Position lässt sich die untere Platte 2' über das
Langloch 3 relativ zu der Schraube 17 verschieben.
[0057] Ferner kann in dieser Position noch ein Verkleben auf einem Untergrund 13 erfolgen,
in dem die Platte 2' angehoben und/oder schräg gestellt wird, was durch das Langloch
3 möglich ist, das durch den Gewindeabschnitt der Schraube 17 durchgriffen ist. Die
Unterseite der Platte 2'und/oder der Untergrund 13 unter die Platte 2' kann mit Klebemittel
beschichtet werden, um dann die Platte 2' zu verkleben.
[0058] In Figur 15C ist die montierte Position gezeigt, in der die Platte 2' am Untergrund
13 festgelegt ist und die Verbindung der Platte 2' mit der Schraube 17 durch die Mutter
10 als Kontermutter gesichert ist. Eine optionale weitere Mutter 16 als Kontermutter
sichert die Verbindung zwischen dem Verbindungselement 80 und der Schraube 17.
[0059] Optional kann an einer oder mehreren der Platten 2, 2', 5, 5' auch eine Mutter oder
Schraube über Befestigungsmittel oder durch Kleben oder Schweißen fixiert sein. Dann
kann an dieser Platte die Mutter fest oder verstellbar angeordnet sein, wobei auf
ein Langloch 3 oder 6 und eine Vertiefung verzichtet werden kann.
[0060] Die obigen Ausführungsbeispiele können beliebig miteinander kombiniert werden. Zudem
kann die in den Figuren gezeigt obere Anordnung einer Schraube 7, 7' oder eines Gewindebolzen
18 auch jeweils zusätzlich oder alternativ unten an der Platte eingesetzt werden.
[0061] Ein Gewindebolzen 18 oder eine Schraube muss nicht über die gesamte Länge des Bolzens
ein Gewinde aufweisen. Vielmehr kann auch ein Abschnitt der Schraube des Gewindebolzens
zylindrisch oder mit einer anderen Kontur ausgebildet sein.
[0062] Zudem kann bei allen Ausführungsbeispielen die Anordnung der Platten 2, 2', 5 und
5' vertauscht werden, also die in der jeweiligen Figur oben angeordnete Platte 5,
5' kann unten am Untergrund fixiert werden und die unten angeordnete Platte 2, 2'
kann oben angeordnet werden und am Möbelkorpus fixiert werden.
Bezugszeichenliste
[0063]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Platte
- 3
- Langloch
- 4
- Schraube
- 5
- Platte
- 6
- Langloch
- 7, 7'
- Schraube
- 8, 8', 8"
- Verbindungselement
- 9
- Mutter
- 10
- Kontermutter
- 11
- Mutter
- 12
- Kontermutter
- 13
- Untergrund
- 14
- Boden
- 15
- Mutter
- 16
- Kontermutter
- 17
- Schraube
- 18
- Gewindebolzen
- 20
- Öffnung
- 21
- Prägung
- 22
- Vertiefung
- 50
- Öffnung
- 51
- Prägung
- 60
- Vertiefung
- 70
- Gewindebolzen
- 71
- Kopf
- 72
- Stufe
- 73
- Abrundung
- 80
- Verbindungselement
- h
- Höhe
- H
- Höhe
- b
- Abstand
- B
- Abstand
1. Vorrichtung (1) zum Fixieren eines Möbels (14) an einem Untergrund (13), mit einer
ersten, an dem Untergrund (13) festlegbaren Platte (2, 2'), die ein Langloch (3) aufweist,
das von einer ersten Schraube (4) oder einem Gewindebolzen (18) durchgriffen ist,
und einer zweiten, an dem Möbel (14) festlegbaren Platte (5, 5'), die ein Langloch
(6) aufweist, das von einer zweiten Schraube (7, 7', 17) oder einem Gewindebolzen
durchgriffen ist, wobei die erste Schraube (4) oder der Gewindebolzen (18) und die
zweite Schraube (7, 7', 17) oder der Gewindebolzen über ein Verbindungselement (8,
8', 8", 80) aneinander fixiert sind, wobei das Langloch (3) an der ersten Platte (2,
2') in Längsrichtung winklig zu der Längsrichtung des Langloches (6) an der zweiten
Platte (5, 5') ausrichtbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Verbindungselement (8, 8', 8") eine Gewindestange umfasst und das Verbindungselement
(8, 8', 8") über eine erste Mutter (11) mit der ersten Schraube (4) oder dem Gewindebolzen
(18) verbunden ist und das Verbindungselement (8, 8', 8") über eine zweite Mutter
(9) mit der zweiten Schraube (7) oder dem Gewindebolzen (18) verbunden ist, oder
b) das Verbindungselement (80) als Mutter ausgebildet ist, in die ein Ende der ersten
Schraube (4) oder dem Gewindebolzen (18) und ein Ende der zweiten Schraube (7') oder
dem Gewindebolzen (18) eingedreht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrichtung des Langloches (3) der ersten Platte (2, 2') im Wesentlichen rechtwinklig
zu der Längsrichtung des Langloches (6) in der zweiten Platte (5, 5') ausgerichtet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten und/oder zweiten Platte (2, 2', 5, 5') das Langloch (3, 6) jeweils
an einer nutförmigen Vertiefung (22) ausgebildet ist und ein Kopf der ersten oder
zweiten Schraube (4, 7, 7', 17) zumindest in eine Richtung drehfest an der Vertiefung
(22) gehalten ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schraube (4) über eine Kontermutter (10) an der ersten Platte (2) und/oder
die zweite Schraube (7) über eine Kontermutter (12) an der zweiten Platte (5) fixiert
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Platte (2, 2', 5, 5') aus einem gebogenen und gestanzten
Metallblech hergestellt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten und/oder zweiten Platte (2, 2', 5, 5') Öffnungen (20) für Befestigungsmittel
ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde der zweiten Schraube (7) und der Gewindestange in die gleiche Richtung
drehend als Rechtsgewinde oder Linksgewinde ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Platte (2, 2', 5, 5') baugleich ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Platten (2, 2', 5, 5') jeweils ein Langloch (3, 6) umfassen, die von einer
Schraube (4, 7, 7', 17) oder einem Gewindebolzen (18) durchgriffen sind, deren Längsachse
in der montierten Position fluchtend ausgerichtet ist.
10. Befestigungsanordnung mit einem Untergrund (13) und einer Vorrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Platte (2) mit dem Untergrund (13) verklebt ist.
11. Möbel, insbesondere Küchenmöbel, mit einem Möbelkorpus, der einen Boden (14) aufweist,
an den an einer Unterseite eine Vorrichtung (1) zum Fixieren des Möbels an einem Untergrund
(13) festgelegt ist, die ein Kippen des Möbelkorpus verhindert.
12. Verfahren zum Fixieren eines Möbelkorpus an einem Untergrund (13) mit den folgenden
Schritten:
- Fixieren einer ersten Platte (2, 2') an einem Untergrund (13), wobei eine erste
Schraube (4) oder ein Gewindebolzen (18) ein Langloch (3) an der Platte (2, 2') durchgreift
und nach oben hervorsteht;
- Fixieren einer zweiten Platte (5, 5') an einer Unterseite eines Möbelkorpus (14),
wobei eine zweite Schraube (7, 7', 17) oder ein Gewindebolzen (18) ein Langloch (6)
in der zweiten Platte (5, 5') durchgreift und nach unten hervorsteht;
- Ausrichten der ersten und der zweiten Schraube (4, 7, 7', 17) oder des Gewindebolzens
(18), damit diese in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind, und
- Fixieren eines Verbindungselementes (8, 8', 8", 80) an oder mit der ersten Schraube
(4) oder dem Gewindebolzen (18) und der zweiten Schraube (7) oder dem Gewindebolzen
(18) zum Verbinden der ersten Platte (2, 2') mit der zweiten Platte (5, 5'),
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (8, 8', 8", 80) einen Gewindeabschnitt aufweist und mindestens
eine Schraube (4, 7, 7', 17) oder ein Gewindebolzen (18), vorzugsweise beide Schrauben
(4, 7, 7', 17) über eine einzige Mutter oder jeweils eine Mutter (9, 11) an dem Verbindungselement
(8, 8', 8") festgelegt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die die erste Platte (2) mit dem Untergrund (13) verklebt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung (1) zum Fixieren eines Möbels (14) an einem Untergrund (13), mit einer
ersten, an dem Untergrund (13) festlegbaren Platte (2, 2'), die ein Langloch (3) aufweist,
das von einer ersten Schraube (4) oder einem Gewindebolzen (18) durchgriffen ist,
und einer zweiten, an dem Möbel (14) festlegbaren Platte (5, 5'), die ein Langloch
(6) aufweist, das von einer zweiten Schraube (7, 7', 17) oder einem Gewindebolzen
durchgriffen ist, wobei die erste Schraube (4) oder der Gewindebolzen (18) und die
zweite Schraube (7, 7', 17) oder der Gewindebolzen über ein Verbindungselement (8,
8', 8", 80) aneinander fixiert sind, wobei das Langloch (3) an der ersten Platte (2,
2') in Längsrichtung winklig zu der Längsrichtung des Langloches (6) an der zweiten
Platte (5, 5') ausrichtbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Verbindungselement (8, 8', 8") eine Gewindestange umfasst und das Verbindungselement
(8, 8', 8") über eine erste Mutter (11) mit der ersten Schraube (4) oder dem Gewindebolzen
(18) verbunden ist und das Verbindungselement (8, 8', 8") über eine zweite Mutter
(9) mit der zweiten Schraube (7) oder dem Gewindebolzen (18) verbunden ist,
oder
b) das Verbindungselement (80) als Mutter ausgebildet ist, in die ein Ende der ersten
Schraube (4) oder dem Gewindebolzen (18) und ein Ende der zweiten Schraube (7') oder
dem Gewindebolzen (18) eingedreht ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsrichtung des Langloches (3) der ersten Platte (2, 2') im Wesentlichen rechtwinklig
zu der Längsrichtung des Langloches (6) in der zweiten Platte (5, 5') ausgerichtet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der ersten und/oder zweiten Platte (2, 2', 5, 5') das Langloch (3, 6) jeweils
an einer nutförmigen Vertiefung (22) ausgebildet ist und ein Kopf der ersten oder
zweiten Schraube (4, 7, 7', 17) zumindest in eine Richtung drehfest an der Vertiefung
(22) gehalten ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schraube (4) über eine Kontermutter (10) an der ersten Platte (2) und/oder
die zweite Schraube (7) über eine Kontermutter (12) an der zweiten Platte (5) fixiert
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Platte (2, 2', 5, 5') aus einem gebogenen und gestanzten
Metallblech hergestellt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten und/oder zweiten Platte (2, 2', 5, 5') Öffnungen (20) für Befestigungsmittel
ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde der zweiten Schraube (7) und der Gewindestange in die gleiche Richtung
drehend als Rechtsgewinde oder Linksgewinde ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und die zweite Platte (2, 2', 5, 5') baugleich ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachsen von der jeweils das Langloch (3, 6) in einer der zwei Platten (2,
2', 5, 5') durchgreifenden Schraube (4, 7, 7', 17) oder dem Gewindebolzen (18), in
der montierten Position fluchtend ausgerichtet sind.
10. Befestigungsanordnung mit einem Untergrund (13) und einer Vorrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Platte (2) mit dem Untergrund (13) verklebt ist.
11. Möbel, insbesondere Küchenmöbel, mit einem Möbelkorpus, der einen Boden (14) aufweist,
an den an einer Unterseite eine Vorrichtung (1) zum Fixieren des Möbels an einem Untergrund
(13) nach einem der vorhergehenden Ansprüche festgelegt ist, die ein Kippen des Möbelkorpus
verhindert.
12. Verfahren zum Fixieren eines Möbelkorpus an einem Untergrund (13) mit den folgenden
Schritten:
- Fixieren einer ersten Platte (2, 2') an einem Untergrund (13), wobei eine erste
Schraube (4) oder ein Gewindebolzen (18) ein Langloch (3) an der Platte (2, 2') durchgreift
und nach oben hervorsteht;
- Fixieren einer zweiten Platte (5, 5') an einer Unterseite eines Möbelkorpus (14),
wobei eine zweite Schraube (7, 7', 17) oder ein Gewindebolzen (18) ein Langloch (6)
in der zweiten Platte (5, 5') durchgreift und nach unten hervorsteht;
- Ausrichten der ersten und der zweiten Schraube (4, 7, 7', 17) oder des Gewindebolzens
(18), damit diese in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind, und
- Fixieren eines Verbindungselementes (8, 8', 8", 80) an oder mit der ersten Schraube
(4) oder dem Gewindebolzen (18) und der zweiten Schraube (7) oder dem Gewindebolzen
(18) zum Verbinden der ersten Platte (2, 2') mit der zweiten Platte (5, 5'),
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (8, 8', 8", 80) einen Gewindeabschnitt aufweist und mindestens
eine Schraube (4, 7, 7', 17) oder ein Gewindebolzen (18), vorzugsweise beide Schrauben
(4, 7, 7', 17) über eine einzige Mutter oder jeweils eine Mutter (9, 11) an dem Verbindungselement
(8, 8', 8") festgelegt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die die erste Platte (2) mit dem Untergrund (13) verklebt wird.