[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragstruktur, insbesondere für den Einsatz in Wohn- und
Freizeitbereichen, mit wenigstens zwei Seitenträgerelemente, einer Mehrzahl an Querträgerelementen,
einer Mehrzahl an Längsträgerelementen und einer Mehrzahl von Trittelementen. Des
Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Tragstruktur.
[0002] Üblicherweise werden rostförmige Tragstrukturen als Gehweg-Oberfläche oder dergleichen
eingesetzt. Insbesondere soll durch die rostförmige Oberflächenstruktur einer Rutschgefahr
für die sich fortbewegenden Personen bzw. Fußgänger vorgebeugt werden und Unfällen
auf diese Weise vorgebeugt werden. Eine solche rostförmige Tragstruktur ist beispielsweise
aus der Druckschrift
EP 2 267 238 B1 bekannt.
[0004] Rostförmige Tragstrukturen werden zumeist durch Verschweißung der Einzelteile, Verklebung,
Vernietung, Verschraubung oder dergleichen zusammengesetzt. Die Herstellung solcher
Oberflächenroste macht somit einen vergleichsweise großen Arbeitsaufwand erforderlich.
[0005] Des Weiteren bewegen sich Personen insbesondere in Wohn- und Freizeitbereichen zumeist
barfuß und somit ohne Schuhe fort. Der Einsatz von rostförmigen Tragstrukturen als
Bodenoberfläche ist aufgrund des mangelnden Komforts für Fußgänger somit nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Tragstruktur anzugeben, welche auf
einfache und kostengünstige Weise herstellbar ist sowie eine zweckmäßige Oberflächengestaltung,
insbesondere für sich barfuß fortbewegende Personen bzw. Fußgänger, bereitstellt.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich der Tragstruktur durch den Gegenstand
des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens zur Herstellung einer solchen Tragstruktur
durch den Gegenstand des Anspruchs 7 gelöst.
[0008] Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Konkret
wird die Aufgabe durch eine Tragstruktur, insbesondere für den Einsatz in Wohn- und
Freizeitbereichen, mit wenigstens zwei Seitenträgerelemente zur seitlichen Abstützung
und Begrenzung der Tragstruktur, einer Mehrzahl an Querträgerelementen, einer Mehrzahl
an Längsträgerelementen und einer Mehrzahl von Trittelementen gelöst. Jedes der Querträgerelemente
ist mit den zwei Seitenträgerelementen verbunden, die Längsträgerelemente sind mit
den Querträgerelementen verbunden und jedes Trittelement ist mit einem der Längsträgerelemente,
insbesondere ausschließlich mit einem der Längsträgerelemente, verbunden. Die Trittelemente
bilden eine Trittebene aus. Die Querträgerelemente, die Längsträgerelemente, die Seitenträgerelemente
und die Trittelemente sind zur Ausbildung der Tragstruktur jeweils allein durch Verschränkung
und/oder Verklemmung der Elemente untereinander befestigbar bzw. fixierbar bzw. verbindbar.
[0009] Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, dass die einzelnen Elemente der Tragstruktur
ohne zusätzliche Befestigungselemente und/oder stoffschlüssigen Verbindungen zweckmäßig
aneinander befestigbar sind. Die einzelnen Elemente der Tragstruktur greifen insbesondere
verschränkend bzw. verklemmend ineinander, sodass eine feste Tragstruktur bereitstellbar
ist. Somit kann ein einfacher und kostengünstiger Aufbau der Tragstruktur gewährleistet
werden.
[0010] Des Weiteren bildet die erfindungsgemäße Tragstruktur mittels der Trittelemente eine
zweckmäßiger Oberflächenstruktur bzw. Trittoberfläche aus, sodass auch ein Einsatz
der Tragstruktur beispielsweise in Wohn- und Freizeitbereichen, wie unter anderem
in Badebereichen, für sich barfuß fortbewegende Fußgänger ermöglicht wird.
[0011] Die Seitenträgerelemente bilden die seitliche Begrenzung der Tragstruktur aus und
erstrecken sich in Längsrichtung der Tragstruktur. Bevorzugter Weise erstrecken sich
die Querträgerelemente in orthogonaler Richtung zu den Seitenträgerelementen und zwischen
den Seitenträgerelementen. Die Längsträgerelemente und die Trittelemente erstrecken
sich vorzugsweise parallel zu den Seitenträgerelementen.
[0012] Insbesondere ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass mittels der Trittelemente eine
Trittebene bzw. Auftrittoberfläche ausbildbar ist. Somit kann auch für sich barfuß
fortbewegende Personen eine geeignete Gehweg-Oberfläche bereitgestellt werden, insbesondere
unabhängig von den übrigen Elementen der Tragstruktur.
[0013] Des Weiteren sind die Elemente der Tragstruktur allein durch Verschränkung und/oder
Verklemmung untereinander fixierbar. Insbesondere sind die miteinander verbundenen
Elemente, beispielsweise die Längsträgerelemente und die Trittelemente, durch Verschränkung
und/oder Verklemmung fest miteinander verbindbar bzw. aneinander befestigbar.
[0014] Auf diese Weise kann eine sichere und feste Tragstruktur als Bodenoberfläche bereitgestellt
werden. Des Weiteren sind weder zusätzliche Befestigungselemente noch Schweiß- oder
Klebeverbindungen zum Zusammenbau der Tragstruktur notwendig. Die Tragstruktur ist
auf einfache und effiziente Weise bereitstellbar.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind Längsenden der Querträgerelemente durch
Aufnahmeöffnungen der Seitenträgerelemente hindurchführbar, wobei eine kraft- und/formschlüssige
Verschränkung der Längsenden der Querträgerelemente mit den Seitenträgerelementen
durch plastische Verformung der Längsenden bereitstellbar ist.
[0016] Insbesondere können die Querträgerelemente mit ihren Längsenden jeweils in eine der
Aufnahmeöffnungen der Seitenträgerelemente eingreifen bzw. durch diese hindurchragen.
Durch plastisches Abwinkeln der Längsenden der Querträgerelemente ist eine zweckmäßige
Verschränkung mit den Seitenträgerelementen zur Fixierung bzw. Befestigung erzielbar.
[0017] Erfindungsgemäß weisen die Querträgerelemente plastisch verformbare Verschränkungselemente
zum verschränkenden Eingriff mit Aufnahmeöffnungen der Längsträgerelemente auf.
[0018] Somit können die Querträgerelemente und die Längsträgerelemente aufeinander aufgesetzt
und zweckmäßig miteinander verschränkt werden, insbesondere durch eine plastische
Verformung der Verschränkungselemente in Kombination mit den Aufnahmeöffnungen der
Längsträgerelemente.
[0019] Erfindungsgemäß weisen die Längsträgerelemente Spannelemente auf, die zum verschränkenden
Eingriff in Spannnuten der Trittelemente ausgebildet sind.
[0020] Insbesondere können die Längsträgerelemente in Längsrichtung zweier Seitenflächen
eine Vielzahl von Spannelementen aufweisen. Die Trittelemente können korrespondierend
hierzu jeweils zweiseitig bzw. beidseitig ausgebildete Spannnuten aufweisen. So ist
ein beidseitiger, verklemmender Eingriff der Spannelemente in die Spannnuten verfügbar.
[0021] Es ist eine sichere Befestigung der Trittelemente an den Längsträgerelementen möglich.
Insbesondere ist die Klemmverbindung durch eine temporäre, elastische Verformung der
Trittelemente und/oder der Längsträgerelemente herstellbar. Nach einer bevorzugten
Ausführungsform ist die Trittebene oberhalb wenigstens der Längsträgerelemente und
der Querträgerelemente ausgebildet ist.
[0022] Vorzugsweise erstrecken sich die Trittelemente im zusammengesetzten, verwendungsgemäßen
Zustand der Tragstruktur wenigstens über die Längsträgerelemente und die Querträgerelemente
hinaus, sodass eine zweckmäßige Trittebene bzw. Trittoberfläche ausbildbar ist. Es
sind keine scharfen Kanten oder dergleichen vorhanden, sodass eine geeignete Trittoberfläche
für insbesondere sich barfuß fortbewegende Personen bereitstellbar ist.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Trittelemente jeweils eine rechteckige
Oberseite zur Ausbildung der Trittebene auf.
[0024] Somit kann eine geeignete Trittfläche anhand der Mehrzahl an Trittelementen bereitgestellt
werden, die auch für sich barfuß fortbewegende Fußgänger geeignet ist. Insbesondere
können die rechteckig ausgebildeten Oberseiten der Trittelemente, die gemeinsam die
Trittebene ausbilden, einen wesentlichen Teil der Erstreckungsfläche bzw. Grundfläche
der Tragstruktur überdecken.
[0025] In einer Ausführungsform weisen die Seitenträgerelemente einen zumindest im Wesentlichen
C-förmigen Querschnitt auf.
[0026] So können die durch die Aufnahmeöffnungen hindurchragenden Längsenden der Querträgerelemente
in den C-förmigen Seitenträgerelementen verborgen und scharfe Kanten im Bereich der
Trittebene bzw. Trittfläche vermieden werden. Nach einer weiteren Ausführungsform
weisen die Längsträgerelemente einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf, insbesondere
zur Aufnahme jeweils eines Trittelements.
[0027] Somit können die Trittelemente auf einfache Weise, insbesondere im Sinne der verwendungsgemäßen
Ausrichtung von oberhalb in die Längsträgerelemente einsetzbar und mit diesen verbindbar
bzw. verklemmbar sein.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer
erfindungsgemäßen Tragstruktur vorgesehen, wobei das Verfahren die folgenden Schritte
aufweist:
- Anordnen der Querträgerelemente, vorzugsweise in bzw. auf einem Fixiertisch einer
Pressmaschine;
- Anordnen der Längsträgerelemente auf den Querträgerelementen, sodass die Verschränkungselemente
der Querträgerelemente durch die Aufnahmelöcher der Längsträgerelemente hindurchragen;
- Verschränken bzw. Verklemmen der Verschränkungselemente der Querträgerelemente mit
den Längsträgerelementen, vorzugsweise durch plastisches Verformen der Verschränkungselemente;
- Anordnen der Seitenträgerelemente, sodass die Längsenden der Querträgerelemente durch
die Aufnahmelöcher der Seitenträgerelemente hindurchragen;
- Verschränken bzw. Verklemmen der Längsenden der Querträgerelemente mit den Seitenträgerelementen,
vorzugsweise durch plastisches Verformen der Längsenden bis zu einem Winkel von ungefähr
45°, insbesondere von genau 45°, gegenüber einer Längsrichtung der Seitenträgerelemente;
- Anordnen der Trittelemente auf den Längsträgerelementen;
- Verschränken bzw. Verklemmen der Trittelemente mit den Längsträgerelementen durch
verschränkten Eingriff der Spannelemente der Längsträgerelemente in den Spannnuten
der Trittelemente, vorzugsweise durch eine wenigstens temporäre, elastische Verformung
der Längsträgerelemente.
[0029] Die einzelnen Verbindungen zwischen den Elemente können im Sinne der Erfindung als
Verklemmung bzw. als Verschränkung im Rahmen einer plastischen oder elastischen Verformung
wenigstens eines der Elemente ausgebildet sein.
[0030] Es ist vorgesehen, dass die verschiedenen Arten von Elementen, also die Querträgerelemente,
die Längsträgerelemente, die Seitenträgerelemente und die Trittelemente, jeweils schrittweise
bzw. nacheinander angeordnet werden. Vorzugsweise erfolgt beispielsweise zuerst die
Verbindung sämtlicher Querträgerelemente mit sämtlichen Längsträgerelemente, bevor
die Seitenträgerelemente mit sämtlichen Querträgerelementen zweckmäßig verbunden bzw.
verschränkt werden.
[0031] Die Tragstruktur ist im Wesentlichen in Form eines Stecksystems herstellbar bzw.
zusammensetzbar.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die plastische Verformung sämtlicher
Verschränkungselemente, die plastische Verformung sämtlicher Längsenden der Querträgerelemente
und die Verklemmung sämtlicher Trittelemente jeweils in einem einzelnen Verfahrensschritt
bzw. Arbeitsvorgang gleichzeitig, insbesondere mittels der Pressmaschine.
[0033] Somit ist eine effiziente und kostengünstige Herstellung der Tragstruktur sichergestellt.
Insbesondere kann die Tragstruktur auch in beliebigen Größen bereitgestellt werden,
ohne dass notwendige Arbeitszeit zum Zusammensetzen der Tragstruktur wesentlich beeinflusst
wird.
[0034] Die Erfindung wird nachstehend mit weiteren Einzelheiten unter Bezug auf die beigefügten
schematischen Zeichnungen anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0035] In diesen zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Tragstruktur;
- Fig. 2
- expandierte Darstellung der einzelnen Elemente vor dem Zusammenbau zu einer Tragstruktur
gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- weitere expandierte Darstellung vor dem Zusammenbau zu einer Tragstruktur gemäß Fig.
1; und
- Fig. 4
- Darstellung der Tragstruktur gemäß Fig. 1 vor dem Anordnen der Trittelemente an den
Längsträgerelementen.
[0036] In Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Tragstruktur 1 gezeigt, insbesondere in einer verwendungsgemäßen Ausrichtung.
[0037] Die Tragstruktur 1 weist gemäß Fig. 1 zwei Seitenträgerelemente 10, eine Vielzahl
von Querträgerelementen 20, insgesamt fünf Längsträgerelemente 30 und eine hierzu
korrespondierende Anzahl an Trittelementen 40 auf.
[0038] Die Trittelemente 40 sind in den U-förmigen Längsträgerelementen 30 angeordnet.
[0039] Die Längsträgerelemente 30 sind auf den Querträgerelementen 20 angeordnet und werden
durch die Querträgerelemente 20 von unten abgestützt. Die Querträgerelemente 20 weisen
Längsenden 22 auf, die jeweils durch Aufnahmeöffnungen 12 der Seitenträgerelemente
10 hindurchragen.
[0040] Insbesondere sind die Längsenden 22 der Querträgerelemente 20 derart abgewinkelt,
dass die Querträgerelemente 20 mit den Seitenträgerelementen 10 verschränkt sind.
[0041] Die zwei Seitenträgerelemente 10 stellen eine seitliche Begrenzung der Tragstruktur
1 dar. Insbesondere erstrecken sich die Seitenträgerelemente 10, die Längsträgerelemente
30 und die Trittelemente 40 parallel zueinander und in Längsrichtung der Tragstruktur
1. Die Querträgerelemente 20 erstrecken sich vorzugsweise in orthogonaler Richtung
zu der Längserstreckung der Tragstruktur 1.
[0042] Des Weiteren weisen die Seitenträgerelemente 10 eine im Wesentlichen C-förmige Struktur
auf, deren geöffnete Seite jeweils nach außen gerichtet ist.
[0043] Die Trittelemente 40 weisen jeweils eine rechteckige Oberfläche bzw. Oberseite auf,
zur Ausbildung eine Trittfläche bzw. Auftrittebene 44. Somit kann anhand der Tragstruktur
1 eine zweckmäßige Trittfläche 44 für Wohn- und Freizeitbereiche oder dergleichen,
insbesondere für sich barfuß fortbewegende Fußgänger, bereitgestellt werden.
[0044] In Fig. 2 ist eine expandierte Darstellung der einzelnen Elemente 10; 20; 30; 40
vor dem Zusammenbau zu einer Tragstruktur 1 gemäß Fig. 1 gezeigt.
[0045] Die Seitenträgerelemente 10 weisen jeweils eine Vielzahl von vorzugsweise gleich
beabstandeten Aufnahmeöffnungen 12 auf, zum Eingriff durch Längsenden 22 der Querträgerelemente
20.
[0046] Die Querträgerelemente 20 weisen mehrere, insbesondere fünf, Verschränkungselemente
24 auf. Die Verschränkungselemente 24 sind gemäß Fig. 2 korrespondierend zu der Formgebung
der Längsträgerelemente 30 in einem U-förmigen Ausschnitt und in Form von plastisch
verformbaren Zacken 24 ausgebildet. Die Verschränkungselemente bzw. Zacken 24 sind
zum Eingriff in Aufnahmeöffnungen 32 der Längsträgerelemente 30 (in Fig. 2 nicht gezeigt)
vorgesehen. So können die Längsträgerelemente 30 zweckmäßig durch die Querträgerelemente
20 aufgenommen, abgestützt und mit diesen verschränkt werden.
[0047] Die Längsträgerelemente 30 weisen an den vertikalen Innenseiten ihrer U-förmigen
Struktur eine Vielzahl von Spannelementen 34 auf, die in Längsrichtung der Längsträgerelemente
30 verteilt angeordnet sind. Die Trittelemente 40 weisen korrespondierend hierzu beidseitig
jeweils eine Spannnut auf, die sich in Längsrichtung der Trittelemente 40 erstrecken.
Somit können die Spannelemente 34 der Längsträgerelemente 30 zweckmäßig in die Spannuten
42 der Trittelemente 40 eingreifen, zur fixierenden Verklemmung der Trittelemente
40 in den U-förmigen Längsträgerelementen 30.
[0048] Über Fig. 2 hinausgehend ist in Fig. 3 ferner die Ausbildung der Aufnahmeöffnungen
32 entlang der Längsträgerelemente 30 gezeigt. So können die Verschränkungselemente
24 der Querträgerelemente 20 durch die Aufnahmeöffnungen 32 der Längsträgerelemente
30 hindurchgeführt und anschließend plastisch verformt werden, um eine zweckmäßige
Verschränkung zwischen den Querträgerelementen 20 und den Längsträgerelementen 30
zu ermöglichen bzw. bereitzustellen.
[0049] In Fig. 4 ist die Tragstruktur 1 gemäß Fig. 1 vor dem Anordnen der Trittelemente
40 an bzw. in den Längsträgerelementen 30 dargestellt.
[0050] Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Längsenden 22 der Querträgerelemente 20 durch
die Aufnahmeöffnungen 12 der Seitenträgerelemente 10 hindurchragen und zur zweckmäßigen
Verschränkung abgewinkelt sind, vorzugsweise in einem Winkel von ca. 45° gegenüber
der Längserstreckung der Tragstruktur 1. Die Abwinkelung sämtlicher Längsenden 22
der Querträgerelemente 20 kann vorzugsweise in einem einzelnen Prozessschritt erfolgen.
[0051] Des Weiteren sind gemäß Fig. 4 die Verschränkungselemente 24 der Querträgerelemente
20 durch die Aufnahmeöffnungen 32 der Längsträgerelemente 30 hindurchgeführt und plastisch
verformt, um einen verschränkenden Eingriff zur fixierenden Befestigung der Längsträgerelemente
30 an den Querträgerelementen 20 bereitzustellen. Vorzugsweise kann die plastische
Verformung der Verschränkungselemente 24 der Querträgerelemente ebenfalls in einem
einzelnen Prozessschritt erfolgen.
[0052] In einem weiteren und letzten Schritt, im Anschluss an Fig. 4, werden die Trittelemente
40 an bzw. in den Längsträgerelementen 30 angeordnet und verklemmt, insbesondere derart,
dass die Spannelemente 34 in die Spannnuten 42 verklemmend eingreifen. Hierzu kann
eine vorzugsweise temporäre, elastische Verformung der Längsträgerelemente 30 erfolgen.
[0053] Zusammenfassend kann mittels der vorliegenden Erfindung eine einfach und kostengünstig
herstellbare Tragstruktur 1 bereitgestellt werden, die eine zweckmäßige Trittebene
bzw. Trittfläche 44, insbesondere auch für Wohn- und Freizeitbereiche oder dergleichen,
verfügbar macht.
[0054] Die Tragstruktur ist im Sinne eines Stecksystems zusammensetzbar. So sind die einzelnen
Elemente 10; 20; 30; 40 jeweils aneinander anordbar und miteinander verbindbar bzw.
verschränkbar bzw. verklemmbar, insbesondere ohne zusätzliche Befestigungsmittel,
Verschweißungen, Verklebungen oder dergleichen.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Tragstruktur
- 10
- Seitenträgerelement
- 12
- Aufnahmeöffnung
- 20
- Querträgerelement
- 22
- Längsende
- 24
- Verschränkungselement
- 30
- Längsträgerelement
- 32
- Aufnahmeöffnung
- 34
- Spannelement
- 40
- Trittelement
- 42
- Spannnut
1. Tragstruktur (1), insbesondere für den Einsatz in Wohn- und Freizeitbereichen, mit
wenigstens zwei Seitenträgerelemente (10) zur seitlichen Abstützung und Begrenzung
der Tragstruktur (1), einer Mehrzahl an Querträgerelementen (20), einer Mehrzahl an
Längsträgerelementen (30) und einer Mehrzahl von Trittelementen (40),
wobei jedes der Querträgerelemente (20) mit den zwei Seitenträgerelementen (10) verbunden
ist,
wobei die Längsträgerelemente (30) mit den Querträgerelementen (20) verbunden sind,
wobei jedes Trittelement (40) mit einem der Längsträgerelemente (30), insbesondere
ausschließlich mit einem der Längsträgerelemente (30), verbunden ist und die Trittelemente
(40) eine Trittebene (44) ausbilden, wobei die Querträgerelemente (20), die Längsträgerelemente
(30), die Seitenträgerelemente (10) und die Trittelemente (40) zur Ausbildung der
Tragstruktur (1) jeweils allein durch Verschränkung und/oder Verklemmung der Elemente
(10; 20; 30; 40) untereinander verbindbar sind,
wobei die Längsträgerelemente (30) Spannelemente (34) aufweisen, die zum verschränkenden
Eingriff in Spannnuten (42) der Trittelemente (40) ausgebildet sind, wobei die Querträgerelemente
(20) plastisch verformbare Verschränkungselemente (24) zum verschränkenden Eingriff
mit Aufnahmeöffnungen (32) der Längsträgerelemente (30) aufweisen.
2. Tragstruktur (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
Längsenden (22) der Querträgerelemente (20) durch Aufnahmeöffnungen (12) der Seitenträgerelemente
(10) hindurchführbar sind,
wobei eine kraft- und/formschlüssige Verschränkung der Längsenden (22) der Querträgerelemente
(20) mit den Seitenträgerelementen (10) durch plastische Verformung der Längsenden
(22) bereitstellbar ist.
3. Tragstruktur (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trittebene (44) oberhalb wenigstens der Längsträgerelemente (30) und der Querträgerelemente
(20) ausgebildet ist.
4. Tragstruktur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Trittelemente (40) jeweils eine rechteckige Oberseite zur Ausbildung der Trittebene
(44) aufweisen.
5. Tragstruktur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Seitenträgerelemente (10) einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt aufweisen.
6. Tragstruktur (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Längsträgerelemente (30) einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweisen,
insbesondere zur Aufnahme jeweils eines Trittelements (40).
7. Verfahren zur Herstellung einer Tragstruktur (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- Anordnen der Querträgerelemente (20);
- Anordnen der Längsträgerelemente (30) auf den Querträgerelementen (20), sodass die
Verschränkungselemente (24) der Querträgerelemente (20) durch die Aufnahmelöcher (32)
der Längsträgerelemente (30) hindurchragen;
- Verschränken der Verschränkungselemente (24) der Querträgerelemente (20) mit den
Längsträgerelementen (30);
- Anordnen der Seitenträgerelemente (10), sodass die Längsenden (22) der Querträgerelemente
(20) durch die Aufnahmelöcher (12) der Seitenträgerelemente (10) hindurchragen;
- Verschränken der Längsenden (22) der Querträgerelemente (20) mit den Seitenträgerelementen
(20);
- Anordnen der Trittelemente (40) auf den Längsträgerelementen (30); und
- Verschränken der Trittelemente (40) mit den Längsträgerelementen (30) durch verschränkten
Eingriff der Spannelemente (34) der Längsträgerelemente (30) in den Spannnuten (42)
der Trittelemente (40).
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die plastische Verformung sämtlicher Verschränkungselemente (24), die plastische Verformung
sämtlicher Längsenden (22) der Querträgerelemente (20) und die Verklemmung sämtlicher
Trittelemente (40) jeweils in einem einzelnen Verfahrensschritt gleichzeitig erfolgt.
1. Supporting structure (1), in particular for use in residential and leisure areas,
comprising at least two side beam elements (10) for laterally supporting and delimiting
the supporting structure (1), a plurality of crossbeam elements (20), a plurality
of longitudinal beam elements (30) and a plurality of step elements (40),
wherein each of the crossbeam elements (20) is connected to the two side beam elements
(10),
wherein the longitudinal beam elements (30) are connected to the crossbeam elements
(20),
wherein each step element (40) is connected to one of the longitudinal beam elements
(30), in particular exclusively to one of the longitudinal beam elements (30), and
the step elements (40) form a step plane (44), wherein the crossbeam elements (20),
the longitudinal beam elements (30), the side beam elements (10) and the step elements
(40) for forming the supporting structure (1) are each connectable to one another
solely by interlocking and/or clamping the elements (10; 20; 30; 40),
wherein the longitudinal beam elements (30) have clamping elements (34) which are
designed for interlocking engagement in clamping grooves (42) of the step elements
(40), wherein the crossbeam elements (20) have plastically deformable interlocking
elements (24) for interlocking engagement with receiving openings (32) of the longitudinal
beam elements (30).
2. Supporting structure (1) according to claim 1,
characterized in that
longitudinal ends (22) of the crossbeam elements (20) can be passed through receiving
openings (12) of the side beam elements (10),
wherein a force-locking and/or form-locking interlocking of the longitudinal ends
(22) of the crossbeam elements (20) with the side beam elements (10) can be provided
by plastic deformation of the longitudinal ends (22).
3. Supporting structure (1) according to claim 1 or 2,
characterized in that
the step plane (44) is formed above at least the longitudinal beam elements (30) and
the crossbeam elements (20).
4. Supporting structure (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the step elements (40) each have a rectangular upper side for forming the step plane
(44).
5. Supporting structure (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the side beam elements (10) have a substantially C-shaped cross-section.
6. Supporting structure (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the longitudinal beam elements (30) have a substantially U-shaped cross-section, in
particular for receiving in each case a step element (40).
7. Method for producing a supporting structure (1) according to one of the preceding
claims, wherein the method comprises the following steps of:
- arranging the crossbeam elements (20);
- arranging the longitudinal beam elements (30) on the crossbeam elements (20), so
that the interlocking elements (24) of the crossbeam elements (20) project through
the receiving holes (32) of the longitudinal beam elements (30);
- interlocking the interlocking elements (24) of the crossbeam elements (20) with
the longitudinal beam elements (30);
- arranging the side beam elements (10) so that the longitudinal ends (22) of the
crossbeam elements (20) project through the receiving holes (12) of the side beam
elements (10);
- interlocking the longitudinal ends (22) of the crossbeam elements (20) with the
side beam elements (10);
- arranging the step elements (40) on the longitudinal beam elements (30); and
- interlocking the step elements (40) with the longitudinal beam elements (30) by
interlocking engagement of the clamping elements (34) of the longitudinal beam elements
(30) in the clamping grooves (42) of the step elements (40).
8. Method according to claim 7,
characterized in that
the plastic deformation of all the interlocking elements (24), the plastic deformation
of all the longitudinal ends (22) of the crossbeam elements (20) and the clamping
of all the step elements (40) each take place simultaneously in a single method step.
1. Structure portante (1), à utiliser en particulier dans des zones d'habitation et de
loisirs, avec au moins deux éléments portants latéraux (10) destinés à supporter et
délimiter latéralement la structure portante (1), plusieurs éléments portants transversaux
(20), plusieurs éléments portants longitudinaux (30) et plusieurs éléments praticables
(40),
dans laquelle chacun des éléments portants transversaux (20) est assemblé avec les
deux éléments portants latéraux (10),
dans laquelle les éléments portants longitudinaux (30) sont assemblés avec les éléments
portants transversaux (20),
dans laquelle chaque élément praticable (40) est assemblé avec un des éléments portants
longitudinaux (30), en particulier uniquement avec un des éléments portants longitudinaux
(30), et les élément praticables (40) forment un plan praticable (44),
dans laquelle les éléments portants transversaux (20), les éléments portants longitudinaux
(30), les éléments portants latéraux (10) et les élément praticables (40) peuvent
être assemblés pour former la structure portante (1) seulement par l'entrelacement
et/ou le coinçage respectifs des éléments (10 ; 20 ; 30 ; 40) les uns avec les autres,
dans laquelle les éléments portants longitudinaux (30) comportent des éléments de
serrage (34) conçus pour se mettre en prise en s'entrelaçant dans des rainures de
serrage (42) des éléments praticables (40), les éléments portants transversaux (20)
comportant des éléments d'entrelacement (24) capables de déformation plastique pour
se mettre en prise entrelacée avec des ouvertures de réception (32) des éléments portants
longitudinaux (30).
2. Structure portante (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que des extrémités longitudinales (22) des éléments portants transversaux (20) peuvent
être passées à travers des ouvertures de réception (12) des éléments portants latéraux
(10), un entrelacement par friction et/ou engagement positif des extrémités longitudinales
(22) des éléments portants transversaux (20) avec les éléments portants latéraux (10)
pouvant être obtenu par déformation plastique des extrémités longitudinales (22).
3. Structure portante (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le plan praticable (44) est formé au-dessus au moins des éléments portants longitudinaux
(30) et des éléments portants transversaux (20).
4. Structure portante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments praticables (40) comportent chacun une face supérieure rectangulaire
pour former le plan praticable (44).
5. Structure portante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments portants latéraux (10) présentent une section sensiblement en forme
de C.
6. Structure portante (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments portants longitudinaux (30) présentent une section sensiblement en forme
de U, en particulier pour recevoir chacun un élément praticable (40).
7. Procédé pour la fabrication d'une structure portante (1) selon l'une des revendications
précédentes, lequel procédé comprend les étapes suivantes :
- disposition des éléments portants transversaux (20) ;
- disposition des éléments portants longitudinaux (30) sur les éléments portants transversaux
(20), de sorte que les éléments d'entrelacement (24) des éléments portants transversaux
(20) dépassent à travers les trous de réception (32) des éléments portants longitudinaux
(30) ;
- entrelacement des éléments d'entrelacement (24) des éléments portants transversaux
(10) avec les éléments portants longitudinaux (30) ;
- disposition des éléments portants latéraux (10) de telle manière que les extrémités
longitudinales (22) des éléments portants transversaux (20) dépassent à travers les
trous de réception (12) des éléments portants latéraux (10) ;
- entrelacement des extrémités longitudinales (22) des éléments portants transversaux
(20) avec les éléments portants latéraux (20) ;
- disposition des éléments praticables (40) sur les éléments portants longitudinaux
(30) et
- entrelacement des éléments praticables (40) avec les éléments portants longitudinaux
(30) par l'engagement entrelacé des éléments de serrage (34) des éléments portants
longitudinaux (30) dans les rainures de serrage (42) des éléments praticables (40).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la déformation plastique de tous les éléments d'entrelacement (24), la déformation
plastique de toutes les extrémités longitudinales (22) des éléments portants transversaux
(20) et le coinçage de tous les éléments praticables (40) sont réalisés simultanément
au cours d'une étape de procédé unique.