Stand der Technik
[0001] In
EP 3 241 769 A1 ist bereits eine Vorrichtung zum Herstellen von Beutelpackungen aus einer Packstoffbahn
sowie ein entsprechendes Verfahren vorgeschlagen worden, wobei die Vorrichtung ein
Transportrad, das eine Drehachse aufweist, um die das Transportrad drehbar gelagert
ist, und mehrere, einem Querschnitt der Beutelpackungen angepasste Halteelemente zur
Aufnahme jeweils zumindest einer Beutelpackung umfasst, wobei die Halteelemente an
dem Transportrad angeordnet sind.
Offenbarung der Erfindung
[0002] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Herstellen von Beutelpackungen aus
einer Packstoffbahn, insbesondere aus einer Papierbahn, mit einem Transportrad, insbesondere
einem Kassettenrad, das eine Drehachse aufweist, um die das Transportrad drehbar gelagert
ist, und mit mehreren, einem Querschnitt der Beutelpackungen angepassten Halteelementen,
insbesondere Kassetten, zur Aufnahme jeweils zumindest einer Beutelpackung, wobei
die Halteelemente an dem Transportrad angeordnet sind.
[0003] Es wird vorgeschlagen, dass die Halteelemente, insbesondere jeweils, zumindest eine
Bewegungsachse, insbesondere eine Längsachse, aufweisen, entlang der und/oder um die
die Halteelemente, insbesondere individuell, beweglich, insbesondere drehbar, an dem
Transportrad gelagert sind. Vorteilhaft kann eine hohe Flexibilität der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Herstellen von Beutelpackungen aus einer Packstoffbahn realisiert
werden. Vorteilhaft kann eine Ausrichtung der Halteelemente bei einer Verarbeitung
der Beutelpackungen angepasst werden. Vorteilhaft kann eine Ausrichtung der Halteelemente
zumindest zu einer Versiegelung und/oder Befüllung der Beutelpackungen geändert werden,
insbesondere bei einem geringen Platzbedarf.
[0004] Die Halteelemente sind bevorzugt als Kassetten ausgebildet, die einen, einem Fachmann
bereits bekannten Grundaufbau aufweisen. Vorzugsweise weist jedes Halteelement eine
eigene Bewegungsachse auf. Die jeweilige Bewegungsachse der Halteelemente ist besonders
bevorzugt von der jeweiligen Längsachse der Halteelemente gebildet. Alternativ ist
denkbar, dass die Bewegungsachse von einer Querachse des jeweiligen Halteelements
gebildet ist. Bevorzugt verläuft die jeweilige Querachse insbesondere zumindest im
Wesentlichen senkrecht zu der jeweiligen Längsachse des jeweiligen Halteelements.
Bevorzugt verlaufen die Bewegungsachsen der Halteelemente quer zu der Drehachse des
Transportrads. Vorzugsweise verlaufen die Bewegungsachsen der Halteelemente jeweils
zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Drehachse des Transportrads. Der Ausdruck
"im Wesentlichen senkrecht" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung
relativ zu einer Bezugsrichtung definieren, wobei die Richtung und die Bezugsrichtung,
insbesondere in einer Projektionsebene betrachtet, einen Winkel von 90° einschließen
und der Winkel eine maximale Abweichung von insbesondere kleiner als 8°, vorteilhaft
kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist. Die Bewegungsachsen
der Halteelemente verlaufen bevorzugt in einer Ebene, die zumindest im Wesentlichen
senkrecht zu der Drehachse des Transportrads verläuft. Insbesondere schließen zumindest
zwei direkt benachbarte Bewegungsachsen von zwei direkt benachbarten Halteelementen
einen Winkel ein. Vorzugsweise schließen zumindest zwei direkt benachbarte Bewegungsachsen
von zwei direkt benachbarten Halteelementen einen Winkel ein, der insbesondere kleiner
ist als 90°, bevorzugt kleiner ist als 60° und besonders bevorzugt kleiner ist als
30°.
[0005] Zumindest in einem, insbesondere bevorzugten, Ausführungsbeispiel sind die Halteelemente,
insbesondere einzeln, um die jeweilige Längsachse des jeweiligen Halteelements drehbar,
bevorzugt zumindest um eine Ausrichtung einer an dem Halteelement angeordneten Beutelpackung
für eine Versieglung und/oder Befüllung der Beutelpackung anzupassen. Die Halteelemente
sind, insbesondere einzeln, zumindest in einem, insbesondere dem bevorzugten, Ausführungsbeispiel
um einen Winkel insbesondere von mehr als 15°, vorzugsweise von mehr als 30°, bevorzugt
von mehr als 45° und besonders bevorzugt von 90° um die jeweilige Bewegungsachse,
insbesondere um die jeweilige Längsachse, des jeweiligen Halteelements drehbar. Vorzugsweise
schneiden sich die Bewegungsachsen der Halteelemente in einem gemeinsamen Schnittpunkt.
Vorzugsweise ist der Schnittpunkt auf der Drehachse des Transportrads angeordnet.
Bevorzugt ist der Schnittpunkt in der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse
des Transportrads verlaufenden Ebene angeordnet. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar,
dass die Halteelemente, insbesondere einzeln, um die jeweilige Querachse des jeweiligen
Halteelements zu einer Befüllung, Entleerung, Versiegelung und/oder dergleichen von
einer an dem jeweiligen Halteelement angeordneten Beutelpackung drehbar gelagert sind.
Die Querachsen der Halteelemente können sich vorzugsweise in der zumindest im Wesentlichen
senkrecht zur Drehachse des Transportrads verlaufenden Ebene erstrecken und schnittfrei
zur Drehachse des Transportrads ausgerichtet sein, insbesondere um eine Schwenkbewegung
der Halteelemente in Richtung der Drehachse des Transportrads zu realisieren. Es ist
zusätzlich oder alternativ denkbar, dass die Halteelemente translatorisch entlang
der jeweiligen Bewegungsachse des jeweiligen Halteelements bewegbar sind, insbesondere
zumindest entlang der jeweiligen Längsachse oder der jeweiligen Querachse des jeweiligen
Halteelements bewegbar sind. Vorzugsweise ist durch eine Bewegung der Halteelemente,
insbesondere einzeln, entlang der jeweiligen Bewegungsachse des jeweiligen Halteelements,
insbesondere der jeweiligen Längsachse des jeweiligen Halteelements, zumindest eine
Übergabe einer an dem jeweiligen Halteelement angeordneten Beutelpackung an eine weitere
Einheit durchführbar und/oder eine Aufnahme der Beutelpackungen von einer weiteren
Einheit durchführbar. Alternativ ist auch denkbar, dass die Bewegungsachsen der Halteelemente
zumindest im Wesentlichen parallel zu der Drehachse des Transportrads verlaufen. Unter
"im Wesentlichen parallel" soll hier insbesondere eine Ausrichtung einer Richtung
relativ zu einer Bezugsrichtung, insbesondere in einer Ebene, verstanden werden, wobei
die Richtung gegenüber der Bezugsrichtung eine Abweichung insbesondere kleiner als
8°, vorteilhaft kleiner als 5° und besonders vorteilhaft kleiner als 2° aufweist.
[0006] Die Halteelemente sind vorzugsweise zumindest im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet.
Darunter, dass ein Element, insbesondere das Halteelement, "zumindest im Wesentlichen
quaderförmig" ausgebildet ist, soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden
werden, dass ein größtmöglicher gedachter Quader, welcher gerade noch in ein von dem
Element, insbesondere dem Halteelement, eingenommenes Raumvolumen passt, das Raumvolumen
zu mindestens 70 %, vorteilhaft zu mindestens 80 % und besonders vorteilhaft zu mindestens
90 % ausfüllt. Alternativ ist jedoch auch denkbar, dass die Halteelemente eine andere
Polyederform aufweisen, insbesondere prismenförmig, pyramidenförmig, spatförmig oder
dergleichen ausgebildet sind, oder rotationskörperförmig, insbesondere zylinderförmig,
kegelförmig oder dergleichen, ausgebildet sind. Die Halteelemente weisen insbesondere
jeweils eine Haupterstreckungsachse auf, wobei die Halteelemente vorzugsweise derart
an dem Transportrad angeordnet sind, so dass die jeweilige Haupterstreckungsachse
des jeweiligen Halteelements zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Drehachse
des Transportrads ausgerichtet ist. Unter einer "Haupterstreckungsachse" eines Objekts
soll dabei insbesondere eine Achse verstanden werden, welche parallel zu einer längsten
Kante eines kleinsten geometrischen Quaders verläuft, welcher das Objekt gerade noch
vollständig umschließt. Insbesondere soll unter der jeweiligen Längsachse des jeweiligen
Halteelements die jeweilige Haupterstreckungsachse des jeweiligen Halteelements verstanden
werden. Vorzugsweise bildet die Haupterstreckungsachse die Bewegungsachse. Alternativ
ist jedoch auch denkbar, dass die Halteelemente derart an dem Transportrad angeordnet
sind, dass die jeweilige Hauptstreckungsachse des jeweiligen Halteelements zumindest
im Wesentlichen parallel zu der Drehachse des Transportrads ausgerichtet ist.
[0007] Die Halteelemente weisen vorzugsweise jeweils zumindest einen Aufnahmebereich zur
Aufnahme einer Beutelpackung auf. Ein Aufnahmebereichsquerschnitt ist insbesondere
an den Querschnitt der Beutelpackungen angepasst oder entspricht zumindest im Wesentlichen
dem Querschnitt der Beutelpackungen. Bevorzugt ist eine Beutelpackung in einem an
einem der Halteelemente angeordneten Zustand zumindest teilweise, insbesondere vollständig,
innerhalb des Aufnahmebereichs angeordnet, besonders bevorzugt zumindest teilweise,
insbesondere vollständig, von dem jeweiligen Halteelement umgeben. Besonders bevorzugt
ist eine Beutelpackung in einem an dem jeweiligen Halteelement angeordneten Zustand
entlang einer Umfangsrichtung, die in einer Ebene senkrecht zur Haupterstreckungsachse
des jeweiligen Halteelements verläuft, von dem jeweiligen Halteelement zumindest teilweise
umschlossen. Der Aufnahmebereich kann einen, insbesondere entsprechend des Querschnitts
der Beutelpackungen, runden, einen rechteckigen oder einen anderen, einem Fachmann
als sinnvoll erscheinenden polygonalen Querschnitt aufweisen. Die Halteelemente weisen
vorzugsweise jeweils zumindest eine Öffnung auf, durch welche eine Beutelpackung in
den Aufnahmebereich des jeweiligen Halteelements einführbar ist und/oder aus dem Aufnahmebereich
entnehmbar ist. Die Öffnung ist vorzugsweise an einem, insbesondere dem Transportrad
abgewandten, Ende des jeweiligen Halteelements angeordnet, insbesondere betrachtet
entlang der jeweiligen Haupterstreckungsachse des jeweiligen Halteelements.
[0008] Vorzugsweise weist die Vorrichtung zumindest eine Lagereinheit auf, die zumindest
dazu vorgesehen ist, die Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang der und/oder
drehbar um die jeweilige Bewegungsachse des jeweiligen Halteelements an dem Transportrad
zu lagern. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder speziell
ausgestattet verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion
vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte
Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder
ausführt. Den Halteelementen ist bevorzugt jeweils zumindest ein Lagerelement der
Lagereinheit zugeordnet. Vorzugsweise ist das Lagerelement als Lagerbolzen oder als
Lagerschiene ausgebildet. Das Lagerelement ist insbesondere zwischen dem jeweiligen
Halteelement und dem Transportrad angeordnet. Vorzugsweise ist das Lagerelement an
einem weiteren, insbesondere dem Transportrad zugewandten, Ende des jeweiligen Halteelements
angeordnet, insbesondere betrachtet entlang der jeweiligen Haupterstreckungsachse
des jeweiligen Halteelements. Bevorzugt ist das weitere Ende des jeweiligen Halteelements
an einer zu dem Ende des jeweiligen Halteelements abgewandten Seite des jeweiligen
Halteelements angeordnet. Es ist alternativ auch denkbar, dass das Lagerelement an
einer weiteren Seite des jeweiligen Halteelements angeordnet ist, insbesondere zumindest
bei einer Ausführung, in der das jeweilige Halteelement entlang der jeweiligen Längsachse
des jeweiligen Halteelements bewegbar gelagert ist. Die Lagereinheit weist bevorzugt
je Halteelement zumindest eine Nabe auf, an der zumindest das jeweilige Halteelement
befestigbar ist, insbesondere lösbar befestigbar ist. An dem jeweiligen Halteelement
ist insbesondere zumindest ein Befestigungsvorsprung ausgebildet, der vorzugsweise
zumindest zur Befestigung an der jeweiligen Nabe der Lagereinheit vorgesehen ist.
Der Befestigungsvorsprung weist besonders bevorzugt eine Befestigungsausnehmung auf,
die zumindest dazu vorgesehen ist, ein Befestigungselement der Lagereinheit zur Befestigung
des jeweiligen Halteelements an der jeweiligen Nabe zumindest teilweise aufzunehmen.
Die jeweilige Nabe weist bevorzugt zumindest eine Befestigungsausnehmung auf, welche
dazu vorgesehen ist, das Befestigungselement aufzunehmen. Das Befestigungselement
ist insbesondere in einem Betriebszustand, in dem das jeweilige Halteelement mit der
jeweiligen Nabe verbunden ist, zumindest teilweise in der Befestigungsausnehmung der
jeweiligen Nabe und in der Befestigungsausnehmung des Befestigungsvorsprungs angeordnet.
Das Befestigungselement ist beispielsweise als Stift, Schraube, Bolzen oder dergleichen
ausgebildet. Alternativ ist auch denkbar, dass das jeweilige Halteelement mit der
jeweiligen Nabe zur Befestigung verklemmbar und/oder verrastbar ist. Ferner ist auch
denkbar, dass das jeweilige Halteelement mit der jeweiligen Nabe einstückig ausgebildet
ist. Unter "einstückig" soll insbesondere zumindest stoffschlüssig verbunden verstanden
werden, beispielsweise durch einen Schweißprozess, einen Klebeprozess, einen Anspritzprozess
und/oder einen anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden Prozess, und/oder
vorteilhaft in einem Stück geformt verstanden werden, wie beispielsweise durch eine
Herstellung aus einem Guss und/oder durch eine Herstellung in einem Ein- oder Mehrkomponentenspritzverfahren
und vorteilhaft aus einem einzelnen Rohling. An der jeweiligen Nabe der Lagereinheit
ist vorzugsweise zumindest das jeweilige Lagerelement der Lagereinheit angeordnet.
[0009] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Vorrichtung zumindest eine Bewegungseinheit
umfasst, die dazu vorgesehen ist, die Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang
der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse, insbesondere um die jeweilige Längsachse,
des jeweiligen Halteelements zu bewegen, insbesondere zu drehen. Es kann vorteilhaft
ein hoher Automationsgrad erreicht werden, der eine geringe Personalanzahl vorsieht.
Es kann vorteilhaft eine zumindest teilweise automatische Bewegung der Halteelemente
entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse realisiert werden. Es kann vorteilhaft
mittels der Bewegungseinheit eine Ausrichtung der Beutelpackungen bei einer Verarbeitung
besonders komfortabel angepasst werden. Die Bewegungseinheit ist vorzugsweise zumindest
teilweise an den Halteelementen angeordnet. Die Vorrichtung umfasst vorzugsweise zumindest
ein Trägerelement, an welchem insbesondere das Transportrad drehbar um die Drehachse
gelagert ist. Bevorzugt ist die Bewegungseinheit zumindest teilweise an dem Trägerelement
angeordnet. In zumindest einem, insbesondere dem bevorzugten, Ausführungsbeispiel
ist die Bewegungseinheit vollständig mechanisch ausgebildet. Die Bewegungseinheit
ist vorzugsweise zumindest mittels der Drehung des Transportrads um die Drehachse
betätigbar. Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Bewegungseinheit manuell
von einem Bediener betätigbar ist. In zumindest einem alternativen Ausführungsbeispiel
ist denkbar, dass die Bewegungseinheit zumindest teilweise elektrisch ausgebildet
ist, wobei die Bewegungseinheit vorzugsweise einen Elektromotor umfasst. Der Elektromotor
ist bevorzugt an dem Transportrad angeordnet. Der Elektromotor ist zumindest dazu
vorgesehen, die Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang und/oder um die jeweilige
Bewegungsachse, insbesondere die jeweilige Längsachse, des jeweiligen Halteelements
zu bewegen, insbesondere zu drehen. In einem weiteren zusätzlichen Ausführungsbeispiel
ist denkbar, dass die Bewegungseinheit zumindest teilweise magnetisch ausgebildet
ist.
[0010] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Bewegungseinheit zumindest ein Bewegungselement,
insbesondere eine Weiche, und zumindest ein weiteres Bewegungselement, insbesondere
einen Lenkerhebel, umfasst, welche zumindest dazu vorgesehen sind, durch ein Zusammenwirken
des Bewegungselements mit dem weiteren Bewegungselement, eine Bewegung, insbesondere
eine Drehung, der Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang und/oder um die jeweilige
Bewegungsachse, insbesondere um die jeweilige Längsachse, des jeweiligen Halteelements
zu erzeugen. Es kann besonders einfach eine Bewegung und/oder Drehung der Halteelemente
erzeugt werden. Es kann besonders einfach die Ausrichtung der Halteelemente zur Verarbeitung
der Beutelpackungen zumindest teilweise automatisch angepasst werden. In zumindest
einem, insbesondere bevorzugten, Ausführungsbeispiel ist das Bewegungselement an dem
Trägerelement befestigt, insbesondere an dem Trägerelement fixiert. Alternativ ist
auch denkbar, dass das Bewegungselement beweglich an dem Trägerelement gelagert ist.
Eine Relativposition des Bewegungselements zu dem weiteren Bewegungselement, den Halteelementen
und/oder der Nabe ist bevorzugt veränderbar, insbesondere durch die Drehung des Transportrads
um die Drehachse. Es ist alternativ oder zusätzlich denkbar, dass das Bewegungselement
mit der jeweiligen Nabe oder dem jeweiligen Halteelement zusammenwirkt, insbesondere
um das jeweilige Halteelement entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse
des jeweiligen Halteelements zu bewegen. Vorzugsweise ist den Halteelementen jeweils
zumindest ein weiteres Bewegungselement zugeordnet, wobei das jeweilige weitere Bewegungselement
besonders bevorzugt an der jeweiligen Nabe oder an dem jeweiligen Halteelement, insbesondere
fixiert oder beweglich, angeordnet ist. Es ist auch denkbar, dass das weitere Bewegungselement
einstückig mit dem jeweiligen Halteelement oder der jeweiligen Nabe ausgebildet ist.
Das Bewegungselement und/oder das weitere Bewegungselement können/kann beispielsweise
als Weiche, Zahnrad, Riemen, Getriebewelle, Lenkerhebel oder dergleichen ausgebildet
sein. Es ist auch denkbar, dass das Bewegungselement und das weitere Bewegungselement
als Permanentmagnete oder dergleichen ausgebildet sind. In zumindest einem, insbesondere
dem bevorzugten, Ausführungsbeispiel ist das Bewegungselement als eine Weiche ausgebildet.
Vorzugsweise weist die Bewegungseinheit eine Vielzahl weiterer Bewegungselemente auf,
die jeweils als Lenkerhebel ausgebildet sind. Insbesondere ist jeweils zumindest eines
der weiteren Bewegungselemente an jeweils einer der Naben oder an jeweils einem der
Halteelemente angeordnet. Das Bewegungselement ist bevorzugt beabstandet von der Umlaufbahn
der Halteelemente angeordnet, insbesondere zumindest betrachtet in einer Ebene der
Umlaufbahn der Halteelemente. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Bewegungselement
die Ebene der Umlaufbahn der Halteelemente schneidet. Die weiteren Bewegungselemente
sind bevorzugt jeweils an einer Seitenfläche der jeweiligen Nabe angeordnet. Die mittels
der Drehung des Transportrads um die Drehachse bewirkte Bewegung der Halteelemente
entlang der Umlaufbahn ist bevorzugt zumindest dazu vorgesehen, das Zusammenwirken
des Bewegungselements mit dem weiteren Bewegungselement zu ermöglichen. Vorzugsweise
ist jeweils das weitere Bewegungselement zumindest dazu vorgesehen, an einer definierten
Position entlang der Umlaufbahn der Halteelemente, insbesondere bei der Bewegung der
Halteelemente entlang der Umlaufbahn der Halteelemente, an dem Bewegungselement anzuschlagen.
Bevorzugt ist durch den Anschlag des weiteren Bewegungselements an dem Bewegungselement
die Bewegung des jeweiligen Halteelements entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse
des jeweiligen Halteelements erzeugbar. Besonders bevorzugt ist die Bewegungseinheit
dazu vorgesehen, eine Bewegung des jeweiligen Halteelements entlang und/oder um die
jeweilige Bewegungsachse zu erzeugen, solange das Bewegungselement und das jeweilige
weitere Bewegungselement zumindest bei einer Drehung des Transportrads in Kontakt
stehen. Es ist auch denkbar, dass jeweils das weitere Bewegungselement zumindest dazu
vorgesehen ist, an der definierten Position entlang der Umlaufbahn der Halteelemente,
insbesondere bei der Bewegung der Halteelemente entlang der Umlaufbahn der Halteelemente,
in ein Kraftfeld, insbesondere ein Magnetfeld, des Bewegungselements zu gelangen.
Vorzugsweise ist durch das Kraftfeld die Bewegung des jeweiligen Halteelements entlang
und/oder um die jeweilige Bewegungsachse des jeweiligen Halteelements erzeugbar. Die
Bewegungseinheit ist besonders bevorzugt dazu vorgesehen, eine Bewegung des jeweiligen
Halteelements entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse zu erzeugen, solange
sich das jeweils weitere Bewegungselement zumindest bei einer Drehung des Transportrads
in dem Kraftfeld des Bewegungselements befindet. Ferner ist auch denkbar, dass die
Bewegungseinheit die Bewegung der Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang und/oder
um die jeweilige Bewegungsachse unabhängig von der Drehung des Transportrads erzeugt.
In zumindest einem alternativen Ausführungsbeispiel können das Bewegungselement und
das weitere Bewegungselement als Zahnräder ausgebildet sein, die insbesondere kraftschlüssig
miteinander verbunden sind. Zumindest durch eine Drehung des Transportrads um die
Drehachse ist das Zusammenwirken des Bewegungselements mit dem weiteren Bewegungselement
zu einer Bewegung, insbesondere Drehung, der Halteelemente, insbesondere einzeln,
entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse, insbesondere um die jeweilige
Längsachse, erzeugbar.
[0011] Außerdem wird vorgeschlagen, dass die Bewegungseinheit zumindest ein zusätzliches
Bewegungselement, insbesondere eine weitere Weiche, und zumindest ein weiteres zusätzliches
Bewegungselement, insbesondere einen weiteren Lenkerhebel, umfasst, welche zumindest
dazu vorgesehen sind, durch ein Zusammenwirken des zusätzlichen Bewegungselements
mit dem weiteren zusätzlichen Bewegungselement, insbesondere bei der Drehung des Transportrads,
eine weitere Bewegung, insbesondere weitere Drehung, der Halteelemente, insbesondere
einzeln, entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse, insbesondere um die jeweilige
Längsachse des jeweiligen Halteelements, zu erzeugen, wobei insbesondere eine Richtung
der weiteren Bewegung, insbesondere der weiteren Drehung, entgegengesetzt ist zu einer
Richtung der Bewegung, insbesondere der Drehung. Es kann vorteilhaft eine besonders
hohe Flexibilität bei einer Bewegung und/oder Drehung der Halteelemente ermöglicht
werden. Es kann vorteilhaft eine Ausrichtung der Halteelemente zur Verarbeitung der
Beutelpackungen besonders flexibel und bedienerfreundlich angepasst werden. Das zusätzliche
Bewegungselement kann identisch zu dem Bewegungselement ausgebildet sein. Das weitere
zusätzliche Bewegungselement kann identisch zu dem weiteren Bewegungselement ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist den Halteelementen jeweils zumindest ein weiteres zusätzliches
Bewegungselement zugeordnet. Insbesondere ist die Beschreibung des Bewegungselements
analog auch für das zusätzliche Bewegungselement gültig. Insbesondere ist die Beschreibung
des weiteren Bewegungselements auch für das zusätzliche weitere Bewegungselement gültig.
Das zusätzliche Bewegungselement weist bevorzugt zumindest zu dem Bewegungselement
eine fixe Relativposition auf. Eine Relativposition des zusätzlichen Bewegungselements
zumindest zu dem weiteren Bewegungselement, dem weiteren zusätzlichen Bewegungselement,
den Halteelementen und/oder der Nabe ist bevorzugt veränderbar, insbesondere durch
die Drehung des Transportrads um die Drehachse. Es ist alternativ oder zusätzlich
denkbar, dass das zusätzliche Bewegungselement mit der jeweiligen Nabe oder dem jeweiligen
Halteelement zusammenwirkt, insbesondere um das jeweilige Halteelement entlang der
und/oder um die jeweilige Bewegungsachse des jeweiligen Halteelements zu bewegen.
Besonders bevorzugt sind das Bewegungselement und das zusätzliche Bewegungselement
auf zueinander abgewandten Seiten der Ebene der Umlaufbahn der Halteelemente angeordnet.
Alternativ ist denkbar, dass das Bewegungselement und das zusätzliche Bewegungselement
auf derselben Seite der Ebene der Umlaufbahn der Halteelemente angeordnet sind. Insbesondere
sind das Bewegungselement und das zusätzliche Bewegungselement an unterschiedlichen
Positionen entlang der Umlaufbahn der Halteelemente angeordnet. Die weiteren zusätzlichen
Bewegungselemente sind bevorzugt jeweils an einer weiteren Seitenfläche der jeweiligen
Nabe angeordnet. Die weitere Seitenfläche ist vorzugsweise benachbart zu der Seitenfläche
angeordnet, wobei auch denkbar ist, dass die weitere Seitenfläche an einer zu der
Seitenfläche abgewandten Seite der jeweiligen Nabe angeordnet ist. Es ist alternativ
auch denkbar, dass die Richtung der weiteren Bewegung der Richtung der Bewegung entspricht.
[0012] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Bewegungseinheit zumindest ein Reibungselement
aufweist, welches dazu vorgesehen ist, der Bewegung, insbesondere der Drehung, der
Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse,
insbesondere um die jeweilige Längsachse, des jeweiligen Halteelements entgegenzuwirken.
Es kann vorteilhaft einer unbeabsichtigten Bewegung, insbesondere einer unbeabsichtigten
Drehung, besonders einfach entgegengewirkt werden. Es kann vorteilhaft eine präzise
Ausrichtung der Halteelemente relativ zum Transportrad erreicht werden, insbesondere
um eine präzise Befüllung oder Verarbeitung der an dem Halteelement angeordneten Beutelpackung
zu ermöglichen. Vorzugsweise ist jedem Halteelement zumindest ein Reibungselement
zugeordnet. Das Reibungselement ist insbesondere zwischen dem jeweiligen Halteelement
und dem Transportrad angeordnet. Bevorzugt ist das Reibungselement an der jeweiligen
Nabe der Lagereinheit angeordnet. Besonders bevorzugt ist das Reibungselement zwischen
der jeweiligen Nabe und dem Transportrad angeordnet. Das Reibungselement ist in zumindest
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel an der jeweiligen Nabe fixiert. Es ist denkbar,
dass das Reibungselement mit der jeweiligen Nabe einstückig ausgebildet ist. Vorzugsweise
liegt das Reibungselement an einer Außenfläche des Transportrads an. Das Reibungselement
ist bevorzugt zumindest dazu vorgesehen, zwischen dem Reibungselement und dem Transportrad
eine Reibungskraft zu erzeugen, welche einer Bewegung, insbesondere einer Drehung,
des Reibungselements relativ zu dem Transportrad entgegenwirkt. Die Bewegungseinheit
ist besonders bevorzugt zumindest dazu vorgesehen, insbesondere durch das Zusammenwirken
des Bewegungselements und des weiteren Bewegungselements und/oder durch das Zusammenwirken
des zusätzlichen Bewegungselements und des weiteren zusätzlichen Bewegungselements,
die Reibungskraft zwischen dem Reibungselement und dem Transportrad zu überwinden,
zumindest um die Halteelemente, insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die
jeweilige Bewegungsachse, insbesondere um die jeweilige Längsachse, des jeweiligen
Halteelements zu bewegen, insbesondere zu drehen. Das Reibungselement kann beispielsweise
als Bremsplatte oder dergleichen ausgebildet sein. Eine Oberflächenrauigkeit des Reibungselements
ist bevorzugt derart ausgelegt, um der Bewegung, insbesondere der Drehung, der Halteelemente,
insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse, insbesondere
um die jeweilige Längsachse, des jeweiligen Halteelements entgegenzuwirken.
[0013] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Bewegungseinheit zumindest ein Blockierelement,
insbesondere eine Gleitplatte, aufweist, das zumindest dazu vorgesehen ist, in zumindest
einer Drehposition des Transportrads eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, des
zumindest einen Halteelements entlang und/oder um die Bewegungsachse, insbesondere
um die Längsachse, des zumindest einen Halteelements, zu blockieren. Es kann vorteilhaft
eine unbeabsichtigte Bewegung, insbesondere eine unbeabsichtigte Drehung, der Halteelemente
zumindest teilweise blockiert werden. Das Blockierelement ist vorzugsweise zumindest
in einem, insbesondere dem bevorzugten, Ausführungsbeispiel entlang der Umlaufbahn
der Halteelemente angeordnet und besonders bevorzugt als Gleitplatte, als Kreisring
oder dergleichen ausgebildet. Das Blockierelement weist bevorzugt zumindest eine Blockierfläche
auf, die dem Reibungselement der jeweiligen Nabe und/oder dem jeweiligen Halteelement
zugewandt ist. Bevorzugt liegt die jeweilige Nabe zumindest in der Drehposition an
der Blockierfläche an. Besonders bevorzugt gleitet die Nabe zumindest bei einer Drehung
des Transportrads um die Drehachse zumindest abschnittsweise entlang der Blockierfläche.
Insbesondere eine Seitenfläche der jeweiligen Nabe, eine Seitenfläche des jeweiligen
Reibungselements und/oder eine Seitenfläche des jeweiligen Halteelements, die vorzugsweise
dem Blockierelement zugewandt sind/ist, verlaufen/verläuft zumindest in der Drehposition
parallel zu der Blockierfläche. Das Blockierelement ist insbesondere dazu vorgesehen,
eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, des jeweiligen Halteelements zumindest in
den Drehpositionen des Transportrads zu blockieren, in welchen eine Seitenfläche der
jeweiligen Nabe, eine Seitenfläche des jeweiligen Reibungselements und/oder eine Seitenfläche
des jeweiligen Halteelements an der Blockierfläche anliegen/anliegt. Alternativ ist
denkbar, dass das Blockierelement als Bolzen oder dergleichen ausgebildet ist, der
bevorzugt zwischen dem Transportrad und der jeweiligen Nabe angeordnet ist. Der Bolzen
ist insbesondere derart bewegbar an dem Transportrad gelagert, so dass der Bolzen
mit der jeweiligen Nabe in Kontakt bringbar ist, um eine Bewegung, insbesondere eine
Drehung, der jeweiliger Nabe, insbesondere des jeweiligen Halteelements zu blockieren.
[0014] Außerdem wird vorgeschlagen, dass das Blockierelement, insbesondere an einer Drehposition
des Transportrads, zumindest eine Freigabeausnehmung aufweist, die dazu vorgesehen
ist, eine Bewegung, insbesondere Drehbewegung, der Halteelemente, insbesondere einzeln,
entlang der und/oder um die jeweilige, Bewegungsachse, insbesondere um die jeweilige
Längsachse, des jeweiligen Halteelements freizugeben. Es kann vorteilhaft eine besonders
hohe Sicherheit bei gleichzeitig hoher Flexibilität der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Herstellen von Beutelpackungen aus einer Packstoffbahn realisiert werden. Es kann
vorteilhaft eine Ausrichtung der Halteelemente bei einer Verarbeitung der Beutelpackungen
besonders kontrolliert angepasst werden. Vorzugsweise ist die Freigabeausnehmung als
eine konkave Ausnehmung in dem Blockierelement, insbesondere in der Gleitplatte, ausgebildet,
insbesondere entlang einer senkrecht zu der Drehachse des Transportrads verlaufenden
Richtung. Bevorzugt ist das Blockierelement zumindest in einem Bereich der Freigabeausnehmung
nicht zu einer Blockade einer Bewegung, insbesondere einer Drehung, der Halteelemente,
insbesondere einzeln, entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse, insbesondere
um die jeweilige Längsachse, des jeweiligen Halteelements vorgesehen. Bevorzugt sind/ist
in einem Bereich der Freigabeausnehmung das Bewegungselement und/oder das zusätzliche
Bewegungselement angeordnet. Besonders bevorzugt weist das Blockierelement zumindest
eine weitere Freigabeausnehmung auf, welche insbesondere zumindest betrachtet entlang
der Umlaufbahn der Halteelemente beabstandet von der Freigabeausnehmung angeordnet
ist. Bevorzugt ist in einem Bereich der weiteren Freigabeausnehmung das zusätzliche
Bewegungselement und in einem Bereich der Freigabeausnehmung das Bewegungselement
angeordnet.
[0015] Ferner geht die Erfindung aus von einem Verfahren zur Herstellung von Beutelpackungen
aus einer Packstoffbahn, insbesondere mittels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
wobei in zumindest einem Verfahrensschritt eine Beutelpackung von einem Halteelement,
insbesondere von einem der zuvor bereits genannten Halteelemente, aufgenommen wird.
Es wird vorgeschlagen, dass zumindest das Halteelement in zumindest einem weiteren
Verfahrensschritt entlang und/oder um eine Bewegungsachse des Halteelements in eine
Richtung bewegt wird, insbesondere um 90° um eine Längsachse des Halteelements in
eine Richtung gedreht wird. Es kann vorteilhaft eine Ausrichtung der Halteelemente
bei einer Verarbeitung der Beutelpackungen angepasst werden. Es kann vorteilhaft eine
Ausrichtung der Halteelemente zumindest zu einer Versiegelung der Beutelpackungen
geändert werden. Vorzugsweise wird zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt das
Halteelement mittels der Bewegungseinheit entlang und/oder um die Bewegungsachse in
die Richtung bewegt, insbesondere um 90° um die Längsachse des Halteelements in die
Richtung gedreht. Es ist auch denkbar, dass das jeweilige Halteelement, bevorzugt
mittels der Bewegungseinheit, um einen Winkel in die Richtung gedreht wird, der verschieden
ist von 90°, insbesondere kleiner oder größer ist als 90°. Zumindest in einem, insbesondere
dem bevorzugten, Ausführungsbeispiel wird die Bewegungseinheit zumindest in dem weiteren
Verfahrensschritt durch die Drehung des Transportrads um die Drehachse betätigt. Es
ist jedoch auch denkbar, dass die Bewegungseinheit zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt
unabhängig von der Drehung des Transportrads, insbesondere automatisch oder manuell,
betätigt wird. Das Halteelement wird in dem weiteren Verfahrensschritt vorzugsweise
in dem Bereich der Freigabeausnehmung entlang und/oder um die Bewegungsachse, insbesondere
die Längsachse, des Halteelements gedreht. Bevorzugt wird die Bewegung, insbesondere
die Drehung, des jeweiligen Halteelements entlang und/oder um die Bewegungsachse,
insbesondere die Längsachse, des Halteelements zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt
durch das Reibungselement gebremst. Die Beutelpackung wird in dem Verfahrensschritt
vorzugsweise von einer weiteren Einheit, insbesondere einem Dornrad an das Transportrad,
insbesondere an eines der Halteelemente, übergeben. Es ist denkbar, dass die Halteelemente
zumindest zu einer Übergabe der Beutelpackungen, jeweils, insbesondere mittels der
Bewegungseinheit, entlang der Bewegungsachse, insbesondere der Längsachse, bewegt
werden. Durch die Drehung des Transportrads um die Drehachse werden die Halteelemente
insbesondere entlang der Umlaufbahn der Halteelemente bewegt. Bevorzugt wird die an
dem Halteelement angeordnete Beutelpackung nach dem weiteren Verfahrensschritt mit
einem Produkt befüllt. Es ist denkbar, dass die Halteelemente, insbesondere einzeln,
zumindest zu einem Befüllen einer an dem jeweiligen Halteelement angeordneten Beutelpackung,
um die jeweilige Bewegungsachse, insbesondere die jeweilige Querachse, des jeweiligen
Halteelements gedreht werden.
[0016] Außerdem wird vorgeschlagen, dass in zumindest einem zusätzlichen Verfahrensschnitt
die Beutelpackung nach einer Bewegung, insbesondere nach einer Drehung, entlang der
und/oder um die Bewegungsachse, insbesondere um die Längsachse, des Halteelements
versiegelt wird. Es kann vorteilhaft eine hohe Qualität einer Versiegelung der Beutelpackungen
erreicht werden. Vorzugsweise wird in dem weiteren Verfahrensschritt die Beutelpackung
derart gedreht, dass eine Kopfsiegelnaht zumindest nach der Drehung horizontal ausgerichtet
ist. Zumindest in dem zusätzlichen Verfahrensschritt wird die, insbesondere horizontal
ausgerichtete, Kopfsiegelnaht vorzugsweise versiegelt, bevorzugt an der Siegelstation
versiegelt. Bevorzugt wird die Kopfsiegelnaht einer Beutelpackung nach einer Befüllung
der Beutelpackung versiegelt.
[0017] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Halteelement in zumindest einem weiteren
zusätzlichen Verfahrensschritt entlang und/oder um die Bewegungsachse in eine, insbesondere
die zuvor bereits genannte, weitere Richtung bewegt wird, insbesondere um 90° um die
Längsachse des Halteelements in die weitere Richtung gedreht wird, die der Richtung
der Bewegung in dem weiteren Verfahrensschritt entgegengesetzt ausgerichtet ist. Es
kann vorteilhaft das Halteelement, insbesondere nach einem Entfernen der versiegelten
Beutelpackung von dem Halteelement, zu einer erneuten Aufnahme einer Beutelpackung
genutzt werden. Vorzugsweise wird zumindest in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
das Halteelement mittels der Bewegungseinheit entlang und/oder um die Bewegungsachse
des Halteelements in die weitere Richtung bewegt, insbesondere um 90° um die Längsachse
des Halteelements in die weitere Richtung gedreht. Es ist auch denkbar, dass das jeweilige
Halteelement, bevorzugt mittels der Bewegungseinheit, um einen Winkel in die weitere
Richtung gedreht wird, der verschieden ist von 90°, insbesondere kleiner oder größer
ist als 90°. Zumindest in einem, insbesondere dem bevorzugten, Ausführungsbeispiel
wird die Bewegungseinheit zumindest in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
durch die Drehung des Transportrads um die Drehachse betätigt. Es ist jedoch auch
denkbar, dass die Bewegungseinheit zumindest in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
unabhängig von der Drehung des Transportrads, insbesondere automatisch oder manuell,
betätigt wird. Das Halteelement wird in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
vorzugsweise in dem Bereich der weiteren Freigabeausnehmung entlang und/oder um die
Bewegungsachse, insbesondere die Längsachse, des Halteelements gedreht. Bevorzugt
wird die Bewegung, insbesondere die Drehung, des jeweiligen Halteelements entlang
und/oder um die Bewegungsachse, insbesondere die Längsachse, des Halteelements zumindest
in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt durch das Reibungselement gebremst.
Vorzugsweise wird in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt das Halteelement
in eine Position und/oder Ausrichtung bewegt, die einer Position und/oder Ausrichtung
vor dem weiteren Verfahrensschritt entspricht, insbesondere zumindest betrachtet relativ
zu dem Transportrad.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und/oder das erfindungsgemäße Verfahren sollen/soll
hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und Ausführungsform beschränkt sein.
Insbesondere können/kann die erfindungsgemäße Vorrichtung und/oder das erfindungsgemäße
Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer
hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten sowie Verfahrensschritten
abweichende Anzahl aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen
Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und
als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnung
[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Herstellen von
Beutelpackungen aus einer Packstoffbahn in einer Draufsicht,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Transportrads der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Detailansicht des Transportrads der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Halteelements der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und
- Fig. 5
- einen schematischen Ablauf eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von
Beutelpackungen aus einer Packstoffbahn.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0021] Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 10 zum Herstellen von Beutelpackungen 12 aus einer
Packstoffbahn 14, insbesondere aus einer Papierbahn 16, mit zumindest einem Transportrad
18, insbesondere einem Kassettenrad 20. Das Transportrad 18 weist eine Drehachse 22
auf (vgl. Figur 2), um die das Transportrad 18 drehbar gelagert ist. Die Vorrichtung
10 umfasst mehrere, einem Querschnitt der Beutelpackungen 12 angepasste Halteelemente
24, insbesondere Kassetten 26, zur Aufnahme jeweils zumindest einer Beutelpackung
12, wobei die Halteelemente 24 an dem Transportrad 18 angeordnet sind. Die Halteelemente
24 weisen, insbesondere jeweils, zumindest eine Bewegungsachse 28, insbesondere eine
Längsachse 30, auf, entlang der und/oder um die die Halteelemente 24, insbesondere
individuell, beweglich, insbesondere drehbar, an dem Transportrad 18 gelagert sind
(vgl. Figur 2). Die Halteelemente 24 sind als Kassetten 26 ausgebildet, die einen,
einem Fachmann bereits bekannten Grundaufbau aufweisen. Jedes Halteelement 24 weist
eine eigene Bewegungsachse 28 auf. Die jeweilige Bewegungsachse 28 der Halteelemente
24 ist von der jeweiligen Längsachse 30 der Halteelemente 24 gebildet. Alternativ
ist denkbar, dass die Bewegungsachse 28 von einer Querachse des jeweiligen Halteelements
24 gebildet ist. Die Bewegungsachsen 28 verlaufen zumindest im Wesentlichen senkrecht
zu der Drehachse 22 des Transportrads 18. Die Bewegungsachsen 28 der Halteelemente
24 verlaufen in einer Ebene, die zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Drehachse
22 des Transportrads 18 verläuft. Zumindest zwei direkt benachbarte Bewegungsachsen
28 von zwei direkt benachbarten Halteelementen 24 schließen einen Winkel ein, wobei
der Winkel kleiner ist als 60°. Es ist jedoch auch denkbar, dass der Winkel kleiner
ist als 30° oder lediglich kleiner ist als 90°. Die Halteelemente 24 sind um die jeweilige
Längsachse 30 des jeweiligen Halteelements 24 drehbar, um eine Ausrichtung einer an
dem Halteelement 24 angeordneten Beutelpackung 12 für eine Versiegelung und/oder Befüllung
der Beutelpackung 12 anzupassen. Die Halteelemente 24, insbesondere einzeln, sind
um einen Winkel von zumindest 90° um die Längsachse 30 drehbar gelagert. Es ist jedoch
alternativ denkbar, dass die Halteelemente 24, insbesondere einzeln, um einen Winkel
von weniger oder mehr als 90° um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere um
die jeweilige Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 bewegbar, insbesondere
drehbar, gelagert sind. Die Bewegungsachsen 28 der Halteelemente 24 schneiden sich
in einem gemeinsamen Schnittpunkt. Der Schnittpunkt ist auf der Drehachse 22 des Transportrads
18 angeordnet. Der Schnittpunkt ist in der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur
Drehachse 22 des Transportrads 18 verlaufenden Ebene angeordnet.
[0022] Es ist jedoch alternativ oder zusätzlich denkbar, dass die Halteelemente 24, insbesondere
einzeln, um die jeweilige Querachse des jeweiligen Halteelements 24 zu einer Befüllung,
Entleerung, Versiegelung und/oder dergleichen von einer an dem jeweiligen Halteelement
24 angeordneten Beutelpackung 12 drehbar gelagert sind. Die Querachsen der Halteelemente
24 können sich vorzugsweise in der zumindest im Wesentlichen senkrecht zur Drehachse
22 des Transportrads 18 verlaufenden Ebene erstrecken und schnittfrei zur Drehachse
22 des Transportrads 18 ausgerichtet sein, insbesondere um eine Schwenkbewegung der
Halteelemente 24 in Richtung der Drehachse 22 des Transportrads 18 zu realisieren.
[0023] Außerdem ist zusätzlich oder alternativ denkbar, dass die Halteelemente 24 translatorisch
entlang der jeweiligen Bewegungsachse 28 des jeweiligen Halteelements 24 bewegbar
sind, insbesondere zumindest entlang der jeweiligen Längsachse 30 oder der jeweiligen
Querachse des jeweiligen Halteelements 24 bewegbar sind. Vorzugsweise ist durch eine
Bewegung der Halteelemente 24, insbesondere einzeln, entlang der jeweiligen Bewegungsachse
28 des jeweiligen Halteelements 24, insbesondere der jeweiligen Längsachse 30 des
jeweiligen Halteelements 24, zumindest eine Übergabe einer an dem jeweiligen Halteelement
24 angeordneten Beutelpackung 12 an eine weitere Einheit durchführbar und/oder eine
Aufnahme der Beutelpackungen 12 von einer weiteren Einheit durchführbar. Alternativ
ist auch denkbar, dass die Bewegungsachsen 28 der Halteelemente 24 zumindest im Wesentlichen
parallel zu der Drehachse 22 des Transportrads 18 verlaufen.
[0024] Die Vorrichtung 10 weist zumindest eine Papierzuführungseinheit 78 auf, die zumindest
dazu vorgesehen ist, Papierpackstoff zur Herstellung von Beutelpackungen 12 bereitzustellen.
Mittels der Papierzuführungseinheit 78 ist zumindest ein Siegelmedium auf den Papierpackstoff
aufbringbar. Die Papierzuführungseinheit 78 ist zumindest dazu vorgesehen, zumindest
einen Kaltleim und/oder zumindest einen Schmelzklebestoff auf den Papierpackstoff
aufzubringen. Der Kaltleim ist dazu vorgesehen, in einem Bereich einer Längsnaht der
Beutelpackung 12 und in einem Bereich eines Bodens der Beutelpackung 12 verklebt zu
werden. Der Schmelzklebestoff ist zumindest für einen Bereich der Kopfsiegelnaht der
Beutelpackung 12 vorgesehen.
[0025] Die Vorrichtung 10 weist zumindest eine Falt-und/oder Presseinheit 80 auf, die zumindest
dazu vorgesehen ist, die Beutelpackungen 12 aus dem Papierpackstoff herzustellen.
Die Falt- und/oder Presseinheit 80 umfasst zumindest ein Dornrad 82, welches zwischen
der Papierzuführungseinheit 78 und einer Füll- und/oder Schließeinheit 68 der Vorrichtung
10 angeordnet ist. Das Dornrad 82 weist zumindest acht Dorne 84 auf. Es ist jedoch
auch denkbar, dass das Dornrad 82 eine Anzahl an Dornen 84 umfasst, die verschieden
ist von acht. Das Dornrad 82 weist eine Drehachse auf, um die das Dornrad 82 drehbar
gelagert ist. Die Drehachse des Dornrads 82 verläuft zumindest im Wesentlichen parallel
zu der Drehachse 22 des Transportrads 18. Die Falt-und/oder Presseinheit 80 umfasst
zumindest eine Faltstation zum Falten des Papierpackstoffs und/oder eine Pressstation
zur Herstellung der Beutelpackungen 12. Das Dornrad 82 ist zumindest dazu vorgesehen,
den Papierpackstoff entlang der Stationen der Falt- und Presseinheit 80 zu bewegen.
Das Dornrad 82 ist zumindest dazu vorgesehen, die mittels der Falt- und Presseinheit
80 hergestellten Beutelpackungen 12 an die Füll- und/oder Schließeinheit 68 zu übergeben,
insbesondere an das Transportrad 18 zu übergeben.
Die Vorrichtung 10 weist zumindest die Füll- und/oder Schließeinheit 68 auf, die zumindest
dazu vorgesehen ist, die Beutelpackungen 12 zu befüllen und/oder zu verschließen (vgl.
Figur 2). Das Transportrad 18 ist der Füll- und/oder Schließeinheit 68 zugeordnet.
Das Transportrad 18 ist zumindest dazu vorgesehen, die Beutelpackungen 12 mittels
der Halteelemente 24 entlang verschiedener Stationen der Füll- und/oder Schließeinheit
68 zu führen. Die Drehung des Transportrads 18 um die Drehachse 22 definiert eine
Umlaufbahn der Halteelemente 24 um die Drehachse 22. Die Füll- und/oder Schließeinheit
68 weist zumindest eine Produktzuführungsstation 70 auf, welche dazu vorgesehen ist,
die Beutelpackung 12 mit einem Produkt zu befüllen. Die verschiedenen Stationen der
Füll- und/oder Schließeinheit 68 sind entlang der Umlaufbahn der Halteelemente 24,
insbesondere beabstandet voneinander, angeordnet. Die Füll- und/oder Schließeinheit
68 weist zumindest eine Faltstation 72 auf, welche zumindest dazu vorgesehen ist,
eine Kopffalte der Beutelpackung 12 zu falten. Die Füll- und/oder Schließeinheit 68
weist zumindest eine Siegelstation 74 auf, welche dazu vorgesehen ist, eine Kopfsiegelnaht
der Beutelpackung 12 zu versiegeln. Die Füll- und/oder Schließeinheit 68 weist zumindest
eine Paketauslaufsstation 76 auf, welche dazu vorgesehen ist, eine Beutelpackung 12,
insbesondere nach einer Befüllung der Beutelpackung 12 und/oder nach einer Versiegelung
der Kopfsiegelnaht der Beutelpackung 12, abzutransportieren, insbesondere zumindest
von dem Transportrad 18 abzutransportieren.
[0026] In Figur 2 ist die Füll- und/oder Schließeinheit 68 der Vorrichtung 10 gezeigt. Die
Halteelemente 24, die an dem Transportrad 18 angeordnet sind, sind zumindest im Wesentlichen
quaderförmig ausgebildet. Alternativ ist jedoch auch denkbar, dass die Halteelemente
24 eine andere Polyederform aufweisen, insbesondere prismenförmig, pyramidenförmig,
spatförmig oder dergleichen ausgebildet sind, oder rotationskörperförmig, insbesondere
zylinderförmig, kegelförmig oder dergleichen, ausgebildet sind. Die Halteelemente
24 weisen jeweils eine Haupterstreckungsachse auf, wobei die Halteelemente 24 derart
an dem Transportrad 18 angeordnet sind, so dass die jeweilige Haupterstreckungsachse
des jeweiligen Halteelements 24 zumindest im Wesentlichen senkrecht zu der Drehachse
22 des Transportrads 18 ausgerichtet ist. Die Haupterstreckungsachse bildet die Bewegungsachse
28. Alternativ ist jedoch auch denkbar, dass die Halteelemente 24 derart an dem Transportrad
18 angeordnet sind, dass die jeweilige Hauptstreckungsachse des jeweiligen Halteelements
24 zumindest im Wesentlichen parallel zu der Drehachse 22 des Transportrads 18 ausgerichtet
ist.
[0027] Figur 3 zeigt das Transportrad 18 der Vorrichtung 10, an dem die Halteelemente 24,
insbesondere einzeln, bewegbar angeordnet sind. Die Halteelemente 24 weisen jeweils
zumindest einen Aufnahmebereich 86 zur Aufnahme einer Beutelpackung 12 auf. Ein Aufnahmebereichsquerschnitt
ist an den Querschnitt der Beutelpackungen 12 angepasst oder entspricht zumindest
im Wesentlichen dem Querschnitt der Beutelpackungen 12. Eine Beutelpackung 12 ist
in einem an einem der Halteelemente 24 angeordneten Zustand zumindest teilweise, insbesondere
vollständig, innerhalb des Aufnahmebereichs 86 angeordnet. Eine Beutelpackung 12 ist
in einem an dem jeweiligen Halteelement 24 angeordneten Zustand entlang einer Umfangsrichtung,
die in einer Ebene senkrecht zur Haupterstreckungsachse des jeweiligen Halteelements
24 verläuft, von dem jeweiligen Halteelement 24 zumindest teilweise umschlossen. Der
Aufnahmebereich 86 weist einen rechteckigen Querschnitt auf. Es ist jedoch alternativ
auch denkbar, dass der Aufnahmebereich 86 einen, insbesondere entsprechend des Querschnitts
der Beutelpackungen 12, runden oder einen anderen, einem Fachmann als sinnvoll erscheinenden
polygonalen Querschnitt aufweist. Die Halteelemente 24 weisen jeweils zumindest eine
Öffnung 88 auf, durch welche eine Beutelpackung 12 in den Aufnahmebereich 86 des jeweiligen
Halteelements 24 einführbar ist und/oder aus dem Aufnahmebereich 86 entnehmbar ist.
Die Öffnung 88 ist an einem, dem Transportrad 18 abgewandten, Ende des jeweiligen
Halteelements 24 angeordnet, zumindest betrachtet entlang der jeweiligen Haupterstreckungsachse
des jeweiligen Halteelements 24.
[0028] Die Vorrichtung 10 weist zumindest eine Lagereinheit 90 auf, die zumindest dazu vorgesehen
ist, die Halteelemente 24, insbesondere einzeln, bewegbar, insbesondere, drehbar um
die jeweilige Bewegungsachse 28 des jeweiligen Halteelements 24 an dem Transportrad
18 zu lagern. Den Halteelementen 24 ist jeweils zumindest ein Lagerelement 96 zugeordnet,
welches als Lagerbolzen ausgebildet ist. Es ist alternativ auch denkbar, dass das
Lagerelement 96 als Lagerschiene ausgebildet ist und insbesondere dazu vorgesehen
ist, die Halteelemente 24, vorzugsweise einzeln, entlang der jeweiligen Bewegungsachse
28 des jeweiligen Halteelements 24 an dem Transportrad 18 zu lagern. Das Lagerelement
96 ist zwischen dem jeweiligen Halteelement 24 und dem Transportrad 18 angeordnet.
Das Lagerelement 96 ist an einem weiteren, dem Transportrad 18 zugewandten, Ende des
jeweiligen Halteelements 24 angeordnet, zumindest betrachtet entlang der jeweiligen
Haupterstreckungsachse des jeweiligen Halteelements 24. Das weitere Ende des jeweiligen
Halteelements 24 ist an einer zu dem Ende des jeweiligen Halteelements 24 abgewandten
Seite des jeweiligen Halteelements 24 angeordnet. Es ist alternativ auch denkbar,
dass das Lagerelement 96 an einer weiteren Seite des jeweiligen Halteelements 24 angeordnet
ist, insbesondere zumindest bei einer Ausführung, in der das jeweilige Halteelement
24 entlang der jeweiligen Längsachse 30 des jeweiligen Halteelements 24 bewegbar gelagert
ist. Die Lagereinheit 90 weist je Halteelement 24 zumindest eine Nabe 94 auf, an der
zumindest das jeweilige Halteelement 24 befestigbar ist, insbesondere lösbar befestigbar
ist.
[0029] Die Vorrichtung 10 umfasst zumindest eine Bewegungseinheit 32, die dazu vorgesehen
ist, die Halteelemente 24, insbesondere einzeln, entlang und/oder um die jeweilige
Bewegungsachse 28, insbesondere um die jeweilige Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements
24 zu bewegen, insbesondere zu drehen. Die Bewegungseinheit 32 ist zumindest teilweise
an den Halteelementen 24 angeordnet. Die Vorrichtung 10 umfasst zumindest ein Trägerelement
98, an welchem insbesondere das Transportrad 18 drehbar um die Drehachse 22 gelagert
ist. Die Bewegungseinheit 32 ist zumindest teilweise an dem Trägerelement 98 angeordnet.
Die Bewegungseinheit 32 ist vollständig mechanisch ausgebildet. Die Bewegungseinheit
32 ist zumindest mittels der Drehung des Transportrads 18 um die Drehachse 22 betätigbar.
Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass die Bewegungseinheit 32 manuell von einem
Bediener betätigbar ist. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Bewegungseinheit 32
eine andere, einem Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung und/oder Anordnung
aufweisen/aufweist.
[0030] Die Bewegungseinheit 32 weist zumindest ein Bewegungselement 92, insbesondere eine
Weiche 34, und zumindest ein weiteres Bewegungselement 36, insbesondere einen Lenkerhebel
38, auf, welche zumindest dazu vorgesehen sind, durch ein Zusammenwirken des Bewegungselements
92 mit dem weiteren Bewegungselement 36, insbesondere bei einer Drehung des Transportrads
18, eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, der Halteelemente 24, insbesondere einzeln,
entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere um die jeweilige
Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 zu erzeugen.
Das Bewegungselement 92 ist an dem Trägerelement 98 fixiert. Alternativ ist auch denkbar,
dass das Bewegungselement 92 beweglich an dem Trägerelement 98 gelagert ist. Eine
Relativposition des Bewegungselements 92 zu dem weiteren Bewegungselement 36, den
Halteelementen 24 und/oder der jeweiligen Nabe 94 ist veränderbar, zumindest durch
die Drehung des Transportrads 18 um die Drehachse 22 veränderbar. Es ist alternativ
oder zusätzlich denkbar, dass das Bewegungselement 92 mit der jeweiligen Nabe 94 oder
dem jeweiligen Halteelement 24 zusammenwirkt, insbesondere um das jeweilige Halteelement
24 entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28 des jeweiligen Halteelements
24 zu bewegen. Den Halteelementen 24 ist jeweils zumindest ein weiteres Bewegungselement
36 zugeordnet, wobei das jeweilige weitere Bewegungselement 36 an der jeweiligen Nabe
94 angeordnet ist. Es ist auch denkbar, dass das jeweilige weitere Bewegungselement
36 an dem jeweiligen Halteelement 24 angeordnet ist. Ferner ist denkbar, dass das
weitere Bewegungselement 36 einstückig mit dem jeweiligen Halteelement 24 oder der
jeweiligen Nabe 94 ausgebildet ist. Das Bewegungselement 92 ist als Weiche 34 und
das weitere Bewegungselement 36 ist als Lenkerhebel 38 ausgebildet. Es ist alternativ
auch denkbar, dass das Bewegungselement 92 und/oder das weitere Bewegungselement 36
als Zahnrad, Riemen, Getriebewelle, oder dergleichen ausgebildet ist. Ferner ist auch
denkbar, dass das Bewegungselement 92 und das weitere Bewegungselement 36 als Permanentmagnete
oder dergleichen ausgebildet sind. Das Bewegungselement 92 ist beabstandet von der
Umlaufbahn der Halteelemente 24 angeordnet, zumindest betrachtet in einer Ebene der
Umlaufbahn der Halteelemente 24. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Bewegungselement
92 die Ebene der Umlaufbahn der Halteelemente 24 schneidet. Die weiteren Bewegungselemente
36 sind jeweils an einer Seitenfläche der jeweiligen Nabe 94 angeordnet.
[0031] Die mittels der Drehung des Transportrads 18 um die Drehachse 22 bewirkte Bewegung
der Halteelemente 24 entlang der Umlaufbahn ist zumindest dazu vorgesehen, das Zusammenwirken
des Bewegungselements 92 mit dem weiteren Bewegungselement 36 zu ermöglichen. Das
weitere Bewegungselement 36 ist zumindest dazu vorgesehen, an einer definierten Position
entlang der Umlaufbahn der Halteelemente 24, zumindest bei der Bewegung der Halteelemente
24 entlang der Umlaufbahn der Halteelemente 24, an dem Bewegungselement 92 anzuschlagen.
Durch den Anschlag des weiteren Bewegungselements 36 an dem Bewegungselement 92 ist
die Bewegung des jeweiligen Halteelements 24 entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse
28 des jeweiligen Halteelements 24 erzeugbar. Die Bewegungseinheit 32 ist zumindest
dazu vorgesehen, eine Bewegung des jeweiligen Halteelements 24 entlang und/oder um
die jeweilige Bewegungsachse 28 zu erzeugen, solange das Bewegungselement 92 und das
jeweilige weitere Bewegungselement 36 zumindest bei einer Drehung des Transportrads
18 in Kontakt stehen.
[0032] Die Bewegungseinheit 32 umfasst zumindest ein zusätzliches Bewegungselement 40, insbesondere
eine weitere Weiche 42, und zumindest ein weiteres zusätzliches Bewegungselement 44,
insbesondere einen weiteren Lenkerhebel 46, welche zumindest dazu vorgesehen sind,
durch ein Zusammenwirken des zusätzlichen Bewegungselements 40 mit dem weiteren zusätzlichen
Bewegungselement 44, insbesondere bei der Drehung des Transportrads 18, eine weitere
Bewegung, insbesondere weitere Drehung, der Halteelemente 24, insbesondere einzeln,
entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere um die jeweilige
Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 zu erzeugen. Eine Richtung der weiteren
Bewegung, insbesondere der weiteren Drehung, ist entgegengesetzt zu einer Richtung
der Bewegung, insbesondere der Drehung.
[0033] Das zusätzliche Bewegungselement 40 ist identisch zu dem Bewegungselement 92 ausgebildet.
Das weitere zusätzliche Bewegungselement 44 ist identisch zu dem weiteren Bewegungselement
36 ausgebildet. Vorzugsweise ist den Halteelementen 24 jeweils zumindest ein weiteres
zusätzliches Bewegungselement 44 zugeordnet. Insbesondere ist die Beschreibung des
Bewegungselements 92 analog auch für das zusätzliche Bewegungselement 40 gültig. Insbesondere
ist die Beschreibung des weiteren Bewegungselements 36 auch für das zusätzliche weitere
Bewegungselement 44 gültig. Das zusätzliche Bewegungselement 40 weist zumindest zu
dem Bewegungselement 92 eine fixe Relativposition auf. Eine Relativposition des zusätzlichen
Bewegungselements 40 zumindest zu dem weiteren Bewegungselement 36, dem weiteren zusätzlichen
Bewegungselement 40, den Halteelementen 24 und/oder der Nabe 94 ist veränderbar, zumindest
durch die Drehung des Transportrads 18 um die Drehachse 22.
[0034] Das Bewegungselement 92 und das zusätzliche Bewegungselement 40 sind auf zueinander
abgewandten Seiten der Ebene der Umlaufbahn der Halteelemente 24 angeordnet. Alternativ
ist auch denkbar, dass das Bewegungselement 92 und das zusätzliche Bewegungselement
40 auf derselben Seite der Ebene der Umlaufbahn der Halteelemente 24 angeordnet sind.
Das Bewegungselement 92 und das zusätzliche Bewegungselement 40 sind an unterschiedlichen
Positionen entlang der Umlaufbahn der Halteelemente 24 angeordnet. Die weiteren zusätzlichen
Bewegungselemente 44 sind bevorzugt jeweils an einer weiteren Seitenfläche der jeweiligen
Nabe 94 angeordnet. Die weitere Seitenfläche ist benachbart zu der Seitenfläche angeordnet,
wobei auch denkbar ist, dass die weitere Seitenfläche an einer zu der Seitenfläche
abgewandten Seite der jeweiligen Nabe 94 angeordnet ist. Es ist alternativ auch denkbar,
dass die Richtung der weiteren Bewegung der Richtung der Bewegung entspricht.
[0035] Die Bewegungseinheit 32 umfasst zumindest ein Blockierelement 50, insbesondere eine
Gleitplatte 52, das zumindest dazu vorgesehen ist, in zumindest einer Drehposition
des Transportrads 18 eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, des zumindest einen
Halteelements 24 entlang und/oder um die Bewegungsachse 28, insbesondere um die Längsachse
30, des zumindest einen Halteelements 24, zu blockieren. Das Blockierelement 50 ist
entlang der Umlaufbahn der Halteelemente 24 angeordnet. Die Halteelemente 24 sind
zumindest in einer Drehposition des Transportrads 18 relativ zu dem Blockierelement
50 bewegbar. Das Blockierelement 50 ist als Gleitplatte 52 ausgebildet und weist zumindest
eine Blockierfläche auf, die der jeweiligen Nabe 94 und/oder dem jeweiligen Halteelement
24 zugewandt ist. Die jeweilige Nabe 94 liegt zumindest in der Drehposition an der
Blockierfläche an. Die Nabe 94 gleitet zumindest bei einer Drehung des Transportrads
18 um die Drehachse 22 zumindest abschnittsweise entlang der Blockierfläche. Eine
Seitenfläche der jeweiligen Nabe 94 und/oder eine Seitenfläche des jeweiligen Halteelements
24, die dem Blockierelement 50 zugewandt sind/ist, verlaufen/verläuft zumindest in
der Drehposition parallel zu der Blockierfläche. Das Blockierelement 50 ist zumindest
dazu vorgesehen, eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, des jeweiligen Halteelements
24 zumindest in den Drehpositionen des Transportrads 18 zu blockieren, in welchen
eine Seitenfläche der jeweiligen Nabe 94 und/oder eine Seitenfläche des jeweiligen
Halteelements 24 an der Blockierfläche anliegen/anliegt. Das Blockierelement 50 weist,
insbesondere an einer Drehposition des Transportrads 18, zumindest eine Freigabeausnehmung
54 auf, die dazu vorgesehen ist, eine Bewegung, insbesondere Drehbewegung, der Halteelemente
24, insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28,
insbesondere um die jeweilige Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 freizugeben.
Die Freigabeausnehmung 54 ist als eine konkave Ausnehmung in dem Blockierelement 50,
insbesondere in der Gleitplatte 52, ausgebildet, zumindest entlang einer senkrecht
zu der Drehachse 22 des Transportrads 18 verlaufenden Richtung. Das Blockierelement
50 ist zumindest in einem Bereich der Freigabeausnehmung 54 nicht zu einer Blockade
einer Bewegung, insbesondere einer Drehung, der Halteelemente 24, insbesondere einzeln,
entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere um die jeweilige
Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 vorgesehen. In einem Bereich der Freigabeausnehmung
54 ist das Bewegungselement 92 angeordnet. Das Blockierelement 50 weist zumindest
eine weitere Freigabeausnehmung 56 auf, welche zumindest betrachtet entlang der Umlaufbahn
der Halteelemente 24 beabstandet zu der Freigabeausnehmung 54 angeordnet ist. In einem
Bereich der weiteren Freigabeausnehmung 56 ist das zusätzliche Bewegungselement 40
angeordnet. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Blockierelement 50 eine andere, einem
Fachmann als sinnvoll erscheinende Ausgestaltung und/oder Anordnung aufweisen/aufweist.
[0036] Figur 4 zeigt eine schematische Detailansicht eines einzelnen Halteelements 24 der
Halteelemente 24 und einen Teil der Lagereinheit 90. Die nachfolgende Beschreibung
ist vorzugsweise zumindest im Wesentlichen analog auf alle Halteelemente 24 der Vorrichtung
10 und deren Lagerung zu lesen. An dem jeweiligen Halteelement 24 ist zumindest ein
Befestigungsvorsprung 100 ausgebildet, der zumindest zur Befestigung an der jeweiligen
Nabe 94 der Lagereinheit 90 vorgesehen ist. Der Befestigungsvorsprung 100 weist eine
Befestigungsausnehmung 102 auf, die zumindest dazu vorgesehen ist, ein Befestigungselement
106 der Lagereinheit 90 zur Befestigung des jeweiligen Halteelements 24 an der jeweiligen
Nabe 94 zumindest teilweise aufzunehmen. Die jeweilige Nabe 94 weist zumindest eine
Befestigungsausnehmung 104 auf, welche dazu vorgesehen ist, das Befestigungselement
106 aufzunehmen. Das Befestigungselement 106 ist in einem Betriebszustand, in dem
das jeweilige Halteelement 24 mit der jeweiligen Nabe 94 verbunden ist, in der Befestigungsausnehmung
104 der jeweiligen Nabe 94 und in der Befestigungsausnehmung 102 des Befestigungsvorsprungs
100 angeordnet. Das Befestigungselement 106 ist als Stift ausgebildet. Es ist jedoch
auch denkbar, dass das Befestigungselement 106 eine andere, einem Fachmann als sinnvoll
erscheinende Ausgestaltung und/oder Anordnung aufweisen/aufweist.
[0037] Die Bewegungseinheit 32 weist zumindest ein Reibungselement 48 auf, welches dazu
vorgesehen ist, der Bewegung, insbesondere der Drehung, der Halteelemente 24, insbesondere
einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere um
die jeweilige Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 entgegenzuwirken. Vorzugsweise
ist jedem Halteelement 24 zumindest ein Reibungselement 48 zugeordnet. Das Reibungselement
48 ist an der jeweiligen Nabe 94 der Lagereinheit 90 angeordnet. Das Reibungselement
48 ist zwischen der jeweiligen Nabe 94 und dem Transportrad 18 angeordnet. Das Reibungselement
48 ist an der jeweiligen Nabe 94 fixiert. Es ist denkbar, dass das Reibungselement
48 mit der jeweiligen Nabe 94 einstückig ausgebildet ist. Das Reibungselement 48 liegt
an einer Außenfläche des Transportrads 18 an. Das Reibungselement 48 ist zumindest
dazu vorgesehen, zwischen dem Reibungselement 48 und dem Transportrad 18 eine Reibungskraft
zu erzeugen, welche einer Bewegung, insbesondere einer Drehung, des Reibungselements
48 relativ zu dem Transportrad 18 entgegenwirkt. Die Bewegungseinheit 32 ist zumindest
dazu vorgesehen, zumindest durch das Zusammenwirken des Bewegungselements 92 und des
weiteren Bewegungselements 36 und/oder durch das Zusammenwirken des zusätzlichen Bewegungselements
40 und des weiteren zusätzlichen Bewegungselements 44, die Reibungskraft zwischen
dem Reibungselement 48 und dem Transportrad 18 zu überwinden, zumindest um die Halteelemente
24, insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28,
insbesondere um die jeweilige Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 zu bewegen,
insbesondere zu drehen. Das Reibungselement 48 ist als Bremsplatte oder dergleichen
ausgebildet. Eine Oberflächenrauigkeit des Reibungselements 48 ist derart ausgelegt,
um der Bewegung, insbesondere der Drehung, der Halteelemente 24, insbesondere einzeln,
entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere um die jeweilige
Längsachse 30, des jeweiligen Halteelements 24 entgegenzuwirken.
[0038] Figur 5 zeigt einen schematischen Ablauf eines Verfahrens 58 zur Herstellung von
Beutelpackungen 12 aus einer Packstoffbahn 14, insbesondere mittels der Vorrichtung
10. In zumindest einem Verfahrensschritt 60 wird die Beutelpackung 12 von dem Halteelement
24 aufgenommen. Die Beutelpackung 12 wird in dem Verfahrensschritt 60 von dem Dornrad
82 an das Transportrad 18, insbesondere an eines der Halteelemente 24, übergeben.
Es ist denkbar, dass die Halteelemente 24 zumindest zu einer Übergabe der Beutelpackungen
12, jeweils, insbesondere mittels der Bewegungseinheit 32, entlang der Bewegungsachse
28, insbesondere der Längsachse 30, bewegt werden. Durch die Drehung des Transportrads
18 um die Drehachse 22 werden die Halteelemente 24 entlang der Umlaufbahn der Halteelemente
24 bewegt.
[0039] Zumindest das Halteelement 24 wird in zumindest einem weiteren Verfahrensschritt
62 entlang und/oder um die Bewegungsachse 28 des Halteelements 24 in eine Richtung
bewegt, insbesondere um 90° um die Längsachse 30 des Halteelements 24 in eine Richtung
gedreht. Vorzugsweise wird zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt 62 das Halteelement
24 mittels der Bewegungseinheit 32 entlang und/oder um die Bewegungsachse 28 in die
Richtung bewegt, insbesondere um 90° um die Längsachse 30 des Halteelements 24 in
die Richtung gedreht. Es ist auch denkbar, dass das jeweilige Halteelement 24, bevorzugt
mittels der Bewegungseinheit 32, um einen Winkel in die Richtung gedreht wird, der
verschieden ist von 90°, insbesondere kleiner oder größer ist als 90°. Die Bewegungseinheit
32 wird zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt 62 durch die Drehung des Transportrads
18 um die Drehachse 22 betätigt. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Bewegungseinheit
32 zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt 62 unabhängig von der Drehung des Transportrads
18, insbesondere automatisch oder manuell, betätigt wird. Das Halteelement 24 wird
in dem weiteren Verfahrensschritt 62 in dem Bereich der Freigabeausnehmung 54 entlang
und/oder um die Bewegungsachse 28, insbesondere die Längsachse 30, des Halteelements
24 gedreht. Die Bewegung, insbesondere die Drehung, des jeweiligen Halteelements 24
entlang und/oder um die Bewegungsachse 28, insbesondere die Längsachse 30, des Halteelements
24 wird zumindest in dem weiteren Verfahrensschritt 62 durch das Reibungselement 48
gebremst.
[0040] Die an dem Halteelement 24 angeordnete Beutelpackung 12 wird nach dem weiteren Verfahrensschritt
62 mit einem Produkt befüllt. Es ist denkbar, dass die Halteelemente 24, insbesondere
einzeln, zumindest zu einem Befüllen einer an dem jeweiligen Halteelement 24 angeordneten
Beutelpackung 12, um die jeweilige Bewegungsachse 28, insbesondere die jeweilige Querachse,
des jeweiligen Halteelements 24 gedreht werden.
[0041] In zumindest einem zusätzlichen Verfahrensschritt 64 wird die Beutelpackung 12 nach
einer Bewegung, insbesondere nach einer Drehung, entlang der und/oder um die Bewegungsachse
28, insbesondere um die Längsachse 30, des Halteelements 24 versiegelt. In dem weiteren
Verfahrensschritt 64 wird die Beutelpackung 12 derart gedreht, dass eine Kopfsiegelnaht
zumindest nach der Drehung horizontal ausgerichtet ist. Zumindest in dem zusätzlichen
Verfahrensschritt 64 wird die, insbesondere horizontal ausgerichtete, Kopfsiegelnaht
an der Siegelstation 74 versiegelt. Bevorzugt wird die Kopfsiegelnaht einer Beutelpackung
12 nach einer Befüllung der Beutelpackung 12 versiegelt.
[0042] Das Halteelement 24 wird in zumindest einem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
66 entlang und/oder um die Bewegungsachse 28 in eine weitere Richtung bewegt, insbesondere
um 90° um die Längsachse 30 des Halteelements 24 in die weitere Richtung gedreht,
die der Richtung der Bewegung in dem weiteren Verfahrensschritt 62 entgegengesetzt
ausgerichtet ist. Zumindest in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt 66 wird
das Halteelement 24 mittels der Bewegungseinheit 32 entlang und/oder um die Bewegungsachse
28 des Halteelements 24 in die weitere Richtung bewegt, insbesondere um 90° um die
Längsachse 30 des Halteelements 24 in die weitere Richtung gedreht. Es ist auch denkbar,
dass das jeweilige Halteelement 24, bevorzugt mittels der Bewegungseinheit 32, um
einen Winkel in die weitere Richtung gedreht wird, der verschieden ist von 90°, insbesondere
kleiner oder größer ist als 90°. Die Bewegungseinheit 32 wird zumindest in dem weiteren
zusätzlichen Verfahrensschritt 66 durch die Drehung des Transportrads 18 um die Drehachse
22 betätigt. Das Halteelement 24 wird in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
66 in dem Bereich der weiteren Freigabeausnehmung 56 entlang und/oder um die Bewegungsachse
28, insbesondere die Längsachse 30, des Halteelements 24 gedreht. Die Bewegung, insbesondere
die Drehung, des jeweiligen Halteelements 24 entlang und/oder um die Bewegungsachse
28, insbesondere die Längsachse 30, des Halteelements 24 in dem weiteren zusätzlichen
Verfahrensschritt 66 wird durch das Reibungselement 48 gebremst. Das Halteelement
24 wird in dem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt 66 in eine Position und/oder
Ausrichtung bewegt, die einer Position und/oder Ausrichtung vor dem weiteren Verfahrensschritt
62 entspricht, insbesondere zumindest betrachtet relativ zu dem Transportrad 18.
1. Vorrichtung (10) zum Herstellen von Beutelpackungen (12) aus einer Packstoffbahn (14),
insbesondere aus einer Papierbahn (16), mit einem Transportrad (18), insbesondere
einem Kassettenrad (20), das eine Drehachse (22) aufweist, um die das Transportrad
(18) drehbar gelagert ist, und mit mehreren, einem Querschnitt der Beutelpackungen
(12) angepassten Halteelementen (24), insbesondere Kassetten (26), zur Aufnahme jeweils
zumindest einer Beutelpackung (12), wobei die Halteelemente (24) an dem Transportrad
(18) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (24), insbesondere jeweils, zumindest eine Bewegungsachse (28),
insbesondere eine Längsachse (30), aufweisen, entlang der und/oder um die die Halteelemente
(24), insbesondere individuell, beweglich, insbesondere drehbar, an dem Transportrad
(18) gelagert sind.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zumindest eine Bewegungseinheit (32), die dazu vorgesehen ist, die Halteelemente
(24), insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse (28),
insbesondere um die jeweilige Längsachse (30), des jeweiligen Halteelements (24) zu
bewegen, insbesondere zu drehen.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinheit (32) zumindest ein Bewegungselement (92), insbesondere eine
Weiche (34), und zumindest ein weiteres Bewegungselement (36), insbesondere einen
Lenkerhebel (38), umfasst, welche zumindest dazu vorgesehen sind, durch ein Zusammenwirken
des Bewegungselements (92) mit dem weiteren Bewegungselement (36), insbesondere bei
einer Drehung des Transportrads (18), eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, der
Halteelemente (24), insbesondere einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse
(28), insbesondere um die jeweilige Längsachse (30), des jeweiligen Halteelements
(24) zu erzeugen.
4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinheit (32) zumindest ein zusätzliches Bewegungselement (40), insbesondere
eine weitere Weiche (42), und zumindest ein weiteres zusätzliches Bewegungselement
(44), insbesondere einen weiteren Lenkerhebel (46), umfasst, welche zumindest dazu
vorgesehen sind, durch ein Zusammenwirken des zusätzlichen Bewegungselements (40)
mit dem weiteren zusätzlichen Bewegungselement (44), insbesondere bei der Drehung
des Transportrads (18), eine weitere Bewegung, insbesondere weitere Drehung, der Halteelemente
(24), insbesondere einzeln, entlang und/oder um die jeweilige Bewegungsachse (28),
insbesondere um die jeweilige Längsachse (30) des jeweiligen Halteelements (24) zu
erzeugen, wobei insbesondere eine Richtung der weiteren Bewegung, insbesondere der
weiteren Drehung, entgegengesetzt ist zu einer Richtung der Bewegung, insbesondere
der Drehung.
5. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinheit (32) zumindest ein Reibungselement (48) aufweist, welches dazu
vorgesehen ist, der Bewegung, insbesondere der Drehung, der Halteelemente (24), insbesondere
einzeln, entlang der und/oder um die jeweilige Bewegungsachse (28), insbesondere um
die jeweilige Längsachse (30), des jeweiligen Halteelements (24) entgegenzuwirken.
6. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungseinheit (32) zumindest ein Blockierelement (50), insbesondere eine Gleitplatte
(52), aufweist, das zumindest dazu vorgesehen ist, in zumindest einer Drehposition
des Transportrads (18) eine Bewegung, insbesondere eine Drehung, des zumindest einen
Halteelements (24) entlang und/oder um die Bewegungsachse (28), insbesondere um die
Längsachse (30), des zumindest einen Halteelements (24), zu blockieren.
7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (50), insbesondere an einer Drehposition des Transportrads (18),
zumindest eine Freigabeausnehmung (54) aufweist, die dazu vorgesehen ist, eine Bewegung,
insbesondere Drehbewegung, der Halteelemente (24), insbesondere einzeln, entlang der
und/oder um die jeweilige Bewegungsachse (28), insbesondere um die jeweilige Längsachse
(30), des jeweiligen Halteelements (24) freizugeben.
8. Verfahren (58) zur Herstellung von Beutelpackungen (12) aus einer Packstoffbahn (14),
insbesondere mittels einer Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei in zumindest einem Verfahrensschritt (60) eine Beutelpackung (12) von einem
Halteelement (24) aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Halteelement (24) in zumindest einem weiteren Verfahrensschritt (62)
entlang und/oder um eine Bewegungsachse (28) des Halteelements (24) in eine Richtung
bewegt wird, insbesondere um 90° um eine Längsachse (30) des Halteelements (24) in
eine Richtung gedreht wird.
9. Verfahren (58) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem zusätzlichen Verfahrensschritt (64) die Beutelpackung (12) nach
einer Bewegung, insbesondere nach einer Drehung, entlang der und/oder um die Bewegungsachse
(28), insbesondere um die Längsachse (30), des Halteelements (24) versiegelt wird.
10. Verfahren (58) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (24) in zumindest einem weiteren zusätzlichen Verfahrensschritt
(66) entlang und/oder um die Bewegungsachse (28) in eine weitere Richtung bewegt wird,
insbesondere um 90° um die Längsachse (30) des Halteelements (24) in die weitere Richtung
gedreht wird, die der Richtung der Bewegung in dem weiteren Verfahrensschritt (62)
entgegengesetzt ausgerichtet ist.