[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Die Nassbehandlung von Wäsche erfolgt üblicherweise durch Waschen, Spülen und gegebenenfalls
mindestens eine Nachbehandlung, bei der es sich beispielsweise um eine Ausrüstung
der gewaschenen und gespülten Wäsche handeln kann. Vor allem kontaminierte Wäsche
muss auch desinfiziert werden.
[0003] In Wäschereien, wo Wäsche aus zum Beispiel Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen,
Hotels oder dergleichen zu waschen ist, ist eine vollständige Desinfektion der Wäsche
erforderlich, so dass nur ausreichend desinfizierte, sterile Wäsche die Wäscherei
verlässt.
[0004] Um eine ausreichende Desinfektion der Wäsche zu gewährleisten, ist es bisher üblich,
die Desinfektion mit einer Überdosierung an Desinfektionsmitteln durchzuführen, um
eine ausreichende Desinfektion zu gewährleisten. Das überschüssige Desinfektionsmittel
gelangt dann mit der ersten Behandlungsflüssigkeit, bei der es sich insbesondere um
Waschwasser mit Waschmittelzusätzen handelt, in den Abfluss. Das ist umweltbelastend.
Die Überdosierung verursacht außerdem unnötige Kosten.
[0005] Aus der
EP 3 219 842 A1 ist ein Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche bekannt, das es vorsieht, während
der Nassbehandlung den aktuellen Gehalt mindestens eines Behandlungszusatzes, wobei
es sich auch um Desinfektionsmittel handeln kann, zu messen. Anhand des bis zur Messung
erfolgten Verbrauchs des mindestens einen Behandlungszusatzes wird die Menge des gegebenenfalls
noch zuzudosierenden Behandlungszusatzes ermittelt.
[0006] Die
DE 39 16 910 A1 und die
DE 44 12 576 A1 offenbaren verschiedene Mess- bzw. Sensorsysteme zum Dosieren von Desinfektionsmitteln.
Dabei wird der Gehalt eines konkreten, noch nicht verbrauchten Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit ermittelt.
[0007] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zum Nassbehandeln von Wäsche zu schaffen, das eine zuverlässige Desinfektion ohne
eine oder zumindest ohne eine nennenswerte Überdosierung von Desinfektionsmitteln
zulässt.
[0008] Ein zur Lösung dieser Aufgabe dienendes Verfahren weist die Maßnahmen des Anspruchs
1 auf. Gemäß diesem Verfahren ist es vorgesehen, das wenigstens eine Desinfektionsmittel
insbesondere hinsichtlich der Menge und/oder der Konzentration in der Behandlungsflüssigkeit
wenigstens nach oder vor und nach der Desinfektion zu messen.
[0009] Wird nach Abschluss der Desinfektion noch ein quasi als Sicherheitspuffer dienender
Mindestgehalt an Desinfektionsmittel gemessen, ist das ein Indiz für eine zuverlässige
und vollständige Desinfektion. Die Folge ist, dass die der Nassbehandlung unterzogene
Wäsche steril ist. Wird nach der Wäsche kein oder ein zu geringer Rest an Desinfektionsmittel
gemessen, deutet das auf die Gefahr einer nicht ausreichenden Desinfektion hin. Die
Wäsche muss dann mindestens einer verlängerten Desinfektion unterzogen werden. Wird
zusätzlich das Desinfektionsmittel vor Beginn der Desinfektion gemessen und dabei
zu wenig Desinfektionsmittel festgestellt, kann noch vor Beginn des Desinfektionsvorgangs
eine entsprechende Nachdosierung des wenigstens einen Desinfektionsmittels erfolgen.
[0010] Dabei ist es vorgesehen, verschiedene Desinfektionsmittel, die zum Beispiel alternativ
je nach Wäscheart, Verschmutzungsgrad oder der Art der Verschmutzung eingesetzt werden,
mit unterschiedlichen Sensoren zu messen, und zwar Sensoren, die zur individuellen
Ermittlung des speziellen Desinfektionsmittels vorgesehen, insbesondere geeignet sind.
Es kann dann so eine gezielte Messung der Konzentration des verwendeten Desinfektionsmittels
vom dafür bestimmten Sensor gemessen werden. Dabei erfolgt die Messung mit solchen
Sensoren, die für die chemische Art und/oder die Zusammensetzung des jeweiligen Desinfektionsmittels
vorgesehen sind.
[0011] Außerdem wird gemäß dem Verfahren bei nach der Wäsche, vorzugsweise nach der Klarwäsche,
gemessener zu geringer Konzentrationen des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
die Wäsche, vorzugsweise Klarwäsche, über einen vorbestimmten Nachdesinfektionszeitraum
hinweg fortgesetzt.
[0012] Die Desinfektion erfolgt dann bei geringer Konzentration an Desinfektionsmittel in
der Behandlungsflüssigkeit, vorzugsweise Klarwaschflüssigkeit, länger als vorgesehen.
Durch die bei zu geringer Desinfektionsmittel-Konzentration verlängerte Desinfektionsphase
wird auf diese Weise die gesamte Desinfektion gleichwohl vollständig vorgenommen.
[0013] Es ist verfahrensmäßig vorgesehen, der Behandlungsflüssigkeit wenigstens das Desinfektionsmittel
zuzugeben, so dass die Desinfektion bei der Nassbehandlung, insbesondere beim Waschen,
der Wäsche erfolgt. Dann wird die Konzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
nach oder vor und nach der Desinfektion gemessen. Durch die Messung der Konzentrationen
des Desinfektionsmittels in der insbesondere zum Waschen dienenden Behandlungsflüssigkeit
werden aussagekräftige Messergebnisse erhalten, die eine zuverlässige Beurteilung
zulassen, ob die Konzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
zur vollständigen Desinfektion der Wäsche ausreichend ist und/oder nach der Desinfektion
noch eine minimale Restkonzentration an Desinfektionsmittel in der Behandlungsflüssigkeit
vorhanden ist, was auf eine sichere Desinfektion hindeutet.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildungsmöglichkeit des Verfahrens sieht es vor, dass die
Wäsche in einer Vorwäsche und einer daran anschließenden Klarwäsche gewaschen wird
und die Desinfektion der Wäsche bei der Klarwäsche stattfindet. Dann ist es besonders
vorteilhaft, die Konzentration des wenigstens einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit,
insbesondere Klarwaschflüssigkeit, hinter und/oder vor der Klarwäsche zu ermitteln.
Erfolgt die Ermittlung der Konzentration des Desinfektionsmittels nur hinter der Klarwäsche,
wird aus der gemessenen Restkonzentration des Desinfektionsmittels abgeleitet, ob
die Desinfektion ausreichend stattfinden konnte, nämlich dann, wenn die gemessene
Restkonzentration nach der Klarwäsche einem vorgegebenen Grenzwert entspricht oder
darüber liegt. Erfolgt zusätzlich die Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit vor der Klarwäsche, dann kann erforderlichenfalls vor
Beginn der Desinfektion der Wäsche während des Klarwaschvorgangs noch Desinfektionsmittel
nachdosiert werden. Diese Nachdosierung findet dann statt, wenn die vor der Klarwäsche
gemessene Konzentration des Desinfektionsmittels in der Klarwaschflüssigkeit unterhalb
eines vorgegebenen Grenzwerts liegt.
[0015] Bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Vorwäsche mit einer dazu dienenden Behandlungsflüssigkeit,
der Vorwaschflüssigkeit, und die Klarwäsche mit einer zur Klarwäsche dienenden anderen
Behandlungsflüssigkeit erfolgt. Das Desinfektionsmittel wird dann nach dem mindestens
größtenteils erfolgten Trennen der Wäsche von der freien Vorwaschflüssigkeit und der
zur Klarwäsche dienenden Klarwaschflüssigkeit zugegeben.
[0016] Gemäß der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit, insbesondere der Klarwaschflüssigkeit, mit mindestens
einem Sensor gemessen wird. Bevorzugt erfolgt die Messung der Konzentration von mindestens
einem Sensor nach dem Durchflussprinzip. Dadurch kann eine mehrfache, wiederholte
und/oder kontinuierliche Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels in der
Behandlungsflüssigkeit, vor allem der zur Klarwäsche dienenden Klarwaschflüssigkeit
erfolgen. Beim Sensor handelt es sich um einen solchen, der zur Messung des betreffenden
Desinfektionsmittels ausgebildet ist.
[0017] Weiterhin kann es bevorzugt zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein, dass die
Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit bei
einer festgelegten Temperatur erfolgt. Beispielsweise ist es diejenige Temperatur,
die die Klarwaschflüssigkeit mit dem dieser zugegebenen Desinfektionsmittel wenigstens
zu Beginn der Klarwäsche aufweisen soll. Diese Temperatur beträgt vorzugweise konstant
35°C oder gegebenenfalls bis zu 5°C darüber oder darunter. Weil das Messergebnis der
Sensoren zur Ermittlung der Konzentration des Desinfektionsmittels stark von der Temperatur
abhängig ist, werden durch die Messung bei einer vorgegebenen, vorzugsweise konstanten,
Temperatur Messergebnisse erhalten, die mit vorgegebenen Werten vergleichbar sind.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausbildung des Verfahrens ist es vorgesehen, vor und/oder
nach der Desinfektion der Wäsche eine zur Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit ausreichende kleine Menge als Probe zu nehmen und diese
zur Messung mit den Sensoren zu verwenden. Dazu wird vor und/oder nach der Desinfektion
die das Desinfektionsmittel aufweisende Behandlungsflüssigkeit von der Waschflotte,
insbesondere der Klarwaschflotte, abgezweigt. Dadurch braucht nur eine kleine Menge
der das jeweilige Desinfektionsmittel aufweisenden Behandlungsflüssigkeit, nämlich
die Probe, zur Messung vorbereitet und dem jeweiligen Sensor zugeführt bzw. an diesem
entlanggeleitet zu werden. Dadurch kann quasi "in situ" die Messung und dadurch Kontrolle
der Menge, insbesondere Konzentration, des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
vorgenommen werden.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist es vorgesehen, die von
der Behandlungsflüssigkeit abgezweigte Probe mit dem darin enthaltenden Desinfektionsmittel
zuerst zu filtern, bevor sie dem mindestens einen Sensor zugeführt oder an diesem
entlanggeführt wird. Es kann eine einzige Filtration ausreichen, bei der es sich dann
um eine Fein- oder Feinstfiltration handelt. Bevorzugt findet aber zunächst eine Vorfiltration,
beispielsweise Flusenabscheidung, und anschließend eine feinere Filtration statt.
Bei der feinen Filtration kann es sich um eine Feinfiltration, Feinstfiltration und/oder
Mikrofiltration handeln. Durch das vorherige mindestens einmalige Filtern der Probe,
und zwar nur der Probe, wird die vom mindestens einem Sensor zu messende, Desinfektionsmittel
aufweisende Behandlungsflüssigkeit ohne störende Begleitstoffe gemessen. Dadurch werden
Beeinflussungen der Sensoren, Verstopfungen oder sonstige Störungen bei der Messung
der Konzentration des Desinfektionsmittels verhindert, insbesondere wenn die Messung
nach dem Durchflussprinzip arbeitet.
[0020] Eine andere alternative oder zusätzliche Ausgestaltungsmöglichkeit des Verfahrens
sieht es vor, vor Beginn der Nachdesinfektion der Behandlungsflüssigkeit eine solche
Menge Desinfektionsmittel zuzusetzen, die der Mindestkonzentration von Desinfektionsmittel
in der Behandlungsflüssigkeit vorzugsweise am Ende der Wäsche, insbesondere Klarwäsche,
entspricht oder um einen bestimmten Prozentsatz höher ist. Das trägt zu einer unter
allen Umständen ausreichenden Desinfektion der Wäsche bei, und zwar auch dann, wenn
nach Ende der anfänglichen Desinfektion kein Desinfektionsmittel mehr in der Behandlungsflüssigkeit
gemessen wurde.
[0021] Bei einer vorteilhaften Weiterbildungsmöglichkeit des Verfahrens kann zumindest nach
der Wäsche, vorzugsweise nach der Klarwäsche, der pH-Wert der Behandlungsflüssigkeit
mit dem darin noch vorhandenen Desinfektionsmittel gemessen werden. Insbesondere wird
zu dieser Messung auch die Probe verwendet, mit der mindestens ein Sensor die Konzentration
des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit ermittelt. Bevorzugt findet
die Messung des pH-Werts der Behandlungsflüssigkeit mit dem darin enthaltenen Desinfektionsmittel
nach der Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels mit mindestens einem entsprechenden
Sensor in der Probe statt. Diese Vorgehensweise beruht auf der Erkenntnis, dass der
bei der Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
erhaltene Messwert vom pH-Wert der das Desinfektionsmittel aufweisenden Behandlungsflüssigkeit
abhängig ist. Durch die zusätzliche Messung des pH-Werts kann der Messwert für die
Konzentration des Desinfektionsmittels kalibriert werden, so dass mit Sollvorgaben
vergleichbare Messwerte erhalten werden. Das gewährleistet eine große Genauigkeit,
Zuverlässigkeit und Aussagekraft der vor und/oder hinter dem Waschvorgang, insbesondere
dem Klarwaschvorgang, gemessenen Konzentration wenigstens des Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel einer möglichen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Teils einer eine Durchlaufwaschmaschine aufweisenden
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, und
- Fig. 2
- eine detailliertere Darstellung der Vorrichtung in einem Querschnitt durch die Durchlaufwaschmaschine
der Fig. 1.
[0023] Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf das Desinfizieren von Wäsche während
der Nassbehandlung derselben in einer Durchlaufwaschmaschine 10 für gewerbliche Wäschereien.
Die nass zu behandelnde, nämlich zu waschende und zu desinfizierende Wäsche ist in
den Figuren nicht dargestellt. Bei der Wäsche kann es sich um Textilien aller Art
handeln, die desinfiziert werden müssen, und zwar insbesondere Bekleidungsstücke,
Berufsbekleidungsstücke, Flachwäsche, aber auch Schmutzfangmatten oder Ähnliches.
[0024] Die in der Fig. 1 schematisch in einer Seitenansicht dargestellte Durchlaufwaschmaschine
10 verfügt über eine um eine vorzugsweise horizontale Drehachse 11 drehend oder schwenkend
(hin- und hergehend) antreibbare Trommel 12. Die Drehachse 11 verläuft mittig durch
die Trommel 12, und zwar vorzugsweise horizontal. Die Wäsche wird postenweise in Durchlaufrichtung
13 durch die drehend oder schwenkend angetriebene zylindrische Trommel 12 hindurchtransportiert.
[0025] In der Trommel 12 sind durch quergerichtete, kreisförmige oder kreisringförmige Trennwände
14 mehrere in Durchlaufrichtung 13 aufeinanderfolgende Kammern 15 gebildet. Die Kammern
15 können gleich groß, aber auch unterschiedlich groß sein. Die in der Fig. 1 gezeigte
Durchlaufwaschmaschine 10 verfügt über insgesamt dreizehn aufeinanderfolgende Kammern
15. Das erfindungsgemäße Verfahren ist hierauf aber nicht beschränkt. Es kann auch
mit Durchlaufwaschmaschinen 10 durchgeführt werden, die eine größere oder kleinere
Anzahl aufeinanderfolgender Kammern 15 aufweisen.
[0026] Die in der Fig. 1 gezeigte Durchlaufwaschmaschine 10 weist drei in Durchlaufrichtung
13 aufeinanderfolgende Behandlungszonen auf. Jede Behandlungszone erstreckt sich über
mehrere aufeinanderfolgende Kammern 15, wobei die Anzahl der aufeinanderfolgenden
Kammern 15 pro Behandlungszone unterschiedlich oder auch gleich groß sein kann. Bei
den Behandlungszonen handelt es sich um eine Vorwaschzone 16, eine darauf in Durchlaufrichtung
13 folgende Klarwaschzone 17 und eine Spülzone 18 hinter der Klarwaschzone 17. Bei
der hier beschriebenen Durchlaufwaschmaschine 10 findet in der Klarwaschzone 17 beim
Klarwaschen gleichzeitig eine Desinfektion der Wäsche statt. In die Spülzone 18 kann
eine Nachbehandlungszone, beispielsweise Ausrüstszone und/oder Neutralisationszone,
integriert sein.
[0027] Auf die Durchlaufwaschmaschine 10 folgt eine in der Fig. 1 nicht gezeigte Entwässerungseinrichtung,
beispielsweise eine Entwässerungspresse oder eine Entwässerungszentrifuge. Die Entwässerungseinrichtung
kann auch zum Spülen und gegebenenfalls Nachbehandeln der vor- und klargewaschenen
sowie desinfizierten Wäsche dienen. Dann braucht die Durchlaufwaschmaschine 10 keine
Spülzone 18 aufzuweisen.
[0028] Der Trommel 12 der Durchlaufwaschmaschine 10 sind mehrere stillstehende und flüssigkeitsundurchlässige
Außentrommeln zugeordnet. Eine in Durchlaufrichtung 13 gesehen erste Außentrommel
19 befindet sich am Ende der Vorwaschzone 16. Eine zweite Außentrommel 20 ist am Anfang
der Klarwaschzone 17 angeordnet. Am Ende der Klarwaschzone 17 ist eine dritte Außentrommel
21 vorgesehen. Eine vierte Außentrommel 22 befindet sich am Anfang der Spülzone 18
und eine fünfte (letzte) Außentrommel 23 am Ende der Spülzone 18. Im Bereich jeder
Außentrommel 19 bis 23 ist die Mantelfläche der drehend bzw. schwenkend antreibbaren
Trommel 12 wenigstens teilweise perforiert ausgebildet (Fig. 2). Die jeweilige Außentrommel
19 bis 23 erstreckt sich über die volle Länge einer Kammer 15. In den Bereichen solcher
Kammern 15, denen keine Außentrommel 19 bis 23 zugeordnet sind, ist die Mantelfläche
der Trommel 12 flüssigkeitsundurchlässig ausgebildet.
[0029] Vor der Trommel 12 befindet sich eine Beladerutsche 24, womit eine postenweise Beladung
der Durchlaufwaschmaschine 10 erfolgt, indem die schmutzige und gegebenenfalls auch
kontaminierte Wäsche über die Beladerutsche 24 in die erste Kammer 15 der Vorwaschzone
16 der Durchlaufwaschmaschine 10 gelangt. Am Ende der Durchlaufwaschmaschine 10 ist
eine Entladerutsche 25 vorgesehen. Über die Entladerutsche 25 verlässt die gewaschene,
desinfizierte und gegebenenfalls gespülte Wäsche postenweise die letzte Kammer 15
der Durchlaufwaschmaschine 10. Von der Entladerutsche 25 können die nassbehandelten
Wäschestücke mit darin noch gebundener Flüssigkeit, der sogenannten gebundenen Flotte,
der nicht gezeigten Entwässerungseinrichtung zugeführt werden.
[0030] Bei der gezeigten Durchlaufwaschmaschine 10 zweigt von der zweiten Außentrommel 20
am Anfang der Klarwaschzone 13 eine Probenentnahmeleitung 26 ab. Eine zweite Probenentnahmeleitung
27 zweigt von der dritten Außentrommel 21 am Ende der Klarwaschone 17 ab. In jeder
Probenentnahmeleitung 26 und 27 befindet sich ein Absperrventil 28, 29. Dadurch können
beide Probenentnahmeleitungen 26 und 27 geschlossen oder abwechselnd eine Probenentnahmeleitung
26 oder 27 zeitweise geöffnet werden. An einer Sammelstelle 30 treffen die hinter
den Absperrventilen 28 und 29 liegenden Enden der Probenentnahmeleitungen 26 und 27
zusammen, um von dort mit einer gemeinsamen, insbesondere einzigen, Durchlaufleitung
34 zu einer Pumpe 31, von dort durch mindestens einen Filter 32 und vom Filter 32
zu einer Durchflussmesseinrichtung 33 transportiert zu werden.
[0031] Bei dem in der Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist es möglich, durch die Probenentnahmeleitung
26 und 27 bedarfsweise Proben der Behandlungsflüssigkeit mit dem mindestens einen
dieser zudosierten Desinfektionsmittel vor und/oder am Anfang der Klarwaschzone 17
sowie am Ende bzw. hinter der Klarwaschzone 17 zu entnehmen. Es sind auch alternative
Ausführungen der Durchlaufwaschmaschine 10 denkbar, bei denen nur eine einzige Probenentnahmeleitung
26 oder 27 von der zweiten Außentrommel 20 oder der dritten Außentrommel 21 abzweigt.
Dann ist im Gegensatz zur Darstellung in der Fig. 1 nicht am Anfang und am Ende der
Klarwaschzone 17 die Konzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
messbar, sondern entweder die Konzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
vor bzw. am Anfang der Klarwaschzone 17 oder am Ende bzw. hinter der Klarwaschzone
17.
[0032] Die Fig. 2 zeigt detaillierter die Durchflussmesseinrichtung 33 in Verbindung mit
einem Querschnitt durch die Trommel 12 der Durchlaufwaschmaschine 10 im Bereich der
dritten Außentrommel 21 hinter bzw. am Ende der Klarwaschzone 17. Hier strömt die
bei geöffnetem Absperrventil 28 aus der Probenentnahmeleitung 26 stammende Probe einer
zum Analysieren ausreichenden kleinen Menge von Behandlungsflüssigkeit mit Desinfektionsmittel
in die Durchlaufleitung 34. Dabei durchströmt die Probe den Filter 32, einen darauffolgenden
Puffertank 35 und ein geöffnetes Absperrventil 36, um zur Pumpe 31 zu gelangen. Die
Pumpe 31 fördert die das zu messende Desinfektionsmittel enthaltende Probe durch die
Durchflussmesseinrichtung 33.
[0033] In der Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Durchflussmesseinrichtung 33 detailliert
dargestellt. Demnach weist die Durchflussmesseinrichtung 33 zwei in Durchströmungsrichtung
der Probe durch die Durchlaufleitung 34 mit Abstand aufeinanderfolgende Durchflusszellen
37 und 38 auf. Die Durchflusszellen 37, 38 stellen einen kleinen Tank bzw. Speicher
für mindestens einen Teil der als Probe dienenden Behandlungsflüssigkeit mit dem darin
vermischt enthaltenen Desinfektionsmittel dar. Vorzugsweise ist das Aufnahmevolumen
jeder im gezeigten Ausführungsbeispiel gleichgroßen Durchflusszelle 37, 38 so gewählt,
dass es nur einen Teil der Probe aufnimmt und während der Messung der Rest der Probe
durch die jeweilige Durchflusszelle 37, 38 hindurchströmt. Es findet dann eine kontinuierliche
Messung der Probe während des Durchlaufs derselben durch die jeweilige Durchflusszelle
37, 38 statt.
[0034] Der auf die Pumpe 31 in Strömungsrichtung der Probe folgenden ersten Durchflusszelle
37 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel drei Messwertaufnehmer, vorzugsweise solche,
die als Sensoren ausgebildet sind, zugeordnet, und zwar ein Leitwert-Sensor 39, ein
Temperatur-Sensor 40 und ein pH-Wert-Sensor 41.
[0035] Der in Strömungsrichtung der Probe auf die Durchflusszelle 37 folgenden zweiten Durchflusszelle
38 ist mindestens ein Sensor für ein bestimmtes Desinfektionsmittel zugeordnet. Handelt
es sich beim Desinfektionsmittel um Peressigsäure, ist der Sensor zur Messung der
Konzentration der Peressigsäure in der Probe aus Behandlungsflüssigkeit und Desinfektionsmittel
ausgebildet. Wird als Desinfektionsmittel Wasserstoffperoxid verwendet, ist der Desinfektionsmittel-Sensor
42 zur Messung von Wasserstoffperoxid ausgebildet. Im Falle von Chlor als Desinfektionsmittel
handelt es sich beim Desinfektionsmittel-Sensor 42 um einen Chlor-Sensor. Für andere
Desinfektionsmittel könnten auch abgestimmte Desinfektionsmittel-Sensoren 42 eingesetzt
werden.
[0036] Werden wahlweise unterschiedliche Desinfektionsmittel eingesetzt, ist der Desinfektionsmittel-Sensor
42 so ausgebildet, dass er beispielsweise durch Umschalten eine Messung sämtlicher
dieser Desinfektionsmittel hinsichtlich der Konzentration derselben in der Behandlungsflüssigkeit
zulässt. Alternativ ist es denkbar, der Durchflusszelle 38 mehrere unterschiedliche
Desinfektionsmittel-Sensoren 42 zuzuordnen, und zwar jeweils einen Desinfektionsmittel-Sensor
42 für das jeweilige eingesetzte Desinfektionsmittel.
[0037] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind der Durchflusszelle 38 noch ein pH-Wert-Sensor
43 und/oder Temperatur-Sensor 44 zugeordnet. Diese sind aber nur optional, also nicht
zwingend erforderlich, vor alle dann nicht, wenn die erste Durchflusszelle 37 schon
solche Sensoren aufweist. Es ist denkbar, nur der Durchflusszelle 37 oder der Durchflusszelle
38 einen Temperatur-Sensor 40, 44 bzw. pH-Wert-Sensor 41, 43 zuzuordnen. Auch können
der Leitwert-Sensor 39, der Temperatur-Sensor 40, 44 und/oder der pH-Wert-Sensor 41,
43 mindestens einfach an einer anderen Stelle der Durchlaufwaschmaschine 10 vorgesehen
sein. Dann sind den Durchflusszellen 37 und 38 keine Temperatur-Sensoren 40, 44, pH-Wert-Sensoren
41, 43 und/oder Leitwert-Sensoren 39 zugeordnet.
[0038] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist zwischen den Durchflusszellen 37, 38 ein
Mischer 45, insbesondere ein statischer Mischer, vorgesehen. Dieser dient zur Mischung
der Behandlungsflüssigkeit und des Desinfektionsmittels in der Probe, bevor die Probe
in der Durchflusszelle 38 vom jeweiligen Desinfektionsmittel-Sensor 42 hinsichtlich
der Konzentration des wenigstens einen Desinfektionsmittels in der Probe gemessen
wird. Der Mischer 45 kann auch vor der ersten Durchflusszelle 37 vorgesehen sein.
Auch ist es denkbar, vor jeder Durchflusszelle 37 und 38 einen Mischer 45, gegebenenfalls
auch unterschiedliche Arten von Mischern, vorzusehen.
[0039] Des Weiteren ist der Fig. 2 zu entnehmen, dass hinter der zweiten Durchflusszelle
38 zwei Abflüsse vorgesehen sind, und zwar ein Abfluss 46 zum Ableiten der Probe in
einen Abwasserkanal und ein Abfluss 47 zum Zurückführen der Probe in diejenige Kammer
15 der Durchlaufwaschmaschine 10, der die dritte Außentrommel 21 hinter der Klarwaschzone
17 zugeordnet ist. Beide Abflüsse 46 und 47 sind mit einem Absperrventil 48, 49 zur
wahlweisen Absperrung bzw. Freigabe des jeweiligen Abflusses 46, 47 versehen.
[0040] Dem zur Durchlaufwaschmaschine 10 zurückgeführten Abfluss 47 kann ein Durchflussmesser
50 zugeordnet sein. Mit diesem ist der Durchfluss der Probe durch die Durchflusszellen
37 und 38 und den Abfluss 47 ermittelbar. Beispielsweise trägt der Durchfluss der
Probe 5 bis 30 Liter pro Stunde, insbesondere 10 bis 20 Liter pro Stunde.
[0041] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist ein optionaler Frischwasserzulauf 51 vorgesehen.
Diesem sind eine Pumpe, insbesondere eine Dosierpumpe 52, und ein Absperrventil 53
zugeordnet. Dadurch ist der Probe zwischen den beiden Durchflusszellen 37, 38 bei
Bedarf Frischwasser gezielter Menge zuführbar. Das kann beispielsweise geschehen,
wenn der Temperatur-Sensor 40 der ersten Durchflusszelle 37 eine zu hohe Temperatur
der Probe, die vorzugsweise zwischen 30° und 40°, insbesondere 32° bis 38°, liegen
soll, feststellt. Dann kann die hohe Temperatur auf die vorgegebene bzw. optimale
Temperatur durch Zufuhr einer entsprechenden Menge Frischwasser reduziert werden,
wenn vom Temperatur-Sensor 40 der ersten Durchflusszelle 37 eine zu hohe Temperatur
der Probe festgestellt wird. Der Temperatur-Sensor 44 der nachfolgenden Durchflusszelle
38 misst dann die durch Zugabe von kaltem Frischwasser entstandene abgekühlte Probe
dahingehend, ob die Temperatur derselben nach der dosierten Zugabe von Frischwasser
die zur Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels in der Probe vorgesehene
und/oder optimale Temperatur aufweist.
[0042] Die in der Fig. 2 dargestellte Durchflussmesseinrichtung 33 misst die Konzentration
des Desinfektionsmittels in der Probe aus Behandlungsflüssigkeit und restlichem Desinfektionsmittel
nach Abschluss der Desinfektion, nämlich am Ende der Klarwaschzone 17, wo sich die
dritte Außentrommel 21 befindet. Alternativ oder zusätzlich kann die in der Fig. 2
im Zusammenhang mit der dritten Außentrommel 21 hinter der Klarwaschzone 17 dargestellte
Durchflussmesseinrichtung 33 mit ihren Zusatzkomponenten auch im Bereich der zweiten
Außentrommel 20 vor der Klarwaschzone 17 vorgesehen sein. Dann wird die Konzentration
des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit auch (zusätzlich) vor der Klarwäsche
ermittelt, wodurch feststellbar ist, ob in der Behandlungsflüssigkeit zur ausreichenden
Desinfektion der Wäsche genügend Desinfektionsmittel enthalten ist. Falls das nicht
der Fall ist, kann vor der Klarwäsche durch Zugabe von mindestens einem Desinfektionsmittel
die Konzentration desselben in der Behandlungsflüssigkeit auf die vorgesehene Sollkonzentration
erhöht werden.
[0043] Falls gemäß der Darstellung in der Fig. 1 von der einzigen Durchflussmesseinrichtung
33 sowohl die Konzentration des Desinfektionsmittels vor und nach der Klarwaschzone
17 gemessen wird, ist der in der Fig. 2 dargestellten Durchflussmesseinrichtung 33
auch eine Probe aus dem Bereich der zweiten Außentrommel 20 vor der Klarwaschzone
17 zuführbar. Dann befindet sich gemäß der Darstellung in der Fig. 2 vor dem Filter
32 die in der Fig. 1 dargestellte Sammelstelle 30, über die wahlweise mindestens eine
Probe aus der zweiten Außentrommel 20 vor der Klarwaschzone 17 oder der dritten Außentrommel
21 hinter der Klarwaschzone 17 zur einzigen in der Fig. 2 gezeigten Durchflussmesseinrichtung
33 und ihren zusätzlichen Komponenten zuführbar ist durch entsprechendes Betätigen
der Absperrventil 28, 29 in den Probeentnahmeleitungen 26 bzw. 27.
[0044] Der Filter 32 ist so ausgebildet, dass er eine Filtergüte aufweist, die sicherstellt,
dass in den Durchflusszellen 37, 38 von den Sensoren Messergebnisse ermittelbar sind,
die von auszufilternden Bestandteilen in der Probe nicht beeinträchtigt werden können.
Bevorzugt handelt es sich beim Filter 32 um einen Feinfilter, insbesondere einen Feinstfilter
mit mindestens einer Filtermembran. Alternativ ist es auch denkbar, statt eines Filters
32 mehrere aufeinanderfolgende Filter vorzusehen, die eine mehrstufige Filtration
zulassen, insbesondere mit unterschiedlichen Filtergüten. Beispielsweise sind dann
ein Grobfilter und ein darauf folgender Feinfilter, insbesondere Feinstfilter, vorgesehen.
[0045] Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Desinfektion von Wäsche bei der
Nassbehandlung im Zusammenhang mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung erläutert:
Das erfindungsgemäße Verfahren bezieht sich auf die Nassbehandlung von Wäsche jeglicher
Art, wobei die Wäsche mindestens gewaschen und desinfiziert wird. Bevorzugt findet
die Desinfektion beim Waschen der Wäsche statt. Die Wäsche wird also gleichzeitig
gewaschen und dabei desinfiziert. Zu diesem Zweck wird der Behandlungsflüssigkeit
der Wäsche eine entsprechende Menge mindestens eines Desinfektionsmittels zugemischt.
[0046] Das Verfahren ist erfindungsgemäß so ausgebildet, dass eine Kontrolle erfolgt, ob
die Desinfektion der Wäsche in ausreichendem Maße vorzugsweise vollständig erfolgt
ist, so dass die desinfizierte Wäsche als steril einzustufen ist. Nach dem Verfahren
wird diese Prüfung der Vollständigkeit der Desinfektion nach dem Waschvorgang, insbesondere
nach der Klarwäsche, vorgenommen. Es erfolgt so die Prüfung der Vollständigkeit der
Desinfektion "in situ". Dadurch ist es - wenn aufgrund der Messung erforderlich -
möglich, den Desinfektionsvorgang über den vorgesehenen Zeitraum hinweg um einen gewissen
empirisch ermittelten und/oder errechneten Zeitraum zu verlängern.
[0047] Obwohl bevorzugt vorgesehen ist, die Prüfung des Desinfektionsvorgangs nach der Klarwäsche
vorzunehmen, ist es auch denkbar, die Prüfung der Vollständigkeit der Desinfektion
während anderer Phasen des Waschvorgangs vorzunehmen. Denkbar ist es auch, die Prüfung
der Vollständigkeit der Desinfektion beim Spülen der gewaschenen Wäsche und/oder bei
einer Nachbehandlung der Wäsche, beispielsweise in einer Bleich- und/oder Ausrüstzone,
vorzunehmen.
[0048] Für die nachfolgende Beschreibung wird davon ausgegangen, dass die Desinfektion in
der Klarwaschzone 17 der Durchlaufwaschmaschine 10 erfolgt und die Prüfung der Desinfektion,
insbesondere der Vollständigkeit der Desinfektion, am Ende der Klarwaschzone 17 stattfindet.
Dann wird von der der letzten Kammer 15 der Klarwaschzone 17 zugeordneten dritten
Außentrommel 21 eine kleine Menge an Behandlungsflüssigkeit, nämlich Klarwaschflüssigkeit,
mit dem darin idealerweise noch vorhandenen restlichen Desinfektionsmittel als Probe
entnommen. Das Volumen dieser Probe ist nur so groß wie zur automatischen Messung
des restlichen Anteils von Desinfektionsmitteln in der Behandlungsflüssigkeit erforderlich.
Beispielsweise reichen wenige Liter der Behandlungsflüssigkeit, nämlich Klarwaschflüssigkeit,
mit dem darin noch vorhandenen restlichen Desinfektionsmittel als zu messende Probe
aus.
[0049] Nach dem Filtern der Probe im mindestens einen Filter 32 wird die gefilterte Probe
von der Pumpe 31 in die erste Durchflusszelle 37 gepumpt. Hier werden im Durchfluss,
vorzugsweise kontinuierlich, meistens die Temperatur und/oder der pH-Wert vom Temperatur-Sensor
40 bzw. pH-Wert-Sensor 41 gemessen. Zusätzlich oder alternativ kann vom Leitwert-Sensor
39 auch der Leitwert der Probe, also der Behandlungsflüssigkeit mit dem darin vorzugsweise
noch enthaltenen Rest des Desinfektionsmittels, gemessen werden. Weil zumindest die
Temperatur und/oder der pH-Wert der Probe die Messung der Konzentration des Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit beeinflussen können, kann anhand der gemessenen Temperatur
und/oder dem pH-Wert eine Messwertkompensation und/oder Korrektur erfolgen. Dadurch
wird verhindert, dass bei unterschiedlichen Temperaturen und/oder pH-Werten in der
Probe der Messwert der in der nachfolgenden zweiten Durchflusszelle 38 gemessenen
Konzentration oder insbesondere Restkonzentration nach der Desinfektion das Desinfektionsmittel
verfälscht wird und somit aussagekräftige Messwerte für die nach der Desinfektion
in der Behandlungsflüssigkeit noch vorhandenen restlichen Desinfektionsmittel vorliegen.
Falls auch der Leitwert der Behandlungsflüssigkeit mit dem darin noch vorhandenen
Desinfektionsmittel vom Leitwert-Sensor 39 in der ersten Durchflusszelle 37 ermittelt
wird, kann das das Messergebnis insbesondere bei bestimmten Desinfektionsmitteln noch
weiter verbessern.
[0050] Die die erste Durchflusszelle 37 verlassende Probe wird im Mischer 45 nochmals vermischt,
um eine gleichmäßige Verteilung restlichen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit,
insbesondere Klarwaschflüssigkeit am Ende der Klarwaschzone 17, herbeizuführen. Dadurch
gelangt in die zweite Durchflusszelle 38 die Probe im homogen durchmischten Zustand.
[0051] In der zweiten Durchflusszelle 38 wird - ebenso wie in der ersten Durchflusszelle
37 - beim Durchfluss der Probe vorzugsweise kontinuierlich mindestens die Konzentration
des restlichen wenigstens einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
bzw. der Klarwaschflüssigkeit gemessen. Dies geschieht mit mindestens einem auf das
jeweilige Desinfektionsmittel abgestimmten Desinfektionsmittel-Sensor. Es handelt
sich hierbei um einen Sensor, der die Restkonzentration des Desinfektionsmittels,
beispielsweise Peressigsäure, Wasserstoffperoxid und/oder Chlor, misst. Sofern nicht
ein Desinfektionsmittel-Sensor 42 zur Messung verschiedener Desinfektionsmittel geeignet
bzw. umschaltbar ist, sind mehrere für unterschiedliche Desinfektionsmittel vorgesehene
Desinfektionsmittel-Sensoren 42 der Durchflusszelle 38 zugeordnet, wenn verschiedene
Desinfektionsmittel zu messen sind.
[0052] Der zweiten Durchflusszelle 38 können auch noch ein pH-Wert-Sensor 43 und/oder ein
Temperatur-Sensor 44 optional zugeordnet sein. Diese zusätzlichen Sensoren sind beispielsweise
dann sinnvoll, wenn vor der zweiten Durchflusszelle 38 kaltes Frischwasser der Probe
zugemischt wird, damit die Probe zur Messung in der zweiten Durchflusszelle 38 die
vorgesehene gewünschte Temperatur und/oder den vorgesehenen pH-Wert aufweist.
[0053] Wird bei der Messung des restlichen Anteils des mindestens einen Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit, insbesondere der zur Klarwäsche verwendeten Klarwaschflüssigkeit,
festgestellt, dass noch restliches Desinfektionsmittel in der Behandlungsflüssigkeit
vorhanden ist, deutet das auf eine ausreichende Desinfektion der Wäsche, insbesondere
nach der Klarwäsche, hin. Möglich ist es auch, eine Mindestkonzentration des Desinfektionsmittels
nach dem Desinfektionsvorgang vorzugeben, um die Sicherheit einer vollständigen Desinfektion
zu erhöhen. Dann wird vom wenigstens einen Desinfektionsmittel-Sensor 42 die Konzentration
des Desinfektionsmittel in der Behandlungsflüssigkeit am Ende der Klarwaschzone ermittelt
und mit der vorgegebenen Mindest-Restkonzentration verglichen.
[0054] Wenn die vorstehend beschriebene Prüfung der Vollständigkeit der Desinfektion ergibt,
dass nach dem Desinfektionsvorgang in der Behandlungsflüssigkeit überhaupt kein Desinfektionsmittel
mehr vorhanden ist oder die Restkonzentration des Desinfektionsmittels unterhalb eines
vorgegebenen Grenzwerts liegt, ist das ein Indiz für eine unvollständige Desinfektion.
Wenn eine zu geringe Restkonzentration des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
festgestellt wird, kann die Desinfektionsdauer verlängert werden, indem die Desinfektion
der Wäsche verlängert wird bzw. eine Nachdesinfektion mit dem restlichen Desinfektionsmittel
erfolgt, bis die Wäsche vollständig desinfiziert ist. Wird jedoch überhaupt kein Desinfektionsmittel
in der Behandlungsflüssigkeit nach dem Desinfektionsvorgang mehr gemessen, muss Desinfektionsmittel
zur Behandlungsflüssigkeit in der Klarwaschzone 17 nachdosiert werden und anschließend
eine Nachdosierung erfolgen. Dazu wird mit dem nachdosierten Desinfektionsmittel die
Wäsche nachbehandelt, bis sie - eventuell nach einer nochmaligen Messung der Restkonzentration
des Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit - vollständig desinfiziert
ist.
[0055] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es auch, alternativ oder zusätzlich die
Messung der Konzentration des mindestens einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
im Bereich einer anderen Stelle der Trommel 12 der Durchlaufwaschmaschine 10, insbesondere
an mindestens einer anderen Außentrommel 19, 20, 22 und/oder 23, durchzuführen.
[0056] In der Darstellung der Fig. 1 ist es vorgesehen, auch vor der Klarwäsche, also am
Anfang der Klarwaschzone 17, aus der dieser zugeordneten zweiten Außentrommel 20 eine
Probe der Behandlungsflüssigkeit, insbesondere Klarwaschflüssigkeit, mit diesem zugegebenen,
mindestens einen Desinfektionsmittel abzuzweigen und über die Probenentnahmeleitung
26 und die Sammelstelle 30 hinweg von der Pumpe 31 durch den mindestens einen Filter
32 und anschließend durch die Durchflussmesseinrichtung 33, nämlich die Durchflusszelle
37 und die Durchflusszelle 38, zu transportieren. Hier findet die Messung der Konzentration
des mindestens einen Desinfektionsmittels in der noch unbenutzten Klarwaschflüssigkeit
genauso statt wie im Zusammenhang mit der Messung der Konzentration des restlichen
Desinfektionsmittels in der benutzten Behandlungsflüssigkeit, insbesondere Klarwaschflüssigkeit,
beschrieben. Nur wird vor der Klarwaschzone 17 die Konzentration des mindestens einen
Desinfektionsmittels in der ungenutzten Behandlungsflüssigkeit vor der Desinfektion
gemessen, wenn sich nämlich noch das gesamte zur Desinfektion erforderliche und vorgesehene
Desinfektionsmittel in der Behandlungsflüssigkeit bindet. Die vor der Klarwaschzone
17 gemessene Konzentration des mindestens einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
wird verglichen mit einer Sollkonzentration. Liegt die gemessene Konzentration unter
der Sollkonzentration, wird noch vor Beginn der Klarwäsche und damit auch des Desinfektionsvorgangs
das mindestens eine Desinfektionsmittel in der fehlenden Menge hinzudosiert. Danach
kann gegebenenfalls nach einer nochmals erfolgenden Konzentrationsmessung des mindestens
einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit, insbesondere Klarwaschflüssigkeit,
der Desinfektionsvorgang beginnen.
[0057] Im Folgenden wurde das erfindungsgemäße Verfahren im Zusammenhang mit einer Durchlaufwaschmaschine
10 für gewerbliche Wäschereien beschrieben. Das Verfahren kann aber prinzipiell genauso
angewendet werden im Zusammenhang mit anderen Waschmaschinen, insbesondere Waschschleudermaschinen,
und zwar vor allem solche, die auch in gewerblichen Wäschereien eingesetzt werden.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Durchlaufwaschmaschine |
42 |
Desinfektionsmittel-Sensor |
| 11 |
Drehachse |
43 |
pH-Wert-Sensor |
| 12 |
Trommel |
44 |
Temperatur-Sensor |
| 13 |
Durchlaufrichtung |
45 |
Mischer |
| 14 |
Trennwand |
46 |
Abfluss |
| 15 |
Kammer |
47 |
Abfluss |
| 16 |
Vorwaschzone |
48 |
Absperrventil |
| 17 |
Klarwaschzone |
49 |
Absperrventil |
| 18 |
Spülzone |
50 |
Durchflussmesser |
| 19 |
erste Außentrommel |
51 |
Frischwasserzulauf |
| 20 |
zweite Außentrommel |
52 |
Dosierpumpe |
| 21 |
dritte Außentrommel |
53 |
Absperrventil |
| 22 |
vierte Außentrommel |
|
|
| 23 |
fünfte Außentrommel |
|
|
| 24 |
Beladerutsche |
|
|
| 25 |
Entladerutsche |
|
|
| 26 |
Probenentnahmeleitung |
|
|
| 27 |
Probenentnahmeleitung |
|
|
| 28 |
Absperrventil |
|
|
| 29 |
Absperrventil |
|
|
| 30 |
Sammelstelle |
|
|
| 31 |
Pumpe |
|
|
| 32 |
Filter |
|
|
| 33 |
Durchflussmesseinrichtung |
|
|
| 34 |
Durchlaufleitung |
|
|
| 35 |
Puffertank |
|
|
| 36 |
Absperrventil |
|
|
| 37 |
Durchflusszelle |
|
|
| 38 |
Durchflusszelle |
|
|
| 39 |
Leitwert-Sensor |
|
|
| 40 |
Temperatur-Sensor |
|
|
| 41 |
pH-Wert-Sensor |
|
|
1. Verfahren zur Nassbehandlung von Wäsche, wobei die Wäsche in einer Behandlungsflüssigkeit
mindestens gewaschen wird und mit Desinfektionsmittel die Wäsche desinfiziert wird,
und das Desinfektionsmittel nach der Desinfektion oder vor und nach der Desinfektion
gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, dass mit mindestens einem Sensor für ein jeweiliges bestimmtes Desinfektionsmittel die
Konzentration des jeweiligen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit gemessen
wird, indem für je nach Wäscheart unterschiedlichem Desinfektionsmittel verschiedene
Sensoren vorgesehen sind, die die Konzentration des jeweiligen eingesetzten Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit gezielt messen, und bei nach der Wäsche gemessener zu
geringer Konzentration des mindestens einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit
das Waschen über einen Nachdesinfektionszeitraum hinweg fortgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorwäsche in einer hierzu dienenden Behandlungsflüssigkeit, insbesondere Vorwaschflüssigkeit,
und die Klarwäsche in einer dazu dienenden anderen Behandlungsflüssigkeit, insbesondere
Klarwaschflüssigkeit, erfolgt, wobei die Wäsche bei der Klarwäsche desinfiziert wird
und dabei das wenigstens eine Desinfektionsmittel der zum Klarwaschen dienenden Behandlungsflüssigkeit
zugegeben wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des wenigstens einen Desinfektionsmittels mit wenigstens einem
Sensor im Durchflussprinzip gemessen wird, insbesondere bei einer festgelegten konstanten
Temperatur.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor und/oder nach der Desinfektion der Wäsche eine zur Messung der Konzentration
des wenigstens einen Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit ausreichende
kleine Menge als Probe der Desinfektionsmittel aufweisenden Behandlungsflüssigkeit
von der gesamten zum Waschen, vorzugsweise Klarwaschen, dienenden Behandlungsflüssigkeit
mit dem darin noch vorhandenen Desinfektionsmittel abgezweigt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die abgezweigte Probe einer kleinen Menge der Desinfektionsmittel aufweisenden Behandlungsflüssigkeit
zuerst mindestens einmal gefiltert wird, bevor sie dem mindestens einen Sensor zugeführt
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei nach der Klarwäsche gemessenen zu geringen Konzentration des mindestens einen
Desinfektionsmittels in der Behandlungsflüssigkeit das Klarwaschen über einen Nachdesinfektionszeitraum
hinweg fortgesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor Beginn der Nachdesinfektion der Behandlungsflüssigkeit eine solche Menge Desinfektionsmittel
zugesetzt wird, die der Mindestkonzentration des mindestens einen Desinfektionsmittels
in der Behandlungsflüssigkeit am Ende der Wäsche, vorzugsweise Klarwäsche, und/oder
am Ende des Desinfektionsvorgangs entspricht.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest vor und/oder nach dem Waschen, vorzugsweise nach dem Klarwaschen, der pH-Wert
der Behandlungsflüssigkeit mit dem darin gegebenenfalls noch vorhandenen wenigstens
einen Desinfektionsmittel gemessen wird, insbesondere zu dieser Messung auch die Probe
verwendet wird.
1. Method for the wet treatment of laundry, wherein the laundry is at least washed in
a treatment liquid and the laundry is disinfected with disinfectant, and the disinfectant
is measured after the disinfection or before and after the disinfection, characterized in that, with at least one sensor for a respective specific disinfectant, the concentration
of the respective disinfectant in the treatment liquid is measured, in that various sensors for different disinfectants, according to the type of laundry, are
provided and specifically measure the concentration in the treatment liquid of the
respective disinfectant used and, when there is too low a concentration of the at
least one disinfectant in the treatment liquid measured after washing, the washing
is continued beyond the post-disinfection time period.
2. Method according to Claim 1, characterized in that a pre-washing is performed in a treatment liquid serving for the purpose, in particular
a pre-washing liquid, and the final washing is performed in another treatment liquid
serving for the purpose, in particular a final washing liquid, wherein the laundry
is disinfected in the final washing and at least one disinfectant is thereby added
to the treatment liquid serving for the final washing.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the concentration of the at least one disinfectant is measured by at least one sensor
on the basis of the flow principle, in particular with a fixed constant temperature.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, before and/or after the disinfection of the laundry, a small amount, sufficient
for measuring the concentration of the at least one disinfectant in the treatment
liquid, is diverted as a sample of the treatment liquid comprising the disinfectant
from the overall treatment liquid serving for the washing, preferably final washing,
with the disinfectant still present in it.
5. Method according to Claim 4, characterized in that the diverted sample of a small amount of the treatment liquid comprising the disinfectant
is first filtered at least once before it is passed to the at least one sensor.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, in the case of too low a concentration of the at least one disinfectant in the treatment
liquid measured after the final washing, the final washing is continued beyond a post-disinfection
time period.
7. Method according to Claim 1, characterized in that, before the beginning of the post-disinfection, such an amount of disinfectant that
corresponds to the minimum concentration of the at least one disinfectant in the treatment
liquid at the end of the washing, preferably final washing, and/or the end of the
disinfection operation is added to the treatment liquid.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, at least before and/or after the washing, preferably after the final washing, the
pH of the treatment liquid with the at least one disinfectant possibly still present
in it is measured, in particular the sample is also used for this measurement.
1. Procédé de traitement par voie humide de linge, le linge étant au moins lavé dans
un liquide de traitement et le linge étant désinfecté avec un produit désinfectant,
et le produit désinfectant étant mesuré avant la désinfection ou après la désinfection,
caractérisé en ce que la concentration d'un produit désinfectant déterminé respectif dans le liquide de
traitement est mesurée avec au moins un capteur pour le produit désinfectant respectif
en prévoyant différents capteurs pour des produits désinfectants différents, en fonction
du type de linge, lesquels mesurent de manière ciblée la concentration du produit
désinfectant respectivement utilisé dans le liquide de traitement, et le lavage est
poursuivi sur une période de post-désinfection dans le cas où la concentration de
l'au moins un produit désinfectant dans le liquide de traitement est trop faible après
le lavage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un prélavage dans un liquide de traitement servant à cet effet est effectué, notamment
un liquide de prélavage, et le lavage principal dans un autre liquide de traitement
servant à cet effet, notamment un liquide de lavage principal, le linge étant désinfecté
lors du lavage principal et l'au moins un produit désinfectant étant ici ajouté au
liquide de traitement servant au lavage principal.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la concentration de l'au moins un produit désinfectant est mesurée avec au moins
un capteur selon le principe du débit, notamment à une température constante spécifiée.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant et/ou après la désinfection du linge, une petite quantité, suffisante pour la
mesure de la concentration de l'au moins un produit désinfectant dans le liquide de
traitement, est détournée en tant qu'échantillon du liquide de traitement présentant
le produit désinfectant de la totalité du liquide de traitement servant au lavage,
de préférence au lavage principal, avec le produit désinfectant qui s'y trouve encore.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'échantillon détourné d'une petite quantité du liquide de traitement présentant
le produit désinfectant est tout d'abord filtré au moins une fois avant qu'il soit
acheminé à l'au moins un capteur.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans le cas d'une concentration trop faible de l'au moins un produit désinfectant
dans le liquide de traitement mesurée après le lavage principal, le lavage principal
est poursuivi sur une période de post-désinfection.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avant de commencer la post-désinfection, une quantité de produit désinfectant est
ajoutée au liquide de traitement, laquelle correspond à la concentration minimale
de l'au moins un produit désinfectant dans le liquide de traitement à la fin du lavage,
de préférence du lavage principal, et/ou à la fin de l'opération de désinfection.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la valeur pH du liquide de traitement avec l'au moins un produit désinfectant qui
y est éventuellement encore présent est mesurée au moins avant et/ou après le lavage,
de préférence après le lavage principal, l'échantillon étant notamment également utilisé
pour cette mesure.