[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Etikettieranordnung für ein mehrteiliges
Gefäß, das auf einfache und kostengünstige Weise zu einem zuverlässigen Manipulationsschutz
für das Gefäß beitragen kann. Die Erfindung betrifft außerdem eine Verwendung einer
solchen Etikettieranordnung für ein mehrteiliges Gefäß und ein System mit einer solchen
Etikettieranordnung und einem mehrteiligen Gefäß. Die Erfindung betrifft weiter ein
Verfahren zum Anbringen einer solchen Etikettieranordnung an einem mehrteiligen Gefäß.
[0002] Die Druckschrift
DE 695 13 567 T2 befasst sich mit einem Verschluss für den Öffnungsbereich eines hermetisch verschlossenen,
blasgeformten Behälters. Der Behälter ist aus einem thermoplastischen Material gefertigt
und umfasst einen Körperabschnitt mit einem oberen Ende, das in einem damit einstückigen
Halsabschnitt endet. Der Behälter umfasst weiter einen Öffnungsabschnitt, der einstückig
mit dem Halsabschnitt ausgebildet ist, und einen vorgebildeten Verschlusseinsatz,
der innerhalb des Öffnungsabschnitts feststehend ist.
[0003] Die Druckschrift
US 4 540 101 A offenbart eine Behälteranordnung mit einem Behälter, einem Verschluss, der eine Öffnung
des Behälters bedeckt, eine Schürze und ein manipulationsanzeigendes Band, das über
der Schürze liegt und an dem Behälter befestigt ist. Das Band weist schräge Kerblinien
auf, die beabstandet voneinander geneigte, zerbrechliche Streifen ausbilden.
[0004] Die Druckschrift
EP 2 014 570 A1 offenbart ein weiteres Verpackungssystem mit einem Behälter, auf dem eine Verschlussanordnung
aufgesetzt ist. Die Druckschrift
ES 2 199 699 A1 offenbart einen Sicherheitsstopfen für eine Flasche und auch die Druckschrift
US 5 092 477 A offenbart einen Verschluss für einen Behälter, der eine Kinder- und Manipulationssicherung
einrichten soll.
[0005] Etikettieranordnungen umfassen üblicherweise ein Etikett, das der Autorisierung sowie
der Authentifizierung oder zum Herkunftsnachweis dienen kann. Zum Beispiel kommt eine
Etikettieranordnung zum Einsatz, wenn es erforderlich ist, Inhaltsstoffe gegen einen
unbefugten Zugriff zu schützen und eine erfolgte Öffnung des zugehörigen Behälters
erkennen zu lassen. Dies betrifft insbesondere Behälter im pharmazeutischen und medizinischen
Bereich, deren Inhalte gegen Manipulationen geschützt werden sollen.
[0006] Es ist eine Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, auf einfache und kostengünstige
Weise zu einer zuverlässigen Kennzeichnung für ein mehrteiliges Gefäß beizutragen.
[0007] Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den jeweiligen Unteransprüchen angegeben.
[0008] Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst eine Etikettieranordnung für ein mehrteiliges
Gefäß ein hülsenförmiges Kappenelement, das an einer inneren Oberfläche eine Verzahnungsstruktur
aufweist und das dazu ausgebildet ist, auf einen ersten Teil des Gefäßes aufgebracht
und mittels der Verzahnungsstruktur mit einer äußeren Oberfläche des ersten Teils
gekoppelt zu werden. Die Etikettieranordnung weist weiter ein Siegeletikett mit einem
ersten Etikettenabschnitt und einem an dem ersten Etikettenabschnitt angrenzenden
zweiten Etikettenabschnitt auf, wobei der zweite Etikettenabschnitt dazu ausgebildet
ist, an einem zweiten Teil des Gefäßes befestigt zu werden, und der erste Etikettenabschnitt
dazu ausgebildet ist, in einem an dem Gefäß applizierten Zustand des Siegeletiketts
das aufgebrachte Kappenelement zu umgeben. Die Etikettieranordnung weist ferner zumindest
einen Durchtrennungsbereich auf, sodass bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung
applizierten Gefäßes die Etikettieranordnung in dem Durchtrennungsbereich durchtrennbar
ist und zumindest ein Teil des Kappenelements zusammen mit dem ersten Teil des Gefäßes
von dem zweiten Teil des Gefäßes entfernbar ist.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist der erste Etikettenabschnitt dazu eingerichtet,
in einem an dem Gefäß applizierten Zustand des Siegeletiketts 20 an dem aufgebrachten
Kappenelement befestigt zu werden, sodass das Siegeletikett das Kappenelement mit
dem zweiten Teil des Gefäßes koppelt.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Etikettieranordnung weist das Siegeletikett
einen Durchtrennungsbereich auf, der zwischen dem ersten und dem zweiten Etikettenabschnitt
angeordnet ist, sodass bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung applizierten
Gefäßes das Siegeletikett in dem Durchtrennungsbereich des Siegeletiketts vorgegeben
durchtrennbar ist und der erste Etikettenabschnitt zusammen mit dem zumindest einen
Teil des Kappenelements und dem ersten Teil des Gefäßes von dem zweiten Etikettenabschnitt
und dem zweiten Teil des Gefäßes entfernbar ist.
[0011] Alternativ oder zusätzlich weist das Kappenelement einen Durchtrennungsbereich auf.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung ist das Kappenelement zweiteilig
ausgebildet und weist einen Durchtrennungsbereich auf, wobei das Kappenelement bezogen
auf eine Längsachse der Etikettieranordnung oder des Kappenelements einen ersten Kappenabschnitt
und einen zweiten Kappenabschnitt aufweist und der Durchtrennungsbereich des Kappenelements
zwischen dem ersten und dem zweiten Kappenabschnitt ausgebildet ist. Bei einem Öffnen
des mit der Etikettieranordnung applizierten Gefäßes ist das Kappenelement daher in
dem Durchtrennungsbereich des Kappenelements vorgegeben durchtrennbar und der erste
Kappenabschnitt zusammen mit dem ersten Teil des Gefäßes von dem unteren Kappenabschnitt
und dem zweiten Teil des Gefäßes entfernbar ist.
[0012] Mittels der beschriebenen Etikettieranordnung ist unter anderem eine zuverlässige
und kostengünstige Siegellösung für Spritzen realisierbar. Die Etikettieranordnung
ermöglicht eine sichere Versiegelung zum Beispiel von Primärverpackungen oder Gefäße
im pharmazeutischen Bereich, wie Spritzen, Injektionsfläschchen oder Vials, wodurch
eine Intaktheit einer Medikamentenverpackung garantiert oder eine solche angezeigt
werden kann. Die Etikettieranordnung verhindert eine unbewusste Wiederverwendung einer
entsprechend etikettierten Primärverpackung nach deren Gebrauch und zeigt deutlich
sichtbar und zuverlässig eine Erstöffnung der Primärverpackung an. Somit wird mittels
der Etikettieranordnung auch einer Manipulation der Primärverpackung entgegengewirkt
bzw. durch einen Erstöffnungnachweis gekennzeichnet.
[0013] Weist das Kappenelement einen Durchtrennungsbereich auf, so sind in diesem beispielsweise
Verbindungsstege ausgebildet, welche den oberen, ersten Kappenabschnitt mit dem unteren
zweiten Kappenabschnitt verbinden. Bei einem Öffnen des Gefäßes mittels Ziehen und/oder
Drehen an dem aufgesetzten Kappenelement brechen die Verbindungsstege auf und ermöglichen
es den ersten Kappenabschnitt zusammen mit dem darin fest gekoppelten ersten Teil
des Gefäßes von den verbleibenden Komponeten abzunehmen.
[0014] Weist das Siegeletikett einen Durchtrennungsbereich auf, so ist in diesem vorzugsweise
ein Durchtrennungselement in Form einer oder mehrerer Perforationen angeordnet. Alternativ
oder zusätzlich kann ein Aufreißstreifen in dem Durchtrennungsbereich des Siegeletiketts
vorgesehen sein. Mittels eines Aufreißstreifens kann das Siegeletikett bei einem Öffnen
des Gefäßes gezielt durchtrennt werden. Somit kann auf einfache und kostengünstige
Weise ein kontrolliertes Durchtrennen des Siegeletiketts entlang der vorgegebenen
Perforation oder des Aufreißstreifens erfolgen. Eine Perforation kann insbesondere
auch mit Ausstanzungen oder Abzweigungen nach oben und/oder unten kombiniert sein,
um nach dem Durchtrennen des Siegeletiketts und Öffnen des Gefäßes deutlich sichtbare
Beschädigungen zu hinterlassen. Die Perforation kann beispielsweise zackenförmig ausgebildet
sein, um einen deutlich sichtbaren Indikator für eine Erstöffnung bereitzustellen.
[0015] Alternativ oder zusätzlich kann das Siegeletikett in dem Durchtrennungsbereich eine
Folie oder ein Folienelement aufweisen, das eine relativ niedrige Einreißfestigkeit
besitzt, sodass ein einfaches Einreißen und Durchtrennen des Folienelements möglich
ist. Ein solches Folienelement ist zum Beispiel als Acetatfolie ausgebildet und benötigt
keine gesonderte Perforation oder sonstige Schwächungsstruktur, um ein einfaches Durchtrennen
zu ermöglichen.
[0016] Die Etikettieranordnung kann aber auch so ausgebildet sein, dass der erste Etikettenabschnitt
des Siegeletiketts den ersten Teil des Gefäßes hülsenartig umschließt, ohne an oder
mit dem ersten Teil des Gefäßes klebend gekoppelt zu sein. Der erste Etikettenabschnitt
kann somit das Kappenelement bezogen dessen Längsachse kontaktfrei oder klebefrei
rundum umschließen. Der erste Etikettenabschnitt bildet dann eine in Bezug auf die
Längsachse nach oben offene Etikettenhülse aus. Bei einem Öffnen des Gefäßes wird
dann der erste Etikettenabschnitt an eine äußere Oberfläche des Kappenelements angedrückt
und mittels Ziehen und/oder Drehen von dem zweiten Etikettenabschnitt abgetrennt und
zusammen mit dem Kappenelement und dem ersten Teil des Gefäßes von dem zweiten Teil
des Gefäßes entfernt.
[0017] Gemäß einer solchen Ausführungsform ist der erste Etikettenabschnitt vorzugsweise
so ausgebildet, dass lediglich ein schmaler Spalt oder Zwischenraum zwischen dem aufgesetzten
Kappenelement und dem umgebenden ersten Etikettenabschnitt vorhanden ist. Eine Manipulation
oder ein Öffnungsversuch durch Eingreifen von oben in den schmalen Zwischenraum führt
zu einem Einreißen oder Zerknittern des ersten Etikettenabschnitts, sodass ein solcher
Vorgang erkenntliche Spuren hinterlässt.
[0018] Im Rahmen dieser Beschreibung beziehen sich Begriffe wie "oben" und "unten" auf eine
betriebsgemäße Anordnung beziehungsweise Anwendung der Etikettieranordnung und des
Gefäßes. Dies betrifft auch Bezeichnungen wie "Kopf" und "Körper", wobei der Kopf
in der Regel oben und der Körper üblicherweise unten anzuordnen ist. Der erste Teil
des Gefäßes bildet zum Beispiel als ein oberer Teil einen Kopf eines Injektionsfläschchens
oder einer Spritze aus, und umfasst beispielsweise eine Kappe, einen Deckel oder einen
Primärverschluss bzw. eine Primärkappe, welche zum Öffnen des Gefäßes entfernt wird.
Der zweite Teil des Gefäßes bildet dann zum Beispiel als unterer Teil einen Körper
des Injektionsfläschchens oder der Spritze aus, der einen Behälter zur Aufnahme und
Verwahrung eines vorgegebenen Inhalts realisiert.
[0019] Der erste Etikettenabschnitt des Siegeletiketts ist dem oberen, ersten Teil des Gefäßes
zugeordnet, welches zum Öffnen des Gefäßes entfernt wird, und kann daher auch als
oberer Etikettenabschnitt bezeichnet werden. Der zweite Etikettenabschnitt des Siegeletiketts
ist dem unteren, zweiten Teil des Gefäßes zugeordnet, und verbleibt nach einem Öffnen
an dem Körper oder Behälter des Gefäßes und kann daher auch als unterer Etikettenabschnitt
bezeichnet werden.
[0020] Das Gefäß bildet einen Primärbehälter an dem die Etikettenanordnung als Sekundärkomponente
vorgegeben angebracht wird. Das Kappenelement kann daher auch als Sekundärkappe bezeichnet
werden, welche auf die Primärkappe des Gefäßes aufgesetzt ist. Im Folgenden wird die
Etikettieranordnung überwiegend im Zusammenwirken mit einer Spritze beschrieben, welche
zum Beispiel ein mehrteiliges Primärgefäß mit einem Spritzenkopf und einem Spritzenkörper
darstellt. Das Prinzip ist aber auch für andere Pharmaverpackungen, wie zum Beispiel
Injektionsfläschchen oder Vials, anwendbar. Der Spritzenkopf umfasst zum Beispiel
einen Primärverschluss der Spritze, beispielsweise in Form einer abnehmbaren Primärkappe,
welche mit dem Kappenelement als eine weitere Kappe bzw. Sekundärkappe gezielt abgedeckt
wird. Die Sekundärkappe wird mittels des Siegeletiketts an der Spritze, insbesondere
an dem Spritzenkörper, befestigt und verbindet die Sekundärkappe mit dem Spritzenkörper.
Auf diese Weise kann eine zuverlässige und sichere Versiegelung des Primärgefäßes
eingerichtet werden, welche einer unbefugten Manipulation des Gefäßinhalts entgegenwirkt
und einen Erstgebrauch bzw. eine bereits erfolgte Öffnung deutlich erkennbar anzeigt.
Das Siegeletikett kann daher auch als Sicherheitsetikett bezeichnet werden, da es
zu einer Sicherheit des Gefäßinhalts bzw. des Gefäßzustands beiträgt.
[0021] Die beschriebene Etikettieranordnung ermöglicht insbesondere ein nachträgliches Versiegeln
von vorgefüllten Spritzen. Mittels des Kappenelements ist ein Adapter für eine Primärkappe
bzw. den ersten Teil des Gefäßes realisert, welcher insbesondere für großvolumige
Spritzen von beispielsweise 10 ml, 20 ml oder 50 ml Volumeninhalt einen Geometrieausgleich
zwischen Spritzenkopf und Spritzenkörper ermöglicht. Daher trägt die Etikettieranordnung
auch zu einer einfachen, automatisierten und prozesssicheren Etikettierfähigkeit von
solchen Gefäßen bei. Üblicherweise ist der Gefäßkopf geometrisch kleiner ausgebildet
als der Gefäßkörper. Dies bezieht sich bei rotationssymmetrischen Gefäßen, wie einer
Spritze, insbesondere auf einen Durchmesser der beiden Gefäßteile. Mittels des aufzusetzenden
Kappenelements wird der Durchmesser des Kopfbereichs gezielt vergrößert und zum Beispiel
an einen Durchmesser des Körperbereichs angegelichen. Auf diese Weise kann das Siegeletikett
besonders einfach und zuverlässig auf das mit dem Kappenelement adaptierte Gefäß aufgebracht
werden.
[0022] Das Siegeletikett weist zum Beispiel an einer Unterseite eine Klebeschicht auf, die
ein einfaches Anbringen und Befestigen an dem zweiten Teil des Gefäßes und an dem
aufgesetzten Kappenelement ermöglicht. Vorzugsweise ist eine äußere Oberfläche des
Kappenelements vorgegeben aufgerauht und/oder weist eine Mikrostruktur auf, die zu
einem besonders zuverlässigen Ankleben des Siegeletiketts beiträgt. Eine äußere Oberfläche
der Sekundärkappe ist für die Anhaftung eines mit Haftkleber ausgestatteten Siegeletiketts
optimiert bzw. auf ein vorgesehenes Anbringen des Siegeletiketts ausgebildet. Dies
kann durch die Wahl eines Kunststoffes mit einer hohen Oberflächenenergie und/oder
Rauhigkeit der Oberfläche erreicht werden. Die äußere Oberfläche der Sekundärkappe
kann auch zweigeteilt sein, wobei ein unterer Teil, wie beschrieben für eine Verklebung
mit dem Sicherheitsetikett eingerichtet ist, und ein oberer Teil beispielsweise eine
Riffelung aufweist, die für eine Drehbewegung eine griffige Handhabung ermöglicht.
Auch das Siegeletikett kann eine gewisse Rauhigkeit oder Griffigkeit bereitstellen
und zu einer verbesserten Haptik des mit der Etikettieranordnung versehenen Gefäßes
beitragen.
[0023] Das Siegeletikett kann einlagig oder mehrlagig ausgebildet sein. Es realisiert beispielsweise
ein Rundum- oder Überrundumetikett, welches bezogen auf eine Längsachse des Gefäßes
einen Umfang umschließt. Alternativ kann das Siegeletikett hinsichlich seiner Geometrie
auch so ausgebildet sein, dass es einen Umfang des Gefäßes nur teilweise bedeckt.
In Bezug auf eine Höhe oder Länge kann das Siegeletikett das Gefäß teilweise oder
vollständig von unten bis oben bedecken bzw. von einem fußseitigen Ende des Gefäßkörpers
bis zu einem kopfseitigen Ende des Gefäßkopfes. Alternativ kann sich das Siegeletikett
auch über eine Höhe oder Länge des Gefäßes hinaus erstrecken und zusätzlich zu der
Seite auf dem aufgesetzten Kappenelement am Kopf des Gefäßes angebracht werden.
[0024] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung weist das Kappenelement an der inneren
Oberfläche eine Kontur auf, welche die Verzahnungsstruktur umfasst und welche in Abstimmung
auf eine Kontur an der äußeren Oberfläche des ersten Teils des Gefäßes vorgegeben
ausgebildet ist. Besonders bevorzugt ist die Innenkontur des Kappenelements so ausgebildet,
dass sie eine Negativform zu einer umlaufenden Kontur an der äußeren Oberfläche des
ersten Teils des Gefäßes ausbildet. Mittels einer solchen inversen Formgebung der
Innenkontur des Kappenelements kann ein besonders zuverlässiger Halt an der Primärkappe
des Gefäßes eingerichtet werden. Das Kappenelement bildet eine formschlüssig anliegende
Sekundärkappe, welche als Adapter für die Primärkappe einen Geometrieausgleich realisiert
und einen stabilen und festen Halt an dem Gefäß bereitstellt.
[0025] Die Verzahnungsstruktur weist bevorzugt mindestens ein Verzahnungselement auf, welches
dazu ausgebildet ist, bei einem Anbringen des Kappenelements an dem ersten Teil des
Gefäßes in eine Ausnehmung an der äußeren Oberfläche des ersten Teils einzugreifen
und das Kappenelement mit dem ersten Teil des Gefäßes zu koppeln. Das oder die Verzahnungselemente
sind zum Beispiel jeweils in Form eines Einrasthakens ausgebildet, welcher dazu eingerichtet
ist, eine formschlüssige Kopplung mit dem ersten Teil des Gefäßes auszubilden, sodass
bezogen auf eine Längsachse des Kappenelements zwischen dem Kappenelement und dem
ersten Teil eine Haltekraft in Richtung der Längsachse eingerichtet ist.
[0026] Ein solcher Einrasthaken kann zum Beispiel umlaufend an einer Innenseite des Kappenelements
ausgebildet sein und bei einem Aufschieben des Kappenelements auf die Primärkappe
bzw. des ersten Teils des Gefäßes an einer ringförmigen Nut der Primärkappe einrasten.
Auf diese Weise ist eine zuverlässige formschlüssige Kopplung zwischen dem Kappenelement
und dem ersten Teil des Gefäßes ausgebildet und es ist eine in Richtung der Längsachse
wirkende Haltekraft eingerichtet, die einem Abziehen des Kappenelements von dem Gefäß
entgegenwirkt. Gegebenenfalls ist eine Rotation des Kappenelements relativ zu der
innenliegenden Primärkappe weiterhin möglich. Bei einem Öffnen des Gefäßes wird dann
das Kappenelement mit einer gewissen Zugkraft von dem Gefäß bzw. dem Gefäßkörper entfernt
und nimmt die innenliegende Primärkappe des Gefäßes mit. Eine solche Ausgestaltung
kann insbesondere bei Spritzen nutzbringend sein, welche einen aufgesteckten Verschluss
haben.
[0027] Alternativ oder zusätzlich ist ein Verzahnungselement so angeordnet und ausgebildet,
dass ein eingreifender Formschluss mit der Außenseite des ersten Teils des Gefäßes
ausbildbar ist, welcher eine relative Drehbewegung des Kappenelements um die Längsachse
herum durch eine Haltekraft hemmt. Dies kann zu einem gerichteten Abziehen des Kappenelements
beitragen, ohne dass dieses unerwünscht um den Primärverschluss rotiert. Darüber hinaus
kann auf diese Weise ein Öffnen des Gefäßes mittels einer Drehbewegung eingerichtet
werden, bei dem eine Kraftübertragung aufgrund des drehfesten Formschlusses zwischen
der Primär- und der Sekundärkappe eingeleitet wird. Bei einem Öffnen des Gefäßes ist
dann die Haltekraft des Primärverschlusses an dem Gefäßkörper durch eine Drehbewegung
zu überwinden.
[0028] Zum Beispiel kann ein Verzahnungselement der Verzahnungsstruktur bezogen auf eine
Längsachse des Kappenelements steg- oder stiftförmig ausgebildet und dazu eingerichtet
sein, eine formschlüssige Kopplung mit dem ersten Teil des Gefäßes auszubilden, sodass
bezogen auf die Längsachse zwischen dem Kappenelement und dem ersten Teil eine Haltekraft
in radialer Richtung um die Längsachse eingerichtet ist.
[0029] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung weist das Kappenelement eine Ausnehmung auf,
die eine Wandung des Kappenelements durchdringt, sodass die Möglichkeit eines Fluidaustauschs
zwischen einem Innenraum und einem Außenraum des Kappenelements eingerichtet ist.
Eine solche Fluidöffnung kann zum Beispiel in einem oberen oder einem unteren Bereich
in das Kappenelement eingebracht sein und einen Medienaustausch ermöglichen. Vorzugsweise
sind mehrere Fluidöffnungen vorgesehen, die ein Durchtreten von Gas und/oder Flüssigkeit
ermöglichen. Mittels einer durchdringenden Ausnehmung kann ein Zwischenraum zwischen
der Primärkappe und dem aufgesetzten Kappenelement belüftet werden und dazu beitragen,
dass ein unerwünschter Medieneinschluss in dem Zwischenraum keine nachteiligen Auswirkungen
auf das Gefäß und dessen Inhalt sowie auf die angebrachte Etikettieranordnung verursacht.
[0030] Die Etikettieranordnung umfasst vorzugsweise eine Klebeschicht, die an einer Unterseite
des Siegeletiketts angeordnet ist, sodass das Siegeletikett mittels Kleben an dem
Gefäß anordenbar ist. Sofern sich das applizierte Siegeletikett bis zu dem Durchtrennungsbereich
des Kappenelements erstreckt oder sofern das Siegeletikett selbst einen Durchtrennungsbereich
umfasst, weist das Siegeletikett in dem Durchtrennungsbereich bevorzugt eine klebstofffreie
Fläche auf. Somit ist ein einfacheres Durchtrennen der Etikettieranordnung und Entfernen
des abtrennbaren Teils der Etikettieranordnung ermöglicht. Ein erforderlicher Kraftaufwand
zum Trennen des Kappenelements und/oder des Siegeletiketts ist im Vergleich zu einem
vollständig klebenden Siegeletikett reduziert und eine Öffnungsdynamik des mit dem
Siegeletikett applizierten Gefäßes ist verbessert.
[0031] Der jeweilige Durchtrennungsbereich kann insbesondere in Abstimmung auf das zu applizierende
Gefäß in einem Bereich des Kappenelements und/oder des Siegeletiketts ausgebildet
sein, welcher in einem applizierten Zustand an dem Gefäß einem Übergang zwischen dem
ersten Teil und dem zweiten Teil des Gefäßes zugeordnet ist. Der Durchtrennungsbereich
befindet sich zum Beispiel in einem Bereich eines unteren Endes der Primärkappe. Ein
ausreichend kräftiges Drehen und/oder Ziehen an dem ersten Teil des Gefäßes bzw. an
dem aufgesetzten Kappenelement führt gleichzeitig zu einer vorgegebenen Durchtrennung
der Etikettieranordnung. Der Durchtrennungsbereich kann aber auch in anderen Bereichen
angeordnet sein, welche ein Trennen des Kappenelements bzw. des Siegeletiketts beim
Öffnen des Gefäßes ermöglichen. Insbesondere wenn das Siegeletikett mehrlagig ausgestaltet
ist, kann der Durchtrennungsbereich zum Beispiel deutlich unterhalb des Bereichs des
unteren Endes der Primärkappe eingerichtet sein, sodass die obere Lage des Siegeletiketts
aufgrund einer wirkenden Zug- und/oder Drehkraft vorgegeben einreißt.
[0032] Außerdem kann in dem Durchtrennungsbereich ein Durchtrennungselement, zum Beispiel
in Form einer Perforation oder eines Aufreißstreifens, vorgesehen sein, welches ein
kontrolliertes Durchtrennen der jeweiligen Komponente ermöglicht. Zudem kann das Siegeletikett,
zum Beispiel in dem Bereich des ersten Etikettenabschnitts, mit vorgegebenen Oberflächeneigenschaften
ausgebildet sein, die ein leichteres Öffnen des Gefäßes und Durchtrennen des Siegeletiketts
durch den Anwender ermöglichen. Solche nutzbringenden Oberflächeneigenschaften können
zum Beispiel mit Anti-Rutsch Lacken, mittels gedruckter taktiler Elemente oder einer
Oberflächenmikrostrukturierung realisiert werden, die ein sichereres Greifen des ersten
Etikettenabschnitts ermöglichen.
[0033] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung umfasst die Etikettieranordnung ein
Öffnungsnachweiselement, das in dem Durchtrennungsbereich des Kappenelements und/oder
des Siegeletiketts angeordnet und dazu ausgebildet ist, ein Entfernen zumindest eines
Teils des Kappenelements und/oder des ersten Etikettenabschnitts des Siegeletiketts
zusammen mit dem ersten Teil des Gefäßes von dem zweiten Teil des Gefäßes anzuzeigen.
Ein solches Öffnungsnachweiselement kann zum Beispiel in Form eines abtrennbaren Teilstücks
des ersten und/oder zweiten Etikettenabschnitts des Siegeletiketts realisiert sein.
Das abtrennbare Teilstück kann mit dem ersten Etikettenabschnitt gekoppelt sein, sodass
bei einem Öffnen des Gefäßes das Teilstück zusammen mit dem ersten Etikettenabschnitt
entfernt wird und deutlich eine Erstöffnung anzeigt. Vorzugsweise ist unter dem Teilstück
eine farbige Fläche und/oder ein Schriftzug angeordnet, der durch das Entfernen freigelegt
wird und deutlich sichtbar eine Erstöffnung anzeigt.
[0034] Auch die gegebenenfalls vorgesehenen Verbindungsstege zwischen dem oberen und dem
unteren Kappenabschnitt eines zweiteiligen Kappenelements können als Öffnungsnachweiselement
dienen. Nach einem Öffnen des Gefäßes verbleiben aufgebrochene Stegabschnitte an dem
oberen und dem unteren Kappenabschnitt, sodass, ähnlich wie bei einem Wasserflaschenverschluss,
zu erkennen ist, dass eine Öffnung des Gefäßes bereits erfolgt ist.
[0035] Darüber hinaus kann das Kappenelement auch zweiteilig ohne Verbindungsstege ausgebildet
sein. Die beiden separaten Kappenabschnitte sind dann zum Beispiel voneinander beabstandet
an der Primärkappe des Gefäßes angeordnet. Eine solche Ausführung bietet sich beispielsweise
an, wenn ein zwischen den Kappenabschnitten anzuordnender Bereich des ersten Teils
des Gefäßes breiter ist als die nach oben und unten anschließenden Bereiche. Der Primärverschluss
weist zum Beispiel eine Wulst auf, welche quer zur Längsachse die breiteste Stelle
des ersten Teils des Gefäßes realisiert.
[0036] Dies kann zum Beispiel einen Primärverschluss für eine Spritze mit einem Luer-Gewinde
betreffen, welche an der breitesten Stelle einen größeren Durchmesser aufweist als
angrenzende Bereiche und der Spritzenkörper selbst. Beispielsweise besitzt der Spritzenkörper
einen Durchmesser von 10,85 mm, während die Wulst an dem Spritzenkopf einen Durchmesser
von 10,95 mm aufweist. Die Kappenabschnitte des Kappenelements decken dann als einzelne
Adapterteile die Bereiche des Primärverschlusses ab, die einen kleineren Durchmesser
als der Spritzenkörper und die breiteste Stelle des Primärverschlusses haben.
[0037] Bei einem Aufsetzen des Kappenelements kann dann zum Beispiel der ringförmige untere
Kappenabschnitt über die Wulst geschoben werden. Der untere Kappenabschnitt ist vorzugsweise
geschlitzt ausgeführt und weist eine Dehnungsfuge bzw. eine Ausnehmung auf, welche
ein Überstülpen über die Wulst ermöglicht. Alternativ oder zusätzlich kann der untere
Kappenabschnitt auch materialspezifisch eine gewisse Dehnfähigkeit bereitstellen,
um ein einfaches und zuverlässiges Anordnung an dem ersten Teil des Gefäßes zu ermöglichen.
Der untere Kappenabschnitt kann dabei in Abstimmung auf eine äußere Struktur des Gefäßkopfes
eine vorgegebene Innenstruktur aufweisen, die ein gerichtetes Aufschieben ermöglicht.
Nachfolgend kann dann der obere Kappenabschnitt aufgesetzt werden.
[0038] Eine weitere Möglichkeit des Anordnens des Kappenelements an dem ersten Teil eines
Gefäßes mit einer Wulst besteht darin, dass der ringförmige untere Kappenabschnitt
vor dem Primärverschluss auf den Gefäßkopf aufgesetzt wird und nachfolgend der Primärverschluss
an dem Gefäßkopf befestigt wird. In Bezug auf eine Spritz mit Luer-Gewinde wird dann
der Primärverschluss in das an dem Gefäßkopf vorhandene Gewinde eingedreht. Der untere
ringförmige Kappenabschnitt benötigt dann zum Beispiel keine Schlitzung, die eine
Dehnfähigkeit bereitstellt. Nachfolgend kann dann der obere Kappenabschnitt aufgesetzt
werden.
[0039] Es besteht aber auch die Möglichkeit ein zweiteiliges Kappenelement auf den ersten
Teil eines Gefäßes mit einer Wulst anzuordnen, bei dem der obere und untere Kappenabschnitt
mit Verbindungsstegen gekoppelt sind. Ein Aufsetzen des Kappenelements erfolgt dann,
indem beide Kappenabschnitte in einem auf den Gefäßkopf bzw. den Primärverschluss
des Gefäßes aufgesetzt und aufgeschoben werden. Der untere Kappenabschnitt weist dabei
vorzugsweise eine Schlitzung oder Ausnehmung auf und ist bezüglich seiner Innenstruktur
rotationsunabhängig ausgebildet. Somit ist eine Dehnfähigkeit des unteren Kappenabschnitts
bereitgestellt und dieser kann sicher und zuverlässig über die Wulst geschoben werden.
Der obere Kappenabschnitt besitzt vorzugsweise eine vorgegebene rotationsabhängige
Innenstruktur, die angepasst an die äußere Struktur der Primärkappe ein gerichtetes
Aufschieben ermöglicht. Ein Verzahnen der Sekundärkappe mit der Primärkappe erfolgt
dann mittels Drehen des oberen Kappenabschnitts, wobei der untere rotationsunabhängige
Kappenabschnitt wegen der Kopplung durch die Verbindungsstege der Drehbewegung des
oberen Kappenabschnitts in gewissem Maße folgt. Die Verbindungsstege sind dabei so
ausgestaltet, dass ein entsprechender Platzbedarf der Wulst zwischen dem oberen und
dem unteren Kappenabschnitt gegeben ist. Beispielsweise sind die Verbindungsstege
leicht gewölbt und/oder dehnfähig ausgebildet.
[0040] Das Kappenelement kann aus einem Material gefertigt sein, welches eine Durchsicht
erlaubt und somit eine Sichtkontrolle auf den Primärverschluss ermöglicht. Zum Beispiel
ist das Kappenelement aus einem transparenten Kunststoff ausgebildet. Dies könnte
insbesondere für einen unteren Kappenabschnitt bzw. bei einen unteren Teil des Kappenelements
nutzbringend sein, welcher beispielsweise ein Luer-Gewinde einer Spritze abdeckt.
Somit ist eine Inspektion der Spritzenspitze von außen möglich, um zum Beispiel zu
kontrollieren, ob sich Luftbläschen in dem Gefäßhals gebildet bzw. gesammelt haben.
[0041] Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst die Erfindung eine Verwendung einer Ausgestaltung
der beschriebenen Etikettieranordnung für ein in mehrere Teile teilbares Gefäß.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein System ein in mehrere Teile
teilbares Gefäß mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil und eine Ausgestaltung
der zuvor beschriebenen Etikettieranordnung, welche derart an dem Gefäß appliziert
ist, dass das Kappenelement auf dem ersten Teil des Gefäßes aufgebracht ist und das
Siegeletikett an dem Gefäß und an dem aufgesetzten Kappenelement befestigt ist. Der
zweite Etikettenabschnitt des Siegeletiketts ist an dem zweiten Teil des Gefäßes befestigt
und der erste Etikettenabschnitt des Siegeletiketts ist an dem auf dem ersten Teil
des Gefäßes aufgebrachten Kappenelement befestigt. Das Siegeletikett trägt somit auch
zum Halt und zur Sicherung des Kappenelements und des darunter angeordneten Primärverschlusses
bei.
[0043] Dadurch, dass sich die Verwendung und das System auf eine Ausgestaltung der beschriebenen
Etikettieranordnung beziehen oder eine solche umfassen, sind, sofern zutreffend, sämtliche
beschriebenen Eigenschaften und Merkmale der Etikettieranordnung auch für die Verwendung
und für das System offenbart und umgekehrt.
[0044] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zum Anbringen einer
Etikettieranordnung an einem mehrteiligen Gefäß ein Bereitstellen eines in mehrere
Teile teilbaren Gefäßes mit einem ersten Teil und einem zweiten Teil sowie ein Bereitstellen
eines hülsenförmigen Kappenelements, das an einer inneren Oberfläche eine Verzahnungsstruktur
aufweist und ein Bereitstellen eines Siegeletiketts mit einem ersten Etikettenabschnitt
und einem an dem ersten Etikettenabschnitt angrenzenden zweiten Etikettenabschnitt,
wobei das Kappenelement und das Siegeletikett die Etikettieranordnung ausbilden, die
zumindest einen vorgegebenen Durchtrennungsbereich aufweist. Das Verfahren umfasst
weiter ein Aufsetzen des Kappenelements auf den ersten Teil des Gefäßes und Koppeln
der Verzahnungsstruktur des Kappenelements mit einer äußeren Oberfläche des ersten
Teils des Gefäßes. Das Verfahren umfasst außerdem ein Anbringen des Siegeletiketts
an dem Gefäß mittels Befestigen des zweiten Etikettenabschnitts an dem zweiten Teil
des Gefäßes und ein Befestigen des ersten Etikettenabschnitts an dem angebrachten
Kappenelement, sodass das Siegeletikett das Kappenelement mit dem zweiten Teil des
Gefäßes koppelt und bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung applizierten
Gefäßes die Etikettieranordnung in dem Durchtrennungsbereich vorgegeben durchtrennbar
ist und zumindest ein Teil des Kappenelements zusammen mit dem ersten Teil des Gefäßes
von dem zweiten Teil des Gefäßes entfernbar ist.
[0045] Gemäß einer Weiterbildung des Verfahrens umfasst das Aufsetzen und Koppeln des Kappenelements
mit dem ersten Teil des Gefäßes ein Anbringen des Kappenelements an dem ersten Teil
des Gefäßes, sodass ein Verzahnungselement der Verzahnungsstruktur in eine Ausnehmung
an einer äußeren Oberfläche des ersten Teils eingreift. Insbesondere kann das Aufsetzen
und Koppeln des Kappenelements mit dem ersten Teil des Gefäßes ein Drehen und Ausrichten
des Kappenelements relativ zu dem ersten Teil des Gefäßes umfassen bezogen auf die
Längsachse des Kappenelements, bevor dieses auf den ersten Teil aufgesetzt wird. Daraufhin
kann ein einfaches und gerichtetes Aufschieben des Kappenelements in Richtung des
zweiten Teils des Gefäßes erfolgen bis das Kappenelement zum Beispiel mit einem Einrasthaken
in eine Nut des ersten Teils des Gefäßes eingreift und einrastet. Das aufgesetzte
und eingerastete Kappenelement kann daraufhin um den ersten Teil herum gedreht werden,
sodass ein Verzahnungselement der Verzahnungsstruktur in eine Ausnehmung an einer
äußeren Oberfläche des ersten Teils eingreift und das Kappenelement und den ersten
Teil des Gefäßes weiter miteinander koppelt.
[0046] Mittels des beschriebenen Applizierverfahrens ist es möglich, die durch die Etikettieranordnung
bereitgestellten Eigenschaften und Merkmale in Bezug auf das zu kennzeichnende Gefäß
zum Ausbilden einer sicheren und zuverlässigen Kennzeichnung einzusetzen, die einen
deutlich erkennbaren Erstöffnungsnachweis ermöglicht. Dadurch, dass sich das Verfahren
auf ein Applizieren bzw. Anbringen einer Ausgestaltung der beschriebenen Etikettieranordnung
bezieht, sind, sofern zutreffend, die beschriebenen Eigenschaften und Merkmale der
Etikettieranordnung auch für das Verfahren offenbart und umgekehrt.
[0047] Nachfolgend wird die beschriebene Etikettieranordnung nochmal größtenteils am Beispiel
eines Gefäßes einer zweiteiligen Spritze erläutert, welche insbesondere als Kunststoffspritze
oder Glasspritze mit oder ohne Luer-Lock-Gewinde/Adapter realisiert sein kann. Die
Eigenschaften und Merkmale können aber auch in Bezug auf andere mehrteilige Gefäße
übertragen werden.
[0048] Gemäß einer besonders bevorzugten Augestaltung der Etikettieranordnung wird die Sekundärkappe
bzw. das aufgesetzte Kappenelement bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung
applizierten Gefäßes zusammen mit dem Primärverschluss entfernt und das Siegeletikett
zumindest partiell zerstört und damit eine Erstöffnung deutlich angezeigt. Die Sekundärkappe
ist dabei mechanisch so mit dem Primärverschluss verzahnt, dass bei einem Entfernen
der Sekundärkappe auch der Primärverschluss entfernt wird. Die Verzahnungstruktur
ermöglicht eine Kraftübertragung von der Sekundärkappe auf den Primärverschluss, insbesondere
senkrecht zu einer Längsachse der Spritze bzw. des Kappenelements. Bei einer Dreh-und/oder
Zugbewegung erfolgt zudem eine Kraftübertragung parallel zu der Längsachse zum Abnehmen
der Sekundärkappe inklusive des Primärverschlusses der Spritze.
[0049] Die Verzahnungstruktur umfasst eine innere Struktur der Sekundärkappe zur stabilen
Verzahnung und sicheren Kopplung mit dem Primärverschluss und kann zudem für ein gerichtetes
Aufsetzen der Sekundärkappe ausgelegt sein. Die Sekundärkappe kann insbesondere als
Spritzgussteil aus Kunststoff mit der innenliegenden Kopplungs- bzw. Verzahnungsstruktur
ausgebildet werden. Die innere Struktur der Sekundärkappe stellt beispielsweise eine
Negativform einer äußeren Oberfläche des Primärverschlusses dar.
[0050] Auch kann die innere Struktur des Kappenelements so ausgebildet sein, dass ein rotationslageunabhängiges
Aufsetzen auf die Primärkappe ermöglicht ist. Dies kann beispielsweise durch zahlreiche
biegsame Stege oder Stifte erreicht werden, welche als eine Ausführungsmöglichkeit
der Negativform auf der Innenseite der Sekundärkappe nach innen ragen und sich flexibel
an die Struktur der Außenseite des Primärverschlusses anschmiegen und sich auf diese
Weise mit der Oberfläche des Primärverschlusses mechanisch verzahnen. Die hülsenförmige
Sekundärkappe bzw. das Kappenelement umfasst vorzugsweise innenliegende horizontale
und vertikale Strukturelemente zur mechanischen Fixierung mit bzw. an der Primärkappe
des Gefäßes.
[0051] Die Etikettieranordnung ermöglicht, dass für das Öffnen der Spritze bzw. des Gefäßes
kein zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich ist, und auch kein separates bzw. weiteres
Einzelteil nach dem Öffnen als Abfall verbleibt. Dies kann sich insbesondere in einem
Operationsumfeld als nutzbringend erweisen. Durch die Sekundärkappe wird der Durchmesser
des Drehverschlusses gezielt vergörßert, wodurch unter anderem weniger Kraft aufgrund
eines größeren Hebelarms zum Öffnen aufgewendet werden muss. Dadurch wird auch dem
Effekt einer Dreherschwernis entgegengewirkt, die durch das zu durchtrennende Sicherheits-
bzw. Siegeletikett verursacht ist.
[0052] Eine weitere Funktion der Etikettieranordnung besteht darin, dass bei vorfüllbaren
Spritzen aus Glas mit einem Luer-Lock Verschluss ein auf die Glaspritze aufgestecktes
Kunststoffgewinde durch die vorgestellte Etikettieranordnung festgehalten wird, und
ein Mitdrehen des Kunststoffgewindes, insbesondere bei einem Eindrehen einer Kanüle,
verhindert oder zumindest entgegengewirkt wird. Außerdem trägt die Etikettieranordnung
dazu bei, dass ein Abspringen des Luer-Gewindes, insbesondere bei der Verabreichung
eines hochviskosen Medikaments, wie zum Beispiel Hyaluronsäure, verhindert oder entgegengewirkt
wird.
[0053] Die beschriebene Etikettieranordnung wirkt sich unter anderem auf eine Kennzeichnung
einer Glasspritze mit Luer-Lock Adapter vorteilhaft aus. Falls die Sekundärkappe bzw.
das Kappenelement zweiteilig ausgeführt ist und einen ring- oder hülsenförmigen unteren
Teil und einen kappenförmigen oberen Teil aufweist, kann der untere Teil zu einem
verbesserten Halt des Luer-Lock-Gewindes beitragen. Das zweiteilige Kappenelement
kann in einem oder in mehreren Prozessschritten auf der Spritze angebracht werden,
indem zum Beispiel zuerst der ringförmige untere Kappenabschnitt aufgesetzt und nachfolgend
der obere Kappenabschnitt angebracht wird. Soll das Kappenelement in einem Prozessschritt
auf den Primärverschluss des Gefäßes aufgebracht werden, ist vorzugsweise die Innenstruktur
des Kappenelements unter Berücksichtigung der Außenstruktur der zu adaptierenden Primärkappe
vorgegeben auszubilden. Der untere Teil der Sekundärkappe kann auf der Innenseite
Strukturen, zum Beispiel feine Rillen, aufweisen, welche für ein rotationslageunabhängiges
Aufsetzen geeignet sind, sodass ein Aufsetzen der Sekundärkappe mit einer gerichteten
inneren Struktur in dem oberen Teil auf die äußere Struktur der Primärkappe und die
Außenseite des Luer-Lock-Gewindes in einem Prozessschritt möglich ist.
[0054] Zudem kann der untere Teil der Sekundärkappe einen Schlitz oder eine Aussparung aufweisen,
die eine gewisse Elastizität des Kappenelements bereitstellt, damit sich dieses beim
Passieren der Primärkappe beim Aufsetzprozess aufweiten kann und dadurch nicht an
gegebenenfalls vorhandenen Erhebungen der Primärkappenaußenseite hängen bleibt. Dieser
untere Ring bzw. der zweite, untere Kappenabschnitt des Kappenelements kann durch
seine Materialeigenschaften so gestaltet sein, dass sich die ringförmige Ausgangsform
nach der elastischen Aufweitung selbstständig wieder zurückbewegt. Zusätzlich kann
in einem nächsten Schritt durch einen Anpressdruck von Massierwalzen bei einem Etikettieren
des Gefäßes der geschlitzte untere Teil der Sekundärkappe geschlossen oder verengt
und mit dem Siegeletikett fixiert werden. Die innere Struktur des unteren Teils der
Sekundärkappe wird dabei auf eine Außenseite des Luer-Lock-Gewindes gedrückt, sodass
auch eine Verzahnung zwischen dem unteren Teil der Sekundärkappe und der Außenseite
des Luer-Lock-Gewindes erreicht wird.
[0055] Um den oberen Teil der Sekundärkappe bzw. den ersten Kappenabschnitt zusammen mit
dem zweiten Kappenabschnitt in einem Vorgang auf den Primärverschluss aufzusetzen,
kann es zudem hilfreich sein, dass beide Kappenabschnitt über einen oder mehrere Haltestege
miteinander verbunden sind. Darüber hinaus ist auch eine Scharnierfunktion als Kopplungsmittel
zwischen den Kappenabschnitten denkbar. Dabei könnte es vorteilhaft sein, wenn die
Haltestege so ausgeführt sind, dass der Bruch der Haltestege bei einem Öffnungsvorgang
der Spritze bzw. des Gefäßes die notwendige Drehkraft nicht signifikant erhöht.
[0056] Mittels des Siegeletiketts und des Kappenelements der Etikettieranordnung wird das
Primärgefäß, wie durch eine zweite Haut, umschlossen, welche zusätzliche Schutzfunktionen
für das Medikament bzw. den Inhalt des Gefäßes bieten kann. Ein solcher Schutz kann
einen Schutz vor UV- Strahlung sowie vor einem Eindringen oder Austreten eines Lösungsmittels,
von Luftfeuchtigkeit oder anderen kleinmolekularen Stoffen umfassen und ist aufgrund
der konstruktiven Beschaffenheit der Etikettieranordnung funktionell zuschaltbar.
[0057] Es ist daher nicht erforderlich zusätzliche Klebeverbindungen oder aufwendige Brechverbindungen
vorzusehen, um eine Spritze zuverlässig und sicher zu versiegeln. Die Etikettieranordnung
kann kostengünstig in hohen Stückzahlen umgesetzt werden und ist für verschiedene
Gefäße verwendbar. Ein solches Gefäß kann insbesondere als Kunststoffspritze (z.B.
COC/COP) oder Glasspritze realisiert sein.
[0058] Die Etikettieranordnung umfasst das Kappenelement bevorzugt in Ausgestaltung als
eine Kunststoffkomponente und das Sicherheits- bzw. Siegeletikett als Kennzeichnungsmedium.
Das Kappenelement kann auch das Luer-Lock-Gewinde mit umschließen. Die Verzahnung
der Sekundärkappe mit dem Primärverschluss bildet einen mechanischen Form- und/oder
Kraftschluss aus, mittels dessen eine rotative Bewegung zum Herausdrehen des Primärverschlusses
aus einem Gewinde oder einer Öffnung des Gefäßes und Abnehmen des adaptierten Primärverschlusses
möglich ist.
[0059] Die Sekundärkappe nutzt insbesondere auf der Primärkappe vorhandene Strukturen, wie
zum Beispiel eine Riffelung oder eine horizontal verlaufende Einkerbung. Die Sekundärkappe
kann zudem auch eine Riffelung oder eine anderweitige Oberflächenstruktur an einer
Außenseite aufweisen, welche zu einer besseren Griffigkeit und Haptik beiträgt. Eine
innere Struktur der Sekundärkappe zur Verzahnung mit dem Primärverschluss kann zudem
für ein gerichtes Aufsetzen der Sekundärkappe ausgelegt sein.
[0060] Eine mittels der beschriebenen Etikettieranordnung versehene Spritze kann ohne zusätzlichen
Arbeitsschritt geöffnet werden und zudem entsteht auch keine zusätzliche Abfallkomponente.
Die Sekundärkappe ist hinsichtlich eines Durchmessers vorzugsweise in Abstimmung auf
das Gefäß ausgestaltet, sodass sie aufgesetzt auf die Primärkappe bündig mit einer
Mantelfläche der Spritze abschließt. Auf diese Weise kann zu einer besonders vorteilhaften
Etikettierfähigkeit beigetragen werden. Das Siegeletikett kann daher einfach und flach
vom Spritzenkörper bis auf die Sekundärkappe geklebt werden.
[0061] Weist der Primärverschluss einen vergleichbar großen Durchmesser wie der Spritzenkörper
auf, ist die Sekundärkappe vorzugsweise relativ dünn auszugestalten und stellt in
einem Extremfall eine Art Gitterstruktur dar, welche im Wesentlichen die Vertiefungen
auf der Außenseite des Primärverschlusses ausgleicht. Dadurch kann mittels des Kappenelements
eine homogene Oberfläche an dem Gefäß ausgebildet werden, welche einen zumindest annähernd
gleichen Umfang wie der Spritzenkörper aufweist und ein einfaches Etikettieren ermöglicht.
[0062] Falls die Sekundärkappe nicht bündig mit dem Mantel der Spritze ausgeführt werden
kann, und dadurch der Durchmesser der Sekundärkappe zum Beispiel größer ist als der
Durchmesser des Spritzenkörpers, kann durch eine partielle Mehrlagigkeit des Siegeletiketts
eine entstehende Stufe zwischen der Sekundärkappe und dem Spritzenmantel ausgeglichen
werden. Beispielsweise ist der zweite Etikettenabschnitt dreilagig ausgebildet, während
der erste Etikettenabschnitt des Siegeletiketts lediglich eine Lage aufweist.
[0063] Durch eine geeignete klebstoffneutralisierte Fläche oberhalb der Perforation verbunden
mit einer gegebenenfalls partiellen Doppellagigkeit des Siegeletiketts kann bei einem
Öffnen der Spritze und Durchtrennen des Siegeletiketts eine Farbfläche und/oder ein
Schriftzug freigelegt werden, wodurch eine Erstöffnung noch deutlicher angezeigt wird.
Hierbei ist es zudem möglich, ein abnehmbares Teiletikett, beispielsweise für Dokumentationszwecke,
in die Etikettieranordnung zu integrieren. Es ist auch möglich, einen Aufreissstreifen
als Öffnungs- und/oder Durchtrennungsmechanismus zu integrieren. Eine Perforation
kann gegebenfalls zusammen mit einer vorgegebenen Ausbuchtung in dem Sicherheitsetikett,
welche eine Anfasslasche bildet, vorgesehen sein, sodass das Sicherheits- bzw. Siegeletikett
unterhalb des Primärverschlusses rotativ mit dem Aufreissstreifen kontrolliert zerstört
wird und der Primärverschluss zusammen mit dem Kappenelement und dem oberen Teil des
Siegeletiketts, welches oberhalb des Aufreisstreifens lag, abgenommen werden kann.
[0064] Die Sekundärkappe kann einteilig oder mehrteilig ausgeführt sein. Hinsichtlich einer
zweiteiligen Ausgestaltung verzahnt sich der zweite, untere Kappenabschnitt mechanisch
mit der Außenseite eines aufgesteckten Luer-Lock-Gewindes, welches zum Beispiel an
einer Glasspritze vorgesehen ist. Der erste, obere Kappenabschnitt der Sekundärkappe
verzahnt sich mit der Außenseite des Primärverschlusses. Somit kann ein Form- und/oder
Kraftschluss für eine rotative Bewegung zum Herausdrehen des Primärverschlusses aus
dem Gewinde sowie für eine Bewegung zum Abnehmen des Verschlusses eingerichtet werden.
Zudem kann mittels des Siegeletiketts, welches vom Spritzenkörper mindestens bis zum
Luer-Lock-Gewindebereich verklebt ist, das Luer-Lock-Gewinde an der Spritze fixiert
werden.
[0065] Je nach Ausführungsform kann das Sicherheitsetikett von dem Spritzenkörper bis auf
den unteren Teil oder bis auf den oberen Teil der Sekundärkappe geklebt werden. Der
untere Teil der Sekundärkappe kann insbesondere der Fixierung des Luer-Lock-Gewindes
dienen, sofern ein solches an dem Gefäß vorgesehen ist. Der obere Teil der Sekundärkappe
bzw. der erste Kappenabschnitt dient dem Aufdrehen der Spritzen und dem Abnehmen des
Primärverschlusses analog zu der Ausführung für eine Kunststoffspritze.
[0066] Sind Teile der Sekundärkappe mit Haltestegen miteinander verbunden, können diese
als Merkmal zur Erstöffnungsanzeige dienen. In diesem Fall genügt es zum Beispiel,
wenn das Sicherheitsetikett lediglich bis zu einer Trennlinie zwischen dem oberen
und unteren Teil der Sekundärkappe reicht. Dadurch wird der untere Teil der Sekundärkappe
und damit das Luer-Lock-Gewinde an der Spritze fixiert. Ist die Sekundärkappe zweitelig
ausgebildet und sind die Teile der Sekundärkappe nicht miteinander verbunden, reicht
das Siegeletikett vorzugsweise bis auf den oberen Teil der Sekundärkappe. Das Siegeletikett
hat dann in dem Bereich des unteren Teils der Sekundärkappe eine vorgegebene Sollbruchstelle,
zum Beispiel in Form einer Perforation, sowie bevorzugt eine Klebstoffneutralisierung
oberhalb der Perforation, die bei der Drehbewegung zur Öffnung der Spritze vorgegeben
einreißt und ein Abnehmen des Primärverschlusses zusammen mit dem oberen Teil der
Sekundärkappe erlaubt.
[0067] Hinsichtlich einer mehrteiligen Ausführung der Sekundärkappe bleibt der untere Teil
der Sekundärkappe zumindest partiell auch nach dem Entfernen des Primärverschlusses
mit dem Siegeletikett beklebt und damit mit dem Spritzenkörper verbunden, wodurch
das Luer-Lock-Gewinde an die Spritze fixiert wird. Es ist auch denkbar, dass nur der
untere Teil der Sekundärkappe zum Einsatz kommt. Gemäß einer solchen Ausführungsform
wäre nur eine Hülse vorhanden, welche verbunden mit dem Sicherheitsetikett das Luer-Gewinde
an die Spritze fixiert. Es ist daher nicht zwingend erforderlich, dass das Kappenelement
an einer Oberseite geschlossen ist. In Bezug auf eine Querschnittsebene entlang der
Längsachse kann das Kappenelement daher eine U-Form ausbilden, welche drei aneinander
grenzende geschlossene Seiten aufweist, oder eine Hohlzylinderform aufweisen, die
zwei gegenüberliegende offene Enden besitzt.
[0068] Ist das Gefäß zum Beispiel als Kunststoffspritze, beispielsweise COC/COP, ausgeführt,
ist die Etikettieranordnung zum Beispiel wie folgt ausgestaltet:
- Sekundärkappe mechanisch verzahnt mit dem Primärverschluss der Spritze
- innere Struktur der Sekundärkappe ist ausgelegt für ein gerichtetes Aufsetzen auf
den Primärverschluss der Spritze, beispielsweise in Form eines (partiellen) negativen
Abdrucks der Struktur der Außenseite des Primärverschlusses oder ausgelegt für ein
rotationslageunabhängiges Aufsetzen auf den Primärverschluss, beispielsweise in Form
von biegsamen Stegen oder Stiften
- Sekundärkappe zum Beispiel umfangsgleich mit Mantelfläche der Spritze
- eine Oberfläche der Sekundärkappe optional für Anhaftung des Sicherheitsetiketts ausgebildet
- eine Oberfläche der Sekundärkappe optional zweigeteilt (ein Teil ist für Anhaftung
des Sicherheitsetiketts optimiert, ein Teil ist für die Handhabung griffig ausgebildet)
- das Siegeletikett, welches den Spritzenkörper mit der Sekundärkappe verbindet, ist
bevorzugt mit einer Perforation ausgebildet
- das Siegeletikett kann zumindest partiell doppellagig sein, um bei einem Öffnen der
Spritze eine Farbfläche und/oder einen Schriftzug freizulegen (eine sogenannte "Tamper
Evidence Funktion" bereitstellen)
- das Siegeletikett kann zumindest partiell doppellagig sein, um einen unterschiedlichen
Umfang des Spritzekörpers und des Luer-Lock-Gewinde- bzw. Primärverschlussbereiches
auszugleichen
[0069] Ist das Gefäß zum Beispiel als Glasspritze ausgeführt, ist die Etikettieranordnung
zum Beispiel wie folgt ausgestaltet:
- die Sekundärkappe ist optional zweigeteilt: ein unterer Teil deckt einen Luer-Lock-Gewindebereich
und ein oberer Teil den Primärverschluss ab
- der untere Kappenabschnitt und der obere Kappenabschnitt der Sekundärkappe sind optional
mit Haltestegen miteinander verbunden
- der untere Teil der Sekundärkappe ist optional mit dem Luer-Lock-Gewinde mechanisch
verzahnt
- der obere Teil der Sekundärkappe ist optional mit dem Primärverschluss mechanisch
verzahnt
- eine innere Struktur der Sekundärkappe ist ausgelegt für ein gerichtetes Aufsetzten
auf den Primärverschluss und/oder ein Luergewinde,beispielsweise in Form eines (teilweise)
negativen Abdrucks der Struktur der Außenseite des Primärverschlusses und/oder des
Luergewindes, oder ausgelegt für ein rotationslageunabhängiges Aufsetzen auf den Primärverschluss
und/oder das Luergewinde, beispielsweise in Form von biegsamen Stegen oder Stiften
- der untere Teil der Sekundärkappe ist zum Beispiel umfangsgleich mit einer Mantelfläche
der Spritze ausgeführt
- der obere Teil der Sekundärkappe ist zum Beispiel umfangsgleich mit einer Mantelfläche
der Spritze ausgeführt
- eine Oberfläche des unteren Teils der Sekundärkappe kann für die Anhaftung eines Etiketts
optimiert bzw. vorgegeben ausgebildet sein
- eine Oberfläche des oberen Teils der Sekundärkappe kann für die Anhaftung des Siegeletiketts
und/oder eines weiteren Etiketts optimiert bzw. vorgegeben ausgebildet sein
- eine Oberfläche des oberen Teils der Sekundärkappe ist optional zweigeteilt (ein Teil
ist für eine Anhaftung des Siegeletiketts, ein Teil ist für eine griffige Handhabung)
ausgebildet
- das Siegeletikett, welches entweder den Spritzenkörper mit dem unteren Teil der Sekundärkappe
oder den Spritzenkörper mit dem unteren und oberen Teil der Sekundärkappe oder den
Spritzenkörper mit dem oberen Teil der Sekundärkappe verbindet, weist vorzugsweise
eine Perforation als Durchtrennungselement auf
- das Siegeletikett kann zumindest partiell doppellagig ausgeführt sein, um bei einem
Öffnen der ettiketierten Spritze eine Farbfläche und/oder einen Schriftzug freizulegen
(eine sogenannte "Tamper Evidence Funktion" bereitstellen)
- das Siegeletikett kann zumindest partiell doppellagig ausgeführt sein, um einen unterschiedlichen
Umfang des Spritzenkörpers und eines Luergewinde- bzw. Primärverschlussbereiches auszugleichen
[0070] Dadurch, dass je nach Ausführungsform die Sekundärkappe bzw. ein Luer-Lock-Gewinde
und der Primärverschluss vorzugsweise umfangsgleich mit der Mantelfläche der Spritze
ausgebildet sind und deren Oberfläche zumindest partiell für eine Anhaftung eines
Etiketts, insbesondere des Siegeletiketts, ausgebildet sind, kann mit einem üblichen
rotativen Etikettierungsprozess ein Etikett von dem Spritzenkörper bis in den Luer-Lock-
bzw. Primärverschlussbereich verklebt werden.
[0071] Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der beschriebenen Etikettieranordnung anhand
schematischer Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1-5
- verschiedene Ausführungsbeispiele einer Etikettieranordnung für ein mehrteiliges Gefäß,
- Figuren 6A-6C
- verschiedene Ausführungsbeispiele eines Durchtrennungselements der Etikettieranordnung,
- Figuren 7A-7B
- verschiedene Ausführungsbeispiele einer Kontur eines Kappenelements der Etikettieranordnung,
- Figuren 8-12
- weitere Ausführungsbeispiele der Etikettieranordnung für ein mehrteiliges Gefäß,
- Figuren 13A-13E
- weitere Ausführungsbeispiele einer Kontur des Kappenelements der Etikettieranordnung,
- Figuren 14-17
- weitere Ausführungsbeispiele der Etikettieranordnung für ein mehrteiliges Gefäß,
- Figuren 18A-18F
- weitere Ausführungsbeispiele einer Kontur des Kappenelements der Etikettieranordnung,
- Figur 19
- ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kappenelements der Etikettieranordnung, und
- Figur 20
- ein Ablaufdiagramm für ein Verfahren zum Anbringen einer Etikettieranordnung für ein
mehrteiliges Gefäß.
[0072] Elemente gleicher Konstruktion und Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind gegebenenfalls
nicht alle dargestellten Elemente in sämtlichen Figuren mit zugehörigen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0073] Die Figuren 1-5 zeigen Ausführungsbeispiele einer Etikettieranordnung 1 für ein mehrteiliges
Gefäß 30, welche kostengünstig herstellbar ist und einen zuverlässigen und sicheren
Erstöffnungsnachweis des mit der Etikettieranordnung 1 versehenen Gefäßes 30 ermöglicht.
[0074] Die Etikettieranordnung 1 umfasst ein Kappenelement 10 und ein Siegeletikett 20.
In den Figuren 1 und 2 sind Ausführungsformen des an dem Gefäß 30 angeordneten Kappenelements
10 der Etikettieranordnung 1 illustriert. Die Figuren 3 bis 5 zeigen Ausführungsbeispiele
des Kappenelements 10 im Zusammenwirken mit dem Siegeletikett 20. Das Kappenelement
10 ist hülsenförmig ausgebildet und weist an einer inneren Oberfläche 11 eine Verzahnungsstruktur
13 auf und ist ferner dazu ausgebildet, auf einen ersten Teil 31 des Gefäßes 30 aufgebracht
und mittels der Verzahnungsstruktur 13 mit einer äußeren Oberfläche 34 des ersten
Teils 31 gekoppelt zu werden.
[0075] Das Siegeletikett 20 weist einen ersten Etikettenabschnitt 21 und einen an dem ersten
Etikettenabschnitt 21 angrenzenden zweiten Etikettenabschnitt 22 auf, wobei der zweite
Etikettenabschnitt 22 dazu ausgebildet ist, an einem zweiten Teil 32 des Gefäßes 30
befestigt zu werden (s. z.B. Figuren 3 und 4). Der erste Etikettenabschnitt 21 ist
dazu ausgebildet, in einem an dem Gefäß 30 applizierten Zustand des Siegeletiketts
20 das aufgebrachte Kappenelement 10 zu umgeben. Bevorzugt ist der erste Etikettenabschnitt
21 dazu ausgebildet, in einem an dem Gefäß 30 applizierten Zustand an dem aufgebrachten
Kappenelement 10 befestigt zu werden, sodass das Siegeletikett 20 das Kappenelement
10 mit dem zweiten Teil 32 des Gefäßes 30 koppelt. Die beiden Etikettenabschnitte
21 und 22 des Siegeletiketts 20 bilden vorzugsweise zueinander angrenzende Teile einer
gemeinsamen Materialbahn aus.
[0076] Die Etikettieranordnung 1 weist ferner zumindest einen Durchtrennungsbereich 14,
24 auf (s. z.B. Figuren 3, 10 und 12), sodass bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung
1 applizierten Gefäßes 30 die Etikettieranordnung 1 in dem Durchtrennungsbereich 14,
24 vorgegeben durchtrennbar ist und zumindest ein Teil des Kappenelements 10 zusammen
mit dem ersten Teil 31 des Gefäßes 30 von dem zweiten Teil 32 des Gefäßes 30 entfernbar
ist.
[0077] Mittels der beschriebenen Etikettieranordnung 1 ist unter anderem eine zuverlässige
und kostengünstige Siegellösung für Spritzen realisierbar. Die Etikettieranordnung
1 ermöglicht eine sichere Versiegelung zum Beispiel von Primärverpackungen im pharmazeutischen
Bereich, wie Injektionsfläschchen oder Vials, wodurch eine Intaktheit einer Medikamentenverpackung
garantiert oder zumindest deutlich erkennbar angezeigt werden kann. Die Etikettieranordnung
1 verhindert eine unbewusste Wiederverwendung einer entsprechend etikettierten Primärverpackung
nach deren Gebrauch und zeigt deutlich sichtbar und zuverlässig eine Erstöffnung der
Primärverpackung an. Somit wird mittels der Etikettieranordnung 1 auch einer Manipulation
der Primärverpackung entgegengewirkt bzw. durch einen Erstöffnungnachweis gekennzeichnet.
[0078] Das Gefäß 30 kann daher als Glasspritze oder Kunststoffspritze, als Injektionsfläschchen,
als Vial oder anderweitiger Behälter ausgestaltet sein, welcher zum Öffnen einen abnehmbaren
Kopf aufweist, der auf oder an einem Körper des Behälters angeordnet ist. Im Rahmen
dieser Beschreibung beziehen sich Begriffe wie "oben" und "unten" auf eine betriebsgemäße
Anordnung beziehungsweise Anwendung bzw. Ausrichtung der Etikettieranordnung 1 und
des Gefäßes 30. Dies betrifft auch Bezeichnungen wie "Kopf" und "Körper", wobei der
Kopf in der Regel oben und der Körper üblicherweise unten anzuordnen ist. Der erste
Teil 31 des Gefäßes bildet zum Beispiel als ein oberer Teil einen Kopf einer Spritze
aus, und umfasst beispielsweise eine Kappe, einen Deckel oder einen Primärverschluss
bzw. eine Primärkappe, welche zum Öffnen des Gefäßes 30 entfernt wird. Der zweite
Teil 32 des Gefäßes 30 bildet dann zum Beispiel als unterer Teil einen Körper der
Spritze aus, der einen Behälter zur Aufnahme und Verwahrung eines vorgegebenen Inhalts
realisiert.
[0079] Der erste Etikettenabschnitt 21 des Siegeletiketts 20 ist dem oberen, ersten Teil
31 des Gefäßes 30 zugeordnet und kann daher auch als oberer Etikettenabschnitt 21
bezeichnet werden. Der zweite Etikettenabschnitt 22 des Siegeletiketts 20 ist dem
unteren, zweiten Teil 32 des Gefäßes 30 zugeordnet und verbleibt nach einem Öffnen
an dem Körper oder Behälter des Gefäßes 30 und kann daher auch als unterer Etikettenabschnitt
22 bezeichnet werden.
[0080] Das Gefäß 30 bildet somit einen Primärbehälter an dem die Etikettenanordnung 1 als
Sekundärkomponente vorgegeben angebracht wird. Das Kappenelement 10 kann daher auch
als Sekundärkappe 10 bezeichnet werden, welche auf die Primärkappe 31 des Gefäßes
30 aufgesetzt ist. Im Folgenden wird die Etikettieranordnung 1 überwiegend im Zusammenwirken
mit einer Spritze als Gefäß 30 beschrieben, welche einen Spritzenkopf und einem Spritzenkörper
aufweist. Das Prinzip ist aber auch für andere Pharamaverpackungen, wie zum Beispiel
Injektionsfläschchens oder Vials, anwendbar.
[0081] Der Spritzenkopf umfasst zum Beispiel einen Primärverschluss 31 der Spritze 30, beispielsweise
in Form einer abnehmbaren Primärkappe 31, welche mit dem Kappenelement 10 als eine
weitere Kappe bzw. Sekundärkappe 10 gezielt abgedeckt wird. Die Sekundärkappe 10 wird
mittels des Siegeletiketts 20 an der Spritze 30, insbesondere an dem Spritzenkörper
32, befestigt und verbindet die Sekundärkappe 10 mit dem Spritzenkörper 32. Auf diese
Weise kann eine zuverlässige und sichere Versiegelung des Primärgefäßes 30 eingerichtet
werden, welche einer unbefugten Manipulation des Gefäßinhalts entgegenwirkt und einen
Erstgebrauch bzw. eine bereits erfolgte Öffnung deutlich erkennbar anzeigt. Das Siegeletikett
20 kann daher auch als Sicherheitsetikett 20 bezeichnet werden, da es zu einer Sicherheit
des Gefäßinhalts bzw. des Gefäßzustands beiträgt.
[0082] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Gefäß 30, welches eine COC/COP Luer-Lock-Spritze realisiert.
Unter anderem in den Figuren 1 und 2 ist illustriert, dass das Kappenelement 10 an
der inneren Oberfläche 11 eine Kontur aufweist, welche in Abstimmung auf eine Kontur
an der äußeren Oberfläche 34 des ersten Teils 31 des Gefäßes 30 vorgegeben ausgebildet
ist. Die Innenkontur des Kappenelements 10 bildet teilweise oder vollständig eine
Negativform zu einer umlaufenden Kontur an der äußeren Oberfläche 34 des ersten Teils
31 des Gefäßes 30 aus. Figur 1 zeigt einen Querschnitt mit einem solchen Formschluss.
Mittels einer solchen inversen Formgebung der Innenkontur des Kappenelements 10 kann
ein besonders zuverlässiger Halt an der Primärkappe 31 des Gefäßes 30 eingerichtet
werden. Das Kappenelement 10 bildet eine formschlüssig anliegende Sekundärkappe, welche
als Adapter für die Primärkappe 31 einen Geometrieausgleich realisiert und einen stabilen
und festen Halt an dem Gefäß 30 bereitstellt. Figur 2 zeigt eine beispielhafte Befestigungsgeometrie
des Kappenelements 10 ohne Formschluss.
[0083] Ein Aufsetzten oder Aufschieben des Kappenelements 10 auf den ersten Teil 31 des
Gefäßes 30 kann mittels tolerierbarem Anpressdruck erfolgen, sodass ein Verrasten
der beiden Komponenten erzielt wird. Außerdem kann das Kappenelement 10 eine Ausnehmung,
einen Schlitz und/oder Einkerbungen aufweisen, welche eine gewisse Elastizität bereitstellen,
sodass sich das Kappenelement 10 bei einem Aufsetzen auf die Primärkappe 31 elastisch
verformen kann.
[0084] Das Kappenelement 10 kann einteilig oder mehrteilig ausgestaltet sein. Es weist einen
ersten oberen Kappenabschnitt 17 und einen zweiten unteren Kappenabschnitt 18 auf
bezogen auf eine Längsachse L des Kappenelements 10. Die Längsachse L repräsentiert
zum Beispiel eine zentrale Mittelachse bezüglich welcher, das Gefäß 30 und das Kappenelement
im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet sind. Die Längsachse L kann daher
auch als Längsachse der Etikettieranordnung 1 und/oder des Gefäßes 30 betrachtet werden.
[0085] Die Verzahnungsstruktur 13 weist bevorzugt mindestens ein Verzahnungselement 131
auf, welches dazu ausgebildet ist, bei einem Anbringen des Kappenelements 10 an dem
ersten Teil 31 des Gefäßes 30 in eine Ausnehmung an der äußeren Oberfläche 34 des
ersten Teils 31 einzugreifen und das Kappenelement 10 mit dem ersten Teil 31 des Gefäßes
30 zu koppeln (s. Figuren 18A-18F). Die Verzahnungselemente 131 sind zum Beispiel
jeweils in Form eines Einrasthakens 16 ausgebildet, welcher dazu eingerichtet ist,
eine formschlüssige Kopplung mit dem ersten Teil 31 des Gefäßes 30 auszubilden, sodass
bezogen auf die Längsachse L des Kappenelements 10 zwischen dem Kappenelement 10 und
dem ersten Teil 31 eine Haltekraft in Richtung der Längsachse L eingerichtet ist.
[0086] Das Kappenelement 10 wird bei einem Applizieren an dem Gefäß 30 auf die Primärkappe
31 aufgesetzt und erstreckt sich vorzugsweise bis zu dem zweiten Teil 32 des Gefäßes
30, sodass eine homogene, insbesondere bündige, Außenfläche ausgebildet wird. Beispielsweise
deckt der untere Kappenabschnitt 18 einen Hals der Spritze, welcher einen Übergang
33 zwischen dem ersten und dem zweiten Teil 31 und 32 des Gefäßes 30 darstellt, mit
ab (s. z.B. Figuren 1 und 2). Auf diese Weise kann das adaptierte Gefäß 30 mit der
aufgesetzten Sekundärkappe 10 einfach und zuverlässig etikettiert werden. Die Etikettieranordnung
1 bzw. das Kappenelement 10 trägt somit auch zu einer vorteilhaften Etikettierfähigkeit
des Gefäßes 30 bei.
[0087] Figur 3 zeigt zudem eine Anordnung des Siegeletikett 20 an dem Gefäß 30 und dem Kappenelement
10. Das Siegeletikett 20 weist zudem bezogen auf die Längsachse L zwischen dem ersten
und dem zweiten Etikettenabschnitt 21 und 22 einen Durchtrennungsbereich 24 auf, in
dem Perforationen vorgegeben ausgebildet sind, die ein Durchtrennungselement 25 realisieren.
Das Durchtrennungselement 25 ermöglicht ein kontrolliertes und vorgegebenes Einreißen
des Siegeletiketts 20 und kann eine einfache, doppelte oder mehrfache Perforationen
aufweisen, die als mögliche Schwächungslinien vorgegeben in das Siegeletikett 20 eingebracht
sind (s. Figuren 6A-6C).
[0088] Figur 4 zeigt eine Ausführungsform des Kappenelements 10, welches an einer äußeren
Oberfläche 12 eine vorgegeben ausgebildete Oberflächenstruktur 121 in Form von Rillen
oder Aussparungen aufweist, die zu einer besseren Haptik und Griffigkeit bei einem
Öffnen des mit der Etikettieranordnung 1 versehenen Gefäßes 30 beitragen. Ein einfaches
Aufdrehen und/oder Abziehen des Kappenelements 10 zusammen mit der Primärkappe 31
des Gefäßes 30 kann auch durch andere Formen und Oberflächensturkturen 121 der Sekundärkappe
10 erreicht werden (s. Figuren 5, 7A und 7B, 13B-13E). Die Figuren 7A und 7B zeigen
in einer schematischen Aufsicht beispielhafte Ausführungen des Kappenelements 10 mit
verschiedenen äußeren Geometrien.
[0089] Die Figuren 8 bis 12 zeigen weitere Ausführungsbeispiele der Etikettieranordnung
1. Figur 8 illustriert einen geöffneten Zustand des Gefäßes 30, an dem die Etikettieranordnung
1 angebracht ist. Das Kappenelement 10 wurde mittels Drehen und/oder Ziehen von dem
Gefäßkörper 32 entfernt und das Gefäß 30 somit geöffnet. Innerhalb des entfernten
Kappenelements 10 ist der Primärverschluss 31 des Gefäßes 30 angeordnet, welcher aufgrund
des verzahnenden Formschlusses zwischen dem Kappenelement und dem ersten Teil 31 des
Gefäßes 30 in dem Kappenelement 10 verbleibt.
[0090] Das Siegeletikett 20 ist vorgegeben durchtrennt worden, sodass der erste Etikettenabschnitt
21 an dem Kappenelement 10 und der zweite Etikettenabschnitt 22 an dem zweiten Teil
32 des Gefäßes 30 verbleibt. Außerdem ist ein Öffnungsnachweiselement 26 illustriert,
welches in Form eines Schriftzugs einen deutlich erkennbaren Hinweis darstellt, dass
das Gefäß 30 geöffnet ist bzw. eine Erstöffnung bereits erfolgt ist. Das Öffnungsnachweiselement
26 kann durch eine zumindest partielle Doppel- oder Mehrlagigkeit des Siegeletiketts
20 bereitgestellt sein. Zum Beispiel ist der zweite Etikettenabschnitt 22 doppellagig
ausgestaltet und weist in dem Durchtrennungsbereich 24 auf einer unteren Etikettenschicht,
die dem Gefäßkörper 32 zugewandt ist, einen Schriftzug "OPEN" auf.
[0091] Der erste Etikettenabschnitt 21 erstreckt sich dann zum Beispiel auf den zweiten
Etikettenabschnitt 22 oder zumindest auf die untere Etikettenschicht des zweiten Etikettenabschnitts
22 und bedeckt den Schriftzug in einem nicht geöffneten Zustand der Etikettieranordnung
1, sodass das Öffnungsnachweiselement 26 noch nicht von außen zu sehen ist. Bei einem
Öffnen wird der erste Etikettenabschnitt 21 zusammen mit dem Kappenelement 10 entfernt.
Somit wird der Überlappbereich zwischen dem ersten Etikettenabschnitt 21 und der unteren
Etikettenschicht des zweiten Etikettenabschnitts 22 getrennt und das Öffnungsnachweiselement
26 freigelegt.
[0092] Figur 9 zeigt eine weitere Ausführungsform der Etikettieranordnung 1, in welcher
das Öffnungsnachweiselement 26 ein erstes Teilelement 261 und ein zweites Teilelement
262 aufweist. Das erste Teilelement 261 kann als verlängerter Abschnitt des ersten
Etikettenabschnitts 21 ausgebildet sein, welcher das zweiten Teilelement 262 in einem
nicht geöffneten Zustand des Gefäßes 30 bedeckt. Das Siegeletikett 20 weist zum Beispiel
im Bereich des Öffnungselements 26 eine Perforation auf, die vorgegeben einreißt,
wenn das Gefäß 30 geöffnet und das Kappenelement 10 entfernt wird. Auf diese Weise
wird das zweite Teilelement 262 freigelegt, welches beispielsweise als eine deutlich
erkennbare farbige Fläche ausgestaltet ist. Insbesondere die farbige Fläche des zweiten
Teilelements 262 dient als Erstöffnungshinweis, aber auch das von dem ersten Etikettenabschnitt
21 abstehende erste Teilstück 261 bildet als Etikettenfahne einen erkennbaren Erstöffnungshinweis.
[0093] Die Figuren 10 bis 12 zeigen weitere Ausführungsbeispiele der Etikettieranordnung
1 mit einem zweitelig ausgestalteten Kappenelement 10. Figur 10 zeigt das Gefäß 30,
zum Beispiel realisiert als Luer-Lock-Glasspritze mit einem fest aufgesetzten Gewinde.
Der obere Kappenabschnitt 17 ist mittels einer Mehrzahl von Verbindungsstegen 171
mit dem unteren Kappenabschnitt 18 verbunden. Der Bereich der Verbindungsstege 171
bildet einen Durchtrennungsbereich 14 des Kappenelements 10 aus, in welchen bei einem
Öffnen des Gefäßes 30 eine vorgegebene Trennung der Etikettieranordnung 1 stattfindet.
Bei einem Öffnen mittels Drehen des ersten, oberen Kappenabschnitts 17 brechen die
Verbindungstege 171 auf und das obere Teil des Kappenelements 10 bzw. der obere Kappenabschnitt
17 kann zusammen mit dem ersten Teil 31 des Gefäßes 30 von dem unteren Kappenabschnitt
18 und dem zweiten Teil 32 des Gefäßes 30 entfernt werden (s.a. Figur 15). Der zweite,
untere Kappenabschnitt 18 verbleibt nach einem Öffnen zum Beispiel an dem Gefäßkörper
32 bzw. an dem Hals des Gefäßes 30. Das Siegeletikett 20 kann sich gemäß einer solchen
Ausgestaltung auch lediglich bis auf den unteren Kappenabschnitt 18 erstrecken und
selbst keinen Durchtrennungsbereich aufweisen (s.a. Figur 12). Alternativ kann sich
das Siegeletikett 20 bis auf den oberen Kappenabschnitt 17 erstrecken und zusätzlich
einen Durchtrennungsbereich 24 aufweisen.
[0094] Figur 11 illustriert eine zweiteilige Ausführung des Kappenelements 10, bei der keine
Verbindungsstege vorgesehen sind, die bei einem Öffnen des Gefäßes 30 aufbrechen.
Das Siegeletikett 20 erstreckt sich gemäß einer solchen Ausgestaltung vorzugsweise
bis an oder auf den oberen Kappenabschnitt 17 und weist einen Durchtrennungsbereich
24 auf. Alternativ können auch in einer solchen Ausführungsform Verbindungsstege 171
vorgesehen sein, um eine Befestigungsgeometrie mit oder ohne Formschluss zu der Primärkappe
31 zu realisieren.
[0095] Die Figuren 13A bis 13E zeigen in einer schematischen Ansicht von oben in Richtung
der Längsachse L beispielhafte Ausführungen des Kappenelements 10 mit verschiedenen
äußeren Geometrien. Mittels einer vorgegebenen Oberflächenstruktur 121 kann eine gewünschte
Haptik und Griffigkeit des Kappenelement 10 eingerichtet werden, welche zu einem kraftarmen
Aufdrehen und/oder Abziehen des Kappenelements 10 zusammen mit der innenliegenden
verrasteten Primärkappe 31 beitragen kann.
[0096] Die Figuren 14 bis 17 zeigen weitere Ausführungsbeispiele der Etikettieranordnung
1. Figur 14 illustriert das Siegeletikett 20, das sich bis auf einen oberen Kappenabschnitt
17 des Kappenelements 10 erstreckt und einen Durchtrennungsbereich 24 mit einer doppelten
Perforation aufweist, die jeweilige Durchtrennungselemente 25 ausbilden.
[0097] Figur 15 illustriert das Kappenelement 10 in zweiteiliger Ausführung, bei der sich
das Siegeletikett 20 bis auf den unteren Kappenabschnitt 18 des Kappenelements 10
erstreckt. Das Kappenelement 10 weist einen Durchtrennungsbereich 14 oberhalb einer
Oberkante des Siegeletiketts 20 auf, welcher eine Mehrzahl von Verbindungsstegen 171
umfasst, die den oberen und den unteren Kappenabschnitt 17 und 18 in einem nicht geöffneten
Zustand des Gefäßes 30 verbinden. In dem illustrierten geöffneten Zustand des Gefäßes
30 sind Teilabschnitte 172 der durchgebrochenen Verbindungsstege 171 an dem unteren
und dem oberen Kappenabschnitt 17 und 18 verblieben und zeigen erkenntlich eine erfolgte
Öffnung des Gefäßes 30 an.
[0098] Figur 16 illustriert einen geöffneten Zustand des Gefäßes 30, bei dem bei einem Entfernen
des Kappenelements 10 der erste Etikettenabschnitt 21 vorgegeben von dem zweiten Etikettenabschnitt
22 abgerissen wurde. Zudem wurde ein Öffnungsnachweiselement 26 in Form eines Schriftzugs
freigelegt. Eine aufgerissene Unterkante des ersten Etikettenabschnitts 21 deutet
bereits auf eine Erstöffnung hin und kann als ein erstes Teilelement des Öffnungsnachweiselements
26 dienen. Insbesondere der freigelegte Schriftzug realisiert als ein zweites Teilelement
262 des Öffnungsnachweiselements 26 einen deutlich sichtbaren Hinweis auf eine erfolgte
Öffnung des Gefäßes 30. Der Schriftzug kann zudem farbig ausgestaltet und/oder farbig
hinterlegt sein.
[0099] Figur 17 zeigt eine alternative Ausführungsform der Etikettieranordnung 1. Der Schriftzug
kann zudem farbig gestaltet und/oder farbig hinterlegt sein. Darüber hinaus kann das
überstehende Etikettenfähnchen, welches das erste Teilelement 261 des Öffnungsnachweiselement
26 ausbildet, optional von dem ersten Etikettenabschnitt 21 abnehmbar ausgestaltet
sein, um zum Beispiel Dokumentationszwecken zu dienen.
[0100] Die Figuren 18A bis 18F zeigen Ausführungsbeispiele des Kappenelements 10 in verschiedenen
Ansichten. Figur 18A zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung des hülsenförmigen
Kappenelements 10. Das Kappenelement 10 ist zweiteilig ausgeführt, wobei der untere
Kappenabschnitt 18 des Kappenelements 10 einen Abschnitt der Sekundärkappe ausbildet,
welcher zum Beispiel über ein Luer-Lock-Gewinde einer Spritze geschoben werden kann.
Der untere zweite Kappenabschnitt 18 kann auch einzeln als Ring mit einer Ausnehmung
oder Spalt 19 ausgelegt sein, welcher zum einen eine gewisse Elastizität und Verformbarkeit
des unteren Kappenabschnitts 18 bereitstellt und zum anderen einen Fluidaustausch
durch eine Wandung des Kappenelements 10 ermöglicht (s. Figur 18D). Durch eine solche
Ausnehmung 19 kann Gas oder Flüssigkeit aus einem Zwischenraum zwischen der Primärkappe
31 und der Sekundärkappe 10 nach außen austreten (s.a. Figur 18E).
[0101] Der ober Kappenabschnitt 17 des Kappenelements 10 bildet einen Abschnitt der Sekundärkappe
aus, welcher über die Primärkappe 31 des Gefäßes 30 geschoben werden kann. Dargestellt
sind ferner abgeschrägte Einrasthaken 16, die auch als Verzahnungselemente 131 fungieren.
Die Abschrägung ist in Richtung eines offenen Endes 101 des Kappenelements 10 verjüngend
ausgebildet und erlaubt ein einfaches und geführtes Aufschieben der Sekundärkappe
10 von oben auf das Gefäß 30. Dabei können mehrere voneinander beabstandete Einrasthaken
16 oder bezogen auf die Längsachse L ein umlaufender Einrastring ausgebildet sein.
Der oder die Einrasthaken 16 schnappen unterhalb eines Luer-Lock-Gewindes in eine
Ausnehmung der Spritze ein, die zum Beispiel zwischen dem Luer-Lock-Gewinde und einer
Schulter des Spritzenkörpers 32 als ringförmige Nut ausgebildet ist.
[0102] Außerdem sind weitere Verzahnungselemente 131 an einer inneren Oberfläche 11 angeordnet,
die sich im Wesentlichen vertikal bzw. in Richtung der Längsachse L erstrecken und
abgeschrägte Anpressfederelemente ausbilden. Die nach oben ausgebildete Abschrägung
der Verzahnungselemente 131 erlaubt wieder ein einfaches Aufschieben des Kappenelements
10 von oben auf die Spritze bzw. das Gefäß 30. Die Verzahnungselemente 131 drücken
dann von innen gegen die äußere Oberfläche 34 des Luer-Lock-Gewindes 31. Vorzugsweise
wird dabei ein Hinterschnitt vermieden. Beispielsweise sind die Verzahnungselemente
131 bogenförmig ausgeführt und stellen eine gewisse Flexibilität beim Aufsetzen bereit.
Sollte eine oder mehrere der Verzahnungselemente 131 beim Aufschieben direkt auf eine
Ausbuchtung des ersten Teils 31 des Gefäßes 30 treffen, so kann sich das Anpressfederelement
bzw. das Verzahnungselement 131 zu einer Seite weg biegen und in einer geeigneten
Position an die Außenkontur des ersten Teils 31 anschmiegen. Dadurch ermöglicht auch
ein ungerichtetes Aufschieben des Kappenelements 10 ein zuverlässiges Anbringen der
Sekundärkappe an dem Gefäß 30.
[0103] Der obere und untere Kappenabschnitt 17 und 18 sind zudem über aufbrechbare Verbindungstege
171 miteinander verbunden. Beim Aufdrehen des Gefäßes 30 bzw. der mit der Etikettieranordnung
1 versehenen Spritze brechen die Verbindungsstege 171 durch (s.a. Figur 15).
[0104] Ein unterer Rand des oberen Kappenabschnitts 17 weist vorzugsweise eine abgeschrägte
Ausbuchtung 15 auf, die auch ein einfaches Aufschieben des Kappenelements 10 von oben
ermöglicht. Die Ausbuchtung 15 kann darüber hinaus zu einem stabilen und sicheren
Sitz des Kappenelements 10 an der Primärkappe 31 beitragen, indem die Ausbuchtung
über oder auf eine Wulst an der Primärkappe 31 des Gefäßes 30 geschoben wird.
[0105] Eine Wandstärke des Kappenelements 10 ist bevorzugt auf einen gegebenenfalls vorhandenen
Durchmesserunterschied zwischen dem ersten Teil 31 und dem zweiten Teil 32 des Gefäßes
30 abgestimmt ausgebildet. Auf diese Weise kann das Kappenelement 10 als Adapter einen
Geometrieausgleich zwischen dem Luer-Lock-Adapter 31 und Spritzenzylinder 32 ausbilden.
[0106] Der untere Kappenabschnitt 18 kann auch separat zu dem oberen Kappenabschnitt 17
ausgebildet sein und auf das Gefäß 30 aufgesetzt werden. Um ein einfaches Aufschieben
zu ermöglichen, können eine oder mehrere Aussparungen vorgesehen sein (s. Figur 18D).
Auf diese Weise können größere Durchmesser an einem Luer-Lock-Adapter 31 mittels der
Aussparung 19 gemäß einem Prinzip eines Sprengrings überwunden werden.
[0107] Die Figuren 18B und 18C zeigen schematische Querschnittsdarstellungen eines Verzahnungselements
131 entlang der in Figur 18A gestrichelt eingezeichneten Linie AA`. Die Verzahnungselemente
131 können sich weg von der Wandung des Kappenelements 10 in radialer Richtung nach
innen erstrecken und ein verbreitertes Ende aufweisen, das in Ausnehmungen an der
Außenkontur 34 der Primärkappe 31 eingreifen kann.
[0108] Figur 18F zeigt eine perspektivische Darstellung des Kappenelements 10, anhand derer
eine weitere mögliche Ausgestaltung der Verzahnungsstruktur 13 an der inneren Oberfläche
11 des Kappenelements 10 zu erkennen ist. Eine solche Ausgestaltung mit äquidistanten
Aussparungen und Verzahnungselementen 131, die radial umlaufend angeordnet bzw. ausgebildet
sind, ist insbesondere zum Aufsetzen auf übliche Luer-Lock-Primärverschlüsse 31 von
Spritzen 30 geeignet. Jedes zweite Verzahnungselement 131 weist dabei an einem unteren
Ende, welches dem offenen Ende 101 des Kappenelements 10 zugewandt ist, eine jeweilige
abgeschrägte Einrastkante oder Einrasthaken 16 auf. Auf diese Weise kann mittels der
Einrasthaken 16 eine vertikale Haltekraft und mittels der Verzahnungselemente 131
eine rotatorische Haltekraft des Kappenelements 10 an der Primärkappe 31 eingerichtet
werden.
[0109] Der Adapter bzw. die Sekundärkappe 10 weist mit der Verzahnungsstruktur 13 in einem
Innenbereich mechanische Strukturen auf, die zwei Funktionen erfüllen. Einerseits
schnappt ein Verzahnungselement 131 in Form eines Einrasthakens 16, welcher einen
innenliegenden mechanischen Vorsprung der Sekundärkappe 10 ausbildet, zum Beispiel
in eine horizontale Kerbe der Primärkappe 31 ein. Andererseits verzahnen sich die
Verzahnungselemente 131, zum Beispiel als vertikale Innenstrukturen in Form biegsamer
Stege oder gemäß einer Negativform einer äußeren Primärkappenstruktur mit den äußeren
Strukturen der Primärkappe 31. Diese beiden Funktionen führen dazu, dass bei einer
Drehbewegung der Sekundärkappe 10 diese zusammen mit der Primärkappe 31 von der Spritze
30 abschraubbar ist und anschließend mit der Primärkappe 31 verbleibt und gemeinsam
entsorgt werden kann. Im Falle von Luer-Lock-Glasspritzen ist die Sekundärkappe 10
bevorzugt zweiteilig ausgeführt, wobei die beiden Kappenabschnitte 17 und 18 durch
Verbindungsstege 171 miteinander verbunden sein können. Der untere Kappenabschnitt
18 der Sekundärkappe 10 schnappt mit einem Vorsprung, zum Beispiel in Form eines oder
mehrerer Einrasthaken 16, in oder an dem unteren Rand des Luer-Lock-Gewindes ein,
während der obere Kappenabschnitt 17 mit seiner inneren Verzahnungsstruktur 13 in
eine oder mehrere Kerben der Primärkappe 31 einschnappt und sich mit der äußeren Struktur
der Primärkappe 31 verzahnen kann.
[0110] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Etikettieranordnung 1 auch so ausgebildet
sein, dass der erste Etikettenabschnitt 21 des Siegeletiketts 20 den ersten Teil 31
des Gefäßes 30 hülsenartig umschließt, ohne an oder mit dem ersten Teil 31 des Gefäßes
30 klebend gekoppelt zu sein. Der erste Etikettenabschnitt 21 kann somit die Sekundärkappe
bzw. das Kappenelement 10 bezogen auf die Längsachse L kontaktfrei oder klebefrei
rundum umschließen. Der erste Etikettenabschnitt 21 bildet dann eine in Bezug auf
die Längsachse L nach oben offene Etikettenhülse aus. Bei einem Öffnen des Gefäßes
30 wird der erste Etikettenabschnitt 21 an die äußere Oberfläche 12 des Kappenelements
10 angedrückt und mittels Ziehen und/oder Drehens von dem zweiten Etikettenabschnitt
22 abgetrennt und zusammen mit der Sekundärkappe 10 von dem zweiten Teil 32 des Gefäßes
30 entfernt.
[0111] Das Siegeletikett 20 weist auch gemäß einer solchen Ausführungsform einen Durchtrennungsbereich
24 auf, in dem beispielsweise eine Perforation als Durchtrennungselement 25 ausgebildet
ist, welche ein vorgegebenes Einreißen des Siegeletiketts 20 ermöglicht. Alternativ
oder zusätzlich kann auch ein Aufreißstreifen in dem Durchtrennungsbereich 24 angeordnet
sein, um ein kontrollieren Durchtrennen des Siegeletiketts 20 zu ermöglichen. Alternativ
kann auch ein Folienelement, wie eine Acetatfolie, als Durchtrennungselement vorgesehen
sein, die eine geringe Einreißfestigkeit aufweist. Das Folienelement reißt bei einem
Drehen und/oder Ziehen an dem ersten Etikettenabschnitt 21 und dem Kappenelement 10
durch, sodass eine Erstöffnung deutlich sichtbar ist. Ein solches Folienelement ermöglicht
somit ein Durchtrennen des Siegeletiketts 20 ohne eine Perforation oder ein Aufreißstreifen
zu benötigen.
[0112] Auch wenn der erste Etikettenabschnitt 21 gemäß einer solchen Ausführungsform das
Kappenelement 10 nicht klebend kontaktiert, kann eine zuverlässige Manipulationssicherheit
der Etikettieranordnung 1 erzielt werden. Der erste Etikettenabschnitt 21 ist dabei
vorzugsweise so ausgebildet, dass lediglich ein schmaler Spalt oder Zwischenraum zwischen
dem aufgesetzten Kappenelement 10 und dem umgebenden ersten Etikettenabschnitt 21
vorhanden ist. Eine Manipulation oder ein Öffnungsversuch durch Eingreifen in den
schmalen Zwischenraum führen zu einem Einreißen oder Zerknittern des ersten Etikettenabschnitts
21, sodass ein solcher Vorgang erkenntliche Spuren hinterlässt.
[0113] Figur 19 zeigt in einer schematischen Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Etikettieranordnung 1 bzw. des Kappenelements 10. Das Kappenelement 10 ist zweiteilig
ohne Verbindungsstege ausgebildet. Die beiden separaten Kappenabschnitte 17, 18 sind
voneinander beabstandet an der Primärkappe 31 des Gefäßes 30 angeordnet. Zwischen
den Kappenabschnitten 17, 18 erstreckt sich ein Bereich des ersten Teils 31 des Gefäßes
30, der bezogen auf eine Ausdehnung quer zu der Längsachse L breiter ausgestaltet
ist als die nach oben und unten anschließenden Bereiche des Primärverschlusses 31.
Der Primärverschluss 31 weist somit eine Wulst 35 auf, welche die breiteste Stelle
des ersten Teils 31 des Gefäßes 30 realisiert. Der Primärverschluss 31 bildet zum
Beispiel einen Verschluss einer Spritze mit einem Luer-Gewinde, welches an der breitesten
Stelle einen größeren Durchmesser besitzt als die angrenzenden Bereiche des Spritzenkopfes
und des Spritzenkörpers 32.
[0114] Die Kappenabschnitte 17, 18 des Kappenelements 10 decken dann als Adapterteile die
Bereiche des Primärverschlusses 31 ab, die einen kleineren Durchmesser als der Spritzenkörper
32 und die Wulst 35 des Primärverschlusses 31 haben. Dadurch wird auch zu einem einheitlichen
Durchmesserverlauf bzw. zu einer Umfangsgleichheit des Gefäßes 30 und somit zu einer
verbesserten Etikettierfähigkeit beigetragen. Weist der Primärverschluss 31, wie in
Figur 19 angedeutet, eine bauchige Form auf, so sind die Kappenabschnitte 17 und 18
bevorzugt auf die bauchige Form abgestimmt ausgebildet. Zum Beispiel ist eine jeweilige
Innenwandung der beiden Kappenabschnitte 17 und 18 trichter- oder keilförmig ausgebildet,
um der durch die Primärkappe 31 vorgegebenen Geometrie zu folgen. Eine jeweilige Außenwandung
der Kappenabschnitte 17 und 18 ist vorzugsweise zylinderförmig ausgebildet, um eine
einheitliche oder wölbungsarme und einfach zu etikettierende Außenfläche bereitzustellen.
[0115] Darüber hinaus kann das Kappenelement auch zweiteilig ohne Verbindungsstege ausgebildet
sein. Die beiden separaten Kappenabschnitte sind dann zum Beispiel voneinander beabstandet
an der Primärkappe des Gefäßes angeordnet. Eine solche Ausführung bietet sich beispielsweise
an, wenn ein zwischen den Kappenabschnitten anzuordnender Bereich des ersten Teils
des Gefäßes breiter ist als die nach oben und unten anschließenden Bereiche. Der Primärverschluss
weist zum Beispiel eine Wulst auf, welche quer zur Längsachse die breiteste Stelle
des ersten Teils des Gefäßes realisiert.
[0116] Beispielsweise besitzt der Spritzenkörper 32 einen Durchmesser von 10,85 mm, während
die Wulst 35 an dem Spritzenkopf 31 einen Durchmesser von 10,95 mm aufweist. Bei einem
Aufsetzen des Kappenelements 10 kann dann zum Beispiel der ringförmige untere Kappenabschnitt
18 über die Wulst 35 geschoben werden. Der untere Kappenabschnitt 18 ist vorzugsweise
geschlitzt ausgeführt und weist eine Dehnungsfuge bzw. eine Ausnehmung auf, welche
ein Überstülpen über die Wulst 35 ermöglicht (s. Figur 18D). Auf diese Weise kann
ein Dickenunterschied von etwa 0,1 mm der Wulst 35 einfach und sicher überwunden werden.
Alternativ oder zusätzlich kann der untere Kappenabschnitt 18 auch materialspezifisch
eine gewisse Dehnfähigkeit bereitstellen, um ein einfaches und zuverlässiges Anordnung
an dem ersten Teil 31 des Gefäßes 30 zu ermöglichen. Nachfolgend kann dann der obere
Kappenabschnitt 17 auf den Spritzenkopf 31 aufgesetzt werden. Eine Lücke zwischen
dem oberen und dem unteren Kappenabschnitt 17 und 18 bildet dann einen nicht abgedeckten
Bereich des Gefäßkopfes 31.
[0117] Eine weitere Möglichkeit des Anordnens des Kappenelements 10 an dem ersten Teil 31
des Gefäßes 30 mit der Wulst 35 besteht darin, dass der ringförmige untere Kappenabschnitt
10 vor dem Primärverschluss auf den Gefäßkopf 31 aufgesetzt wird und nachfolgend der
Primärverschluss an dem Gefäßkopf 31 befestigt wird. In Bezug auf eine Spritz 30 mit
Luer-Gewinde wird dann der Primärverschluss in das an dem Gefäßkopf 31 vorhandene
Gewinde eingedreht. Der untere ringförmige Kappenabschnitt 18 benötigt dann zum Beispiel
keine Schlitzung, die eine Dehnfähigkeit bereitstellt. Nachfolgend kann dann der obere
Kappenabschnitt 17 aufgesetzt werden. Ein Überetikettieren der vorhandenen Lücke und
der darin angeordneten Wulst 35 ist einfach und zuverlässig möglich.
[0118] Figur 20 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum
Applizieren bzw. Anbringen einer Etikettieranordnung 1 an dem mehrteiligen Gefäß 30.
In einem Schritt S1 wird die Sekundärkappe 10 zunächst auf die Primärkappe 31 der
Spritze 30 aufgesetzt. Dies umfasst vorzugsweise ein Ausrichten der Primär- und Sekundärkappe
31 und 10 relativ zueinander. Ein solches Ausrichten kann insbesondere ein Drehen
des Kappenelements 10 umfassen bis eine funktionsrichtige Ausrichtung des Kappenelements
10 bezogen auf die äußere Struktur des ersten Teils 31 des Gefäßes 30 erreicht ist.
[0119] Darauffolgend wird das Kappenelement 10 auf die Primärkappe 31 aufgesetzt bzw. aufgeschoben
und in Richtung des Gefäßkörpers 32 geschoben bis das Kappenelement 10 mittels eines
Einrasthakens 16 in eine Ausnehmung der Primärkappe 31 eingreift und einrastet. Auf
diese Weise kann eine vertikale Haltekraft der Primär- und Sekundärkappe 31 und 10
aneinander eingerichtet werden.
[0120] In einem Schritt S3 kann die Sekundärkappe 10 relativ zu der Primärkappe 31 gedreht
werden, um eine stabile und sichere Verzahnung der Verzahnungsstruktur 13 der Sekundärkappe
10 mit der äußeren Oberfläche 34 der Primärkappe 31 auszubilden. Auf diese Weise kann
eine horizontale Haltekraft der Primär- und Sekundärkappe 31 und 10 aneinander eingerichtet
werden.
[0121] In einem weiteren Schritt S5 wird anschließend das Siegeletikett 20 auf den Spritzenkörper
32 und die Sekundärkappe 10 aufgebracht, um das Gefäß bzw. die Spritze 30 zu versiegeln.
[0122] Das Siegeletikett 20 und/oder das Kappenelement 10 weisen einen Durchgangsbereich
24 und/oder 14 auf, der vorzugsweise so ausgebildet bzw. angeordnet ist, dass er in
dem Übergangsbereich 33 zwischen dem Spritzenkörper 32 und der Sekundärkappe 10 bzw.
dem Spritzenkopf 31 angeordnet ist. Bei einer Drehbewegung der Sekundärkappe 10 wird
das Siegeletikett 20 und/oder das Kappenelement 10 entlang des Durchtrennungsbereichs
24 und/oder 14 vorgegeben zerstört und die Sekundärkappe 10 kann gemeinsam mit der
Primärkappe 31 von der Spritze 30 abgeschraubt und/oder abgezogen werden. Die Primärkappe
31 verbleibt fixiert innerhalb der Sekundärkappe 10.
Bezugszeichenliste
[0123]
- 1
- Etikettieranordnung
- 10
- Kappenelement / Sekundärkappe
- 101
- offenes Ende des Kappenelements
- 11
- innere Oberfläche des Kappenelements
- 12
- äußere Oberfläche des Kappenelements
- 121
- Oberflächenstruktur der äußeren Oberfläche
- 13
- Verzahnungsstruktur des Kappenelements
- 131
- Verzahnungselement der Verzahnungsstruktur
- 14
- Durchtrennungsbereich des Kappenelements
- 15
- abgeschrägte Ausbuchtung des Kappenelements
- 16
- abgeschrägter Einrasthaken des Kappenelements
- 17
- oberer Kappenabschnitt des Kappenelements
- 171
- Verbindungssteg zwischen den Kappenabschnitten
- 172
- Teilabschnitt des Verbindungsstegs
- 18
- unterer Kappenabschnitt des Kappenelements
- 19
- Ausnehmung des Kappenelements
- 20
- Siegeletikett
- 21
- erster Etikettenabschnitt des Siegeletiketts
- 22
- zweiter Etikettenabschnitt des Siegeletiketts
- 24
- Durchtrennungsbereich des Siegeletiketts
- 25
- Durchtrennungselement / Perforation / Folienelement
- 26
- Öffnungsnachweiselement
- 261
- erstes Teilelement des Öffnungsnachweiselements
- 262
- zweites Teilelement des Öffnungsnachweiselements
- 30
- Gefäß / Spritze
- 31
- erster Teil des Gefäßes / Primärkappe
- 32
- zweiter Teil des Gefäßes / Spritzenkörper
- 33
- Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Teil
- 34
- äußere Oberfläche des ersten Teils
- 35
- Wulst des ersten Teils
- L
- Längsachse
- S(i)
- Schritt eines Verfahrens zum Anbringen einer Etikettieranordnung
1. Etikettieranordnung (1) für ein mehrteiliges Gefäß (30), umfassend:
- ein hülsenförmiges Kappenelement (10), das an einer inneren Oberfläche (11) eine
Verzahnungsstruktur (13) aufweist und das dazu ausgebildet ist, auf einen ersten Teil
(31) des Gefäßes (30) aufgebracht und mittels der Verzahnungsstruktur (13) mit einer
äußeren Oberfläche (34) des ersten Teils (31) gekoppelt zu werden, und
- ein Siegeletikett (20) mit einem ersten Etikettenabschnitt (21) und einem an dem
ersten Etikettenabschnitt (21) angrenzenden zweiten Etikettenabschnitt (22), wobei
der zweite Etikettenabschnitt (22) dazu ausgebildet ist, an einem zweiten Teil (32)
des Gefäßes (30) befestigt zu werden, und der erste Etikettenabschnitt (21) dazu ausgebildet
ist, in einem an dem Gefäß (30) applizierten Zustand des Siegeletiketts (20) das aufgebrachte
Kappenelement (10) bezogen auf eine Längsachse (L) zu umgeben, wobei die Etikettieranordnung
(1) ferner zumindest einen Durchtrennungsbereich (14, 24) aufweist, sodass bei einem
Öffnen des mit der Etikettieranordnung (1) applizierten Gefäßes (30) die Etikettieranordnung
(1) in dem Durchtrennungsbereich (14, 24) durchtrennbar ist und zumindest ein Teil
(17) des Kappenelements (10) zusammen mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) von
dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30) entfernbar ist.
2. Etikettieranordnung nach Anspruch 1, bei der der erste Etikettenabschnitt (21) des
Siegeletiketts (20) dazu ausgebildet ist, in einem an dem Gefäß (30) applizierten
Zustand des Siegeletiketts (20) an dem aufgebrachten Kappenelement (10) befestigt
zu werden, sodass das Siegeletikett (20) das Kappenelement (10) mit dem zweiten Teil
(32) des Gefäßes (30) koppelt.
3. Etikettieranordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Siegeletikett (20) einen
Durchtrennungsbereich (24) aufweist, der zwischen dem ersten und dem zweiten Etikettenabschnitt
(21, 22) angeordnet ist, sodass bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung (1)
applizierten Gefäßes (30) das Siegeletikett (20) in dem Durchtrennungsbereich (24)
des Siegeletiketts (20) vorgegeben durchtrennbar ist und der erste Etikettenabschnitt
(21) zusammen mit dem zumindest einen Teil (17) des Kappenelements (10) und dem ersten
Teil (31) des Gefäßes (30) von dem zweiten Etikettenabschnitt (22) und dem zweiten
Teil (32) des Gefäßes (30) entfernbar ist.
4. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der das Kappenelement
(10) zweiteilig ausgebildet ist und einen Durchtrennungsbereich (14) aufweist, wobei
das Kappenelement (10) bezogen auf die Längsachse (L) des Kappenelements (10) einen
ersten Kappenabschnitt (17) und einen zweiten Kappenabschnitt (18) aufweist und der
Durchtrennungsbereich (14) des Kappenelements (10) zwischen dem ersten und dem zweiten
Kappenabschnitt (17, 18) ausgebildet ist, sodass bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung
(1) applizierten Gefäßes (30) das Kappenelement (10) in dem Durchtrennungsbereich
(14) des Kappenelements (10) vorgegeben durchtrennbar ist und der erste Kappenabschnitt
(17) zusammen mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) von dem unteren Kappenabschnitt
(18) und dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30) entfernbar ist.
5. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der das Kappenelement
(10) an der inneren Oberfläche (11) eine Kontur aufweist, welche die Verzahnungsstruktur
(13) umfasst und welche in Abstimmung auf eine Kontur an der äußeren Oberfläche (34)
des ersten Teils (31) des Gefäßes (30) vorgegeben ausgebildet ist.
6. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die Verzahnungsstruktur
(13) zumindest ein Verzahnungselement (131) aufweist, welches dazu ausgebildet ist,
bei einem Anbringen des Kappenelements (10) an dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30)
in eine Ausnehmung an der äußeren Oberfläche (34) des ersten Teils (31) einzugreifen
und das Kappenelement (10) mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) zu koppeln.
7. Etikettieranordnung (1) nach Anspruch 6, bei dem das Verzahnungselement (131) in Form
eines Einrasthakens (15) ausgebildet ist, welcher dazu eingerichtet ist, eine formschlüssige
Kopplung mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) auszubilden, sodass bezogen auf
die Längsachse (L) des Kappenelements (10) zwischen dem Kappenelement (10) und dem
ersten Teil (31) eine Haltekraft in Richtung der Längsachse (L) eingerichtet ist.
8. Etikettieranordnung (1) nach Anspruch 6 oder 7, bei dem das Verzahnungselement (131)
bezogen auf die Längsachse (L) des Kappenelements (10) steg- oder stiftförmig ausgebildet
ist und dazu eingerichtet ist, eine formschlüssige Kopplung mit dem ersten Teil (31)
des Gefäßes (30) auszubilden, sodass bezogen auf die Längsachse (L) des Kappenelements
(10) zwischen dem Kappenelement (10) und dem ersten Teil (31) eine Haltekraft in radialer
Richtung um die Längsachse (L) eingerichtet ist.
9. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem das Kappenelement
(10) eine Ausnehmung (19) aufweist, die eine Wandung des Kappenelements (10) durchdringt,
sodass ein Fluidaustausch zwischen einem Innenraum und einem Außenraum des Kappenelements
(10) ausbildbar ist.
10. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, umfassend:
eine Klebeschicht, die an einer Unterseite des Siegeletiketts (20) angeordnet ist,
sodass das Siegeletikett (20) mittels Kleben an dem Gefäß (30) anordenbar ist, wobei
das Siegeletikett (20) in dem Durchtrennungsbereich (14, 24) eine klebstofffreie Fläche
aufweist.
11. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem der jeweilige Durchtrennungsbereich
(14, 24) in Abstimmung auf das Gefäß (30) in einem Bereich des Kappenelements (10)
und/oder des Siegeletiketts (20) ausgebildet ist, welcher in einem applizierten Zustand
der Etikettieranordnung (1) an dem Gefäß (30) einem Übergang (33) zwischen dem ersten
Teil (31) und dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30) zugeordnet ist.
12. Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend:
ein Öffnungsnachweiselement (172, 26), das in dem Durchtrennungsbereich (14, 24) des
Kappenelements (10) und/oder des Siegeletiketts (20) angeordnet und dazu ausgebildet
ist, ein Entfernen zumindest eines Teils (17) des Kappenelements (10) und/oder des
ersten Etikettenabschnitts (21) zusammen mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30)
von dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30) anzuzeigen.
13. System, umfassend:
- ein in mehrere Teile teilbares Gefäß (30) mit einem ersten Teil (31) und einem zweiten
Teil (32), und
- eine Etikettieranordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, welche derart an
dem Gefäß (30) appliziert ist, dass der zweite Etikettenabschnitt (22) des Siegeletiketts
(20) an dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30) befestigt ist und der erste Etikettenabschnitt
(21) des Siegeletiketts (20) an dem auf dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) aufgebrachten
Kappenelement (10) befestigt ist.
14. Verfahren zum Anbringen einer Etikettieranordnung (1) an einem mehrteiligen Gefäß
(30), umfassend:
- Bereitstellen eines in mehrere Teile teilbaren Gefäßes (30) mit einem ersten Teil
(31) und einem zweiten Teil (32),
- Bereitstellen eines hülsenförmigen Kappenelements (10), das an einer inneren Oberfläche
(11) eine Verzahnungsstruktur (13) aufweist
- Bereitstellen eines Siegeletiketts (20) mit einem ersten Etikettenabschnitt (21),
und einem an dem ersten Etikettenabschnitt (21) angrenzenden zweiten Etikettenabschnitt
(22), wobei das Kappenelement (10) und das Siegeletikett (20) die Etikettieranordnung
(1) ausbilden, die zumindest einen Durchtrennungsbereich (14, 24) aufweist,
- Aufsetzen des Kappenelements (10) auf den ersten Teil (31) des Gefäßes (30) und
Koppeln der Verzahnungsstruktur (13) des Kappenelements (10) mit einer äußeren Oberfläche
(34) des ersten Teils (31) des Gefäßes (30), und
- Anbringen des Siegeletiketts (20) an dem Gefäß (30) mittels Befestigen des zweiten
Etikettenabschnitts (22) an dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30) und Umgeben des
angebrachten Kappenelements (10) mit dem ersten Etikettenabschnitt (21) bezogen auf
eine Längsachse (L) des Kappenelements (10), sodass bei einem Öffnen des mit der Etikettieranordnung
(1) applizierten Gefäßes (30) die Etikettieranordnung (1) in dem Durchtrennungsbereich
(14, 24) durchtrennbar ist und zumindest ein Teil (17) des Kappenelements (10) zusammen
mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) von dem zweiten Teil (32) des Gefäßes (30)
entfernbar ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem das Aufsetzen und Koppeln des Kappenelements (10)
mit dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30) umfasst:
- Ausrichten des Kappenelements (10) relativ zu dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30)
bezogen auf die Längsachse (L) des Kappenelements (10),
- Aufschieben des Kappenelements (10) auf den ersten Teil (31) des Gefäßes (30), sodass
ein Verzahnungselement (131, 16) der Verzahnungsstruktur (13) in eine Ausnehmung an
einer äußeren Oberfläche (34) des ersten Teils (31) einrastet, und
- Drehen des Kappenelements (10) relativ zu dem ersten Teil (31) des Gefäßes (30)
bezogen auf die Längsachse (L) des Kappenelements (10), sodass ein Verzahnungselement
(131) der Verzahnungsstruktur (13) in eine Ausnehmung an einer äußeren Oberfläche
(34) des ersten Teils (31) eingreift.
1. A labeling arrangement (1) for a multi-part container (30), comprising
- a sleeve-shaped cap element (10) which comprises an interlocking structure (13)
on an inner surface (11) and is designed to be applied to a first part (31) of the
container (30) and to be coupled to an outer surface (34) of the first part (31) by
means of the interlocking structure (13), and
- a sealing label (20) having a first label portion (21) and a second label portion
(22) adjacent to the first label portion (21), the second label portion (22) being
designed to be fastened to a second part (32) of the container (30) and the first
label portion (21) being designed to surround the applied cap element (10) related
to a longitudinal axis (L) in a state when the sealing label (20) is applied to the
container (30), the labeling arrangement (1) further comprising at least one severing
zone (14, 24), so that upon opening the container (30) provided with the applied labeling
arrangement (1), the labeling arrangement (1) can be severed in the severing zone
(14, 24) and at least one part (17) of the cap element (10) together with the first
part (31) of the container (30) can be removed from the second part (32) of the container
(30).
2. The labeling arrangement according to claim 1, in which the first label portion (21)
of the sealing label (20) is designed to be fastened to the applied cap element (10)
in a state when the sealing label (20) is applied to the container (30), so that the
sealing label (20) couples the cap element (10) to the second part (32) of the container
(30).
3. The labeling arrangement (1) according to claim 1 or 2, in which the sealing label
(20) comprises a severing zone (24) which is arranged between the first and second
label portions (21, 22), so that upon opening the container (30) provided with the
applied labeling arrangement (1), the sealing label (20) can be severed in the severing
zone (24) of the sealing label (20) in a predefined way and the first label portion
(21) together with the at least one part (17) of the cap element (10) and the first
part (31) of the container (30) can be removed from the second label portion (22)
and the second part (32) of the container (30).
4. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 3, in which the cap
element (10) is formed in two parts and comprises a severing zone (14), the cap element
(10) having a first cap portion (17) and a second cap portion (18) related to the
longitudinal axis (L) of the cap element (10), and the severing zone (14) of the cap
element (10) being formed between the first and the second cap portions (17, 18),
so that upon opening the container (30) provided with the applied labeling arrangement
(1), the cap element (10) can be severed in the severing zone (14) of the cap element
(10) in a predefined way and the first cap portion (17) together with the first part
(31) of the container (30) can be removed from the lower cap portion (18) and the
second part (32) of the container (30).
5. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 4, in which the inner
surface (11) of the cap element (10) has a contour which comprises the interlocking
structure (13) and is formed in a predefined way in coordination with a contour on
the outer surface (34) of the first part (31) of the container (30).
6. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 5, in which the interlocking
structure (13) comprises at least one interlocking element (131) which is formed to
engage in a recess on the outer surface (34) of the first part (31) during affixing
the cap element (10) to the first part (31) of the container (30) and to couple the
cap element (10) to the first part (31) of the container (30).
7. The labeling arrangement (1) according to claim 6, in which the interlocking element
(131) is designed in the form of a latching hook (15) arranged to establish a form-fit
coupling with the first part (31) of the container (30), so that, related to the longitudinal
axis (L) of the cap element (10), a retaining force is established in the direction
of the longitudinal axis (L) between the cap element (10) and the first part (31).
8. The labeling arrangement (1) according to claim 6 or 7, in which the interlocking
element (131) is designed in the form of a web or pin related to the longitudinal
axis (L) of the cap element (10) and is designed to establish a form-fit coupling
with the first part (31) of the container (30), so that, related to the longitudinal
axis (L) of the cap element (10), a retaining force is established in radial direction
about the longitudinal axis (L) between the cap element (10) and the first part (31).
9. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 8, in which the cap
element (10) has a recess (19) which penetrates a wall of the cap element (10), so
that a fluid exchange can be realized between an inner space and an outer space of
the cap element (10).
10. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 9, comprising: an
adhesive layer arranged on an underside of the sealing label (20), so that the sealing
label (20) can be arranged on the container (30) by means of gluing, the sealing label
(20) comprising an adhesive-free surface in the severing zone (14, 24).
11. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 10, in which the
respective severing zone (14, 24) is formed in coordination with the container (30)
in an area of the cap element (10) and/or of the sealing label (20) which, in a state
when the labeling arrangement (1) is applied to the container (30), is assigned to
a transition (33) between the first part (31) and the second part (32) of the container
(30).
12. The labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 11, comprising: an
opening detection element (172, 26) which is arranged in the severing zone (14, 24)
of the cap element (10) and/or of the sealing label (20) and designed to indicate
a removal of at least one part (17) of the cap element (10) and/or of the first label
portion (21) together with the first part (31) of the container (30) from the second
part (32) of the container (30).
13. A system, comprising:
- a container (30) divisible into a plurality of parts and comprising a first part
(31) and a second part (32), and
- a labeling arrangement (1) according to any one of claims 1 to 12, which is applied
to the container (30) such that the second label portion (22) of the sealing label
(20) is fastened to the second part (32) of the container (30) and the first label
portion (21) of the sealing label (20) is fastened to the cap element (10) applied
to the first part (31) of the container (30) .
14. A method for attaching a labeling arrangement (1) to a multi-part container (30),
comprising:
- providing a container (30) divisible into a plurality of parts and comprising a
first part (31) and a second part (32),
- providing a sleeve-shaped cap element (10) having an interlocking structure (13)
on an inner surface (11),
- providing a sealing label (20) having a first label portion (21) and a second label
portion (22) adjacent to the first label portion (21), the cap element (10) and the
sealing label (20) forming the labeling arrangement (1) which has at least one severing
zone (14, 24),
- placing the cap element (10) on the first part (31) of the container (30) and coupling
the interlocking structure (13) of the cap element (10) to an outer surface (34) of
the first part (31) of the container (30), and
- affixing the sealing label (20) to the container (30) by fastening the second label
portion (22) to the second part (32) of the container (30) and surrounding the affixed
cap element (10) with the first label portion (21) related to a longitudinal axis
(L) of the cap element (10), so that upon opening the container (30) provided with
the applied labeling arrangement (1), the labeling arrangement (1) can be severed
in the severing zone (14, 24) and at least one part (17) of the cap element (10) together
with the first part (31) of the container (30) can be removed from the second part
(32) of the container (30).
15. The method according to claim 14, in which placing and coupling the cap element (10)
on/with the first part (31) of the container (30) comprises:
- aligning the cap element (10) relative to the first part (31) of the container (30)
related to the longitudinal axis (L) of the cap element (10),
- pushing the cap element (10) onto the first part (31) of the container (30), so
that an interlocking element (131, 16) of the interlocking structure (13) latches
in place in a recess on an outer surface (34) of the first part (31), and
- rotating the cap element (10) relative to the first part (31) of the container (30)
related to the longitudinal axis (L) of the cap element (10), so that an interlocking
element (131) of the interlocking structure (13) engages in a recess on an outer surface
(34) of the first part (31).
1. Ensemble d'étiquetage (1) pour un récipient (30) en plusieurs parties, comprenant
:
- un élément capuchon (10) en forme de manchon qui présente une structure de denture
(13) au niveau d'une surface intérieure (11) et qui est constituée pour être apposée
sur une première partie (31) du récipient (30) et couplée avec une surface extérieure
(34) de la première partie (31) moyennant la structure de denture (13), et
- une étiquette de scellement (20) avec une première section d'étiquette (21) et une
deuxième section d'étiquette (22) jouxtant la première section d'étiquette (21), sachant
que la deuxième section d'étiquette (22) est constituée pour être fixée à une deuxième
partie (32) du récipient (30), et la première section d'étiquette (21) est constituée
pour entourer l'élément capuchon (10) apposé par rapport à un axe longitudinal (L)
dans un état appliqué au niveau du récipient (30) de l'étiquette de scellement (20),
sachant que l'ensemble d'étiquetage (1) présente en outre au moins une zone de sectionnement
(14, 24) de telle sorte que, lors d'une ouverture du récipient (30) appliqué avec
l'ensemble d'étiquetage (1), l'ensemble d'étiquetage (1) soit sectionnable dans la
zone de sectionnement (14, 24) et au moins une partie (17) de l'élément capuchon (10)
soit enlevable de la deuxième partie (32) du récipient (30) conjointement avec la
première partie (31) du récipient (30) .
2. Ensemble d'étiquetage selon la revendication 1, dans lequel la première section d'étiquette
(21) de l'étiquette de scellement (20) est constituée pour être fixée à l'élément
capuchon (10) apposé dans un état appliqué au niveau du récipient (30) de l'étiquette
de scellement (20) de telle sorte que l'étiquette de scellement (20) couple l'élément
capuchon (10) avec la deuxième partie (32) du récipient (30).
3. Ensemble d'étiquetage (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'étiquette de
scellement (20) présente une zone de sectionnement (24) qui est disposée entre la
première et la deuxième section d'étiquette (21, 22) de telle sorte que, lors d'une
ouverture du récipient (30) appliqué avec l'ensemble d'étiquetage (1), l'étiquette
de scellement (20) soit sectionnable de manière spécifiée dans la zone de sectionnement
(24) de l'étiquette de scellement (20) et la première section d'étiquette (21) soit
enlevable de la deuxième section d'étiquette (22) et de la deuxième partie (32) du
récipient (30) conjointement avec l'au moins une partie (17) de l'élément capuchon
(10) et la première partie (31) du récipient (30).
4. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel l'élément
capuchon (10) est constitué en deux parties et présente une zone de sectionnement
(14), sachant que l'élément capuchon (10) présente une première section de capuchon
(17) et une deuxième section de capuchon (18) par rapport à l'axe longitudinal (L)
de l'élément capuchon (10) et la zone de sectionnement (14) de l'élément capuchon
(10) est constituée entre la première et la deuxième section de capuchon (17, 18)
de telle sorte que, lors d'une ouverture du récipient (30) appliqué avec l'ensemble
d'étiquetage (1), l'élément capuchon (10) soit sectionnable de manière spécifiée dans
la zone de sectionnement (14) de l'élément capuchon (10) et la première section de
capuchon (17) soit enlevable de la section de capuchon inférieure (18) et de la deuxième
partie (32) du récipient (30) conjointement avec la première partie (31) du récipient
(30).
5. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel l'élément
capuchon (10) présente un contour au niveau de la surface intérieure (11), lequel
comprend la structure de denture (13) et lequel est constitué de manière spécifiée
en concordance avec un contour au niveau de la surface extérieure (34) de la première
partie (31) du récipient (30).
6. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel la structure
de denture (13) présente au moins un élément de denture (131), lequel est constitué
pour, lors d'une mise en place de l'élément capuchon (10) au niveau de la première
partie (31) du récipient (30), se mettre en prise dans un évidement au niveau de la
surface extérieure (34) de la première partie (31) et coupler l'élément capuchon (10)
avec la première partie (31) du récipient (30).
7. Ensemble d'étiquetage (1) selon la revendication 6, dans lequel l'élément de denture
(131) est constitué sous forme d'un crochet d'encliquetage (15), lequel est configuré
pour constituer un couplage par complémentarité de forme avec la première partie (31)
du récipient (30) de telle sorte qu'une force de maintien soit instaurée en direction
de l'axe longitudinal (L) entre l'élément capuchon (10) et la première partie (31)
par rapport à l'axe longitudinal (L) de l'élément capuchon (10).
8. Ensemble d'étiquetage (1) selon la revendication 6 ou 7, dans lequel l'élément de
denture (131) est constitué en forme d'entretoise ou de tige par rapport à l'axe longitudinal
(L) de l'élément capuchon (10) et configuré pour constituer un couplage par complémentarité
de forme avec la première partie (31) du récipient (30) de telle sorte qu'une force
de maintien soit instaurée en direction radiale entre l'élément capuchon (10) et la
première partie (31) par rapport à l'axe longitudinal (L) de l'élément capuchon (10).
9. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel l'élément
capuchon (10) présente un évidement (19) qui pénètre dans une paroi de l'élément capuchon
(10) de telle sorte qu'un échange de fluide puisse être constitué entre un espace
intérieur et un espace extérieur de l'élément capuchon (10) .
10. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 9, comprenant :
une couche adhésive qui est disposée au niveau d'un côté inférieur de l'étiquette
de scellement (20) de telle sorte que l'étiquette de scellement (20) puisse être disposée
par collage au niveau du récipient (30), sachant que l'étiquette de scellement (20)
présente une surface exempte de colle dans la zone de sectionnement (14, 24).
11. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 10, dans lequel la zone
de sectionnement (14, 24) respective est constituée en concordance avec le récipient
(30) dans une zone de l'élément capuchon (10) et/ou de l'étiquette de scellement (20),
laquelle est attribuée à une jonction (33) entre la première partie (31) et la deuxième
partie (32) du récipient (30) dans un état appliqué de l'ensemble d'étiquetage (1)
au niveau du récipient (30).
12. Ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 11, comprenant :
un élément de preuve d'ouverture (172, 26) qui est disposé dans la zone de sectionnement
(14, 24) de l'élément capuchon (10) et/ou de l'étiquette de scellement (20) et est
constitué pour indiquer un enlèvement d'au moins une partie (17) de l'élément capuchon
(10) et/ou de la première section d'étiquette (21) de la deuxième partie (32) du récipient
(30) conjointement avec la première partie (31) du récipient (30).
13. Système, comprenant :
- un récipient (30) divisible en plusieurs parties avec une première partie (31) et
une deuxième partie (32), et
- un ensemble d'étiquetage (1) selon l'une des revendications 1 à 12, lequel est appliqué
au niveau du récipient (30) de telle manière que la deuxième section d'étiquette (22)
de l'étiquette de scellement (20) soit fixée à la deuxième partie (32) du récipient
(30) et la première section d'étiquette (21) de l'étiquette de scellement (20) soit
fixée à l'élément capuchon (10) apposé sur la première partie (31) du récipient (30).
14. Procédé de mise en place d'un ensemble d'étiquetage (1) au niveau d'un récipient (30)
en plusieurs parties, comprenant :
- la fourniture d'un récipient (30) divisible en plusieurs parties avec une première
partie (31) et une deuxième partie (32),
- la fourniture d'un élément capuchon (10) en forme de manchon qui présente une structure
de denture (13) au niveau d'une surface intérieure (11),
- la fourniture d'une étiquette de scellement (20) avec une première section d'étiquette
(21), et une deuxième section d'étiquette (22) jouxtant la première section d'étiquette
(21), sachant que l'élément capuchon (10) et l'étiquette de scellement (20) constituent
l'ensemble d'étiquetage (1) qui présente au moins une zone de sectionnement (14, 24),
- la pose de l'élément capuchon (10) sur la première partie (31) du récipient (30)
et le couplage de la structure de denture (13) de l'élément capuchon (10) avec une
surface extérieure (34) de la première partie (31) du récipient (30), et
- la mise en place de l'étiquette de scellement (20) au niveau du récipient (30) par
fixation de la deuxième section d'étiquette (22) à la deuxième partie (32) du récipient
(30) et le fait d'entourer l'élément capuchon (10) mis en place avec la première section
d'étiquette (21) par rapport à un axe longitudinal (L) de l'élément capuchon (10)
de telle sorte que, lors d'une ouverture du récipient (30) appliqué avec l'ensemble
d'étiquetage (1), l'ensemble d'étiquetage (1) soit sectionnable dans la zone de sectionnement
(14, 24) et au moins une partie (17) de l'élément capuchon (10) soit enlevable de
la deuxième partie (32) du récipient (30) conjointement avec la première partie (31)
du récipient (30).
15. Procédé selon la revendication 14, dans lequel la pose et le couplage de l'élément
capuchon (10) avec la première partie (31) du récipient (30) comprennent :
- l'alignement de l'élément capuchon (10) relativement à la première partie (31) du
récipient (30) par rapport à l'axe longitudinal (L) de l'élément capuchon (10),
- l'enfilage de l'élément capuchon (10) sur la première partie (31) du récipient (30)
de telle sorte qu'un élément de denture (131, 16) de la structure de denture (13)
s'encliquète dans un évidement au niveau d'une surface extérieure (34) de la première
partie (31), et
- la rotation de l'élément capuchon (10) relativement à la première partie (31) du
récipient (30) par rapport à l'axe longitudinal (L) de l'élément capuchon (10) de
telle sorte qu'un élément de denture (131) de la structure de denture (13) se mette
en prise dans un évidement au niveau d'une surface extérieure (34) de la première
partie (31).