[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung einer Korrosionsbeständigkeit eines
mit einer Magnesiumbasislegierung gebildeten Bauteiles gegen mikrogalvanische Korrosion.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein korrosionsbeständiges Bauteil, gebildet mit
einer Magnesiumbasislegierung, welches korrosionsbeständige Bauteil insbesondere mit
einem solchen Verfahren erhältlich ist.
[0003] Magnesiumbasislegierungen (Mg-Basislegierungen) stellen einen häufig eingesetzten
Konstruktionswerkstoff zur Fertigung von Bauteilen, beispielsweise mit Druckguss,
dar. Nachteilig bei Mg-Basislegierungen ist jedoch deren geringe Korrosionsbeständigkeit,
insbesondere gegen galvanische Korrosion. Dies gilt besonders für elektrolytische
Umgebungen mit mittleren bis kleinen pH-Werten, wie beispielsweise Salzwasser. Eine
Korrosion bzw. ein Korrosionsverhalten von üblichen Mg-Basislegierungen ist dabei
insbesondere abhängig von unterschiedlichen Korrosionspotenzialen verschiedener metallischer
Phasen der Mg-Basislegierung. Im Falle von AZ-Legierungen, beispielsweise AZ91 (Mg-Basislegierung
aufweisend 9 Gew.-% Al, 1 Gew.-% Zn, Rest Mg), wird eine Korrosionsrate häufig unter
anderem von einer intermetallischen Mg
17Al
12-Phase (β-Phase) bestimmt, welche gegenüber einer Mg-Mischkristallphase (α-Phase,
auch als Mg(α)-Phase bezeichnet) bzw. Mg-Mischkristall-Matrix kathodisch wirkt und
eine korrosive Auflösung der Mg-Mischkristallphase bewirkt. Auch Ausscheidungsphasen
oder Verunreinigungen können unterschiedliche Korrosionspotenziale in der Mg-Basislegierung
bewirken und damit Korrosionsprozesse fördern. Derartige mikrogalvanische bzw. phasenabhängige
Korrosionsprozesse stellen häufig eine Limitierung für einen praktischen Einsatz von
mit oder aus Mg-Basislegierungen gebildeten Bauteilen dar. Dokumente
DE 10 2014 104 064 A1,
EP 2 369 025 A1 und
EP 3 670 691 A1 offenbaren Legierungen dieser Art, sowie Verfahren zu ihrer Herstellung:
Es wurden daher verschiedene Verfahren entwickelt, um galvanischer Korrosion bei Bauteilen
aus Mg-Basislegierungen entgegenzuwirken bzw. diese möglichst zu unterbinden. Dazu
gehören einerseits Maßnahmen zur Verbesserung einer Korrosionsbeständigkeit der Mg-Basislegierung
selbst, beispielsweise durch ein Vorsehen von hohen Reinheitsgraden der Mg-Basislegierung
bzw. deren Zusammensetzung, durch eine Homogenisierung der Mg-Basislegierung, indem
das gesamte Bauteil wärmbehandelt wird und/oder durch gezieltes Legieren mit weiteren
Elementen, insbesondere Seltenerdmetallen, um eine stabile und dichte Oxidschicht
an einer Oberfläche eines mit der Mg-Basislegierung gebildeten Bauteiles zu erreichen.
Andererseits sind außerdem Beschichtungsverfahren und Oberflächenbehandlungen bekannt,
welche vorsehen, dass eine Oberfläche eines mit der Mg-Basislegierung gebildeten Bauteiles
mit einer Schicht versehen wird, sodass eine Barriere zwischen einem inneren Bereich
der Mg-Basislegierung und einer elektrolytischen Umgebung gebildet ist und damit galvanische
Prozesse unterbunden werden. Hierzu gehören beispielsweise chemische Behandlungen,
wie Chromatieren, elektrochemische Behandlungen, wie Galvanisieren, oder ein Aufbringen
von Lacken auf eine Oberfläche des Bauteiles. Solche Verfahren sind jedoch in der
Regel mit einem hohen Aufwand sowohl hinsichtlich einer Bauteilvorbereitung als auch
einer Bauteilbeschichtung verbunden.
[0004] Hier setzt die Erfindung an. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs
genannten Art anzugeben, welches eine Erhöhung einer Korrosionsbeständigkeit eines
mit einer Mg-Basislegierung gebildeten Bauteiles auf einfache und praktikable Weise
ermöglicht.
[0005] Weiter ist es ein Ziel, ein korrosionsbeständiges Bauteil der eingangs genannten
Art anzugeben, welches eine hohe Korrosionsbeständigkeit gegen mikrogalvanische Korrosion
aufweist.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art eine eine vorbestimmte Dicke aufweisende Oberflächenschicht des Bauteiles,
welche mit der Magnesiumbasislegierung gebildet ist, erhitzt wird, um die Oberflächenschicht
mit einer homogenisierten Mischkristallphase auszubilden, wonach die Oberflächenschicht
abgekühlt wird, sodass die Oberflächenschicht mit einer übersättigten Mischkristallphase
gebildet wird.
[0007] Grundlage der Erfindung ist die Idee, ein mit oder aus einer Mg-Basislegierung gebildetes
Bauteil nicht durch Aufbringen einer zusätzlichen Schicht auf eine Oberfläche des
Bauteiles oder durch chemische Veränderung einer Oberfläche des Bauteiles vor Korrosion
zu schützen, sondern durch Veränderung einer Phasenstruktur einer Oberflächenschicht,
welche mit oder aus der Magnesiumbasislegierung gebildet ist, also einer Randschicht
des Bauteiles selbst. Indem lediglich die Phasenstruktur der Oberflächenschicht des
Bauteiles verändert wird, bleibt die übrige Phasenstruktur bzw. mikrostrukturelle
Zusammensetzung des Bauteiles bzw. der Mg-Basislegierung, mit welcher das Bauteil
gebildet ist, unverändert, sodass mechanische Eigenschaften des Bauteiles praktisch
nicht beeinflusst werden. Hierzu ist vorgesehen, dass die Oberflächenschicht des Bauteiles
mit oder aus einer, insbesondere homogenisierten, übersättigten Mischkristallphase
bzw. Phasenstruktur gebildet wird und damit ein Korrosionspotenzial der Oberflächenschicht
reduziert ist. Die Oberflächenschicht bildet damit eine Barriere bzw. Schutzschicht
gegen äußere galvanische Korrosionsbelastungen. Dies wird erreicht, indem die Oberflächenschicht
erhitzt wird, sodass die Oberflächenschicht homogenisiert wird, also Phasen der Oberflächenschicht
aufgelöst werden, und somit die Oberflächenschicht mit einer bzw. aus einer homogenisierten
Mischkristallphase gebildet wird. Anschließend wird die Oberflächenschicht abgekühlt,
üblicherweise verstärkt abgekühlt, insbesondere abgeschreckt, wodurch insbesondere
eine Bildung von Ausscheidungen stark gehemmt bzw. verhindert ist, sodass die Oberflächenschicht
mit bzw. aus einer übersättigten Mischkristallphase gebildet wird. Die Oberflächenschicht
weist dabei eine bestimmte Dicke, üblicherweise von maximal einigen wenigen Millimetern
auf, wodurch eine übrige mikrostrukturelle Zusammensetzung bzw. Phasenstruktur des
Bauteiles praktisch nicht beeinflusst wird und somit mechanische Eigenschaften des
Bauteiles unverändert erhalten bleiben.
[0008] Für eine effiziente Homogenisierung ist vorgesehen, dass eine Erhitzung der Oberflächenschicht
maximal bis zu einer Liquidustemperatur der Magnesiumbasislegierung, bevorzugt maximal
bis zu einem 0,9-Fachen einer Liquidustemperatur der Magnesiumbasislegierung, erfolgt.
Als geeignet hat sich hierzu ein Erhitzen auf eine Temperatur zwischen einem 0,6 bis
0,9-Fachem der Liquidustemperatur erwiesen. Eine ausgeprägte Homogenität und besonders
regelmäßig ausgebildete Dicke der Oberflächenschicht wird erreicht, wenn eine Erhitzung
der Oberflächenschicht auf eine Temperatur zwischen einem 0,7 bis 0,8-Fachem der Liquidustemperatur
erfolgt. Ein Erhitzen der Oberflächenschicht auf eine Liquidustemperatur der Magnesiumbasislegierung
oder insbesondere darüber hat sich als nachteilig hinsichtlich einer Regelmäßigkeit
der Dicke der Oberflächenschicht erwiesen. Bei einem Erhitzen der Oberflächenschicht
auf eine Temperatur größer als eine Liquidustemperatur der Magnesiumbasislegierung,
also ein Aufschmelzen der Magnesiumbasislegierung, treten zudem häufig selektive Verdampfungsprozesse
auf, welche eine Änderung einer Elementzusammensetzung einer Randschicht des Bauteiles
bewirken können. Eine Erhitzung der Oberflächenschicht auf eine Temperatur größer
als die Liquidustemperatur der Magnesiumbasislegierung ist insbesondere mit Sicht
auf eine zu erreichende ausgeprägte Homogenisierung der Oberflächenschicht und damit
verbundene besonders große Korrosionsbeständigkeit zu vermeiden.
[0009] Eine hohe Korrosionsbeständigkeit wird erreicht, wenn ein Abkühlen der Oberflächenschicht
mit einer Abkühlrate von mehr als 10 K/s, bevorzugt mehr als 20 K/s, erfolgt. Hierdurch
werden Diffusionsprozesse in der Mg-Basislegierung effizient gehemmt und ein hoher
Homogenisierungsgrad der übersättigten Mischkristallphase erreicht. Dies gilt in besonderem
Maße, wenn ein Abkühlen der Oberflächenschicht mit einer Abkühlrate von mehr als 30
K/s erfolgt.
[0010] Günstig ist es, wenn die Dicke der Oberflächenschicht auf zwischen 0,1 mm und etwa
5 mm, bevorzugt zwischen 0,1 mm und 3,0 mm, eingestellt wird. Eine derartige Dicke
hat sich als praktikabel erwiesen, um Korrosionsprozesse effizient zu minimieren.
Grundsätzlich kann die Dicke der Oberflächenschicht je nach Einsatzzweck des Bauteiles
angepasst gewählt werden. Bereits ein Einstellen der Dicke der Oberflächenschicht
auf etwa 0,1 mm hat sich als ausreichend gezeigt, um Korrosionsprozesse stark zu minimieren.
Für übliche Anwendungsbedingungen, insbesondere von konstruktiven Bauteilen, hat es
sich als besonders geeignet erwiesen, wenn die Dicke der Oberflächenschicht zwischen
0,1 mm und 3,0 mm, bevorzugt zwischen 0,2 mm und 1,5 mm, eingestellt wird. Für einen
Einsatz eines Bauteiles in einer korrosionsförderlichen Umgebung kann es aber auch
zweckmäßig sein, wenn die Dicke der Oberflächenschicht zwischen 1,5 mm und 3,0 mm
eingestellt wird.
[0011] Eine einfache Anwendung wird erreicht, wenn die Oberflächenschicht mit einem Lichtbogen,
insbesondere einem Schweißlichtbogen, oder durch Induktion erhitzt wird. Insbesondere
ein Lichtbogen, besonders praktikabel ein Schweißlichtbogen, hat sich als günstig
erwiesen, um eine Oberflächenschicht gezielt und im Speziellen lokalisiert aufzuheizen.
Grundsätzlich können übliche dem Fachmann bekannte Methoden zum Aufheizen einer Materialoberfläche
bzw. Oberflächenschicht, wie etwa elektrische Heizelemente verwendet werden. Als gut
geeignet hat sich ein Aufheizen durch Induktion erwiesen. Dabei werden üblicherweise
durch ein magnetisches Wechselfeld Wirbelströme in der Oberflächenschicht erzeugt,
wodurch sich die Oberflächenschicht aufgrund deren elektrischen Widerstandes aufheizt.
Vorteilhaft ist dabei außerdem, dass eine Eindringtiefe der Wirbelströme in die Oberflächenschicht
gut steuerbar ist, wodurch die Dicke der Oberflächenschicht, welche aufgeheizt wird,
präzise einstellbar ist. Als sehr einfach anzuwendende Methoden eines Aufheizens haben
sich übliche im Rahmen von Schweißprozessen verwendete Aufheizverfahren erwiesen,
beispielsweise ein Aufheizen mit einem Lichtbogen, mit einem Laserstrahl, mit einem
Verbrennungsgas, mit Elektronenstrahlen und/oder mit Stromfluss über einen elektrischen
Widerstand der Oberflächenschicht.
[0012] Zweckmäßig erfolgt ein Aufheizen der Oberflächenschicht unter Verwendung von Inertgas
bzw. Schutzgas, um die aufgeheizte Oberfläche vor ungewollten Einflüssen der Umgebung,
insbesondere chemischen Reaktionen mit der Umgebung wie Oxidation zu schützen. Hierzu
kann etwa Inertgas bzw. Schutzgas, wie Argon, Helium oder Stickstoff, auf eine Oberfläche
der Oberflächenschicht geleitet werden.
[0013] Bewährt hat es sich, dass die Dicke der Oberflächenschicht durch die zum Erhitzen
der Oberflächenschicht zugeführte Leistung eingestellt wird. Auf diese Weise kann
die notwendige Dicke der Oberflächenschicht, welche üblicherweise abhängig von einer
Bauteilgröße und/oder einem späteren Einsatzzweck des Bauteiles vorbestimmt wird,
eingestellt werden.
[0014] Abhängig von einem verwendeten Aufheizverfahren und/oder einer konkreten Zusammensetzung
der Mg-Basislegierung kann es ausreichend sein, wenn lediglich eine Heizquelle abgeschaltet
bzw. ein Heizen beendet wird, um ein ausreichend schnelles Abkühlen, insbesondere
über eine Wärmeleitung des Bauteiles, zur Erzeugung einer übersättigten Mischkristallphase
zu erreichen. So kann etwa bei einem Aufheizen der Oberflächenschicht mit einem Lichtbogen
Wärmeenergie schnell und räumlich begrenzt zugeführt werden, wobei bei einem Abschalten
des Lichtbogens bzw. Beenden des Aufheizens eine Wärmeleitung des Bauteiles bzw. Bauteilmaterials
häufig ausreichend ist, um einen aufgeheizten Bereich der Oberflächenschicht derart
abzukühlen, dass eine übersättigte Mischkristallphase gebildet wird.
[0015] Günstig ist es, wenn die Oberfläche verstärkt abgekühlt wird, um ein verlässliches
Ausbilden der Oberflächenschicht mit einer übersättigten Mischkristallphase sicherzustellen.
Mit verstärktem Abkühlen ist dabei ein Abkühlen mit einer zusätzlichen Maßnahme gemeint,
welche eine Abkühlrate der Oberflächenschicht, insbesondere im Vergleich zu einem
selbstständigen Abkühlen der Oberflächenschicht nach Beendigung des Aufheizens, erhöht.
[0016] Eine hohe Korrosionsbeständigkeit ist erreichbar, wenn ein Abkühlen der Oberflächenschicht
mit einem Gasstrom, insbesondere einem Luftstrom, oder mit einem Flüssigkeitsbad,
insbesondere einem Wasserbad, durchgeführt wird. Damit kann eine ausgeprägte Homogenität
der übersättigten Mischkristallphase sichergestellt werden. Besonders mit einem Flüssigkeitsbad,
vor allem einem Wasserbad, in welches das Bauteil bzw. die Oberflächenschicht üblicherweise
zur Abkühlung zumindest teilweise eingetaucht wird, können hohe Abkühlraten umgesetzt
werden und damit eine vorteilhafte große Homogenität der übersättigten Mischkristallphase
erreicht werden. Eine einfache und aufwandsreduzierte Durchführung ist erreichbar,
wenn ein Abkühlen der Oberflächenschicht mit einem Luftstrom oder einem Wasserbad
durchgeführt wird.
[0017] Geeignet ist das erfindungsgemäße Verfahren, wenn die Magnesiumbasislegierung neben
Magnesium als Hauptanteil Aluminium als zweitgrößten Anteil enthält. Dies gilt vor
allem für eine Magnesiumbasislegierung, aufweisend neben Magnesium als Hauptanteil
(in Gew.-%)
mehr als 0,0 bis 20 % Aluminium,
optional mehr als 0,0 bis 1 % Zink,
Rest Magnesium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
[0018] Wenn die Magnesiumbasislegierung neben Aluminium und Zink entsprechend den vorgenannten
Gehaltsbereichen außerdem mit Mangan, bevorzugt mit einem Anteil von mehr als 0,0
bis 0,5 Gew.-% gebildet ist, kann eine Korrosionsbeständigkeit weiter erhöht werden.
[0019] Insbesondere die Klasse der bekannten AZ-Legierungen, bezeichnet gemäß fachüblicher
Kurzbezeichnung nach ASTM-Standard, wie etwa AZ31 (Mg-Al3%-Zn1%, in Gew.-%), AZ61
(Mg-Al6%-Zn1%, in Gew.-%) oder AZ91 (Mg-Al9%-Zn1%, in Gew.-%), haben sich als gut
geeignet für eine Erhöhung einer Korrosionsbeständigkeit gemäß vorgenanntem erfindungsgemäßen
Verfahren erwiesen.
[0020] Das weitere Ziel der Erfindung wird durch ein korrosionsbeständiges Bauteil der eingangs
genannten Art erreicht, welches korrosionsbeständige Bauteil insbesondere mit einem
vorgenannten Verfahren erhältlich ist, wobei das korrosionsbeständige Bauteil eine
eine bestimmte Dicke aufweisende Oberflächenschicht sowie einen an die Oberflächenschicht
angrenzenden inneren Bereich aufweist, welche mit bzw. aus der Magnesiumbasislegierung
gebildet sind, wobei die Oberflächenschicht mit einer übersättigten Mischkristallphase
gebildet ist und Oberflächenschicht und innerer Bereich eine unterschiedliche Phasenstruktur
aufweisen. Indem die Oberflächenschicht mit oder aus einer übersättigten Mischristallphase
gebildet ist, bildet diese eine Barriere bzw. Schutzschicht gegen äußere galvanische
Korrosionsbelastungen und schützt damit insbesondere den inneren Bereich. Üblicherweise
weist die Oberflächenschicht dabei eine Dicke von 0,1 mm bis etwa 5 mm auf, wodurch
die mechanischen Eigenschaften des korrosionsbeständigen Bauteiles, welche häufig
in erster Linie von der Phasenstruktur des inneren Bereiches bestimmt werden, im Vergleich
zu einem Bauteil, welches keine solche Oberflächenschicht aufweist, nahezu unverändert
erhalten sind.
[0021] Ein solches korrosionsbeständiges Bauteil ist auf einfache und praktikable Weise
nach einem erfindungsgemäßen Verfahren erhältlich. Es versteht sich, dass das korrosionsbeständige
Bauteil bzw. dessen Oberflächenschicht bzw. dessen Magnesiumbasislegierung entsprechend
bzw. analog den vorstehenden Merkmalen und Ausgestaltungen und mit den entsprechenden
korrespondierenden Wirkungen, welche im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Erhöhung einer Korrosionsbeständigkeit eines mit einer Magnesiumbasislegierung gebildeten
Bauteiles bzw. dessen Oberflächenschicht bzw. dessen Magnesiumbasislegierung beschrieben
sind, ausgebildet sein kann. In Bezug auf weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen
oder Ausprägungen des korrosionsbeständigen Bauteiles bzw. dessen Oberflächenschicht
bzw. dessen Magnesiumbasislegierung sowie deren vorteilhaften Wirkungen darf also
besonders auf die vorstehenden Absätze verwiesen werden.
[0022] Mit Vorteil ist vorgesehen, dass die Dicke der Oberflächenschicht zwischen 0,1 mm
und etwa 5 mm, bevorzugt zwischen 0,1 mm und 3,0 mm, ist. Eine solche Dicke der Oberflächenschicht
hat sich als praktikabel erwiesen, um Korrosionsprozesse effizient zu minimieren.
Entsprechend den oben genannte Ausprägungen und Wirkungen hat sich eine Dicke der
Oberflächenschicht zwischen 0,1 mm und 3,0 mm, bevorzugt zwischen 0,2 mm und 1,5 mm
als besonders geeignet erwiesen, um Korrosionsprozesse stark zu minimieren. Für einen
Einsatz des korrosionsbeständigen Bauteiles in einer korrosionsförderlichen Umgebung
kann es zweckmäßig sein, wenn die Oberflächenschicht eine Dicke zwischen 1,5 und 3,0
mm aufweist.
[0023] Eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit ist erreichbar, wenn die Magnesiumbasislegierung
neben Magnesium als Hauptanteil Aluminium als zweitgrößten Anteil enthält. Dies gilt
vor allem für eine Magnesiumbasislegierung, aufweisend neben Magnesium als Hauptanteil
(in Gew.-%)
mehr als 0,0 bis 20 % Aluminium,
optional mehr als 0,0 bis 1 % Zink,
Rest Magnesium und herstellungsbedingte Verunreinigungen.
[0024] Bezüglich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Magnesiumbasislegierung des
korrosionsbeständigen Bauteiles wird auf die vorstehenden Absätze verwiesen, welche
analog für das erfindungsgemäße korrosionsbeständige Bauteil bzw. die Magnesiumbasislegierung
des korrosionsbeständigen Bauteiles gelten.
[0025] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen ergeben sich aus den nachfolgend dargestellten
Ausführungsbeispielen. In den Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen wird, zeigen:
Fig. 1 eine Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme einer Oberfläche eines aus einer AZ91-Legierung
gebildeten Bauteiles mit galvanischer Korrosion an der Oberfläche;
Fig. 2a und Fig. 2b schematische Darstellungen des Bauteiles der Fig. 1 in einem Querschnitt
ohne galvanische Korrosion und mit galvanischer Korrosion;
Fig. 3 bis Fig. 5 fotografische Aufnahmen von aus einer AZ91-Legierung gebildeten
Bauteilen nach einer Dauer von 48 Stunden in einer 5%igen NaCl-Lösung, sowohl unbehandelt
als auch nach einer Behandlung mit einem erfindungsgemäßen Verfahren;
Fig. 6 bis Fig. 8 stereomikroskopische Aufnahmen der Bauteile der Fig. 3 bis Fig.
5 mit unterschiedlichen Vergrößerungen.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme einer Oberfläche eines aus einer
AZ91-Legierung (Mg-Al9%-Zn1%, in Gew.-%) gebildeten Bauteiles, nachdem das Bauteil
für eine Dauer von 72 Stunden einer 5%igen NaCl-Lösung ausgesetzt war. Ersichtlich
ist eine massive galvanische Korrosion der Oberfläche, wobei die Korrosion insbesondere
phasenabhängig als Resultat von unterschiedlichen Korrosionspotenzialen einer Mg-Mischkristallphase,
einer sogenannten Mg-α-Phase 1 bzw. α-Phase, und einer Mg
17Al
12-Phase, genannt β-Phase 2, erklärbar ist. Die β-Phase 2 wirkt gegenüber der Mg-α-Phase
1 kathodisch und bewirkt eine korrosive Auflösung der Mg-α-Phase 1. Dies ist in
[0027] Fig. 2a und Fig. 2b schematisch dargestellt. Fig. 2a zeigt das Bauteil der Fig. 1
in einem Querschnitt ohne galvanische Korrosion, Fig. 2b zeigt das Bauteil der Fig.
1 in einem Querschnitt mit ersichtlicher galvanischer Korrosion an einer Oberfläche
des dargestellten Bauteiles. In Fig. 2b erkennbar dargestellt ist, dass an der Oberfläche
des Bauteiles die Mg-α-Phase 1 aufgelöst wurde, während die β-Phase 2 als zum Teil
freigelegte Struktur an der Oberfläche verbleibt.
[0028] Um einen derartigen Korrosionsangriff zu unterbinden, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
dass eine Oberflächenschicht des Bauteiles erhitzt wird, sodass die Oberflächenschicht
mit oder aus einer homogenisierten Mischkristallphase gebildet ist, wonach die Oberflächenschicht
verstärkt abgekühlt bzw. abgeschreckt wird, sodass die Oberflächenschicht mit oder
aus einer übersättigten Mischkristallphase gebildet ist. Eine solche übersättigte
Mischkristallphase weist ein reduziertes Korrosionspotenzial auf und schützt das Bauteil,
indem die Oberflächenschicht im Sinne einer Barriereschicht bzw. Schutzschicht das
Bauteil bedeckt. Durch die Oberflächenschicht wird ein phasenabhängiger Korrosionsangriff,
welcher von außen auf die Oberfläche des Bauteiles einwirkt, unterbunden. Die Oberflächenschicht
weist dabei eine vorbestimmte Dicke auf, üblicherweise etwa 0,1 mm bis 1,5 mm, je
nach späterem Einsatzzweck des Bauteiles. Da lediglich die Phasenstruktur der Oberflächenschicht
durch das erfindungsgemäße Verfahren verändert wird, bleibt die übrige Phasenstruktur
bzw. Mikrostruktur des Bauteiles unverändert, sodass mechanische Eigenschaften des
Bauteiles durch das erfindungsgemäße Verfahren kaum beeinflusst werden.
[0029] Im Rahmen von Versuchsdurchführungen wurden aus AZ91 gebildete Bauteile mit einem
erfindungsgemäßen Verfahren behandelt und anschließend einer 5%igen NaCl-Lösung ausgesetzt,
um ein Korrosionsverhalten der Bauteile insbesondere mit unbehandelten aus AZ91 gebildeten
Bauteilen als Referenz zu vergleichen.
[0030] Hierzu wurde eine Oberflächenschicht der Bauteile mittels eines Lichtbogens eines
Wolfram-Inertgas-Schweißgerätes aufgeheizt und anschließend verstärkt abgekühlt. Ein
Abkühlen wurde mit unterschiedlichen Abkühlraten durchgeführt, unter anderem mit Abkühlen
mit einem Luftstrom oder mit Abkühlen mit einem Wasserbad.
[0031] Fig. 3 bis Fig. 5 zeigen fotografische Aufnahmen von unterschiedlichen aus AZ91 gebildeten
Bauteilen, nachdem diese für eine Dauer von 48 Stunden einer 5%igen NaCl-Lösung ausgesetzt
waren. Die in Fig. 4 und Fig. 5 gezeigten Bauteile wurden zuvor mit dem vorgenannten
erfindungsgemäßen Verfahren behandelt, wobei das Bauteil der Fig. 4 bzw. dessen Oberflächenschicht
mit einem Luftstrom und das Bauteil der Fig. 5 bzw. dessen Oberflächenschicht mit
einem Wasserbad abgekühlt wurden. Fig. 3 zeigt ein Bauteil aus einer üblichen, unbehandelten
AZ91-Legierung. Ersichtlich ist, dass das in Fig. 3 gezeigte unbehandelte Bauteil
massive Korrosionsschäden an dessen Oberfläche aufweist. Die Bauteile der Fig. 4 und
Fig. 5 weisen hingegen praktisch keine korrosiven Schädigungen auf.
[0032] In Fig. 6 bis Fig. 8 sind stereomikroskopische Aufnahmen der Oberflächen der in Fig.
3 bis Fig. 5 gezeigten Bauteile mit unterschiedlichen Vergrößerungen dargestellt.
Gezeigt ist jeweils eine Aufnahme mit einer 7-fachen, 12,5-fachen und 20-fachen Vergrößerung.
Fig. 6 stellt dabei die Oberfläche des unbehandelten Bauteiles, Fig. 7 das erfindungsgemäß
behandelte Bauteil, dessen Oberflächenschicht mit einem Luftstrom abgekühlt wurde,
und Fig. 8 das erfindungsgemäß behandelte Bauteil, dessen Oberflächenschicht mit einem
Wasserbad abgekühlt wurde, dar. Gut ersichtlich ist, dass die mit einem erfindungsgemäßen
Verfahren behandelten Bauteile kaum Korrosionsschäden an deren Oberfläche aufweisen,
während das unbehandelte Bauteil große korrosive Schäden an dessen Oberfläche aufweist.
[0033] Ein erfindungsgemäßes Verfahren ermöglicht es, eine Korrosionsbeständigkeit eines
mit einer Mg-Basislegierung mit Aluminium gebildeten Bauteiles, gegen mikrogalvanische
Korrosion zu erhöhen. Dies kann insbesondere mit wenig Aufwand und auf einfache Weise
durchgeführt werden, indem eine Oberflächenschicht des Bauteiles durch Erhitzen homogenisiert
und anschließend abgekühlt wird, sodass die Oberflächenschicht mit einer übersättigten
Mischkristallphase gebildet wird. Auf diese Weise bildet die Oberflächenschicht eine
Schutzbarriere gegen äußere galvanisch korrosive Einflüsse. Die Oberflächenschicht
wird dabei mit einer vorbestimmten Dicke, je nach geplantem Einsatzzweck des Bauteiles,
ausgebildet, sodass eine übrige strukturelle Zusammensetzung des Bauteiles praktisch
nicht beeinflusst wird und mechanische Eigenschaften des Bauteiles nicht verändert
bzw. negativ beeinflusst werden. Damit kann auf einfache und praktikable Weise ein
korrosionsbeständiges Bauteil erhalten werden, welches eine hohe Korrosionsbeständigkeit
gegen mikrogalvanische Korrosion aufweist.
1. Verfahren zur Erhöhung einer Korrosionsbeständigkeit eines mit einer Magnesiumbasislegierung
gebildeten Bauteiles gegen mikrogalvanische Korrosion, wobei die Magnesiumbasislegierung
neben Magnesium als Hauptanteil Aluminium als zweitgrößten Anteil enthält, wobei unterschiedliche
Korrosionspotenziale verschiedener metallischer Phasen der Magnesiumbasislegierung
vorliegen, dadurch gekennzeichnet, dass eine eine vorbestimmte Dicke aufweisende Oberflächenschicht des Bauteiles, welche
Dicke auf zwischen 0,1 mm und etwa 5 mm eingestellt wird und welche Oberflächenschicht
mit der Magnesiumbasislegierung gebildet ist, erhitzt wird, um die Oberflächenschicht
mit einer homogenisierten Mischkristallphase auszubilden, wonach die Oberflächenschicht
mit einer Abkühlrate von mehr als 10 K/s abgekühlt wird, um eine Bildung von Ausscheidungen
stark zu hemmen bzw. zu verhindern, sodass die Oberflächenschicht mit einer übersättigten
Mischkristallphase gebildet wird, um die Oberflächenschicht und einen an die Oberflächenschicht
angrenzenden mit der Magnesiumbasislegierung gebildeten inneren Bereich des Bauteiles
mit einer unterschiedlichen Phasenstruktur auszubilden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Erhitzung der Oberflächenschicht maximal bis zu einer Liquidustemperatur der
Magnesiumbasislegierung, insbesondere maximal bis zu einem 0,9-Fachen einer Liquidustemperatur
der Magnesiumbasislegierung, erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abkühlen der Oberflächenschicht mit einer Abkühlrate von mehr als 20 K/s erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Oberflächenschicht auf zwischen 0,1 mm und 3,0 mm eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenschicht mit einem Lichtbogen, insbesondere einem Schweißlichtbogen,
oder durch Induktion erhitzt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Oberflächenschicht durch die zum Erhitzen der Oberflächenschicht zugeführte
Leistung eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abkühlen der Oberflächenschicht mit einem Gasstrom oder mit einem Flüssigkeitsbad
durchgeführt wird.
8. Korrosionsbeständiges Bauteil, gebildet mit einer Magnesiumbasislegierung, wobei die
Magnesiumbasislegierung neben Magnesium als Hauptanteil Aluminium als zweitgrößten
Anteil enthält, welches korrosionsbeständige Bauteil insbesondere nach einem Verfahren
nach einem der Ansprüche 1 bis 7 erhältlich ist, dadurch gekennzeichnet, dass das korrosionsbeständige Bauteil eine eine bestimmte Dicke aufweisende Oberflächenschicht
mit einer Dicke der Oberflächenschicht zwischen 0,1 mm und etwa 5 mm sowie einen an
die Oberflächenschicht angrenzenden inneren Bereich aufweist, welche mit der Magnesiumbasislegierung
gebildet sind, wobei die Oberflächenschicht mit einer übersättigten Mischkristallphase
gebildet ist und Oberflächenschicht und innerer Bereich eine unterschiedliche Phasenstruktur
aufweisen.
9. Korrosionsbeständiges Bauteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Oberflächenschicht zwischen 0,1 mm und 3,0 mm ist.
1. A method for increasing the corrosion resistance of a component formed with a magnesium-based
alloy against micro-galvanic corrosion, wherein the magnesium-based alloy contains
alongside magnesium as the main component, aluminium as the second-largest component,
wherein different corrosion potentials exist for various metallic phases of the magnesium-based
alloy, characterized in that a surface layer of the component having a predetermined thickness, which thickness
is set at between 0.1 mm and roughly 5 mm, and which surface layer is formed with
the magnesium-based alloy, is heated to form the surface layer with a homogenized
mixed crystal phase, after which the surface layer is cooled at a cooling rate of
more than 10 K/s to strongly inhibit or prevent the formation of precipitates, so
that the surface layer is formed with an oversaturated mixed crystal phase, in order
to form the surface layer and an inner region formed with the magnesium-based alloy
adjacent to the surface layer of the component with a different phase structure.
2. The method according to claim 1, characterized in that the heating of the surface layer occurs up to a maximum of the liquidus temperature
of the magnesium-based alloy, in particular up to a maximum of 0.9 times the liquidus
temperature of the magnesium-based alloy.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the cooling of the surface layer occurs at a cooling rate of more than 20 K/s.
4. The method according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the thickness of the surface layer is set at between 0.1 mm and 3.0 mm.
5. The method according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the surface layer is heated using an arc, in particular a welding arc, or by induction.
6. The method according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the thickness of the surface layer is set by the power supplied for heating the surface
layer.
7. The method according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the cooling of the surface layer is carried out using a gas flow or using a liquid
bath.
8. A corrosion-resistant component, formed with a magnesium-based alloy, wherein the
magnesium-based alloy contains alongside magnesium as the main component, aluminium
as the second-largest component, which corrosion-resistant component can be obtained,
in particular, by a method according to any one of claims 1 to 7, characterized in that the corrosion-resistant component has a surface layer exhibiting a certain thickness,
with a thickness of the surface layer of between 0.1 mm and roughly 5 mm, and an inner
region adjacent to the surface layer, which are formed with the magnesium-based alloy,
wherein the surface layer is formed with an oversaturated mixed crystal phase, and
the surface layer and inner region have a different phase structure.
9. The corrosion-resistant component according to claim 8, characterized in that the thickness of the surface layer is between 0.1 mm and 3.0 mm.
1. Procédé, destiné à augmenter une résistance à la corrosion d'un élément constitutif
créé avec un alliage à base de magnésium contre une corrosion microgalvanique, l'alliage
à base de magnésium contenant, hormis du magnésium en tant que fraction principale
de l'aluminium en tant que fraction de second ordre, en présence de différents potentiels
de corrosion de diverses phases métalliques de l'alliage à base de magnésium, caractérisé en ce que l'on fait chauffer 'une couche superficielle de l'élément constitutif présentant
une épaisseur prédéterminée, laquelle épaisseur est réglée à entre 0,1 mm et environ
5 mm et laquelle couche superficielle est créée avec l'alliage à base de magnésium,
pour constituer la couche superficielle avec une phase cristalline mixte homogénéisée,
suite à quoi, l'on fait refroidir la couche superficielle à une vitesse de refroidissement
de plus de 10 K/s pour inhiber fortement ou empêcher une création de précipités, de
telle sorte que la couche superficielle se créé avec une phase cristalline mixte sursaturée,
pour constituer la couche superficielle et une zone intérieure de l'élément constitutif
adjacent à la couche superficielle créée avec l'alliage à base de magnésium avec une
structure de phase différente.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on procède à un échauffement de la couche superficielle au maximum jusqu'à une
température du liquidus de l'alliage à base de magnésium, notamment au maximum jusqu'à
0,9 fois une température du liquidus de l'alliage à base de magnésium.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on procède à un refroidissement de la couche superficielle à une vitesse de refroidissement
de plus de 20 K/s.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on règle l'épaisseur de couche superficielle à entre 0,1 mm et 3,0 mm.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'on fait chauffer la couche superficielle à l'aide d'un arc électrique, notamment
d'un arc électrique de soudage ou par induction.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on règle l'épaisseur de la couche superficielle par la puissance alimentée pour
faire chauffer la couche superficielle.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'on réalise un refroidissement de la couche superficielle à l'aide d'un flux gazeux
ou à l'aide d'un bain de liquide.
8. Élément constitutif résistant à la corrosion, créé par un alliage à base de magnésium,
l'alliage à base de magnésium contenant, hormis du magnésium en tant que fraction
principale de l'aluminium en tant que fraction de second ordre, lequel élément constitutif
résistant à la corrosion étant susceptible d'être obtenu notamment d'après un procédé
selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément constitutif résistant à la corrosion comporte une couche superficielle
présentant une épaisseur déterminée d'une épaisseur de la couche superficielle comprise
entre 0,1 mm et environ 5 mm et comporte une zone intérieure adjacente à la couche
superficielle, laquelle est créée avec l'alliage à base de magnésium, la couche superficielle
étant créée avec une phase cristalline mixte sursaturée et la couche superficielle
la zone intérieure présentant une structure de phase différente.
9. Élément constitutif résistant à la corrosion selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'épaisseur de couche superficielle est comprise entre 0,1 mm et 3,0 mm.