[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens
einem Antriebsaggregat und einem Kühlmittelkreislauf zur Temperierung des wenigstens
einen Antriebsaggregats, wobei in dem Kühlmittelkreislauf wenigstens eine Kühlmittelpumpe
zur Umwälzung eines wasserhaltigen Kühlmittels in dem Kühlmittelkreislauf angeordnet
ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift
DE 10 2010 011 477 A1 bekannt. Diese betrifft eine Brennkraftmaschine mit Trockensumpfschmierung, die ein
Zylinderkurbelgehäuse und eine von der Brennkraftmaschine angetriebene Ölpumpe mit
mindestens einer Saugpumpenstufe und einer Druckpumpenstufe umfasst, wobei die mindestens
eine Saugpumpenstufe und die Druckpumpenstufe innerhalb des Zylinderkurbelgehäuses
in einem gemeinsamen Pumpengehäuse angeordnet sind. Um das Gewicht der Ölpumpe zu
verringern, wird vorgeschlagen, dass das Pumpengehäuse ein integraler Teil einer Ölwanne
oder eines Unterteil des Zylinderkurbelgehäuses ist.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug vorzuschlagen,
welche gegenüber bekannten Antriebseinrichtungen Vorteile aufweist, insbesondere ein
rasches Anpassen des Kühlmittelkreislaufs an einen Betriebspunkt des Antriebsaggregats
ermöglicht, einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist und sich zu dem durch ein sehr
gutes akustisches Verhalten auszeichnet.
[0004] Dies führt erfindungsgemäß mit einer Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass die Kühlmittelpumpe
als Schraubenspindelpumpe ausgestaltet ist.
[0005] Die Antriebseinrichtung dient dem Antreiben des Kraftfahrzeugs, insoweit also dem
Bereitstellen eines auf das Antreiben des Kraftfahrzeugs gerichteten Antriebsdrehmoments.
Das Antriebsdrehmoment wird mit Hilfe des Antriebsaggregats erzeugt, wobei das Antriebsaggregat
beispielsweise als Brennkraftmaschine oder - bevorzugt - als elektrische Maschine
ausgestaltet ist oder eine solche aufweist. Das Antriebsaggregat kann zusätzlich oder
alternativ eine Brennstoffzelle aufweisen. In jedem Fall ist das Antriebsaggregat
ein wärmeerzeugendes Antriebsaggregat, sodass während eines Betriebs der Antriebseinrichtung
in beziehungsweise an dem Antriebsaggregat Wärme anfällt, welche von diesem abgeführt
werden muss.
[0006] Auch ein Abführen der Wärme kann zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein. Ist
sowohl das Abführen als auch das Zuführen von Wärme vorgesehen, so kann dies als Temperieren
bezeichnet werden. Sofern im Rahmen dieser Beschreibung von einem Abführen von Wärme
gesprochen wird, so steht dies stets stellvertretend für ein Abführen und/oder Zuführen
von Wärme oder allgemein gesprochen für ein Temperieren. Das Temperieren der Wärme
erfolgt insbesondere derart, dass sich eine Temperatur des Antriebsaggregats auf eine
Betriebstemperatur des Antriebsaggregats einstellt oder diese unterschreitet. Bevorzugt
wird die Temperatur des Antriebsaggregats auf seine Betriebstemperatur geregelt.
[0007] Das Abführen und/oder Zuführen der Wärme erfolgt mithilfe des Kühlmittelkreislaufs
beziehungsweise mittels des in dem Kühlmittelkreislauf vorliegenden Kühlmittels, welches
wasserhaltig ist. Vorzugsweise wird der Kühlmittelkreislauf derart eingestellt, dass
er eine Kühlleistung zur Kühlung des Antriebsaggregats bereitstellt, die die Temperatur
des Antriebsaggregats auf oder unter der Betriebstemperatur hält. Beispielsweise wird
die Kühlleistung des Kühlmittelkreislaufs durch ein Einstellen der Kühlmittelpumpe
bewirkt, beispielsweise durch ein Einstellen der Drehzahl der Kühlmittelpumpe. Je
höher die Drehzahl der Kühlmittelpumpe ist, umso größer ist der Kühlmittelvolumenstrom,
der in dem Kühlmittelkreislauf umgewälzt wird. Entsprechend steigt mit der Drehzahl
der Kühlmittelpumpe üblicherweise die Kühlleistung des Kühlmittelkreislaufs, zumindest
bei gleichbleibenden Randbedingungen. Sofern im Rahmen dieser Beschreibung von der
Kühlleistung gesprochen wird, so sei darauf hingewiesen, dass unter diesem Begriff
die Leistung des Kühlmittelkreislaufs verstanden wird, unabhängig davon, ob er zum
Abführen oder Zuführen von Wärme verwendet wird. Anstelle des Begriffs Kühlleistung
kann insoweit allgemeiner von Temperierleistung gesprochen werden.
[0008] Um die bereits genannten Vorteile zu erzielen, soll die Kühlmittelpumpe als Schraubenspindelpumpe
vorliegen. Eine solche Schraubenspindelpumpe arbeitet nach dem Verdrängerprinzip beziehungsweise
liegt als Verdrängerpumpe vor. Hierdurch wird im Vergleich mit anderen Pumpenarten,
beispielsweise Strömungspumpen, welche in diesem Bereich üblicherweise zum Einsatz
kommen, eine hohe Dynamik des Kühlmittelkreislaufs erzielt. Das bedeutet, dass der
Kühlmittelkreislauf durch eine Drehzahländerung der Kühlmittelpumpe wesentlich rascher
auf einen veränderten Betriebspunkt des Antriebsaggregats einstellbar ist, als dies
bei anderen Pumpenarten der Fall ist.
[0009] Zudem bietet die Schraubenspindelpumpe im Vergleich mit den anderen Pumpenarten einen
höheren Wirkungsgrad an und weist ein sehr gutes akustisches Verhalten auf. Schraubenspindelpumpen
werden bislang nicht als Kühlmittelpumpen verwendet, unter anderen, weil bei den üblichen
Betriebsbereichen normaler Antriebseinrichtungen Schwächen aufweisen. So sind Schraubenspindelpumpen
für hohe Volumenströme und geringen Gegendrücken, wie sie beispielsweise in Kühlmittelkreisläufen
von Brennkraftmaschinen auftreten, weniger geeignet. Daher kommen dort bislang vor
allem Kreiselpumpen zum Einsatz. Eine als Schraubenspindelpumpe ausgestaltete
[0011] Die Anmelderin hat jedoch im Rahmen von Versuchen überraschenderweise festgestellt,
dass sich die Schraubenspindelpumpe auch zur Umwälzung des wasserhaltigen Kühlmittels
auf hervorragende Art und Weise eignet, wobei gleichzeitig die genannten Vorteile
gegenüber anderen Pumpenarten realisiert werden. Dies gilt insbesondere für Antriebseinrichtungen,
bei welchen die Schraubenspindelpumpe als Zusatzpumpe zusätzlich zu einer Hauptpumpe
vorliegt, die beispielsweise als Kreiselpumpe ausgestaltet ist, oder bei welchen der
Kühlmittelkreislauf lediglich der Temperierung beziehungsweise Kühlung eines als elektrische
Maschine ausgestalteten Antriebsaggregats, also insbesondere nicht der Temperierung
beziehungsweise Kühlung einer Brennkraftmaschine, dient.
[0012] Die Schraubenspindelpumpe hat zudem den Vorteil, dass eine Durchflussrichtung ohne
weiteres umgekehrt werden kann. Es kann also vorgesehen sein, dass die Schraubenspindelpumpe
zeitweise mit einer ersten Durchflussrichtung beziehungsweise Förderrichtung und zeitweise
mit einer der ersten Durchflussrichtung entgegengesetzten zweiten Durchflussrichtung
beziehungsweise Förderrichtung betrieben wird. Die Umkehr der Durchflussrichtung wird
beispielsweise durch eine Umkehr der Drehrichtung auf einfache Art und Weise erzielt.
[0013] Selbstverständlich kann der beschriebene Kühlmittelkreislauf im Rahmen der Antriebseinrichtung
nur lediglich einfach, sondern mehrfach zum Einsatz kommen. Die Antriebseinrichtung
weist also entweder genau einen Kühlmittelkreislauf wie beschrieben auf oder alternativ
mehrere. Die mehreren Kühlmittelkreislaufe können zur Kühlung unterschiedlicher Antriebsaggregate
Verwendung finden. Ebenso ist es möglich, dass einer der Kühlmittelkreisläufe zur
Kühlung des Antriebsaggregat verwendet wird und wenigstens ein weiterer der Kühlmittelkreisläufe
zur Kühlung eines Zusatzaggregats, welches zum Betrieb des Antriebsaggregats notwendig
ist. Liegt das Antriebsaggregat beispielsweise als elektrische Maschine vor, so kann
das Zusatzaggregat als Brennstoffzelle, Energiespeicher, Spannungswandler, Steuergerät,
Wechselrichter, insbesondere Pulswechselrichter oder dergleichen ausgestaltet sein,
die elektrisch an die elektrische Maschine angeschlossen sind und ihrem Betreiben
dienen.
[0014] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Kühlmittelpumpe eine
mit einem Antrieb gekoppelte Antriebsspindel und wenigstens eine mit der Antriebsspindel
zur Umwälzung des Kühlmittels zusammenwirkende Laufspindel aufweist. Die Antriebsspindel
ist mit dem Antrieb gekoppelt, beispielsweise starr und permanent oder schaltbar über
eine Schaltkupplung. Als Antrieb dient beispielsweise das Antriebsaggregat selbst,
wobei die Antriebsspindel mechanisch mit dem Antriebsaggregat gekoppelt oder zumindest
koppelbar ist. Zusätzlich oder alternativ kann die Antriebsspindel mit einem Elektromotor
gekoppelt sein, vorzugsweise starr und permanent, welcher ebenfalls den Antrieb darstellt
oder ergänzend zu diesem vorliegt.
[0015] Die Antriebsspindel kämmt zur Umwälzung des Kühlmittels mit der wenigstens einen
Laufspindel. Vorteilhafterweise ist lediglich eine einzige Laufspindel Bestandteil
der Schraubenspindelpumpe. Alternativ können jedoch wenigstens zwei Laufspindeln vorliegen,
welche beispielsweise auf gegenüberliegenden Seiten der Antriebsspindel angeordnet
sind und jeweils mit ihr kämmen. In diesem Fall liegen Drehachsen der mehreren Laufspindeln
und der Antriebsspindel vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene. Mit einer derartigen
Ausgestaltung der Kühlmittelpumpe werden die bereits angegebenen Vorteile auf einfacher
Art und Weise realisiert.
[0016] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Antriebsaggregat wenigsten
eine der folgenden Einrichtungen aufweist oder als eine solche ausgebildet ist: Brennkraftmaschine,
elektrische Maschine und Brennstoffzelle. In jedem Fall dient das Antriebsaggregat
dem Bereitstellen des Antriebsdrehmoments, entweder unmittelbar oder mittelbar. Das
unmittelbare Bereitstellen kann beispielsweise mithilfe der Brennkraftmaschine oder
der elektrischen Maschine erfolgen, wohingegen das mittelbare Bereitstellen unter
Verwendung der Brennstoffzelle erfolgen kann. In letzterem Fall wird mit Hilfe der
Brennstoffzelle bevorzugt elektrische Energie bereitgestellt, welche nachfolgend zum
Betreiben einer elektrischen Maschine Verwendung findet, um das Antriebsdrehmoment
zu erzeugen. Insoweit kann das Antriebsaggregat sowohl die elektrische Maschine als
auch die Brennstoffzelle umfassen. Auch eine Ausgestaltung des Antriebsaggregats,
bei welcher sowohl die Brennkraftmaschine als auch die elektrische Maschine vorliegen,
ist denkbar. In diesem Falle liegt das Antriebsaggregat als Hybridantriebsaggregat
vor. Eine solche Ausgestaltung der Antriebseinrichtung ist äußerst flexibel einsetzbar.
[0017] Selbstverständlich kann der Kühlmittelkreislauf zusätzlich der Kühlung beziehungsweise
Temperierung wenigstens einer oder mehrerer der folgenden Einrichtungen dienen: Energiespeicher,
insbesondere Hochvoltbatterie, Spannungswandler, Steuergerät und Wechselrichter, insbesondere
Pulswechselrichter. Zusätzlich oder alternativ kann der Kühlmittelkreislauf zur Kühlung
von Ladeluft verwendet werden.
[0018] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Kühlmittelpumpe einen Ausgangsdruck
von höchstens 10 bar, höchstens 7,5 bar oder höchstens 5 bar aufweist. Unter dem Ausgangsdruck
ist derjenige Druck zu verstehen, welcher an einem Kühlmittelausgang der Kühlmittelpumpe
vorliegt. In anderen Worten entspricht der Ausgangsdruck dem Druck auf einer Druckseite
der Kühlmittelpumpe. Der Ausgangsdruck ist vorzugsweise der höchste in dem Kühlmittelkreislauf
vorliegende Druck. Im Vergleich mit anderen Pumpen der Antriebseinrichtung ist die
Kühlmittelpumpe für einen vergleichsweise geringen Ausgangsdruck vorgesehen und ausgelegt.
So soll der Ausgangsdruck höchstens 10 bar oder weniger betragen. Besonders bevorzugt
beträgt der Ausgangsdruck weniger als 5 bar, beispielsweise höchstens 4 bar oder höchstens
3 bar. Auch ein Ausgangsdruck von höchstens 2,5 bar oder höchstens 2 bar kann vorgesehen
sein. Ein solch niedriger Ausgangsdruck ist bis Hilfe der Schraubenspindelpumpe überraschenderweise
gut zu realisieren, wobei die Ausgestaltung der Kühlmittelpumpe als Schraubenspindelpumpe
aufgrund ihrer hohen Effizienz eine deutliche Energieeinsparung ermöglicht. Beispielsweise
beträgt der Ausgangsdruck mindestens 1,5 bar, mindestens 2 bar oder mehr.
[0019] Laut der Erfindung ist vorgesehen, dass wenigstens eine oder genau eine der folgenden
Spindeln eine Beschichtung aufweist: Antriebsspindel und Laufspindel. Zur Erzielung
einer hohen Lebensdauer der Schraubenspindelpumpe weist die Antriebsspindel und/oder
die Laufspindel die Beschichtung auf. Es kann vorgesehen sein, dass mehrere der Spindeln
oder alle der Spindeln jeweils über die Beschichtung verfügen. Besonders bevorzugt
ist die Beschichtung jedoch auf lediglich einen Teil der Spindeln, insbesondere auf
genau eine der Spindel aufgebracht. Liegt lediglich genau eine Laufspindel vor, so
kann die Beschichtung entweder auf der Antriebsspindel oder der Laufspindel vorliegen.
Sind hingegen mehrere Laufspindeln vorgesehen, so verfügt vorzugsweise ausschließlich
die Antriebsspindel über die Beschichtung.
[0020] Die Beschichtung ist besonders bevorzugt derart ausgebildet, dass sie während des
Betriebs der Kühlmittelpumpe von der die Beschichtung aufweisenden Spindel auf die
andere Spindel beziehungsweise die anderen Spindeln übertragen wird. Die Beschichtung
wird also von der die Beschichtung aufweisenden Spindel an die andere Spindel beziehungsweise
die anderen Spindeln abgegeben. Zusätzlich oder alternativ kann die Beschichtung von
der jeweiligen Spindel auf ein Gehäuse der Kühlmittelpumpe übergehen. Durch das Vorsehen
der Beschichtung für nur einen Teil der Spindeln oder genau eine der Spindeln wird
ein Verklemmen der Spindeln untereinander und/oder mit dem Gehäuse vermieden, welches
ansonsten aufgrund von engen Toleranzen auftreten könnte. Mithilfe der Beschichtung
kann eine äußerst langlebige Schraubenspindelpumpe realisiert werden, die gut gegen
Korrosion geschützt ist.
[0021] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung derart
auf einen Grundkörper der Spindel aufgebracht ist, dass die Spindel mit Übergangspassung
oder Spielpassung zu einem Gehäuse der Kühlmittelpumpe ausgebildet ist, in dem die
Spindel drehbar gelagert ist. Die Spindel weist sowohl den Grundkörper als auch die
auf den Grundkörper aufgebrachte Beschichtung auf. Beispielsweise ist der Grundkörper
mit Untermaß oder mit Übergangspassung zu dem Gehäuse ausgestaltet. Auf den Grundkörper
ist die Beschichtung derart aufgebracht, dass die Spindel insgesamt weiterhin mit
Übergangspassung oder Spielpassung zu dem Gehäuse vorliegt.
[0022] Insbesondere im Falle der Übergangspassung bedeutet dies, dass es bei einem Betreiben
der Kühlmittelpumpe zumindest anfänglich zu einem Abrieb der Spindel, insbesondere
der Beschichtung kommt. Besonders bevorzugt ist die Beschichtung mit einer derartigen
Dicke beziehungsweise Schichtdicke auf den Grundkörper aufgebracht, dass nach dem
Einlaufen der Spindel zumindest ein Teil der Beschichtung auf dem Grundkörper verbleibt.
Insoweit ist eine Ausgestaltung des Grundkörpers mit Untermaß zu dem Gehäuse besonders
bevorzugt. Die Beschichtung wird bevorzugt mit einer geringen Toleranz, insbesondere
hinsichtlich Rundheit und Zylinderform, auf den Grundkörper aufgebracht. Zusätzlich
oder alternativ kann sie eine sehr geringe Schichtdicke, insbesondere eine Schichtdicke
von höchstens 10 µm, höchstens 1 µm oder weniger aufweisen. Durch den Abrieb der Beschichtung
während des Einlaufens der Kühlmittelpumpe werden besonders geringe Toleranzen der
Kühlmittelpumpe und somit eine besonders hohe Effizienz beziehungsweise Förderleistung
erzielt.
[0023] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Grundkörper
aus Kunststoff oder Metall besteht oder Kunststoff oder Metall aufweist. Der Grundkörper
kann durchgehend entweder aus Kunststoff oder aus Metall bestehen. Es kann jedoch
auch vorgesehen sein, dass er lediglich Kunststoff oder Metall ausweist, beziehungsweise
enthält. Beispielsweise besteht in diesem Fall der Grundkörper zu einem überwiegenden
Teil, also zu mehr als 50%, aus dem Kunststoff oder Metall. Aus Gewichtsgründen wird
eine Ausgestaltung des Grundkörpers aus Kunststoff besonders bevorzugt. Grundsätzlich
wird ein korrosionsbeständiges Material bevorzugt, welches gegenüber dem Kühlmittel
dauerhaft beständig ist. Auch für das Gehäuse wird bevorzugt ein korrosionsbeständiges
Material verwendet, beispielsweise dasselbe Material wie für das Grundkörper. Selbstverständlich
kann das Gehäuse jedoch aus einem anderen Material bestehen.
[0024] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Beschichtung aus Kohlenstoff
besteht oder Kohlenstoff aufweist. Beispielsweise liegt die Beschichtung in Form von
amorphem Kohlenstoff vor, insbesondere als Diamond-like Carbon (DLC). In diesem Fall
wird die Beschichtung besonders bevorzugt durch Gasphasenabscheidung auf den Grundkörper
aufgebracht. Die Beschichtung aus Kohlenstoff ermöglicht eine besonders hohe Lebensdauer
der Kühlmittelpumpe. Zudem wird durch die Beschichtung eine Reibungsreduzierung erzielt,
sodass sich ein höherer Wirkungsgrad ergibt.
[0025] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Kühlmittel überwiegend
Wasser enthält. Das bedeutet, dass das Kühlmittel zu mindestens 50% aus Wasser besteht.
Besonders bevorzugt entspricht der Wasseranteil an dem Kühlmittel mindestens 90% oder
mindestens 99%. Der Rest des Kühlmittels setzt sich vorzugsweise aus wenigstens einem
Zusatzstoff und unvermeidbaren Verunreinigungen zusammen, wobei die Verunreinigungen
einen Anteil von höchstens 1 % an dem Kühlmittel haben. Wasser zeichnet sich durch
eine besonders hohe Wärmekapazität und damit durch eine besonders hohe Kühlwirkung
aus.
[0026] Schließlich kann im Rahmen einer weiteren Ausführungsform der Erfindung vorgesehen
sein, dass dem Wasser wenigstens ein Zusatzstoff, insbesondere Glykol, beigemengt
ist. Der Zusatzstoff dient insbesondere einer Schmierung der Kühlmittelpumpe, der
Herstellung von Frostsicherheit des Kühlmittels und/oder zur Realisierung eines Korrosionsschutzes.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Erfindung erfolgt. Dabei zeigt die
einzige
- Figur
- eine schematische Darstellung einer Antriebseinrichtung für ein Kraftfahrzeug.
[0028] Die Figur zeigt eine sehr schematische Darstellung einer Antriebseinrichtung 1 für
ein Kraftfahrzeug. Die Antriebseinrichtung 1 weist ein Antriebsaggregat 2 auf, welchem
zu seiner Temperierung ein Kühlmittelkreislauf 3 zugeordnet ist. Der Kühlmittelkreislauf
3 verfügt über einen Kühler 4, also schlussendlich einen Wärmeübertrager, sowie über
eine Kühlmittelpumpe 5 zur Umwälzung eines wasserhaltigen Kühlmittels in dem Kühlmittelkreislauf
3.
[0029] Es ist erkennbar, dass die Kühlmittelpumpe 5 im Rahmen der hier gezeigten Antriebseinrichtungen
1 als Schraubenspindelpumpe ausgestaltet ist. Eine solche weist gegenüber anderen
Pumpentypen zahlreiche Vorteile auf, insbesondere arbeitet sie nach dem Verdrängerprinzip,
sodass eine hohe Dynamik des Kühlmittelkreislaufs 3 realisierbar ist. Zudem weist
sie einen sehr hohen Wirkungsgrad und ein äußerst gutes akustisches Verhalten auf.
Diese Vorteile können überaschenderweise auch im Rahmen des hier vorgestellten Kühlmittelkreislaufs
3 realisiert werden. Für solche Kühlmittelkreisläufe 3 werden Schraubenspindelpumpen
bislang nicht eingesetzt.
BEZUGSZEICHENLISTE:
[0030]
- 1
- Antriebseinrichtung
- 2
- Antriebsaggregats
- 3
- Kühlmittelkreislauf
- 4
- Kühler
- 5
- Kühlmittelpumpe
1. Antriebseinrichtung (1) für ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem Antriebsaggregat
(2) und einem Kühlmittelkreislauf (3) zur Temperierung des wenigstens einen Antriebsaggregats
(2), wobei in dem Kühlmittelkreislauf (3) wenigstens eine Kühlmittelpumpe (5) zur
Umwälzung eines wasserhaltigen Kühlmittels in dem Kühlmittelkreislauf (3) angeordnet
ist, wobei die Kühlmittelpumpe (5) als Schraubenspindelpumpe ausgestaltet ist und
eine mit einem Antrieb gekoppelte Antriebsspindel und wenigstens eine mit der Antriebsspindel
zur Umwälzung des Kühlmittels zusammenwirkende Laufspindel aufweist, wobei wenigstens
eine oder genau eine der folgenden Spindeln eine Beschichtung aufweist: Antriebsspindel
und Laufspindel, dadurch gekennzeichnet, dass ein Grundkörper der Spindel aus Kunststoff besteht oder Kunststoff aufweist, und
dass die Beschichtung derart ausgebildet ist, dass sie während eines Betriebs der
Kühlmittelpumpe (5) von der die Beschichtung aufweisenden Spindel auf die andere Spindel
übertragen wird.
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsaggregat (2) wenigstens eine der folgenden Einrichtungen aufweist oder
als eine solche ausgebildet ist: Brennkraftmaschine, elektrische Maschine und Brennstoffzelle.
3. Antriebseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlmittelpumpe (5) einen Ausgangsdruck von höchstens 10 bar, höchstens 7,5 bar
oder höchstens 5 bar aufweist.
4. Antriebseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung derart auf den Grundkörper der Spindel aufgebracht ist, dass die
Spindel mit Übergangspassung oder Spielpassung zu einem Gehäuse der Kühlmittelpumpe
(5) ausgebildet ist, in dem die Spindel drehbar gelagert ist.
5. Antriebseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung aus Kohlenstoff besteht oder Kohlenstoff aufweist.
6. Antriebseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel überwiegend Wasser enthält.
7. Antriebseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das dem Wasser wenigstens ein Zusatzstoff, insbesondere Glykol, beigemengt ist.
1. Drive device (1) for a motor vehicle, having at least one drive unit (2) and a coolant
circuit (3) for controlling the temperature of the at least one drive unit (2), at
least one coolant pump (5) being arranged in the coolant circuit (3) for circulating
a coolant containing water in the coolant circuit (3), the coolant pump (5) being
designed as a screw pump and having a drive spindle coupled to a drive and at least
one running spindle cooperating with the drive spindle for circulating the coolant,
wherein at least one or precisely one of the following spindles has a coating: drive
spindle and running spindle, characterised in that a base body of the spindle is made of plastic or comprises plastic, and in that the coating is designed in such a way that it is transferred from the spindle having
the coating to the other spindle during operation of the coolant pump (5).
2. Drive unit according to claim 1, characterised in that the drive unit (2) has at least one of the following devices or is designed as such:
internal combustion engine, electric machine and fuel cell.
3. Drive device according to one of the previous claims, characterised in that the coolant pump (5) has an output pressure of at most 10 bar, at most 7.5 bar or
at most 5 bar.
4. Drive device according to one of the previous claims, characterised in that the coating is applied to the base body of the spindle in such a way that the spindle
is formed with a transition fit or clearance fit to a housing of the coolant pump
(5) in which the spindle is rotatably mounted.
5. Drive device according to one of the previous claims, characterised in that the coating consists of or comprises carbon.
6. Drive device according to one of the previous claims, characterised in that the coolant contains predominantly water.
7. Drive device according to one of the previous claims, characterised in that at least one additive, in particular glycol, is mixed with the water.
1. Dispositif d'entraînement (1) pour un véhicule automobile, avec au moins un groupe
d'entraînement (2) et un circuit de fluide de refroidissement (3) pour l'équilibrage
de température de l'au moins un groupe d'entraînement (2), au moins une pompe de fluide
de refroidissement (5) étant disposée dans le circuit de fluide de refroidissement
(3) pour faire circuler un fluide de refroidissement contenant de l'eau dans le circuit
de fluide de refroidissement (3), la pompe de fluide de refroidissement (5) étant
conçue comme une pompe à broche hélicoïdale et comportant une broche d'entraînement
couplée à un entraînement et au moins une broche de roulement coopérant avec la broche
d'entraînement pour faire circuler le fluide de refroidissement, au moins une ou exactement
une des broches suivantes présentant un revêtement : Broche d'entraînement et broche
de roulement, caractérisées en ce qu'un corps de base de la broche est constitué de matière plastique ou contient de la
matière plastique et en ce que le revêtement est conçu de telle sorte qu'il est transféré de la broche présentant
le revêtement à l'autre broche pendant un fonctionnement de la pompe de fluide de
refroidissement (5).
2. Dispositif d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le groupe d'entraînement (2) présente au moins l'un des dispositifs suivants ou est
conçue comme un tel : moteur à combustion interne, machine électrique et pile à combustible.
3. Dispositif d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la pompe de fluide de refroidissement (5) présente une pression de sortie de 10 bars
au maximum, de 7,5 bars au maximum ou de 5 bars au maximum.
4. Dispositif d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement est appliqué sur le corps de base de la broche de telle sorte que la
broche est conçue avec un ajustement de transition ou un ajustement avec jeu par rapport
à un boîtier de la pompe de fluide de refroidissement (5), dans lequel la broche est
logée de manière rotative.
5. Dispositif d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement est en carbone ou comprend du carbone.
6. Dispositif d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fluide de refroidissement contient principalement de l'eau.
7. Dispositif d'entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un additif, en particulier du glycol, est mélangé à l'eau.