[0001] Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem für ein Kraftfahrzeug, welches Beleuchtungssystem
Folgendes umfasst:
- einen ersten Laserscanner mit zumindest einer Laserlichtquelle, wobei der Laserlichtquelle
ein erster Mikroscanner zugeordnet ist, welcher erste Mikroscanner dazu eingerichtet
ist, Laserstrahlen der Laserlichtquelle auf ein erstes Lichtkonversionselement zu
lenken, wodurch an dem ersten Lichtkonversionselement sichtbares Licht abgestrahlt
und ein erstes Lichtbild erzeugt wird, wobei dem ersten Lichtkonversionselement ein
optisches Abbildungssystem zugeordnet ist, um das erste Lichtbild vor dem Beleuchtungssystem
als erste Teillichtverteilung abzubilden,
- einen zweiten Laserscanner mit zumindest einer Laserlichtquelle, wobei der Laserlichtquelle
ein zweiter Mikroscanner zugeordnet ist, welcher zweite Mikroscanner dazu eingerichtet
ist, Laserstrahlen der Laserlichtquelle auf ein zweites Lichtkonversionselement zu
lenken, wodurch an dem zweiten Lichtkonversionselement sichtbares Licht abgestrahlt
und ein zweites Lichtbild erzeugt wird, wobei dem zweiten Lichtkonversionselement
ein optisches Abbildungssystem zugeordnet ist, um das zweite Lichtbild vor dem Beleuchtungssystem
als zweite Teillichtverteilung abzubilden,
wobei die erste und die zweite Teillichtverteilung abhängig von zumindest drei an
den jeweiligen Mikroscannern einstellbaren Parametern veränderbar sind,
wobei die veränderbare erste und zweite Teillichtverteilung eine gemeinsame veränderbare
Gesamtlichtverteilung vor dem Beleuchtungssystem erzeugen und sich zumindest teilweise
überlappen, wobei die Gesamtlichtverteilung einen Öffnungswinkel aufweist,
und wobei der erste und der zweite Mikroscanner jeweils um eine Achse, welche parallel
zueinander angeordnet sind, drehbar gelagert sind, wobei der erste und der zweite
Mikroscanner um eine Nulllage mit einer festlegbaren Schwingungsamplitude AMP um die
Achse schwingen können, wobei die Schwingungsamplitude durch einen Maximalwert MEMSmax
begrenzt ist, wobei die Schwingungsamplitude AMP eine horizontale Breite der jeweils
erzeugten Teillichtverteilung bestimmt,
und wobei der erste und der zweite Mikroscanner entlang einer gedachten Linie angeordnet
sind, wobei die Nulllage des ersten Mikroscanners um einen ersten Winkel ALPHA und
die Nulllage des zweiten Mikroscanners um einen zweiten Winkel ALPHA' zur gedachten
Linie geneigt angeordnet sind, wobei der erste und der zweite Winkel invers zueinander
sind,
und wobei die erste und die zweite Teillichtverteilung jeweils einen Lichtschwerpunkt
aufweisen, der dadurch charakterisiert ist, dass an diesem Punkt die jeweilige Lichtintensität
maximal ist, wobei der Lichtschwerpunkt an den jeweiligen Mikroscannern entsprechend
einer festlegbaren Lichtschwerpunktverschiebung LSPV verschiebbar ist,
und wobei die Teillichtverteilungen jeweils um einen den jeweiligen Mikroscannern
zuführbaren Offsetwert OFFSET verschiebbar sind,
- eine Steuereinrichtung, welche eingerichtet ist, den ersten und den zweiten Mikroscanner
anzusteuern, wobei das Schwingungsverhalten des ersten und zweiten Mikroscanners zumindest
über die Parameter Schwingungsamplitude AMP, Lichtschwerpunktverschiebung LSVP, und
Offsetwert OFFSET, welche durch die Steuereinrichtung veränderbar sind, steuerbar
ist.
Weiters betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug mit zumindest einem erfindungsgemäßen
Beleuchtungssystem.
Laserprojektionssysteme können durch die Ablenkung eines Laserstrahles durch sogenannte
Mikroscanner realisiert werden. Diese Mikroscanner können z.B. als in MEMS- oder MOEMS-Technik
(Micro-Electro-Mechanical Systems bzw. Micro-Opto-Electro-Mechanical Systems) gefertigte
Mikrospiegel ausgeführt sein, die nur wenige Millimeter Durchmesser aufweisen und
in einer bzw. zwei Achsrichtungen in Schwingung versetzt werden können.
[0002] Die Schwingungsamplitude bestimmt dabei die Breite des erzeugten Lichtbildes bzw.
Teillichtverteilung.
[0003] Die Schwingungsgeschwindigkeit, d.h. bei einem Mikroscanner die Winkelablenkung nach
der Zeit zu variieren (Winkelgeschwindigkeit). Da ein "langsam" bewegender Lichtpunkt
mehr Licht im Lichtkonversionselement erzeugt als ein schnell wandernder Lichtpunkt,
kann man auf diese Weise die Lichtverteilung gleichfalls beeinflussen.
[0004] Bei einem Einsatz von zwei Laserscannern, deren erzeugte Teillichtverteilungen gemeinsam
eine Gesamtlichtverteilung ergeben, können sich bei unterschiedlich einstellbaren
Schwingungsamplituden unerwünschte Effekte bilden, beispielsweise zwei Helligkeitsmaxima
in der Gesamtlichtverteilung. Beleuchtungssysteme für Kraftfahrzeuge mit zwei Laserscannern
sind z.B. aus
WO 2017/020054 A1 und
EP 2 690 352 A1 bekannt.
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Beleuchtungssystem für Kraftfahrzeuge
bereitzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist,
eine zeitlich veränderliche Eingangsgröße DOA zu empfangen, welche einen Soll-Öffnungswinkel
der Gesamtlichtverteilung repräsentiert, und die Parameter Schwingungsamplitude AMP,
Lichtschwerpunktverschiebung LSVP, und Offsetwert OFFSET des ersten und zweiten Mikroscanners
abhängig von dem Prüfungsergebnis eines Kriteriums der Eingangsgröße DOA festlegt,
nämlich DOA ≤ (MEMSmax - ALPHA), wobei die maximale Schwingungsamplitude MEMSmax den
maximalen Winkel um die jeweilige Achse darstellt, und wobei bei Erfüllung des Kriteriums
die Parameter des ersten Mikroscanners wie folgt festgelegt sind:
AMP = DOA
OFFSET = ALPHA
LSPV = 0°
und die Parameter des zweiten Mikroscanners wie folgt festlegt sind:
AMP = DOA
OFFSET = -ALPHA
LSPV = 0°
und wobei bei Nichterfüllung des Kriteriums die Parameter des ersten Mikroscanners
wie folgt festgelegt sind:



und die Parameter des zweiten Mikroscanners wie folgt festgelegt sind:



[0007] Da Laserlichtquellen in der Regel kohärentes, monochromatisches Licht bzw. Licht
in einem engen Wellenlängenbereich abstrahlen, aber bei einem Kraftfahrzeugscheinwerfer
im Allgemeinen für das abgestrahlte Licht weißes Mischlicht bevorzugt bzw. gesetzlich
vorgeschrieben ist, sind den Laserlichtquellen sogenannte Lichtkonversionselemente
zur Umwandlung von im Wesentlichen monochromatischem Licht in weißes bzw. polychromatisches
Licht zugeordnet, wobei unter "weißes Licht" Licht einer solchen Spektralzusammensetzung
verstanden wird, welches beim Menschen den Farbeindruck "weiß" hervorruft. Dieses
Lichtkonversionselement ist zum Beispiel in Form eines oder mehrerer Photolumineszenzkonverter
bzw. Photolumineszenzelemente ausgebildet, wobei einfallende Laserstrahlen der Laserlichtquelle
auf das in der Regel Photolumineszenzfarbstoff aufweisende Lichtkonversionselement
auftreffen und diesen Photolumineszenzfarbstoff zur Photolumineszenz anregen, und
dabei Licht in einer dem Licht der einstrahlenden Lasereinrichtung verschiedenen Wellenlänge
bzw. Wellenlängenbereiche abgibt. Die Lichtabgabe des Lichtkonversionselements weist
dabei im Wesentlichen Charakteristiken eines Lambert'schen Strahlers auf.
[0008] Bei Lichtkonversionselementen wird zwischen reflektiven und transmissiven Konversionselementen
unterschieden.
[0009] Die Begriffe "reflektiv" und "transmissiv" beziehen sich hierbei auf den Blauanteil
des konvertierten weißen Lichts. Bei einem transmissiven Aufbau ist die Hauptausbreitungsrichtung
des Blaulichtanteils nach dem Durchtritt durch das Konvertervolumen bzw. Konversionselements
im Wesentlichen gleichgerichtet zur Ausbreitungsrichtung des Ausgangslaserstrahls.
Bei einem reflektiven Aufbau wird der Laserstrahl an einer dem Konversionselement
zurechenbaren Grenzfläche reflektiert bzw. umgelenkt, sodass der Blaulichtanteil eine
andere Ausbreitungsrichtung aufweist als der Laserstrahl, welcher in der Regel als
blauer Laserstrahl ausgeführt ist.
[0010] In der Praxis entsteht die Gesamtlichtverteilung auf der Straße durch Überlagerung
der Teillichtverteilungen, wobei sich der erste Laserscanner beispielsweise in einem
linken Kraftfahrzeugscheinwerfer und der zweite Laserscanner beispielsweise in einem
rechten Kraftfahrzeugscheinwerfer befindet, wodurch die resultierende Gesamtlichtverteilung
von einem linken und einem rechten Kraftfahrzeugscheinwerfer eines Kraftfahrzeuges
erzeugt wird.
[0011] Mit Vorteil kann vorgesehen sein, dass die Laserlichtquellen dimmbar sind.
[0012] In einer zweckmäßigen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass - gemessen von der
gedachten Linie - der erste Winkel ALPHA 2° und der zweite Winkel ALPHA' -2° beträgt.
[0013] Es kann vorgesehen sein, dass die Mikroscanner als quasistatische Mikroscanner ausgebildet
sind.
[0014] Mikroscanner können eindimensional (Spiegel bewegt sich nur in eine Richtung) oder
zweidimensional (Spiegel bewegt sich in zwei Richtungen gleichzeitig) bezogen werden.
Die meisten derzeit verfügbaren Mikroscanner arbeiten nach einem resonanten Antriebsprinzip.
Die MEMS-Scanner stellen dabei im Wesentlichen mechanische Schwingkreise dar, die
in ihrer Resonanzfrequenz angeregt werden und sinusförmig schwingen. Dieser sinusförmige
Verlauf stellt ein großes Problem dar, was die Ausnützung der installierten Laserleistung
betrifft, da die Lichtverteilung immer dort am hellsten ist, wo der Mikroscanner die
geringste Winkelgeschwindigkeit erreicht. Bei einer sinusförmigen Schwingung würde
so der Randbereich am hellsten wirken und der Mittenbereich bzw. das Zentrum der Lichtverteilung
am dunkelsten, weshalb die Laserdioden stark gedimmt werden müssen und deshalb nur
zu einem geringen Prozentanteil (ca. 40%) ausgenützt werden können.
[0015] Abhilfe schaffen hier quasistatische Mikroscanner, die in ihrer Winkelgeschwindigkeit
innerhalb bestimmter physikalischer Grenzen (Resonanzfrequenzen,...) beliebig gesteuert
werden können. Somit ist es möglich, einen Großteil des erzeugten Lichtes in die Mitte
bzw. Zentrum der Teillichtverteilung zu lenken, wodurch die Ausnützung der installierten
Laserleistung der Laserlichtquellen auf bis zu ca. 90% bei typischen Teillichtverteilungen
gesteigert werden kann. Eine Ausnützung von 100% ist nicht möglich, da der Mikroscanner
im Randbereich eine Richtungsänderung vornimmt, was ein vollständiges "Abbremsen"
des Spiegels und anschließende Beschleunigung in die entgegengesetzte Richtung bedeutet.
Während dieser Phase werden die Laserlichtquellen deaktiviert, da sonst aufgrund der
im Mittel betrachtet niedrigen Winkelgeschwindigkeit in diesem Umkehrbereich die Lichtintensität
dort deutlich ansteigen würde, was nicht gewünscht ist.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass der Maximalwert MEMSmax der Schwingungsamplitude der
Mikroscanner 6° ist.
[0017] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung die Laserlichtquellen
ansteuert.
[0018] Die Aufgabe der Erfindung wird ferner durch ein Kraftfahrzeug mit zumindest einem
Beleuchtungssystem gelöst.
[0019] Dabei kann vorgesehen sein, dass der zeitlich veränderliche Soll-Öffnungswinkel der
Gesamtlichtverteilung DOA sich abhängig von der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges
verändert, wobei bei einem Anstieg der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges der Soll-Öffnungswinkels
DOA reduziert wird.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von beispielhaften Zeichnungen näher erläutert.
Hierbei zeigt
Fig. 1 ein beispielhaftes Beleuchtungssystem mit einem ersten Laserscanner, welcher
einen ersten Mikroscanner umfasst, und einem zweiten Laserscanner, welcher einen zweiten
Mikroscanner umfasst, wobei die Mikroscanner jeweils um einen ersten bzw. einen zweiten
Winkel geneigt sind, und wobei die Mikroscanner durch eine Steuereinrichtung veränderbare
Parameter aufweisen, wobei der erste Laserscanner eine erste Teillichtverteilung und
der zweite Laserscanner eine zweite Teillichtverteilung erzeugt, wobei die erste und
die zweite Teillichtverteilung gemeinsam eine Gesamtlichtverteilung erzeugen, welche
einen Öffnungswinkel aufweist, wobei die Gesamtlichtverteilung auf einem Messschirm
abgebildet wird,
Fig. 2 eine beispielhafte Kennlinie eines Mikroscanners, wobei eine Schwingungsamplitude
AMP gegen die Winkelgeschwindigkeit aufgetragen ist, und wobei die maximale Schwingungsamplitude
MEMSmax 6° beträgt,
Fig. 3A eine Darstellung einer veränderten Schwingungsamplitude AMP der Kennlinie
aus Fig. 2;
Fig. 3B eine Darstellung einer Lichtschwerpunktverschiebung LSVP an der Kennlinie
aus Fig. 2;
Fig. 3C eine Darstellung einer Verschiebung einer Kennlinie durch einen Offsetwert
OFFSET;
Fig. 4A eine Darstellung der ersten bzw. zweiten Teillichtverteilung an dem Messschirm
für verschiedene Öffnungswinkel, wobei der erste und der zweite Winkel der jeweiligen
Mikroscanner Null beträgt;
Fig. 4B eine Darstellung der Gesamtlichtverteilung an dem Messschirm, welche sich
aus den Teillichtverteilungen aus Fig. 4A zusammensetzt;
Fig. 5A erste Teillichtverteilungen für bestimmte Öffnungswinkel, wobei der erste
Mikroscanner in diesem Beispiel um 2° geneigt ist, wobei für die einzelnen dargestellten
Teillichtverteilungen der Lichtschwerpunkt in Richtung Zentrum verschoben sind;
Fig. 5B zweite Teillichtverteilungen für bestimmte Öffnungswinkel, wobei der zweite
Mikroscanner in diesem Beispiel um -2° geneigt ist, wobei für die einzelnen dargestellten
Teillichtverteilungen der Lichtschwerpunkt in Richtung Zentrum verschoben sind;
Fig. 5C Gesamtlichtverteilungen für bestimmte Öffnungswinkel, wobei sich die Gesamtlichtverteilung
durch die Teillichtverteilungen aus Fig. 5A und 5B zusammensetzt;
Fig. 6A erste Teillichtverteilungen für bestimmte Öffnungswinkel, wobei die Parameter
des ersten Mikroscanners gemäß des erfindungsgemäßen Kriteriums eingestellt sind;
Fig. 6B zweite Teillichtverteilungen für bestimmte Öffnungswinkel, wobei die Parameter
des zweiten Mikroscanners gemäß des erfindungsgemäßen Kriteriums eingestellt sind;
Fig. 6C Gesamtlichtverteilungen für bestimmte Öffnungswinkel, wobei sich die Gesamtlichtverteilung
durch die Teillichtverteilungen aus Fig. 6A und 6B zusammensetzt;
Fig. 6D Gesamtlichtverteilungen aus Fig. 6C für bestimmte Öffnungswinkel, wobei an
den Rändern der jeweiligen Gesamtlichtverteilungen die entsprechenden Laserlichtquellen
gedimmt sind.
[0021] Fig. 1 zeigt ein beispielhaftes Beleuchtungssystem
10 für ein Kraftfahrzeug, welches Beleuchtungssystem
10 einen ersten Laserscanner
100 mit zumindest einer Laserlichtquelle
110 umfasst, wobei der Laserlichtquelle
110 ein erster Mikroscanner
120 zugeordnet ist, welcher erste Mikroscanner
120 dazu eingerichtet ist, Laserstrahlen der Laserlichtquelle
110 auf ein erstes Lichtkonversionselement
130 zu lenken, wodurch an dem ersten Lichtkonversionselement
130 sichtbares Licht abgestrahlt und ein erstes Lichtbild erzeugt wird, wobei dem ersten
Lichtkonversionselement
130 ein optisches Abbildungssystem
140 zugeordnet ist, um das erste Lichtbild vor dem Beleuchtungssystem
10 als erste Teillichtverteilung
150 abzubilden.
[0022] Ferner umfasst das Beleuchtungssystem
10 einen zweiten Laserscanner
200 mit zumindest einer Laserlichtquelle
210, wobei der Laserlichtquelle
210 ein zweiter Mikroscanner
220 zugeordnet ist, welcher zweite Mikroscanner
220 dazu eingerichtet ist, Laserstrahlen der Laserlichtquelle
210 auf ein zweites Lichtkonversionselement
230 zu lenken, wodurch an dem zweiten Lichtkonversionselement
230 sichtbares Licht abgestrahlt und ein zweites Lichtbild erzeugt wird, wobei dem zweiten
Lichtkonversionselement
230 ein optisches Abbildungssystem
240 zugeordnet ist, um das zweite Lichtbild vor dem Beleuchtungssystem
10 als zweite Teillichtverteilung
250 abzubilden.
[0023] Der erste und der zweite Mikroscanner sind in diesem Beispiel als quasistatische
Mikroscanner ausgebildet.
Fig. 2 zeigt hierzu ein Diagramm, welches das unterschiedliche Schwingungsverhalten eines
resonanten Mikroscanners (in strichlierter Linie) und eines quasistatischen Mikroscanners
(in durchgezogener Linie) zeigt.
[0024] Die resonanten Mikroscanner stellen dabei im Wesentlichen mechanische Schwingkreise
dar, die in ihrer Resonanzfrequenz angeregt werden und sinusförmig schwingen. Dieser
sinusförmige Verlauf stellt ein großes Problem dar, was die Ausnützung der installierten
Laserleistung betrifft, da die Lichtverteilung immer dort am hellsten ist, wo der
Mikroscanner die geringste Winkelgeschwindigkeit erreicht. Bei einer sinusförmigen
Schwingung würde so der Randbereich am hellsten wirken und der Mittenbereich bzw.
das Zentrum der Lichtverteilung am dunkelsten, weshalb die Laserdioden stark gedimmt
werden müssen und deshalb nur zu einem geringen Prozentanteil ausgenützt werden können.
[0025] Abhilfe schaffen hier quasistatische Mikroscanner, die in ihrer Winkelgeschwindigkeit
innerhalb bestimmter physikalischer Grenzen beliebig gesteuert werden können. Somit
ist es möglich, einen Großteil des erzeugten Lichtes in die Mitte bzw. Zentrum der
Teillichtverteilung zu lenken, wodurch die Ausnützung der installierten Laserleistung
der Laserlichtquellen gesteigert werden kann. Es sei angemerkt, dass der Mikroscanner
im Randbereich eine Richtungsänderung vornimmt, was ein vollständiges "Abbremsen"
des Spiegels und ein anschließendes Beschleunigung in die entgegengesetzte Richtung
bedeutet. Während dieser Phase werden die Laserlichtquellen deaktiviert, da sonst
aufgrund der im Mittel betrachtet niedrigen Winkelgeschwindigkeit in diesem Umkehrbereich
die Lichtintensität dort deutlich ansteigen würde, was nicht gewünscht ist.
[0026] Die erste und die zweite Teillichtverteilung
150,
250 sind abhängig von zumindest drei an den jeweiligen Mikroscannern
120,
220 einstellbaren Parametern, nämlich
AMP,
LSPV und
OFFSET veränderbar, welche in
Fig. 3A,
3B und
3C erläuternd dargestellt sind, wobei die veränderbare erste und zweite Teillichtverteilung
150,
250 eine gemeinsame veränderbare Gesamtlichtverteilung
300 vor dem Beleuchtungssystem
10 erzeugen und sich zumindest teilweise überlappen, wobei die Gesamtlichtverteilung
300 einen Öffnungswinkel aufweist.
[0027] Es sei angemerkt, dass die Teillichtverteilungen
150,
250 sowie die gebildete Gesamtlichtverteilung
300 in dem gezeigten Beispiel in den Figuren auf einen Messschirm MS abgebildet werden,
welcher beispielsweise in einem Lichttechniklabor Verwendung findet und senkrecht
zu einer Hauptabstrahlrichtung der Laserscanner angeordnet ist. Ein typischer Abstand
eines solchen Messschirms zur zu messenden Einrichtung ist nach ECE-Regelungen 25m.
[0028] Der erste und der zweite Mikroscanner
120,
220 sind jeweils um eine Achse
X1,
X2, welche parallel zueinander angeordnet sind, drehbar gelagert, wobei der erste und
der zweite Mikroscanner
120,
220 um eine Nulllage mit einer festlegbaren Schwingungsamplitude
AMP um die jeweilige Achse
X1,
X2 schwingen können, wobei die Schwingungsamplitude
AMP durch einen Maximalwert
MEMSmax begrenzt ist, wobei die Schwingungsamplitude
AMP eine horizontale Breite der jeweils erzeugten Teillichtverteilung
150,
250 bestimmt. Der Öffnungswinkel der Teillichtverteilung bzw. die Schwingungsamplitude
AMP des Mikroscanners kann dynamisch (in feinen Abstufungen) verändert werden, wodurch
die Helligkeit aufgrund des kleineren Ausleuchtungsbereiches deutlich ansteigt, beispielsweise
durch die geschwindigkeitsabhängige Erhöhung der Ausleuchtungsreichweite.
Fig. 3A zeigt beispielsweise eine auf +/-2° begrenzte Schwingungsamplitude
AMP, wobei zu sehen ist, dass die Winkelgeschwindigkeit im Bereich der Nulllage des Mikroscanners
niedriger ist als in der Kennlinie aus
Fig. 2, wodurch eine erhöhte Lichtintensität hervorgerufen wird.
[0029] Die erste und die zweite Teillichtverteilung
150,
250 weisen jeweils einen Lichtschwerpunkt auf, der dadurch charakterisiert ist, dass
an diesem Punkt die jeweilige Lichtintensität maximal ist, wobei der Lichtschwerpunkt
an den jeweiligen Mikroscannern
120,
220 entsprechend einer festlegbaren Lichtschwerpunktverschiebung
LSPV verschiebbar ist. Der Lichtschwerpunkt ergibt sich, wie bereits oben erläutert, durch
eine den Auslenkungsbereich des Mikroscanners mit der niedrigsten Winkelgeschwindigkeit
(die Randbereiche bzw. Umkehrpunkte sind hiervon ausgenommen).
Fig. 3B zeigt eine Lichtschwerpunktverschiebung der Kennlinie aus
Fig. 2, wobei sich der Mikroscanner in jenem Bereich am langsamsten bewegt, in dem der Lichtschwerpunkt
gewünscht wird.
[0030] Die Teillichtverteilungen
150,
250 sind jeweils noch um einen den jeweiligen Mikroscannern
120,
220 zuführbaren Offsetwert
OFFSET verschiebbar, wobei die Wirkweise dieses Parameters als Erläuterung in
Fig. 3C dargestellt ist. Der Mikroscanner-Parameter
OFFSET ermöglicht es, der Winkelbewegung des jeweiligen Mikroscanners einen Offsetwert hinzuzufügen.
Im Diagramm aus
Fig. 3C ist ein Beispiel dargestellt mit einem Offsetwert von 2° bei einer Schwingungsamplitude
von 4°. Die Lichtschwerpunktverschiebung
LSPV ist hier auf 0° eingestellt.
[0031] Das Beleuchtungssystem
10 umfasst ferner eine Steuereinrichtung
400, welche eingerichtet ist, den ersten und den zweiten Mikroscanner
120,
220 anzusteuern, wobei das Schwingungsverhalten des ersten und zweiten Mikroscanners
120,
220 zumindest über die Parameter Schwingungsamplitude
AMP, Lichtschwerpunktverschiebung
LSVP, und Offsetwert
OFFSET, welche durch die Steuereinrichtung
400 veränderbar sind, steuerbar ist. Die Steuereinrichtung
400 ist ferner dazu eingerichtet ist, eine zeitlich veränderliche Eingangsgröße
DOA zu empfangen, welche einen Soll-Öffnungswinkel der Gesamtlichtverteilung
300 repräsentiert, und die Parameter des ersten und zweiten Mikroscanners
120,
220 dementsprechend einstellt.
[0032] Ferner sind der erste und der zweite Mikroscanner
120,
220 aus
Fig. 1 entlang einer gedachten Linie angeordnet sind, wobei die Nulllage des ersten Mikroscanners
120 um einen ersten Winkel
ALPHA und die Nulllage des zweiten Mikroscanners
220 um einen zweiten Winkel
ALPHA' zur gedachten Linie geneigt angeordnet, wobei der erste und der zweite Winkel
ALPHA,
ALPHA' invers zueinander sind, beispielsweise ist der erste Winkel
ALPHA 2° und der zweite Winkel
ALPHA' -2°.
[0033] Die
Fig. 4A bzw.
4B zeigen Diagramme der Teillichtverteilungen und der sich darauf ergebenden Gesamtlichtverteilungen
für unterschiedliche DOA-Werte, wobei hierbei der erste Winkel
ALPHA und der zweite Winkel
ALPHA' 0° beträgt, und daher symmetrische Teillichtverteilungen auftreten. Eine symmetrische
Lichtverteilung liegt vor, wenn die Mittenposition der Teillichtverteilung auch der
Mittenposition der Mikroscanner-Auslenkung entspricht.
[0034] Es sei angemerkt, dass die nachfolgenden Diagramme aus
Fig. 4A bis
6D die relative Lichtleistung zeigen, die dem Kehrwert der Winkelgeschwindigkeit des
jeweiligen Mikroscanners entspricht. Umso langsamer der Mikroscanner bewegt wird,
desto mehr Lichtleistung wird im durchlaufenen Bereich abgegeben. Aus diesem Grund
verhalten sich die abgebildeten Diagramme immer umgekehrt proportional zur Winkelgeschwindigkeit
des jeweiligen Mikroscanners.
[0035] Es sei weiterhin angemerkt, dass alle Diagramme mit Winkelwerten beschriftet wurden.
Diese Darstellung ist zwangsläufig immer nur für einen gewissen Projektionsabstand
korrekt, da die beiden Laserscanner beispielsweise eine Fahrzeugbreite voneinander
entfernt sind. Beispielsweise ist dieser Projektionsabstand 25m, wie in den ECE-Richtlinien
gefordert. Diese Darstellung wurde dennoch gewählt, um ein besseres Verständnis zu
schaffen.
[0036] Die in
Fig. 4A punktierte Linie repräsentiert einen DOA-Wert von 6°, was einer Teillichtverteilung
von -6° bis +6° am Messschirm entspricht und die breiteste Teillichtverteilung darstellt.
Der DOA-Wert wird in der Regel als "+"-Wert dargestellt, beispielsweise
DOA=6°, dies entspricht jedoch immer einem symmetrischen Ausleuchtungsbereich von +/-
6°. Mit Reduzierung des DOA-Wertes wird der Ausleuchtungsbereich immer weiter verringert,
wodurch die Lichtleistung im verbleibenden Winkelbereich stark ansteigt. Da beide
Laserscanner in diesem Beispiel aus
Fig. 4A und
4B einen identischen Winkelbereich in der resultierenden Teillichtverteilung abdecken,
wird die Lichtleistung durch Überlagerung der beiden Teillichtverteilungen verdoppelt,
was in Fig.
4B zu sehen ist.
[0037] Eine asymmetrische Teillichtverteilung liegt vor, wenn die Mittenposition der Teillichtverteilung
nicht der Mittenposition bzw. der Nulllage der Mikroscanner-Auslenkung entspricht.
Dies liegt vor, wenn beispielsweise die jeweiligen Mikroscanner um einen Winkel verdreht
zueinander angeordnet sind. In dem nachfolgend gezeigten Beispiel aus
Fig. 5A,
5B und
5C liegt der erste Winkel
ALPHA bei +2° und der zweite Winkel
ALPHA' bei -2°. Die Mittenposition der Teillichtverteilung ist also jeweils um 2° verschoben.
Durch die Verdrehung der Mikroscanner wird eine horizontal breitere Grundlichtverteilung
erzeugt. Um weiterhin im Zentrum der Gesamtlichtverteilung einen Bereich mit der maximalen
Lichtintensität zu erhalten, müssen die Lichtschwerpunkte der Teillichtverteilungen
wieder ins Zentrum verschoben werden. Dies geschieht über den Parameter
LSPV, welcher die Schwingungsamplitude der Mikroscanner unverändert lässt, jedoch den
Bereich, in welchem der Mikroscanner am langsamsten schwingt, näher ins Zentrum der
Gesamtlichtverteilung bzw. näher zum Zentrum auf dem Messschirm bringt.
[0038] Fig. 5A zeigt hierzu erste Teillichtverteilungen des ersten Laserscanners und
Fig. 5B zweite Teillichtverteilungen des zweiten Laserscanners, wobei wieder mehrere Teillichtverteilungen
mit unterschiedlichen Schwingungsamplituden bzw. für unterschiedliche Öffnungswinkel
der Gesamtlichtverteilung (DOA-Wert) gezeigt sind. In der Abbildung ist zu sehen,
dass der Lichtschwerpunkt bei den verschiedenen DOA-Werten immer so angepasst werden
muss, dass der Lichtschwerpunkt in der Mitte der Gesamtlichtverteilung bleibt. Bei
sehr niedrigen DOA-Werten ist das in der Praxis nicht möglich, da der Lichtschwerpunkt
bei üblichen Mikroscanner-Systemen auf einen bestimmten Prozentsatz der Schwingungsamplitude
der Mikroscanner begrenzt ist.
[0039] Es ist zu sehen, dass sich die Lichtschwerpunkte für die DOA-Werte von 4 und 4,5°
nicht mehr ins Zentrum verschieben lassen. Dies liegt wie bereits erwähnt daran, dass
sich der Lichtschwerpunkt immer nur maximal bis ca. 80% der Schwingungsamplitude verschieben
lässt.
[0040] Fig. 5C zeigt eine Überlagerung der Teillichtverteilungen aus
Fig. 5A und
5B, wobei zu sehen ist, dass Effekte auftreten, die nicht gewünscht sind, wie beispielsweise
die doppelten Lichtschwerpunkte bei
DOA= 8°. Ferner wandern bei Reduzierung der DOA-Werte nicht nur die äußeren Ränder bzw.
Grenzen nach innen, sondern jeweils beide Grenzen von erstem und zweitem Mikroscanner.
Dadurch gibt es bei einem Wechsel von DOA-Werten zu "bewegenden" Helligkeitssprüngen
innerhalb der Lichtverteilung.
[0041] Um diese unerwünschten Effekte zu minimieren bzw. gänzlich zu vermeiden, ist die
Steuereinrichtung
400, welche den ersten und den zweiten Mikroscanner
120,
220 ansteuert, dazu eingerichtet, eine die zeitlich veränderliche Eingangsgröße
DOA zu empfangen, welche einen Soll-Öffnungswinkel der Gesamtlichtverteilung
300 repräsentiert, und die Parameter Schwingungsamplitude
AMP, Lichtschwerpunktverschiebung
LSPV und Offsetwert
OFFSET des ersten und zweiten Mikroscanners
120,
220 abhängig von dem Prüfungsergebnis eines Kriteriums der Eingangsgröße
DOA festlegt, nämlich
DOA ≤ (
MEMSmax -
ALPHA), wobei die maximale Schwingungsamplitude
MEMSmax den maximalen Winkel um die jeweilige Achse
X1,
X2 darstellt, und wobei bei Erfüllung des Kriteriums die Parameter des ersten Mikroscanners
120 wie folgt festgelegt sind:
AMP = DOA
OFFSET = ALPHA
LSPV = 0°
und die Parameter des zweiten Mikroscanners 220 wie folgt festlegt sind:
AMP = DOA
OFFSET = -ALPHA
LSPV = 0°
und wobei bei Nichterfüllung des Kriteriums die Parameter des ersten Mikroscanners
120 wie folgt festgelegt sind:



und die Parameter des zweiten Mikroscanners 220 wie folgt festgelegt sind:



[0042] In
Fig. 6A und
6B sind die erste und die zweite Teillichtverteilung zu sehen, wobei der oben angegebene
Algorithmus zur Einstellung der Parameter durch die Steuereinrichtung
400 angewendet wurde.
[0043] In
Fig. 6A ist zu sehen, dass bei hohen DOA-Werten lediglich die linke Hell-Dunkel-Grenze der
Teillichtverteilung nach innen verschoben wird. Beim DOA-Wert von 4° (in diesem Beispiel)
passiert ein Übergang zu einer symmetrischen Teillichtverteilung, wodurch sowohl die
linke als die rechte Hell-Dunkel-Grenze gleichmäßig nach innen wandern.
Fig. 6B zeigt im Prinzip die ersten Teillichtverteilungen aus
Fig. 6A nur gespiegelt.
[0044] Fig. 6C zeigt die Überlagerungen der Teillichtverteilungen aus
Fig. 6A und
6B für verschiedene DOA-Werte.
[0045] In der Praxis wird der Helligkeitsverlauf der Teillichtverteilungen bzw. der erzeugbaren
Grundlichtverteilungen nicht allein über die Winkelgeschwindigkeit der Mikroscanner
erzeugt, da dieser keine beliebigen Geschwindigkeitsverläufe erzeugen kann, sondern
es wird eine zusätzliche Dimmung der Laserlichtquellen vorgenommen. Speziell im Randbereich
ist dies erforderlich, da der Mikroscanner eine begrenzte Maximalgeschwindigkeit aufweist.
In den Umkehrbereichen, der in den Diagrammen nicht ersichtlich ist, wird die Laserlichtquelle
vollständig abgeschalten bzw. deaktiviert. Die Steuereinrichtung
400 ist hierbei eingerichtet, die Laserlichtquellen entsprechend anzusteuern. Die zuvor
dargestellten Verläufe können durch zusätzliche Dimmung der Laserlichtquellen im "linken"
und "rechten" Randbereich wie beispielsweise in
Fig. 6D im Sinne eines fließenden Übergangs von hell auf dunkel verbessert werden.
1. Beleuchtungssystem (10) für ein Kraftfahrzeug, welches Beleuchtungssystem (10) Folgendes
umfasst:
- einen ersten Laserscanner (100) mit zumindest einer Laserlichtquelle (110), wobei
der Laserlichtquelle (110) ein erster Mikroscanner (120) zugeordnet ist, welcher erste
Mikroscanner (120) dazu eingerichtet ist, Laserstrahlen der Laserlichtquelle (110)
auf ein erstes Lichtkonversionselement (130) zu lenken, wodurch an dem ersten Lichtkonversionselement
(130) sichtbares Licht abgestrahlt und ein erstes Lichtbild erzeugt wird, wobei dem
ersten Lichtkonversionselement (130) ein optisches Abbildungssystem (140) zugeordnet
ist, um das erste Lichtbild vor dem Beleuchtungssystem (10) als erste Teillichtverteilung
(150) abzubilden,
- einen zweiten Laserscanner (200) mit zumindest einer Laserlichtquelle (210), wobei
der Laserlichtquelle (210) ein zweiter Mikroscanner (220) zugeordnet ist, welcher
zweite Mikroscanner (220) dazu eingerichtet ist, Laserstrahlen der Laserlichtquelle
(210) auf ein zweites Lichtkonversionselement (230) zu lenken, wodurch an dem zweiten
Lichtkonversionselement (230) sichtbares Licht abgestrahlt und ein zweites Lichtbild
erzeugt wird, wobei dem zweiten Lichtkonversionselement (230) ein optisches Abbildungssystem
(240) zugeordnet ist, um das zweite Lichtbild vor dem Beleuchtungssystem (10) als
zweite Teillichtverteilung (250) abzubilden,
wobei die erste und die zweite Teillichtverteilung (150, 250) abhängig von zumindest
drei an den jeweiligen Mikroscannern (120, 220) einstellbaren Parametern (AMP, LSVP,
OFFSET) veränderbar sind,
wobei die veränderbare erste und zweite Teillichtverteilung (150, 250) eine gemeinsame
veränderbare Gesamtlichtverteilung (300) vor dem Beleuchtungssystem (10) erzeugen
und sich zumindest teilweise überlappen, wobei die Gesamtlichtverteilung (300) einen
Öffnungswinkel aufweist,
und wobei der erste und der zweite Mikroscanner (120, 220) jeweils um eine Achse (X1,
X2), welche parallel zueinander angeordnet sind, drehbar gelagert ist, wobei der erste
und der zweite Mikroscanner (120, 220) um eine Nulllage mit einer festlegbaren Schwingungsamplitude
AMP um die jeweilige Achse (X1, X2) schwingen können, wobei die Schwingungsamplitude
AMP durch einen Maximalwert MEMSmax begrenzt ist, wobei die Schwingungsamplitude AMP
eine horizontale Breite der jeweils erzeugten Teillichtverteilung (150, 250) bestimmt,
und wobei der erste und der zweite Mikroscanner (120, 220) entlang einer gedachten
Linie angeordnet sind, wobei die Nulllage des ersten Mikroscanners (120) um einen
ersten Winkel ALPHA und die Nulllage des zweiten Mikroscanners (220) um einen zweiten
Winkel ALPHA' zur gedachten Linie geneigt angeordnet sind, wobei der erste und der
zweite Winkel ALPHA, ALPHA' invers zueinander sind,
und wobei die erste und die zweite Teillichtverteilung (150, 250) jeweils einen Lichtschwerpunkt
aufweisen, der dadurch charakterisiert ist, dass an diesem Punkt die jeweilige Lichtintensität
maximal ist, wobei der Lichtschwerpunkt an den jeweiligen Mikroscannern (120, 220)
entsprechend einer festlegbaren Lichtschwerpunktverschiebung LSPV verschiebbar ist,
und wobei die Teillichtverteilungen (150, 250) jeweils um einen den jeweiligen Mikroscannern
(120, 220) zuführbaren Offsetwert OFFSET verschiebbar sind,
- eine Steuereinrichtung (400), welche eingerichtet ist, den ersten und den zweiten
Mikroscanner (120, 220) anzusteuern, wobei das Schwingungsverhalten des ersten und
zweiten Mikroscanners (120, 220) zumindest über die Parameter Schwingungsamplitude
AMP, Lichtschwerpunktverschiebung LSVP, und Offsetwert OFFSET, welche durch die Steuereinrichtung
(400) veränderbar sind, steuerbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung (400) dazu eingerichtet ist, eine zeitlich veränderliche Eingangsgröße
DOA zu empfangen, welche einen Soll-Öffnungswinkel der Gesamtlichtverteilung (300)
repräsentiert, und die Parameter Schwingungsamplitude AMP, Lichtschwerpunktverschiebung
LSVP, und Offsetwert OFFSET des ersten und zweiten Mikroscanners (120,220) abhängig
von dem Prüfungsergebnis eines Kriteriums der Eingangsgröße DOA festlegt, nämlich
DOA ≤ (MEMSmax - ALPHA), wobei die maximale Schwingungsamplitude MEMSmax den maximalen
Winkel um die jeweilige Achse (X1, X2) darstellt, und wobei bei Erfüllung des Kriteriums
die Parameter des ersten Mikroscanners (120) wie folgt festgelegt sind:
AMP = DOA
OFFSET = ALPHA
LSPV = 0°
und die Parameter des zweiten Mikroscanners (220) wie folgt festlegt sind:
AMP = DOA
OFFSET = -ALPHA
LSPV = 0°
und wobei bei Nichterfüllung des Kriteriums die Parameter des ersten Mikroscanners
(120) wie folgt festgelegt sind:

und die Parameter des zweiten Mikroscanners (220) wie folgt festgelegt sind:
2. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laserlichtquellen (110, 210) dimmbar sind.
3. Beleuchtungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass gemessen von der gedachten Linie der erste Winkel ALPHA 2° und der zweite Winkel
ALPHA' -2° beträgt.
4. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikroscanner (120, 220) als quasistatische Mikroscanner ausgebildet sind.
5. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Maximalwert MEMSmax der Schwingungsamplitude AMP der Mikroscanner (120, 220)
6° ist.
6. Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (400) die Laserlichtquellen (110, 210) ansteuert.
7. Kraftfahrzeug mit zumindest einem Beleuchtungssystem (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 6.
8. Kraftfahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der zeitlich veränderliche Soll-Öffnungswinkel der Gesamtlichtverteilung DOA sich
abhängig von der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges verändert, wobei bei einem Anstieg
der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges der Soll-Öffnungswinkels DOA reduziert wird.
1. Lighting system (10) for a motor vehicle, which lighting system (10) comprises:
- a first laser scanner (100) having at least one laser light source (110), the laser
light source (110) having associated therewith a first microscanner (120), the first
microscanner (120) being adapted to direct laser beams from the laser light source
(110) to a first light converting element (130) whereby visible light is emitted at
the first light conversion element (130) and a first light image is generated, wherein
an optical imaging system (140) is associated with the first light conversion element
(130) to image the first light image in front of the illumination system (10) as a
first partial light distribution (150),
- a second laser scanner (200) having at least one laser light source (210), the laser
light source (210) being associated with a second microscanner (220), which second
microscanner (220) is arranged to direct laser beams of the laser light source (210)
onto a second light conversion element (230) whereby visible light is emitted at the
second light conversion element (230) and a second light image is generated, wherein
an optical imaging system (240) is associated with the second light conversion element
(230) to image the second light image in front of the illumination system (10) as
a second partial light distribution (250),
wherein the first and the second partial light distribution (150, 250) are variable
depending on at least three parameters (AMP, LSVP, OFFSET) adjustable at the respective
microscanners (120, 220),
wherein the variable first and second partial light distributions (150, 250) generate
a common variable overall light distribution (300) in front of the illumination system
(10) and at least partially overlap, wherein the overall light distribution (300)
has an aperture angle,
and wherein the first and the second microscanner (120, 220) are each rotatably mounted
about an axis (X1, X2) which are arranged parallel to one another, wherein the first
and the second microscanner (120, 220) can oscillate about a zero position with a
fixable oscillation amplitude AMP about the respective axis (X1, X2), wherein the
oscillation amplitude AMP is limited by a maximum value MEMSmax, wherein the oscillation
amplitude AMP determines a horizontal width of the respectively generated partial
light distribution (150, 250),
and wherein the first and the second microscanner (120, 220) are arranged along an
imaginary line, wherein the zero position of the first microscanner (120) is arranged
inclined to the imaginary line by a first angle ALPHA and the zero position of the
second microscanner (220) is arranged inclined to the imaginary line by a second angle
ALPHA', wherein the first and the second angle ALPHA, ALPHA' are inverses of each
other,
and wherein the first and the second partial light distributions (150, 250) each have
a center of light which is characterized in that the respective light intensity is maximum at this point, wherein the center of light
at the respective microscanners (120, 220) can be shifted according to a definable
center of light shift LSPV,
and wherein the partial light distributions (150, 250) can each be shifted by an offset
value OFFSET which can be supplied to the respective microscanners (120, 220),
- a control device (400) which is set up to drive the first and the second microscanner
(120, 220), it being possible to control the oscillation behavior of the first and
second microscanner (120, 220) at least by means of the parameters oscillation amplitude
AMP, center of gravity shift LSVP, and offset value OFFSET, which can be varied by
the control device (400),
characterized in that
the control device (400) is arranged to receive a time-variable input variable DOA
which represents a desired opening angle of the total light distribution (300), and
to change the parameters oscillation amplitude AMP, center of light shift LSVP, and
offset value OFFSET of the first and second microscanner (120, 220) depending on the
test result of a criterion of the input quantity DOA, namely DOA ≤ (MEMSmax - ALPHA),
where the maximum oscillation amplitude MEMSmax represents the maximum angle about
the respective axis (X1, X2), and where, if the criterion is satisfied, the parameters
of the first microscanner (120) are set as follows:
AMP = DOA
OFFSET = ALPHA
LSPV = 0°
and the parameters of the second microscanner (220) are set as follows:
AMP = DOA
OFFSET = -ALPHA
LSPV = 0°
and where, if the criterion is not met, the parameters of the first microscanner (120)
are set as follows:

and the parameters of the second microscanner (220) are set as follows:
2. Lighting system according to claim 1, characterized in that the laser light sources (110, 210) are dimmable.
3. Lighting system according to claim 1 or 2, characterized in that measured from the imaginary line the first angle ALPHA is 2° and the second angle
ALPHA' is -2°.
4. Lighting system according to any one of claims 1 to 3, characterized in that the microscanners (120, 220) are designed as quasi-static microscanners.
5. Lighting system according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the maximum value MEMSmax of the vibration amplitude AMP of the microscanners (120,
220) is 6°.
6. Lighting system according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the control device (400) drives the laser light sources (110, 210).
7. Motor vehicle having at least one lighting system (10) according to any one of claims
1 to 6.
8. Motor vehicle according to claim 7, characterized in that the time-variable desired opening angle of the overall light distribution DOA changes
as a function of the speed of the motor vehicle, the desired opening angle DOA being
reduced when the speed of the motor vehicle increases.
1. Système d'éclairage (10) pour un véhicule automobile, lequel système d'éclairage (10)
comprend:
- un premier scanner laser (100) avec au moins une source de lumière laser (110),
un premier microscanner (120) étant associé à la source de lumière laser (110), lequel
premier microscanner (120) est conçu pour diriger des rayons laser de la source de
lumière laser (110) sur un premier élément de conversion de lumière (130), ce qui
fait qu'une lumière visible est émise sur le premier élément de conversion de lumière
(130) et qu'une première image lumineuse est produite, un système optique de reproduction
(140) étant associé au premier élément de conversion de lumière (130) pour reproduire
la première image lumineuse devant le système d'éclairage (10) sous la forme d'une
première répartition partielle de la lumière (150),
- un deuxième scanner laser (200) avec au moins une source de lumière laser (210),
un deuxième microscanner (220) étant associé à la source de lumière laser (210), lequel
deuxième microscanner (220) est conçu pour diriger des rayons laser de la source de
lumière laser (210) sur un deuxième élément de conversion de lumière (230), ce qui
fait qu'une lumière visible est émise sur le deuxième élément de conversion de lumière
(230) et qu'une deuxième image lumineuse est produite, un système optique de reproduction
(240) étant associé au deuxième élément de conversion de lumière (230) pour reproduire
la deuxième image lumineuse devant le système d'éclairage (10) sous la forme d'une
deuxième répartition partielle de lumière (250),
la première et la deuxième répartition partielle de la lumière (150, 250) étant modifiables
en fonction d'au moins trois paramètres (AMP, LSVP, OFFSET) réglables sur les microscanners
respectifs (120, 220),
la première et la deuxième répartition partielle de lumière (150, 250) modifiables
produisant une répartition totale de lumière (300) commune modifiable devant le système
d'éclairage (10) et se chevauchant au moins partiellement, la répartition totale de
lumière (300) présentant un angle d'ouverture,
et le premier et le deuxième microscanner (120, 220) étant respectivement montés rotatifs
autour d'un axe (X1, X2) qui sont disposés parallèlement l'un à l'autre, le premier
et le deuxième microscanner (120, 220) pouvant tourner autour d'une position zéro
avec une amplitude d'oscillation AMP pouvant être fixée autour de l'axe respectif
(X1, X2), l'amplitude d'oscillation AMP étant limitée par une valeur maximale MEMSmax,
l'amplitude d'oscillation AMP déterminant une largeur horizontale de la répartition
partielle de lumière (150, 250) respectivement générée,
et dans lequel le premier et le deuxième microscanner (120, 220) sont disposés le
long d'une ligne imaginaire, la position zéro du premier microscanner (120) étant
inclinée d'un premier angle ALPHA et la position zéro du deuxième microscanner (220)
étant inclinée d'un deuxième angle ALPHA' par rapport à la ligne imaginaire, le premier
et le deuxième angle ALPHA, ALPHA' étant inverses l'un de l'autre,
et la première et la deuxième répartition partielle de la lumière (150, 250) présentant
chacune un centre de gravité de la lumière qui est caractérisé par le fait que l'intensité lumineuse respective est maximale en ce point, le centre de gravité de
la lumière pouvant être déplacé sur les microscanners respectifs (120, 220) en fonction
d'un décalage du centre de gravité de la lumière LSPV pouvant être fixé,
et les répartitions partielles de lumière (150, 250) pouvant être déplacées chacune
d'une valeur de décalage OFFSET pouvant être amenée aux microscanners respectifs (120,
220),
- un dispositif de commande (400) qui est conçu pour commander le premier et le deuxième
microscanners (120, 220), le comportement oscillatoire du premier et du deuxième microscanners
(120, 220) pouvant être commandé au moins par l'intermédiaire des paramètres amplitude
d'oscillation AMP, déplacement du centre de gravité de la lumière LSVP et valeur de
décalage OFFSET, qui peuvent être modifiés par le dispositif de commande (400),
caractérisé en ce que
le dispositif de commande (400) est conçu pour recevoir une grandeur d'entrée DOA
variable dans le temps, qui représente un angle d'ouverture de consigne de la répartition
globale de la lumière (300), et pour modifier les paramètres amplitude d'oscillation
AMP, décalage du centre de gravité de la lumière LSVP, et valeur de décalage OFFSET
du premier et du deuxième microscanner (120, 220) en fonction du résultat de l'examen
d'un critère de la grandeur d'entrée DOA, à savoir DOA ≤ (MEMSmax - ALPHA), l'amplitude
d'oscillation maximale MEMSmax représentant l'angle maximal autour de l'axe respectif
(X1, X2), et, si le critère est satisfait, les paramètres du premier microscanner
(120) étant fixés comme suit :
AMP = DOA
OFFSET = ALPHA
LSPV = 0°.
et les paramètres du deuxième microscanner (220) sont fixés comme suit :
AMP = DOA
OFFSET = -ALPHA
LSPV = 0°.
et, si le critère n'est pas satisfait, les paramètres du premier microscanner (120)
sont fixés comme suit:

et les paramètres du deuxième microscanner (220) sont fixés comme suit :
2. Système d'éclairage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les sources de lumière laser (110, 210) sont graduables.
3. Système d'éclairage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, mesuré à partir de la ligne imaginaire, le premier angle ALPHA est de 2° et le deuxième
angle ALPHA' est de -2°.
4. Système d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les microscanners (120, 220) sont des microscanners quasi-statiques.
5. Système d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la valeur maximale MEMSmax de l'amplitude d'oscillation AMP des microscanners (120,
220) est de 6°.
6. Système d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de commande (400) pilote les sources lumineuses laser (110, 210).
7. Véhicule automobile comportant au moins un système d'éclairage (10) selon l'une des
revendications 1 à 6.
8. Véhicule automobile selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'angle d'ouverture de consigne de la répartition lumineuse globale DOA, variable
dans le temps, varie en fonction de la vitesse du véhicule automobile, l'angle d'ouverture
de consigne DOA étant réduit en cas d'augmentation de la vitesse du véhicule automobile.