[0001] Die Erfindung betrifft einen Beutel zum Aufnehmen einer Mehrzahl Hygieneartikel,
insbesondere Windeln, welcher aus einem Material gebildet ist, das eine Papierschicht
sowie eine zumindest abschnittsweise, insbesondere vollflächig, darauf angeordnete
siegelfähige Beschichtung aufweist, welche einem Innenraum des Beutels zugewandt ist,
wobei der Beutel eine vordere Beutelwandung und eine rückseitige Beutelwandung aufweist,
welche aus einer zusammenhängenden Materialbahn gebildet sind, und welche sich zumindest
in einer Längsabmessung und in einer Querabmessung erstrecken, wobei der Beutel an
den gegenüberliegenden Querseiten einen Kopfbereich sowie einen Bodenbereich aufweist,
wobei die vordere Beutelwandung und die rückseitige Beutelwandung über eine im Kopfbereich
vorgesehene Faltungsanordnung aufeinander gefaltet sind und im Bereich von sich in
der Längsabmessung erstreckenden, jeweils in einer vorbestimmten Breite die siegelfähige
Beschichtung aufweisenden Seitenrändern miteinander heißversiegelt sind.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind insbesondere Hygieneartikelverpackungen aus PE-Folie
bekannt. Obwohl es sich dabei um eine wirtschaftlich und ökologisch hochoptimierte
Verpackungsanwendung handelt, gibt es bei Verbrauchern Präferenzen für das Material
Papier - aufgrund der Vermutung, dass es umweltfreundlicher wäre. Eine besondere Herausforderung
dabei ist jedoch, dass eine Trennung und gleichzeitige Verschweißung der Seitenränder
der Beutel bei diesem Material nicht mittels Trennschweißen wie bei PE-Beuteln erfolgen
kann. Für diese Funktion werden oft Papiere mit einer zusätzlichen Folienschicht,
beispielsweise aus Polyethylen PE eingesetzt. Damit kann jedoch die Rezyklierbarkeit
und Kompostierbarkeit eingeschränkt sein. Vor diesem Hintergrund sind beispielsweise
Beschichtungen zu bevorzugen, die folienfrei sind und einen großen Anteil an biologisch
abbaubaren Inhaltsstoffen aufweisen. Ferner besteht eine weitere Herausforderung bei
Papier mit siegelfähiger Beschichtung darin, Verpackungsaußenseiten, bei denen jeweils
die Papierlage des Materials aufeinander zuweist, beispielsweise in Eckbereichen miteinander
zu verbinden.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine umweltfreundliche Hygieneartikelverpackungen
derart zu verbessern, dass die Herstellung vereinfacht ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Beutel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch
das Verfahren nach Anspruch 13 gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen jeweils
vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.
[0005] Demgemäß ist vorgesehen, einen Beutel zum Aufnehmen einer Mehrzahl Hygieneartikel,
insbesondere Windeln, bereitzustellen, welcher aus einem Material gebildet ist, das
eine Papierschicht sowie eine zumindest abschnittsweise, insbesondere vollflächig,
darauf angeordnete siegelfähige Beschichtung aufweist, welche einem Innenraum des
Beutels zugewandt ist, wobei der Beutel eine vordere Beutelwandung und eine rückseitige
Beutelwandung aufweist, welche aus einer zusammenhängenden Materialbahn gebildet sind,
und welche sich zumindest in einer Längsabmessung und in einer Querabmessung erstrecken,
wobei der Beutel an den gegenüberliegenden Querseiten einen Kopfbereich sowie einen
Bodenbereich aufweist, wobei die vordere Beutelwandung und die rückseitige Beutelwandung
über eine im Kopfbereich vorgesehene Faltungsanordnung aufeinander gefaltet sind und
im Bereich von sich in der Längsabmessung erstreckenden, jeweils in einer vorbestimmten
Breite die siegelfähige Beschichtung aufweisenden Seitenrändern miteinander heißversiegelt
sind.
[0006] Da das verwendete Beutelmaterial nicht mittels Trennschweißen trenn- und verbindbar
ist, ist es besonders vorteilhaft, die Seitenränder des Beutels auf einer Breite von
mehreren Millimetern durch Heißversiegeln miteinander zu verbinden. Durch die dem
Innenraum zuweisenden Flächen der Beschichtung und das Verschweißen dieser gegenüberliegenden
Siegelbeschichtungen ist es ausreichend, die Siegelbeschichtung in einer Dicke auf
das Papier aufzubringen, welche der Hälfte der zum Fügen der Seitenränder notwendigen
Siegelmaterialdicke entspricht. Es kann vorgesehen sein, dass der Bodenbereich zum
Entnehmen der Hygieneartikel vorgesehen ist. Dazu kann der Bodenbereich eine Perforierung
aufweisen. Die Perforierung kann insbesondere in der Nähe der Seitenränder parallel
zur Längsabmessung des Beutels eingebracht sein. Es kann ferner vorgesehen sein, die
Beutel zum Befüllen mit Hygieneartikeln als Wicketbeutel oder Stiftstapelbeutel bereitzustellen.
Dazu kann der Bodenbereich eine zum Innenraum des Beutels weisende Öffnung aufweisen.
Ferner kann der Bodenbereich an vorderen oder der rückseitigen Beutelwandung einen
überstehenden Materialabschnitt aufweisen. Dieser kann zum Verschließen des Beutels
dienen. Der überstehende Materialabschnitt kann ferner zwei Wicket-Pin-Löcher aufweisen.
Um ein Abreißen des Materials beim Abziehen vom Wicket-Pin zu vermeiden, kann vorgesehen
sein, dass der überstehende Materialabschnitt auf sich zurückgefaltet ist und die
Wicket-Pin-Löcher in diesem doppellagigen Abschnitt angeordnet sind.
[0007] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die miteinander versiegelten Seitenränder
als Flachnähte ausgebildet sind. Um die Eigenschaften des siegelfähigen Papiers optimal
für den Beutel zu nutzen, bieten sich insbesondere Flachnähte zum Verbinden der beiden
Materiallagen an. Dadurch können die Lagen besonders leicht beim Durchlaufen der flachen
Materialbahn durch eine Schweißstation beispielsweise durch senkrechtes Absenken von
Schweißbalken miteinander verbunden werden. Ferner kann die Nahtbreite so gewählt
werden, dass zwei Flachnähte benachbarter Beutel gleichzeitig hergestellt werden und
in einem nachfolgenden Schritt getrennt werden können.
[0008] Außerdem kann vorgesehen sein, dass die vorbestimmte Breite der Seitenränder zwischen
5 bis 15 mm, bevorzugt, 8 bis 12 mm, besonders bevorzugt 10 mm beträgt. Die Nahtbreite
kann beispielsweise abhängig von der Beutelgröße oder vom zu verpackenden Artikel
gewählt werden, um individuell die notwendige Stabilität bereitstellen zu können.
[0009] Ferner kann der Beutel im befüllten Zustand einen durch die vordere und rückseitige
Beutelwandung ausgebildeten Körper aufweisen, welcher eine Vorderfläche, eine Rückfläche,
zwei die Vorderfläche und die Rückfläche verbindenden Seitenflächen sowie zwei die
Vorderfläche und die Rückfläche verbindende und an die Seitenflächen angrenzende Kopf-
und Bodenflächen aufweist.
[0010] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass im befüllten Zustand des Beutels die Flachnähte
im Bereich der Seitenflächen verlaufen. Im befüllten Zustand können sich die vordere
und die rückseitige Beutelwandung um die verpackten Artikeln herumwölben, so dass
die Flachnähte im Bereich von durch die Artikelform erzeugte Seitenflächen verlaufen.
Die Flachnähte können dabei senkrecht zu den Seitenflächen abstehen. Ferner können
die Flachnähte mittels eines auf diese oder auf entsprechende Abschnitte der Seitenflächen
aufgebrachten Siegellacks mit den Seitenflächen heißversiegelt sein.
[0011] Dabei kann vorgesehen sein, dass an den Übergängen zwischen der Kopffläche und den
angrenzenden Seitenflächen jeweils zumindest eine vom Körper abstehende Ecke ausgebildet
ist. Durch Befüllen des Beutels mit einer Mehrzahl Artikel, welche im Verbund eine
im Wesentlichen würfelförmige Außenkontur aufweisen, passt sich der Beutel an diese
Form an und bildet an seinen nicht befüllten Randbereichen nach außen abstehende Ecken
aus. Beispielsweise können bei einem Beutel ohne Kopffalte, das heißt, bei Aufeinanderfalten
der vorderen und der rückseitigen Beutelwand mittels einer einzigen Umfaltung, zwei
Ecken abstehen.
[0012] Außerdem kann die im Kopfbereich vorgesehene Faltungsanordnung eine eingelegte Kopffalte
aufweisen, so dass an den Übergängen zwischen der Kopffläche und den angrenzenden
Seitenflächen jeweils zumindest zwei gegenüberliegende vom Körper abstehende Ecken
ausgebildet sind. Die Kopffalte kann insbesondere so ausgebildet sein, dass die Faltenanordnung
im Kopfbereich drei Umfaltungen aufweist, so dass eine Falte zwischen vorderer und
rückseitiger Beutelwandung eingelegt ist. Die Kopffalte kann beispielsweise dazu dienen,
einen Standfuß zu erzeugen, mit welchem der befüllte Beutel aufrecht hingestellt werden
kann, ohne umzufallen. Ferner kann die Kopffalte bewirken, dass der Beutel eine ansprechende
Optik aufweist beziehungsweise mehr Artikel im Beutel aufgenommen werden können. Bei
Vorsehen einer Kopffalte weist der Beutel im Kopfbereich vier anstelle von zwei Ecken
auf, welche aufgrund der zwei außenliegenden Umfaltungen der entsprechenden Faltenanordung
entstehen.
[0013] Es kann vorgesehen sein, dass die an den Übergängen zwischen der Kopffläche und den
angrenzenden Seitenflächen jeweils zumindest eine vom Körper abstehende Ecke auf die
Kopffläche zurückgefaltet ist. Bei der Faltenanordnung ohne Kopffalte kann der Kopfbereich
insbesondere zwei Ecken aufweisen. Bei der Faltenanordnung mit Kopffalte kann der
Kopfbereich insbesondere vier Ecken aufweisen. Aus optischen und aus räumlichen Gründen
kann es dabei sinnvoll sein, die abstehenden Ecken auf den Beutelkörper zurückzufalten.
[0014] Insbesondere können die auf die Kopffläche zurückgefalteten Ecken mittels eines auf
die Papierschicht zumindest örtlich aufgetragenen Siegellacks mit der Kopffläche heißversiegelt
sein. Der Siegellack kann dabei jeweils auf die Innenseiten der Ecken und/oder auf
die entsprechenden Stellen der Kopffläche punktuell oder flächig aufgebracht sein.
Da das Papier nicht "Außen-auf-außen" verschweißt werden kann, bewirkt das Auftragen
des Siegellacks auf diese Stellen, dass auch in diesen Bereichen das Material verbunden
werden kann.
[0015] Ferner können über eine im Bodenbereich angeordnete, sich in der Querabmessung erstreckende
und in einer vorbestimmten Breite die siegelfähige Beschichtung aufweisende Flachnaht
die vordere und die rückseitige Beutelwandung miteinander heißversiegelt sein. Dadurch
kann der Beutel nach dem Befüllen verschlossen werden. Die vom Beutel abstehende Flachnaht
kann beispielsweise durch zumindest abschnittsweises Auftragen und Erhitzen eines
Siegellacks auf dem Beutelkörper befestigt werden. Die Breite der Flachnaht kann so
bemessen sein, dass im Bodenbereich eine flache Griffleiste ausgebildet ist. Der Griffbereich
kann insbesondere nach Befüllen der Beutel ausgebildet werden. Dabei kann unterhalb
des Griffs insbesondere eine Schließschweißung zum Abschließen des Innenraums des
Beutels erfolgen. Oberhalb des Griffs kann ferner eine Schweißung umfassend einen
Abtrennvorgang zum Wicket-Bereich erfolgen.
[0016] Ferner kann der Beutel eine im Kopfbereich angeordnete Griffleiste aufweisen, welche
durch zumindest abschnittsweises Heißversiegeln der vorderen mit der rückseitigen
Beutelwandung gebildet ist, wobei sich die Griffleiste über die Querabmessung und
ausgehend von der Faltungsanordnung in Längsrichtung in einer vorbestimmten Griffbreite
erstreckt. Bei dieser Ausführungsform kann anstelle der eingelegten Kopffalte oder
anstelle der Ausbildung des Beutels als Flachbeutel im Kopfbereich eine Griffleiste
vorgesehen sein. Die vordere und die hintere Beutelwandung können über den gesamten
Bereich der Griffleiste miteinander heißversiegelt sein. Die vordere und die hintere
Beutelwandung können auch nur über einen Teilbereich der Griffleiste miteinander heißversiegelt
sein.
[0017] Dabei kann die vorbestimmte Griffbreite 4-8 cm, bevorzugt 5-7 cm, besonders bevorzugt
8 cm aufweisen.
[0018] Außerdem kann die Griffleiste einen ausgestanzten Tragegriff aufweisen.
[0019] Ferner wird ein Verfahren zum Herstellen von Beuteln nach einem der vorangehenden
Ansprüche beansprucht, aufweisend die folgenden Schritte:
Bereitstellen einer endlosen Materialbahn, welche eine Papierschicht sowie eine zumindest
abschnittsweise, insbesondere vollflächig, auf der Papierschicht angeordnete siegelfähige
Beschichtung aufweist, wobei die Materialbahn entlang der Endlosrichtung mit der Papierschicht
nach außen weisend über eine Faltungsanordnung aufeinander gefaltet ist;
Erhitzen der Materialbahn im Bereich von quer zur Endlosrichtung aufzubringenden Siegelnähten,
wobei die Siegelnähte zumindest die doppelte vorbestimmte Breite aufweisen;
Trennen der Materialbahn längs der aufgebrachten Siegelnähte zu einzelnen Beuteln.
[0020] Durch das Herstellen von Siegelnähten mit einer Breite, die der doppelten vorbestimmten
Breite entspricht, wird ermöglicht, dass pro Siegelungsvorgang zwei Seitennähte aneinander
grenzender Beutel gleichzeitig herstellbar sind. Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass die hergestellten Nähte mittig durchtrennt werden.
[0021] Dabei kann das Erhitzen der Materialbahn ein Vorwärmen der aufzubringenden Siegelnähte
umfassen. Alternativ kann bereits das Erhitzen das Heißversiegeln der Siegelnähte
umfassen.
[0022] Dabei kenn der Verfahrensschritt des Trennens der Siegelnähte ein Fixieren der Materialbahn
umfassen. Vorzugsweise erfolgt das Fixieren vor dem Trennen der Siegelnähte.
[0023] Außerdem kann das Trennen der Siegelnähte ein erneutes Erhitzen der Siegelnähte zum
Heißversiegeln der aufeinandergefalteten Materialbahnschichten umfassen. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass das gegebenenfalls erste Erhitzen der Materialbahn und
das Trennen der Siegelnähte an separaten Stationen erfolgt.
[0024] Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Figuren
erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- einen unbefüllten Beutel in Draufsicht auf die vordere Beutelwandung;
- Fig. 2
- in perspektivischer Darstellung den Kopfbereich zweier Beutel mit eingelegter Kopffalte;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht des Kopfbereichs eines befüllten Beutels mit eingelegter
Kopffalte;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Kopfbereichs eines befüllten Beutels mit einfacher Faltung
ohne eingelegte Kopffalte;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Kopfbereichs eines befüllten Beutels mit eingelegter Kopffalte;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Bodenbereichs eines befüllten Beutels mit abgeschweißter Griffleiste;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines unbefüllten Beutels mit einer umgefalteten Abziehleiste;
- Fig. 8a
- eine Frontalansicht einer Ausführungsform des Beutels mit abgeschweißter Griffleiste
und eingelegter Kopffalte;
- Fig. 8b
- eine Seitenansicht einer Ausführungsform des Beutels mit abgeschweißter Griffleiste
und eingelegter Kopffalte.
[0025] Der in Figur 1 im ungefüllten Zustand dargestellte Beutel 1 ist aus einer zusammenhängenden
Materialbahn 24 gebildet. Das Material weist eine Papierschicht 2 sowie eine vollflächig
darauf angeordnete siegelfähige Beschichtung 3 auf. Dabei sind die Papierschicht 2
der Beutelaußenseite und die siegelfähige Beschichtung 3 einem Beutelinnenraum 4 zugewandt.
Der Beutel weist eine rechteckige Form mit einer Längsabmessung 7 und einer Querabmessung
8 auf, wobei die Längsabmessung 7 größer als die Querabmessung 8 ist. Die Materialbahn
24 ist im Bereich einer Faltungsanordnung 11 im dargestellten Ausführungsbeispiel
mit eingelegter Kopffalte 22, das heißt, mittels drei Faltungen auf sich selbst zurückgefaltet,
so dass eine vordere Beutelwandung 5 und eine rückseitige Beutelwandung 6 gebildet
sind. Dabei ist die Kopffalte um etwa 6 bis 7 Zentimeter zwischen vorderer und hinterer
Beutelwandung 5, 6 eingelegt. Die aufeinandergelegten Materialbahnabschnitte weisen
fluchtende Seitenränder 13 auf, die sich in der Längsabmessung des Beutels erstrecken.
Im Bereich der Seitenränder 13 sind die vordere und die hintere Beutelwandung 5, 6
auf einer vorbestimmten Breite b miteinander heißversiegelt, so dass jeweils 1 cm
breite als Flachnähte ausgebildete Siegelnähte 25 die Beutelwandungen 5, 6 miteinander
verbinden. Im Bereich der Kopffalte 22 sind dabei nicht die vordere und die rückseitige
Beutelwandungen unmittelbar miteinander verschweißt, sondern die vordere Beutelwandung
5 ist mit dem ihr zugewandten Kopffaltenabschnitt und die rückseitige Beutelwandung
6 ist mit dem ihr zugewandten Kopffaltenabschnitt verschweißt. Im Bodenbereich 28
des Beutels 1 ist der Beutel 1 offen, so dass in Richtung der Querabmessung 8 an der
bodenseitigen Querseite 9 keine Siegelnaht vorgesehen ist. An der rückseitigen Beutelwandung
6 ist ein über die Beutelöffnung 30 hinausragender überstehender Materialabschnitt
26 vorgesehen. Auf diesen ist ebenfalls ein kurzer Materialbahnabschnitt zurückgefaltet,
welcher an den Seitenrändern 13 ebenfalls durch entsprechende Siegelnähte 25 auf der
rückseitigen Beutelwandung 6 befestigt ist. In dem zurückgefalteten Abschnitt sind
zwei Löcher 27 vorgesehen, welche zum Befestigen des Beutels auf Wicket-Pins dienen.
Die Zurückfaltung dient dabei dem Zweck, ein Ausreißen der Löcher 27 beim Abziehen
des Beutels 1 von den Wicket-Pins zu vermeiden.
[0026] Figur 2 zeigt insbesondere die Faltungsanordnung 11, der Kopffalte 22 anhand zweier
nebeneinanderliegenden Beuteln 1. Wie zu erkennen ist, weist die Kopffalte 22 insgesamt
drei Faltungen auf, wobei zwei dieser Faltungen durch Zurückfalten der vorderen und
der rückseitigen Beutelwandung 5, 6 auf sich selbst erzeugt werden und die dritte
Faltung dazwischen angeordnet ist und die zurückgefalteten Abschnitte miteinander
verbindet, so dass der Kopfbereich 10 aus seitlicher Perspektive die Form eines "Y"
aufweist. Es ist ferner zu erkennen, dass die Siegelnaht 25 dem Verlauf der Kopffalte
22 folgt und zum einen zwischen vorderer Beutelwandung 5 und dem auf diese zurückgefalteten
Kopffaltenabschnitt und zum anderen zwischen rückseitiger Beutelwandung 6 und dem
auf diese zurückgefalteten Kopffaltenabschnitt ausgebildet ist. Dabei weisen auch
die dargestellten Beutel 1 jeweils Siegelnähte 25 mit einer vorbestimmten Breite b
von 1 cm auf.
[0027] In Figur 3 ist ein befüllter Beutel 1 zu sehen, welcher eine Ausführungsform als
Beutel 1 mit eingelegter Kopffalte 22 ist. Im befüllten Zustand weist der Beutel im
Wesentlichen sechs Außenflächen auf, nämlich eine Kopffläche 19, eine Vorderfläche
15, eine Rückfläche 16, zwei gegenüberliegende Seitenflächen 17 und 18 sowie gegebenenfalls
eine Bodenfläche 20. Wie zu erkennen ist, verläuft eine Siegelnaht 25 bei befülltem
Beutel mittig auf der Seitenfläche 17 sowie gegenüberliegend die weitere Siegelnaht
25 auf der nicht dargestellten Seitenfläche 18. Dabei steht diese senkrecht zur Seitenfläche
17 bzw. 18 vom Beutel 1 ab. Durch Befüllen des Beutels 1 bilden sich Ecken 21 in den
Randbereichen der Kopffalte aus, welche durch ihre Form und Lage nicht mit Hygieneartikeln
befüllbar sind und ebenfalls vom Beutel abstehen. Die im Wesentlichen dreieckig geformten
Ecken weisen an ihren äußeren Oberflächen die Papierschicht 2 auf, ebenso wie die
restlichen Außenflächen des Beutels 1, insbesondere die an die Ecken angrenzenden
Seitenflächen 17, 18 sowie die Kopffläche 19. Dadurch ist ein Heißversiegeln zwischen
Ecken 21 und den angrenzenden Flächen nicht ohne weiteres möglich. Daher kann vorteilhafterweise
ein Siegellack auf die Ober- oder Unterseiten der Ecken 21 oder die entsprechenden
korrespondierenden Flächen des Beutels 1 aufgetragen werden, auf welche die Ecken
zurückgefaltet werden. Durch Heißversiegeln der Ecken 21 mit der Beutelaußenseite
kann so eine ansprechende Optik einerseits und ein sicheres Verschließen der Beutel
1 gewährleistet werden.
[0028] Figur 4 zeigt eine Ausführungsform eines Beutels 1, welcher einen Kopfbereich mit
"simpler" Faltungsanordnung 11 aufweist, bei welcher die vordere Beutelwandung 5 mittels
lediglich einer Faltung auf die rückseitige Beutelwandung 6 zurückgefaltet ist. Dadurch
weist wie dargestellt der befüllte Beutel 1 lediglich zwei seitlich von der Kopffläche
19 abstehende Ecken 21 auf, welche jeweils unmittelbar an die Siegelnähte 25 angrenzen.
Die Ecken weisen bei dieser Ausführungsform insbesondere eine tetraedrische Form auf.
Hierbei ist es besonders vorteilhaft, die Ecken 21 jeweils auf die Kopffläche 19 zurückzufalten
und dort mittels des Siegellacks zu befestigen.
[0029] Figur 5 zeigt eine Ausführungsform eines Beutels 1, welcher einen Kopfbereich mit
aufwendigerer Faltungsanordnung 11 aufweist, bei welcher zwischen vorderer Beutelwandung
5 und rückseitiger Beutelwandung 6 eine Kopffalte 22 eingelegt ist, welche wie oben
beschrieben ausgebildet ist. Dadurch weist wie dargestellt der befüllte Beutel 1 an
vier gegenüberliegenden Randbereichen und seitlich von der Kopffläche 19 abstehende
Ecken 21 auf, welche jeweils außenliegend einen Siegelnahtabschnitt umfassen. Die
Ecken weisen bei dieser Ausführungsform insbesondere eine dreieckige Form auf. Auch
bei dieser Ausführungsform ist es besonders vorteilhaft, die Ecken 21 jeweils auf
die Kopffläche 19 beziehungsweise auf den Übergangsbereich zwischen Kopffläche 19
und Seitenwand 17 bzw. 18 zurückzufalten und dort mittels des Siegellacks zu befestigen.
[0030] Der in Figur 6 dargestellte Bodenbereich 28 befindet sich an der dem Kopfbereich
10 gegenüberliegenden Querseite 9 des Beutels 1. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist dieser Bodenbereich 28 als Griffleiste 23 ausgebildet, welche sich in der Ebene
der Längsabmessung 7 und der Querabmessung 8 des Beutels 1 erstreckt und somit senkrecht
vom Körper 14 des Beutels 1 absteht. Die Griffleiste 23 weist einen oval ausgestanzten
Tragegriff 29 auf, über welchen der Beutel getragen werden kann. Wenn die Griffleiste
alternativ im Kopfbereich angeordnet ist, kann diese vor dem Befüllen der Beutel,
das heißt, wenn der Beutel noch einen flachen Zustand aufweist, durch Erzeugen einer
flachen Siegelnaht in der vorbestimmten Griffbreite Gb erzeugt werden. Sofern die
Griffleiste im Bodenbereich vorgesehen ist, wird diese nach dem Befüllen des Beutels
1 über ihre gesamte Fläche heißversiegelt. Dabei wird außerdem der Innenraum 4 des
Beutels 1 verschlossen. Am oberen Ende der Griffleiste 23 wird der die Wicket-Pin-Löcher
27 aufweisende Abschnitt abgetrennt. In einem separaten Schritt wird der Tragegriff
29 ausgestanzt.
[0031] Figur 7 stellt den Bodenbereich 28 in vergrößerter Ansicht dar. An die Beutelöffnung
30 angrenzend ist der überstehende Materialabschnitt 26 vorgesehen, welcher einen
an die Öffnung 30 unmittelbar angrenzenden freien Abschnitt aufweist, in welchem die
siegelfähige Beschichtung 3 der rückseitigen Beutelwandung freiliegt. Daran angrenzend
weist der Beutel 1 den sogenannten Wicket-Bereich auf, in welchem die rückseitige
Beutelwandung 6 auf sich selbst zurückgefaltet ist und entweder vollflächig oder lediglich
im Bereich der Seitenränder 13 auf der vorbestimmten Breite b heißversiegelt ist.
Im Wicket-Bereich sind wie oben beschrieben zwei Löcher 27 vorgesehen, um den Beutel
beziehungsweise eine Mehrzahl Beutel 1 auf Wicket-Pins zu befestigen. Die Zurückfaltung
verhindert dabei ein Ausreißen der Löcher beim Abziehen eines Beutels 1 von den Wicket-Pins.
[0032] Die Figuren 8a und 8b zeigen jeweils eine Ausführungsform des Beutels 1 mit eingelegter
Kopffalte 22 einerseits und abgeschweißter Griffleiste 23 andererseits in Frontalansicht
und Seitenansicht. Die Faltungsanordnung 11 mit Kopffalte 22 dient dabei durch Vergrößerung
der Kopffläche 19 als Standfuß des Beutels 1. Die sich über die Seitenflächen 17 und
18 erstreckenden Siegelnähte 25 spreizen sich im Kopfbereich "Y"-förmig in die Ecken
21 auf und gehen bodenseitig in die Griffleiste 23 über. Die vordere Beutelwandung
5 und die hintere Beutelwandung 6 wölben sich so um den befüllten Beutel 1, dass auf
der Vorderfläche 15 und der Rückfläche 16 jeweils keine Nähte verlaufen.
[0033] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Figuren sowie in den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Beutel
- 2
- Papierschicht
- 3
- siegelfähige Beschichtung
- 4
- Innenraum
- 5
- vordere Beutelwandung
- 6
- rückseitige Beutelwandung
- 7
- Längsabmessung
- 8
- Querabmessung
- 9
- Querseite
- 10
- Kopfbereich
- 11
- Faltungsanordnung
- 13
- Seitenränder
- 14
- Körper
- 15
- Vorderfläche
- 16
- Rückfläche
- 17
- Seitenfläche
- 18
- Seitenflächen
- 19
- Kopffläche
- 20
- Bodenfläche
- 21
- Ecke
- 22
- Kopffalte
- 23
- Griffleiste
- 24
- Materialbahn
- 25
- Siegelnähte
- 26
- überstehender Materialabschnitt
- 27
- Wicket-Pin-Loch
- 28
- Bodenbereich
- 29
- Tragegriff
- 30
- Beutelöffnung
- b
- vorbestimmte Breite Siegelnaht
- Gb
- Breite Griffleiste
1. Beutel (1) zum Aufnehmen einer Mehrzahl Hygieneartikel, insbesondere Windeln, welcher
aus einem Material gebildet ist, das eine Papierschicht (2) sowie eine zumindest abschnittsweise,
insbesondere vollflächig, darauf angeordnete siegelfähige Beschichtung (3) aufweist,
welche einem Innenraum (4) des Beutels (1) zugewandt ist, wobei der Beutel (1) eine
vordere Beutelwandung (5) und eine rückseitige Beutelwandung (6) aufweist, welche
aus einer zusammenhängenden Materialbahn gebildet sind, und welche sich zumindest
in einer Längsabmessung (7) und in einer Querabmessung (8) erstrecken, wobei der Beutel
(1) an den gegenüberliegenden Querseiten (9) einen Kopfbereich (10) sowie einen Bodenbereich
(28) aufweist, wobei die vordere Beutelwandung (5) und die rückseitige Beutelwandung
(6) über eine im Kopfbereich (10) vorgesehene Faltungsanordnung (11) aufeinander gefaltet
sind und im Bereich von sich in der Längsabmessung (7) erstreckenden, jeweils in einer
vorbestimmten Breite (b) die siegelfähige Beschichtung (3) aufweisenden Seitenrändern
(13) miteinander heißversiegelt sind.
2. Beutel (1) nach Anspruch 1, wobei die miteinander versiegelten Seitenränder (13) als
Flachnähte ausgebildet sind.
3. Beutel (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die vorbestimmte Breite (b) der Seitenränder
(13) zwischen 5 bis 15 mm, bevorzugt, 8 bis 12 mm, besonders bevorzugt 10 mm beträgt.
4. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, welcher als Wicketbeutel bereitgestellt
ist und im Bodenbereich (28) an der vorderen oder der rückseitigen Beutelwandung (5,
6) einen überstehenden und auf sich zurückgefalteten Materialabschnitt (26) aufweist,
in welchem zumindest zwei Wicket-Pin-Löcher (27) angeordnet sind.
5. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, welcher im befüllten Zustand einen
durch die vordere und rückseitige Beutelwandung (5, 6) ausgebildeten Körper (14) aufweist,
welcher eine Vorderfläche (15), eine Rückfläche (16), zwei die Vorderfläche (15) und
die Rückfläche (16) verbindenden Seitenflächen (17, 18) sowie zwei die Vorderfläche
(15) und die Rückfläche (16) verbindende und an die Seitenflächen (17, 18) angrenzende
Kopf- und Bodenflächen (19, 20) aufweist.
6. Beutel (1) nach Anspruch 5, wobei die Flachnähte im Bereich der Seitenflächen (17,
18) verlaufen.
7. Beutel (1) nach Anspruch 5 oder 6, bei welchem im befüllten Zustand an den Übergängen
zwischen der Kopffläche (19) und den angrenzenden Seitenflächen (17, 18) jeweils zumindest
eine vom Körper (14) abstehende Ecke (21) ausgebildet ist.
8. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die im Kopfbereich (10) vorgesehene
Faltungsanordnung (11) eine eingelegte Kopffalte (22) aufweist, so dass an den Übergängen
zwischen der Kopffläche (19) und den angrenzenden Seitenflächen (17, 18) jeweils zumindest
zwei gegenüberliegende vom Körper (14) abstehende Ecken (21) ausgebildet sind.
9. Beutel (1) nach Anspruch 7 oder 8, wobei die an den Übergängen zwischen der Kopffläche
(19) und den angrenzenden Seitenflächen (17, 18) jeweils zumindest eine der vom Körper
(14) abstehenden Ecken (21) auf die Kopffläche (19) zurückgefaltet ist.
10. Beutel (1) nach Anspruch 9, wobei die auf die Kopffläche (19) zurückgefalteten Ecken
(21) mittels eines auf die Papierschicht (2) zumindest örtlich aufgetragenen Siegellacks
mit der Kopffläche (19) heißversiegelt sind.
11. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei über eine im Bodenbereich
(28) angeordnete, sich in der Querabmessung (8) erstreckende und in einer vorbestimmten
Griffbreite (Gb) die siegelfähige Beschichtung (3) aufweisende Flachnaht die vordere
(5) und die rückseitige Beutelwandung (6) miteinander heißversiegelt sind, sodass
im Bodenbereich (28) eine flache Griffleiste (23) ausgebildet ist.
12. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, welcher eine im Kopfbereich (10) angeordnete
Griffleiste (23) aufweist, welche durch zumindest abschnittsweises Heißversiegeln
der vorderen mit der rückseitigen Beutelwandung (5, 6) gebildet ist, wobei sich die
Griffleiste (23) über die Querabmessung (8) und ausgehend von der Faltungsanordnung
(11) in Längsrichtung in einer vorbestimmten Griffbreite (Gb) erstreckt.
13. Beutel (1) nach Anspruch 11 oder 12, wobei die vorbestimmte Griffbreite (Gb) 4-8 cm,
bevorzugt 5-7 cm, besonders bevorzugt 8 cm aufweist.
14. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Griffleiste (23) einen ausgestanzten
Tragegriff (24) aufweist.
15. Verfahren zum Herstellen von Beuteln (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend
die Schritte:
Bereitstellen einer endlosen Materialbahn (24), welche eine Papierschicht (2) sowie
eine zumindest abschnittsweise, insbesondere vollflächig, auf der Papierschicht (2)
angeordnete siegelfähige Beschichtung (3) aufweist, wobei die Materialbahn (24) entlang
der Endlosrichtung mit der Papierschicht (2) nach außen weisend über eine Faltungsanordnung
(11) aufeinander gefaltet ist;
Erhitzen der Materialbahn (24) im Bereich von quer zur Endlosrichtung aufzubringenden
Siegelnähten (25), wobei die Siegelnähte (25) zumindest die doppelte vorbestimmte
Breite (b) aufweisen;
Trennen der Materialbahn (24) längs der aufgebrachten Siegelnähte (25) zu einzelnen
Beuteln (1).
16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Trennen der Siegelnähte (25) ein Fixieren der
Materialbahn (24) umfasst.
17. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, wobei das Trennen der Siegelnähte (25) ein erneutes
Erhitzen der Siegelnähte (25) zum Heißversiegeln der aufeinandergefalteten Materialbahnschichten
umfasst.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei die Materialbahn (24) so aufeinander
gefaltet ist, dass diese der Faltungsanordnung (11) gegenüberliegend einen überstehenden
und auf sich zurückgefalteten Materialabschnitt (26) aufweist, in welchem zumindest
zwei Wicket-Pin-Löcher (27) angeordnet sind.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, wobei die Faltungsanordnung (11) eine
eingelegte Kopffalte (22) umfasst.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 19, ferner aufweisend den Schritt:
Vor dem Einlegen der Kopffalte (22): zumindest bereichsweises Aufbringen eines Siegellacks
auf den für die Kopffalte (22) vorgesehenen Materialbahnabschnitt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Beutel (1) zum Aufnehmen einer Mehrzahl Hygieneartikel, insbesondere Windeln, welcher
aus einem Material gebildet ist, das eine Papierschicht (2) sowie eine zumindest abschnittsweise,
insbesondere vollflächig, darauf angeordnete siegelfähige Beschichtung (3) aufweist,
welche einem Innenraum (4) des Beutels (1) zugewandt ist, wobei der Beutel (1) eine
vordere Beutelwandung (5) und eine rückseitige Beutelwandung (6) aufweist, welche
aus einer zusammenhängenden Materialbahn gebildet sind, und welche sich zumindest
in einer Längsabmessung (7) und in einer Querabmessung (8) erstrecken, wobei der Beutel
(1) an den gegenüberliegenden Querseiten (9) einen Kopfbereich (10) sowie einen Bodenbereich
(28) aufweist, wobei die vordere Beutelwandung (5) und die rückseitige Beutelwandung
(6) über eine im Kopfbereich (10) vorgesehene Faltungsanordnung (11) aufeinander gefaltet
sind und im Bereich von sich in der Längsabmessung (7) erstreckenden, jeweils in einer
vorbestimmten Breite (b) die siegelfähige Beschichtung (3) aufweisenden Seitenrändern
(13) miteinander heißversiegelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Beutel (1) als Wicketbeutel bereitgestellt ist und im Bodenbereich (28) an der
vorderen oder der rückseitigen Beutelwandung (5, 6) einen überstehenden Materialabschnitt
(26) aufweist, in welchem zumindest zwei Wicket-Pin-Löcher (27) angeordnet sind.
2. Beutel (1) nach Anspruch 1, wobei die miteinander versiegelten Seitenränder (13) als
Flachnähte ausgebildet sind.
3. Beutel (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die vorbestimmte Breite (b) der Seitenränder
(13) zwischen 5 bis 15 mm, bevorzugt, 8 bis 12 mm, besonders bevorzugt 10 mm beträgt.
4. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, welcher im befüllten Zustand einen
durch die vordere und rückseitige Beutelwandung (5, 6) ausgebildeten Körper (14) aufweist,
welcher eine Vorderfläche (15), eine Rückfläche (16), zwei die Vorderfläche (15) und
die Rückfläche (16) verbindenden Seitenflächen (17, 18) sowie zwei die Vorderfläche
(15) und die Rückfläche (16) verbindende und an die Seitenflächen (17, 18) angrenzende
Kopf- und Bodenflächen (19, 20) aufweist.
5. Beutel (1) nach Anspruch 4, wobei die Flachnähte im Bereich der Seitenflächen (17,
18) verlaufen.
6. Beutel (1) nach Anspruch 4 oder 5, bei welchem im befüllten Zustand an den Übergängen
zwischen der Kopffläche (19) und den angrenzenden Seitenflächen (17, 18) jeweils zumindest
eine vom Körper (14) abstehende Ecke (21) ausgebildet ist.
7. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei die im Kopfbereich (10) vorgesehene
Faltungsanordnung (11) eine eingelegte Kopffalte (22) aufweist, so dass an den Übergängen
zwischen der Kopffläche (19) und den angrenzenden Seitenflächen (17, 18) jeweils zumindest
zwei gegenüberliegende vom Körper (14) abstehende Ecken (21) ausgebildet sind.
8. Beutel (1) nach Anspruch 6 oder 7, wobei die an den Übergängen zwischen der Kopffläche
(19) und den angrenzenden Seitenflächen (17, 18) jeweils zumindest eine der vom Körper
(14) abstehenden Ecken (21) auf die Kopffläche (19) zurückgefaltet ist, wobei die
auf die Kopffläche (19) zurückgefalteten Ecken (21) mittels eines auf die Papierschicht
(2) zumindest örtlich aufgetragenen Siegellacks mit der Kopffläche (19) heißversiegelt
sind.
9. Beutel (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei über eine im Bodenbereich
(28) angeordnete, sich in der Querabmessung (8) erstreckende und in einer vorbestimmten
Griffbreite (Gb) die siegelfähige Beschichtung (3) aufweisende Flachnaht die vordere
(5) und die rückseitige Beutelwandung (6) miteinander heißversiegelt sind, sodass
im Bodenbereich (28) eine flache Griffleiste (23) ausgebildet ist.
10. Beutel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, welcher eine im Kopfbereich (10) angeordnete
Griffleiste (23) aufweist, welche durch zumindest abschnittsweises Heißversiegeln
der vorderen mit der rückseitigen Beutelwandung (5, 6) gebildet ist, wobei sich die
Griffleiste (23) über die Querabmessung (8) und ausgehend von der Faltungsanordnung
(11) in Längsrichtung in einer vorbestimmten Griffbreite (Gb) erstreckt.
11. Verfahren zum Herstellen von Beuteln (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, aufweisend
die Schritte:
Bereitstellen einer endlosen Materialbahn (24), welche eine Papierschicht (2) sowie
eine zumindest abschnittsweise, insbesondere vollflächig, auf der Papierschicht (2)
angeordnete siegelfähige Beschichtung (3) aufweist, wobei die Materialbahn (24) entlang
der Endlosrichtung mit der Papierschicht (2) nach außen weisend über eine Faltungsanordnung
(11) aufeinander gefaltet ist, wobei die Materialbahn (24) so aufeinander gefaltet
ist, dass diese der Faltungsanordnung (11) gegenüberliegend einen überstehenden Materialabschnitt
(26) aufweist, in welchem zumindest zwei Wicket-Pin-Löcher (27) angeordnet sind;
Erhitzen der Materialbahn (24) im Bereich von quer zur Endlosrichtung aufzubringenden
Siegelnähten (25), wobei die Siegelnähte (25) zumindest die doppelte vorbestimmte
Breite (b) aufweisen;
Trennen der Materialbahn (24) längs der aufgebrachten Siegelnähte (25) zu einzelnen
Beuteln (1).
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Trennen der Siegelnähte (25) ein Fixieren der
Materialbahn (24) umfasst.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei das Trennen der Siegelnähte (25) ein erneutes
Erhitzen der Siegelnähte (25) zum Heißversiegeln der aufeinandergefalteten Materialbahnschichten
umfasst.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die Faltungsanordnung (11) eine
eingelegte Kopffalte (22) umfasst.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, ferner aufweisend den Schritt:
Vor dem Einlegen der Kopffalte (22): zumindest bereichsweises Aufbringen eines Siegellacks
auf den für die Kopffalte (22) vorgesehenen Materialbahnabschnitt.