[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schnellkupplung zum Ankuppeln eines Werkzeugs
an den Ausleger eines Arbeitsgeräts nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein
Arbeitsgerät mit einer solchen Schnellkupplung.
[0002] Schnellkupplungen vom Schwenktyp sind bei gewissen Arbeitsgeräten wie Hydraulikbaggern
weit verbreitet, da sie ein einfaches und schnelles Wechseln verschiedener Werkzeuge
wie Hydraulikgreifer, Grabräumlöffel, Greifzange und dergleichen erlauben. Zum Ankuppeln
muss zunächst nur eine von zwei Verriegelungsachsen der Schnellkupplung positioniert
und in Eingriff gebracht werden. Dies kann vorteilhafterweise ein Querbolzen sein,
der in eine hakenförmige Öse am gegenüberliegenden Schnellkupplungsteil eingehängt
wird. Sodann kann das auslegerseitige Schnellkupplungsteil relativ zum Werkzeug um
die bereits in Eingriff gebrachte Verriegelungsachse verschwenkt werden, um hierdurch
die Verriegelungsstellung zu finden, in der die zweite Verriegelungsachse verriegelt
werden kann. Letztere wird in der Regel von einem Paar Verriegelungsbolzen gebildet,
die seitlich auseinander- und in entsprechende Verriegelungsbohrungen am gegenüberliegenden
Schnellkupplungsteil einfahren können.
[0003] Zur Herstellung einer Hydraulikverbindung können derartige Schnellkupplungen eine
Energiekreiskupplung bzw. Hydraulikkupplung aufweisen, wobei jedes der Schnellkupplungsteile
ein entsprechendes Energiekupplungsteil aufweist, welche zusammen mit den Schnellkupplungsteilen
verschwenken und automatisch zusammengeführt werden. Um die Kreisbewegung der Energiekupplungsteile
relativ zueinander beim Verschwenken der Schnellkupplungsteile um die erste Verriegelungsachse
auszugleichen, ist es bekannt, eines der beiden Energiekupplungsteile, üblicherweise
das werkzeugseitige Energiekupplungsteil, beweglich zu lagern, beispielsweise auf
einer Anordnung aus Druckfedern. Allerdings kommt es dabei häufig zu einer unsauberen
Kupplung, welche zu einer Ölleckage führen kann.
[0004] Um diese Unzulänglichkeit bekannter Energiekreiskupplungen zu beseitigen und eine
Verkantung der Anschlusskonnektoren der Energiekupplungsteile zu verhindern, wurde
in der
EP 1 239 087 A1 vorgeschlagen, eine Linearführung für die Energiekupplungsteile vorzusehen, die diese
entgegen der kreisbahnförmigen Schwenkbewegung zu einer linearen Relativbewegung zueinander
entlang einer Geraden zwingt. Zu diesem Zweck weist die Linearführung an den ausleger-
und werkzeugseitigen Energiekupplungsteilen beim Kuppeln zusammenwirkende Führungselemente
auf, welche beispielsweise als Führungsbolzen und -bohrungen ausgebildet sein können,
die vor dem Zusammenführen der Anschlusskonnektoren ineinandergreifen und eine exakt
lineare Relativbewegung bewirken.
[0005] Dieses Kupplungskonzept funktioniert allerdings nur dann fehlerfrei, wenn das beweglich
gelagerte Energiekupplungsteil nicht von einer definierten Mittellage bzw. Zentralposition
abweicht, in der die Führungselemente der Linearführung fluchten und verkantungsfrei
ineinander geführt werden können. Dadurch wird der Einsatz der Schnellkupplung in
Anwendungen, in denen das frei beweglich gelagerte Energiekupplungsteil aufgrund der
Einbaulage durch dessen Eigengewicht aus der Zentralposition abgelenkt wird, erschwert
oder gar verhindert. Diese Problematik nimmt zu, wenn Schläuche am Energiekupplungsteil
angeschlossen werden, deren Eigenspannung die Auslenkung des Energiekupplungsteils
aus der Zentralposition noch verstärken.
[0006] Ein Beispiel für eine solche problematische Einbaulage ist der Einsatz einer derartigen
Schnellkupplung bei einem Radlader. Anders als bei einem Hydraulikbagger ist die Einbauorientierung
des werkzeugseitigen Energiekupplungsteils senkrecht, d.h. die durch die Linearführung
vermittelte gerade Kupplung der Energiekupplungsteile erfolgt entlang einer im Wesentlichen
horizontalen Linie. Durch das Eigengewicht des beweglichen Energiekupplungsteils schwenkt
dieses aufgrund der Schwerkraft aus der Zentralposition, sodass die Führungselemente
bzw. Führungsbolzen und - bohrungen nicht mehr miteinander fluchten. Durch die Auslenkung
des beweglichen Energiekupplungsteils wird das Kuppeln bzw. Einkoppeln der Führungselemente
erschwert oder sogar unmöglich. Es kann daher zu erhöhtem Verschleiß oder Beschädigungen
kommen, wenn die Kupplung zur Überwindung des Versatzes mit Gewalt durchgeführt wird.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu überwinden
und den Einsatz einer derartigen Schnellkupplung unabhängig von der Einbaulage und
-situation der Energiekupplungsteile zu ermöglichen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Schnellkupplung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Demnach umfasst die erfindungsgemäße Schnellkupplung, welche zum
Ankuppeln eines Werkzeugs an den Ausleger eines Arbeitsgeräts, insbesondere eines
Radladers, vorgesehen ist, ein auslegerseitiges und ein werkzeugseitiges Schnellkupplungsteil
sowie eine Energiekreiskupplung zum automatischen Ankuppeln eines werkzeugseitigen
Energieanschlusses an einen auslegerseitigen Energieanschluss. Die Schnellkupplungsteile
sind über ein Paar beabstandeter Verriegelungsachsen miteinander reversibel verriegelbar.
[0009] Die Energiekreiskupplung umfasst ein auslegerseitiges und ein werkzeugseitiges Energiekupplungsteil,
die an den beiden Schnellkupplungsteilen derart angeordnet sind, dass sie sich durch
das Zusammenschwenken der beiden Schnellkupplungsteile um eine erste der beiden Verriegelungsachsen
auf einer Kreisbahn um die erste Verriegelungsachse aufeinander zubewegen und dadurch
miteinander automatisch kuppeln. Zumindest eines der beiden Energiekupplungsteile,
im Folgenden als bewegliches Energiekupplungsteil bezeichnet, ist um eine zur ersten
Verriegelungsachse parallele Achse schwenkbar und senkrecht dazu bewegbar bzw. verschiebbar
gelagert.
[0010] Ferner umfasst die Energiekreiskupplung eine Linearführung, welche dazu ausgebildet
ist, im Zusammenwirken mit der beweglichen Lagerung des beweglichen Energiekupplungsteils
die entlang einer Kreisbahn erfolgende Relativbewegung der beiden Energiekupplungsteile
beim Zusammenschwenken der Schnellkupplungsteile zu kompensieren und die beiden Energiekupplungsteile
beim Ankuppeln linear, d.h. entlang einer Geraden, zueinander zu führen.
[0011] Erfindungsgemäß umfasst die Schnellkupplung zusätzlich eine Zentriervorrichtung,
mittels welcher das bewegliche Energiekupplungsteil unabhängig von dessen räumlicher
Ausrichtung bzw. Orientierung in einer Zentralposition haltbar und eine Bewegung des
beweglichen Energiekupplungsteils relativ zum daran befestigten Schnellkupplungsteil
in Abwesenheit einer externen Kraft verhinderbar ist. Die Zentriervorrichtung ist
erfindungsgemäß dazu ausgebildet, eine Bewegung des beweglichen Energiekupplungsteils
relativ zum daran befestigten Schnellkupplungsteil beim automatischen Kuppeln mit
dem anderen Energiekupplungsteil aufgrund einer durch den Kupplungsvorgang erzeugten
externen Kraft zu ermöglichen.
[0012] Als externe Kraft wird vorliegend jede Kraft bezeichnet, die nicht aus dem Eigengewicht
des beweglichen Energiekupplungsteils resultiert oder an diesem permanent aufgrund
der Lagerung / Befestigung / Verbindung mit Kabeln, Schläuchen etc. des beweglichen
Energiekupplungsteils angreift. Bei einer externen Kraft im Sinne der vorliegenden
Erfindung handelt es sich insbesondere um eine Kraft, die durch die Kupplung mit dem
anderen Energiekupplungsteil beim Zusammenführen der beiden Schnellkupplungsteile
erzeugt wird und auf das bewegliche Energiekupplungsteil wirkt.
[0013] Die erfindungsgemäße Zentriervorrichtung sorgt dafür, dass sich das bewegliche Energiekupplungsteil
aufgrund des Eigengewichts, des Anschlusses von Schläuchen oder dergleichen nicht
aus der für eine reibungslose Kupplung vorgesehenen Zentralposition bewegt, und zwar
unabhängig von der Einbaulage bzw. räumlichen Orientierung des beweglichen Energiekupplungsteils.
Dadurch ist es beispielsweise möglich, das bewegliche Energiekupplungsteil senkrecht
am Schnellkupplungsteil einer Radladerschaufel zu montieren, ohne dass dieses schwerkraftbedingt
nach unten wegschwenkt und ein Kuppeln der Energiekupplungsteile erschwert oder verhindert
wird.
[0014] Gleichzeitig soll selbstverständlich die Beweglichkeit des beweglichen Energiekupplungsteils
während des in der
EP 1 239 087 A1 genauer beschriebenen Kupplungsvorgangs in gewissen Grenzen erhalten bleiben, um
eine Kompensation der Kreisbewegung mittels der Linearführung weiterhin zu ermöglichen.
Diese Beweglichkeit soll aber nur dann gegeben sein, wenn ein Kupplungsvorgang mit
dem anderen Energiekupplungsteil erfolgt. Aus diesem Grunde sieht die vorliegende
Erfindung vor, dass die Zentriervorrichtung dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des
beweglichen Energiekupplungsteils - in gewissen Grenzen - nur dann zu ermöglichen,
wenn eine im oben definierten Sinne externe Kraft darauf wirkt, also insbesondere
eine durch den Kupplungsvorgang bei einer Kontaktierung des beweglichen Energiekupplungsteils
durch das andere Energiekupplungsteil erzeugte Kraft.
[0015] Dadurch kann die erfindungsgemäße Schnellkupplung in jeder Einbaulage und unabhängig
von der Verbindung mit anderen Bauteilen wie z.B. Schläuchen verwendet werden, was
die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert. Die vorliegende Erfindung eröffnet aber
nicht nur weitere Einsatzmöglichkeiten mit von der bisherigen Situation an Hydraulikbaggern
abweichenden Einbaulagen. Die erfindungsgemäße Schnellkupplung mit Zentriervorrichtung
lässt sich vorteilhaft auch bei Hydraulikbaggern mit hinsichtlich des Eigengewichts
unproblematischen Einbaulagen einsetzen, nämlich insbesondere in solchen Fällen, in
denen eine Schlauchverlegung verwendet wird, die aufgrund der Eigen- bzw. Vorspannungen
der Schläuche zu einem Verkippen des beweglichen Energiekupplungsteils führt.
[0016] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung.
[0017] Bei der erfindungsgemäßen Schnellkupplung handelt es sich vorzugsweise um eine Schnellkupplung
gemäß der
EP 1 239 087 A1, welche zusätzlich die erfindungsgemäße Zentriervorrichtung aufweist. Die Offenbarung
der
EP 1 239 087 A1 wird explizit in die vorliegende Lehre miteinbezogen. Insbesondere kann die erfindungsgemäße
Schnellkupplung gemäß einer beliebigen der in der
EP 1 239 087 A1 beschriebenen vorteilhaften Ausführungsformen ausgebildet sein, oder gemäß einer
beliebigen Kombination der darin offenbarten Ausführungsformen. Die in der
EP 1 239 087 A1 beschriebenen Ausführungsformen sind somit ebenfalls mögliche Ausführungsformen der
vorliegenden erfindungsgemäßen Schnellkupplung.
[0018] So kann es sich bei der erfindungsgemäßen Schnellkupplung beispielsweise um eine
Schnellkupplung zum Ankuppeln eines Werkzeugs an den Ausleger eines Hydraulikbaggers
und dergleichen handeln, mit einem auslegerseitigen Schnellkupplungsteil und einem
werkzeugseitigen Schnellkupplungsteil, die über ein Paar beabstandeter Verriegelungsachsen
miteinander verriegelbar sind, derart, dass nach Verriegeln nur einer ersten der beiden
Verriegelungsachsen die beiden Schnellkupplungsteile um die genannte erste Verriegelungsachse
zusammenschwenkbar sind und sodann die zweite Verriegelungsachse verriegelbar ist,
sowie einer Energiekreiskupplung, insbesondere Hydraulikkupplung, zum automatischen
Ankuppeln eines werkzeugseitigen Energieanschlusses an einen auslegerseitigen Energieanschluss,
wobei die Energiekreiskupplung einen auslegerseitigen Energiekupplungsteil und einen
werkzeugseitigen Energiekupplungsteil besitzt, die an dem auslegerseitigen Schnellkupplungsteil
bzw. dem werkzeugseitigen Schnellkupplungsteil von der ersten Verriegelungsachse beabstandet
derart angeordnet sind, dass sie durch das Zusammenschwenken der beiden Schnellkupplungsteile
um die erste Verriegelungsachse auf einer Kreisbahn um die erste Verriegelungsachse
zusammenfahren und dadurch miteinander automatisch kuppeln, wobei zumindest eines
der beiden Energiekupplungsteile um eine zur ersten Verriegelungsachse parallele Achse
kippbar und senkrecht zur ersten Verriegelungsachse beweglich gelagert ist und der
Energiekreiskupplung eine von den Energieanschlüssen separate aus einem Paar Führungsbolzen
und zugehörigen Führungsbohrungen, in die die genannten Führungsbolzen beim Zusammenfahren
der beiden Energiekupplungsteile einfahren, bestehende Linearführung zugeordnet ist,
die im Zusammenwirken mit der beweglichen Lagerung die Schwenkbewegung der beiden
Energiekupplungsteile beim Zusammenschwenken auf der Kreisbahn um die erste Verriegelungsachse
kompensiert und die beiden Energiekupplungsteile beim Ankuppeln zu einer exakten Linearbewegung
relativ zueinander entlang einer Geraden zwingt, wobei die Schnellkupplung dadurch
gekennzeichnet ist, dass eine Zentriervorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher
das beweglich gelagerte Energiekupplungsteil unabhängig von dessen Ausrichtung in
einer Zentralposition haltbar und eine Bewegung des beweglich gelagerten Energiekupplungsteils
relativ zum daran befestigten Schnellkupplungsteil in Abwesenheit einer externen Kraft
verhinderbar ist, wobei die Zentriervorrichtung dazu ausgebildet ist, eine Bewegung
des beweglich gelagerten Energiekupplungsteils relativ zum daran befestigten Schnellkupplungsteil
beim automatischen Kuppeln mit dem anderen Energiekupplungsteil aufgrund einer durch
den Kupplungsvorgang erzeugten externen Kraft zu ermöglichen.
[0019] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Zentriervorrichtung mindestens
ein Zentrierelement umfasst, welches am Schnellkupplungsteil fix bzw. unbeweglich
gelagert ist und in Abwesenheit einer externen Kraft das bewegliche Energiekupplungsteil
kraft- und/oder formschlüssig in der Zentralposition hält. Die Fixierung des beweglichen
Energiekupplungsteils mittels des Zentrierelements kann sowohl formschlüssig als auch
kraftschlüssig erfolgen, beispielsweise formschlüssig in bestimmte Richtungen und
kraftschlüssig in andere Richtungen.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das bewegliche Energiekupplungsteil
über eine Federeinrichtung, insbesondere eine Anordnung einer oder mehrerer Druckfedern,
am Schnellkupplungsteil gelagert ist, welche das bewegliche Energiekupplungsteil gegen
das Zentrierelement drückt und dadurch in der Zentralposition hält oder - insbesondere
unmittelbar nach Wegfall einer das bewegliche Energiekupplungsteil auslenkenden externen
Kraft - wieder in die Zentralposition überführt. Die Federeinrichtung erzeugt eine
Anpresskraft an das Zentrierelement, welche das bewegliche Energiekupplungsteil in
der korrekten Position hält, d.h. die Federeinrichtung ist in der Zentralposition
vorgespannt. Die Federkraft bzw. Anpresskraft muss groß genug sein, dass das bewegliche
Energiekupplungsteil in keiner der möglichen Einbaulagen durch das Eigengewicht oder
der Eigenspannungen möglicher Anschlussschläuche aus der Zentralposition bewegt wird.
Gleichzeitig muss sie niedrig genug sein, um ein Auslenken des beweglichen Energiekupplungsteils
beim Kuppeln mit dem anderen Energiekupplungsteil, beim Einfädeln der Linearführungskomponenten
und beim linearen Zusammenführen zu ermöglichen. Das zentrierte bewegliche Energiekupplungsteil
muss also eine gewisse Beweglichkeit beim Anlegen einer über das Eigengewicht / Schlauchspannungen
etc. hinausgehenden externen Kraft aufweisen.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Zentriervorrichtung mindestens
ein am beweglichen Energiekupplungsteil angeordnetes Halteelement aufweist, welches
ausgebildet ist, mit dem mindestens einen Zentrierelement kraft- und/oder formschlüssig
zusammenzuwirken. Das mindestens eine Halteelement ist also zusammen mit dem beweglichen
Energiekupplungsteil beweglich am Schnellkupplungsteil gelagert und wird insbesondere
durch die Federeinrichtung gegen das mindestens eine Zentrierelement gedrückt.
[0022] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Halteelement eine Aussparung
umfasst, in welche das Zentrierelement in der Zentralposition zumindest teilweise
aufgenommen bzw. eingefahren ist. Das Halteelement kann selbst die Aussparung sein
oder noch zusätzliche Teile umfassen.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Aussparung mindestens
eine Abschrägung und/oder Abrundung aufweist, die mit mindestens einer Abschrägung
und/oder Abrundung des Zentrierelements zusammenwirkt. Durch die Abschrägung / Abrundung
der zusammenwirkenden Elemente der Zentriervorrichtung wird eine gewisse Beweglichkeit
des beweglichen Energiekupplungsteils gewährleistet, welche für den Einkuppelvorgang
benötigt wird.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Aussparung zumindest entlang
einer Richtung trichterförmig ausgestaltet ist, wobei das Zentrierelement zumindest
entlang ebenjener Richtung abgeschrägt und/oder abgerundet und vorzugsweise bolzenförmig
ausgebildet ist. Die Aussparung kann also entlang zumindest einer Richtung abgeschrägt
und/oder abgerundet sein, sodass sich in einer entsprechenden Querschnittsansicht
eine Trichterform ergibt. Dadurch kann sich das in der Zentralposition teilweise innerhalb
der Aussparung befindliche Zentrierelement bei Anlegen einer externen Kraft entlang
der Abschrägungen bewegen, um eine Bewegung des beweglichen Energiekupplungsteils
beim Kuppeln zu ermöglichen. Eine bolzenförmige, d.h. in Richtung der trichterförmigen
Ausgestaltung abgerundete Form des Zentrierelements ist hierbei vorteilhaft.
[0025] Die trichterförmige Ausgestaltung sowie die vorzugsweise bolzenförmige Abrundung
sollten zumindest in einer Ebene ausgebildet sein, die senkrecht zur Achse steht,
um die das bewegliche Energiekupplungsteil beim Einkuppelvorgang verschwenkt wird.
Diese Achse steht vorzugsweise senkrecht zu der Geraden, entlang der die durch die
Linearführung vermittelte lineare Zusammenführung der Energiekupplungsteile erfolgt.
Die Abschrägungen können ferner einen Winkel von 20-70°, insbesondere von 25-45° aufweisen.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Aussparung eine insbesondere
durchgängige Ausnehmung aufweist. Die durchgängige Ausnehmung ist also offen, d.h.
geht durch das Bauteil des beweglichen Energiekupplungsteils, in dem die Aussparung
ausgebildet ist, hindurch. Vorzugsweise ist die Ausnehmung kleiner als das Zentrierelement.
Diese Ausnehmung hat die Funktion, eine Öffnung innerhalb der Ausnehmung zu bilden,
sodass sich innerhalb der Aussparung keine Ablagerungen bzw. Schmutz ansammeln kann,
welcher eine korrekte Positionierung des Zentrierelements verhindert. Die Ansammlungen
gelangen durch die Ausnehmung aus der Aussparung hinaus bzw. werden durch das Zentrierelement
in die Ausnehmung gedrückt. Die Ausnehmung kann beispielsweise eine Bohrung oder ein
Schlitz sein und ist vorzugsweise am tiefsten Punkt bzw. Boden der Aussparung angeordnet.
Zusätzlich oder alternativ dazu kann auch das Zentrierelement an der der Aussparung
zugewandten Seite eine Ausnehmung aufweisen, in welche sich in der Aussparung ansammelnder
Schmutz gedrängt werden kann, um die Aussparung nicht zu verstopfen. Diese kann ebenfalls
durchgängig sein.
[0027] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das bewegliche Energiekupplungsteil
an dem daran befestigten Schnellkupplungsteil über zwei beabstandete Trägerelemente
gelagert und vorzugsweise zwischen den Trägerelementen angeordnet ist, wobei jedes
der Trägerelemente ein Zentrierelement aufweist. Die Trägerelemente können plattenförmig
ausgestaltet sein und sich im Wesentlichen senkrecht ausgehend vom Schnellkupplungsteil
erstrecken. Das bewegliche Energiekupplungsteil kann über eine Federlagerung an den
Trägerelementen gelagert sein. Die Trägerelemente sind insbesondere starr mit dem
Schnellkupplungsteil verbunden und umschließen das bewegliche Energiekupplungsteil
teilweise.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Zentrierelemente bolzenförmig
ausgebildet sind und jeweils mit einem Halteelement wie zuvor beschrieben zusammenwirken.
Die Halteelemente sind vorzugsweise an oder in einem Trägerblock des beweglichen Energiekupplungsteils
ausgebildet, der sich im Wesentlichen zwischen den und senkrecht zu den Trägerelementen
erstreckt. Der Trägerblock kann einen oder mehrere Konnektorstücke aufweisen, die
den Energieanschluss des beweglichen Energiekupplungsteils bilden. Im Falle von Aussparungen
als Halteelemente sind die Aussparungen an der dem Schnellkupplungsteil abgewandten
Oberseite des Trägerblocks ausgebildet, insbesondere an den Kanten bzw. Seiten, die
den Trägerelementen benachbart sind. Eine solche Ausgestaltung ist besonders einfach
zu realisieren, da die die Halteelemente bildenden Aussparungen lediglich seitlich
an der Oberseite des Trägerblocks eingebracht - beispielsweise durch Fräsen und/oder
Bohren - und die bolzenförmigen Zentrierelemente an den entsprechenden Stellen bzw.
im entsprechenden Abstand zum Schnellkupplungsteil an den Innenflächen der Trägerelemente
angebracht - beispielsweise angeschraubt - werden müssen.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die bolzenförmigen Zentrierelemente
konisch ausgebildet und über die schmaleren Enden an den Trägerelementen befestigt
sind. Die Abschrägung / Abrundung der konischen Form der Zentrierelemente ermöglicht
eine Verdrängung von Ablagerungen oder Schmutz, der sich eventuell in den Aussparungen
angesammelt hat, aus den Aussparungen, sodass eine korrekte Positionierung der Zentrierelemente
in den Aussparungen möglich ist. Vorzugsweise sind die Aussparungen zu den Seiten
des Trägerblocks hin offen, sodass durch die konische Form der Zentrierelemente Schmutz
/ Ablagerungen aus den Aussparungen gedrängt werden können.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass mindestens vier Zentrierelemente
und mindestens vier Halteelemente vorgesehen sind, wobei jedes der Trägerelemente
mindestens je zwei Zentrierelemente aufweist. Von den auf jeder Seite vorgesehenen
mindestens zwei Zentrierelementen ist vorzugsweise eines über eine Festlagerung und
das andere über eine Loslagerung mit dem Trägerelement verbunden und bilden somit
eine Fest-Los-Anordnung, d.h. das über die Loslagerung verbundene Zentrierelement
ist nicht starr am Trägerelement befestigt, sondern beweglich gelagert, sodass eine
gewisse relative Beweglichkeit zwischen den beiden Zentrierelementen gegeben ist.
Dadurch können mehr als ein Zentrierelement pro Trägerelement verwendet werden, was
die Stabilität der Zentrierung erhöht und dennoch das notwendige Maß an Beweglichkeit
des beweglichen Energiekupplungsteils für den Kupplungsvorgang gewährleistet. Ferner
ist es denkbar, eines oder mehrere der Zentrierelemente drehbar am Trägerelement zu
lagern.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Energieanschluss des beweglichen
Energiekupplungsteils auf der der beweglichen Lagerung am Schnellkupplungsteil abgewandten
Seite des Trägerblocks angeordnet und derart ausgebildet ist, dass beim Kuppeln mit
dem anderen Energiekupplungssteil automatisch eine Kopplung mit dem daran angeordneten
anderen Energieanschluss zum Herstellen einer Energiekreisverbindung hergestellt wird.
Der Energieanschluss kann einen oder mehrere Konnektorstücke umfassen, welche mit
entsprechenden Konnektorstücken des anderen Energiekupplungsteils zusammengeschoben
bzw. verbunden werden können und die entsprechende Energieverbindung (z.B. hydraulische
Fluidverbindung) bewirken. Die Konnektorstücke erstrecken sich insbesondere senkrecht
vom Trägerblock weg und können an sich bekannte Konnektorstücke weiblichen und männlichen
Typs sein. In diesem Sinne kann der Trägerblock auch als Konnektorblock bezeichnet
werden.
[0032] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das bewegliche Energiekupplungsteil
am werkzeugseitigen Schnellkupplungsteil eines Werkzeugs, insbesondere einer Radladerschaufel,
angeordnet und vorzugsweise derart ausgerichtet ist, dass die durch die Linearführung
vermittelte Kupplung der Energiekupplungsteile entlang einer im Wesentlichen horizontalen
Linie erfolgt. Das bewegliche Energiekupplungsteil ist also ca. 90° zur üblichen am
Hydraulikbagger verwendeten Einbaulage gedreht. Ohne die erfindungsgemäße Zentriervorrichtung
würde das bewegliche Energiekupplungsteil durch das Eigengewicht, die Schlauchspannungen
und die bewegliche Lagerung aus der für die reibungslose Kupplungsprozedur erforderlichen
Zentralposition verkippt werden.
[0033] Vorzugsweise umfasst die Linearführung mindestens zwei Führungsbolzen an einem Energiekupplungsteil
und zugehörige Führungsbohrungen am anderen Energiekupplungsteil, in die die genannten
Führungsbolzen beim Zusammenfahren der beiden Energiekupplungsteile einfahren. Sie
zwingen dabei die Federeinrichtung zu einer Auslenkung, um die Schwenkbewegungskomponente
zu kompensieren. Die Führungsbolzen sind starr mit dem Trägerblock verbunden und stehen
senkrecht über diesen zum gegenüberliegenden Energiekupplungsteil hin vor. Jeder Führungsbolzen
ist vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet und besitzt einen abgerundeten
Kopf, welcher ein Verkanten beim Einführen in die Führungsbohrungen verhindert. Ferner
kann vorgesehen sein, dass die Halteelemente / Aussparungen im Trägerblock in der
Flucht bzw. in einer Linie mit den Führungsbolzen / Führungsbohrungen der Linearführung
angeordnet sind.
[0034] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein Arbeitsgerät, insbesondere einen
Radlader, mit einer erfindungsgemäßen Schnellkupplung. Dabei ergeben sich offensichtlich
dieselben Vorteile und Eigenschaften wie für die erfindungsgemäße Schnellkupplung,
weshalb an dieser Stelle auf eine wiederholende Beschreibung verzichtet wird. Die
obigen Ausführungen hinsichtlich der möglichen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Schnellkupplung gelten daher entsprechend.
[0035] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend
anhand der Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Figur 1:
- ein Ausführungsbeispiel des beweglichen Energiekupplungsteils der erfindungsgemäßen
Schnellkupplung in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2:
- zwei Trägerelemente zur Befestigung des Energiekupplungsteils gemäß Figur 1 an einem
Schnellkupplungsteil in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 3:
- das an den Trägerelementen nach Figur 2 befestigte Energiekupplungsteil nach Figur
1 in einer Draufsicht;
- Figur 4:
- eine frontale Querschnittsansicht der Vorrichtung gemäß Figur 3 entlang der Linie
AA;
- Figur 5:
- eine seitliche Querschnittsansicht der Vorrichtung gemäß Figur 3 entlang der Linie
BB; und
- Figur 6:
- ein alternatives Ausführungsbeispiel des beweglichen Energiekupplungsteils der erfindungsgemäßen
Schnellkupplung in einer schematischen Seitenansicht.
[0036] Bei dem im Folgenden diskutierten bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Schnellkupplung handelt es sich im Wesentlichen um eine Schnellkupplung gemäß der
EP 1 239 087 A1, wobei zusätzlich eine Zentriervorrichtung vorgesehen ist, welche im Folgenden eingehend
beschrieben wird. Diejenigen Elemente und Eigenschaften der erfindungsgemäßen Schnellkupplung,
die im Folgenden nicht explizit beschrieben sind, entsprechen vorzugsweise einer der
in der
EP 1 239 087 A1 offenbarten Ausführungsformen.
[0037] Die erfindungsgemäße Schnellkupplung umfasst ein aulegerseitiges und ein werkzeugseitiges
Schnellkupplungsteil, welche über ein Paar beabstandeter, paralleler Verriegelungsachsen
miteinander reversibel verriegelbar sind. Die Schnellkupplung weist eine Energiekreiskupplung
umfassend ein am werkzeugseitigen Schnellkupplungsteil befestigtes werkzeugseitiges
Energiekupplungsteil und ein am auslegerseitigen Schnellkupplungsteil befestigtes
auslegerseitiges Energiekupplungsteil auf. Das werkzeugseitige Energiekupplungsteil
ist am Schnellkupplungsteil über eine Federeinrichtung 16 beweglich gelagert und wird
im Folgenden als bewegliches Energiekupplungsteil 10 bezeichnet. Das andere, am auslegerseitigen
Schnellkupplungsteil befestigte Energiekupplungsteil ist in diesem Ausführungsbeispiel
nicht beweglich gelagert, was allerdings nicht zwingend ist. Das andere Energiekupplungsteil
könnte daher in einer Ausführungsform ebenfalls beweglich gelagert sein.
[0038] Die Energiekupplungsteile weisen jeweils einen Energieanschluss 12 auf, welcher mehrere
Konnektorstücke 13 umfasst, die jeweils an einem Trägerblock 18 angeordnet sind und
von diesem senkrecht abstehen. Durch Verbindung bzw. Kopplung der Energieanschlüsse
12 bzw. der jeweiligen Konnektorstücke 13 wird eine Energiekreisverbindung geschlossen,
insbesondere eine hydraulische Verbindung zur Versorgung eines hydraulischen Werkzeugs
mit Hydrauliköl. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Radladerschaufel mit hydraulischen
Komponenten handeln.
[0039] Die Energiekupplungsteile weisen ferner eine Linearführung 14 auf, die die Energiekupplungsteile
entgegen der kreisbahnförmigen Schwenkbewegung um eine der beiden Verriegelungsachsen
zu einer Relativbewegung zueinander entlang einer Linie bzw. Geraden zwingt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel umfasst die Linearführung zwei parallele Führungsbolzen 14, die
am Trägerlock 18 des beweglichen Energiekupplungsteils 10 angeordnet sind und senkrecht
davon abstehen, sowie entsprechende Führungsbohrungen am anderen Energieführungsteil,
in welche die Führungsbolzen 14 beim Kuppeln einfahren und die lineare Kupplungsbewegung
erzwingen, bevor die Konnektorstücke 13 miteinander in Eingriff gelangen.
[0040] Hinsichtlich weiterer Details, Eigenschaften und Vorteile der Schnellkupplungsteile,
Energiekupplungsteile und Linearführung sowie der weiteren Ausgestaltung der Schnellkupplung
wird explizit auf die
EP 1 239 087 A1 verwiesen. Im Folgenden wird lediglich das bewegliche Energiekupplungsteil 10 und
dessen Lagerung am Schnellkupplungsteil sowie die erfindungsgemäße Zentriervorrichtung
diskutiert.
[0041] In der Figur 1 ist das bewegliche Energiekupplungsteil 10 der erfindungsgemäßen Schnellkupplung
in einer perspektivischen Ansicht dargestellt, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit
das daran befestigte Schnellkupplungsteil ausgeblendet ist. Das bewegliche Energiekupplungsteil
10 umfasst einen im Wesentlichen plattenförmigen Trägerblock 18, der auf einer vier
Druckfedern umfassenden Federeinrichtung 16 beweglich am Schnellkupplungsteil gelagert
ist. Am Trägerblock 18 sind mehrere Konnektorstücke 13 sowie zwei Führungsbolzen 14
der Linearführung angeordnet, welche von der der Federeinrichtung 16 gegenüberliegenden
Oberfläche des Trägerblocks 18 parallel abstehen. Ferner sind auf der Seite der Federeinrichtung
16 zwei Druckstößel 17 angeordnet, deren Funktion in der
EP 1 239 087 A1 beschrieben ist.
[0042] Das bewegliche Energiekupplungsteil 10 ist an zwei seitlichen Trägerelementen 30
gelagert, welche mit dem Schnellkupplungsteil starr verbunden sind. Die Trägerelemente
30 sind einzeln in einer perspektivischen Ansicht in der Figur 2 dargestellt. Sie
sind plattenförmig ausgestaltet, unterscheiden sich in der Form voneinander und sind
parallel zueinander ausgerichtet. Die Trägerelemente 30 sind voneinander beabstandet
angeordnet, sodass zwischen ihnen der Trägerblock 18 gelagert ist, welcher über die
Federeinrichtung 16 an zwei Befestigungen 32 montiert ist, welche an den Innenseiten
der Trägerelemente 30 ausgebildet bzw. montiert sind. Auch die Druckstößel 17 sind
an den Befestigungen 32 montiert.
[0043] Der Trägerblock 18 und die Positionen der daran angeordneten Komponenten sind achsensymmetrisch.
Er weist in Draufsicht eine im Wesentlichen rechteckige Grundform auf und erstreckt
sich im Wesentlichen senkrecht zwischen den Trägerelementen 30. Die kurzen Seiten
des Trägerblocks 18 liegen an den Trägerelementen 30 an.
[0044] Erfindungsgemäß sind ist an der Innenseite jedes Trägerelements 30 ein Zentrierelement
20 montiert, im vorliegenden Ausführungsbeispiel über eine Schraubenverbindung. Des
Weiteren weist der Trägerblock 18 seitlich im Bereich der Kanten zwei Aussparungen
24 auf, welche die Halteelemente 22 bilden, die mit den Zentrierelementen 20 zusammenwirken
und mit diesen die erfindungsgemäße Zentriervorrichtung bilden. Die Zentrierelemente
20 sind über die Trägerelemente 30 starr mit dem Schnellkupplungsteil verbunden, während
die Halteelemente 22 aufgrund der gefederten Lagerung des Trägerblocks 18 beweglich
gelagert und relativ zu den Zentrierelementen 20 bewegbar sind.
[0045] Die Figur 3 zeigt das bewegliche Energiekupplungsteil 10 zusammen mit den Trägerelementen
30, an denen es montiert ist, in einer Draufsicht. Eine frontale Querschnittsansicht
entlang der Linie AA ist in der Figur 4 und eine seitliche Querschnittsansicht entlang
der Linie BB in der Figur 5 dargestellt.
[0046] Die Zentrierelemente 20 sind in einem solchen Abstand von den Befestigungen 32 an
den Trägerelementen 30 befestigt, dass der Trägerblock 18 durch die Federeinrichtung
16 gegen die Zentrierelemente 20 gedrückt wird. Durch diese Anpresskraft wird der
Trägerblock 18 bzw. das bewegliche Energiekupplungsteil 10 in einer definierten Position
gehalten, welche vorliegend als Zentralposition bezeichnet wird. In dieser Zentralposition
kann ein korrektes und verkantungsfreies Einfädeln der Führungsbolzen 14 in die entsprechenden
Führungsbohrungen des anderen Energiekupplungsteils (nicht dargestellt) beim Kupplungsvorgang
erfolgen. Durch das Anpressen wird das bewegliche Energiekupplungsteil 10 auch dann
in der Zentralposition gehalten, wenn der Trägerblock 18 nicht im Wesentlichen horizontal
orientiert ist (wie dies beispielsweise in der
EP 1 239 087 A1 der Fall ist), sondern eine andere, insbesondere vertikale Einbaulage aufweist. Die
Anpresskraft ist dabei derart bemessen, dass sich in keiner Einbaulage das bewegliche
Energiekupplungsteil 10 aufgrund des Eigengewichts und/oder der Steifigkeit / Eigenspannung
der über die Schlauchanschlüsse 11 daran angeschlossenen Schläuche (nicht dargestellt)
aus der Zentralposition bewegt. Dadurch eignet sich die erfindungsgemäße Schnellkupplung
insbesondere für einen Einsatz an einer Radladerschaufel.
[0047] Um trotz der durch die Federeinrichtung 16 erzeugten Anpresskraft eine gewisse Beweglichkeit
des Trägerblocks 18 zu gewährleisten, welche für die Kompensation der Kreisbewegung
beim Kupplungsvorgang mittels der Linearführung 14 benötigt wird, sind die Aussparungen
24 trichterförmig und die Zentrierelemente 20 als runde Bolzen ausgebildet. Die Aussparungen
24 weisen in der Draufsicht eine rechteckige Form bzw. Schlitzform auf und sind entlang
der kurzen Seiten des Trägerblocks 18 zur Mitte hin konisch abgeschrägt. Die Abschrägungen
weisen einen Winkel von ca. 30° auf, wobei auch andere Winkel möglich sind. In der
Mitte jeder Aussparung 24 gehen die Abschrägungen in eine rechteckige und durch den
gesamten Trägerblock 18 hindurchgehende Ausnehmung 26 über, welche in die Unterseite
des Trägerblocks 18 mündet. Die Aussparungen 24 sind ferner seitlich an den kurzen
Seiten des Trägerblocks 18, d.h. zu den Trägerelementen 30 hin offen.
[0048] Die Zentrierelemente 20 sind als konisch geformte Bolzen mit kreisrundem Querschnitt
ausgebildet, welche über die kurze Seite an den Trägerelementen 30 befestigt sind.
In der Zentralposition sind die Zentrierelemente 20 teilweise in den Aussparungen
24 aufgenommen (vgl. Figuren 4 und 5). Durch die Abschrägungen ist eine Bewegung des
Trägerblocks 18, insbesondere ein Verschwenken bzw. Kippen um eine zur ersten Verriegelungsachse
parallele Schwenkachse und/oder ein Verschieben, relativ zu den Zentrierelementen
20 durch beim Kupplungsvorgang auftretende externe Kräfte möglich. Somit wird der
Trägerblock 18 bzw. das bewegliche Energiekupplungsteil 10 durch die Zentrierelemente
20 in Richtung der durch die Linearführung 14 definierten Kupplungsgeraden formschlüssig
und in eine Richtung senkrecht dazu kraftschlüssig in der Zentralposition gehalten.
[0049] Die Anpresskraft durch die Federeinrichtung 16 ist so eingestellt, dass die Beweglichkeit
des Trägerblocks 18 beim Auftreten einer infolge des Kupplungsvorgangs erzeugten externen
Kraft gewährleistet ist. Wird der Trägerblock 18 durch eine solche externe Kraft aus
der Zentralposition ausgelenkt und fällt diese externe Kraft weg, so wird das bewegliche
Energiekupplungsteil 10 durch die Federeinrichtung 16 wieder in die Zentralposition
zurückbewegt bzw. -gedrückt.
[0050] Wie in der Figur 5 zu sehen ist, sind die Druckfedern der Federeinrichtung 16 in
der Zentralposition nicht gleichmäßig zusammengedrückt und nicht parallel zueinander
ausgerichtet. Die Zentrierelemente 20 sind ferner nicht mittig über dem Trägerblock
18, sondern leicht seitlich versetzt dazu angeordnet, und zwar auf der die Führungsbolzen
14 verbindenden Geraden. Allerdings sind auch andere Anordnungen der Zentrierelemente
20 möglich, beispielsweise eine Anordnung, in der sie nicht mit den Führungsbolzen
14 fluchten.
[0051] Die Ausnehmungen 26 in den Aussparungen 24 verhindern, dass sich Schmutz bzw. Ablagerungen
in den Aussparungen 24 ansammeln und diese blockieren können, was eine korrekte Positionierung
des beweglichen Energiekupplungsteils 10 verhindern würde. Die Ablagerungen werden
durch die Zentrierelemente 20 in die Ausnehmungen 26 gedrückt und dadurch aus den
Aussparungen 24 gedrängt. Darüber hinaus sorgt auch die konische Form der Zentrierelemente
20 dafür, dass Schmutz bzw. Ablagerungen seitlich nach außen aus den Aussparungen
24 gedrängt werden. Dadurch bleiben die Aussparungen 24 stets frei von Verschmutzungen,
was eine korrekte Positionierung in der Zentrallage sicherstellt.
[0052] Die Figur 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des beweglichen Energiekupplungsteils
10 der erfindungsgemäßen Schnellkupplung in einer Seitenansicht mit Blick auf die
kurze Seite des Trägerblocks 18. Hier sind anstatt eines Zentrierelements 20 pro Trägerelement
30 zwei Zentrierelemente 20 vorgesehen. Entsprechend weist der Trägerblock 18 an jeder
kurzen Seite zwei trichterförmige Aussparungen 24 auf. Die beiden Zentrierelemente
20 jedes Trägerelements 30 bilden eine Fest-Los-Anordnung, wobei eines der Zentrierelemente
20 über eine Festlagerung und das andere über eine Loslagerung mit dem Schnellkupplungsteil
bzw. Trägerelement 30 verbunden ist. Dadurch ist es möglich, pro Trägerelement 30
mehr als ein Zentrierelement 20 vorzusehen, was die Eigenstabilität des beweglichen
Energiekupplungsteils 10 in der Zentralposition erhöht aber dennoch eine gewisse Beweglichkeit
des Trägerblocks 18 zum Zwecke des Kuppelns mit dem anderen Energiekupplungsteil erlaubt.
Hier ist auch ein Einsatz von mehr als zwei Zentrierelementen 20 pro Seite / Trägerelement
30 denkbar. Auch könnte eine drehbare Lagerung eines oder mehrerer Zentrierelemente
20 an den Trägerelementen 30 vorgesehen sein.
Bezugszeichenliste:
[0053]
- 10
- Bewegliches Energiekupplungsteil
- 11
- Schlauchanschluss
- 12
- Energieanschluss
- 13
- Konnektorstück
- 14
- Linearführung / Führungsbolzen
- 16
- Federeinrichtung
- 17
- Druckstößel
- 18
- Trägerblock
- 20
- Zentrierelement
- 22
- Halteelement
- 24
- Aussparung
- 26
- Ausnehmung
- 30
- Trägerstück
- 32
- Befestigung
1. Schnellkupplung (10) zum Ankuppeln eines Werkzeugs an den Ausleger eines Arbeitsgeräts,
insbesondere eines Radladers, umfassend
- ein auslegerseitiges und ein werkzeugseitiges Schnellkupplungsteil sowie
- eine Energiekreiskupplung zum automatischen Ankuppeln eines werkzeugseitigen Energieanschlusses
an einen auslegerseitigen Energieanschluss,
- wobei die Schnellkupplungsteile über ein Paar beabstandeter Verriegelungsachsen
miteinander reversibel verriegelbar sind,
- wobei die Energiekreiskupplung ein auslegerseitiges und ein werkzeugseitiges Energiekupplungsteil
umfasst, die an den Schnellkupplungsteilen derart angeordnet sind, dass sie sich durch
das Zusammenschwenken der beiden Schnellkupplungsteile um eine erste Verriegelungsachse
auf einer Kreisbahn um die erste Verriegelungsachse aufeinander zubewegen und dadurch
miteinander automatisch kuppeln,
- wobei zumindest ein bewegliches Energiekupplungsteil (12) um eine zur ersten Verriegelungsachse
parallele Achse schwenkbar und senkrecht dazu bewegbar gelagert ist und
- wobei die Energiekreiskupplung eine Linearführung (14) umfasst, welche dazu ausgebildet
ist, im Zusammenwirken mit der beweglichen Lagerung des beweglichen Energiekupplungsteils
(12) die entlang einer Kreisbahn erfolgende Relativbewegung der beiden Energiekupplungsteile
beim Zusammenschwenken der Schnellkupplungsteile zu kompensieren und die beiden Energiekupplungsteile
beim Ankuppeln linear zueinander zu führen,
gekennzeichnet durch
- eine Zentriervorrichtung, mittels welcher das bewegliche Energiekupplungsteil (12)
unabhängig von dessen Ausrichtung in einer Zentralposition haltbar und eine Bewegung
des beweglichen Energiekupplungsteils (12) relativ zum daran befestigten Schnellkupplungsteil
in Abwesenheit einer externen Kraft verhinderbar ist,
- wobei die Zentriervorrichtung dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des beweglichen
Energiekupplungsteils (12) relativ zum daran befestigten Schnellkupplungsteil beim
automatischen Kuppeln mit dem anderen Energiekupplungsteil aufgrund einer durch den
Kupplungsvorgang erzeugten externen Kraft zu ermöglichen.
2. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriervorrichtung mindestens ein Zentrierelement (20) umfasst, welches am Schnellkupplungsteil
fix gelagert ist und in Abwesenheit einer externen Kraft das bewegliche Energiekupplungsteil
(12) kraft- und/oder formschlüssig in der Zentralposition hält.
3. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Energiekupplungsteil (12) über eine Federeinrichtung (16), insbesondere
eine Anordnung mehrerer Druckfedern, am Schnellkupplungsteil gelagert ist, welche
das bewegliche Energiekupplungsteil (12) gegen das Zentrierelement drückt und dadurch
in der Zentralposition hält oder in diese überführt.
4. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentriervorrichtung mindestens ein am beweglichen Energiekupplungsteil (12) angeordnetes
Halteelement (22) aufweist, welches ausgebildet ist, mit dem mindestens einen Zentrierelement
(20) kraft- und/oder formschlüssig zusammenzuwirken.
5. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (22) eine Aussparung (24) umfasst, in welche das Zentrierelement
(20) in der Zentralposition zumindest teilweise aufgenommen ist.
6. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (24) mindestens eine Abschrägung und/oder Abrundung aufweist, die
mit mindestens einer Abschrägung und/oder Abrundung des Zentrierelements (20) zusammenwirkt.
7. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (24) zumindest entlang einer Richtung trichterförmig ausgestaltet
ist, wobei das Zentrierelement (20) zumindest entlang ebenjener Richtung abgeschrägt
und/oder abgerundet und vorzugsweise bolzenförmig ausgebildet ist.
8. Schnellkupplung (10) nach einem Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (24) eine insbesondere durchgängige Ausnehmung (26) aufweist.
9. Schnellkupplung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Energiekupplungsteil (12) an dem daran befestigten Schnellkupplungsteil
über zwei beabstandete Trägerelemente (30) gelagert und vorzugsweise zwischen den
Trägerelementen (30) angeordnet ist, wobei jedes der Trägerelemente (30) ein Zentrierelement
(20) aufweist.
10. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierelemente (20) bolzenförmig ausgebildet sind und jeweils mit einem Halteelement
(22) nach einem der Ansprüche 4 bis 8 zusammenwirken, wobei die Halteelemente (22)
vorzugsweise an oder in einem Trägerblock (18) des beweglichen Energiekupplungsteils
(12) ausgebildet sind, der sich im Wesentlichen zwischen den Trägerelementen (30)
und senkrecht zu diesen erstreckt.
11. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die bolzenförmigen Zentrierelemente (20) konisch ausgebildet und über die schmaleren
Enden an den Trägerelementen (30) befestigt sind.
12. Schnellkupplung (10) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens vier Zentrierelemente (20) und mindestens vier Halteelemente (22) vorgesehen
sind, wobei jedes der Trägerelemente (30) mindestens je zwei Zentrierelemente (20)
aufweist, von denen vorzugsweise eines über eine Festlagerung und das andere über
eine Loslagerung mit dem Trägerelement (30) verbunden ist, sodass jeweils zwei Zentrierelemente
(20) eine Fest-Los-Anordnung bilden.
13. Schnellkupplung (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Energieanschluss (11) des beweglichen Energiekupplungsteils (12) auf der der
beweglichen Lagerung am Schnellkupplungsteil abgewandten Seite des Trägerblocks (18)
angeordnet und derart ausgebildet ist, dass beim Kuppeln mit dem anderen Energiekupplungssteil
automatisch eine Kopplung mit dem daran angeordneten anderen Energieanschluss zum
Herstellen einer Energiekreisverbindung hergestellt wird.
14. Schnellkupplung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Energiekupplungsteil (12) am Schnellkupplungsteil eines Werkzeugs,
insbesondere einer Radladerschaufel, angeordnet und vorzugsweise derart ausgerichtet
ist, dass die durch die Linearführung (14) vermittelte Kupplung der Energiekupplungsteile
entlang einer im Wesentlichen horizontalen Linie erfolgt.
15. Arbeitsgerät, insbesondere Radlader, mit einer Schnellkupplung (10) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche.