[0001] Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug-Schloss, insbesondere ein Kraftfahrzeug-Türschloss,
mit einem Gesperre aus im wesentlichen Drehfalle und Sperrklinke, ferner mit einem
Antrieb für das Gesperre, und mit einem Innenbetätigungs-Kupplungshebel sowie einem
Außenbetätigungs-Kupplungshebel.
[0002] Der Antrieb für das Gesperre wird in der Regel genutzt, ein elektrisches Öffnen des
Gesperres zu realisieren. Eine Innenbetätigungshebelkette ist dazu vorgesehen, eine
Betätigung einer Innenhandhabe aufzunehmen und zur Ansteuerung des Antriebs für die
Öffnung des Gesperres umzusetzen. Dies kann beispielsweise so umgesetzt sein, dass
bei Betätigung der Innenhandhabe über Hebel ein Schalter betätigt wird, mit dessen
Hilfe der Antrieb angesteuert wird. Andere Umsetzungen, beispielsweise die Innenhandhabe
als Sensor mit angeschlossener Steuereinheit, sind natürlich ebenfalls möglich. Mit
Hilfe des Innenbetätigungs-Kupplungshebels kann die Innenbetätigungshebelkette unterbrochen
oder geschlossen werden. Im unterbrochenen Zustand führen Betätigungen der Innenhandhabe
zu keinem Anlaufen des Antriebs und somit auch nicht zur Öffnung des Gesperres, wogegen
bei geschlossener Innenbetätigungshebelkette eine Betätigung der Innenhandhabe dazu
führt, dass der Antrieb das Gesperre elektrisch öffnet. Gleiches gilt für eine Außenbetätigungshebelkette.
[0003] Mit Hilfe der Innenbetätigungshebelkette und der Außenbetätigungshebelkette können
insbesondere an hinteren Seitentürschlössern bzw. Kraftfahrzeug-Seitentürschlössern
Funktionsstellungen wie "kindergesichert" oder auch "diebstahlgesichert" realisiert
werden. Die Funktionsstellung "kindergesichert" gehört dazu, dass die Innenbetätigungshebelkette
unterbrochen und damit "verriegelt" ist, während die Außenbetätigungshebelkette geschlossen
oder geöffnet, d.h.. entriegelt oder verriegelt ist. Befindet sich das fragliche Kraftfahrzeug-Schloss
und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss dagegen im Zustand "kinderentsichert", so
ist die Innenbetätigungshebelkette geschlossen, wogegen die Außenbetätigungshebelkette
geschlossen oder geöffnet, d.h. entriegelt oder verriegelt sein kann.
[0004] Die Funktionsstellung "diebstahlgesichert" korrespondiert dazu, dass sowohl die Innenbetätigungshebelkette
als auch die Außenbetätigungshebelkette unterbrochen sind. In der Funktionsstellung
"diebstahlentsichert" können die Außenbetätigungshebelkette und die Innenbetätigungshebelkette
geschlossen oder geöffnet, d.h. entriegelt oder verriegelt sein.
[0005] Da im Rahmen der Erfindung das fragliche Kraftfahrzeug-Schloss und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss
mit einem Antrieb für das Gesperre ausgerüstet ist und damit "elektrisch geöffnet"
werden kann, lassen sich in Verbindung mit zugehörigen und ebenfalls realisierten
Türgriffschaltern die zuvor angegebenen Funktionsstellungen auch elektrisch bzw. elektronisch
darstellen. So korrespondiert der Funktionszustand "kindergesichert" dazu, dass in
diesem Fall ein einer Innenhandhabe zugehöriger Türgriffschalter bzw. allgemein Sensor
funktionslos ist, während über eine Außenhandhabe und den dort realisierten Türgriffschalter
oder allgemein einen Türgriffsensor eine Öffnung der fraglichen Kraftfahrzeug-Tür
realisiert werden kann. Vergleichbares gilt für die ebenfalls auf elektrischem respektive
elektronischem Wege realisierbaren unterschiedlichen Diebstahlsicherungsstellungen.
[0006] Kraftfahrzeug-Schlösser und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschlössern mit einem Antrieb
bzw. einem elektrischen Öffnungsantrieb für das Gesperre sind häufig mit einer sogenannten
"temporären Crashredundanz (TCR)"ausgerüstet, wie sie prinzipiell in der
WO 2016/206665 A1 beschrieben wird. Eine derartige Auslegung sorgt dafür, dass insbesondere in einem
Notbetrieb und bei ausgefallenem oder defektem elektromotorischen Antrieb für das
Gesperre dennoch eine mechanische Öffnung im Sinne der temporären Crashredundanz möglich
ist. Das hat sich grundsätzlich bewährt.
[0007] Im gattungsbildenden Stand der Technik nach der
DE 10 2018 113 562 A1 sind ein erster und ein zweiter Kupplungshebel realisiert. Mit Hilfe des ersten Kupplungshebels
kann ein Innenbetätigungshebel mit einem Auslösehebel zur Beaufschlagung des Gesperres
gekoppelt werden. Ein zweiter Kupplungshebel lässt sich mit Hilfe eines Betätigungshebels
beaufschlagen. Dieser Betätigungshebel kann grundsätzlich auch als Außenbetätigungshebel
ausgebildet sein. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Funktionsstellungen
wie beispielsweise Diebstahlsicherung und Kindersicherung realisieren. Dabei erfolgt
bereits der Wegfall zumindest einer Antriebseinheit, sodass ein insgesamt leichter
und kompakter Aufbau beobachtet wird.
[0008] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, ist jedoch insofern verbesserungsfähig,
als der bekannte Betätigungshebel bzw. Außenbetätigungshebel sowohl mit dem ersten
Kupplungshebel als auch mit dem zweiten Kupplungshebel wechselwirkt. Tatsächlich verfügt
der fragliche Betätigungshebel bzw. Verriegelungshebel über eine Aufnahme, in die
der zweite Kupplungshebel eingreift. Außerdem ist der Betätigungshebel mit einer Führungsnut
ausgerüstet, in die der erste Kupplungshebel eingreift bzw. in welcher der erste Kupplungshebel
geführt wird. Das hat letztlich zur Folge, dass beide Kupplungshebel immer gemeinsam
beaufschlagt werden (müssen). Das ist im Sinne einer flexiblen Auslegung des bekannten
Kraftfahrzeug-Schlosses nachteilig. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0009] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein derartiges Kraftfahrzeug-Schloss
und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss mit elektrischem Öffnungsantrieb so weiterzuentwickeln,
dass dieses flexibel an unterschiedliche Einsatzbedingungen angepasst werden kann,
und zwar insbesondere im Hinblick auf einen mechanischen Notbetrieb.
[0010] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Kraftfahrzeug-Schloss
und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
dass beide Kupplungshebel - vorzugsweise im Notbetrieb - unabhängig voneinander durch
den Antrieb betätigbar sind.
[0011] Das heißt, die Erfindung arbeitet im Normalbetrieb derart, dass das Gesperre mit
Hilfe des Antriebes für das Gesperre respektive des Öffnungsantriebes beaufschlagt
wird. Ob dies von innen her, von außen her oder von innen und außen möglich ist oder
nicht, hängt dabei regelmäßig davon ab, wie eine obligatorisch vorgesehene Steuereinheit
entsprechende Signale von Sensoren bzw. Türgriffschaltern auswertet und verknüpft.
Sofern an dieser Stelle eine Innenhandhabe und eine Außenhandhabe realisiert sind,
verfügt die Innenhandhabe über einen zugehörigen Sensor bzw. Türgriffschalter. Gleiches
gilt für die Außenhandhabe. Mit Hilfe der Steuereinheit können nun die zuvor bereits
angesprochenen unterschiedlichen Funktionsstellungen wie beispielsweise "kindergesichert/kinderentsichert",
"diebstahlgesichert/ diebstahlentsichert" oder schlicht und ergreifend "verriegelt/entriegelt"
auf elektronischem Wege realisiert und abgebildet werden.
[0012] Kommt es jedoch zum Notfall bzw. Notbetrieb, so wird dieser typischerweise durch
die Abfrage eines Beschleunigungssensors bzw. Crashsensors eingeleitet. Als Folge
hiervon wird insbesondere ein mechanisches Öffnen bzw. Entriegeln des zugehörigen
Kraftfahrzeug-Schlosses realisiert bzw. ermöglicht. Dazu können erfindungsgemäß die
beiden Kupplungshebel, das heißt sowohl der Innenbetätigungs-Kupplungshebel als auch
der Außenbetätigungs-Kupplungshebel unabhängig voneinander durch den an sich für das
elektromotorische Öffnen verantwortlichen Antrieb betätigt werden. Hierdurch werden
regelmäßig ein oder beide Kupplungshebel eingekuppelt, während sie im Normalbetrieb
durchweg ausgekuppelt sind. Hierfür sorgt die Steuereinheit.
[0013] Die im Rahmen der Erfindung erreichte und unabhängige mechanische Betätigung der
beiden Kupplungshebel voneinander mit Hilfe des ohnehin vorgesehenen elektromotorischen
Antriebes bzw. Öffnungsantriebes hat den Vorteil, dass insbesondere beim Einbau des
fraglichen Kraftfahrzeug-Schlosses in hintere Kraftfahrzeug-Seitentüren ein sonst
erforderlicher und zusätzlicher elektromotorische Antrieb für die Kindersicherung
entfallen kann. Das gilt selbstverständlich auch für den Fall, dass die beiden Kupplungshebel
außerhalb vom Notbetrieb unabhängig voneinander mit Hilfe des Antriebes betätigt werden.
[0014] Nach vorteilhafter Ausgestaltung werden beide Kupplungshebel durch einen ersten Lauf
und einen zweiten Lauf des Antriebes in gleicher Betätigungsrichtung nacheinander
eingekuppelt bzw. lassen sich eingekuppeln. Dabei ist die Betätigungsrichtung zur
Beaufschlagung der beiden Kupplungshebel in der Regel entgegengesetzt zu einer Öffnungsrichtung
des Antriebes ausgelegt. Dadurch kann der Antrieb unverändert und nach wie vor für
das elektrische Öffnen des Gesperres in der Öffnungsrichtung im Notbetrieb genutzt
werden. Die Betätigungsrichtung für die beiden Kupplungshebel im Notbetrieb ist demgegenüber
entgegengesetzt zu dieser Öffnungsrichtung orientiert.
[0015] Dabei werden die beiden Kupplungshebel durch einen ersten Lauf und einen zweiten
Lauf in der fraglichen Betätigungsrichtung nacheinander eingekuppelt, lassen sich
folglich und prinzipiell unabhängig voneinander beaufschlagen im Unterschied zum Stand
der Technik nach
DE 10 2018 113 562 A1. Nach dem ersten Lauf kehrt der Antrieb in eine Grund- bzw. Neutralstellung zurück.
Im Rahmen des zweiten Laufes wird dann der andere Kupplungshebel eingekuppelt.
[0016] Tatsächlich ist die Auslegung in diesem Zusammenhang so getroffen, dass im Rahmen
des ersten Laufes zunächst der Außenbetätigung-Kupplungshebel einkuppelbar ist und
folglich die zugehörige Außenbetätigungshebelkette entriegelt wird. Dadurch ist die
fragliche Außenbetätigungshebelkette mechanisch von außen zu öffnen, was insbesondere
im Notbetrieb von besonderer Bedeutung ist. Nach dem ersten Lauf kehrt der Antrieb
in seine Neutral-bzw. Grundstellung zurück.
[0017] Im Rahmen des zweiten Laufes ausgehend von der Neutral-bzw. Grundstellung sorgt der
Antrieb nun dafür, dass der Innenbetätigung-Kupplungshebel ebenfalls eingekuppelt
wird. Als Folge hiervon ist im Anschluss hieran auch die Innenbetätigungshebelkette
geschlossen, sodass prinzipiell und im Notbetrieb sowie nach einem Crash im Fahrzeug
befindliche Personen die zugehörige Kraftfahrzeugtür auch von innen her öffnen können.
Eine Öffnung von außen her durch eintreffendes Rettungspersonal ist zuvor und nach
dem ersten Lauf des Antriebes bereits möglich.
[0018] Während das Einkuppeln der beiden Kupplungshebel und damit die jeweilige Einnahme
der entriegelten Funktionsstellungen der zugehörigen Betätigungshebelkette nacheinander
durch den ersten Lauf und den zweiten Lauf des Antriebes erfolgt, lassen sich in Gegenrichtung
beide Kupplungshebel mit Hilfe des in der Öffnungsrichtung beaufschlagten Antriebes
gemeinsam auskuppeln. Das heißt, für den Vorgang des Auskuppelns sind ein erster Lauf
und ein zweiter Lauf des Antriebes - diesmal in der Öffnungsrichtung - ausdrücklich
nicht erforderlich.
[0019] Beide Kupplungshebel sind erfindungsgemäß durch eine Ent-/Verriegelungshebelkette
mechanisch miteinander verbunden. Die Ent-/Verriegelungshebelkette verfügt in der
Regel über einen Außenverriegelungshebel und einen Innenverriegelungshebel. Der Außenverriegelungshebel
und der Innenverriegelungshebel sind durch ein Kupplungselement wahlweise miteinander
gekoppelt bzw. wechselwirken mit Hilfe des Kupplungselementes wahlweise miteinander.
[0020] Dazu ist das Kupplungselement in der Regel drehbar auf dem Innenverriegelungshebel
gelagert. Außerdem sorgt meistens eine Feder dafür, dass das Kupplungselement in Anlage
am Außenverriegelungshebel gehalten wird. Die Wechselwirkung zwischen dem Innenverriegelungshebel
und dem Außenverriegelungshebel über das Kupplungselement wird im Detail so umgesetzt
und realisiert, dass das Kupplungselement eine Führungskontur zur Wechselwirkung mit
einem Zapfen am Außenverriegelungshebel aufweist. Das heißt, das auf dem Innenverriegelungshebel
drehbar gelagerte Kupplungselement kann mit seiner Führungskontur seitens des Zapfens
am Außenverriegelungshebel beaufschlagt werden.
[0021] Schlussendlich ist die Auslegung vorteilhaft so getroffen, dass der Außenverriegelungshebel
und der Innenverriegelungshebel beabstandet zueinander in einem Schlossgehäuse gelagert
sind. Dadurch kann das Kupplungselement entsprechend zwischen dem Außenverriegelungshebel
und Innenverriegelungshebel platziert werden. Außerdem lassen sich hierdurch die beiden
Kupplungshebel unabhängig voneinander durch den Antrieb betätigen.
[0022] Im Ergebnis wird ein Kraftfahrzeug-Schloss zur Verfügung gestellt, welches insbesondere
als Kraftfahrzeug-Türschloss und vorzugsweise als Kraftfahrzeug-Seitentürschloss ausgelegt
ist. Sofern das fragliche Kraftfahrzeug-Schloss an einer hinteren Kraftfahrzeug-Seitentür
zum Einsatz kommt, lassen sich in diesem Zusammenhang problemlos sämtliche relevanten
Funktionsstellungen wie beispielsweise "kindergesichert/kinderentsichert" ebenso wie
"diebstahlgesichert/diebstahlentsichert" realisieren und umsetzen. Das gilt in der
Regel sowohl auf elektronischem als auch auf mechanischem Weg. Dadurch lässt sich
insbesondere im Crashfall eine temporäre Crashredundanz realisieren, weil in diesem
Fall mit Hilfe des ohnehin vorgesehenen elektromotorischen Antriebes für das Gesperre
bzw. des Öffnungsantriebes die beiden Kupplungshebel eingekuppelt werden. Das geschieht
entgegengesetzt zur Öffnungsrichtung, indem der fragliche Antrieb im Notbetrieb in
einer Betätigungsrichtung für die beiden Kupplungshebel beaufschlagt wird.
[0023] Dadurch, dass die beiden Kupplungshebel unabhängig voneinander durch den Antrieb
betätigbar sind, lassen sich auf mechanischem Wege und einfach die Kindersicherungs-
und Diebstahlsicherungsfunktion realisieren und umsetzen. Hierin sind die wesentlichen
Vorteile zu sehen.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
Fig. 1A das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug-Schloss in verriegeltem Zustand in einer
Übersicht,
Fig. 1B ist ein vergrößerter Ausschnitt aus Fig. 1A,
Figuren 2A und 2B die Entriegelung des Kraftfahrzeug-Schlosses nach Fig. 1 im Hinblick
auf eine Außenbetätigungshebelkette,
Figuren 3A und 3B das korrespondierende Entriegeln einer Innenbetätigungshebelkette
und
Figuren 4A bis 4D das Verriegeln der beiden Betätigungshebelketten.
[0025] In den Figuren ist ein Kraftfahrzeug-Schloss dargestellt, bei dem es sich insbesondere
um ein Kraftfahrzeug-Türschloss und konkret ein Kraftfahrzeug-Seitentürschloss handelt.
Im dargestellten Beispielfall wird ein Kraftfahrzeug-Seitentürschloss an einer hinteren
Seitentür betrachtet, welches mit einer Kindersicherungsfunktion und zusätzlich einer
Diebstahlsicherungsfunktion ausgerüstet ist.
[0026] Zu diesem Zweck verfügt das dargestellte Kraftfahrzeugschloss und insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss
zunächst einmal über ein nicht ausdrücklich dargestelltes Gesperre aus im wesentlichen
Drehfalle und Sperrklinke. Zum elektromotorischen Öffnen des Gesperres ist ein Antrieb
1, 2, 3 vorgesehen. Bei dem Antrieb 1, 2, 3 handelt es sich um einen elektromotorischen
Öffnungsantrieb für das Gesperre. Dieser setzt sich aus einem Elektromotor 1, einer
Abtriebschnecke 2 und einer mit der Abtriebschnecke 2 kämmenden und von dieser angetriebenen
Abtriebscheibe 3 zusammen. Als Folge hiervon kann die Abtriebscheibe 3 in der Fig.
1A angedeutete Bewegungen im Uhrzeigersinn und Gegenuhrzeigersinn um ihre Achse vollführen.
Eine Bewegung der Abtriebsscheibe 3 im Gegenuhrzeigersinn korrespondiert dazu, dass
im Normalbetrieb die Abtriebsscheibe 3 einen Auslösehebel beaufschlagt, welches das
Gesperre öffnet. Eine Bewegung der Abtriebsscheibe 3 im Uhrzeigersinn gehört demgegenüber
zum Notbetrieb.
[0027] Der Antrieb 1, 2, 3 ist an eine lediglich angedeutete Steuereinheit 4 angeschlossen
bzw. wird von dieser beaufschlagt. Die Steuereinheit 4 wertet zu diesem Zweck und
nach dem Ausführungsbeispiel zwei Sensoren 5, 6 aus, die einerseits zu einer Innenhandhabe
und andererseits einer Außenhandhabe der mit dem betreffenden Kraftfahrzeug-Schloss
ausgerüsteten Kraftfahrzeug-Tür korrespondieren. Selbstverständlich können auch mehr
als diese beiden Sensoren 5, 6 vorhanden sein.
[0028] Soll beispielsweise auf elektronischem Wege und im Normalfall die Funktion "kindergesichert"
realisiert werden, so bedeutet dies, dass die Steuereinheit 4 die Beaufschlagung des
Sensors 5 für die Innenhandhabe in diesem Fall ignoriert, wohingegen eine Beaufschlagung
des Sensors 6 der Außenhandhabe in eine Öffnung des Kraftfahrtzeug-Schlosses mit Hilfe
des elektromotorischen Antriebes 1, 2, 3 mündet. Im Falle "diebstahlgesichert" werden
Beaufschlagungen beider Sensoren 5, 6 demgegenüber ignoriert. Auch eine Funktion "override"
lässt sich elektronisch derart abbilden, dass beispielsweise die einmalige Betätigung
des Sensors 5 der Innenhandhabe unmittelbar in einen Entriegelungs- und zugleich Öffnungsvorgang
des Gesperres mit Hilfe des elektromotorischen Antriebes 1, 2, 3 umgesetzt wird. Dazu
verfährt jeweils die Abtriebsscheibe 3 im Gegenuhrzeigersinn (Öffnungsrichtung).
[0029] Neben dieser zuvor angesprochenen Möglichkeit, das dargestellte Kraftfahrzeug-Schloss
respektive den elektromotorischen Antrieb 1, 2, 3 in Abhängigkeit von einer Beaufschlagung
oder Nichtbeaufschlagung der Sensoren 5, 6 mit Hilfe der Steuereinheit 4 anzusprechen,
ist auch eine mechanische Öffnung im Sinne einer "temporären Crashredundanz (TCR)"
möglich. Eine solche kommt zum Tragen, falls mit Hilfe der Steuereinheit 4 ein zusätzlich
vorgesehener Crashsensor 7 abgefragt worden ist und auf einen solchen Crash hindeutet.
Die Auslösung des Sensors 7 führt also dazu, dass die Steuereinheit 4 auf den Notfall
bzw. Notbetrieb umschaltet.
[0030] Als Folge hiervon sorgt der elektromotorische Antrieb bzw. Öffnungsantrieb 1, 2,
3 im Notbetrieb nun primär dafür, dass ein Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 sowie
ein Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9 einkuppelbar sind bzw. eingekuppelt werden können.
Im Normalbetrieb sind beide Kupplungshebel 8, 9 ausgekuppelt und korrespondieren zur
Funktionsstellung "verriegelt". Das heißt, über die nicht ausdrücklich dargestellte
Innenhandhabe lässt sich der Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 zwar beaufschlagen,
geht jedoch in Bezug auf eine Öffnung des Gesperres leer. Gleiches gilt für eine Außenhandhabe
und den Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9. Das heißt, im Normalbetrieb sind sowohl
eine mechanische Innenbetätigungs- als auch eine Außenbetätigungshebelkette jeweils
unterbrochen und mit Bezug zum Gesperre wirkungslos. Dieses wird in einem solchen
Fall lediglich mit Hilfe des Antriebes 1, 2, 3 elektromotorisch beaufschlagt.
[0031] Der Notbetrieb und das damit verbundene Einkuppeln der beiden Kupplungshebel 8, 9
im Zusammenhang mit dem zugehörigen Entriegelungsvorgang des Kraftfahrzeug-Schlosses
wird nun in den Figuren 2A und 2B für den Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9 und in
den Figuren 3A und 3B für den Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 dargestellt und nachfolgend
noch näher erläutert. Tatsächlich geht die Fig. 2A vom verriegelten Zustand nach der
Fig. 1A aus. Um nun das dargestellte Kraftfahrzeug-Schloss zu entriegeln, und zwar
im Hinblick auf eine zugehörige Ent-/Verriegelungshebelkette 10, 11, 12, 13 wird zunächst
der Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9 eingekuppelt, wie nachfolgend noch näher erläutert
wird. Tatsächlich ist die Auslegung insgesamt so getroffen, dass beide Kupplungshebel
8, 9 unabhängig voneinander durch den Antrieb 1, 2, 3 betätigbar sind. Dazu lassen
sich die beiden Kupplungshebel 8, 9 durch einen ersten Lauf und einen zweiten Lauf
des Antriebes 1, 2, 3 in gleicher Betätigungsrichtung nacheinander eingekuppeln, wie
nachfolgend noch näher erläutert wird. Dabei ist die Betätigungsrichtung entgegengesetzt
zur Öffnungsrichtung des Antriebes 1, 2, 3 ausgelegt, gehört nach dem Ausführungsbeispiel
zu einer Drehung der Abtriebsachse 3 im Uhrzeigersinn.
[0032] Zurückkommend auf den verriegelten Zustand nach der Fig. 1A korrespondiert eine Beaufschlagung
der Abtriebsscheibe 3 des elektromotorischen Antriebes 1, 2, 3 im Gegenuhrzeigersinn
zur Öffnungsrichtung, also dazu, dass das nicht näher dargestellte Gesperre aus im
wesentlichen Drehfalle und Sperrklinke geöffnet wird. Im Rahmen der Figuren 2A und
2B wird nun der elektromotorische Antrieb 1, 2, 3 ausgehend von dem verriegelten Zustand
nach der Fig. 1 in der zur Öffnungsrichtung entgegengesetzten Richtung (Betätigungsrichtung)
beaufschlagt, das heißt vorliegend im Uhrzeigersinn. Das hat zur Folge, dass die Abtriebsscheibe
3 mit einer hieran angebrachten Kontur 3a beim Übergang von der Fig. 1A zur Fig. 2A
dafür sorgt, dass ein Außenverriegelungshebel 10 um seine zugehörige Achse 10a im
Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird. Da der Außenverriegelungshebel 10 auf seiner
mit der fraglichen Kontur 3a der Abtriebscheibe 3 wechselwirkenden Nase 10b mit einem
darauf gelenkig gelagerten Verbindungshebel 13 gekoppelt ist, vollführt der Verbindungshebel
13 beim Vergleich der Funktionsstellungen nach den Figuren 1A und 2A im Wesentlichen
eine Abwärtsbewegung.
[0033] Die Abwärtsbewegung des Verbindungshebels 13 hat zur Folge, dass auch der an den
Verbindungshebel 13 angeschlossene Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9 abwärts bewegt
und damit eingekuppelt wird. Als Folge hiervon kann anschließend das dargestellte
Kraftfahrzeug-Schloss durch eine Beaufschlagung des nunmehr eingekuppelten Außenbetätigungs-Kupplungshebels
9 mit Hilfe einer nicht ausdrücklich dargestellten Außenhandhabe von außen her mechanisch
geöffnet werden, weil der Außenbetätigungs- Kupplungshebel 9 die entsprechende Außenbetätigungshebelkette
schließt. Dadurch liegt eine mechanische Verbindung ausgehend von der Außenhandhabe
über den eingekuppelten Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9 bis hin zu einem nicht ausdrücklich
dargestellten Auslösehebel für das Gesperre vor, sodass das Gesperre mit Hilfe der
Außenhandhabe mechanisch geöffnet werden kann.
[0034] Bei dem beschriebenen Vorgang legt sich der Außenverriegelungshebel 10 an die Abtriebscheibe
3 an. Als Folge hiervon kann der Antrieb 1, 2, 3 ausgehend von der Funktionsstellung
in der Fig. 2A in seine Grundstellung zurückfahren, wie sie in der Fig. 1A dargestellt
ist und beim Übergang von der Fig. 2A zur Fig. 2B deutlich wird. Hiermit geht einher,
dass die Betätigungskontur 3a zusammen mit der Abtriebscheibe 3 ausgehend von der
Funktionsstellung nach der Fig. 2A im Gegenuhrzeigersinn verdreht wird, und zwar bis
die Funktionsstellung nach der Fig. 2B erreicht ist.
[0035] In der Funktionsstellung nach der Fig. 2B kann ein Kupplungselement 12 in einen Bereich
vor der Betätigungskontur 3a federunterstützt einfallen. Hierfür sorgt eine Feder
14, welche das Kupplungselement 12 in Anlage am Außenverriegelungshebel 10 hält. Das
wird ebenfalls beim Vergleich der Figuren 2A und 2B deutlich. Tatsächlich ist das
Kupplungselement 12 nach dem Ausführungsbeispiel auf einem insbesondere in den Figuren
3A und 3B zu erkennenden Innenverriegelungshebel 11 gelagert. Der Außenverriegelungshebel
10 und der Innenverriegelungshebel 11 wechselwirken miteinander durch das Kupplungselement
12, wie nachfolgend noch näher anhand der Fig. 1B erläutert wird. Das heißt, die zuvor
bereits angesprochene Ent-/Verriegelungshebelkette 10, 11, 12, 13 setzt sich aus dem
Außenverriegelungshebel 10, dem Innenverriegelungshebel 11, dem auf dem Innenverriegelungshebel
11 gelagerten Kupplungselement 12 und schließlich dem Verbindungshebel 13 zusammen,
welcher den Außenverriegelungshebel 10 gelenkig mit dem Außenbetätigungs-Kupplungshebel
9 verbindet.
[0036] In der ausschnittsweisen Vergrößerung der Fig. 1B erkennt man, dass das Kupplungselement
12 mit Hilfe der Feder 14 in Anlage am Außenverriegelungshebel 10 bzw. der Abtriebscheibe
3 gehalten wird. Tatsächlich ist das Kupplungselement 12 mit einer Führungskontur
12a ausgerüstet, die mit einem Zapfen 10c am Außenverriegelungshebel 10 wechselwirkt.
Sobald der Außenverriegelungshebel 10 beim Übergang von der Fig. 1A zur Fig. 2A um
seine Achse 10a im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird, sorgt diese Schwenkbewegung
dafür, dass der Außenverriegelungshebel 10 mit Hilfe seines Zapfens 10c in Verbindung
mit der Führungskontur 12a am Kupplungselement 12 das Kupplungselement 12 insgesamt
im Gegenuhrzeigersinn um seine auf dem Innenverriegelungshebel 11 definierte Achse
verschwenkt. Das ist möglich, weil beim Übergang von der Fig. 2A zur Fig. 2B der Antrieb
1, 2, 3 in seine Grundstellung übergeht und dadurch die Kontur 3a einen frontseitigen
Ausweichbereich für das fragliche Kupplungselement 12 freigibt.
[0037] Jetzt hat das Kraftfahrzeug-Schloss die Funktionsstellung nach den Figuren 2B bzw.
3A erreicht. Tatsächlich ist in der Fig. 3A lediglich der Innenverriegelungshebel
11 zusammen mit dem Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 im Wesentlichen dargestellt,
wohingegen der Außenverriegelungshebel 10 aus Gründen der Deutlichkeit weggelassen
worden ist. Ohnehin verändert sich seine Position in der Figurenabfolge der Figuren
3A und 3B nicht. Nachdem also im Rahmen eines ersten Laufes des Antriebes 1, 2, 3
der Außenbetätigungs-Kupplungshebel 9 eingekuppelt worden ist und folglich die zugehörige
Außenbetätigungshebelkette entriegelt und damit zum mechanischen Öffnen des Gesperres
geschlossen worden ist, erfolgt nun im Rahmen eines zweiten Laufes des Antriebes 1,
2, 3 ausgehend von seiner erneut eingenommenen Grundstellung in der Fig. 2B bzw. in
der Fig. 3A die Betätigung des Innenbetätigungs-Kupplungshebels 8. Das ist in den
Figuren 3A und 3B dargestellt.
[0038] Man erkennt in der Fig. 3A, dass zunächst einmal das Kupplungselement 12 vor die
Betätigungskontur 3a an der Abtriebscheibe 3 eingeschwenkt ist. Das ist möglich, weil
zuvor nach dem Einkuppeln des Außenbetätigungs-Kupplungshebels 9 der elektromotorische
Antrieb 1, 2, 3 seine Grundstellung gemäß der Fig. 2B bzw. nach der Fig. 3A eingenommen
hat. Wenn jetzt der Antrieb 1, 2, 3 einen zweiten Lauf in der Öffnungsrichtung vollführt,
also in der Uhrzeigersinnrichtung mit Bezug zu seiner Abtriebscheibe 3, so kann die
Kontur 3a nunmehr mit dem Kupplungselement 12 wechselwirken, welches seinerseits drehbar
auf dem Innenverriegelungshebel 11 gelagert ist. Das hat beim Übergang von der Fig.
3A zur Fig. 3B zur Folge, dass der Innenverriegelungshebel 11 um seine Achse 11a im
Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird.
[0039] Dadurch wird auch der endseitig gelenkig an den Innenverriegelungshebel 11 angeschlossene
Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 ausgehend von der Funktionsstellung nach der Fig
3A im Übergang zur Fig 3B aufwärts bewegt, wie ein entsprechender Pfeil andeutet.
Die Aufwärtsbewegung des Innenbetätigungs-Kupplungshebels 8 führt dazu, dass der Innenbetätigungs-Kupplungshebel
8 eingekuppelt wird. Dadurch ist nun auch die zugehörige Innenbetätigungshebelkette
geschlossen. Das dargestellte Kraftfahrzeug-Schloss kann folglich von innen her mit
Hilfe einer Innenhandhabe über die nunmehr geschlossene Innenbetätigungshebelkette
ebenfalls geöffnet werden, und zwar mechanisch. Dabei korrespondiert der eingekuppelte
Zustand des Innenbetätigungs-Kupplungshebels 8 erneut zu einer Entriegelung der Innenbetätigungshebelkette
im Beispielfall.
[0040] Bei einem Vergleich der Figuren 2A, 2B und 3A, 3B miteinander wird deutlich, dass
der Außenverriegelungshebel 10 und der Innenverriegelungshebel 11 beabstandet voneinander
in einem Schlossgehäuse 15 gelagert sind. Tatsächlich erstrecken sich beide zugehörigen
Achsen 10a, 11a, einerseits die Achse 10a für den Außenverriegelungshebel 10 und andererseits
die Achse 11a für den Innenverriegelungshebel 11 jeweils parallel zueinander und beabstandet
voneinander, wie ergänzend bei einem Vergleich mit der Fig. 1A deutlich wird.
[0041] In den Figuren 4A bis 4D ist nun ein Verriegelungsvorgang der Außenbetätigungshebelkette
ebenso wie der (mechanische) Innenbetätigungshebelkette dargestellt. Tatsächlich erfolgt
dieser Verriegelungsvorgang dergestalt, dass beide Kupplungshebel 8, 9 mit Hilfe des
in der Öffnungsrichtung beaufschlagten Antriebes 1, 2, 3 gemeinsam auskuppelbar sind
bzw. nach dem Ausführungsbeispiel ausgekuppelt werden. Die Öffnungsrichtung des Antriebes
1, 2, 3 korrespondiert zu einer Beaufschlagung der Abtriebscheibe 3 im Gegenuhrzeigersinn.
[0042] Tatsächlich ist in der Fig. 4A der Zustand dargestellt, dass sowohl der Außenbetätigungshebels-Kupplungshebel
9 als auch der Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 jeweils entsprechend der Darstellung
in der Fig. 3B eingekuppelt sind. Folgerichtig sind beide Betätigungshebelketten entriegelt
und können über die zugehörige Innenhandhabe bzw. Außenhandhabe mechanisch geöffnet
werden.
[0043] Ausgehend von diesem Zustand "entriegelt" nach der Fig. 3B führt nun eine Beaufschlagung
des elektromotorischen Antriebes 1, 2, 3 in der Funktionsstellung nach der Fig. 4A
dazu, dass die Abtriebscheibe 3 im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird. Als Folge hiervon
beaufschlagt die Abtriebscheibe 3 den Außenverriegelungshebel 10, und zwar beim Übergang
von der Fig. 4A zur Fig. 4B im Uhrzeigersinn um seine Achse 10a. Dafür sorgt erneut
die Kontur 3a an der Abtriebscheibe 3. Als Folge hiervon sorgt der Außenverriegelungshebel
10 auch dafür, dass das Kupplungselement 12 rückgestellt wird. Das korrespondiert
zu einer angedeuteten Uhrzeigersinnbewegung des Kupplungselementes 12 gegenüber dem
Innenverriegelungshebel 11, auf dem das Kupplungselement 12 gelagert ist.
[0044] Dadurch kommt es im weiteren Verlauf ausgehend von der Fig. 4B zur Fig. 4C dazu,
dass der Außenverriegelungshebel 10 in der Fig. 4C mit seiner Nase 10b in einen Bereich
vor der Kontur 3a in Überlappung mit der Abtriebscheibe 3 eintauchen kann. Dass im
Uhrzeigersinn bewegte Kupplungselement 12 sorgt seinerseits dafür, dass hierdurch
auch der Innenverriegelungshebel 11 im Uhrzeigersinn um seine Achse 11a verschwenkt
wird. Hierzu steht der Außenverriegelungshebel 10 in direktem Kontakt zum Innenverriegelungshebel
11 und stellt diesen zurück. Die in den Freibereich vor der Kontur 3a eintauchende
Nase 10b des Außenverriegelungshebels 10 zusammen mit seiner in den Figuren 4A bis
4D nachvollziehbaren Uhrzeigersinnschwenkbewegung um seine Achse 10a führt dazu, dass
hierbei der Verbindungshebel 13 ausgehend von der Position nach den Figuren 3B bzw.
4A nach oben bewegt wird. Dadurch wird der Außenbetätigungshebel-Kupplungshebel 9
ausgekuppelt.
[0045] Zugleich führt die geschilderte Uhrzeigersinndrehung des Innenverriegelungshebels
11 um seine Achse 11a dazu, dass der Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 ausgehend von
der Funktionsstellung nach der Fig. 4A im Übergang bis zur Fig. 4D nach unten bewegt
wird. Das hat zur Folge, dass der Innenbetätigungs-Kupplungshebel 8 ausgekuppelt wird.
Da am Ende dieser Bewegung entsprechend der Darstellung in der Fig. 4D beide Kupplungshebel
8, 9 ausgekuppelt sind, sind sowohl die Außenbetätigungshebelkette als auch die in
den Betätigungshebelkette erneut wieder verriegelt, sodass der Ausgangszustand nach
der Fig. 1A (wieder) erreicht ist. Anschließend kann der Antrieb 1, 2, 3 jeweils gegen
einen nicht näher dargestellten Anschlag fahren und wird hierdurch in Bezug auf seine
absolvierte Bewegung in der Öffnungsrichtung, das heißt im Gegenuhrzeigersinn, begrenzt.
Bezugszeicheliste
[0046]
- 1
- Elektromotor
- 2
- Abtriebschnecke
- 3
- Abtriebscheibe
- 3a
- Kontur
- 4
- Steuereinheit
- 5, 6
- Sensoren
- 7
- Crashsensor
- 8
- Innenbetätigungs-Kupplungshebel
- 9
- Außenbetätigungs-Kupplungshebel
- 10
- Außenverriegelungshebel
- 10a
- zugehörige Achse
- 10b
- Nase
- 11
- Innenverriegelungshebel
- 11a
- Achse
- 12
- Kupplungselement
- 12a
- Führungskontur
- 13
- Verbindungshebel
- 14
- Feder
- 15
- Schlossgehäuse
1. Kraftfahrzeug-Schloss, insbesondere Kraftfahrzeug-Türschloss, mit einem Gesperre aus
im wesentlichen Drehfalle und Sperrklinke, ferner mit einem Antrieb (1, 2, 3) für
das Gesperre, und mit einem Innenbetätigungs-Kupplungshebel (8) sowie einem Außenbetätigungs-Kupplungshebel
(9),
dadurch gekennzeichnet, dass
beide Kupplungshebel (8, 9) - vorzugsweise im Notbetrieb - unabhängig voneinander
durch den Antrieb (1, 2, 3) betätigbar sind.
2. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kupplungshebel (8, 9) durch einen ersten Lauf und einen zweiten Lauf des Antriebes
(1, 2, 3) in gleicher Betätigungsrichtung nacheinander einkuppelbar sind.
3. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsrichtung zur Beaufschlagung der beiden Kupplungshebel (8, 9) entgegengesetzt
zu einer Öffnungsrichtung des Antriebes(1, 2, 3) ausgelegt ist.
4. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kupplungshebel (8, 9) mit Hilfe des in der Öffnungsrichtung beaufschlagten
Antriebes (1, 2, 3) gemeinsam auskuppelbar sind.
5. Kraftfahrzeug-schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kupplungshebel (8, 9) durch eine Ent-/Verriegelungshebelkette (10, 11, 12,
13) mechanisch miteinander verbunden sind.
6. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ent-/Verriegelungshebelkette (10, 11, 12, 13) einen Außenverriegelungshebel (10)
und einen Innenverriegelungshebel (11) aufweist, die durch ein Kupplungselement (12)
miteinander wechselwirken.
7. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (12) auf dem Innenverriegelungshebel (11) drehbar gelagert ist.
8. Kraftfahrzeug-Schloss nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (12) mit Hilfe einer Feder (14) in Anlage am Außenverriegelungshebel
(10) gehalten wird.
9. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (12) eine Führungskontur (12a) zur Wechselwirkung mit einem
Zapfen (10c) am Außenverriegelungshebel (10) aufweist.
10. Kraftfahrzeug-Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenverriegelungshebel (10) und der Innenverriegelungshebel (11) beabstandet
voneinander in einem Schlossgehäuse (15) gelagert sind.