[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektropneumatisches Schlagwerk für eine elektrische
Handwerkzeugmaschine, insbesondere einen Bohr- und/oder Meißelhammer. Das Schlagwerk
ist ausgestattet mit einem Getriebegehäuse, einem zumindest abschnittsweise in dem
Getriebegehäuse angeordneten Führungsrohr, einem in dem Führungsrohr beweglichen Erregerkolben,
einem mit dem Erregerkolben gekoppelten Pleuel sowie mit einem als außenverzahntes
Zahnrad ausgebildeten Exzenterrad. Das Exzenterrad ist einerseits mit dem Pleuel gekoppelt
und andererseits drehbar bezüglich des Getriebegehäuses gelagert.
[0002] Schlagwerke der eingangs genannter Art sowie Handwerkzeugmaschinen mit solchen Schlagwerken
sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Schlagwerk bereitzustellen, das einen
vergleichsweise flexibles Einsatz ermöglicht.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das zwischen einer dem Pleuel zugewandten Exzenterrad-Oberfläche
und einer dem Exzenterrad zugewandten Pleuel-Oberfläche ein Axialspalt vorgesehen
ist. Der Axialspalt dient vorzugsweise einer optionalen Aufnahme eines Schmierraumtrennelements,
oder zumindest eines Teils davon. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn
zwischen einem in radialer Richtung am weitesten von der Drehachse entfernten Kontaktpunkt,
der zwischen Pleuel und Exzenterrad besteht, und dem Fußkreis des als außenverzahntes
Zahnrad ausgebildeten Exzenterrades ein Radialabstand vorgesehen ist. Der Radialabstand
dient vorzugsweise zur optionalen Aufnahme eines/des Schmierraumtrennelements, oder
zumindest eines Teils davon.
[0005] Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, dass durch ein optionales Einbringen eines
Schmierraumtrennelements, etwa in solchen Märkten, wo eine Schmierraumtrennung nicht
erforderlich ist, das Schmierraumtrennelement eingespart werden kann. In Märkten wo
eine Schmierraumtrennung erforderlich ist, kann ein Schmierraumtrennelement mit etwaigen
Dichtungen eingebracht werden. Durch eine Trennung von Schlagwerksschmierraum und
Motorschmierraum ist eine verbesserte Schmierung der Verzahnungsteile, etwa zwischen
einem Ritzel eines Elektromotors und einer Außenverzahnung eines Exzenterrades möglich.
Zusätzlich ist dadurch eine verbesserte Abschottung gegen Gesteins- und Betonstaub
gegeben, wodurch wiederum ein Verschleiß der Paarung Ritzel- Außenverzahnung reduziert
oder zumindest zeitlich gestreckt wird. Es ist auch denkbar, dass die Handwerkzeugmaschinen
und/oder die Schlagwerke bei Erstauslieferung ohne ein Schmierraumtrennelement ausgeliefert
werden und je nach Art der Nutzung und des Verschleißes, im Servicefall das Schmierraumtrennelement
eingebracht wird. Durch ein Reduzieren der Teileanzahl werden bei Schlagwerken und/oder
Handwerkzeugmaschinen ohne Schmierraumtrennelement Kosten und Gewicht eingespart.
[0006] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist der Axialspalt, bezogen auf die
Drehachse des Exzenterrades in axialer Richtung, mindestens 20 Prozent so groß ist
wie die Stärke des Exzenterrades in axialer Richtung. Es hat sich als vorteilhaft
herausgestellt, wenn der Axialspalt wenigstens 5mm beträgt. Es hat sich als vorteilhaft
herausgestellt, der Radialabstand zwischen dem Kontaktpunkt und dem Fußkreis wenigstens
5 Prozent eines Fußkreisdurchmessers (FD) des Fußkreises beträgt. Es hat sich als
vorteilhaft herausgestellt, wenn der Radialabstand wenigstens 5 mm beträgt.
[0007] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung, vorzugsweise für einen spezifischen
Markt, weist das Schlagwerk ein Schmierraumtrennelement auf, welches in dem Axialspalt
und/oder in dem Radialabstand aufgenommen ist. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt,
wenn das Schmierraumtrennelement eine Ringdichtmanschette mit einem dynamischen Dichtring
aufweist, der koaxial zur Drehachse angeordnet und gegen den Radialabstand gepresst
ist.
[0008] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Schmierraumtrennelement eine
Stirndichtmanschette auf, die das Exzenterrad zumindest abschnittweise gegenüber einer
Gehäusewand abdichtet. Die Stirndichtmanschette kann einen statischen Dichtring aufweisen,
der koaxial zur Drehachse angeordnet und gegen einen Getriebeinnenrand gepresst ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Schmierraumtrennelement eine
hülsenförmige Dichtkammer zur Aufnahme eines Ritzels eines Elektromotors auf. Es hat
sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Ringdichtmanschette, die Stirndichtmanschette
und die Dichtkammer einstückig miteinander ausgebildet sind.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Schmierraumtrennelement frei
von axialen Stützlasten, die mittelbar oder unmittelbar durch den Pleuel bewirkt werden.
Vorteilhafterweise, ist eine Höhe der Ringdichtmanschette in axialer Richtung geringer
als der Axialspalt. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die Deckschale,
auf einer dem Exzenterrad zugewandten Seite, eine Haltelippe zur Sicherung des Pleuels
in axialer Richtung aufweist. Vorzugsweise folgt ein Verlauf der Haltelippe zumindest
abschnittsweise einer Kreisbahn eines Exzenterpunktes des Exzenterrades. Es können
mehrere, jeweils konzentrisch zueinander ausgebildete Haltelippen vorgesehen sein.
Die Haltelippen können voneinander verschiedene Durchmesser aufweisen. Der Verschlussdeckel
kann einen sich in axialer Richtung erstreckenden Stützkragen aufweisen, der in axialer
Richtung auf der Stirndichtmanschette aufsteht.
[0010] Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine elektrische Handwerkzeugmaschine, insbesondere
einen Bohr- und/oder Meißelhammer, mit einem vorbeschriebenen Schlagwerk. Es hat sich
als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Handwerkzeugmaschine einen Elektromotor mit
einem Ritzel zum unmittelbaren Antreiben des Exzenterrades über dessen Außenverzahnung
aufweist. Das Ritzel und die Außenverzahnung des Exzenterrades können in einem Motorschmierraum
befindlich sein. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind der Pleuel und/oder
ein der Deckschale zugewandter Oberflächenanteil des Exzenterrades in einem vom Motorschmierraum
hydraulisch getrennten Schlagwerksschmierraum untergebracht.
[0011] Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Schmierraumtrennelement mit einer Ringdichtmanschette,
einer Stirndichtmanschette und einer Dichtkammer, die einstückig miteinander ausgebildet
sind.
[0012] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0013] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Es zeigt:
- Figur 1
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schlagwerks.
Ausführungsbeispiel:
[0014] Ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines elektropneumatischen Schlagwerks
70 einer elektrischen Handwerkzeugmaschine ist in Fig. 1 dargestellt.
[0015] Das elektropneumatische Schlagwerk 70 weist ein Getriebegehäuse 60 und ein Führungsrohr
50 auf, wobei das Führungsrohr 50 zumindest abschnittsweise in dem Getriebegehäuse
60 angeordnet ist. Das elektropneumatische Schlagwerk 70 weist weiter ein in dem Führungsrohr
50 beweglichen Erregerkolben 40, einen mit dem Erregerkolben 40 gekoppelten Pleuel
30 sowie ein Exzenterrad 20 auf. Das Exzenterrad 20 ist einerseits mit dem Pleuel
30 gekoppelt und andererseits über ein Lagerschild 10 des Getriebegehäuses 60 um eine
Drehachse DA drehbar bezüglich des Getriebegehäuses 60 gelagert. Das Lagerschild 10
ist in das Getriebegehäuses 60 integriert. Das Exzenterrad 20 ist auf einem Lagerkörper
25 mittels einer Gleitlagerpaarung 28 drehbar gelagert. Der Lagerkörper 25 ist drehfest
in das Lagerschild 10 eingebracht. Das Exzenterrad 20 ist als außenverzahntes 29 Zahnrad
ausgebildet, das über einen Elektromotor 90 rotatorisch angetrieben werden kann. Der
Elektromotor 90 weist dafür ein Ritzel 91 auf, das mit der Außenverzahnung 29 gepaart
ist.
[0016] Wie der Fig. 1 entnommen werden kann, ist zwischen einer dem Pleuel 30 zugewandten
Exzenterrad-Oberfläche EO und einer dem Exzenterrad 20 zugewandten Pleuel-Oberfläche
PO ein Axialspalt AS vorgesehen. Der Axialspalt AS ist, bezogen auf die Drehachse
DA des Exzenterrades 20 in axialer Richtung AR, beispielhaft etwa 30 Prozent so groß
ist wie eine Stärke DE des Exzenterrades 20 in axialer Richtung AR. Wie ebenfalls
der Fig. 1A entnommen werden kann, ist zwischen einem in radialer Richtung RR am weitesten
von der Drehachse DA entfernten Kontaktpunkt KP, der zwischen Pleuel 30 und Exzenterrad
20 besteht, und dem Fußkreis FK der Außenverzahnung 29 des Exzenterrades 20 ein Radialabstand
RA vorgesehen. Der Radialabstand RA zwischen dem Kontaktpunkt KP und dem Fußkreis
FK beträgt beispielhaft 5 Prozent eines Fußkreisdurchmessers FD des Fußkreises FK
des Exzenterrades. Der Pleuel 30 weist einen Pleuelzapfen 31 auf, der in das Exzenterrad
20 eingreift. Der Kontaktpunkt KP ist am Übergang von Pleuelzapfen 31 zum Exzenterrad
20 befindlich.
[0017] Das Schlagwerk 70 weist innerhalb des Getriebegehäuses 60 ein optional eingebrachtes
Schmierraumtrennelement 90 auf, welches eine hydraulische Trennung zwischen Motorschmierraum
92 und Schlagwerksschmierraum 62 realisiert. Das Ritzel 91 und die Außenverzahnung
29 des Exzenterrades 20 sind im Motorschmierraum 92 befindlich. Der Pleuel 30 sowie
eine der Deckschale 65 zugewandte Radoberfläche 26 (deren Durchmesser vorzugsweise
höchstens dem Fußkreisdurchmesser FK entspricht) sind in einem Schlagwerksschmierraum
62 untergebracht, der vom Motorschmierraum 92 hydraulisch getrennt ist.
[0018] Das Schmierraumtrennelement 80 selbst weist eine Ringdichtmanschette 81, eine Stirndichtmanschette
83 und eine Dichtkammer 85 auf. Im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel sind
die Ringdichtmanschette 81, die Stirndichtmanschette 83 und die Dichtkammer 85 einstückig
miteinander ausgebildet. Das Schmierraumtrennelement 80 besteht beispielhaft aus Kunststoff.
[0019] Die Ringdichtmanschette 81 dient dem Abdichten des Exzenterrades 20 auf seiner der
Deckelschale 65 zugewandten Seite. Dazu ist die Ringdichtmanschette 81, bezogen auf
die axiale Richtung AR, im Axialspalt AS zwischen Pleuel 30 und Exzenterrad 20 untergebracht.
Gleichsam liegt die Ringdichtmanschette 81, bezogen auf die radiale Richtung RR, auf
dem Radialabstand RA auf. Somit ist Axialspalt AS und Radialabstand RA mit ein- und
demselben Trennelement in Form der Ringdichtmanschette 81 belegt. Die Ringdichtmanschette
81 ist ausgestattet mit einem dynamischen Dichtring 82, der koaxial zur Drehachse
DA angeordnet und gegen den Radialabstand RA gepresst ist.
[0020] Die Stirndichtmanschette 83 dient dem Abdichten des Exzenterrades 20 zumindest abschnittweise
gegenüber einer Gehäusewand 68. Die Stirndichtmanschette 83 weist dafür einen statischen
Dichtring 84 auf, der gegen die Gehäusewand 68 in axialer Richtung AR gepresst ist.
Dabei ist der statische Dichtring 84 beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1A im Bereich
des Exzenterrades 20 koaxial zur Drehachse DA angeordnet. Im Bereich des Ritzels 91
liegt der statische Dichtring 84 ebenfalls gegen die Gehäusewand 68 in axialer Richtung
AR gepresst. In diesem Bereich erstreckt sich der Dichtring 84 allerdings koaxial
zur Rotationsachse RO des Ritzels 91.
[0021] Die hülsenförmige Dichtkammer 85 des Schmierraumtrennelements 80 dient schließlich
zur Aufnahme des Ritzels 91 des Elektromotors 90.
[0022] Wie der Fig. 1A entnommen werden kann, ist das Getriebegehäuse 60 an einer Oberseite
61 - von hier aus werden unter anderem der Pleuel 30 und das Exzenterrad 20 in das
Getriebegehäuse 60 eingebracht - durch eine Deckschale 65, die beispielhaft aus Kunststoff
besteht, verschlossen. Die Deckschale 65 weist auf einer dem Exzenterrad 20 zugewandten
Seite 63 eine Haltelippe 67 auf, wobei ein Verlauf der Haltelippe 67 einer Kreisbahn
23 eines Exzenterpunktes 21 des Exzenterrades 20 folgt. Im Ausführungsbeispiel der
Fig. 1A sind vier zueinander konzentrische Haltelippen 67 mit jeweils unterschiedlichem
Durchmesser vorgesehen. Die Haltelippen 67 dienen der Sicherung des Pleuels 80 in
axialer Richtung AR. Durch einen ringförmigen Aufstand 33 des Pleuelzapfens 31 im
Exzenterrad 20 - der Kontaktpunkt KP ist übrigens auf diesem ringförmigen Aufstand
33 - verortet, sichert der Pleuel 30 in axialer Richtung AR ebenfalls das Exzenterrad
20. Die Deckelschale 65 zeichnet sich somit unmittelbar für die Sicherung des Pleuels
30 und mittelbar (über den Pleuel 30) für die Sicherung des Exzenterrad 20 in axialer
Richtung AR verantwortlich. Dieser hier beschriebene Kraftfluss kommt ohne die "Hilfe"
des Schmierraumtrennelements 90 aus. Mit anderen Worten ist eine axiale Sicherung
des Pleuels 30 und des Exzenterrades 20 auch ohne das Schmierraumtrennelement 90 gegeben,
so dass bedarfsweise - beispielsweise falls kein regulatorisches Erfordernis besteht
- auf das Schmierraumtrennelement 90 verzichtet werden kann.
[0023] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1A ist ein Schmierraumtrennelement 90 vorgesehen.
Wie der Fig. 1A ebenfalls entnommen werden kann, weist die Deckelschale 65 einen sich
in axialer Richtung AR erstreckenden Stützkragen 66 auf, der in axialer Richtung AR
auf der Stirndichtmanschette 83 aufsteht und somit auch eine Presswirkung auf den
statischen Dichtring 84 in axialer Richtung AR ausübt. Somit wird das Schmierraumtrennelement
90 selbst im Getriebegehäuse 60 gehalten. Zusätzlich zu dem oben beschriebenen Kraftfluss
ohne eingebrachtes Schmierraumtrennelement 90, ist bei eingebrachtem Schmierraumtrennelement
90 eine zusätzliche Sicherung des Exzenterrades 20 in axialer Richtung gegeben, nämlich
mittelbar über den dynamischen Dichtring 82 der Ringdichtmanschette 81, die einstückig
mit der Stirndichtmanschette 83 ausgebildet ist. Vorteilhafterweise, die Höhe des
Ringdichtmanschette 81 ist etwas geringer als der Axialspalt AS, ist die Ringdichtmanschette
81 und somit das gesamte Schmierraumtrennelement 90 frei von axialen Stützlasten ist
die mittelbar oder unmittelbar durch den Pleuel 30 bewirkt werden. Das Schmierraumtrennelement
90 kann somit optional vom Schlagwerk 70 umfasst sein.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 10
- Lagerschild
- 20
- Exzenterrad
- 21
- Exzenterpunkt
- 23
- Kreisbahn
- 25
- Lagerkörper
- 26
- Radoberfläche
- 28
- Gleitlagerpaarung
- 29
- Außenverzahnung
- 30
- Pleuel
- 31
- Pleuelzapfen
- 33
- Aufstand
- 40
- Erregerkolben
- 50
- Führungsrohr
- 60
- Getriebegehäuse
- 61
- Oberseite
- 62
- Schlagwerksschmierraum
- 63
- zugewandte Seite
- 65
- Deckelschale
- 66
- Stützkragen
- 67
- Haltelippe
- 68
- Gehäusewand
- 70
- Schlagwerk
- 80
- Schmierraumtrennelement
- 81
- Ringdichtmanschette
- 82
- dynamischer Dichtring
- 83
- Stirndichtmanschette
- 84
- statischer Dichtring
- 85
- Dichtkammer
- 90
- Elektromotor
- 91
- Ritzel
- 92
- Motorschmierraum
- AR
- axiale Richtung
- AS
- Axialspalt
- DA
- Drehachse des Exzenterrades
- DE
- Stärke des Exzenterrades
- EO
- Exenterradoberfläche
- FK
- Fußkreis
- KP
- Kontaktpunkt
- FD
- Fußkreisdurchmesser
- PO
- Pleueloberfläche
- RA
- Radialabstand
- RO
- Rotationsachse des Ritzels
- RR
- radiale Richtung
1. Elektropneumatisches Schlagwerk (70) für eine elektrische Handwerkzeugmaschine, insbesondere
einen Bohr- und/oder Meißelhammer, wobei das Schlagwerk (70) ein Getriebegehäuse (60),
ein zumindest abschnittsweise in dem Getriebegehäuse (60) angeordnetes Führungsrohr
(50), ein in dem Führungsrohr (50) beweglichen Erregerkolben (40), einen mit dem Erregerkolben
(40) gekoppelten Pleuel (30) sowie ein als außenverzahntes (29) Zahnrad ausgebildetes
Exzenterrad (20) aufweist, das einerseits mit dem Pleuel (30) gekoppelt und andererseits
um eine Drehachse (DA) drehbar bezüglich des Getriebegehäuses (60) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das zwischen einer dem Pleuel (30) zugewandten Exzenterrad-Oberfläche (EA) und einer
dem Exzenterrad (20) zugewandten Pleuel-Oberfläche (PO) ein Axialspalt (AS), vorzugsweise
zur optionalen Aufnahme zumindest eines Teils eines Schmierraumtrennelements (80),
vorgesehen ist.
2. Schlagwerk (70) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem in radialer Richtung (RR) am weitesten von der Drehachse (DA) entfernten
Kontaktpunkt (KP), der zwischen Pleuel (30) und Exzenterrad (20) besteht, und dem
Fußkreis (FK) des als außenverzahntes (29) Zahnrad ausgebildeten Exzenterrades (20)
ein Radialabstand (RA), vorzugsweise zur optionalen Aufnahme zumindest eines Teils
eines Schmierraumtrennelements (80), vorgesehen ist.
3. Schlagwerk (70) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Axialspalt, bezogen auf die Drehachse (DA) des Exzenterrades (20) in axialer
Richtung (AR), mindestens 20 Prozent so groß ist wie die Stärke des Exzenterrades
(20) in axialer Richtung (AR).
4. Schlagwerk (70) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Radialabstand (RA) zwischen dem Kontaktpunkt (KP) und dem Fußkreis (FK) wenigstens
5 Prozent eines Fußkreisdurchmessers (FD) des Fußkreises (FK) beträgt.
5. Schlagwerk (70) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (70) ein Schmierraumtrennelement (80) aufweist, welches in dem Axialspalt
(AS) und/oder in dem Radialabstand (RA) aufgenommen ist.
6. Schlagwerk (70) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schmierraumtrennelement (80) eine Ringdichtmanschette (81) mit einem dynamischen
Dichtring (82) aufweist, der koaxial zur Drehachse (DA) angeordnet und gegen den Radialabstand
(RA) gepresst ist.
7. Schlagwerk (70) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schmierraumtrennelement (80) eine Stirndichtmanschette (83) aufweist, die das
Exzenterrad (20) zumindest abschnittweise gegenüber einer Gehäusewand (68) abdichtet
und die einen statischen Dichtring (84) aufweist, der vorzugsweise zumindest abschnittsweise
koaxial zur Drehachse (DA) angeordnet und gegen die Gehäusewand (68) gepresst ist.
8. Schlagwerk (70) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schmierraumtrennelement (80) eine hülsenförmige Dichtkammer (85) zur Aufnahme
eines Ritzels (91) eines Elektromotors (90) aufweist.
9. Schlagwerk (70) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das die Ringdichtmanschette (81), die Stirndichtmanschette (83) und die Dichtkammer
(85) einstückig miteinander ausgebildet sind.
10. Schlagwerk (70) nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Schmierraumtrennelement (80) frei von axialen Stützlasten ist, die mittelbar
oder unmittelbar durch den Pleuel (30) bewirkt werden.
11. Schlagwerk (70) nach einem der Ansprüche 5 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschale (65) auf einer dem Exzenterrad (20) zugewandten Seite eine Haltelippe
(67) zur Sicherung des Pleuels (30) in axialer Richtung (AR) aufweist, wobei ein Verlauf
der Haltelippe zumindest abschnittsweise einer Kreisbahn (23) eines Exzenterpunktes
(21) des Exzenterrades (20) folgt.
12. Elektrische Handwerkzeugmaschine, insbesondere Bohr- und/oder Meißelhammer mit einem
Schlagwerk (70) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
13. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Handwerkzeugmaschine einen Elektromotor (90) mit einem Ritzel (91) zum unmittelbaren
Antreiben des Exzenterrades (20) über dessen Außenverzahnung (29) aufweist, wobei
das Ritzel (91) und die Außenverzahnung (29) des Exzenterrades (20) in einem Motorschmierraum
(92) befindlich sind, und wobei der Pleuel (30) sowie eine der Deckschale (65) zugewandte
Radoberfläche (26) des Exzenterrades (20) in einem Schlagwerksschmierraum (62) untergebracht
sind, der vom Motorschmierraum (92) hydraulisch getrennt ist.
14. Schmierraumtrennelement (80) mit einer Ringdichtmanschette (81), einer Stirndichtmanschette
(83) und einer Dichtkammer (85), die einstückig miteinander ausgebildet sind.