(19)
(11) EP 3 901 550 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
27.10.2021  Patentblatt  2021/43

(21) Anmeldenummer: 21165770.5

(22) Anmeldetag:  30.03.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F28D 9/00(2006.01)
F28G 15/00(2006.01)
F28F 27/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
F28D 9/00; F28G 15/003; F28F 2200/00; F24H 9/0005; F28F 27/00; F24H 9/2007; F24D 19/0092; F24H 1/52
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 19.04.2020 TR 202006174

(71) Anmelder: Bosch Termoteknik Isitmave Klima Sanayi Ticaret Anonim Sirketi
45030 Manisa (TR)

(72) Erfinder:
  • Pekguzelsu, Mustafa
    35590 Karsiyaka/Izmir (TR)

(74) Vertreter: Bee, Joachim 
Robert Bosch GmbH, C/IPE P.O. Box 30 02 20
70442 Stuttgart
70442 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) EIN SYSTEM ZUR ERKENNUNG DER VERSTOPFUNG IM WÄRMETAUSCHER


    (57) Die Erfindung betrifft ein System (200) zur Erkennung einer Verstopfung des Wärmetauschers (150) in einem Wasserheizer (100), der eine erste Leitung (110), die hydraulisch mit einem Zentralheizkreislauf (310) verbunden ist, und eine zweite Leitung (120), die hydraulisch mit einer Hauswasserleitung (320) verbunden ist, eine Heizzelle (130), die mit der erwähnten ersten Leitung (110) zur Erwärmung der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) verbunden ist, ein erstes Volumen (151), das hydraulisch mit der ersten Leitung (110) verbunden ist, und ein zweites Volumen (152), das hydraulisch mit der erwähnten zweiten Leitung (120) verbunden ist, mindestens ein Wärmeübertragungsmittel (153), das zwischen dem erwähnten ersten Volumen (151) und dem erwähnten zweiten Volumen (152) vorgesehen ist, einen Wärmetauscher (150) zur Wärmeübertragung zwischen der ersten Leitung (110) und der zweiten Leitung (120), umfasst. Die Verstopfung im ersten Volumen (151) wird erkannt.




    Beschreibung

    TECHNISCHES GEBIET



    [0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Erkennung einer Verstopfung im Wärmetauscher eines Wasserheizers, umfassend eine erste Leitung, die hydraulisch mit einem Zentralheizkreislauf verbunden ist, und eine zweite Leitung, die hydraulisch mit einer Hauswasserleitung verbunden ist; eine Heizzelle, die mit der ersten Leitung zur Erwärmung der Flüssigkeit in der ersten Leitung verbunden ist; ein erstes Volumen, das hydraulisch mit der ersten Leitung verbunden ist, und ein zweites Volumen, das hydraulisch mit der erwähnten zweiten Leitung verbunden ist, mindestens ein Wärmeübertragungsmittel, das zwischen dem erwähnten ersten Volumen und dem erwähnten zweiten Volumen vorgesehen ist, und einen Wärmetauscher zur Wärmeübertragung zwischen der ersten Leitung und der zweiten Leitung.

    STAND DER TECHNIK



    [0002] Wasserheizer, insbesondere Kombi-Wasserheizer, sind an einen Zentralheizkreislauf und an eine Hauswasserleitung angeschlossen. Sie sorgen für die Erwärmung der Flüssigkeit im Zentralheizkreislauf und des Wassers in der Hauswasserleitung. Das Wasser im Zentralheizkreislauf wird in den Wasserheizer eingeleitet, durch eine Heizzelle erwärmt und wieder in den Zentralheizkreislauf zurückgeleitet. Durch Heizkomponenten wie Heizkörper im Zentralheizkreislauf wird dafür gesorgt, dass die Räume geheizt werden.

    [0003] Das Wasser in der Hauswasserleitung wird dadurch erwärmt, dass zwischen dem Wasser aus dem Zentralheizkreislauf nach dessen Erhitzen und dem Wasser aus der Hauswasserleitung anhand eines Wärmetauschers eine Wärmeübertragung durchgeführt wird. Der Wärmetauscher umfasst ein erstes Volumen, durch welches das Wasser aus dem Zentralheizkreislauf fließt, und ein zweites Volumen, durch welches das Wasser der Hauswasserleitung fließt. Das erste Volumen und das zweite Volumen tauschen Wärme über ein Wärmeübertragungsmittel aus. Dabei erfolgt eine Wärmeübertragung aus dem durch eine Heizzelle erwärmten Wasser in dem ersten Volumen des Zentralheizkreislaufes auf das Wasser in dem zweiten Volumen der Hauswasserleitung.

    [0004] Bei einer Verstopfung auf der Zentralheizungsseite des Wärmetauschers wird das Wasser in der Hauswasserleitung nicht ausreichend erwärmt und der Komfort der Benutzer wird negativ beeinflusst. Eine Verstopfung kann in den nachfolgenden Schritten auch den Wärmetauscher schädigen und für einen Flüssigkeitsstrom aus dem Zentralheizungskreislauf in die Hauswasserleitung sorgen.

    [0005] In der deutschen Patentanmeldung DE102009042994 wird ein System offenbart, in dem an verschiedenen Stellen des Plattenwärmetauschers Temperaturmessungen durchgeführt und Warnsignale erzeugt werden, um mögliche Schäden des Wärmetauschers durch Hitze zu vermeiden, falls die Temperaturmessungen einen bestimmten Schwellenwert überschreiten sollten.

    [0006] Letztlich führen alle oben erwähnten Probleme zur Notwendigkeit einer Neuerung auf dem relevanten technischen Gebiet.

    KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG



    [0007] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Beseitigung der oben erwähnten Nachteile und zur Erkennung von Verstopfungen in einem Wärmetauscher, um neue Vorteile auf dem relevanten technischen Gebiet zu erzielen.

    [0008] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein System bereitzustellen, das erlaubt, die Verstopfung auf der Zentralheizungsseite des Wärmetauschers zu erkennen.

    [0009] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein System bereitzustellen, das ermöglicht, die Verstopfung auf der Zentralheizungsseite des Wärmetauschers früher festzustellen als die Systeme im Stand der Technik.
    Um alle oben erwähnten und sich aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung ergebenden Aufgaben zu erfüllen, betrifft die vorliegende Erfindung ein System zur Erkennung einer Verstopfung im Wärmetauscher in einem Wasserheizer, der eine erste Leitung, die hydraulisch mit einem Zentralheizkreislauf verbunden ist, und eine zweite Leitung, die hydraulisch mit einer Hauswasserleitung verbunden ist, eine Heizzelle, die mit der ersten Leitung zur Erwärmung der Flüssigkeit in der erwähnten ersten Leitung verbunden ist, ein erstes Volumen, das hydraulisch mit der ersten Leitung verbunden ist, und ein zweites Volumen, das hydraulisch mit der erwähnten zweiten Leitung verbunden ist, mindestens ein Wärmeübertragungsmittel, das zwischen dem erwähnten ersten Volumen und dem erwähnten zweiten Volumen vorgesehen ist, einen Wärmetauscher zur Wärmeübertragung zwischen der ersten Leitung und der zweiten Leitung, umfasst. Dementsprechend besteht die Neuerung darin, dass sie einen ersten Temperatursensor zum Messen der Temperatur der Flüssigkeit in der ersten Leitung; einen zweiten Temperatursensor zum Messen der Temperatur des Wassers, das den Wärmetauscher in der zweiten Leitung verlässt; eine Durchflussmesseinrichtung zum Messen des Volumenstroms der Flüssigkeit in der ersten Leitung; eine Verbrauchsmessvorrichtung zum Messen der Menge der verbrauchten Energieart, der von der Heizzelle für den Heizprozess verbraucht wird, eine Steuereinheit, die so mit dem ersten Temperatursensor, dem zweiten Temperatursensor, der Durchflussmesseinrichtung und der Verbrauchsmessvorrichtung verbunden ist, dass sie Messungen der Temperatur, des Durchflusses und der Menge der verbrauchten Energieart empfängt, umfasst;
    wobei die Steuereinheit derart konfiguriert ist, dass sie die empfangenen Temperaturmessungen, Durchflussmessungen und die Messungen der verbrauchten Energieart in einer Speichereinheit aufzeichnet, indem sie diese den Empfangszeiten zuordnet und
    • dass die gespeicherten Temperaturmessungen, Durchflussmessungen und Messungen der verbrauchten Energieart überwacht werden,
    • dass ein Signal bezüglich einer Verstopfung im ersten Volumen des Wärmetauschers erzeugt wird, wenn in einem ersten Zeitintervall ein Zunahmetrend in den Temperaturmessungen des ersten Temperatursensors erkannt wird; wenn im erwähnten ersten Zeitintervall ein Abnahmetrend in den Temperaturmessungen des zweiten Temperatursensors erkannt wird; wenn im ersten Zeitintervall ein Abnahmetrend in den von der Durchflussmesseinrichtung empfangenen Durchflussmessungen erkannt wird und wenn im ersten Zeitintervall ein Zunahmetrend in den von der Verbrauchsmessvorrichtung empfangenen Messungen der verbrauchten Energieart erkannt wird. Somit kann die Verstopfung auf der Seite des Zentralheizkreislaufs des Wärmetauschers erkannt werden. Da die Verstopfung anhand von Trends erkannt wird, kann eine frühzeitige Erkennung erfolgen und der Komfort des Benutzers wird in geringerem Maße beeinträchtigt.


    [0010] Das Merkmal einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die erwähnte Verbrauchsmessvorrichtung eine Gasmessvorrichtung ist.

    [0011] Das Merkmal einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die erwähnte Verbrauchsmessvorrichtung eine Strommesseinrichtung ist.

    [0012] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die Verbrauchsmessvorrichtung ein Zähler ist, der die Zyklen zählt, in denen die Heizzelle aktiviert und deaktiviert ist.

    [0013] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass sie eine Benutzerschnittstelle zur Darstellung des erzeugten Signals umfasst, die durch die Steuereinheit gesteuert wird.

    [0014] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die erwähnte Benutzerschnittstelle an dem Wasserheizer vorgesehen ist. Dadurch wird der Benutzer über die Verstopfung informiert und das Ergreifen von Vorsichtsmaßnahmen wird erleichtert.

    [0015] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die erwähnte Benutzerschnittstelle vom Wasserheizer entfernt angeordnet ist und entweder drahtgebunden oder drahtlos mit der Steuereinheit verbunden ist. Somit wird die Verstopfung durch den Benutzer aus anderen Räumen oder aus der Ferne erkannt.

    [0016] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die erwähnte Benutzerschnittstelle auf einem elektronischen Terminal vorgesehen, und derart konfiguriert ist, dass sie drahtlos mit der Steuereinheit kommuniziert. Wenn es sich beim Terminal um einen Server handelt, werden zusätzliche Informationen über Wasserheizer erhalten, wodurch ermöglicht wird, dass der Austausch von Ersatzteilen sowie der Besuch des Servicetechnikers geplant werden können und negative Auswirkungen auf den Benutzer reduziert werden.

    [0017] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die Steuereinheit derart konfiguriert ist, den Zunahmetrend zu erkennen, wenn sie feststellt, dass sich der Anfang und das Ende einer vorgegebenen Anzahl überwachter Messungen in einem ersten Wertbereich befinden, der über dem Anfang und Ende eines normalen Wertbereichs liegt, und den Abnahmetrend zu erkennen, wenn sie feststellt, dass sich der Anfang und das Ende einer vorgegebenen Anzahl überwachter Messungen in einem zweiten Wertbereich befinden, der unter dem Anfang und Ende eines normalen Wertbereichs liegt.

    [0018] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die erwähnte Durchflussmesseinrichtung ein Teil einer Pumpe ist, der vorgesehen ist, um eine Rückmeldung über die Drehzahl der erwähnten Pumpe vorzunehmen, um Daten über den Volumenstrom der Flüssigkeit in der ersten Leitung zu liefern. Somit kann die Durchflussmessung durchgeführt werden, ohne dass weitere Geräte erforderlich sind.

    [0019] Das Merkmal einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist, dass die Durchflussmesseinrichtung ein Durchflusssensor ist.

    KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN



    [0020] 

    In Fig. 1 ist eine repräsentative Ansicht des Wasserheizers dargestellt.

    In Fig. 2 ist eine repräsentative Ansicht des Systems dargestellt.


    DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG



    [0021] In dieser ausführlichen Beschreibung wird der Gegenstand der Erfindung anhand von Beispielen erläutert, die lediglich dem besseren Verständnis des Gegenstands dienen und nicht einschränkend sind.

    [0022] Bei der Erfindung handelt es sich um ein System (200) zur Erkennung der Verstopfung im Wärmetauscher (150) in Wasserheizern (100). Bezugnehmend auf Fig.1 enthält der Wasserheizer (100) eine erste Leitung (110), die hydraulisch mit einem Zentralheizkreislauf (310) verbunden ist, sowie eine zweite Leitung (120), die hydraulisch mit der Hauswasserleitung verbunden ist. Die in dem Zentralheizkreislauf (310) zirkulierende Flüssigkeit tritt in die ersten Leitung (110) ein, tritt nach dem Erhitzen wieder aus und wird wieder in den Zentralheizkreislauf (310) eingeführt. Das Leitungswasser, das aus einer Leitung wie der städtischen Wasserversorgung stammt, tritt in die zweite Leitung (120) ein und wird nach dem Erhitzen in die Hauswasserleitung eingeführt, damit Verbraucher es über Komponenten wie Wasserhähne u.Ä. nutzen können. Die Flüssigkeit in der erwähnten ersten Leitung (110) kann Wasser oder eine andere Flüssigkeit sein, die zu Heizzwecken verwendet wird.

    [0023] Der Wasserheizer (100) enthält eine Heizzelle (130) zum Erhitzen der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110). Die erwähnte Heizzelle (130) gibt durch den Verbrauch von Energiearten wie Strom, Gas u. Ä. Wärme ab. Die Heizzelle (130) kann durch thermostatartige Elemente oder eine Steuereinheit (210) gesteuert werden. Mit anderen Worten können die Zyklen, in denen die Heizzelle (130) aktiviert und deaktiviert ist, von diesen Komponenten gesteuert werden.

    [0024] Die erste Leitung (110) kann auch eine Pumpe (140) zum Bewegen der Flüssigkeit enthalten.

    [0025] Der Wasserheizer (100) enthält einen Wärmetauscher (150), um eine Wärmeübertragung zwischen der erwärmten Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) und dem Wasser in der zweiten Leitung (120) zu ermöglichen, ohne dass diese sich miteinander vermischen. Der Wärmetauscher (150) kann ein erstes Volumen (151), das die Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) aufnimmt, ein zweites Volumen (152), das die Flüssigkeit in der zweiten Leitung (120) aufnimmt, und ein Wärmeübertragungsmittel (153) zur Wärmeübertragung zwischen dem ersten Volumen (151) und dem zweiten Volumen (152) enthalten. Der Wärmetauscher (150) kann von einem Typ sein, der im Stand der Technik als Plattentyp bekannt ist. Die Neuerung in dem erfindungsgemäßen System (200) besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Verstopfung in dem ersten Volumen (151) des Wärmetauschers (150) früh erkannt wird.

    [0026] Bezugnehmend auf Fig. 1 und 2 umfasst das erfindungsgemäße System (200) eine Durchflussmesseinrichtung (220) zur Messung des Volumenstroms der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110). Die erwähnte Durchflussmesseinrichtung (220) kann ein Durchflusssensor sein. In einer möglichen Ausführungsform der Erfindung kann die Pumpe (140) eine Pumpe sein, die bidirektional kommunizieren kann. Die Durchflussmesseinrichtung (220) ist ein Teil der Pumpe (140). Genauer ist sie ein Teil der Pumpe (140), der eine Rückmeldung bezüglich der Bewegung derselben vornimmt. Noch genauer handelt es sich um einen Teil der Pumpe (140), der eine Rückmeldung in Bezug auf das Signal, mit dem diese angesteuert wird, vornimmt.

    [0027] Das System (200) umfasst einen ersten Temperatursensor (231), der in der ersten Leitung (110) vorgesehen ist, um die Temperatur der aus der Heizzelle (130) austretenden erwärmten Flüssigkeit zu messen. Das System (200) umfasst außerdem einen zweiten Temperatursensor (232), der in der zweiten Leitung (120) vorgesehen ist, um die Temperatur der aus dem Wärmetauscher (150) austretenden erwärmten Flüssigkeit zu messen. Das System (200) kann eine Verbrauchsmessvorrichtung (240) umfassen, die die Menge der von der Heizzelle (130) verbrauchten Energieart misst. Die erwähnte Verbrauchsmessvorrichtung (240) kann ein Messelement sein, das die von der Heizzelle (130) verbrauchte Gasmenge oder Strommenge misst, oder ein Zähler, der die Zyklen zählt, in denen die Heizzelle aktiviert und deaktiviert ist.

    [0028] Das System (200) umfasst eine Steuereinheit (210), die eine Prozessoreinheit (211) umfasst, die Messungen des Durchflusses, der Temperatur und der verbrauchten Energieart von der Durchflussmesseinrichtung (220), dem ersten Temperatursensor (231), dem zweiten Temperatursensor (232) und der Verbrauchsmessvorrichtung (240) empfängt. Die erwähnte Steuereinheit (210) umfasst eine Speichereinheit (212), die der Prozessoreinheit (211) derart zugeordnet ist, dass die Prozessoreinheit (211) die Daten lesen und schreiben kann. Die Prozessoreinheit (211) kann ein Mikroprozessor sein.

    [0029] Die Prozessoreinheit (211) speichert die Messungen von Durchfluss, Temperatur und verbrauchter Energieart zugeordnet zu ihren Empfangszeiten in einer Speichereinheit (212).

    [0030] Im Falle einer Verstopfung im ersten Volumen (151) des Wärmetauschers (150), wird die Temperatur des Wassers im zweiten Volumen (152) um einen geringeren Grad ansteigen, da eine geringere Menge an erwärmter Flüssigkeit Wärme an das Wasser im zweiten Volumen (152) überträgt; mit anderen Worten wird die Temperatur unter dem erwarteten Temperaturbereich bleiben. Im Falle einer Verstopfung im ersten Volumen (151), wird die Durchflussgeschwindigkeit der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) abnehmen, da sich nicht die erwartete Flüssigkeitsmenge im Zyklus befindet, und dies wird die Temperatur der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) erhöhen. Außerdem wird die Betriebsfrequenz der Heizzelle erhöht, da die gewünschte Temperatur in der Hauswasserleitung nicht erreicht werden kann.

    [0031] Demnach überwacht die Prozessoreinheit (211) die Messungen, die in der Speichereinheit (212) gespeichert sind. Als Neuerungsaspekt der Erfindung erzeugt die Prozessoreinheit (211) ein Signal über die Verstopfung im ersten Volumen (151), wenn ein Zunahmetrend der in einem ersten Zeitintervall aus dem ersten Temperatursensor (231) empfangenen Temperaturmessungen erkannt wird, wenn ein Abnahmetrend der im erwähnten ersten Zeitintervall aus dem zweiten Temperatursensor (232) empfangenen Temperaturmessungen erkannt wird, wenn ein Abnahmetrend der im ersten Zeitintervall von der Durchflussmesseinrichtung (220) erhaltenen Durchflussmessungen erkannt wird, und wenn ein Zunahmetrend in den Messungen der Energieart erkannt wird, die von der Verbrauchsmessvorrichtung (240) empfangen werden.

    [0032] Die Prozessoreinheit (211) erkennt den Zunahmetrend und den Abnahmetrend beispielhaft wie folgt, ohne einschränkend zu wirken: Die Prozessoreinheit (211) erkennt den Zunahmetrend, wenn sie feststellt, dass sich die Anfangswerte und Endwerte einer vorgegebenen Anzahl überwachter Messungen in einem ersten Wertbereich befinden, welcher der Reihe nach über den Anfangswerten und Endwerten eines normalen Wertbereichs liegt, erkennt den Abnahmetrend, wenn sie feststellt, dass sich die Anfangswerte und Endwerte einer vorgegebenen Anzahl überwachter Messungen in einem ersten Wertbereich befinden, welcher der Reihe nach unter dem Anfang und Ende eines normalen Wertbereichs liegt. Als Alternative kann der Zunahmetrend erkannt werden, wenn festgestellt wird, dass die Mehrzahl der aufeinanderfolgenden Messungen entsprechend der Zeit zunimmt, und dass sie über bestimmten Schwellenwerten liegt; der Abnahmetrend kann erkannt werden, wenn festgestellt wird, dass die Mehrzahl der aufeinanderfolgenden Messungen abnimmt, und dass sie unter bestimmten Schwellenwerten liegt. In einer möglichen Ausführung kann der Zunahme- oder Abnahmetrend durch Berücksichtigung der in bestimmten Intervallen beobachteten Maximal- und/oder Minimalwerte erkannt werden.

    [0033] Das System kann auch eine der Prozessoreinheit (211) zugeordnete Benutzerschnittstelle (250) umfassen, um zu gewährleisten, dass das genannte Signal an den Benutzer gesendet wird. Die erwähnte Benutzerschnittstelle (250) kann an dem Wasserheizer (100) vorgesehen sein. Die Benutzerschnittstelle (250) kann in einer möglichen Ausführungsform in einem vom Wasserheizer (100) entfernten Raum angeordnet sein und drahtgebunden oder drahtlos für Datenaustausch mit der Prozessoreinheit (211) sorgen. In einer möglichen Ausführungsform kann die Benutzerschnittstelle (250) auf einem elektronischen Terminal vorgesehen sein. Die Prozessoreinheit (211) kann die Daten drahtlos mit dem elektronischen Terminal austauschen. Das elektronische Terminal kann ein Server, ein mobiles Gerät, ein Computer u.Ä. sein. Falls es sich beim Terminal um einen Server handelt, kann die Verstopfung vom Technik-Service des Wasserheizers (100) im Voraus erkannt und Ersatzteile besorgt werden, so dass eine frühe Maßnahmenplanung vorgenommen werden kann.

    [0034] Der Schutzumfang der Erfindung ist in den Ansprüchen in der Anlage angegeben und kann nicht auf das beschränkt werden, was in dieser detaillierten Beschreibung zum Zweck der Angabe von Beispielen erläutert wird. Es ist offensichtlich, dass der Fachmann auf dem technischen Gebiet im Lichte der obigen Erläuterungen ähnliche Ausführungsformen erstellen kann.

    DIE IN DEN FIGUREN ANGEGEBENEN REFERENZNUMMERN



    [0035] 

    100 Wasserheizer

    110 Erste Leitung

    120 Zweite Leitung

    130 Heizzelle

    140 Pumpe

    150 Wärmetauscher

    151 Erstes Volumen

    152 Zweites Volumen

    153 Wärmeübertragungsmittel

    200 System

    210 Steuereinheit

    211 Prozessoreinheit

    212 Speichereinheit

    220 Durchflussmesseinrichtung

    231 Erster Temperatursensor

    232 Zweiter Temperatursensor

    240 Verbrauchsmessvorrichtung

    250 Benutzerschnittstelle

    310 Zentralheizkreislauf

    320 Hauswasserleitung




    Ansprüche

    1. System (200) zur Erkennung einer Verstopfung des Wärmetauschers (150) in einem Wasserheizer (100), der eine erste Leitung (110), die hydraulisch mit einem Zentralheizkreislauf (310) verbunden ist, und eine zweite Leitung (120), die hydraulisch mit einer Hauswasserleitung (320) verbunden ist, eine Heizzelle (130), die mit der erwähnten ersten Leitung (110) zur Erwärmung der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) verbunden ist, ein erstes Volumen (151), das hydraulisch mit der ersten Leitung (110) verbunden ist, und ein zweites Volumen (152), das hydraulisch mit der erwähnten zweiten Leitung (120) verbunden ist, mindestens ein Wärmeübertragungsmittel (153), das zwischen dem erwähnten ersten Volumen (151) und dem erwähnten zweiten Volumen (152) vorgesehen ist, einen Wärmetauscher (150) zur Wärmeübertragung zwischen der ersten Leitung (110) und der zweiten Leitung (120), umfasst, gekennzeichnet dadurch, dass es einen ersten Temperatursensor (231) zur Messung der Temperatur der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110); einen zweiten Temperatursensor (232) zur Messung der Temperatur des den Wärmetauscher (150) verlassenden Wassers in der zweiten Leitung (120); eine Durchflussmesseinrichtung (220) zum Messen des Volumenstroms der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110); eine Verbrauchsmessvorrichtung (240) zum Messen der Menge der verbrauchten Energieart, der von der Heizzelle (130) für den Heizprozess verbraucht wird; eine Steuereinheit (210), welche mit dem ersten Temperatursensor (231), dem zweiten Temperatursensor (232), der Durchflussmesseinrichtung (220) und der Verbrauchsmessvorrichtung (240) in Verbindung steht und die Messungen der Temperatur, des Durchflusses und der Menge der verbrauchten Energieart empfängt, umfasst,
    wobei die Steuereinheit (210) derart konfiguriert ist, dass sie die empfangenen Temperaturmessungen, Durchflussmessungen und die Messungen der verbrauchten Energieart in einer Speichereinheit (212) speichert, indem sie diese den Empfangszeiten zuordnet und

    - dass die gespeicherten Temperaturmessungen, Durchflussmessungen und Messungen der verbrauchten Energieart überwacht werden,

    - dass ein Signal bezüglich einer Verstopfung im ersten Volumen (151) des Wärmetauschers (150) erzeugt wird, wenn in einem ersten Zeitintervall ein Zunahmetrend in den Temperaturmessungen des ersten Temperatursensors (231) erkannt wird; wenn in diesem ersten Zeitintervall ein Abnahmetrend in den Temperaturmessungen des zweiten Temperatursensors (232) erkannt wird; wenn im ersten Zeitintervall ein Abnahmetrend in den von der Durchflussmesseinrichtung (220) empfangenen Durchflussmessungen erkannt wird und wenn im ersten Zeitintervall ein Zunahmetrend in den von der Verbrauchsmessvorrichtung (240) empfangenen Messungen der verbrauchten Energieart erkannt wird.


     
    2. System (200) nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der erwähnten Verbrauchsmessvorrichtung (240) um eine Gasmessvorrichtung handelt.
     
    3. System (200) nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Verbrauchsmessvorrichtung (240) um eine Strommesseinrichtung handelt.
     
    4. System (200) nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass es sich bei der Verbrauchsmessvorrichtung (240) um einen Zähler handelt, der die Zyklen zählt, in denen die Heizzelle (130) aktiviert und deaktiviert ist.
     
    5. System (200) nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass es eine Benutzerschnittstelle (250) zur Bereitstellung des erzeugten Signals umfasst, die von der Steuereinheit (210) gesteuert wird.
     
    6. System (200) nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass die erwähnte Benutzerschnittstelle (250) an dem Wasserheizer (100) vorgesehen ist.
     
    7. System (200) nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass die erwähnte Benutzerschnittstelle (250) vom Wasserheizer (100) entfernt angeordnet und drahtgebunden oder drahtlos mit der Steuereinheit (210) verbunden ist.
     
    8. System (200) nach Anspruch 5, gekennzeichnet dadurch, dass die erwähnte Benutzerschnittstelle (250) auf einem elektronischen Terminal vorgesehen, und derart konfiguriert ist, dass sie drahtlos mit der Steuereinheit (210) kommuniziert.
     
    9. System (200) nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Steuereinheit (210) derart konfiguriert ist, den Zunahmetrend zu erkennen, wenn sie feststellt, dass sich der Anfang und das Ende einer vorgegebenen Anzahl überwachter Messungen in einem ersten Wertbereich befinden, der über dem Anfang und Ende eines normalen Wertbereichs liegt, und den Abnahmetrend zu erkennen, wenn sie feststellt, dass sich der Anfang und das Ende einer vorgegebenen Anzahl überwachter Messungen in einem zweiten Wertbereich befinden, der unter dem Anfang und Ende eines normalen Wertbereichs liegt.
     
    10. System (200) nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die erwähnte Durchflussmesseinrichtung (220) ein Teil der erwähnten Pumpe (140) ist, die vorgesehen ist, um eine Rückmeldung über die Drehzahl der Pumpe (140) vorzunehmen, um Daten über den Volumenstrom der Flüssigkeit in der ersten Leitung (110) zu liefern.
     
    11. System nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass die Durchflussmesseinrichtung (220) ein Durchflusssensor ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht









    Recherchenbericht




    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente