[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Sensorvorrichtung mit einer einen Ultraschallsensor
aufweisenden Sensoreinheit und mit einem Messrohr, wobei die Sensoreinheit an einem
Rohrende des Messrohres angeordnet ist. Darüber hinaus bezieht sich die Erfindung
auf ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Sensorvorrichtung.
[0002] Eine eingangs genannte Sensorvorrichtung ist beispielsweise von einer Kolben-Zylinder-Anordnung
mit einer Bewegungserfassungseinrichtung bekannt. Dabei entspricht der Zylinder dieser
Anordnung dem Messrohr, und innerhalb einer an einem ersten Ende des Zylinders angeordneten
Kolbenstangenführung ist die Bewegungserfassungseinrichtung, die aus einem Sender
und einem Empfänger besteht, angeordnet. Während eines Betriebs der Bewegungserfassungseinrichtung
werden Schallwellen ausgesendet, und eine Laufzeit der ausgesendeten Schallwellen
ist ein Maß für eine Entfernung zwischen einer Schallquelle der Bewegungserfassungseinrichtung
und einem die ausgesendeten Schallwellen reflektierenden Reflexionskörper.
[0003] Die bekannte Sensorvorrichtung erfordert eine jeweils speziell auf den korrespondierenden
Zylinder der Sensorvorrichtung abgestimmte und an diesen angepasste Kolbenstangenführung
mit Bewegungserfassungseinrichtung. Dadurch ist eine Herstellung einer solchen Sensorvorrichtung
nicht nur kostspielig, sondern es ist zudem aufwendig, eine derartige Sensorvorrichtung
beispielsweise an unterschiedliche Kraftfahrzeugtypen anzupassen.
[0004] Eingebaut in ein Kraftfahrzeug kann eine solche Sensorvorrichtung beispielsweise
zur Messung einer Höhenänderung eines Fahrzeugaufbaus des Kraftfahrzeugs verwendet
werden. Die Höhenänderung kann beispielsweise als Maß für eine Gewichtslast, zum Beispiel
einer Beladung des Kraftfahrzeugs, ausgewertet werden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sensorvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, die eine einfache und zuverlässige Anordnung der Sensoreinheit an
dem Messrohr bei gleichzeitig hoher Funktionssicherheit der Sensorvorrichtung ermöglicht.
Zudem ist es Aufgabe der Erfindung, ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Sensorvorrichtung
zu schaffen.
[0006] Die erstgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Sensorvorrichtung der eingangs
genannten Art und dadurch gelöst, dass die Sensoreinheit einen Sensoradapter aufweist
und dass der Sensoradapter einen das Rohrende umgreifenden Adapterrohrabschnitt aufweist
und an dem Rohrende das Rohrende verschließend angeordnet ist.
[0007] Aufgrund des in der Sensorvorrichtung vorhandenen speziellen Sensoradapters ergibt
sich mit der Erfindung der besondere Vorteil, dass beispielsweise ein bestimmter Typ
einer Sensoreinheit allein durch angepasste Wahl eines jeweils geeigneten Sensoradapters
bei unterschiedlichen Messrohrtypen verwendet werden kann. Auf diese Weise ergeben
sich insbesondere bei einer Großserienfertigung von Sensorvorrichtungen für zum Beispiel
verschiedene Einsatzzwecke erhebliche Kostenvorteile. Die vorgenannten verschiedenen
Messrohrtypen können sich zum Beispiel dadurch unterscheiden, dass Messrohre je nach
Messrohrtyp einen voneinander abweichenden Messrohrinnendurchmesser und/oder einen
voneinander abweichenden Messrohraußendurchmesser aufweisen.
[0008] Zudem ermöglicht bei der Erfindung der das Rohrende umgreifende Adapterrohrabschnitt
eine besonders einfache und zuverlässige Montage der Sensoreinheit an dem Messrohr.
Aufgrund der das Rohrende verschließenden Anordnung des Sensoradapters an dem Rohrende
wird überdies sichergestellt, dass von der Seite der Sensoreinheit her keine Störkörper
wie zum Beispiel Feuchtigkeit oder Verschmutzungspartikel in einen Messraum innerhalb
des Messrohres eindringen können.
[0009] Der Ultraschallsensor ist vorteilhaft geschützt innerhalb des Messrohres angeordnet.
Das Messrohr kann in einfacher Weise zum Beispiel mit Luft gefüllt sein. Grundsätzlich
ist es aber auch denkbar, dass das Messrohr ein anderes Gas oder eine Flüssigkeit
aufweist.
[0010] Vorzugsweise ist das Messrohr linear, das heißt geradlinig, ausgebildet. Die Sensoreinheit
verschließt gemeinsam mit dem Sensoradapter das Rohrende des Messrohres. Der Sensoradapter
ist an dem Rohrende vorzugsweise befestigt, wobei eine solche Befestigung lösbar oder
unlösbar sein kann.
[0011] Durch die vorteilhafte Eignung der erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung für eine,
gegebenenfalls zudem variantenreiche, Großserienfertigung aufgrund des Sensoradapters
und unter anderem dessen besonderer Ausbildung mit dem Adapterrohrabschnitt ist die
erfindungsgemäße Sensorvorrichtung insbesondere geeignet zur Verwendung in einem Kraftfahrzeug.
Vorzugsweise dient die Sensorvorrichtung zur Messung einer Änderung einer Höhe eines
Fahrzeugaufbaus gegenüber einem Fahrwerk des Kraftfahrzeugs. Vorteilhaft ist die Sensorvorrichtung
geeignet zu einer Verwendung in einem On-Board-Weighing-System eines Kraftfahrzeugs,
insbesondere eines Nutzfahrzeugs, zum Beispiel eines Lastkraftwagens.
[0012] Es ist beispielsweise denkbar, dass die Sensoreinheit und der Sensoradapter ein einziges,
nicht trennbares Bauteil bilden. Hingegen wird vorteilhaft eine weiter erhöhte Flexibilität
des Einsatzes der Sensoreinheit erreicht, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung die Sensoreinheit und der Sensoradapter lösbar miteinander verbunden
sind. Auf diese Weise kann zum Beispiel durch Wahl eines entsprechend angepassten
Sensoradapters ein bestimmter Typ einer Sensoreinheit mit unterschiedlichen Typen
von Messrohren verbunden oder verwendet werden, um eine Sensorvorrichtung zu bilden.
Vorzugsweise kann der Sensoradapter einen Verdrehschutz aufweisen, der dazu dient,
eine verdrehsichere Lage des Sensoradapters gegenüber der Sensoreinheit zu gewährleisten.
Der Verdrehschutz kann zum Beispiel als Adapterausnehmung an dem Sensoradapter ausgebildet
sein. In die Adapterausnehmung greift die Sensoreinheit passgenau ein.
[0013] Es ist zum Beispiel grundsätzlich denkbar, dass der Sensoradapter der Sensoreinheit
mit dem Rohrende des Messrohres verklebt oder beispielsweise verschraubt ist. Ferner
ist es beispielsweise denkbar, dass der Sensoradapter zum Beispiel auf das Rohrende
aufgesteckt und mittels einer Halteklammer an dem Rohrende gesichert ist. Eine besonders
einfache und zugleich lagesichere, insbesondere verdrehsichere, Anordnung des Sensoradapters
an dem Rohrende kann hingegen erreicht werden, wenn gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung der Sensoradapter und das Rohrende eine Verrastung aufweisen.
Dabei können insbesondere der Adapterrohrabschnitt des Sensoradapters und das Rohrende
die Verrastung aufweisen. Die Verrastung ist eine gemeinsame Verrastung von Sensoradapter
und Rohrende. Die Verrastung könnte auch als Verklipsung bezeichnet werden. Vorzugsweise
kann die Verrastung derart ausgebildet sein, dass sie einen Spritzwasserschutz gewährleistet
und somit eine spritzwassergeschützte Verbindung von Sensoradapter und Rohrende herstellt.
Gegebenenfalls kann die Verrastung zusätzlich zu einer Halteklammerverbindung von
Sensoradapter und Rohrende vorgesehen sein.
[0014] Der Aufbau der Sensorvorrichtung wird vorteilhaft weiter vereinfacht, wenn gemäß
einer anderen Weiterbildung der Erfindung an dem Sensoradapter eine den Sensoradapter
mit der Sensoreinheit verbindende Halteklammer angeordnet ist. Somit sind Sensoreinheit
und Sensoradapter in vorteilhafter Weise mittels eines einzigen Bauelements, nämlich
der Halteklammer, miteinander verbunden, und zwar bevorzugt lösbar miteinander verbunden.
Die Halteklammer kann zum Beispiel als Klips ausgebildet sein. Die Halteklammer kann
insbesondere konzentrisch zu einer Messrohrmittelachse des Messrohres angeordnet sein.
Außerdem kann die Halteklammer vorteilhaft eine Verplombung aufweisen, so dass zum
Beispiel ein Zugriff auf die Sensoreinheit in manipulativer Absicht zu einer Zerstörung
der Verplombung führt und somit auch im Nachhinein erkennbar ist. Die Halteklammer
kann in einer weiteren Ausführungsform an dem Sensoradapter oder an der Sensoreinheit
unverlierbar angeordnet sein.
[0015] Einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung gemäß, weist der Sensoradapter zumindest
einen Schlitz auf, und die Halteklammer greift zumindest teilweise in den Schlitz
ein. Damit wird gleichzeitig eine vereinfachte Herstellung der Sensorvorrichtung ermöglicht
und ein zuverlässiger Sitz der Halteklammer an dem Sensoradapter gewährleistet. Der
Schlitz des Sensoradapters kann vorzugsweise ein Umfangschlitz sein. Insbesondere
kann der Schlitz senkrecht, nämlich quer, zu der Messrohrmittelachse des Messrohres
angeordnet sein. Die Halteklammer kann vorzugsweise zumindest teilweise in dem Schlitz
angeordnet sein. Vorzugsweise weist der Sensoradapter zwei Schlitze auf, und die Halteklammer
greift mit jeweils einem Halteklammerschenkel in jeweils einen der Schlitze ein.
[0016] Man könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass der Sensoradapter und das Rohrende
miteinander verklebt oder beispielsweise allein mittels einer Verrastung miteinander
verbunden sind. Hingegen sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung vor,
dass die Halteklammer den Sensoradapter an dem Rohrende sichert. Auf diese Weise ist
eine zuverlässige, aber dennoch beispielsweise zu Wartungszwecken einfach lösbare
Anordnung der Sensoreinheit an dem Messrohr ermöglicht. Die Halteklammer kann zusätzlich
zu einer Verrastung, zum Beispiel zusätzlich zu einer oben beschriebenen Verrastung,
von Sensoradapter und Rohrende vorhanden sein. Die Halteklammer kann dann beispielsweise
die Verrastung sichern, zum Beispiel die Verrastung vor einem, insbesondere unbeabsichtigten,
Lösen der Verrastung selbst schützen.
[0017] Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der Sensoreinheit
und dem Sensoradapter eine Dichtung angeordnet. Auf diese Weise kann insbesondere
auch dann, wenn die Sensoreinheit und der Sensoradapter lösbar miteinander verbunden
sind, ein sicheres Verschließen des Rohrendes des Messrohres ermöglicht werden. Die
Dichtung kann vorzugsweise ein O-Ring, auch bezeichnet als Runddichtring oder Rundschnurring,
sein. Die Dichtung kann beispielsweise durch eine Halteklammer, insbesondere durch
eine oben beschriebene Halteklammer, gesichert sein.
[0018] Es ist grundsätzlich denkbar, dass die Sensoreinheit zum Beispiel eine feste Kabelverbindung
zu beispielsweise einem Steuergerät eines Kraftfahrzeugs besitzt. Beispielsweise für
einen nachträglichen Einbau einer erfindungsgemäßen Sensorvorrichtung in zum Beispiel
ein Kraftfahrzeug ist es hingegen von besonderem Vorteil, wenn gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung die Sensoreinheit ein Sensoranschlusselement aufweist. Das Sensoranschlusselement
kann zum Beispiel als Stecker ausgebildet sein. Das Sensoranschlusselement kann auch
eine Sensorelektronik, zum Beispiel zur Signalaufbereitung eines Messsignals des Ultraschallsensors
der Sensoreinheit, aufweisen.
[0019] Die oben zweitgenannte Aufgabe wird gelöst mit einem Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen
Sensorvorrichtung, mit einem Fahrwerk und mit einem Fahrzeugaufbau, wobei ein erstes
Rohrende eines Messrohres der Sensorvorrichtung an den Fahrzeugaufbau und ein zweites
Rohrende des Messrohres an das Fahrwerk angeschlossen ist.
[0020] Bei dem Fahrwerk des Kraftfahrzeugs kann es sich zum Beispiel um ein ungefedertes
Fahrwerk handeln. Der Fahrzeugaufbau kann insbesondere ein gefederter Fahrzeugaufbau
sein. Zur Federung des Fahrzeugaufbaus kann zwischen Fahrwerk und Fahrzeugaufbau zumindest
eine Feder, zum Beispiel eine Blattfeder, insbesondere ein Blattfederpaket, und/oder
eine Luftfeder, angeordnet sein. Abhängig von einer Beladung oder Entladung des Fahrzeugaufbaus
wird die zwischen Fahrwerk und Fahrzeugaufbau angeordnete Feder belastet oder entlastet,
das heißt es erfolgt eine Änderung der Gewichtslast auf die Feder. Korrespondierend
mit der Änderung der Gewichtslast, das heißt der Belastung oder Entlastung der Feder,
verändert sich ein Abstand zwischen Fahrwerk und Fahrzeugaufbau. Eine solche Änderung
des Abstands, die auch als Höhenänderung zwischen Fahrwerk und Fahrzeugaufbau bezeichnet
oder angesehen werden kann, kann vorteilhaft mittels der Sensorvorrichtung erfasst
und gemessen werden. Eine solche Höhenänderung ist ein Maß für eine Änderung einer
Gewichtslast auf dem Fahrzeugaufbau. Somit kann durch Messung der Höhenänderung eine
Aussage über die Größe der Beladung des Kraftfahrzeugs getroffen werden. Eine Beladung
des Kraftfahrzeugs führt zu einer Verringerung des Abstands und somit zu einer negativen
Höhenänderung zwischen Fahrzeugaufbau und Fahrwerk, wohingegen eine Entladung des
Kraftfahrzeugs zu einer Vergrößerung des Abstands und somit einer positiven Höhenänderung
zwischen Fahrzeugaufbau und Fahrwerk führt. Somit kann die Sensorvorrichtung vorteilhaft
Bestandteil eines fahrzeugeigenen Gewichtserfassungssystems, eines sogenannten On-Board-Weighing
Systems, des Kraftfahrzeugs sein.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es, dass mit vorliegender Erfindung zum Beispiel eine Anbringung
eines Sensors zur Gewichtsmessung unmittelbar auf oder an beispielsweise einer Stahlfeder,
insbesondere einer Blattfeder, welche Anbringung zu Beschädigungen der Feder führen
könnte, nicht erforderlich ist. Zudem ist mit vorliegender Erfindung weiter vorteilhaft
auch eine Anbringung eines Sensors zur Gewichtsmessung unmittelbar auf oder an einer
Fahrzeugachse des Kraftfahrzeugs, welche Anbringung zu einer Verfälschung von Messergebnissen
führen könnte, da es aufwendig und schwierig ist, zwischen beispielsweise einer zusätzlichen
Gewichtslast des Kraftfahrzeugs und einem Überfahren von Fahrwegunebenheiten oder
Bordsteinen zu unterscheiden, nicht erforderlich.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zwischen dem Fahrzeugaufbau
und dem Fahrwerk ein Stoßdämpfer angeordnet, wobei der Stoßdämpfer mit einem ersten
Dämpferende an den Fahrzeugaufbau und mit einem zweiten Dämpferende an das Fahrwerk
angeschlossen ist und wobei die Sensorvorrichtung an dem Stoßdämpfer angeordnet ist.
Von besonderem Vorteil bei einer solchen Weiterbildung ist, dass die Sensorvorrichtung
in einfacher Weise nachträglich, zum Beispiel als Zurüstteil, in das Kraftfahrzeug
eingebaut werden kann. Der Stoßdämpfer kann insbesondere ein zylindrischer Stoßdämpfer
sein. Vorzugsweise ist das Messrohr der Sensorvorrichtung parallel zu dem Stoßdämpfer
angeordnet.
[0023] Einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung gemäß ist das erste Rohrende
des Messrohres an dem ersten Dämpferende und das zweite Rohrende des Messrohres an
dem zweiten Dämpferende befestigt. Vorzugsweise ist das erste Rohrende des Messrohres
das Rohrende, an dem der Sensoradapter angeordnet ist. Vorzugsweise kann das Messrohr
nachträglich an dem Stoßdämpfer anbringbar, zum Beispiel anschraubbar oder anklipsbar,
sein. Außerdem kann das Messrohr lösbar an dem Stoßdämpfer befestigt sein, so dass
es zum Beispiel in einfacher Weise von dem Stoßdämpfer demontierbar ist.
[0024] Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs,
die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit Weiterbildungen der erfindungsgemäßen
Sensorvorrichtung beschrieben worden sind und umgekehrt.
[0025] Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen.
[0026] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisiert und skizzenhaft
dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen in schematisierter
und skizzenhafter Darstellung:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt einer Sensorvorrichtung in geschnittener Ansicht,
- Fig. 2
- die Sensorvorrichtung nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 3
- eine Sensoreinheit der Sensorvorrichtung nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4
- einen Sensoradapter der Sensorvorrichtung nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 5
- eine Halteklammer der Sensorvorrichtung nach Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt eines Stoßdämpfers und einer Sensorvorrichtung in einer perspektivischen
Ansicht und
- Fig. 7
- ein Kraftfahrzeug mit mehreren Sensorvorrichtungen.
[0027] Sich jeweils entsprechende Elemente sind in allen Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0028] Figur 1 zeigt in schematisierter und skizzenhafter Darstellung einen Ausschnitt einer
Sensorvorrichtung 1 mit einer einen Ultraschallsensor 2 aufweisenden Sensoreinheit
4. Die Sensorvorrichtung 1 weist zudem ein lineares Messrohr 6 auf, von welchem hier
lediglich ein Abschnitt mit einem ersten Rohrende 8 gezeigt ist. An dem Rohrende 8
ist die Sensoreinheit 4 angeordnet.
[0029] Die Sensoreinheit 4 weist einen Sensoradapter 10 auf. Der Sensoradapter 10 weist
einen das Rohrende 8 umgreifenden Adapterrohrabschnitt 12 auf und ist an dem Rohrende
8 das Rohrende 8 verschließend angeordnet.
[0030] Die Sensoreinheit kann mit dem Sensoradapter ein einziges Bauteil bilden, das heißt
insbesondere einstückig ausgebildet sein. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
bilden die Sensoreinheit 4 und der Sensoradapter 10 hingegen zwei Bauteile. Zudem
sind die Sensoreinheit 4 und der Sensoradapter 10 lösbar miteinander verbunden.
[0031] Zur Abdichtung der Verbindung von Sensoreinheit 4 und Sensoradapter 10 sowie des
Rohrendes 8 des Messrohres 6 ist zwischen der Sensoreinheit 4 und dem Sensoradapter
10 eine Dichtung 14 angeordnet. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist die
Dichtung 14 als O-Ring 16 ausgebildet.
[0032] An dem Sensoradapter 10 ist eine den Sensoradapter 10 mit der Sensoreinheit 4 verbindende
Halteklammer 18 angeordnet. Dabei sichert die Halteklammer 18 auch die Dichtung 14
zwischen Sensoradapter 10 und Sensoreinheit 4 und gewährleistet so eine zuverlässige
Abdichtung. Die Halteklammer 18 sichert zudem den Sensoradapter 10 mit der Sensoreinheit
4 an dem Rohrende 8 des Messrohres 6. Die Halteklammer 18 ist als, hier U-förmiger,
Klips ausgebildet (vgl. Figur 5). Sie ist einstückig zum Beispiel aus einem Kunststoffmaterial
oder beispielsweise aus einem Metallmaterial, zum Beispiel einem Draht, ausgebildet.
[0033] Insbesondere aus Figur 4 wird deutlich, dass der Sensoradapter 10 eine Aufnahme 20
für die Halteklammer 18 aufweist. Die Aufnahme 20 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
als Schlitz 22 ausgebildet. In den Schlitz 22 greift die Halteklammer 18 zumindest
teilweise ein (vgl. Figur 2). Außerdem weist die Aufnahme 20 in diesem Ausführungsbeispiel
einen zweiten Schlitz 23 auf. Die Halteklammer 18 greift mit jeweils einem Halteklammerschenkel
35, 37 (vgl. Figur 5) in jeweils einen der Schlitze 22, 23 der Aufnahme 20 ein.
[0034] Zudem weisen der Sensoradapter 10 und das Rohrende 8 des Messrohres 6 eine gemeinsame
Verrastung 24 auf. Die Verrastung 24 weist eine Noppe 26 an dem Adapterrohrabschnitt
12 des Sensoradapters 10 sowie eine Ausnehmung 28 in dem Rohrende 8 des Messrohres
6 auf. Die Ausnehmung 28 korrespondiert derart mit der Noppe 26, dass in einem montierten
Zustand von Sensoreinheit 4 und Messrohr 6 die Noppe 26 in das Messrohr 6 einrastet.
Die Verrastung 24 gewährleistet unter anderem eine verdrehsichere Anordnung von Sensoradapter
10 und Messrohr 6.
[0035] Außerdem weist der Sensoradapter 10 einen Verdrehschutz 31 auf, der dazu dient, eine
verdrehsichere Lage des Sensoradapters 10 gegenüber der Sensoreinheit 4 zu gewährleisten.
Der Verdrehschutz 31 ist hier als Adapterausnehmung 33 an dem Sensoradapter 10 ausgebildet.
In die Adapterausnehmung 33 greift die Sensoreinheit 4 passgenau ein (vgl. Figur 2).
[0036] Wie zum Beispiel aus Figur 3 deutlich wird, weist die Sensoreinheit 4 eine mit der
Aufnahme 20 des Sensoradapters 10 für die Halteklammer 18 korrespondierende Aufnahme
30 der Sensoreinheit 4 für die Halteklammer 18 auf. Die Aufnahme 30 der Sensoreinheit
4 ist hier als Nut 32 ausgebildet. Figur 5 zeigt die Halteklammer 8 mit in die Aufnahme
20 des Sensoradapters 10 sowie in die Aufnahme 30 der Sensoreinheit 4 eingreifenden
Klipsbereichen 34, 36 der Halteklammerschenkel 35, 37.
[0037] Die Sensoreinheit 4 weist zudem ein Sensoranschlusselement 38 auf. Das Sensoranschlusselement
38 weist einen Stecker 40 zur Verbindung der Sensorvorrichtung 1 beispielsweise mit
einem Steuergerät eines Kraftfahrzeugs auf.
[0038] Figur 7 zeigt in skizzenhafter Darstellung ein Kraftfahrzeug 42 mit mehreren zwischen
einem Fahrwerk des Kraftfahrzeugs 42 und einem hier nicht dargestellten Fahrzeugaufbau
des Kraftfahrzeugs 42 angeordneten Stoßdämpfern 44. Die Stoßdämpfer 44 sind jeweils
mit einem ersten Dämpferende 46 an den Fahrzeugaufbau und mit einem zweiten Dämpferende
48 an das Fahrwerk angeschlossen. An den Stoßdämpfern 44 ist jeweils eine Sensorvorrichtung
1 angeordnet (vgl. Figur 6).
[0039] Dabei ist jeweils ein erstes Rohrende 8 eines Messrohres 16 an dem jeweiligen ersten
Dämpferende 46 und ein zweites Rohrende 50 des jeweiligen Messrohres 16 an dem jeweiligen
zweiten Dämpferende 48 befestigt. Die Sensorvorrichtungen 1 sind mit einem Steuergerät
52 des Kraftfahrzeugs 42 verbunden. Eine von dem Steuergerät 52 aus Messwerten der
Sensorvorrichtungen 1 berechnete Information über einen Beladungszustand, zum Beispiel
ein Ladungsgewicht, des Kraftfahrzeugs 42 kann auf einer Anzeigevorrichtung 54 angezeigt
werden. Die Anzeigevorrichtung 54 kann zum Beispiel Bestandteil des Kraftfahrzeugs
42 sein. Es ist aber auch vorstellbar, dass die Anzeigevorrichtung 54 eine fahrzeugexterne
Vorrichtung, zum Beispiel eine mobile Kommunikationseinheit wie beispielsweise ein
Smartphone oder ein Computer, beispielsweise in einer Speditionszentrale, ist.
[0040] Das Kraftfahrzeug 42, das insbesondere ein Nutzfahrzeug, zum Beispiel ein Lastkraftwagen,
sein kann, weist in diesem Ausführungsbeispiel eine Vorderachse 56 und eine erste
Hinterachse 58 sowie eine zweite Hinterachse 60 auf. Die Vorderachse 56 sowie die
beiden Hinterachsen 58, 60 sind Bestandteil des Fahrwerks des Kraftfahrzeugs 42. Der
Fahrzeugaufbau des Kraftfahrzeugs 42 ist gegenüber der Vorderachse 56 mittels einer
Blattfederung 62 gefedert. Gegenüber den Hinterachsen 58, 60 ist der Fahrzeugaufbau
jeweils mittels einer Luftfederung 64, 66 gefedert. Die Blattfederung 62 weist hier
zwei Blattfederpakete auf, und die Luftfederungen 64, 66 weisen hier jeweils zwei
Luftfedern auf. Parallel zu den Federungen (Blattfederung 62, Luftfederungen 64, 66)
sind in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel zwischen den Achsen (Vorderachse 56,
Hinterachsen 58, 60) und dem Fahrzeugaufbau jeweils die Sensorvorrichtungen 1 angeordnet.
Dabei sind die Sensorvorrichtungen 1 jeweils den einzelnen Federn (Blattfederpakete,
Luftfedern) zugeordnet.
[0041] Das Kraftfahrzeug 42 weist ein On-Board-Weighing-System, das heißt ein fahrzeugeigenes
Gewichtserfassungssystem, auf. Die Sensorvorrichtungen 1 und das Steuergerät 52 sowie
die Anzeigevorrichtung 54 sind zumindest teilweise Bestandteil dieses On-Board-Weighing-Systems,
und zwar zumindest teilweise, da insbesondere das Steuergerät 52 und die Anzeigevorrichtung
54 neben Funktionen für das On-Board-Weighing-System auch noch weitere Funktionen
für das Kraftfahrzeug 42 und gegebenenfalls darüber hinaus übernehmen können.
[0042] Insgesamt zeigen die Ausführungsbeispiele, wie durch die Erfindung eine Sensorvorrichtung
mit einer einen Ultraschallsensor aufweisenden Sensoreinheit und einem Messrohr sowie
ein Kraftfahrzeug mit einer solchen Sensorvorrichtung, insbesondere zur Messung einer
Höhenänderung eines Fahrzeugaufbaus gegenüber einem Fahrwerk, insbesondere in einem
On-Board-Weighing-System, bereit gestellt werden können.
1. Sensorvorrichtung (1) mit einer einen Ultraschallsensor (2) aufweisenden Sensoreinheit
(4) und mit einem Messrohr (6), wobei die Sensoreinheit (4) an einem Rohrende (8)
des Messrohres (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (4) einen Sensoradapter (10) aufweist und dass der Sensoradapter
(10) einen das Rohrende (8) umgreifenden Adapterrohrabschnitt (12) aufweist und an
dem Rohrende (8) das Rohrende (8) verschließend angeordnet ist.
2. Sensorvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (4) und der Sensoradapter (10) lösbar miteinander verbunden sind.
3. Sensorvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoradapter (10) und das Rohrende (8) eine Verrastung (24) aufweisen.
4. Sensorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Sensoradapter (10) eine den Sensoradapter (10) mit der Sensoreinheit (4) verbindende
Halteklammer (18) angeordnet ist.
5. Sensorvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensoradapter (10) zumindest einen Schlitz (22) aufweist und dass die Halteklammer
(18) zumindest teilweise in den Schlitz (22) eingreift.
6. Sensorvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteklammer (18) den Sensoradapter (10) an dem Rohrende (8) sichert.
7. Sensorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Sensoreinheit (4) und dem Sensoradapter (10) eine Dichtung (14) angeordnet
ist.
8. Sensorvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (4) ein Sensoranschlusselement (38) aufweist.
9. Kraftfahrzeug (42) mit einer Sensorvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit einem Fahrwerk und mit einem Fahrzeugaufbau, wobei ein erstes Rohrende (8) eines
Messrohres (6) der Sensorvorrichtung (1) an den Fahrzeugaufbau und ein zweites Rohrende
(50) des Messrohres (6) an das Fahrwerk angeschlossen ist.
10. Kraftfahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Fahrzeugaufbau und dem Fahrwerk ein Stoßdämpfer (44) angeordnet ist,
wobei der Stoßdämpfer (44) mit einem ersten Dämpferende (46) an den Fahrzeugaufbau
und mit einem zweiten Dämpferende (48) an das Fahrwerk angeschlossen ist und wobei
die Sensorvorrichtung (1) an dem Stoßdämpfer (44) angeordnet ist.
11. Kraftfahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Rohrende (8) des Messrohres (6) an dem ersten Dämpferende (46) und das
zweite Rohrende (50) des Messrohres (6) an dem zweiten Dämpferende (48) befestigt
ist.