[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Mund-Nase-Schutz mit einer Maske zum gleichzeitigen
Abdecken von Mund und Nase eines Menschen, wobei die Maske aus einem Zuschnitt eines
flächigen Filtermediums besteht.
[0002] Eine Maske ist eine Gesichtsabdeckung, die das Gesicht eines Menschen teilweise oder
vollständig abdeckt. Um die Übertragung von Krankheitserregern durch Sekrettröpfchen
zu reduzieren, werden insbesondere im medizinischen und pflegerischen Bereich Gesichts-Halbmasken
verwendet, die aus einer oder mehreren Papier- bzw. Vliesschichten bestehen, die mit
Bändern oder Gummis am Hinterkopf oder hinter den Ohren befestigt werden können. Da
die Maske dabei gleichzeitig Mund und Nase abdeckt, bezeichnet man diese Halbmasken
auch als Mund-Nase-Schutz.
[0003] Die Maske eines typischen Mund-Nase-Schutzes besteht aus einem Zuschnitt eines flächigen
Filtermediums, wobei das Filtermedium aus einer oder mehreren Schichten Papier bzw.
Kunststoffvlies bestehen kann. An der Maske eines Mund-Nase-Schutzes sind zumeist
zusätzliche Einrichtungen vorgesehen, die insbesondere für das Halten und Positionieren
der Maske am Kopf bestimmt sind. Beispielsweis ist am oberen Rand des Filtermaterialzuschnitts
der Maske oft ein flexibler Metallbügel mittig vorgesehen. Mit diesem kann der Mund-Nase-Schutz
an den Nasenrücken gedrückt und angeformt werden, damit der Mund-Nase-Schutz dort
bündig mit dem Gesicht abschließt. An den seitlichen Rändern sind an der Maske des
Mund-Nase-Schutzes typischerweise Bänder oder Gummis vorgesehen, mit denen der Mund-Nase-Schutz
beim Tragen am Hinterkopf oder hinter den Ohren befestigt wird.
[0004] Mund-Nase-Schutze werden je nach Filterleistung in verschiedene Typenklassen unterteilt,
und je höher die Filterleistung wird, desto größer wird typischerweise auch der Atemwiderstand.
Besonders hohe Anforderungen werden an solche Ausführungsformen gestellt, die den
Standards für Atemschutzmasken (FFP-1, FFP-2, FFP-3 oder BFE 98) genügen sollen.
[0005] Eine besondere Herausforderung stellt die stark variable Gesichtsanatomie der verschiedenen
Anwender eines Mund-Nase-Schutzes dar. Es besteht daher ein Bedarf nach einem Mund-Nase-Schutz,
der sich auch an unterschiedlichste Gesichtsanatomien gut anpassen kann, damit der
Mund-Nase-Schutz allseits dicht am Gesicht anliegt. Dies ist wichtig, um zu verhindern,
das an den Rändern des Mund-Nase-Schutzes ungefilterte Luft ein- oder ausströmen kann.
Des Weiteren besteht ein Bedarf nach einem Mund-Nase-Schutz, der bei möglichst geringem
Atemwiderstand höchstmöglich Filterleistung liefert.
[0006] Erfindungsgemäß wird daher ein Mund-Nase-Schutz mit einer Maske zum gleichzeitigen
Abdecken von Mund und Nase eines Menschen vorgeschlagen, wobei die Maske aus einem
Zuschnitt eines flächigen Filtermediums besteht, der dadurch gekennzeichnet ist, dass
der Zuschnitt zwischen dem oberen Rand der Maske und dem unteren Rand der Maske horizontal
zick-zack-gefaltet ist und wenigstens 5 Falten ausbildet, die jeweils einen auf der
Außenseite der Maske liegenden Faltenrücken aufweisen und jeweils zwei von dem Faltenrücken
ausgehende Faltenflanken, wobei die Höhe der Faltenflanken sowohl vom oberen Rand
der Maske als auch vom unteren Rand der Maske zur Mitte der Maske hin abnimmt.
[0007] Dadurch, dass die Maske wenigstens fünf Falten mit einem auf der Außenseite der Maske
liegenden Faltenrücken aufweist, liegen auf der inneren Maskenseite wenigstens vier
Faltenrücken vor, woraus sich in der Summe insgesamt wenigstens neun Faltenrücken
ergeben, zwischen denen sich das Filtermaterial über die Faltenflanken flächig erstreckt.
Auf diese Weise ergibt sich eine relativ große Filterfläche, die von dem erfindungsgemäßen
Mund-Nase-Schutz bereitgestellt wird, und diese relativ große Filterfläche bietet
einen signifikant geringeren Atemwiderstand als ein vergleichbarer Mund-Nase-Schutz
mit insgesamt kleinerer Filterfläche.
[0008] Die Bereitstellung dieser großen Filterfläche bei gleichzeitig guter Passform wird
dadurch möglich, dass die Höhe der Faltenflanken sowohl vom oberen Rand der Maske
als auch vom unteren Rand der Maske zur Mitte hin abnimmt. Durch diese besondere Gestaltung
passt sich der erfindungsgemäße Mund-Nase-Schutz beim Tragen der jeweiligen Anatomie
des Gesichts optimal an und stellt sicher, dass der Mund-Nase-Schutz allseits bündig
anliegen kann.
[0009] Eine Falte im Sinne der vorliegenden Erfindung besteht aus einem Faltenrücken und
jeweils zwei von dem Faltenrücken ausgehende Faltenflanken. Der Faltenrücken verläuft
auf jedem horizontalen Knick des zick-zack-gefalteten Filtermediums, und zwischen
einem Faltenrücken auf der Außenseite und den beiden jeweils nächsten Faltenrücken
auf der Innenseite erstrecken sich die jeweiligen Faltenflanken. Die Höhe dieser Faltenflanken
ist die Distanz zwischen den zwei Faltenrücken, zwischen denen sich die jeweilige
Faltenflanke erstreckt. Da die Faltenrücken über den Zuschnitt des Filtermediums parallel
verlaufen, ist die Höhe einer Faltenflanke durchgängig konstant
[0010] Die Zick-zack-Faltung der Maske ist horizontal ausgerichtet. D.h., dass die Faltenrücken
sich horizontal zwischen dem oberen Rand und dem unteren Rand des Mund-Nase-Schutzes
erstrecken. Die Begriffe oben und unten beziehen sich hier auf die Situation beim
Tragen des Mund-Nase-Schutzes, wobei der obere Rand über die Nase verläuft und der
untere Rand über das Kinn oder unter dem Kinn verläuft.
[0011] Die Maske hat eine Innenseite und eine Außenseite. Die Innenseite der Maske ist die
Seite, die beim Tragen des Mund-Nase-Schutzes in Richtung des Gesichts weist. Die
Außenseite der Maske ist die Seite, die beim Tragen des Mund-Nase-Schutzes nach außen
weist. Zählt man die Faltenrücken vom oberen und unteren Rand der Maske bis zur Mitte
durch, so weisen - je nach dem wie die Zick-Zack-Faltung ausgerichtet ist - die ungeradzahligen
Faltenrücken nach innen, d.h. in Richtung des Gesichtes, und alle geradzahligen Faltenrücken
nach außen, oder anders herum.
[0012] Bei bestimmten Ausführungsformen ist die Maske aus einem im Wesentlichen rechteckigen
Zuschnitt des Filtermediums gebildet. Grundsätzlich kommen jedoch auch andere Zuschnittsgeometrien
in Betracht, wie z.B. ein sechseckiger oder gar achteckiger Zuschnitt, solange sichergestellt
ist, dass die bereitgestellte Maske groß genug ist, um gleichzeitig Mund und Nase
abzudecken.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Maske wenigstens 5 Falten auf, die jeweils einen auf der
Außenseite der Maske liegenden Faltenrücken aufweisen. Nimmt man die Anzahl der Faltenrücken
auf der inneren Maske und die Anzahl der Faltenrücken auf der äußeren Maskenseite
zusammen, so ergibt sich in der Summe eine Anzahl von wenigstens 9 Faltenrücken pro
erfindungsgemäßem Mund-Nase-Schutz.
[0014] Bei bestimmten Ausführungsformen bildet der gefaltete Zuschnitt 6 bis 12 Falten aus,
die jeweils einen auf der Außenseite der Maske liegenden Faltenrücken aufweisen und
jeweils zwei von dem Faltenrücken ausgehende Faltenflanken, wobei die Höhe der Faltenflanken
sowohl vom oberen Rand der Maske als auch vom unteren Rand der Maske zur Mitte der
Maske hin abnimmt. Bei besonderen Ausführungsformen bildet der gefaltete Zuschnitt
6 bis 10 solcher Falten aus. Bei besonderen Ausführungsformen bildet der gefaltete
Zuschnitt 7 bis 9 solcher Falten aus.
[0015] Bei einer speziellen Ausführungsform sind 9 Falten mit auf der Außenseite der Maske
liegendem Faltenrücken vorgesehen. Bei einer weiteren speziellen Ausführungsform,
sind 7 Falten mit auf der Außenseite der Maske liegendem Faltenrücken vorgesehen.
Bei weiteren speziellen Ausführungsformen, die beispielsweise für Kinder besonders
geeignet sind, sind 5 oder 6 Falten mit auf der Außenseite der Maske liegendem Faltenrücken
vorgesehen.
[0016] Bei bevorzugten Ausführungsformen ist die Anzahl der Faltenrücken auf der äußeren
Maskenseite um 1 größer als die Anzahl der Faltenrücken auf der inneren Maskenseite.
[0017] Damit die Kinnpartie des Gesichts gut umschlossen werden kann, ist bei bestimmten
Ausführungsformen die Anzahl der Falten gezählt vom unteren Rand der Maske bis zur
Mitte um 1 größer als die Anzahl der Falten gezählt vom oberen Rand der Maske bis
zur Mitte.
[0018] Bei einer speziellen Ausführungsform beträgt die Anzahl der Falten mit nach außen
weisendem Faltenrücken gezählt vom oberen Rand der Maske bis zur Mitte 4 und die Anzahl
der Falten gezählt vom unteren Rand der Maske bis zur Mitte 5. Bei einer weiteren
speziellen Ausführungsform beträgt die Anzahl der Falten mit nach außen weisendem
Faltenrücken gezählt vom oberen Rand der Maske bis zur Mitte 3 und die Anzahl der
Falten gezählt vom unteren Rand der Maske bis zur Mitte 4.
[0019] Die Höhe der Faltenflanken nimmt erfindungsgemäß sowohl vom oberen Rand der Maske
als auch vom unteren Rand der Maske zur Mitte hin ab. Bei bestimmten Ausführungsformen
nimmt die Höhe jeder Faltenflanke im Vergleich zur jeweils vorangegangenen Faltenflanke
ab.
[0020] Bei alternativen Ausführungsformen haben die beiden Faltenflanken einer ersten Falte
die gleiche Höhe, und die beiden Faltenflanken, die der darauf folgenden Falte haben
gegenüber den Faltenflanken der Falte eine geringere Höhe, wodurch die Falten mehrere
aufeinanderfolgende gleichschenklige Dreiecke bilden, bei denen die Höhe der gleichlangen
Schenkel sowohl vom oberen als auch vom unteren Rand nach innen abnimmt.
[0021] Bei bestimmten Ausführungsformen nimmt die Höhe aller Falten ausgehend vom oberen
und/oder unteren Rand zur Mitte hin ab. Bei bestimmten Ausführungsformen sind die
ersten beiden Falten am oberen und/oder am unteren Rand gleich groß und erst die Höhe
aller in Richtung Mitte der Maske folgenden Falten nimmt sukzessive ab.
[0022] Das Filtermedium, aus dem der Zuschnitt der Maske besteht, ist vorzugsweise ein Kunststoffvlies
aus einem synthetischen Polymer oder ein Glasfaservlies. Besonders bevorzugt ist ein
Kunststoffvlies aus Polypropylen, Polyethylen oder Polytetrafluorethylen.
[0023] Der Begriff Vlies ist hier so zu verstehen, dass es sich dabei um ein Gebilde aus
Fasern handelt, die nicht systematisch verkreuzt bzw. verschlungen sind, wie es beim
Weben, Wirken, Stricken oder Flechten der Fall ist. Die erfindungsgemäß eingesetzten
Vliese sind flexibel und faltbar, wobei faltbar in diesem Zusammenhang bedeutet, dass
bei der Faltung stabile Faltenrücken entstehen, die sich ohne mechanisches Einwirken
nicht spontan wieder entfalten.
[0024] Bei bestimmten Ausführungsformen der Erfindung besteht die Maske aus einer Lage Filtermedium.
Bei alternativen Ausführungsformen besteht das Filtermedium aus zwei, drei, vier,
fünf oder mehr Lagen. Bei manchen mehrlagigen Ausführungsformen bestehen alle Lagen
aus dem gleichen Vliesmaterial. Bei alternativen Ausführungsformen bestehen die Lage
auf der äußeren Seite der Maske und/oder die Lage auf der inneren Seite der Maske
aus einem Material, das sich von dem Material der anderen Lage(n) unterscheidet.
[0025] Vorzugsweise ist die Dicke der Vlieslage(n) möglichst gering gewählt, um Material
zu sparen, den Atemwiderstand gering zu halten und einen mehrlagigen Aufbau zu ermöglichen.
Vorzugsweise liegt die Dicke des Vliesmaterials im Bereich von 0,1 bis 1,0 mm, besonders
bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 0,8 mm.
[0026] Bei bestimmten Ausführungsformen ist die Abnahme der Höhe der Faltenflanken so definiert,
dass die Höhe einer Faltenflanke vom oberen bzw. vom unteren Rand in Richtung zur
Mitte hin gegenüber der Höhe der vorangegangenen Faltenflanke um 8 bis 32 % geringer
ist. Bei bestimmten Ausführungsformen nimmt der Wert der prozentualen Abnahme sowohl
vom oberen als auch vom unteren Rand zur Mitte hin zu.
[0027] Beispielsweise kann die Abnahme der Höhe von der ersten Faltenflanke zur zweiten
Faltenflanke im Bereich von 8 bis 10 % liegen, die Abnahme von der zweiten Faltenflanke
zur dritten Faltenflanke im Bereich von 18 bis 24 % und die Abnahme von der dritten
Faltenflanke zur vierten Faltenflanke im Bereich von 25 bis 32 %.
[0028] Bei einer konkreten Ausführungsform liegt die Höhe der ersten Faltenflanke im Bereich
von 19 bis 21 mm, die Höhe der zweiten Faltenflanke im Bereich von 17 bis 19 mm, die
Höhe der dritten Faltenflanke im Bereich von 13 bis 15 mm und die Höhe der vierten
Faltenflanke im Bereich von 9 bis 11 mm.
[0029] Bei den Ausführungsformen, bei denen die beiden Faltenflanken einer erste Falte die
gleiche Höhe haben, und die beiden Faltenflanken, der darauf folgenden Falte, gegenüber
den Faltenflanken der ersten Falte eine geringere Höhe haben, wodurch die Falten mehrere
aufeinanderfolgende gleichschenklige Dreiecke bilden, bei denen die Höhe der gleichlangen
Schenkel sowohl vom oberen als auch vom unteren Rand zur Mitte hin abnimmt, beziehen
sich die oben angegebenen prozentualen Werte auf die Abnahme der Höhe der gleichlangen
Schenkel einer Falte bezogen auf die Höhe der gleichlangen Schenkel der vorangegangenen
Falte.
[0030] Dementsprechend ist bei bestimmten Ausführungsformen die Abnahme der Höhe der gleichlangen
Schenkel einer der Falten bezogen auf die Höhe der gleichlangen Schenkel der vorangegangenen
Falte um 8 bis 32 % geringer.
[0031] Auch hier kann bei bestimmten Ausführungsformen der Wert der prozentualen Abnahme
von den Rändern zur Mitte hin zunehmen. Bei manchen Ausführungsformen liegt beispielsweise
die Abnahme der Höhe der gleichlangen Schenkel einer zweiten Falte bezogen auf die
Höhe der gleichlangen Schenkel einer ersten Falte im Bereich von 8 bis 10 %, die Abnahme
der Höhe der gleichlangen Schenkel einer dritten Falte bezogen auf die Höhe der gleichlangen
Schenkel der zweiten Falte im Bereich von 18 bis 24 % und die Abnahme der Höhe der
gleichlangen Schenkel der vierten Falte bezogen auf die Höhe der gleichlangen Schenkel
der dritten Falte im Bereich von 25 bis 32 %.
[0032] Bei bestimmten Ausführungsformen befindet sich in der Mitte der Maske eine kleine
Falte und die beiden nach oben und unten folgenden größeren Falten sind gleich groß.
Und die beiden wiederum darauf nach oben und unten folgenden größeren Falten sind
ebenfalls gleich groß.
[0033] Bei anderen Ausführungsformen, sind die beiden in der Mitte der Maske aufeinandertreffenden
Falten gleich groß, und die beiden nach oben und unten folgenden größeren Falten sind
ebenfalls gleich groß, und die beiden wiederum darauf nach oben und unten folgenden
größeren Falten sind ebenfalls gleich groß.
[0034] Um die Faltung der Maske zu fixieren, ist an den vertikal verlaufenden seitlichen
Rändern der Maske eine Klebung, Naht oder Ultraschall-Verschweißung vorgesehen. Beim
Anziehen und Tragen der Maske bleibt das gefaltete Filtermedium der Maske damit an
den seitlichen Rändern gerafft, während sich die Faltung im Bereich zwischen den seitlichen
Rändern aufspreizen läßt, um die Maske an die Physiognomie des Gesichts des Anwenders
anzupassen.
[0035] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist am oberen horizontalen Rand der Maske ein
biegsamer Nasenbügel angeordnet, der beispielsweise aus einem formstabil biegsamen
Kunststoff oder Metall bestehen kann. Vorzugsweise ist der Nasenbügel am oberen Rand
der Maske in einem horizontal verlaufenden Tunnel geführt, der dadurch gebildet wird,
dass die äußere Kante der obersten Faltenflanke mit der in Richtung Mitte der Maske
folgenden Faltenflanke vernäht, verklebt oder verschweißt wird.
[0036] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist am oberen horizontalen Rand der Maske ein
Nasenpolster angeordnet, das beispielsweise aus einem Schaumstoff bestehen kann. Vorzugsweise
ist das Nasenpolster an der äußersten Faltenflanke mit der Maske vernäht, verklebt
oder verschweißt.
[0037] Vorzugsweise ist an den vertikal verlaufenden seitlichen Rändern der Maske ein Gummi
oder ein Band zum Befestigen des Mund-Nase-Schutzes am Kopf angeordnet. Die Höhe dieser
Befestigung ist so bemessen, dass die Befestigung entweder am Hinterkopf oder an den
Ohren erfolgen kann.
[0038] Das Band oder Gummi am oberen Rand der Maske ist vorzugsweise mit den seitlichen
Rändern der Maske vernäht, verklebt oder verschweißt. Vorzugsweise ist das Band oder
Gummi am unteren Rand der Maske durch einen horizontal verlaufenden Tunnel geführt,
der dadurch gebildet wird, dass die äußere Kante der untersten Faltenflanke mit der
in Richtung Mitte der Maske folgenden Faltenflanke vernäht, verklebt oder verschweißt
wird. Hierdurch wird die Maske beim Tragen am Kinn oder darunter gerafft, und schließt
so dort dicht ab.
[0039] Bei bestimmten Ausführungsformen ist in der Mitte der Maske ein Versteifungsstreifen
vorgesehen. Der Versteifungsstreifen kann aufgenäht, aufgeklebt, aufgesprüht, mit
dem Filtermedium der Maske verschweißt oder in eine Tasche oder einen Tunnel, die/der
durch die Faltung gebildet wird, eingelegt sein. Der Versteifungsstreifen dient dafür,
den mittleren Bereich der Maske so zu verstärken, dass dieser insbesondere beim Einatmen
nicht zu eng an der Gesichtsfläche zum Anliegen kommt. Hierfür erstreckt sich der
Versteifungsstreifen von der Maskenmitte horizontal in beide Richtungen zu den seitlichen
Rändern wenigstens über 70%, wenigstens über 80%, wenigstens über 90% der Maskenbreite
oder gar über die gesamte Maskenbreite.
[0040] Der Versteifungsstreifen kann auf der Außenseite der Maske oder auf der Innenseite
der Maske vorgesehen sein. Bei bestimmten Ausführungsformen ist sowohl auf der Innenseite
als auch auf der Außenseite der Maske ein Versteifungsstreifen aufgebracht, wobei
sich die Art der Anbringung des Versteifungsstreifens auf der Innenseite von der Art
der Anbringung des Versteifungsstreifens auf der Außenseite unterscheiden kann.
[0041] Bei Versteifungsstreifen, die aufgesprüht sind, ist Versteifungsmaterial (vorzugsweise
ein Kunststoffmaterial) durch Sprühen in einer Schichtdicke im Bereich von 0,1 bis
1,0 mm auf den zu versteifenden Bereich der Maske aufgesprüht. Besonders bevorzugte
Kunststoffmaterialien sind hier Polypropylen, Polyethylen und Polytetrafluorethylen.
[0042] Bei bestimmten Ausführungsformen besteht der Versteifungsstreifen aus einem separaten
Kunstoffstreifen, der aufgenäht, aufgeschweißt oder aufgeklebt wird. Besonders bevorzugt
sind hier Streifen aus Polypropylen, Polyethylen und Polytetrafluorethylen. Vorzugsweise
weist das hier eingesetzte Material aufgrund seiner stofflichen Beschaffenheit oder
aufgrund seiner größeren Materialstärke eine höhere Steifigkeit als das Material des
Filtermediums der Maske auf.
[0043] Bei bestimmten Ausführungsformen, sind die Faltenflanken einer in der Mitte der Maske
liegenden Falte oder die zwei aneinandergrenzenden Faltenflanken von zwei in der Mitte
der Maske benachbarten Falten miteinander vernäht, verklebt oder verschweißt, wodurch
in diesem Bereich eine höhere Steifigkeit erreicht wird. Bei anderen Ausführungsformen
sind die Faltenflanken einer in der Mitte der Maske liegenden Falte oder die zwei
aneinandergrenzenden Faltenflanken von zwei in der Mitte der Maske benachbarten Falten
zu einem Tunnel vernäht, verklebt oder verschweißt, in dem ein Versteifungsstreifen,
eingeschoben ist. In diesen Fällen besteht der Versteifungsstreifen vorzugsweise aus
Kunstoff, wie z.B. Polypropylen, Polyethylen und Polytetrafluorethylen, oder Metall.
[0044] Bei besonderen Ausführungsformen sind die mittleren beiden Falten gleich groß und
deren Faltenrücken sind mit den Faltenflanken der jeweils nach außen folgenden Falten
vernäht, verklebt oder verschweißt. Werden die beiden innersten Falten dann nach außen
aufgeklappt, bildet sich eine Tasche, in die ein Versteifungsstreifen eingelegt werden
kann. Diese Tasche kann dann durch Vernähen, Verschweißen oder Verkleben verschlossen
werden, so dass der Versteifungsstreifen darin dauerhaft gehalten wird. Auch in diesen
Fällen besteht der Versteifungsstreifen vorzugsweise aus Kunstoff, wie z.B. Polypropylen,
Polyethylen und Polytetrafluorethylen, oder Metall.
[0045] Insbesondere durch die Auswahl des verwendeten Filtermaterials und/oder durch die
Wahl der Anzahl der eingesetzten Filtermateriallagen können unterschiedliche Filterleistungen
erreicht werden. Bei bestimmten Ausführungsformen erfüllt der erfindungsgemäße Mund-Nase-Schutz
die Standards gemäß FFP-1, FFP-2, FFP-3 oder BFE 98.
[0046] Von der vorliegenden Erfindung umfasst ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines
Mund-Nase-Schutzes der oben beschriebenen Art, wobei man bei dem Verfahren einen Zuschnitt
eines flächigen Filtermediums zwischen dem oberen Rand der späteren Maske und deren
unteren Rand horizontal zick-zack-faltet, so dass wenigstens fünf Falten ausgebildet
werden, die jeweils einen auf der Außenseite der Maske liegenden Faltenrücken aufweisen
und jeweils zwei von dem Faltenrücken ausgehende Faltenflanken, wobei die Höhe der
Faltenflanken sowohl vom oberen Rand der späteren Maske als auch von deren unterem
Rand zur Mitte der Maske hin abnimmt.
[0047] Durch weitere Verfahrensmassnahmen lassen sich dann die verschiedenen Merkmale der
besonderen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Mund-Nase-Schutzes ausbilden, die
oben ausführlich beschrieben wurden.
[0048] Anhand der anhängenden Figuren werden einzelne Merkmale der vorliegenden Erfindung
veranschaulicht. Hierbei zeigen
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine bestimmte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Mund-Nase-Schutzes im entfalteten Zustand,
- Figur 2:
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Maske der Ausführungsform von
Figur 1 ohne Nasenbügel und Gummibänder,
- Figur 3:
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch eine bestimmte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Mund-Nase-Schutzes,
- Figur 4:
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch die Maske der Ausführungsform
von Figur 3 ohne Nasenbügel, Nasenpolster, Verstärkungsstreifen und Gummibänder und
- Figur 5:
- eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch die Maske einer Ausführungsform,
bei der ein Verstärkungsstreifen in einer mittigen Faltentasche vorgesehen ist.
[0049] In Figur 1 ist eine bestimmte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Mund-Nase-Schutzes
1 stark schematisch dargestellt, der eine mehrfach horizontal gefaltete Maske aus
einem Filtermedium aufweist. Zwischen zwei Faltenrücken 3, 3' erstreckt sich eine
Faltenflanke 4, deren Höhe durch den Abstand zwischen dem Faltenrücken 3 auf der einen
Seite und dem Faltenrücken 3' auf der anderen Seite definiert wird. Die Höhe der Faltenflanken
nimmt sowohl vom oberen Rand 6 der Maske als auch vom unteren Rand 10 der Maske zur
Mitte 5 der Maske hin ab. Am oberen Rand 6 der Maske ist ein Nasenbügel 7 angeordnet,
und sowohl am oberen Rand 6 als auch am unteren Rand 10 der Maske sind Gummibänder
8, 9 zur Befestigung des Mund-Nase-Schutzes 1 am Kopf vorgesehen.
[0050] Die in Figur 1 darstellte Ausführungsformen weist in der Mitte 5 der Maske ein Versteifungsstreifen
14 auf. Dieser dient dazu, den mittleren Bereich der Maske so zu verstärken, dass
dieser insbesondere beim Einatmen nicht zu eng an der Gesichtsfläche zum Anliegen
kommt. Hierfür erstreckt sich der Versteifungsstreifen 14 entlang des Faltenrückens
in der Maskenmitte 5 in beide Richtungen zu den seitlichen Rändern über fast die gesamte
Maskenbreite in horizontaler Richtung.
[0051] Figur 2 ist eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Maske 2 der Ausführungsform
des Mund-Nase-Schutzes 1 von Figur 1 ohne Nasenbügel und Gummibänder.
[0052] In Figur 3 ist ein Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Maske 2 schematisch
dargestellt. Zwischen dem oberen Rand 6 und dem unteren Rand 10 der Maske 2 erstreckt
sich der mehrfach gefaltete Zuschnitt des Filtermediums und bildet dabei auf der Außenseite
der Maske 2 Faltenrücken 3 aus. Auch auf der Innenseite der Maske 2 werden Faltenrücken
3' ausgebildet. Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Faltenrücken 3, 3'auf Außen- und
Innenseite erstrecken sich die Faltenflanken 4.
[0053] Bei der in Figur 3 darstellten Ausführungsformen ist auf der Außenseite der Maske
auf die in der Mitte 5 der Maske 2 aufeinander treffenden Faltenflanken ein Versteifungsstreifen
14 aufgeschweißt. Dieser dient dazu, den mittleren Bereich der Maske 2 so zu verstärken,
dass dieser insbesondere beim Einatmen nicht zu eng an der Gesichtsfläche zum Anliegen
kommt. Hierfür erstreckt sich der Versteifungsstreifen 14 von der Maskenmitte 5 in
beide Richtungen zu den seitlichen Rändern über fast die gesamte Maskenbreite in horizontaler
Richtung.
[0054] Figur 4 ist eine schematische Darstellung eines Querschnitts durch die Maske der
Ausführungsform von Figur 3 ohne Nasenbügel, Nasenpolster, Verstärkungsstreifen und
Gummibänder. Bei dieser Darstellung ist gut zu erkennen, dass die beiden Faltenflanken
4, 4', die bei der ersten Falte am Faltenrücken 3 auf der Außenseite zusammentreffen,
die gleiche Höhe haben, und die beiden Faltenflanken, die an dem Faltenrücken der
darauf folgenden Falte auf der Außenseite zusammentreffen, gegenüber den Faltenflanken
der ersten Falte 3 eine geringere Höhe haben wodurch mehrere aufeinanderfolgende gleichschenklige
Dreiecke gebildet werden, bei denen die Höhe der gleichlangen Schenkel sowohl vom
oberen als auch vom unteren Rand nach innen abnimmt.
[0055] Bei der hier dargestellten Ausführungsform kann der erste Faltenrücken 3' auf der
Innenseite der Maske mit dem unteren Rand 10 so vernäht, verschweißt oder verklebt
werden (siehe Pfeil), dass die beiden Faltenflanken der ersten Falte einen Tunnel
ausbilden, durch den ein Gummiband zur Befestigung der Maske am Kopf durchgezogen
werden kann. In derselben Weise kann auch auf der anderen Seite der erste Faltenrücken
3' auf der Innenseite der Maske mit dem oberen Rand 6 so vernäht, verschweißt oder
verklebt werden (siehe Pfeil), dass die beiden Faltenflanken der ersten Falte einen
Tunnel ausbilden, in den der Nasenbügel eingearbeitet werden kann und/oder durch den
ein Gummiband zur Befestigung der Maske am Kopf durchgezogen werden kann.
[0056] In Figur 5 ist ein Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Maske 2 schematisch
dargestellt, die grundsätzlich dieselbe Faltung aufweist, wie die Ausführungsform
von Figur 4. Allerdings unterscheidet sich hier die weitere Verarbeitung. Zwischen
dem oberen Rand 6 und dem unteren Rand 10 der Maske 2 erstreckt sich zwar auch hier
der mehrfach gefaltete Zuschnitt des Filtermediums und bildet dabei auf der Außenseite
der Maske 2 mehrere Faltenrücken 3, 3', 3", 3'" aus. Allerdings sind hier die Faltenrücken
der beiden innersten Falten mit den Faltenflanken der jeweils nach außen folgenden
Falten über einen Naht 16 verbunden oder verklebt. Werden die beiden innersten Falten
dann nach außen aufgeklappt, bildet sich eine Tasche 13 aus, in die ein Versteifungsstreifen
14 eingelegt werden kann. Die Tasche 13 kann dann durch Vernähen, Verschweißen oder
Verkleben verschlossen werden, so dass der Versteifungsstreifen 14 darin dauerhaft
gehalten wird.
Bezuaszeichenliste:
[0057]
- 1
- Mund-Nase-Schutz
- 2
- Maske
- 3,3'
- Faltenrücken
- 4, 4'
- Faltenflanke
- 5
- Mitte der Maske
- 6
- oberer Rand der Maske
- 7
- Nasenbügel
- 8
- Gummiband am oberen Rand
- 9
- Gummiband am unteren Rand
- 10
- unterer Rand der Maske
- 11
- außen
- 12
- innen
- 13
- Tasche
- 14
- Versteifungsstreifen
- 15
- Nasenpolster
- 16
- Naht
1. Mund-Nase-Schutz (1) mit einer Maske (2) zum gleichzeitigen Abdecken von Mund und
Nase eines Menschen, wobei die Maske (2) aus einem Zuschnitt eines flächigen Filtermediums
besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt zwischen dem oberen Rand der Maske und dem unteren Rand der Maske horizontal
zick-zack-gefaltet ist und wenigstens 5 Falten ausbildet, die jeweils einen auf der
Außenseite der Maske (2) liegenden Faltenrücken (3) aufweisen und jeweils zwei von
dem Faltenrücken (3) ausgehende Faltenflanken (4, 4'), wobei die Höhe der Faltenflanken
(4, 4') sowohl vom oberen Rand (6) der Maske (2) als auch vom unteren Rand (10) der
Maske (2) zur Mitte (5) der Maske (2) hin abnimmt.
2. Mund-Nase-Schutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt 6 bis 12 Falten ausbildet, die jeweils einen auf der Außenseite der
Maske liegenden Faltenrücken aufweisen und jeweils zwei von dem Faltenrücken ausgehende
Faltenflanken, wobei die Höhe der Faltenflanken sowohl vom oberen Rand der Maske als
auch vom unteren Rand der Maske zur Mitte der Maske hin abnimmt.
3. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung zur Mitte der Maske hin die Höhe einer jeden Faltenflanke geringer ist
als die der vorangegangenen Faltenflanke.
4. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Faltenflanken, einer ersten Falte, die gleiche Höhe haben, und die beiden
Faltenflanken, der darauf folgenden Falte, gegenüber den Faltenflanken der ersten
Falte eine geringere Höhe haben, wodurch die Falten mehrere aufeinanderfolgende gleichschenklige
Dreiecke bilden, bei denen die Höhe der gleichlangen Schenkel sowohl vom oberen Rand
der Maske als auch vom unteren Rand der Maske zur Mitte der Maske hin abnimmt.
5. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschnitt des Filtermediums, aus dem die Maske besteht, im Wesentlichen rechteckig
ist.
6. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermedium aus Kunststoffvlies oder Glasfaservlies besteht.
7. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermedium aus einem Kunststoffvlies aus Polypropylen, Polyethylen oder Polytetrafluorethylen
besteht.
8. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe einer Faltenflanke in Richtung vom Rand zur Mitte hin um 8 bis 32 % geringer
ist als die Höhe der vorangegangen Faltenflanke oder als die Höhe der Faltenflanke
der vorangegangenen Falte.
9. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Falten durch eine an den vertikal verlaufenden seitlichen Rändern der Maske vorgesehene
Klebung, Naht, Ultraschall-Verschweißung fixiert sind.
10. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Rand der Maske ein biegsamer Nasenbügel (7) angeordnet ist.
11. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an den seitlichen Rändern der Maske wenigstens ein Gummi oder Band (8, 9) zum befestigen
des Mund-Nase-Schutzes am Kopf angeordnet ist.
12. Mund-Nase-Schutz nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Mund-Nase-Schutz die Standards FFP-1, FFP-2, FFP-3 oder BFE98 erfüllt.