(19)
(11) EP 3 903 613 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.11.2021  Patentblatt  2021/44

(21) Anmeldenummer: 21171049.6

(22) Anmeldetag:  28.04.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A41D 31/10(2019.01)
A41D 19/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A41D 19/00; A41D 2400/52; A41D 19/0006; A41D 2500/40; A41D 31/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 28.04.2020 DE 202020102374 U

(71) Anmelder: Ünsal, Haluk
25980 Westerland (DE)

(72) Erfinder:
  • Ünsal, Haluk
    25980 Westerland (DE)

(74) Vertreter: Raffay & Fleck 
Patentanwälte Grosse Bleichen 8
20354 Hamburg
20354 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) PAPIERHANDSCHUH


    (57) Die Erfindung betrifft einen Einmalschutzhandschuh wie aus der DE 4244364 A1 bekannt.
    Aus genannter Schrift ist es bekannt, einen Papierhandschuh außen an den Griffflächen zu imprägnieren.
    Der Erfinder hat erkannt, dass dadurch aber ein Aufweichen des Handschuhs durch Schweiß des Verwenders nicht verhindert werden kann, wodurch es trotz der bekannten Imprägnierung zu Rissen und Durchlässigkeiten im Handschuh kommen kann.
    Der erfindungsgemäße Handschuh weist daher auf der Innenseite, insbesondere an der zur Handinnenfläche eines Trägers orientierten Fläche, insbesondere zumindest im Bereich der Mittelhand, eine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht auf. Die Schicht kann als Beschichtung oder als separate Schicht, insbesondere als Papierlage, die mit Beschichtung versehen ist, ausgeführt werden. Schicht kann wirksam ein Durchfeuchten durch Schweiß verhindern oder verzögern.


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Einmalschutzhandschuh wie aus der DE 4244364 A1 bekannt.

    [0002] Aus genannter Schrift ist es bekannt, einen Papierhandschuh außen an den Griffflächen zu imprägnieren.

    [0003] Der Erfinder hat erkannt, dass dadurch aber ein Aufweichen des Handschuhs durch Schweiß des Verwenders nicht verhindert werden kann, wodurch es trotz der bekannten Imprägnierung zu Rissen und Durchlässigkeiten im Handschuh kommen kann.

    [0004] Der erfindungsgemäße Handschuh weist daher auf der Innenseite, insbesondere an der zur Handinnenfläche eines Trägers orientierten Fläche, insbesondere zumindest im Bereich der Mittelhand, eine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht auf. Die Schicht kann als Beschichtung oder als separate Schicht, insbesondere als Papierlage, die mit Beschichtung versehen ist, ausgeführt werden. Schicht kann wirksam ein Durchfeuchten durch Schweiß verhindern oder verzögern.

    [0005] Insbesondere ist die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige, insbesondere separate, Schicht fest mit dem Papierhandschuh verbunden. Die Verbindung ist dabei vorteilhafterweise, insbesondere umlaufend oder teilweise umlaufend, am Rand der separaten Schicht angeordnet- Insbesondere erstreckt sich die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige, insbesondere separate, Schicht über mindestens 75%, insbesondere 90%, insbesondere 100%, der an der Mittelhandinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche. Insbesondere erstreckt sie sich zumindest über mindestens 75%, insbesondere 90%, insbesondere 100%, der beim Tragen des Handschuhs an der Handinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche.

    [0006] Insbesondere weist der Handschuh am Handrücken keine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht auf.

    [0007] So kann der Handschuh insbesondere mit ein und/oder zwei separaten Lagen ausgeführt sein. Insbesondere ist der Handschuh am Handrücken mit einer separaten Lage ausgeführt und an der beim Tragen des Handschuhs an der Handinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche zumindest über mindestens 75%, insbesondere 90%, insbesondere 100%, der beim Tragen des Handschuhs an der Handinnenfläche und/oder Mittelhandinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche mit zwei separaten Lagen ausgeführt. Die Lagen sind insbesondere als separat zu betrachten, wenn sie nicht über große Teile der Fläche miteinander verbunden sind, wie dies bei mehrlagigem Papier der Fall ist. Davon zu unterscheiden ist somit die Mehrlagigkeit von mehrlagigem Papier, sodass der Handschuh an der Handinnenfläche insbesondere außen eine, ggf. außen beschichtete, mehrlagige Papierschicht aufweist und innen an der Handinnenfläche eine separate, insbesondere nur umlaufend, mit der mehrlagigen Papierschicht verbunden wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht, beispielsweise Backpapier, aufweist.

    [0008] Mit besonderem Vorteil weist der Papierhandschuh zusätzlich an der Außenfläche des Papierhandschuhs eine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht auf. Auch diese Schicht kann als Beschichtung oder als separate Schicht ausgeführt werden, hier wird aber eine Beschichtung bevorzugt, die sich insbesondere nur an der Handinnenfläche, insbesondere zumindest oder nur an den Fingerkuppen und/oder der Mittelhandinnenfläche erstreckt.

    [0009] Eine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht an der Außenfläche des Papierhandschuhs kann wirksam ein Durchfeuchten durch von außen auf den Handschuh einwirkende Flüssigkeit verhindern oder verzögern.

    [0010] Bevorzugt ist der Papierhandschuh überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, aus Altpapier und/oder überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, aus Krepppapier und/oder überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, aus feingekrepptem Papier und/oder Hygienepapier und/oder Tissue-Papier und/oder aus Papier mit einem Flächengewicht im Bereich von 15 bis 30 g/m2nach DIN EN ISO 12625-6 gebildet ist.

    [0011] Bevorzugt ist der Papierhandschuh überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, aus geprägtem und/oder mehrlagigem gebildet.

    [0012] Bevorzugt ist der Papierhandschuh überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, aus stark saugfähigem und/oder besonders reißfestem Papier gebildet. Bevorzugt ist der Papierhandschuh überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, aus Airflex Papier und/oder Papier mit vergleichbaren Eigenschaften gebildet. Bevorzugt ist der Papierhandschuh überwiegend, insbesondere zumindest zu 75 Gew %, Papier gebildet, dass Nassfestmittel aufweist. Es ist aber auch eine Herstellung aus Papier ohne Nassfestmittel möglich.

    [0013] Vorteilhafterweise ist die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige, insbesondere separate, Schicht durch mit Chrom(III)salz, Fettsäure, Wachs, Fett, Silikon und/oder Öl beschichtetes Papier gebildet.

    [0014] Insbesondere handelt es sich bei der separaten wasserabweisenden und/oder wasserundurchlässigen Schicht um Backpapier.


    Ansprüche

    1. Papierhandschuh, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite, insbesondere an der zur Handinnenfläche eines Trägers orientierten Fläche, insbesondere im Bereich der Mittelhand, eine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht aufweist.
     
    2. Papierhandschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht als Beschichtung oder als separate Schicht ausgeführt ist.
     
    3. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht fest mit dem Papierhandschuh verbunden ist.
     
    4. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht über zumindest 75% der an der Mittelhandinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche erstreckt.
     
    5. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht über zumindest 75% der an der Handinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche erstreckt, insbesondere zumindest über mindestens 75% der an der Handinnenfläche eines Trägers anliegenden Fläche.
     
    6. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Papierhandschuh zusätzlich an der Außenfläche des Papierhandschuhs eine wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht aufweist.
     
    7. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Papierhandschuh überwiegend aus Altpapier und/oder überwiegend aus Krepppapier und/oder überwiegend aus feingekrepptem Papier und/oder Hygienepapier und/oder Tissue-Papier und/oder aus Papier mit einem Flächengewicht im Bereich von 15 bis 35 g/m2 nach DIN EN ISO 12625-6 gebildet ist.
     
    8. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige Schicht aus Chrom(III)salzen und Fettsäuren gebildet ist.
     
    9. Papierhandschuh nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die wasserabweisende und/oder wasserundurchlässige, insbesondere separate, Schicht durch mit Chrom(III)salz, Fettsäure, Wachs, Fett und/oder Öl beschichtetes Papier gebildet ist.
     





    Recherchenbericht









    Recherchenbericht




    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente